Vereinszeitung 4-2017 SC Impuls e.V.

 

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Vereinszeitung 4-2017 SC Impuls e.V.

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Nummer 4-2017 Zeitschrift des sc im·puls erfurt e.V. Vereinshöhepunkte in 2018 Stadtgeschichte aufgefrischt Frankfurt-Marathon mit Bestzeit Jubiläum beim Thüringer Klassiker Cup Sprechstunde mit Dr. Uwe Kahl Nikolausgeschenke zum Volleyballturnier Helferdankeschön – Orgelandacht in der Frauenkirche

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sc im·puls – Nachrichten Der Kommentar Füße lügen nicht Geschafft. Die Gans vertilgt, die Pute verschlungen. Den Kloß verdaut und den Fruchtsalat genossen. Also ab in meine neuen Laufschuhe. Auch, wenn ich gerade weit weg von hier bin und ganz sicher weder Pulswärmer noch lange Hosen brauche. Aber halt gute Schuhe. Aber welche sind die richtigen? Die Debatte darum ist beinahe so alt wie das Laufen. Nur war damals, in einem Land vor unserer Zeit, die Auswahl an Laufschuhen so begrenzt, dass das Gerede kaum länger als eine Kaffeepause gedauert hat. Jetzt aber haben wir die Qual der Wahl. Und nicht alle können so einen Schuhkauf in einem Fitness-Tempel so cool finden wie Achim Achilles. Obwohl selbst der hinter seiner Schnodderigkeit auch nur verbirgt, was andere lauthals sagen: Es ist anstrengender, die richtigen Schuhe zu kaufen als zehn Kilometer durch den Steiger zu hetzen. Selbst bei Schlamm. Doch diese schmerzensreichen Besuche auf Laufmessen und in Sport-Oasen könnten jetzt vorbei sein. Nicht, weil ich langsam an die Rente denke. Sondern weil ich jüngst in dem seriösesten Nachrichtenmagazin Deutschlands einen Beitrag rund um den Laufschuh gefunden habe, der einer gewissen Logik nicht entbehrt. Der Beitrag ließe sich in einem Satz zusammen fassen: Vertraut euren Füßen und nicht den Gurus, die einmal das Barfuß-Laufen in einem federleichten Schuh favorisieren und einmal den besonders stark gefederten Schuh als der Weisheit letzten Schluss preisen. Also: weg von all den Ratgebern, die von der Sportschuh-Lobby gesponsert werden. Oder von großen Ketten. Oder von Leistungssportlern. Schlüpft in die Schuhe hinein. Wenn die nicht sofort mit dem Fuß verschmelzen, nehmt den nächsten. Erlaubt euch wieder mehr, auf das eigene Gefühl zu hören. Weil: Füße lügen nicht. Esther GOLDBERG Aus der Vorstandssitzung In der Vorstandssitzung am 27.11.2017 wurden nachfolgende Themen behandelt: - Information und Beratung zur Fortführung des Projektes Vereinszeitung „Im·puls“ 2018 - Teilnahme von Mannschaften am Rennsteigstaffellauf. Info zur Durchführung des Lauftrainings dienstags und donnerstags. - Info zur Auswertungsveranstaltung 20. Thüringer Klassiker-Cup und deren Fortführung in 2018. - Die Auswertung zum Steiger-Triple 2017 findet am 18.01.2018 im Foyer der LA-Halle statt. - Info zur durchgeführten Vereins-Stadtführung - Info zur Helfer-Danke-Schön-Veranstaltung - Beratung zum Haushalt 2018 - Info und Organisation von Vereinsaktivi- täten im Dezember, z.B. Vereinsstammtisch, Nikolausturnier Volleyball, Gymnastik-Weihnachsfeier etc. - Info zum durchgeführten 20. Sondershäuser Kristalllauf - Allgemeines • Aufnahme – Luise Krieghoff, Pauline Barz und Marika Krause durch einstimmigen Beschluss • Austritte – Odette Schirmbacher, Peter Grüning, Manuela Kirchner und Tobias Schramm Die erforderlichen Beschlüsse zur Umsetzung wurden gefasst. Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag Januar 2018 Thurm, Ingo Haß, Alexander Knappe, Ulrike „65“ Barthel, Horst Timm, Birgit Bomberg, Dirk Ritze, Karola „55“ Kalb, Helfried Gansinitz, Ulrich Grohall, Norbert Röckert, Dieter Barthel, Inge Kilb, Udo 04.01. 04.01. 11.01. 12.01. 12.01. 16.01. 17.01. 20.01. 22.01. 22.01. 23.01. 28.01. 29.01. Februar 2018 Peter, Rose Marie „80“ Franke, Dr. Heike „60“ Jeziorski, Andree Mende, Gabriele Heise, Ralf Kölsch, Wolfgang Teitge, Lutz Selig, Hannes Keiling, Hendrik Minzenmay, Eberhard Henze, Ingo „50“ 01.02. 08.02. 11.02. 11.02. 12.02. 13.02. 14.02. 18.02. 20.02. 22.02. 28.02. März 2018 Braun, Jörg Krieghoff, Marcel Münch, Günther Krieghoff, Luise Herrmann, Maik „40“ Smeibidl, Reinhard Eberlein, Rainer Held, Matthias Herrmann, Michael 10.03. 11.03. 13.03. 14.03. 17.03. 18.03. 23.03. 24.03. 27.03. Mitgliedsbeitrag 2018 wird fällig DE57 8205 1000 0130 0691 24 Termin: bitte max. bis 31. 3. 2018 Im·puls wünscht allen Aktiven, Sponsoren und Geschäftspartnern ein erfolgreiches und glückliches Jahr 2018 2 im·puls Nummer 4 - 2017

