Sport in Hessen 22

 

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Titelthema Jahreshauptversammlung

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Nr. 22 | 28. Oktober 2017 | 71. Jahrgang Titelthema Tipps für eine erfolgreiche Mitgliederversammlung Tägliche Sportstunde Kinzigtalschule und TV Lieblos kooperieren Verlässliche Förderung Fünf Millionen Euro für Hessens Sportvereine

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EDITORIAL Editorial Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde, „Sport bildet und bewegt in Schule und Verein“ lautet der Titel einer Kampagne, die wir im Sommer gestartet und von der wir an dieser Stelle schon mehrfach berichtet haben. Ein wichtiger Baustein der Kampagne sind unsere Anstrengungen, in jedem Sportkreis (mindestens) eine Grundschule zu finden, die eine tägliche Sportstunde anbietet. Mittlerweile konnten wir fünf Schulen zur Teilnahme bewegen, Gespräche mit weiteren Schulen laufen. Wie sich die tägliche Sportstunde an einer Schule in Kooperation mit einem örtlichen Sportverein darstellt, zeigt unser Bericht über die Kinzigtalschule und den TV Lieblos auf Seite 10 dieser Ausgabe. Die strukturierte Zusammenarbeit mit Schulen vor Ort ist in einem anderen Kontext jetzt auch in Gießen und Wetzlar intensiviert worden. Die Goetheschule Wetzlar, eine Partnerschule des Leistungssports, bildet mit der Lahntalschule in Lahnau einen wichtigen Dreh- und Angelpunkt im neu eingerichteten „Regionalen Ta­ lentzentrum Wetzlar“. Gemeinsam mit den Fachverbänden werden im Rahmen des Landesprogramms „Talentsuche – Talentförderung“ sportlich besonders talentierte Schüler in fünf Sportarten gezielt gefördert. Gleiches gilt seit Kurzem auch für die Liebigschule in Gießen, ebenfalls Partnerschule des Leistungssports. Auch die Liebigschule ist in das Projekt „Regionales Talentzentrum“ – hier für den Standort Gießen – involviert. Einzelheiten dazu stellen wir auf Seite 22 vor. Komplettiert wird das Thema Leistungssport in unserer heutigen Ausgabe durch einen Bericht über Alexander Wieczerzak. In unserer Serie „Hessische Erfolgsgeschichten“ porträtieren wir den Judo-Weltmeister, der gleichzeitig zu „Hessens Sportler des Jahres 2017“ gewählt wurde. Themenwechsel: Die wenigen Wochen bis zum Jahreswechsel sind schnell vorbei. Dann steht für viele Sportvereine bereits die Mitgliederversammlung vor der Tür. Unser heutiges Titelthema beschäftigt sich mit den Fallstricken einer Jahreshauptversammlung und gibt wichtige Tipps und Hinweise. Der DOSB-Gleichstellungspreis, mit dem Sabrina Steffens aus Baunatal ausgezeichnet wurde, ein Fachtag zum Thema „Sport- und Bewegungsräume“ in Kassel, ein Bericht über den SC Budokan Maintal, der den 2. Preis beim ODDSET Zukunftspreis gewonnen hat und vieles mehr bildet weitere Inhalte der vorliegenden Ausgabe. Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihre Dr. Susanne Lapp SIH 22 / 28.10.2017

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2 INHALT Inhalt 4 Titelthema Die Jahreshauptversammlung 8 ODDSET Zukunftspreis Preisträger: Budokan Maintal 10 Bewegtes lernen Sport bildet und bewegt in Schule und Verein 12 DOSB-Gleichstellungspreis Baunatalerin Sabrina Steffens geehrt 14 Sportinfrastruktur Wandel gemeinsam gestalten 15 Sport und Gesundheit Know-how für die Prävention 16 Sport und Geschichte Historischer Erfolg vor mehr als 100 Jahren 17 Aus der Praxis Der Übungsleiter 21 Alexander Wieczerzak Mit Fleiß und Disziplin zum WM-Titel 28 Neue Bücher Lesenswertes rund um den Sport 24 Bildungsakademie Fachtag Pflege und Bewegung 32 Sportjugend Jugendhauptausschuss Impressum Herausgeber: Landessportbund Hessen e. V. (lsb h); Otto-FleckSchneise 4, 60528 Frankfurt, Tel.: 069/6789 -0 Verantwortlich für den Inhalt: Dr. Susanne Lapp, Vizepräsidentin für Kommunikation und Marketing, Glauburgstraße 11, 60318 Frankfurt. Redaktion: Leitung Ralf Wächter (RW), Isabell Boger (ib), Markus Wimmer (maw), Otto-Fleck-Schneise 4, 60528 Frankfurt. So erreichen Sie uns: Ralf Wächter, rwaechter@lsbh.de, Tel.: 069/6789 -262; Isabell Boger, iboger@lsbh.de, Tel.: 069/ 6789-267; Markus Wimmer, mwimmer@lsbh.de, Tel. 069/6789-437; Fax: 069/6789-300. Verlag: Pressehaus Bintz-Verlag GmbH & Co. KG, Waldstraße 226, 63071 Offenbach Druck und Vertrieb: Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG, Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel. Abonnementverwaltung: Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel, Tel.: 0561/60280-452, Fax: 0561/60280-499, E-Mail: abo-sih@dierichs-druck.de Anzeigen Nord/Mitte: Claudia Brummert, Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel, Tel.: 0561/60280-180, Fax: 0561/60280-199, E-Mail: brummert@ddm.de Anzeigen Süd: Torsten Wethlow, Waldstraße 226, 63071 Offenbach, Tel.: 069/85008-368, Fax: -394, E-Mail: sih@op-online.de Sport in Hessen erscheint vierzehntägig zum Wochenende Bezugspreis: Jährlich Euro 51,11 einschl. Postgebühren und MwSt. Bestellungen für Vereine beim Landessportbund Hessen e. V., für Privatpersonen bei Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung der Verfasser wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bilder wird keine Gewähr übernommen. Eine Rücksendepflicht besteht nicht. Titelfoto: In wenigen Wochen stehen für viele Vereine die satzungsgemäßen Mitgliederversammlungen an. Dabei gilt es Regularien zu beachten und Fallstricke zu vermeiden. Und wenn eine Mitgliederversammlung zudem noch gut besucht sein soll, bedarf es zusätzlicher Vorbereitungen. Unser heutiges Titelthema gibt dazu Hilfestellungen. Foto: Thinkstock www.landessportbund-hessen.de SIH 22 / 28.10.2017

