Vereinszeitung 3-2017 SC Impuls e.V.

 

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Vereinszeitung 3-2017 SC Impuls e.V.

Popular Pages


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Zeitschrift des sc im·puls erfurt e.V. Nummer 3-2017 Jungfrauziel im Nebel Tour de Vin mit Überraschung Heiko als Vereinsgrillweltmeister Im·pulser erfolgreich in Königsee Marcel Krieghoff mit Ruhepols 38 Wintersportler erfolgreich in Treffurt 10. Auflage des Zweitalsperrenlaufes

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sc im·puls – Nachrichten Der Kommentar Vielseitig Unlängst kam ich in Erklärungsnot. Eine Frau, die es für ihren 40.Geburtstag tatsächlich endlich geschafft hat, regelmäßig zu laufen, möchte beim im·puls Mitglied werden. Ihr seid doch ein Laufverein, oder? Nein, antworte ich. Warum mir dieses Nein als erste Antwort einfiel, weiß ich nicht. Was macht einen Laufverein aus? Laufen natürlich. Und laufen. Und laufen. Und dazwischen bestenfalls: dehnen. Aber nicht immer und gern schon gleich gar nicht. Also hatte ich recht mit meiner Antwort, über die ich nicht nachgedacht habe. Wir sind nicht nur ein Laufverein. Obwohl bei uns beste Aktive dabei sind – von Marcel Krieghoff über Moritz, Julian und Philipp bis hin zu Aktiven wie mir. Die Besten laufen im Vergleich zu mir schneller als doppelt so schnell. Und andere in meiner Altersklasse gewinnen sogar Wettkämpfe. Aber wir laufen halt fast alle oder zumindest mehrheitlich. Bis der Winter kommt. Und dann laufen wir immer noch. Abends auf der ega. Ganz ohne Hunde und mit ausreichend Licht. Und einmal in der Woche gibt es Athletiktraining. Das ist für die, die entweder noch schneller werden wollen oder aber für die, die wissen, dass Vielseitigkeit die Chance auf Verletzungsfreiheit ist. Und dann gibt es noch die, die da sagen, sie fühlen sich mittlerweile auf dem Rad wohler. Weil sie entweder zu faul sind zum Laufen oder kaputte Knie haben oder einfach vermeiden wollen, dass sie irgend jemand walkend sieht. Die also fahren Rad. Richtig gut und richtig viel. Die nächsten trauen sich Gymnastik. Hoch das Bein und gut gestreckt. Wieder andere spielen Volleyball, springen mit dem Fallschirm und gehen zum Rafting oder fahren in der Gruppe fort. Und fast alle feiern. Laufverein war gestern oder auch vorgestern. Wenngleich die meisten Mitglieder bei uns laufen. Jede und jeder für sich so ambitioniert, dass entweder nur die Bewegung Spaß macht oder auch die gelaufene Zeit und bei Wettkämpfen auch noch die Platzierung. Langsam ahne ich, warum ich auf die Frage nach dem Laufverein zunächst mit einem Nein geantwortet habe. Doch ich habe so- fort einen Satz ergänzt: Wer laufen will, ist bei uns richtig. Das Laufen bleibt. Und das andere darf gern probiert werden. Hier, in diesem Verein. Esther GOLDBERG Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag Oktober 2017 Höhn, Martina Rudorfer, Dr. Carola Siegfried, Manuela Münch, Birgit Sparbrod, Moritz Göbel, Dr. Peter Müller, Katrin Ströhl, Sabine Isserstedt, Ulrike Jesche, Silvo Spangenberg, Annegret Rudow, Kerstin 04.10. 04.10. 05.10. 07.10. 09.10. 10.10. 17.10. 20.10. 21.10. 29.10. 29.10. 30.10. November 2017 Schröder, Luise Gauder, Hartwig Bäster, Manfred Höhn, Ralf Ertl, Margret „50“ Sommer, Martin Traut, Gisela Lehmann, Frank „55“ 06.11. 10.11. 13.11. 14.11. 15.11. 22.11. 28.11. 29.11. Dezember 2017 Kämmer, Ursula Groch, Juliane Kleinschmidt, Annette Jesche, Dagmar „55“ Grüning, Peter „60“ Wegener, Christa Bennemann, Mark Hoyer, Maximilian „20“ Naumann, Frank Ratzlow, Cordula Ollesch, Freimut Pohle, Doris Dawson, Berith 01.12. 02.12. 03.12. 06.12. 11.12. 15.12. 19.12. 23.12. 24.12. 26.12. 29.12. 30.12. 31.12. Aus der Vorstandssitzung In der Vorstandssitzung am 02.08.2017 wurden nachfolgende Themen behandelt: - Auswertung Thüringer Frauen- und Erfurter Volkslauf - Beratung zur weiteren Umsetzung der Öffentlichkeitsarbeit im Verein - Beratung zum Stand der Vorbereitung/ Durchführung der 8. RadTourenFahrt/ Radmarathon - Auswertung der 16. Zweitages-RennsteigRadtour (Termin 2018 - 07./08. Juli) - Beratung/Info zum Stand/Vorbereitung des Vereins-Sommerfest - Info zur Teilnahme der Im·pulsstaffeln am Rennsteig-Staffellauf - Auswertung zur durchgeführten Radtour „Wartburgschleife“ - Info zum durchgeführten Frauen-AktivWochenende der Gymnastik-Frauen - Allgemeines • Aufnahme – Dr. Carola Rudorfer durch einstimmigen Beschluss • Ausschluss – Ralf Kirchner durch einstim- migen Beschluss, wegen nicht erfolgter Beitragszahlung trotz mehrmaliger Mahnungen • Info zu vertraglich geregelten Trainingszeiten für die Saison 2017/2018 (siehe separate Darstellung) Die erforderlichen Beschlüsse zur Umsetzung wurden gefasst. Trainingszeiten sc im·puls erfurt für die Saison 2017 / 2018 Folgende Trainingszeiten stehen den Mitgliedern des sc im·puls erfurt zur Verfügung: Gymnastik: dienstags von 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr Sporthalle RS 07 (Grünstraße) Trainingszeit gilt bis 29.06.2018 und z.zt. ohne Einschränkung, kurzfristige Änderungen von Amts wegen sind zu beachten ÜL: Manuela Siegfried Volleyball: mittwochs von 18.00 Uhr bis 19.45 Uhr Sporthalle GS 07 (Blumenstraße) Trainingszeit gilt bis 29.06.2018 und z.zt. ohne Einschränkung, kurzfristige Änderungen von Amts wegen sind zu beachten ÜL: Ralf Höhn Lauf – Freianlage: dienstags von 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr LA-Anlagen Steigerwaldstadion Trainingszeit gilt vom 10.08.2017 bis 15.10.2017 und vom 01.0 5.2018 bis 29.06.2018 mittwochs von 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr LA-Anlagen Steigerwaldstadion Trainingszeit gilt vom 10.08.2017 bis 15.10.2017 und vom 01.0 5.2018 bis 29.06.2018 ÜL: Birgit Münch Lauf – Halle: dienstags von 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr Leichtathletikhalle Trainingszeit gilt vom 07.11.2017 bis 31.03.2018 und z.zt. ohne Einschränkung ÜL: Dieter Röckert Lauf/Athletik – Halle: donnerstags von 19.00 Uhr bis 20.45 Uhr - Leichtathletikhalle Trainingszeit gilt vom 02.11.2017 bis 31.03.2018 und z.zt. ohne Einschränkung ÜL: Birgit Münch Die vereinbarten Trainingszeiten werden sporadisch durch den Vertragspartner kontrolliert. Bei festgestellten Nichtnutzungen sind Konsequenzen zu erwarten. 2 im·puls Nummer 3 - 2017

