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Blau im Blick Juni bis August 2018

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BLAUes Kreuz IM BLICK HERR, DEINE GÜTE REICHT, SOWEIT DER HIMMEL IST UND DEINE WAHRHEIT, SOWEIT DIE WOLKEN GEHEN. Psalm 36,6 Blaues Kreuz Ansbach e. V. Suchthilfe Beratung PLUS Christliche Gemeinde Ausgabe 2/2018 Juni bis August

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Diesmal im „BLAUes Kreuz IM BLICK“ Impuls „Himmelsträumer“................................................... Seite 3 Jahresthema im Blauen Kreuz Deutschland......................... Seite 6 Rückblick „Eltern-Kind-Wochenende“.................................. Seite 8 Impressionen vom Willow-Kongress .................................... Seite 10 10 Jahre „reeF“ .................................................................... Seite 12 Rückblick Konzert Andi Weiss „Laufen lernen“.................... Seite 16 Umbaumaßnahmen im großen Saal ................................... Seite 18 Senioren unterstützen „CASA YOHANA“ in Peru.................. Seite 19 Gutschein ............................................................................. Seite 22 Unsere Geburtstagskinder.................................................... Seite 23 Unsere Freizeiten/Tagungen/Termine................................. Seite 24 Unsere Gottesdienst-Termine .............................................. Seite 26 Unsere Predigtreihen im Juni / Juli / August ........................ Seite 27 Ein Brief aus Kambodscha.................................................... Seite 30 Neue Mitglieder und Freunde im Blauen Kreuz ................... Seite 32 Suchthilfe – Konsummuster.................................................. Seite 36 Einladung Tiefgänger........................................................... Seite 40 Durchblick(e)........................................................................ Seite 41 Unsere Hauskreise ............................................................... Seite 44 Hauptamtliche Ansprechpartner in der Suchthilfe ............. Seite 45 Hauptamtliche Ansprechpartner in der Gemeinde ............. Seite 46 Wer wir sind / Impressum ................................................... Seite 47 2

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„Himmelsträumer“ Manchmal staune ich einfach. Wenn ich den Wolkenhimmel über Franken betrachte, bin ich manchmal verzaubert. Manchmal erscheinen die Wolken sehr massiv und kraftvoll, wie Ungetüme, die bedrohlich über dem Horizont erscheinen und alles unter sich gefangen nehmen wol- Schönheit, wie sich Sonne und Wolken abwechseln, verdecken und dann wieder frei geben. Nie sind sie gleich, ständig gibt es neue Formationen. Ich sinne über die Formen nach, suche nach Figuren und meine Fantasie erhält Nachhilfeunterricht. Ich genieße die unendliche Weite, mit der die Wolken übers Land dahinziehen, freue mich an den Kunstwerken, die nur ein paar Minuten bestehen, um danach schon wieder „Geschichte“ zu sein. len, manchmal eher zart und sanft, so als wollten sie diese Welt streicheln oder eine Decke über sie legen. Die verschiedenen Lichtspiele morgens oder abends verleihen dem Himmel ganz unterschiedliche Farbtöne und einen besonderen Glanz. Und ich staune einfach. Ich staune über das Spiel aus Sonne und Wolken, betrachte die Einfach nur Himmel, kostenloses Theater – nur so. Es sind kostbare Momente, wenn ich mich von meiner Erdgebunden- und Verbundenheit losreißen kann und den Himmel ansehe. Denn, wenn ich es tue, atme ich 3

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„Himmelsträumer“ den Himmel ein. Ich komme aus meiner Atemlosigkeit heraus und stehe still. „Still stehen“ verändert mich – nicht in großen Paukenschlägen, sondern allmählich. Nicht in vollmundigen Worten, sondern in zarten, leisen Gedanken, die kraftvoll ins Leben weisen. Deshalb brauche ich BLAUE TAGE, damit wir, Du und ich allein, aber auch gemeinsam den Himmel sehen, und damit auch DEN, der den Himmel macht, der die Wolken ziehen lässt – Tag für Tag, Stunde für Stunde … Über diesen Gott schreibt David: HERR, DEINE GÜTE REICHT, SOWEIT DER HIMMEL IST UND DEINE WAHRHEIT, SOWEIT DIE WOLKEN GEHEN. Psalm 36,6 Wenn wir den Himmel anschauen entdecken wir zwei Dinge: 1. GÜTE Das Wort „Güte“ kommt von GUT. Wir kennen Gütesiegel. Es steht für Qualität, die geprüft ist. Güte = Gutes im Überfluss, die das Leben wertvoll macht. Güte verwandelt zum Guten hin. 2. WAHRHEIT Wenn ich den Himmel anschaue sehe ich, wie klein ich bin. Dies ist eine heilsame Wahrheit, wenn ich mich und meine Probleme mich 4

