Magazin "Albeins", Winter 2018 / 2019

 
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Magazin "Albeins", Winter 2018 / 2019

Popular Pages


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Wo die Bahn Menschen begeistert Liebeslieder von der Alb Leben hinter dicken Klostermauern WINTER 2018/2019 kostenlos Das Magazin für ein genussvolles Leben So gut ist Fleisch aus der Region

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Lammkeule ohne Knochen SEpBeDiztEtiESiaeKnrileibhAtIeäIhä-hstMlrretteeenlaimlcrlvehkonrt! Diese und viele weitere Spezialitäten wie zum Beispiel Hereford-Rind, Ibérico-Schwein oder Steak No. 1 finden Sie in unserem Sortiment „Feines Fleisch“. Exklusiv erhältlich an der Bedientheke in Ihrem EDEKA-Markt oder online bestellen unter www.feinesfleisch.de* und im Markt abholen. *Nur in teilnehmenden Märkten

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Liebe Leser, Leckeres vom Württemberger Lamm Vegetarier mögen jetzt die Nase rümpfen, aber wir mögen Fleisch. Fleisch aus unserer Region. Wir haben uns mal umgeschaut, wie die Tiere auf der Alb gezüchtet und verarbeitet werden. Ob Lamm, Rind, Schwein, Ziege oder Strauß – die Palette regionaler Fleischspezialitäten ist groß, ebenso die Zahl der Züchter. Wir 4 haben uns deshalb auf ein paar wenige Fleischlieferan- ten beschränken müssen, die wir hier stellvertretend für viele andere vorstellen. Zudem haben wir Samuel Rüger gefragt, was gutes Fleisch auszeichnet. Rüger muss das wissen, denn er ist der erste diplomierte Fleischsom- melier im Landkreis Göppingen und berät Spitzenköche, wenn es ums Thema Fleisch geht. Fazit unserer Recherchen: Fleischliebhaber müssen auf ihren Festtagsbraten zu Weihnachten nicht verzichten. Wer Fleisch aus der Region der anonymen Massen- tierhaltung vorzieht, muss aber dafür etwas mehr ausgeben. Wer nicht jeden Tag ein Stück Fleisch auf dem Teller haben möchte, konsumiert ganz im Sinne der regionalen Erzeuger und leistet einen Beitrag zu seiner gesunden Ernährung. Das wiederum dürfte auch die Vegetarier freuen. Die (Modell-)Eisenbahn gehört zu Weihnachten wie der Christbaum oder die leckeren Gutsle. Deshalb widmen wir der Bahn einen weiteren Themenschwerpunkt in diesem Heft. Die Nostalgie reist mit. Wir erinnern an das Bahnjubiläum in Münsingen, berich- ten über eine eindrucksvolle Fotoausstellung über die Filstalbahn und ihre Neben- strecken und schildern den spektakulären Transport einer 22 Meter langen Dampflok auf Schiene und Straße hin zum weltbekannten Modellbahnbauer Märklin – dort, wo für Freunde von Miniatureisenbahnen immer Weihnachten ist. Das Team von Albeins wünscht Ihnen wieder viel Freude bei der Lektüre. Herzlichst, Ihr Rüdiger Gramsch IMPRESSUM ALBEINS – das Magazin für ein genussvolles Leben Herausgeber: Maitis-Media GbR, Fasanenstr. 15, 73035 Göppingen, Tel. 07161/944521, Mail. info@maitis-media.de, Web. www.maitis-media.de Geschäftsführung: Thomas Kießling, Annika Gramsch, Rüdiger Gramsch Redaktion: Rüdiger Gramsch (v.i.S.d.P., Anschrift wie oben), Andrea Maier Online: Oksana Neumann Anzeigen: Thomas Kießling (verantw.) Grafik und Layout: MORETTI.world Göppingen Druck: Offsetdruck Nagel GmbH, Im Hart 11, 89558 Böhmenkirch Albeins erscheint zweimal jährlich im Frühsommer und Spätherbst Albeins im Internet: www.albeins.de Aus dem Inhalt Liebe zum Lamm 04 Samuel Rüger über gutes Fleisch 06 Von Natur aus robust 07 „Fleisch für Gourmets“ 09 Zwetschgen für die Ziegen 10 11 Badespaß in der Region 11 Die Alb ohne Auto genießen 15 Bahn setzt Industrie unter Dampf 16 Nikolaus im Zug 17 Altes Dampfross kommt groß raus 18 Die Albeins-Tourismusbörse 20 Die schönsten Weihnachtsmärkte 21 Bücher und Spiele 22 Paradies unter tristem Himmel 23 Viel Leben hinter dicken Mauern 24 Unikate aus Wachholderholz 26 Schwabenrocker von der Alb 28 Veranstaltungstipps 30 22 Titelfoto: Meike Jost mit einer ihrer Ziegen. Foto: Andrea Maier Verschenken Sie sorgfältig ausgewählte Produkte aus dem Stauferland. Überraschen Sie mit dem Stauferkischtle Freunde, Mitarbeiter oder Geschäftspartner! www.stauferkischtle.de FOTOS: Lammfleischerzeugergemeinschaft Baden-Württemberg (1), Billion Photos/Shutterstock (2) Stauferkischtle DAS GESCHENK AUS DER REGION

