DOPO 136

 

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Langendreerer kostenlos Dorfpostille Jahrgang 36 Ausgabe 136 Herbst/Winter 2017

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Für IDhrach...hverständiger für das Bauhandwerk uhandwerk Sachve egaloodberstfelialch Sachverständiger für das Bauhandwerk • D•äDchäcehre+r +FaFsasssaaddeenn •• KKlleemmppnnereerie•iA•bAdibcdhtiucnhgteunng• en • Te•rrTaesrrsaesnse•nP• hPohtootovvooltltaaik ••SSoolalartrhtehremrime •ieD•acDhabceghrbüengunrügn•ung 44892 Bochum 99 -- 44894 Bochum 34 927 88 44 8 34 927 88 44 6 578 27 27 707 Neu! ww.dagobert-mueller.de ero@mueller-dach-bo.de Büro: Urbanusstr. 38 - 44892 Bochum Lager: Wallbaumweg 97-99 - 44894 Bo. Telefon: 0234-927 88 44-8 Telefax: 0234-927 88 44-6 Büro: Urbanusstr. 38 -- 4489 Lager: Wallbaumweg 97 - 99 Mobil: 01578 27 27 707 Telefon Telefax 0234 9 0234 9 Internet: www.dagobert-mueMlolebril.de01578 Email: bwuwewro.@mumeulleelrl-edr-adcahcIE-nhb-tMe-orba.nidolee.tdbweuwewro.d@ Büro: Urbanusstraße 38 - 44892 Bochum Mobil 01578 27 27 707 Lager: Wallbaumweg 97-99 - 44894 Bochum Telefon 0234-927 88 44-8 E-Mail: buero@mueller-dach-bo.de Telefax 0234-927 88 44-6 www.dagobert-mueller.de www.mueller-dach-bo.de Seit 1957 in Bochum-Langendreer Dorfpostille 136

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Liebe Leserinnen, liebe Leser! da sind wir wieder. Zum dritten Mal in diesem Jahr mit einer Dopo, die es natürlich in sich hat. Zunächst mal zum Titelfoto: Es zeigt jenen, ja, anrührenden Moment, als die Knappen um 11 Uhr am 7. Oktober mit„Glück auf, der Steiger kommt“ zum Markt marschierten – mit der 302-Jungfernfahrt-Bahn, namens„Langendreer“, im Rücken. Das war schon eine super Inszenierung, bei der Traditonelles, Bergbauhistorisches eine Verbindung einging mit der Moderne und Zukünftigem, nämlich einem weiterhin auszubauenden Nahverkehr. Mehr zu diesem stadtteilhistorischen Ereignis ab S.8. In die Zukunft weisen auch etliche Wohnungsbauvorhaben, die wir kurz dokumentieren – sei es auf dem ehemaligen Kirmesplatz, an der Stockumer Straße oder auch an der Dördelstraße, wo der„Wohnhof Schulte-Overbeck“ entstehen wird. Fünf Wochen lang fand das„LutherLab“ in der Lutherkirche statt – ein zukunftsweisendes Projekt mit dem Ziel, innerstädtische Produktionsstätten auch in Langendreer zu etablieren. Ähnlich engagiert wie die jungen Leute dieses Projekts sind jene, die Langendreerer Freiflächen in fruchtbare und blühende Flecken verwandeln, was sich Urban Gardening nennt (ab S. 52). Um die Zukunft des Bochumer Ostens geht es natürlich besonders beim Projekt„Soziale Stadt – Stadtumbau Bo-Ost“, das mit Millionen Euros ausgestattet ist, die für Langendreer und Werne zur Verfügung stehen und auf sinnvollen Einsatz warten. Anfänge sind gemacht (S.34). All das wartet auf Sie, liebe Leserin, lieber Leser, genauso wie jene Infos über stattgefundene Veranstaltungen und jene, die vor uns liegen, wie z.B. der 13. Weihnachtsmarkt im Dorf. Dazu - besonders im hinteren Teil dieser Dopo - gibt‘s Kulturelles zum Eintragen in den Terminkalender und zum spontanen Lesen und Betrachten. Somit liefern wir wieder eine Dopo, die einen Stadtteil abbildet, der in positiver Bewegung ist und der vielen vor Krieg und Armut geflüchteten Menschen Schutz und Betreuung liefert. Auch darüber berichten wir. Schon jetzt wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest und ein friedvolles neues Jahr. Ihre Dopo-Redaktion Herbst/Winter 2017 Impressum: Herausgeber: Laden e. V. V. i. S. d. P.: Paul W. Möller Redaktion und Mitarbeiter Barbara Crombach, Karsten Höser, Gabriele Köchling, Erdmann Linde, P. W. Möller, Wilfried Reit, Andreas Schmitt, Rolf Schubeius, Rafael Zawada Druck: Bonifatius Druck, Paderborn Redaktionsadresse: DOPO, Oberstraße 100, 44892 Bochum Internet: www.dorfpostille.de E–Mail: redaktion@dopo–online.de Redaktionstermine für die nächste Ausgabe: Mo. 8.1.2018, Mo.29.1., Mo. 5.02. Nr. 137 erscheint am 26.02.2018. Rektionsschluss ist der 05.02 2018. Die DOPO erscheint dreimal im Jahr. (Alle Fotos ohne Quellenangabe aus der Redaktion oder von den Artikelautoren) Alle namentlich gekennzeichneten Artikel müssen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion entsprechen. 3

