Info-01-2017

 

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Schützenzeitung 2017

Popular Pages


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St. Sebastian 1733 Schwaney Schwaneyer Ausgabe 10 Dezember 2017 SchützenZeitung www.schuetzen-schwaney.de

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Bataillon Liebe Schützenbrüder, Liebe Schwaneyer Mitbürgerinnen und Mitbürger, im Mai 2010 erschien die erste Ausgabe unserer Schützenzeitung. Auf diesem Wege wollten wir dem Leser einen kleinen Überblick über die laufenden Aktivitäten aus unseren Abteilungen (Bataillon, Ost- u Westkompanie, Jungschützen und Schießsport) geben. Wir waren und sind uns sicher, dass dieses wertige Heft häufiger in den Händen gehalten wird, um die schönen Dinge eines Schützenjahres Revue passieren zu lassen und nicht in irgendeiner verstaubten Schublade seinen Platz findet. Schützenwesen und Tradition, zwei Dinge die zusammen gehören! Werte die über Generationen weitergegeben werden! Es ist sehr wichtig, dass diese Werte genutzt werden, um neue Ideen zu entwickeln und trotzdem unserer Bruderschaft das Gefühl von Verbundenheit zur Heimat zu vermitteln, aber andererseits dürfen wir nicht den Wandel der Zeit verpassen. Wenn wir die nachfolgen Seiten aufmerksam lesen, erkennen wir, dass unsere Schützenbruderschaft diesen Wandel nicht verpasst hat, Kabarett- und Tanzveranstaltungen sowie Wandertage und Motorsportevents, das traditionelle Osterfeuer oder der Schießsport. Laufend finden Neuerungen und Veränderungen statt, um bei Neubürgern, jüngeren und älteren Schützen Interesse am Schützenwesen zu wecken. Um all diese Aktivitäten und eventuelle Baumaßnahmen publik zu machen, reicht der traditionelle Aushang am Kirchbaum nicht mehr aus. Immer neue Medien werden als Plattform genutzt, um möglichst viele Schützen und Schwaneyer Bürger zu informieren und anzusprechen. Neben unserer jährlichen Ausgabe der Schützenzeitung und unserer Homepage hat der neu eingerichtete Schützenbote auf sehr vielen Handys schon seinen Platz gefunden. Christi Himmelfahrt und Pfingsten, für Schwaney bedeutet das Vogelschießen und Schützenfest. Der Höhepunkt im ganzen Schützenjahr und für unser diesjähriges Königspaar Jürgen und Ellen Geldmacher ein sicherlich unvergessliches Jahr. Nochmals die herzlichsten Glückwünsche für die zahlreichen gemeinsamen Stunden im Kreis der großen Schützenfamilie. Durch den Einsatz vieler engagierter Schützen ist es uns gelungen pünktlich zum Schützenfest unseren Hallenvorplatz zu erweitern und die Grünanlage neu zu gestalten. Allen voran ein Dankeschön an die Dienstagstruppe die ständig mit im Einsatz war. Aber auch in der nächsten Zeit stehen einige Arbeiten auf der Agenda, allen voran die Änderung der Schießstände auf elektronische Anlagen, Erneuerung der Hallenbeleuchtung, Isolierung der Hallendecke und evtl. Optimierung der Heizungsanlage. Für den bereits geleisteten und kommenden Einsatz möchten wir auf diesem Weg schon mal ganz herzlich Dankeschön sagen. Vereinsleben prägt die Gemeinschaft, pflegen wir ein gutes Miteinander dann bereitet uns das Schützenwesen in den nächsten Jahren noch sehr viel Freude. Oberst & Brudermeister Hermann & Elmar Neugestaltung des Hallenvorplatzes Die in der JHV 2017 beschlossene Erweiterung und Umgestaltung des Hallenvorplatzes konnte nach umfassenden Planungen im Februar begonnen und in sechs Arbeitsschritten verwirklicht werden. Pünktlich zum Vogelschießen waren die Pflaster- und Bepflanzungsarbeiten abgeschlossen. Die mit der Umgestaltung verbundene Absicht, den Vorplatz neu zu gestalten und zu erweitern, konnte erfolgreich umgesetzt werden. Der mit den Umbauarbeiten erzielte Platzgewinn lässt deutlich mehr Spielraum zwischen den Fahrgeschäften und der Schützenhalle zu. Darüber hinaus kann die Stromversorgung künftig direkt vom Hallenvorplatz aus erfolgen. Der Bataillonsvorstand bedankt sich auf diesem Wege nochmals bei allen fleißigen Helfern, die mit ihrer Arbeitskraft, Arbeitsgeräten, Materialien und Unterstützung wesentlich zum Gelingen dieses Projekts beigetragen haben. Herzlich willkommen hieß es am 22.Oktober zum Klönnachmittag Die zahlreichen Teilnehmer zeigten, dass diese Gelegenheit, in gemütlicher Runde bei Kaffee, Kuchen und Erfrischungsgetränken gern zur Unterhaltung und gegenseitigem Austausch genutzt wird. Brudermeister Elmar Rüther und Oberst Hermann Bergmann begrüßten die Gäste, den diesjährigen Hofstaat und bedankten sich bei den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die diesen Nachmittag vorbereitet hatten. Die liebevoll herbstlich geschmückte Halle lud zum Verweilen und Genießen ein. Eine tolle Kuchenauswahl, die im Schein 2

