IDV-Magazin 92

 

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DACHL-Heft

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Nr. 92 • Nov 2017 ISSN 1431-5181 wwwwww..iiddvvnneettzz..oorrgg

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Nr. 92 | November 2017 | www.idvnetz.org An die Leserinnen und Leser Wir freuen uns, Ihnen die Herbstausgabe 2017 des IDV-Magazins vorstellen zu dürfen. Diese widmet sich dem DACH-Prinzip – also dem Umgang mit der sprachlichen und kulturellen Vielfalt des deutschsprachigen Raums im Deutschunterricht. Nach Erfahrungsberichten – von den ABCDThesen über D-A-CH-LI-Zusammenarbeit bis zur DACHL-AG – werden aktuelle Umsetzungen der Thematik beleuchtet, u. a. an der XVI. IDT 2017 in Fribourg/Freiburg, bevor das DACH-Prinzip zum Schluss diskursiv weitergedacht wird. Gerne bedanken wir uns an dieser Stelle nochmals recht herzlich bei allen Autorinnen und Autoren dieses Hefts. Wie die vielfältigen Beiträge illustrieren, steht das „DACH“ in „DACH-Prinzip“ nicht nur für Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein, sondern auch für „Diversität als Chance“ im Fach Deutsch als Fremdsprache! Da sich das Heft dezidiert als Diskussionseinladung zum Thema DACH(L) im Deutschunterricht versteht, freuen wir uns auf Ihre Rückmeldungen (dachl@ idvnetz.org) und wünschen Ihnen hiermit eine interessante, gewinnbringende Lektüre! IDV - Der Internationale Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband Präsidentin: Marianne Hepp  Vizepräsidentin: Monika Janicka  Generalsekretärin: Puneet Kaur Schatzmeister: Benjamin Hedzic  Schriftleiter: Geraldo de Carvalho  Expertin Deutschland: Andrea Schäfer  Expertin Österreich: Sonja Winklbauer  Expertin Schweiz: Naomi Shafer hepp@idvnetz.org janicka@idvnetz.org kaur@idvnetz.org hedzic@idvnetz.org carvalho@idvnetz.org schaefer@idvnetz.org winklbauer@idvnetz.org shafer@idvnetz.org Herausgegeben von: Yvonne Herrmann-Teubel, Alina Dorota Jarząbek, Naomi Shafer Produktion: Schriftleitung des IDV Grafikdesign: Andrea Vichi | designer.andreavichi@gmail.com Für Werbeinserate im IDV-Magazin: carvalho@idvnetz.org 03

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IDV-Magazin Nr. 92 | Nov. 2017 In dieser Ausgabe Im Rückspiegel H.-J. Krumm: Von ABCD zu DACHL A. D. Jarząbek: DACHL – Eindrücke, Erfahrungen, Erinnerungen In aller Welt a. Beispiele aus der DaF-Praxis M. Herold: Online-DACHL-Quiz in 22 x 30 Sekunden M. Kienberger: DACH-Prinzip, Differenzierung und Lernendenautonomie im universitären Landeskundeunterricht in Spanien M. Tammenga-Helmantel/L. Ciepielewska-Kaczmarek/S. Jentges: Kultureller und sprachlicher Vielfalt auf der Spur: DACH(L)-Praxis in polnischen und niederländischen DaF-Lehrwerken b. Beispiele im Kontext des IDV I. Helwig: DACHL-Fundstücke-Wettbewerb: Schwein gehabt! V. Hatakka: Das IDV-DACHL-Seminar 2017 „Brücken bauen – dazugehören“. Vier deutschsprachige Länder ästhetisch und kulturreflexiv erlebt DACHL an der IDT 2017 J. Meierhofer: Die Verbandsfenster der DACHL-Länder und das DACHL-Café – ein Blick hinter die Kulissen A. Middeke: Lehrwerke, Schülerwettbewerbe und Sprachmarketing – Beispiele guter DACHL-Praxis auf der IDT 2017 S. Hägi-Mead: Klarer Auftrag bis Wien 2021: Kulturelle und sprachliche Diversität im deutschsprachigen Raum bleibt ein gemeinsames Thema DACH diskursiv weitergedacht N. Shafer/M. Baumgartner: Mehr als Länder- oder Landeskunde: Ansätze eines weitergedachten DACH-Prinzips M. Kováčová: Natur, Kultur, High-Tech – Werbung als Lernmaterial im Landeskundeunterricht R. Münder: Und Sie – Migros- oder Coop-Kind? Ein Unterrichtsvorschlag zur diskursiven Landeskunde am Beispiel zweier Schweizer Supermarktriesen J. Feike: „Die Deutschen sind fleißig, aber die Österreicher gemütlich“ – Zu kulturellen Zuschreibungen in DaF-Lehrwerken am Beispiel „Neue Horizonte“ 04 06 14 22 25 32 39 47 53 59 62 67 72 78 84

