Dopo 139

 

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Dopo 139

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Langendreerer kostenlos Dorfpostille Jahrgang 37 Ausgabe 139 Herbst/Winter 2018

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Für IDhrach...hverständiger für das Bauhandwerk uhandwerk Sachve egaloodberstfelialch Sachverständiger für das Bauhandwerk • D•äDchäcehre+r +FaFsasssaaddeenn •• KKlleemmppnnereerie•iA•bAdibcdhtiucnhgteunng• en • Te•rrTaesrrsaesnse•nP• hPohtootovvooltltaaiikk ••SSoolalartrhtehremrime •ieD•acDhabceghrbüengunrügn•ung 44892 Bochum 99 -- 44894 Bochum 34 927 88 44 8 34 927 88 44 6 578 27 27 707 Neu! ww.dagobert-mueller.de ero@mueller-dach-bo.de Büro: Urbanusstr. 38 - 44892 Bochum Lager: Wallbaumweg 97-99 - 44894 Bo. Telefon: 0234-927 88 44-8 Telefax: 0234-927 88 44-6 Büro: Urbanusstr. 38 -- 4489 Lager: Wallbaumweg 97 - 99 Mobil: 01578 27 27 707 Telefon Telefax 0234 9 0234 9 Internet: www.dagobert-mueMlolebril.de01578 www.mueller-dachEI-nb-tMeora.nidleet bwuwewro.d@ Email: buero@mueller-dach-bo.de Büro: Urbanusstraße 38 - 44892 Bochum Mobil 01578 27 27 707 Lager: Wallbaumweg 97-99 - 44894 Bochum Telefon 0234-927 88 44-8 E-Mail: buero@mueller-dach-bo.de Telefax 0234-927 88 44-6 www.dagobert-mueller.de www.mueller-dach-bo.de Seit 1957 in Bochum-Langendreer Dorfpostille 139

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Liebe Leserinnen, liebe Leser! Unser Titelfoto bildet das älteste Grabmal auf dem alten, jetzt restaurierten Ümminger Kirchhof ab – im herbstlichen Ambiente und das alles in einem Monat, in dem besonders auch der Toten gedacht wird. Das waren die Argumente zur Wahl dieses Titelbilds in der Dopo-Redaktion. Zum erfolgreichen Projekt „Alter Ümminger Kirchhof“ und zu zig anderen Initiativen, Veranstaltungen und Aktivitäten in Langendreer finden Sie in dieser Dopo jede Menge Informationen, die insgesamt einen Stadtteil abbilden, in dem sich in diesen Zeiten viel bewegt. Bedachten wir in den Herbst-Winterausgaben der Dopo bisher immer unsere „Dopo-Bibliothek“, den zu erwartenden „Dopo-Kalender“, den nächsten „Dopo-Sammelband“ und eine angemessene Ankündigung des „Weihnachtsmarkts im Dorf“, so kommen diese „Dauerbrenner“ jetzt etwas kurz weg – weil so viel Anderes und Interessantes sich zur Veröffentlichung drängte. Schließlich können auch wir das Thema „Kohleausstieg“ nicht einfach ignorieren, oder? Aber: Der 5. Sammelband mit den Ausgaben Nr.41 bis 50 erscheint zum 14. Weihnachtsmarkt im Dorf am 8. Dezember und kann am Dopo-Stand erworben werden – genauso wie die anderen Dopo-Bücher und natürlich der beliebte Dopo-Kalender, der auch schon vorher bei den Verteilstellen ausliegt. Noch dies - angesichts der bevor stehenden Weihnachtszeit: Zwei Bücher stellen wir vor, die man nicht nur lesen, sondern auch verschenken sollte: Das eine heißt „Der Fluch des Reichtums“. Da klärt der englische Investigativ-Journalist Tom Burgis über Ursachen auf, die afrikanische Menschen zu Tausenden in die Flucht treiben (s.S.96). Ein Thema unserer Tage. Dass auch die Heilige Familie nach der Geburt Jesu nach Ägypten flüchtete und dort glücklicherweise überlebte, soll hier noch angemerkt werden. Das zweite Buch heißt „Frohe Botschaft“ (!). „Stern“-Redakteur Walter Wüllenweber liefert uns gegen schlechte Stimmung, Pessimismus und Fehleinschätzungen durch Fake-News Daten und Fakten zum tatsächlich stattfindenden Fortschritt der Menschheit! Den gibt’s tatsächlich! (s.S. 98). In diesem Sinne schon jetzt frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr! Ihre Redaktion sofort zum Mitnehmen & ohne Termin biometrische Passfotos nur 9€ Bewerbungsfotos nur 15€ Die besten Fotografen fŸ r jeden Anlass: JETZT Termin reservieren fŸ r Hochzeit Outdoor / Portrait Business und vieles mehr.. Hohe Eiche 12 44892 Bochum Tel.: 0234/89080049 Mail: info@motive44.de www.motive44.de Herbst/WInter 2018 Impressum: Herausgeber: Laden e. V. V. i. S. d. P.: Paul W. Möller Redaktion und Mitarbeiter Barbara Crombach, Karsten Höser, Gabriele Köchling, Erdmann Linde, P. W. Möller, Wilfried Reit, Andreas Schmitt, Rolf Schubeius, Rafael Zawada Druck: Bonifatius Druck, Paderborn Redaktionsadresse: DOPO, Oberstraße 100, 44892 Bochum Internet: www.dorfpostille.de E–Mail: redaktion@dopo–online.de Redaktionstermine für die nächste Ausgabe: Mo. 17.12.18, Mo.14.1.19, Mo. 28.1.19 Nr. 140 erscheint ab dem 26.2.2019 Rektionsschluss ist der 4.2.2019 Die DOPO erscheint dreimal im Jahr. (Alle Fotos ohne Quellenangabe aus der Redaktion oder von den Artikelautoren) Alle namentlich gekennzeichneten Artikel müssen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion entsprechen. 3

