Unsere Wärme 02/2018

 

Embed or link this publication

Description

Unsere Wärme 02/2018

Popular Pages


p. 1

Das österreichische Magazin für energieeffizientes Heizen mit Öl. Österreichische Post AG, Firmenzeitung 12Z0399355 F Retouren an Postfach 555, 1008 Wien www.heizenmitoel.at 2 2018 Vor den Vorhang! 500WLDiirtGeahresawHbseiiennnidnzöe5dlr0.ivemeralol st! Wziehiern raus! Seite19 Outdoor-Living ist Trend. Licht und Schatten spielen dabei eine wichtige Rolle. Hausbesuch Warum Familie Wolf mit Öl heizt. Seite 22 Klimaanlagen Was man für Kauf und Gebrauch wissen muss. Seite 16 Mist als Brennstoff Wie aus Abfällen BioÖl hergestellt wird. Seite 24

[close]

p. 2

Effizient Sauber Sparsam BEQUEM Modern JETZT ANTRAG STELLEN: WWW.HEIZENMITOEL.AT Holen Sie sich bis zu EUR 3.000,- Förderung für Ihr neues Öl-Brennwertgerät und sparen Sie damit bis zu 40% Energie. Obendrauf gibt es für Sie einen Heizöl-Bonus im Wert von EUR 200,- für Heizöl extra leicht. INFOS UNTER Tel. 01/890 90 36

[close]

p. 3

EDITORIAL & IMPRESSUM Liebe Leserinnen und Leser, Mit der Ölheizung in eine klimaneutrale Zukunft In Medien ist viel über die Klima- und Energiestrategie der Bundesregierung zu lesen. Was aber bedeutet das Strategiepapier für die Besitzer von Ölheizungen? Antworten dazu finden Sie ab Seite 8. So viel vorab: Sorgen muss sich niemand machen. Mit einem Öl-Brennwert- gerät leisten Sie nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz. Die bestehende Ölheizung stoffe ausgerichtet. ist auch auf die Zukunft CO2-neutraler Flüssig-Brenn- Die Heizen mit Öl GmbH versteht sich – wie die Mineralölwirtschaft insgesamt – nicht als Bremser, sondern als Gestalter auf der Reise in eine klimafreundlichere Zukunft. Bester Beweis dafür sind unsere Förderaktivitäten für den Heizkesseltausch. Dabei handelt es sich um eine Maßnahme, die nachhal- tHigauzushraCltOe b2-eRiterdäugtktuinond und von zur der Energieeinsparung der österreichischen Industrie selbst finanziert wird. Mag. Martin Reichard, Geschäftsführer Heizen mit Öl GmbH IMPRESSUM: Medieninhaber und Herausgeber: Heizen mit Öl GmbH + Institut für Wärme und Öltechnik, 1020 Wien, Untere Donaustr. 13 –15/3. OG, Tel.: 01– 890 90 36, Fax: 01– 890 90 36 – 50 Geschäftsführer: Mag. Martin Reichard Unternehmensgegenstand: Förderung des Austausches von Ölheizungsanlagen durch Anreizbildung für den umweltund klimafreundlichen Ersatz von alten Heizungsanlagen durch moderne, sparsame und effiziente Ölheizungsanlagen. Fotos: Wenn nicht anders angegeben liegen die Fotorechte bei Heizen mit Öl GmbH Medienproduktion: WEKA Industrie Medien GmbH, Dresdner Straße 45, 1200 Wien www.industriemedien.at Geschäftsführung: Dipl.-BW (FH) Kurt Skupin, MBA Hans-Florian Zangerl Chefredaktion: Margret Handler Anzeigen: Marianne Schmidt, Kerstin Hainzl, Claudia Adam Grafik & Layout: Nicole Fleck Druck: Ferdinand Berger & Söhne GmbH, Wiener Straße 80, 3580 Horn Auflage: 156.372 Stück