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sc im·puls – vorgestellt Ruhepuls 38 Marcel Krieghoff vom sc im·puls erlebt sein bislang bestes Sportjahr „Das können Sie wirklich nehmen“, berät Marcel Krieghoff eine Kundin im Laden Intersport Schenk von Bad Langensalza. Ihm können sie getrost vertrauen, wenn sie Sportkleidung kaufen. Er weiß ja, wie es sich anfühlt, das richtige Sportshirt zu tragen. Marcel Krieghoff ist immer noch verblüfft, wie toll dieses Sportjahr für ihn läuft. So gut war er noch nie, obwohl er auch die anderen Jahre richtig gut war und nahezu allen davon gelaufen ist. Aber diesmal, da stimmt fast alles. Und auch das Klima in seinem Verein. „Ich mag es familiär“, sagt er. Obwohl er auch noch im Rennsteiglaufverein ist. „Dort habe ich noch meinen Startpass“, sagt Marcel Krieghoff. Am Wochenende hat er noch eine kleine Trainingseinheit im „schnelleren Bereich“ gemacht, wie er sagt. Die 15 Kilometer ist er in 50 Minuten gelaufen – zusammen mit Julian und Philipp Häßner. Damit er noch einmal ordentlich aufgedreht hat vor dem Köln-Halbmarathon. Der Tag beginnt für Marcel – mit Training. Natürlich. Hier, in Bad Langensalza, hat er sofort die richtigen Wege dafür. „In Erfurt musste ich erst 5 bis 6 Kilometer laufen, ehe ich dort angekommen bin, wo ich trainieren konnte“, ist Marcel Krieghoff sichtlich zufrieden. Die vielen Radwege in seiner Wahlstadt machen es nun schneller möglich. Und zumeist trainiert er noch ein zweites Mal am Tag. Zumindest, wenn er sich auf Wettkämpfe vorbereitet. Und das tut er natürlich nahezu immer. In ruhigen Wochen, so sagt er, sind es nur 100 Kilometer. Er sagt das so nebenbei und in einem Ton, dass man sich sicher sein kann, er meint das ernst. In härteren Trainingswochen sind es um die 180 Kilometer. Da muss ordentlich gedehnt werden… Marcel Krieghoff lächelt beinahe entschuldigend. Mit dem Dehnen hat er es nicht so. „Ich bin eher der Emil-Zatopek-Typ und laufe mich noch ein bisschen aus“, reagiert er. Ganz offensichtlich ist das für ihn genau richtig. Denn in den zwölf Jahren, die er nun Sport auf höchstem Leistungsniveau treibt, hatte er noch keine Verletzung. Glück gehabt, sagt er. Und für das Laufen offensichtlich ausreichend gute Gene. Er hat gerade mal acht Prozent Körperfett („dank meiner Frau esse ich jetzt auch mehr Salat“) und einen Ruhepuls von 38 (!). Doch so gut dieses Jahr für ihn auch läuft: Einen Wermutstropfen gab es dennoch: Zur Weltmeisterschaft „war es nicht meine Strecke“. Wo hätte er auch hier im Flachland einen Abstieg um 1000 Meter auf einer Laufstrecke von drei Kilometern trainieren sollen? Eine Woche lang hat er sich geärgert, dann war dieser Start „einfach eine wichtige Erfahrung“. Und der Zuspruch, den ihm Im·pulser gegeben haben, hat auch gut getan… Zudem hat er für sich ja den Erfolg, bei den Berglauf-Europameisterschaften zweitbester Deutscher geworden zu sein. Da dürfte doch der Steiger-Honig-Lauf für ihn quasi ein Spaziergang sein? „O nein, das stimmt nicht. Ich bin vor jedem Wettkampf aufgeregt“, versichert Marcel Krieghoff. Zumal einige aus seinem Verein mit am Start sind. Text: Esther GOLDBERG Foto: Olaf KLEINSTEUBER im·puls Nummer 3 - 2017 3