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„Alles, was genäht werden muss“ INHALT - DORFPOSTILLE 139 Atelier Erika Lammek Wittenbergstraße 3 44892 Bochum – Langendreer Tel.: 0234/295934 Mo – Frei 9.00 – 18.00 Anzeigenformate und -preise Alle Preise inkl. 19% Mehrwertsteuer Nr. Preis Breite x Höhe 1 29,75 € 90 x 58 mm 2 53,55 € 90 x 120 mm 3 29,75 € 58 x 90 mm 4 35,70 € 58 x 120 mm 5 47,60 € 58 x 182 mm 6 53,55 € 58 x 260 mm 7 47,60 € 120 x74 mm 8 53,55 € 120 x 90 mm 9 59,50 € 120 x 120 mm 10 71,40 € 120 x 168 mm 11 101,15 € 120 x 260 mm 12 47,60 € 182 x 58 mm 13 71,40 € 182 x 90 mm 14 89,25 € 182 x 120 mm 15 154,70 € 210 x 297 mm 4 Im Herzen von Langendreer - das „Makola“ mit afrikanischen Angeboten, S. 16 DOPO intern 3 Liebe Leserinnen, liebe Leser 3 Impressum 4 Anzeigenformate / Preise 115 Hier gibt‘s die DOPO Langendreer usw. 6 „Langendreer hat‘s!“ 6 Wir über uns 8 Langendreer baut auf 10 Nachtrag: Wattenscheider Tafel 12 Sommerlicher Waldspaziergang !13 Herbstfest des Bahnsozialwerks 13 Weniger Müll - besser leben 14 Fahrradfahren im Dorf... 15 ...als Aufgabe für Fortgeschrittene 16 Afrika am Alten Bahnhof 19 Und jetzt in Langendrer - Akid !22 14. Weihnachtsmarkt im Dorf 22 Sparkasse sucht Talente 24 Mit der WAB für Langendreer 28 In der Lutherkirche bewegt sich was 29 Bücherbörse in der Lutherkirche !30 Senioren aktiv Bochum Ost 32 Haselkätzchen überbringen erste Frühlingsgrüße Termin Termin Termin Längst Geschichte - Zeche Neu-Iserlohn im Bochumer Osten, S. 62 ff. !34 Seniorenbüro: Angebote 36 Neueröffnung: !„Tracy Key“ im Dorf 36 VdK-Programm 38 Jochen Gruschwitz ist tot 39 Dopo-Gespräch mit Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche !41 LaKulTurm: nächste Termine 42 „Bäume“ - Malerei von !Christian Krebs in der Christuskirche 43 „Paul und Willi“ im„Literaturcafe“ !44 Verkehrs- und Geschichtsverein: nächste Termine 46 Langendreerer Stadtteilkonferenzen 47 25 Jahre„Die Parkapotheke“ 48 Neues aus der Stadterneuerung WLAB 49 Planetenweg in Langendreer? 50 Langendreer hat Kunst 54 Zu Besuch bei Frau Kroll 56 Marie Luise Kroll: Kleine Geschichten 57 Steinwüsten statt Blumenwiesen !58 Männerdienst Langendreer Dorf: 60 Neu am Vorort: „Das Rote Klavier“ 60 Jetzt auch Einkaufsführer Werne Dorfpostille 137 Termin Termin Termin Termin Termin Termin

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DORFPOSTILLE 139 - INHALT Öffentliche Präsentation der renovierte alte Ümminger Kirchhof , S.73 61 Evang. Frauenhilfe !Langendreer-Dorf: Termine 62 Langendreer und der Bergbau 64 Über die Zechen in Bochums Osten 65 Von Schlesien nach Langendreer Ein deutsches Leben 70 Zeitreise Langendreer 73 Historische Bauernkirche wieder im Grundriss sichtbar 76 Mä#nnerkreis !Langendreer Holz: Termine 78 Energetische Heilbehandlung und Reiki Ausbildung 78 Geehrt: Dhinesh 80 „Traumkraft“ 80 Neu am Rehwinkel: Das „Bojahr‘s“ !82 Die„Gypsies“ spielen auf 82 „Offenes Ohr“ 82 Chorkonzert: !„Im Strahl der Hoffnung“ 84 „Zurück ins fremde Deutschland“ 86 150 Jahre Fahrzeug-Werke Lueg !87 Ludwig-Steil-Haus-Verein 88 Waldorfschule reißt Gründungssaal ab 90 CROSSTRAIL am Ümminger See 92 Willkommen in„Halle 205“ Herbst/WInter 2018 Termin Termin Termin Termin Termin Unvergessliche Erfahrungen - Rosanna Hoffman schreibt ihren lezten Bericht aus Tansania, S.84 94 „Unterstütz.Punkt“ - Demnächst auch im Bochumer Osten 94 Das Dopo-Rätsel 96 Willi Wachsam: „Fluchtursachen bekämpfen!“ 98 Buchtipp:„Frohe Botschaft“ 99 „FFF“ stellt aus im Kunstmuseum 100 „Langendreer - Film“ jetzt auch mit „Langendreer - Der Sound“ !100 Edward Freedman stellt aus 101 Und der nächste„Wahnsinn“ kommt bestimmt !102 Figurentheater-Kolleg: Kurskalender 104 „blicke“ - Filmfestival des Ruhrgebiets 104 Fotoaktion - 10 Jahre„Cheese“ !106 Was läuft in der Bücherei Langendreer? 110 Mia-Maria Weindorf: „Tödliche Küsse“ 112 Dopo-Gespräch mit Mia Weindorf !113 Ausstellung zu Wolfgang Welt in Düsseldorf 114 Karl Schuran: Selbstlos in Langendreers Gassen 115 Der Dopo-Kalender Zur Kontaktpflege: Vorschläge, Kritik und Artikel bitte an redaktion@dopo-online.de Auch digitale Lektüre der DOPO möglich unter dorfpostille.de Termin Termin Termin Termin 5