[close]

p. 4

INHALT NEWS 6 8 K urz & Feurig Die neuesten Entwicklungen aus der Branche und der aktuelle Vollkostenvergleich. #mission2030 Was die Regierung mit ihrer Klimastrategie vorhat und was diese im Bereich Ölheizung beinhaltet. COVERSTORY 10 Trend: Outdoor-Living Der Garten wird zunehmend zum verlängerten Wohnzimmer. In den Außenbereich wird heute ordentlich investiert. Wir haben die aktuellen Trends für Beschattung und Beleuchtung. RATGEBER 16 Cool bleiben Was für den Kauf einer Klimaanlage wichtig ist, erklärt der Fachmann. 18 Hybridheizung Sonne und Öl ergänzen einander bestens. Förderungen für clevere Heizer im Überblick. LEBENSQUALITÄT 21 Energie sparen Die Heizung ist im Sommer zwar aus. Möglichkeiten, den Energieverbrauch zu drosseln, gibt es dennoch. HOMESTORY 22 Frauenpower In der Vorarlberger Familie Wolf legt die Hausherrin Hand an alles Technische. Auch die Ölheizung zählt dazu. Und die läuft schon seit mehr als 21 Jahren. TRENDS 24 Brennstoff aus dem Mistkübel Bio-Abfälle können zu wertvollen Rohstoffen werden. Wir holen Vorzeigeprojekte vor den Vorhang. 26 Grünes Öl Diskussionen über Ölheizungen lösen Verunsicherung aus. Flüssige Energieträger wird es aber auch in Zukunft geben. Alles über ihre Vorteile. STANDARDS 15 Gewinnspiel 19 Sieger des Preisausschreibens 20 Leserfrage 27 Rätselecke 22 Birgit Wolf: „„Auch die nächste Heizung wird eine Ölheizung sein.“ 4 unsere wärme 2 | 2018

[close]

p. 5

10 Fotos: Udo Mittelberger; epr/Soliday; Fotolia; Neste PIMP YOUR GARDEN: In den Garten wird heute ordentlich investiert. Er soll die Individualität der Besitzer spiegeln. Was Sie im Sommer bedenken sollten. AUTO TANKT MIST: Zumindest fast. Wie mit Abfällen Brennstoff für Auto 24und Heizung erzeugt wird. 8 AUS FÜR ÖLHEIZUNG? Ein Ausstieg ist zu kurz gedacht. Denn es gibt genug Alternativen. 2 | 2018 unsere wärme 21 ENERGIE SPAREN: Das geht auch außerhalb der Heizsaison. Mit diesen Tipps. 5

[close]

p. 6

NEWS Foto: EurothermenResorts Foto: WKO Foto: BMW Group Kurz & Feurig Spannende Fakten rund ums Öl sowie der aktuelle Vollkostenvergleich unterschiedlicher Heizarten. Wussten Sie schon, ...? ... dass die Suche nach Erdöl zur meistbesuchten Therme Österreichs führte? 1918 wurde in Bad Schallerbach (das damals noch Schönau hieß) nach Erdöl gebohrt. Überrascht waren die Arbeiter jedoch, als aus der Erde kein Schwarzes Gold, sondern schwefelhaltiges Warmwasser sprudelte. Der Segen hält bis heute an: Seit nunmehr 100 Jahren strömt 38 Grad Celsius warmes Heilwasser aus einer Tiefe von 460 Metern – pro Sekunde gut 60 Liter. Bad Schallerbach ist nicht die einzige Therme, die ihren Ursprung der Suche nach Erdöl verdankt. In Loipersdorf etwa wurde man in den 70er Jahren fündig. Vor exakt 40 Jahren wurde das bis heute bestehende „Schaffelbad“ eröffnet, um das sich seitdem eine Thermenwelt entwickelt hat. „Unsere Wärme“-Musterhaus: Familie Halfinger (Tirol) Auch 2018 küren wir wieder den Haushalt mit der höchsten Einsparungsquote. Nehmen auch Sie an unserer neuen Suche nach dem Energieeffizienz-Champion teil. Beheizte Nutzfläche: 260 m² Anzahl der Bewohner: 2 Kessel-Nennleistung der Altanlage: 40 kW Kessel-Nennleistung der Neuanlage: 20 kW Heizölverbrauch vor der Sanierung: 3.250 l Heizölverbrauch nach der Sanierung: 1.200 l Maßnahmen: Öl-Brennwertkessel Sonstiges: Kachelofen Investition: 18.000 Euro Einsparung: 2.050 l 63 %Einsparung 6 KOPF & SAGER „Langfristig könnten aus Wind- und Sonnenenergie herge- stellte Treibstoffe, sogenannte Eö-kFouleolsg,isecinheerCeOA2l-tneernuatrtiavlee und zur Elektromobilität darstellen“ Christoph Schröder, Geschäftsführer der BMW Motoren GmbH in Steyr (mehr zu E-Fuels ab Seite 24) unsere wärme 2 | 2018

