Altöttinger Marienwerk

 

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Mitteilungsblatt 2018

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200. Geburtsjahr Hl. Bruder Konrad Mitteilungsblatt 2018 von Parzham

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Liebe Mitglieder und Freunde unseres Altöttinger Marienwerks! Der Engel ist bei Maria eingetreten mit dem Wort: „Sei gegrüßt!“ So will auch ich an den Anfang meiner Zeilen ein herzliches Wort des Grußes stellen. Es gilt Ihnen, die Sie unser Altöttinger Marienwerk mittragen durch Ihre Marienverehrung, Ihr Gebet und durch die Gemeinschaft, die dadurch entsteht. Ich danke Ihnen für alle Zeichen der Verbundenheit, der Aufmerksamkeit, der Treue, für Ihre Gabe. Zum 1. Juni 2017 hat unser Bischof Dr. Stefan Oster SDB den Rücktritt unseres verehrten Herrn Prälaten Alois Furtner vom Amt des Vorsitzenden mit großem Dank für seine langjährigen und treuen Dienste angenommen. Mit demselben Datum hat der Herr Bischof mich zum Vorsitzenden des Marienwerks ernannt. Ich versuche, in dieses Amt hineinzuwachsen und ich bin sehr froh über die Umsicht und Tatkraft, mit der unser neuer Geschäftsführer, Herr Josef Herrmann, die Geschicke des Vereins führt. Zusammen mit dem ganzen Vorstand möchten wir für eine gute Zukunft unseres Altöttinger Marienwerks sorgen. Wir tun dies auf dem Hintergrund der bisher getanen Arbeit, die mit den Namen von Prälat Alois Furtner, Reinhard Ernst und des bisherigen Vorstands verbunden ist. Auch ich möchte ihnen von Herzen danken. Maria verweist auf Jesus. In diesem Jahr kommen wir zudem unserem Bruder Konrad nahe, da wir seinen 200. Geburtstag begehen. Unsere kleine und große Welt braucht Menschen, die wie Maria und Bruder Konrad den gekreuzigten und auferstandenen Herrn bezeugen. Für Ihr treues Zeugnis danke ich Ihnen und um Ihre Gebetsgemeinschaft zu Ehren unserer lieben Muttergottes bitte ich Sie, und verbleibe Ihr Msgr. Josef Fischer Domkapitular und Vorsitzender 2 Titelbild: Kinder unserer Kapellsingknaben und Mädchenkantorei am Bruder Konrad Brunnen, Kirche St. Konrad, Altötting

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„Jesu Kreuz - unser Buch“ Altöttinger Wallfahrtsmotto 2018 2018 ist ein Jahr, in dem wieder unser Heiliger Bruder Konrad von Parzham in den spirituellen Schwerpunkt der Wallfahrt nach Altötting rückt. Wir feiern seinen 200. Geburtstag. Bruder Konrad ist aus drei Gründen für uns alle zeitlos vorbildlich und wichtig: Zum einen, weil er seit seiner Kindheit und Jugend ein Vorbild des Gebets und Betens war; er hatte das Bedürfnis und die Gnade, im verweilenden und betrachtenden Gebet auf den Herrn zu schauen und immer mehr in sein innersten Wesen vorzudringen, im Wissen, dass er da an kein Ende kommen werde; zum anderen war er ein „Meister“ der dienenden Liebe, der es verstand, allen Bittstellern an seiner Klosterpforte das Gefühl zu geben, ganz für ihn da zu sein in unerschöpflicher Geduld, Einfühl- samkeit und Hilfsbereitschaft. Schließlich war Bruder Konrad ein „Meister“ der Christusnachfolge, in der Bereitschaft, ihm immer ähnlicher zu werden, besonders auf dem Kreuzweg, was sich in seinem Glasfenster, Kirche St. Konrad, Altötting – Br. Konrad: „Ein Blick auf das Kreuz lehrt mich Demut“ berühmten Wort „Das Kreuz ist mein Buch“ manifestiert. Er konnte bei der Betrachtung des Kreuzes die göttliche Barmherzigkeit und Liebe ablesen und zugleich Regeln für sein moralisches Handeln finden. Dem Sinne nach sagte er, wenn ich in der Lage bin, in der ich nicht weiß, wie ich mich verhalten oder entscheiden soll, dann genügt ein Blick zum Kreuz und ich weiß es; es lehrt mich Milde, Demut, Güte, Barmherzigkeit und Liebe und warnt mich vor unangemessener Härte, Gewalt und der Verbreitung von Angst und Schrecken. Das sollen und wollen wir alle von Bruder Konrad bei seinem 200. Geburtstag uns wieder in Erinnerung rufen, in kritischen Situationen, sowie in Ängsten und Nöten auf das Kreuz zu schauen und dann die richtige Entscheidung und das rechte Verhalten zu treffen – und so lautet unser Altöttinger Wallfahrtsmotto für 2018 „Jesu Kreuz – unser Buch!“ In seiner täglichen Anbetung des Herrn und seiner immerwährenden Verehrung „Unserer Lieben Frau“ von Altötting erbat sich Bruder Konrad Fürsprache, Hilfe und Zuspruch für seine persönlichen Anliegen und für die der Armen und Hilfsbedürftigen. Unser Altöttinger Marienwerk als Gemeinschaft des Gebets in der Verehrung „Unserer Lieben Frau“ von Altötting hat damit beste Verbindung zum Heiligen Bruder Konrad; auch wir vertrauen in ganz besonderem Maße auf die Hilfe und Fürsprache unserer lieben Muttergottes, mit unseren persönlichen Anliegen, aber auch mit unserem persönlichen Dank. Sie gibt uns Kraft, Mut und Stärke. Sie ist unsere Mittlerin und Fürsprecherin bei unserem Herrn im Himmel. Wo unsere himmlische Mutter ist, dort sind wir wirklich zu Hause, dort ist für uns alle Heimat. 3