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IDV-Magazin Nr. 92 | Nov. 2017 | Im Rückspiegel Von ABCD zu DACHL HANS-JÜRGEN KRUMM 1. LANDESKUNDE DAF IM KALTEN KRIEG Die heikle Balance, die während des Kalten Krieges in der internationalen Zusammenarbeit für Deutsch als Fremdsprache zu halten war, gerät inzwischen in Vergessenheit. Teilnehmer/ innen der ersten Jahrestagungen des Internationalen Deutschlehrerverbandes (IDV) erinnern sich noch, welche Mühe es gekostet hat, diesen Verband vor der Spaltung in einen Ost- und einen Westverband zu bewahren. Aus Sicht der DDR waren Aktivitäten zu Deutsch als Fremdsprache, die von der Bundesrepublik ausgingen, Versuche, den Kommunismus und die DDR zu diskreditieren; das Goethe-Institut galt der damaligen DDR als Agentur der Bonner Regierung, es durfte zwar finanziell zur Arbeit des IDV beitragen, aber nicht offiziell in Erscheinung treten. So musste z.B. Heidrun Brückner, die den IDV-Kongress 1980 in Nürnberg für das GoetheInstitut organisierte, die Kongressvorbereitung noch über ihre Privatadresse abwickeln. Als offizieller Träger der IDTs und Partner für Deutsch als Fremdsprache wurde von der DDR damals nur die ‚Fachgruppe Deutsch als Fremdsprache’ akzeptiert, deren Vorsitzender ich damals war. Die DDR wurde im IDV durch die ‚Sektion Deutsch als Fremdsprache im Komitee für den Sprachunterricht’ vertreten, eine dem Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen verantwortliche Einrichtung, die am Herder-Institut angesiedelt war. 1 Diese Konstellation bedeutete, dass sich die Landeskunde im Deutschunterricht und in den Deutschlehrwerken bis in die 1990er Jahre hinein auf die Bundesrepublik (in den westdeutschen Lehrwerken) bzw. die Errungenschaften des Sozialismus, die DDR und einige Anmerkungen zum ‚Klassenfeind’ in den osteuropäischen Lehrwerken beschränkte. Wenige Länder wie z.B. Ungarn gingen allerdings schon früh eigene Wege und entwickelten Landeskundematerialien, die die vier deutschsprachigen Länder (wenn man die Schweiz einmal unzulässig subsumieren will) und sogar noch Liechtenstein darstellten.2 Österreich und die Schweiz tauchten, wenn überhaupt, in den gängigen Klischees auf und hatten, da der Sprachenmarkt in beiden Ländern relativ klein war und die international aktiven Verlage für Deutsch als Fremdsprache in der Bundesrepublik ansässig waren, auch keine Chance, mit eigenen Materialien auf dem Lehrmittelmarkt Fuß zu fassen. Das Goethe-Institut erarbeitete zwar auch landeskundliche Unterlagen über die DDR3, die aber von der 1Für eine genaue Darstellung vgl. B. Sorger: Der Internationale Deutschlehrerverband und seine Sprachenpolitik. Innsbruck 2012, besonders Kap. 3. 2Vgl. zum Beispiel: J. Molnár/U. Szinna: Deutschsprachiges über deutsch Sprechende. Ein Lesebuch zur Landeskunde. Budapest 1986. 3Vgl. G. Kadar u.a.: Hier und dort. Goethe-Institut, Arbeitsstelle für wiss. Didaktik, 1987-1990. 06