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Bataillon durchgehend genutzte Tanzfläche bewiesen, dass die Vorbereiter und Musiker die richtige Auswahl getroffen hatten. Bis in die frühen Morgenstunden wurde die Gelegenheit genutzt, einen unterhaltsamen und ausgelassenen Abend in einem tollen Umfeld zu genießen. Der gesamte Vorstand der Schützenbruderschaft bedankt sich bei allen, die bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung unterstützt und zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben. Wir freuen uns auf eine Fortsetzung… der Wunderkerzen in der Halle serviert wurde, verwandelte die Schützenhalle in eine kulinarische Erlebniswelt. Höhepunkt des Nachmittags war der Auftritt des ‚Bauern‘ Hubert Meiwes, der sich humorvoll mit den Besonderheiten des Schützenwesens, der Kirche und dem „Kampf der Geschlechter“ auseinander setze. Bei leichter musikalischer Untermalung nutzten viele Teilnehmer die Gelegenheit, um den gelungenen Nachmittag mit ausgedehnten Unterhaltungen und Vorfreude auf den nächsten Klönnachmittag am Abend ausklingen zu lassen. Biervielfalt geht in die zweite Runde Nach der erfolgreichen und von den Teilnehmern gelobten Erstveranstaltung in 2016 war es wieder soweit: Die Biervielfalt ging am Samstag, 11.11.2017 ab 20:00 Uhr in die zweite Runde! Gemeinsam mit der Partyband „Genial Live“ führte die Reise wieder durch die Vielfalt der Warsteiner Angebote. Neben 6 Biersorten vom Fass rundeten die beliebte Altbier-Bowle und alkoholfreie Getränke die einmalige Auswahl ab. Das 0,3 l Getränk, für 1,50 Euro im Angebot, fand zahlreiche Abnehmer. Auch der kleine Hunger zwischendurch kam dank herzhafter Häppchen, wie Nürnbergern, Leberkäse und Brezeln, nicht zu kurz. Bei den Vorbereitungen hatten sich die fleißigen Helfer darum bemüht, die Schützenhalle in einem rustikalen Outfit herauszuputzen und so wieder eine tolle und unverwechselbare Atmosphäre zu zaubern. Und das war ihnen eindrucksvoll gelungen. Die Vorbereitungen, die sich über eine Woche hinzogen, wurden reichlich belohnt: eine gefüllte Halle, lockere Gespräche und eine Majestäten-Treffen in Warstein Am Dienstag, 06.09.17, nahm mit unserem Königspaar, Ellen und Jürgen Geldmacher, Steffie Striewe, Burkhard Freff und Heribert Rehermann, eine Abordnung der St. Sebastian Schützenbruderschaft Schwaney 1733 e.V. am diesjährigen Majestäten-Treffen in Warstein teil. 166 Schützenvereine und Bruderschaften waren auf Einladung der Warsteiner Brauerei angereist, um auf dem Gelände der Montgolfiade einen unterhaltsamen Nachmittag zu verbringen. Die Warsteiner Brauerei hatte keine Kosten und Mühen gescheut, den Gastvereinen außergewöhnliche Rahmenbedingungen zu bieten: Im VIP-Zelt wurden Getränke, Kaffee, Kuchen und ein gemeinsames Essen angeboten. Eine Tombola sorgte durchgehend für Spannung. Nette Gespräche mit befreundeten und darüber hinaus anwesenden Bruderschaften rundeten die gemütliche Atmosphäre ab. In der angrenzenden „Party-Scheune“ fand das Schießen der Könige um den Ballonkönig mit Lasergewehren statt. 5 Treffer auf 10 m mussten in der schnellstmöglichen Zeit gelandet werden. 10 Sekunden brauchte unser König für die 5 Treffer. Gegen den späteren Sieger waren er und alle anderen Kandidaten chancenlos: der Sieger räumte den Hauptpreis in einer Rekordzeit von 3,6 Sekunden ab. Zur Belohnung durfte der Ballon-König unmittelbar nach dem Wettkampf mit seiner Königin in einen der Ballonkörbe steigen, um anschließend gemeinsam mit 115 anderen Ballonen die Fahrt mit dem Wind anzutreten. Ein unglaubliches Schauspiel, wenn sich die aus der ganzen Welt angereisten BallonFreunde gleichzeitig zum Start aufmachen! Die einhellige Meinung der Teilnehmer: jede Minute dieser einmaligen Veranstaltung hat sich gelohnt. 3

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Ost-Kompanie Irres ist menschlich – WDR-Moderator mit Kabarettprogramm in Schwaney Einen sehr lustigen und kurzweiligen Abend bescherte der Mühlheimer Kabarettist René Steinberg dem Publikum in der heimischen Schützenhalle. Mit seinem Programm „Irres ist menschlich“ hielt der Kabarettist den rund 130 Zuschauern quasi den Spiegel vor und strapazierte dabei ordentlich ihre Lachmuskeln. „Zehn Minuten lachen verbraucht 50 Kalorien“, verkündete eine weibliche Animationsstimme bevor die Zuhörer in den Genuss des Programms kamen. Und es sollten mehr als nur 50 Lach-Kalorien werden, die am Abend verbrannt wurden. Der „Faktor Mensch“ und seine Interaktionen mit sich selbst und mit anderen stellt den Kern seines Programms dar. Dröge Monologe sind nicht sein Ding. Immer wieder bezieht Steinberg das Publikum bei seinen Auftritten ein, bleibt damit die ganze Zeit nahe an der Lebenswelt aller Anwesenden, deren kleinen Alltagsmarotten er liebevoll auseinandernimmt, z.B. dem Navi einen Namen zu geben: Am häufigsten wird die Computerstimme vom Publikum einfach Else oder Uschi genannt, aber auch exotischere Namen wie maulende Myrte, Franzi (wegen verfranzen) oder Wilma (Will mal hierhin oder dahin) sind ihm nicht fremd. Als ersten „Freiwilligen“ holt er Peter aus Schwaney auf die Bühne, um mit ihm eine seiner Parodie-Vorlieben Niclas Sarkozy nach bester Louis de Funes-Manier zum Besten zu geben. Zunächst war in der Situation jedoch Rene Steinberg selber gefordert, der alles geben musste um Peters spontaner Schlagfertigkeit gewachsen zu sein. Mit Werner aus Schwaney wurde dessen Lebensgeschichte erkundet. Steffi aus Altenbeken hält die Schilder mit den Namen hypothetischer zukünftiger Kabinettsmitglieder hoch, Steinberg nennt die Vornamen und der Saal stimmt laut mit ein, wie im Stadion. Doch Steinberg hat noch viel mehr zu bieten. Der auf den ersten Blick im dunklen Anzug und hellblauen Hemd eher bieder wirkende Mann läuft nach der Pause zur Hochform auf. Tanzt Michael Jacksons Moonwalk, deutet lasziv einen Strip an, so dass das Publikum jauchzt und applaudiert. Auch die Tipps des Vaters einer pubertierenden Tochter „trägst du bauchfrei, trage ich es auch, wenn ich dich aus der Schule abhole“; „mir stehen die Hotpants sicherlich genauso gut wie dir“ oder „kommst du nicht pünktlich aus der Disco, komme ich mit Feinrippunterhemd rein und wir tanzen gemeinsam“ treffen auf den Punkt. Über zwei Stunden gibt Steinberg wirklich alles und auch nach der Zugabe zu fortgerückter Stunde stellt er fest: „Ich habe das Gefühl, Sie wollen noch nicht nach Hause!“ Und da „irres menschlich ist“ und „wir scheinbar keine Vernunftmenschen sind“, bittet er zum Abschluss: „Dann lasst uns doch allesamt auch außerhalb der Halle an der positiven Stimmung arbeiten!“ Das Publikum bedankt sich mit „Standing Ovation“ und bei der anschließenden Autogrammstunde auch persönlich beim Akteur! Eine Zuschauerin bringt es auf den Punkt: „Selbst schuld, wer sich das entgehen lassen hat!“ Verleihung der Kompanieverdienstorden Antreten auf Vogelschießen, dass ist neben den freudigen Erwartungen, ob es einen neuen Schützenkönig geben wird und wer dies sein wird, auch der Zeitpunkt, verdiente Schützen der Kompanie auszuzeichnen. Während in den Jahren 2014 bis 2016 keine Kompanieorden verliehen wurden, waren es im Jahr 2017 derer gleich vier. Für ihren besonderen Einsatz für die Ostkompanie wurden Patrick Sendermann und René Kowalski vom neuen Hauptmann Stefan Lütkemeier mit dem Kompanieverdienstorden ausgezeichnet. Für ihren langjährigen, besonderen Einsatz verlieh er im Anschluss Jens Kowalski und Michael Auffenberg den hohen Ostkompanieverdienstorden. Beiden wurden in den Jahren 2009 bzw. 2011 bereits der Kompanieorden verliehen. Stefan Lütkemeier dankte in einer kurzen Laudatio den vier geehrten für ihre herausragenden Tätigkeiten und hofft auf viele weitere Jahre der gemeinsamen Zusammenarbeit in der Ostkompanie. 6

