Albeins-Magazin. Sommer_2018

 

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Albeins-Magazin. Sommer_2018

Popular Pages


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Sommer 2018 Kostenlos Das Magazin für ein genussvolles Leben Das Traumpaar vom Rathaus Rote Früchtchen an 20 000 Bäumen Stippvisite in der Unterwelt Mit dem Stocherkahn auf dem Neckar

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zur Homepage Zu Hause in der textilen Welt Regional verwurzelt, weltweit zu Hause – dafür steht Groz-Beckert. Als international führender Anbieter von industriellen Maschinennadeln, Präzisionsteilen, Feinwerkzeugen und Systemen setzen wir höchste Ansprüche auf Qualität und Präzision unserer Produkte und Services. Mit über 8.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie circa 70.000 Produkttypen für die Bereiche Stricken und Wirken, Weben, Filzen, Tuften, Kardieren und Nähen sind wir der ideale Partner in der Textilindustrie. Wir begleiten Sie zu Ihren Zielen – seit 1852. www.groz-beckert.com

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Liebe Freunde der Schwäbischen Alb, Sommer 2018 unsere Region soll als Wanderparadies neuen Schwung bekommen. Dazu wurde die Kooperation „Hochgehberge“ gegründet, die sich um die Ausweisung und Bewerbung weiterer Premiumwanderwege kümmert. Gut so. Mit den neuen Angeboten wird die Alb für Menschen, die gerne Wanderschuhe schnüren und Rucksack packen, noch attraktiver. Die neue Kooperation macht allerdings auch ein Dilemma im Tourismus deutlich. Einer hat eine gute Idee, gründet eine Initiative, legt sich für die Sache ziemlich ins Zeug und erhält sogar, wenn es klappt, Geld aus öffentlichen Haushalten. Das reicht in der Regel so mal eben, um Personal und einen Flyer zu bezahlen. Schon wenn die Werbetrommel gerührt oder herausragende Veranstaltungen organisiert werden sollen, geht den Initiatoren schnell die Puste aus. Ohne in Schwarzmalerei zu verfallen wird es den „Hochgehbergen“ leider nicht anders ergehen als den übrigen vielen guten Initiativen, von denen es auf der Schwäbischen Alb genug gibt. Eine Bündelung der Aktivitäten tut dringend Not, auch um das an vorderster Tourismusfront arbeitende Personal nicht gänzlich lahmzulegen. Denn jede Initiative, jede Kooperation braucht die Profis, die bereits jetzt schon mehrfach wöchentlich in Arbeitskreissitzungen, Gruppen-Meetings und Mitgliederversammlungen zusammenkommen und vor lauter Terminen kaum in der Lage sind, diese Treffen vor- bzw. nachzuarbeiten. Will die Schwäbische Alb mit ihren vielen guten Ideen im (internationalen) Tourismusmarkt punkten, braucht es effiziente Strukturen und gut gefüllte Werbetöpfe – und den Mut der Verantwortlichen in Ministerien, Kreisverwaltungen und Rathäusern, die Weichen neu zu stellen. Herzlichst, Ihr Rüdiger Gramsch Chefredakteur „Albeins“ Im Tal der roten Früchtchen Eintauchen ins Blütenmeer Feste und Wanderungen rund um die Baumblüte Mostfans in der Schlafstub‘ Die albeins-Tourismusbörse Hoch auf die Berge Löwenstarke Felsenrunde Hinab in die Tiefe Aus der Albwirtschaft Geologische Phänomene Kurvenreiche Strecken Die Stange bleibt am Mann Veranstaltungstipps Theater unter Bäumen Aus dem Leben gegriffen Zwischen Schauspiel und Schlager 04 06 06 08 10 12 14 16 17 18 21 22 24 26 28 30 Die neuen BOLLER-Schorlen mit WiesenObst Erfrischend und lecker AlbEins Impressum Albeins – das Magazin für ein genussvolles Leben Herausgeber: Maitis-Media GbR, Fasanenstr. 15,73035 Göppingen Telefon 07161/944521 Mail: info@maitis-media.de Web. www.maitis-media.de Geschäftsführung: Thomas Kießling, Rüdiger Gramsch, Annika Gramsch Redaktion: Rüdiger Gramsch (v.i.S.d.P.), Andrea Maier, Oksana Neumann (Online) Anzeigen: Helmut Gärtner, Iris Prokein, Andreas Marcus Layout: Anna Kopp Titelfoto: Oksana Trautwein/Shutterstock Albeins im Web: www.albeins.de Druck: Offsetdruck Nagel GmbH, Im Hart 11, 89558 Böhmenkirch NEU NEU NEU Ohne Zusatz von Farb-, Konservierungs- und Aromastoffen. BOLLER Fruchtsäfte Stolz OHG . Hauptstr. 38, 73087 Bad Boll DE-ÖKO-006 3RZ_AN_Boller-Schorle_91x130.indd 1 28.03.18 15:28