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Seit dem Erscheinen der letzten Dopo im Juni gab‘s wieder etliche Aktivitäten von„Langendreer hat‘s!“, die auch größtenteils ausführlicher in dieser Dopo vorgestellt werden. Hier der Überblick Am 10. Juni war man mit einem Stand bei„Bänke raus“, dem Stadtteilfest am Alten Bahnhof. Die zweite Stadtteilkonferenz wurde am 21. Juni im Saal von„Zur alten Zeit“ durchgeführt – mit Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche als Referentin. Schon zwei Tage später fand der sommerliche Waldspaziergang mit Thomas Krause von der Walderlebnisschule in der Bömmerdelle statt. In jenen Tagen wurde ein Ladenlokal als Lager an der Hohen Eiche gemeinsam mit dem„Laden e.V.“ und der „Werbegemeinschaft Alter Bahnhof“ angemietet. Wir über uns Der Stadtteilverein„Langendreer hat’s!“ ist ein Bündnis aus Vertretern von Einrichtungen und Vereinen, von Initiativen und Gruppen des Stadtteils und auch von engagierten Geschäftsleuten und interessierten Einzelpersonen, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Stärken von Langendreer auch über unsere Region hinaus bekannt zu machen und weiter an der positiven Entwicklung unseres Stadtteils zu arbeiten. Und nach den Sommerferien lief am 7. September wieder ein Trödelmarkt am Ümminger See. Eine Woche später, am 15. September, organisierte der Verein gemeinsam mit„Langendreer liest“ eine weitere Bücherbörse in der Lutherkirche. Einen Tag später führte„Langendreer hat‘s!“ Vorstandsmitglied Saskia Schöfer über 30 Kunstinteressierte durch Langendreer. Und am 18. September kam es zu einer weiteren Stadtteilkonferenz gemeinsam mit„WLAB“ in der Lutherkirche. Am 6. Oktober folgte die Teilnahme am„Herbstmarkt“ am Alten Bahnhof und einen Tag später feierte man mit anderen Unterstützern das erstaunliche Ergebnis der „Initiative Ümminger Kirchhof“ nach Beendigung der Renovierungs- und Umgestaltungsarbeiten vor Ort. Der Verein ist offen für neue Mitglieder, die diese Initiative gern unterstützen und mit neuen Ideen unsere Ziele fördern wollen. Der von der Dorfpostille vor sechs Jahren initiierte Verein hat mittlerweile knapp 100 Mitglieder, die auch mit ihren Jahresbeiträgen von 12€ die Arbeit des Vereins unterstützen. Die 4. Stadtteilkonferenz wird am 8. November im Saal von„Annes Cafe“ durchgeführt, Thema:„Der Bergbau in Langendreer und seine Folgen“. Auch Clemens Kreuzer wird anwesend sein und von den Ergebnissen der Renovierungsarbeiten auf dem Ümminger Kirchhof berichten. Am Samstag, den 10. November, veranstaltet man in der Lutherkirche ab 15 Uhr einen Filmnachmittag mit Langendreerer Filmen. Und schließlich nimmt„Langendreer hat‘s!“ wieder mit einem Stand am 14.„Weihnachtsmarkt im Dorf“ am 8. Dezember teil. Wir sehen uns! pawimö Die jährlichen Mitgliederversammlungen und die Stadtteilkonferenzen sind die Plattformen für die Kommunikation der Mitglieder untereinander und für Kontakte mit Interessierten. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf: Internetseite: www.langendreer-hats.de E-Mail: kontakt@langendreer-hats.de Post: Langendreer hat’s!, 44892 Bochum, AmLeithenhaus 14 haarmoden & trends FÜR SIE & IHN Birgit Friese Alte Bahnhofstraße 3 - 44892 Bochum Telefon 0234 / 28 67 04 Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag 9.00 - 18.00 Uhr Samstag 8.00 - 13.00 6 Dorfpostille 139

