47-17MA_Winter Ausgabe

 

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47-17MA_Winter Ausgabe

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Österreichische Post AG | PZ 14Z039953 P | AGRO Werbung GmbH, Harrachstraße 12, 4010 Linz Ausgabe IV WINTER 2017 Resi Oma kocht Das Buch erscheint Weißer Speck In Salz gereift Bauer auf der Piste Einsatz im Skigebiet Goldenes Kulturerbe

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04 Schnitt im Winter 16 Endlich auch als Buch FOTOS: FOTOLA - RAINER FUHRMANN, LUST AUFS LAND/FLEISCHANDERL/PICHLER, SCHLADER ; COVERFOTO: ERNECKER PHOTOGRAPHY (ORTSGRUPPE MAUTHAUSEN) – INHALT – Haus & Garten 04 Obstbäume schneiden 08 Gesunde Pastinake 09 Laterne selbst gemacht Tracht & Tradition 10 Gold auf dem Kopf Ernährung 16 Resi Oma: Das Kochbuch 18 Neue Rezepte und Videos von Resi Oma 20 Bratapfel und Lebkuchen 22 Blütenweißer Speck 27 Jetzt ist Jausenzeit Leben am Land 28 Kaviar aus dem Steyrtal 30 Haftungsfragen im Winter 32 Vom Stall auf die Piste 34 Mundart-Rätsel 34 Impressum 22 Eine Sünde wert 28 Kaviar aus Oberösterreich

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–PGAESSTUINNADKEE– Die Pastinake ist lange in Vergessenheit geraten. Nun feiert das gesunde Wurzelgemüse seine Wiedergeburt in der Küche. Text: Thomas Mursch-Edlmayr Gesundheitstipp ■ Die Pastinake ist ein wertvoller Mineralstofflieferant und enthält unter anderem Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Der Gehalt an Vitamin C und Kalium ist bei der Pastinake höher als bei der Karotte. Zudem enthält sie Folsäure und Vitamin E. ■ Im Vergleich zu anderem Wurzelgemüse hat die Pastinake einen sehr hohen Stärkeanteil. ■ Die Pastinake lindert Magen- und Darmbeschwerden und hat einen positiven Einfluss auf die Atmung. Die enthaltenen ätherischen Öle wirken als Tee gegen Schlaflosigkeit und senken Fieber. Gartentipp ■ Pastinaken sollten erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ausgesät werden. ■ Die Aussaat erfolgt mit größeren Abständen als bei Karotten in zwei Zentimeter (cm) Tiefe und einem Reihenabstand von 35 cm. Nach dem Aufgang werden sie auf einen Abstand von zehn bis 20 cm vereinzelt. ■ Die Pastinake ist ein klassisches Wintergemüse. Die Ernte beginnt im Oktober, besser ist es jedoch, das Gemüse nach dem ersten Frost zu ernten. Küchentipp Seite 8 | FOTOS: FOTOLIA - EXQUISINE. TWILIGHTARTPICTURES (2), HEIKE RAU ■ Frische Pastinaken erkennt man daran, dass sie sich nicht verbiegen lassen. ■ Pastinaken lassen sich bei niedrigen Temperaturen (unter zwei Grad Celsius) mehrere Monate lang und gut lagern. ■ Vor der Zubereitung sollte die Wurzel gewaschen und geschält werden. ■ Wie andere Wurzelgemüsesorten kann die Pastinake als Suppen- oder Kochgemüse verwendet werden. ■ In geschnittener und gedünsteter Form ist sie eine schmackhafte Beilage zu Wild, Rind und Lamm. ■ Zusammen mit Kartoffeln als Püree verarbeitet, kann die Pastinake ihr Aroma sehr gut entfalten. ■ Sie eignet sich aber auch roh zum Knabbern sowie in geraspelter Form zu Salaten beigemengt. ■ Die Blätter der Pastinake können als Suppen- oder Würzgrün verwendet werden. 23. November 2017

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Beim Winterschnitt wird das Wachstum des Fruchtholzes angeregt. | Den richtigen Schnitt setzen Nach dem Laubabfall ist bei vielen Obstgehölzen die optimale Zeit für den Winterschnitt. Lust aufs Land hat dazu mit dem Obstbauexperten Heimo Strebl gesprochen. Text: Thomas Mursch-Edlmayr Seite 4 | 23. November 2017