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Die Gegend um Neid- Im Tal der roten lingen zählt zu den Früchtchen größtenAnbaugebieten von Kirschen in Deutschland. An mehr als 20 000 Bäumen hängen die roten Früchtchen. AlbEins Foto: Maitis-Media Wenn die Kirschen reifen und rot an den Bäumen hängen, dann herrscht im Neidlinger Tal (Kreis Esslingen) Erntezeit. Die Früchte von mehr als 20 000 Obstbäumen wollen gepflückt sein. Was im Frühling noch als Blütenmeer die Menschen verzaubert, macht wenige Monate später richtig viel Arbeit. Die Kirschenernte ist aufwendig, da kann jeder Helfer gebraucht werden. Dass Neidlingen und das benachbarte Hepsisau in Deutschland zu den größten Anbaugebieten von Kirschen gehören, kommt nicht von ungefähr. Die Hanglagen zur Alb hin mit den fruchtbaren Böden und guten klimatischen Bedingungen sind geradezu prädestiniert für die Kirschbäume. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde damit begonnen, im größeren Stil die Bäume zu setzen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Kirschanbau schon ein wichtiger Erwerbszweig für Neidlingen. In Hepsisau wurde in den 1930er Jahren sogar ein Kirschenmuttergarten angelegt. Hier wurden besonders gute Kirschsorten gepflanzt und die für die Region am besten geeigneten ausgewählt und weiter gezüchtet. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Kirschenernte in und um Neidlingen ihren Höhepunkt. Die Kirsche gilt als wohlschmeckende Frucht, die gar in Liedern besungen und wegen ihres süßen Aromas gerühmt wird. Unter Alexander dem Großen haben Soldaten das rote Obst nach Griechenland und Italien gebracht, die Römer trugen sie später nach Mitteleuropa und ins heutige Deutschland. Zunächst kultivierten vor allem die Adligen in ihren Gärten den Kirschbaum. Später dann, als in der Gegend der Weinbau nichts mehr abwarf, setzte man auf den Obstanbau. Dabei stellte sich heraus, dass der Anbau von Kirschen in großem Stil nicht überall im Land möglich war. Schnell kristallisierten sich Schwerpunkte heraus. Urlaub am Tegernsee ohne Hindernisse ·wunderbare Ausblicke ·ebene Spazierwege ·mit dem Schiff über den See ·mit der Gondel auf den Wallberg ·gemütliche Cafés und Restaurants Buchen Sie unter: www.fewo-concordia.de Oder rufen Sie einfach an: 08022 - 86230 Fam. Wagner/Beilhack 4 großzügige Appartements mit allen Annehmlichkeiten für Senioren familiäre Atmosphäre zentrale Lage in Bad Wiessee viele Zusatzleistungen inkl.

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Eintauchen ins Blütenmeer Auf den Streuobstwiesen blühen die Obstbäume. Das Schwäbische Hanami verzaubert einmal mehr die Menschen im Voralb- Gebiet und am Albtrauf. Es ist wieder soweit: Im Frühjahr entfalten die Bäume auf den Streuobstwiesen im Voralb-Gebiet und am Albtrauf ihren besonderen Zauber. Sie bilden die einmalige Kulisse für das Schwäbische Hanami. Der Verein Schwäbisches Streuobstparadies hat mit vielen Akteuren aus der Region erneut ein attraktives Programm zusammengestellt, um das Blütenmeer immer wieder neu zu entdecken. Auf Wanderungen, Blütenfesten, bei Planwagenfahrten oder bei kulinarischen Veranstaltungen können die Eine blühende Streuobstwiese. Foto: Martin Hummel/SAB Göppingen Teilnehmer das Schwäbische Hanami auf eine ganz besondere Weise erleben. Hundertausende Kirsch-, Zwetschgen-, Birnen- und Apfelbäumen prägen das Schwäbische Streuobstparadies. Die Menschen tragen aber auch Verantwortung für diesen Schatz, denn die Streuobstwiesen sind nicht nur ein Erholungsraum, sondern auch Lebens- und Nahrungsraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Der Verein Schwäbisches Streuobstparadies setzt sich für den Erhalt und die Vermarktung dieser einzigartigen Landschaft ein. Dies geht aber nur mit den engagierten Eigentümern der Streuobstwiesen, die diese oft unter erschwerten Bedingungen hegen und pflegen. Den Wert der Wiesen und des Obstes erkennen zum Glück immer mehr Menschen, die verstärkt auf die mit viel Wissen und Kreativität hergestellten regionalen Produkte aus Wiesenobst zurückgreifen. Der Verein Schwäbisches Streuobstparadies hat zum Schwäbischen Hanami eine Veranstaltungsbroschüre mit allen Events rund um die Obstbaumblüte zwischen April und Juni veröffentlicht. Sie enthält viele Gutscheine, die bei den Veranstaltern eingelöst werden können. Die Broschüre liegt in Rathäusern, Landratsämtern, Tourist-Informationen und Hofläden in der Region aus und kann bei der Geschäftsstelle des Streuobstparadieses angefordert werden. Alle Veranstaltungen sind auch der Internetseite www.streuobstparadies.de zu entnehmen. FESTE UND WANDERUNGEN RUND UM DIE BAUMBLÜTE Freitag, 13. April, 15.30 Uhr Kirschblütenwanderung mit Genuss ab Parkplatz CVJM-Heim Keckbronnweg in Dettingen/Erms Anmeldungen: Roland Lieb, 07123/72270 (10,00 Euro) Samstag, 14. April, 14.30 Uhr Wandern und Schlemmen mit Bärlauch ab Bahnhof Owen Anmeldungen: 07021/83306 (13,00 Euro) Samstag, 14. April, 11 bis 18 Uhr Streuobstblütenfest mit Markt Waldeckhof in Göppingen-Jebenhausen Samstag, 14. April, 14 Uhr, Wildobstspaziergang mit Kostenproben Gärtnerhof Jeutter in Göppingen-Faurndau, Schinderhalde 1 Anmeldungen: 07161/23036 (8,00 Euro) Sonntag, 15. April, 11.15 Uhr, Blütenwanderung im Lenninger Tal ab Teckstr. 14/ Postweg Sonntag, 15. April, 9.30 Uhr Streuobstwiesen im Neidlinger Tal ab Wanderparkplatz Braike (Kirchstraße) Neidlingen 6

