Grünzeit, 2019

 

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Grünzeit, 2018/2019

Popular Pages


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AUSGABE 2 – 2018 KOSTENLOS Terrasse und Balkon richtig pflegen Seite 9 Laura Wilde Blumlieebntduft Seite 13 Hohe Zeit für rote Sterne Seite 4

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Garten, Bäume, Pflege AlinaMD/Shutterstock

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Liebe Leserin, lieber Leser nach einem nicht enden wollenden Sommer hat der Herbst Einzug gehalten. Zeit für die letzten Arbeiten im Garten und auf dem Balkon. Vor allem das Laub beschäftigt den Gartenfreund. Wer Tieren etwas Gutes tun will, der bringt aber nicht jedes vom Baum gefallene Blatt auf den Kompostplatz oder stellt es gesammelt für die nächste Grüngutabfuhr bereit. Igel freuen sich über einen festen Laubhaufen in einer Ecke des Gartens, um so einen Unterschlupf für den Winter zu finden. Für die stacheligen Tiere sind unsere Gärten wichtige Lebensräume, denn als Insektenfresser sind Igel ständig auf der Suche nach Regenwürmern, Spinnen, Schnecken und anderen Nahrungsquellen. In naturbelassenen Gärten mit heimischen Pflanzen, Hecken, Sträuchern und ungemähten Rasenflächen fühlen sie sich am wohlsten. Bei der Gartenarbeit im Herbst sollte man auf bereits bestehende Igelnester achten und diese nicht zerstören oder umsetzen. Mehr als einen Winterschlafplatz benötigen die Igel allerdings auch nicht. Tierschützer raten dringend davon ab, die Tiere Igel im Winter zu füttern. Der Igel ist ein Wildtier und das sollte nach Möglichkeit in der Natur bleiben. Unsere heimischen Vögel dagegen freuen sich über einen Futterplatz im Garten oder auf dem Balkon. Wir hoffen, dass Sie sich über die zweite Ausgabe von „Grünzeit“ freuen und im Heft viel Lesestoff und Anregungen finden. Herzlichst, Ihre „Grünzeit“-Redaktion Ein Laubhaufen im Garten ist für die Igel gut. Foto: Bettina Fritz Aus dem Hohe Zeit für rote Sterne Trendige Weihnachtsdeko Eine wunderschöne Geschichte Neues von Zimmerpflanzen Blumige Geschenke gehen immer Terrassenpflege im Winter Herbst im Kleingarten Frisch geerntet Mit der Stadtgärtnerin unterwegs Laura Wilde im Grünzeit-Interview Ein Paradies für alle Sinne 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 IMPRESSUM Grünzeit – Das Gartenmagazin für den Landkreis Göppingen Herausgeber: Maitis-Media GbR, Fasanenstr. 15, 73035 Göppingen, Tel. 07161/94452, Mail. info@maitis-media.de, Web. www.maitis-media.de Geschäftsführung: Thomas Kießling, Annika Gramsch, Rüdiger Gramsch Redaktion: Rüdiger Gramsch (v.i.S.d.P.), Ulrike Luthmer-Lechner, Andrea Maier Anzeigen: Thomas Kießling (verantw.) Gestaltung und Druckdaten: MORETTI.world und Silke Giss, www.moretti.world.de Druck: Offsetdruck Nagel GmbH, Im Hart 11, 89558 Böhmenkirch Nächste Ausgabe: Frühjahr 2019 GRÜNZEIT 3

