Firmenzeitung Licht- und Kraftwerke Helmbrechts GmbH Dezember 2017

 

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Firmenzeitung Licht- und Kraftwerke Helmbrechts GmbH Dezember 2017

Popular Pages


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Ausgabe Nr. 20 / Dezember 2017 ZEIT FÜR ENERGIE Kundenzeitung der Licht- und Kraftwerke Helmbrechts GmbH Winterwunderland Fichtelgebirge 3. Deutscher Winterwandertag vom 17. bis 21. Januar Lesen Sie weiter auf Seite 18 Erdgas Heiztrend Brennstoffzelle 2 Gebrüder Munzert Stofftrends aus Naila 4/5 Zeit für Energie Unser Magazin feiert Jubiläum 10/11

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2 » Brennstoffzelle Zukunftstechnik Brennstoffzelle Durch „kalte Verbrennung“ Wärme und Strom erzeugen Innovativer Brennstoffzellen-Heiztechnik wird schon seit einiger Zeit enormes Zukunftspotenzial zugeschrieben. Und das, obwohl die Idee dahinter schon seit mehr als 150 Jahren existiert: Wasserstoff plus Sauerstoff erzeugen Strom und Wärme. Die Folge: eine enorm effiziente Art der Energieerzeugung. Doch was genau ist eine Brennstoffzelle bzw. wie funktioniert sie? Im Grunde lässt sich die Funktionsweise der modernen Technologie ganz einfach erklären. Die chemische Energie eines Brennstoffs, wie zum Beispiel Erdgas, wird innerhalb der Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt – und das ohne Verbrennung. Stattdessen reagiert der Wasserstoff des Erdgases mit dem Sauerstoff der Luft als Oxidationsmittel in Form einer kontrollierten Knallgasreaktion. Ein elektro- chemischer Vorgang, der auch als „kalte Verbrennung“ bezeichnet wird und auf besonders effiziente Weise Strom und Wärme erzeugt. Hausbesitzer, die auf diese innovative Technik setzen, profitieren gleich mehrfach. Dank der effizienten Wirkweise auf Basis der kalten Verbrennung ist der Bedarf an Primärenergie denkbar gering, was spürbar die Heizkosten senkt. Noch dazu macht die Erzeugung von eigenem Strom Verbraucher unabhängiger von der öffentlichen Stromversorgung. Brennstoffzellenanlage für das LuK-Verwaltungsgebäude Noch in diesem Winter möchte auch die LuK eine eigene Brennstoffzellenanlage für ihr Verwaltungsgebäude in Betrieb nehmen. Das Modell Vitovalor 300-P des Traditionsherstellers Viessmann ist die erste serienmäßig hergestellte Brennstoffzellenheizung auf dem europäischen Markt und mit dem Label A++ in die höchste Energieeffizienzklasse eingestuft. Das mit Erdgas betriebene Gerät kann den kompletten Wärmebedarf eines Zweifamilienhauses decken und erzeugt täglich bis zu 15 Kilowattstunden Strom. Energiekosten können damit um bis zu 40 Prozent und die CO2-Emissionen um rund die Hälfte gesenkt werden. Staatliche Förderungen nutzen Noch attraktiver macht die Entscheidung für ein Brennstoffzellen-Heizgerät die Mög- lichkeit, staatliche Zuschüsse zu nutzen – wie zum Beispiel von Förderangebot der LuK der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Energieeffizientes Heizen wird Zusammen mit der belohnt! Für die Installation pauschalierten Strom- eines erdgasbetriebenen Brenn- förderung aus dem stoffzellen-Heizgerätes gibt es Kraft-Wärme-Kopp- für LuK-Kunden daher 1.000 lungs-Gesetz (KWKG) Euro bei Anlagen bis zu einer können Hausbesitzer elektrischen Leistung von 6 kW sich damit bis zu bzw. 2.000 Euro bei Anlagen 11.100 Euro Fördermit- mit einer elektrischen Leistung tel sichern. Damit sind zwischen 6 und 50 kW. die Anschaffungsko- Die Beträge beinhalten die sten für diese Hoch- Mehrwertsteuer. Es gelten die effizienztechnologie aktuellen Förderbedingungen vergleichbar mit denen gemäß den Antragsunterlagen, einer Wärmepumpen- die auf der Internetseite anlage. www.luk-helmbrechts.de hinterlegt sind. Infos zu weiteren Förderange- boten der LuK auf Seite 16.