[close]

p. 7

NEWS Foto: OMV ZAHL ZUM ÖL 720.000 Sensoren platzierte die OMV im Weinviertel bei der größten seismischen Messung, die in Österreich bisher durchgeführt wurde. 68 Spezialfahrzeuge sandten dazu Schallwellen ab, mit deren Hilfe ein 3D-Bild des Erdinneren entsteht, das die Auffindung von Erdgas- und Erdöl-Lagerstätten ermöglichen soll. SENSOREN 720.000 ANGEMERKT » E instieg in Abu Dhabi: OMV erwirbt Beteiligung an zwei Ölfeldern mit einer Tagesproduktion von 40.000 Barrel. » B ahrains Mega-Quelle: Neuer Ölfund übersteigt die bisherigen Reserven des Königreichs. » Rechtzeitig für den Winter planen: Wer die Heizung einstellen lässt, spart im Schnitt 430 Euro Heizkosten im Jahr. » Z ukunft der Energie: Laut aktuellem BP Energy Outlook bleibt Öl auch im Jahr 2040 der Hauptenergieträger im Verkehr – mit einem Anteil von 85 Prozent. » Economist-Bericht warnt vor marktbeherrschender Stellung: Kobalt für E-Auto-Batterien wird zu 80 Prozent in China verarbeitet. 2 370 2 749 2 1.358 2 270 2 861 2 1.192 2 268 2 1.493 2 985 3000 2500 2000 1500 1000 500 0 Heizöl E Erdgas Pellets Brennholz Flüssiggas Fernwärme Erdwärme Brennwert Brennwert 2 1.300 2 771 2 450 2 808 2 1.387 2 250 2 736 2 1.558 260 2 1.626 2 781 260 So günstig ist Heizen mit Öl Im Vollkostenvergleich (berücksichtigt kapital-, verbrauchs- und betriebsgebundene Kosten) gehört Heizen mit Öl weiterhin zu den günstigsten Heizformen. Der Vergleich gemäß ÖNORM (Stand vom 18. Juni) berechnet beispielhaft die Modernisierung der Heizungsanlage in einem Einfamilienhaus (Betrachtungszeitraum: 15 Jahre). Wohnfläche: 150 m² Heizlast: 12 kW Nutzwärmebedarf: 15.000 kWh/Jahr Kapitalverzinsung: 2,0 % Betrachtungszeitraum: 15 Jahre Technik: Heizöl, Erdgas u. FG auf Brennwertbasis (Erdgas Hi = 10,09 kWh/m3, Ho = 11,20 – 11,24 kWh/m3); Erdwärme (WP) mit Tiefenbohrung; Preise/Kosten: Preise inkl. aller Steuern. Quellen: WKÖ, propellets, AK, LWK, Handel, 9 Landesenergieversorger, HmÖ; Verbrauchsgebunden Kosten: Brennstoffkosten, Transport, Nebenkosten, Hilfsenergie; Kapitalgebundene Kosten: Wärmeerzeuger, Umformerstation, Abgasanlage, Kleinmaterial, Installation, Anschlussgebühren, Grabarbeiten, Bohrungen, Entsorgung u. Reinigung; Betriebsgebundene Kosten: Instandhaltung, Wartung, Service u. Reinigung der Anlage, Energiekostenabrechnung; Berechnungen: IWO-Österreich nach Modernisierung/Erneuerung einer bestehenden Ölheizung; Variantenberechnung mit verschiedenen Wärmeerzeugungssystemen nach ÖNORM M 7140; für die Berechnung wurde bei allen Energieformen der systembedingte Wirkungsgrad berücksichtigt 2 | 2018 unsere wärme kapitalgebundene Kosten verbrauchsgebundene Kosten betriebsgebundene Kosten 7 mittlere Vollkosten (Barwert) in Euro/Jahr

[close]