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Ziel eines jeden Baumschnitts ist es, von Jugend an ein kräftiges, tragfähiges Astgerüst aufzubauen und dem Baum damit eine bestimmte Form zu verleihen. Für Obstbäume wirkt der richtige Schnitt oftmals wie eine Verjüngungskur. „Es geht darum einen optimalen Kronenaufbau sicherzustellen, regelmäßige Erträge in guter Menge und Qualität zu erzielen und letzten Endes im Altersstadium Obstbaumkronen zu verjüngen“, nennt Heimo Strebl, Obstbaureferent der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, die Gründe für den Obstbaumschnitt. Zudem handelt es sich dabei um die wichtigste Maßnahme des vorbeugenden Pflanzenschutzes. Diese Obstbäume werden im Winter geschnitten Bei den meisten Obstgehölzen beginnt die Zeit des Winterschnitts ab November und endet mit März. Das Kernobst (Apfel, Birne, Quitte) wird 23. November 2017 hauptsächlich in dieser Jahreszeit geschnitten. Zudem können im Winter auch Bäume der Pflaumenfamilie (Zwetschke, Pflaume, Kriecherl) geschnitten werden. Das andere Steinobst (Marille, Kirsche, Pfirsich, Weichsel) schneidet man hingegen bevorzugt nach der Ernte im Sommer bis maximal Mitte September. Möchte man die ausladenden Kronen eines Nussbaumes schneiden, sollte man das ebenfalls am besten im belaubten Zustand (Juli) tun. Im Frühjahr würde der Baum Frost Früher herrschte die Meinung vor, dass das Schneiden bei Frost den Obstbäumen schade. Mittlerweile weiß man, dass bei Temperaturen bis minus fünf Grad Celsius ein Rückschnitt kein Problem ist. Bei noch stärkerem Frost muss man aufpassen, dass die Triebe nicht einreißen oder brechen, da das Holz sehr spröde werden kann. stark bluten, da ein sehr hoher Saftdruck vorhanden ist. Nachdem die Bäume die Blätter abgeworfen haben, begeben sie sich in Saftruhe. Vorteil dieses Schnitttermins ist, dass der Kronenaufbau im unbelaubten Zustand viel besser beurteilt werden kann, als dies im Sommer der Fall ist. Schere und Säge sind dabei die wichtigsten Werkzeuge. Generell werden Obstbäume geschnitten, um ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Zuwachs und Ertrag zu schaffen sowie die Vitalität und Fruchtbarkeit der Gehölze zu erhalten. Durch das Auslichten der Krone wird diese luftig gehalten und es entsteht somit weniger Krankheitsdruck. Da das Holz in einer offenen Krone nach Regenfällen besser abtrocknen kann, wird die Gefahr von Pilzinfektionen vermindert. Zudem fördert ein höherer Lichteinfall die Ausfärbung, den Geschmack und den Vitamingehalt der Früchte. Auch der Einfluss des Mondes kann beim Obstbaumschnitt eine Rolle spielen: „Die Sternzeichen Löwe, Schütze und Widder sind | Seite 5 FOTO: FOTOLIA - RAFFALO

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Prunkvolle Goldhaube und elegante Perlhaube: Die „Herstellung und Verwendung der Linzer Goldhaube“ wurde im Vorjahr als traditionelles Handwerk in das UNESCO-Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen. Seite 10 | 23. November 2017

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23. November 2017 FOTO: LUST AUFS LAND/GABI CACHA „Goldhaubenfrauen pflegen nicht nur eine schöne Tradition, sondern auch die Gemeinschaft .“  Christine Oberauer |  Gold dem auf Kopf Die Goldhaube, prunkvolle Krone der Tracht, hat eine lange Geschichte. Ihre Herstellung ist filigrane Handwerkskunst, die viel Geduld verlangt. Text: Gabi Cacha Wenn es draußen kalt, aber sonnig ist, dann zieht es Christine Oberauer aus Enzenkirchen in ihren Wintergarten. Nicht etwa, um trotz kalter Jahreszeit die Sonne zu genießen: Sie nutzt das helle Licht, um ihrem liebsten Hobby nachzugehen, der Goldhaubenstickerei. So wie jetzt, wo die 64-Jährige millimetergroße Goldperlen auf die extrafeine Nadel fädelt. „Dafür braucht man schon gute Augen“, sagt die Innviertlerin, „und ein gutes Licht.“ Der helle Wintergarten ist daher ihr liebster Stickplatz. Oberauer ist eine jener Stickerinnen, die ihr Wissen und Können auch in Kursen weitergeben und damit interessierten Frauen ermöglichen, sich ihre eigene Goldhaube anzufertigen. Ihre erste Goldhaube hat sie im Jahr 1978 gestickt. Geschickt fixiert sie mit den Perlen winzige, zu „Schüsserln“ geschlagene Goldplättchen auf dem Stickgrund, einem aus Goldfäden gewebten Stoffband. Dieses Goldgewebe, exakt 120 mal 16 Zentimeter groß, ist die Grundlage jeder Goldhaube. Zum Besticken wird der Stoff auf einem Holzrahmen aufgespannt. Bevor es an die filigrane Arbeit geht und der erste Nadelstich gesetzt wird, soll die Goldhaube gedanklich schon einmal Gestalt angenommen haben. Welches Muster soll die besondere Haube zieren? Blätter, Blüten, Ähren? Wie dicht soll sie bestickt werden? Jede Haube ist ein individuelles Einzelstück Als Kursleiterin kann Christine Oberauer natürlich weiterhelfen, sie greift dann zu ihrem dicken blauen Ordner. Darin hat sie seit Jahrzehnten Ideen und Vorlagen für Stickmuster gesammelt. „Persönlich gefallen mir die Muster von ganz alten Goldhauben am besten, aber diese sind oft sehr aufwändig zu sticken“, sagt die Innviertlerin. Im Vordergrund steht natürlich der persönliche Geschmack, aufwändige Muster verlangen aber nicht nur mehr Zeit zum Sticken, sondern auch einen höheren finanziellen Einsatz: Auch wenn die verwendeten Flitter (Pailletten), Goldperlen, Folien (blattförmige Motive) und Goldbouillonen (Schlauch aus spiralförmigem Golddraht) | Seite 11