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Blick in die Zukunft » 3 Die LuK macht E-mobil Ladesäule und Elektrofahrzeuge kommen 2018 E-Mobilität nimmt in Deutschland und auch in der Region mehr und mehr Fahrt auf. Nicht nur, weil immer mehr entsprechende Automodelle auf den Markt kommen, sondern auch, weil Ladetechniken und -möglichkeiten zunehmend einfacher, schneller und effektiver werden. Auch die LuK hat bereits einen Förderantrag für die öffentliche Errichtung einer modernen E-Ladesäule gestellt, die voraussichtlich schon im Frühjahr 2018 am Kundenparkplatz montiert wird. Dann wird auch der Fuhrpark um ein erstes Elektrofahrzeug erweitert. „Wir werden zukünftig überall dort, wo es sich anbietet, mehr und mehr auf Elektrofahrzeuge setzen“, erklärt LuK-Geschäftsführer Gerd Dilsch. Dies gilt auch für die Stadt Helmbrechts und für den Baubetriebshof. Die LuK beschäftigt sich aktuell aber auch damit, wie sich die E-Mobilität auf die Stromverteilnetze auswirkt. Darüber berichten wir noch. Privattankstelle in der Garage Der größte Trend in puncto Ladetechnik geht nach Meinung der LuK-Experten in Richtung Hausladesäule. Sprich, die eigene Garage oder der heimische Carport wird zur Privattankstelle. Ein entsprechendes Modell bietet beispielsweise der Bayreuther Garagenhersteller ZAPF (Foto siehe oben) an. Bei der E-Garage mit eigener „ZAPF-Säule“ kann der benötigte Strom durch eine eigene Photovoltaik-Anlage mit zugehörigem Speicher produziert werden und die Ladestation innerhalb der Garage mit Strom versorgen. Als Stromerzeuger würde sich aber auch ein Erdgas-Brennstoffzellen-Heizgerät anbieten. Sparen mit LuK-Gas Festpreistarif wird zum 1.1.2018 nochmals günstiger Nachdem der Festpreistarif für Erdgas bereits im Herbst 2016 gesenkt wurde, können die betreffenden Kunden der LuK ab Anfang 2018 noch mehr sparen – die Preise reduzieren sich dann nochmals ganz automatisch. Steigende Tendenz ist daher bei der Nachfrage nach dem Erdgasprodukt mit dem attraktiven Festpreis zu verzeichnen. Auch immer mehr Kunden aus fremden Netzgebieten entscheiden sich für den günstigen Tarif. Mit ihrem Festpreistarif bietet die LuK ein Produkt mit einem besonders fairen Preis-Leistungs-Verhältnis an – obwohl die LuK als sogenannter Flächenversorger strukturelle Nachteile gegenüber Stadtwerken mit kompakteren Versorgungsgebieten hat. Für die LuK ist es jedoch selbstverständlich, Einsparungen beim Erdgaseinkauf an die Kunden weiterzugeben. Wer bisher noch keinen aktuellen Festpreistarif abgeschlossen hat, kann dies natürlich noch nachholen, um zukünftig Geld zu sparen. Die Mitarbeiter unseres Kundencenters stehen Ihnen unter der Tel. Nr. 09252 704-400 bzw. auch persönlich in der Münchberger Str. 65 in Helmbrechts gerne zur Verfügung. Editorial Gerd Dilsch, Geschäftsführer Liebe Leserinnen und Leser, Wie doch die Zeit vergeht! Wir können uns noch sehr gut an die Redaktionskonferenz für unsere erste Firmenzeitung vor über acht Jahren erinnern und jetzt halten Sie schon die 20. Ausgabe in den Händen. Unsere Jubiläumsausgabe, die darum diesmal auch ganze 20 Seiten umfasst. Idee des Kunden-Magazins war von Anfang an, über aktuelle Ereignisse im Unternehmen zu berichten, Gemeinden aus unserem Versorgungsgebiet vorzustellen sowie unsere gewerblichen Kunden. Vor allem sind die bisherigen Ausgaben unserer Firmenzeitung aber ein Stück weit historische Dokumente geworden, die die Entwicklungen der LuK widerspiegeln. Das maßgeblichste Ereignis der letzten Jahrzehnte dürfte sicherlich die Verschmelzung der Licht- und Kraftwerke Helmbrechts GmbH mit der Gasversorgung Frankenwald GmbH zum 1. Januar 2018 sein. Seit seiner Premiere hat sich unser Magazin auch optisch ein paar Mal verändert und ist im Lauf der Jahre zu einer richtig schönen Broschüre geworden. Auf den Seiten 10 und 11 können Sie die Verwandlung auf einen Blick verfolgen. Daneben finden Sie natürlich auch in dieser Ausgabe wieder viele interessante Berichte, Tipps und Hinweise. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen und Ihnen und Ihrer Familie eine schöne Advents- und Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in das neue Jahr. Gerd Dilsch, Geschäftsführer der Licht- und Kraftwerke Helmbrechts GmbH

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4 » Unsere Kunden Webkunst made in Marlesreuth Gebrüder Munzert im Porträt Mitten im Frankenwald ist eine Hightech-Weberei zu Hause, die sich mit den modernsten weltweit messen kann: Auf den Webstühlen der Gebrüder Munzert in Naila werden wöchentlich mehr als 20.000 Meter hochwertige Möbel- und Dekorationsstoffe produziert. Für ihr innovatives Design wurde das Familienunternehmen bereits mehrfach ausgezeichnet. Dieses Jahr hat Gebrüder Munzert zum Beispiel den German Brand Award 2017 abgeräumt. Damit gehört die Weberei, die seit Neuestem zu den Erdgaskunden der Lichtund Kraftwerke Helmbrechts zählt, zu den Top-Marken in Deutschland. Seine feinen Stoffe liefert das Unternehmen mittlerweile an Handels- und Industriekunden in vielen Teilen der Welt. Produziert werden sie auf insgesamt 66 Webstühlen, die sich auf zwei Säle mit einer Gesamtfläche von 2.220 m² verteilen. Tausende Meter Stoff werden hier täglich gewebt. Das Design der Webstücke ist bis ins kleinste Detail durchdacht. Ihre Qualität wird in mehreren Stufen akribisch geprüft. Erst dann werden die Auftragsarbeiten aus Naila in alle Welt gesendet – per LKW, Flugzeug oder Schiff. Darum, dass bei der Herstellung und Lieferung alles rund läuft, kümmern sich heute über 100 Mitarbeiter. „1925, als die Firma von den Brüdern Heinrich und Georg Munzert gegründet wurde, waren es gerade einmal eine Hand voll“, erzählt Geschäftsführer Klaus Munzert. Auf acht Webstühlen wurden damals noch Damaste und Kleiderstoffe hergestellt. Erst als die Söhne der Gründer, Arno und Gerold Munzert, die Geschäftsführung übernahmen, änderte sich die Produktpalette hin zu Möbel- und Dekorationsstoffen, für die das Unternehmen heute international bekannt ist. Die Gebrüder Munzert GmbH & Co. KG fertigt hochwertige Möbelbezugs- und Dekorationsstoffe für Industrie und Handel.

