Sodalenblatt 2_27

 

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Mitgliederzeitung der Marianischen Männerkongregation Altötting

Popular Pages


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105. Jahrgang 2/2017

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Herbsthauptfest am 16./17. September 2017 Samstag, 16. September 2017 18.30 Uhr Rosenkranz im Kongregationssaal 19.00 Uhr Festkonvent im Kongregationssaal Sonntag, 17. September 2017 19.00 Uhr Festgottesdienst in der Basilika St. Anna mit S. E. Bischof Dr. Stefan Oster SDB, Bischof von Passau 10.30 Uhr 12.00 Uhr 13.00 Uhr 12.30 Uhr 13.00 Uhr Zur Lebensweihe nach der Predigt kommen die Sodalen, die schon seit etwa einem Jahr aufgenommen sind. Obmännertreffen im Kongregationssaal Betstunde in der Basilika vor dem Allerheiligsten Unterweisung der Neusodalen für die Aufnahme in die MC in der Schmerzhaften Kapelle der Basilika Aufnahmefeier in der Basilika - Schlusspredigt Eucharistische Prozession über den Kapellplatz Statio vor der Gnadenkapelle - Schlusssegen Liebe Sodalen, wir freuen uns über einen zahlreichen Besuch des Festtages – begleitet von euren Fahnenabordnungen! Unser Programm für Familien Liebe Sodalen, ein ganz besonderes Familienprogramm bieten wir speziell für die vielen jüngeren Sodalen mit Kindern an und freuen uns auf zahlreiche Teilnahme. 19.00 Uhr Festgottesdienst in der Basilika 10.30 Uhr Besichtigung des Kapellplatzes mit den wichtigsten Kirchen und Gebäuden. Anschließend gemeinsame kreative Zeit zum Malen. 12.00 Uhr 13.00 Uhr 13.40 Uhr Wiener Würstchen für Familien und Kinder im Clubraum des Klosters St. Magdalena Kleine Andacht mit Kindersegnung in der Gnadenkapelle Teilnahme an der eucharistischen Prozession zur Gnadenkapelle Familien, die Interesse daran haben, treffen sich gleich nach dem Festgottesdienst vor der Basilika am Bruder-Konrad-Kloster vor der Neuen Pforte. Herausgeber und Verlag: Marianische Männerkongregation e. V. Altötting, Postf. 12 40, Tel. 086 71/ 67 40, Fax 52 43, e-mail: mc-altoetting@web.de, VR meine Raiffeisenbank eG, IBAN: DE97 7106 1009 0000 0029 41 Redakteur: Br. Georg Greimel, Bezugspreis ist im Jahresopfer enthalten. Bilder: Titelbild M. Reiser, Dorfner, Br. Georg, privat

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3 Predigt beim Frühjahrshauptfest der Marianischen Männerkongregation in der Basilika St. Anna in Altötting von Weihbischof Matthias König – Paderborn Liebe Mitglieder der Marianischen Männerkongregation, liebe Schwestern und Brüder im Glauben! I. Bei der jährlichen Feier der Erwachsenenfirmung im Hohen Dom zu Paderborn traf ich im vergangenen Jahr auf einen jungen Mann, einen Medizinstudenten, der gerade katholisch geworden war. Er sagte: „Wir kennen uns“ – und dann fiel mir die Begegnung mit ihm vor einigen Jahren wieder ein. Nach der Feier holte er einen Rosenkranz aus der Tasche: „Den haben Sie mir damals geschenkt: Er hat mir geholfen, diesen Weg zu gehen.“ Sie können sich vorstellen, dass mich das sehr berührt und überaus gefreut hat. Denn hier war sie wieder: Die Bestätigung für den alten katholischen Leitsatz: „Per Mariam ad Jesum – Durch Maria zu Jesus“. Menschen vertrauen sich der Fürsprache der Gottesmutter an und gelangen – sozusagen an ihrer Hand – zu Christus und seiner Kirche. An vielen Gnadenorten geschieht das, auch hier in Altötting. Manche Skeptiker und Spötter sind hier schon Gläubige geworden. Viele Laue haben durch die Gottesmutter wieder zu einem festen Glauben gefunden. Wie viele sind innerlich gefestigt von hier aus in den Alltag zurückgekehrt und zehren von der Glaubensgewissheit, die sie in großer Gemeinschaft oder still in der Gnadenkapelle erfahren haben. Bei Wallfahrten nach Lourdes, die ich immer wieder begleiten darf, erlebe ich seit Jahren jedes Mal Jugendliche, von denen manche bei dieser Gelegenheit einen Anstoß zu einem sehr bewussten Leben mit Christus erhalten haben. Altötting, der zentrale Ort der Marianischen Männerkongregation, ist seit Jahrhunderten ein solcher Ort, an dem viele Zehntausende von Menschen zur Gottesmutter pilgern und genau das erfahren: „Per Maria ad Jesum“. Wenn wir heute das Frühjahrshauptfest feiern, dann sagen wir damit auch Dank für die Gnaden, die auf die Fürsprache Mariens auch heute in reichem Maß in diese Welt und unser Leben kommen. II. 1. Per Maria: Jesum – Durch Maria kommt Jesus in die Welt hinein Gestern, am Hochfest der Verkündigung des Herrn, das auch heute, am 4. Fastensonntag in unserer Feier noch aufklingt, haben wir gefeiert, dass Jesus, der