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Liebe zum Lamm TEXT: RÜDIGER GRAMSCH Württemberger Lamm ist mit seinem würzigen Geschmack und seiner frischen Qualität eine echt schwäbische Delikatesse. F leisch vom Württemberger Lamm ist gefragt wie nie. Die Schäfer könnten deutlich mehr verkaufen, doch das lässt die artgerechte Tierhaltung in freier Natur nicht zu, wie Ulrich Rothweiler aus Albershausen (Kreis Göppingen) von der baden-württembergischen Lammfleischerzeugergemeinschaft weiß. Anders als ein Schwein bringt ein Schaf im Jahr nur ein Lämmchen zur Welt, in Ausnahmefällen auch mal zwei. Da ist es ganz natürlich, dass das Angebot seine Grenzen hat. Rothweiler schwört seit vielen Jahren auf das Württemberger Lamm und kümmert sich ums Image für das gute Stück Fleisch aus Baden-Württemberg. „Die Marke garantiert mit dem Qualitätszeichen Baden-Württemberg (QZBW), dass die Tiere nach strengen Qualitätskriterien aufwachsen. Futtermittel aus gentechnisch veränderten Organismen kommen nicht zum Einsatz, auch nicht im Winter, wenn die Weideflächen verschneit sind und die Tiere sich bei der Futtersuche schwer tun.“ Lammfleisch zählt übrigens zu den magersten Fleischarten überhaupt und beinhaltet wichtige Nährstoffe, darunter viel Kalzium, hochwertiges Eiweiß, Vitamin B12, Zink, Selen und Eisen. Ulrich Rothweiler, Geschäftsführer der Lammfleischerzeugung Baden-Württemberg e.V. und hauptberuflich bei der Viehzentrale Südwest in Stuttgart für das Lammfleisch zuständig, hat sich ganz dem Württemberger Schaf verschrieben. Als Jugendlicher ist er mit den Tieren in Berührung gekommen. Sein Onkel im heute zu Ebersbach (Kreis Göppingen) gehörenden Ortsteil Roßwälden hatte Württemberger Schafe gehalten und mit ihm und der Herde zog er schon mal mit nach Trochtelfingen auf die Alb oder sogar nach Pfullendorf. Die Liebe zu den Tieren blieb. Als Rothweiler an der Hochschule in Nürtingen studierte, schrieb er seine Diplomarbeit über Möglichkeiten der Vermarktung des Württemberger Lamms – ohne zu ahnen, dass er sich wenig später beruflich mit dem Thema auseinandersetzen sollte. „Die Marke garantiert mit dem Qualitätszeichen Baden-Württemberg (QZBW), dass die Tiere nach strengen Qualitätskriterien aufwachsen.“ Die Zeit scheint vorbei, als die Menschen bei Lammfleisch die Nase gerümpft haben. Das Fleisch hatte ein schlechtes Image, auch dank des Hammelfleischs, das – oft nicht richtig zubereitet -, durch einen penetranten Geschmack keine Lust aufs Schaf machte. Seit einigen Jahren kommt Lammfleisch, das bundesweit einen Anteil von 0,6 bis 0,9 Prozent am Fleischkonsum der Menschen ausmacht, in Mode. Über die Gründe der steigenden 4 albeins FOTOS:Lammfleischerzeugergemeinschaft Baden-Württemberg e.V.

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Nachfrage darf noch spekuliert werden. Kann das gesunde Lammfleisch gegen das in Verruf geratene Schweinefleisch aus der Massentierproduktion oder gegen die mit Hormonen vollgespritzte Pute beim Verbraucher punkten oder tragen die ins Land geströmten Muslime dazu bei, dass Lamm gefragt ist wie nie? Die in der Erzeugergemeinschaft zusammengeschlossenen Schäfer hoffen, dass das Interesse an gesunden Lammfleisch nicht wieder nachlässt. Auch wenn sie nie und nimmer den ganzen Bedarf an Lammfleisch im Land werden decken können. Dazu reichen die rund 90 Betriebe, die sich der Aufzucht des Württemberger Schafs verschrieben haben, bei weitem nicht aus. Vertrieben wird das Fleisch vom Württemberger Lamm vorrangig über die Edeka im südbadischen Offenburg. Sie sorgt dafür, dass Schulter, Rücken oder Keule in die von ihr belieferten 1200 Märkte kommen. Wenn solche Aktionen mit Edeka anstehen, werden 1000 Lämmer benötigt, die in der Regel im Alter von sechs Monaten geschlachtet werden. 43 bis 45 Kilogramm wiegt ein schlachtreifes Lamm. Im Vorfeld der beworbenen Aktionswochen werden die Lämmer von den Schafhöfen geholt und nach Ebersbach gebracht. Dort werden sie gesammelt und noch gut umsorgt und gefüttert, bevor es dann im großen Transporter zum Schlachter nach Viernheim geht. Mit einer im Landkreis Göppingen bestehenden Schlachteinrichtung ist derzeit eine Zusammenarbeit nicht möglich, bedauern die Schafhalter. Stolz sind die Lammfleisch-Produzenten über das Engagement der Lammkönigin. Mit Kerstin Wiedenmann-Riek aus Nattheim (Kreis Heidenheim) propagiert bereits die sechste Majestät für das Württemberger Lamm. Die Königinnen werden alle zwei Jahre gewählt. Die Bewerberinnen sollten aus einer Familie stammen, in der Schafe gehalten werden oder sollten eine ausgebildete Schäferin sein. Die Hoheiten absolvieren im Jahr etwa 20 repräsentative Auftritte. Die Erzeugergemeinschaft ist darüber hinaus noch aktiv, informiert auf Messen wie der „Slow Schaf“ in Münsingen oder beim Schäferlauf in Markgröningen. Allerdings nicht nur über das gute Fleisch, sondern auch über den Beruf des Schäfers. Der ist vom Aussterben bedroht, wenn es nicht gelingt, Nachwuchs zu gewinnen. Damit tun sich die Schäfer schwer, denn kaum ein junger Mensch will diese Verantwortung übernehmen. Denn ein Schäfer bindet sich an seine Herde, um die er sich das ganze Jahr kümmern muss. Dabei ist der Beruf vielfältig, denn ein Schäfer hütet nicht nur, er muss auch fit im Betriebsmanagement sein oder sich im Veterinärwesen auskennen. In der ursprünglichen Umgebung der Schwäbischen Alb wachsen die Lämmer in den Herden auf, ernähren sich von heimischen Kräutern und Gräsern. Auf die artspezifische Haltung und das tiergerechte Aufwachsen achten die Schäfer sehr, denn sie knüpfen an das Württemberger Lamm traditionelle Werte, hohe Qualität und besten Genuss. Gründe genug, die Spezifikation für das Württemberger Lamm voranzutreiben. Geht es nach der Erzeugergemeinschaft, dann soll die Marke „Württemberger Lamm“ weiter gestärkt und mit einem EU-Siegel versehen werden. Die Geschichte des Württemberger Schafs beginnt 1786. Damals trieben Schäfer von der Alb eine Herde von 120 Merino-Schafen, die sie in Spanien und Frankreich zusammengekauft hatten, ins Württembergische. Hier wurden sie in die bestehende Rasse eingekreuzt– vor allem, um daraus wertvolle Wolle zugewinnen, die die aufkommende Textilindustrie benötigte. Im Laufe der Jahre passten sich die Tiere immer mehr der Alblandschaft an und entwickelten sich zum Merinolandschaf, das auch als „Württemberger“ bezeichnet wird. Eine Rasse, die aber nicht nur im Ländle verbreitet ist, sondern auch in Bayern, Saarland oder in Rheinland-Pfalz, was mit den langen Wegstrecken zusammenhängt, die die Schäfer einst zurücklegten. Manch ein Schäfer hat unterwegs ein nettes Mädel kennengelernt und geheiratet. So tauchen heute noch die Namen bekannter Schäferfamilien aus dem Raum Göppingen im Bayerischen oder in der Pfalz auf. www.wuerttemberger-lamm.de Das Württemberger Schaf fühlt sich auf den Alb-Wiesen wohl. Zugelassener EU-Zerlege- und Wildverarbeitungsbetrieb „Direkt vom Jäger“ DEBW12030EG Neue Adresse: Hauptstraße 5, 73092 Heiningen Öffnungszeiten und Vorbestellungen bei Herrn Gansloser unter 0174-1302775 info@direkt-vom-jaeger.de www.direkt-vom-jaeger.de Gesund & lecker und garantiert regional die Alternative zu den Festtagen auch für Allergiker