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Ost-Kompanie Oktoberfest in Schwaney – Partynacht in Weiß und Blau Oktoberfest, das bedeutet Feiern im Zelt mit dekoriertem weißblauen Rautenmuster. Dieses auf die Wittelsbacher zurückgehende Farbmuster symbolisiert nach bayerischem Volksmund den sonnigen hellblauen Himmel über Bayern und die darüber ziehenden Schäfchenwolken. Wenn es alleine nach der Farbsymbolik gegangen wäre, so hätten die organisierenden Ostkompanieschützen die Dekoration in ein dem Dauerregen angepasstes Einheitsgrau umschmücken müssen. Der Stimmung jedoch hat das Schmuddelwetter des Abends nicht geschadet. Ganz im Gegenteil! Sie hätte auf der Theresienwiese in einer lauen Spätsommernacht nicht besser sein können. Mehr als 300 Gäste hatten sich in der eilig gegen den Regen erweiterten Zeltstadt auf dem Gemeindeplatz eingefunden, um zunächst König Jürgen Geldmacher zu bewundern, wie er mit vier gekonnten Schlägen den Zapfhahn in das mit herrlichem Gerstensaft gefüllte Holzfass gerammt hat und mit dem traditionellen ‚O´zapft is´ das Fest eröffnete. Untermalt vom aufspielenden Bundesschützen Gardemusikkorps Schwaney fand das anschließende Freibier reißenden Absatz unter den zahlreichen frühen Festbesuchern. Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war der Auftritt des Solling-Alphornduos, welches mit ihren rund 4 Meter langen Instrumenten dem Fest einen ganz eigenen Zauber verliehen. Bei zünftigen Spielen konnten alle Festbesucher ihre Stärke bzw. ihr Geschick unter Beweis stellen. Minihaxen, Leberkäs´, Kraut Mit dem Ende des Konzerts der Schwaneyer Garde und des Alphornduos übernahm DJ Markus Berends vom Team BDMSystem die weitere musikalische Gestaltung des Abends, der wieder einmal gekonnt Trachtentradition, Schunkel-Schlager und Partymusik zu einem attraktiven Mix vereinte und so der Menge bis in die frühen Morgenstunden einheizte. Familienwandertag der Ostkompanieschützen Zum Familienwandertag der Ostkompanie trafen sich bei unbeständigem Wetter um 13 Uhr am Markant-Markt Rüther knapp 20 wackere Wandersleute. Bei der anschließenden Runde durch die Schwaneyer Feldflur ließ sich zunächst sogar die Sonne blicken, so dass am Emder Wald eine Stärkungspause mit kühlen und Stampf rundeten das Angebot kulinarisch ab. Da nahezu alle Gäste im passenden Oktoberfestoutfit gekommen waren, entbrannte beim Dirndlwettbewerb die Qual der Wahl. Aus der durch eine Jury bestimmten Vorauswahl sollte per ‚Applausometer‘ die Siegerin erkoren werden. Unter phrenetischem Beifall wurden mit Anna Schindler und Heidi Schäfers gleich zwei Siegerinnen gekürt. Getränken eingelegt werden konnte. Die Sonne wich jedoch bald einem Wolkenbruch, so dass am Rande der Siedlung zunächst Kütings Carport Schutz bieten musste, bis alle Wanderer mit Autos zum Ententeich gebracht werden konnten. Im Zelt am Ententeich angekommen wartete wieder ein reichliches von den Vorstandsfrauen erstelltes Kuchenbuffet. Nach und nach trafen viele weitere Schützen mit ihren Familien ein, um im Zelt einen schönen Tag zu verbringen. Für die ganz kleinen Besucher war u.a. extra ein Zeltanbau mit Sandhaufen und passendem Spielzeug realisiert worden. Die Größeren maßen sich beim Kindervogelschießen, bei dem sich Catharina Auffenberg als Königin durchsetzte. Lasse Stangier sicherte sich die Würde des Kronprinzen, während sich Victoria und Catharina Auffenberg als Apfel- und Zepterprinzessinnen feiern ließen. Spannend wurde es im Anschluss beim Entenkönigschießen. Mit der Zwille wurden dem Styroporvogel wieder die Federn gerupft. Den goldenen Schuss zur Königswürde feuerte wie bereits am Himmelfahrtstag Schützenkönig Jürgen Geldmacher ab. Seine Frau Ellen schoss der Ente die Krone mit samt Kopf vom Körper, Matthias Schäfers wurde Watschelprinz, während Daniela Bunte Feder- und Schnabelprinzessin wurde. Bei kühlen Getränken, Grillgut mit Bratkartoffeln und Tanzmusik klang der Tag aus. 7

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West-Kompanie Tanz in den Mai In der bunt geschmückten Schützenhalle fanden sich auch in diesem Jahr viele tanzfreudige Damen und Herren ein. DJ „Noffz“ sorgte mit guter Musik und die Thekenmannschaft mit gekühlten Getränken dafür, dass auch dieses Mal wieder bis in die frühen Morgenstunden gefeiert werden konnte. Auch unser Königspaar, Claudia und Michael Elwart mit ihrem Hofstaat genossen noch einmal die letzten Stunden ihres amtierenden Schützenjahres. Schmücken für Ellen und Jürgen Nicht nur als Medienreferent beweist er mit seinen Fotos eine besondere Treffsicherheit, auch der Schützenvogel hatte keine Chance. Für nur einen Schuss legte Jürgen die Kamera aus der Hand und schon war es um den Vogel geschehen. Damit stand wiederum fest: Westkompanie gleich Königskompanie. Wie letztes Jahr zogen die Vorstandsmitglieder mit fleißigen Helfern unter Führung von Wilfried Kröger in den Emder Wald. Das Grün wurde vorsortiert und nur die besten Stücke fanden ihren Weg auf die Deele von Familie Andreas Heinemann. Die Wulwerkuhle wurde zur Königsallee. Wimpelstangen und Fähnchen wurden gesetzt, die Nachbarschaft unterstütze tatkräftig und begrüßte Ellen und Jürgen mit einem eigens dafür angefertigten Plakat. Samstagmorgen wickelte ein eingespieltes Team helfender Hände, was das Zeug hielt. Mittags hing das meiste Grün dort, wo es auch hängen sollte. Nach einer ordentlichen Stärkung mit Männergemüse und Bratkartoffeln wurde die Königsallee angefahren und der wunderschön gewickelte Bogen aufgestellt. Die große Königskrone fand ihren verdienten Platz auf Jürgens Garage. Der ein oder andere Ast und Zweig mussten für das stimmige Gesamtkonzept vorsichtig „entfernt“ werden. Zuletzt steckten wir die obligatorischen Schützenfähnchen und fuhren zur Halle, um die Bühne zu dekorieren. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die bereitwilligen Helfer. Wandertag der Westkompanie Am 6. August 2017 machte sich eine bunt gemischte Truppe aus Jung und Alt auf, um einen Teil des Schwaneyer Panoramawegs zu erkunden. Petrus sorgte für strahlenden Sonnenschein, so dass die Wandergesellschaft trocken an ihrem Zielort ankam. Bei gutem Essen, kühlen Getränken, spannenden Wettkämpfen beim Baumstammnageln und ausgedehnten Unterhaltungen klang ein schöner Sonntagnachmittag im Garten des Pfarrheims in geselliger Runde aus. 8