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@ Hohe Zeit für rote Sterne Inmitten blühender Weihnachtssterne: Monika und Martin Kaess in ihrem Gewächshaus in Albershausen. Foto: Ulrike Luthmer-Lechner Den Weihnachtsstern gibt es in vielen Formen und Farben und keine andere Pflanze wird so sehr mit der Weihnachtszeit verbunden. Bei der Gärtnerei Kaess in Albershausen wachsen die populären Pflanzen sorgfältig umhegt ihrer hohen Zeit entgegen. RTE XT: ULRIKE LUTHMER-LECHNER Leuchtendrote Poinsettien von schönem, starkem Wuchs erfreuen zur Advents- und Weihnachtszeit. Es gibt die Weihnachtssterne auch in Weißtönen oder in zartem Rosé, aber die meisten Käufer, etwa 80 Prozent, entscheiden sich für das weihnachtliche Rot,“ weiß Gärtnermeister Martin Kaess. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Monika zieht er in der Gewächshausgärtnerei in Albershausen Jahr für Jahr die schönsten Exemplare, die dann pünktlich vor dem ersten Advent zum Verkauf kommen. Schönes für die Sinne zu allen Jahreszeiten und Anlässen ist schon seit 1976 die Passion des perfekten Teams, das sich mit viel Begeisterung für Farbexplosionen mit Grün und Bunt in Garten und auf dem Balkon engagiert. „Wir lieben das, was wir beide tun,“ sagt Floristmeisterin Monika Kaess. Spezialisten sind beide nicht nur für Blühendes in Frühjahr und Sommer, auch diverses Gemüse zu ziehen ist ein Faible des Chefs. Bekannt im weiten Umkreis ist die Gärtnerei indes für ihre Weihnachtssterne. Anfang Juli, wenn der Sommer zur Hochform aufdreht, treffen die Jungpflanzen der Sorte „Happy Day“ in der Gärtnerei ein. Dann geht es genau nach Fahrplan. Sorgfältig werden die Stecklinge aus der Familie der Euphorbiaceae, also Wolfsmilchgewächse, in ihren Töpfchen im Gewächshaus platziert. „Übrigens, wenn ein Zweig abbricht und Milchsaft austritt, ist das nicht besorgniserregend“, so der Sternenhüter. Die Flüssigkeit sei nicht giftig, könne jedoch bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen hervorrufen. Damit sich die ursprünglich aus Mexiko stammenden Sterne bis zur Adventszeit prachtvoll entfalten und dann Käuferherzen höher schlagen lassen, müssen sie ab Mitte September bei 18 Grad Celsius abgedunkelt werden. Mit diesem Trick wider der Natur wird die schöne Färbung der Hochblätter erzielt. Wenn die über 2500 Weihnachtssterne zum Fest in der Gärtnerei blühen, haben die Kunden die Wahl zwischen großen mehrtriebigen Pflanzen, mittleren bis hin zu Miniatursternen, in jeder Preisklasse sind die beliebten Weihnachtsboten erhältlich. Von jedem verkauften Stern gehen traditionell 50 Cent in den Spendentopf der „Guten Taten“, einer Hilfsaktion der Neuen Württembergischen Zeitung, die seit vielen Jahren von der Gärtnerei Kaess unterstützt wird. PFLEGETIPPS ❊ 8 Pflanzen gut feucht halten, aber Fußbäder vermeiden. Jeden zweiten Tag ein paar Schlucke zimmerwarmes Wasser ist ideal. 8 Je kühler der Standort, umso besser. Die Raumtemperatur sollte nicht unter 14 Grad fallen. Vermieden werden sollten Zugluft und Plätze nahe an der Heizung. 8 Auf kühlere Temperaturen reagiert der Weihnachtsstern oft um Tage verzögert mit hängenden Blättern oder sogar Blattfall. Deshalb sollte die Pflanze insbesondere beim Transport nach Hause oder zum Verschenken gut eingepackt sein. 4 GRÜNZEIT

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Weihnachtsdeko: Gold und Grün im Trend Am Wochenende vor dem ersten Advent laden Blumengeschäfte und Gärtnereien im Landkreis Göppingen traditionell zu ihren Advents- und Weihnachtsausstellungen ein. Besucher können sich hier über Trends in der Weihnachtsdekoration informieren und sich von der Kreativität ihrer Floristen überzeugen. Für den Schmuck am Weihnachtsbaum gibt es Trends und Trendfarben. Immer wieder denken sich die Hersteller neue Kreationen aus. Zu den weihnachtlichen Dekotrends zählen in diesem Jahr vor allem Gold und Grün. Christbaumkugeln im Rokokostil sind ebenso angesagt wie zurückhaltende Deko im japanischen Stil. 2018 wird prachtvoll dekoriert – mit üppig gestalteten Goldkugeln, die an die Zeit des Barocks oder des Rokoko erinnern. Dazu darf es wieder Lametta sein. Kein Stilbruch ist die Verwendung von künstlichen Weihnachtsbäumen in Bronze oder Gold, die dann großzügig geschmückt werden. Auch ein weißer Weihnachtsbaum passt zu diesem Trend. Das Gold lässt sich edel kombinieren mit Brauntönen oder Weinrot. Auch Blau und Grün passen zu Gold. Die Adventsausstellungen der Blumengeschäfte und Gärtnereien zeigen Trends für die Weihnachtsdeko auf. Foto: Mittelmühle Adelberg Ein Trend kommt aus Japan: Schlichte Deko aus Naturmaterialien wie Bambus oder Reisstroh und Metallelementen ist zu sehen. GRÜNZEIT 5