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Gutes Fleisch – was ist das heute? Samuel Rüger stammt aus Schlat (Kreis Göppingen), ist Metzgermeister und Vorstand der MEGA Fleisch GmbH. Seit Mai 2018 ist er der erste diplomierte Fleischsommelier im Landkreis Göppingen. Er berät beste Köche zum Thema Fleisch. Andrea Maier wollte von ihm wissen, was er unter einem guten Stück Fleisch versteht. Herr Rüger, was macht für Sie gutes Fleisch aus? Entscheidend für die Quali- tät sind für mich Rasse, Alter und Geschlecht des Tieres. Wie wurde es gehalten und wie gefüttert, wie transportiert Berät beste Köche, wenn es ums Fleisch geht: Samuel Rüger. und wie geschlachtet. Wie viel Zeit hatte das Fleisch, um zu reifen? Fleischrassen geben deutlich besseres Fleisch als Milchrassen. Weibliche Tiere und Ochsen haben eine feinere Fleischfaser als Jungbullen. Je älter ein Tier wird, desto zäher ist das Bindegewebe im Muskel. Allerdings hat das Fleisch von älteren Tieren mehr Aroma. Für den deutschen Geschmack haben wir beim Staufenfleisch deshalb das Alter bei Färsen auf 28 Monate und bei Ochsen auf 30 Monate begrenzt. Beim Stauferico-Schweinefleisch haben wir heimische Rassen mit dem spanischen Iberico gekreuzt, der Rasse mit dem höchsten intramuskulären Fettgehalt, die deshalb weltweit von Feinschme- ckern am meisten geschätzt wird. Welchen Einfluss hat das Futter auf die Qualität des Fleisches? Jedes Futter bringt eigene Geschmackstoffe mit, die sich vor allem im Fett ablagern. Ich persönlich bevorzuge Fleisch von Tieren, die mit Getreide bzw. mit Gras und Heu gefüttert wurden. liche Zartheit zu erreichen. Ich bevorzuge die über Jahrhunderte praktizierte Methode der Reifung am Knochen, an der frischen Luft (dry-aged). Heute wird üblicherweise im Vakuumbeutel (wet-aged) gereift, dieses Fleisch hat jedoch eher säuerliche Aromen - ganz zu schweigen von dem vielen Plastikmüll. Welche Bedingungen für die Tiere sind Ihrer Meinung nach unerlässlich für gutes Fleisch? Ein Großteil der Verbraucher will Qualität, Regionalität, Tierwohl usw. und entscheidet sich für das Billigangebot im Discounter. Nur wenn der Verbraucher breit ist, für ein gutes Stück Fleisch beim Metzger auch den dafür gerechten Preis zu bezahlen, wird sich das positiv auf die Tiere auswirken. Der Metzger und damit der Kunde, der Tiere oder Fleisch aus der Region einkauft, trägt zum Erhalt der kleinen Schlachtstätten mit kurzen Transportwegen bei und verhindert damit den quälenden Schlachttiertourismus. Und, es muss nicht jeden Tag Fleisch auf dem Teller sein. Fleisch gehört zu einer gesunden Ernährung, es ist ein sehr wertvolles Nahrungsmittel, deshalb lieber Klasse statt Masse. Welches Fleisch mögen Sie persönlich am liebsten? Vom Schwein gibt es bei uns zu Hause seit zehn Jahren nur noch Stauferico-Fleisch, auf das auch unsere Gäste immer total abfahren. Vom Rind bevorzuge ich ein schönes Stück von der Staufenfleisch-Färse oder dem Ochsen. Das gilt bei mir für Kurzgebratenes ebenso wie für Schmorbraten, Grill- oder Hackfleisch. Worauf ist bei der Schlachtung zu achten? Da jeder Transport für Tiere belastend ist, achten wir auf möglichst kurze Transportwege. Auch die Art der Schlachtung hat großen Einfluss auf die Fleischqualität. Wir setzen deshalb nur festangestellte Facharbeiter mit Festgehalt (und keinem Akkordlohn) ein. Ergebnis ist eine saubere Arbeitsweise bei niedriger Schlachtgeschwindigkeit - das ist gut für Mensch und Tier. Wie wichtig ist der Reifeprozess des Fleisches? Insbesondere Rindfleisch, das kurz gebraten wird, sollte mindestens 28 Tage reifen, um das beste Aroma und die maximal mög- 6 albeins „Nur wenn der Verbraucher bereit ist, für ein gutes Stück Fleisch beim Metzger auch den dafür gerechten Preis zu bezahlen, wird sich das positiv auf die Tiere auswirken “ FOTOS: Privat (1), Andrea Maier (2)