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IDV-Magazin Nr. 92 | Nov. 2017 | Im Rückspiegel DDR als einseitig abgelehnt wurden. So kam die DDR in den in der Bundesrepublik entwickelten Lehrwerken (und in der Regel auch im Unterricht) gar nicht oder bestenfalls in minimalem Umfang als „sowjetische Besatzungszone (SBZ)“ vor, wie umgekehrt aus der DDR-Perspektive die Bundesrepublik nur als Nachfolgestaat zu Hitlerdeutschland bzw. Vasall der USA existierte. Auf beiden Seiten war seit ca. 1980 ein Interesse zu erkennen, realistische Landesbilder auch auf der jeweils anderen Seite des Eisernen Vorhangs im DaFUnterricht und in den Lehrwerken zu verankern. Unterstützt wurde dieses Interesse durch die DaFVertreter Österreichs und der Schweiz im IDV4 und den IDV-Vorstand. Auf dem IDV-Kongress 1986 in Bern gelang es erstmals, zwischen Mitarbeitern des Goethe-Instituts (Sprachabteilung), der Fachgruppe DaF und Kollegen aus der DDR eine Zusammenarbeit im Bereich der Landeskunde zu verabreden, die nach vielem Hin und Her, wer wen wohin einladen dürfe, zu einem ersten Treffen im Oktober 1988 in München führte: Je drei Vertreter der nationalen Deutschlehrerverbände aus der DDR, Österreich, der Schweiz und der Bundesrepublik (für die außer dem Verfasser Manfred Heid und Dieter Strauss, beide Goethe-Institut, mitwirkten) trafen sich zu einem Kolloquium, dessen Ziel die Zusammenarbeit der deutschsprachigen Länder im Bereich der Landeskunde sein sollte. Das Goethe-Institut, das dieses Treffen finanzierte und organisiert hatte, durfte zwar zum Abendessen einladen, war aber als Tagungsort ebenso tabu wie als Firmenschild: Die ‚Fachgruppe Deutsch als Fremdsprache’ bot den bewährten institutionellen Rahmen. Bei diesem Treffen wurde die ABCDProjektgruppe konstituiert und ein Konzept für die Zusammenarbeit verabredet: - die Entwicklung von Prinzipien für die Darstellung der Landeskunde in Lehrwerken und Lehrerfortbildung, - die Zusammenarbeit bei der landeskundlichen Lehrerfortbildung und - die Entwicklung einer Landeskunde-Buchreihe: A (Österreich): Roland Fischer, Wolfgang Hackl und Astrid Kampel für den Österreichischen Verband Deutsch als Fremdsprache, B (Bundesrepublik): Klaus Fischer (GI), Manfred Heid (GI), Bernd Kast (GI), Dieter Strauss (GI, zeitweise), Hans-Jürgen Krumm und Ruth Eßer für die Fachgruppe DaF bzw. das Goethe-Institut C (Schweiz): Michael Langner, Edgar Marsch und Marie-Pierre Walliser (zeitweise) für die Schweizer DaF-Verbände D (Deutsche Demokratische Republik): Rainer Bettermann, Hans Marnette, Johannes Rößler, Harald Schubert, Horst Uhlemann im Auftrag der Sektion DaF. 2. ARBEIT DER ABCD-GRUPPE: THESEN UND DREI LÄNDERBÄNDE Das für den Herbst 1989 in Leipzig verabredete Folgetreffen wurde von den Kollegen der DDR wegen der Situation in Leipzig abgesagt. Im Mai 1990 traf sich die Projektgruppe dann im HerderInstitut in Leipzig (übernachtet wurde in der soeben ausgeräumten und zum Hotel umfunktionierten SED-Bezirksparteischule ‚Walter Ulbricht’): Erstmals konnte das Goethe-Institut offiziell in der DDR auftreten. Auf weiteren Treffen in Fribourg (CH) und Lenggries (BRD) wurden die „ABCDThesen zur Rolle der Landeskunde im Deutschunterricht“ formuliert und verabschiedet und 1990 4Auch wenn sie nicht offiziell als solche bezeichnet wurden, waren Vertreter der deutschsprachigen Länder (BRD, DDR, Luxemburg, Österreich, Schweiz) von Anfang an in die Gründung des IDV und die Durchführung der IDTs involviert (vgl. Sorger 2012, S. 132-151). 07

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IDV-Magazin Nr. 92 | Nov. 2017 | Im Rückspiegel in allen 4 Ländern und über den IDV publiziert5. Mit den ABCD-Thesen wurden zwei Ziele verfolgt: In der Endphase des ‚Kalten Krieges’ging es darum, Wege aus dieser Frontstellung der beiden deutschen Staaten zu zeigen und zugleich für Österreich und die Schweiz einen festen Platz in der Landeskunde zu etablieren; zugleich ging es aber auch darum, ein stärker interkulturelles Verständnis der Landeskunde zu etablieren: These 0: Landeskunde im Fremdsprachen- unterricht ist ein Prinzip, das sich durch die Kombination von Sprachvermittlung und kultureller Information konkretisiert ... ... bezieht sich exemplarisch und kontrastiv auf den deutschsprachigen Raum mit seinen nicht nur nationalen, sondern auch regionalen und grenzübergreifenden Phänomenen. Ein solches Verständnis von Landeskunde widerspiegelt das Konzept des sich herausbildenden „Europa der Regionen“. These 7: Die Stimmigkeit landeskundlicher Informationen sollte dadurch gewährleistet werden, dass eine Zusammenarbeit mit Experten der jeweils betroffenen Länder oder Regionen gesucht wird. These 19: Bei der Entwicklung landeskundlicher Materialien ist die Kooperation zwischen den Fachleuten der deutschsprachigen Länder notwendig. Eine besonders wichtige Rolle kommt dem Informationsaustausch, der Bereitschaft zur Berücksichtigung der erhaltenen Information und ihrer korrekten Wiedergabe zu. Um den ABCD-Thesen den Weg in die Praxis zu ebnen, hatte die ABCD-Gruppe bereits 1990 begonnen, Landeskunde-Bände für jedes der vier Länder mit einer einheitlichen Struktur zu erarbeiten, so dass sie sich nebeneinander legen ließen und damit zu Vergleichen zwischen den Ländern einladen konnten. Auf folgende Struktur hatte sich dieABCD-Gruppe verständigt6: 1. Geografie und Geschichte 2. Bevölkerung 3. Öffentliches Leben 4. Alltag 5. Bildungswesen 6. Kultur und Freizeit 7. Verkehr – Reisen – Tourismus 8. Umwelt 9. Wir und die anderen 10. Ein spezifisches Länderkapitel A: Österreich im Spiegel C: Die Sprachsituation der Schweiz D: Das Problem der deutschen Einheit Durch die deutsche Vereinigung wurden die zunächst für die BRD und die DDR getrennt vorbereiteten Bände zusammengelegt; aus ABCD wurde die erste DACH-Arbeitsgruppe (mit einigen personellen Veränderungen); leider führten die politischen und tw. auch institutionellen Entwicklungen zu einem verzögerten Erscheinen – die drei Bände und ein Begleitband erschienen erst 1998 5ABCD-Thesen zur Rolle der Landeskunde im Deutschunterricht. Erschienen in: Deutsch als Fremdsprache (hrsg. vom HerderInstitut) 27. Jg. 1990, Heft 5, S. 306-308; Fremdsprache Deutsch (hrsg. vom Goethe-Institut u.a.), Heft 3/1990, S. 60-61, in den Rundbriefen des Schweizer und des österreichischen DaF-Verbandes und im Rundbrief des Internationalen Deutschlehrerverbandes. 6An den Landeskunde-Bänden arbeiteten außer den o.g. Mitgliedern der ABCD-Gruppe weitere Mitglieder der beteiligten Verbände mit – A: A. Cella, M. Hirtenlehner, P. Rusch, M. Waitzbauer, E. Weillechner; D: I. Amelung, H. Kröber, V. Nitzschke, U. Zeuner; CH: M. Clalüna, B. Frischherz, K. Gut, P. Lenz, M. Roka, C. Seiler, R. Steiner-Striemer. 08