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„Der Verein steht auf gesunden Füßen“ Vereins-Chef Olaf Kleinsteuber will auch 2018 mit voller Kraft durchstarten Das Jahr 2017 geht zu Ende. Manches ist im Verein richtig gut gelaufen, anderes hat nicht ganz so gut geklappt. Ein Gespräch mit Vereins-Chef Olaf Kleinsteuber. Was war aus der Sicht des Vereins die beste Geschichte in diesem Jahr? Der Verein, das sind die Mitglieder. Und bei fast 100 Mitgliedern und bei der Vielzahl der Für unseren Verein kann ich sagen, die Füße sind Gesund. Mit ihnen könnte man Marathon laufen. Wird es einen höheren Beitrag geben? Wir haben seit unserer Gründung nur einmal eine Änderung am Mitgliedsbeitrag vorgenommen und das war zur Einführung des Euro. Wir werden auch in 2018 daran nichts ändern. Aber wir schauen auch schon nach 2019, wenn wir mit geringeren Einnahmen im Sponsoring und auch bei Veranstaltungserlösen rechnen. Deshalb werden wir unseren Mitgliedern eine Beitragserhöhung ab 2019 vorschlagen. Aktionen kann man das nicht in einen Satz fassen. Wir haben es als Verein in 2017 wieder geschafft, Interessierten jene Rahmenbedingungen zu schaffen, die ein attraktives Vereinsleben ausmachen. Das sportliche Angebot konnte durch eine Volleyballgruppe erweitert werden. Feierlichkeiten gehörten aber genauso wie gemeinsame sportliche Aktionen dazu. Es gibt nicht die einzelne beste Geschichte. Es gab viele. Manche Mitglieder haben sich über neue Bestzeiten gefreut oder über das Erreichen der Ziellinie. Eine gute Geschichte war sicherlich für Marcel Krieghoff die Nominierung in die Nationalmannschaft und die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Berglauf. Für mich persönlich war das erste gemeinsame Radrennen mit dem Enkelsohn auf Rügen der Knaller. Steht der Verein finanziell auf gesunden Füßen? Ich werde an dieser Stelle keine Vergleiche mit anderen Vereinen in Erfurt anstellen, aber es ist schon bemerkenswert, wie die kleinen ehrenamtlichen Vereine mit wenig oder gar keiner Unterstützung zurechtkommen und dabei noch so manchen Euro für die Jugendarbeit erwirtschaften und im Gegenzug werden Millionen für den kommerziellen Sport verbraten. Erfreulich für uns ist eine Erweiterung des Athleten-Sponsorings. Aus dem Verein und aus dem Vorstand ist Tobias Schramm ausgetreten. Was war der Grund? Ich bedauere seine Entscheidung. Mir wäre es lieber gewesen, er hätte weiter sein Engagement für die Laufbewegung im Verein fortgeführt. Wir akzeptieren aber auch seine Entscheidung. Das Leben ist nun mal kein 5000-Meter-Rennen auf der Bahn. Wie viel Ehrlichkeit braucht es? Wenn in einem Verein oder Sportclub, so wie wir es sind, fast 100 Personen miteinander auskommen wollen, dann geht das nur wenn man neben der sportlichen Fairness beim Wettkampf auch sonst offen, ehrlich und mit der entsprechenden gegenseitigen Achtung sich begegnet. Ein offenes Wort ist in den meisten Fällen ein guter Schlüssel um Unstimmigkeiten auszuräumen und das gemeinsame Ziel, die Freude am Sport, anzugehen. Was ist im kommenden Jahr geplant? Der Kalender ist wieder so voll mit Aktionen, dass fast kein Platz ist für den Urlaub. Neben unseren Traditionsveranstaltungen, der Zweitage-Rennsteig-Radtour, dem Thüringer Frauenlauf und dem Erfurter Waldlauf, der RadTourenfahrt und dem Radmarathon und dem Kristall-Lauf werden wir viele Aktionen von der Frauentags-Feier bis hin zum Helfer-Dankeschön organisieren. Viel Spaß hatten wir in diesem Jahr bei der Premiere unser Tour de Vin. Die wird es 2018 wieder geben. Gespräch: Esther GOLDBERG im·puls Nummer 4 - 2017 sc im·puls – im Gespräch 3

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sc im·puls – Bericht Wie begrüßen sich zwei Päpste? Kurzweilige Geschichtsstunde durch die Stadt An diese Scherzfrage aus meiner Kinderzeit musste ich denken, als Dieter Röckert die Gründungsgeschichte unserer alten Universität erzählte. Damals hieß die Antwort immer gleich: „Zwei Päpste können sich nicht begrüßen. Es gibt ja nur einen.“ Dessen bin ich nun eines anderen belehrt worden. 1378 hat sich die Stadt Erfurt bei Papst Clemens VII. für die Gründung einer eigenen Universität beworben und ein Jahr später dafür eine Stiftungsbulle erhalten. Da aber der Landesherr, Erzbischof Adolf von Mainz, die Fronten wechselte und sich Papst Urban VI. zuwandte, wurde eine Eröffnung unmöglich. Aber die Erfurter Stadtväter blieben hartnäckig und bemühten sich ein zweites Mal um die Genehmigung zur Gründung einer Universität, die ihnen im Jahr 1389 der römische Papst Urban VI. dann erteilte. 1392 wurde die Universität Erfurt als dritte Universität innerhalb der Grenzen des heutigen Deutschlands eröffnet. Aber es war nicht die einzige Geschichte unserer Stadt, die wir zur Stadtführung unseres Sportvereines zu hören bekamen. So sahen wir auf dem Fischmarkt an einer Hausfassade die personifizierte Darstellung der fünf Sinne und am Nachbarhaus die vier Haupttugenden. Wir erfuhren vom Neubau unseres Rathauses und dass die Statue auf dem Fischmarkt keinen „Roland“ darstellt sondern einen bewaffneten Krieger. Wir entzifferten die Inschrift am Balkon des Hauses in der Allerheiligenstrasse, in welchem 1473 der erste Druck eines Ablassbriefes stattfand. Und wir lernten auch, dass in der Michaelisstraße das älteste Rechenbuch von Adam Ries gedruckt wurde. Wir wissen jetzt, wo der Erfurter Schatz gefunden wurde, wo Erfurts älteste Glocke hängt, dass der Stifter der Dreifaltigskeitskapelle, Johannes Bonemilch, im Jahr 1507 Martin Luther zum Priester weihte und wie man die Kurve kratzt. 4 im·puls Nummer 4 - 2017