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AlbEins Sonntag, 15. April, 10 Uhr Kirschblütenfest in Weilheim/Teck Marktplatz Samstag, 21. April, 14 Uhr Frühlingsblüten-Wiesenwanderung mit Wildkräuterführung ab Gasthof Hirsch, Gosbach, Unterdorfstr. 2 Anmeldungen: 07335/96300 (20,00 Euro) Sonntag, 22. April, 9.30 Uhr Blütenumgang in Dettingen/Erms ab CVJM-Heim Keckbronnweg, Dettingen/Erms Sonntag, 22. April, 9.30 Uhr Blütenmeer rund um Neidlingen ab Parkplatz Ortseingang Neidlingen Anmeldungen: 07382/458 Sonntag, 22. April, 14 Uhr Mit dem Pferdeplanwagen durch das Streuobstparadies ab Parkplatz Sportgelände Lehenäcker in Jesingen Anmeldungen: 07026/950120 (22.50 Euro Erwachsene, 8.50 Euro Kinder bis 12 Jahre) Dienstag, 24. April, 11 Uhr Tag der offenen Obstanalage Gewand Buttenlau in Neuffen Donnerstag, 26. April, 14 Uhr Die Streuobstwiese im Frühjahr Freilichtmuseum Beuren, In den Herbstwiesen (Führung im Eintrittspreis enthalten) Sontag, 29. April, 10.30 Uhr Der Dorsach blüht Vereinsgrundstück des OGB Lichtenstein im Dorsach, an der Straße Im Brett Sonntag, 29. April, 10 Uhr Blütenfest in Hagelloch am Wasserhochbehälter Panoramastraße in Tübingen-Hagelloch Sonntag, 29. April, 11.15 Uhr Blütenwanderung ab Parkplatz Rotenerain, Glemseckstraße Leonberg-Eltingen Dienstag, 1. Mai, 9.30 Uhr Blütenspaziergang und Pfarrgartenhock ab Pfarrgarten Herrenberger Straße in Herrenberg-Kayh Dienstag, 1. Mai 10 Uhr Tag der offenen Tür Dettinger Rosstriebkellerei, Dettingen/Erms Samstag, 5. Mai, 11 Uhr Wildobstspaziergang mit Kostenproben Gärtnerhof Jeutter in Göppingen-Faurndau, Schinderhalde 1 Anmeldungen: 07161/23036 (8,00 Euro) Samstag, 5. Mai, 5 Uhr Alle Vögel sind schon da ab Alte Keltern in Reudern, Kelterweg Anmeldungen: 07022/7581 (5,00 Euro) Samstag, 5. Mai, 14 Uhr Apfelblüte im Ostsorten-Lehrpfad Bad Ditzenbach ab Gasthof Hirsch, Gosbach, Unterdorfstr. 2 Anmeldungen: 07335/96300 (20,00 Euro) Sonntag, 6. Mai, 10 Uhr Apfelblütenfest mit Hanami Lehrgarten beim Sportplatz Lange Halde, Ammerbuch-Entringen Sonntag, 6. Mai, 10 Uhr Baden im Blütenmeer Mössinger Streuobstwegle, Panoramaweg Streuobst, Mössingen Sonntag, 6. Mai, 14 Uhr Blütenfest am Glemser Stausee Obstwiese am Glemser Stausee an der L380) Donnerstag, 10. Mai, 11 Uhr Hofgut-Fest auf der Hopfenburg Hofgut Hopfenburg, Münsingen Donnerstag, 10. Mai, 10 Uhr Traditionelles Blütenfest Obstanlage Isingen an der Kreisstraße Isingen-Geislingen (Nähe Häsenbühlhof), Rosenfeld Sonntag, 13. Mai, 14 Uhr Muttertagskutschfahrt mit dem Pferdeplanwagen durchs Streuobstparadies ab Parkplatz Sportgelände Lehenäcker in Jesingen Anmeldungen: 07026/950120 (22.50 Euro Erwachsene, 8.50 Euro Kinder Montag, 14. Mai, 9.30 Uhr Streuobstwiesen bei Herrenberg ab Bahnhof Herrenberg bei den Infotafeln Freitag, 18. Mai, 14 Uhr Entdeckertour für Kinder – Zickzack auf der Streuobstwiese Ab Kindergarten Ersberg, Ersbergstraße, Nürtingen Anmeldungen: 07022/75381 (5,00 Euro Erwachsene, 2.50 Euro Kinder, 12,00 Euro Familien) Sonntag, 27. Mai, 9.30 Uhr Original Ländle – St. Johann ab Albvereins-Wanderheim Eninger Weide, Eningen Sonntag, 27. Mai, 13 Uhr Es summt im Paradies. Die Welt der Bienen entdecken Freilichtmuseum Beuren, In den Herbstwiesen (Teilnahmegebühr im Eintrittspreis für das Museum enthalten) Samstag 2. Juni, 10 Uhr Die Streuobstwiese um die Hiltenburg Bad Ditzenbach ab Gasthof Hirsch, Gosbach, Unterdorfstr. 2 Anmeldungen: 07335/96300 (75,00 Euro) Sonntag, 24. Juni, 11 Uhr Wildobstspaziergang mit Kostenproben Gärtnerhof Jeutter in Göppingen-Faurndau, Schinderhalde 1 Anmeldungen: 07161/23036 (8,00 Euro) 7

