JE 2-2018

 

Embed or link this publication

Description

It is a (printed) journal about modern jewish life in europe. we are publishing 4 issues every year.

Popular Pages


p. 1

üdisches Heft 2/2018 Tamus/ Av 5778 Preis 2,95 Euro üdischesJuli/ August 2018 UROPAJüdisches Leben in Deutschland, Österreich und Frankreich SABRE, PFLANZEN UND JÜDISCHE GÄRTEN VERLIERT ROTHSCHILD-BANK IHREN JÜDISCHEN CHARAKTER? DAS GANZE JAHR FEIERN 70 JAHRE ISRAEL RABBINER A. APEL HALACHA IM GEFÄNGNIS UND IN DER ARMEE

[close]

p. 2



[close]

p. 3

moderne welt SOMMER, BLUMEN UND ANTISEMITISMUS Es ist Sommer. Die Blumen blühen, viele fahren in den Urlaub. So haben wir in dieser Ausgabe Bücher vorgestellt, die sich mit den Schönheiten des Lebens befassen, mit Pflanzen, Gärten, privaten wie öffentlichen Parkanlagen in Europa wie in Israel. Amerikanische Staaten, allen voran die USA, verlegten ihre Botschaft nach Jerusalem. Europa folgte diesem Beispiel zwar noch nicht, doch eröffnete Tschechien ein Konsulat in der israelischen Hauptstadt. Die Slowakei gab bekannt, demnächst dort ebenfalls mit einem Konsulat vertreten zu sein, vielleicht der erste Schritt für einen Umzug der Botschaften von Tel Aviv nach Jerusalem zu einem späteren Zeitpunkt? Der polnische Staat beugte sich dem Druck der internationalen Proteste, darunter auch der „Internationalen Vereinigung jüdischer Anwälte und Richter“, des „Jüdischen Weltkongresses“, des AJC und der israelischen Regierung. Das umstrittene Holocaust-Gesetz wurde etwas entschärft. Rabbiner Professor Dr. Walter Homolka, Rektor des Abraham-Geiger-Kollegs und Vorsitzender der Union Progressiver Juden wurde in Warschau vom „Polnischen Rat der Christen und Juden“ als „Versöhner des Jahres“ geehrt. Polen gibt sich Mühe, das zerschlagene politische Porzellan wieder zu kitten. Gemeinsam veröffentlichten kürzlich die israelische und die polnische Regierungen eine Erklärung, in der sie „Versuche“ zurück wiesen, „die polnische Nation insgesamt für die Grausamkeiten verantwortlich zu machen, die die Nazis und ihre verschiedenen Nationen entstammenden Kollaborateure begangen“ hätten. Polen zeige „stets höchstes Verständnis für die Bedeutung des Holocaust“. Man solle aber auch an das „heldenhafte Verhalten vieler Polen“ erinnern, die ihr eigenes Leben in Gefahr gebracht hätten, um Juden zu retten“. Scharfe Kritik kommt von der Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem. „Die Essenz des polnischen Gesetzes“ bleibt „trotz aller Änderungen gleich, einschließlich der Möglichkeit echten Schadens für Forscher, für ungehinderte Forschung und die historische Erinnerung an den Holocaust.“ Die gemeinsamen ganzseitigen Anzeigen in der „Jerusalem Post“ und der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, erklärte Yad Vashem, widerspreche den historischen Erkenntnissen. Bereits die Diskussion um das Gesetz animierte polnische Nationa- listen mit altem und neuen antisemitischen Stereotypen an die Öffent- lichkeit zu treten. Auch die Schweizer Juden fühlen sich bedrohter als vor einigen Jahren. Ihre Sicherheitsmaßnahmen müssen die Gemeinden auf eigene Rechnung verstärken. Jetzt will der Bun- desrat mit einer halben Million Franken für Informationskampagnen und Schulungen den Gemeinden helfen. Direkte Sicherheitsmaß- nahmen darf der Bundesrat allerdings nicht finanzieren, dazu fehlt die nötige Grundlage im Schweizer Gesetz. In Deutschland hingegen unterstützt das Bundesinnenministerium den Zentralrat der Juden mit einem neuen Staatsvertrag. Das ist auch bitter nötig, denn der Antisemitismus zeigt auch hier unverblümt seine hässliche Fratze. Im sächsischen Löbau stellte ein rechtsnational gesinnter Geschäftsin- haber im Schaufenster provokativ eine antisemitische Karikatur aus, die einen lüsternen und geldgierigen fetten Juden mit einem Magen David zeigt. „Danke Merkel“ steht darunter. Die Zeichnung nimmt den in rechtsextremen und rechtspopulistischen Milieus verbreiteten Mythos von der jüdischen Weltverschwörung auf. Aufklärung ist immer noch bitter nötig. Die neuen Antisemitismusbeauftragten der Länder und des Bundes haben viel zu tun. aca IMPRESSUM JÜDISCHES EUROPA Herausgeber: A. von Loew (V.i.S.d.P.) Rhönstr. 127 60385 Frankfurt Tel.: 069 - 49084533 Fax: 069 - 49084533 Email: info@juedisches-europa.net Website: www.juedisches-europa.net Redaktion: A. Beygang, A. Canem, A. v. Loew, R. Peretz, N. Speier; Mitarbeiter dieser Ausgabe: A. Beygang, C. Korenke, M. Meier, R. Peretz, N. Speier, Dr. B. Schwartz Titelbild: Sommerimpressionen und Buchvorstellungen; (Links): Alexandre de Rothschild, Foto: Michael Guez - „Libre Comme l’Art“; (Mitte): Israelfahnen zum 70. Jahrestag, Foto: A. Beygang; (rechts): Rabbiner Avichai Apel, Foto: A. Beygang Fotos: A. Beygang, A. Canem, Daimler AG, M. Guez, B. Kammerer, C. Korenke / DIG, H. Laufer, R. Peretz, F. Sadina, B. Schweitzer / Diogenes Verlag, A. Löw, Taschen Verlag Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe und Manuskripte zu kürzen. Für unaufgeforderte Texte gibt es keine Veröffentlichungsgarantie. Unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos werden nicht zurückgeschickt. Nachdruck und Vervielfältigungen jeder Art nur mit ausdrücklicher Genehmigung zulässig. ISSN 1617-8602 JÜDISCHES EUROPA IM ABONNEMENT einfach Coupon ausschneiden und abschicken an: Jüdisches Europa, z.Hd. Frau Canem Postfach 600643, 60336 Frankfurt Fax: 069-49084533 Bitte liefern Sie mir 4 Ausgaben von „Jüdisches Europa“ zum Preis von 12,00 Euro ins Haus (Europa 21,40 Euro, restliches Ausland 25 Euro). Wenn ich „Jüdisches Europa“ danach weiterlesen möchte, brauche ich nichts weiter zu tun. Das Abo verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr zum gleichen Preis. Es ist jederzeit möglich, das Abonnement zu beenden. Name/Vorname: .......................................................... Straße/Nr.: .......................................................... PLZ/Ort: .......................................................... Telefon: .......................................................... E-Mail: .......................................................... Datum/Unterschrift ...................................................... jüdisches europa 3