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Das „Haus zum Sonneborn“, der Kulturhof Krönbacken und die Krämerbrücke waren ebenfalls Stationen unserer geschichtsträchtigen Stadtführung. Selbstverständlich gehörte auch ein Glas Glühwein dazu. Zum Abschluss des ersten Teils schauten wir noch kurz bei Pittiplatsch vorbei. Ein wenig trotzig sitzt er da, mit seiner weißen Mütze und mit dem Rücken zur Krämerbrücke zu gewandt. Ihm ist bestimmt die neue Rathausbrücke etwas zu breit geraten. Im Anschluss an unsere Stadtführung empfing uns Wolfgang Kölsch zu einer kleinen Besichtigung der Thüringer Staatskanzlei. Mit sehr lebendigen Worten schilderte er uns die Geschichte der ehemaligen kurmainzischen Statthalterei bis hinein in die heutige Gegenwart. Besonders imposant der barocke zweiseitige Treppenaufgang und der Festsaal „Grande Salle“ mit seinem Deckengemälde. Anschließen durften wir das Audienzzimmer des Ministerpräsidenten, den Sitzungsraum der Thüringer Minister sowie weitere Besprechungsräume besichtigen. Mit einem Blick in die Geschenke-Vitrinen endete dieser äußerst interessante Abend. Aufgeschrieben von Norbert GROHALL im·puls Nummer 4 - 2017 5

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sc im·puls – Bericht Brennende Füße und ein lockender Luftballon Kölsch qualifizierte sich für den New-York-Marathon mit neuer Bestzeit Am Samstag traf ich mich mit Susanne in Erfurt und wir fuhren gemeinsam mit dem Auto nach Frankfurt/Main. Auf der Messe wurde die Startnummer abgeholt und ich traf mich mit ein paar Bekannten zum Fachsimpeln. Nach Leertrinken des Krombacherstandes, Gruppenfotos, Pastaparty in der Festhalle und kleiner Shoppingtour (die nächsten 2 Paar Laufschuhe stehen schon fest) ging es zurück ins Hotel und von dort direkt zur Warmup-Runde. Man soll ja dem Feind ins Auge sehen, also ab zur Mainzer Landstraße, wo am nächsten Tag zwischen Kilometer 30 und 35 der Mann mit dem Hammer warten wird. Eine 8-km-Schleife mit kleinem Schlenker zum „Hammering Man“ an der Festhalle, noch einmal Pasta, ein kleiner Absacker und dann ab ins Bett. Es passte zu meiner relativen entspannten Stimmungslage dieses Mal, dass ich nachts nur einmal kurz wach wurde. Der Blick aus dem Fenster bei dieser Gelegenheit verhieß aber wenig Gutes: Starkregen und heftiger Wind… Auch beim Frühstück noch Weltuntergangswetter, wir philosophierten darüber, was man ansonsten noch Schönes in Frankfurt machen könnte statt bei diesem Wetter zu laufen, aber schon beim Weg zum Shuttlebus wurde es immer besser. Kein Regen mehr, Wind erträglich. Mit nunmehr 4 Teilnahmen weiß ich, dass GPS und Frankfurt City nicht funktionieren. Die Pace Angabe auf der Uhr kann man in den Hochhausschluchten vergessen, daher lief ich die ersten 5 km nur nach Gefühl. Es fühlte sich zäh an und ich wurde durch langsame „Sperrriegel“ mehrfach ausgebremst, dennoch vermied ich Beschleunigungseinla- gen. Gleichmäßig zu laufen war die Devise. Bei km 5 hatte ich eine Zeit von fast 24 Minuten, das war dann doch ein bisschen zu langsam, also steigerte ich vorsichtig das Tempo. Als ich auf dem einzigen Bergaufstück der Strecke zwischen km 5 und 10 geradezu spielerisch eine Zeit von rund 23 min herauslief, kam Hoffnung auf eine gute Endzeit auf. Ich hielt ich das Tempo und wartete bis km 14, dort war ich fast genau bei 1:04 h. Diese Zeit mal drei ergab 3:12, da war klar, es ist „was drin“ heute, denn ich lief nicht am Anschlag. Etwa bei km 20 beim Durchlauf durch einen kleinen Ort rief der dortige Streckensprecher „der 3:14 er Ballon ist gerade durch“. Diesen hatte ich seit dem Start nicht mehr gesehen hatte und er war bestimmt zwei Minuten vor mir über die Startlinie gelaufen, 3:14 minus 2 Minuten: passt! Bei km 23 sah ich den Ballon dann das erste Mal, noch ziemlich weit weg, so dass ich die Schrift gar nicht lesen konnte, aber in den folgenden Kilometern saugte ich mich langsam ran. Das war mein Ziel dieses Mal. Etwa bei km 30 hatte ich ihn dann fest im Blick, da war er vielleicht noch 20 m vor mir. Das änderte sich auch auf der Mainzer Landstraße nicht. Etwa bei km 34 begannen dann aber die brennenden Fußsohlen massiv zu werden und mich beim Laufen zu behindern. Ich be- fürchtet schon, viel Tempo verloren zu haben, denn der Ballon entfernte sich wieder etwas von mir, aber bei km 35 war es wieder eine 22er Zeit für 5, noch alles gut. Etwa bei km 36-37 fuhr dann plötzlich ein Kamerawagen parallel zu mir durch die Straßen, wie ich inzwischen weiß, wegen des holländischen Prinzen Pieter-Christiaan, der war an dieser Stelle mit 2 Bodyguards unterwegs, allerdings etwas langsamer als ich (er kam am Ende auf eine 3:17), so dass ich ihn nach 2 Kurven hinter mir ließ. Kurz vor km 40 dann die einzige Geh-Einlage der Strecke. Am dortigen Verpflegungsstand blieb ich kurz stehen und kippte zwei Becher Cola. Es musste sein, ich brauchte einen Koffeinschub. Danach das alljährliche Hassstück des Parcours. Die Kopfsteinpflasterpassage kurz hinter km 40 ist nur 200 m lang, aber sie kommt einem vor wie 5 km, und die Füße brennen. Bei km 40 noch einmal ein Tempocheck, die letzten 5 km zwar etwas langsamer, aber nur 1 Minute (23:xx), die persönliche Bestzeit und die Qualifikation für New York (Zeit unter 3:15) schaffe ich. Ab der Alten Oper, etwa bei km 40,5, nicht mehr nachdenken! Nicht mehr auf die Uhr schauen! Die schmerzenden Füße sind gar nicht da! Kopf ausschalten! Alles ist schön! In 10 Minuten ist alles vorbei. Nach dem Zieldurchlauf dann der Blick auf die Uhr: 3:12:59 h, persönliche Bestzeit, etwa 45 Sekunden schneller als in Hamburg 2016, Platz 124 von 1.850 in der Altersklasse sowie Platz 1.649 von 8.790 Männern. Bei den parallel ausgetragenen Deutschen Meisterschaften im Marathon reichte es sogar zu Platz 43 in der Altersklasse. New York 2018 kann kommen! Wolfgang KÖLSCH Nachtrag: Auch Heike Franke vom sc im·puls lief in Köln persönliche Bestzeit: 4:17 Stunden. Ebenfalls in Frankfurt war Susanne Philippus und Maik Herrmann erfolgreich unterwegs. 6 im·puls Nummer 4 - 2017