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4 Sohn Gottes, durch Maria in die Welt gekommen ist. Ihr Jawort hat dem Erlöser eine Tür aufgetan. Durch sie konnte Er in die Welt hinein und zu uns Menschen gelangen. Den Schlüssel zu dieser Tür hat der große Gott in Menschenhände gelegt. Sie öffnet sich erst, als Maria sie mit ihrem „fiat – Mir geschehe nach deinem Wort“ (Lk 1, 38) aufschließt. Dann aber steht diese „Felix caeli porta“ (wie es in einem lateinischen Hymnus heißt, „die glückliche Pforte“) weit offen und Gott kann das Werk der Erlösung in der Menschwerdung seines Sohnes Jesus Christus beginnen. Eines muss uns dabei bewusst bleiben, so vertraut uns das Fest und sein Geheimnis auch erscheint: Nie, liebe Schwestern und Brüder, kam Gott uns Menschen so nahe! Nie hat Gott sich so sehr von einem einzigen Menschen abhängig gemacht! Dahinter steckt seine unendliche Liebe, die sich in unerschöpflicher Barmherzigkeit zeigt. Wir sind Gott alles wert! Wie sehr liebt er uns, wie sehr will er das Beste für uns! Unsere Antwort, liebe Schwestern und Brüder, das, was der liebende und barmherzige Gott von uns ersehnt, ist nichts anderes als unsere Gegenliebe. Sie kann sich in einem Leben aus dem Glauben ausdrücken, in dem ich versuche, es wie Maria zu machen und mich für Gott offen zu halten. Wenn ich dann – wie sie es tat – Christus in die Welt trage durch mein Zeugnis, durch mein Leben, dann habe ich zumindest anfanghaft begriffen, worum es im Christsein geht. Die Marianische Männerkongregation möchte seit Jahrhunderten eine Gemeinschaft sein, in der christliche Männer diese Berufung für sich erkennen und darin bestärkt werden, sie zu leben. Mich berührt immer neu das Zeugnis, das mir andere von ihrer Gottverbundenheit geben, so wie Sie, liebe Sodalen es mit dieser Feier tun. Oft möchte ich mir die sprichwörtliche „Scheibe“ davon abschneiden. Was Menschen aus ihrem Glauben heraus für andere tun, beschämt mich nicht selten. Gerade die Fürsorge für Alte und Kranke ist da zu nennen oder der rastlose Einsatz für die Flüchtlinge und Verfolgten. Wie viele machen es auch heute wie Maria: Ohne große Worte bezeugen sie das Evangelium des Herrn – durch ihr Beispiel! Sie selber, liebe Schwestern und Brüder, könnten sicherlich auch viele Beispiele erzählen. 2. Per Mariam ad Jesum; per Jesum ad patrem Manche Außenstehende werfen der Marienverehrung, wie sie ja seit jeher in der katholischen und orthodoxen Kirche gepflegt wird, vor: „Ihr schaltet mit Maria eine Zwischeninstanz ein. Doch Christus braucht keinen Vermittler, weil er selber der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen ist.“ Sie, die Sodalen, werden das vielleicht auch immer wieder einmal zu hören bekommen. Hier kommt ein uraltes Missverständnis durch, das vor allem nach der Reformation eine große Rolle in den konfessionellen Auseinandersetzungen spielte. Aus den übersteigerten Formen der Marienverehrung des ausgehenden Mittelalters kam die völlige Ablehnung der Verehrung der Gottesmutter als reformatorischer Gegenpol. Doch richtig verstanden nimmt in der Marienverehrung die Gottesmutter den Beter mit zu ihrem Sohn, führt ihn Christus zu, dem sie ja ganz und gar voller Liebe zugewandt ist und bleibt. Der hl. Bernhard von Clairvaux hat diese Erfahrung in die