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Mostfans in der Schlafstub‘ AlbEins TEXT: KRISTEN OECHSNER Dem Most haftet vielfach ein „Gschmäckle“ an. Als zu räs und ungenießbar wird das schwäbische Nationalgetränk von seinen Kritikern empfunden. Ein Vorurteil: Der Most von heute ist spritzig und pfiffig, nuancenreich und mit ganz viel Hingabe hergestellt – ein regionales Genussprodukt, eben. Thomas Dieterich ist einer, der den Most vom Keller in die Gastwirtschaft geholt und für seine Renaissance gesorgt hat: 2004 eröffnete er in Erkenbrechtsweiler den „Mostkrug“, inzwischen ein beliebter Treffpunkt für Mostfans und solche, die es noch werden könnten. Der Konditor und Bäcker, der später als Automatisierungstechniker gearbeitet und den kleinen Lebensmittelladen seiner Eltern im Ort geführt hat, prägt die Besenwirtschaft mit einer ganz persönlichen Note. 1957 wurde Dieterich in dem 1922 gebauten Bauernhaus in der Kirchstraße 9 geboren, das zunächst den Großeltern und später seiner Tante Mina gehörte. Als die gestorben war, sollte es abgerissen werden. Ein unerträglicher Gedanke für Thomas Dieterich: „Mir hat das Herz geblutet.“ Plötzlich sei die Idee dagewesen, dort eine Besenwirtschaft einzurichten. Die Umsetzung folgte schnell: „Am ersten Sonntag, kamen zehn Die Gäste aus aller Welt sollen zusammen rücken, die Gemeinschaft pflegen. Die Besenwirtschaft „zum Mostkrug“ gibt es in Erkenbrechtsweiler. Foto: Kristen Oechsner Gäste“, erinnert sich Thomas Dieterich. Zwei Jahre dauerte die Durstrecke, inzwischen ist der „Mostkrug“ an nahezu jedem Öffnungstag mit 200 Gästen voll besetzt. Zu zweit allein an einem Tisch sitzen? Gibt’s bei Dieterich nicht. Die Gäste aus aller Welt sollen zusammen rücken, die Gemeinschaft pflegen. Aus jeder Ritze atmet in der Besenwirtschaft Dorf- und Heimatgeschichte, der Boden knarrt und der alte Ofen verströmt eine heimelige Wärme, an den Wänden hängen alte Familienfotos. Eine charmant-gemütliche Gastwirtschaft mit Museumscharakter hat Dietrich geschaffen, die Atmosphäre ist jedoch alles andere als altmodisch und verstaubt: Das ehemalige Schlafzimmer, die einstige gute Stube und all die anderen Räume wurden in ihrer Größe belassen, füllen sich zu Besenwirtschafts-Zeiten mit Leben. Eng ist’s. Der Geräuschpegel ist hoch. Und doch wirkt kein Gast gehetzt und gestresst, man fühlt sich einfach rundherum wohl bei Schlachtplatte, Zwiebelkuchen und mehr. Eines spielt im „Mostkrug“ nach wie vor die Hauptrolle: Der Most. Zehn Sorten stellt Dieterich selbst her, unter anderem ein Apfel-Quitte-Most oder einen roten Most der laut Dieterich aussieht wie ein Trollinger. Stolz ist der Besenwirtschaft-Gastronom auch aufs „Hugole“, einem Most mit Holunderblüten. Info: Der „Mostkrug“ in Erkenbrechtsweiler, Kirchstraße 9, öffnet im Juli und August freitags und samstags ab 18 Uhr sowie sonntags von 12 bis 19 Uhr. Von Oktober bis Februar ist donnerstags bis samstags ab 18 Uhr sowie sonntags von 12 bis 19 Uhr geöffnet. An jedem zweiten Sonntag findet von zehn bis 12.30 Uhr ein Besenfrühstück statt. Gruppen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten nach Voranmeldung willkommen. www.mostkrug.de. Thomas Dieterich füllt den Most gerne vom Fass in den Krug. Foto: Kristen Oechsner. 8