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sc im·puls – Bericht Premiere für den Klassikercup Zweitalsperrenlauf fand zum zehnten Mal statt Seit einigen Jahren schon nehme ich am Zweitalsperrenlauf rund um Tambach-Dietharz teil. Dieser fand in diesem Jahr bereits zum 10. Mal statt. Weit über 200 Starter waren auf den verschiedenen Strecken am 19. August bei bestem Laufwetter dabei. Zum ersten Mal aber zählte die anspruchsvolle Hauptstrecke über knapp 17 km mit 113 Startern als Wertungslauf des Thüringer Klassikercup. Landschaftlich reizvoll rund um die Alte Tambacher Talsperre und über die Staumauer der neueren Schmalwassertalsperre galt es, auf den verschiedenem Untergrund wie Asphalt, Schotterwegen, Treppenanstiegen und schwierigen Wurzelpassagen die Strecke zu meistern. Nach 2 km geradem Wiesenweg und Treppenanstieg ging es dann fast 8 km nur bergan, um sich dann im Singletrail bergab und auf den letzten Kilometern auf fast gerader Strecke ins Ziel zu kämpfen. 560 Höhenmeter mussten überwunden werden. Nur ein kleiner kurzer Stich hoch zum Sportplatz, welcher Start und Ziel bedeutete, verlangte von den Läufern zum Ende noch einmal einiges ab. Aber die Zielrunde mit einer sehr ansprechenden Motivation des Stadionsprechers halt noch einmal beim Endspurt. Auch eine 12köpfige Vertretung des sc von Rene Große (Rennsteiglaufverein) als Drittplatziertem. Unter die Top Ten erliefen sich auch noch mit beachtlichen Leistungen Bruno Wenzel als Fünfter, David Münch als Siebenter und unser Neuzugang Hendrik Keiling als Neunter. Die Damenwertung gewann wieder Seriensiegerin Maria Füldner aus Finsterbergen in einer beachtlichen Laufzeit von 1:12:09. Auch Margret Ertl, Christa Wegner und Birgit Münch stellten sich der Herausforderung und überzeugten mit guten Laufzeiten. Somit ging die zweite Runde des Thüringer Klassikercup 2017 nach der Sommerpause für die Teamwertung erfolgreich weiter, 570 Punkte wurden erreicht. Ein sehr zu empfehlendes volkssportliches Event, bestens organisiert vom WSV Tambach-Dietharz rund um Gesamtleiter Jürgen Reinhard konnten wir hier erleben. Jeder Teilnehmer wurde bei der Siegerehrung gewürdigt, mit Urkunden, Pokalen und Medaillen. Im Ziel gab es auch noch als Überraschung für jeden Finisher eine Medaille aus Holz, die „Lutherrose“. Die Einzelergebnisse unserer Starter Ingo Thurm 1:04:13 Bruno Wenzel 1:07:00 David Münch 1:07:30 Hendrik Keiling 1:11:16 Maik Hermann 1:13:28 Heiko Münch 1:18:36 Michael Hermann 1:19:17 Dirk Bomberg 1:25:02 Birgit Münch 1:31:36 Christa Wegner 1:35:10 Margret Ertl 1:39:59 Günter Münch 1:48:49 1. AK M 45 2. AK M 45 1. AK M 30 1. AK M 20 2. AK M 30 2. AK M 50 1. AK M 60 2. AK M 60 5. AK W 50 1. AK W 60 6. AK W 50 2. AK M 65 Birgit MÜNCH im·puls nahm teil. Galt es doch, wieder Punkte für die Einzelwertung sowie für die Mannschaftswertung zu erlaufen. Die Gesamtwertung bei den Männern gewann aber der jüngste Starter im Feld, der 17 jährige Roman Freitag, ein talentierter Nachwuchsleichtathlet vom Eisenacher LV, in einer Zeit von 1:01:55. Starker Zweiter wurde unser Ingo Thurm in 1:07:00, gefolgt 4 im·puls Nummer 3 - 2017