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sc im·puls – Bericht Jubiläum beim Thüringer Klassiker-Cup Festveranstaltung in Königsee sah nur Siegende Als vor 21 Jahren der Thüringer Leichtathletik Verband alle Veranstalter des damaligen Citylauf-Cups einem Zwangssponsoring unterziehen wollte, entstand die Idee zu diesem Cupwettbewerb, der sich seither großer Beliebtheit erfreut. Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Einer liegt sicherlich darin, dass es keine einschneidenden Regularien gibt, und somit Jeder und Jede teilnehmen kann. Alljährlich haben seit der Gründung an diesem Wettbewerb, zu dem 9 Laufveranstalter gehören, um die 100 Läuferinnen und Läufer teilgenommen. Die Abschlussveranstaltung, zu der alljährlich alle aktiven Läuferinnen und Läufer eingeladen wurden, ist immer ein Höhepunkt. Die Herzlichkeit, mit der diese Veranstaltungen organisiert wurden, war stets zu spüren. Nach Stationen wie Erfurt, Eisenach, Sondershausen, Weimar, Vesser, Gotha, Mühlhausen, Beuren, Hohenfelden und Treffurt fand die Veranstaltung in diesem Jahr in Königsee statt. Der SV Thüringia Königsee, Veranstalter des Stadtwaldlaufes in Königsee, konnte alle Aktiven einmal mehr von seiner perfekten Organisation überzeugen. Ein liebevoll eingerichteter Saal im Waldhaus, Kaffee und Kuchen vom feinsten, belegte Brötchen, Wiener und entsprechende Getränke warteten auf die 92 Aktiven. Neben der Ehrung der Leistungen aller eingeladenen Läuferinnen und Läufer gab es mit „Hans im Glück“ auch eine musikalische Umrahmung, die zum Mitmachen anregte. Der Dank für diese gelungene Veranstaltung gebührt neben den Lauffreunden vom SV Thüringia Königsee vor allem der Firma Federn Osswald und dem Laufladen Erfurt. Eine besondere Ehrung gab es für 16 Aktive, die an allen 9 Laufveranstaltungen teilgenommen hatten. Sie können sich über einen Freistart bei allen 9 Laufwettbewerben des Thüringer Klassiker-Cups 2018 freuen. Olaf KLEINSTEUBER im·puls Nummer 4 - 2017 7