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Eine wunderschöne Geschichte TEXT: ANDREA MAIER In der Mittelmühle bei Adelberg (Kreis Göppingen) werden seit fast 50 Jahren Weihnachtsbäume aufgezogen. Ökologische Aspekte und größtmögliche Nachhaltigkeit rücken seit einiger Zeit immer mehr ins Zentrum der Produktion. Vor 17 Jahren übernahmen Sabine und Harald Müller die Weihnachtsbaumkulturen der Adelberger Mittelmühle. Der Umstand, dass die Mittelmühle im zauberhaften Herrenbachtal, einem sensiblen Wasserschutz- und Naherholungsgebiet, liegt, und die Familie selbst unmittelbar zwischen den künftigen Christbäumen wohnt, ist tagtäglicher Ansporn für umwelt- und gesundheitsverträgliche Produktion. Die steilen Hanglagen erlauben kein weiträumiges Bearbeiten mit schweren Maschinen; große Teile der Pflegearbeiten werden von Hand erledigt. Seit ein paar Jahren helfen dabei die kuscheligen Mitarbeiterinnen aus England. Shropshire-Schafe zupfen sorgsam Halme und Blätter zwischen den Bäumchen und düngen gleichzeitig den Boden – rein biologisch. Mitarbeiter und Besucher lieben es, den Tieren zuzuschauen, wie sie geschickt Wicken und Winden von den kleinsten Ästchen knabbern, ohne auch nur den geringsten Schaden anzurichten. Junge und ältere Bäume stehen in den Kulturen meist gemischt, denn dort, wo ein Christbaum geschlagen wird, pflanzt Harald Müller im nächsten Jahr gleich wieder einen jungen Baum. So ist dauerhafter Lebensraum für teils seltene Tiere und Pflanzen gesichert. Die in der eigenen kleinen Aufzucht und Baumschule herangezogenen Jungbäume gedeihen sicher im Schutz der älteren, machen diesen den Platz nicht streitig und werden ganz natürlich angeregt, sich kraftvoll zu entwickeln. Harald Müller beobachtet seine Schützlinge intensiv. „Einen Baum umerziehen zu wollen ist sinnlos,“ hat er gelernt. „Besser nutze ich das, was der Baum selbst will.“ Mit den Jahren ist ihm klar geworden, dass die Natur sein bester Lehrmeister ist. Also übt er sich in Geduld, beobachtet, lernt und reagiert. Wie sieht ein perfekter Weihnachtsbaum aus? „Wenn man der Natur Spielraum lässt, entsteht für jeden Kundengeschmack etwas,“ lächelt Sabine Müller. Um die langwierige Aufzucht und Pflege, aber auch biologische und ökologische Aspekte der Produktion nachvollziehbar zu machen, hat Harald Müller zusammen mit einem Kollegen aus Norddeutschland 24 Informationstafeln entworfen. Im Herrenbachtal sind sie frei zugänglich in den Kulturen aufgestellt. Das ganze Jahr über bieten Müllers zudem Führungen für Familien, Gruppen, Firmen und Schulklassen an. Kaum jemand ahnt, was an 365 Tagen im Jahr notwendig ist, um ein ökologisch sinnvoll produziertes, regionales Naturprodukt anzubieten. Harald Müller in seiner Weihnachtsbaumkultur. 6 GRÜNZEIT

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Der Schwertfarn absorbiert Schadstoffe Schadstoffkiller im Blumentopf Foto: Pflanzenfreude.de Im Alltag wird die meiste Zeit in geschlossenen Räumen verbracht. Um Kopfschmerzen, Allergien und trockener, gereizter Haut vorzubeugen, lohnt sich neben regelmäßigem Lüften die Rekrutierung von botanischen Mitarbeitern. Untersuchungen haben gezeigt, dass einige Grün- sowie Blühpflanzen Schadstoffe absorbieren, die von Polstermöbeln, Wandfarbe, Teppichböden oder elektronischen Geräten an die Umgebungsluft abgegeben werden. Sie verwandeln diese in Sauerstoff und regulieren gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit. Die Spitzenreiter unter den Schadstoffkillern: Einblatt, Schwertfarn, Efeu und Topfgerbera. B lütenpracht im Winter Wenn die meisten Gartenpflan- zen ihren Winterschlaf halten, sorgt die Christrose mit ihren tiefgrünen Blättern und den strahlenden Blüten für beson- dere Akzente im Wintergarten. Violett, Weiß, Rosa, Zartgelb, Schwarz oder mit Sprenkeln... die Christrose ist in diesem Blüht im Winter: Die Christrose. Winter ein Must-have. Im Her- Foto: Pflanzenfreude.de zen der Blüte befindet sich eine wunderschöne Krone mit Staubfäden. Schnee und Frost können der Christrose kaum etwas anhaben. Die „Schwester” der weißblühenden Christ- rose ist die orientalische Lenzrose (Helleborus orientalis). Diese Gartenpflanze hat gelbe, rosafarbene und dunkelvio- lette Blüten. Ein perfekter Harmonie-Bringer Die Aloe ist der perfekte Harmonie-Bringer: Die charakteristisch spitz zulaufenden Blätter haben eine heilende Wirkung und filtern Schadstoffe aus der Luft. Das beruhigende Grün der pflegeleichten Wüstenpflanze sorgt für Geborgenheit und schafft im natürlich gestalteten Interieur einen harmonischen Rückzugsort. Neben einer positiven Auswirkung auf Seele und Geist werden ihr heilende Eigenschaften zugeschrieben. Als natürliche Schönheitsquelle steckt die Aloe voller Aminosäuren, Enzyme, Vitamine und Mineralsalze und lindert so Hautverbrennungen, Irritationen oder Akne. FHoatrom: oPnfliaenpzuernmfreituddeer.dAeloe. GRÜNZEIT 7

