Christus König Halver Netzwerk 2017 Dezember

 

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Magazin der Pfarrei Christus König Halver-Schalksmühle-Breckerfeld-Dahl

Popular Pages


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christus könig netzwerk Magazin der Pfarrei Christus König Halver – Breckerfeld – Schalksmühle – Hagen-Dahl Ausgabe 4/2017 Der Engel, nach dem ihr euch sehnt: Siehe, er ist schon unterwegs. (Maleachi 3,1) Verkündigungsengel Chorschrankenmalerei im Kölner Dom, um 1130

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Aktuelles/Inhalt Ergebnisse der Gemeinderatswahlen Am 11. und 12. November 2017 fanden die Gemeinderatswahlen statt. Wir gratulieren und wünschen Gottes Segen für die verantwortungsvolle Arbeit. Gemeinde Christus König, Halver Gabriele Berner, Anna Brosch, Maria Dahlhaus, Rolf André Gedigk, Ulrich Genster, Thomas Krause, Barbara Vormann, Ralf Wegerhoff, Bernhard Wingenbach und Stefan Wüller. Gemeinde St. Jakobus, Breckerfeld Volker Birkhahn, Gabriele Egen, Ute Hangebrock, Johannes Krause, Regina Passoth und Ariane Vedder. Gemeinde Herz Jesu, Hagen-Dahl Rafael Berger, Rebekka Berger, Natalie Clever, Sandro Iachini, Martin Kümper, Bettina Meuter, Katrin Pietzschke und Moritz Pietzschke. In »netzwerk« Heft 1/2018 werden Sie erfahren, wie die neuen Gemeinderäte ausschauen, wer von ihnen in den Pfarrgemeinderat entsandt wird und wer in die Gemeinderäte nachberufen wurde. In Schalksmühle wurde kein Gemeinderat gewählt. Monika Schriever und Svea Raßmussen werden die Gemeinde St. Thomas Morus im Pfarrgemeinderat vertreten. Inhalt 2 Aktuelles/Inhalt 3 Geleitwort 4-6 Weihnachtliches 7 Messdienereinführung 8/9 Ein Jahr in Brasilien 10 Jubiläum 11 Kita St. Nikolaus 12 Literaturkreis Dahl 13 Leih dir was! Die Büchereiseite 14 Wissenswertes 15 16/17 PEP 18/19 Jahreschronik 20/21 Kinderseiten 22 Bilanz der Firmvorbereitung 2017 23/24 Termine/Sternsinger Impressum/Bildnachweise Herausgeber: Katholische Pfarrei Christus König, Hermann-Köhler-Straße 15, 58553 Halver, Tel. 0 23 53 / 37 30 Redaktion: Ascan von Bargen, Anna Brosch, Eva Koch, Maximilian Marx, Cornelia Nölle, Claus Optenhöfel, Regina Passoth, Heidrun Rediger, Dr. Johannes Sander Mitarbeit an dieser Ausgabe: Ileana Beckmann, Petra Dörenbach, Monika Ebbinghaus, Lea Schnell, Sandra Schnell. Bilder: S. 2: kfd Halver; S. 3: Redaktion; S. 5: links: JWPhoto/ fotolia.com; rechts oben: Katharina Wagner in: pfarrbrief- service.de; S. 6: kugelfisch/fotolia.com; S. 7: Redaktion; kleines Bild: Natalie Clever; S. 8-9: Lea Schnell; S.10: Redaktion; S.11: Kita St. Nikolaus; S.12: Ileana Beckmann; S.14: links: Joshua Benoliel/wikipedia; rechts: Dr. János Korom/wikipedia; S.15: Angelika Beutin/fotolia.com; S.16: Monika Salzmann; S.18: Monika Berling in: pfarrbriefservice.de; S.19: Redaktion; Zeichnungen S. 20: Dr. Johannes Sander; S. 24: Kindermissions- werk »Die Sternsinger«. Kontakt: netzwerk@christus-koenig.de Herstellung: Heidrun Rediger, HR-Typo Mediengestaltung, Halver Internet: www.christus-koenig.de Hinweis: Die Redaktion behält sich aus technischen und inhaltlichen Gründen vor, Texte redaktionell zu bearbeiten oder zu kürzen. Namentlich gezeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers oder der Redaktion wieder. Über Leserbriefe freut sich die Redaktion, kann allerdings nicht in jedem Fall den Abdruck garantieren. kfd Halver Die Jahreshauptversammlung der kfd Halver wählte am 22. November ein neues Vorstandsteam, bestehend aus (von links nach rechts): Anni Wingenbach, Angelika Kiera, Maria Dahlhaus, Gabriele Berner und Ingrid Masthoff. Wir gratulieren und wünschen Gottes Segen für ihre schöne ehrenamtliche Arbeit. Wie Sie uns erreichen Katholische Pfarrei Christus König Hermann-Köhler-Straße 15 58553 Halver, Telefon 0 23 53 / 37 30 Filialkirche Sankt Georg, Oberbrügge Gemeinde Sankt Jakobus Am Wehrgraben 7, 58339 Breckerfeld Telefon 0 23 38 /1316 Gemeinde Sankt Thomas Morus Hälverstraße 8, 58579 Schalksmühle Telefon 0 23 55 / 66 79 Gemeinde Herz Jesu Kallestraße 4, 58091 Hagen-Dahl Telefon 0 23 37/ 6 21 2 netzwerk