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Verschenken Sie sorgfältig ausgewählte Produkte aus dem Stauferland. Überraschen Sie mit dem Stauferkischtle Freunde, Mitarbeiter oder Geschäftspartner! www.stauferkischtle.de AlbEins Stauferkischtle DAS GESCHENK AUS DER REGION w w w.mmediakon tor.de m|media kontor jetzt in Göppingen | Mediaberatung | Marketing | Mediendesign | Bildbearbeitung | Herstellung | Tel. 07161 9869904 | info@mmediakontor.de Anz_Albeins_187x66_MMkontor.indd 1 06.03.18 18:56 Öffnungszeiten: Montag & Dienstag Mittwoch – Samstag Sonntag Gasthaus Grünenberg 73333 Gingen / Fils Grünenberg 3 Telefon: 07162 / 72 24 Familien Schaffer / Wöller Ruhetag Bewirtung: 10.00 bis 22.00 Uhr Küche: 11.30 bis 21.00 Uhr Bewirtung: 10.00 bis 22.00 Uhr Küche: 11.30 bis 20.00 Uhr siehIenHofmoepage FALKNER- SPEKTAKEL auf Burg Hohen Neuffen Flugschau der Greifvögel Sonn- und Feiertags 12.00, 14.00 und 16.00 Uhr Aktuelle Termine auf www.falkner-wolfgang-weller.de 9 TAG DER OFFENEN KELTER | So, 15. April · 11-18 Uhr Kulinarisches, ES Music Fans ab 12 Uhr und Kinderbetreuung. Weindegustation: 12€ / Person. Verkauf geöffnet. WEINWANDERTAG | So, 13. Mai · ab 11 Uhr Start an der Frauenkirche in Esslingen oder an der Kelter in Mettingen. Burgblicktreff | Jeden Samstag · 11-16 Uhr März-Oktober, in der Webergasse 7 in Esslingen. Schenkenbergtreff | Jeden Sonn- und Feiertag Mai-Oktober, in den Weinbergen oberhalb der Frauenkirche. Im August Sommerpause. Lerchenbergstraße 16 · 73733 Esslingen-Mettingen · Tel.: 0711 / 91 89 62-0

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Die albeins-Tourismusbörse AlbEins Neue Highlight-Karte Der Schwäbische Alb Tourismus (SAT) hat eine neue Highlight-Karte mit den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Region - vom Oberen Donautal im Südwesten bis zum Ipf im Nordosten der Alb vorgelegt. Die wichtigsten touristischen Leuchttürme des 200 Kilometer langen Gebirges sind darin komprimiert in einem Faltplan dargestellt. Der Inhalt belegt das zurückreichende geschichtliche Erbe der Schwäbischen Alb und die sich daraus ergebenden touristischen Anziehungspunkte. Getreu dem Motto: Inspiriert. Seit Urzeiten. Bestellt werden kann die kostenlose Highlight-Karte beim Schwäbische Alb Tourismus online unter schwaebischealb.de, per E-Mail (info@schwaebischealb.de) oder telefonisch unter 07125 93 930 – 0. Vielfalt der Zolleralb Einen Überblick über die Vielfalt der Zollernalb bietet die neu aufgelegte Imagebroschüre „Komm mit, wir blicken über die Wolken!“ Sie besticht neben den schönen Bildern durch ihren großen Informationsgehalt zu allen Bereichen. Kunst und Kultur, Radfahren und Wandern, Kinderspaß, Geschichte oder Wintersport sind alles Themen, über die ausführlich berichtet wird. Außerdem liefert sie tolle Tipps zur Freizeitgestaltung – für Groß und Klein, für drinnen und draußen, bei Regen oder Sonnenschein. Die Rubrik A-Z liefert Wissenswertes unter anderem zum Albtrauf, zur Hohenzollern-Hymne oder zu den Sonnenstunden. Und für „Neigschmeckte“ gibt’s einen kleinen Sprachführer, selbstverständlich ommasuschd! Kontakt: Tel. 07433/92-1139 Mail. info@zollernalb.com Kulturlandschaft des Jahres Kompakte Infos zu Tübingen Die Landschaft an der Oberen Donau ist „Kulturlandschaft des Jahres 2018“. Der Schwäbische Heimatbund hat die Obere Donau auserkoren und mit diesem Preis bedacht. Baden-Württemberg ist besonders reich an attraktiven Landschaften. Zu den schönsten zählt das Gebiet der Oberen Donau, wo sich in enger räumlicher Folge höchst abwechslungsreiche Eindrücke bieten. Das Projekt Kulturlandschaft des Jahres 2018 soll dazu beitragen, diese so beeindruckende Landschaft zu erleben und zu verstehen, aber auch mitzuhelfen, sie nachhaltig zu gestalten. Der Schwäbischen Heimatbund bemüht seit langem um eine nachhaltige und nicht nur auf materiellen Gewinn zielende Entwicklung unserer Landschaften. Mit dem Projekt Kulturlandschaft des Jahres 2018 soll auf deren Wert und den Umgang damit aufmerksam gemacht werden. Er wirbt in diesem Jahr mit örtlichen Partnern - dem Landkreis Sigmaringen, den Städten und Gemeinden an der Oberen Donau, dem Donaubergland und dem Naturpark Obere Donau - und mit vielerlei Veranstaltungen für die Pflege der Landschaft und eine schonende künftige Gestaltung. Der Verkehrsverein Tübingen hat vier komplett aktualisierte und überarbeitete Broschüren und zahlreiche Flyer vorgelegt. Mit den neuen Informationsklassikern sind Gäste und Tübinger wieder gut versorgt. In allen Broschüren und Flyern wurde das neue Corporate Design der Stadt Tübingen umgesetzt. Mit neuen Führungen und Spezialitäten versammelt der Verkehrsverein in der Freizeit-Broschüre alle buchbaren Vorschläge, Bausteine und Komplettangebote für einen erlebnisreichen Tübingen-Aaufenthalt. Über die Sparten „Tübingen für Einsteiger“, „Tübingen mit der Gruppe“, „Stocherkahnfahrten“, „Tübingen für Kinder und Schulklassen“ und „Museen und Sammlungen“ findet sich der potenzielle Gast schnell zurecht und das richtige Angebot. Mit 84 Seiten Umfang versammelt der Tübinger Gastronomieführer rund 90 kommentierte Einträge, die Bistros, Cafés, Restaurants, Kneipen und Bars in Tübingen und der Umgebung mit ihren Besonderheiten und Spezialitäten vorstellen. Die Broschüren gibt es beim Bürger- und Verkehrsverein Tübingen, Tourist & Ticket-Center, An der Neckarbrücke, 72072 Tübingen, Telefon 0 70 71/ 91 36-0, mail@tuebingen-info.de. Die Alb bleibt attraktiv Mehr Ankünfte, mehr Übernachtungen, mehr Auslandsgäste: Die Schwäbische Alb bleibt die am schnellsten wachsende Tourismusregion in Baden-Württemberg. Für das Jahr 2017 kann die Alb die größte Steigerung bei den Tourismuszahlen innerhalb des Bundeslandes verzeichnen. Sowohl mit den rund 5,6 Millionen. Übernachtungen (+ 4,9%) als auch bei den über 2,5 Millionen touristischen Ankünften (+ 7,3%) liegt das Wachstum deutlich über dem Durchschnitt in Baden-Württemberg (Übernachtungen: +1,7%, Ankünfte: +3,1%). Auch für Gäste aus dem Ausland entwickelt sich das landschaftlich und urzeitlich einzigartige Mittelgebirge zu einem immer beliebteren Reiseziel. Mehr als 923 000 Übernachtungen (+ 5,6%) und über 442 000 Ankünfte (+ 9,1%) aus dem Ausland sprechen für ein ansteigendes internationales Interesse. Die stärksten Reisemonate waren dabei die Sommermonate von Juni bis September, in denen die Region jeweils über 500 000 Übernachtungen monatlich erreicht hat. 10