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„Alles, was genäht werden muss“ INHALT - DORFPOSTILLE 136 Atelier Erika Lammek Wittenbergstraße 3 44892 Bochum – Langendreer Tel.: 0234/295934 Mo – Frei 9.00 – 18.00 Anzeigenformate und -preise Alle Preise inkl. 19% Mehrwertsteuer Nr. Preis Breite x Höhe 1 29,75 € 90 x 58 mm 2 53,55 € 90 x 120 mm 3 29,75 € 58 x 90 mm 4 35,70 € 58 x 120 mm 5 47,60 € 58 x 182 mm 6 53,55 € 58 x 260 mm 7 47,60 € 120 x74 mm 8 53,55 € 120 x 90 mm 9 59,50 € 120 x 120 mm 10 71,40 € 120 x 168 mm 11 101,15 € 120 x 260 mm 12 47,60 € 182 x 58 mm 13 71,40 € 182 x 90 mm 14 89,25 € 182 x 120 mm 15 154,70 € 210 x 297 mm 4 „Feiertag“ am Markt - die Straßenbahn fährt, S.8 DOPO intern 3 Liebe Leserinnen, liebe Leser 3 Impressum 4 Anzeigenformate / Preise 115 Hier gibt‘s die DOPO Langendreer usw. 6 „Langendreer hat‘s!“ 6 Wir über uns 8 Das Straßenbahnprojekt: Willi Wachsam: Und jetzt: Gute Fahrt! 9 Stratabu: Mutter und Tochter 10 Willi Wachsam: Die Taufe und die Feier 12 45 Jahre Samurai Bochum 14 Besuch im Heimatmuseum: „Alles andere als langweilig.“ 16 3. Sammelband der DOPO ist da ! 16 „Kinder beschenken Kinder“ ! 16 13. Weihnachtsmarkt im Dorf 19 Ein Haus voll Kunst Zu Besuch bei der Langendreerer Künstlerin Ingrid Beißner 22 Bürgersprechstunde unter freiem Himmel 22 Heißes Pflaster Siebenplaneten 24 Mit der WAB für Langendreer: Adventszeit Herbstmarkt Termin Termin Urbane Produktion in Langendreer? Fünf Wochen „LutherLab“, S.26 26 LutherLab Langendreer selber machen Termin Termin 28 Historischer Stadtteilrundgang 30 Termine:„Senioren aktiv im Bochumer Osten“ ! ! 32 Repair Cafe hat sich etabliert 34 Stadtteilbüro in Werne eröffnet: WLAB nimmt Fahrt auf 38 Pro Feld: Volkszählung und Feldgeschichten Termin Termin 40 Kreisend in Langendreer ! 42 Termine in Langendreer 44 Termine: LaKulTurm ! 44 Adventskonzert Termin ! 46 Der Langendreer-Film 47 Bänke raus! 48 „Plan B 52 Neues von „Urban gardening“ in Langendreer 56 Kirmesplatz und andere Baustellen 58 So wählte Langendreer im September 60 Neueröffnung als„Burg-Kult“ 61 Apothekengeschichten 62 Neues vom Netzwerk Flüchtlinge Langendreer 64 Kanzlei am„Stern“/ Dieselgate 66 Deutsche Meisterschaft 2017 Beton im Volkspark Dorfpostille 136

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DORFPOSTILLE 136 - INHALT Termin Mehr Wohnungsbau in Langendreer, hier an der Stockumer Straße, S.56 ! 66 Mittwochstreff Ü 50 68 Quartier „Hof Schulte-Overbeck“ 70 Willi Wachsam unterwegs: Zu Besuch auf dem Hof Bockholt 72 Themenvielfalt ! bei Stadtteilkonferenz Termin Termin 73 „Pausenwächter“ 74 Kultur und Soziales: ! Neues Kreativprogramm für Kinder in Langendreer 76 „Nur Übung macht den Meister“, rät der Eichelhäher 78 Die Feste werden gefeiert wie sie fallen - Siedlung Rehwinkel und Eichhornweg 79 Siedler fahren nach Cochem 80 Seit über 150 Jahren: D.Langhoff 82 Wichtige Arbeit: Termin 10 Jahre Palliativnetz 84 „Lebens-Orte“ in der ! Stadtbücherei Langendreer 86 Der Carl von Ossietzky-Platz und die Kunst 90 5300 € vom„Werner Wahnsinn“ Termin 90 Wieder Trödelmarkt ! am Ümminger See 91 Bahnsozialwerk ! 94 Neu eröffnet: Das„Clubhaus 14“ Termin 94 Weihnachtsmarkt am Tierheim Aus artgerechter Hühnerhaltung Eier vom Hof Bockholt, S.70 96 Das war‘s, Zwischenfall! ! 97 Blicke ins Revier und in ferne Welten ! 98 Kurskalender Figurentheaterkolleg 100 Auch der„Bochumer Verein“ war dabei (Buchvorstellung) ! 102 Film-Veranstaltung der VHS in Langendreer ! 102 Im„Cheese“: Beatles, Märkert und Klamotten 104 Ulla und Helmuth Schönig: „Moment-Aufnahmen“ ! 105 „Sach mal...“ - Veranstaltungsreihe in der Stadtteilbücherei 106 „Generation Allah“ (Buchvorstellung) 109 Die Theatergemeinde Volksbühne Witten lädt ein 112 Karl streift mit Heinz das Leiden des Seins 114 Die Dopo-Bibliothek Gutes für kleines Geld Die nächste DOPO, Nr. 137, erscheint ab dem 26.02.2018! Zur Kontaktpflege: Vorschläge, Kritik und Artikel bitte an redaktion@dopo-online.de Anzeigen bitte an anzeigen@dopo-online.de Auch digitale Lektüre der DOPO möglich unter dorfpostille.de Termin Termin Termin Termin Termin Herbst/Winter 2017 5