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sc im·puls – Bericht Sommerfest des Vereins gehörtBeenteuzSinutlGiidsmguaugmtmneuugmtneegn Für den 19. August hatte der Vereinsvorstand die „Im·pulser“ zum alljährlichen Sommerfest eingeladen. Eine gute Tradition, um die Geselligkeit im Verein zu pflegen und bei lockeren Gesprächen sowohl die sportlichen Ereignisse als auch andere Themen Revue passieren zu lassen und sich gemeinsam über neue Herausforderungen auszutauschen. Gut 40 Sportlerinnen und Sportler aus den verschiedenen Sparten unseres Vereins folgten der Einladung – erfreulich und gut, dass neben den schon etwas älteren, aber immer noch jung gebliebenen Vereinsmitgliedern insbesondere auch unsere jungen Spitzenläufer dabei waren. Neben den Läufern, Radsportlern und Gymnastikfrauen gesellten sich in diesem Jahr auch einige Vertreter der neu gegründeten Volleyballgruppe hinzu – eine gute Gelegenheit des gegenseitigen Kennenlernens. Unter der Federführung des Organisationsteams - Birgit, Tobias und Udo – wurde unter Hilfe weiterer Helfer alles für einen schönen und geselligen Abend hergerichtet. Während die einen tatkräftig beim Aufbau von Zelt, Technik und Bestuhlung halfen, hatten die anderen leckere Salate, Kuchen und Desserts gezaubert, so dass für das leibliche Wohl ausreichend gesorgt war. Den Job am Rost hatte „Grillmeister“ Heiko inne – mit viel Lob für die Würste, Brätel und weiteren Leckereien vom Rost. Zudem war für ausreichend Vorrat zum Durstlöschen gesorgt. Das Wetter hat es an dem Abend gut mit uns gemeint – bei recht angenehmen Temperaturen war die Terrasse des Vereinsheims über etliche kurzweilige Stunden bis spät gut besucht – ein Dank an die Helfer, die noch bis kurz vor Mitternacht erste Aufräumarbeiten erledigten und am Sonntagmorgen für den Zeltabbau und das Wegräumen von Tischen und Bänken schon wieder da waren. Noch am Samstagvormittag waren etliche der Sommerfestteilnehmer sportlich aktiv. Einige Läufer starteten beim 4. Erfurt-Marathon oder vertraten erfolgreich die Vereinsfarben beim Sandhasenlauf, andere „Im·pulser“ gingen beim Zwei-Talsperren-Lauf in Tambach-Dietharz im Rahmen des Thüringer Klassikercups auf die Strecke und sammelten Wertungspunkte für die Cupwertung. Am Abend hieß es nun, die Kohlenhydratspeicher wieder aufzufüllen. Birgit führte uns durch den Abend, regte zum Kennenlernen der neuen Vereinsmitglieder an und gab auch acht, dass keiner hungrig oder durstig den Heimweg antreten musste. Wir freuen uns auf ein nächstes Mal, denn Geselligkeit gehört neben den sportlichen Aktivitäten auch zum Vereinsleben. Udo PHILIPPUS im·puls Nummer 3 - 2017 5

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sc im·puls – Bericht Ingo Thurm holte sich den Gesamtsieg 37. Königseer Stadtwaldlauf war für die Im·pulser eine Erfolgsgeschichte Traditionell eröffnet nach der Sommerpause Ende August der Stadtwaldlauf in Königsee den zweiten Teil des Thüringer Klassikercups und lockt bei meist gutem Wetter immer viele Aktive auf das Gelände des historischen Waldbades. Wir Im·pulser waren auch in diesem Jahr bei der Punktehatz im Thüringer Wald wieder stark vertreten. Ingo Thurm bestätigte einmal mehr seine tolle Form in dieser Saison und krönte das tolle Gesamtergebnis des sc im·puls mit einem Gesamtsieg (00:43:30.2, M45) über die anspruchsvolle Strecke, gleich gefolgt von Bruno Wenzel auf Platz 2 (00:45.13.4, M45). Bei den Frauen siegte Maria Füldner vom FSV 1950 Gotha als Gesamt-Fünfte in starken 00:48:26.4. 15 Läuferinnen und Läufer des Vereins hatten für die in diesem Jahr leicht verlängerte 11,5 km lange Strecke gemeldet. Für Wolfgang Kölsch und mich sollte Königsee noch als letzter Formtest für den bevorstehenden Jungfrau-Marathon in der Schweiz dienen, so dass wir uns gegen Punkte und für einen Start über den langen Kanten entschieden hatten. Die auf gut ausgebauten Waldwegen verlaufende Strecke war zwar technisch nicht anspruchsvoll, gleichwohl wollten die auf 20,5 km verteilten 330 Höhenmeter klug eingeteilt werden. Mit 47 Startern, davon 6 Frauen, war das Starterfeld eher übersichtlich, trotzdem wurde um jeden Platz gekämpft. Gegen die starken aber auch deutlich jüngeren Läuferinnen Claudia Schreiber vom Saalfelder LAV (W40, 01:51:20.2) sowie Jessica Pikarski (Team Kyffhäuser, W 30, 01:53:18.8) konnte ich mich nicht durchsetzten aber immerhin den 3. Platz in der Frauenkonkurrenz und den 1. in der AK W50 (01:59:13.3) sichern. Wolfgang Kölsch erreichte in 01:40:56.6 den 11. Gesamtrang und Platz 3 in der M50. Die Im·pulser besetzten auch über die CupDistanz wieder viele vordere Plätze. Bei den Damen setzte unser „Küken“ Juliane Groch in diesem Jahr ein Ausrufezeichen. Erstmals ließ sie die arrivierten Im·puls-Seniorinnen hinter sich und lief als erste Im·pulsfrau in 1:03:03.8 in der Frauenkonkurrenz (Frauen) über die Ziellinie und auf Platz 4. Die W50Damen mussten sich erneut einer sehr starken Konkurrenz stellen und konnten am Ende die Plätze 5 (Birgit Münch 01:04:43.1) und 6 (Margret Ertl 01:05:24.4) und weitere Wertungspunkte sichern. 01:04:48.9 reichten Christa Wegner für einen 1. Platz in der W60. Manuela Kirchner gelang ein 7. Platz in der W40. Von den Herren machten Maik Herrmann (M35), Tobias Schramm (M40) und Heiko Münch (M50) jeweils Platz 2 sowie Günther Münch Platz 4 in der AK M65 mit ihren tollen Ergebnissen das Punktekonto voll. Susanne PHILIPPUS 6 im·puls Nummer 3 - 2017

