Schaubild Beschäftigung

 

Embed or link this publication

Description

Flüchtlingshelfer

Popular Pages


p. 1

Beschäftigung von Geflüchteten – Die Regularien Schritt für Schritt FRAGE 1: „Welchen Status hat die geflüchtete Person?“ Positiver Asylbescheid Negativer Asylbescheid Asylverfahren ist noch nicht abgeschlossen Personen mit Aufenthaltstitel, Schutzberechtigte Anerkannter Flüchtling Asylberechtigte Subsidiär Schutzberechtigte Personen mit nationalem Abschiebeverbot* * Bei Abschiebungsverbot entscheidet die Ausländerbehörde im Einzelfall, ob eine Beschäftigung genehmigt wird. Die Zustimmung der Arbeitsagentur ist dann nicht erforderlich. Ausreisepflichtige Geduldete Keine Beschäftigung möglich Asylbewerber/innen Geflüchtete aus sicheren Herkunftsstaaten Keine Beschäftigung möglich *1 FRAGE 2: „Wie lange ist die Person seit der Registrierung in Deutschland?“ Keine Beschäftigung möglich *2 weniger als 3 Monate Freier Zugang zum Arbeitsmarkt für die Dauer der Aufenthaltserlaubnis ab 3 Monaten FRAGE 3: „Welche Beschäftigungsform?“ Mit Erlaubnis der Ausländerbehörde: Zugang zum Arbeitsmarkt für alle Beschäftungsverhältnisse ab 4 Jahren © www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de FRAGE 1 HINTERGRUND ZU DEN FRAGEN Aufenthaltsstatus www.unternehmen-integrierenfluechtlinge.de/Status *1 SICHERE HERKUNFTSSTAATEN Gilt, wenn der Asylantrag nach dem 31.08.2015 gestellt wurde. Eine aktuelle Liste der sicheren Herkunftsstaaten finden Sie unter: www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de/Herkunftsstaaten FRAGE 4 Regionen mit Vorrangprüfung www.unternehmen-integrierenfluechtlinge.de/Vorrangpruefung FRAGE 5 Anerkannter Fachkräftemangel www.unternehmen-integrierenfluechtlinge.de/Fachkraeftemangel *2 AUSNAHMEN – Beschäftigung ist bereits vor 3 Mo. Aufenthalt möglich Hospitanzen Geduldete dürfen ohne Wartefrist eine betriebliche Ausbildung, Pflichtpraktika und Praktika bis 3 Monate Dauer aufnehmen Schulische Ausbildungen sind ohne Zustimmung von Ausländerbehörde und BA sowie ohne Wartefrist möglich FRAGE 4: „Ist in der Region die Vorrangprüfung ausgesetzt?“ Einstiegsqualifizierung, Pflichtpraktikum oder andere Praktika Praktikum bis 3 Mo. Dauer Freiwillige Praktika mit mehr als 3 Monaten Dauer Ausbildung Berufliche Ausbildung Schulische Ausbildung Befristete und unbefristete Beschäftigung Zeitarbeit REGIONEN OHNE VORRANGPRÜFUNG Erlaubnis der Ausländerbehörde Erlaubnis der Ausländerbehörde Zustimmung der BA Erlaubnis der Ausländerbehörde Keine Zustimmung von Ausländerbehörde und BA erforderlich REGIONEN MIT VORRANGPRÜFUNG + Vorrangprüfung ab 15 Monaten Aufenthalt: Vorrangprüfung entfällt FRAGE 5: „Branche mit offiziell anerkanntem Fachkräftemangel?“ Erlaubnis der Ausländerbehörde Zustimmung der BA Erlaubnis der Ausländerbehörde Zustimmung der BA JA keine Vorrangprüfung nötig NEIN + Vorrangprüfung ab 15 Monaten Aufenthalt: Vorrangprüfung entfällt JA keine Vorrangprüfung nötig Zeitarbeit wird direkt möglich NEIN zunächst nicht möglich ab 15 Monaten Aufenthalt: mit Entfallen der Vorrangprüfung wird Zeitarbeit möglich Stand: September 2016