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sc im·puls – Bericht Am 28.10. erfolgte der Start zum mittlerweile 20. Kristall-Lauf im Sondershäuser Brügman-Schacht, ca. 680m unter der Erdoberfläche. In den ersten Jahren waren es immer etwas über 100 Starter, was aber nur an den geringeren Einfahrkapazitäten des damals kleineren Förderkorbes lag. Vor einiger Zeit wurde die Förderanlage vergrößert und das Teilnehmerlimit konnte nun auf 500 Starter erhöht werden. Der Lauf ist so bekannt, dass die Teilnehmer aus ganz Deutschland und aus einigen Nachbarländern anreisen und das Teilnehmerlimit bereits im Sommer erreicht wurde. Veranstalter ist der SV Kristalllauf mit tatkräftiger Unterstützung vieler Helfer vom sc im·puls erfurt. So mussten z.B. bereits im Vorfeld stundenlang aus einem großen Salzblock viele kleine Salzstücke herausgearbeitet und diese manuell auf die begehrten Finisher-Pokale geklebt werden. Vor Ort waren Startunterlagen auszugeben, Verpflegungsposten zu besetzen und Siegerehrungen durchzuführen. Die Zeitmessung erfolgte in diesem Jahr durch Sportfreunde vom Laufservice Jena, die ihren Job routiniert und ohne Fehler absolvierten. Als Sprecher fungierte Siegfried Weibrecht, der die Läufer anfeuerte und die Zuschauer 20. Internationaler Kristall-Lauf Jubiläum in Sondershausen

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mit Fachwissen unterhielt. Im Rahmen der Siegerehrung trat als besonderes Highlight zum Jubiläum die bekannte Thüringer Band „Rest of Best“ im Festsaal auf und machte eine Mega-Stimmung nach dem Lauf. Den Lauf über ca. 10,6 km gespickt mit einigen Höhenmetern gewann in überragender Manier Marcel Krieghoff von unserem Verein in einer Zeit von 36:46 min (und 1:15 min Vorsprung vor dem Zweitplatzierten). Der Gesamtsieg bei den Frauen ging an Kathrin Klein (ohne Verein) in einer Zeit von 46:43 min. Hier die Ergebnisse der anderen Finisher vom Im·puls Erfurt: Luisa Krieghoff 55:14 min (3. Platz AK W20) Juliane Groch 59:13 min (5. Platz AK W20) Ingo Thurm 39:41 min (2. Platz M40) Michael Herrmann 48:11 min (1. Platz AK M60) Text: Silvo JESCHE Fotos: Foto-Team Müller, Frank Naumann

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im·puls-Kalender 2018 Januar 1 Mo 2 Di 3 Mi 4 Do 5 Fr 6 Sa 7 So 8 Mo 9 Di 10 Mi 11 Do 12 Fr 13 Sa 14 So 15 Mo 16 Di 17 Mi 18 Do 19 Fr 20 Sa 21 So 22 Mo 23 Di 24 Mi 25 Do 26 Fr 27 Sa Im·puls-Ski-Tag 28 So 29 Mo 30 Di 31 Mi Februar 1 Do 2 Fr 3 Sa 4 So 5 Mo 6 Di 7 Mi 8 Do 9 Fr 10 Sa Im·puls-Ski-Tag 11 So 12 Mo 13 Di 14 Mi 15 Do 16 Fr 17 Sa 18 So 19 Mo Mitgliederversammlung 20 Di 21 Mi 22 Do 23 Fr 24 Sa 25 So 26 Mo 27 Di 28 Mi 2018 März April Mai Juni 1 Do 1 So Ostersonntag 1 Di Maifeiertag 1 Fr 2 Fr 2 Mo Ostermontag 2 Mi 2 Sa 3 Sa 3 Di 3 Do 3 So Wartburg-Schleife 4 So 4 Mi 4 Fr 4 Mo 5 Mo 5 Do 5 Sa 10. Schiller-Staffel-Lauf 5 Di 6 Di 6 Fr 6 So 6 Mi 7 Mi 7 Sa 7 Mo 7 Do 8 Do Frauentagsfeier 8 So 8 Di 8 Fr 9 Fr 10 Sa 11 So 9 Mo 10 Di 11 Mi 9 Mi 9 Sa 10 Do Christi Himmelfahrt 10 So 6. Erfurter Waldlauf 18. Thür. Frauenlauf 11 Fr 11 Mo 12 Mo 13 Di 14 Mi 12 Do 13 Fr 14 Sa 12 Sa 13 So 25. Gothaer City-Lauf 14 Mo 12 Di 13 Mi 14 Do 15 Do 15 So 15 Di 15 Fr 16 Fr 17 Sa 28. Possenlauf ASV-Steiger-Frühjahrscross 18 So 16 Mo 17 Di 18 Mi 16 Mi 17 Do 18 Fr 16 Sa 17 So 18 Mo SpreewaldMarathon 19 Mo 19 Do 19 Sa 19 Di 20 Di 20 Fr 20 So Pfingstsonntag 20 Mi 21 Mi 22 Do 23 Fr 21 Sa 22 So 5. Drei-Türmelauf 78. Steiger (Pizza) Lauf 23 Mo 21 Mo Pfingstmontag 22 Di 23 Mi 21 Do 22 Fr 23 Sa Rennsteig-Staffellauf 24 Sa 24 Di 24 Do 24 So 25 So 26 Mo 27 Di 25 Mi 26 Do 27 Fr 25 Fr 26 Sa 46. GutsMuthsRennsteiglauf 27 So 25 Mo 26 Di 27 Mi 28 Mi 28 Sa MTB-Schneekopftour 28 Mo 28 Do 29 Do 30 Fr Karfreitag 31 Sa 29 So 30 Mo 29 Di 30 Mi 31 Do 29 Fr 30 Sa 17. ZweitageRennsteig-Radtour