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Frohe Weihnachten! Zum Geleit Liebe Leserinnen und Leser des »netzwerk«, nicht zum 1. Advent, sondern zu Weihnachten erscheint unser Pfarreimagazin in diesem Jahr. Grund dafür: wir wollten Ergebnisse unseres Pfarreientwicklungsprozesses mit einbringen. Das Ergebnis: nur kurz und knapp sind sie in diesem Heft zu finden. In der Entscheidungsphase haben wir uns dafür entschieden, nicht jetzt schon schnell alles zu veröffentlichen, was wir uns für die nächsten Jahre gedacht haben – sondern einerseits die Rückmeldung unseres Bischofs abzuwarten, der unseren Überlegungen ja zunächst zustimmen oder sie mit Änderungsanliegen versehen muss. Andererseits möchten wir im Laufe des nächsten Jahres die einzelnen Ideen und Projekte so bekannt machen, dass Sie nicht Massen an Texten um die Ohren geschlagen bekommen, sondern konkret einsteigen können in das, was uns als Pfarrei in den nächsten Jahren prägen soll. So viel zum Erscheinungstermin und zu dem, was mich im jetzt zu Ende gehenden Jahr umfassend beschäftigt hat. So jedenfalls verstehe ich es, wenn ich Jesus als wahren Gott und wahren Menschen bekenne. Gott wird Mensch, das war also auch vor 2000 Jahren eine ganz menschliche, individuelle, eine Lebens-Geschichte mit Ringen und Gelingen, mit Trauer und Fragen, mit kleinen Schritten und Erfolg – und das alles im Leben dieses Jesus von Nazaret. Warum schreibe ich das alles? Es ist so vieles auch heute in Bewegung, in schrittweisen Entwicklungen, auf Wegen, deren Ziel nicht recht erkennbar ist. Ich denke nicht nur an unsere Pfarrei. Indem ich (im November) dieses Geleitwort schreibe, kann ich nicht erkennen, wie unser Land wieder eine sichere Regierung bekommen soll. In Fragen des Klimaschutzes sehe ich nicht, wie denn die kleinen Schritte der Welt rechtzeitig zu ausreichenden Ergebnissen kommen werden – und hoffe doch darauf, dass es gelingt. Alles sind Wege, ohne Erfolgsgarantie. Es könnten Ergebnisse, Möglichkeiten, heilsame Lösungen schon da sein – und doch sind sie kaum sichtbar. Und was ist mit »Frohe Weihnachten«? Na ja, mir scheint, das war auch in Betlehem damals alles ganz schön fraglich. An der Krippe jedenfalls stand kein Tannenbaum – damit meine ich: es wird den Menschen nicht nach Feiern zumute gewesen sein. Die wunderbare Erscheinung von Engeln vor Hirten, das »Ehre sei Gott in der Höhe«, das uns überliefert ist, war ja nicht recht in Einklang zu bringen mit der Lebenswirklichkeit von Armut und fraglichen Perspektiven, die die einfachen Hirten genauso wie die frischgebackene Familie da sahen. Was Jesu Geburt bedeutete, das konnten Menschen erst viel später wirklich verstehen, und darum ist es auch kein Wunder, dass es ein paar Jahrhunderte dauerte, bis Christen Weihnachten feierten. Ich möchte noch einen Gedanken zu »Frohe Weihnachten« loswerden: Wenn Gott es mit der Menschwerdung ernst meinte, dann war auch für ihn Weihnachten nicht mehr als ein Anfang. Gott gab seinen Sohn in die Obhut, in die Welt der Menschen hinein – und das hieß, dass die weitere Entwicklung Menschen überlassen war. Jesus hatte kein eingespeichertes Programm, das nur ablaufen musste – er musste selber als Mensch unter Menschen seine Sendung einholen, musste menschlich lernen, als wahrer Gott inmitten der Welt zu sein. So wie Weihnachten: Der Erlöser ist schon in der Welt. Dass er aber die Rettung bringen wird, können die wenigsten erfahren und glauben. Erst viel später wird sich zeigen – und werden Menschen voller Freude singen: Ehre sei Gott in der Höhe! Ich meine: wenn ich als Christ glaubwürdig sein und ehrlich meinen Glauben leben will, bin ich gerufen, mich an Jesus Christus zu orientieren. Und das heißt: von seiner Geburt an ihm auf seinem Weg folgen. Im Vertrauen auf Gott ausprobieren, wie es gehen kann, Gutes zu tun, Leben zu bringen, Liebe zu leben. Und das ganz menschlich, mit Ringen und Gelingen, mit Trauer und Fragen, mit kleinen Schritten und Erfolg, wie es wohl in seinem Leben auch war. Frohe Weihnachten! wünsche ich Ihnen – und damit viel Freude auf ihrem ganz persönlichen Weg mit Jesus Christus. Ihr Pfarrer netzwerk 3

