Wegweiser 12-2017

 

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Pfarrbereich Braunsbedra, Wegweiser Dezember 2017 - Januar 2018

Popular Pages


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1 Wegweiser Nr: 171 DeJzaenmuabre2r 0210817 Weihnachten Friedensdekade Kirchengemeindeverband Braunsbedra Kirchspiel Roßbach - Gröst Kirchengemeinde Frankleben

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2 Hallo Jahreslosung 2018 „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Off. 216 Keine Angst, jetzt kommt kein Kalauer zur Thematik: „kostenlos“ oder „umsonst“. Ich freue mich einfach an dem schönen Bild, welches uns die neue Jahreslosung mit auf den Weg in das neue Jahr gibt. Sie zaubert uns sofort neue, eigene Bilder in den Kopf. Schließen Sie die Augen und blicken Sie in sich. Sehen Sie: Bilder von einem Spa- ziergang in der Kindheit oder im Urlaub in Mitten einer intakten Natur. Luftbilder von Flüssen und deren Weg von der Quelle bis zur Mündung. Und schließlich Bilder vom Guten Hirten, welcher uns zum frischen Wasser führt. Und weiter gehen unsere Gedanken auf den Spuren Luthers und seiner Mitstreiter. Deren Glaubensgrundsätze:  Sola Fide (allein der Glaube)  Sola Scriptura (allein die Schrift)  Solus Christus (allein Christus)  Sola Gratia (allein die Gnade)  Soli Deo Gloria (Gott allein gehört die Ehre) sind uns vom Reformationsjubiläum noch ganz nah. Und da ist auch wieder die Aussage der Jahreslosung: Allein aus Gnade, also umsonst. Einfach so. Darauf können wir uns jeden Tag aufs Neue freuen. Gott stillt unsern Durst und erfreut unseren Geist mit Bildern von der Schönheit seiner Schöpfung. Gottes Segen für dieses Jahr wünscht Hartmut Ködelpeter