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im·puls-Kalender 2018 Juli August 1 So 17. ZweitageRennsteig-Radtour 1 Mi 2 Mo 2 Do September 1 Sa 2 So 3 Di 3 Fr 3 Mo 4 Mi 4 Sa 4 Di 5 Do 5 So 5 Mi 6 Fr 6 Mo 6 Do 7 Sa 12. thür. ULTRA 8 So 9 Mo 7 Di 8 Mi 9 Do 7 Fr 8 Sa 9 So 15. Treffurter Stadtlauf 10 Di 10 Fr 10 Mo 11 Mi 12 Do 13 Fr 11 Sa 12 So 13 Mo 9. Erfurter RadTouren-Fahrt 11 Di 12 Mi 13 Do 14 Sa 14 Di 14 Fr 15 So 16 Mo 17 Di 15 Mi 16 Do 17 Fr 15 Sa 16 So 80. Steiger (Honig) Lauf 17 Mo 18 Mi 19 Do 20 Fr 18 Sa Sommerfest 19 So Zweitalsperrenlauf Tambach-Dietharz 20 Mo 18 Di 19 Mi 20 Do 21 Sa 21 Di 21 Fr 22 So 22 Mi 22 Sa Tour de Vin 23 Mo 23 Do 23 So 24 Di 24 Fr 24 Mo 25 Mi 26 Do 27 Fr 25 Sa 26 So 38. Königseer Stadtwaldlauf 27 Mo 25 Di 26 Mi 27 Do 28 Sa 28 Di 28 Fr 29 So 30 Mo 31 Di 29 Mi 30 Do 31 Fr 29 Sa 30 So 14. Nordhäuser Citylauf Oktober November Dezember 1 Mo 1 Do 1 Sa Helfer-Dankeschön 2 Di 2 Fr 3 Mi Tag der Deutschen Einheit 3 Sa 4 Do 4 So 2 So 3 Mo 4 Di 5 Fr 5 Mo 5 Mi 6 Sa 6 Di 6 Do 7 So 7 Mi 7 Fr 8 Mo 8 Do 8 Sa 9 Di 9 Fr 9 So 10 Mi 10 Sa 10 Mo 11 Do 11 So 11 Di 12 Fr 13 Sa 14 So 27. Weimarer Stadtlauf 12 Mo 13 Di 14 Mi 12 Mi 13 Do 14 Fr 15 Mo 15 Do 15 Sa 16 Di 16 Fr 16 So 17 Mi 17 Sa Auswertung TKC 17 Mo Stammtisch 18 Do 18 So 18 Di 19 Fr 19 Mo 19 Mi 20 Sa 20 Di 20 Do 21 So 21 Mi 21 Fr 22 Mo 22 Do 22 Sa 23 Di 23 Fr 23 So 24 Mi 24 Sa 24 Mo 25 Do 25 So 25 Di 1.Weihnachtsfeiertag 26 Fr 27 Sa 21. Sondershäuser Kristall-Lauf 28 So 26 Mo 27 Di 28 Mi 26 Mi 2.Weihnachtsfeiertag 27 Do 28 Fr 29 Mo 29 Do 29 Sa 30 Di 30 Fr 30 So 31 Mi © Frank Naumann 31 Mo Erfurter-Steiger-Triple Lauf im Thüringer Klassiker-Cup Veranstaltungen des sc im·puls Schulferien

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sc im·puls – Anzeigen Glasschaden? Entspannen Sie sich! HVEoorGrlse-OanRtrz&tAw-SBTaergriInevSignc:een junited AUTOGLAS Erfurt AGE Autoglas GmbH Mittelhäuser Str. 76-79 99089 Erfurt Telefon: 0361. 791 45 11 www.age-autoglas.de 12 im·puls Nummer 4 - 2017

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sc im·puls – Bericht 10 Grad zum Start am Gardasee Halbmarathon und 10-km-Lauf in Riva del Garda Auch in diesem Jahr empfing der Gardasee Marcel und mich sowie unsere Laufgruppe von Sport-Scheck mit angenehmen Temperaturen um die 10 Grad und einem Sonne-Wolken-Mix. Das Wetter war auch für den Laufvormittag noch trocken angesagt. Am Samstag vor dem Lauf war für alle, die Lust auf einen gemeinsamen Trainingslauf auf der Wettkampfstrecke hatten, ein Start angesagt. Die Laufgruppe wurde von 800-mOlympiasieger Nils Schumann angeführt. Er begleitete das Stadtlauffinale als Coach und Vertreter des Stadtlaufes in Erfurt. Anschließend gab es noch das Lauf-ABC und eine Yoga-Session mit Schumanns Ehefrau Doreen. So konnten wir gelockert und zufrieden in den Nachmittag starten. Nach einer perfekten italienischen Pizza ging es zur Laufmesse in einer Halle im Industriegebiet. Von hier aus sollte am nächsten Morgen auch der Halbmarathon starten. Auf der Bühne wurde die gesamte Gruppe vorgestellt. Diese bestand aus den gelosten Stadtmeistern und einigen Siegern des Alfa Romeo Gewinnspieles. Nach einem abendlichen Menü in unserer Unterkunft, dem Grand Hotel Riva, direkt am Seeufer und am Ziel des Laufes gelegen, hörten wir noch einen fesselnden Vortrag von Nils Schumann über ein Leben nach dem Profisport und den Umgang mit dem eigenen Körper. Dank der humanen Startzeiten und der guten Lage des Hotels gab es am Morgen keine Eile. Start für die kurze Strecke sollte um 9:15 Uhr sein und für die Halbmarathonläufer ging es sogar erst 10 Uhr auf die Strecke. Da ich mich für die 10 km entschieden hatte und Marcel den Hauptwettkampf bestreiten wollte, verabschiedeten wir uns noch im Hotel und wünschten uns gegenseitig Erfolg. Da Marcel mit starkem Husten aufgewacht war, blieb zu hoffen, dass er den Lauf dennoch gut ins Ziel bringen würde. Ich stieg in den Bus nach Arco. Dort sollten die 10km auf halber Strecke des Halmarathons starten. Nach einem ziemlichen Gedrängel in der Innenstadt entspannte sich die Lage erstmals, als es auf den Radweg am Fluss entlang ging, der sich die ersten Kilometer bis circa drei Kilometer vor dem Ziel zog. Die letzen Kilometer führten uns entlang des Seeufers bis zur Strandpromenade von Riva. Hier empfingen uns in der Altstadt im Zentrum viele Zuschauer. Da für mich der Lauf nach 46 Minuten beendet war, konnte ich nach einer Erfrischung im Ziel und mit wärmerer Bekleidung (der Gardasee im November ist eben doch schon etwas kalt) die ersten auf der langen Strecke erwarten, natürlich mit besonderem Augenmerk auf Marcel und die anderen aus unserer Gruppe. Schon nach 1:04 h kam der erste Läufer um die Ecke. Wie auch Platz 2 und 3 war dies ein Sportler aus einer der afrikanischen Läufernationen. Auf dem 4. und 5. Platz landeten dann bereits Läufer aus der SportScheck Gruppe mit grandiosen Ergebnissen. Dann ging es Schlag auf Schlag, und ich war sehr überrascht, Marcel schon auf Rang 9 (in Anbetracht seiner angeschlagenen Gesundheit sehr unerwartet) einlaufen zu sehen. Mit der tollen Zeit von 1:10:51h gab er sich im Anschluss sehr zufrieden und war froh, wieder die Top 10 bei diesem hoch besetzten Lauf geschafft zu haben. Auch die Frauen in der Gruppe konnten brillieren und die Plätze 2, 3 und 4 gewinnen. So ging der Tag mit mehreren Ehrungen weiter und endete schließlich mit einem besonderen Menü in einem Restaurant im Stadtzentrum und dem einen oder anderen Cocktail in der nahen Riva Bar. . . Luise KRIEGHOFF im·puls Nummer 4 - 2017 13