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mal wieder richtig erden. Und es ist heilsam für meine Verzweiflung, in der ich mich in mein (Erd)Loch verbuddelt habe. Und gegen meine Depression, die mir den Horizont nimmt. Die Wahrheit ist, dass die Güte Gottes immer höher und größer ist als all meine Überheblichkeitsund auch Verzweiflungsgedanken. Unsere BLAUEN TAGE vom 20. bis 22. April haben Spuren hinterlassen. Viele Begegnungen haben ermutigt und Hoffnung gemacht. Impressionen davon gibt es auf Seite 14. Hoffnung für Familien, die gemeinsam stark werden, findet sich „Himmelsträumer“ auf Seite 6. Das Jahresthema im Blauen Kreuz Deutschland öffnet den Blick für die Zusammenhänge, die manchmal eher im Verborgenen liegen. Die anstehenden Freizeiten im Sommer eröffnen auch einen Ausblick, um den Himmel zu sehen. Bitte betet dafür und erzählt mir oder euch gegenseitig von Momenten, wo ihr BLAUE TAGE erlebt habt. Lasst uns den Himmel ansehen und unser Leben von dem weiten lassen, der Himmel, Erde, Luft und Meer, und dein und mein Leben in seiner Hand hält. Euer Siegfried (Ulmer) 5

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Jahresthema im Blauen Kreuz Deutschland befreit - leben - lernen - Gemeinsam echt stark! Nach aktuellen Schätzungen gibt es zwischen 1,3 und 2,5 Mio. alkoholabhängige Menschen in Deutschland, davon 30 % Frauen. Auf jeden Alkoholkranken kommen ungefähr 4 bis 5 Angehörige, die unter den Folgen der Sucht leiden. Das Blaue Kreuz in Deutschland möchte die Angehörigen von Suchtkranken mehr in den Fokus rücken und stellt deshalb das Thema „Befreit leben lernen – Gemeinsam echt stark!“ über das Jahr 2018. Wer eine Sucht entwickelt, hat sich häufig bereits in vielen Bereichen seines Erlebens und Verhaltens verändert, bevor bei einer medizinischen Untersuchung auf der körperlichen Ebene krankhafte Befunde festgestellt werden können. Das merken am ehesten Angehörige und Freunde. Viele Ehepartner sagen z. B.: „Das ist nicht mehr der Mensch, den ich einmal geheiratet habe.“ Was für den Suchtkranken das Suchtmittel be- deutet, ist für Angehörige der suchtkranke Partner oder die Partnerin: Irgendwann dreht sich ihr ganzes Denken, Fühlen und Handeln um den suchtkranken Menschen. Die Abhängigkeit verändert auch das Leben der Familienangehörigen, Partner und Freunde. Kinder sind besonders betroffen, denn sie sind dem veränderten Verhalten ihrer Mutter oder ihres Vaters hilflos ausgeliefert. Außerdem glauben sie oft, an den Problemen der Eltern schuld zu sein. Sie schämen sich und versuchen, mit allen Mitteln zu verhindern, dass andere Menschen sehen können, was in ihrer Familie vor sich geht. Die meisten erwachsenen Kinder von Suchtkranken tragen die Erfahrungen in ihrem 6

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Jahresthema im Blauen Kreuz Deutschland befreit - leben - lernen - Gemeinsam echt stark! Elternhaus ein Leben lang mit sich herum: Sie haben Probleme mit dem Selbstwertgefühl, Schwierigkeiten mit Veränderungen, neigen zu komplizierten Beziehungen und sind selbst erheblich suchtgefährdet. Sie sind meist zuerst bereit, Hilfe zu suchen und anzunehmen. Das verändert sowohl das Leben der Angehörigen, als auch der Suchtkranken. Gemeinsam sind sie stark und können die Sucht überwinden. Reinhard Jahn, Bundesgeschäftsführer des Blauen Kreuzes in Deutschland: „Angehörige leiden häufig mehr unter der Sucht als der Suchtkranke selbst.“ Angehörige von Suchtkranken benötigen zum einen unsere Hilfe, Unterstützung und unsere Aufmerksamkeit, damit auch sie befreit leben lernen können. Zum anderen können Suchtkranke durch eine geeignete Begleitung Angehöriger und des nahen sozia- len Umfelds in ihrem Abstinenzwillen enorm unterstützt werden. Diese Ressourcen gemeinsamen Redens und Handelns Suchtkranker und Angehöriger sollen stärker in den Fokus der SuchtSelbsthilfe genommen und ganz praktisch genutzt werden. Auch sollen Fragen nach einer geeigneten Zusammenarbeit in der SuchtSelbsthilfe zwischen suchtkranken und angehörigen Helfern sowie den Akteuren der beruflichen Suchthilfe gestellt und gemeinsam beantwortet werden. Befreit leben lernen – Gemeinsam echt stark! 7