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Führungswechsel im Altöttinger Marienwerk den geschieden ist, wurde zum Ehrenvorsitzenden er- Neuer Vorsitzender und neuer Geschäftsführer nannt. Er erhielt am Ende des Gottesdienstes die entspre- „Missa Sancti Nicolai“ musi- chende Urkunde. kalisch gestalteten, stellte un- Bei der anschließenden offi- ser neuer Vorsitzender Dom- ziellen Verabschiedung der al- kapitular Msgr. Fischer in sei- ten und Begrüßung der neuen ner Predigt die Gottesmutter Doppelspitze im Gebäude des Maria als „Urbild der Kir- Altöttinger Marienwerks che“ heraus, „weil sie von An- würdigte Altöttings Wall- fang an ein aktives Mitglied fahrtsrektor und Stadtpfarrer der betenden Kirche war und Prälat Günther Mandl die bis heute ist“. Dabei betonte Verdienste von Prälat Furt- Msgr. Fischer die Bedeutung ner, der insgesamt 14 Jahre des Altöttinger Marienwerks lang als Vorsitzender dem Worte des Abschieds von Prälat Alois Furtner beim Festgottesdienst. Von links: Pater Norbert Schlenker OFMCap, Generalvikar Prälat Dr. Klaus Metzl, Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl, Domkapi- als „Gebetsgemeinschaft“. Jesus habe uns schließlich das „Vater unser“ und nicht das Marienwerk gedient hatte. Vor allem durch seine Geradlinigkeit, Bodenständigkeit tular Msgr. Josef Fischer, Stiftsdekan Wolfgang Renoldner, Prälat „Vater mein“ ans Herz gelegt. und glaubwürdige Frömmig- Alois Furtner – im Hintergrund: Reinhard Ernst, Bruder Vinzenz Umso wichtiger sei es, dass keit habe er sich um die Wall- Am 10. September 2017, dem sitzender und Josef Herr- Gläubige einmütig und in Ge- fahrt und den Marienglauben Tag unseres Altöttinger Ma- mann als Geschäftsführer be- meinschaft beten. Ein Anlie- verdient gemacht. An Prälat rienwerks, wurde beim Fest- grüßt, sowie Prälat Alois gen, das auch der ehemalige Alois Furtner richtete Prälat gottesdienst in der Basilika Furtner und Reinhard Ernst Marienwerks-Vorsitzende Mandl, der selbst der stellver- St. Anna und anschließend verabschiedet. und langjährige Administra- tretende Vorsitzende des Alt- im Prälat-Ludwig-Uttlinger- Im Festgottesdienst, den der tor der Hl. Kapelle in Altöt- öttinger Marienwerks ist, die Chorsaal des Marienwerk- Kapellchor der Bischöflichen ting, Prälat Alois Furtner, so Bitte: „Komm oft an den Gebäudes die neue Doppel- Administration und das Ka- unterschreiben würde. Prälat Gnadenort, denn hier ist dei- spitze mit Domkapitular pellorchester des Altöttinger Furtner, der Ende Mai 2017 ne zweite Heimat und wo Ma- 4 Msgr. Josef Fischer als Vor- Marienwerks mit Haydns aus dem Amt des Vorsitzen- ria ist, da sind wir ja wirklich

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zu Hause.“ Dem bereits im April ausgeschiedenen Geschäftsführer Reinhard Ernst dankte Prälat Mandl für sein „Herzblut“ und seine unermüdliche Treue. Generalvikar Prälat Dr. Klaus Metzl, der in Vertretung von Bischof Oster gekommen war, würdigte im Festakt die beiden scheidenden Amtsträger („Sie haben Maßstäbe gesetzt“) und er ermutigte die neue Doppelspitze „zu einem neuen Aufbruch“. Den neuen Vorsitzenden des Altöttinger Marienwerks und Passauer Domkapitular, Msgr. Josef Fischer, bezeichnete Prälat Mandl als einen „Hochkaräter“, der sich insbesondere durch seine „Urteilssicherheit, pastorale Klugheit und Predigtbegabung“ auszeichne. Als eine „Idealbesetzung“ würdigte Prälat Mandl auch den neuen Geschäftsführer Josef Herrmann. Der frühere Regensburger Domspatz eigne sich nicht zuletzt aufgrund seiner fundierten musikali- schen Ausbildung, seiner Liebe und Treue zur Kirche und seiner Verbundenheit zum Gnadenort Altötting optimal für das Amt des Geschäftsführers. Für Josef Herrmann, der seit vielen Jahren bereits Mitglied im Altöttinger Marienwerk ist, ist es eine Herzensangelegenheit, der Gemeinschaft als Geschäftsführer zu dienen und den Wert und die Vielfältigkeit des Altöttinger Marienwerks gemeinsam mit Msgr. Fischer weiter zu stärken. Msgr. Josef Fischer wurde 1948 in Marktlberg (Lkr. Altötting) geboren. Nach dem Abitur in Passau studierte er Theologie in Passau und Münster/Westfalen, wurde 1974 im Passauer Dom zum Priester geweiht. Zunächst war er Kaplan im Pfarrverband Aufhausen und dann Subregens am Passauer Priesterseminar. In den 1980er Jahren baute er die Gemeindeberatung für Pfarrer, pastorale Mitarbeiter und Pfarrge- Vor unserem Marienwerk-Gebäude: Vorsitzender Msgr. Josef Fischer und sein neuer Geschäftsführer Josef Herrmann meinden im Bistum auf und war gleichzeitig Pfarrer in Dommelstadl bei Passau. Seit 1990 ist er Direktor des Hauses der Begegnung „Heilig Geist“ in Burghausen. Seit August 2000 wirkt er zusätzlich als Domkapitular in Passau und ist mit der Aufgabe des Ordensreferenten und des Leiters der theologischen Fortbildung und beruflichen Begleitung der Priester, Ständigen Diakone und pastoralen Mitarbeiter betraut. Josef Herrmann wurde 1969 in Regensburg geboren. Zwi- schen 1979 und 1988 besuchte er das Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen, wo er auch Klavier und Orgel lernte. Als Dipl.-Kaufmann (Universität Regensburg) arbeitete er zunächst in München und seit 2003 im nahen Burghausen, wo er über viele Jahre in leitender Position tätig war. Der verheiratete Vater einer Tochter lebt seit 2007 in Altötting. Er engagiert sich seit langem am Kapellplatz in Altötting ehrenamtlich, u.a. als Pilgerbetreuer und in diversen Chören. 5