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Wieder lang ist die Liste an Aktivitäten, die der Stadtteilverein„Langendreer hat‘s!“ in den vergangenen Monaten unternommen hat. Fast alles kann ausführlicher in dieser Dopo nachgelesen werden. Hier eine Zusammenfassung: Die Stadtteilkonferenz im Juni war gut besucht, die nächste findet mit Erscheinen dieser Dopo am 7. November statt. Info-Stände des Vereins gab‘s bei„Bänke raus“, beim vom Verein organisierten Trödelmarkt am Ümminger See im September, beim Herbstmarkt im Oktober, und beim Weihnachtsmarkt im Dorf am 9. Dezember, der auch von„Langendreer hat‘s!“ mitorganisiert wird, wird wieder der Pavillon aufgestellt. Hoffentlich ein Hit wird der„Langendreer-Film“ werden, der in diesen Tagen fertig gestellt werden soll. Personell und z.T. auch finanziell unterstützt und gefördert wurde das Projekt „Soziale Stadt – Stadtumbau Bo-Ost“,„Urban Gardening“, das„LutherLab“ und die „Initiative alter Kirchhof Ümmingen“. Leider musste der angekündigte Waldspaziergang am 9. September wegen schlechten Wetters ausfallen. Alles in Allem wieder eine erstaunliche Bilanz, die dieser Verein mit seinen nunmehr fast 90 Mitgliedern aufweisen kann. Allen Aktiven herzlichen Dank für ihr ehrenamtliches Engagement. pawimö haarmoden & trends FÜR SIE & IHN Birgit Friese Wir über uns Der Stadtteilverein„Langendreer hat’s!“ ist ein Bündnis aus Vertretern von Einrichtungen und Vereinen, von Initiativen und Gruppen des Stadtteils und auch von engagierten Geschäftsleuten und interessierten Einzelpersonen, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Stärken von Langendreer auch über unsere Region hinaus bekannt zu machen und weiter an der positiven Entwicklung unseres Stadtteils zu arbeiten. Der Verein ist offen für neue Mitglieder, die diese Initiative gern unterstützen und mit neuen Ideen unsere Ziele fördern wollen. Der von der Dorfpostille vor fünf Jahren initiierte Verein hat mittlerweile über 90 Mitglieder, die auch mit ihren Jahresbeiträgen von 12€ die Arbeit des Vereins unterstützen. Die jährlichen Mitgliederversammlungen und die Stadtteilkonferenzen sind die Plattformen für die Kommunikation der Mitglieder untereinander und für Kontakte mit Interessierten. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf: Internetseite: www.langendreer-hats.de E-Mail: kontakt@langendreer-hats.de Post: Langendreer hat’s!, 44892 Bochum, AmLeithenhaus 14 Alte Bahnhofstraße 3 - 44892 Bochum Telefon 0234 / 28 67 04 Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag 9.00 - 18.00 Uhr Samstag 8.00 - 13.00 6 Dorfpostille 136

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Willi Wachsam: Und jetzt : Gute Fahrt! Die DOPO und die Straßenbahn Noch ist das Straßenbahn-Projekt für Langendreer nicht abgeschlossen, denn die 310-Verbindung von Witten bis zum Markt wartet noch auf etliche Lückenschlüsse. Aber die Verlängerung der 302-Strecke ist seit dem 7.Oktober (offiziell) eröffnet. Natürlich waren wir von der Dopo dabei, als am Markt um 11 Uhr die Eröffnungsparty begann (siehe S. 10). Mit Jubel, Trubel und Heiterkeit fand die Taufe der 302 auf den Namen „Langendreer“ am 7. Oktober um 11 Uhr am Markt statt. Unter den Ehrengästen, die mit der Bahn eintrafen , auch Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche (mitten im Bild), die den Waggon vorher lenken durfte und den Taufakt durchführtre. Siehe auch Bericht auf S.10. Tja, die Geschichte„Die Dopo und die Straßenbahn“ ist eine lange und war z.T. eine aufregende und anstrengende. Jahrelange Auseinandersetzungen mit den Gegnern des Straßenbahnprojekts liegen hinter uns. Wenn dann die 310 hoffentlich in zwei Jahren über Witten und Langendreer-Markt Richtung Höntrop unterwegs ist, werden wir zum Thema„Die Dopo und die Straßenbahn“ eine umfassende Bilanz ziehen, die sich dann um die 20 (!)jährige