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Blumige Geschenke gehen immer - nicht nur zum Valentinstag Am 14. Februar ist es wieder soweit: Der Valentinstag ist bei Vielen ein Tag, an den gewisse Erwartungen geknüpft sind. Der kleine Liebesbeweis präsentiert sich klassischerweise in üppiger Blumenpracht – elegant mit der Rose oder mit der entsprechenden Lieblingsblume. Bemerkenswert sind hier jedoch die Ergebnisse einer Studie im Auftrag des Blumenbüro Holland, die den Deutschen als wahren Valentinstag-Muffel entlarven. 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie es als wesentlich romantischer ansehen, an einem anderen Tag ihre einfühlsame Seite zu zeigen. Blumige Geschenke gehen schließlich immer. Die 364 Tage neben dem Valentinstag bieten mindestens eine genauso schöne Gelegenheit, floral zu überraschen. Der Trend geht hin zum Mit Blumen kann man seine Liebste immer überraschen – nicht nur am Valentinstag. Foto: Tollwasblumenmachen.de luftig, leichten Traumbouquet in unterschiedlichen Höhen. Klischees werden gebrochen und Blumen mit angesagtem Eukalyptus und Zierspargelgrün im Dialog vervollständigt. Neben Blumen werden auch immer häufiger zusätzlich kleine Aufmerksamkeiten mitverschenkt. Diese lassen sich perfekt mit den oder um und in die Blumen integrieren. Vor allem Selbstgemachtes trifft hier den Nerv der Zeit und zaubert der Partnerin oder dem Partner ein Lächeln ins Gesicht. Fotos von gemeinsamen Momenten können spielerisch als Anhänger um den Strauß gebunden werden und schaffen somit einen noch individuelleren Touch. Gutscheine oder kleine handgeschriebene Liebesbotschaften gesellen sich gern zwischen Rose, Gerbera und Hortensie. 8 GRÜNZEIT

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Anzeige Wie Terrasse und Balkon den Winter überstehen Terrasse und Balkon – der Freisitz im Sommer kann im Winter Probleme machen. Fliesenlegermeister Oliver Schweizer hat Ulrike Luthmer-Lechner verraten, wie richtige Pflege aussieht. Oliver Schweizer weiß viel über die richtige Pflege von Fliesen. Foto: Ulrike Luthmer-Lechner Wie bereitet man Außenbodenbeläge für die Winterzeit vor? SCHWEIZER: Es gibt unterschiedliche Ansprüche an die Pflege und Reinigung. Man muss klar zwischen Keramik und Naturstein abgrenzen. Keramik ist hochwertiger als Naturstein, extrem kratzfest und saugt nicht auf. Bei Natursteinen, die stets Flüssigkeit aufnehmen, ist eine Grundreinigung vor dem Winter erforderlich. Was können Sie als Fachmann empfehlen? SCHWEIZER: Mit unserer patentierten innovativen Verlegelösung für alle Beläge im Außenbereich, dem prämierten System SAV, können wir für zehn Jahre störungsfreie Freude auf Balkon und Terrasse garantieren. Durch sicheren schnellen Abtransport von Wasser und dem Verhindern der Speicherung von Feuchtigkeit werden Schäden durch Frost, unschöne Ausblühungen und Feuchteschäden ausgeschlossen. Außerdem entfallen die Pflegearbeiten. Soll man Schnee von Balkon und Terrasse abräumen? SCHWEIZER: Prinzipiell schadet es nicht, aber die meist darunter liegende Eisschicht wird oft mit scharfkantigen Metallschiebern entfernt und das gibt Beschädigungen. Sinnvoller ist es, an Wintertagen den Schnee einfach liegen zu lassen, weil dann ein gleichmäßiges Temperaturgefüge herrscht. Wie entstehen Schäden bei fest verlegten Belägen? SCHWEIZER: Bei Frost kann eingelagertes Wasser einfrieren und die dadurch resultierende Volumenvergrößerung lässt Fliesenbeläge reißen und locker werden. Das bedeutet Verletzungsgefahr und Sturzrisiko. Starke Temperaturschwankungen führen zu Spannungsrissen, über die Wasser in die Konstruktion eindringt. Fliesen Schweizer in Gosbach besteht in zweiter Generation und die dritte ist am Start. Sechs Fliesenlegermeister sowie zwei Auszubildende gehören zum Team. In der Ausstellung können Kunden zwischen mehr als 100 Designs wählen. GRÜNZEIT 9