p. 8

NEWS 5 Fragen und Antworten zur #mission2030 Die Bundesregierung hat ihre Klima- und Energiestrategie vorgestellt, mit deren Hilfe die Klimaziele für 2030 erreicht werden sollen. Für Besitzer von Ölheizungen wirft das Strategiepapier wichtige Fragen auf. #1 Wird meine Ölheizung verboten? Nein, bestehende Heizungen zu verbieten, wäre rechtlich gar nicht möglich. Lediglich in Neubauten sollen ab 2020 keine neuen Ölheizungen mehr installiert werden. Die Regierung sieht jedoch ab 2025 einen sozial verträglichen und stufenweisen Ausstieg aus dem rein fossilen Ölheizungsbestand vor, beginnend mit Kesseln die älter als 25 Jahre sind. Die Vorgaben müssen erst durch Landesgesetze und -verordnungen umgesetzt werden, denn die Kompetenz liegt bei den Bundesländern. Wann das soweit ist, kann aus jetziger Sicht nicht abgeschätzt werden. „Der Ausstieg wird Schritt für Schritt erfolgen, auf sozial verträgliche Art und Weise“, wie Ministerin Elisabeth Köstinger formuliert. Gleichzeitig betont Köstinger, dass die Strategie ohne Verbote auskomme. „Durch thermische Sanierungen lässt sich der Energieaufwand mit einfachen Maßnahmen reduzieren.“ Umweltministerin Elisabeth Köstinger Fotos: Parlamentsdirektion/Photo Simonis; Energy Globe; HmÖ #2 „Verbote sollten so sparsam wie möglich eingesetzt werden. Gibt es gescheite Alternativen, braucht man keine Verbote.“ Stephan Schwarzer, WKO-Umweltexperte 8 Wird der Kesseltausch weiterhin gefördert? Auf jeden Fall! Die beste Energie ist schließlich die, die gar nicht erst gebraucht wird. Das steht übrigens auch so im Strategiepapier der Bundesregierung. Die Mineralölwirtschaft setzt die Kesseltausch-Förderung fort. Nicht zuletzt dank dieser Aktion wurden die Pariser Ziele für 2030 beim Heizöl bereits im Jahr 2017 erreicht (36 Prozent weniger Treibhausgase gegenüber 2005)! Wer ein Öl-Brennwertgerät zu Hause hat, ist damit auch eingerichtet auf ralen Flüssig-Brennstoffe. die Zukunft der CO2-neut- unsere wärme 2 | 2018

[close]

p. 9

„Öl wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle in der Energiewende slepri,eelernne: uAelsrbCaOre2r-,nfelüustrsai-- ger Energieträger“ #3 Heizen mit Öl-Umweltrechtsexpertin Christa Wendler Kann Österreich auf die Ölheizung verzichten? Wer ein völliges Aus für Ölheizungen wünscht, kennt die Wohnsituation in manchen Regionen des ländlichen Raumes schlecht. Stephan Schwarzer, Umweltexperte der Wirtschaftskammer, warnt vor Verboten: „Sie belasten Haushalte unverhältnismäßig, die über keine wirtschaftliche Alternative verfügen. Dort wäre es sinnvoll, Emissionen durch den Umstieg von veralteter auf moderne Technologie deutlich zu verringern.“ Auch aus technischen Gründen ist eine Ölheizung manchmal notwendig. Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern braucht es die Gleichbehandlung aller Energieträger. Für das Institut für Wärme und Öltechnik ist der Kesseltausch - bis die neue Technologie in Fnoorcmh iemrnmeeurerdbearrseorzCiaOl-v2e-nrteruätgrlaiclehrstfleüWssiegge.r Brennstoffe zum Einsatz kommt - #4 Wer bezahlt die Maßnahmen zur Dekarbonisierung? Zur Kasse gebeten würde wohl die Bevölkerung – durch Preiserhöhungen und Steuern. Der Aufwand einer völligen Dekarbonisierung wäre riesig: Laut verfügbaren Zahlen der Statistik Austria von 2015 hat Heizöl einen Marktanteil von 18 und Erdgas von 25 Prozent am Raumwärme-Markt. Diese insgesamt 43 Prozent müssten durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Allein durch den Wegfall des Heizöls müsste die Pellets-Erzeugung verachtfacht oder die Stromproduktion um 64 Prozent erhöht werden. Energie würde massiv verteuert. #5 Was sind die Alternativen zu einem teuren Ausstieg aus bestehenden Technologien? Treibhausgas-reduzierte flüssige Energieträger schaffen eBienreeiCchOs2i-nndeusetrharlewPeeitrsgpeedkiteihveen. D, mieanFochrsecVhuernfgaehnreinn diesem sind bereits marktreif. Die sogenannten E-Fuels verbrennen stickoxid- und staubfrei, vor allem aber sind sie kompatibel mit bestehenden Heizungs- und Antriebssystemen. 2 | 2018 unsere wärme NEWS Pariser Mission Mit der Integrierten Klima- und Energiestrategie (IKES), auch #mission2030 genannt, will die Bundesregierung die Klimaziele des Pariser Abkommens von 2016 umsetzen. Die österreichische Mineralölwirtschaft bekennt sich zu den Zielen der Klimakonferenz. Durch alternative Brennstoffe und Biokraftstoffe könnte die Branche zu einem wichtigen Player bei der Umsetzung der Energiewende werden. Mit Maßnahmen, die bestimmte Technologien und Energieformen ausschließen, würde eine wichtige Chance hingegen vergeben. 9