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IDV-Magazin Nr. 92 | Nov. 2017 | Im Rückspiegel unter dem Rahmentitel „Landeskunde deutschsprachiger Länder“; das Goethe-Institut hatte die Koordination des Projektes übernommen7. 3. DIE ERSTEN D-A-CH-SCHRITTE 1992 konstituierte sich im Rahmen einer IDVVertreterversammlung in Linz, in der die ABCDThesen im Mittelpunkt standen, eine D-A-CH-L Arbeitsgruppe „Integrierte Landeskunde der deutschsprachigen Länder“ mit dem Ziel, Landeskundeseminare, die den gesamten deutschen Sprachraum umfassen und sich nicht national beschränken, unter dem Dach des IDV zu entwickeln und anzubieten. Abb. 1: Umschlagseiten des Begleitbandes Landeskunde – deutschsprachige Länder. Regensburg 1998. Jedes der 10 Kapitel besteht (parallel in den drei Länderbänden) jeweils aus einem längeren Informationstext, Materialien (authentischen Texten), einem Glossar und Literaturangaben. Der Begleitband enthält grundsätzliche Überlegungen für eine länderübergreifende, integrierte Landeskunde8 sowie Anregungen zur Arbeit mit den Länderbänden und Hinweise zur Einbeziehung des Internet in dieseArbeit. Beim Erscheinen der Bände 1998 hatten die ABCDThesen längst auf anderen Wegen Eingang in die Landeskunde-Diskussion, in Curricula, Lehrwerke und die LehrerInnenfortbildung gefunden (vgl. den folgenden Abschnitt 3), so dass diese vier Bände zu spät erschienen, um noch eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Landeskunde zu spielen. Das Linzer Kolloquium gab den Anstoß für zahlreiche regionale Kolloquien auf der Grundlage der ABCD-Thesen, die zwischen 1993 und 1996 überwiegend mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus mittel- und osteuropäischen Ländern stattfanden. Sie hatten zum Ziel, MultiplikatorInnen für die Vermittlung der Landeskunde auszubilden, die dann ihrerseits auf regionalen Fortbildungsveranstaltungen ihr Wissen weitergaben und in die Curricula ihrer Länder einbrachten. In diesen Kolloquien bzw. auf deren Grundlage entstanden auch landeskundliche Dossiers, die vielfach in der LehrerInnenfortbildung genutzt wurden9. Die länderübergreifende Zusammenarbeit erhöhte nicht nur die Attraktivität der Landeskundeseminare für ausländische Deutschlehrkräfte, sie beeinflusste auch die neuen Lehrpläne und Lehrmaterialien in den mittel- und osteuropäischen Ländern. Im Vorwort zu dem Teilcurriculum ‚Landeskunde- 7Landeskunde – deutschsprachige Länder, Bd. Deutschland, Bd. Österreich, Bd. Schweiz, Begleitband. Regensburg 1998. 8Vgl. W. Hackl/ M. Langner/ H.S. Pelanda: Integrierte Landeskunde – ein (gar nicht so) neuer Begriff. Das D-A-CH-Konzept. In: H.-J. Krumm/ P.R. Portmann-Tselikas (Hrsg.): Theorie und Praxis. Österreichische Beiträge zu Deutsch als Fremdsprache. Jahrbuch 1997, S. 17 – 34. Das D-A-CH-L-Seminar 1999 fand in Innsbruck, Vaduz, St. Gallen und Konstanz statt. 9Vgl. dazu auch C. Badstübner-Kizik: Werkheft zum Curriculum Landeskunde, Kulturkunde, Geschichte. Warschau 1996. 09