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Termine 3 Freitag, 01. Dezember 2017 19:00 Uhr Frauengesprächskreis im Bungalow Leiha Samstag, 02. Dezember 2017 09:30 Uhr Krippenspielprobe im Pfarrhaus Bedra (für Braunsdorf 18:00 Uhr) 18:30 Uhr Treff ab 18 im GH Großkayna Montag, 04. Dezember 2017 14:30 Uhr Offener Gesprächskreis GH Gröst - Adventsfeier 19:00 Uhr Gemeindekirchenrat im GH Gröst Dienstag, 05. Dezember 2017 14:30 Uhr Nachmittag für Ältere im PH Bedra 15:00 Uhr Bibelstunde in Krumpa Mittwoch, 06. Dezember 2017 14:30 Uhr Gemeindenachmittag im Gemeindehaus Großkayna Montag, 11. Dezember 2017 14:30 Uhr Seniorenkreis im GH Roßbach - Adventsfeier Dienstag, 12. Dezember 2017 14:30 Uhr Frauenhilfe im Bungalow in Leiha - Adventsfeíer Mittwoch, 13. Dezember 2017 14:30 Uhr Frauengesprächskreis im Pfarrhaus Bedra 15:00 Uhr Adventsfeier im GH Frankleben 17:00 - 19:00 Uhr Konfirmanden-Adventsfeier im Pfarrhaus Schafstädt Donnerstag, 14. Dezember 2017 17:00 Uhr Krippenspielprobe im PH Bedra Samstag, 16. Dezember 2017 09:30 Uhr Krippenspielprobe im PH Bedra Dienstag, 19. Dezember 2017 14:30 Uhr Ökumen. Gottesdienst im Seniorenheim „Am Stadtpark“ mit Krippenspiel 15:00 Uhr Bibelstunde in Krumpa 16:00 Uhr Ökumen. Gottesdienst im Seniorenheim „Geiselblick“ mit Krippenspiel Dienstag, 02. Januar 2018 15:00 Uhr Bibelstunde in Krumpa 16:30 Uhr Besuchsdienstkreis im PH Bedra 18:00 Uhr Redaktionskreis Wegweiser Mittwoch, 03. Januar 2018 14:30 Uhr Gemeindenachmittag im Gemeindehaus Großkayna 14:30 Uhr Frauengesprächskreis im PH Bedra Montag, 08. Januar 2018 14:30 Uhr Offener Gesprächskreis GH Gröst 19:00 Uhr Gemeindekirchenrat im GH Gröst Dienstag, 09. Januar 2018 09:00 Uhr Gottesdienst im Seniorenheim „Am Stadtpark“ 10:00 Uhr Gottesdienst im Seniorenheim „Geiselblick“ 15:00 Uhr Frauenhilfe im GH Frankleben Mittwoch, 10. Januar 2018 14:30 Uhr Frauengesprächskreis im Pfarrhaus Bedra Donnerstag, 11. Januar 2018 17:00 Uhr Konfikurs im Pfarrhaus Mücheln Freitag, 12. Januar 2018 19:00 Uhr Frauengesprächskreis im Bungalow Leiha Samstag, 13. Januar 2018 18:30 Uhr Treff ab 18 im Pfarrhaus Bedra Sonntag, 14. Januar 2018 15:00 Uhr Bibelstunde im GH Frankleben Montag, 15. Januar 2018 14:30 Uhr Seniorenkreis im GH Roßbach Dienstag, 16. Januar 2018 14:30 Uhr Nachmittag für Ältere im Seniorenhaus „Geiselblick“ 15:00 Uhr Bibelstunde in Krumpa Donnerstag, 18. Januar 2018 17:00 Uhr Konfikurs im Pfarrhaus Mücheln Dienstag, 23. Dezember 2018 16:00 - 17:00 Uhr Kinderkirche im GH Roßbach Donnerstag, 25. Januar 2018 17:00 Uhr Konfikurs im Pfarrhaus Mücheln 18:30 Uhr Gemeins. Essen der Gruppenleiter Freitag, 26. Januar 2018 19:11 Uhr Kötzschener Kirchenfasching Samstag, 27. Januar 2018 10:00 bis 13:00 Uhr Teenstag im Pfarrhaus Bedra Montag, 29 Januar 2018 14:30 Uhr Frauenhilfe im Bungalow in Leiha Dienstag, 30. Dezember 2018 15:00 Uhr Bibelstunde in Krumpa 16:00 - 17:00 Uhr Kinderkirche im GH Roßbach Donnerstag, 01. Februar 2018 17:00 Uhr Konfikurs im Pfarrhaus Mücheln montags, 19:30 Uhr montags, 19:30 Uhr dienstags, 14:30 Uhr Bastelkreis im GH Gröst mit Frau Rüb Vereinigte Chöre Braunsbedra und Mücheln wieder im Pfarrhaus Bedra „Schwatzkreis“ im Pfarrhaus Braunsbedra Der Konfirmandenkurs wird nach den Herbstferien beginnen. Die Junge Gemeinde trifft sich wieder im Pfarrhaus in Braunsbedra. Termine bitte erfragen bei Roswitha Meisgeier Tel. 0152 27151875. (Bitte teilen Sie die Termine bis zum 1. des Vormonats dem Pfarrer mit, am besten per E-Mail.)

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4 Rückblick Kirchenbesuch einmal anders Die Mitglieder des Heimatvereins Gröst haben es sich vorgenommen, einmal im Jahr eine Kirche der Umgebung zu besichtigen. Waren in den letzten Jahren einige Kirchen des Burgenlandkreises das Ziel, so wollten wir uns dieses Mal die Kirche Lunstädt anschauen. Dazu sind auch immer Interessierte eingeladen, die nicht Mitglied des Heimatvereins sind. So empfing uns am 26. Oktober Thomas Thürer zu einer Besichtigung, wie man sie bei einer „normalen“ Veranstaltung nicht erleben kann. Beeindruckend erläuterte er uns die einzelnen Bauepochen, deren Einzelteile bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen. So berichtete er, dass sich im Mittelalter der Turm in der Mitte befand und sich das Gebäude nach dem 30-jährigen Krieg in einem sehr schlechten Zustand befand. Auch von einer für die geplante Reparatur gesammelten Kollekte, die leider diebisch entwendet wurde, war zu hören. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden mehrfach Umbauten vorge- nommen, so dass die heutige Form seit 1872 besteht. Aus dieser Zeit stammt auch die Chwatal-Orgel, die uns Herr Thürer einmal anspielte. Interessantes gab es auch über die Wandmalereien zu erfahren, die teilweise erst 1911 wiederentdeckt wurden. Insgesamt ein sehr interessanter Vortrag, für den sich alle Anwesenden bei Thomas Thürer bedanken möchten. Gudrun Engel Heimatverein Gröst