[close]

p. 10

COVERSTORY Das verlängerte Wohnzimmer Outdoor Homing liegt im Trend. Draußen soll es genauso gemütlich wie drinnen sein. Im Sommer besonders wichtig: das passende Beleuchtungs- und Beschattungskonzept. Wir haben die Trends. 10 unsere wärme 2 | 2018 Foto: Fotolia

[close]

p. 11

COVERSTORY W ir treten den Rückzug an. Und zwar nach draußen. Noch nie wurde so viel im Freien gewohnt. Schon längst wird im Garten und auf der Terrasse nicht mehr nur gepflanzt und geblüht. Nach wetterfesten Stehlampen und Teppichen wandert mittlerweile sogar die Küche ins Freie. Outdoor Homing ist in. Im Außenbereich soll es dabei genauso wohnlich und hübsch wie drinnen sein. Ein Trend, der das hyggelige Lebensgefühl der Dänen vermitteln soll und glücklich macht. „Der Wunsch nach dem individuellen Rückzugsort ist besonders in den Städten stark ausgeprägt. Je urbaner und verbauter, je weniger Grün in der eigenen Umgebung, desto stärker das Bedürfnis nach grüner Idylle“, erzählt Michaela Köck von Wiener Komfortwohnungen. Ein Unternehmen, das auf die Entwicklung von Wohnkonzepten und -immobilien spezialisiert ist. Urban Gardening und viele Freiflächen für ein grünes Zuhause spielen dabei eine zentrale Rolle. Das Gefühl von Freiheit soll vermittelt werden. Köck ergänzt: „Für uns ist es wichtig, dass wir uns mit aktuellen Wohntrends auseinandersetzen oder auch neue definieren. Denn Wohnräume werden immer mehr zu Lebensräumen, in denen man nicht nur lebt, sondern auflebt.“ Individualität immer wichtiger Altes und Neues, Persönliches und Wertvolles werden frei nach Lust und Laune kombiniert. Der private Garten, die Terrasse oder der Balkon sollen Individua- 2 | 2018 unsere wärme Foto: Loxone »(Fortsetzung auf Seite 12) 11

[close]