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IDV-Magazin Nr. 92 | Nov. 2017 | Im Rückspiegel Kulturkunde-Geschichte’, das die Grundlage für die Ausbildung von Deutschlehrer/inne/n an den polnischen Lehrerkollegs bildete, hieß es z.B., dieses Curriculum verdanke den DACH-Kolloquien wesentliche Impulse und Anregungen. Das polnische Curriculum für die Oberschulen von 1995 formulierte in Anlehnung an die ABCD-Thesen bzw. DACH-Kolloquien folgendes Ziel: Der Deutschunterricht muss Kenntnisse über das Land und seine Menschen vermitteln und damit die Möglichkeit schaffen, eine Distanz zu eigenen Sichtweisen und Prägungen herzustellen und Fragen an die eigene Gesellschaft zu stellen. Er bietet aber auch die Chance, sich anderen Kulturen einfühlsam, tolerant und zugleich kritisch zu nähern und dadurch ethnozentrische Wahrnehmungsweisen und Einstellungen abzubauen. Er muss konstruktive Neugier wecken und die Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler fördern, sich in Alltag und Kultur der deutschsprachigen Länder hineinzuversetzen und sich mit den Menschen auszutauschen. Ehlers fasst diese erste Phase der Implementierung von ABCD/DACH-Landeskunde in ihrem (unveröffentlichten) Evaluationsbericht wie folgt zusammen: „Als Resumée bleibt festzuhalten, dass das DACH-Fortbildungsprojekt ... ein konsistentes, geschlossenes und innovatives Landeskundeprojekt darstellt, das uneingeschränkt in seiner Weiterführung zu befürworten ist.“ Damit die Weiterführung sichergestellt wird, schlägt sie eine „Institutionalisierung des Projekts, einschließlich der Kooperation der Träger-Institutionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz“ vor.10 Zieht man eine Bilanz über die erste Phase der ABCD-Zusammenarbeit, so lässt sich festhalten: - Fachlich besteht der Gewinn darin, dass die ABCD-Thesen einen entscheidenden Anstoß geliefert haben, Landeskunde weg von einer reinen Informationsbörse und hin zu einer Beschäftigung mit interkultureller Kommunikation zu entwickeln. - Als sprachpolitischer Vorteil erwies sich, dass zum Zeitpunkt der Grenzöffnungen in Mittel- und Osteuropa bereits fachliche Kontakte bestanden, Lehrmaterialien und Konzepte wie auch Diskussionsstrukturen bekannt waren, die es erlaubten, die Neuorientierung von Deutsch als Fremdsprache in Mittel- und Osteuropa in sensibler Kooperation anzugehen. - Schließlich erwies sich als wichtig, dass hier Weichen für die Zusammenarbeit der deutschsprachigen Länder miteinander gestellt wurden, die sich gerade in Mittel-, Ost- und Südosteuropa bewährt haben: So arbeiteten Vertreter/innen der Mittlerorganisationen aus allen drei Ländern z. B. in Polen unter dem Etikett ABC im Bereich der Lehrerfortbildung intensiv zusammen, was nicht nur Kosten sparte, sondern auch dazu führte, dass diese D-A-CH-Gruppe zu einem begehrten Partner polnischer Stellen wurde. ‚Wir sind nämlich nicht an Goethe-Institut, Schweizer Weiterbildungszentrale oder anderen Einrichtungen interessiert’, erklärte ein polnischer Kollege11, ‚uns geht es um die Förderung der deutschen Sprache; da wollen wir uns nicht mit Kompetenzstreitigkeiten deutschsprachiger Einrichtungen befassen, die schwächen die Stellung des Deutschen nur’. 10Siehe unveröff. Bericht von S. Ehlers (Berlin): Evaluation des DACH-Konzepts und der Kolloquienreihe (1993-1996). 11Gesprächsnotiz von einer Konferenz in Warschau 1993. 10