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Gut reiften im vergangenen Sommer die Quitten Gisela uimndKHleainrtgmaurtteRnavpopn. EgeinsecnhaSfofennn.eAnupfladtzemhaTt issicchh das Ehepaar Rapp liegt die „Grünzeit“ im als Kleingarten Lektüre. auch Dahlienknollen raus – Tulpenzwiebeln rein Kleingärtner aus Leidenschaft sind Gisela und Hartmut Rapp. Seit 1987 hegen und pflegen sie ihr kleines Paradies am Roßbach, eine von drei Anlagen, die zum Verein Göppinger Gartenfreunde gehört. Jetzt bereiten die Rapps ihr Stückle für den Winter vor. Eine Idylle am Teich haben die Rapps in ihrem Gärtle geschaffen. Fotos: Ulrike Luthmer-Lechner „Schon als Kinder hatten wir beide im Elternhaus bei der Gartenarbeit mitgeholfen und 1987 entschieden wir uns für ein eigenes Stückle bei den Gartenfreunden,“ so Gisela Rapp. Nur ein genormtes Häuschen stand auf der rund 300 Quadratmeter großen Fläche. „Rundum war nur Acker, wir haben bei Null angefangen,“ erinnert sich Hartmut Rapp, der seit 2009 zweiter Vorsitzender im 400 Mitglieder zählenden Verein ist. Nach und nach haben sich die begeisterten Kleingärtner eine Pergola an die Hütte gebaut, ein Gewächshaus aufgestellt, einen Teich angelegt, ein Insektenhotel gebastelt und ein Hochbeet erstellt. Längst ist ein farbenprächtig blühendes Kleinod aus dem Garten geworden. Blumen aller Arten erfreuen das Auge. Aber auch Tomaten, Salat und Gurken gedeihen prächtig. Genau vorgeschrieben ist die Nutzung der Fläche, denn zweimal jährlich prüft die Vorstandschaft nebst TEXT: ULRIKE LUTHMER-LECHNER den Garten-Obmännern alle 148 Kleingärten. „Je ein Drittel Gemüse- und Ziergarten sowie Rasen,“ so Hartmut Rapp, der die Vorschriften genau kennt. Klingt das Gartenjahr aus, kommt mit dem Herbstputz der Griff zum Spaten. Im Gemüsebeet wird abgeerntet und umgegraben. „Am besten mischt man halbfertigen Kompost mit Würmern drin darunter,“ weiß die fleißige Gärtnerin. Im Gewächshaus wird indes Acker- und Endiviensalat frisch angesät, „dann können wir noch an Weihnachten eigenen Salat ernten.“ Auch Sträucher und Obstbäume müssen zurückgeschnitten werden. Woher bekommt man das Know-how? „Der Verein organisiert Schnittkurse.“ Fachberater Holger Kautz gibt zweimal jährlich kostenlosen Unterricht im fachgerechten Stutzen von Hecken, Sträuchern und Bäumen. Im Ziergarten wird alles Verblühte sorgfältig entfernt, Dahlienknollen müssen ausgegraben werden und mit Blick auf das nächste Frühjahr kommen Tulpenund Narzissen-Zwiebeln in die Erde. Gemeinsam besucht das Ehepaar auch gerne Gartenmessen. „Da holen wir uns dann Anregungen.“ Ihren Traum vom Süden erfüllt sich die experimentierfreudige Hobbygärtnerin durch ihr Faible für exotische Kostbarkeiten. Ob der Kiwi- und Feigenbaum, die Indianerbanane „pawpaw“ aus Nordamerika oder diverse Zitrusgewächse, alles gedeiht hier prächtig und trägt Früchte. „Man muss halt Geduld haben. Die Indianerbanane trägt erst nach drei Jahren Früchte,“ schmunzelt Gisela Rapp. Neben Säen, Pikieren, Düngen, Ernten und Unkrautjäten gehört das Genießen in der idyllischen Oase zum Lebenselexier der Kleingärtner. Gisela Rapp beschreibt ihre Lust am Gärtnern so: „Gartenarbeit macht Spaß, hält fit und ist mein Sportstudioersatz.“ 10 GRÜNZEIT