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sc im·puls – Sprechstunde Sprechstunde mit Dr. Uwe Kahl Das Gesunde am Marathon ist die Vorbereitung darauf Der eine spricht vom Joggen, der andere vom Laufen. Worin aber besteht der Unterschied? Für viele ist es die Vorbereitung auf einen Marathon, auf 42,195 km. Immerhin 245 Marathonläufe weist der Jahreskalender im deutschsprachigen Raum auf. Und immer mehr Läufer nehmen die Strapazen dieser Distanz auf sich. Aber ist das noch gesund? Diese regelmäßige Ausdauerbelastung bietet verschiedene positive Gesundheitsfaktoren. Jeder von uns kennt sie und liebt nicht zuletzt deswegen diese sportliche Aktivität. Zu den positiven, gesundheitsfördernden Faktoren zählen u.a. die langfristige Senkung eines Bluthochdruckes, die Senkung des Cholesterinspiegels und das Reduzieren des Körpergewichtes. Aber auch positive Effekte auf unser Seelenkostüm lassen sich nachweisen. So zeigen vergleichende Studien, dass Läufer weniger nervös und psychisch stabiler sind und somit auch schwierige Situationen besser bewältigen können. Doch auch hier gilt der Grundsatz: Die Dosis macht das Gift. Bei zu ehrgeizigen Läufern können die gesunden Effekte des Laufens umschlagen. Gereiztheit, geringere Belastbarkeit bis hin zur Zwanghaftigkeit können die Folge sein. Jedoch verändert sich nicht nur unsere Psyche mit einer Belastungssteigerung. Grundsätzlich profitiert unser Körper von einem kontinuierlichen Belastungsanstieg im Rahmen eines Trainings. Zwar besteht bei Ausdauerläufern ein 50% geringeres Risiko, einen akuten Herzinfarkt zu erleiden. Im Rahmen eines Marathons kann sich dieses Risiko jedoch auf das Siebenfache erhöhen. Was sind die Ursachen dafür? Ein erster Aspekt ist der nicht verspürte Strukturschaden der Herzmuskulatur. Solche Veränderungen können im Rahmen einer Extrembelastung, und dazu zählt ein Marathon zweifellos, zu einem Zusammenbruch des Herz-Kreislauf-Systems führen. Eine zweite Ursachengruppe sind Schädigungen des Herzens infolge nicht auskurierter Infekte. Das sind meist scheinbar banale Virusinfektionen, die aber durch ein Übergreifen auf die Herzmuskulatur eine massive Funktionseinschränkung des Herzens bewirken können. Beide Aspekte können Ursachen eines plötzlichen Herztodes bei Leistungssportlern sein. Deshalb ist Selbstdisziplin gefragt. Schon geringe Infektanzeichen müssen konsequent zu einer Reduktion der Ausdaueraktiviät oder zum Pausieren führen! Ein weiterer Aspekt ist noch nicht allzu lange bekannt. Im Rahmen der Ausdauerbelastung eines Marathons verliert der Körper mit der Flüssigkeit wichtige Mineralien. Werden diese Flüssigkeitsverluste nur durch Wasser ersetzt, kann das schwerwiegende Folgen haben. Das Konzentrationsgefälle innerhalb und außerhalb der Zelle führt bei übermäßiger Wasserzufuhr zum vermehrten Einstrom von Wasser in die Zelle. Es kommt zum Anschwellen der Zelle. Im Gehirn sind die Auswirkungen am stärksten. Man spricht von einem Hirnödem, wie man es nach schweren Schädelverletzungen kennt. Erste Symptome können Schwindel, Benommenheit, Übelkeit oder Erbrechen sein. Im Rahmen einer Studie wurde folgendes gezeigt: Übersteigt die Ausdauerbelastung vier Stunden und werden in dieser Zeit mehr als drei Liter reines Wasser getrunken, können die oben beschriebenen Phänomene ausgelöst werden. Das Herz-Kreislauf-System wird bei einem Marathon stark belastet. So kann es im Bereich des Herzmuskels zu kleinen Gewebsuntergängen, sogenannten Nekrosen kommen, von denen sich der Herzmuskel erst nach ca. vier Wochen erholt hat. Die Untersuchungen belegen, dass Läufer mit einem Wochenumfang von weniger als 56 km häufiger solche Veränderungen zeigen, jedoch dabei keine Beschwerden aufweisen. Die Läufer, die 72 Kilometer und mehr pro Woche laufen, zeigen diese Veränderungen nicht. Neben dem Immunsystem kann auch die Niere deutliche Veränderungen durch den Marathonlauf erfahren. Sie wird für Eiweiße durchlässiger. Dieses Phänomen bildet sich jedoch nach zwei Wochen wieder zurück. Meine Absicht ist es keineswegs, die Lust am Marathon zu nehmen, da ich selbst ein begeisterter Läufer bin. Trotzdem sollte man sich der Tatsache bewusst sein, dass ein solcher Lauf eine extreme Belastung für unseren Körper ist. Um eine möglichst gute Vorsorge zu treffen, rate ich auf jeden Fall zu einer regelmäßigen kardiologischen Grunduntersuchung. Bei einer guten Vorbereitung sind ein bis zwei Marathons im Jahr meiner Meinung nach kein Problem. Die Freude am Laufen und an der Bewegung sollten jedoch klar im Vordergrund stehen. Deshalb wünsche ich allen ein freudbetontes und verletzungsfreies Laufjahr 2018. Ihr Uwe KAHL 14 im·puls Nummer 4 - 2017