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Gerne in Bewegung: Strauße sind Laufvögel. Von Natur aus robust TEXT: ANDREA MAIER Sie sind unbeschreiblich neugierig und können mit ihren großen Augen, die schwerer sind als ihr Gehirn, 360 Grad um sich und über 3500 Meter weit schauen. Die ursprünglich aus Asien stammenden Steppentiere rennen gerne, wenn es sein muss, 60 Kilometer in der Stunde. Bei rund 2.30 Meter Höhe ist ihre gefährlichste Waffe ihre Zehenkralle. Strauße sind klug, fressen eine Menge Kieselsteine und legen ein bis zwei Eier pro Woche, aber nur in den Sommermonaten. Dafür hat eines ihrer Eier die Masse von 30 Hühnereiern. In etwas über einer Stunde ist es weich gekocht. „Die gehören doch nicht auf die Alb“, sagte Henrike Bosch, als ihr Mann Michael begeistert von Straußen erzählte und vorschlug, die riesigen Laufvögel zu züchten. „Die ersten zehn Jungtiere, die er probehalber gekauft hatte, überzeugten mich.“ Das war 2006, als das Ehepaar Bosch nach einer Alternative zu ihren Milchkühen suchten. Sie wollten unabhängig von den stark schwankenden Milchpreisen sein, nicht immer noch mehr Tiere melken müssen, um ein Auskommen zu haben. Heute fühlen sich rund 300 Strauße sichtlich wohl auf den Wiesen rund um den Lindenhof in Böhmenkirch. Ist es ihnen draußen zu warm oder zu kalt, laufen sie flugs auf ihren langen kraftvollen Beinen in die großen Offenställe, die gemütlich mit Stroh ausgelegt sind. Dort gibt es auch immer etwas vom ausschließlich selbst angebauten Getreide zu picken. 250 Kücken wachsen pro Jahr auf dem Hof auf. Mit einem halben Jahr sind sie geschlechtsreif, dann werden sie in Hennenund Hähnegruppen gehalten. Strauße können bis zu 70 Jahre alt werden, auf dem Lindenhof erleben sie nur gut zwei Jahre. Dann werden sie von einem extra dafür ausgebildeten Straußenzüchter, ebenfalls auf der Alb, geschlachtet und von der Familie Bosch direkt vermarktet. „Sie leben bei uns ein kurzes, aber gutes Leben“, Henrike Bosch meint, was sie sagt. Das Wohl ihrer Tiere liegt den Boschs am Herzen. „Strauße sind von Natur aus robust“, erklärt Michael Bosch, „sie kommen mit dem DAS MARKENFLEISCHPROGRAMM  Fleisch des guten Gewissens  für die gehobene Gastronomie  aus nachhaltiger Landwirtscha 140  Wurst und Schinken aus eigener Herstellung METZGERSCHLACHTHOF GÖPPINGEN  regional erzeugte Delikatessen  für Fleischgourmets und die Spitzengastronomie  ehrlich | regional | nachhaltig  beste Qualität für puren Genuss Schlachthofstraße 6 | 70188 Stuttgart Tel. 0711–1684-0 | www.mega-stuttgart.de JAHRE Das besondere Geschenk ESSLINGER PRÄSENTE · Wein- und Sektpräsente · viele schöne Geschenkideen · individuelle Präsente und Arrangements Q Bauabschnitt 1 /2 fertig! Der erste Bauabschnitt unseres Umbaus ist fertig. Wir freuen uns Sie in unseren neuen Verkaufsräumen begrüßen zu dürfen. ZUKUNFT 2019 − \– Verkauf & Weinverkostung: MO-DO 8.30 - 12.30 & 14-18 Uhr ∙ FR 8.30-18 Uhr ∙ SA 9-13 Uhr www.weingaertner-esslingen.de