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Weihnachtliches Lieblingslieder zur Weihnacht Kampf um die Krone Weihnachten ganz nah Aus all den wunderschönen, feierlichen Kerzenschein, heissa!-Schneegestöber und den Duft von Mandeln und Zimt beschwörenden – mal besinnlichen, mal fröhlich-beschwingten – Weihnachtsliedern nur einen einzigen Favoriten auszuwählen, ist schier unmöglich. Ja, kann ich denn guten Gewissens »O du Fröhliche in der Weihnachtsbäckerei« gegen »Alle Jahre wieder: O Tannenbaum« ins Rennen führen? Wohl kaum. Kann ich denn hier allen Ernstes »Schneeflöckchen, Weißröckchen, klinge-linge-ling« gegen »Morgen, Kinder, rieselt der Schnee« ausspielen? Unmöglich, ich bitte Sie. Und »Rudolph, The Red-Nosed Reindeer«? Mit keinem einzigen Wort erwähnt? – Ja, wo kämen wir denn da hin? Außerdem, ernsthaft – vor dem erhabenen »Ave Maria«, zur göttlichen Musik eines Franz Schubert – verblasst davor nicht ohnehin alles andere zu reiner Belanglosigkeit? Da ich also unmöglich nur einem Lied den Vorzug geben kann, seien mir an dieser Stelle wenigstens zwei gestattet: »Maria durch ein‘ Dornwald ging« und »Adeste Fideles«. Denn WIR sind es, die wir uns tagtäglich durchs Dornen- gestrüpp dieser Welt kämpfen. Aber wir machen das hier ja schließlich nicht nur so zum Spaß – denn WIR sind es auch, die schlussendlich »laeti triumphantes« – »freudig jubelnd und triumphierend«, wie es im zweiten Lieder- text heißt, die schmerzhaften Dornen überwinden und DIE KRONE erhalten, (vgl. Off 3,11 & 1 Pet 5,4). Und das scheint mir doch eine wirklich FROHE BOTSCHAFT zu sein. In diesem Sinne: Ich wünsche Ihnen und all Ihren Lieben ein schönes, frohes, glückliches und, vor allem: gesundes Weihnachtsfest!   (Ascan von Bargen) Vorfreude Das hatte ich mir einfacher vorgestellt: Lieblings-Weihnachtslieder kurz beschreiben. Geht eigentlich gar nicht. Es sind so viele schöne Lieder, die mich ansprechen. Doch zwei Adventslieder mag ich noch lieber: »Komm du Heiland aller Welt« (GL 227) erzählt mit wenigen, aber treffenden Worten vom Wirken des Heiligen Geistes, vom Kommen des Herrn, vom Sieg des Lichts über die Dunkelheit. Ein uralter wunderschöner Text aus dem 4. Jahrhundert. Und dann ist da noch ein modernes Lied aus dem Jahr 1979: »O Herr, wenn du kommst, wird die Welt wieder neu … O Herr, wir warten auf dich.« (GL 233). Hoffnung und Vorfreude auf das Kommen des Herrn und damit verbundene Veränderungen stehen im Mittelpunkt des Liedes und das Versprechen, für ihn bereit zu sein. Freuen wir uns auf sein Kommen und auf ein gesegnetes Weihnachtsfest. (Heidrun Rediger) Zwei Weihnachtslieder, die ich sehr mag, sind mir eingefallen: ein erhabenes und ein nachdenkliches. Das Erhabene singen wir oft in der Kirche: »Heiligste Nacht«. Ich höre es innerlich mit Pauken und Trompeten, ernst und fröhlich zugleich. Mir gefällt, dass ich mit diesem Lied mitten in die Weihnacht »hineinfalle«: Licht und Engel, Hirten und Betlehem sind da. Das Lied ist beinah wie eines dieser geheimnisvollen Bücher oder Tore, durch die Menschen in fantastischen Geschichten und Filmen in eine andere Welt »hineinfallen«: jedenfalls stehe ich nach ein paar Tönen mittendrin – und werde beschwingt eingeladen, mitzugehen, ja zu eilen. Was mich aber fasziniert, ist, dass diesem Hineinfallen nach Betlehem ein Hinaustreten in die Weiten des Glaubens sich anschließt: in der zweiten Strophe bekenne ich meinen Glauben an das Göttliche Kind, kann die Nacht in Betlehem mit Adams Sündenfall und mir selbst in Verbindung bringen – und mache mir im Singen noch mehr zu eigen, was Weihnachten meinem Leben gibt. Wunderbar – und das in so feierlicher, aber doch auch bewegt-bewegender, mich in Schwung bringender Musik. Das zweite Lied ist ganz anders. Ich kenne es aus meinem dicken Weihnachtsliederbuch fürs Klavier, und habe es in den achtziger, neunziger Jahren den Jugendchor meiner Heimatgemeinde singen hören. Es heißt: „Manchmal denk ich, es gibt keine Weihnacht für mich“ – und stammt, wie ich erstaunt feststelle, in Text und Melodie vom »Danke«-Komponisten Martin G. Schneider. Was mir daran so gefällt? Das Lied fängt bei mir an – beim Heute. Und bei Erfahrungen unserer Zeit. Bei den Fragen, die ein Fest wie Weihnachten mir bringt: ob es das überhaupt gibt und nicht nur ein Traum ist, ob es mir nicht zu gut geht, ob diese ganze Gewalt nicht gegen Weihnachten spricht – und so weiter. Und was mir auch gefällt: die Antworten streiten nichts ab – sondern verweisen auf die Geschichte. Ja, wenn ich die Weihnachtsgeschichte lese – dann ist mir auf einmal selbst ganz anders, dann spüre ich die Freude, dann wird es in mir weihnachtlich. So habe ich es selbst schon beim Bibelteilen mit Pfadfindern erlebt, als wir im Oktober die Weihnachtsgeschichte lasen – und unter uns war wirklich Weihnachten. Spürbarer als am 25.12 für mich, in diesem Jahr. Das Lied ist eigen: nicht wirklich schwer zu singen, aber doch mit einem Rhythmus, der durch Triolen Akzente setzt, die erst einmal gesungen werden wollen. Es prägt sich ein – ist lang mit mir gegangen – und am Ende »kommt mir die Weihnacht ganz nah«. (Claus Optenhöfel) 4 netzwerk