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5 Aufforderung gekleidet: „Suchen wir die Gnade, aber suchen wir sie durch Maria; denn sie findet, was sie sucht und kann keine Bitte abschlagen.“ Diese Erfahrung werden viele von Ihnen, liebe Sodalen, liebe Schwestern und Brüder, immer und immer wieder gemacht haben: Sie haben Ihre Freude, Ihren Kummer, Ihre Ängste, Ihre Sorgen vertrauensvoll der Gottesmutter gebracht, sie vor ihrem Bilde ausgebreitet – und sie trägt sie mit zu Christus, so dass die Last leichter wird, buchstäblich „erträglicher“. Sie haben die Lasten mitgebracht, die andere Ihnen mitgegeben haben, weil sie es vielleicht selber nicht mehr oder noch nicht konnten – und wurden dadurch wichtige Helfer im Gebet. Es wäre ein Grund zu großem Staunen und noch größerer Dankbarkeit, wenn wir den Berg an Anliegen sichtbar machen könnten, die hier vor dem Gnadenbild in Altötting abgelegt wurden. Was die Beter der Männerkongregation dabei durch Maria zu Christus getragen haben, würde sich dabei hoch auftürmen. 3. Selber Menschen zu Christus führen, damit sie sehend werden (s. Joh 9) Das Vorbild der Gottesmutter Maria, wie es uns dieses Fest heute bewusst vor Augen stellt, möchte uns ermutigen, es ihr weiterhin nachzutun. Gerade das war immer ein Ziel der Marianischen Männerkongregation: Das Beispiel Mariens als Ansporn zu nehmen, Jesus Christus in der Welt zu bezeugen, ihn zu den Menschen zu tragen, Menschen zu ihm zu führen. Denn wir alle dürfen es im Glauben immer wieder erfahren, wie die Begegnung mit ihm heilt. Ganz so wie im Evangelium dieses Sonntags Laetare gehen manchen die Augen erst richtig auf, wenn der Herr sie angerührt hat. Der junge Mann, dem ich bei der Firmung vor einigen Monaten begegnet bin, hat das erfahren, erlebt es offenbar immer und immer wieder. Menschen erfahren es, die es gar nicht erwarten. Neubekehrte berichten davon. Sie haben sich von der Botschaft des Evangeliums ins Herz treffen lassen und sind in Jesus einem Gott begegnet, der nicht Hass und Krieg predigt, sondern Liebe lebt und dafür sein Leben hingibt. Das hat manchem ins Herz getroffen, der dadurch zum Glauben gekommen ist. Wir Christen, gerade auch Sie, liebe Sodalen, die Sie in einer besonderen Beziehung zu Christus stehen, sind dazu berufen, Wegweiser zum Herrn zu sein, andere bei der Hand zu nehmen und sie zu ihm zu bringen. Wir können, wie Maria, dabei lebendige Hinweise auf Ihn sein. Dazu bedarf es des Mutes zum Zeugnis. Dafür will Gott uns immer neu stärken: Wenn wir im Gebet zu Ihm kommen, dürfen wir verwandelt wieder zurück in den Alltag und seine Herausforderungen gehen. Wir dürfen es erleben, dass gerade die Sakramente uns Kraft geben und die heilige Eucharistie uns nährt. Wenn wir dann vertrauensvoll immer wieder „Ja“ zu Gott und seinen Plänen sagen, eröffnen wir Christus auch im Hier und Heute einen Weg in diese Welt, in unser Umfeld und durch uns zu anderen. Dass es solche „Wegweiser“ heute mehr denn je braucht, zeigt ein Blick in die Welt. Lassen wir uns darum durch diese Feier dazu erneut in die Welt senden und durch die Gemeinschaft darin bestärken: Wir können durch unsere Treue zur Gottesmutter andere – wie sie – zu Christus führen. Amen.

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6 Zusammenfassende Gedanken über „Die Logik der pastoralen Barmherzigkeit“ aus Amoris Laetitia, Nr. 305-312 von Pfarrer Josef Fischer, Burghausen Das nachsynodale Schreiben von Papst Franziskus bleibt eine Herausforderung für die Kirche. Die Verantwortlichen in der Leitung und Seelsorge sind eingeladen und gebeten, damit zu arbeiten. Alle Christen sind eingeladen, sich von dem großen Familien-Thema des Papstes ansprechen und bestärken zu lassen, die tiefere Freude im Zusammenleben in Ehe und Familie zu leben. Pfr. Josef Fischer hat aus einigen Kernkapiteln die Evangeliums gemäße Logik für die Seelsorge zusammengefasst. 1. Mut zum Leben in Begrenzungen Für Papst Franziskus verläuft der Weg des christlichen Glaubens wesentlich „inmitten großer menschlicher Begrenzungen“. Sie sind immer gegeben und letzten Endes nicht zu übersteigen. Auch das Wachstum „im Leben der Gnade und der Liebe“ kann nur „inmitten der Begrenzungen“ geschehen. Der Papst wendet sich gegen eine Vorstellung, für die „alles weiß oder schwarz ist“. Wer es so sieht, versperrt nach seiner Ansicht „den Weg der Gnade und des Wachstums“. Zu gehen sind aber unbedingt „Wege der Heiligung, die Gott verherrlichen“. Er allein ist der Heilige (Gloria), der dreimal Heilige (Sanctus), der Quell aller Heiligkeit (Hochgebet). An uns ist es, auf ihn hin zu wachsen, ihm gerade dadurch die Ehre zu geben („Gott verherrlichen“), dass wir als begrenzte Menschen Schritte des Wachstums „im Leben der Gnade“ tun. 2. Mut zum Plan Gottes in seiner ganzen Größe Papst Franziskus vertritt alles andere als ein Christentum zu herabgesetzten Preisen, ein „Evangelium light“ oder irgendeine „Form von Relativismus“. Es geht ihm vielmehr darum, dass man gerade den jungen Christen die Möglichkeit eröffnet, „ganz am Leben der Kirche teilzunehmen“. Würde man sozusagen am Evangelium abspecken, so wäre das sowohl „ein Mangel an Treue gegenüber dem Evangelium“ als auch „ein Mangel an Liebe der Kirche zu den jungen Menschen selbst“. Gerade wenn die Umsetzung des göttlichen Gebotes schwierig scheint, muss man „den Weg der Liebe ... beschreiten“. Denn sie deckt viele Sünden zu (vgl. 1 Petr 4,8). Wenn aber der Papst „Liebe“ sagt, meint er Erbarmen, meint er Mildtätigkeit, meint er die Liebe zueinander, also etwas sehr Konkretes, was wirklich etwas kostet, meint er fernab jedem bloßen Gefühl ein „rechtes Tun“. 3. Mut zur Barmherzigkeit Der Papst macht keinen Abstrich an der Lehre des Glaubens. Was er aber will, ist eine neue und tiefe Achtsamkeit „gegenüber dem Guten, das aber der Heilige Geist inmitten der Schwachheit und Hinfälligkeit verbreitet.“ Der Papst fordert