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Authentizität, Innovation, Made in Germany – das sind die Werte des Familienunternehmens. Unsere Kunden » 5 Familienbetrieb in dritter Generation In mehr als 90 Jahren Firmengeschichte ist viel passiert. Das Betriebsgebäude und die Fertigungsanlagen wurden stetig erneuert, die Produktpalette und das Team kontinuierlich erweitert. 1993 übergab Gerold Munzert außerdem die kaufmännische Leitung an Bernd Kout, der die fränkische Weberei seitdem maßgeblich mitprägt und den Erfolgsfaden der Firma mit Klaus Munzert weiterspinnt. Heute gehört Gebrüder Munzert zu den führenden Unternehmen der Textilbranche und fertigt auf dem neuesten Stand der Technik. Pro Jahr werden in Naila circa 500.000 kg Garn zu hochwertigen Stoffen verarbeitet. Mithilfe moderner Technologie ist es möglich, verschiedenste Strukturen, plastische Effekte, 3D-Optiken und vieles mehr in die Gewebe zu integrieren. Über 1.500 verschiedene Garnpositionen stehen zur kurzfristigen Produktion der Stoffe bereit. Doch auf hochspezialisierten Maschinen zu produzieren, ist nur ein Erfolgsfaktor des Familienbetriebes. Der andere ist das Gespür für Design. „Es rettet nicht die Welt, macht sie aber lebenswerter“, ist Atelierleiter Hannes Neubert überzeugt. Gemeinsam mit seinem 13-köpfigen Team entwickelt er jährlich rund 400 neue Designs, die dem Trend meist einen großen Schritt voraus sind. Umgesetzt werden die Entwürfe direkt am Bildschirm, sodass sie später in der Jacquardweberei direkt weiter verarbeitet werden können. Das Colorieren der Stoffe erledigen die Webmaschinen. Red Dot Design Award Das Ergebnis ist eine breite Palette an Möbel- und Dekorationsstoffen, deren innovatives Design bereits mehrfach prämiert wurde. Neben dem „BLUE DROP Best Innovation Award” und dem „Innovationspreis Architektur Textil Objekt“ hat das Unternehmen für seine Produktentwicklung „Origami“ auch einen der weltweit renommiertesten Designpreise eingeheimst: Das Gewebe, das in seiner Gestaltung an die japanische Falttechnik Origami erinnert, wurde mit dem Red Dot Award als „best of the best“ ausgezeichnet. Der Stoff besteht aus innovativen schwerentflammbaren Garnen, ist hochstabil und genügt gleichzeitig hohen Designansprüchen. Eine Kombination, die die Produkte von Gebrüder Munzert ausmacht: Die Hightech-Gewebe aus Marlesreuth sollen nicht nur ins Auge fallen, sondern auch einiges aushalten können. Mit den Stoffen werden große Industrieund Handelsbetriebe genauso beliefert wie Kindergärten, Krankenhäuser oder Hotelketten. Damit die Qualität zu 100 Prozent stimmt, durchlaufen alle Produkte die firmeninterne Warenschau. Dort wird jeder gewebte Meter Stoff genau auf Fehler hin untersucht. „Nur Stücke, die unseren strengen Qualitätsstandards entsprechen, werden für die anschließende Ausrüstung freigegeben“, erklärt Geschäftsführer Bernd Kout. „Bei unseren Veredlungspartnern in der nahen Umgebung wird die Ware nach der Ausrüstung dann nochmals geprüft, bevor sie zu unseren Kunden auf die Reise geht.“ Mit diesem Auge fürs Detail hat Gebrüder Munzert Kunden international überzeugt. Trotzdem hat das Familienunternehmen nicht den Blick für das große Ganze verloren: Nachhaltigkeit ist der Weberei aus dem Frankenwald sehr wichtig. Sie betreibt deshalb einerseits eine verantwortungsvolle Personalpolitik, die sich durch langjährige Betriebszugehörigkeit, Ausbildung des Personals sowie ständige Verbesserung der Arbeitsschutzmaßnahmen auszeichnet. Andererseits geht es den Stoffprofis um eine umweltbewusste Arbeitsweise. „Unsere Energie für die Produktion gewinnen wir zu einem großen Teil über Photovoltaik, das Energiemanagement läuft elektronisch ab“, erklärt Klaus Munzert. „Dadurch schonen wir die Umwelt und sparen wertvolle Ressourcen.“ Wertstoffe und Garnreste werden recycelt, die Beschaffungs- und Ausrüstungswege sind in Marlesreuth zudem kurz gehalten. Auf dem Firmengelände hat das Unternehmen sogar Naturausgleichflächen geschaffen. Schon seit 2016 setzen die Webkünstler komplett auf Strom aus Wasserkraft. Dadurch wurde der ökologische Fußabdruck des Unternehmens noch kleiner. Sein Erfolg aber dürfte auch in Zukunft weiter wachsen.

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6 » So schön ist unser Versorgungsgebiet Abtauchen in die Vergangenheit Kautendorf im Porträt In Geschichtsbüchern kann man nachlesen, welche Ereignisse sich in Deutschland in den letzten 2.000 Jahren zugetragen haben. Doch wie sie das tägliche Leben der Menschen beeinflussten, bleibt meist der eigenen Vorstellungskraft überlassen. Nicht so im oberfränkischen Kautendorf, das 2018 an das Erdgasnetz der Licht- und Kraftwerke Helmbrechts angeschlossen werden soll. Im kleinsten Ortsteil der Gemeinde Döhlau wird Geschichte so detailgetreu nacherzählt, dass sie lebendig wird. Vereinsleben. Sei es das Erdbeerfest der Gartenfreunde, Auftritte des Gesangvereins, Treffen der Freiwilligen Feuerwehr oder Veranstaltungen der evangelischen Kinder- und Jugendgruppe „Kautendorfer Kirchengangster“ – in dem Döhlauer Ortsteil trifft man sich und hält zusammen. ne Regnitzbrücke und drangen über den Reitersberg nach Kautendorf vor. Diese und andere Anekdoten machen Kautendorfs Chronik zu einem lesenswerten Stück Geschichte. Darüber hinaus liefert sie für jeden, der den Ort besucht, interessante Diese Besonderheit sieht man Kautendorf auf den ersten Blick gar nicht an. Wer die 650 Hektar große Ortschaft besucht, wird zunächst seine überaus schöne Lage mitten im Bayerischen Vogtland bemerken und feststellen, dass das Dorf zwar ländlich, aber auch modern wirkt. Vor allem das Baugebiet „Regnitzblick“ mit seinen farbenfrohen Einfamilienhäusern bestärkt den Eindruck, dass der 320-Seelen-Ort im Landkreis Hof nicht in der Vergangenheit stehen geblieben ist. Im Gegenteil, in Kautendorf gehen mehrere mittelständische und landwirtschaftliche Betriebe ihrer Arbeit nach und die Einwohner pflegen ein sehr aktives Chronik mit Mehrwert Eben dieser Gemeinschaftsgedanke ist auch der Grund für die Geschichtsträchtigkeit des Ortes. Denn ihn hatten Karl Edelmann und Günter Seewald im Hinterkopf, als sie für die Gegend eine außergewöhnlich detailgetreue Chronik erstellten. In mühevoller Kleinarbeit durchleuchteten die beiden Chronisten in den letzten zwei Jahren viele Archive, sammelten Sagen und Geschichten und erforschten historische Zusammenhänge. Das Ergebnis ist ein fast 100-seitiger geschichtlicher Abriss, der weit mehr als nur Zahlen, Daten und Fakten enthält. In der Chronik haben Edelmann und Seewald sämtliche Zeitphänomene festgehalten, die die ehemals selbstständige Gemeinde in den letzten Jahrhunderten bewegt haben – angefangen bei bedrohlichen Bränden, Epidemien und Kriegen über ungewöhnliche Wetterlagen bis hin zum Preis für einen Scheffel Gerste. Man kann darin z. B. nachlesen, wie sich der Zweite Weltkrieg auf den Ort ausgewirkt hat. So wurde die Regnitzbrücke im April 1945 von der deutschen Wehrmacht gesprengt, um die amerikanischen Truppen am Vorrücken zu hindern. Die zerstörte Brücke war jedoch kein Hindernis, denn die Panzer fuhren ab Neu-Döhlau über die klei- Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2018 » 16.3.2018, 19.00 Uhr Kulturverein, Erzählungen und Liedervortrag zum Thema „Es ist ein Kraut gewachsen“ (Bräuche zur Aussaat und das Leben nach dem Winter) » 14.4.2018, 16.00 Uhr Rundgang mit dem Kulturverein und den Chronisten Karl Edelmann und Günter Seewald durch Kautendorf mit Besichtigung der Kirche, anschließend Kulturabend im Alten Schulhaus Kautendorf » 1.5.2018 Maibaumaufstellen der Ortsvereine » 17.6.2018 Erdbeerfest des Gartenbauvereins » Juli 2018 Gartenfest vom Stammtisch Mathilda » 14.7.2018, 16.00 Uhr Zentraler Festakt zum 650. Jubiläum am Feuerwehrhaus, Auftritt der Geschwister Kemnitzer, geselliger Abend mit Enthüllung eines „Gedenksteins“ » 18./19.08.2018 Griechisches Fest der Landjugend » 8.9.2018 Weinfest der FFW Kautendorf