[close]

p. 4

editorial INHALT TITEL 28-33 SABRE, PFLANZEN UND JÜDISCHE GÄRTEN „WIR GEHEN IN DIE HERZEN DER STÄDTE“ DER 70. JAHRESTAG ISRAELS 08-09 Moderne Welt AMSCHEL ROTHSCHILDS ERBEN VERLIERT DAS BANKHAUS ROTHSCHILD SEINEN JÜDISCHEN CHARAKTER? 14-17 HALACHA AUCH IM GEFÄNGNIS UND IN DER ARMEE INTERVIEW MIT RABBINER AVICHAI APEL 24-25 21 AUCH HEUTE NOCH EIN VORBILD ERINNERUNG AN FRITZ BAUER 21 ROTE KARTE: DEUTSCHER STAAT NIMMT SCHOA-ÜBERLEBENDEN DIE ENTSCHÄDIGUNGSZAHLUNG WIEDER AB 34 STABWECHSEL BEI DER ZWST ARON SCHUSTER NEUER DIREKTOR 20 LEHRER BESSER AUS- UND WEITERBILDEN! GEGEN JUDENFEINDLICHKEIT IN SCHULEN 27 THESSALONIKI EINE WAHRHEIT, DIE IMMER AUF IHRE ENTSCHLÜSSELUNG WARTET? 18-19 „WER BAUT, DER ZEIGT VER- TRAUEN“ SPATENSTICH FÜR EUROPAS GRÖßTEN JÜDISCHEN CAMPUS 06 DIE VIELFALT JÜDISCHER KULTUR 24 JAHRE „JÜDISCHES FILMFESTIVAL BERLIN & BRANDENBURG“ 20 CHARLOTTE KNOBLOCH: „VIELE HABEN NICHT VERSTANDEN, DASS DER KAMPF GEGEN ANTISEMITISMUS IHR KAMPF FÜR UNSERE DEMOKRATIE IST“ Kultur 28 MEIR SHALEV – SCHRIFTSTELLER UND BLUMENFREUND 32-33 DIE BLUMEN UND PFLANZEN DER ROSA LUXEM- BURG 31 ENGLISCHE GARTENKULTUR ALS VORBILD 32-33 EIN BEDEUTENDER ROSENZÜCHTER Wirtschaft 32-33 LILIEN, ROSEN UND ANDERE BLUMEN 22-23 EIN IMMER NOCH WENIG BEKANNTES ZEITZEUGNIS CHARLOTTE SALOMONS WERK ENTSTAND IN DER EMIGRATION 32-33 AUSSTELLUNG ÜBER DAS CHRISTLICHE INSTITUT ZUR „ENTJUDUNG“ 29-30 „JÜDISCHHEBRÄISCHER GARTEN“ IN BERLIN GIBT ES TYPISCH JÜDISCHE PFLANZEN? 17 KEINE GEFÄNGNISSTRAFEN MEHR POLEN ENTSCHÄRFT UMSTRITTENES „HOLOCAUST-GESETZ“ 10 70 JAHRE ISRAEL ENGAGEMENT DER DEUTSCHEN BANK IN ISRAEL 11 DEUTSCHE BANK UND BANK HAPOALIM FINANZIEREN GASKRAFTWERK 12 DEUTSCHE TELEKOM ERFOLGREICHE ZUSAMMENARBEIT MIT ISRAEL 13 NEUES FORSCHUNGSZENTRUM DER DAIMLER AG IN ISRAEL 11 WO BLEIBEN DIE EUROPÄER? Editorial 03 SOMMER, BLUMEN UND ANTISEMITISMUS 03 IMPRESSUM 4 jüdisches europa

[close]

Comments

no comments yet