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7 auf, das Risiko menschlicher Begegnung nicht zu scheuen und sich nicht zu gut zu sein dafür, „sich mit dem Schlamm der Straße zu beschmutzen“. Hier wird seine Ablehnung des schwarz - weiß - Schemas konkret. Man darf nicht warten, bis etwas ganz perfekt geschieht, sondern soll sich an „Wachstumsstufen“ orientieren. Kirche soll das Eine tun – ist gleich – das ganze Evangelium verkünden ohne Abstriche und das Andere nicht lassen – ist gleich – in der Schwachheit der Menschen die Möglichkeit zum Guten sehen. Was die Gläubigen lernen müssen, ist: „die Logik des Mitgefühls mit den Schwachen anzunehmen und Verfolgungen oder allzu harte und ungeduldige Urteile zu vermeiden“. Es geht darum, uns schwachen Menschen eine Chance zu geben, zum einen das leuchtende Ziel und die Hilfe der göttlichen Gnade aufzuzeigen, zum anderen eine von tiefer Einsicht in die menschliche Hinfälligkeit getragene Barmherzigkeit zu üben und beides zu verbinden. Wir sollen Mut haben, den konkreten Menschen in ihrem Ringen, in ihrem Gelingen und in ihrem Versagen nicht auszuweichen. Das ist für den Papst mit die größte Versuchung: dass wir immer gute Gründe finden, die es uns erlauben, „gegenüber dem Kern des menschlichen Leids auf Distanz zu bleiben“. „Mit dem konkreten Leben der anderen ernsthaft in Berührung zu kommen“, darum geht es dem Papst, und er weiß, dass die große Versuchung für den Christen darin besteht, sich vor dieser Begegnung zu drücken. Für ihn ist klar: ob einer lax ist, also zum andern sagt: Es gibt keine Sünde, oder ob einer rigoros ist, also zum andern sagt: Alles ist Sünde, beide treffen sich in dem einen Punkt, dass sie nämlich dem, der mit einer Not zu ihnen kommt, deutlich zu verstehen geben: Lass mich in Ruhe, belästige mich nicht. Das ist genau der Nicht-Barmherzige, für den das Leben aber dann letzten Endes selber leer, langweilig, freudlos, kümmerlich wird. Für den aber, der einem Menschen wirklich begegnet, wird das Leben, sein eigenes Leben „wunderbar komplex“. Also, wenn der eine die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, weil andere schon wieder was wollen, findet es Papst Franziskus „wunderbar komplex“. 4. Die Barmherzigkeit ist die leuchtendste Bekundung der Wahrheit Gottes. Für Papst Franziskus ist die Barmherzigkeit nicht eine Größe, die mit anderen in Konkurrenz steht und schon gar nicht ein schmückendes Beiwerk. Er nennt die Barmherzigkeit Gottes „das pulsierende Herz des Evangeliums“. Als solches ist es nicht nur die Eigenschaft Gottes selber, sondern soll „das Herz und den Verstand jedes Menschen erreichen“. Gott allein ist der Heilige, und uns beruft er, Wege der Heiligung zu gehen. Er ist der Barmherzige, und wir als seine Kirche sollen ein Ort der Barmherzigkeit sein: „Die Braut Christi macht sich die Haltung des Sohnes Gottes zu Eigen, der allen entgegengeht und keinen ausschließt“. Als seine Kinder haben wir Anteil an seiner Heiligkeit und dürfen es wagen, „der bedingungslosen Liebe in der Seelsorge Raum zu geben“. Wir dürfen die Barmherzigkeit als den Ernstfall christlichen Glaubens in seiner täglichen Praxis sehen. Sie steht vordergründig in Spannung mit anderen Weisen oder Äußerungen des Glaubens, vor allem mit Gerechtigkeit und Wahrheit. Aber in der Ordnung des heiligen Gottes, der uns beruft, die Heiligen zu sein, ist eine zunächst hart scheinende derartige Spannung vielmehr als eine tiefe Einheit zu sehen. In ihr wird die Barmherzigkeit „die leuchtendste Bekundung der Wahrheit Gottes“.

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8 Modell für die jugendliche Maria Maria Thoma im Hochaltarbild der Basilika Folgende Geschichte mag vor allem die Spender für die Basilika interessieren. S. K. schreibt: „Der Kirchenmaler Leonhard Thoma war mein Urgroßvater. Aus dem familiären Gedächtnis möchte ich noch ein paar Dinge nachtragen, die für Sie vielleicht von Interesse sind. Leonhard Thoma war mit der Komposition des Hochaltarbildes, die sich aus den recht detaillierten Vorgaben des Auftraggebers ergab, nicht recht glücklich, z.B. dass Maria auf einem Podest postiert werden musste, weil Papst, Prinzregent etc. auf dem Bild untergebracht werden mussten. Hierzu eine lustige Anekdote: Als sich Leonhard Thoma wieder einmal über die Zwänge dieser Auftragsarbeit aufregte, sagte seine ebenfalls aus dem Schwäbischen stammende Schwägerin Wally zu ihm: „Leonhard, reg' di’ ned uff, wann s' es zahlet, na malst ihne' au' a Scheißhäusle naa.“ Die Gottesmutter auf dem Hochaltarbild trägt die Gesichtszüge von Leonhard Thomas Tochter, meiner Großmutter, die ihrem Vater Modell stehen musste, was für ein kleines Mädchen sehr anstrengend war. Maria Thoma, verh. Widenhorn, *13.8.1904, + 19.4.1970, war bei der Einweihung der Basilika erst acht Jahre alt. Ebenfalls auf dem Bild in Form der rosenstreuenden Engel sind Marias jüngere Schwestern, meine Großtanten Clotilde (links), Elisabeth (rechts). Für den Urenkel Luitpold stand meinem Urgroßvater unser Großonkel Karl Modell. – Für mich und meine sechs Geschwister ist es jedenfalls immer ein besonderes Gefühl, beim Hinaufschauen zur Gottesmutter auch auf die eigene Großmutter zu schauen.“ Spenden aus MC-Pfarrgruppen für die Basilika Ampfing: 10,-; 10,-; 10,-; 10,-; 10,-; Aschau: 100,-; Eichendorf: 15,-; Gangkofen: 200,-; Kirchdorf b. Haag: 200,- (MC-PfGr); Rechtmehring: 100,-; Reischach: 1.000,- (MC-PfGr); Rogglfing: 1.000,-; St. Wolfgang: 100,-. Bankgebühren für Geldverkehr: 2,50 Euro Konv = Konvent, MC-PfGr = MC-Pfarrgruppe, JHV=Jahreshauptversammlung Durch weitere großzügige Spenden kletterte das Spendenbarometer seit dem letzten Sodalenblatt um 2.765,00 Euro auf 1.023.011,91 Euro. (Stand: 12.07.2017) Von den 7.500.000,- € Kosten sind schließlich gut 3,96 Mio. an Spenden bei den Kapuzinern eingegangen. Die Marianische Männerkongregation Altötting bedankt sich herzlich bei allen Spendern, die „unsere“ Basilika St. Anna so großherzig bedacht haben.