Beziehung kümmert. Denn in der Nr. 79/Winter 1999 (!) der Dorfpostille findet sich die erste Anmerkung zum Straßenbahn-Projekt. Wir veröffentlichten„Eckpunkte der gemeinsamen Kommunalpolitik im Stadtbezirk Bochum-Ost (1999-2004)“ . Es handelte sich um den Bezirkskoalitionsvertrag zwischen der SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Beide Parteien waren erstmalig entschlossen, gemeinsam Politik für den Bochumer Osten zu machen. Und da heißt es unter dem„Eckpunkt Verkehr“:„zügige Umsetzung des Nahverkehrsplans, wobei die Verlängerung der Schienenverbindung zum Markt Langendreer vorrangig sein soll.“ Das war der Startschuss für das 310/302-Projekt, was in Langendreer für die nächsten zwei Jahrzehnte für ordentliche Diskussionen sorgte – auch für die Dorfpostille und ihre Leserinnen und Leser. Aber dazu in zwei Jahren mehr. Zur aktuellen Berichterstattung hier und jetzt: Wir liefern den„Planfeststellungsbeschluss“ des Regierungspräsidenten vom 24. November 2011, der aufgrund seiner Sprachlichkeit fasziniert (siehe nebenan in Gelb). Dann folgt Erdmann Lindes 27. (!) Straßenbahntagebuch („Stratabu“) - das erste erschien in der Nr.110, Frühling 2009 - und schließlich noch was zur offiziellen Eröffnung der neuen Streckenführung der 302 . Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich: Gute Fahrt! Ihr Willi Wachsam Zweimal - für die Ausgabe Nr. 85, Sommer 2001, und die Nr.99, Sommer 2005 - montierte Dopo-Freund Niklas Meyer eine Straßenbahn in ein Foto von der Unterstraße (Titelbilder links und rechts). Wie visionär seine Montage war, zeigt das aktuelle Foto vom 12. Oktober 2017 in der Mitte - im Vergleich zum linken Titelbild vor 16 Jahren (!). 8 Dorfpostille 136

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1. Feststellung des Plans Aufgrund des Antrags der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen Aktiengesellschaft (BOGESTRA) vom 16.12.2008 sowie des Änderungsantrages vom 02.08.2010 und der diesen Anträgen beigefügten Unterlagen wird der Plan für die Erweiterung der Straßenbahnlinie 310 Bochum - Witten mit einer Linienführung über die Unterstraße und Hauptstraße in Bochum und der Crengeldanzstraße und Bochumer Straße in Witten mit einer Anbindung zum S-Bahnhof Bochum - Langendreer gemäß §§ 28 und 29 des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 08. August 1960 (BGBl. I S. 1690), zuletzt geändert durch Art. 4 des Gesetzes vom 29.07.2009 (BGBl I S. 2258) in Verbindung mit §§ 72 ff des Verwaltungsverfahrensgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen (VwVfG NRW) in der Fassung der Bekanntmachung der Neufassung vom 12. November 1999 (GV.NRW.S.602), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 17.12.2009 (GV.NRW.S.861) - SGV.NRW 2010 - mit den in diesem Beschluss aufgeführten Ergänzungen, Änderungen, Verpflichtungen und Auflagen festgestellt. Durch diesen Planfeststellungsbeschluss wird die Zulässigkeit des Vorhabens einschließlich der notwendigen Folgemaßnahmen an anderen Anlagen im Hinblick auf alle von ihm berührten öffentlichen Belange festgestellt (§ 75 Abs. 1 VwVfG NW); neben der Planfeststellung sind andere behördliche Genehmigungen, Verleihungen, Erlaubnisse, Bewilligungen, Zustimmungen und Planfeststellungen nicht erforderlich, soweit in diesem Bescheid nichts anderes bestimmt ist. Kompliment dem Verfasser dieser Formulierungen! Dieser (Auszug aus dem) Planfeststellungsbeschluss durch den Regierungspräsidenten vom 24. November 2011 brachte das Fass endgültig ins Rollen das historische Straßenbahnprojekt für Langendreer konnte beginnen Das Straßenbahntagebuch (Stratabu), November 2017 Mutter und Tochter Und plötzlich war sie da. Ohne Ankündigung, ohne Blasmusik und ohne Girlanden fuhr am Montag, den 4.September, um 10.10 Uhr die erste Straßenbahn über die Kreuzung Unterstraße/Unistraße/ Wittener Straße nach Langendreer rein. Es war nur eine Testfahrt mit einem Schleifwagen. Doch den Bogestra-Mitarbeitern, die in einer großen Gruppe bereit standen, klopfte das Herz wohl heftig: Klappt die Weichenautomatik? Hakt