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Gedanken zum 200. Geburtsjahr des Hl. Bruder Konrad von Parzham Zwei Tage bevor im rund 80 Niederbayern am 22. Dezem- hat auf dem Schulweg regel- km entfernten Oberndorf an ber 1818 kurz nach Mitter- mäßig den Rosenkranz gebe- der Salzach das weltberühmte nacht der kleine Hansl das tet, später war er sonntags zu Weihnachtslied „Stille Nacht“ Licht der Welt. Er ist das elfte den verschiedenen Kirchen uraufgeführt wurde, erblickt von zwölf Kindern der Ehe- und Kapellen im näheren auf dem Venushof in Parz- leute Bartholomäus und Ger- Umkreis unterwegs, um meh- ham bei Bad Griesbach in traud Birndorfer. Sein Vater rere Gottesdienste mitzu- bringt ihn gleich am Morgen feiern. So wurde er schon in in die Kirche St. Wolfgang bei Weng, wo er um 9 Uhr auf den Namen des Evangelisten Johannes getauft wird. In jungen Jahren bereits jungen Jahren zum Pilger und Wallfahrer. Er gehörte dem III. Orden des Hl. Franziskus und weiteren Bruderschaften an. Steinstele zur Erinnerung an den Besuch von Papst Benedikt XVI. in Altötting, 2006. Bitte des Papstes an Br. Konrad fahrer, der weiß, warum er Pilger und Wallfahrer Bruder Konrad – wohin geht. Er sucht den Be- Der kleine Hansl hat seine auf der Höhe seiner Zeit nefiziaten Dullinger in Aigen Taufberufung gelebt. Geprägt Bruder Konrad musste nicht am Inn auf, alle 8 oder 14 Ta- war er durch sein religiöses El- der Venusbauer von Parzham ge, einen Weg von 5 Stunden ternhaus. Dort wurde der sein. Er tut dort zunächst sei- legt er zurück, damit er die Glaube nicht nur durch häufi- ne Arbeit. Aber der Besitz Frühmesse um 6 Uhr erreicht ges gemeinsames Beten in der sagt ihm nichts mehr. Darum und dann Ohr und Herz des Familie und den Gottesdien- gibt er ihn weg, teilt ihn auf Seelenführers, der ihm geistli- sten praktiziert, sondern auch für die Armen, für die Dia- che Begleitung gibt. Gehend, durch eine großzügige Gast- spora, für die Erweiterung des pilgernd erschließt sich ihm Br. Konrad - Holzplastik, versilbert und patiniert, Nähe Nordpor- freundschaft gegenüber Pil- Friedhofs seiner Heimatpfar- der innere Weg, und immer tal in der Stiftspfarrkirche Altöt- gern, Wanderern und armen rei. Für 10 Jahre wird er erst klarer wird ihm der äußere. 6 ting, Künstler: Rudo Göschel Mitmenschen gelebt. Hansl einmal zum nächtlichen Wall- Eine Volksmission in Ering St.

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Anna, die jahrelange geistliche Begleitung und der regelmäßige Empfang des Bußsakraments beim Benifiziaten Franz Dullinger bestärken seinen Wunsch, Kapuzinerbruder zu werden. Kapuzinermönch „Konrad“, Dienst an der Klosterpforte Im September 1849 bittet Johannes Birndorfer im Altöttinger Kapuzinerkloster St. Magdalena um Aufnahme. Er erhält das Kleid des Hl. Franz von Assisi und den Ordensnamen „Konrad“. Nach dem Noviziat in Laufen an der Salzach und der Profess am 4. Oktober 1852 wird er mit dem Pfortendienst an der am stärksten frequentierten Klosterpforte Bayerns beauftragt. Dieser Dienst an den Pilgern, Wallfahrern und vielen Mitmenschen dieser Zeit sowie die tägliche Messfeier und das Gebet in der Gnadenkapelle, innig um die Fürsprache „Unserer Lieben Frau“ von Altötting bittend, prägt sein über 40-jähriges Ordensleben bis zu seinem Tod am 21. April 1894 in Altötting. Heiligsprechung Seine Aufnahme in das Verzeichnis der Heiligen am Pfingstfest 1934 durch Papst Pius XI. war nach knapp 200 Jahren die erste Heiligsprechung eines Deutschen. Der letzte vor Bruder Konrad heiliggesprochene Deutsche – auch ein Kapuziner – war 1746 Fidelis von Sigmaringen, der 1622 in den religiösen und politischen Wirren der Gegenreformation als „Märtyrer“ in Seewis in Graubünden zu Tode kam. Beide sind Mitpatro- Guardian P. Norbert Schlenker OFMCap, stellv. Wallfahrtsrektor ne der Deutschen Kapuzinerprovinz. Die Heiligsprechung des Bruder Konrad war ein großes Geschenk und eine starke Ermutigung der Kirche an das durch den Nationalsozialismus schwer geprüfte deutsche Volk. 200 Jahre in unserer Mitte An diesen zweiten großen Heiligen unseres Wallfahrtsortes, neben der Gnadenmutter, soll in Altötting und im ganzen Bistum Passau mit verschiedenen Veranstaltungen in seinem 200. Geburtsjahr besonders gedacht werden. Dazu gibt es im Jahr 2018 rund um den Kapellplatz Sonderausstellungen im Konradkloster, in der Vorhalle zum Romanischen Portal der Stiftspfarrkirche und im Wallfahrtsmuseum Haus Papst Benedikt XVI. Ein Höhepunkt ist das Bruder-Konrad-Fest am 21./22. April, an dem im Rahmen eines Pontifikalgottesdienstes mit Diözesanbischof Dr. Stefan Oster SDB (Sa, 21. April 2018, 10 Uhr) Krippenszene mit Darstellung „Brotschrank des Br. Konrad und Verteilung an Bedürftige“, Krippengang der Basilika St. Anna die Altarweihe bei der Wiedereröffnung der Klosterkirche St. Konrad nach der Renovation erfolgt. Musikalisch gestaltet wird dieser Gottesdienst durch unsere jungen Sängerinnen und Sänger der Altöttinger Kapellsingknaben und der Mädchenkantorei. Das Altöttinger Marienwerk beteiligt sich an den Feierlichkeiten u.a. mit der Vorführung des „Bruder Konrad Films“ in unserem Filmsaal: Mo – Fr 14 Uhr ganzjährig; zusätzlich 31.3. – 31.10 und 24.11. – 16.12.: Sa/So/Feiertags 11.15 Uhr und 14 Uhr. 7