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Rückblick 5 Konfirmanden backen Brot für guten Zweck! Bäckerei Sommerwerk aus Mücheln unterstützt soziales Projekt Am Samstag, dem 28. Oktober fan- den sich neun Konfirmanden in der Bäckerei Sommerwerk in Mücheln ein. Ziel war es unter Anleitung des Bäckermeisters Helge Sommerwerk und unter Nutzung der modernen Backtechnik Brot zu produzieren. Interessant war wie aus einem klei- nen Klumpen Sauerteig durch die Zufuhr der entsprechenden Menge Mehl und Wasser eine riesige Masse Brotteig entstand, welcher in einer überdimensionalen Schüssel elektrisch geknetet wurde. Die Ju- gendlichen merkten schnell, dass die Herstellung einige Stunden in An- spruch nehmen wird. Die Stärksten der Gruppe durften den Teig nun auf die Arbeitsfläche befördern. Dabei zeigte sich, wer die meisten Muskeln hatte. Als nächstes ging es ans Ab- wiegen der Brote. Die Mädchen wirk- ten den Teig ordentlich durch und formten runde Brote. Dabei kam der Spaß nicht zu kurz. Die Jungen nutz- ten ihre Chance und beförderten die Klumpen quer über die Arbeitsfläche, wobei schon mal die eine oder ande- re Mehlwolke entstand. “Viele Hän- de, schnelles Ende“, nach diesem Motto arbeiteten alle fleißig, sodass dann 130 Brote in den Garraum ge- schoben wurden. Nun brauchte man Geduld, denn die Brote mussten eine Stunde dort ver- weilen. In dieser Zeit bekamen die Konfir- manden auch noch eine witzige Auf- gabe gestellt. In zwei Gruppen machten sie sich auf den Weg, um „Hans im Glück“ zu spielen. Das Ziel war es, die mitgebrachten Dinge gegen etwas Anderes, Besseres bei fremden Leuten einzutauschen. Nach leichten, anfänglichen Schwierigkeiten klappte aber auch dieses Vorhaben. Zurück in der Backstube konnten die Brote endlich aus dem Garraum geholt werden. Herr Sommerwerk erklärte die nächsten Arbeitsschritte und ruckzuck waren alle Brote im Backofen. Wieder hieß es warten und Geduld haben, denn auch das Backen braucht seine Zeit. Zum Schluss wurden die Brote noch vorsichtig in die Transportboxen gelegt und für den Verkauf gelagert. Ich denke, die Konfirmanden hatten an diesem Samstagvormittag viel Spaß und Freude, haben viele neue Erfahrungen sammeln können und haben zusätzlich eine Menge über die Brotherstellung gelernt. Die fertigen, leckeren Brote verkauften die Konfirmanden selbstständig nach den Gottesdiensten am 29.10.2017 in Bedra und Frankleben und am Reformationstag zum regionalen Kantatengottesdienst in der Kirche St. Kilian in Gröst. Der Erlös des Verkaufs von insgesamt 627,00 € in den Pfarrbereichen Mücheln und Braunsbedra kam zu 100% dem sozialen Projekt „Brot für die Welt“ zu Gute. Vielen Dank noch einmal an die Bäckerei Sommerwerk und Frau Langlois für die tatkräftige Unterstützung. Ina Thiele

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6 Rückblick Ein feste Burg ist unser Gott Aus allen Regionen wurde bereits über verschiedene Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum berichtet. In unserem Bereich war es dann am 31. Oktober 2017 soweit. Anlässlich 500 Jahre Reformation fand dazu in der Kirche Sankt Kilian in Gröst ein musikalischer Regional-Gottesdienst statt. Ein sehr festlicher Gottesdienst insbesondere durch die Mitwirkung mehrerer Kirchenchöre und Musiker unter der Leitung vom Kantor Jörg Ritter. Mit viel Energie und Arrangement wurde alles vorbereitet. Das Zu- sammenspiel der Musiker und Sänger war beeindruckend. Auch die Predigt kam bei allen sehr gut an. Das Angebot von Pfarrerin Eggert, die Kinder in einem Kindergottesdienst zu beschäftigen, war eine gute Idee und wurde gut angenommen. Die Konfirmanden haben auch in diesem Jahr wieder in der Bäckerei Sommerwerk Brote gebacken. Diese wurden im Anschluss zu Gunsten der Aktion „Brot für die Welt“ verkauft. Es wurde ein Erlös von 520,- € erziehlt. H. Theile