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Mit neuer App in die Natur Die Mittlere Schwäbische Alb fürs Handy: Raus in die Natur mit dem eigenen, personalisierten Reiseführer. Die neue und schnellere App von Mythos Schwäbische Alb macht es möglich. Gemeinsam mit Outdooractive hat die Tourismusgemeinschaft einen Vorreiter für eine neue Generation von Outdoor-Apps als digitalen Tour- und Ausflugsbegleiter geschaffen, die dem Wanderer auch offline die Daten der Tour bereithält. Als besonderen Tipp weist Geschäftsführer Wolfgang Schütz auf die Homepage von Mythos Schwäbische Alb hin. Alle Informationen aus den neuen Broschüren und weitere Hintergrundinformationen sind unter www.mythos-alb. de zu entdecken. „Städteparlen“ in einem Heft Seit über 40 000 Jahren besiedelt der Mensch die Schwäbische Alb. Hier erfand er die Kunst und die Musik, erbaute gewaltige Märchenschlösser, den höchsten Kirchturm der Welt und wurde im Industriezeitalter zum Tüftler mit Weltruhm. Spuren dieser Kulturgeschichte finden sich im neuen Magazin „StädteperlenAlb“. Auf 24 Seiten präsentieren sich die traditionsreichen Städte der Region mit ihren Sehenswürdigkeiten und kleinen Finessen. Neben buchbaren Touren und Übernachtungen finden Interessierte auch Inspiration für Festivals, Ausstellungen und Shopping. Neben den Veranstaltungen finden sich im neuen Städteperlen-Magazin zahlreiche Ideen, die zu einer individuellen Reise auf die Schwäbische Alb einladen. Das Städteperlen-Magazin kann kostenfrei beim Schwäbische Alb Tourismus online unter schwaebischealb.de, per Mail (info@schwaebischealb.de) oder telefonisch unter 07125 93 930 - 0 bestellt werden. Mehr Gäste im Stauferkreis Im Stauferkreis Göppingen übenachten immer mehr Gäste. 2017 konnte im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs um 5,2 Prozent auf knapp 600 000 Übernachtungen verzeichnet werden. Damit verbucht der Landkreis Göppingen die höchste Zuwachsrate im gesamten Regierungsbezirk Stuttgart. Dahinter folgen die Landkreise Heidenheim und Ostalb mit Zuwächsen von 4,7 Prozent und 3,9 Prozent. Die Zahlen sind für das Landratsamt in Göppingen ein Beleg dafür, dass sch die in den letzten Jahren getätigten Investitionen bemerkbar machen. Dazu zählten die Professionalisierung der Tourismusverbände, die umfangreichen Investitionen in die touristische Infrastruktur in den Bereichen Rad und Wandern oder das systematische Marketing des Landkreises. Ihre passende Musik für alle Gelegenheiten Alleinunterhalter Helmut „Hazi“ Gärtner Fliegen- und Schnakengitter liefert und montiert: Friedbert Blersch e.K. Carl-Benz-Str. 15 • 88471 Laupheim-Obersulmetingen Telefon (0 73 92) 96 60 - 0 • Fax (0 73 92) 96 60 29 www.blersch-insektenschutz.de E-Mail: Info@blersch-insektenschutz.de Bekannt aus der SWR Livesendung „Schwäbische Fasnet“ als „Zwerg vom Berg“ Mobil: 0176 / 41 35 90 39 Mail: hazigaertner@gmail.de AlbEins gut und günstig 11