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Kirche als Gebetsgemeinschaft mit Maria zusammen. Das ist leichter gesagt als getan. Das weiß auch Predigt von Msgr. Josef Fischer am Tag des Altöttinger Marienwerks der Herr. Darum bringt er die Sache auf den Punkt. Er leitet Vor der Gnadenkapelle – Msgr. Josef Fischer beim AVE „Wie reich hat uns der Herr bedacht, der uns zu seinem Volk gemacht“. Das sind wir, Schwestern und Brüder: Vom Herrn reich Bedachte, von keit, getragen vom Kapellchor und dem Kapellorchester. Symphonisch gewissermaßen bringen wir den Lobpreis Gottes, indem wir zusammenstimmen und zum Einklang finden wie ein Instrumentaltonwerk, das auf ein Zusammenklingen des ganzen Orchesters hin angelegt ist. So gewinnt unser Beten und Singen an Kraft, so wird es gewinnend und anziehend für andere, so befreit es Vereinzelte zur Gemeinschaft. 1. Wie man Menschen gewinnt. Wie man aber Menschen gewinnt? Diese Frage muss für uns alle von höchstem Interesse sein. Das Evangelium gibt uns dazu einen, wie ich meine, dich sündigt“. Ist denn da ein Blumentopf zu gewinnen? Gar ein Mensch? Des Herrn Rat und Empfehlung: Warte nicht lange, ergreif’ du die Initiative, mach dich auf den Weg, spuck’s aus, sprich aus, was zwischen euch ist. Geh auf den Gegner zu! Wenn du sein Interesse weckst, hast du einen Bruder gewonnen! Das bedeutet: Nicht zum hunderttausendsten Mal sollen die ewig Gleichen angesprochen werden. Nein, schau dich bei denen um, die diese Zuwendung deinerseits nicht erwarten. 2. Wenn zwei einer Meinung werden. Nun ist uns allen klar und bewusst, ein einzelner allein ein mit der Wendung: „Amen, ich sage euch.“ Das heißt: Aufgepasst! Die Ohren gespitzt (…). „Wenn zwei einer Meinung werden, zwei von euch, irgendwo auf der Erde, und zwar über jede beliebige Sache, um die sie bitten werden, dann wird diese Sache ihnen zuteilwerden – von meinem Vater in den Himmeln.“ Dass man jede Bitte erfüllt bekommt, wo gibt’s denn so was? Das ist die Frage: Wo? Wann? Unter welchen Voraussetzungen? Der Herr hat die Antwort gegeben: „Wenn zwei von euch einer Meinung werden.“ Das ist der springende Punkt, das die kritische Wendung, das die Bedingung, ohne die nichts geht (…). ihm zu seinem Volk Gemach- überraschenden Hinweis. Der richtet wenig aus. Das sehen 3. Von der Gemeinschaft im te. Als Kirche sind wir ver- Herr ist im Lehrgespräch mit wir ja schon in den großen Beten. sammelt, vereint mit den Chö- seinen Jüngern und trägt ih- Anliegen Gerechtigkeit, Frie- Vom Bitten spricht der Herr. ren der Engel singen wir das nen den Fall vor, dass – so der den und Bewahrung der Es geht um das Gebet. Hier 8 Lob der göttlichen Herrlich- Herr – „dein Bruder gegen Schöpfung. Tun wir uns also nicht um das Gebet des Ein-