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Klima hier auf der Alb sehr gut zurecht, wir impfen sie nicht und geben keine Antibiotika.“ „Bei uns können sie viel rennen, das brauchen sie“, Henrike Bosch breitet die Arme aus und weist auf weite Weideflächen rundum. „Unsere Strauße leben in altersgleichen Gruppen, haben aber immer ein paar ältere Tiere dabei, von denen sie lernen können.“ In etwa einstündigen Führungen (auf Anfrage) bringt Henrike Bosch Kindern und Erwachsenen mit viel Fachwissen und ebenso viel Humor das außergewöhnliche Tier nahe. Sie lässt Eier anfassen, das Leder befühlen, Federn ertasten und kleine Häppchen vom Fleisch kosten. Im Straußenlädle auf dem Lindenhof gibt es fast alle Produkte von den Vögeln zu kaufen. Besonders gefragt ist das Fleisch. Ernährungsbewusste Feinschmecker, aber auch Menschen, die Diät halten, schätzen das dunkle, dem Rindfleisch ähnliche Fleisch. Es ist ausgesprochen fett- und cholesterinarm, weist niedrige Natrium- und hohe Eisengehalte auf. Und es schmeckt als Steak, Braten, Filet oder Wurst fein aromatisch. www.bosch-lindenhof.de Fleisch und Federn sind die beliebtesten Produkte im Straußen-Lädle. Direkt vom Jäger „Mehr Bio geht nicht“, sagt Karl Göbel aus Göppingen und zählt die Vorzüge heimischen Wildfleisches auf: „Wildbret ist fettarm und reich an Nähr- und Mineralstoffen. Da die wildlebenden Tiere nur natürliches Futter aufnehmen, ist ihr Fleisch frei von Medikamenten und künstlich zugeführten Hormonen. Das Wild wird in seiner natürlichen Umgebung erlegt, Transport- und Schlachtstress bleibt den Tieren erspart.“ Ende der 1980er Jahre verknüpfte der gelernte Metzger Karl Göbel seinen Beruf mit seinem Hobby, der Jagd, und füllte damit eine damals noch enge Nische im Lebensmittelmarkt. Die rasch wachsende Zahl seiner Kunden bestärkte seinen Unternehmergeist, Küchenchefs namhafter Restaurants und immer mehr Privatleute wünschten das frische Fleisch aus den Wäldern der Region. Nach der Freigabe wird das geschossene Tier fachmännisch zerlegt und in Göbels Wurstküche weiter verarbeitet und „veredelt“. Das bedeutet, dass Fachkräfte das Fleisch in Portionen teilen, Wurst, Pasteten, Sülzen, aber auch Soßen und sogar Gulasch, Ragout und Chili con Carne produzieren. Geräuchert, vakuumverpackt oder in Dosen werden die Produkte auf Märkten und Veranstaltungen verkauft, im Frische-Automaten bereit gelegt und in Präsentkörbe und Postpakete verpackt. Zwar locken klassische Wildgerichte vor allem im Herbst und Winter in Restaurants und an den heimischen Esstisch, doch Karl Göbel hat das ganze Jahr über Saison. Wildschwein- oder Hirschschinken harmonieren vorzüglich mit frischem Spargel, im Sommer gibt es marinierte Nacken-, Rücken- und Filetsteaks oder eine knusprige Wildschwein-Rote auf den Grill, mehrere Sorten Wild-Salami, Reh-Knacker, Sülzen und Pasteten munden eh das ganze Jahr über. www.direkt-vom-jaeger.de FOTOS: Andrea Maier (1), Maitis-Media (2), Mega Stuttgart (3) Saftig-zart mit starkem Geschmack Fleisch und Wurst vom Albbüffel gelten als eine Spezialität in der Region. Metzger Failenschmid in St. Johann-Gächingen (Kreis Reutlingen) verarbeitet das Fleisch der Tiere, die Willi Wolf unweit der Metzgerei, auf den Weiden rund um Hohenstein züchtet. Aus bescheidenen Anfängen vor knapp 20 Jahren ist heute eine Marke geworden, die Kunden aus nah und fern zu schätzen wissen. Die Vorteile des Albbüffelfleischs liegen für den Metzger auf der Hand: es enthält weniger Fett und Cholesterin und ist kalorienärmer als Rindfleisch. Dafür enthält es einen höheren Anteil an Omega-Fettsäuren. „Albbüffelfleisch ist saftig-zart und besitzt einen kräftigen und gleichzeitig feinen Rindfleischgeschmack“, so Failenschmid. Failenschmid und Wolf freuen sich über die inzwischen große Fangemeinde des Albbüffelfleischs. Allerdings kann es auch mal Engpässe geben, denn das Albbüffelfleisch steht nicht unbegrenzt zur Verfügung. Die Herde von Züchter Willi Wolf 8 albeins umfasst knapp 300 Tiere. Um diese Größe zu halten, können nur so viele Tiere abgegeben werden, wie der Büffel-Nachwuchs zu- lässt. Im Sommer weiden die Tiere auf den großen Weiden rund um Hohenstein und freuen sich nicht nur am frischen Gras. Im Herbst, vor dem ers- ten Schnee, treibt der schwäbische Cowboy seine Herde in den großen Offenstall in Meidelstetten. Dort verbringen die Tiere die kalte Jahreszeit – ganz in der Nähe ihres Züchters. www.failenschmid.de, Das Fleisch der Albbüffel ist kalorienärmer als Rindfleisch. www.willi-wolf.de