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Eltern – Kind-Wochenende in Erpfingen Es ist schon alles etwas länger her, aber wir erinnern uns immer wieder gerne an dieses schöne Wochenende. Vom 16. bis 18. Februar waren rund 50 Personen auf der schönen schwäbischen Alb um ein paar gemeinsame Tage zu verbringen. Unser Ziel war es, eine Zeit für Familien zu schaffen, in der man zur Ruhe kommen und sich unterhalten, aber auch gemeinsam Spaß und Action haben kann. Super verpflegt durch Lissy, Sanna und Klaus haben wir uns in dem Selbstverpflegungshaus des CVJM Erpfingen sehr wohl gefühlt. Leider war der Gruppenraum etwas klein, sodass wir als Großgruppe in den Tischtennisraum einziehen mussten, wo ich mich sehr gerne an das laute Singen erinnere. Auf dem Programm standen gemeinsames Essen, Nachtwanderungen mit Fackeln, getrenntes Programm für Kids und Eltern und vieles mehr. 8

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Eltern – Kind-Wochenende in Erpfingen Besonders schön war, als in der Nacht zum Samstag der Schnee kam. Innerhalb der ersten Stunden lagen 20 cm Neuschnee vor unserer Tür. Ihr merkt, es ist wirklich schon etwas länger her. Der Sonntag wurde durch einen gemeinsamen Gottesdienst mit Abendmahlsfeier in jeder Familie beendet. Dank dem Schnee hatten wir am Nachmittag dann richtig viel Spaß beim Schlittenfahren. Im nächsten Jahr findet das ElternKind Wochenende im wunderschönen Allgäu statt von Donnerstag, 7. März bis Sonntag, 10. März 2019. Schreibt euch das Datum gleich in eure Kalender! Eure Julia & Felix 9

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Willow-Impressionen 8. bis 10. Febr. 2018 Willow-Kongress 2018 in Dortmund. Gemeinsam mit 12.000 Teilnehmern haben wir uns 3 Tage Zeit genommen. Insgesamt 375 Stunden hat unsere 25 köpfige Gruppe mit Zu-Hören verbracht. Wir wollten der Stimme Gottes Raum geben und hören, was Gott uns zu sagen hat. Aber die Frage bleibt: Hören 25 Personen nicht alle unterschiedlich? Gibt es einen Hauptgedanken? Was haben wir gelernt? Zunächst: 1. Hören fällt mir/uns schwer. Manchmal dominieren die mitgebrachten Eindrücke zunächst so sehr, dass es schwer fällt, zu zuhören. Und: Wie oft höre ich für andere. Komisch, dass der Weg zu mir so weit ist. Je länger ich höre, desto mehr nimmt mein Geist auf. Dazu redet der Heilige Geist in Herz und Verstand. 2. Hören bewegt. Eindrücke, die unter die Haut ge- hen: • Gott arbeitet mit zerbrochene Gefäßen (Menschen) kittet sie mit Gold. • Eine Kultur voller Liebe und Wertschätzung zeigt sich im Grüßen und Verabschieden. • Gideon hört: „Geh in der Stär- ke, die du hast“. • Achte auf Leidenschaftskiller: Angst, Isolation, Resignation, Leere … • Gemeinschaft ist Tanzen zu einer gemeinsamen Melodie. • Leiter dienen und ermöglichen es anderen, zu wachsen. • Gemeinde ist ein Treibhaus. 10