[close]

p. 2

Wann sprechen wir über wen? Das Asylverfahren und die verschiedenen Schutzstatus im Überblick ABLAUF Registrierung Registrierung nach Einreise SCHUTZSTATUS Zuweisung Verweis in nächstgelegene Erstaufnahmeeinrichtung Verteilung ggf. Verlegung in anderes Bundesland (Verteilung nach Quotensystem „Königsteiner Schlüssel“) Asylantrag persönlicher Asylantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Ausweis Bewerber/in erhält Ausweis für vorübergehenden Aufenthalt Erfassung Bundesamt legt Akte an, Bewerber/in wird erfasst (u.a. Foto und Fingerabdrücke) Prüfung Welches EU-Land ist für Bewerber/in zuständig? („Dublin-Verfahren“– abh. v. Ersteinreiseland in die EU) Anhörung Wenn Deutschland zuständig ist: persönliche Anhörung zu Fluchtgründen und Lebensumständen Entscheidung Entscheidung des BAMF Asylsuchende Ankunftsnachweis Asylbewerber/in Aufenthaltsgestattung BESCHÄFTIGUNG In den ersten drei Monaten: Während der ersten 3 Monate nach der Registrierung ist keine Beschäftigung möglich. Nach drei Monaten: Beschäftigung unter Auflagen möglich Ausnahme: Für Geflüchtete aus sicheren Herkunftsstaaten, die ihren Asylantrag nach dem 31.8.2015 gestellt haben, gilt auch über die drei Monate hinaus Beschäftigungsverbot. Positiver Bescheid Personen mit Aufenthaltstitel, Schutzberechtigte Anerkannte Flüchtlinge Asylberechtigte Aufenthaltserlaubnis Subsidiär Schutzberechtigte Personen mit nationalem Abschiebeverbot Beschäftigung uneingeschränkt möglich Negativer Bescheid Personen ohne Aufenthaltstitel Geduldete Personen ohne Aufenthaltstitel Ausreisepflichtige Duldung Beschäftigung unter Auflagen möglich Keine Beschäftigung möglich © www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de Quellen: eigene Darstellung auf Grundlage der dpa und der Bundesregierung Stand: September 2016

[close]

p. 3

Wie lang ist die Bleibeperspektive? Phasen des Asylverlaufs im Überblick STAND ASYLVERFAHREN Vor der Entscheidung im Asylverfahren: Asylbewerber/in Aufenthaltsgestattung Vor der Entscheidung im PeArssyolnveenrfmahitreAnufenthaltstitel, Schutzberechtigte: BLEIBEPERSPEKTIVE Die Bleibeperspektive ist abhängig vom Aufenthaltstitel (siehe unten). Anerkannter Flüchtling (2015: 95,9 %) Asylberechtigte (2015: 1,4 %) Subsidiär Schutzberechtigte (2015: 1,2 %) Personen mit nationalem Abschiebeverbot (2015: 1,4 %) Personen ohne PeArusfoennetnhaolhtsnteitel: Aufenthaltstitel: Geduldete 5,2 MONATE* *durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung: 5,2 Monate Quelle: Deutscher Bundestag, Drs. 18/7625 Diese Titel werden erst nach Entscheidung im Asylverfahren erteilt. 3 Jahre Aufenthaltserlaubnis (AE) ggf. Verlängerung d. AE um 2 Jahre nach 5 Jahren AE: ggf. unbefristete Niederlassungserlaubnis nach 3 Jahren AE: bei „herausragender Integrationsleistung“ unbefristete Niederlassungserlaubnis möglich 1 Jahr AE 1–3 Jahre AE ggf. Verlängerung um 2 Jahre ggf. Verlängerung um 2 Jahre ggf. Verlängerung um 1–3 Jahre nach 5 Jahren AE: ggf. unbefristete Niederlassungserlaubnis nach 5 Jahren AE: ggf. unbefristete Niederlassungserlaubnis Duldung max. 6 Monate, Verlängerung i.d.R. um 3–6 Monate Duldung kann über Jahre hinweg fortbestehen 1. JAHR nach 18 Monaten des Aufenthalts ist eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen möglich 2. JAHR 3. JAHR 4. JAHR 5. JAHR 6. JAHR nach 5 Jahren AE: ggf. unbefristete NLE 7. JAHR 8. JAHR Die Entscheidungen der Ausländerbehörden können im Einzelfall abweichen. © www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de Quelle: eigene Darstellung nach Hummel/Thöne, 2016; BAMF Stand: September 2016