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„Fleisch für Gourmets“ „Angusbeef ist das Fleisch für Gourmets“, sagt Metzgermeister Hermann Rapp aus Lonsingen. 1994, 14 Jahre nach Gründung seiner Metzgerei zusammen mit seiner Frau Eva, hat der umtriebige Älbler damit begonnen, seine ersten Angusrinder zu züchten. Rapp hatten die Rinder, die erstmals um 1870 in Ostschottland gezüchtet wurden, überzeugt, denn sie sind anspruchslos und trotzen extremen Wetterbedingungen. Letztere kann es auf der Alb durchaus geben. Dazu kommt, dass die zumeist schwarzen, hornlosen Tiere schnell wachsen und die Kühe ihre jungen alleine zur Welt bringen. Zudem zeichnen sich die Tiere durch ihre Friedfertigkeit aus und sind, weiß Rapp, anpassungsfähig und umgänglich. „Unsere Angusrinder befinden sich von Anfang Mai bis Ende Oktober auf Wiesen und Weiden rund um Lonsingen. Während den Wintermonaten werden sie in unserem geräumigen luftigen Laufstall auf Stroh gehalten,“ erzählt Rapp, dessen Sohn Alexander und Tochter Diana ihre Prüfungen als Metzgermeister bereits erfolgreich abgeschlossen haben und mit ihrer Kompetenz in der Führung des Familienbetriebs tätig sind. „Als Futtermittel stehen unseren Angusrindern saftiges Gras und selbstgemachte Grünfutterreserven, wie Heu und Grassilage zur Verfügung.“ Rapps verweisen auf die besondere Fleischqualität ihrer Angus, was sie als Ergebnis ihrer erfolgreichen Zucht, der naturnahen Haltung und Fütterung sehen. Aber auch eine schonende Schlachtung und Verarbeitung in den eigenen Betriebsräumen in Lonsingen tragen dazu bei. Der Betrieb besitzt seit 2008 eine EG-Zulassung als Schlacht-, Zerlege- und Verarbeitungsbetrieb. Moderne Produktionsanlagen sorgen für höchste Qualität in der Verarbeitung. Die Rapps stellen sämtliche Produkte und Spezialitäten am Standort in Lonsingen her. www.metzgerei-rapp.de Mit Schwein zu Gold Schweinefleisch ist manchmal besser als sein Ruf. Vor allem, wenn es aus der Region kommt. Das Stauferico-Schwein ist eine Delikatesse, die sich in der Spitzengastronomie und bei Fleischgourmets gleichermaßen einen Namen macht. Um eine bestmögliche Fleischqualität in Verbindung mit einer kontrollierbaren, regionalen Erzeugung zu er- halten hat die Mega, das Fach-Zentrum für die Metzgerei und Gastronomie in Stuttgart, schon vor Jahren den spanischen Ibérico-Eber mit Mutterschweinen der Rasse Deut- Vital und lebhaft: Die Stauferico-Schweine. sches Landschwein gekreuzt. Über Jahre wurde in jeder Generation erneut spanisches Blut eingekreuzt, so dass die Eber heute zu 99 Prozent Ibérico-Genetik in sich tragen. Die Stauferico-Schweine sind, angelehnt an ihre wildlebenden Verwandten in Spanien, äußerst vital und lebhaft. Die Tiere werden in ausgewählten bäuerlichen Familienbetrie- ben in Kleingruppen gehalten. Die eingesetzten Futtermittel sind rein pflanzlich und gentechnikfrei. Auf kurzen Transportwegen werden die Schweine in der ihnen bekannten Gruppe in den Göppinger Metzger-Schlachthof gebracht, wo sie vor der Schlachtung mindestens 24 Stunden lang zur Ruhe kommen und mit Wasser berieselt werden. Dies soll das Wohlbefinden der Tiere stärken. So- wohl die Schinken und Salamis, als auch das Frischfleisch werden regelmäßig von der DLG mit Gold ausgezeichnet. etzgerei mit e www.metzgerei-rapp.de ucht RAPPigener Angusz weil’s schmeckt! Landm Gächinger Straße 10 72813 St. Johann-Lonsingen Telefon 071 22/8 29 10 Telefax 071 22/8 29 18 Filialen: Bad Urach 071 25/81 22 Münsingen 073 81/27 07 Gomadingen 073 85/8 50 Reutlingen 071 21/9 72 54 73 eigene Anguszucht · eigene Schlachtung · Dosenspezialitäten · Partyservice

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Zwetschgen für die Ziegen TEXT: ANDREA MAIER „Ziiiiegen, kommet!“ Braunschwarz gezeichnete Köpfe rucken in die Höhe, im Nu umringen 50 Bunte Deutsche Edelziegen Meike Jost. Die junge Bäuerin krault und zupft, verteilt Zwetschgen und kann von jedem Tier Geschichten erzählen. „Riiiinder, kommet!“ Julian Schmidt geht in Richtung Hang. Sie stehen ganz unten und schauen bedächtig. Dann springen sie in großen Sätzen herauf. Kurz vor dem jungen Bauern bremsen die drei Zweijährigen ihre Kraft, prusten und stupsen ihn an. Lachend wirft Julian Schmidt eine Hand voll Getreideschrot ins Gras. Nein, wir sind nicht im Streichelzoo. Wir sind auf den Weiden von Hof & Höfle in Ebersbach-Weiler (Kreis Göppingen). Mitten in dem kleinen Dorf, zwischen Albtrauf und Filstal, betreibt das junge Paar eine Landwirtschaft, die es in sich hat. Zehn Kühe und ihre Kälber tummeln sich auf der Obstwiese. Daneben weiden 50 Ziegen, am Ortsrand nochmal so viele Schafe, an den Hängen grasen die Rinder und im Hof vergrößern gerade vier stattliche Duroc-Schweine ihre Suhle. Neben den ganzjährig offenen Ställen ist die Käserei und der Hofladen, im Häuschen nebenan wohnen Meike Jost (31) und Julian Schmidt (29). Wer die Produktpalette liest, kann nur ahnen, wieviel Fleiß, frischer Mut, Durchhaltevermögen und jede Menge harte Arbeit hier notwendig sind. An 365 Tagen im Jahr kümmert sich Meike Jost um die Ziegen und Schafe mit ihren Lämmern während Julian Schmidt für die Kühe, Kälber, Rinder und Schweine sorgt und die Äcker mit Getreide bestellt. Sie mähen, fahren Heu ein, pflegen die Stallungen und sorgen engagiert dafür, dass es den Nachbarn nicht stinkt. Zweimal täglich melkt Meike Jost ihre Zie- gen, aber erst, wenn deren Lämmer alt genug sind. „Klar haben wir dadurch weniger Ertrag, aber es ist besser für die Tiere.“ Die junge Frau stellt an zwei Tagen der Woche Joghurt, Quark und vielerlei köstlichsten Käse aus Ziegenmilch her. Weil sie Kuhmilch nicht verträgt, hielt sie schon als Jugendliche auf dem großelterlichen Hof Ziegen und machte sich aus deren Milch bekömmliche Alter- nativen. Nach der Lehre schloss die Jungbäuerin ein landwirtschaftliches Studium an und traf dort Julian. Sie im Enzkreis wollte nicht ohne ihre Zie- gen, er an der Voralb nicht ohne seine Rinder. Also legten sie ihre Landwirt- schaften über die Distanz hinweg zusammen und bewirtschaften sie seit 2012 unter strengen Bio- land-Auflagen als Hof & Meike Jost kennt jede ihrer Höfle. www.hofundhoefle.de Edelziegen. HEREILMEBATEN! WWW.STAUFERS-EDEKA.DE FOTO: Andrea Maier RHALEOBCCEHHRBDSEOHRRGAFUH.SAJEUENSBE.ENDN.OHUNARUZSDSEOENNRWF.A.MNDAGÜR.RKWNTÄAHSUACL.HLEEEBNGEBÖREPSUBPRAIENCNGHEN