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AKTUELLES 3 „Bedürfnisse der Sportler ernst nehmen“ Landessportbund unterstützt Ziele des Vereins „Athleten Deutschland“ Der Landessportbund Hessen (lsb h) hat mit Sympathie die Gründung des Vereins „Athleten Deutschland“ verfolgt. „Wir befürworten das Ziel des Vereins, die Bedürfnisse der Athleten bei der Spitzensportförderung noch mehr in den Fokus zu rücken und damit beste Bedingungen für ihren Sport zu schaffen“, sagt lsb h-Präsident Dr. Rolf Müller in Frankfurt. Zwar sei auch im Zusammenhang mit der anstehenden Spitzensportreform des DOSB immer wieder die Rede davon gewesen, die Sportler in den Mittelpunkt zu stellen. „Im Laufe des Reformprozesses wurde dies von den Athleten aber immer mehr als leeres Versprechen wahrgenommen – sonst hätte es die Gründung des Vereins ,Athleten Deutschland‘ wohl nicht gegeben“, formuliert Müller deutlich. Als bestes Beispiel dafür sieht er das im Reformprogramm vorgesehene Grundprinzip der Konzentration. „Es kann nicht sein, dass Verbände ihre Athleten zum Umzug zwingen wollen, selbst wenn am neuen Standort keine besseren Bedingungen herrschen und der Athlet sein komplettes Umfeld samt Studien- oder Ausbildungsplatz zurücklassen muss“, sagt der lsb h-Präsident. Beispiel Kathrin Thoma Als Beispiel führt er die Leichtgewichtsruderin und Vize-Weltmeisterin Kathrin Thoma an, die für die Frankfurter Rudergesellschaft Germania 1869 startet. Sie weigerte sich, der Forderung ihres Verbandes zu folgen und an den Stützpunkt nach Berlin zu wechseln. Als Reaktion darauf wurden ihr wichtige Fördergelder und ein Stipendium gestrichen. „Die Folge ist, dass Kathrin Thoma sich nun verstärkt selbst finanzieren muss. Dadurch sinken ihre Chancen, ihre sportlichen Leistungen zu verbessern“, erklärt Werner Schaefer, Leiter des Olympiastützpunktes Hessen. „In Hessen haben wir mit Olympiasieger Fabian Hambüchen und Weltmeister Marco Koch gleich zwei Weltklasse-Athleten, die ihren ganz eigenen Weg gegangen sind, sich gegen das Training an einem Bundesstützpunkt entschieden haben und trotzdem – oder gerade deshalb – auch international sehr erfolgreich waren bzw. sind“, so Schaefer weiter. Bereits im Februar hatten sich Müller und er deshalb gegen eine prinzipielle Zentralisierung ausgesprochen – eine zentrale Forderung, die nun auch vom Verein „Athleten Deutschland“ vertreten wird. Auf Augenhöhe begegnen „Natürlich hätte ich es für besser empfunden, wenn die Gründung des neuen Vereins nicht nötig geworden wäre. Dazu hätte der Deutsche Olympische Sportbund aber frühzeitig die Kompetenzen der Athletenkommission stärken und die Vertretung weiter professionalisieren müssen“, ist Landessportbund-Präsident Müller überzeugt. Den großen Nachbarn vom DOSB rät er deshalb nun, die Bestrebungen der Athleten ernst zu nehmen und dem neu gegründeten Verein auf Augenhöhe zu begegnen. „Uns alle verbindet der Wunsch, dass Deutschland von erfolgreichen, aber auch glücklichen Athleten vertreten wird. Gemeinsam sollten wir deshalb an einer Verbesserung der Bedingungen arbeiten. Der Landessportbund Hessen sichert hier gerne seine Zusammenarbeit zu.“ Auf Landesebene, so Müller, habe man bereits erste Schritte in diese Richtung unternommen: Unter dem Oberbegriff „Hessischer Weg“ stehen Landessportbund, Olympiastützpunkt, die Stiftung Sporthilfe Hessen und das Hessische Ministerium des Innern und für Sport seit Monaten in regem Austausch, um zusammen mit Trainern und Athleten die Rahmenbedingungen vor allem im Nachwuchsbereich zu verbessern.  Isabell Boger Dr. Rolf Müller seit 20 Jahren im Amt Landessportbund-Präsident feiert Jubiläum Zwei Jahrzehnte steht Dr. Rolf Müller inzwischen an der Spitze des Landessportbundes Hessen: Am 25. Oktober 1997 war der Gelnhäuser auf dem XXI. Ordentlichen Sportbundtag zum Präsidenten des Dachverbandes des organisierten Sports in Hessen gewählt worden. Unter Müllers Führung hat sich die mit über zwei Millionen Mitgliedern größte Personenvereinigung Hessens kontinuierlich weiterentwickelt. „Der organisierte Sport steht heute nicht nur dafür, Menschen in Bewegung zu bringen. Er nimmt sich auch immer stärker gesellschaftlichen Herausforderungen an: Er kümmert sich um Integration und Inklusion, reagiert auf die veränderten Bedürfnisse einer älter werdenden Gesellschaft und die Weiterentwicklung von Sportanlagen. Dass wir in Hessen hier gut aufgestellt sind, ist auch unserem Präsidenten und seinen Stellvertretern zu verdanken“, sagt Ralf Koch, Hauptgeschäftsführer des lsb h. Müller habe zudem das sportpolitische Profil des Landessportbundes geschärft und einen großen Anteil daran, dass Sport als Staatsziel in der Landesverfassung verankert wurde. Der heute 69-Jährige war lange Jahre Sprecher der Landessportbünde und hat sich auch über die Grenzen des Bundeslandes hinaus als starke Stimme des deutschen Sports etabliert. Auch im Hinblick auf die nun anstehende Spitzensportreform hat sich der Landessportbund-Chef früh und klar positioniert – immer mit dem Ziel vor Augen, bestmögliche Bedingungen für den Sport in Hessen und seine Akteure zu schaffen. ib SIH 22 / 28.10.2017

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4 TITELTHEMA Der Weg zur erfolgreichen Mitgliederversammlung Was es bei der Vorbereitung und Durchführung von Jahreshauptversammlungen zu beachten gilt und wo mögliche Fallstricke lauern Das Jahr neigt sich dem Ende zu und viele Vereine ziehen allmählich Bilanz. Der Abschluss der Kasse wird vorbereitet, in den Abteilungen werden die Jahresaktivitäten gelistet. Das Ziel ist klar: In absehbarer Zeit gilt es, die Vereinsmitglieder über das abgelaufene Geschäftsjahr zu informieren. Die Jahreshauptversammlung steht vor der Tür und damit eine „Pflichtversammlung“, die sowohl bei den ehrenamtlich Verantwortlichen als auch bei den Mitgliedern nicht immer reine Freude aufkommen lässt. Für den „Frust“ beider Seiten gibt es oftmals nachvollziehbare Gründe. Die Mitglieder hätten kein Interesse und kämen deshalb nicht, beschweren sich die Vorstandsmitglieder. Die Versammlungen seien langweilig und zu wenig „auf dem Punkt“, erklären Mitglieder ihr Fernbleiben. Wie sich Mitgliederversammlungen interessanter gestalten lassen, welche Formalitäten beachtet werden müssen und auch welche Fallstricke es zu vermeiden gilt, soll nachfolgend skizziert werden. Vorab: So unterschiedlich wie die Strukturen der knapp 7.800 im Landessportbund organisierten hessischen Sportvereine sind zum Teil auch deren Satzungen. Die folgenden Hinweise können daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Sie sind vielmehr als Anregung zu verstehen und sollen Denkanstöße geben. Für Vereine, die weitere Informationen suchen, hat Dr. Frank Weller, Vorsitzender des Landesausschusses Recht, Steuer und Versicherung (LA-RSV) des Landessportbundes Hessen e. V. einen Tipp. „Nutzen Sie unser Vereinsberaterportal“, sagt der Rechtsexperte und verweist auf die Internetpräsenz www.lsbh-vereinsberater.de. „Wenn Sie im Suchfeld oben rechts den Begriff ,Mitgliederversammlung‘ eingeben, erhalten Sie viele wichtige und ausführliche Hinweise“, lautet Wellers Rat. Und noch etwas legt er den Vereinsvorständen ans Herz. Weller: „Die Mitgliederversammlung ist ein gesetzlich vorgeschriebenes und daher absolut notwendiges Vereinsorgan. Bitte bereiten Sie die Versammlung sorgfältig vor und achten Sie auf notwendige Abläufe und Formalitäten“, so die eindringliche Bitte. Die zu beachtenden Formalitäten beginnen dabei bereits im Vorfeld. Die Einladung zur JHV Der erste Fallstrick in Sachen ordnungsgemäßer Mitgliederversammlung lauert bei der Einladung der Mitglieder. Hier gilt es, Form und Frist zu wahren, will man als Vorstand keine unliebsamen Überraschungen erleben. „Die Einladungsfrist und -form ist in der Vereinssatzung geregelt. Das ist die unbedingt einzuhaltende Vorgabe“, erläutert Steffen Kipper, Geschäftsbereichsleiter Vereinsmanagement des Landessport- OBEN Mitglieder zu bewegen, die Jahreshauptversammlung ihres Vereins zu besuchen, ist nicht immer einfach. Bild: fotolia SIH 22 / 28.10.2017