[close]

p. 4

Die Beschäftigungserlaubnis Wer stellt welchen Antrag? BEHÖRDENINTERNER PROZESS UNTERNEHMEN ggf. Kopie des Dokuments Bereitstellen eines Vertrags oder einer Stellenbeschreibung Beschäftigung: Formular Stellenbeschreibung der Arbeitsagentur Praktikum: Praktikumsvertrag betriebliche Ausbildung: Ausbildungsvertrag 1 ASYLBEWERBER/IN GEDULDETE/R ÖRTLICH ZUSTÄNDIGE AUSLÄNDERBEHÖRDE REGIONALER ARBEITGEBER-SERVICE ggf. Vorrangprüfung Prüfung der Beschäftigungsbedingungen Rückmeldung nicht notwendig bei Ausbildung, Pflichtpraktika und Praktika von weniger als 3 Monaten Dauer Weiterleitung 45 Antrag 2 Bescheid 7 Weiterleitung 3 (soweit Zustimmung erforderlich) ZENTRALE AUSLANDS- UND FACHVERMITTLUNG (ZAV) DER BUNDESAGENTUR FÜR ARBEIT (rechtliche Prüfung) 6 Zustimmung © www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de Quellen: eigene Darstellung auf Grundlage des KOFA Stand: September 2016

[close]

p. 5

Anerkennung ausländischer Abschlüsse xyz ABLAUF ANTRAGSTELLENDE PERSON 1. Erstberatung Zuständige Stelle für den Antrag ausfindig machen: www.anerkennung-in-deutschland.de Zentrale Hotline des BAMF: +49 30 1815 - 1111 IQ-Netzwerk: Beratungsstellen in ganz Deutschland Beratung bei den zuständigen Stellen (IHKs, IHK-FOSA, HWKs) 2. Antrag stellen Die geflüchtete Person selbst muss den Antrag stellen. WIE KANN DAS UNTERNEHMEN UNTERSTÜTZEN? Erstberatungsstelle bei den Kammern kontaktieren erfragen: Welche Antragsunterlagen sind erforderlich? der Mitarbeiterin/dem Mitarbeiter ggf. bei der Zusammenstellung der Unterlagen helfen vereidigten Übersetzer kontaktieren (z. B. über: Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer) ggf. Bescheinigung über praktische Kenntnisse ausstellen 3. Gleichwertigkeitsprüfung zuständige Stelle prüft, ob zwischen der ausländischen Qualifikation und dem deutschen Referenzberuf wesentliche Unterschiede bestehen bei Rückfragen der zuständigen Stelle als Ansprechpartner zur Verfügung stehen 4. Bescheid keine Gleichwertigkeit wesentliche Unterschiede nicht reglementierte Berufe Bescheid über teilweise Gleichwertigkeit: Darstellung vorhandener Qualifikationen und Defizite Reglementierte Berufe Berufszulassung unter Auflagen: Ausgleichsmaßnahmen keine wesentlichen Unterschiede Ablehnungsbescheid Bewerbung auf dem Arbeitsmarkt Nachqualifizierung Nachqualifizierung / Prüfung Gleichwertigkeitsbescheid © www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de Quellen: eigene Darstellung auf Grundlage von Grafiken des BQ-Portals Stand: September 2016

[close]

p. 6

Weg in Ausbildung Der Pfad für junge Geflüchtete ggf. Anpassungsqualifizierung ggf. IHK-Externenprüfung Anerkennungsverfahren (z. B. IHK FOSA) Teilqualifizierung bereits formal un- und angelernte qualifizierte Geflüchtete Geflüchtete ohne Ausbildungs- perspektive (z. B. aufgrund des Alters) Für grundlegende Sprachkenntnisse Integrationskurse allgemeinbildende Schulen (Willkommensklassen etc.) Bildungsdienstleister Berufsschulen und Volkshochschulen Ausnahme: außerbetriebliche Ausbildung berufsorientierende Praktika IHK- Lehrstellenbörse Unterstützung z. B. durch Willkommenslotsen ausbildungsbegleitende Hilfen ehrenamtliche Unterstützung (z. B. Programm „VerA“) NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge Assistierte Ausbildung Programm „Stark für Ausbildung“ Kompetenzfeststellung Sprachförderung Berufsorientierung Einstiegsqualifizierung Duale Ausbildung weiterführende berufsbezogene Sprachförderung © www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de Stand: September 2016