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Heimatliebe Ab nach Kassel? Niemals! Stuttgart hat das zweitgrößte Mineralwasservorkommen in Westeuropa. Hier sind wir beheimatet und stolz darauf. So sieht’s aus: Heimatliebe pur! Am Leuzebad 2-6, 70190 Stuttgart 1803_0403_MBLMBCHeimatliebeAnz_Albeins187x265.indd 1 Sulzerrainstraße 2, 70372 Stuttgart stuttgart.de/baeder 08.03.18 15:41

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Badespaß im Herzen der Stadt Entspannen im Herzen des Biosphärengebietes Die Alb-Thermen Bad Urach, im Herzen des Biosphärengebiet Schwäbische Alb gelegen, bieten ihren Besuchern seit 2007 ein ganzheitliches Wellness-Erlebnis mit Blick auf bewaldete Bergketten und die Burgruine Hohenurach. Mit dem Ziel, das Erholungsbad für ein größeres Publikum attraktiv zu machen, wurden die seit 1972 bestehenden Alb-Thermen 2007 neu konzipiert und vollständig renoviert. In den Alb-Thermen stehen drei Wellness-Angebote für die Besucher bereit: Neben den Badebecken im Innen- und Die Alb-Thermen Bad Urach bieten Badespaß und Entspannung pur. Außenbereich mit unterschiedlichen Wassertemperaturen von 32 °C bis 38 °C verfügen die Alb-Thermen über ein umfangreich ausgebautes Innenbecken sowie ein neues Entspannungsbad auf der gleichen Galerieebene. Die Saunawelt bietet auf 3000 Quadratmetern sieben verschiedene Saunabäder und Schwitzformen. Neben Finnischen Saunen und einer Biosauna stehen auch ein Steinbad, eine Schwitzstube, eine Dampfkammer, ein Frigidarium, ein mit Thermal-Mineralwasser gefülltes Innenbecken sowie eine große Sonnenterrasse zur Wahl. Meditationsaufgüsse, Aroma- und Eisaufgüsse wechseln sich stündlich ab. Stuttgart verfügt über das größte Mineralwasservorkommen Westeuropas. Der Stuttgarter Naturschatz wird unter anderem im Leuze-Mineralbad genutzt. Neun Schwimmund Badebecken und rund 1800 Quadratmetern Wasserfläche stehen im MineralHallen-/Freibad Leuze zur Verfügung und bieten nicht nur Badespaß vom Feinsten, sondern dank der heilenden Wirkung des Mineralwassers sogar eine gesundheitsfördernde Wirkung. Die vitalisierende Kraft des Mineralwassers schenkt Energie, die vielen Wasserattraktionen wie Sprudler und Wasserfälle sorgen für Spaß und Abwechslung. Die Badelandschaft im Kinderland Leuze mit einer Gesamtfläche von rund 600 Quadratmetern umfasst ein Planschbecken für die Kleinsten und ein Nichtschwimmerbecken für größeren Kinder, sowie verschiedene Spielformen. Die Saunalandschaft umfasst 3300 Quadratmeter. Trocken-, Aroma- und Außensauna, Dampfräume, Erlebnisduschen und mehr sorgen für Entspannung und Erholung vom Alltag. ...wie im Urlaub! FOTO: Alb-Thermen F3-Fellbach.de Esslinger Straße 102 70734 Fellbach 0711 79 48 50 info@f3-fellbach.de