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TITELTHEMA 5 bundes Hessen. „Dabei“, so Kipper, „ist das Eingangsdatum der Einladung bei den Vereinsmitgliedern maßgeblich. Es sei denn, in der Satzung ist hierzu eine andere Regelung festgelegt.“ Wichtig ist der Hinweis aber vor allem dann, wenn die Satzung die Einladung via Presse vorsieht. „Berücksichtigen Sie den Erscheinungstermin der Zeitung, in der Sie die Einladung veröffentlichen wollen. Wählen Sie im Zweifel eine frühere Ausgabe, um auf der sicheren Seite zu sein.“ Im Zweifel sei eine Absprache mit der zuständigen Redaktion ein guter Weg, so der Fachmann. Aber auch bei der Einladung auf dem Postweg muss die Frist gewahrt werden. „Verschicken Sie die Einladung lieber ein paar Tage zu früh“, so der Tipp. Augenmerk müsse aber auch auf Form und Inhalt der Einladung gerichtet werden, erläutert Kipper weiter. Die zu versendende Tagesordnung ist dabei der wichtigste Punkt. Die Tagesordnung Die Tagesordnung listet detailliert alle Themen auf, mit der sich die Mitgliederversammlung beschäftigen wird. Verallgemeinerungen sind nicht zulässig. Steffen Kipper: „Wenn beispielsweise Vorstandswahlen anstehen, müssen alle Vorstandspositionen, die zu besetzen sind, benannt werden. Ein allgemeiner Punkt ,Vorstandswahlen‘ reicht nicht.“ Kommt es dann zur Wahl, ist unter Umständen der „Einsatz“ eines Wahlleiters und von Wahlhelfern sinnvoll. Dies vor allem dann, wenn der gesamte Vorstand neu gewählt werden muss. (Dass Wahlleiter und -helfer von der Versammlung benannt werden müssen und diese Punkte in der Tagesordnung aufzulisten sind, versteht sich.) Vorab ist ebenfalls zu klären, ob die Satzung geheime Wahlen vorsieht. Ist dies der Fall, sind Wahlzettel vorzubereiten. Die enthalten idealerweise einen Hinweis, welche Position gewählt wird. Damit wird gleichzeitig ein Missbrauch des Stimmrechtes verhindert. Der Wahlleiter jedenfalls kündigt die Wahl der jeweiligen Position an und fragt nach Vorschlägen aus der Versammlung für Kandidaten. Der Wahlleiter sammelt diese Vorschläge zunächst. Gibt es keine weiteren Vorschläge mehr, fragt er die Kandidaten, ob Sie im Falle ihrer Wahl zur Annahme des Amtes bereit sind. Dann wird Titelthema: unter denen, die ihre Bereitschaft erklärt haben, gewählt. Der Weg zur erfolgreichen Mitgliederversammlung Bei geheimer Wahl sammeln die Wahlhelfer die Stimmzettel ein und zählen diese an einem geeigneten Ort aus. Sie führen über die abgegebenen Stimmen Protokoll, listen also auf, welcher Kandidat wie viele Stimmen erhalten hat. Der Wahlleiter verkündet im Anschluss das Ergebnis, indem er die auf die jeweiligen Kandidaten entfallenen Stimmen bekanntgibt. Satzungsänderungen Noch diffiziler wird es bei Satzungsänderungen. „Wenn Passagen der Satzung geändert werden sollen, dann muss der Vorschlag für die Änderung entweder in die Tagesordnung aufgenommen werden oder als Anlage beigefügt werden. In diesem Fall ist in der Tagesornung auf die Anlage hinzuweisen“. Wer das als Vorstand übersehe, müsse damit rechnen, „dass das Amtsgericht eine Wiederholung der Versammlung verlangt“, stellt Dr. Weller fest. Kann offen gewählt werden und es stehen mehrere Kandidaten zur Wahl, empfiehlt sich die Bildung einer alphabetischen Wahlreihenfolge. Die Wahlhelfer notieren die auf die jeweiligen Kandidaten entfallenen Handzeichen und leiten das Ergebnis an den Wahlleiter weiter. Der verkündet das Ergebnis. Rechtsexperte Dr. Weller: „Auch hier muss das Ergebnis später belegbar sein. Soll heißen: Es ist ein Protokoll zu führen.“ Abstimmungen Apropos Amtsgericht. Protokolle der Jahreshauptversammlung sind dem zuständigen Amtsgericht unaufgefordert einzureichen. Gerade nach erfolgter Satzungsänderung muss die Pflicht zwingend beachtet werden. Aber auch Veränderungen innerhalb des Vorstandes, gerade wenn es sich um den vertretungsberechtigten Vorstand handelt, sind für das Gericht relevant. Wahlen zum Vorstand Wie bereits dargestellt, sind anstehende Vorstandswahlen in der Tagesordnung detailliert zu benennen. Der Wahlvorgang selbst ist in der Satzung geregelt. Achtung: Schreibt die Satzung die Abstimmung über jede einzelne Vorstandsposition vor – das ist in der Regel der Fall – so muss auch jede Position einzeln gewählt werden. Die beliebte, weil Zeit sparende, Form der Blockwahl ist unzulässig und führt im Zweifel zur Wiederholung der Versammlung. Die Abstimmung über Satzungsänderungen erfolgt in der Regel offen. Es empfiehlt sich, jede geplante Änderung einzeln abzustimmen. Darauf weist Dr. Weller hin. Wichtig, so der LA-RSV-Vorsitzende sei auch, dass der Versammlungs-/Wahlleiter prüfe, wie Stimmenmehrheit satzungsgemäß definiert ist. Zu guter Letzt: Das Protokoll Über jede Mitgliederversammlung muss Protokoll geführt werden. Dazu wählt die Versammlung einen Protokollführer. In der Regel ist dies der Schriftführer des Vereins. Die ideale Form des Protokolls stellt kurz und knapp die Tagesordnungspunkte und die Ergebnisse von Wahlen und Abstimmungen dar. Auf die wörtliche Wiedergabe von Redebeiträgen sollte verzichtet werden. Ralf Wächter Informationen und Tipps zur Durchführung einer Mitgliederversammlung gibt es online im Vereinsberaterportal unter www. lsbh-vereinsberater.de SIH 22 / 28.10.2017