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Willow-Impressionen 3. Gemeinsam hinsehen Die beim Kongress gesammelten Eindrücke haben wir als Team sortiert und gefragt: 08.-10. Febr. 2018 Ziel ist es, jeden an dem Platz zu stärken, den Gott für ihn hat, denn Christus hat uns zusammengestellt. Was ist unser Ausblick? In den nächsten Treffen im Leiterforum fragen wir nach konkreten Schritten, die unser Miteinander beleben. 1. Was hat Menschen übereinstimmend angesprochen? Welches ist die häufigste Nennung? Das mit Abstand meistgenannte Thema ist Mit Abstand folgten die Themen 2. Wo wurden Menschen ermutigt, persönlich und gemeindlich? Viele wurden ermutigt, ein zu führen und sich zu fragen: Wie der auch für andere anziehend ist. 3. Welche Anregung für konkretes Handeln („Tools“) haben wir erhalten? Jede/r hat hier seine eigene Aufgabe, die sie/ihn herausfordert. Welche Not wird gelindert? Doch wir brauchen nicht auf den Start- schuss von außen zu warten, denn jeder einzelne Tag bietet die Chance, in Wertschätzung, dienen, etc. zu wachsen und konkrete Schritte zu tun. Und: In jedem Hören auf Gott liegt das Potential des Lebens, das Gott schenkt. Siegfried Ulmer 11

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Das aktuelle Interview waren der Anlass für die Blauen Tage Mitte April. Für alle, die ein bisschen mehr über diese Selbsthilfegruppe für junge Konsumenten illegaler Substanzen wissen möchten, führte Christiane Schmidt dieses Interview mit Erna ScheidererFremuth. Frage: Erna, warum heißt die Gruppe gerade reeF? Erna: Den Namen haben wir uns als Gruppe selbst gegeben. Dem Pfeil nach gelesen bedeutet es Free – frei von illegalen Substanzen wollen wir alle sein –, und vorwärts bedeutet reeF im Englischen Riff – ein Fels in der Brandung –, und damit können wir uns gut identifizieren. Frage: Wer kommt zu so einem reeF-Abend? Erna: Die Gruppe ist ja gedacht für junge Konsumenten, also haben wir einen Altersschnitt zwischen 20 und 30 Jahren. Es gibt einige Ältere, die mit illegalen Drogen Probleme haben. Das Spektrum der Substanzen reicht von Cannabis, über Heroin bis zu Crystal und anderen Designerdrogen. Frage: 10 Jahre reeF – was hat sich verändert? Erna: Vor allem die Zahl der Besucher. Am ersten Abend waren wir drei Mitarbeiter: Ingo Kratsch, Peter Christ und ich. Es kam ein einziger Besucher. Inzwischen kommen zwischen 20 und 30. Selten sind es weniger als zwanzig. 12

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Das aktuelle Interview Dass inzwischen mehr kommen liegt auch daran, dass manche eine gerichtliche Auflage haben, eine Selbsthilfegruppe zu besuchen. Da wir die einzige Gruppe für junge Konsumenten hier in Ansbach sind, landen sie bei uns. Frage: Ihr habt da quasi ein Monopol? Erna: Ja so in etwa – vor allem haben wir eine Pionierrolle im Blauen Kreuz Deutschland. Ich erhalte öfter Anfragen zu meinen Erfahrungen von anderen Vereinen, die so eine junge Gruppe starten wollen. Das ist aber nicht so einfach. Es braucht Herzblut für die Jugend und Durchhaltevermögen. Außerdem muss man sich von altbewährten Mustern verabschieden. Die jungen Menschen brauchen etwas anderes, als das bisher im Blauen angewandte. Frage: Wie läuft so ein solcher reeFAbend ab? Erna: Ab 18:00 Uhr ist ANKOMMEN. Die Besucher kommen nach und nach bis 18:30. Wer da ist, unterhält sich oder spielt Kicker. Um 18:30 gibt es ein gemeinsames Essen. Dafür ist immer ein Mitarbeiter verantwortlich. Nebenbei nutzen wir die Viertelstunde für Infos, was im Blauen so läuft. Danach gibt es einen thematischen Impuls (ca. 10 Minuten), z. B. über die Themen Führerschein, die Angehörigen, Rückfallprävention, Umgang mit dem Handy. Anschließend teilen wir uns in Kleingruppen auf und setzen uns nach einer Befindlichkeitsrunde mit Fragen zum Thema und persönlichen Erfahrungen dazu auseinander. Zuletzt spülen einige das Geschirr, andere kickern oder quatschen noch ein wenig, und um 20:00 Uhr ist Ende. Frage: Was wünscht du dir für die Zukunft von reeF? Erna: Ich wünsche mir, dass diese Gruppe für viele Menschen eine Anlaufstelle wird, wo sie gute Beziehungen knüpfen. Außerdem, dass vielen jungen Menschen Dank reeF der Start ins Erwachsenenleben leichter wird. Zuletzt, dass sich viele junge Menschen finden, die mitarbeiten. Danke für das Gespräch. 13

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10 Jahre reeF - Impressionen 14

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10 Jahre reeF – Impressionen 15

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