Der Setzkescher

 

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Ausgabe 1-18

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Ausgabe 1-18 Der Setzkescher Mitteilungsorgan des Landesfischereiverbandes Pfalz e.V. Aus dem Inhalt I Fliegenfischen – im Nu gelernt I Protokoll der 137. Jahreshauptversammlung I Satzung des LFV Pfalz e.V.

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Impressum: Der Setzkescher das Mitteilungsorgan des Landesfischereiverbandes Pfalz Herausgeber: Landesfischereiverband Pfalz e.V. Hetzelstraße 3 67346 Speyer Tel. 0 62 32 - 36 737 Fax 0 62 32 - 67 98 993 E-mail: gustav.pade@t-online.de Redaktion: Landesfischereiverband Pfalz e.V. Ludowicistraße 44 67071 Ludwigshafen Tel. 0 62 37 - 40 40 84 Fax 0 62 37 - 40 40 85 E-mail: zimmermann@lfv-pfalz.de Gustav Pade (verantwortlich) Mario Schrön Dieter Zimmermann Titelbild: U. Wiederkehr, Eisangeln am Landsjön in Jämtland (S) Druck: Druckerei Kröner Hauptstraße 199 67067 Ludwigshafen Tel. 06 21 - 54 92 57 Fax 06 21 - 54 92 59 E-mail: druckerei@kroener.com www.kroener.com Erscheinungsweise: halbjährlich Vereine, Einzelmitglieder und fachspez. Institutionen erhalten die Zeitschrift kostenlos. Nachdrucke, auch auszugsweise, sind nur mit der Genehmigung der Redaktion gestattet. Weitere Exemplare können bei der Redaktion angefordert werden. Eine elektronische Version steht unter www.lfv-pfalz.de zum kostenlosen Download bereit.

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Liebe Mitglieder und Mitstreiter/innen, liebe Leserinnen und Leser, alle Freizeitanglerinnen und -angler trauern um den Präsidenten des Landesfischereiverbandes Rheinland-Pfalz e.V. Herrn Heinz Günster, der nach einer schweren Erkrankung im Juni 2018 verstorben ist. Im Mittelpunkt seines Schaffens und Wirkens war die Zusammenarbeit mit allen Fischereibehörden in Rheinland-Pfalz und der EU für die Erreichung der Gewässerschutzziele. Er hat immer wieder mit aller Kraft deutlich gemacht, dass zu einem nachhaltigen ökologischen Gleichgewicht unterhalb der Wasseroberfläche unabdingbar der verletzungsfreie Auf- und Abstieg aller in unseren Gewässern lebenden Tiere gehört. Dem Nachruf des Landesfischereiverbandes Rheinland-Pfalz e.V. , veröffentlicht in der LV-Info 2/2018, können wir uns mit ganzem Herzen anschließen. Im Setzkescher, Ausgabe 2-18, werden wir ausführlich über das Verfahren „Rheinpacht” berichten. Leider musste in diesem Jahr der Lachsbesatz ausfallen. Nach einer technischen Störung in der Aufzuchtstation unseres Partnerverbandes im Elsaß sind dort alle Tiere verendet. Mit freundlichen Grüßen und Petri Heil Ihr/Euer Gustav Pade