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West-Kompanie Ackerrodeo Trotz mittlerweile vierter Auflage und einem gehörigen Maß an Routine standen der Westkompanie zwei harte Wochen bevor. Unabhängig von den rein administrativen Vorbereitungen begann der körperliche Einsatz mit dem Einbringen der Quaderbunde. Fa. Fecke legte gleich mit zwei Pressen vor, sodass unsere fünf Traktoren kaum mit dem Aufladen und Abtransport nachkamen. Bis spät in die Nacht waren 82 Päckchen zu einem großen Paket aufgeschichtet und verschnürt. Tags darauf wurde die 650 Meter lange Rennstrecke abgesteckt und gemulcht. Bis zum Wochenende musste das Zelt der Ostkompanie aufgebaut werden, sämtliche Versorgungsanhänger aufgestellt und angeschlossen sein, hunderte Meter Stromleitungen und Wasseranschlüsse wurden installiert, ausreichend Parkfläche präpariert, das Fahrerlager hergerichtet sowie eine Aussichtsplattform für die Rennleitung wurde aufgebaut. Gemäß den Sicherheitsvorgaben des Kreises Paderborn wurde die Rennstrecke und das gesamte Gelände gesichert sowie die erforderliche Beschilderung der Zufahrtswege erledigt. Der Samstagmorgen begann mit der Ablösung der Nachtwache und einem kleinen Frühstück. Ab 10.00 Uhr wurde der Eintritt freigegeben und das Spektakel nahm seinen Lauf. Abermals fanden mehrere hundert Zuschauer den Weg in die Salenkruke. Nach dem verregneten Rodeo 2015 hatte Petrus etwas gut zu machen und er hielt sich daran. Während in Altenbeken und Buke Keller leergepumpt werden mussten, wurde dem Starterfeld bei strahlendem Sonnenschein eine bestens präparierte Rennstrecke zur Verfügung gestellt, die im Laufe der Rennen natürlich ihre Beschaffenheit veränderte. Wild auskeilende Rennwagen waren die Folge, den Fahrern und ihren Boliden wurde auf dem 650 Meter langen Rundkurs alles abverlangt. Verbrannte Kupplungen, gebrochene Achsen, abgerissene Räder und hochgejagte Motoren sind Zeugen dieser Materialschlacht. Fahrer und Zuschauer kamen gleichermaßen auf ihre Kosten. Vom Kuchen der 21 Pokale konnten sich unsere Jungs und Mädels ein gehöriges Stück abschneiden. Insgesamt blieben 9 Trophäen in Schwaney, zwei davon in der erstmalig durchgeführten Damenklasse. Nach Rennende wurden die spektakulärsten Situationen bis in die frühen Morgenstunden auf der after-race-party im Zelt der Ostkompanie analysiert. Eine Woche mühevoller Vorbereitungen hatte sich ausgezahlt. An dieser Stelle bedankt sich der Vorstand nochmals bei den 80! helfenden Händen, ohne die ein Event in dieser Größenordnung nicht auf die Beine gestellt werden könnte. Als Dank und Anerkennung gab es eine Nachbesprechung mit Manöverkritik beim Festwirt Johannes Keuter. Wir freuen uns auf 2019. 9

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Schießsport Bataillonsschießen 2017 Erfolg mit neuen Wettbewerben Zwei Neuerungen auf einen Streich! Das Bataillonschießen wurde erstmals um eine Disziplin erweitert, dem UnteroffiziersMannschafts-Wettkampf und … ab sofort können auch die Jungschützen als eigenständige Abteilung am BataillonspokalWettbewerb teilnehmen. Mit diesen beiden Neuerungen wurde die Anzahl der teilnehmenden Schützen gegenüber 2016 mehr als verdoppelt! Sowohl Bataillonsschießmeister Hans Jürgen Görmann und auch Schießmeister Leon Schönfeld zeigten sich daher mit Recht auch voll begeistert! Aber auch den Schützen hat es wohl Spaß gemacht, denn bei dem Unteroffiziers-Wettkampf ging es ja auch schließlich um Naturalien in Form von Bierfässern. Da lohnt es sich doch wirklich, mitzumachen! Bataillonspokal: Trotz der guten Teilnahme aller Kompanien und der Jungschützen der Bataillonspokal landete wieder bei der Ostkompanie, dieses Mal nun im 10. Jahr in Folge! Daher ist dieser Wanderpokal nun in deren Besitz übergegangen und im nächsten Jahr gib es einen schönen neuen Pokal! Das sollte doch Ansporn genug für alle sein, oder? Der Vereinsmeister 2017 heißt Franz-Josef Görmann. Mit dem Super-Ergebnis von 99 Ringen holte er sich in diesem Jahr die begehrte Bataillonspokal-Meisternadel. Und hier die weiteren Ergebnisse: Schülerklasse: 1. Raphael Schwaigert, 2. Hannes Dietz, 3. Florian Temme Jugendklasse: 1. Leon Schönfeld, 2. Louis Stangier, 3. Fabian Koch Altersklasse: 1. Hans Jürgen Görmann, 2. Bernd Ahlemeyer, 3. Uwe Räker Seniorenklasse: 1. Franz-Josef Görmann, 2. Jörg Jäschke, 3. Gerd Schleghuber Jugendklasse (offen): 1. Lukas Räker, 2. Rene Kowalski, 3. Aron Wüstefeld Schützenklasse (offen): 1. Matthias Stiewe, 2. Stefan Lütkemeier, 3. Udo Lütkemeier Den Siegern wurden die Bataillonspokal-Leistungsnadeln je nach Platz in Gold, Silber und Bronze verliehen. Und nicht zu vergessen, die neuen Unteroffiziers-MannschaftsWettkampf Gewinner! Das Team von Rudi Lütkemeyer (Unteroffizier Ostkompanie) holte sich mit 284 von 300 Ringen den 1. Platz und damit das begehrte 20l Fässchen Warsteiner Bier! Das Team von Louis Stangier (Unteroffizier Ostkompanie) erreichte mit 278 Ringen den 2. Platz, ein 10l Fässchen. Last, but not least, erreichte das Team von Willi Schönfeld (Unteroffizier Ostkompanie) mit 274 Ringen den 3. Platz, immerhin noch 5l leckeres Warsteiner! Da könnte man fast sagen „Im Osten nichts Neues“ – so wie schon seit 10 Jahren der Bataillonspokal, so gingen jetzt auch alle 3 UnteroffiziersWettkampfplätze an den Osten! Das sollte für das nächste Jahr aber Sturmangriff vom Westen und der Jugend bedeuten! Allen Siegern und Gewinnern sagen wir natürlich ein herzliches Dankeschön und auf ein Wiedersehn im nächsten Jahr! IMPRESSUM Ausgabe 10/Dezember-2017 Herausgeber: St. Sebastian Schützenbruderschaft Schwaney 1733 e. V. Paderborner Straße 7, 33184 Altenbeken-Schwaney Oberst: Hermann Bergmann E-Mail: vorstand@schuetzen-schwaney.de Internet: www.schuetzen-schwaney.de Redaktion: Michael Auffenberg, Burkhard Freff, Matthias Fieseler, Hans Josef Knoke, Jonas Leineweber, Jürgen Geldmacher Satz und Druck: mertens mediaservice, Salzkotten-Thüle v.l. Fabian Koch, Hans Jürgen Görmann, Uwe Räker, Jörg Jäschke, Lukas Räker, Rene Kowalski, Stefan Lütkemeier, Matthias Stiewe, Udo Lütkemeier, Leon Schönfeld, Gerd Schleghuber, Louis Stangier, Rudi Lütkemeyer, Bernd Ahlemeier, Willi Schönfeld, Manfred Korupka. (Vereinsmeister Franz-Josef Görmann fehlte entschuldigt) Schon mal notieren! Termine für das Batalionsschießen 2018 Montag 16. und 23. April und Freitag 20. und 27. April jeweils ab 19.00 Uhr 10