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Kautendorf » 7 Hintergrundinfos, zum Beispiel zur evangelischen St. Martinskirche, die bereits 1498 von Hans von Kotzau errichtet und seitdem mehrfach erweitert wurde, zuletzt wurde sie in den 70er Jahren renoviert. Die Arbeitsleistung haben die Kautendorfer selbst gestemmt. Um den Feinschliff hat sich der Maler und Restaurator Hermann Wiedl aus Nürnberg gekümmert. Er hat dem Kirchenraum die ursprüngliche barocke Form und Farbe des Kanzelaltars, Deckengewölbe, Emporen und Kirchenstühlen wiedergegeben – eine langwierige Aufgabe. Doch die Mühe hat sich gelohnt. Die St. Martinskirche lädt heute mehr denn je zum Verweilen und zur Besinnlichkeit ein. te dort nicht mehr ein und aus. Doch im 20. Jahrhundert drängten sich mehr als 70 ABC-Schützen aus der ganzen Region durch die Eingangstür, um Gebets- und Bibeltexte zu erlernen. Ihre Lehrer waren Geistliche und Handwerker wie Schneider, Maurer oder Weber, die dem Nachwuchs das Schreiben und Rechnen beibrachten. Heute erinnert nur noch wenig an die bewegte Schulgeschichte des Gebäudes, denn inzwischen dient es den Einwohnern als Veranstaltungsort und Begegnungsstätte. Nächstes Jahr wird hier besonders viel los sein, denn dann feiert Kautendorf sein 650-jähriges Bestehen. Die St. Martinskirche (links) und das alte Schulhaus von Kautendorf (Mitte) zählen zu den geschichtsträchtigsten Gebäuden des Ortes und sind noch heute zentrale Stätten des Gemeindelebens. Leben haucht die Chronik übrigens auch dem alten Schulgebäude ein, das im Jahr 1521 erbaut wurde. Schüler gehen heu- Erdgas für Kautendorf 2018 soll auch der Ortsteil Kautendorf an das Erdgasleitungsnetz der LuK angeschlossen werden. Die Vorarbeiten dafür haben schon begonnen. Bereits 2016 wurde eine Anschlussleitung zwischen der Gasübergabestation Döhlau und der Bundesstraße B 15 mitverlegt (siehe Foto). Diese Leitung endet aktuell an der B 15 und wird nun 2018 bis nach Kautendorf hinein verlängert. Kautendorf

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8 » LuK-News und Fusion fast abgeschlossen Verschmelzung wird im Frühjahr offiziell besiegelt In der letzten Ausgabe der Firmenzeitung wurde bereits ausführlich darüber berichtet, dass die Licht- und Kraftwerke Helmbrechts GmbH (LuK) und die Gasversorgung Frankenwald GmbH (GFW) zum 01.01.2018 zu einem Unternehmen verschmelzen. Das Unternehmen wird den Namen Licht- und Kraftwerke Helmbrechts GmbH behalten. Für die Kunden und Geschäftspartner, die in diesem Jahr auch schriftlich darüber informiert worden sind, ändert sich nichts. Schließlich waren die gewohnten Ansprechpartner der LuK bereits in der Vergangenheit für die GFW-Kunden und Geschäftspartner zuständig. Die vergangenen Wochen wurden dafür genutzt, auch noch die Datenbestände der GFW in der EDV zu übertragen und abzugleichen. Im Frühjahr 2018, wenn der letzte Jahresabschluss der GFW durch den Wirtschaftsprüfer geprüft worden ist, wird dann im Notariat in Münchberg eine Gesellschafterversammlung stattfinden, bei der die Verschmelzung mit Rückwirkung zum 01.01.2018 offiziell besiegelt wird. Dann ist zwar die GFW nach rund 43 Jahren Betrieb Geschichte, aber die LuK knüpft als gewachsenes Unternehmen direkt an die Erfolge der vergangenen Jahrzehnte an. Die Liberalisierung der Energiemärkte sowie die Energiewende waren und sind sicherlich auch weiterhin die größten Herausforderungen in der Geschichte der kommunalen Stadtwerke. Dass die LuK dennoch ein zu 100 % kommunales Unternehmen geblieben ist, und sich mit dem Aufkauf aller GFW-Anteile sogar noch ver- größern konnte, ist natürlich auch darauf zurückzuführen, dass Aufsichtsrat und Stadtrat immer voll hinter dem Unternehmen standen. In Helmbrechts wurde „kein Tafelsilber verscherbelt“, was nicht nur der Stadt Helmbrechts, sondern der gesamten Region zugute kommt. Im Gegensatz zu manchen Großkonzernen darf die LuK nach wie vor langfristig und nachhaltig planen. Dies zeigt sich auch an den aktuellen Projekten und gilt natürlich auch für das verschmolzene Unternehmen. 25 Jahre im Dienst der Energie LuK feiert vier Jubilare für je ein Vierteljahrhundert volles Engagement Genau 100 Jahre haben sich die vier diesjährigen Jubilare der LuK bereits gemeinsam für eine zuverlässige und sichere Energieversorgung in der Region stark gemacht. Für je 25 Jahre Betriebszugehörigkeit gab es für Abteilungsleiter und Meister in der Gasabteilung Hans Wagner (links), Vertriebsleiter Wolfgang Raithel (Zweiter von links), Burkhardt Kade (Zweiter von rechts), der als Monteur und Sachkundiger in der Gasabteilung arbeitet, und auch für Geschäftsführer Gerd Dilsch (rechts) ein ganz herzliches Dankeschön – unter anderem von Prokurist Stefan Bußler (Dritter von links), dem Betriebsratsvorsitzenden Frank Gausche (Bildmitte) und dem Personalleiter Heinz Maidorn (Dritter von rechts).