nichts, läuft alles gut? Projektleiter Böhm schwenkte eine Signalfahne und schritt vorneweg, und es lief alles wie geplant. Diesem ersten Test folgten in den nächsten Wochen noch viele weitere, dann mit der echten 302-Vario-Bahn, mal als Fahrschulfahrt, mal als Testfahrt gekennzeichnet. Auch die Fahrt durch die Superkurve am Markt wurde wie eine Katastrophenfahrt in der Nacht modellhaft durchgespielt. Diese Übung wurde genauso bestanden wie alle gesetzlich vorgeschriebenen Prüffahrten. Die 302 als erste Tochter der 310 konnte nun noch vor der Mutter, deren Gleise nach Witten noch gelegt werden, starten - mit Musik und Sonderfahrten für Bürger und Bürgermeister dann am 7.10. (siehe Bericht nächste Seite). Es ist also Zeit sich zu erinnern und Bilanz zu ziehen bei der Geschichte des langen Langendreerer Straßenbahnbaus Teil 1. Und an all die Geschichten zu erinnern, die über mehr als ein Jahrzehnt zum Langendreerer Gesprächsstoff gehörten. Zu den letzten guten Nachrichten zählen die Briefe, die Anlieger längs der Unterstraße und an der Hauptstraße zwischen Markt und S-Bahnhof endlich erhalten haben: wie der versprochene und angemessene Lärmschutz durch neue Fenster bzw. Lüftungsanlagen auf Kosten der Bogestra jetzt zügig umgesetzt werden kann. Also Ende gut, alles gut? Das kann man nicht wirklich sagen, nun, da erst einmal alle Bauarbeiten längs der Unterstraße abgeschlossen sind. Grundlage der Arbeiten ist der Planfeststellungsbeschluss durch den Regierungspräsidenten in Arnsberg vom November 2011 ( siehe nebenstehenden Text). Für das Verfahren hatte es zwei Planauslegungen gegeben: einmal im Mai 2009 und im September 2010. Im Septemberplan wurde auf die Haltestelle Wernburgastraße verzichtet und die Haltestelle Markt wurde umgelegt. Allerdings weicht die Bogestra in der Umsetzung der Bauarbeiten etc. vom festgestellten und damit genehmigten Plan immer mal ab. So sind zum Beispiel drei aufgeführte Parkplätze gegenüber der Cameloase - ohne Information der Anlieger oder der Öffentlichkeit - einfach nicht gebaut worden. Im Bereich der ehemaligen Haltestelle Wernburgastraße war in den Planungen zwar Platz für eine Bushaltestelle mit Busbuchten, aber die Umwidmung dieser Fläche für Parkplätze ist unterblieben. Und wenn selbst die Bogestra in ihrer Info-Broschüre darauf hinweist, dass sie sich verpflichtet hat, den Infotreff auf der Alten Bahnhofstraße während der Bauarbeiten täglich u.a. durch einen Mitarbeiter der Bauleitung zu besetzen, so ist das ein Versprechen, das nicht eingelöst worden ist. Zurzeit ist der Infotreff noch gerade einmal die Woche für wenige Stunden geöffnet. Das führt nicht dazu, dass die Bogestra verlorenes Vertrauen der Bürger zurückgewinnt. Denn durch Intransparenz und Fehleinschätzungen bei den Kosten - man erinnere sich an die plötzliche Nennung von 60 Mio. Euro Gesamtkosten, nachdem es zu Beginn der Arbeiten inklusive der Kanalbauten und der neuen Versorgungsleitungen nur 35 Mio. Euro waren - ist der Ruf der Bogestra in Langendreer lädiert. Dabei haben die Gegner der 310 bisher nur selten geglänzt. Ohne eine echte Alternative zur Streckenführung oder zum Einsatz von Straßenbahnen waren sie bis zum Oberverwaltungsgericht Münster gezogen. Große Worte bis ins letzte Jahr, wie„Das muss alles zurückgebaut werden, alles rechtswidrig“ sind mit dem Baufortschritt in Lautstärke und Aktivität deutlich zurückgefahren worden. Dabei gab es auch von kreativen Köpfen hin und wieder Überraschungen. Als der Stratabu-Schreiber am Sonntagmorgen, dem 18.August 2013, Richtung Witten ( noch per PKW) fuhr, sah er, wie ein echter Wutbürger das legendäre „SCHEISS 3010“ -Schild in den Vorgarten rammte. Nachdem er wiederholt ohne Telefon, Internet und Kabel TV war, war er zur Aktion geschritten. In diesem Fall half die Bogestra schnell, und das Kreativschild war nach wenigen Tagen nur noch Geschichte und fort. Zur Kreativabteilung gehören auch die Baumverhüllungen Herbst/Winter 2017 9