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IDV-Magazin Nr. 92 | Nov. 2017 | Im Rückspiegel 4. VON DER „WIENER ERKLÄRUNG“ ZU D-A-CH-LI Diese von Ehlers angemahnte Institutionalisierung wurde mit der Wiener Konferenz „Sprachen – Brücken über Grenzen. Deutsch als Fremdsprache in Mittel- und Osteuropa“ 1998, zu der die Mittlerorganisationen und Verbände, aber auch die in den Ministerien der drei Länder Zuständigen eingeladen waren, versucht. Auf Einladung des Wiener Lehrstuhls Deutsch als Fremdsprache (in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Unterrichtsministerium) kamen Vertreter aller Mittlerorganisationen sowie zahlreiche FachkollegInnen zusammen, erarbeiteten eine Zwischenbilanz der bisherigen und Leitlinien der zukünftigen Kooperation, die als „Wiener Erklärung zur Sprachförderung und Zusammenarbeit in Mittel- und Osteuropa“ am Ende des Kongresses verabschiedet wurde12. Dort heißt es u.a.: 4. Die Zusammenarbeit Österreichs, Deutschlands und der Schweiz im Bereich der Förderung des Deutschen als Fremdsprache soll dort weiterentwickelt werden, wo Effektivität gesteigert und Synergien hergestellt werden können. Zugleich kann durch Kooperation die sprachliche und kulturelle Vielfalt des deutschsprachigen Raums differenzierter vermittelt werden. 5. Die bei der Konferenz anwesenden Vertreter von Institutionen und Organisationen vereinbaren gegenseitige Information und streben in Abstimmung mit den jeweiligen Partnern in Mittel- und Osteuropa Koordination und Kooperation in wichtigen Arbeitsbereichen an. Zu diesem Zweck wird ein gemeinsamer Gesprächskreis gebildet. Der im Rahmen der Wiener Konferenz gebildete DACH-Gesprächskreis tagte zwischen 1998 und 2002 regelmäßig (Basel, Luzern, München). Wichtig war, dass parallel im Mai 1999 in der Kulturabteilung des deutschen Auswärtigen Amtes ein erstes „Abstimmungsgespräch zwischen Deutschland und Österreich zu Fragen der Förderung der deutschen Sprache“ stattfand, das die Zusammenarbeit auf beiden Ebenen, der der Mittlerorganisationen und der ministeriellen, mit dem Ziel einer dauerhaften Zusammenarbeit betonte. Im Protokoll dieses Gesprächs heißt es „Die Vertreter der Schweiz und Liechtensteins, die sich an der Zusammenarbeit im Sprachbereich beteiligen, sollen über das Ergebnis des Gesprächs unterrichtet werden“. Nach der Luzerner IDT 2001 löste sich der Gesprächskreis auf Grund von personellen und organisatorischen Veränderungen in den beteiligten Institutionen auf. Aufgegriffen wurden die ABCD-Thesen ferner bei der Entwicklung des Lehrwerks „Dimensionen“, des ersten durchgängig trinationalen DaFLehrwerks, das auch von einer trinationalen AutorInnengruppe entwickelt wurde13. Das Lehrwerk hat(te) sich zum Ziel gesetzt, den deutschsprachigen Raum auf allen Ebenen abzubilden, in der Phonetik, in Wortschatz und Grammatik sowie in der Wahl der Themen und Schauplätze: „der deutschsprachige Raum erscheint als Sprachraum mit vielen Gemeinsamkeiten, allerdings auch mit markanten Unterschieden. Regionale und länderspezifische Phänomene werden in Beziehung gesetzt und von Anfang an in allen Bereichen berücksichtigt.“14 Der IDV hat die D-A-CH-L-Seminare zur „erleb- 12Vgl. H.-J. Krumm (Hrsg.): Sprachen – Brücken über Grenzen. Deutsch als Fremdsprache in Mittel- und Osteuropa. Wien 1999, „Wiener Erklärung ...“ S. 22-23. Vgl. auch ebd. die Zwischenbilanz der D-A-CH-Mittlerorganisationen, S. 174 – 247. 13Dimensionen. Lehrwerk Deutsch als Fremdsprache. 3 Bände Magazin, Lernstationen, Unterrichtsbegleiter. Ismaning 2002 – 2006. AutorInnen: E.-M. Jenkins (D/A), R. Fischer (A), U. Hirschfeld (D), M. Hirtenlehrer (A, Bd. 1), M. Clalüna (CH). Projektbegleitung H.-J. Krumm. 14Vgl. Dimensionen. Unterrichtsbegleitung 1 (2003), S. 31 f., und Unterrichtsbegleitung 3 (2007), S. 7. 11