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Schießsport Schießsportabteilung geht mit der Zeit – neue elektronische Schieß- sportanlage in Planung! Zu ihrem 30-jährigen Jubiläum haben sich die Schwaneyer Schießsportler eine besonderes Geschenk gewünscht: die fast nun 25 Jahre alte und immer wieder reparaturbedürftige Schießanlage mit Seilzug und Scheiben durch eine moderne neue elektronische Anlage zu ersetzen. Nach positiver Entscheidung und Signalen zur Unterstützung des Bataillonsvorstandes und der Kompanien, sowie auch der Jungschützen wurde dieses nicht einfache Projekt auch schon Frühjahr diesen Jahres gestartet. Natürlich ist die Finanzierung die größte Hürde, die es zu bewältigen gilt. Daher werden zurzeit mächtig die „Klinken geputzt“, um Spenden und sonstige Zuschüsse in ausreichender Höhe anzusammeln. Natürlich steuert die Schießsportabteilung selbst auch einen großen Beitrag dazu. Zum einen waren schon Rücklagen vorhanden, zum anderen wurden und werden viele Veranstaltungen von den Schießsportlern durchgeführt, um das Konto weiter zu füllen. Auch ein hoher Teil an Eigenleistung und die Erlöse durch den Verkauf der alten Anlage sind eingeplant. In der Rundenwettkampfgruppe im Diözesanverband Paderborn (BHDS) hat ein Großteil der Vereine schon auf eine elektronische Schießanlage umgestellt bzw. die Umstellung steht bevor. Die Nutzung der veralteten Anlage führt daher auch zu einem Wettbewerbsnachteil der Schwaneyer Schießsportler. Durch die Anschaffung der elektronischen Anlage besteht insbesondere die Möglichkeit, in den Zeiten von Smartphone und Laptop, Jugendliche und Schüler schon früh für den Schießsport zu begeistern. Insbesondere die geplante zusätzliche Anschaffung eines Laserkits ermöglicht auch schon Schülern unter 12 Jahren, sich diesem interessanten Sport zu nähern und ist ebenfalls ein wichtiger Grund für die generelle Anschaffung der gesamten elektronischen Anlage! MAGELLAN Shanty Chor Paderborn riss die Zuschauer von den Stühlen Anlässlich des 30jährigen Jubiläums der Schießsportabteilung hatten die Schießsportler den Magellan Shanty Chor Paderborn zu einem Konzert in der Schützenhalle Schwaney eingeladen. Die Idee, den MAGELLAN Shanty Chor Paderborn nach Schwaney zu holen und zu einer Zeit in den Nachmittagsstunden, zu der ein gerade für diese Musikrichtung in Frage kommendes Publikum sicher bereit war, dieses zu besuchen, fand schnell Anklang im Vorstand der Schießsportabteilung. Der Chor hatte sich schnell bereiterklärt, in Schwaney ein Konzert durchzuführen – eine Premiere, denn, außer vor mehr als 25 Jahren in noch einer anderen Konstellation, waren die Sänger noch nicht in Schwaney aufgetreten. So wurden die Planungen vorangetrieben und ordentlich die Werbetrommel gerührt. Mit dem Super Ergebnis: Fast 300 Besucher kamen am ersten Novembersonntag in die Schützenhalle. Und dass es allen Besuchern so gut gefallen hatte, dass zum Schluss mit „Standing Ovation“ und Zugabe Rufen der Chor gefeiert wurde, hatte man sich vorher nicht so vorgestellt. Der Chor hatte aber alle Erwartungen mit seinem sehr vielseitigen Programm übertroffen. Der ca. 35 Mann starke Chor und die 7 Personen starke choreigene Musikgruppe brachten die Seemannslieder in einer ansprechenden Weise und abwechslungsreich, z.B. durch Solistenbeiträge herüber, was das Publikum immer wieder zum Mitsingen und Schunkeln animierte. Der Vorsitzende des Chors bedankte sich am Schluss beim gesamten Publikum für die hervorragende Stimmung und sehr freundliche Aufnahme in Schwaney. Er bot spontan eine Wiederholung, z.B. durch ein spezielles Weihnachtskonzert im nächsten Jahr an, über das die Schießsportler momentan schon nachdenken. Die Schießsportabteilung hatte bewusst das große Feiern des 30-jährigen Jubiläums in den Hintergrund gestellt. Vom 1. Schießmeister Leon Schönfeld und vom 2. Schießmeister Manfred Korupka wurde allerdings in der Eröffnungsrede in einem kleinen Rückblick auf die vergangenen Jahre dieser Tatsache gedacht. Oberst Hermann Bergmann ließ es sich nicht nehmen, die Schießsportabteilung zu beglückwünschen und ausdrücklich die Anschaffung der neuen Schießanlage als weiteren wichtigen Meilenstein in der Entwicklung dieser Abteilung hervorzuheben. Der Reinerlös dieser Veranstaltung soll ausdrücklich für die ZusatzOption der neuen Schießanlage in Form einer Laserschieß-Station für Schüler und Jugendliche verwendet werden. Ein Sparschwein, das ebenfalls für diesen Zweck noch zusätzlich die Runde durch die Halle machte, konnte mit gut gefülltem Bauch anschließend geschlachtet werden. Die Schießsportler sagen DANKE! 11