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Rückblick 260 Jahre Schlacht bei Roßbach 7 Menschen aus verschiedenen Orten und Vereinen planten ein tolles Projekt und setzten es am 5. November in unserer Sankt Heinrich Kirche um. Anlässlich des Gedenkens der Schlacht bei Roßbach vor 260 Jahren schlüpften sie in verschiedene Rollen und führten ein Theaterstück im Anschluss an einer Friedensandacht in der Kirche auf. Es war eine Geschichtsstunde in der viele Besucher erfuhren, warum unser Roßbach auch Roßbach Schlacht genannt wird. Nach dem Theaterstück pflanzten wir abschließend eine Linde auf dem Spielplatz und gaben ihr den Namen „Friedenslinde“. Viele Besucher verweilten noch bis zur Dämmerung in der Kirche und kamen bei Glühwein und belegten Schnittchen ins gemeinsame Gespräch. Ich bedanke mich bei allen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen und in die Kirche als Ort der Begegnung auch außerhalb eines Gottesdienstes eingeladen haben. Ihre / Eure Karin Jakubowski

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8 Rückblick Luthernacht mit den Teenies in Eisleben 500 Jahre Reformation, da wollten wir ganz nah dran sein an Luther. So machten wir uns gemeinsam mit den Teenies aus Querfurt und Bad Lauchstädt auf den Weg nach Eisleben. Nach einer Führung durch das Geburtshaus von Luther und Erkundung der Stadt war der Besuch der Taufkirche Peter und Paul das eindrücklichste Erlebnis unseres Aufenthaltes in Eisleben. Selten habe ich eine ganze Gruppe so interessiert und aufmerksam erlebt wie in dieser Kirche mit eingebautem „Schwimmbecken“. In der Taufkirche, die direkt oberhalb des Geburtshau- ses von Luther liegt wird man in einem 1,20 m tiefen Becken, welches sich im Altarraum befindet während der Taufe ganz untergetaucht. Beeindruckt hat uns auch die ganze Atmosphäre dieser Kirche, die die Kinder bei einer eigenen Erkundung noch auf sich wirken ließen. Weiter mit unserem Teenstag, zu dem Kinder der 5. und 6. Klasse eingeladen sind, geht es am 27. Januar im Pfarrhaus in Braunsbedra. Mit den Querfurter und Bad Lauchstädter Teenies zusammen ist im Februar ein Ausflugstag geplant. Gemeindepädagogin R. Meisgeier

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Rückblick 9 Besuch aus Mücheln Zu unserem letzten Gesprächskreis am Ende des Kirchenjahres haben wir Frau Pfarrerin Eggert zu uns nach Braunsbedra eingeladen. Seit über einem Jahr ist sie für die Jakobigemeinde in Mücheln und für noch einige andere Kirchengemeinden rund um Mücheln tätig. Als ehemalige Müchelnerin, die in der Jakobikirche getauft, konfirmiert und getraut wurde, und wo meine zwei Töchter getauft, die ältere Tochter konfirmiert und der älteste Enkel getauft wurden, war es eine große Freude, daß Frau Eggert meiner Einladung gefolgt ist. 18 Frauen warteten gespannt darauf, was Frau Eggert uns erzählen wird. Im ersten Teil ihrer Ausführungen erzählte sie uns, wie sie zum Glauben kam und warum sie sich für ein Theologiestudium entschied. Wir erfuhren, dass eine starke Willenskraft erforderlich war, um diesen Weg zu gehen, obwohl die Familie davon nicht begeistert war. Im zweiten Teil erzählte Pfarrerin Eggert uns etwas über die Entstehung und die Bedeutung des am häufigsten gebrauchten Christussymbols Pax Christi (Friede mit Christus). Am Ende ihrer Ausführungen haben wir uns mit dem Wasser der Geiselquelle gegenseitig gesegnet. Einen kleinen Stein mit dem aufgemalten Christussymbol, den die Müchelner Frauen für uns bemalt hatten, nahmen wir als Erinnerung an diesen Nachmittag mit nach Hause. Der Stein soll und wird uns immer an Christus erinnern. Wir Frauen sagen Pfarrerin Eggert unseren herzlichen Dank gratias agere - für diesen informativen, unterhaltsamen und kurzweiligen Nachmittag. (Heike Fina) Monatsspruch Dezember 2017 Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. Lukas 178-79 (L)