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9 Erneuerung der Marienweihe, 13. Mai Auszüge der Predigt von Kardinal Reinhard Marx Kardinal Marx nennt das Ostergeheimnis „eine große Explosion“. Es kommt zusammen das Bekenntnis: Jesus lebt! Er ist nicht erledigt. Man kann ihn nicht zum Schweigen bringen. Er ist lebendig gegenwärtig in unserer Mitte. Er ist der Weg und die Wahrheit und das Leben. Das ist der Beginn vom österlichen Glauben, das ist der Beginn der Botschaft vom lebendigen Christus. Das haben wir in die Welt hineinzutragen, das muss auch uns sozusagen dynamisch ergreifen. Mittendrin Maria, die Mutter des Herrn. Von Anfang an wird es erzählt. In der Apostelgeschichte hören wir es, wie sie im Obergemach versammelt sind. Die Jünger waren dabei, die Frauen waren dabei und Maria war dabei. Es gibt keinen Weg der Kirche ohne Begleitung der Gottesmutter Maria. Von Anfang an ist das unser Zeugnis. Sie ist eine zentrale biblische Gestalt, die uns auch ökumenisch verbindet. Dieser Beginn mit Maria führt auch in die Zukunft. Wir werden diesen Weg weitergehen an der Hand der Gottesmutter, wir werden sie immer als Begleiterin haben, die uns hinweist auf diesen Christus. Mit Maria sehen wir, lernen wir, erfahren wir, dass der Kern des christlichen Glaubens nicht zunächst eine „Lehre“ ist, nicht zunächst eine „Moral“, ein „Gedankengebäude“, sondern zunächst und vor allem ein Fest, eine Begegnung, eine Verzauberung der Welt, eine Öffnung der Welt auf das Geheimnis Gottes. Eine Hochzeit, eine Verwandlung von Wasser in Wein, eine Eucharistie. Das ist das Wesen des christlichen Glaubens. Begegnung, Feier, Fest, Hoffnung, Freude, Zuversicht! Daraus ergibt sich der Weg, den wir gehen auch in dieser Gesellschaft: Dass wir Zeugen der Hoffnung sind, Zeugen der Zuversicht, Zeugen dafür, dass die Welt, wie sie ist, nicht bleiben muss, nicht bleiben kann, sondern immer wieder verwandelt werden muss auf die Hoffnung und Möglichkeiten Gottes hin. Und dass dieser Gott ein Kind Mariens geworden ist und damit der Bruder aller Menschen, das ist die revolutionärste Botschaft, die jemals auf dieser Erde ausgesprochen wurde. Und die können nur wir weitergeben. Wer soll das sonst tun? Wer soll von diesem Gott reden? Wer soll diese universale Botschaft in die Zukunft hineintragen? 1917 war ein hoffnungsloses Jahr. Noch ein Jahr dauerte der Krieg. Die Erscheinungen in Fatima waren ein Signal der Hoffnung, der Versöhnung, des Friedens. Und auch hier: Die Gottesmutter Maria als Patrona Bavariae zu verehren war insofern ein Zeichen der Hoffnung! Schauen wir doch auf das, was wirklich von Gott her kommt, und lassen wir endlich ab von den Dämonen des Misstrauens, der Angst, der Gewalt über andere Menschen, des Besitzes, zu herrschen, sich durchzusetzen. Sondern schauen wir auf den Geist, der vom Evangelium her kommt, der der einzige Geist ist, der nachhaltig und wirksam die Geschichte prägen kann, im guten Sinne lenken kann. Welch ein Glück, welch eine Freude, dass wir Maria haben. Dass wir mit ihr gehen können. Dass sie mit uns geht. Dass wir an ihrer Hand entdecken, dass Jesus Christus der Weg zum Vater ist. Und Jesus unser Bruder und der Bruder aller Menschen. Heilige Maria, Mutter Gottes, Patrona Bavariae, bitte für uns jetzt und in der Stunde unseres Todes. Bitte für dieses Land, segne dieses Land! Amen.