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Fliegenfischen – im Nu gelernt Was gibt es schöneres als an einem lauen Sommerabend mit einem Angelpartner am Wasser zu sitzen, sich gemütlich unterhalten zu können und der Dinge zu harren, welche da noch kommen. Oder auch nicht. Den ganzen Tag hat es geregnet, es ist Sonntagabend und alle anderen Angler die ansonsten zu sehen sind ist die Lust vergangen heute noch rauszugehen, zumal es schon recht spät ist. An und für sich war nur geplant ein paar Rotaugen mit der Stipprute auf die Schuppen zu legen, so sechs oder sieben Stück für uns zusammen, halt nur als Mittagessen für den nächsten Tag gedacht. Die Rotaugen erreichten hier im Wasser stattliche Größen und schmeckten immer wieder aus diesem sauberen Baggersee. Zwei, drei Hände Lockfutter, bestehend aus ein paar Weißbrot Schnitten und einer Hand voll süßem Mais und das Ganze eingepudert mit einem Teelöffel Boilie-Pulver mit Erdbeergeschmack, Reste eben, sollte ausreichend sein. Ein paar Maden vom Vortag waren auch noch vorhanden. Das mit den Rotaugen funktionierte eine Weile, nach kurzer Zeit war es aber vorbei. Plötzlich waren da Karpfen auf den Geschmack gekommen. Und was für welche! Die Stippruten konnten die Anstrengungen am Limit noch ertragen, die Vorfächer nicht! Beim dritten Kapitalen haben wir beschlossen, das Ganze einzustellen. Es tat uns nicht gut und den Karpfen auch nicht. Was nun? Keiner von uns beiden war darauf vorbereitet und keiner hatte stärkeres Laufgeschirr dabei. Was aber mein Angelpartner dabei hatte war eine Fliegenrute, natürlich schon vormontiert. Er war Fliegenfischer aus Leidenschaft, immer auf der Treppe wenn jemand das Wort Fliegenfischen, egal aus welcher Richtung auch immer, in den Mund nahm. Diesmal hatte er aber eine Idee (ich fand sie nicht so gut) und die war, ich sollte ihm an eine gut zugängliche Stelle folgen, er wollte mich Fliegenfischen lernen. In Anbetracht der nun doch hereinbrechenden Dunkelheit und meiner totalen Unkenntnis der Wurftechnik wollte ich wirklich nicht die Initiative ergreifen. Ich wollte mich ehrlicherweise drücken um nicht ausgelacht zu werden. Er aber zeigte mir wie er es beherrschte. Das war profihaft. Die echten Fliegen waren mittlerweile sehr aktiv und tummelten sich zu abertausenden im Bereich der ersten Meter und knapp über Wasser. Gejagt wurden sie nicht nur von den tieffliegenden Schwalben, auch hunderte von Fledermäusen nahmen sich ihrer an. Fast auf den Zentimeter genau setzte mein Angelfreund die künstliche Fliege immer genau neben das in ca. 10 Meter entfernt schwimmende Baumblatt, mit Ansage natürlich. Einmal sogar versuchte sich offenbar eine Rotfeder am Kunstköder. Wie schon erwähnt, er war Profi und offenbar genoss er meine Bewunderung. Und weil ich mich genau deshalb nicht irgendeinem Gelächter hingeben wollte, lobte ich ihn immer mehr, in der Hoffnung er würde mir einen anderen Tag vorschlagen und noch andere Techniken zeigen wollen. Nix war! Er drückte mir die Rute in die Hand, mit der Bitte, es doch wenigstens mal zu versuchen. Er konnte schon fordernd sein, es blieb mir nichts anderes übrig. Sicherheitshalber blickte ich verdeckt in die Runde, wollte ich doch nicht gleich mit dem ersten Wurf in einem der Bäume und Hecken landen. Und vor allen Dingen, dass mir sonst auch niemand zusah! Also stellte ich mich in Positur, direkt am Rande des Ufers, nahm die abgeschaute Haltung und den Griff an Schnur und der Kombination Rute-Rolle ein. Es war schon anstrengend, wie immer, wenn man zum ersten Mal etwas ausführen soll das man noch nie gemacht hat. Vorsichtig, aber doch zügig und gleichmäßig zog ich die Schnur von der Rolle und als ich den letzten Hieb (oder wie immer man das nennt) machen wollte, hatte ich plötzlich Widerstand im Geschirr! Sollte ich doch in die Hecken gekommen sein? Nervös machte die Rute kurze Ausschläge, zitterte gewaltig. Ich drehte mich um und was ich sah war nicht zu glauben! Eine Fledermaus hatte im Flug meine Fliege genommen!! Was nun? Mein Lehrmeister war fertig mit der Welt, ich auch. Nur, ich ließ es mir nicht anmerken als sei es die selbstverständlichste Sache der Welt! Kurz um: Die Fledermaus wurde behutsam befreit, mein Spezi hat mich eigentlich seit dieser Zeit nichts mehr lernen wollen!! Raymond Wittmann 2