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Ehemalige Kirmesplatz an der Ovelacker Straße Stockumer Straße An der Laake Neue Mensa Rudolf Steiner-Schule Langendreer baut auf Projekte rund ums Dorf Wir berichteten schon wiederholt über die Neubauten auf dem ehemaligen Kirmesplatz an der Ovelackerstraße sowie an der Stockumer Straße. Diese Projekte sind schon weit fortgeschritten. Die Wohnungen und Häuser sind bereits bezogen oder können in Kürze bezogen werden. Weiterhin berichteten wir über das geplante Wohngebäude auf der Freifläche zwischen den beiden Fahrbahnen der Straße An der Laake. Dort ist (Stand September) bereits der Rohbau erstellt worden. Dieses Projekt war bei den Anwohnern überwiegend auf Ablehnung gestoßen, da die Freifläche zwischen den Häusern als wichtiger Lebensraum gesehen wurde. Tatsächlich wirkt das Gebäude sehr raumgreifend zwischen der lockeren Bebauung rundherum. Weitere Bautätigkeiten gibt es an der Hauptstraße. Die Rudolf-Steiner-Schule errichtet auf dem Schulgelände eine neue Mensa. Auf der anderen Straßenseite (gegenüber der Schule) wird eine größere Fläche erschlossen. Dort entsteht neben der geplanten Wohnbebauung eine Turnhalle. Weiter nördlich auf der Hauptstraße wird an der Ecke Hasselbrinkstraße ein privates Altenheim errichtet. Hierzu war in den letzten Monaten unter anderem das Grundstück des seit vielen Jahren dort ansässigen Gebrauchtwagenhandels geräumt worden. Das Altenheim soll 2020 eröffnet werden. Schräg gegenüber erinnert auf dem Grundstück der ehemaligen Aral-Tankstelle nichts mehr an die frühere Nutzung. Das Gelände wurde vollständig saniert. Über die künftige Nutzung gibt es nach unserem Kenntnisstand noch keine belastbaren Informationen. An der Dördelstraße gibt es ebenfalls eine gravierende Veränderung. Der Baustoffhandel D. Langhoff, über dessen Geschichte seit dem 19. Jahrhundert wir noch vor nicht allzu langer Zeit berichteten, hat das Betriebsgelände vollständig geräumt. Geplant war dort ein Altenheim für den städtischen Träger„SBO“ als (Teil-)Ersatz für die im Jahr 2020 auslaufende Nutzung des Komplexes an der Grabelohstraße. Ob und wann dort mit dem Bau begonnen wird, war bis zum Redaktionsschluss noch nicht zu erfahren. WR Seniorenheim Hauptstraße 8 Ehemals „Langhoff“, bald Seniorenwohnanlage? Dorfpostille 139

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Restaurant Zur alten Zeit Wir machen Betriebsferien vom 27.12.18 bis zum 14.01.19 Leistungsangebot: • Hochzeitsfeiern • Firmenfeiern • Geburtstagsfeiern • Seminare • Weihnachtsfeiern • Beerdigungsgesellschaften • Büffets • Menüs • A la carte • Konfirmations- und Kommunionsfeiern Wir über uns: Das Restaurant „Zur alten Zeit „ ist nun seit mehr als 10Jahren erfolgreich wieder im Besitz der Familie Eckardt und bietet eine weitgefächerte, internationale und gutbürgerliche Küche. Für das nötige Ambiente sorgen eine ansprechende Einrichtung, ein Thekenbereich sowie 2 geräumige Gesellschaftszimmer, welche auch für private Feiern zur Verfügung stehen. Thekenbereich Kontakt Restaurant „Zur alten Zeit“ Familie Eckardt Birkhuhnweg 15 44892Bochum Tel. 0234/9761756 kleiner Saal für bis zu 30 Personen E-Mail: kontakt@zur-alten-zeit.de www.zur-alten-zeit.de großer Saal für bis zu 80Personen Öffnungszeiten Di.-Sa. 16:00-22:30Uhr Küche bis 21:30Uhr Sonn-& Feiertag 11:00-22:30Uhr Küche bis 21:30Uhr

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Nachtrag: Wattenscheider Tafel in Langendreer Sehr überrascht war ich, als ich einige Zeit, nachdem die letzte Dorfpostille erschienen war, in einer E-Mail an unsere Redaktion von einigen Unzufriedenheiten und Sorgen von einer Empfängerin der Lebensmittel der Tafel erfahren habe. In der Mail wird die Sorge zum Ausdruck gebracht, dass der Preis für das wöchentliche Einkaufen bei der Tafel von 1,- € auf 2,- € und jetzt auf 3,- € gestiegen ist. Ferner fühlt sich die Schreiberin der Mail von den Verteilerinnen gegängelt, weil sie nicht die Lebensmittel erhält, die sie gerne haben möchte, und sie gibt zu bedenken, dass sich die ehrenamtlichen HelferInnen vor der Austeilung zunächst das Beste aus den Angeboten sichern und obendrein auch viel mitnehmen würden. Ich habe daher noch einmal das evangelische Gemeindezen- trum besucht und die oben aufgeführten Fragen mit einer Verantwortlichen vor Ort besprochen. Viel Einsatz ist gefragt bei den ehrenamtlichen Helfern der Tafel - hier bei der Anlieferung ins Evang. Gemeindehaus in Langendreer Dorf Zunächst wurde mir mitgeteilt, dass die Preise von der Zent- rale in Wattenscheid festgelegt werden. Zu bedenken wurde nicht alle Wünsche erfüllt werden können und bei einem an- mir und damit unseren Leserinnen und Lesern gegeben, dass deren Gemüse ein Überangebot besteht. Dann muss spontan man sich vor Augen führen müsste, welchen Gegenwert man entschieden werden, wer wieviel aus dem Angebot erhält, da für seine 3,- € erhalte. Das wäre doch auf jeden Fall deutlich die Tafel – anders als ein Supermarkt – nicht über Art und Men- mehr als der gezahlte Preis. Dennoch habe ich mit der Zen- ge der Waren bestimmen kann. trale in Wattenscheid telefoniert. Mir wurde versichert, dass die Wattenscheider Tafel auf diese wöchentlichen Beträge Bleibt noch das heikelste Thema: Die ehrenamtlichen Helferin- angewiesen ist, da für den laufenden Betrieb erhebliche nen suchen für sich das Beste raus und nehmen viel mit. Kosten anfallen. Beispielhaft wurden die vielen Autos sowie ihre Reparaturkosten erwähnt, die die Lebensmittel abholen Mir wurde von der Verantwortlichen in Langendreer berichtet, und später, nachdem sie gesichtet und sortiert wurden, auch dass auch die Ehrenamtlichen den üblichen Preis zahlen und wieder an die einzelnen Ausgabestellen bringen. Hinzu kom- nur soviel mitnehmen, wie es ihrem Familienstand entspricht. men die Kosten für das große Lager in Wattenscheid sowie Sie würden also nicht besser behandelt als alle anderen Emp- Lohnkosten für Ein-Euro-Jobber, die als Fahrer eingesetzt fängerinnen der Hilfe der Wattenscheider Tafel. Klar sei, dass ein werden. Drei-Personen-Haushalt mehr erhalten würde als ein Ein-Per- sonen-Haushalt. Daran würden sich auch die ehrenamtlichen Die beiden anderen genannten Punkte der Mail an unsere Helferinnen halten. Redaktion erscheinen mir schwieriger. Ich kann mir gut vor- stellen, dass Empfängerinnen bei der Ausgabe der Lebens- Insgesamt, so erscheint mir, müssten die ehrenamtlichen Mitar- mittel enttäuscht sind, wenn sie nicht das erhalten, was sie beiterinnen und die Empfängerinnen der Lebensmittel häufi- gerne für ihre Mahlzeit haben möchten. ger miteinander reden, damit auftretende Fragen besprochen werden, um so Missstimmungen zu vermeiden. Viel Betrieb bei Mir wurde erläutert, dass auch für die Ehrenamtlichen öfter der Austeilung sollte kein Hinderungsgrund sein. Probleme entstehen, wenn sie den Eindruck gewinnen, dass R.Schu. es zum Beispiel von einer Sorte Gemüse so wenig gibt, dass L HAaonnugeisngdreer Vertriebspartner und Bienenstellplätze in Langendreer und Umgebung gesucht. Tel. 0179 4929493 www.honigausmpott.de 10 Dorfpostille 139