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zelnen. Das steht nicht in Frage. Es geht um das gemeinsame Gebet. Ob es das – so frage ich – noch gibt? Da höre ich eine andere Frage: „In welcher Welt lebst du denn?“ Darauf aber antworte ich: „Ich lebe in einer Welt, die das gemeinsame Gebet so nötig hat wie nur je zuvor.“ Es geht also darum, ob wir, die Kirche, uns zu einem gemeinsamen Anliegen durchringen können. So dass wir nicht „nur“ ein jeder für sich, d. h. für sich allein und in seinem Anliegen betet, sondern dass wir auch eine Gebetsgemeinschaft werden, offen füreinander und für das Heil der Einen Welt, also: für das Heil der Stadt und des Dorfes und für das Heil aller Städte und Dörfer. Als die Jünger damals den Herrn baten: „Herr, lehre uns beten“, da forderte er sie auf, eine Gemeinschaft zu werden und zu sagen: Vater unser… zu uns komme dein Reich… unser tägliches Brot gib uns heute… vergib uns unsere Schuld… führe uns nicht in Versuchung… erlöse uns von dem Bösen. Nicht nebeneinander sollten wir beten, schon gar nicht gegeneinander, sondern miteinander und füreinander. 4. Der Tag des Marienwerks. In der Feier des Sonntags, der gemeinsamen Feier aller Anwesenden, begehen wir jedes Mal das Gedächtnis unseres gemeinsamen Herrn. Und wir begehen heute dazu den Tag des Marienwerks. Dass es eine Gemeinschaft ist, die sich der Förderung der Wallfahrt zu „Unserer Lieben Frau“ und der Kirchenmusik besonders verschreibt, das ist hoch aktuell im Sinn der Kinder- und Jugendförderung, im Sinn des Wallfahrtsortes Altötting, im Sinn der vielen Tausend Mitglieder, im Sinn der Kirche überhaupt, die wir als die eine erkennen, und dann erst als die heilige, katholische und apostolische. Marienwerk als Gemeinschaft der Marienverehrung und des Gebets ist hochaktuell im Sinn der Einen Welt, die so zerrissen ist und doch nur gerettet werden kann, wenn alle gerettet werden. So ist das Marienwerk ein Zeichen, das uns deutlich macht: Fürbittend für die Welt finden wir zusammen und bilden, wenngleich verstreut über Raum und Zeit, eine Gemeinschaft, die uns stärkt, tröstet und unterstützt und uns mit Freude erfüllt. Domkapitular Msgr. Josef Fischer bei seiner Predigt während des Festgottesdienstes 5. Mit Maria zu Jesus. „Der Marienverehrung und im Besonderen der Altöttinger Wallfahrt im weitesten Sinne zu dienen“, ist laut Satzung die Aufgabe des Marienwerks. Die es bisher mit Tat- kraft und Liebe betreut haben, seien hoch bedankt. Dabei steht allen die Namensgeberin des Werkes vor Augen, Maria, das Urbild der Kirche. Sie ist es nicht zuletzt deswegen, weil sie von Anfang an aktives Mitglied der betenden Kirche war und bis heute ist. In der Apostelgeschichte heißt es (1,14), dass die Apostel – und jetzt kommt das Zauberwort – „einmütig“ im Gebet verharrten, zusammen mit den Frauen und mit Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern. Wo aber Maria, die Mutter Gottes, betet, da wird der Blick von ihr auf Jesus gelenkt: „Was er euch sagt, das tut.“ Auf ihn ist zu hören, wenn wir versammelt sind. Denn – so sagt er – „wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Beten wir also mit Maria einmütig, als Gemeinschaft, im Namen Jesu, dass Gottes Reich komme und dass Frieden werde. AMEN. 9

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Das Haus mit noch mehr Leben erfüllt! Ein Resümee des Leiters unserer Altöttinger Kapellsingknaben und der Mädchenkantorei für unsere Mitglieder Seit September 2014 sind un- dankbar, dass dieses große nes Kindes. Mit tollen Er- sere Altöttinger Kapellsing- Werk verwirklicht werden innerungen blicken wir auf knaben und die Mädchenkan- konnte. Insbesondere Ihnen, unsere letztjährige Chorreise torei nun bereits in den neuen liebe Mitglieder des Altöttin- nach Aschaffenburg, Fulda Räumlichkeiten der Singschu- ger Marienwerks, möchte ich und Eisenach zurück, die wir Der gläserne Aufzug in der neuen le des Altöttinger Marien- ein herzliches „Vergelt’s Gott“ Dank großzügiger Spender Singschule ist der Hit! werks untergebracht. Zeit, ein kleines Resümee zu ziehen. Seit dieser Zeit ist sowohl Chorsängern und Instrumentalschülern als auch uns Lehrern das Gebäude zur Heimat geworden. Als künstlerischer Leiter der Altöttinger Kapellsingknaben und der Mädchenkantorei bin ich sehr sagen. Für die über 100 jungen Sängerinnen und Sänger sind hier optimale Bedingungen für die musikalische Ausbildung geschaffen worden. In den Nachwuchschören lernen die Kinder ihre Stimme wahrzunehmen und zu entwickeln, in den älteren Chorgruppen wird die Bandbreite an Chor- und Sponsoren für unsere Kinder und Jugendlichen verwirklichen konnten. In Aschaffenburg gaben wir ein Konzert und in Fulda gestalteten wir das sonntägliche Kathedralamt. Eine große Ehre für uns. Neben der Freude am gemeinsamen Singen stärkt eine Chorreise das Gemeinschaftsgefühl in beson- tesdienstgestaltungen, Friedensgebete, Abendlob, Maiandachten, Mariensingen, Konzerte, Singen für Senioren, u.v.a. So ist es mir eine Freude, mit den Kindern und Jugendlichen, die uns pädagogisch anvertraut sind, das Haus mit noch mehr Leben zu erfüllen. musik erweitert, welche innerhalb der liturgischen Auftritte, aber auch in Konzerten dargeboten wird. derer Weise und es entwickelt die Persönlichkeit der Kinder weiter. Mit unserer Singschule haben Auftritte im Jahr 2017 Unsere Mädchen und Jungen der Altöttinger Kapellsingknaben und der Mädchenkan- Neben unseren zahlreichen wir die besten Voraussetzun- torei sind im Wallfahrtsge- Auftritten in den Kirchen gen, uns auf all die Aufgaben schehen durch ihre vielen Li- Herbert Hager, Leiter der Altöt- rund um den Kapellplatz zäh- vorzubereiten, die wir uns turgiegestaltungen und Auftinger Kapellsingknaben und der len auch Konzertreisen zu den selbst stellen und die an uns tritte nicht mehr wegzudenken 10 Mädchenkantorei Highlights im Chorleben ei- herangetragen werden: Got- – und dies alles zusätzlich zu