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auf der gesamten Unterstraße mit Anti-310 Plakaten am Abend, bevor das Gericht einen Ortstermin angesetzt hatte. Die großen weißen Plakate verschwanden allerdings so schnell, wie sie aufgehängt waren. Die Plakatmaler sind bekannt - die Abhänger in dunkler Nacht bis heute nicht. Weniger kreativ waren die organisierten 310 -Gegner. Da gab es die„310 Nein Danke!“ - Aufkleber mit einer alten Stuttgarter(!) Tram im Hintergrund, die nie für die 310 geplant war. Da wurden schlimme Folgen durch einstürzende alte Bergbaustollen unter der Straßenbahn beschworen oder die Pleite von Aldi, real,- und Opel. Was daraus geworden ist, weiß jeder Mensch. Selbst Opel-Pieper betreibt sein Geschäft am alten Standort. Dass zudem die meisten Aktionen im Anonymen durchgezogen wurden, ohne Adressennennung oder Info-Telefonnummer, sprach nicht für die Protestler. Selbst die brave und diskussionsfreudige Dorfpostille wurde zeitweise Opfer eines Anzeigenboykotts, weil wir angeblich zu 310-freundlich waren. Das haben wir überlebt und unsere Auflage ist stetig gewachsen. Über die Mutter 310 und ihre schnelle Tochter werden wir weiter berichten. Das Stratabu allerdings bleibt erstmal zu. Herzlichen Dank allen LeserInnen, die mit Kritik und Anregungen geholfen haben, die Geschichten rund um die 310 zu erzählen.EL Willi Wachsam: Die Taufe und die Feier „Gute Inszenierung“, fand so mancher Besucher der Eröffnungsfeier, als die Knappen mit dem Steigerlied der 302 „Langendreer“ den Weg zum Markt bahnten (Foto links)- Zufrieden mit dem 1. Teil-Ergebnis des Straßenbahnprojekts - nach vielen Auseinandersetzungen: Willi Wachsam von der Dopo (Foto Mitte). - Da fährt sie nun vorbei am ehemaligen Zentrum des Widerstands, nämlich an der Camel-Oase an der Unterstraße (Foto rechts). Es war schon beinahe rührend und so mancher in meinem Umfeld musste ein paar Mal schlucken, als am Samstag, den 7. Oktober um 11 Uhr, die Werner 2017“ und„Stadt Bochum – Linie 310 Gutes verbinden – Bogestra – Stadt Witten“. Das musste sein! Man kam kaum durch hinein ins große Festzelt angesichts Hunderter Besucherinnen Knappen im bergmännischen Ornat von der Unterstraße und Besuchern, die sich diese verkehrshistorischen Momente kommend gemessenen Schrittes rechts in die Hauptstraße für Langendreer nicht entgehen lassen wollten. einbogen das Steigerlied singend – und dann hinter ihnen Michael Wurst aus dem Oberdorf begann mit der Moderati- die Straßenbahn auftauchte, ihnen langsam folgend mit on – und dann folgten weitere Redebeiträge, denen ich mich „Jungfernfahrt“ auf dem Display und dem Schriftzug„Lan- dann entzog, weil ich zurück zum Dorfpostillen-Stand auf dem gendreer“ auf dem Bug – unter Blumengirlanden. Und als gleichzeitig stattfindenden Herbstmarkt am Alten Bahnhof die Knappen dann zum Stehen kamen etwa vor der Markt- musste. börse, hielt auch die Bahn. Ihr entstiegen die Ehrengäöste - Über den weiteren Ablauf der Eröffnungsparty auf dem Markt unter ihnen unsere Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche, hat ja die andere örtliche Presse ausführlich Bericht erstattet. die den Wagen sogar gelenkt hatte auf den letzten Metern. Eins wollte ich mir allerdings nicht nehmen lassen – nämlich die fahrende 302 in Höhe der Camel-Oase zu fotografieren, die Tja – und dann nach kurzen Redebeiträgen, die in dem ja jahrelang das Zentrum des Widerstands gegen den Straßen- Trubel kaum einer verstand, erfolgte die Taufe auf den bahnbau in Langendreer war. Und es gelang (siehe Foto oben Namen„Langendreer“ mit einer Plastikflasche natürlich, rechts)! um die blank gewienerte Außenhaut des Waggons nicht zu Und hiermit biete ich allen ehemaligen und Noch-Gegnern beschädigen. des Straßenbahnprojekts die Hand zur Versöhnung: Lasst uns Damit begannen die Feierlichkeiten rund um die offizielle die neue Verbindung genießen und uns freuen, dass Lan- Eröffnung der neuen Linienführung für die 302. Ein gro- gendreer jetzt in weiten Teilen sowohl im Untergrund als auch ßes Festzelt stand auf dem Markt neben etlichen Pavillons oberhalb runderneuert wurde und ein einladendes Bild bietet zur Verpflegung, zur Information – und zur Erinnerung. mit großzügigen Bürgersteigen, modernen Haltestellen, neu In letzterem erwarb ich zügig für 5 € ein Bierglas mit der angelegten Fahrradstreifen usw. Und lasst uns in zwei Jahren Grafik„Langendreer Markt“ von Klaus Wegmann, die auch noch einmal und dann gemeinsam so eine Party auf dem das große Haltestellenhaus am Markt ziert, und da drüber Markt feiern, wenn dann hoffentlich auch die richtige 310 ihre und da drunter mit den Schriftzügen„Eröffnung 7. Oktober Fahrten aufnimmt durch Langendreer. Ihr Willi Wachsam 10 Dorfpostille 136