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HIER HILFT MAN SICH. hageFbLaOuRmAaLrAktN· Dba· uzsotoocfef ndtreivr e-in Bochum Fritz Ziesak GmbH & Co.KG Hauptstraße 90 (B 235) 44894 Bochum Telefon: 02 34/92 66-0 www.ziesak.de

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Sommerlicher Waldspaziergang in der Bömmerdelle Thomas Krause von der Walderlebnisschule (er trägt die grüne Kappe)sorgte mal wieder für viel Spaß und neue Naturerfahrungen beim traditionellen Waldspziergang von „Langendreer hat‘s!“ in der Bömmerdelle Am 23. Juni war es mal wieder soweit.„Langendreer hat‘s!“ lud gemeinsam mit der Walderlebnisschule zu einem Waldspaziergang in der Bömmerdelle ein. Nach der Begrüßung durch Paul Möller vom Stadtteilverein und Thomas Krause von der Walderlebnisschule ging es ab in den sommerlichen Wald. In bewährter Manier war Thomas Krause gleich in seinem Element, indem er den etwa 20 Erwachsenen und Kindern nicht nur jede Menge Informationen über die sie umgebene Natur vermittelte, sondern auch über etliche Spiele mit allen Beteiligten neue Walderfahrungen ermöglichte. Nach gut zwei Stunden fand die Waldexkursion ihr Ende und alle Beteiligten hatten wieder einmal großen Spaß gehabt bei dieser Traditionsveranstaltung von„Langendreer hat‘s!“ und dabei viel Neues kennengelernt im Langendreerer Holz. pawimö Dr. Diana Ryll Fachpraxis für Kieferorthopädie Fachzahnärztin für Kieferorthopädie und Master of Sience Kieferorthopädie (MSc) Unsere neue innovative Fachpraxis mitten in Bochum-Langendreer bietet individuelle und ganzheitliche zahn- und kieferkorrigierende Behandlungen der modernen sowie zeitgemäßen Kieferorthopädie für die ganze Familie. Alte Bahnhofstr. 26 | 44892 Bochum | Fon: 0234 - 913 888 48 E-Mail: praxis@bochumer-kfo.de | Web: www.bochumer-kfo.de 12 Dorfpostille 139