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10 Rückblick Sankt Martin ritt durch Braunsbedra Alle Jahre wieder tragen in den Novembertagen die Kinder das Licht in unsere zerbrechliche Welt. Sie teilen damit die tiefe Sehnsucht nach Gerechtigkeit und Frieden, sichtbar und in Braunsbedra – Dank des Roßbacher Blasorchesters – deutlich hörbar. Voran schreitet Sankt Martin, der hoch zu Ross den Einwohnern unserer Stadt zeigt, dass das Licht der Welt nicht bloß eine Illusion ist. Und dass man gegen Rücksichtslosigkeit und Egoismus durchaus etwas machen kann. Der reitende Martin war in diesem Jahr Alina Schüßler aus Lunstädt und das Pferd war Tristan aus Branderoda. Wir liefen, geleitet und abgesichert von der Feuerwehr, durch die Parksiedlung zum Pflegeheim Am Stadtpark, wo die Konfirmanden die Bettlerszene nachspielten. Im Anschluss an die Andacht haben wir Martinshörnchen geteilt und uns mit Glühwein aufgewärmt. Dank sei hier allen fleißigen Helfern gesagt, die diesen Tag vorbereitet und ausgestaltet haben. Nun können wir uns freuen, dass trotz sinkender Sonne das Licht zu wachsen beginnt. Inzwischen sind viele Stuben und Häuser adventlich geschmückt – und wir warten darauf, dass dieses Licht als ein Mensch zu uns kommt, diesmal nicht als Bettler, sondern als ein kleines Kind – zerbrechlicher geht es nicht. Benjamin Neubert Monatsspruch Januar 2018 Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein Fremder in deinen Toren. 5. Buch Mose 514 (E)

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11 Rückblick Lichterkinder …auf dieser Erde, leuchten wie Sterne am Himmelszelt. So wie St. Martin schenken sie Freude in alle Herzen auf dieser Welt. Und hier sind unsere Lichterkinder. Sie haben am Samstag beim Kindervormittag den Martinstag vorbereitet. Die „großen“ unter ihnen haben für ein Schattenspiel Figuren sehr filigran ausgeschnitten und die kleineren haben aus Einweckgläsern kleine bunte Lichter gebastelt und damit die gut gefüllte Kirche am Sonntag erhellt. Das Schattenspiel hat uns einmal mehr die Martinsge- schichte auf eine ganz andere Art erzählt. Der Martin, in dessen Rolle in diesem Jahr unser Konfirmand Emil Thiele geschlüpft ist, brachte die Martinshörnchen die traditionell geteilt wurden und führte im Anschluss an die Andacht den Umzug mit den Schnellrodaer Musikanten an. Ein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem Förderverein, der den Martinstag alljährlich mitgestaltet und uns alle im Anschluss an den Umzug mit warmen Getränken und leckeren Schnittchen verwöhnt, der freiwilligen Feuerwehr Gröst, die den Umzug absichert und den vielen ehrenamtlichen Helfern, Eltern und Großeltern. Herzlichen Dank! Silvia Böhland

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12 Rückblick Ein Waidmannsdank allen, … … die mitgeholfen haben, die Hubertusmesse in diesem Jahr stattfinden zu lassen! Danke den Jägern und vor allem den, ich will sie einmal „Jagdhelfer“ nennen, um keinen zu vergessen. Trotz einiger Pannen im Vorfeld (so fiel beispielsweise kurz vor Beginn mehrmals das Licht aus) war es wieder eine gelungene Veranstaltung. Am Ende wurde ich, und das ist nicht alltäglich, auf die gelungene Predigt angesprochen. Diese stammte von Pfarrer KlausThomas Krispin aus Havelberg. Hier noch ein kurzer Auszug zum weiter darüber nachdenken: Von … verantwortungsvollen Jägern können wir einiges lernen. Sie sorgen durch verschiedene Maßnahmen, wie das Aufforsten von neuen Waldflächen und das Anlegen von Hecken, für einen Ausgleich. Sie sorgen für das Wild im Winter, für deren gesunden, ausgewogenen Bestand. Sie halten sich viel mehr in der Natur auf als die meisten anderen von uns. Sie wissen viel von den Tieren in ihrer Umgebung, haben einen ganz eigenen Zugang zur Natur. Sie treffen die Tiere mehr mit Augen und Ohren als mit Schrot und Blei. Natürlich bringen sie auch ihre „Ernte“ ein, ein Stück Wildbret – wie der Sammler die Pilze und der Angler den Fisch. Wir suchen inmitten in dieser Welt nach Orientierung. Unser Ort der Bewährung ist unser Leben zwischen Schöpfung und Kultur, Bebauen und Bewahren, Benutzen und Zerstören. Es geht um ein gesundes Gleichgewicht in der Natur. Da ist vieles aus dem Lot geraten. Hartmut Ködelpeter Die Gemeindekirchenräte und das Redaktionsteam des Wegwei- sers wünschen allen unseren Lesern eine schöne Adventszeit, besinnliche Weihnachtsfeiertage und ein gesegnetes Jahr 2018! Bleiben Sie behütet!