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Geborgenheit und Frieden Meine Lieblingsweihnachtslieder sind sowohl »Alle Jahre wieder« und »Ihr Kinderlein kommet«, als auch »Tochter Zion«. Generell höre ich Weihnachtslieder sehr gerne und mag es besonders, wenn sie an Heiligabend mit Orgel und Trompete in der Kirche gespielt werden und die Gemeinde kräftig mitsingt. Die oben genannten Lieder strahlen meiner Ansicht nach Geborgenheit und Frieden aus, denn wie der Titel schon besagt, kommt Jesus jedes Jahr wieder und ist somit mitten unter uns. Auch die Liedstrophe »Ihr Kinderlein kommet, so kommet doch all‘« vermittelt den Schutz Gottes und drückt seine Liebe und Fürsorge für jeden Einzelnen aus. Das Lied »Tochter Zion« mag ich einfach, weil es bom- bastisch klingt, wenn es von vielen Leuten zusammen gesungen wird. (Anna Brosch) Fröhliche Weihnachtszeit Was ein Kind vermag »Göttliches Kind! Göttliches Kind! Du, der gottseligen Väter Verlangen, Zweig, der der Wurzel des Jesse entsprießt. Lass dich mit inniger Liebe umfangen, Sei uns mit herzlicher Demut gegrüßt: Göttlicher Heiland, der Christenheit Haupt, Was uns der Sündenfall Adams geraubt, Schenket uns deine Huld, Sie tilgt die Sündenschuld Jedem, der glaubt, jedem, der glaubt.« Dieses Lied, eigentlich ist es die zweite Strophe von »Heiligste Nacht«, bringt aus meiner Sicht zentrale As- pekte des Weihnachtsfestes auf den Punkt: Von Geburt an verstrickt in den Teufelskreis, dass Böses immer wie- der Böses hervorbringt – die Erbschuld Adams – ist der Mensch unfähig, sich nach Münchhausen-Manier selbst aus dem Sumpf zu ziehen. Es bedarf dazu der Gnade und der Kraft Gottes, die sich in dem längst erwarteten Kind aus der Wurzel des Jesse, d.h. der Nachkommenschaft Isais, des Vaters Davids, offenbart. In gläubiger Demut kann und darf der Mensch dieses himmlische Geschenk der unendlichen Liebe annehmen und sich mit Gott ver- söhnen. (Dr. Johannes Sander) Mein Lieblingsweihnachtslied ist »O du fröhliche«. Es drückt für mich am deutlichsten das »Wesen« des Weihnachtsfestes aus und fordert mich auf in Gemeinschaft mit der Welt die Geburt des Herrn zu feiern, die Frieden und Versöhnung für jeden von uns bringt. Dabei war das Lied eigentlich gar nicht als Weihnachtslied gedacht. Es wurde 1815 von Johannes Daniel Falk auf die Melodie eines Marienliedes mit drei Strophen zu den Hauptfesten des Kirchenjahres, Weihnachten, Ostern und Pfingsten, als »Allerdreifeiertagslied« geschrieben und 1816 veröffentlicht. 1826 schrieb ein Gehilfe von Falk, Heinrich Holzschuher, für einen Vortrag zu Weihnachten zu der ersten Strophe, die das Weihnachtsfest darstellt, zwei weitere weihnachtliche Strophen. In dieser Fassung wurde es eines der bekanntesten deutschsprachigen Weihnachtslieder und, in viele Sprachen übersetzt, weltweit bekannt. Der Advent ist für mich eine Zeit der familiären Tradi- tionen: gemeinsames Plätzchen backen, Adventskerze anzünden, Adventskalender leeren, Weihnachtsbaum schmücken, das Essen planen und vorbereiten, um dann am Heiligen Abend zusammen in die Kirche zu gehen. Wenn in der Kirche dann »Oh, du fröhliche« gesungen wird, ist für mich Weihnachten. (Conny Nölle) Hallo, Maximilian! Lass uns über dein liebstes Weihnachtslied sprechen... Das ist nicht nur eins! Angenommen, du müsstest dich entscheiden. Dann wär das wohl »O du fröhliche«. Okay. Warum? Naja… Es ist immer das letzte Lied in der Christmette. Wenn wir das singen, dann ist für mich richtig Weih- nachten. Ich denk dann auch an meine Zeit als Messdie- ner in St. Jakobus. Für Messdiener ist die Christmette ja besonders feierlich. Da ist man selber richtig dabei. (Regina Passoth und Maximilian Marx) netzwerk 5

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Weihnachtliches Dornen zu Rosen Eine Rose Mein Lieblingsweihnachtslied ist »Es ist ein Ros‘ entsprungen«. Mir gefällt in diesem Lied der Verweis auf die Texte im Buch Jesaja, die voller Hoffnung auf den kommenden Retter sind: »Und ein Spross wird hervorgehen aus dem Stumpf Isais, und ein Schößling aus seinen Wurzeln wird Frucht bringen…« (Jesaja 11,1 ff.) Mit dem Stammbaum Isai verbinde ich gern gehörte Geschichten von König David aus meiner Kindheit (denn Isai ist der Vater von David), aber auch die Novelle von Rut und Noomi, die mir im Studium wichtig geworden ist. Seit meinem Studium gehört das Buch Rut im Alten Testament zu meinen Lieblingsbüchern. Noomi hat im Ausland alles verloren und macht sich auf den Weg zurück nach Israel. Ihre Schwiegertochter Rut begleitet sie und findet in Israel einen neuen Mann, Boas. Ihr gemeinsamer Sohn Obed ist der Großvater von König David. So nimmt im Stammbaum Jesu die Ausländerin Rut eine wichtige Rolle ein. Wenn ich das Lied »Es ist ein Ros‘ entsprungen« singe, dann klingen für mich all diese Geschichten in diesem Lied mit. (Eva Koch) Weihnachtslieder mag ich nicht besonders. Mag daran liegen, dass gerade Oktober ist und Weihnachten noch ziemlich weit weg. Liegt aber nicht daran. Auch nicht an meinem frühkindlichen Blockflötentrauma. Mir fällt tatsächlich kein Weihnachtslied ein, das ich von Herzen gern singe. Ich hab die ganze Weihnachtsabteilung im Gotteslob nochmal durchgeblättert, aber nein, es war nichts dabei für mich. In der Redaktionssitzung kam mir spontan »Maria durch ein Dornwald ging« in den Sinn. Zutiefst berührend, vor allem der Vers »da haben die Dornen Rosen getragen«. Für Maria, die wahre Weihnachtsheldin. Und für das »Kindlein unter ihrem Herzen«, natürlich. Ich finde Maria toll, sowieso. Was hätten wir nur gemacht ohne sie? Sie ist jung, sechzehn vielleicht, und plötzlich steht da dieser Engel und sagt, du bekommst ein Kind – von Gott. Die Bibel ist an dieser Stelle nicht besonders ausführlich, entscheidend ist aber: Sie hat Ja gesagt! Erstaunlich. Wusste sie denn überhaupt, wie das geht? So ganz praktisch? Wahrscheinlich eher nicht, und vielleicht war das auch besser so. Dass ihr zukünftiger Mann nicht gerade erbaut sein würde, hat sie wohl geahnt, aber zum Glück bekam der ja auch noch Besuch vom Engel. Gemeinsam haben die beiden dann sämtliche Pläne, die sie möglicherweise hatten, ad acta gelegt und gesagt: Wir ziehen das Ding jetzt durch! Dieses Kind muss in die Welt! Komme, was wolle. Es kam eine Menge. Zuerst dieser römische Kaiser mit seiner Volkszählung. Mit Sack und Pack und Esel nach Bethlehem. Welche Tortur für eine Schwangere. Gut, dass sie noch jung war. Und dann: Kein Zimmer, kein Bett, noch nicht mal ‘ne Ausziehcouch. Aber was sollten sie machen? Den Stall nehmen, der hatte wenigstens ein Dach, obwohl er bestimmt nicht nochmal ausgemistet worden war, bevor der Allmächtige das Licht der Welt darin erblickte. Dass Kinder in prekäre Verhältnisse hinein geboren werden, hat nie aufgehört. Mancher würde sich wahrscheinlich sogar eine Futterkrippe wünschen. Aber niemand sehnt sich danach. Heil soll die Welt sein, was sie nicht ist und in diesem Leben nicht sein wird, aber an Weihnachten könnte man meinen, dass. Mit viel Aufwand basteln wir wochenlang an einer Illusion, in der ich das Christfest nicht finde und mich daher immer ein bisschen verloren fühle. Gesänge vom holden Knaben im lockigen Haar (Meine Güte!), singenden Engeln auf Feldern oder »dem Kindlein klein«, das »dort elend, nackt und bloß in seinem Krippelein« liegt, machen es nicht leichter. Immerhin stellen wir uns das Elend im Mini-Format unter den Weihnachtsbaum, da stört es nicht so beim Schenken und Schmausen. Finden Sie das zynisch? So ist es gemeint. Zurück zu Maria. Vor ihrer Tour nach Betlehem macht sie sich auf durch den Wald, um ihre Verwandte Elisabet zu besuchen. Frauensolidarität. Auch Elisabet ist schwanger und trägt ein bedeutsames Kind. »Ein Staunen die Natur erfasst, dass du den Herrn geboren hast.« Der Dornwald legt ein Festkleid an. Wir auch. Lasst uns im Advent viel davon singen. Und bitte nicht so oft »Wir sagen euch an…«. (Regina Passoth) 6 netzwerk