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Impres „100 Jahre Pat in Mü AanmdeInrfeovsetartnediltd. er MC werden Broschüren, Flyer und vieles Bischof Stefan Oster SDB als Teilnehmer bei der Sternwallfahrt. Reinhard Kardinal Marx zelebriert die Hl. Messe. Vor der Mariensäule erteilt der Ka

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12 Aus dem Kongregationsleben Präses und Vizepräses informieren über aktuelle kirchliche Ereignisse und das MC-Leben wie z. B. das Marianische Jubiläum in Rom. Die Einkehrtage zum Papstschreiben „Amoris Laetitia“ werden nachbesprochen. 100 Jahre Marienerscheinungen in Fatima sind Thema. Die Sodalen werden motiviert, bei der Feier am 13. Mai in München anl. 100 Jahre Patrona Bavariae mitzufeiern. 500 Jahre Reformation kommen zum Zug mit der Rechtfertigungslehre, Jubiläen werden vorbereitet, Vorstände gewählt. Die Zahl der Neuaufnahmen lässt hoffen. Es gibt Informationen zur Renovierung der Bruder-Konradkirche anl. des 200. Geburtstages des Heiligen 2018 u.v.a. mehr. Oberbergkirchen, 08.02.2017. Jesus führt die Gebote an die Wurzel und verschärft sie, so der Präses. Ein Sodale wird in der Hl. Messe aufgenommen. Bei der Versammlung im Pfarrstadel beklagt der Obmann eine Verwässerung kirchlicher Vorgaben. Das Papstschreiben „Amoris Laetitia“ ruft ein geteiltes Echo hervor. Bürgermeister und Pfarrer kommen später. Peterskirchen/Emertsham, 19.02.2017. In der sehr gut besuchten Hl. Messe kommen die Kinder von der Kinderkirche dazu. Schwerpunkt der Versammlung ist der Beschluss, die Pfarrgruppen von Emertsham und Peterskirchen mit einer Leitung zu vereinigen. Als Dreierspitze werden einstimmig gewählt: Obmann Alois Becher, stellv. Obmann Josef Kraus, Beirat Alois Steckermeier. Man möchte neue Mitglieder anwerben. Geratskirchen, 20.02.2017. Zwei Sodalen werden kirchlich aufgenommen. Pfr. Kasper und ein Diakon feiern mit. Fünfzig Prozent der Mitglieder wählen den Vorstand einstimmig wieder: Obmann Engelbert Fürlauf, Stellv. Hans Huber und Kassier Andreas Langreiter; Josef Demmelhuber wird dazu gewählt. Nach Totengedenken, Bericht des Obmanns und Kassenbericht wird ein Jubilar für 60 Jahre geehrt. Der Obmann dankt Gottfried Brandmüller für die Arbeit in der Leitung. Br. Georg erzählt von großen Jubiläen in diesem Jahr. St. Georgen, 05.03.2017. Viele Gläubige sind bei der Hl. Messe in Konzelebration mit Pfr. E. Wollmann. Adam und Christus stehen im Mittelpunkt der Predigt des Präses. Bei der Wahl wird die Dreierspitze einstimmig bestätigt: Obmann Alois Dandl, Schriftführer Rudi Stadler, Kassier Peter Huber. Der Obmann berichtet, stellt eine Neuaufnahme beim Hauptfest in Aussicht und dankt für die Wahl und alle Dienste und Helfer. Br. Georg erzählt von den vielen Ereignissen und Jubiläen. Perach, 08.03.2017. Mit dem Motto „Mit Maria zu Jesus“ stimmt der Präses die sieben Kandidaten zur Neuaufnahme ein. Pfr. Samereier und Pfarrvikar Kuma Kishore konzelebrieren. Beim Oberwirt folgt der reichhaltige Bericht von Obmann Manfred Grabmaier. Der dankt Karl Heindlmeier für lange Jahre in der Dreierspitze. Der Obmann wird einstimmig wiedergewählt. Stellvertreter Siegfried Diensthuber wird in Abwesenheit einstimmig wiedergewählt, Peter Vitzthum wird zum Kassier gewählt. Nach dem Bericht von Br. Georg berichtet Pfarrer Samereier über Kunst und Kirche wie eine Monstranz mit Patrona Bavariae, den Konradaltar in Ulbering, die Koronakapelle in Birnbach und Konradbilder an Bauernhäusern.