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Fachreferenten – Sportwarte Jugend Julian von Ehr und Stefan Ohliger sind seit dem 5. Mai 2018 als Referenten für die Betreuung der etwa 1.500 Jugendlichen verantwortlich. Beide wurden mit großer Mehrheit durch die Mitgliederversammlung als Nachfolger des ausgeschiedenen Mario Schrön bestätigt. Steckbrief Julian Jahrgang 1995, wohnt in Frohnhofen Heimatverein: Angelfreunde Kohlbachtal Angler seit 2001 Berufliches: Student der Biowissenschaften (Goethe-Universität zu Frankfurt am Main) Hobbys: aktiver Fußballspieler, freiwillige Feuerwehr, Angeln, Gitarre spielen, Wandern Kontakt: jugendreferat@lfv-pfalz.de 0157-72 43 24 65 Steckbrief Stefan Jahrgang 1996, wohnt in Ohmbach Heimatverein: Sportangelverein Erdesbach Angler seit 2002 Berufliches: Student des Bauingenieurwesens, Fachrichtung Wasser- und Infrastrukturmanagement (Hochschule Koblenz) Hobbys: aktiver Fußballspieler, Angeln Kontakt: jugendreferat@lfv-pfalz.de 0157 72432465 3

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Heiße Tage und Schwein gehabt Vom 30. Mai – 03. Juni 2018 fand das diesjährige Zeltlager in Offenbach an der Queich statt. Bereits am Mittwochabend reisten die Kinder und Jugendlichen bei Sonnenschein an und bauten vor Einbruch der Dunkelheit ihre Schlafunterkünfte rund um den See auf. Nun wurden Ruten und Rollen startklar gemacht und die entspannten Angeltage konnten beginnen. Über alle Tage hinweg wurden die Kinder und Jugendlichen mit frisch zubereiteten Speisen unseres eingespielten Küchenteams verköstigt. Sie durften sich unter anderem über Putengeschnetzeltes, Tortellini und Schnitzel freuen. Es gab frisch hergestellte Würstchen aus unserer Outdoorküche. Diese wurden unter interessierten Augen und mit tatkräftiger Unterstützung der Kinder und Jugendlichen vom ehemaligen Jugendreferenten Mario Schrön und dem ortsansässigen Metzger Michael Gillmann hergestellt. Doch damit nicht genug. Michael Gillmann und das Küchenteam bescherten allen Beteiligten am Samstagabend eine weitere Köstlichkeit: über dem Holzkohlenfeuer wurde ein Spanferkel zubereitet. Für die meisten wohl das kulinarische Highlight des Zeltlagers! Aber natürlich hat die Jugend nicht nur 4 Tage und Nächte gespeist, sondern sich auch dem eigentlichem Anlass – dem Angeln – gewidmet. Über das komplette Zeltlager hinweg nahmen rund 35 Jugendliche aus 7 Vereinen teil, die eine große Palette an verschiedenen Fischen überlisten konnten. Von Aal über Barsch bis Karpfen, Brassen & Co. wurden einige schöne Exemplare über den Kescherrand gezogen. Weiterhin gab es auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, sein Geschick beim Zielwerfen unter Beweis zu stellen. Sonntags beim Abschlussessen wurden die gefangenen Fische gesondert prämiert und alle Jugendlichen konnten einige Ehrengaben entgegennehmen. Wir bedanken uns beim Angelsportverein Offenbach für die beispiellose Unterstützung. Alles in allem war das Zeltlager ein voller Erfolg für die Jugend. Die Vorfreude auf das Zeltlager in 2019 ist heute schon sehr groß. Fachverband Sportfischen Der Fachverband Sportfischen sucht für die Unterstützung des geschäftsführenden Vorstands einen Referenten für Casting (Verbandssportwart). Das Aufgabengebiet umfasst: • Vermitteln des Castingsports und Betreuung der Vereine • Betreuung der Castingausrüstung • Ausrichten von Turnieren auf regionaler Ebene • Teilnahme an Sitzungen des geschäftsführenden Vorstands und Beirats • Fortbildung durch Seminarbesuche des Sportbundes Pfalz • Organisation von Zeltlager und Gemeinschaftsfischen im Junioren- und Seniorenbereich Der Zeitaufwand ist überschaubar, zweckgebundene Reisekosten und Auslagen werden nach den geltenden Richtlinien erstattet. Der Besitz eines PKWs mit AHK inkl. Fahrerlaubnis der Klasse BE ist gewünscht. Bei Interesse bitte melden bei: 1. Vorsitzender Wolfgang Neumann Flurstraße 12 66887 Neunkirchen am Potzberg Tel.: 06385 / 55 85 Fax: 06385 / 62 96 wolfgang.neumann@fsp-sportbund-pfalz.de 4