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Das F3 Familien und Freizeitbad Fellbach Drei Bäder – ein Ticket Bad Boll, Bad Ditzenbach, Bad Überkingen – die drei traditionsreichen Heilbäder prägen das Gesundheitsangebot im Landkreis Göppingen und kommen Einheimischen wie Gästen gleichermaßen zu Gute. Die modernen Thermal-Mineralbäder, 34 bis 36 Grad warm, helfen nicht nur bei der Linderung der Beschwerden des Bewegungsapparates. Bewegung in den Bädern beugt auch körperlichen Gebrechen vor. Das Kurmittelangebot in den Bädern trägt unter anderem zu nachhaltigen Heilerfolgen von Rheuma-, Herz- und Kreislaufstörungen bei. Das gemeinsame Bäderticket ermöglicht es zu einem günstigen Preis, Ein Saunabesuch macht den Badetag komplett. die drei Bäder näher kennenzulernen. In Bad Überkingen bieten das Therapiebecken (innen) und das Thermalbecken (außen) mit mehr als 170 Quadratmetern Wasserfläche und Temperaturen zwischen 35 und 36 Grad Lebensfreude. Heilanzeigen gibt es bei allen Formen der chronischen Arthritis-Gelenkentzündung und bei der Arthrose-Verschleißerscheinung der Gelenke von Wirbelsäule, Armen und Beinen, bei rheumatischen Erkrankungen an Muskeln und Nerven, bei vegetativen und hormonalen Störungen. Die Badefreuden in den drei Thermalbädern ergänzen die Saunen und Dampfbäder, sowie gastronomische Einrichtungen. Auf knapp 400 qm befinden sich das Kombibecken (28 °C) mit sechs 25m Bahnen, ein Lehrschwimmbecken (32 °C) eine Sprunganlage und eine 5m hohe Kletterwand. Es werden ganzjährig Schwimmund Fitnesskurse angeboten. Im Sommer wird der Bereich durch 10.000 qm Freibad erweitert. In der Erlebniswelt sorgen drei Aquarena-Rutschen für Nervenkitzel, während das Erlebnisbecken und das warme Thermal-Soleaußenbecken mit zahlreichen Wasserattraktionen zum gesunden und vitalisierenden Entspannen und Erholen einladen. Für Babys und Kleinkinder wurde ein geschützter Bereich mit kindgerechtem Wasserspielzeug angelegt. Abgerundet wird das Angebot durch vielfältige Ruhezonen und ein Familienrestaurant. Besonderes Highlight: Von Oktober bis April werden nach Einbruch der Dunkelheit zwei MusikLasershows gezeigt. FOTO: Billion Photos/Shutterstock Die AlbThermen bieten eine Quelle der Erholung und Jungbrunn für Ihre Gesundheit! Und das in einem der schönsten und traditionsreichsten Bäder Europas. www.albthermen.de · Bei den Thermen 2 · 72574 Bad Urach · Tel: 07125 / 94 36 0

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Die Alb ohne Auto genießen TEXT: KIRSTEN OECHSNER „Der Tourismus-Zug hat in den vergangenen fünf Jahren noch deutlicher an Dampf gewonnen“, freut sich Peter Engelhart. Der Münsinger Tourismuschef bezieht sich damit auf eine Attraktion, die neben vielen anderen zunehmend Ausflügler und Urlauber nach Münsingen lockt: die Schwäbische Albbahn. Die ist wiederum Teil eines nachhaltigen Tourismus-Konzepts, das unter dem Motto „Ohne Auto mobil“ steht. Die Münsinger Alb können sich Besucher mit dem Biosphärenbus erschließen, auf Inlinern, wandernd oder radelnd. Dreh- und Angelpunkt für Fahrradfahrer ist das 2016 eröffnete Mobilitätszentrum im Münsinger Bahnhof, dort finden die Besucher ein innovatives E-Bike-Konzept vor: Die E-Bike-Flotte wurde in Kooperation mit der Firma Bosch mit einem einzigartigen Navigationssystem ausgestattet, in dem speziell konzipierte Touren eingespeichert sind – eine geradezu „wegweisende“ Idee. „Wir haben eine halbe Million Euro in das Projekt investiert und damit wohl den Zahn der Zeit getroffen“, erklärt der Tourismuschef. Die Mobilität auf zwei Rädern bleibt für Münsingen ein Thema mit Zukunft und wird weiter verfolgt: Auf die ADFC-zertifizierte Bergbiertour sollen weitere folgen, intensiviert wird zudem die Vernetzung der einzelnen Angebote wie auf der 65 Kilometer langen neuen Alb-Gold-Radtour. Radler können ihre Fahrten individuell ihrem Leistungsvermögen anpassen und entlang der Bahnstrecke in die Schwäbische Albbahn einsteigen. Auch Wintersportler können sich rund um Münsingen wohlfühlen. So baut die Skigesellschaft Dottingen ihre vor allem bei Familien beliebte Anlage aus. Auf der Gemarkung von Münsingen befindet sich dazu an dichtes Netz an Loipen: „Wir können sofort mit der Präparierung loslegen“, erklärt Engelhart. „Wir brauchen nur noch Schnee.“ Hauptaugenmerk wird im kommenden Jahr vor allem aufs Wandern und speziell auf den Ausbau der „Hochgehberge“-Premiumwanderwege liegen: 21 entsprechend ausgewiesene Wege sollen in dem landkreisübergreifenden Projekt in 18 Gemeinden eingerich- Münsingen setzt auf’s Zweirad, um die Alb zu erkunden. Das Team von der Tourist-Info Münsingen: Diana Krause, Renate Brandt, Hans-Peter Engelhart, Hannah Rüdiger und Karin Ludwig. tet werden. Der ehemalige Truppenübungsplatz als Keimzelle des Biosphärengebiets, die unzähligen Burgen im Lautertal oder auch das Hofgut Hopfenburg mit seinen ungewöhnlichen Übernachtungsmöglichkeiten: Münsingen hat Tagesgästen und Urlaubern vieles zu bieten und punktet auch mit seinen zahlreichen Festen und Veranstaltungen im Lauf des Jahres - darunter der Weihnachtsmarkt, der Kunst- und Gartenmarkt am 28. April 2019, Biosphärenmarkt und die Messe „Schon & gut“. Natürlich mehr erlebe�... Schwäbische Alb FOTOS: Rathay (1), Tourist-Info Münsingen (2) Wwiwntwe.rmspuoerntsiinnguennd.cuommMünsingen NPaerueufm2d0ieu1rm9Mwüannsdinegrner Alb SSwocnhwdwweä.rabflaibshc-rbhtaeehnnnAm.clibot-mdBearhn, SMtaüdntsfiünhgreurn

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