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Superintendentin 13 Liebe Brüder und Schwestern, im November haben wir wieder die Friedensdekade gefeiert. Dieses Jahr unter dem Thema „Streit“. Ich möchte Sie an einem ungewöhnlichen Friedensprozess teilhaben lassen und lade Sie ein zu diesen Zeilen die Erzählung von Abraham und Lot im ersten Buch Mose Kapitel 13, die Verse 1-12 zu lesen. 1. Frieden Stiften – sehen, was ich wahrnehme. Die Herden von Abraham und Lot wachsen und gedeihen. Es gibt nicht mehr genug Lebensraum für alle. Was beider Freude ist, wird beider Last. Das Wasser der Brunnen reicht nicht mehr für den angewachsenen Reichtum und deshalb streiten sich die Hirten. Die Hirten von Lot und Abraham machen ihre Arbeit gut. Der Streit erwächst der Natur der Sache, nicht in den Herzen und Köpfen der Menschen. In dieser Natur ist das Überleben nur in kleinen Gruppen gesichert, dann reichen die Nahrung und das Wasser. Und Abraham weiß: Für mich wird gesorgt sein und in Zukunft auch gesorgt werden. Er vertraut gelassen und ruhig der Verheißung und kann ohne Angst und ohne Schuldzuweisung wahrnehmen, was ist. 2. Frieden stiften – bereden, was ich wahrnehme. In unserer Erzählung geht Abraham, der Ältere, wieder den ersten Schritt. Wenn eine*r weiß, was ist, gehört der nächste Schritt getan. Alle müssen es erfahren. Die mitgeteilte Sichtweise verhindert, dass sich Argwohn regt. Wer die eigene Sichtweise und Absicht im Streitfall hinter dem Berg hält, kann sagen, was er will, er wird keinen Frieden stiften. Auch wenn eine*r sieht, was ist, leuchtet dies anderen nicht auf Anhieb ein. Wahrheit will nicht mitgeteilt, sondern beredet werden. Bereden, was ist, kostet Kraft und Geduld. Abraham beredet mit Lot, was ist. Ziel ist, dass beide sehen, was ist. Nur dann lassen sich Schritte finden, die Frieden stiften, nur dann auch bleibt gestifteter Frieden. Abraham macht den Anfang und Lot geht mit. Beide bejahen das Leben des anderen. Sie sind überzeugt, wir können beide leben von dieser Erde leben. 3. Frieden stiften – trennen, was sich nicht verträgt Unser Bild des Friedens ist geprägt von Annäherung, Verständnis, Versöhnung, Gemeinschaft, von Überwindung, von Trennung. Abraham und Lot bieten uns eine weitere friedfertige Lösung an. Sie suchen den Frieden der Trennung, weil der Frieden des Zusammenlebens gefährdet ist. Sie haben den Frieden gesucht, indem sie die friedliche Trennung bewusst angegangen sind. Wieder geht Abraham den ersten Schritt: Wir müssen uns trennen. Wohin willst du gehen? Wenn du nach rechts gehst, gehe ich nach links, gehst du nach links, gehe ich nach rechts. Wie finden wir für uns eine derartige Offenheit im Blick darauf den Frieden zu stiften. Der Abraham in uns kann dies tun, weil er darauf vertraut: ich brauche mich nicht zu sorgen, um meine Zukunft, für diese ist gesorgt durch Gott. 4. Frieden stiften – ehren, was bindet. Wir sind Bruder und Schwester, wir gönnen uns das Leben, nicht den Tod. Das verbindet und bleibt gültig, vor, während und nach allem Streit; vor während, und nach der Trennung. Und der Friede Gottes der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne, in Christus Jesus. Amen Christiane Kellner, Superintendentin im Kirchenkreis Merseburg

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