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Frisch geerntet T Kommissar Häberle ermittelt auf der „Buga“ Wenn im kommenden Jahr in Heilbronn die Bundesgartenschau („Buga“) öffnet, dann soll der neue Kriminalroman des Eybacher Schriftstellers Manfred Bomm vorliegen. Der Autor lässt seinen Hauptkommissar August Häberle dann nämlich einen Mord aufklären, der sich auf dem Gartenschaugelände ereignet hat. Mehr verrät Bomm natürlich noch nicht, schließlich soll die Geschichte für den Leser spannend bleiben. Mittelstandspreis für Gärtnerhof Jeutter Der Garten- und Landschaftsbau Johannes Jeutter in Faurndau ist in der Kategorie bis 150 Mitarbeiter mit dem Lea-Mittelstandspreis für soziale Verantwortung ausgezeichnet worden. Um die vielfältige Kulturlandschaft mit Streuobstanbau zu erhalten, hat der Gartenbauer einen Wildobstpfad auf dem Gärtnereigelände angepflanzt. Wenn die Obstbäume in ihrer vollen Blüte stehen, veranstaltet Jeutter Führungen, um so zu Achtsamkeit gegenüber der Natur zu sensibilisieren. Caritas und Diakonie in Baden-Württemberg sowie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau würdigen mit dem Preis das freiwillige soziale und gesellschaftliche Engagement dieser Unternehmen. Engagement für biologische Vielfalt Der Heilkräutergarten Kloster Adelberg wurde als offizielles Projekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ gewürdigt. Bürgermeisterin Carmen Marquardt übergab die Auszeichnung. Die Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. Im Garten sind während der Saison rund 200 verschiedene Heilpflanzen zu sehen, darunter auch zum Teil vom Aussterben bedrohte Arten wie die Sumpfgladiole oder das Mariengras. Der Huflattich gehört zu den ältesten Heilmitteln. Er hilft bei Hustenreiz und wirkt schleimlösend. Foto: Bettina Fritz BluDmeekno,& Geschenke GRÜNZEIT 11

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Mein Freund, Baduerm ... Für Martina Ruckwied, Leiterin der Stadtgärtnerei in Eislingen, gibt es im Jahreslauf viel zu tun. Seit 1996 ist sie verantwortlich für die städtischen Grünflächen und sagt: „Mein Job macht mir riesigen Spaß.“ Der Herbst macht Arbeit: Die Eislinger Stadtgärtnerin Martina Ruckwied kümmert sich mit ihrem Team um die bepflanzten Beete und Freilächen. Foto: Ulrike Luthmer-Lechner TEXT: ULRIKE LUTHMER-LECHNER Mit grüner Schürze, Rechen und Spaten sieht man Martina Ruckwied in den Eislinger Grünflächen in Aktion, oder sie kurvt mit dem Kleinschlepper durch die Stadt. Die innerörtliche bunte Blütenpracht, wie etwa am Hallenbad, fällt auf und bietet für Passanten einen optischen Augenschmaus. Gepflegte Rabatte und attraktiv bepflanzte Freiflächen finden sich in der ganzen Stadt. Ein Verdienst von Gärtnermeisterin Martina Ruckwied und ihrem zehnköpfigen Team der Stadtgärtnerei. Die Pflege von Stauden, Gehölzen und Grünflächen nebst der Baumpflegearbeit gehören zum Alltag der Stadtgärtnerei. Wenn die Tage kürzer werden, und die Temperaturen sinken, wird die winterliche Ruhepause vorbereitet. Der Sommerflor muss bis November entfernt werden, das Unkraut gejätet und der Boden gedüngt werden und mit Blick auf das kommende Frühjahr setzt das fleißige Gärtnerteam Tulpen- und Narzissenzwiebeln. „Wir werfen nach der Saison die Zwiebeln nicht weg, sondern nehmen sie aus der Erde, trocknen sie und so kommen sie wieder zur Verwendung.“ In den vielen Staudenbeeten macht sich im Jahreslauf so manches unerwünschte Grün breit. „Das Wurzelunkraut ist der Tod jeder Staudenbepflanzung“ weiß die erfahrene Gärtnermeisterin. Keinesfalls dürfe jedoch die Hacke eingesetzt werden, sondern mit dem Distelstecher geht es Winden und Giersch an die Wurzel und somit wird die Staude geschont. Verunkrauteter Boden werde dann über 30 Zentimeter abgehoben, bevor eine Mischung aus Ziegelsubstrat und selbst untergemischter Bio-Kohle (sie besteht aus Getreidespelzen, einem Abfallprodukt der Mühlen aus der Region) eingearbeitet wird. Am westlichen Eingang des Friedhofs Süd, entlang der Scheerstraße, zeigt sie ein Staudenbeet. „Hier etwa haben wir beste Erfahrungen mit dem Dünger gemacht“. Fetthenne, Katzenminze, Lavendel und das Leinkraut bilden eine anmutige Wildheit, die bei Insekten sehr beliebt ist. Auch Bäume und Sträucher werden im Herbst organisch gedüngt. Warum im Herbst? „Es macht Sinn, denn die Streusalzbelastung im Winter durch in die Beete gelangendes Spritzwasser stellt ein Problem dar.“ Die Erfahrungswerte seien gut: „Es ist kein Doping-Effekt, aber eine gute nachhaltige Ernährung für die Pflanzen.“ Besonderes Augenmerk schenkt die Gärtnerin aus Leidenschaft den Bäumen. In Seminaren bildet sie sich speziell in Baumpflege und -diagnostik ständig weiter. Dabei muss auf allerlei geachtet werden. Der Abstand der Baumkrone zu Straße und Gehweg muss vorschriftmäßig eingehalten werden, der allgemeine Gesundheitszustand eines Baumes, etwaiger Pilzbefall, wird dokumentiert und auch, ob er Totholz trägt. Die Chefin stellt die Diagnose, notiert und führt Nachweise, bevor der Baumdoktor aus einer Spezialfirma kommt und hilft. „Bäume brauchen Lebensraum, sie müssen sich verwurzeln können, denn es sind Lebewesen, die Ansprüche haben,“ so Martina Ruckwied. Wenn zu Beginn der dunklen Jahreszeit das bunte Laub durch die Straßen wirbelt, muss sich die engagierte Gärtnerin mitunter einiges aus der Bevölkerung anhören. „Der Baum macht nur Dreck, sagen die Leute,“ bedauert sie. Für sie indes bedeutet es das Wunder der Natur: Werden und Vergehen. 12 GRÜNZEIT