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Luk-News » 9 Tunesische Delegation zu Gast bei der LuK Firmengebäude und Wasserversorgungsanlagen besichtigt Das Bayerische Landesamt für Umwelt führt derzeit ein Bildungsprogramm zur Implementierung der Ausbildung des umwelttechnischen Berufes der Fachkraft für Trinkwasserversorgung mit der Bayerischen Verwaltungsschule und der bfzg GmbH in Tunesien durch. In diesem Rahmen wurden auch Wasserversorgungsanlagen der LuK durch eine Delegation aus Tunesien besichtigt. Die rund 20 Besucherinnen und Besucher informierten sich zunächst im Firmengebäude der LuK über die technische und kaufmännische Organisation des Unternehmens und über die Finanzierung der Baumaßnahmen in der Trinkwasserversorgung (Bild oben). Als weitere Tagesordnungspunkte standen der Besuch in der Steuer- und Leitwarte der LuK sowie in der Wasseraufbereitungsanlage an, wo Abteilungsleiter Frank Gausche die Führung übernahm (Bild unten). Beson- ders beeindruckt waren die Besucher vom vollautomatisierten Betrieb und der Fernüberwachung der Anlagen. Auch ein Gegenbesuch ist bereits geplant. Auf Bitten des Landesamtes für Umwelt ist Frank Gausche noch in diesem Jahr in seinem Urlaub für eine Woche nach Tunesien gereist, um die Schulungen des dortigen Betriebspersonals vorzunehmen. Ein ausführlicher Reisebericht des Trinkwasserexperten folgt in der nächsten Ausgabe der Firmenzeitung. Service und Kontakt Licht- und Kraftwerke Helmbrechts GmbH und Gasversorgung Frankenwald GmbH Münchberger Str. 65 95233 Helmbrechts Tel. 09252 704-0, Fax 09252 704-111 mail@luk-helmbrechts.de www.luk-helmbrechts.de Öffnungszeiten: Mo – Do: 7 – 12 Uhr u. 13 – 16.15 Uhr Fr: 7 – 12.15 Uhr Von Dezember bis einschließlich Februar ist am Donnerstag zusätzlich bis 18 Uhr geöffnet. Bereitschaftsdienst: Tel. 09252 704-0 (24 Stunden) Direkte Ansprechpartner: »Anmeldung und Vermittlung C hristine Schloth Tel. 704-0 Beratung rund um die Belieferung mit Erdgas, Strom, Trinkwasser und komDSL, Rückfragen zur Verbrauchsabrechnung, Mitteilung von Zählerständen. » Katherina Förtsch » Jörg Köppel » Andreas Hofmann » Corinna Fuhrmann Tel. 704-161 Tel. 704-149 Tel. 704-165 Tel. 704-141 Kunden- und Energieberatung, Verkauf von Gasnetzanschlüssen, Infos über Blockheizkraftwerke, Kundendienst. » Udo Meister » H elmut Wolfrum Tel. 704-166 Tel. 704-137 Planauskünfte und Projektleitungen » Stefan Franz Tel. 704-157 » Andreas Köbrich Tel. 704-156 » Torsten Vogel Tel. 704-153 Strom und DSL-Netz – technische Beratung » Marco Zuber » Volker Wolfrum » André Hoyer Tel. 704-200 Tel. 704-201 Tel. 704-236 Erdgasnetz – technische Beratung » H ans Wagner Tel. 704-202 » D etlef Mann Tel. 704-205 » T homas Mertel Tel. 704-204 Wassernetz – technische Beratung » F rank Gausche Tel. 704-241 » Marcus Polgar Tel. 704-239 Tiefbauabteilung » Thomas Baderschneider Tel. 704-240 » Thomas Kraus Tel. 704-240

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10 » Kundenzeitung „Mehr denn je ist es Zeit für Energie“ Interview mit LuK-Geschäftsführer Gerd Dilsch Im Dezember 2009 wurde die LuK-Kundenzeitung „Zeit für Energie“ geboren und nun aktuell die 20. Ausgabe gedruckt. Im Interview blickt Geschäftsführer Gerd Dilsch zurück auf die Geschichte des hauseigenen Mediums – und auf die parallele Entwicklung der LuK selbst. » H err Dilsch, „Zeit für Energie“ klingt nach einem sehr aktuellen Namen? Gerd Dilsch: Würden wir erst heute mit unserer Kundenzeitung starten, könnte ich mir keinen besseren Titel vorstellen. Es ist ja tatsächlich mehr denn je höchste Zeit, sich intensiv mit unserer Energieversorgung zu beschäftigen. Stichworte sind Energiewende, Nachhaltigkeit, Klimaschutz. » In den letzten acht Jahren hat sich einiges geändert … Dilsch: Allerdings. Sowohl in der Energie- und Wasserwirtschaft als auch in Sachen Kommunikation. Darum wurde auch das Layout unserer Zeitung mehrmals modernisiert. Schließlich steht Lesefreundlichkeit seit Beginn für uns an allererster Stelle. Die vielen positiven Rückmeldungen zeigen uns, dass wir dabei vieles richtig gemacht haben und unsere Zeitung gerne gelesen wird.