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sc im·puls – Bericht Hornissen störten Honiglauf Im·pulser mischten im Steiger wieder vorn mit allen Aktiven gefürchtet wird sondern von Hornissen. Mindestens 30 Aktive wurden gestochen, zwei Frauen mussten sogar zur Beobachtung ins Krankenhaus. Zu ihnen zählte Sandra Daneyko, die erst seit kurzem Vereinsmitglied ist. Der LTV als Organisator hatte im Ziel für all jene, die trotz vereinzelter Stiche weiterlaufen konnten, Eiswürfel organisiert. Zwei Rettungswagen und ein Notarzt waren im Einsatz. „Kühlen hilft“, versicherte Wolfgang Merten, der Herr des Honigs. Er ist sich sicher, dass es Hornissen waren, die den Läuferinnen und Läufern das Leben schwer gemacht und einige sogar zum Aufgeben gezwungen hatten. Dabei war die Steigerrunde hinunter zur Silberhütte und hinauf zum alten Forsthaus endlich einmal gänzlich frei von Schlamm. Zu denen, die von den Hornissen zwar geärgert wurden aber dennoch richtig gut ins Ziel gekommen waren, gehörten Heike Franke und Jacqueline Schürings. Beide sahen erst einmal auf die Uhr, nickten zufrieden und holten sich dann Eisbeutel zum Kühlen. Neun Aktive dieses Vereins rannten dem Dilemma so gut davon, dass sie es aufs Treppchen schafften – Bruno Wenzel, Maik Herrmann, Michael Herrmann und natürlich Marcel Krieghoff sowie Christa Wegener liefen sogar auf den ersten Platz in der jeweiligen Altersklasse. Ein toller zweiter Platz kam im Ziel für Luise Krieghoff und Dirk Bomberg heraus, Dritte in ihrer Altersklasse wurden Juliane Groch, Hendrik Keiling und David Münch.* Mit den Bambini- und Schülerläufen waren etwa 500 Aktive am Start eines Laufes, der lediglich durch die Hornissen gestört wurde und ansonsten gut organisiert war. * Wenn ein Ergebnis nicht entdeckt und nicht aufgeschrieben wurde, ist das den vielen Hornissen geschuldet, die über die Autorin hergefallen waren. Text und Fotos: Esther GOLDBERG Einträchtig flitzten Marcel Krieghoff (sc im·puls erfurt) und Samsom Tesfazghi (SV Sömmerda) ins Ziel des 78. Honig-Steigerlaufes, der der letzte Lauf im Steiger-Triple und zudem der vorletzte Lauf im diesjährigen Thüringer Klassikercup war. Die Uhren blieben bei 44:34 Minuten stehen. „Wir haben uns einen harten Kampf geliefert, aber keiner von uns beiden war heute besser. Da beschlossen wir, gemeinsam ins Ziel zu laufen“, analysiert im Ziel Marcel Krieghoff und zeigte sich sichtlich zufrieden. Pünktlich zum Start hörte der Regen auf. Diesmal war die schwere Steigerrunde, die auch dem Rennsteig Ehre macht, nicht vom letzten Anstieg dominiert, der von nahezu im·puls Nummer 3 - 2017 7

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Im·pulser gehen baden sc im·puls – Bericht Wildwasserrafting und Kajak in Leipzig/Markkleeberg Vom 01.-03.09. verbrachten einige Sportfreunde ein gemeinsames Wochenende in Leipzig/Markkleeberg. Als kulturellen Punkt besichtigten wir zuerst das Völkerschlachtdenkmal und das Panometer (derzeit mit einer Titanic-Ausstellung), dann gingen wir zum sportlichen Teil über: Rafting auf der Wildwasserstrecke in Markkleeberg. Nach einer kurzen Einweisung und anschließender Einkleidung (Neoprenanzug, Schwimmweste, Helm, Schuhe) wurden wir zuerst einmal vom Guide „sanft“ in das doch recht kalte Wasser geschubst und mussten uns im Strudel bis zum Ausstieg treibend über Wasser halten. Da man keine Brille tragen durfte, hatte manch Kurzsichtiger mehr oder weniger Probleme mit der Orientierung. Dann setzten wir uns in die Schlauchboote und los ging es. Während des einstündigen Raf- tings wurde unser Boot mehrfach komplett geflutet (mit so viel Wasser hatten wir gar nicht gerechnet…☺), trotzdem und gerade deswegen hatten wir viel Spaß. Am Sonntag ließen wir es auf dem Wasser wesentlich ruhiger angehen mit einer Kajakfahrt auf der Weißen Elster durch Leipzig. Mit mehreren Booten „stachen wir in See“. Schon nach kurzer Zeit zeigte sich, dass der Kapitän und die Besatzung eines Kajaks nicht harmonierten. Um eine eventuelle Meuterei der Mannschaft zu umgehen, wurde der Kapitän kurzerhand auf ein anderes Boot „strafversetzt“. Schon klappte alles und wir konnten 3 Stunden sowohl Natur als auch die Stadt vom Wasser aus genießen. Trotz strapazierter Oberarmund Lachmuskeln war es für alle wieder ein schönes und unvergessliches Wochenende. Text: Dagmar und Silvo JESCHE Fotos: privat/ Kanupark-Fotodienst im·puls Nummer 3 - 2017 9