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6 Förderer und Politiker einladen Wann die Einladung von kommunalen Würdenträgern und Sponsoren Sinn macht Sie sind wichtig für den Verein, unterstützen, helfen, vermitteln Kontakte. Oft genug sind es gerade ihr Einfluss und ihr Wohlwollen, die dem Verein helfen. Die Rede ist von örtlichen Politikern, von Inhabern größerer Betriebe mit Sitz im Einzugsbereich des Vereins oder von Entscheidungsträgern bedeutender Institutionen. Vielen von ihnen ist der Verein zu Dank verpflichtet und sollte diesen Dank auch zeigen. Ob eine Einladung des genannten Personenkreises zur Mitgliederversammlung der richtige Weg dazu ist, hängt vom Einzelfall ab. Zunächst stellt sich die Frage nach der Bedeutung der Jahreshauptversammlung. Handelt es sich um eine „reguläre“ Mitgliederversammlung ohne besondere Höhepunkte wie beispielsweise Vorstandsneuwahlen, außergewöhnliche Ehrungen oder ähnliches, ist über die Einladung des Bürgermeisters, des Ortsvorstehers oder anderer politischer Mandatsträger kritisch nachzudenken. Gerade dieser Personenkreis hat ohnedies einen prall gefüllten Terminkalender und freut sich über ein freies Wochenende. Stehen aber Vorstandswahlen an oder wird die anstehende Mitgliederversammlung mit der Vorstellung eines neuen Angebots verbunden, das maßgeblich durch die Kommune ermöglicht worden war, versteht sich die Einladung kommunaler Würdenträger wie von selbst. Dank an Förderer und Sponsoren Anders stellt sich möglicherweise die Situation im Bereich der Förderer und Sponsoren dar. Unter Umständen bietet gerade die aller Voraussicht nach thematisch überschaubare Mitgliederversammlung Platz und Raum für Dank und/oder Ehrungen. Dabei gilt es, drei Dinge zu beachten: 1. Der Vorstand muss die voraussichtliche Beteiligung der Mitglieder an der Versammlung realistisch einschätzen. Die Ehrung eines Förderers oder eines Sponsoren vor lediglich einer Handvoll Gäste ist eher kontraproduktiv. 2. Das Dankeschön oder die Ehrung braucht einen angemessenen Rahmen, in dem das Engagement des Förderers angemessen dargestellt wird. Ein eigener Tagesordnungspunkt ist dabei selbstverständlich. 3. Der obligate Händedruck und der offen ausgespro- chene Dank sind selbstverständlich, aber möglicher- weise zu wenig. Geschenke wie ein handsigniertes Foto der Liga-Mannschaft oder sonstiger „Vereins-Devotio- nalien“ sind persönlich und angemessen.  RW TITELTHEMA Die Presse ist immer dabei Tipps für den Umgang mit Medienvertretern Was nutzt das beste Vereinsangebot, wenn die Öffentlichkeit darüber nichts erfährt? Die Antwort auf diese Frage liegt auf der Hand. Die Einladung der Presse zur Mitgliederversammlung ist daher selbstverständlich. Titelthema: Der Weg zur erfolgreichen Mitgliederversammlung Die Einladung lässt sich mit der Bitte um Ankündigung der Versammlung verknüpfen. Dabei sind die Erscheinungstermine des jeweiligen Mediums zu beachten. Generell gilt: Ankündigungen, die zu früh erfolgen, werden gerne vergessen. Zu spät eingereichte Ankündigungen werden möglicherweise nicht mehr abgedruckt. Der Einladung zur Teilnahme an der Mitgliederversammlung sollte auf jeden Fall mit einer Rückantwort versehen werden. Ein wenig altmodisch, aber immer noch praktiziert, ist ein beigefügtes Rückantwort-Fax. Modern und einfach zu handhaben ist ein digital ausfüllbares und per Mail zurück zu sendendes PDF-Dokument. Aber auch die „formlose“ Rückmeldung per EMail oder Telefon erfüllen ihren Zweck. Wenn Journalisten dann vor Ort sind, sollten wir einige Dinge beachten. Haben sich mehrere Medienvertreter angekündigt, macht ein „Pressetisch“ Sinn. Und selbstverständlich versorgen wir die Journalisten mit allen Unterlagen, die bereits vor der Versammlung gefertigt worden sind. Der Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden, der Kassenbericht, die Berichte aus den einzelnen Abteilungen etc. gehören dazu. Stehen Ehrungen an, erhält die Presse eine Liste mit den Namen (und Vornamen!) der zu Ehrenden, den Gründen der Ehrung (bspw. langjährige Vereinszugehörigkeit) sowie der Art der Auszeichnung (Ehrennadeln, Treueurkunde o.ä.). Wichtig ist es zudem, sich im Vorfeld Gedanken um mögliche Fotos zu machen. Vor welchem Hintergrund platzieren wir beispielsweise die zu Ehrenden für das obligate Gruppenfoto? Gibt es eine andere Möglichkeit für das ebenfalls oft übliche Vorstandsfoto, als die langweilige Szene am Vorstandstisch? Ganz wichtig: Die Fotografen müssen wissen, wen sie fotografieren. Bei Bedarf sollte man die Anfertigung einer Namensliste anbieten. Letztlich: In der Regel werden die Pressevertreter nicht über die gesamte Versammlungsdauer anwesend sein. Daher sollte ein Ansprechpartner für ein Telefo- nat am nächsten Tag zwecks weiterer Informationen genannt werden. Dass dabei eine feste Uhrzeit verein- bart wird und der Ansprechpartner dann auch erreich- bar ist, versteht sich von selbst. RW SIH 22 / 28.10.2017