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Kampf dem Müll, Schutt und Unrat Fast unbemerkt, aber nicht hoch genug zu bewerten, gibt es Menschen, die noch Taten sprechen lassen. Das was sie tun, kommt aus einem inneren Drang, über den sie sicherlich gerne verzichten würden. Hier reden wir von 2 Mitbürgern, welche von sich aus und gar nicht voneinander wissend das gleiche tun. Beide können es einfach nicht mehr sehen, was viele andere ganz einfach weg- werfen oder fallen lassen. Es gibt diesbezüglich gewiss weitere neuralgische Stellen in und um eine Gemeinde, egal ob Stadt oder Dorf. Es wären also noch Plätze frei! Und wenn der Schreiber dieser Zeilen nicht selbst und durch Zufall die Beiden „live” erlebt hätte, könnte er auch gar nicht über deren seltenes „Hobby” berichten. Es handelt sich beim „Tatort 1” um die Gegend südlich des Fähranlegers auf der Kollerinsel und um das westliche Ufer des alten Hafens in Speyer als „Tatort 2”. Hier macht sich in loser Zeitfolge Anne Müller zu schaffen. Am Wendehammer des Neuen Hafens und 200 Meter weiter um das „Franzosendenkmal” wirkt Georg Seebach-Hamburger bei seinem „Tatort 1 und 2”. Und Hundedame „ISY” hilft mit. Beide wussten nicht von der Tätigkeit des anderen ! Zumal sie beide gleichzeitig auch Mitglied sind bei Petri-Heil Speyer. Sie tun es in aller Stille, ohne groß darüber zu reden. Interessant wäre es, wenn man grundsätzlich einen Aufruf zu diesem Zwecke starten würde und den Helfern in Sachen Schutt wenigstens Müllbeutel und die Möglichkeit der Entsorgung geben würde. Mit Sicherheit wäre es ein Versuch wert. Raymond Wittmann Stolz auf das Erreichte und Belohnung obendrauf: Anne Müller und Georg Seebach-Hamburger 5