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Jungschützen 30 Jahre Jungschützen ein Jahresüberblick Liebe Leserinnen und Leser, seit 2015 ist das Schützenwesen in Deutschland und somit auch die St. Sebastian Schützenbruderschaft Schwaney als lokaler Träger der Kulturform als immaterielles Kulturerbe der Bundesrepublik anerkannt. Als zentrales Merkmal des immateriellen Kulturerbes benennt die UNESCO-Konvention von 2001 die fortlaufende Neugestaltung und Weitergabe von kulturellen Wissen und Können von der einen zur nächsten Generation, wodurch Identität und Kontinuität vermittelt wird. Die diesjährige Ausgabe der Schützenzeitung möchten wir anlässlich unseres dreißigjährigen Bestehens bewusst dazu nutzen, uns als Jungschützen ausführlich vorzustellen, unsere Tätigkeiten des gesamten Jahres zu beschreiben und uns innerhalb des immateriellen Kulturerbes „Schützenwesen“ zu verorten. Die Jungschützen der St. Sebastian Schützenbruderschaft Schwaney 1733 e.V. sind Jugendliche im Alter von 16 bis 26 Jahren und gelebter Teil der historisch gewachsenen Schützentradition. Das seit dem ausgehenden 13. Jahrhundert existierende Schützenwesen hat bis heute einen permanenten Veränderungsprozess durchlaufen und ist durch die Balance zwischen Tradition und Wandel geprägt. Gerade den Jungschützen kommt innerhalb dieser Kulturform die entscheidende Rolle zu, den gegenwärtigen Wandel des Brauchtums richtungsweisend mitzubestimmen und die Tradition kontinuierlich neu zu beleben. So lassen sich die Tätigkeiten der Schwaneyer Jungschützen nicht auf die jährlichen Schützenfestaktivitäten reduzieren, sondern wir bemühen uns im gesamten Jahr mit Veranstaltungen und Aktionen in Erscheinung zu treten. Insbesondere möchten wir soziale Tätigkeiten fördern, organisieren und durchführen, um so Win-Win-Situationen für unsere Dorfgemeinschaft zu schaffen. Darüber hinaus veranstalten wir Fahrten, Tagesausflüge, Sportveranstaltungen, Feste oder verbringen gesellige Stunden bei unterschiedlichen Anlässen innerhalb der Gruppe miteinander. Dadurch sind wir ein bestehender, lebendiger und wichtiger Träger der lokalen Jugendkultur und des modernen Dorflebens. Die Abteilung besteht gegenwärtig aus über 80 Jungschützen und setzt sich gleichermaßen aus aktiven, kreativen und karitativen Mitgliedern zusammen. Hier werden die vielfältigsten und unterschiedlichsten Menschen zusammengeführt, wodurch bereits viele Freundschaften entstanden sind, die bis heute über das Jungschützenalter hinaus Bestand haben. Wir freuen uns über Kontaktanfragen, Rückmeldungen und Anregungen aller Art und ganz besonders über neue Mitgliedsanträge. Im Folgenden ist exemplarisch unsere Tätigkeit für das Jahr 2017 chronologisch dargestellt. Beste Schützengrüße Jungschützenmeister Jonas Leineweber Sozial-karitative Tätigkeit – Die Weihnachtsbaumsammlung Teilnahmerekord bei der Weihnachtsbaumsammlung 2017 Bei der am 14. Januar durchgeführten Weihnachtsbaumsammlung der Jungschützen beteiligten sich erstmalig über 140 Haushalte, welche ihren nadelfallenden Tannenbaum gegen eine kleine Spende entsorgen ließen: Teilnahmerekord! Nicht nur die Beteiligung der Schwaneyer Dorfgemeinschaft ist als herausragend zu klassifizieren, sondern auch das Engagement der Jungschützen. Der neu formierte Vorstand konnte am frühen Samstagmorgen 30 motivierte Jugendliche am Kirchplatz begrüßen, die dem einsetzenden Schneegestöber trotzten und sich der Sammelaktion anschlossen. Ein Traktorgespann und drei Autos mit Anhänger waren im permanenten Einsatz und garantierten so die Bewältigung der großen Menge an Bäumen, während die schon gesammelten Tannen zeitgleich auf den Wiesen der Familie Koch verfeuert wurden. Aufgrund der starken Anzahl von Jungschützen konnte bereits um 15.30 Uhr der letzte Haushalt vom weihnachtlichen Grün befreit werden und die mannstarke Truppe der Helfer ließ den Tag auf dem Landsitz der Familie Koch ausklingen. Vorm Kaminfeuer und mit einem deftigen Abendessen wurden die zuvor investierten Arbeitsstunden mehr als ausgeglichen, zumal der Ausklang bis spät in die Abendstunden andauerte. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung und aus den Reihen der Jungschützen sind ausschließlich positiv. Während sich die Bürger über die kostengünstige Entsorgungsmöglichkeit freuen, gewinnen die Jungschützen an Gemeinschaftsgefühl und Sozialkompetenz. In besonderer Weise profitieren das Familienzentrum St. Johannes Baptist und der Förderverein der Grundschule, für welche die eingesammelte Spendensumme von insgesamt 950€ bestimmt sind. Das Familienzentrum möchte ihr Spendengeld von 475€ unter anderem für neues Outdoor-Spielzeug ver- Die Weihnachtsbäume wurden noch während der Sammlung verbrannt 12