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Hoch auf die Berge Neue Premiumwanderwege sollen auf der Schwäbischen Alb ausgewiesen werden. Unser Foto entstand auf dem Albsteig (HW1) mit Blick von der Ruine Hohenneuffen über das Albvorland. Foto: Schwäbische Alb Tourismus/Lueger Die Schwäbische Alb soll für Wanderer attraktiver werden. Jetzt wurde die Kreisgrenzen überschreitende Kooperation „Hochgehberge“ gegründet, die die Region als Wanderge- biet voranbringen und neue Prädikatswanderwege auswei- sen möchte. Am 9. September die Wanderregion in Neuffen eröffnet. Kreisgrenzen überschreitend haben sich zahlreiche Partner zusammengeschlossen, um die Mittlere Alb, den Albtrauf und das Biosphärengebiet Schwäbische Alb zu einer Top-Wanderregion im Mittelgebirgsbereich weiter zu entwickeln. Zu den bereits zertifizierten Wanderwegen können laut einer Machbarkeitsstudie 21 weitere, neue Prädikatswanderwege ausgewiesen werden. Insgesamt entstehen dadurch 170 Kilometer neue Prädikatswanderwege. Der Grundstein für eine Bündelung der Werbung und Vermarktung des Wandergebiets mit Unterzeichnung einer Marketingkooperation wurde Ende 2017 gelegt. Unterzeichner sind die Landkreise Esslingen und Reutlingen, das Land Baden-Württemberg, vertreten durch die Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb beim Regierungspräsidium Tübingen, die Tourismusgemeinschaft Mythos Schwäbische Alb im Landkreis Reutlingen sowie 18 Kommunen. Mit dem Zusammenschluss will man auf dem stark umkämpften Wandermarkt wirksam und kraftvoll auftreten. Das Wandergebiet soll unter dem Dach des Schwäbischen Alb Tourismus und der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg als herausragende und besonders nachhaltige Wanderregion auf dem Tourismusmarkt positioniert werden. Mit der Marketingkooperation wurde ein gemeinsamer Marketingpool gebildet, der in den kommenden drei Jahren jährlich mit einem Budget von 100 000 Euro ausgestattet wird. Der Landkreis Esslingen wurde zum Koordinator der gemeinsamen Tätigkeiten bestimmt und wird die Geschäftsstelle der „Wanderregion Mittlere Alb, Albtrauf und Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ mit Sitz bei der Kreisverwaltung in Esslingen übernehmen. Anlässlich der Unterzeichnung der Marketingkooperation wurde bereits die einheitliche Produktmarke vorgestellt. Die Wanderregion wird unter dem Namen „Hochgehberge - Ausgezeichnet Wandern im Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ beworben. Der Slogan „hoch gehen um runter zu kommen“ soll die Gäste einladen, Entspannung und Erholung in abwechslungsreicher Landschaft zu finden. Die künftigen Prädikatswanderwege eröffnen Zugänge zu ganz unterschiedlichen Landschaftsformationen. In Wäldern, auf Blumenwiesen, in einer Auenlandschaft, an Felsformationen vorbei, entlang von Feldern und über Hügel geht es in die Natur, - „Hochgehberge“ sollen Wandern je nach persönlichen Vorlieben und eigener Kondition ermöglichen. Außerdem laden landwirtschaftliche Betriebe und Gastronomen der Wanderregion zum Genuss regionaler Lebensmittel und Produkte ein. Wer sich in dieser Gegend auf den Weg macht, begegnet an vielen Ecken kulturhistorisch Bedeutsames. Es gibt Burgen und Festungen verbunden mit einer langen Geschichte; zuweilen umwoben von Mythen und Sagen. AlbEins 12

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Baden-Württembergs größter und familienfreundlichster Kletterwald auf der Schwäbischen Alb in Laichingen neben der Tiefenhöhle ein unvergessliches erlebnis für dich !!! 28.000 15m²Buchenwald Parcours 244 11Elemente Schwierigkeitsgrade 16Meter Höhe 3,5 -4Stunden Aufenthalt einplanen ab 2 mitJahren klettern biergarten teamtraining jederzeit auf Anfrage möglich Wir sind: Meisterservice, BOSCH eBike expert, für Sie in: Reutlingen Kaiserstraße 52 Tel. 07121 47 07 26 Mo-Fr: 9.30 - 19.00 Uhr Sa: 9.30 - 16.00 Uhr Stuttgart Strohberg 7-9 Tel. 0711 64 92 153 Mo-Fr: 10.00 - 19.00 Uhr Sa: 10.00 - 14.00 Uhr Tübingen Poststraße 3 Tel. 07071 56 87 391 Mo-Fr: 10.00 - 19.00 Uhr Sa: 9.30 - 16.00 Uhr www.kletterwald-laichingen.de . info@kletterwald-laichingen.de DKlaesine DORFBRÄU Export AlbEins www.gruibinger.de 13