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Vorwort Eigentlich war die dritte Generation zum größten Teil dieselbe wie die zweite. Einige hat der Sensenmann zwar schon geholt, die große Mehrheit gibt es aber noch. Viele haben die Angelei mittlerweile aufgegeben, sie haben einfach keine Lust mit dem Gesetzbuch unterm Arm angeln zu gehen. Die Regelungen und Vorschriften können gar nicht mehr alle gelesen, geschweige denn im Kopf behalten werden. Dagegen muss man dankbar sein, dass man noch mit dem lebenden Regenwurm angeln darf. Natürlich gibt es immer neue Angler welche die Mitgliederzahlen der Vereine einigermaßen ausgleichen, aber der Trend geht nach unten. Und schade ist, dass so viele neue Angler nicht organisiert sind. Es sind meist junge Leute, welche die Prüfungen machen. Doch sie wissen nicht, dass ihre Stimme weniger oder gar kein Gewicht vor der Obrigkeit hat, eben weil sie nicht organisiert sind. Die dritte Generation 1986 Und plötzlich war da Tschernobyl und Sandoz! Mit einem Schlag war die Welt verändert. Tschernobyl (26. April) und Sandoz (1. November) in einem Jahr! War Tschernobyl mit seinem SuperGau noch einige tausend Kilometer nur als Bedrohung aus weiter Ferne im Hinterkopf festgefressen, so ging die Angelei am Rhein gegen Null. Der Rhein als Angelgewässer war ausgefallen. Der rote Tod suchte sich seinen natürlichen Weg, vergiftete alles was mit ihm in Berührung kam. Tschernobyl war noch in aller Munde und nun dies! Natürlich waren Teile von Altrheinarmen und Häfen nicht ganz tot. Gott sei Dank! Vereine mit Binnengewässern entlang des Rheines bekamen dadurch einige Mitglieder mehr, aber das Gefühl der Zusammengehörigkeit war nicht mehr so stark wie früher. Es war eigentlich auch der Startschuss für viele Angler um ihr Angelglück im Ausland zu versuchen. Vor allen Dingen gingen viele zum Hochseefischen, zunächst Holland, Dänemark und Deutschland selbst und immer mehr auch Norwegen. Die Fänge wurden sinnvoll verwertet, waren es doch köstliche Filets die im Auto mit nach Deutschland fahren durften. Ich weiß von Gruppen, die weit mehr als 30 mal nach Norden fuhren und heute immer noch fahren ! Die, welche da in Gruppen hinfuhren, sahen sich in der Regel auch über das Jahr mal öfters.Nach meiner Meinung wären sie eine Topergänzung in vielen Vereinen. 6 Die Industrie bemerkte natürlich den Boom und so nach und nach spezialisierte sie sich passend zu diesem Trend. Angelreisen, selbst nach Übersee, konnte und kann man dort im Netz anschauen und buchen. An so manchem Angelgeschäft ging der Trend zunächst vorbei, sie sind einfach zu spät aufgesprungen. Die kleinen Familienbetriebe sind fast verschwunden. Laut neuestem Stand verdienen aber immer noch über 50.000 Menschen in Deutschland in der Angelbranche ihr Geld und machen mal nebenbei weit über 6 Mrd. € Umsatz. An den mittlerweile im Ausland angelnden Mitbürgern wird natürlich auch verdient. Bei den Zahlen sind Fähren, Flieger und deren Personal gar nicht mit eingerechnet. Und und und.... Diese Macht sollte man schon ein bisschen nutzen! Die Zahl der Teilnehmer an Gemeinschaftsfischen ging auch immer mehr zurück. Der harte Kern macht, sofern er noch kraxeln kann, bei diesen Fischen immer noch mit. Die dritte Generation wird eben älter. Viele Dinge kann man heute nicht mehr so durchziehen wie vor Jahren, auch die Mentalität der Leute ist heute eine andere. Die moderne Zeit bietet den Jungen andere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Die aber, welche sich für die Angelei interessieren und einmal damit angefangen haben, sind mit Sicherheit die glücklicheren Menschen. Darum sollten Angler ihr Hobby, oder wie immer man es nennen mag, ihren Kindern und Enkelkindern beibringen. Nehmt sie mit ans Wasser, nehmt sie mit in den Angelurlaub! Und: lasst sie einmal einen Fisch drillen! Für manchen Bewohner sind Angler Exoten, die Fische töten und mitnehmen. Dabei vergessen sie, dass hinter jedem Stück Auslegeware an Wurst und Fleisch an der Supermarkttheke ein Lebewesen steht! Da sind die 13 kg Fisch, die der Angler dem Gewässer im Schnitt für sich über das Jahr entnimmt, ein verzeihbarer und zu gönnender Genuss. Zumal er dafür noch einen Erlaubnisschein und Fischereischein benötigt, die den Fisch zu einem Luxusgut werden lassen. Hoffentlich finden sich auch in Jahren immer noch Menschen die an der Angelei ihre Freude haben und Traditionen fortführen, die aktiv sind bei Fischerfesten und Umweltschutzaktionen. Und eine Jugend hinter sich weiß, die sie ein bisschen vergöttert. Raymond Wittmann

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Landesfischereiverband Pfalz e.V. gegründet 1881 Mitglied im Landesfischereiverband Rheinland-Pfalz e.V. Mitglied im Deutschen Fischereiverband (DFV), Hamburg Satzung 1