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Jubiläum » 11 » Dazu trägt sicher neben dem Äußeren auch der Inhalt bei. Dilsch: Da bin ich mir sicher. Neben aktuellen Infos aus dem Unternehmen haben wir nach und nach über alle Städte und Gemeinden berichtet, die wir mit Erdgas versorgen. Dazu kamen und kommen die Porträts vieler Industrie- und Gewerbekunden sowie selbstverständlich nützliche Tipps – etwa zum Energiesparen. » Welche Veränderungen gab es in den letzten acht Jahren bei der LuK? Dilsch: Nicht nur die Kundenzeitung, auch unser gesamtes Unternehmen ist sich treu geblieben und hat sich zugleich gewandelt. Zunächst einmal das Neue: Erdgas liegt nach wie vor im Trend und gilt als wichtigste Brückentechnologie im Zusammenhang mit der Energiewende. Wir haben daher in den letzten acht Jahren zahlreiche neue Gemeinden an das Erdgasleitungsnetz angeschlossen. Unser Gasleitungsnetz ist dadurch von 570 Kilometer auf über 700 Kilometer angewachsen und wächst weiterhin. Zudem sind wir mit komDSL auch Anbieter von schnellem Internet geworden. Und: Die GFW gehört seit dem Jahr 2013 zu 100 % zur LuK. Es gibt daher keinerlei Konzernabhängigkeit mehr. » U nd was ist gleich geblieben? Dilsch: Als regionaler Versorger setzen wir nach wie vor auf Präsenz vor Ort und umfassenden Service. Und wir waren und sind ein sehr attraktiver und innovativer Arbeitgeber sowie Ausbildungsbetrieb. Unter unseren Beschäftigten gibt es eine sehr geringe Fluktuation, was die vielen Berichte über Firmenjubiläen in der Kundenzeitung belegen. Die drei Mädchen, die vor acht Jahren als LuK-Azubis in der ersten Kundenzeitung vorgestellt wurden, sind nach ihrer Ausbildung übrigens bei uns geblieben und arbeiten noch heute für uns. » W elche Rolle spielen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die LuK? Dilsch: Ganz klar, sie sind die Basis unseres Erfolgs und ich möchte mich herzlich bei der gesamten Belegschaft für ihr Engagement bedanken. Nicht zuletzt gilt das auch für den Einsatz in puncto Kundenzeitung. Wir haben ja keine eigene Marketing- oder Redaktionsabteilung wie größere Unternehmen. Dass dennoch nun schon seit acht Jahren eine so tolle Zeitung produziert wird, ist nur deshalb möglich, weil uns die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neben ihrem Tagesgeschäft dabei immer unterstützen. Ein großes Dankeschön geht zudem an die Profis, ohne die es‚ nicht gehen würde: an die Fröhlich PR GmbH für ihre redaktionelle Arbeit, an die Häusler & Bolay Marketing GmbH für die Gestaltung, an Werner Bußler und viele andere Fotografen für hervorragende Fotos, an die Druckereien Schmidt & Buchta sowie Müller, und an die Zeitungen, die den Verteilservice übernehmen. Sie alle haben Anteil daran, dass „Zeit für Energie“ nicht nur unsere Kunden informiert und unterhält, sondern schon eine Art Unternehmens-Chronik geworden ist.

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12 » Wichtiges Zum Jahresbeginn Rauchmelder auch in Altbauten Pflicht Haus- und Wohnungseigentümer müssen ihre Immobilien gegebenenfalls nachrüsten Jedes Jahr sterben viele Menschen durch Brände, die meisten davon infolge einer Rauchvergiftung. Um die Zahl der Opfer zu minimieren und damit ein Feuer möglichst rechtzeitig entdeckt wird, hat der Gesetzgeber in Bayern die Installation von Rauchmeldern in Häusern und Wohnungen vorgeschrieben. Was für Neubauten bereits seit Anfang 2013 gilt, wird nun in bestehenden Gebäuden zum 1. Januar 2018 Pflicht. Zu diesem Zeitpunkt endet die Übergangsfrist. Konkret muss je ein Rauchmelder in jedem Kinderzimmer, in jedem Schlafzimmer und in jedem Flur mit Verbindung zu Aufenthaltsräumen angebracht werden. Für den Einbau zuständig sind die Eigentümer, bzw. die Vermieter. Doch auch der Mieter hat eine Verantwortung, nämlich die für die Betriebsbereitschaft der Geräte. Er muss also rechtzeitig die Batterien auswechseln und den Vermieter informieren, wenn ein Rauchmelder nicht mehr funktioniert. Dies gilt nur dann nicht, wenn der Eigentümer die Wartung selbst übernimmt. Die dabei entstehenden Kosten kann er mit der jährlichen Nebenkostenabrechnung auf den Mieter umlegen. Weitere Sicherheitsstufen möglich Warum Rauchmelder so wichtig „Weil Aufpassen bei offenem Feuer – etwa im Kamin – alleine nicht ausreicht“, sagt Reiner Hoffmann, Kreisbrandrat aus Helmbrechts. Viele Brände würden nämlich durch technische Defekte an Geräten entstehen. Um die Sicherheit zu maximieren, empfiehlt Hoffmann, über die gesetzlichen Bestimmungen hinauszugehen. Die nächsthöhere Stufe wären zusätzliche Rauchmelder in allen Wohnräumen sowie auf dem Dachboden und in Kellerräumen. Und wer noch mehr tun möchte, der kann weitere Geräte in der Küche und im Bad anbringen, wobei dann für diese speziell geeignete Modelle ausgewählt werden müssen. sind? Apropos Kauf: Auch Räume, in denen sehr viel Staub entsteht, brauchen besondere Rauchmelder. Allgemein wird geraten, die Geräte in einem Elektro- oder Sicherheitsfachgeschäft zu erwerben. Quasi die Deluxe-Ausstattung sind vernetzte Rauchmelder. Löst hier einer Alarm aus, gibt er das Signal an alle anderen weiter. Eine eventuell sinnvolle Investition in größeren Wohneinheiten. Ob per Funk vernetzt oder nicht: Für die Installation braucht man keinen Fachbetrieb, denn das ist für jeden Laien problemlos möglich. Viele Ursachen für Fehlalarme Löst ein Rauchmelder aus, sollte sofort nach der Ursache gefahndet werden. „Oft handelt es sich lediglich um eine Reaktion auf Dampf aus dem Bad oder vom Kochen in der Küche“, weiß Reiner Hoffmann. Andere Fehlalarme gehen zurück auf Staubentwicklung bei Renovierungsarbeiten, in unmittelbarer Nähe des Geräts angewendetes Deo- oder Haarspray, eingedrungene Insekten oder direkte starke Sonneneinstrahlung. Am häufigsten aber rücken Feuerwehren umsonst aus, wenn der Rauchmelder wegen einer entladenen Batterie anspringt. Dies kann vermieden werden, indem man das wiederkehrende kurze akustische Signal ernst nimmt, mit dem die baldige Entladung schon viele Tage zuvor angezeigt wird. Wenn es wirklich brennt, sollte man sofort das Haus verlassen, die Türen schließen und unter der Nummer 112 die Feuerwehr rufen!