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Volleyball-Nikolausturnier Tradition seit 1989 sc im·puls – Bericht Danke an das Team des SV Gloriosa. Es war ein schöner Vormittag in allen Belangen. Bis zum nächsten mal. Ralf HÖHN Kaum ein Heiliger ist bekannter als der historische Bischof Nikolaus mit den Bräuchen um den 6. Dezember. Ähnlich verhält es sich mit dem Volleyball-Nikolausturnier des SV Gloriosa Erfurt. Gloriosa Erfurt richtet das Nikolausturnier schon fast drei Jahrzehnte aus und dies immer mit viel Spass und Freude. Es entwickelte sich ein freundschaftliche Verhältnis unter den Teams und die Begrüßungen fallen immer recht herzlich aus, denn überwiegend sieht man sich nur 1xMal pro Jahr. In den Sturm- und Drangzeiten nahmen bis zu 12 Mannschaften an diesem Turnier teil. Das diesjährige Turnier wurde mit 6 Mannschaften bestritten, wobei für den Veranstalter wichtig ist, dass die Teams annähernd über die gleiche Spielstärke verfügen, denn der Altersdurchschnitt bewegt sich so um die 60plus. So wurden wir 2017 von Gloriosa erstmalig als sc im·puls erfurt (die Jahre zuvor als Hoppe-Truppe) eingeladen. Es fanden sich am 10. Dezember 6 Teams in der Halle des Sportgymnasiums ein, um im fairen Wettstreit eine Rang- und Reihenfolge auszuspielen. Ehrgeiz, Einsatz, Schlitzohrigkeit und auch eine Portion Glück sollten nun die Begleiter der Teams sein. Mal mehr, mal weniger. Das Schöne an diesem Turnier ist, jeder gewinnt (außer an Erfahrungen und Erkenntnissen) einen Sachpreis in der Form eines Nikolauspaketes. Jedes Team muss ein Nikolauspaket auf dem Gabentisch platzieren. Der Inhalt (nette Kleinigkeiten) sollte für 8 Teammitglieder sein. Jede der teilnehmende Mannschaften kann sich zur Siegerehrung eins der Pakete aussuchen. Neugier und Freude sind beim Auspacken Jahr für Jahr zu beobachten, denn so manche Überraschung kommt zum Vorschein. Folgende Teams nahmen teil: die Ilmtalvolleys, Martinus, SV Stützerbach, Sporticus/ Klinikum, der sc im·puls (mit Gudrun, Alex, Karl-Heinz, Olli, Harti und Ralf) sowie die Hausherren SV Gloriosa. Die Vorrunde wurde in zwei Gruppen ausgespielt, wobei die Gruppenersten und der beste Gruppenzweite in die Finalrunde A einzogen und dort um den Turniersieg spielten. Die anderen drei Teams spielten in der Finalrunde B um die Platzierungsplätze 4 bis 6. Nach etwa 4 Stunden stand der Sieger des Turniers mit dem SV Stützerbach fest. Platz zwei und drei gingen an Ilmtalvolleys und Martinus. In der Finalgruppe B waren wir als sc im·puls erfolgreich und belegten somit Platz 4 vor sporticus(Klinikum) und den Hausherren von Gloriosa. Unter dem Motto, es gibt keine Verlierer sondern nur Gewinner wurde dann die Siegerehrung durch den Ehrenpräsident „Flori“ und dem Präsident des SV Gloriosa Dietmar vorgenommen. Auch für Getränke und belegte Brötchen und Brot hat der Veranstalter gesorgt durch die fleißigen Hände im Hintergrund, was natürlich bei den Aktiven sehr gut ankam. im·puls Nummer 4 - 2017 15

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