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Jungschützen wenden. Die Leiterin der Kindertagesstätte Jutta Finke bedankte sich für die erneut gestiegene Spendensumme und freute sich über das soziale Engagement der Jungschützen. Auch Jungschützenmeister Jonas Leineweber zeigte sich zufrieden: „Unser primäres Ziel als Jungschützen ist es, die Gemeinschaft im Ort zu stärken und Win-Win-Projekte für unser Heimatdorf zu initiieren. Für ein solches Projekt steht die Weihnachtsbaumsammlung exemplarisch, weshalb diese im nächsten Jahr garantiert wieder stattfinden wird.“ Tradition und Wandel – Forschung zum Schützenwesen Umfrage der Universität Paderborn – Jungschützen führten im Vorfeld einen Pretest durch Das Center for Risk Management (CeRiMa) der Universität Paderborn hat innerhalb des Forschungsprojekts „Tradition im Wandel“ und in Zusammenarbeit mit dem Bund der St. Sebastianus Schützenjungend (BdSJ) eine Umfrage zur Zukunftsfähigkeit von Schützenvereinen durchgeführt, in welcher insbesondere das Verhältnis von Jugendlichen zu den Werten und Zielen von Schützenvereinen in den Blick genommen wurde. An der Befragung haben weit über 5000 Personen teilgenommen, die Ergebnisse sollen 2018 veröffentlicht werden. Im Vorfeld hat die Jungschützenabteilung Schwaney in Zusammenarbeit mit der Universität einen Pretest der Umfrage durchgeführt, um den Fragebogen in der Praxis zu testen. Hierzu wurden am Karsamstag vor dem Beginn des Osterfeuer-Zusammenfahrens ca. 40 Jungschützen befragt und gleichzeitig beauftragt, die Fragen hinsichtlich der Struktur und Verständlichkeit zu kommentieren. Der in Schwaney durchgeführte Pretest hat für die Forscher wichtige Erkenntnisse hinsichtlich des Umfrageverhaltens der Probanden aufzeigen können, sodass der Fragebogen unter Berücksichtigung dieser Daten optimiert werden konnte. Tradiertes Ritual – Das Osterfeuer Das Osterfeuer 2017 – Trotz Regen ein voller Erfolg Das Osterfeuer-Wochenende der Jungschützen begann traditionell am Samstagmorgen mit dem Zusammenfahren des Strauchwerks. Hierzu fanden sich trotz Dauerregen ca. 40 Jungschützen am Kirchplatz ein. Die Gruppierung stand dementsprechend gleich zu Beginn des Wochenendes ihren Mann und teilte sich nach dem obligatorischen Gruppenfoto in fünf Teams, die über den gesamten Tag verteilt das angemeldete Strauchwerk zum neuen Osterfeuerplatz fuhren und schichteten. Die Jungschützen waren nahezu im ganzen Ort omnipräsent und wurden von der Dorfgemeinschaft wohlwollend durch Spenden unterstützt. Einen Ausgleich zu der körperlichen Arbeit am Tag bot der Ausklang am Abend, der dieses Jahr in der Scheune der Familie Koch stattfand. Gestärkt durch Gegrilltes und gerahmt durch die musikalische Begleitung des ehemaligen Jungschützenmeisters Patrick Sendermann, bot die Stimmung innerhalb der Truppe Anlass genug, um einen unvergesslichen Abend miteinander zu verbringen. Am Sonntag wiederholte sich das regnerische Wetterbild und die äußerlichen Voraussetzungen für das Anzünden des Osterfeuers waren dementsprechend suboptimal. Nachdem die Gemeindereferentin Martina Knoke die Veranstaltung mit einer Andacht eröffnet und das Feuer gesegnet hatte, durfte der amtierende Jungschützenkönig Dennis Kröger das Feuer mit der Flamme der Osterkerze entfachen. An dieser Stelle ist bemerkenswert zu betonen, dass sich trotz des ungemütlichen Wetters eine Vielzahl von Besuchern am Saule einfand und es sich in dem aufgebauten Zelt gemütlich machte. Die Gemütlichkeit hielt nicht zuletzt aufgrund der verkauften Getränke und Speisen bis in die späten Abendstunden. Das diesjährige Osterfeuer-Wochenende hat zwei Dinge deutlich gemacht: Einerseits den Zusammenhalt der Jungschützen und anderseits die Solidarität der Schwaneyer Dorfgemeinschaft, die sich nicht durch ungünstige Wetterumstände unterkriegen lässt. Bedanken sich für die überwältigende Teilnahme an Umfrage „Tradition im Wandel“: (v. l.) Dr. Peter Becker vom Center for Risk Management (CeRiMa) der Universität Paderborn, Susanne Oschecker vom Bund der St. Sebastianus Schützenjugend (BdSJ) Diözesanverband Paderborn sowie Student und Jungschützenmeister Jonas Leineweber, der sich im Rahmen seiner Abschlussarbeit an der Universität Paderborn mit dem immateriellen Kulturerbe des Schützenwesens befasst. Die Mannschaft für das Zusammenfahren des Osterfeuers 2017 13

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Jungschützen „Tradition gemeinsam neu erleben“ – Motto des Bezirksjungschützentags Jungschützen des Paderborner-Lands kommen beim BJT in Sennelager zusammen Die Jungschützen waren am Samstag, den 29. April beim Bezirksjungschützentag Paderborn-Land in Sennelager zu Gast. Nach der gemeinsamen Busfahrt mit den Jungschützen der St. Hubertus Schützenbruderschaft Dahl folgte die Teilnahme am Feldgottesdienst, ehe der Festumzug durch das Sennedorf startete. In der Schützenhalle warteten anschließend neben den Grußworten aus Politik und Gesellschaft, die Siegerehrungen des Bezirksprinzenschießens und ein Imbiss auf die Jungschützen der knapp 30 Schützenbruderschaften. Auf das gemeinsame Mittagessen folgend, konnte der Tag bei herrlichem Wetter und einem Rahmenprogramm mit den gleichgesinnten Jungschützen der Umgebung bis in die frühen Abendstunden auf dem Schützenplatz fortgesetzt werden. Wieder zurück in Schwaney, kehrte die Truppe um Jungschützenkönig Dennis Kröger, seinen Prinzen Florian Heinemann und Malte Pätzold bei der Ostkompanie ein und verbrachte so die letzten Stunden des Tages wieder innerhalb der eigenen Bruderschaft, womit der Schützentag einen würdigen Ausklang fand. Die Schwaneyer und Dahler Jungschützen zusammen auf dem BJT in Sennelager Der wesentliche Ausdruck des Schützenbrauchtums – Das Schützenfest Die Jungschützen feiern ihren neuen Jungschützenkönig und seine Prinzen im Stangier-Wonderland Nachdem sich Yannic Stangier als Jungschützenkönig sowie Nick Nolte und Louis Stangier als Jungschützenprinzen beim Vogelschießen auf Christi Himmelfahrt erfolgreich durchsetzen konnten und dies bereits am selben Tag ausführlich gefeiert wurde, begannen in der darauffolgenden Woche die Vorbereitungen für das Schützenfest 2017. Entgegen der üblichen Festfolge von drei Schützenfesttagen betten die Jungschützen in Schwaney die Feierlichkeiten in einen größeren Kontext. Insgesamt steht für sieben Tage Programm auf dem Plan, welches eine abwechslungsreiche Festwoche garantiert. So begannen die Feierlichkeiten bereits am Donnerstag mit dem Zeltaufbau auf der Festwiese des Jungschützenkönigs, gefolgt von dem Grün-Holen am Freitag. Schon an diesen beiden Tagen wurden nach der verrichteten Arbeit im Stangier-Wonderland – so sollte die Festwiese des Jungschützenkönigs später genannt werden – außerordentlich schöne und gesellige Abende am errichteten Lagerfeuer verbracht. Für einige bot die Szenerie eine solche Romantik, dass von Freitag auf Samstag nur marginal genächtigt wurde. Der Samstag vor dem eigentlichen Beginn des Schützenfestes ist der zentrale Vorbereitungstag der Jungschützen, der schon morgens beginnt. Auch in diesem Jahr traf sich die mannstarke Gruppe gegen 9.30 Uhr, um auf der Festwiese des Jungschützenkönigs das Residenzzelt samt Vorplatz herzurichten: Bögen wurden gewickelt, das Festzelt ausgestattet und geschmückt, Fahnen gehisst, Banner aufgehangen sowie ein „StangierWonderland“-Schild angefertigt und montiert. In der Tat glich die ursprüngliche Wiese nun mehr einer Märchenwelt, als einer Auslaufzone für Pferde. Nach der schmückenden Arbeit der Jungschützen wurde die Festwiese am Nachmittag für die geladenen Gäste, Freunde und Familien der Würdenträger zugänglich gemacht, sodass sich der Platz bei herrlichstem Wetter nicht nur füllte, sondern seine ganz besondere Atmosphäre versprühte. Die Gastgeber boten den geladenen Gästen und Jungschützen nicht nur kühle Getränke, sondern auch ein vielseitiges Grill-Buffet. Im späteren Verlauf des Tages und mit dem Untergang der Sonne verlagerte sich die Szenerie in das Festzelt, in welchem sich die Schützenfest-Warm-Up Party für die Jugendlichen auf der Tanzfläche manifestierte. Nach einer erneut kurzen Nacht sollte am Sonntag dann mit dem Zapfenstreich das offizielle Schützenfest beginnen. Die sich anschließenden Festtage wurden, genau wie die Tage zuvor, in absolutem Einklang zwischen den Jungschützen und dem Hofstaat um Schützenkönig Jürgen Geldmacher gefeiert, sodass sich die Atmosphäre der Schützenhalle jederzeit als stimmungsvoll beschrieben ließ. Am letzten Schützenfesttag kehrte der Jungschützentross, nachdem man von Sonntag auf Montag abermals zum nächtlichen König Jürgen Geldmacher mit seinem Hofstaat zu Besuch beim Jungschützenkönig Yannic Stangier 14