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IDV-Magazin Nr. 92 | Nov. 2017 | Im Rückspiegel baren Landeskunde“ zu einer festen Einrichtung gemacht, die bis heute im Vorfeld einer IDT bzw. eines IDV-Arbeitstreffens eine landeskundliche Entdeckungsreise durch diese vier Länder gestalten (s. Hatakka in diesem Heft). Auf Initiative des IDV wurde 2007 auch die DACHL-AG (wieder) begründet15(s. Jarząbek in diesem Heft). Man kann es als eine politische Anerkennung dieses jahrzehntelangen Bemühens sehen, dass die vier Außenminister von Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz am 16. August 2015 in Neuchâtel/Schweiz erneut eine verstärkte Kooperation im „D-A-CH-LI-Format“ vereinbart haben, bei der zwar sicherheitspolitische Aspekte im Vordergrund stehen, aber explizit auch die verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Förderung der deutschen Sprache in der Welt festgelegt wurde.16 Aus der Rückschau zeigt sich, dass sich die Grundgedanken der ABCD-Thesen inzwischen vielfältig im Fach Deutsch als Fremdsprache durchgesetzt haben: - im Verständnis von Landeskunde (vgl. Thesen 0, 4, 9) - in der Entwicklung von Lehrmaterial (Thesen 9 – 19) - in der Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern (Thesen 18, 21) - in der institutionellen Kooperation (These 22). Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Internationale Deutschlehrerverband die Kooperation der deutschsprachigen Länder schon in Zeiten, als dies politisch schwierig war, zu einem Kernstück seiner Arbeit gemacht hat, seit 1999 in zweijährigen Rhythmus DACHL-Seminare durchführt, die immer auch Vertreter/innen der deutschsprachigen Länder zusammenbringen, und immer wieder für Institutionalisierungen (1988 ABCD-Gruppe, 1998 DACH-Gesprächskreis, 2007 DACHL-AG) gesorgt hat.17 HANS-JÜRGEN KRUMM IST UNIVERSITÄTSPROFESSOR FÜR DEUTSCH ALS FREMDSPRACHE AM INSTITUT FÜR GERMANISTIK, FACHBEREICH DEUTSCH ALS FREMDUND ZWEITSPRACHE, DER UNIVERSITÄT WIEN (SEIT 2010 EMERITIERT) UND EHRENMITGLIED DES IDV. 15www.idvnetz.org/dachl-online/dachl-als-zusammenarbeit/dachl-ag 16www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-58357.html;www.auswaertiges-amt.de/DE/ Aussenpolitik/Laender/Aktuelle_Artikel/Schweiz/150814_Quadrilat_Neuchatel.html 17Natürlich verdankt sich diese Entwicklung auch dem kontinuierlichen Engagement einzelner Personen, die trotz wechselnder Zuständigkeiten bei den einzelnen Institutionen immer wieder Initiativen angestoßen haben. Aus der Sicht des Verfassers ist hier vor allem Frau Gertrude Zhao-Heissenberger vom österreichischen Bildungsministerium zu nennen, die seit über 20 Jahren von österreichischer Seite die DACHL-Seminare mitbetreut und sich für den DACH-Gesprächskreis und die DACHLAG eingesetzt hat.

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IDV-Magazin Nr. 92 | Nov. 2017 | Im Rückspiegel DACHL - Eindrücke, Erfahrungen, Erinnerungen ALINA DOROTA JARZĄBEK Diesen Beitrag möchte ich mit einem persönlichen Exkurs eröffnen. Bei mir hat alles seinen Anfang genommen mit meiner Teilnahme am DACH-Seminar1 2005. Die drei Seminarwochen, sowohl im Schweizer Freiburg/Fribourg als auch im deutschen Freiburg im Breisgau sowie in Graz, haben meine Sichtweise auf die deutschsprachigen Länder, ihre sprachliche und kulturelle Vielfältigkeit und die Menschen dort enorm bereichert. Dank der hervorragenden Seminarleiter/innen2 wurde meine Wahrnehmung der DACH-Länder aufmerksamer und vielseitiger sowie meine Reflexion über die Vielfalt des amtlich deutschsprachigen Raums viel intensiver. Obwohl bei den seminarbegleitenden Vorträgen, Workshops und anderen Aktivitäten damals noch keine explizite Rede von einem DACH-Prinzip war, wurden die Seminarteilnehmenden für die landeskundlichen und sprachlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den besuchten Regionen sensibilisiert. Die Teilnahme am DACH-Seminar und der unmittelbar anschließenden IDT 2005 in Graz öffneten mir auch den Weg in den IDV – zuerst als Verbandsvertreterin bei der Vertreterversammlung und bald auch im Vorstand, in dem mich die DACHL-Idee zunehmend beschäftigt hat. IDV UND DACHL-AG Eine ausführliche Geschichte des IDV und aller Aspekte seiner sprachpolitischen Tätigkeiten, darunter die geschichtlichen und inhaltlichen Hintergründe der Entwicklung des DACHPrinzips, legt Sorger (2012, 2013) vor. In einem Beitrag, den ich zur Rolle des DACH-Prinzips in der laufenden Verbandsarbeit des IDV geschrieben habe (vgl. Jarząbek 2013) war mein Anliegen, u. a. daran zu erinnern, wie die heutige DACHLArbeitsgruppe des IDV (DACHL-AG) entstanden ist. Denn obwohl bereits 1990 in den ABCDThesen3 als innovatives landeskundliches Desiderat formuliert, konnte sich der DACHL-Ansatz in der Theorie und Praxis des Deutschunterrichts auch nach der Jahrtausendwende nicht nachhaltig etablieren. So beschlossen der IDV und der ÖDaF, an der ÖDaF-Tagung im November 2007 eine Arbeitsgruppe „DACH(L)” einzuberufen, um „das DACHPrinzip wieder mit Leben [zu füllen]” (Protokoll vom 26./27. Juli 2007). Die neu entstandene Arbeitsgruppe, deren Mitglieder vor allem Vertreterinnen und Vertreter der DaF-Verbände aus dem deutschsprachigen Raum sowie des GoetheInstituts und des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur waren, 1Damals (noch) ohne Liechtenstein und damit ohne das „L“ im Akronym „DACHL“. 2CH – Peter Sauter, Martin Müller, Claudio Consani, D – Anneliese de Jonghe, Jochen Neubauer, A – Andrea Stangl, Dagmar Gilly. 3Siehe hier: www.idvnetz.org/publikationen/rundbrief/rb45.pdf. 14