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45 Jahre Samurai Bochum an der Hohen Eiche Samurai-Vorführung im Lessing-Gymnasium, 1973 Vor 45 Jahren zog Wolfgang Pohl (jetzt 69 Jahre alt) mit seinem Verein SAMURAI Bochum, damals noch Sport Center SAMURAI, in die Trainingsstätte an der Hohen Eiche 10 in Langendreer. Auf einem Hinterhof der Straße, neben einer Werkstatt und einem ehemaligen Fernseh- und Radioreparatur Service der Gebrüder Senger, wurde fast täglich trainiert. Die asiatischen Kampfsportarten Judo, Taekwondo, Karate und Jiu-Jitsu standen auf dem Trainingsplan. In den frühen 70ern konnte der junge Verein mit zahlreichen Titeln auf deutscher und internationaler Ebene aufwarten. Doch auch Vorführungen, z.B. anlässlich der 650-Jahrsfeier der Stadt Bochum in der mit 1000 Gästen gut besuchten Ruhrlandhalle, sorgten für viel Aufmerksamkeit. Ein Highlight war sicherlich 1977 die WM Teilnahme des damaligen Taekwando Trainers vom SAMURAI in Chicago. Ende der 70iger Jahre zählte der Verein zu den leistungsstärksten der Region und fand steten Zuspruch. Dies spiegelte sich in den Mitgliederzahlen wider und bewog Trainer Wolfgang Pohl dazu, eine weitere Trainingsstätte in der Stadt an der Humboldstraße zu eröffnen. Standen in den 70er Jahren die Erfolge im Bereich Taekwondo und Jiu-Jitsu im Vordergrund, schlossen sich in den 80er Jahren die Erfolge im Judo an. Die Bochumer Senioren waren bei den nationalen Meisterschaften immer erfolgreich vertreten. Nicht zuletzt auch durch die ersten Deutschen Weltmeister- und Olympiatitel erfuhr der bis dahin im deutschsprachigen Raum recht stiefmütterlich behandelte Sport erstmals breite mediale Aufmerksamkeit und lockte nicht nur in den Bochumer Sportverein die kleinen Nachwuchssportler. Der Verein spezialisierte sich auf die Budosportarten Judo und Jiu-Jitsu und mischte auf hohem Niveau bei allen sportlichen Veranstaltungen mit. Denn nicht nur wettkämpferisch hatte der Verein viele Glanzjahre. SAMURAI Bochum baute eine eigene Show-Truppe auf und begeisterte mit der Demonstration von Techniken tausende Zuschauer, insbesondere bei der Budo Gala 1992 in der Dortmunder Westfalenhalle. Es schlossen sich Fernsehauftritte und Interviews an und bis Anfang der 2000er Vorführungen bei Meisterschaften, öffentlichen oder firmeninternen Veranstaltungen. Doch nicht nur sportlich war der Verein lange Zeit ein Vorreiter. So wurden von Beginn an regelmäßig neben Trainingsauch Freizeitlager angeboten, die vielen immer wieder in schöner Erinnerung sind. Wie in den meisten Judovereinen wich im Jugendbereich die Lust auf Anstrengung und körperliche Betätigung dem Medienkonsum, und der eigentlich über Jahrzehnte hinweg sehr leistungsstarke Jugendbereich brach weg. „Übung macht den Meister“ ist beim SAMURAI Bochum nicht nur ein Spruch. Wolfgang Pohl kann nun auf 55 Jahre Budosport zurückblicken und hat neben unzähligen Schülern auch sehr viele Meister ausgebildet. Es ist nicht verwunderlich, dass er heute die Kinder der einstigen Kinder auf der Matte trainiert. Denn wer den Sport einmal intensiv erlebt hat, weiß, wie förderlich dieser in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens ist. Seit ein paar Jahren werden ausschließlich Judo und Jiu-Jitsu Kurse angeboten. Hier kann jeder mitmachen, so lange er Spaß und Lust hat. Der Sport selbst lebt durch seine Diszip- Auch im Samurai-Angebot: Eltern-Kind-Judo-Kurse 12 Zweimal im Jahr Wochenendtraining in der Landessportschule Hachen Dorfpostille 136