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Einladung von Gott Messdienereinführung Gott lädt uns ein. Immer wieder. Das wurde in der Hl. Messe zur Begrüßung der neuen Messdiener der Pfarrei wieder einmal deutlich. In diesem Jahr fand der Einführungsgottesdienst in St. Thomas Morus in Schalksmühle statt. Pastor Armin Rogge und Gemeindereferentin Sandra Schnell begrüßten herzlich die Kinder, die an diesem Tag ihren Dienst am Altar begannen und wünschten ihnen viel Freude und Gottes Segen in ihrem Dienst. Außerdem erhielten die »Neuen« Unterstützung von ihren älteren Kollegen. Eingeladen zum Fest des Glaubens. Wir können jeden Sonntag und an manchen Wochentagen dieses Fest feiern. Auch die neuen Messdiener tragen zum Gelingen dieses Festes bei. Feiern Sie mit! Wir begrüßen folgende Mädchen und Jungen aus den Gemeinden Herz Jesu, Dahl: Leonard Clever St. Thomas Morus, Schalksmühle: Franziska Bohmeyer, Clara Diehl, Leonie Purschke Franziska Bohmeyer, Clara Diehl, Leonie Purschke (vorne, von links nach rechts); Leonard Clever (kleines Bild) war an diesem Tag leider erkrankt. netzwerk 7

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Unterwegs in der Welt Ein Jahr in Brasilien Mein Freiwilligendienst begann am Abend des 31. August 2016. Die hektische und flackernde Atmosphäre São Paulos bei Nacht und der gelblich sternenlose Himmel der Großstadt sind mir immer noch gut im Gedächtnis, wenn ich mich an meine Ankunft erinnere. São Paulo ist eine riesige Stadt und mit ihren 12,04 Millionen Einwohnern die größte Brasiliens. Im Zentrum der Stadt ist der Reichtum mehr als offensichtlich. Die Hochhäuser ragen nur so nebeneinander in den Himmel, eins größer als das andere, und ein privater Hubschrauberlandeplatz im Innenhof ist keine Seltenheit. Es mangelt nicht an privaten und guten Schulen und Krankenhäusern und es gibt ein reichhaltiges Kulturangebot, oft sogar kostenlos. Gleichzeitig leben in São Paulo aber auch extrem viele Menschen in armen Verhältnissen, z. B. in Favelas oder in der sogenannten Peripherie, den staatlich legalisierten ehemaligen Favelas. In einem dieser Orte, dem Stadtviertel »Horizonte Azul« (portugiesisch; blauer Horizont) arbeitete und lebte ich ein Jahr lang. Die Einrichtung in Horizonte Azul ist einer der drei Teile der Hilfsorganisation »Monte Azul«. Zu Monte Azul gehören eine Vor- und Nachmittagsbetreuung für Kinder und Jugendliche, mehrere Kindergärten und Kinderkrippen, eine Anlaufstelle für Frauen, Betreuung für Behinderte, eine Krankenstation, eine Musikschule, ein Ausbildungszentrum für Jugendliche, eine Schule und noch einige kleinere Projekte. Im Rahmen meines Freiwilligendienstes habe ich Chöre für Jugendliche und Erwachsene geleitet und Klavierunterricht vorrangig für die Schüler der fünften Klasse gegeben. Außerdem habe ich Eurythmie-Unterricht an der Schule auf dem Klavier begleitet und zweimal in der Woche im Kindergarten gearbeitet. Mir hat die Arbeit und das Leben in Brasilien unglaublich viel Freude bereitet. Die Entwicklung der Beziehung zwischen den Kindern und mir kann ich gar nicht richtig beschreiben, weil sie bei jedem so unterschiedlich war. Mit der Zeit lernte ich immer besser portugiesisch und tauchte immer tiefer in das Leben auf der anderen Seite der Welt ein. Ich wollte unbedingt wissen, was die Kinder und auch die Leute in meinem Alter jeden Tag beschäftigte, wie sie ihren Alltag verbrachten und wer jeder einzelne meiner Schüler und Freunde eigentlich war. Generell war Hektik und Rastlosigkeit bei vielen Kindern ein Problem. Damit verbunden fiel es beinahe allen schwer, sich auf ein Thema, ein Gegenüber, eine Frage, ein Spiel oder sonst etwas zu konzentrieren. Das hängt mit dem Leben in der Peripherie und dem Tagesrhythmus der gesamten Familie zusammen, denn sehr viele Eltern arbeiten im Zentrum der Stadt. Die Grundstimmung in Horizonte Azul war positiv was die Arbeitssituation anging, obwohl das Arbeiten im Zentrum bedeutete, dass man morgens um Vier das Haus verließ und abends um Zehn heimkehrte, weil eine Strecke in die Innenstadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ca. drei Stunden dauert. 8 netzwerk