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Kathedralamt im Fuldaer Dom den wöchentlichen Einzelstimmbildungen und Chorproben, bei denen die Kinder und Jugendlichen mit Spaß und großer Freude dabei sind. Zu den rund 30 Auftritten in den Altöttinger Kirchen zu Ehren „UnsererLieben Frau“ von Altötting sind für 2017 neben der Chorfahrt nach Fulda, Aschaffenburg und Eisenach insbesondere auch die erstmalige musikalische Gestaltung der Stadtwallfahrt Altötting nach Schärding (im nahen Oberösterreich), das „Summertime“ Open-Air-Konzert im Garten des Caritashauses St. Elisabeth, einer Erholungseinrich- tung für behinderte Menschen, sowie die musikalische Gestaltung des Franziskusfestes und des Friedensgebets in St. Magdalena zu nennen. Während der Adventszeit gestalteten unsere jungen Sängerinnen und Sänger wiederum ein Adventssingen im BRK-Seniorenheim in Altötting. Alljährlicher Höhepunkt war auch wieder das Festliche Adventskonzert am 2. Adventssonntag in der Basilika St. Anna, Altötting. Das Adventskonzert in der Pfarrkirche in Kolbermoor bei Rosen- heim sowie die alljährliche musikalische Gestaltung der Kindermette und des Krippenspiels an Heiligabend in der Basilika St. Anna rundeten das umfangreiche Programm ab. Auftritte im Jahr 2018 Neben vielen Liturgiegestaltungen sind u. a. geplant: 4. März Altöttinger Stadtwallfahrt, Dom St. Stephan, Passau 21. April Festgottesdienst mit Altarweihe, Kirche St. Konrad Festliches Adventskonzert in der Basilika St. Anna 7. Juli Summertime Open-Air-Fest, Caritashaus St. Elisabeth 9. September Tag des Altöttinger Marienwerks 9. Dezember Festliches Adventskonzert, Basilika St. Anna 11. Dezember Adventssingen im BRK-Seniorenheim, Altötting 15./16. Dezember Adventskonzert und Gottesdienstgestaltung, Mariazell 24. Dezember Kindermette mit Krippenspiel, Basilika St. Anna Bisher erschienene CD-Aufnahmen unserer Kapellsingknaben und der Mädchenkantorei: Adventslieder Weihnachtslieder Jauchzet Weitere Informationen unter: w w w. k a p e l l s i n g k n a b e n . d e , www.altoettinger-marienwerk.de oder Tel. 08671-6827. 11

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Am Freitag, den 26. Januar 2018, jährte sich der Todestag unseres verehrten Gründers des Altöttinger Marienwerks, H. H. Prälat Ludwig Uttlinger, zum 40. Mal. Zu diesem Anlass wurde am selbigen Tag um 10 Uhr eine Hl. Messe in der Gnadenkapelle gefeiert. Schlichtheit und Bescheidenheit einerseits, enormer Antrieb und überaus große Schaffenskraft andererseits beschrieben seine Persönlichkeit. Diözesanbischof Dr. Anton Hofmann, Passau, nannte ihn beim Requiem vor 40 Jahren in der Altöttinger Stiftspfarrkirche einen echten „Ministranten und Apostel Unserer Lieben Frau von Altötting“. Prälat Ludwig Uttlinger wurde am 30. August 1899 im oberpfälzischen Riedenburg geboren. Vom Vater das Violinspielen erlernt, besuchte er in Regensburg das Alte Gymnasium und darauffolgend die Philosophisch-Theologische Hochschule sowie die Kirchenmusikschule. Im Jahre 1924 zum Priester geweiht trat er 1933 die Nachfolge von Anton Ebenberger als Altöttinger Stiftskapellmeister an, um neben der Seelsorge als Geistlicher über die Kirchenmusik der katholischen Kirche zu dienen. So komponierte er selbst leidenschaftlich zahlreiche Messen, Motetten und Kirchenlieder. Im Jahre 1946 gründete er am Vorabend von Mariä Verkündigung die „Altöttinger Musikgemeinde“, die 1955 vom damaligen Diözesanbischof des Bistums Passau, Dr. Simon Conrad Landersdorfer OSB, zu einer Pia Unio („fromme Vereinigung“) erhoben wurde, aus dem unser Zum 40. Todestag unseres Gründers H. H. Stiftskapellmeister Prälat Ludwig Uttlinger heutiges Altöttinger Marienwerk hervorging. Unter dem Leitgedanken „Zur größeren Ehre Unserer Lieben Frau von Altötting“ ist es damals wie heute Aufgabe unserer gemeinnützigen Vereinigung, der Marienverehrung und der Wallfahrt zum Gnadenbild der Muttergottes nach Altötting zu dienen. Ein Zitat von Prälat Uttlinger besagt: „Mit der besonderen Verherrlichung der Gnadenmutter möchten wir als Altöttinger Marienwerk auch die Altöttinger Pilger zu einem vertieften, inneren Erleben der Wallfahrt gelangen lassen (…).“ Die Idee der Gründung des Altöttinger Marienwerks - mit Kontakt zur Muttergottes in der Gnadenkapelle, auch wenn man in großer Entfernung zur Gnadenkapelle wohnt - war zweifelsohne eine der herausragendsten Errungenschaften unseres Hochwürdigsten Geistlichen. So lassen wir Prälat Ludwig Uttlinger weiter sprechen: „Natürlich gehört zu einer rechten Muttergottesverehrung auch die Pflege guter Kirchenmusik. Besonders an einem so großen, so bedeutenden Wallfahrtsort wie Altötting. Ja, vielen der Altöttinger Pilger wird das Wallfahrtserlebnis nicht zuletzt auch durch die musikalische Erbauung ver- tieft. Musik rührt des Menschen Herz (…).“ So ermöglicht unser Altöttinger Marienwerk seitdem die regelmäßige Gestaltung des sonntäglichen Wallfahrtsamtes in der Basilika St. Anna mit festlichen Chor- und Orchestermessen. Prälat Ludwig Uttlinger trieb der Leitgedanke „Zur größeren Ehre Unserer Lieben Frau“ immer weiter und unbeirrt voran. „Die Musik reicht alleine nicht aus, das Ziel zu erlangen, dass Unsere Liebe Frau von Altötting immer mehr verherrlicht werde. Es muss da schon mehr zusammenhelfen: Ton und Wort und Bild. So soll von Altötting ein schöner MarienTonfilm ausgehen. Nicht allein für unsere Pilger wird er da sein; er soll vielmehr auch unzähligen Menschen in der weiten Welt draußen die Verehrung der Muttergottes recht eindringlich vor Augen stellen (…).“ So trieb er die Realisierung dieses Gedankens voran und es entstanden in den Jahren 1950 und 1977 die beiden Marienfilme. Sie werden auch heute noch nahezu täglich den Wallfahrern und Besuchern in unserem Filmsaal am Kapellplatz gezeigt. Das war ihm aber noch nicht genug. Um den Wallfahrern und Pilgern die Geschichte des Wallfahrtsortes nahezubringen, ließ er die „Dioramenschau“ erschaffen (im Jahre 1959 fertiggestellt). In hervorragender Ergänzung zu den Marienfilmen werden in 22 kunstvoll gestalteten, dreidimensionalen Schaubildern und Landschaften bedeutende Ereignisse aus der 500-jährigen Geschichte des Wallfahrtsortes vor den Augen des Betrachters ausgebreitet. Ein wahres Meisterwerk, einmalig in seiner künstlerischen Darstellung. Die Erstellung einer Kreuzweganlage im Jahre 1970 war sein letztes bauliches Schaffenswerk für das Altöttinger Marienwerk. Sie lädt in unmittelbarer Nähe zur Gnadenkapelle zum besinnlichen Innehalten und zum Gebet ein. Als „rastloser“ Apostel „Unserer Lieben Frau“ von Altötting war Prälat Uttlinger Initiator für eine Vielzahl weiterer Projekte am Gnadenort. Für seine Verdienste wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Altötting ernannt, ebenso erhielt er 1959 vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. Nach schwerer Krankheit vollendete sich schließlich am 26. Januar 1978 mit dem Tod von H. H. Stiftskapellmeister Prälat Ludwig Uttlinger ein ebenso bescheidenes wie überaus tatkräftiges Priesterleben im Dienste der Wallfahrt zur Gnadenmutter von Altötting. Vom Himmel schaut er auf uns, die wir sein Lebenswerk in bestmöglicher Weise fortführen. 12 13