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Poing, 09.03.2017. Pfr. Christoph Klingan konzelebriert. Der Präses predigt zum Thema „Mit Maria zu Jesus“. Obmann Emmeran Lang ehrt seinen Zwillingsbruder Martin Lang für 50 Jahre Mitgliedschaft. An der MC-Kapelle wird der regelmäßige Rosenkranz von dreißig bis fünfzig Leuten gut angenommen. Br. Georg berichtet neben dem Üblichen davon, dass Bischof Stefan Oster auf lebendige, wachsende Gruppen setzt. Die MC ist eine kaum vergleichbare Gruppe. Neben „Onkel Ivo“ wird die neue Kirche gebaut. Die Einweihung mit dem Patrozinium Sel. P. Rupert Mayer soll im Oktober 2017 sein. Oberndorf, 11.03.2017. In der JHV ist bereits die Zweierspitze gewählt worden: Ernst Greger und Josef Waxenberger. Jetzt ergänzt der Obmann zum Fest in München und bedankt sich bei allen, auch den Westacher Sängern, die Gottesdienst und Versammlung gestalten. Der Präses geht auf die großen Jubiläen ein und erzählt eine schöne Geschichte zum Hochaltarbild in der Basilika. Zahlreiche Nachbarpfarrgruppen feiern mit. Attel und Dorfen, 12.03.2017. Das Leben Martin Luthers aufzeigen – gerade im Hinblick des diesjährigen Reformationsjubiläums ein Anliegen von Vizepräses Br. Ludwig Wörle. So auch bei den beiden Konventen in Attel und Dorfen, wo er einen kurzen Film über den Reformator zeigt. Es schließen sich sehr lebhafte Diskussionen an. Während Obmann Anton Baumann in Attel darauf hinweist, dass im kommenden Jahr Neuwahlen anstehen, wird dieser Schritt in Dorfen am Nachmittag schon vollzogen. Obmann Rudi Raab bleibt mit seiner Vorstandschaft im Amt. Beide Obmänner blicken auf vergangene Veranstaltungen zurück und bitten auch in Zukunft um gute oder noch bessere Teilnahme der Sodalen. Guter Kirchenbesuch 13 zeichnet beide Pfarrgruppen aus, sodass in Attel die Predigt zum Thema „Heimatlosigkeit“ und die Bruder Konrad-Andacht in Dorfen auf viele interessierte Ohren stößt. Waldhausen, 15.03.2017. In der vom Chor gestalteten Hl. Messe nimmt der Präses drei Sodalen auf. Aus dem Bericht von Obmann Rupert Seidl ragen heraus die JHV mit zwei Filmen über den Festabend und das Baumziehen so wie die Jubiläen von drei Priestern aus der Pfarrei mit 25, 50 und 60 Jahren. Rupert Anzenberger wird zum 90. Geburtstag geehrt. Neben den Ereignissen rund um die MC und die Jubiläen muss der Präses verschiedene Fragen beantworten. Babensham, 18.03.2017. Die Kirche wird noch renoviert, daher findet die Hl. Messe mit dem Vizepräses und seiner mitgebrachten Predigt zu „Widerstand und Ergebung“ im Saal statt. Zum Konvent im Gasthaus Latein kommt Pfarrer Weiß dazu und weist in seinem Grußwort auf den Film „Mary´s Land“ hin, den man nach seinen Worten gesehen haben soll. Br. Ludwig zeigt einen Film über Martin Luther und ruft dazu auf, miteinander statt übereinander zu reden. Obmann Martin Manhart ruft dazu auf, am Fest Patrona Bavariae teilzunehmen und gedenkt eines verstorbenen Sodalen. Buch a. Buchrain, 19.03.2017. Am 3. Fastensonntag, dem Josefstag, steht die Frau am Jakobsbrunnen im Mittelpunkt. Br. Georg nimmt einen Sodalen kirchlich auf, einer legt die Lebensweihe ab. Obmann Johann Haberl begrüßt die Nachbarpfarrgruppen aus Isen, Lengdorf und Hohenlinden. Der Präses geht ausführlich auf die Rechtfertigungslehre ein. Die Heimfahrt führt über Lengdorf. Obmann Martin Geisberger feiert seinen 70. Geburtstag.

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14 Reichertsheim, 22.03.2017. Im Gasthaus Wagenspöck begrüßt Obmann Franz Unterreitmeier die Nachbarvereine und gibt einen kurzen Bericht. Br. Georg geht vor allem auf das Rechtfertigungsdekret ein. In der Hl. Messe erinnert der Präses an 60 Jahre Römische Verträge und nimmt zwei Sodalen auf. Gangkofen, 29.03.2017. Die Beichte vor der Hl. Messe wird genutzt. Kaplan Markus Hochheimer konzelebriert. Nach der Predigt zum Thema „Mit Maria zu Jesus“ nimmt der Präses fünf Sodalen auf. In der Kommende gibt der Präses die üblichen Infos. Stellv. Obmann Johann Spitzl berichtet von den Jahren nach 2009. Zum 175-jährigen Bestehen ist die Fahne restauriert und geweiht worden. Das Bruder-Konradreliquiar ist restauriert worden. Jedes Jahr gibt es Mai- und Rosenkranzandachten. Statistisch sind 82% über 55 Jahre. Fünfzehn Sodalen sind unter 45. Obmann Josef Häglsperger möchte eine Neuwahl. Die etwas zähe Wahl auf drei Jahre ergibt: Obmann Häglsperger und Albert Hundsberger werden einstimmig wiedergewählt, Georg Zelger wird dazu gewählt. Stellvertreter Johann Spitzl wird bedankt für viele Jahre im Vorstand. Au a. Inn, 02.04.2017. Im Gasthaus Pfeil berichtet Obmann Josef Eder von der feierlichen Maiandacht und dem Ausflug nach Plattling und Osterhofen. Er ist froh um zwei Neuaufnahmen beim Herbsthauptfest. Er empfiehlt drei Wörter, Bitte, danke, Entschuldigung und bedankt sich bei den sieben Reichertsheimern. Der Reindl Sepp erhöht die Stimmung. Vor vielen Gläubigen predigt der Präses über die Erweckung des Lazarus. Die Beichte vor der Hl. Messe wird genutzt. Huldsessen, 04.04.2017. Nachdem der amtierende Obmann Konrad Holzner verstarb, ist nun eine Neuwahl der Vor- standschaft notwendig. Zur dafür einberufenen Mitgliederversammlung kommt Sekretär Michael Reiser und organisiert gemeinsam mit Ortspräses Pfarrer Josef Vilsmeier die Nachfolge. Nach einem ersten Termin können sich noch keine Kandidaten finden, kurze Zeit später aber stellen sich Gerhard Vilsmaier, Benno Seidl und Peter Sporrer bei einem weiteren Ortstermin der MC-Versammlung zur Wahl und leiten ab sofort die Geschicke der Pfarrgruppe. Bonbruck, 05.04.2017. Sodalen und Obmänner aus Margarethen und Bodenkirchen geben die Ehre. Pfr. Voss konzelebriert. Maria führt zu Jesus, so der Präses, der vier Sodalen aufnimmt. Obmann Albert Laubenbacher wird einstimmig wiedergewählt, Georg Grubwinkler und Franz Waxenberger werden zur Dreierspitze gewählt. Der Obmann dankt Hubert Pichlmeier und Wolfgang Aimer für lange Jahre in der Leitung. Er berichtet von Maiandachten reihum in den Kirchen. Pfarrer Voss dankt dem Präses für die Stärkung der Sodalen. Ein Bodenkirchener regt an, wenn ihr Obmann Josef Schleibinger nicht mehr kann, die drei Pfarrgruppen zusammen zu legen. Oberneukirchen, 06.04.2017. Bei der JHV erzählt der Präses von den großen