p. 12

COVERSTORY Perfekt beschattet Prognosen deuten heuer wieder auf einen heißen Sommer hin. Damit der Tag unter blauem Himmel nicht mit einem Sonnenstich endet, zeigen wir einige Trends, die nicht nur funktional, sondern zugleich dekorativ sind. 1LEINEN LOS Schatten nach Maß bieten aufrollbare Sonnensegel. Diese können per Knopfdruck vollautomatisch oder per Seilzug in Sekunden auf- oder abgerollt werden. Dank patentiertem Pylon-System halten die Segel auch Sturmböen und Regen stand. Ein integrierter Seilspeicher versetzt das Segel durch konstante Zugkraft unter Spannung und gibt es bei Windbelastungen jenseits von 40 km/h frei. 2BLÄTTERDACH Als ob man unter einem Baum säße – damit wirbt Hersteller Soliday mit seinen CHILL-Sails, die mit offener Struktur 50 Prozent Schatten bieten. Das Segel ist winddurchlässig und bietet sich besonders für dekorative Zwecke an. Erhältlich ist es in drei Farben, dabei wird auf das Spiel mit Licht und Schatten besonderer Wert gelegt. 3 SCHATTEN PER APP Jalousien, Markisen, Sonnensegel – mittlerweile lässt sich das alles ganz einfach von unterwegs per App steuern. So kann Beschattung in Abhängigkeit von Sonnenauf- und Sonnenuntergang einfach via Smartphone erfolgen. Gute „Smart Home“-Lösungen gibt es mittlerweile einige – dabei wird z. B. via GPS das tatsächliche Sonnenverhalten ermittelt und der Schattenbedarf errechnet. Prädikat: äußerst energieeffizient. MARKISE TO GO Freistehende Markisen sind als flexible Beschattung von Terrassen oder Pergolen geeignet. Sie brauchen kein Gebäude zur Befestigung und werden auf Stahlträgern montiert, die in ein Betonfundament verankert werden. Das Gute daran: Man kann sie beim Umzug mitnehmen. Einfach abmontieren und 4 wieder aufbauen. SOLAR STATT STROM Bei fehlendem Stromanschluss im Grünbereich muss man nicht auf den Komfort einer motorisierten Beschattung verzichten. Markisen mit Solarantrieb sind einfach und sauber in der Montage – Wände bleiben dadurch intakt, weil keine Stromleitung verlegt werden muss. Wichtig: 5 Sie benötigen etwa eine Stunde Sonneneinstrahlung täglich für eine optimale Funktion. 12 Fotos: epr/Soliday lität widerspiegeln und werden zunehmend hochwertiger ausgestattet. In den Außenbereich wird deutlich mehr investiert als noch vor Jahren. „Die Menschen nehmen sich viel Zeit dafür, um ihre private Oase mit besonderen Accessoires anzupassen“, sagt Köck. Dekoartikel, extravagante Pflanzgefäße, gemütliche Hängematten, Vogeltränken oder besondere Beleuchtungselemente sollen die Freifläche in ein kleines Paradies verwandeln. Hochwertige Outdoor-Möbel spielen dabei eine zentrale Rolle. Was dabei die neuesten Trends sind, wurde zuletzt auf der Gartenmesse (pool + garden) in Tulln vorgestellt. Rot, Aquamarin und Grün Farbenprächtige Outdoor-Möbel in geradlinigem Design mit ebensolchen Polsterauflagen in Rot, Aquamarin und Grün sind in dieser Saison besonders gefragt. Der Dauerbrenner Teakholz kommt in Kombination mit pulverlackiertem, federleichtem Aluminium daher. Wer es gediegener mag, setzt auf natürliche, erdige oder anthrazitfarbene Töne in Kombination mit Weiß und einer Signalfarbe, so der Tenor. Tatsache ist: Das Exterieur ist kein simples Tisch-SesselSet mehr. Möbel aus robusten Kunststoffgeflechten wie Polyrattan könnten ebenso gut im Wohn- oder Esszimmer stehen. Eine Renaissance erlebt die Hollywoodschaukel, in der man an einem schattigen Plätzchen die Seele baumeln lässt. Die Grenzen von innen und außen verschwimmen zunehmend. Ob Sitz- oder Liegemöbel oder Wohnlandschaft im Freien – erlaubt ist, was gefällt. Licht und Schatten Damit das Leben draußen nahezu rund um die Uhr möglich ist, gewinnen Sonnenschutz und Beleuchtung im Sommer besondere Bedeutung. Auch darunter findet man Altbewährtes wie Markisen oder Pergolen, denen man quasi ein Facelift verpasst – aber auch ganz neue Technologien sind dabei (siehe Trends). Bei Markisen gehen die Entwicklungen aktuell zum 365-Tage-Sonnenschutz. Eine Neuheit sind sogenannte Pergola-Markisen, die auf eigenen Füßen stehen und ohne große Montagearbeiten Schatten auf die Veranda bringen. An den Seiten lässt sich ein Sicht- und Windschutz anbringen. Somit entsteht ein Wintergarten, beispielsweise zum Schutz des Essplatzes im Gar- »ten. Denn der neueste Wohntrend hat die Küche dupliziert (Fortsetzung auf Seite 14) unsere wärme 2 | 2018

[close]