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Der Wettergott ist kein Mitglied unseres Vereins RadtourenFahrt war dennoch kein Schlag ins Wasser Am 13.August wurden die 8. Erfurter RadtourenFahrt und der Radmarathon gestartet. Drei Tage vor dem Start trafen sich die vielen Helfer im Vereinshaus um die letzte Abstimmung durchzuführen. Bei sommerlichen Temperaturen erfolgte die Einweisung in die Strecken und deren Markierung. Die Verpflegung wurde abgestimmt und der Ablauf im Start- und Zielbereich festgelegt. Alles war wie in den Jahren zuvor perfekt vorbereitet. Auch wenn wir nicht wie gewohnt den Aufbau an der Leichtathletikhalle am Vortag durchführen konnten, weil eine andere Sportveranstaltung den Zugang nicht ermöglichte, so war alles für eine schöne Veranstaltung vorbereitet. Die Anzahl der Voranmeldungen lag auf dem Niveau des Vorjahres. Das ist immer die größte Ungewissheit. Wie viele werden noch am Veranstaltungstag sich spontan zur Teilnahme entscheiden und nachmelden? Im weiteren Umkreis fand keine ähnliche Veranstaltung statt. Die RTF im Frankenwald wurde abgesagt, und nach Dresden würden wohl auch nicht so viele Thüringer aufbrechen. So weit so gut. Also dann ist nur noch die Frage nach dem Wetter zu beantworten. Die Prognose sah ganz gut aus, jedoch das was sich am Sonntag so abspielte, war so nicht vorhergesagt. Pünktlich zum Start der Teilnehmer des Marathons öffnete der Himmel seine Schleusen und sollte sie die nächsten 6 Stunden nicht schließen. So entschieden sich einige Aktive doch zur Nichtteilnahme und packten ihre bereiften Schmuckstücke wieder ein. Dennoch stellten sich 172 Aktive den verschie- denen Strecken, davon 77 dem Marathon, 25 den 161 Km, 27 den 116 Km, 37 den 84 Km und 6 Starter nahmen die 52 Km unter ihre 10 im·puls Nummer 3 - 2017

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Pneus. Trotz der widrigen und wechselnden Bedingungen auf den Strecken herrschte bei den Aktiven und den vielen Helfern des Vereins gute Laune. Davon ließ sich auch das Wetter anstecken und so wurde es noch ein sonniger und warmer Nachmittag, der alle Strapazen vergessen ließ. So zum Beispiel war der Marathon etwas länger geworden, weil in Kahla innerhalb von 14 Tagen eine Straße wegen Bauarbeiten „verschwunden“ war. Auch manch andere Baustelle war nicht so einfach zu umfahren, und es kamen mehrere Kilometer dazu. Den Hinweis, dass für die Touren 4-6 ein ausreichend guter Trainingszustand vorausgesetzt wird, sollte auch in den nächsten Jahren auch auf die Touren 2-3 erweitert werden, denn Thüringen ist nicht flach sondern erfordert bei den Anstiegen erhöhte Kraftanstrengungen. Das bekamen insbesondere unsere spanischen Teilnehmer zu spüren, von denen unter anderem einer von der Strecke geholt werden musste. Für ihn galt das Motto unserer Veranstaltung „Dabei sein und Spaß haben“. Das werden wir auch in den nächsten Jahren so beibehalten. Aus diesem Grund wollen wir am 12.08.2018 die 9. Auflage der Erfurter RadtourenFahrt und den Radmarathon durchführen. Helfer und Aktive sollten sich diesen Termin bereits im Kalender eintragen. Andree JEZIORSKI im·puls Nummer 3 - 2017 11