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Weniger Müll – besser leben! Termin !Traditionelles Herbstfest der BSW-Ortsstelle Bochum - Langendreer am Freitag, den 16.11.2018, im Gemeindesaal des Pfarrzentrums St.Marien, Alte Bahnhofstr. 182 Sie werden bei Kaffee und Kuchen, mit Tanz und flotter Musik durch unseren musikalischen Unterhalter verwöhnt. Thema des Herbstfestes ist dieses Jahr eine„Große Tombola“, und zur Unterhaltung treten auf „Paul und Willi“ mit ihrem Ruhrgebietsprogramm„Wir von hier“ und„Die Lustigen“ mit Ihrem Charaoke-Programm ! Der Einlass ist gegen 14.30 Uhr. Die muntere Begegnung startet um 15.00 Uhr. Der Verlauf ist wie folgt vorgesehen: Kaffee und Kuchen, danach„Paul und Willi“ mit Ihrem Programm ; ab 16.00 Uhr Losverkauf, zwischenzeitlich Tanz und Musik. Gegen 18.00 Uhr treten„ Die Lustigen“ auf . Wer möchte, kann sich anschließend einen Imbiss bestellen (Selbstkosten). Zwischendurch immer wieder die Tombola–Preisverteilung. Ein Kostenbeitrag von 15.- EURO ist bei der Anmeldung in der Betreuungsstelle „Im Uhlenwinkel 1“ zu entrichten. Der OV wünscht viel Spaß und gute Unterhaltung. Änderungen vorbehalten! Stiftung Bahn-Sozialwerk, BSW - Ortsvorstand, Tel: 0234 530 1585, Im Uhlenwinkel 1 , 44892 Bochum , Vorsitzender: Norbert Stecker Zugegeben – es ist ein langer Weg und es ist nicht leicht, die vielen Gewohnheiten und Verhaltensweisen zu ändern! Aber wenn man mit mehr Aufmerksamkeit auf das schaut, was wir alles tagtäglich benutzen und was es mit uns und der Umwelt macht, kann man doch eigentlich nicht umhin, sich auf den Weg zu machen und was zu verändern. Wichtig bei dem Prozess ist, dass man sich nicht von„Ausreden“ verleiten lässt! Es geht nicht darum, was man alles nicht machen kann, und es geht nicht darum, Gründe zu haben, warum irgendetwas nicht geht (zu teuer, zu schwer, kenn ich nicht, kann ich nicht, weiß nicht wo, wie oder was). Redet Euch nicht raus, sondern macht Euch auf den Weg und fangt an! Und wenn sich eine Sache etabliert hat und in Eurem Leben zur neuen Gewohnheit geworden ist, dann das nächste… z.B. dieses: Mit natürlichen Putzmitteln Müll (und Geld) sparen – auch Umwelt und Gesundheit profitieren! Essig, Zitronensäure, Soda, Natron, Kernseife Essigessenz und Zitronensäure eignen sich gut zum Entkalken z.B. von Kaffeemaschinen und Wasserkochern. Man kann aber auch Allzweckreiniger und WC-Reiniger daraus machen. Soda kann man als Putz- und Spülmittel verwenden, es entfernt Flecken und reinigt auch verstopfte Abflüsse. Natron geht als Spülmittel, Textilreiniger, Backofenreiniger, Fugenreiniger und noch einiges mehr! Für die Herstellung einiger einfacher Reinigungsmittel braucht man teilweise auch Kernseife, Schmierseife oder Spiritus: das gibt’s alles im Drogeriemarkt. Und hier ein paar Rezepte: Glasreiniger: ¾ Anteil Wasser + ¼ Anteil Brennspiritus Beide Zutaten vermischen - fertig! Das Fensterputzmittel ebenfalls in eine Sprühflasche abfüllen und sofort deutlich beschriften. Für Fenster, Spiegel, Glastische … Allesreiniger 1 große Tasse Wasser ca. 100ml 1 EL Soda 1 TL Zitronensäure 2 EL Schmierseife (fest) oder 4 EL (flüssig) Wasser aufkochen. Soda darin auflösen, fünf Minuten warten. Zitronensäure beigeben und umrühren. Anschließend die Schmierseife einrühren - fertig!  In eine Sprühflasche abfüllen und sofort deutlich beschriften! Vor Gebrauch schütteln. Mit der Sprühflasche ist man besonders sparsam! Man sprüht die zu putzenden Flächen einfach vor dem Putzen/abwischen damit ein. WC-Reiniger Je ½ Tasse Natron, Zitronensäure und Maisstärke Plastik-Beutel, ca. 4 Liter-Größe und Wasser in einer Sprühflasche 25 Tr. äth. Öl z.B. Zitrone, Eucalyptus, Teebaum, Rosmarin oder Lavendel Giessform z.B. offenes flaches Gefäß und großes Glas zur Aufbewahrung Zubereitung: Natron, die Zitronensäure und Maisstärke in den Plastik-Beutel geben und diesen verschließen. Die Masse gut und gleichmäßig durchkneten. Beutel öffnen und zwei bis drei Mal Wasser hinein sprühen, wieder verschließen und wieder gut durchkneten. Diesen Schritt ein paar Mal wiederholen, bis die Masse cremig ist.Wenn gewünscht ätherisches Öl hinzu geben und erneut durchmischen. Die Masse nun in die Gießform geben und 2-3 Tage trocknen bis sie hart ist. Dann zerbröseln und in einem Glas mit Deckel aufbewahren. Bitte auch unbedingt sofort beschriften. Für die WC-Reinigung ca. 1 Eßl. natürlichen WC-Reiniger in die Toilette geben und warten bis das Zischen aufgehört hat. Die ätherischen Öle, das Natron und die Zitronensäure werden beim Zischen frei, was einen besonders desodorierenden und reinigenden Effekt hat! Durchbürsten und spülen - fertig! In diesem Sinne viel Erfolg beim Umrüsten und viel Spaß dabei! Schreibt mal, was bei Euch gut funktioniert (plastikfrei@email.de) oder kommt mal zu unserer Gesprächsrunde ins Seniorenbüro, Alte Bahnhofstr. 6, Bochum-Langendreer. (Aushänge beachten oder Veranstaltungskalender anschauen auf nebenan.de) Monika Fuhrmann Herbst/WInter 2018 13