p. 13

COVERSTORY LichtEs werde Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte die Gartenbeleuchtung ausschließlich funktionalen Charakter. Jedoch schafft man mit individueller Lichtplanung im Garten immer neue Stimmungen – hier die aktuellen Highlights der Saison. 1ATMOSPHÄRISCH: Mit Boden-Spots können Wege, Bäume oder Sträucher beleuchtet werden. Mit Wand-Spots definiert man einen Bereich innerhalb des Gartens, wie beispielsweise den Pool oder das versteckte Gartenhäuschen. Sehr stimmungsvoll wirken auch Sockel- oder Pollerleuchten. Falls keine Kabel im Boden verlegt werden können, 2 FEURIG: Der Einsatz von Feuerobjekten oder Fackeln im Garten punktet mit Multifunktionalität – sie sorgen für Licht, Wärme und vermitteln Lagerfeuerromantik. Hier reichen die Umsetzungen sind Solarleuchten eine ausgezeichnete Wahl. von unbehandelten Feuerschalen aus Stahl und Gasfeuersäulen bis hin zum Outdoor-Kamin, der auch mit Ethanol oder Gas befeuert werden kann und somit frei von Rauch und unangeneh- 3 men Gerüchen ist. VERSTECKT: Ein weiterer Trend ist die Gartenbeleuchtung zu „verstecken“. So gibt es beispielsweise Blumentöpfe, Pflanzenkübel und Behälter mit integrierter Beleuchtung für extravagantes Licht. Mit diesen Lampen setzt man nicht nur eine Pflanze oder einen Strauch in Szene, man kann diese auch wunderbar für die Gartenbeleuchtung nutzen. 4 SCHWIMMEND: Sehr beliebt sind auch wetterfeste, schwimmfähige Outdoorleuchten, die Pools oder Teiche verzaubern. Sie sind bruchfest, kabellos, oft mit einer stromsparenden LED ausgestattet, die von einem kleinen Akku gespeist wird. Ein Mini-Solarmodul sorgt tagsüber dafür, dass der Akku mithilfe der Sonneneinstrahlung immer wieder aufgeladen wird. 2 | 2018 unsere wärme Tipp: Ein Wechsel zu nachhaltiger Beleuchtung mit LEDs rechnet sich rasch. Wer alte Anlagen aus den 1960er-Jahren durch LED-Lösungen mit Lichtsteuerung ersetzt, kann bis zu 80 Prozent Energie einsparen. 5 TANZEND: Das Leben ist ein Fest, man braucht bloß Girlanden aufzuhängen. Der populäre Trend macht es sehr einfach, durch Gartenbeleuchtung ein Fest oder die perfekte Disco-Stimmung zu zaubern. Bunte Lichtkabel sind in der Tat nicht mehr aus dem Garten wegzudenken. Von Kunststoff-Bällen bis Papierlaternen, alles ist möglich und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. 13 Fotos: Morsoe, Lederleitner, Fotolia

[close]

p. 14

COVERSTORY Fotos: Inge Prader für Lederleitner, Royal Botania/Lederleitner, fotolia/ Photographee.eu Checkliste: An alles gedacht? • V erwendungszweck: Weg- oder Eingangsbeleuchtung, Inszenierung von Haus und Grundstück, dekorative Leuchten für Gartenfeste etc. • IP-Schutzart: Jede Außenleuchte gibt anhand der IP-Schutzart (International Protection Code) Aufschluss darüber, welche Witterungsbedingungen sie verträgt und wie gut sie gegen Berührungen geschützt ist. • H elligkeit: Welchen Lichtstrom (gemessen in Lumen) sollten die Außenleuchten aussenden? • L ichtfarbe: Welche Farbtemperaturen in Kelvin sind angemessen? • Stromversorgung: Sichere Verkabelung mit einplanen oder für Solarleuchten entscheiden. • Bedienbarkeit: Sollen die Außenleuchten aus dem Haus gesteuert werden können? Sind Bewegungsmelder oder Dämmerungsschalter von Vorteil? Wussten Sie? • Z u viel Licht in der Nacht schadet Tieren. Wählen Sie daher sorgfältig Ihre Außenbeleuchtung! Nachtakti- ve Tiere wie Falter oder Glühwürm- chen benötigen zum Beispiel die Dunkelheit zur Nahrungssuche oder Fortpflanzung. Ein in die Baumkrone gerichteter Effektscheinwerfer kann zum Beispiel Vögel beim Brüten »stören. Helle Terrassenbeleuchtung lockt lästige Insekten an und ist für und in den Garten ziehen lassen. Jetzt wird viele Nachtfalter ein Todesurteil. nicht mehr nur gegrillt, sondern sogar ganze • L EDs können für besseres Wachstum bei Pflanzen sorgen. Niederländische Wissenschaftler Menüs Outdoor gezaubert. Wenn es in den Übergangszeiten abends kühler wird, kann der Sonnenschutz mit integrierter Heizung haben herausgefunden, dass durch die Beleuchtung mit LEDs der Vitamin-C-Gehalt von Tomaten auf das Doppelte ansteigen kann. Die Tomaten wurden mit einer Extradosis Licht versorgt, die etwa einem die Tage im Freien angenehm verlängern. Zusatznutzen generieren heißt also das Zauberwort. Und womit lässt sichʹs gemütlicher chillen als mit Musik? Strahlende Bodenlampen kombinieren Beleuchtung, Viertel der Lichtintensität eines sonnigen Tages entspricht. Durch die zusätzliche Beleuchtung konnten Früchte, die sonst im Schatten von Blättern gedeihen mussten, besser wachsen und schneller reifen. Infrarotheizung von 3.100 Watt mit Bluetooth-Musik im Sockel. Auch sonst gibt es mit LED-Lichttechnik viele neue Möglichkeiten, die Stufen, Konturen oder sonstige Highlights gekonnt in Szene setzen. 14 Naturverliebt: Trend ist, was gefällt. Teakholz steht ganz oben auf der Hitliste. Begleitet von Aluminium- und Kunststoffgeflechten. Dazwischen darf auch ordentlich Farbe rein. Durch Outdoor Homing werden Freiflächen zum gemeinsamen Wohlfühlplatz. Und Kreativität spielt dabei eine bedeutende Rolle. „Der Wunsch nach einer anderen Kulisse oder einem Open Space steht dabei im Vordergrund und ist ein wichtiger Beweggrund nach draußen zu gehen“, weiß Michaela Köck. Es geht darum, dem Alltag zu entfliehen und sich seinen privaten Rückzugsort gemütlich zu gestalten. Mit zunehmender Outdoor-Affinität haben Plastikgartenstühle Modell „Schwimmbad-Cafe“ also endgültig ausgedient. Das freut neben dem Handel auch die Menschen. Und das – durch die Vielfalt an Möglichkeiten – bei jedem Wetter. — unsere wärme 2 | 2018