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Tag des Altöttinger Marienwerks 2017 Es war wieder ein rundum gelungener Tag des gemeinsamen Beisammenseins für unsere Mitglieder und Gäste am Sonntag, den 10. September 2017, in Altötting. Neben den bereits im Mitteilungsblatt beschriebenen Feierlichkeiten der Verabschiedung von Prälat Alois Furtner als Vorsitzender sowie Reinhard Ernst als Geschäftsführer, lag es nun an Domkapitular Msgr. Josef Fischer und Geschäftsführer Josef Herrmann, die Geschicke des Festtags erstmalig zu lenken. Zahlreiche Gratulanten hießen die beiden Neuen willkommen. Viele unserer Mitglieder und Gäste nutzten die Möglichkeit, die Dioramenschau zu besuchen, einen der angebotenen Filme Geschäftsführer Josef Herrmann beim Singen des Antwortpsalms im Festgottesdienst 14 Familie auf dem Kapellplatz auf dem Weg zur Gnadenkapelle anzusehen und mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gespräch zu verweilen. Mit der Jahreshauptversammlung, bei der turnusgemäß alle zu wählenden Vorstände einstimmig wiedergewählt wurden (der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende sind gemäß Satzung bestimmt), endete unser Festtag. Vorankündigung 21. Tag des Marienwerks Sonntag, 9. September 2018 Sie sind alle recht herzlich eingeladen, wieder gemeinsam zu danken und miteinander in Altötting zu beten. Geplanter Tagesablauf (Änderungen vorbehalten) 10:00 Uhr Festgottesdienst in der Basilika St. Anna, anschließend Gelegenheit zur Begegnung im Haus des Marienwerks 12:30 Uhr Filmvorführung zum 200. Geburtsjahr „Hl. Bruder Konrad“ 13:30 Uhr Offene Probe mit unseren Kapellsingknaben und der Mädchenkantorei 14:30 Uhr AVE – Mariengruß vor der Gnadenkapelle mit Segen (Gnadenbild) 15:30 Uhr Musikalische Darbietung Bläserensemble „Altes Blech“ 16:30 Uhr Jahreshauptversammlung Prälat-Ludwig-Uttlinger-Saal Aktuelle Infos: Tel. 08671-6827, info@altoettinger-marienwerk.de, www. altoettinger-marienwerk.de