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sc im·puls – Bericht 8 Mühlen am rauschenden Bach – aber ohne Netz Gymnastikfrauen waren bereits das 16. Mal gemeinsam auf Wanderschaft In diesem Jahr führte uns unser Wochenendausflug in den Osten Thüringens, Ziel war das schöne Mühltal bei Eisenberg. Charlotte hatte uns in der Walkmühle einquartiert. Nachdem alle eingetrudelt und die Zimmer bezogen waren, gab es ein sehr üppiges, leckeres Abendessen, vom Chef selbst zubereitet, denn die Köchin war erkrankt. Anschließend machten wir eine erste kleine Erkundungstour rund ums Quartier. Leider haben wir in diesem Jahr kein so lauschiges Plätzchen wie sonst immer gefunden und so gab es nur eine kleine Stehparty im Wald. In der Nacht begann es zu regnen, und diejenigen von uns, die trotz oder vielleicht auch wegen der himmlischen Ruhe und gesunden Luft nicht so gut schlafen konnten befürchteten schon das Schlimmste. Doch am Morgen war es zwar kühl, aber immerhin trocken von oben. Wegen der aufgeweichten Wege wählten wir sicherheitshalber den asphaltierten Wanderweg entlang der Rauda. Das ist der kleine Bach, an dem die 8 Mühlen aufgereiht liegen. Zu Beginn stellte Manuela noch die Aufgabe, jede sollte unterwegs drei unterschiedliche Steine sammeln. Wozu? Auflösung erfolgt später... Und so ging’s los: an der Pfarrmühle mit noch funktionierendem Mühlrad vorbei, über die Froschmühle, heute eine Jugendherberge zur Naupoldsmühle. Dort gibt es ein winziges Museum mit allerlei Kuriositäten zum Mühlthal und ersten Hinweisen auf den berühmtesten Mann der Gegend: Milo Barus, einst der stärkste Mann der Welt. In der nächsten Mühle ist ihm eine ganze Ausstellung gewidmet, denn in der Meuschkensmühle war er eine Zeit lang der Gastwirt. Aber nur Manuela schaute sich dort um, alle anderen brauchten eine kleine Stärkung und Pause. Dann ging es weiter quer durch den Wald, unterwegs gab es zur Unterhaltung noch ein kleines Ratespiel, das sich Birgit ausgedacht hatte. Ein Riesensteinpilz wurde auch gefunden, sorgsam mitgenommen, aber er landete letztendlich total wurmstichig in der Biotonne. In der Robertsmühle wollten wir eigentlich die Miniatur-Ausstellung zum Mühltal besuchen, aber dort war wider Erwarten geschlossen. Und so ging es vorbei an der Schössermühle (im Umbau) und Amtsschreibermühle (auch irgendwie geschlossen) zurück zur Walk- mühle. Auf dem letzten Stück schien dann endlich auch die Sonne wieder. Nach Kaffee und Kuchen auf der Terrasse wurde auch das Geheimnis um die Steine gelüftet. Nachdem die Schönsten allseits gewürdigt waren, hat Manuela 2 Mannschaften gebildet und wir haben so eine Art UrzeitSteinboule gespielt. Manuela hatte sogar Preise für Gewinner und Zweite! Zum Abendessen gab es die bestellten Forellen, gebraten oder geräuchert aus der hauseigenen Räucherei, mmmhhh – sehr zu empfehlen. Aber auch eine Vegetarierin wurde gut versorgt. Ein paar von uns machten dann noch einen kleinen Waldspaziergang zur Nachbarmühle und fütterte dort die Pferde. Zu später Stunde haben wir es uns wie schon am Freitagabend bei Gisela im Zimmer (es war das größte) gemütlich gemacht. Am Sonntag nach einem entspannten Frühstück verabschiedeten wir uns vom Mühltal und fuhren zusammen nach Eisenberg, um dort noch ein bisschen Kultur zu genießen. Ziel war die Schloßkirche. Dort war allerdings gerade Gottesdienst und einige von uns verbrachten die Wartezeit mit telefonieren, simsen und whatsappen, denn wir waren kommunikationstechnisch gesehen endlich wieder in der Zivilisation angekommen. Das Mühltal ist diesbezüglich ein Tal der Ahnungslosen. Aber der Erholung tut das eigentlich auch mal ganz gut! Die Schlosskirche übrigens wird ihrem Ruf als schönste Barockkirche Thüringens gerecht und die Besichtigung war ein sehr gelungener Abschluss unseres Wochenendes. Das war schon die 16. Auflage. Begonnen haben wir 2002 mit Oberhof und wir sind gespannt, wohin es 2018 geht. Karin RUPPE 12 im·puls Nummer 3 - 2017

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sc im·puls – Bericht Schönwetter-Strähne ging zu Ende 14. Treffurter Stadtlauf glänzte trotz dunkler Wolken Hoch über dem Werratal ist sie weit sichtbar, die um 1200 erbaute Burg Normannstein. Allerdings passierte das am 09.September nicht. Tief hängende schwarze Regenwolken ziehen durch das sonst so malerische Tal an der Werra. In den zurückliegenden Jahren hatten die Veranstalter des Treffurter Stadtlaufes immer einen guten Draht zum Wettergott, der sie mit viel Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen für ihre Veranstaltungsmühen belohnte. Waren die vielen Helferinnen und Helfer um Günther Osswald in diesem Jahr nicht so fleißig oder hatten sie ihre Teller nicht abgegessen? Am Fleiß kann es nicht gelegen haben, denn eine bestens organisierte Laufveranstaltung, bei der selbst der Bürgermeister mit Hand anlegt, wurde für die 355 Aktiven geboten. Ein Einsehen hatte der Wettergott dann doch noch und stellte pünktlich zum Start sein Regengeschäft ein. Zum ersten Mal wurde im vielfältigen Reigen der Wettbewerbe auch ein Firmenlauf ausgetragen. Trotz eines erweiterten Programmes mussten die Veranstalter aber einen kleinen Teilnehmerrückgang verzeichnen, der sicherlich dem Wetter und der Vielzahl von Laufveranstaltungen an diesem Wochenende geschuldet war. Auch unser Verein ging nur mit einer kleinen Mannschaft (fünf Aktive) an den Start. Da es galt, trotzdem erneut viele Punkte für den Thüringer Klassiker Cup einzuholen, ging man hoch motiviert an den Start. Nach Zieleinlauf war die Freude bei Christa, Bruno, Hendrik, Maik und Michael umso größer, hatten sie doch alle einen Podestplatz erreicht. Im Hauptlauf über 10,2 km im·puls Nummer 3 - 2017 dominierten bei den Herren einmal mehr die Wintersportler. Es siegte Thomas Bing (Rhöner WSV) in 36:11,2 vor Marius Cebulla (EWV Goldlauter), 36:20,2 und Eric Voßhage (WSV Schmiedefeld), 37:22,9. Bei den Frauen ging der Sieg an Maria Fuldner. Ergebnisse: Bruno Wenzel 9./ 1.M45 / 41:09,0 Hendrik Keiling 13./ 3.MHK / 42:37.8 Maik Herrmann 15./ 2.M35 / 43:05,6 Michael Herrmann 31./ 1.M60 / 48:13,7 Christa Wegener 86./ 1.W60 / 1:00:12,8 Olaf KLEINSTEUBER 13