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IDV-Magazin Nr. 92 | Nov. 2017 | Im Rückspiegel diskutierte ihre Erweiterung, um in den Informationsfluss weitere Mittlerorganisationen einzubinden, und formulierte ihre Ziele, z. B. Sicherstellung der Koordination des DACH(L)-Seminars, Freischaltung der DACHL-Webseite, Bestandsaufnahme der Umsetzung des DACH-Prinzips, DACH als Thema für ein Arbeitstreffen des IDV und für die IDTs4. Getragen wird diese Idee in gemeinsamer Festlegung von Grundsätzen und Vorgangsweisen durch die Mittlerorganisationen und weitere Akteure im Umfeld des Faches Deutsch als Fremdsprache unter der Ägide des Internationalen Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverbandes (IDV)6. MITGLIEDER DER DACHL-AG DAS DACH-PRINZIP Die DACHL-AG konstituierte sich somit im November 2007 in Wien mit dem Ziel, den DACHGedanken als ein Landeskundekonzept für den DaF-Unterricht zu entwickeln und optimal zu sichern (Pucharski 2009: 112). Ein ganz wichtiger Schritt war dabei die Einigung der damaligen Mitglieder der DACHL-AG 2008 auf eine Definition des DACH-Prinzips5, die 2013 in der vorliegenden Form im Sammelband „DACH-Landeskunde” (Demmig u. a. 2013: 11f.) publiziert wurde: Das DACH-Prinzip geht von der grundsätzlichen Anerkennung der Vielfalt des deutschsprachigen Raumes im Rahmen des Unterrichts der deutschen Sprache, der Vermittlung von Landeskunde, der Produktion von Lehrmaterialien sowie der Aus- und Fortbildung von Unterrichtenden aus. In der Umsetzung bedeutet dies – im gemeinsamen Bemühen um die Stützung und Förderung des Deutschunterrichts weltweit – die gleichwertige Einbeziehung der unterschiedlichen sprachlichen und landeskundlichen Dimensionen des deutschsprachigen Raumes im Rahmen wissenschaftlicher Arbeiten, in Aktivitäten der Mittlerorganisationen, in der Entwicklung von Konzepten und Projekten sowie in allen Formen der Präsentation fachlicher Aktivitäten, vor allem aber auch in der Praxis des Unterrichts. Die DACHL-AG ist in den letzten Jahren gewachsen und besteht zurzeit aus insgesamt 19 Vertreterinnen und Vertretern folgender Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverbände, von Mittlerorganisationen sowie aus einer Gruppe von Expertinnen und Experten: - Deutschland (D): Fachverband Deutsch als Fremdsprache (FaDaF), Goethe-Institut, als Gast Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) und Deutsche Auslandsgesellschaft (DAG), interDaF als Ausrichter der DACHL-Seminare in Deutschland; - Österreich (A): Österreichischer Verband für Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache (ÖDaF), Bundesministerium für Bildung (Österreichisches Auslandsschulwesen), als Ausrichter der DACHLSeminare in Österreich Referat „Kultur und Sprache“ im BMB; - Schweiz (CH): Arbeitskreis Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache in der Schweiz (AkDaF), Verein der Lehrenden für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an Hochschulen in der Schweiz (Ledafids), EDA (Präsenz Schweiz) (Mandat ZHAW), EDK / SBFI (Mandat ZEM CES), als Ausrichter der DACHL-Seminare in der Schweiz ZHAW; - Liechtenstein (L): Vertreter/in DaF/DaZ-Angelegenheiten des Fürstentum Liechtensteins, - Internationaler Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband (IDV): ein oder mehrere delegierte Vorstandsmitglied(er). 4Quelle: Protokoll der Arbeitsgruppe DACH(L), Wien 24.11.2007 – interne Unterlage des IDV. 5Vgl. Bettermann, Rainer (2010): „D-A-CH-Konzept, das“. In: Barkowski, Hans/Krumm, Hans-Jürgen (Hg.): Fachlexikon Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Stuttgart: UTB; Francke: 41. 6www.idvnetz.org/dachl-online/dachl-im-fach-dafdaz/dach-prinzip 15

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