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TITELTHEMA Hinweise zum Ablauf Mitgliederversammlungen effizient und interessant gestalten Gelangweilte Gäste, ein überforderter Versammlungsleiter, Unruhe im Saal: Wer hat nicht schon Mitgliederversammlungen dieser Art erlebt? Wer sich als Vorstand freilich an einige Regeln hält wird „seine“ Versammlung interessant, geordnet und erfolgreich über die Bühne bringen. Hier ein paar Tipps. 1. Die Mitglieder sollen sich während der Versammlung wohl fühlen. Ein freundlich gestalteter Versammlungsort gehört ebenso dazu, wie die Versorgung mit Getränken. Die Bedienung sollte im Vorfeld um „zurückhaltendes“ Auftreten und möglichst störungsfreies Servieren der Bestellungen gebeten werden. 2. Rechenschaftsberichte müssen kurzwei- lig und prägnant sein. Ausführliche Erläuterungen jeder noch so kleinen Be- gebenheit des abgelaufenen Ge- schäftsjahres ermüden. Interessant und wichtig sind lediglich die we- sentlichen Fakten. Titelthema: Der Weg zur erfolgreichen 3. Wer Technik wie Beamer zur Mitgliederversammlung Verfügung hat, sollte diese ein- setzen. Übersichtlich gestaltete Präsentationsfolien (Achtung: Pro Folie nur wenige Punkte, Texte in ad- äquater Größe, Bilder oder Grafiken zur Er- läuterung und Auflockerung) generieren Aufmerksamkeit und Verständnis. Ganz wichtig: Weniger ist auch hier mehr! 4. Wenn Grußworte von Gästen geplant sind, im Vorfeld die Redezeit festlegen. Je kürzer je besser, lautet die Devise. 5. Der Versammlungsleiter muss die Vereinssatzung kennen und die Tagesordnung im Blick haben. Ausschweifende und/oder unsachliche Redebeiträge sollte er freundlich, aber bestimmt, unterbrechen. 6. Nur in den seltensten Fällen müssen Mit- gliederversammlungen länger als zwei Stunden dauern. Lange Versammlungen ermüden und bleiben oft ohne zufrieden- stellendes Ergebnis. RW OBEN Mit guter Vorbereitung lassen sich auf der Mitgliederversammlung auch unangenehme Themen meistern. Grafik: R. Wächter Unangenehme Punkte Mit guter Vorbereitung unsachliche Diskussionen vermeiden In jedem Verein müssen irgendwann im Rahmen der Mitgliederversammlung vermeintlich „unangenehme Punkte“ diskutiert werden. Ob Beitragserhöhung, veränderte Nutzungszeiten der Sportanlagen oder zusätzliche Kursgebühren – die Kritik an solchen Notwendigkeiten ist vorhersehbar. Genau hier setzt die Vorbereitung an. Bereits bei der Einladung der Mitglieder wird das anstehende Thema im Begleitschreiben zur Tagesordnung kommuniziert und im Anriss erläutert. Beispiel: Die möglicherweise notwendige Beitragserhöhung wird stichhaltig mit Hinweis auf die gestiegenen Energiekosten zum Unterhalt des Vereinsheims erklärt. In der Versammlung selbst wird der Sachverhalt mit nüchternen Fakten belegt. Dazu gehört, den Anstieg der Energiekosten der letzten Jahre aufzuzeigen und gleichzeitig den Anteil dieser Kosten am Gesamthaushalt zu verdeutlichen. Zudem werden angestellte Überlegungen zu alternativen Finanzierungsmöglichkeiten aufgezeigt und es wird erklärt, warum diese Überlegungen nicht greifen können. Am Ende der Argumentationskette muss die Beitragserhöhung als einige Alternative stehen. Sinn macht es, das Thema im Vorfeld der Versammlung mit fachkundigen Mitglie- dern zu erörtern und um Unterstützung in der Versammlung zu bitten. Dadurch lassen sich oft unsachliche und zeitraubende Dis- kussionen vermeiden. RW SIH 22 / 28.10.2017 7

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8 ODDSET ZUKUNFTSPREIS „Glücksmomente schaffen“ 2. Platz beim ODDSET Zukunftspreis: Beim Sport Club Budokan Maintal können geflüchtete Kinder Kampfsport im Verein treiben und so das Erlebte zumindest für einen kurzen Moment vergessen Viele reden von Integration“, sagt Ervin Susnik, „wir versuchen sie“. Der Vorstandsvorsitzende des Sport Clubs Budokan Maintal weiß, dass Sport ein guter Weg sein kann, um einen schwierigen Alltag für einen Moment zu vergessen, und um Menschen zueinander zu bringen. „Wir wollen als Sportverein helfen: Für ein paar Stunden in der Woche beim Karate oder beim Judo raus aus den engen Verhältnissen der Flüchtlingsunterkunft, Sport mit Gleichgesinnten treiben.“ Das beim ODDSET Zukunftspreis ausgezeichnete Integrationsvorhaben der Maintaler Kampfsportler, getauft auf den Namen „Glücksmomente schaffen“, hat tiefe Wurzeln. Das Thema wird schon seit der Vereinsgründung 1997 groß geschrieben, die meisten Mitglieder des heutigen Vorstands haben einen Migrationshintergrund. „Die Nationalität spielt bei uns keine Rolle“, sagt Susnik, der sich auch im Sportkreis Main-Kinzig als Koordinator für Sport mit Flüchtlingen der Aufgabe widmet. Unter ihm hat der Verein schon immer Mittel und Wege gesucht, sich über das Sportangebot hinaus gesellschaftlich zu engagieren. In den umliegenden Schulen bieten die Übungsleiter des Vereins beispielsweise nicht nur Judo-AGs, sondern auch Nachmittagsund Hausaufgabenbetreuung an. Vereinseigene Flüchtlingsunterkunft öffentlicher Fördergelder realisiert worden. Seit April 2016 leben dort knapp 70 Asylbewerber. Weil eine solche Einrichtung ohnehin von Nöten war, mietete die Stadt das Gebäude für sechs Jahre an. Danach kann sie den Mietvertrag entweder verlängern oder dem Verein das Gebäude für die eigene Nutzung zurückgeben. Auch das wäre Susnik recht, denn die Unterkunft eignet sich zum Beispiel als Sportinternat. Für das Projekt „Glücksmomente schaffen“ erfolgt die Kontaktaufnahme zu den Geflüchteten neben der Ansprache während der Schulaktivitäten des Vereins auch direkt in der Flüchtlingsunterkunft. „Bisher nahmen an dem Projekt rund 70 Kinder und Jugendliche teil“, erzählt Ardijana Ramic, die im SC Budokan im dritten Lehrjahr ihrer Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau ist. Es brummt an der Integrationsbaustelle vor den Toren Frankfurts, und aus den vielen Teilnehmern erwachsen neue Vereinsmitglieder, vor allem im Judoka und Karate, und sie sind sportlich erfolgreich. Die Karateabteilung stellt mehrere Hessenmeister, die aus Afghanistan stammen. Auch im Judo konnten sich einige Jungs bei ihrer ersten Hessenmeisterschaft gleich für die südwestdeutschen Titelkämpfe qualifizieren. „Und wir haben viele freiwillig engagierte Jugendtrainer und Sportassistenten hinzugewonnen“, freut sich Ardijana Ramic. Beispielsweise trainiert Farazaneh Jafari seit Anfang des Jahres die Karate-Anfänger. 2014 entstand schließlich aus einer Kooperation mit der Stadt Maintal die Idee für eine Flüchtlingsunterkunft. Auf dem Grundstück, das der Verein ursprünglich von der Stadt für den Bau eines neuen Vereinsheims gepachtet hatte (das alte war 2010 abgebrannt), steht heute eine Unterkunft für Flüchtlinge. Das Bauvorhaben, darauf sind Susnik und seine Mitstreiter stolz, ist aus eigener Vereinskraft, ohne Zuhilfenahme Es wird weitergedacht Auch außerhalb der Trainingszeiten ist der Verein für die Geflüchteten da, unterstützt bei Behördengängen, Arztbesuchen oder Schulanmeldungen und organisiert Ausflüge. In der Großküche des SC Budokan in der Siemensschule (hier werden täglich 200 bis 300 Mahlzeiten für Schüler und Hortkinder zubereitet) und in der OBEN Die Judogruppe für Geflüchtete ist ein guter Ort, um die Alltagssorgen zu vergessen. Foto: Budokan Maintal SIH 22 / 28.10.2017