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Seite 16 | 23. November 2017 FOTO: LUST AUFS LAND / FLEISCHANDERL

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Schritt für Schritt werden in Kapitel eins des Kochbuchs die Grundteige erklärt. | Resi Oma  auf 112 Seiten Eine Million Mal sind ihre Kochvideos auf YouTube geklickt worden. Pünktlich zum Erreichen dieser Schallmauer erscheint Resi Oma in einem Kochbuch. Text: Gabi Cacha Klassiker der Hausmannskost, ergänzt durch Tipps und Beilagen-Vorschläge Es ist eine Zahl, die begeistert und staunen lässt: eine Million Klicks auf YouTube. Das heißt, eine Million Mal hat Resi Oma, alias Hermine Hartl aus Gramastetten, schon Menschen aus – theoretisch – aller Welt zum Nachkochen von österreichischer Hausmannskost angeregt. Praktisch wird es wohl nur deutschsprachiges Publikum sein, denn Resi Oma ist bodenständig und gibt ihre Tipps und Anregungen in den Kochvideos am liebsten in Mühlviertler Mundart weiter. „Ich bin ganz überrascht über das große Interesse und freue mich besonders, dass sich so viele junge Menschen dafür begeistern“, sagt Hermine Hartl. Schließlich sei es ihr ein Anliegen, dass die „gute alte Küche“ nicht in Vergessenheit gerät und regionale Lebensmittel verkocht werden. Traditionelle Gerichte einfach erklärt Nach Zeitungsartikeln, Internetvideos, MesseVorführungen und sogar einem FernsehAuftritt hat das Team von Lust aufs Land, das die Figur der Resi Oma „erfunden“ hat, nun ein eigenes Buch mit der beliebtesten KochOma des Landes herausgebracht. Es trägt den Titel „Resi Oma kocht“ und kommt rechtzeitig 23. November 2017 zur siebenstelligen Video-Zugriffszahl auf den Markt. Das Buch widmet sich der Hausmannskost und zeigt traditionelle Gerichte in Wort und Bild. Pikante und süße Hauptspeisen finden sich darin ebenso wie Nachspeisen, Beilagen und Leckereien für die Weihnachtszeit. Resi-Oma-Fans wird das Kapitel über Grundteige begeistern, in dem bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen vom Brandteig bis zum Strudelteig das Basiswissen für viele weitere Gerichte vermitteln. Hier bestellen Das Buch „Resi Oma kocht“ bringt nicht nur ihre Online-Gerichte auf Papier, sondern weitere süße und pikante Rezepte aus ihrer Schatzkiste. Das Buch umfasst 112 Seiten und kostet 17 Euro. Es kann unter Tel. 0732/77 66 41-0, per E-Mail an abo@lustaufsland.at oder im Internet unter www.lustaufsland.at bestellt werden. Damit das Kochbuch zu Weihnachten unterm Christbaum liegen kann, bitten wir um Bestellung bis spätestens 15. Dezember 2017. Traditionelle Hauptspeisen brauchen auch traditionelle Beilagen. Auch für eine süße Haupt- oder Nach­ speise stellt Resi Oma Rezepte vor. Von Krampus bis Lebkuchen: Ideen für die Weihnachtszeit runden das Buch ab. | Seite 17

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