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Ich liebe den Duft und die Pracht bunter Blumen Mit ihrem Titel „Blumen im Asphalt“ feiert Laura Wilde große Erfolge. Welches Verhältnis hat die populäre Künstlerin selbst zu bunten Blüten? „Grünzeit“-Chefredakteur Rüdiger Gramsch unterhielt sich mit der Sängerin, die am 9. März beim Uhinger Schlagerfrühling Gast bei Steffen Kohl ist. Mit dem Titel „Blumen im Asphalt“ hast Du einen großen Erfolg gefeiert. In dem Lied vergleichst Du die Stärke einer Freundschaft mit der Kraft von Blumen, die durch den Asphalt wachsen. Was bedeuten Blumen oder Pflanzen für Dich? Genau, der Titel und die Story dahinter ziehen einen Vergleich, dass wahre Freundschaft so stark ist wie Blumen, die sich durch Asphalt kämpfen (vergleichbar mit der Sendung „Löwenzahn“). Ich muss zugeben, dass ich selbst keinen grünen Daumen habe; trotzdem kann ich mich an Blumen oder Pflanzen erfreuen und bewundere Hobbygärtner, die sich gut auskennen, wann was wie blüht und wie man alles zur rechten Zeit am besten zu pflegen hat. Finde ich ein großes Talent und eine Gabe. Ich mag den Duft und die Pracht von bunten Blumen gerne. Hast Du eine Lieblingsblume? Meine Lieblingsblumen sind Gerbera. Du bekommst ja von Fans und nach Deinen Auftritten immer wieder Blumen geschenkt. Nimmst Du sie mit nach Hause und pflegst sie dort? Ich freue mich immer sehr, wenn ich Blumen und tolle Sträuße überreicht bekomme – welche Frau freut sich da nicht. Manchmal, während einer Tour, ist es etwas schwierig, die Blumen fit zu halten, weil man sie nicht gleich ins Wasser stellen kann und dann tut mir das leid. Und bevor sie mir dann welken, verschenke ich sie auch schon mal (z.B. an der Hotelrezeption oder an die fleißigen Zimmerdamen), weil es für die Blumen einfach zu anstrengend wäre auf den langen Autofahrten oder während des Transports mit Zug oder Flieger. Wenn ich aber einen Auftritt mit Rückreise nach Hause habe, werden die Blumen so gut es geht für die Reise feucht eingepackt, mitgenommen und aufgepäppelt, wenn am Ziel angekommen. Laura Wilde. Foto: Martin Becker Gehören Blumen und Pflanzen in Deine Wohnung? Was steht bei Dir auf dem Fensterbrett? Wie schon erwähnt, habe ich da nicht so das Talent, und da man jobbedingt oft unterwegs ist, sind es eher pflegeleichtere Pflanzen, die auch nicht so oft gegossen werden müssen, zum Beispiel Orchideen. Besuchst Du gerne Gartenschauen? Wenn ja, was interessiert Dich dort am meisten? Es ist natürlich toll anzusehen und bewundernswert, was da geschaffen und präsentiert wird. Mir fehlt da oft einfach die Zeit dazu, aber es gibt ja auch Auftritte bzw. Sendungen auf Landesgartenschauen, wo man das Eine mit dem Anderen verbinden kann. Im März bist Du beim Uhinger Schlagerfrühling bei Steffen Kohl zu Gast. Du bist zum zweiten Mal dabei. Was gefällt Dir an dieser Veranstaltung? Ich habe die Veranstaltung noch so gut in Erinnerung. Nicht zu groß, gemütlich, und Leute, die das, was sie tun, aus dem Herzen heraus tun. Ich freue mich schon sehr auf das Event und ein Wiedersehen mit dem Publikum dort und natürlich auf Steffen Kohl und Team. Laura Wilde gilt als Sängerin mit einer der stärksten Stimmen in der Republik. Seit fast zehn Jahren mischt die quirlige Künstlerin aus dem Odenwald mit ihren Songs die Szene auf und begeistert ihre Fans. Ihren ersten Fernsehauftritt hatte Laura Wilde 2010 in der Show „Willkommen bei Carmen Nebel“. Die fünf bisher erschienenen Alben waren alle gechartet, angeführt von ihren unzähligen Radiohits. Die Einarbeitung von eigenen Geschichten und Erlebnissen in ihre Lieder ist Laura Wilde sehr wichtig bei der Auswahl der Songs. „Alles muss stimmen und zusammenpassen.“ Im Landkreis Göppingen war Laura Wilde beim Uhinger Schlagerfrühling 2012 zu Gast, 2015 gestaltete sie beim ersten Internationalen Schlagerwettbewerb „Stauferkrone“ in Göppingen das Showprogramm. Am 9. März 2019 gibt es mit ihr ein Wiedersehen im Uditorium beim 9. Uhinger Schlagerfrühling, zu dem Steffen Kohl auch Patrick Lindner begrüßen kann. Tickets gibt es im Vorverkauf ab Montag, 12. November, im Rathaus Uhingen, im Modehaus Frey in Uhingen sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen bzw. unter www.reservix.de. GRÜNZEIT 13