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ODDSET ZUKUNFTSPREIS vereinseigenen Kinderbetreuung im „Regenbogenhaus“ vermittelt man Einblicke in die Berufswelt. Speziell für männliche Flüchtlinge ab 16 Jahren hat der Kampfsportverein ein Fußballangebot ins Leben gerufen: „Refugees Maintal“. Für 2018 ist vor Ort beim SC Budokan Maintal und in Kooperation mit dem Landessportbund und der Sportjugend Hessen eine Übungsleiterausbildung C im Breitensport für Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte klargemacht. Absolventen können Breitensportgruppen im Verein und anderen sozialen Projekten leiten. Zusätzlich wird dabei ein Sprachkurs angeboten, in dem Nicht-Muttersprachler die Begriffe des Sports kennenlernen. Glücksmomente für alle Das Projekt soll nicht stehen bleiben. Ervin Susnik sagt: „Unser Ziel ist es, die soziale Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu stärken, ihre Teilhabe am Stadt- und Vereinsleben zu fördern und eine interkulturelle Öffnung der Strukturen zu bewirken.“ Speziell die Kinder würden im Verein die Angst vor Neuem und Unbekanntem verlieren. „Für uns“, stellt Susnik heraus, „spielt die Nationalität keinerlei Rolle, egal ob afghanischer, syrischer, nordafrikanischer, osteuropäischer oder deutscher Herkunft. Alle Kids sind motiviert, etwas gemeinsam in ihrer Freizeit zu unternehmen. Und jedes Kind, das die Schrecken der Heimat für einige Zeit vergessen kann und mit einem Lächeln das Training verlässt, ist auch ein ‚Glücksmoment‘ für unsere Trainer.“ Oliver Kauer-Berk OBEN Die Fußballmannschaft der Geflüchteten (links der Vereinsvorsitzende Ervin Susnik). Fotos: Budokan Maintal RECHTS Die Karate Kids des SC Budokan sind recht erfolgreich. Der ausgezeichnete Verein Der Sport Club Budokan Maintal (Sportkreis Main-Kinzig) bietet Judo, Ju-Jutsu, Karate und Capoeira an. Der Verein ging 1998 aus der Budo-Abteilung der Freien Turnerschaft Dörnigheim hervor und hat heute 220 Mitglieder. Hinzu kommen 200 Kinder in Schul-AGs sowie rund 300 Kinder in Betreuungseinrichtungen, für die der Verein an vier Schulen die Trägerschaft übernommen hat. Diese Schulen in Maintal und Hanau versorgt der Verein auch mit Mahlzeiten aus seiner Großküche. Für das im Jahr 2014 gestartete Projekt „Glücksmomente schaffen“ ist Budokan Maintal im Jahr 2017 beim ODDSET Zukunftspreis des hessischen Sports mit dem mit 8.000 Euro dotierten zweiten Platz ausgezeichnet worden. Mehr Infos: www.budokan-maintal.de Der ODDSET Zukunftspreis Der Vereinssport in Hessen ist reich an guten Ideen. Diese Ideen bekannt zu machen, haben sich der Landessportbund Hessen und LOTTO Hessen mit der Vergabe des ODDSET Zukunftspreises des hessischen Sports zur Aufgabe gemacht. Damit prämieren sie seit 2005 innovative Projekte, Modelle und Initiativen im Sportverein, die beispielhaft für andere Vereine sind. In einer Serie stellen wir die Projekte der Preisträger vor. Sie zeigen, was in den Sportvereinen geleistet wird und regen zum Nachahmen an. SIH 22 / 28.10.2017 9 OBEN Fasching feiern gehört beim SC Budokan Maintal mit dazu.

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10 S C H U L E U N D V E R E I N Bewegt das Lernen verbessern Die Kinzigtalschule in Gründau kooperiert beim Thema „Tägliche Sportstunde“ mit dem TV Lieblos / Gute Erfahrungen auf beiden Seiten In der Turnhalle des TV Lieblos (TVL) ist einiges los: Ein Stufenbarren, mehrere Kästen, Matten, ein Trampolin, Taue, ein Reck und einiges mehr, bilden einen anspruchsvollen Bewegungsparcours. Auf der Strecke herrscht Hochbetrieb: es wird geklettert, gesprungen, gerutscht und am Reck probieren einige den Aufschwung. Eine zweite Klasse der örtlichen Kinzigtalschule hat gerade ihre tägliche Sportstunde. Die Kinder sind mit Begeisterung bei der Sache und kennen die einzelnen Stationen offenbar. Lehrer Reiner Schinzel muss nur am Reck ein wenig Hilfestellung geben, ansonsten organisieren die Kinder den Ablauf wie von selbst. Übungsleiterin Petra Eggenweiler vom Turnverein gibt hier und da ein wenig Hilfe. „Wenn man gesehen hat, wie schwer sich einige zu Beginn getan haben und wie selbstverständlich gerade die eher ängstlichen Kinder jetzt den Parkours bewältigen, dann ist das sehr beeindruckend“, kommentiert Reiner Schinzel, der nicht nur Sportlehrer sondern auch Abteilungsleiter Turnen/Leichtathletik beim TV Lieblos ist, die Aktivitäten der Zweitklässler. Beste Rahmenbedingungen Seit Beginn des laufenden Schuljahres ist die Kinzigtalschule Partnerschule der Kampagne „Sport bildet und bewegt in Schule und Verein“ und hat die tägliche Sportstunde eingerichtet. Warum die Gründauer Schule eine ideale Partnerschule für dieses Projekt ist, wird schon an den räumlichen Möglichkeiten deutlich. Direkt neben der eigentlichen Schulturnhalle stehen noch zwei weitere, unterschiedlich große Hallen, die der Gemeinde gehören und an den TV Lieblos verpachtet sind. In einem Teil der Hallen befindet sich der Parkours, der immer fest aufgebaut ist. „Das spart uns unglaublich viel Arbeit und ermöglicht den Kindern so viel Bewegungszeit, wie möglich“ weiß Schinzel um die guten Bedingungen. Am Nachmittag und Abend trainieren dort die Mitglieder des TVL, der als Mehrspartenverein mit Gerätturnen, Leichtathletik, Volleyball, Fitness und Gesundheit, Wandern und einem Orchester ein breites Angebot vorhält und schon seit mehreren Jahren eng mit der örtlichen Schule kooperiert. Positive Erfahrungen schon beim Projektstart Bereits nach wenigen Wochen fällt das Fazit der Beteiligten zur täglichen Sportstunde gut aus. „Besonders die Kinder, die am Anfang noch etwas ängstlich waren und beispielsweise Probleme mit Höhe hatten, klettern jetzt ganz unbefangen über die Hindernisse oder be- OBEN Die Kinder organisieren sich selbstständig an den verschiedenen Stationen. Lehrer und Übungsleiter unterstützen, wo es nötig ist. Fotos: Markus Wimmer RECHTS Schon nach wenigen Wochen haben Leiter und Reck ihren Schrecken verloren. SIH 22 / 28.10.2017