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Inhalt Seite Präambel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 § 1. Name, Sitz, Geschäftsjahr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 § 2. Zweck und Ziel des Verbandes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 § 3. Mitgliedschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 § 4. Erwerb der Mitgliedschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 § 5. Rechte und Pflichten der Mitglieder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 § 6. Erlöschen der Mitgliedschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 § 7. Schlichtung von Streitfällen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 § 8. Organe des LFV Pfalz e.V. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 § 9. Der Vorstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 § 10. Zuständigkeit des Vorstandes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 § 11. Amtsdauer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 § 12. Beschlussfassung des Vorstandes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 § 13. Der Beirat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 § 14. Die Delegiertenversammlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 § 15. Beschlussfassung der Delegiertenversammlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 § 16. Nachträgliche Antrage zur Tagesordnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 § 17. Außerordentliche Delegiertenversammlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 § 18. Entschädigungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 § 19. Kassenprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 § 20. Auflösung des Verbandes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 2

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Präambel Diese Satzung dient der verbandsinternen Ordnung und regelt die Rechte und Pflichten der Mitglieder sowie deren Beziehung zu- und miteinander. Sie ist mit ihren Nebenordnungen von den Mitgliedern des Verbandes am 15. März 2008 beschlossen worden und tritt mit Wirkung vom 1.1.2009 in Kraft. Sie regelt die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Vorstand und den Mitgliedern des LFV Pfalz e.V. und soll eine fruchtbare Tätigkeit ihrer Mitglieder zum Wohle der Fischerei in ihrer Gesamtheit und den Zielen und Aufgaben des Verbandes bewirken. Die Achtung vor den Rechten und der Würde des Einzelnen, verbunden mit gegenseitigem Respekt und Verständnis, ist die Grundlage einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Die Pflege und Hege der Natur ist das oberstes Ziel aller Mitglieder im LFV Pfalz e.V. Dabei kommt dem Schutz von „Flora und Fauna” eine besondere Bedeutung zu. 3

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§1 Name und Sitz des Landesfischereiverbandes Pfalz e.V. Der im Jahre 1881 gegründete Verband führt den Namen Landesfischereiverband Pfalz e.V. (nachstehend LFV Pfalz e.V. genannt). Er hat seinen Sitz in Kaiserslautern und ist beim Amtsgericht Kaiserslautern unter der Nummer 1016 im Vereinsregister eingetragen. Der LFV Pfalz e.V. ist Mitglied im Verband Deutscher Sportfischer (Landesfischereiverband RheinlandPfalz) und im Deutschen Fischereiverband und vertritt die Interessen dieser Verbände. Als Geschäftsjahr gilt der Zeitraum zwischen dem 1.1. und dem 31.12. eines Jahres. §2 Ziel und Zweck des Landesfischereiverbandes Pfalz e.V. Der LFV Pfalz e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, die Fischerei in der Pfalz in ihrer Gesamtheit zu fördern sowie seine Mitglieder – im Rahmen seiner Möglichkeiten – mit Rat und Tat zu unterstützen und zu vertreten. Der LFV Pfalz e.V. ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Es werden ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigende Zwecke” der Abgabenordnung verfolgt: 1. Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes und der Naturschutzgesetze der Länder 2. Förderung des Sports (Casting) 3. Förderung des Tierschutzes 4. Förderung des Umwelt- und Naturschutzes Die Satzungszwecke werden verwirklicht: • Durch die Hege und Pflege der Flora und Faune in und an unseren Gewässern • In allen Fragen des Tier-, Umwelt- und Naturschutzes arbeitet der SFV mit den zuständigen Behörden und Organisationen zusammen. • Seine Mitglieder zu überzeugen Bachpatenschaften zu übernehmen. • Wiedereinsiedlung und Vermehrung des heimischen Fischbestandes, Muscheln und Krebsen. • Nachhaltige und naturverbundene Freizeitgestaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, in denen über die schützenswerte Tier- und Pflanzen-welt informiert wird. • Im Auftrag des Umweltministeriums Rheinland-Pfalz die Vorbereitung und Durchführung von Schulungen bzw. Lehrgängen zur Ablegung der staatlichen Fischerprüfung. • Pflege der Leibesübung durch die Förderung des Castingsports (Wurfturniersport). 4