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Durch diesen anstrengenden Tagesrhythmus der Eltern war die ganze Familie ebenso angestrengt und ständig wach; das ganze Stadtviertel kam nicht zur Ruhe. Das ist nur eine der vielen Baustellen in der Peripherie São Paulos. Wobei natürlich gesagt werden muss, dass in den letzten dreißig Jahren sehr viel in den Armenvierteln strukturiert und verbessert worden ist. Viele der Favelas wurden urbanisiert, es gibt öffentliche Schulen, auf die alle Kinder gehen können, und in beinahe allen Haushalten São Paulos steht ein Fernseher. Aber was bedeutet ein Fernseher im Wohnzimmer einer Familie, die in einer Favela lebt? Oder ein Smartphone in der Hand eines Favelakindes? Etwa Reichtum? Oder vielleicht doch ein von der westlichen Kultur aufgedrücktes, sich bis in die ärmsten Schichten ziehendes, materielles Wertesystem, welches die Familien unter sozialem Druck zum Abbezahlen eines Smartphones in 25 Monatsraten »zwingt«. Wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt an solche Problematiken zurückdenke, fällt mir auf, wie unbewusst ich sie am Anfang meiner Zeit in Brasilien wahrgenommen habe. Gleichzeitig denke ich daran, dass auch die Einwohner meines Stadtviertels sich kaum kritisch mit ihrer Situation auseinandergesetzt haben. Vermutlich auf Grund unzureichender Bildung und wenig Informationszuflusses, aber natürlich auch auf Grund des ständigen Schnellzugs des Lebens, der kaum Raum zum Nachdenken und Lautwerden lässt. Mein Jahr und meine Arbeit endeten mit vielen Abschiedstränen, Aufführungen meiner Klavierschüler und des Chores, einigen sehr tiefen Freundschaften und definitiv einer erweiterten und bereicherten Sicht auf die Welt. Nicht ganz unabhängig von meinen Erfahrungen in Brasilien, studiere ich nun seit ein paar Wochen in Frankfurt Soziale Arbeit – transnational. Ich möchte mich noch mehr mit den Aufgaben der sozialen Arbeit im interkulturellen Bereich beschäftigen und noch viel mehr von der Welt sehen. »Que a vida é trem-bala parceiro e a gente é só passageiro prestes a partir.“ (von Ana Vilela) (»Denn das Leben ist ein Schnellzug und wir sind nur Passagiere, zum Aussteigen bereit.«) (Lea Schnell) netzwerk 9

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Jubiläum 40 Jahre Mahlzeitendienst der Caritas in Halver Am 28. Januar 2018 feiert der MZD der Caritas in Halver sein 40jähriges Bestehen. Die Anregung für den Mahlzeitendienst kam im November 1977 von Pfarrer Erich Kremer. Die Stadt Halver suchte damals einen Träger für einen Menü-Service, um Menschen, die sich – auch vorübergehend – nicht selbst versorgen konnten, eine regelmäßige warme Mahlzeit am Tag zu garantieren. Die Idee des MZD, insbesondere älteren Menschen die Möglichkeit zu geben, möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben, und selbständig zu bestimmen, was und wann sie essen wollen – und alles zu einem günstigen Preis – ist aktueller denn je, zumal ein Platz in einem Seniorenheim noch lange nicht für jeden wünschenswert und erschwinglich ist. Aufgrund des demografischen Wandels leben immer mehr Menschen allein in ihren Wohnungen. Die Familienangehörigen wohnen oft sehr weit entfernt, so dass die tägliche Versorgung von fremden Diensten wahrgenommen werden muss. Von Anfang an arbeitet der MZD mit der Firma Apetito aus Rheine zusammen. Apetito bietet ein speziell auf die Bedürfnisse von Senioren ausgerichtetes Menüangebot an. Die heutige Auswahl mit über 200 Menüs, von vegetarisch bis hin zur klassischen Hausmannskost, ermöglicht es jedem Tischgast, ein Mittagessen nach seinem Geschmack zu bestellen sowie sich ausgewogen und gesund zu ernähren. Auch besondere Ernährungsanforderungen, z.B. bei Diabetes, Lactose- oder Gluten-Intoleranz werden mit dem umfassenden Menüangebot berücksichtigt. Es können auch Geräte zur Zubereitung und Gefriergeräte geliehen werden. Das Angebot muss nicht regelmäßig in Anspruch genommen werden. Wir können auch spontan reagieren, z.B. wenn jemand aus dem Krankenhaus entlassen wird und sich noch nicht selbständig verpflegen kann. Die von den Essensteilnehmern bestellten fertig zubereiteten und tiefgekühlten Menüs werden einmal wöchentlich von ehrenamtlichen Fahrern mit dem eigenen PKW ausgefahren. Die wöchentliche Tour dauert 1½ bis 2 Stunden, je nach Anzahl der Bestellungen. Sie ist begrenzt auf das Halveraner Stadtgebiet. Wir sind kein reiner Lieferservice, der am Ende des Tages sehen muss, dass die Kasse stimmt. Essen auf Rädern hat eine hohe soziale Komponente. Die Leute freuen sich, wenn wir kommen. Oft nehmen sich die Boten des MZD einen Moment Zeit, um über dieses und jenes zu sprechen, aber auch, sich die Sorgen und Nöte der Essensteilnehmer anzuhören. Sie leben ja meistens allein und die Familie wohnt weit entfernt. Die Nachfrage nach Essen auf Rädern ist rückläufig, weil es zunehmend auch andere Angebote gibt. Dennoch halten wir das Angebot aufrecht, da die Anlieferung als Tiefkühlkost den Teilnehmern eine hohe Flexibilität einräumt. Auch ist es schwieriger geworden, Leute für dieses Ehrenamt zu finden, da das Essen doch möglichst morgens zu den gleichen Zeiten ausgeliefert werden sollte. Gleichwohl besteht eine muntere Truppe um die Organisatorinnen Monika Ebbinghaus und Angelika Henneberg (bis 2014 Annemarie Schmidthaus), die zusammen mit derzeit noch fünf Fahrern die Kunden versorgen. Von Beginn an ist noch Heidrun Kandel dabei, die bis zum Jahr 2008 mit Marlies Hegers den Mahlzeitendienst organisiert hat. Am Sonntag, dem 28. Januar 2018 sind alle aktuellen und ehemaligen Mitglieder des Mahlzeitendienstes zum Dankgottesdienst um 11 Uhr in die Christus-König-Kirche eingeladen. Wer Interesse hat, beim MZD ehrenamtlich mitzumachen oder sonstige Informationen rund um den Mahlzeitendienst wünscht, melde sich bitte bei Monika Ebbinghaus (Tel. 0 23 53 / 33 87) oder Angelika Henneberg (Tel. 0 23 53 / 66 4711). (Monika Ebbinghaus) 10 netzwerk