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Baumaßnahmen » 13 Erdgasnetz auf Expansionskurs LuK plant im kommenden Jahr bis zu 400 neue Anschlüsse Der Trend, die eigenen vier Wände mit Erdgas zu beheizen, ist ungebrochen. Damit so viele Hausbesitzer wie möglich Zugang zu der günstigen und umweltschonenden Energie erhalten, bauen die Licht- und Kraftwerke Helmbrechts (LuK) ihr Erdgasnetz auch 2018 weiter aus. Im kommenden Jahr sollen rund 20 Kilometer neue Leitungen verlegt werden und damit bis zu 400 neue Erdgasnetzanschlüsse entstehen. Die Vorfreude bei den Gemeinden ist groß: Die LuK wird 2018 bei nahezu allen Gaskonzessionspartnern die Baggerschaufel ansetzen und das Erdgasnetz erweitern. Im Landkreis Kulmbach wird zum Beispiel der Ortsteil Berndorf des Marktes Thurnau in die Versorgung aufgenommen. Aber auch in Thurnau selbst, insbesondere im Industriegebiet und in Kasendorf, sind umfangreiche Erschließungsmaßnahmen vorgesehen, ebenso in Döhlau und Tauperlitz im Landkreis Hof. Passend zum 650. Jubiläumsjahr erhält der Döhlauer Ortsteil Kautendorf einen Anschluss ans Ferngasleitungsnetz. Bereits angebunden ist ein Wer Interesse an einem Erdgasnetzanschluss im Netzgebiet der LuK hat, kann sich gerne mit Udo Meister, Telefon 09252 704-166, oder Jörg Köppel, Telefon 09252 704-149, in Verbindung setzen. Teil von Eppenreuth. In dem Ortsteil von Grafengehaig sollen die Bauarbeiten 2018 fortgesetzt werden. Die Weichen für eine zuver- lässige Erdgasversorgung stellt die LuK außerdem in weiteren Teilen von Bindlach. In der Ge- meinde nimmt sich der Gas- netzbetreiber im kommenden Jahr ein weiteres Gewerbege- biet vor. Neue Erdgasleitungen kommen darüber hinaus in Gefrees in die Erde, sowohl in einem Wohngebiet als auch im Zwischen dem Markt Grafengehaig und dem Ortsteil Eppen- Neubaugebiet nahe Grünstein. reuth hat die LuK bereits die Ferngasleitung im Pflugverfahren Die Anwohner können künftig verlegt. bequem Erdgas beziehen, das weder bevorratet noch nachbestellt werden Das Motto der LuK lautet nach wie vor muss. Davon profitieren neben den Wohn- „1.000 neue Erdgasnetzanschlüsse alle drei hausbesitzern natürlich auch die Eigentü- Jahre“. Ein Ziel, das in den letzten Jahren be- mer öffentlicher Gebäude sowie die Indus- reits erreicht worden ist und auch zukünftig trie- und Gewerbebetriebe. erreicht werden kann. Noch mehr Highspeed-Internet für Helmbrechts LuK hat komDSL-Netz weiter ausgebaut und verbessert Kaum ein Internetnutzer will im Schneckentempo surfen oder minutenlang warten, bis sich eine Website aufgebaut hat. Zu Recht finden die Licht- und Kraftwerke Helmbrechts. „Schnelles Internet gehört heutzutage zu den Grundbedürfnissen“, ist Prokurist Stefan Bußler überzeugt. Die LuK hat ihr Highspeednetz komDSL daher in den vergangenen Monaten weiter ausgebaut und die Technik verbessert. Konkret wurde gemeinsam mit der Thüga Smart Service GmbH aus Naila in diesem Jahr das Wohngebiet Haide und das Bäumeviertel in Helmbrechts angegangen. Um dort eine zeitgemäße Internetversorgung auf die Beine zu stellen, haben die Unternehmen auf hochmoderne Technik gesetzt: Beim Vectoring wird durch Mikroprozessortechnik das sogenannte Übersprechen benachbarter Kupferadernpaare verhindert, um mehr Bandbreite zu erreichen. Im Ortsteil Haide hat die LuK bereits ein neues Multifunktionsgehäuse dafür errichtet. Die Anwohner haben dadurch die Möglichkeit, mit bis zu 50 Mbit/s und zukünftig auch mehr im Internet zu surfen. Für das Bäumeviertel wird das Multifunktionsgehäuse im Frühjahr 2018 installiert – an der Kreuzung Kulmbacher Straße/ Melchior-Feuerlein-Straße. „Die Breitbandversorgung wird dadurch deutlich besser“, verspricht Bußler. Dennoch sieht er die FTTC-Technik, bei der das Glasfaserkabel nur bis zum Kabelverzweiger der Telekom verlegt wird, als Übergangstechnologie an. „So können wir die Breitbandversorgung in vielen Siedlungsgebieten mit überschaubarem Aufwand optimieren“, so der LuK-Prokurist. Eine absolut zukunftsträchtige Lösung sei es jedoch, die Gebäude direkt ans Glasfasernetz anzuschließen. Wo es möglich ist, werde die Fiber-To-The-Home-Technologie (FTTH) umgesetzt, aktuell zum Beispiel in der Friedrich-Ebert-Straße. Weitere Straßen sollen schon bald folgen. Mit weiteren Industrie- und Gewerbekunden ist die LuK bereits im Gespräch.

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14 » Aquawell Reha-Sport im Aquawell Neuer Übungsraum und Bistro des Reha-Zentrums Helmbrechts Reha-Sport erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Im Gegensatz zu klassischen Reha-Maßnahmen wird hier in der Gruppe gemeinsam etwas für den Muskelaufbau oder die generelle Mobilisation getan. Das Reha-Zentrum Helmbrechts hat nun seit Oktober für sein Angebot an Gruppentherapien den idealen Übungsraum gefunden: die ehemaligen Räumlichkeiten der Aquawell-Gaststätte. „Nachdem unsere Wassergymnastikgruppe schon seit Längerem das Aquawell für ihre Trainingsstunden nutzt, war es ein echter Glücksfall, dass sich die Möglichkeit geboten hat, auch die Übungseinheiten für die Trockengruppe hierher zu verlegen“, erläutert Ingo Moos, Geschäftsführer des Reha-Zentrums Helmbrechts. Auch die Stadt Helmbrechts und die LuK als Betreiber des Hallenbads sind froh über die gelungene Kooperation. „Wir freuen uns, mit dem Reha-Zentrum einen vertrauenswürdigen Partner gefunden zu haben“, betont LuK-Prokurist Stefan Bußler und sieht im neuen Nutzungskonzept der Räume auch einen Vorteil für die städtische Gastronomie, die jetzt womöglich stärker von Aquawell-Besuchern profitiert, die nach dem Badbesuch essen gehen möchten. Reha-Zentrum kümmert sich auch um Bistro Auf einen kleinen Imbiss während ihres Aufenthalts im Aquawell müssen die Badegäste aber auch in Zukunft nicht verzich- ten. Denn: Zusätzlich zu seinem Angebot an Übungseinheiten im Wasser oder „an Land“ kümmert sich das Reha-Zentrum nun auch um das Bistro im Innenraum in der Nähe des Pools. Für diese Grundversorgung mit kleinen Snacks und Getränken ist eine eigene Kraft zuständig, sodass die Übungsleiter sich voll und ganz auf ihre Therapiestunden konzentrieren können. Seit dem gelungenen Umbau werden nun täglich ca. fünf bis sechs Übungseinheiten angeboten. Die Schwerpunkte sind hier vor allem Angebote für die Wirbelsäule oder zur Krebsnachsorge. Öffnungszeiten des neuen Aquawell-Bistros: » M ontag: Ruhetag » Dienstag: 14-18 Uhr » M ittwoch: 13-17 Uhr » Donnerstag: 13-19 Uhr » Freitag: 15-19 Uhr » S amstag: 14-18 Uhr » Sonntag und Feiertage: 11-17 Uhr Überzeugten sich persönlich von der gelungenen Umgestaltung der ehemaligen Hallenbad-Gaststätte: von links: LuK-Prokurist Stefan Bußler, LuK-Geschäftsführer Gerd Dilsch, Hallenbadbetriebsleiter Rico Horlbeck, der Helmbrechtser Bürgermeister Stefan Pöhlmann und RehaZentrum-Geschäftsführer Ingo Moos. Badevergnügen zwischen den Jahren Aquawell auch an Silvester geöffnet – Fun-Tag im Februar Viele Familien haben gerade in der Zeit zwischen Heiligabend und Silvester – dank Ferien und Weihnachtsurlaub – ausgiebig Zeit für gemeinsame Unternehmungen. Umso besser, dass das Aquawell in Helmbrechts zwischen den Jahren fast wie sonst auch geöffnet hat. „Geschlossen haben wir nur am 24. und 25. Dezember sowie am Neujahrstag“, so Rico Horlbeck, Betriebsleiter des Aquawell. „Dafür heißen wir alle Badefreudigen am 26. Dezember von 9 bis 18 Uhr, an Silvester von 9 bis 13 Uhr und auch am 6. Januar von 9 bis 18 Uhr willkommen – natürlich immer auch mit Wellenbetrieb.“ An allen anderen Tagen zwischen den Jahren gelten die üblichen Öffnungszeiten. Fun-Tag für kleine Wasserratten Das nächste Event-Highlight im neuen Jahr ist für den 16. Februar eingeplant. Bei einem großen Indoor-Fun-Event verwandelt sich das Aquawell dann dank verschiedener aufblasbarer Spielgeräte in einen riesigen Wasser-Spielplatz, der zum Toben und Planschen einlädt.