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Der LFV Pfalz e.V. hat sich außerdem zum Ziel gesetzt: • Die im LFV Pfalz e.V. organisierten Mitglieder gegenüber Behörden, Privatpersonen, Firmen und Verbänden zu unterstützen. • Die aktive Mitarbeit in allen Fragen des Tier-, Umwelt- und Naturschutzes sowie die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und Organisationen. • Seine Ziele bei der Gesetzgebung und innerhalb der Verwaltungen mit einzubringen. • Die Unterstützung der Verbandsjugend im Rahmen dieser Satzung, • Hilfe bei der Beschaffung (Anmietung oder Kauf) von Gewässern und anderen Angelmöglichkeiten. • Die Ausbildung und Schulung der innerhalb der ordentlichen Mitglieder organisierten Angler sowie anderer interessierter Gruppen und Personen. • Die Durchführung der Vorbereitungslehrgänge zur staatlichen Fischereiprüfung nach den landesrecht- lichen Vorschriften. • Die Unterrichtung der Öffentlichkeit über die Ziele und Tätigkeiten des LFV Pfalz e.V.. • Der LFV Pfalz e.V. verhält sich in Fragen der Parteipolitik, der Religion und der Rassen neutral. Die Mittel des LFV Pfalz e.V. dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Verbandes. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Verbandes fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstig werden. Der LFV Pfalz e.V. wird ehrenamtlich geführt. Die Mitglieder können keinen Anspruch an das Verbandsvermögen stellen. Sie erhalten keine Gewinnanteile in ihrer Eigenschaft als Mitglieder und keine sonstigen Zuwendungen. Der LFV Pfalz e.V. besteht aus 1. ordentlichen Mitgliedern, 2. fördernde Mitgliedern, 3. Ehrenmitgliedern. §3 Die Mitgliedschaft Zu 1. Ordentliche Mitglieder sind a.) Angelvereine, Fischereivereine, b.) Fischer, Fischzüchter, Teichwirte und Pächter von Gewässern, die der LFV Pfalz e.V. verpachtet. c.) Einzelfischer d.) Körperschaften und Vereinigungen von berufsständigen Fischern, Fischzüchtern, Teichwirten, z.B. Genossenschaften usw. 5

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Zu 1 b) Zu 2. Zu 3. Fischer im Sinne dieser Satzung ist, wer im Haupt- oder Nebenberuf Fische fängt und in den Verkehr bringt, gleichgültig, ob er Eigentümer, Nutznießer oder Pächter von Gewässern ist, sowie Personen, die in der Betriebsführung oder als Mitarbeiter in einem Fischereibetrieb tätig sind. Fischzüchter im Sinne dieser Satzung ist, wer im Haupt- oder Nebenerwerb mittels besonderer künstlicher Anlagen Fischarten erzeugt und in den Verkehr bringt oder in der Betriebsführung oder als Mitarbeiter in einer Fischerzucht tätig ist. Fördernde Mitglieder sind: Einzelpersonen und Vereinigungen sowie Freunde und Förderer der Fischerei, welche die Ziele und den Zweck des LFV Pfalz e.V. materiell und/oder ideell unterstützen. Ehrenmitglieder sind: Personen, die auf Beschluss des Gesamtvorstands durch den Vorsitzenden des LFV Pfalz e.V. ernannt werden. §4 Erwerb der Mitgliedschaft Der Vorstand entscheidet über die Aufnahme oder die Ablehnung von neuen Mitgliedern. Er ist nicht verpflichtet, die Gründe für seine Ablehnung bekannt zu geben. Der Erwerb der Mitgliedschaft setzt einen schriftlichen Antrag nach Maßgabe des LFV Pfalz e.V. des Beitretungswilligen voraus. §5 Rechte und Pflichten der Mitglieder (1) Die Mitglieder haben Anspruch darauf, dass der Verband ihre Interessen im Sinne der Satzung vertritt, ihre Belange unterstützt und ihnen auf Wunsch auch bei Verhandlungen über satzungsgemäße Anliegen hilft. Die Mitglieder haben die Möglichkeit, sich aller Einrichtungen des Verbandes zu bedienen, soweit die Interessen des Verbandes nicht beeinträchtigt werden und der Vorstand seine Zustimmung erteilt. (2) Die Pflicht aller Mitglieder ist es, die Gesetze zum Schutze der Natur, besonders über die Ausübung der Fischerei und zur Erhaltung des Fischbestandes, zu befolgen und das Fischen waidgerecht zu betreiben. Sie haben ferner alles zu unterlassen was geeignet ist, das Ansehen des Verbandes zu schädigen. (3) Die Mitglieder unterstützen den Landesverband bei der Erfüllung seiner satzungsgemäßen Aufgaben. Sie haben die Beschlüsse der Hauptversammlung zu befolgen und die festgesetzten Beiträge pünktlich abzuführen. (4) Die Mitglieder dürfen kein Pachtangebot direkt oder indirekt auf ein Gewässer abgeben, das ein anderes Mitglied des Verbandes bisher gepachtet hatte, es sei denn, dass dieses sein Interesse daran ausdrücklich aufgibt und dieses dem Verband schriftlich mitteilt. Diese Regelung gilt nicht, wenn zu befürchten ist, dass ein Gewässer verloren geht. 6