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SCHULE UND VEREIN herrschen schon einfache turnerische Elemente“, sieht Schinzel zumindest sportlich die ersten Erfolge des Konzepts. Aber auch jenseits der sportlichen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler erhoffen sich die Beteiligten positive Effekte. Wer sich bewegt, lernt besser „Wir wollen mit der Kampagne zur täglichen Sportstunde nicht nur die Bewegung fördern, sondern auch unterstreichen, wie positiv sich täglicher Sport auf das Lernen und das Sozialverhalten der Kinder auswirkt“, erläutert Elisabeth Pfeifer vom Landessportbund Hessen die Motive zur Kampagne. Das dem so ist, belegen nicht nur wissenschaftliche Untersuchungen, sondern auch die Erfahrung der Lehrerinnen und Lehrer vor Ort. „Wenn die Kinder von der täglichen Sportstunde in den Unterricht kommen sind sie ausgeglichener und konzentrierter“, gibt Jutta Rehak, langjährige Schulsportleiterin, ihre Erfahrungen wieder. Auch Schulleiterin Sonja Blättner teilt diesen Eindruck. Die Kombination von fast optimalem Raumangebot, sportlich engagierten Lehrer-Kollegen und einem agilen Verein, der mit seinen Übungsleitern die Zusammenarbeit maßgeblich unterstützt, sei schon etwas Besonderes. Gute Erfahrungen mit Kooperationen „Wir haben überhaupt gute Erfahrungen mit Kooperationen gemacht, ob das der Sport ist, die Musik oder DRK und Feuerwehr, wir wollen, dass die Kinder diese Institutionen kennen lernen.“ Es sei eben auch Aufgabe der Schule, die Kinder mit unterschiedlichsten Erfahrungsfeldern der Gesellschaft vertraut zu machen, ist Blätter überzeugt. Unterstützung bekommt sie dafür von Gründaus Bürgermeister Gerhard Helfrich, der betont, dass er das Modell für beispielhaft hält. Er begreife Schulen und Vereine als Teile des Gemeinwesens, die von der Gemeinde unterstützt werden müssten, sagt der Bürgermeister. Auch Reiner Schinzel und Petra Eggenweiler sind mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden. Aus der Perspektive des Abteilungsleiters und der Übungsleiterin des TV Lieblos bringt das Projekt „tägliche Sportstunde“ auch eine weitere Verzahnung mit der Schule, mehr Kinder, die sich zum Sport motivieren lassen und durchaus auch das eine oder andere erwachsene Neumitglied aus dem Kreis der Eltern. Projekt langfristig sichern Der Sportlehrer und Vereins-Abteilungsleiter hat schon die kommenden Monate im Blick, denn Verein und Schule wollen das Projekt unbedingt fortsetzen wenn die Förderung durch den Landessportbund ausläuft. „Die Bedingungen hier in Lieblos sind optimal, wir planen schon zusätzlich zum Bewegungs-Parcours ein Angebot mit Bällen und wollen das Ganze so schnell wie möglich auch auf die anderen Klasssenstufen ausweiten. Das kann und darf nicht am Geld scheitern, da müssen wir schauen, wie wir eine Finanzierung, vielleicht über Sponsoren, hinbekommen“, ist Schinzel überzeugt, dass die tägliche Sportstunde ein Konzept ist, das es zu stärken und fortzusetzen gilt. Weitere Schulen gesucht „Der Landessportbund ist weiter auf der Suche nach Vereinen und Schulen, die sich am Projekt „tägliche Sportstunde“ beteiligen wollen, besonders in Nordhessen gibt es noch einige ‚weiße Flecken‘ auf der Karte“, weiß Dr. Frank Obst, Geschäftsbereichsleiter Schule, Bildung und Personalentwicklung im Landessportbund. Am Projekt „Tägliche Sportstunde“ können grundsätzlich alle Grundschulen von Klasse 1 bis 4 teilnehmen. Dabei besteht die Möglichkeit, entweder die „tägliche Sportstunde“ in Kooperation mit einem Sportverein durchzuführen, d.h. der Sportverein stellt einen qualifizierten Übungsleiter, der die Gestaltung und Durchführung der „täglichen Sportstunde“ übernimmt oder ein/e Sportlehrer/-in der Schule übernimmt direkt die Ausführung der „täglichen Sportstunde“. In beiden Fällen übernimmt der Landessportbund Hessen, die Honorierung der Übungsleiter/Fachkräfte mit einer Vergütung in Höhe von 18 Euro pro Unterrichtsstunde (45min). Die Umsetzung der „täglichen Sportstunde“ kann zum Schuljahres- oder Halbjahresbeginn erfolgen und sollte ein Jahr in den Schulalltag integriert werden. Selbstverständlich steht der Geschäftsbereich Schule, Bildung und Personalentwicklung des Landessportbundes jederzeit beratend zur Seite. Markus Wimmer SIH 22 / 28.10.2017 11 OBEN Gut gelaunt, dank Sport: die Zweitklässler der Kinzigtalschule. In der zweiten Reihe von vorne, von links: Petra Eggenweiler (Übungsleiterin TV Lieblos), Reiner Schinzel (Abteilungsleiter TV Lieblos, Lehrer), Jutta Rehak (Schulsportleiterin), Sonja Blättner (Schulleiterin), Elisabeth Pfeifer (lsb h) und Bürgermeister Gerhard Helfrich. Kontakt: Dr. Frank Obst, lsb h-Geschäftsbereichsleiter Schule, Bildung und Personalentwicklung, Telefon: 069/6789-108, E-Mail: fobst@lsbh.de