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Auf ein Wort, verehrte Mitglieder! Wie alle Jahre in unserem Mitteilungsblatt, gestatten Sie uns bitte wieder ein paar persönliche Worte an Sie, liebe Mitglieder. Bitte werben Sie für unsere Gemeinschaft zu Ehren der Muttergottes von Altötting, deren Schutz wir in unserer Zeit besonders brauchen! Der Zeitgeist macht sich leider auch in unserer Mitgliederentwicklung bemerkbar. Bitte helfen Sie mit, indem Sie unsere Informationen in Ihrer Pfarrei an geeigneten Orten auslegen oder interessierte Menschen aus Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis auf unsere Gemeinschaft aufmerksam machen. Kontaktieren Sie uns, wenn wir Ihnen hierfür Exemplare zukommen lassen dürfen. Vergelt’s Gott! Die Mitgliedschaft im Altöttinger Marienwerk bewirkt: • Verbundenheit mit unserer Gnadenmutter von Altötting • Die regelmäßige Feier der Hl. Messe für unsere Mitglieder in der Gnadenkapelle – die Verstorbenen sind besonders eingeschlossen • Marianische Gebetsgemeinschaft, die uns zu jeder Zeit Kraft, Segen und inneren Halt gibt • Persönliche Anliegen, Dank und Bitte, können durch unser Marienwerk wohnortunabhängig der Muttergottes in der Gnadenkapelle anempfohlen werden • Regelmäßiges Kerzenopfer für unsere lebenden wie verstorbenen Mitglieder im Luzernar der Gnadenkapelle • Förderung der Wallfahrt und der Kirchenmusik • Unterstützung unserer Altöttinger Kapellsingknaben und Mädchenkantorei Wir sind eine einzigartige Gemeinschaft am Gnadenort. An dieser Stelle bedanken wir uns ganz besonders bei unseren vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pfarreien vor Ort. Sie stellen sich alljährlich in den Dienst unserer lieben Muttergottes und unseres Altöttinger Marienwerks, um die Beiträge und Spenden sowie Stipendien für die Heilige Messe von unseren Mitgliedern entgegenzunehmen. Sie werben alljährlich auch viele Neumitglieder. Die Zahl unserer Verstorbenen überwiegt leider seit vielen Jahren die der Neuaufnahmen. Umso wichtiger ist dieser Dienst. Eure Hingabe an unsere liebe Muttergottes im unbeirrbaren Glauben ist es, die unsere Gemeinschaft so besonders macht! Die Fürsprache unserer lieben Muttergottes begleite Euch immer und überall! Ihre Gebetsanliegen, Stipendien für die Heilige Messe, Kerzen- spenden und sonstigen Gaben für den Gnadenort sowie alles, was Sie bewegt, können Sie jederzeit per Telefon, Brief, E-Mail oder Fax an uns richten. Persönlich erreichen Sie uns zu folgenden Zeiten: MO – FR 8:00 bis 12:00 Uhr MO – DO 13:00 bis 17:00 Uhr Zusätzlich Karsamstag bis Ende Oktober und während der Adventszeit: SA/SO/Feiertags 10:00 bis 15:00 Uhr Die Dioramenschau und der Filmsaal sind zu diesen Zeiten ebenfalls geöffnet. Altöttinger Marienwerk Kapellplatz 18 · 84503 Altötting Telefon: 0 86 71 / 68 27 Fax: 0 86 71 / 88 15 32 E-Mail: info@altoettinger-marienwerk.de www.altoettinger-marienwerk.de HypoVereinsbank Altötting IBAN: DE36 7102 1270 0009 0060 60 BIC: HYVEDEMM629 15

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Nachlese rund um den Kapellplatz 2017 chese „Tod, wo ist dein Stachel? (1 Kor 15,55) – Unsere Jubiläumsjahr Das Jahr 2017 hatte gleich drei große Jubiläen zu bieten: 100. Jahrestag der Erscheinungen in Fatima, 100. Jahrestag der Feier des Festes Patrona Bavariae und 500. Jahrestag der Reformation. Das Wallfahrtsmotto 2017 geht die Ökumene? Entwicklung und Herausforderungen in der ökumenischen Situation heute“ betrachtet. Sonderausstellung „Fatima“ 2017. S. E. Kurt Kardinal Koch, Bischof em. Wilhelm Schraml und Diözesanbischof Dr. Stefan Oster SDB waren die ersten Besucher der Ausstellung, die bis Weihnachten 2017 zahlreiche Besucher begeisterte. Sterblichkeit und der Glaube an die Auferstehung“ hat er die zahlreichen Zuhörer in der überfüllten Kirche tief bewegt. Pilgerleitertreffen Viel Engagement und Einsatz für die Gnadenmutter von Altötting leisten seit hatte die Bandbreite der Ge- Katechese mit Bischof Jahrzehnten die Pilgerleiter denken zusammengefasst: Dr. Stefan Oster SDB mit der Planung, Organisa- „Mit Maria zu Jesus.“ Die Den Glauben der katholi- tion und Durchführung der Beziehung zu unseren christlichen Geschwistern hat S. E. Kurt Kardinal Koch in ei- Sonderausstellung 100. Jahrestag Marien-Erscheinungen Fatima schen Kirche erklären und durch die Einführung in die Glaubenspraxis einen Im- Wallfahrten das ganze Jahr über. GroßesVergelt’s Gott! Der Einladung zu einem nem vielbeachteten Vortrag Zum Gedenken an den 100. puls geben, das sollen die gemeinsamen Tag in das mit dem Thema „Wohin Jahrestag der Erscheinungen samstäglichen Impuls-Kate- Altöttinger Kultur + Kon- Unserer Lieben Frau vom chesen in der Klosterkirche gress Forum sind auch die- Rosenkranz in dem kleinen St. Magdalena vermitteln. ses Mal wieder rund 160 portugiesischen Ort Fatima In den Monaten Mai bis Teilnehmer gefolgt. Sie wurde eine Sonderausstel- Oktober 2017 wurden die wurden von den unter- lung in Altötting installiert. Artikel des Glaubensbe- schiedlichsten Organisatio- Die Eröffnung dieser Aus- kenntnisses erläutert. Durch nen aus Altötting mit den stellung im Haus Papst Be- Informationen zur Glau- neuesten Informationen nedikt XVI. – Neue Schatz- bensvertiefung eines jeden versorgt. Abschluss und kammer und Wallfahrtsmu- Christen anzuregen, war Höhepunkt des Treffens S. E. Kurt Kardinal Koch in sei- seum – erfolgte im Zuge der auch das Herzensanliegen war dann die gemeinsame nem Vortrag in der Altöttinger Feierlichkeiten zur Wall- von Bischof Dr. Stefan Feier der Heiligen Messe in 16 Stiftspfarrkirche fahrtseröffnung am 1. Mai Oster SDB. Mit seiner Kate- der Kirche St. Magdalena.

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