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(5) Die ordentlichen Mitglieder teilen dem Landesfischereiverband zur Feststellung der Beitragshöhe und zur Ermittlung der Delegiertenzahl ihre Mitgliederzahlen (Stand 30.11.) bis zum 30. November eines Jahres mit. (6) Die Rechnungen, die auf Grund der Meldungen erstellt werden, sind sofort zu bezahlen. Einbehaltungen sind nicht zulässig. Erst nach der vollständigen Zahlung der in Rechnung gestellten Beträge werden die Mitgliedsmarken versandt. (7) Die Mitglieder sind verpflichtet, dem LFV Pfalz e.V. die erforderlichen Auskünfte sofort zu erteilen, die dieser zur Erfüllung seiner satzungsgemäßen Aufgaben benötigt. (8) Die Mitglieder erklären sich mit der elektronischen Datenspeicherung – nach den Bestimmungen des Datenschutzgesetzes – einverstanden. §6 Erlöschen der Mitgliedschaft Die Mitgliedschaft erlischt: 1. durch Eigenkündigung oder Ausschluss eines Mitglieds, 2. durch den Tod eines Mitgliedes und/oder Auflösung. 3. Bei Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte ( Förder- oder Ehrenmitglieder), Zu 1. Die Kündigung ist spätestens am 30. Juni ( Eintreffen beim LFV Pfalz e.V.) durch eingeschriebenen Brief an die Vorstandschaft zu erklären. Die Kündigung wird zum 31. Dezember des laufenden Jahres wirksam. Der Ausschluss – auch mit sofortiger Wirkung – ist zulässig, falls ein Mitglied a) gegen die Satzung verstößt, insbesondere wiederholt berechtigte Anordnungen des LFV Pfalz e.V. nicht befolgt, b) eine Handlung begeht, die den LFV Pfalz e.V. oder eines seiner Mitglieder schädigt. Der Ausschluss wird durch den Vorstand mit der einfachen Mehrheit seiner Mitglieder beschlossen. Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied innerhalb von 4 Wochen Gelegenheit zu einer Stellungnahme zu geben. Der Beschluss ergeht schriftlich. Gegen den Beschluss auf Ausschluss aus dem LFV Pfalz e.V. kann das Mitglied Berufung beim Verbandsehrenrat einlegen. Ausgeschlossene oder ausgeschiedene Mitglieder haben keinerlei Rechte auf Vermögensteile des LFV Pfalz e.V. Die Beitragspflicht für das Jahr, in dem die Kündigung wirksam wird, bleibt bestehen. 7

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