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Fahrradfahren im Dorf ... Der „Dopo-Verkehrsausschuss“ hat sich mal wieder zusammengetan, um das Thema „Fahrradfahren im Dorf“ einmal kritisch, dichterisch, ja auch geistlich auf‘s Korn zu nehmen. Unser ehemaliger Bezirkspolizist Karl-Heinz Schuran, der seit Jahren in der Dopo mit seinen geistlich-philosophischen Texten präsent ist, und Dopo-Verkehrsexperte Wilfried Reit gehen diese Thematik jeweils auf ihre Weise an und liefern gemeinsam interessante und originelle Ergebnisse. Lassen wir zunächst Karl Schuran zu Wort kommen: Karl bestreift mit Heinz Gehwege und Gassen Heinz besuchte neulich seinen Freund Karl mit dem Rad und war erstaunt, dass er auf der Haupt- und Unterstraße aufgrund neuer Beschilderung den Gehweg hätte benutzen können, was er als nicht ungefährlich ansah. Schließlich gibt es dort Unübersichtlichkeiten durch Engstellen, Haltestellen, Marktverkehr, Schulen, Ein- und Ausfahrten, Haus- und Geschäftsausgänge, Masten, Bäume, Fußgängerampeln… – und vor allem viele Fußgänger, die sich auf‚ihrem‘ Gehweg sicher fühlen wollen. Wie es der Name Gehweg schon sagt, ist der Weg eigentlich zum Gehen gedacht. Der alte Schutzmann Karl hatte dies auf seinen privaten Streifengängen auch schon bemerkt, in Gedanken die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, dann aber Polizeimütze und Narrenkappe aufgesetzt, um diese Neuerung zum Projekt‚Bimmelbahn‘ (siehe DOPO 137) wieder ein wenig schriftlich zu verdichten. Oder neue Zusatzschilder anbringen: Radfahrer frei- willig schieben!? Sowieso ist ja nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt. Dann können Radfahrer ja auch gleich zum Gehen angeregt werden! Bevor es zu Schäden oder Unfällen kommt, sollte zumindest für gute Informationen der Fußgänger und Radfahrer gesorgt werden – siehe dazu auch den Fachbeitrag von Wilfried Reit auf der nächsten Seite. Die im‚Gehweg-Gedicht‘ angeregte zwischenmenschliche Freundlichkeit führt zu Karls Weihnachtsgedicht ‚Gottes Licht‘ (siehe S. 114). Die Verbindung zum göttlichen Licht erfolgt über Gebete der Liebe, die empfänglich werden lassen, Strahl- und Wirkkraft erzeugen. So wie wir auf diese Weise eine göttliche Verbindung herstellen, sind wir gleichzeitig auch mit unseren Mitmenschen verbunden und können durch Gedanken, Worte und Werke Gutes tun – Licht sein und senden. Zieht man aus der Freigabe der Gehwege für Radfahrer logische Rückschlüsse, kann man zu dem Ergebnis kommen, dass für das Gesamtprojekt zwar einige Wünsche erfüllt wurden, wie z. B. Baum- und Parkraumerhalt, ohne letztlich für Radfahrer und Fußgänger an allen Stellen getrennte, sichere Bereiche zu schaffen, schaffen zu können. Nun glaubt man‚auf Kosten‘ der schwächsten Verkehrsteilnehmer – der Fußgänger – eine‚Lösung‘ gefunden zu haben. In der Verwaltungsvorschrift heißt es:‚Ist ein Radfahrstreifen nicht zu verwirklichen, kann auf der Fahrbahn ein Schutzstreifen angelegt werden. Ist das nicht möglich, ist die Freigabe des Gehwegs zur Mitbenutzung durch den Radverkehr in Betracht zu ziehen‘ – was geschehen ist und was weiter zu betrachten sein wird. Den Platz dafür nimmt man vom ‚Sicherheitsraum‘ des Fußgängers. Wo Schienen verlegt sind, ist natürlich die Rutsch- und Sturzgefahr für Radfahrer zu bedenken, aber es besteht jetzt auch die Unfallgefahr zwischen Fußgängern und Radfahrern auf Gehwegen. Will man letzteres‚notgedrungen‘ in Kauf nehmen? Provokant könnte man auch fragen: Wenn es an diesen problematischen Stellen möglich ist – warum nicht alle Gehwege in Langendreer zur Sicherheit von Radfahrern freigeben? Offensichtlich wird dies oft sowieso schon widerrechtlich praktiziert; ebenso benutzen einige Radfahrer unzulässig den in Fahrtrichtung linksseitigen Gehweg. Zur Sicherheit werden Fußgänger nun auch überlegen müssen: Wie und wo am besten gehen, um möglichst Radfahrer von vorn (entgegenkommend) zu sehen – und nicht die Gefahr im Rücken befürchten zu müssen? Lösungsmöglichkeiten Vielleicht ist eine Lösung, dass Fußgänger zukünftig in Langendreer die Straßenbahn kostenlos benutzen dürfen!? SCHILDER LÖSEN NICHT PROBLEME: GEHWEG – UND RADFAHRER FREI! Gehweg heißt der Rand an Straßen, Der für Fußgänger gemacht ist – in den festgelegten Maßen. Ist es Tücke oder List? – An der Haupt- und Unterstraße Sieht man nun ein Schild dabei: GEHWEG – und RADFAHRER FREI! Hoffentlich man nicht vergisst: Um dort Radfahren zu lassen, Braucht es Platz, den man vermisst, Gar nicht hat, weil er nicht ist! Lässt man’s so – sieht man’s gelassen? Ist die Lösung vielleicht offen? Wer vom Schaden ist betroffen, Sieht’s mit Sicherheit nicht lässig – Eher leichtsinnig, fahrlässig. SCHILDER LÖSEN NICHT PROBLEME – WO KEIN PLATZ FÜR ALLE WÜNSCHE! WENN DER MENSCH STÖSST AUF EIN RAD – UMGEKEHRT ERFASST’S DIE TAT – SCHADEN DROHT AN ROCK UND STRÜMPFE, KOPP UND ZÄHNE, PO UND BEENE... DORT AUF GEHWEGEN EINSTWEILEN: RÜCKSICHTSVOLL SEIN UND NICHT EILEN, SCHRITT-TEMPO – ODER ABSTEIGEN! GUT – DAS RAD MAL KURZ ZU SCHIEBEN, IHM AUCH ANDRE WEGE ZEIGEN, FREUNDLICHKEIT – WIRD JEDER LIEBEN! SCHLECHT WÄR ES – ZU HAUS ZU BLEIBEN. (Karl Schuran-2018) 14 Dorfpostille 139