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Keksbar und Clowntheater… KiTa St. Nikolaus … sowie Waffel- und Kuchenstand auf dem Stadtfest sind nur einige der großen Aktionen, die der Förderverein unseres Familienzentrums St. Nikolaus in Halver jedes Jahr plant und sehr erfolgreich durchführt. Viele Helfer sind dann ehrenamtlich und mit viel Freude im Einsatz. Manche Veranstaltungen haben sich über die Jahre in Halver etabliert, dazu gehört sicher der große Basar »Rund ums Kind«, der zweimal im Jahr in den Räumlichkeiten des Autohauses Langenscheid stattfindet. Der Verein wurde 2004 von engagierten Eltern gegründet, um unsere Kindertageseinrichtung St. Nikolaus bei der Anschaffung guter pädagogischer Arbeitsmittel, von Spielgeräten, Mobiliar etc. zu unterstützen, die über das Budget hinausgehen. Er unterstützt unsere Kita bei Festen, Feiern und Aktionen. Der Vorstand arbeitet eng mit uns und dem Elternbeirat zusammen. Inzwischen kann der Förderverein auf eine sehr erfolgreiche Arbeit zurückschauen. Folgende Projekte und Anschaffungen wurden z.B. durch den Förderverein umgesetzt: Umgestaltung des Außenspielgeländes mit Sitzecke, Vogelnestschaukel, Fahrzeuggarage, Hangrutsche und Wasserspielanlage Ausstattung des Bewegungsraumes mit Kletterwand, Schaukelanlage, Turnmatten und Balancierlandschaft Anschaffung hochwertiger Spielmaterialien für die Gruppen – z. B. Kugelbahn, Tipi, Bälle, Bau- und Konstruktionsmaterialien, etc. Ein wöchentliches Müsliangebot Finanzierung von Theaterfahrten, Abschlussfahrten der Schulanfänger, Ausflügen Auch in diesem Jahr backten die Eltern mit ihren Kindern leckere Plätzchen, die in unserer Keksbar im Kaufpark verkauft wurden. Jeder konnte sich hier eine Kekstüte mit seinen Lieblingsplätzchen selbst mischen, eine leckere und tolle Idee. Die Aktionen unseres Fördervereines haben neben der großartigen finanziellen Unterstützung aber auch viele Kontakte, schöne gemeinsame Erfahrungen und manchmal sogar Freundschaften zwischen Eltern und Kindern entstehen lassen. Wir sind stolz auf unseren Förderverein und immer wieder von dem engagierten Einsatz der Helfer beeindruckt. (Petra Dörenbach) Der Verein finanziert sich durch Spenden und vor allem durch die Beiträge seiner Mitglieder. Der jährliche Beitrag beträgt 12,00 Euro. Im Oktober wurden Logo und Flyer aktualisiert. netzwerk 11

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Ökumene Der Dahler Literaturkreis Vor vielen Jahren schon wurde von Lesern der Bücherei der Wunsch geäußert, über die gelesenen Romane zu diskutieren. So entstand der Literaturkreis, der immer am letzten Mittwoch im Monat um 20 Uhr in der Dahler Bücherei stattfindet. Zur Zeit sind wir eine Gruppe von 14 Frauen (der Quotenmann fehlt inzwischen wieder!) unterschiedlichen Alters und Konfession. Gemeinsam entscheiden wir über unsere Lektüren und stellen immer wieder überrascht fest, welch unterschiedliche Reaktionen ein Buch hervorrufen kann. Wir freuen uns über neue Interessenten. Unser Thema für das nächste Halbjahr: Literarische Weltreise Peter Härtling: Eine Frau (Deutschland) Ayelet Gundar-Goshen: Löwen wecken (Israel) David Benioff: Stadt der Diebe (Ukraine) Alessandro Baricco: Novecento (Italien) Lluis Llach: Die Frauen von La Principal (Spanien) Leitung: Ileana Beckmann, M.A. Kontakt: buecherei.dahl@christus-koenig.de oder Tel.: 0 23 37/23 55 12 netzwerk