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12 A K T U E L L E S DOSB-Gleichstellungspreis geht nach Hessen Bogensport-Kampfrichterin Sabrina Steffens aus Baunatal auf der Frauen-Vollversammlung in Bremen ausgezeichnet / Brigitte Senftleben und Rosel Schleicher vertreten Landessportbund als Delegierte Zielstrebigkeit ist eine der Eigenschaften, die Sabrina Steffens auszeichnet: Damit hat sie es von der aktiven Bogenschützin bis zur internationalen Kampfrichterin geschafft. Nun wurde die 38-jährige Baunatalerin mit dem DOSB-Gleichstellungspreis ausgezeichnet. „Ihr Engagement von der Vereins- bis zur Weltverbandsebene ist ein herausragendes Beispiel für die Veränderungen im Kampfrichterwesen des Deutschen Schützenbundes. Sabrina Steffens wirkt damit als Vorbild in ihrem Verband und ist auch darüber hinaus ein Rollenmodell für Frauen auf dem Weg zur Kampf- oder Schiedsrichterin“, sagte Petra Tzschoppe, DOSB-Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung, bei der Übergabe des Preises im Rahmen der zwölften Frauenvollversammlung des Verbandes. Als zweite Preisträgerin wurde Annemarie Besold ausgezeichnet, die laut Tzschoppe mit ihrem „umfassenden und langfristig wirksamen Einsatz im Kampf gegen sexualisierte Gewalt“ überzeugt habe. Besolds Präventionskonzepte und Leitfäden für dieses wichtige Handlungsfeld seien beispielgebend und werden heute bundesweit im Deutschen Ju-Jutsu-Verband umgesetzt. Bei so viel Frauen-Power war auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann begeistert und gratulierte herzlich. Mut zur Verantwortung Die Delegierten des Landesausschusses Frauen im Sport (LA-FiS), Brigitte Senftleben und Rosel Schleicher, gehörten ebenfalls zu den ersten Gratulantinnen von Sabrina Steffens. Sie zeigten sich auch mit dem Verlauf der zweitägigen Frauenvollversammlung sehr zufrieden. In den Arbeitsgruppen „Gleichstellung in Führungspositionen“, „Förderung von Trainerinnen und Kampfrichterinnen“, „Kampf gegen sexualisierte Gewalt“ sowie „Geschlechtergerechte Darstellung in den (Sport)-Medien“ wurde rege diskutiert. „Die Workshops waren professionell aufgebaut und gerade im Workshop ,Gleichstellung in Führung‘ war eine sehr aktive Beteiligung zu verzeichnen. Das macht Mut, weil es zeigt, dass immer mehr Frauen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen“, resümierten die hessischen Delegations-Mitglieder. Auch sie erhielten inhaltliche Einblicke in die bisherige Tätigkeit der AGs und nutzten die Gelegenheit, die AGMitglieder kennenzulernen. Deren Expertise stammt so- wohl aus den Mitgliedsorganisationen als auch aus gesellschaftlichen Feldern wie Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Medien. Und es sind keineswegs nur Frauen: In Umsetzung der im DOSB geltenden Geschlechterquote sind die AGs konsequent mit Expertinnen und Experten besetzt. Vizepräsidentin Tzschoppe zeigte sich daher erfreut über eine Frauen-Vollversammlung, an der so viele Männer wie noch nie aktiv mitwirkten. Sie betonte, dass „kluge, erfolgreiche Gleichstellungspolitik nur gelingt, wenn Frauen und Männer gemeinsam an diesem Strang ziehen.“ Geschlechtergerechtigkeit berücksichtigen Im Parlamentarischen Teil der 12. Frauen-Vollversammlung verdeutlichten die Delegierten ihren Anspruch, die Zukunft Sportdeutschlands aktiv mitzugestalten. In die laufende Diskussion zur Entwicklung des Leitbildes des DOSB brachten sie einen Beschluss ein. Darin begrüßen sie den bisherigen partizipativ gestalteten Prozess und fordern den DOSB auf, die Mitgliedsorganisationen weiterhin intensiv einzubinden. Die Geschlechtergerechtigkeit sei dabei inhaltlich und sprachlich durchgängig zu berücksichtigen. Im Bewusstsein, dass das Engagement für Chancengleichheit von Frauen auf allen Ebenen des Sports von gesellschaftspolitischen Entwicklungen beeinflusst wird, verabschiedeten die Delegierten eine „Bremer Erklärung“, mit der sie sich klar für eine demokratische und vielfältige Gesellschaft positionierten.  DOSB/Isabell Boger OBEN DOSB-Präsident Alfons Hörmann und Vizepräsidentin Petra Tzschoppe (rechts) überreichen die Auszeichnung an Annemarie Besold und die Baunatalerin Sabrina Steffens. Foto: DOSB / Bremer Photo Service UNTEN Die hessischen Delegierten Brigitte Senftleben und Rosel Schleicher. Foto: PRV SIH 22 / 28.10.2017

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AKTUELLES gegen und dankten für die Unterstützung. Der Lauf fand am 15. September statt. Mehr als 2000 Läuferinnen und Läufer gingen an den Start und brachten damit ihre Ablehnung von Gewalt gegenüber Frauen deutlich zum Ausdruck.  ib/Foto: Roland Adrian Laufen gegen Gewalt an Frauen Landesausschuss Frauen im Sport unterstützt Hanauer Stadtlauf Fast schon traditionell unterstützt der Landesausschuss Frauen im Sport des Landessportbundes Hessen den „Hanauer Stadtlauf gegen Gewalt an Frauen“. Auch in diesem Jahr konnte ein symbolischer Scheck für die Veranstaltung übergeben werden. „Der Hanauer Stadtlauf macht seit vielen Jahren auf die gesellschaftliche Bedeutung der Frauenhäuser aufmerksam. Sie bieten von Gewalt betroffenen Frauen eine erste Anlaufstelle und einen wichtigen Schutzraum. Daher möchte der Landesausschuss einen kleinen Beitrag zum Gelingen dieser tollen Veranstaltung beitragen“, betonte die stellvertretende Ausschuss-Vorsitzende Brigitte Senftleben (im Bild links) bei der Übergabe. Die Organisatorinnen (v.l.) Monika KühnBousonville (Frauenbeauftragte der Stadt Hanau), Ute Pfaff-Hamann (Frauenbeauftragte des Main-Kinzig-Kreises), Hannelore Bunz (Stadträtin der Stadt Hanau) sowie Gabriele Ewald (Frauenbeauftragte Sportkreis Main-Kinzig) nahmen den Scheck ent- Pure Freiheit ab 289 Euro pro Monat ASS Athletic Sport Sponsoring hat den Opel Astra Sports Tourer im Angebot Sportlicher Fahrspaß vereint mit den Innovationen der Oberklasse – das verspricht der Opel Astra Sports Tourer. Unser Partner ASS Athletic Sport Sponsoring bietet den stylischen Viertürer allen Athleten und Funktionären im Sport(-Verein) bereits ab 289 Euro pro Monat an. 20.000 Kilometer pro Jahr sind darin erhalten, wer lieber 30.000 Kilometer fährt, legt monatlich 40 Euro drauf – und hat dadurch viele Möglichkeiten, den 1,4 Liter ECOTEC Direct Injection Turbo auszutesten. Er liefert 92 kW (125 PS) und reagiert umgehend und präzise. EPS, ABS, elektrische Fensterheber vorne, Klimaanlage, Navi und ein Satz Winterkompletträder gehören zur Mind­ est­ ausstattung. In der ASS-Komplettrate enthalten sind zu- dem Kfz-Steuern und Kfz-Versicherung, Überführungs- und Zulassungskosten sowie der Rundfunkbeitrag. Jährlich besteht die Option, ein Neufahrzeug zu erhalten; eine An- und Restwertzahlung ist nicht erforder- lich.  ib Weitere Informationen und Beratung: ASS Athletic Sport Sponsoring GmbH, Tel.: 0234/95128-40, www.ass-team.net  Trainingsgeräte  Praxisausstattungen  Isokinetische Systeme  Beratung Praxiseinrichtungen Fon: 02551 . 99 63 99 Fax: 02551 . 99 63 98 info@physiobuy.de An- und Verkauf NEU & GEBRAUCHT www.physiobuy.de SIH 22 / 28.10.2017 13

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