[close]

p. 15

GEWINNSPIEL ENERGIEEFFIZIENZ- Championgesucht! 2018 Aktion Jetzt mitmachen und 2.000 Liter verlängert! Heizöl extra leicht gewinnen! Die Heizen mit Öl GmbH sucht jenen österreichischen Haushalt, der dank moderner Öl-Brennwerttechnik und eventuell weiterer Sanierungsmaßnahmen den Energieträger Heizöl am effizien- testen nutzt. Bitte füllen Sie den Fragebogen vollständig aus und retournieren Sie ihn bis 31. 08. 2018 an: Heizen mit Öl GmbH Untere Donaustraße 13–15, 1020 Wien Email: foerderung@heizenmitoel.at Fax: 01/890 80 36-50 Oder online unter: www.heizenmitoel.at/champion2018 Mitmachen zahlt sich aus: Unter allen vollständigen Einsendungen verlosen wir 2.000 Liter Heizöl! Schicken Sie uns ein Foto von Ihrem Haus (Außenansicht) und ein Foto von Ihrem Heizraum (Heizkessel und Öltank) nach der Sanierung gemeinsam mit dem ausgefüllten Fragebogen. Kennwort: Energieeffizienz Champion Der Energieeffizienz-Champion wird durch eine Fachjury ermittelt, im Herbst 2018 offiziell vorgestellt und für die nächste Heizsaison mit 2.000 Liter Heizöl extra leicht belohnt! 1. Objektdaten: Nennleistung des alten Kessels: Nennleistung des neuen Kessels: kW kW 2. Heizöl-Verbrauch (Durchschnitt): Heizöl-Verbrauch des alten Kessels: Heizöl-Verbrauch des neuen Kessels: /Jahr /Jahr 3. Vorgenommene Energieeffizienzmaßnahmen (Mehrfachnennung mögl.): Fassadendämmung Fenster- und Türentausch Sockelsanierung Kesseltausch PV-Anlage Warmwasserspeicher Wärmepumpe Neue Regelung Sonstige Maßnahmen:  4. Gab es im Zuge der Sanierung Nutzungsänderungen?: Nutzfläche vor/nach Sanierung: Personen im Haushalt: m2 5. Wie hoch waren die Investitionskosten? Für den Kesseltausch: Für die Gebäuderenovierung: 6. Heizen Sie mit weiteren Energieträgern zu? Nein Ja, welche:   7. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem neuen Öl-Brennwertgerät? Sehr gut Gut Befriedigend Genügend Nicht genügend 8. Haben Sie öffentliche Förderungen für die weiteren Energieeffizienz-Maßnahmen bekommen? Wenn ja, in welcher Höhe? Wofür?   NAME  ADRESSE  TELEFON  E-MAIL  HMÖ-Antragsnummer (falls bekannt)  Datum/Unterschrift Mit meiner Unterschrift stimme ich zu, dass die von mir im Zuge der Befragung zur Verfügung gestellten Informationen und Daten vom Institut für Wärme und Öltechnik, Untere Donaustraße 13-15, 1020 Wien, und von der Heizen mit Öl GmbH, Untere Donaustraße 13-15, 1020 Wien, für Analyse- und Marketingzwecke, insbesondere zur Erstellung einer Musterhausbroschüre, verwendet werden dürfen. Dies betrifft auch das von mir zur Verfügung gestellte Bildmaterial.

[close]

Comments

no comments yet