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Mehrgenerationenausflug von Samurai zur Kluterhöhle, 2007 lin, er vermittelt Werte wie Respekt und gegenseitige Rücksichtnahme. Wer regelmäßig trainiert, merkt schnell, dass das eigene Körperbewusstsein gestärkt und die allgemeine Fitness trainiert wird und erlebt trotz körperlicher Anstrengung sehr oft das Gefühl der„Entspannung“. Mittlerweile ist SAMURAI Bochum ein kleiner Verein, die Mitgliederzahl ist konstant, die Ansprüche an die Qualität der Ausbildung werden aber weiterhin hoch und sehr geschätzt. Das 45-jährige Vereinsjubiläum wird mit ehemaligen und aktiven Mitgliedern gefeiert. Nadine Sasek Judo hält fit: Wolfgang Pohl erhält im November 2014 den 6. Dan im Judo Herbst/Winter 2017 Dr. Diana Ryll Fachpraxis für Kieferorthopädie Fachzahnärztin für Kieferorthopädie und Master of Sience Kieferorthopädie (MSc) Unsere neue innovative Fachpraxis mitten in Bochum-Langendreer bietet individuelle und ganzheitliche zahn- und kieferkorrigierende Behandlungen der modernen sowie zeitgemäßen Kieferorthopädie für die ganze Familie. Alte Bahnhofstr. 26 | 44892 Bochum | Fon: 0234 - 913 888 48 E-Mail: praxis@bochumer-kfo.de | Web: www.bochumer-kfo.de 13

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Besuch im Heimatmuseum „Alles andere als langweilig...“ Rudi Weismantel (links im Bild) führte die Besuchergruppe des Friea-Nickel-Zentrums durch das Langendreerer Heimatmuseum Senioren des Frieda-Nickel-Zentrums der AWO am Luchsweg besuchten im Sommer das Langendreerer Heimatmuseum im Untergeschoss des historischen Amtshauses. Das Museum im Keller des Amtshauses Langendreer ist mit mehr als 1000 Exponaten, Uniformen, Karten, Instrumenten und Werkzeugen an den Wänden, originalen Kleidungsstücken und Rekonstruktionen, Infotafeln und Karten über das Leben der Gemeinde Langendreer und Werne gefüllt und widmet sich der Regionalgeschichte. Nach einem freundlichen Empfang durch Herrn Rudi Weismantel wurden die Senioren durch die Räume geführt und konnten sich viele Geschichten anhören, Geschichten, die die Senioren aus ihrem aktiven Arbeitsleben und dem früheren Alltag noch gut kennen. Die Grubenlampe, das alte Bügeleisen, die Waschmaschine aus der Nachkriegszeit weckten individuelle Erinnerungen und Emotionen und luden zum Erzählen ein. „Gleich nach der Hochzeit bin ich mit meinem Mann aus Pommern nach Langendreer gekommen, mein Mann hat eine Arbeit hier in der Zeche bekommen…“, erzählte Frau Hoppe. Drei massive Schränke, in denen inzwischen 37 Fahnen untergebracht sind, brachten die Senioren zum Staunen. Jede einzeln in eine Folie verpackt und in der Schublade gut geschützt - Andenken an die vielen Vereine, die es damals in Langendreer und Umgebung gab. Exponate von Kutsch- und Gesangsvereinen, der Feuerwehr, Kriegervereinen.„Es gab ja unzählige Vereine früher“, erzählt Herr Weismantel - vor allem Männergesangsvereine. Ebenfalls beeindruckend der Raum zum Thema Eisenbahn: Die Eisenbahn am Alten Bahnhof war lange Zeit einer der größten Güterbahnhöfe in Deutschland. Unfassbar, wie viel Historisches erhalten geblieben ist und sich hier im Keller des Amtshauses ansammelte. Grubenlampen, unzählige alte Fotos, eine Schachtglocke, Kanonenkugeln, Haushaltsgeräte von früher, Erinnerungen an die Brauerei Müser. „Ahh, die Straßenbahn fuhr damals direkt vor meiner Nase“,so Frau Hoppe, die sehr emotional über ihr Leben in Langendreer erzählte. Auch die Räume der Heimatstube selbst bieten teils historische Einblicke. In den alten Gefängniszellen – früher war hier die Polizei untergebracht – wurden Zeichnungen von Pferden, Hirschen oder dem Kaiser entdeckt. Graffiti von anno dazumal. Die Senioren waren von dem Besuch des Heimatmuseums begeistert und erzählten ihre eigenen Geschichten weiter auf der Rückreise. Ein Besuch, der sich lohnte - und alles andere als langweilig. Frau Golis L HAaonnugeisngdreer Vertriebspartner und Bienenstellplätze in Langendreer und Umgebung gesucht. Tel. 0179 4929493 www.honigausmpott.de 14 Dorfpostille 136

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