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Jungschützen Eierbraten eingeladen war, zum letzten Mal in das Stangier-Wonderland ein. Nach dem Schützenfrühstück wurde hier für die Gäste ein reichhaltiger Mittagstisch geboten, der die letzte Stärkung für den Schützenfestausklang am Dienstagabend geben sollte. Nach sieben Tagen Schützenfestprogramm der Jungschützen ist an dieser Stelle ein herzlicher Dank an Yannic, Nick und Louis als Gastgeber, sowie den Eltern und Unterstützern auszusprechen, die uns über die gesamten Tage bestens beherbergt und bewirtschaftet haben. Von Generation zu Generation- Tag der offenen Jungschützenabteilung Umkämpftes Bubble-Soccer-Turnier mit Ausklang beim gemeinsamen Abendessen Am Samstag, den 14. Oktober, fand der offene Tag der Schwaneyer Jungschützenabteilung statt, der sowohl an die Mitglieder der Abteilung als auch an alle interessierte Jugendliche im oder unter dem Eintrittsalter von 16 Jahren adressiert war und somit eine Möglichkeit zum Einblick in die Abteilung bot. Um 15.30 Uhr traf sich eine knapp dreißigköpfige Mannschaft am Kirchplatz, die der Einladung des Jungschützenvorstands folgte und sich aus unterschiedlichsten Alters- und Interessensgruppen zwischen 15 und 26 Jahren zusammensetzte. Die vielfältige Formation der Jugendlichen wurde hier auf einem Blick sichtbar, wobei gerade dieses heterogene Erscheinungsbild eine vielversprechende Voraussetzung für einen erfolgreichen Jungschützentag bot. Aufgeteilt in verschiedene Autos setzte sich der Tross Richtung Paderborn in Bewegung und hatte das LaOla-Fußballcenter zum Ziel. Schon in der Umkleidekabine unterschied die Sportausrüstung der Teilnehmer zwischen Vollblutfußballer und Fußballverweigerer, wobei sich dieser Umstand unwesentlich auf das anstehende Sportereignis auswirken sollte. Denn als der grüne Kunstrasenplatz im mehr oder minder professionellen Sportdress betreten wurde, war klar, dass hier heute kein Fußball, sondern Bubble-Soccer gespielt werden sollte. Den unübersehbaren Hinweis boten die gymnastikballartigen Bubbles, die sich die Spieler bei dieser Sportart überstreifen und diese als Schutz und Waffe für die im Fokus stehenden Tacklings einsetzen können, um den Weg für den ins gegnerische Tor zu befördernden Fußball frei zu räumen. Eingeteilt in fünf Mannschaften, konnte das völlig ergebnisoffene und erstmals durchgeführte Bubble-Soccer-Turnier beginnen. Schon in den ersten Partien zeigte sich, dass den Spielern weniger fußballerisches Können, sondern vielmehr Kampf, Siegeswille und Emotionen abverlangt wurden. In einem hochspannenden und humorvoll geführten Turnier musste nach zwei Stunden Spielzeit festgestellt werden, dass die neuerkundete Sportart nicht nur den Spaßfaktor, sondern auch die Herzen höher schlagen lässt. Der hochtourige Puls einiger Spieler war der Beweis dafür, dass Bubble-Soccer selbst dem trainierten Sportler jegliche Kondition abverlangt. Als die letzten Turnierplatzierungen ausgespielt waren, bedurfte es dringend einer erfrischenden Dusche und – je nach Geschmack – einer regenerativen Zigarette. Nach ausgiebiger Erholung und Körperpflege ging es zurück nach Schwaney, wo der Abend geradewegs im Gasthof Uhlengrund seinen Ausklang finden sollte. Bei kühlen Getränken wurde die Siegerehrung durch Jungschützenmeister Jonas Leineweber vorgenommen und bei einem gemeinsamen Abendessen sowie dem damit verbundenen gemütlichen Beisammensein blieb genügend Zeit für Geselligkeit und Gespräche innerhalb einer harmonierenden Dorfjugend. Auch einige Bataillonsvertreter waren der Einladung der Jungschützen in die Kneipe gefolgt und Oberst Hermann Bergmann zeigte sich in seiner kurzen Ansprache mit der vielfältigen Zusammensetzung und dem geschlossenen Auftreten des Vereinsnachwuchses zufrieden. Ein harmonischer Tag der erst in den späten Abendstunden sein Ende fand und der Wiederholung im nächsten Jahr bedarf. Ausblick – Termine der Jungschützen 2018 • 27. Januar 2018: Weihnachtsbaumsammlung Baumanmeldung unter jungschuetzen@schuetzen-schwaney.de • 31. März 2018: Osterfeuer-Zusammenfahren Strauchwerkanmeldung unter jungschuetzen@schuetzen-schwaney.de • 1. April 2018: Osterfeuer • 1. September 2018: Seifenkistenrennen und Zeltparty Teilnehmeranmeldung unter jungschuetzen@schuetzen-schwaney.de Teilnehmer des Bubble-Soccer-Turniers am Tag der offenen Jungschützenabteilung Angebote der Jungschützenabteilung • Uniformbörse: Möglichkeit zur Abgabe alter Uniform und günstiger Ankauf von gebrauchten Uniformen und Zubehör • Bollerwagenverleih: Bollerwagen inklusive Zapfanlage und Kühlsystem • Zeltverleih: Kleines Partyzelt (ehemaliges Zelt von Josef Striewe) Kontakt unter jungschuetzen@schuetzen-schwaney.de. 15

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