[close]

p. 7

Fördermöglichkeiten für die Ausbildung Ausbildungsförderung Geflüchtete mit anerkanntem Schutzstatus ZUSTIMMUNG DER AUSLÄNDERBEHÖRDE IST NOTWENDIG Asylbewerber/innen mit guter Bleibeperspektive Geduldete Einstiegsqualifizierung (EQ) nach 3 Monaten Aufenthalt grundsätzlich möglich Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) Assistierte Ausbildung (AsA) grundsätzlich möglich nach 3 Monaten Aufenthalt nach 3 Monaten Aufenthalt nach 12 Monaten Aufenthalt nach 12 Monaten Aufenthalt Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) nach 15 Monaten Aufenthalt nach 6 Jahren Aufenthalt © www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de Stand: September 2016

[close]

p. 8

Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen xyz FACHKUNDIGE SPRACHKENNTNISSE Kann ein breites Spektrum anspruchsvoller, längerer Texte ver- stehen und auch implizite Bedeutungen erfassen. Kann sich spon- C1 tan und fließend ausdrücken, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen. Kann die Sprache im gesellschaftlichen und beruflichen Leben oder in Ausbildung und Studium wirksam und flexibel gebrauchen. Kann sich klar, strukturiert und ausführ- lich zu komplexen Sachverhalten äußern und dabei verschiedene Mittel zur Textverknüpfung angemessen verwenden. FORTGESCHRITTENE SPRACHVERWENDUNG Kann die Hauptpunkte verstehen, wenn klare Standardsprache verwendet wird und wenn es um vertraute Dinge aus Arbeit, Schu- B1 le, Freizeit usw. geht. Kann die meisten Situationen bewältigen, denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet. Kann sich einfach und zusammenhängend über vertraute Themen und persönliche Interessengebiete äußern. Kann über Erfahrungen und Ereignisse berichten, Träume, Hoffnungen und Ziele beschreiben und zu Plä- nen und Ansichten kurze Begründungen oder Erklärungen geben. ANFÄNGER Kann vertraute, alltägliche Ausdrücke und ganz einfache Sätze verstehen und verwenden, die auf die Befriedigung konkreter Bedürfnisse zielen. Kann sich und andere vorstellen und anderen Leuten A 1 Fragen zu ihrer Person stellen – z. B. wo sie wohnen, was für Leute sie kennen oder was für Dinge sie haben – und kann auf Fragen dieser Art Antwort geben. Kann sich auf einfache Art verständigen, wenn die Gesprächspartnerinnen oder Gesprächspartner langsam und deutlich sprechen und bereit sind zu helfen. ANNÄHERND MUTTERSPRACHLICHE KENNTNISSE Kann praktisch alles, was er/sie liest oder hört, mühelos verstehen. Kann Informationen aus verschiedenen schriftlichen und mündlichen Quellen zusammenfassen und dabei Begründungen und Erklärungen in einer zusammenhängenden Darstellung wiedergeben. Kann sich spontan, sehr flüssig und genau ausdrücken und auch bei komplexeren Sachverhalten feinere Bedeutungsnuancen deutlich machen. C2 SELBSTÄNDIGE SPRACHVERWENDUNG Kann die Hauptinhalte komplexer Texte zu konkreten und abstrakten Themen verstehen; versteht im eigenen Spezialgebiet auch Fachdiskussionen. Kann sich so spontan und fließend verständigen, dass ein normales Gespräch mit Muttersprachlern ohne größere Anstrengung auf beiden Seiten gut möglich ist. Kann sich zu einem breiten Themenspektrum klar und detailliert ausdrücken, einen Standpunkt zu einer aktuellen Frage erläutern und die Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten angeben. B2 GRUNDLEGENDE KENNTNISSE Kann Sätze und häufig gebrauchte Ausdrücke verstehen, die mit Bereichen von ganz unmittelbarer Bedeutung zusammenhängen (z. B. Informationen zur Person und zur Familie, Einkaufen, Arbeit, nähere Umgebung). Kann sich in einfachen, routinemäßigen Situationen verständigen, in denen es um einen einfachen und direkten Austausch von Informationen über vertraute und geläufige Dinge geht. Kann mit einfachen Mitteln die eigene Herkunft und Ausbildung, die direkte Umgebung und Dinge im Zusammenhang mit unmittelbaren Bedürfnissen beschreiben. A2 © www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de Quellen: eigene Darstellung auf Grundlage von www.europaeischer-referenzrahmen.de Stand: September 2016

[close]

Comments

no comments yet