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allePSairnandeiesEin füRr Neben Betreuung und Pflege TEXT: ULRIKE LUTHMER-LECHNER bietet der Sinnesgarten beim Michael-Hörauf-Stift der evange- Der im Oktober 2000 gegründete „Förderkreis für den Sinnesgarten“ sammelte mehr als 50 000 Euro Spendengelder. „Ganz Bad Boll hat sich mit dem Michael-Hörauf-Stift solidarisiert“, weiß Brigitta Multerer-v. Mengden vom Bewohnerservice. 2006 übergab der Förderkreis den geschützten Sinnesgarten an das Stift „und dieser ist nicht mehr wegzudenken.“ lischen Heimstiftung in Bad Boll ein liebevoll gestaltetes Kleinod, das den Alltag der Heimbewohner bereichert. Ob Schauen, Rie- Brigitte Schell, ehemalige Vorsitzende des Förderkreises: „Es ist immer noch faszinierend, was daraus geworden ist.“ Perfekte Planung, durchdachte Bepflanzung und die Liebe zum Detail sind unübersehbar. „Der Duft der Rosen leitet den Weg“, beschreibt Brigitta Multerer-v. Mengden. Sämtliche Wege des Gartens sind als Rundwege angelegt, damit demenziell Erkrankte in sanftem Bogen stets zurück zum Ausgangspunkt finden. Neben dem großen Pavillon mit Sitzmöglichkeiten gibt es mehrere lauschige Plätze zum Verweilen und „Riechen“. Um diese Sinneswahrnehmung voll auskosten zu können, blühen Duftrosen in berauschender Opulenz. chen, Fühlen, Schmecken und Genießen – der Garten lässt Erinnerungen wach werden und weckt Empfindungen. rungen an alte Rezepte wecken und sich längst vergessene Fähigkeiten ins Gedächtnis drängen. „Wenn alles fremd ist und es kitzelt ein bekannter Wohlgeruch das Riechorgan, bedeutet das Vertrautheit“, so Brigitte Schell. „Es ist nicht nur die Nase frische Luft, die unsere Bewohner sehr gerne genießen, sondern sie können selbst aktiv werden, etwa beim Gemüse-Ernten im Hochbeet“, erklärt Brigitta Multerer-v. Mengden. „Die Sinneswahrnehmung wird immer wichtiger, weil die Reizüberflutung immens zunimmt“. Auch „Fühlen“, wie das Liebkosen eines Blattes der Schmuckstaude Wollziest (Eselsohr) mit seiner samtig-weichen Behaarung streichelt die Seele. „Hören“ im Klanggarten oder „Schmecken“ im Marmeladengarten, wo Himbeer- und Johannisbeersträucher Erinne- Den Wandel der Jahreszeiten, Werden und Vergehen, beobachten die Bewohner genau, und die Lebensqualität speziell von dementen Menschen wächst. Forsythien, Zaubernuss, Lavendel, Flieder, Hibiskus und Clematis blühen in leuchtenden Farben um die Wette neben Bäumen, an denen der Naturschutzbund Nistkästen aufgehängt hat, die viele Vögel anlocken. Längst wird die Oase auch in zahlreiche Veranstaltungen eingebunden. „Der Martinsritt der örtlichen Kindergärten startet von unserem Garten aus, und wenn die Kinder mit ihren Laternen ihre Lieder singen, freuen sich unsere Bewohner“, so Brigitta Multerer-v. Mengden. Lebensfreude keimt auf. Fotos: Ulrike Luthmer-Lechner Der Pavillon bildet den Mittelpunkt des Sinnesgartens beim Michael-Hörauf-Stift. 14 GRÜNZEIT Brigitte Schell demonstriert die Funktion der Klangstäbe im Sinnesgarten. So sieht der Sinnesgarten beim Michael-Hörauf-Stift in Bad Boll im Sommer aus.

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