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...als Aufgabe für Fortgeschrittene Karl Schuran hat Recht, dass die schwächsten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer im Dorf aufgrund des teilweise fehlenden Verkehrsraums zu kurz kommen. Fußgänger- und Radverkehr findet an einigen Stellen auf engstem Raum statt. Wie sich aus der nachfolgenden Betrachtung ergibt, kommt den Radfahrerinnen und Radfahrern eine besondere Verantwortung zu. Benötigte man für das Radfahren einen Führerschein, könnten Ausbildung und Prüfung im Dorf perfekt durchgeführt werden. Hier finden sich nahezu alle Regelungen für Radfahrerinnen und Radfahrer, die in der Straßenverkehrsordnung (StVO) enthalten sind. Fehlt allerdings eine entsprechende Ausbildung oder liegt diese schon Jahre zurück, ist es durchaus anspruchsvoll, sich rechtskonform zu verhalten. Wer von der Unterstraße kommend in Richtung Markt fährt, findet schon weit vor Erreichen des Dorfes einen auf der Fahrbahn verlaufenden Radweg vor, der auch als solcher durch das Zeichen 237 der StVO („Radweg“) beschildert ist. Hier muss der Radverkehr auf dem Radweg fahren; anderer Verkehr darf ihn nicht benutzen. Übrigens war die vor Jahren eingeführte Praxis der Radwegführung auf der Fahrbahn anfangs auf Unverständnis gestoßen. Es ist jedoch inzwischen unbestritten, dass bei dieser Art der Radwegführung deutlich weniger Unfälle passieren als bei separater Führung auf oder neben dem Gehweg. Insbesondere aufgrund der Sichtbehinderung durch parkende Fahrzeuge oder Grünstreifen neben der Fahrbahn kann Schon nach Passieren der Kreuzung Unterstraße/Alte Bahnhofstraße wird der Radverkehr auf den Gehweg geführt, um, durch das Zeichen 240 der StVO („Gemeinsamer Geh- und Radweg“) legitimiert, gemeinsam mit dem Fußgängerverkehr die Haltestelle am Lessing-Gymnasium zu passieren. Auch hier besteht eine Radwegbenutzungspflicht. Beide Verkehrsarten müssen Rücksicht aufeinander nehmen. Noch Platz genug für Fußgänger und Radfahrer in Höhe der Lessing-Schule Nach der Haltestelle geht es wie zuvor auf der Fahrbahn weiter. Dieser Idealzustand dauert allerdings nicht lange. An der Kreuzung Unterstraße/Ovelackerstraße müssen Radfahrerinnen und Radfahrer entscheiden, ob sie auf der Fahrbahn (ohne den Schutz einer Radwegführung) oder„geduldet“ auf dem Gehweg weiterfahren wollen. Hier kann man also zwischen problematisch und problematisch wählen. Auf der Fahrbahn fährt der Radverkehr zwischen Fahrbahnrand und Straßenbahngleis mit dem übrigen Fahrzeugverkehr. Auf dem Gehweg steht das Zeichen 239 der StVO („Gehweg“) mit Zusatzschild„Radfahrer frei“. Das Wort„frei“ darf hier keinesfalls überinterpretiert werden. Dies wird klar, wenn man die Erläuterungen in der StVO liest. Dort heißt es:„Ist durch Zusatzzeichen die Benutzung eines Gehweges für eine andere Verkehrsart erlaubt, muss diese auf den Fußgängerverkehr Rücksicht nehmen. Der Fußgängerverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, muss der Fahrverkehr warten; er darf nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren.“ Mit dieser Bürde fährt man auf dem Gehweg bis zum Markt. Dabei werden Engstellen und Hindernisse passiert, die höchste Aufmerksamkeit erfordern. Die Anforderungen sind beim Abbiegen nach rechts auf den Gehweg der Hauptstraße (dort gilt die Regelung ebenfalls) schon gar nicht mehr zu erfüllen, da der Abbiegebereich überhaupt nicht eingesehen werden kann. Hier hilft wohl nur noch Absteigen. „Frei“ und eng für Fußgänger und Radfahrer - an der Unterstraße vor der Kreuzung mit der Hauptstraße Hier hilft nur noch Abnsteigen, weil der Abbiegebereich zur Hauptstraße nach rechts nicht einsahbar ist. Klare Verhälnisse für alle Verkehrsteilnehmer der Radverkehr aus den motorisierten Fahrzeugen heraus deutlich schlechter beobachtet werden als bei der Radwegführung auf der Fahrbahn. Dies haben dramatische Folgen bei Unfällen mit abbiegenden Lastkraftwagen gezeigt. Allmählich wird‘s eng für die Radfahrer sowohl auf dem Bürgersteig als auch auf der Straße Wer den Bereich meiden möchte, kann über die Ovelackerstraße oder die Straße In der Helle und die Alte Bahnhofstraße ausweichen. Hier geht es im verkehrsberuhigten Bereich zwar auch nur mit Schrittgeschwindigkeit voran, jedoch sind die Straßen deutlich breiter, sodass es nicht so leicht zu schwierigen Situationen kommen kann. Das Ausfahren aus der Alten Bahnhofstraße auf die Hauptstraße ist dem Radverkehr sogar durch ein Zusatzschild erlaubt. Es bleibt aber zunächst abzuwarten, wie die end- Herbst/WInter 2018 15

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