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Katholische öffentliche Bücherei Halver Öffnungszeiten: Sonntag nach der Hl. Messe, Dienstag und Freitag 15 – 17 Uhr Breckerfeld Öffnungszeiten: Sonntag 10.30 – 12.30 Uhr, Mittwoch 15 – 16 Uhr, Freitag 16 – 17 Uhr Schalksmühle Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag 15.30 – 18.00 Uhr In den Schulferien nur donnerstags. Dahl Öffnungszeiten: Sonntag 10.30 – 12.15 Uhr, Montag 17.30 – 18.30 Uhr, Dienstag und Donnerstag 16 – 18 Uhr In den Schulferien nur sonntags. Die Büchereien empfehlen Hörst du, wie die Bäume sprechen? Sachbuch für Kinder von Peter Wohlleben Ansprechend geschriebenes und locker gestaltetes Sachbuch für Kinder ab 8 Jahren. Dabei wird auch der Mitmach-Aspekt großgeschrieben. Es gibt zahlreiche Quizfragen, Waldinfos und Ideen zum Ausprobieren wie etwa einen Salat aus jungen Buchenblättern zubereiten, mit einer Lupe eine Handvoll Walderde anschauen oder den dicksten Baum in der eigenen Stadt entdecken. »Vielleicht schafft es dieses Buch sogar, die ganze Familie mitzureißen, zu begeistern, um einfach mehr Zeit draußen im Wald zu verbringen«, so Wohlleben. Robert Menasse: Die Hauptstadt. Hörbuch, gelesen von Christian Berkel Alltagsprobleme, menschliche Schicksale, Lebensläufe, die zum Teil bis in Europas unselige Vergangenheit reichen, auf der einen Seite und auf der anderen Seite die politischen Zwänge, Eitelkeiten und Intrigen der EU sind der Stoff für diesen aktuellen, vielschichtigen und literarisch hochkarätigen Roman, hervorragend gelesen vom Sprecher Christian Berkel. Brian Sewell: Pawlowa. Roman Bezaubernde Geschichte über einen schrulligen englischen Gentleman, der in Pakistan ein Eselfohlen rettet und mit ihm nach London reist – durch die ganze Welt. Eine allegorische Erzählung über unsere persönliche Verantwortung für die Umwelt, verbunden mit dem Appell an mehr Mitgefühl, zunächst für Kinder geschrieben, mit zauberhaften Schwarz-weiß-Illustrationen, doch die altmodische Sprache, verbunden mit Ironie, vielen historischen Hinweisen und den altenglischen Gepflogenheiten, eignet sich eher für Erwachsene. »Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.« (Hermann Hesse) Diese und noch mehr Medien für gemütliche Winterabende und -nachmittage halten unsere Büchereien für Groß und Klein bereit. Einfach mal reinschauen und stöbern! Für jeden ist etwas dabei. Icecool Kinderspiel des Jahres 2017 Rasantes GeschicklichkeitsSchnippspiel, ab 6 Jahre • Einfache Spielregeln • Mit Pinguinfiguren • Großzügiger 3D-Spielaufbau für das besondere Spielerlebnis netzwerk 13

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Wissenswertes Fátima: Eine Prinzessin und eine Königin Etwa um das Jahr 1150 – so will es eine Legende – sollen christliche Ritter die maurische Prinzessin Fátima entführt und an den Grafen von Ourem verkauft haben. Sie verliebte sich in ihren Entführer, ließ sich taufen und heiratete ihn. Der Ort, an dem sie begraben wurde, soll schließlich ihren Namen erhalten haben. bart worden sein. Dabei handelt es sich um Schreckensvisionen von Hölle, Krieg, Hungersnot und Verfolgung. Vielen erscheint Fátima daher heute nicht mehr zeitgemäß. Andererseits pilgern jährlich tausende Menschen nach Fátima. Kann ein solches Massenereignis nicht zeitgemäß sein? Auch wenn diese Geschichte keinen realen Hintergrund hat, so ist sie dennoch eingebettet in ein historisches Geschehen: Kurz nach der Entstehung des Islam hatten die Krieger der Kalifen Arabien und Nordafrika erobert und waren dann auch über die Straße von Gibraltar nach Spanien vorgedrungen. Erst der fränkische Hausmeier Karl Martell, der Großvater Karls des Großen, konnte 732 n. Chr. ihren Vormarsch stoppen und so ein Übergreifen der islamischen Krieger auf das Frankenreich verhindern. Etwa ab dem 10. Jahrhundert begann dann die Wiedereroberung Spaniens und Portugals durch christliche Ritter. In diesen Prozess ist auch die Legende von der Prinzessin Fátima eingebettet. Viele Jahrhunderte später, im Jahr 1917, soll in Fátima die Mutter Gottes den Hirtenkindern Lucia, Francisco und Jacinta erschienen sein. Diese Erscheinung ist von der Kirche anerkannt, so dass jeder Katholik daran glauben kann, aber keiner daran glauben muss. Neben einem von gut 30.000 Menschen beobachteten Sonnenwunder, das sich möglicherweise meteorologisch erklären lässt, deshalb aber trotzdem ein Wunder sein kann, sollen den Hirtenkindern drei Geheimnisse offen- Jetzt zur Weihnachtszeit wird in vielen Varianten die »säkulare Weihnachtsgeschichte« des Charles Dickens erzählt oder als Film gezeigt. Drei Geister – der vergangenen, der gegenwärtigen und der zukünftigen Weihnacht – machen darin aus dem Geizhals Ebenezer Scrooge einen neuen Menschen. Als der Geist der zukünftigen Weihnacht im Begriff ist, Scrooge sein eigenes Grab zu zeigen, stellt dieser die Frage: Sind dies die Schatten von Dingen, die sein werden, oder sind dies die Schatten von Dingen, die sein könnten?« In analoger Weise kann man auch die Schreckensvisionen von Fátima als die Schatten von Dingen ansehen, die sein könnten. Wenn die Menschheit aber auf die Botschaft hört, dann »werden viele Seelen gerettet werden und es wird Frieden sein« (2. Geheimnis von Fátima). Vieles in der Welt von heute sieht düster aus. Teile des Islams terrorisieren die Welt, internationale Konflikte nehmen zu. Die Botschaft von Fátima kann in dieser Situation auch ein Hoffungsschimmer sein: Die Liebe überwindet die religiösen Gegensätze, die Katastrophe muss nicht eintreten, wir können sie noch abwenden. (Dr. Johannes Sander) Die Kinder von Fátima: Lúcia, Francisco und Jacinta. Erscheinungskapelle in Fátima. 14 netzwerk

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Gott widerspiegelt sich in der Einsamkeit und im Frieden wie der Himmel im ruhigen See. Ernesto Cardenal Gott ist überall, sogar am Broadway, seine Stimme aber hören wir nur in der Stille. Die »netzwerk«-Redaktion wünscht Ihnen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr

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