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Baubetriebshof » 15 Mehr Verkehrssicherheit trotz weniger Salz Soleanlage des Baubetriebshofs Helmbrechts startet in den zweiten Winter Im Dezember 2016 nahm die neue Soleanlage des Helmbrechtser Baubetriebshofs (BBH) ihren Dienst auf. Rückblickend auf den vergangenen Winter fällt die Bilanz von Ulli Schuberth, Betriebsleiter des BBH Helmbrechts, durchweg positiv aus: „Dank der neuen Feuchtsalzstreuung, die uns der Soleerzeuger ermöglicht, konnten wir zum einen den Salzbedarf reduzieren und zum anderen trotzdem die Verkehrssicherheit erhöhen.“ In den kommenden Jahren sollen daher auch die restlichen Fahrzeuge des Baubetriebshofs für die Feuchtsalzstreuung nachgerüstet werden. Seit letztem Winter sind drei Streufahrzeuge des Helmbrechtser Winterdienstes zur Feuchtsalzstreuung im Einsatz. Auf den Streutellern der Winterdienstfahrzeuge wird dazu dem zu streuenden Trockensalz die vorab produzierte Solelösung zugespritzt. Die enormen Vorteile dieser Streuvariante haben sich bereits im letzten Winter direkt gezeigt. Nicht nur, dass der generelle Salzbedarf um bis zu 25 % reduziert werden konnte, was nicht nur das städtische Budget, sondern auch die Umwelt entlastet. Auch in puncto Sicherheit profitieren die Helmbrechtser spürbar. Schließlich wirkt Feuchtsalz deutlich schneller als reines Tro- ckensalz und haftet besser am Fahrbahnbelag. Vor allem bei vorhergesagtem Eisregen und Blitzeisgefahr kann eine vorbeugende Streuung mit Feuchtsalz erheblich besser greifen, da kein Wehverlust durch Wind oder Verkehr wie bei Trockensalz zu befürchten ist. Vollautomatische Soleproduktion Die Herstellung der Solelösung mit rund 20-prozentiger Sättigung übernimmt die neue Anlage vollautomatisch. Dazu werden dem oben liegenden Trockensalzbehälter mit einem Fassungsvermögen von 4 Tonnen Salz 8.000 Liter Wasser zugeführt. Pro Stunde entstehen so 3.000 Liter Sole, die in einen Sammeltank fließt und direkt in die Tanks der Winterdienstfahrzeuge gefüllt werden kann. Auf Exkursion bei LuK und Aquawell Nachhaltigkeitstag der Realschule Helmbrechts Was bedeutet Nachhaltigkeit in puncto Energieversorgung? Was tut die LuK für eine nachhaltige Versorgung mit Erdgas, komDSL, Strom und Wasser? Und wie wird im Aquawell ein nachhaltiger Energieeinsatz realisiert? Auf diese und weitere Fragen gab es beim Nachhaltigkeitstag für rund 70 Schüler der Helmbrechtser Realschule spannende Antworten. An vielen deutschen Schulen gehört ein regelmäßiger Aktionstag zum Thema Nachhaltigkeit bereits zum festen Programm. Mit dem Wunsch, den Schülern der Klassen 8 bis 10 eine entsprechende Veranstaltung zu ermöglichen, wandte sich die Realschule Helmbrechts an die Licht- und Kraftwerke – und durfte sich natürlich über eine Einladung freuen. Am 8. November gab es daher für ca. 70 Schüler und Lehrkräfte jede Menge interessante Einblicke in die Arbeit eines regionalen Energieversorgers. LuK-Geschäftsführer Gerd Dilsch und Kundenberater Udo Meister erklärten unter anderem, wie die LuK mit dem Thema Nachhaltigkeit umgeht. Sei es durch die langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen, die Bestrebungen, die hohe Qualität des Helmbrechtser Trinkwassers auch in ferner Zukunft aufrecht zu erhalten, oder die Aufwertung der Region durch den kontinuierlichen Breitbandausbau. Nachhaltigkeit für die Region Neben einer nachhaltig und langfristig ausgelegten Firmenentwicklung sind aber gerade bei der LuK vor allem Themen wie regenerative Energien und der Einsatz von Erdgas in Brennwertgeräten, Blockheizkraftwerken und Brennstoffzellen-Heizgeräten als Schlüsseltechnologien für die Energiewende entscheidend, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht. Eine Live-Präsentation innovativer und nachhaltiger Heiztechnik gab es bei der anschließenden Führung durchs Aquawell. Betriebsleiter Rico Horlbeck und LuK-Kundenberater Udo Meister zeigten den Schülern das neue Erdgas-Blockheizkraftwerk des Hallenbads und führten die Gruppe zudem durch die gesamte Schwimmbadtechnik – von den Aufbereitungsanlagen bis hin zur Wellenmaschine.

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