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Löwenstark: Blick vom Tierstein bei Bad Ditzenbach. Foto: Alexander Jennewein/Landratsamt Göppingen Löwenstarke Felsenrunde AlbEins Auf der Nominierungsliste zu Deutschlands schönstem Wanderweg 2018 ist auch wieder ein Qualitätswanderweg auf der Schwäbischen Alb zu finden. Der im vergangenen Sommer frisch eingeweihte Löwenpfad „Felsenrunde“ in Bad Überkingen (Kreis Göppingen) ist einer von insgesamt 15 nominierten Wanderrouten in der Kategorie „Touren”. Von ursprünglich 161 Bewerbungen hat der Löwenpfad die Wanderexperten aus ganz Deutschland überzeugt. Der vom Deutschen Wanderverband in der Kategorie „Naturvergnügen“ zertifizierte Rundwanderweg ist 13,3 Kilometer lang und startet unterhalb des Naturschutzgebietes Hausener Wand. Sie überwindet rund 301 Höhenmeter und dauert durchschnittlich etwa 4,5 Stunden. Den Wanderer erwarten eindrucksvolle Ausblicke in das idyllische Filstal, gepaart mit abwechslungsreichen Naturlandschaften und vielen geologischen wie botanischen Highlights am Wegesrand. Insbesondere die einzigartige Reliefgestaltung des so genannten „Doppelten Albtraufs“ mit seinen imposanten Felsformationen im Naturschutzgebiet Hausener Wand zeigt auf dieser Wandertour die typische Besonderheiten der Alb beeindruckend auf. Bis zum 30. Juni können alle Wanderbegeisterten ihre Stimme für Deutschlands schönsten Wanderweg abgeben und nehmen dabei automatisch an einer Verlosung teil. Der schnellste Weg zur Stimmabgabe erfolgt dabei über das Internet unter www.wandermagazin. de/wahlstudio. Die feierliche Ehrung der drei Erstplatzierten erfolgt dann am 1. September auf der Messe „TourNatur“ in Düsseldorf. 2016 hatte es mit dem Wasserfallsteig bei Bad Urach bereits ein Wanderweg der Schwäbischen Alb geschafft Deutschlands schönster Wanderweg zu werden. Die gewählte Bezeichnung als „Löwenpfad“ hat übrigens mehrere Gründe. Einerseits ist der Löwe Bestandteil des Wappens des Landkreises Göppingen und auch im Corporate Design des Stauferkreises fest verankert. Ebenso findet sich der „König der Tiere“ im Wappen der Staufer und des Landes Baden-Württemberg wieder. Zudem ist der Löwenmensch das magische Symbol der Schwäbischen Alb, die als das geschichtsträchtigste Mittelgebirge Deutschlands gilt. Nähere Informationen und Werbematerial zu den Löwenpfaden gibt es unter www.loewenpfade.de. Neue Wanderkarte Für alle Wanderbegeisterten gibt es ab sofort die Wanderkarte zu den Qualitätswanderwegen Albtraufgänger und den Löwenpfaden. Die Wanderkarte im Maßstab 1 : 25.000 enthält Höhenlinien und Schummerung. Sehenswürdigkeiten, Themen- und Erlebnispfade sind besonders gekennzeichnet und mit Namen versehen. Das aktuelle Wegenetz des Schwäbischen Albvereins ist ebenfalls eingezeichnet. Erhältlich ist die neue Karte für 5,70 Euro im Buchhandel, in den Tourist Informationen der Städte und Gemeinden des Landkreises Göppingen oder direkt beim Michael-Welsch-Verlag. 14

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Hinab iTniedfeie Höhlen auf der Schwäbischen Alb machen den Lauf der Zeit sichtbar. Viele von ihnen sind begehbar. AlbEins TEXT: ANDREA MAIER Wenn es auf der Schwäbischen Alb regnet, löst der Niederschlag den kalkigen Felsboden langsam auf und es entstehen Risse, die sich zu Spalten ausweiten. Unzählige Höhlen wurden mit der Kraft des Wassers ausgewaschen und haben die Schwäbische Alb über Jahrmillionen zu einer der höhlenreichsten Regionen Europas werden lassen. Rund 2600 Höhlen sind bislang bekannt, die meisten davon weitgehend erforscht. Viele der zahlreichen Karstquellen haben ihren Ursprung in dem unfassbar komplexen unterirdischen Höhlensystem, das den gesamten Höhenzug des schwäbischen Mittelgebirges durchdringt. In Höhlen wird der Lauf der Zeit sichtbar. Sie zeigen nicht nur die Geologie sondern auch die Entwicklungsgeschichte des Menschen. Unseren Urahnen dienten Höhlen als Wohnraum, aber auch als Kultstätte. Weltweit einzigartige archäologische Funde, wie beispielsweise die ältesten Kunstwerke und Musikinstrumente der Welt, wurden in Höhlen der Schwäbischen Alb entdeckt. Höhlen sind noch dazu reich belebte Biotope, die gesetzlichen Schutz genießen und von Besuchern respektvolle Rücksichtnahme fordern. Seltene Fledermausarten verbringen in ihnen ihre Winterruhe (von Oktober bis März/April). Verständlich, dass die Hohlräume in dieser Zeit nicht betreten werden dürfen. Viele der interessantesten und schönsten unterirdischen Räume sind als Schauhöhlen für Besucher zugänglich. In etlichen Gemeinden engagieren sich Mitglieder von Höhlen-Vereinen. Bei fachkundigen Führungen teilen die Höhlenfachleute ihr Wissen und ihre Begeisterung mit Besuchern jeden Alters. Faszinierende Erlebnisse in der atemberaubenden Unterwelt der Alb sind Schertleshöhle bei Westernheim. Foto: Andrea Maier Faszinierende Erlebnisse in der atemberaubenden Unterwelt der Alb sind garantiert. Besonders in der wärmeren Jahreszeit locken die kühlen, in Dunkelheit gehüllten unterirdischen Räume Tausende Menschen an. 15

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