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runden Jubiläen. Obmann Anton Linner berichtet von neun Ehrungen. Beim Einkehrtag haben weniger teilgenommen als sonst. Und er gibt einen Ausblick. Pfarrer Armin Thaller spricht von einer Prägung durch Luther durch das katholische Verbot, die Bibel zu lesen. Er macht deutlich, was heute notwendig ist, die Weitergabe des Glaubens in Form der eigenen Erfahrungen, an denen sich die Jungen reiben können sollen. Die Beichte vor der Hl. Messe wird genutzt. Erlbach, 09.04.2017. Am Palmsonntag gestaltet der Erlbacher Dreigesang den ergreifenden „Boarischen Kreizweg“. Im Gasthaus Prostmeier gibt der Obmann den Rückblick. Wichtig ist die Besprechung der vier Obmänner im Pfarrverband mit Pfr. Samereier. Heraus ragen das Jubiläum in Reischach und das Musikfest in Perach. Anstehendes wird angekündigt. Pfr. Samereier bekommt zum runden Geburtstag zwei Glaskelche mit der Muttergottes und dem hl. Bruder Konrad sowie Gefäße für Wasser und Wein und ein Ständchen. Der Ortspräses bedankt sich für die Geschenke und bringt allerlei Geistliches. Präses Br. Georg spricht vom Jahr der großen Jubiläen. Bei der Wahl wird die Dreierspitze in Obmann Pfeffer, Stellvertreter Josef Rothenaicher und Konrad Hochhäusl einstimmig bestätigt. Der Obmann zeigt Bilder vom Chiemsee und der Dietersburger Pferdewallfahrt. Reicheneibach, 11.04.2017. Wie immer besteht am Dienstag in der Karwoche vor der Hl. Messe Beichtgelegenheit. Der Präses geht kurz auf das Tagesevangelium ein und nimmt zwei Sodalen auf. Obmann Xaver Vockinger berichtet von der Teilnahme in Altötting und Reischach. Bei der Feier in München sollen Sodalen präsent sein. Die Sodalenblätter liegen in der Kirche aus und mögen mitgenommen werden. Das unterstreicht auch Br. Georg. 15 Neben den Jubiläen geht der Präses auf Luther und die Rechtfertigung ein sowie auf das Schreiben Amoris Laetitia. Lengdorf, 17.04.2017. Sieben Nachbarpfarrgruppen mit Fahnen nehmen teil. Br. Georg zielt in der Predigt ab auf die Weitergabe des Glaubens. Er nimmt zwei Sodalen für Lengdorf und einen für Isen auf. Obmann Martin Geisberger schließt an das Thema der Predigt an. Der Präses spricht über Feiern und Jubiläen. Das Thema Reformation regt einige Fragen an. Altbgm. Rübensaal hofft auf weitere Schritte in der Ökumene. Eiselfing, 22.04.2017. „Selig, die nicht sehen und doch glauben!“ ruft Br. Ludwig kraftvoll der großen Schar Gottesdienstbesucher zu. Beim Wirt übermittelt der Vizepräses Grüße von Br. Georg und zeigt wieder den Film über Martin Luther. Für viele ist es bei der anschließenden Diskussion schwer, in Luther etwas anderes zu sehen als den Kirchenspalter. Man ist sich aber einig, dass man aufeinander zugehen und das Gemeinsame in den Vordergrund stellen muss, damit die Christen glaubwürdig sind in den Augen der Welt. Obmann Josef Manhart ehrt unter anderem einige Jubilare. Neumarkt St. Veit, 26.04.2017. Sehr gut arbeiten die Kongregationen in Neumarkt und Feichten zusammen. So auch geschehen beim gemeinsamen Konvent in Teising, wo insgesamt vier Sodalen aufgenommen werden, drei aus Feichten und ein wackerer Mann aus Neumarkt. Die beiden Obmänner Andreas Hammermaier und Helmut Hüttner hoffen beim Wirt, dass ihre Pfarrgruppen weiteren Zuwachs an Sodalen bekommen. Vizepräses Br. Ludwig spricht über Martin Luther und stellt fest, dass viele dankbar sind, über den Kirchenreformator etwas zu hören.

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