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sc im·puls – Bericht Schnürlregen in den Bergen Jungfraumarathon mit guten Leistungen der Im·pulser gelungen Nach dem erfreulichen Erlebnis im Vorjahr, als ich in knapp unter 5 Stunden bei strahlendem Sonnenschein erstmals all das tolle Flair beim Jungfrau-Marathon erlebte,konnte ich meine Lauffreundin Susanne Philippus überzeugen mitzukommen.Zudem waren aus meinem Bekanntenkreis noch Vereinskollegin Manuela Kirchner und ihre Freundin Bianka am Start. Noch eine Woche vorher sah das Wette gut aus, von Tag zu Tag verschlechterte sich aber die Wetterprognose und einen Tag vor dem Start stand fest, dass es regnen wird. Und das nicht zu knapp. In der Nacht waren dicke Wolken gekommen und pünktlich 30 min vor dem Start regnete es los. Doch es war zunächst nur ein feiner Schnürlregen. Aufgrund meiner Zeit vom Vorjahr startete ich im zweitschnellsten Startblock – pünktlich 8.35 Uhr gab es den Startschuss durch einen bekannten Skiläufer und es zeigte sich früh, dass es vermutlich kein schlechter Tag für mich wird. Ohne sonderliche Mühe konnte ich die geplante Pace für die ersten 10 km erreichen von 4:50 bis 5:00 min/km und halten, gegen Ende der 10 km musste ich sogar aufpassen, dass ich nicht zu schnell wurde. Danach kam der erste hügelige Teil, 5 km in trailigem Gelände. Auch dies klappte ohne große Probleme, die Steigungen gingen dahin, ohne dass ich ans Limit gehen musste. Daran schloss sich der zweite relativ flache Abschnitt an, nochmals 10 km lang, zunächst nach Lauterbrunnen, von dort in ein wunderschönes Bergtal mit steilen Felswänden und rauschenden Wasserfällen hinein und wieder zurück nach Lauterbrunnen. Etwa bei km 23 hatte ich plötzlich den 4:30 h Zugläufer mit seiner Ballonfahne in Sichtweite, so etwa 500 Meter vor mir, da wusste ich, ich liege gut in der Zeit. Es kam die Wengener Wand, von Lauterbrunnen hoch nach Wengen, mit über 300 Höhenmetern auf knapp 2 km ein Monster, bei dem keiner läuft, sondern alle gehen, selbst die Elite. Im Gegensatz zum Vorjahr veränderte sich dieses Mal meine Position im Feld kaum, es ging voran, aber ich lief mit leicht gezogener Handbremse, nur nicht überpacen bei diesen Steigungen. In Wengen war km 30 erreicht, bei flachen Marathons ist manchmal schon fast das Schlimmste geschafft ist, bei diesem Lauf geht es jetzt erst richtig los. Es folgen 7-8 km bergauf über geschotterte Bergwege zur Skistation Wengen-Wixi, flacher als die vorangegangene „Wand“ und der Schlussanstieg, aber steiler als ich es aus dem Vorjahr in Erinnerung hatte. Dennoch kam ich ordentlich voran und konnte wieder Läufer überholen, etwa bei km 35 hatte ich plötzlich wieder den 4:30 h Zugläufer in Sichtweite. Ab der Skistation, kurz vor km 38, ging es nur noch ums „Überleben“, Pacevorgaben waren egal, der Regen erheblich stärker geworden. Es herrschte dicker Nebel und auch die Tem- peratur war nur noch im einstelligen Bereich. Die Beine waren müde, ich wurde häufiger überholt als ich selbst noch überholte, aber eine Skipiste bergauf zu laufen mit Schlamm, nassen Steinen und Gras ist eben Anschlag, da kann man nichts erzwingen. Im Vorjahr waren die 4000er Gipfel noch zum Greifen nahe, heute sah man kaum weiter als 100200 Meter. Irgendwann war die Moräne am Fuß des Eigergletschers erreicht. Aber da war dann auch schon der Dudelsackspieler zu hören, der am Ende der Steigung auf rund 2.300 Meter Höhe schottische Volkslieder bläst. Irgendwann war er auch zu sehen und die Höhenmeter geschafft. Vermutlich wäre es klüger gewesen, spätestens jetzt meine Regenjacke anzuziehen, aber ich war so im Tunnel, dass ich weder Dauerregen noch Kälte registrierte. Zunächst ging es eine ca 500 m lange Traverse zu einem kleinen Gipfel. Dort hatten die Veranstalter viele Helfer positioniert, denn die Steine waren klatschnass und es war sehr rutschig, danach ging es noch ca 1,5 km hinunter ins Ziel zur Kleinen Scheidegg. Urplötzlich war das Ziel da, im Nebel kaum zu sehen und doch wunderschön. Meine Laufzeit lag mit 4:36 h deutlich über meiner Planung vor dem Lauf, ich erreichte Platz 98 von knapp 700 in meiner AK und mit Platz 672 von rund 3800 Männern eine Platzierung unter den ersten 20 Prozent der Männer gesamt. Auch Susanne (Laufzeit 5:52, Platz 136 in der W50 und Platz 758 gesamt von 1257 platzierten Frauen) sowie Manuela und Bianka (zeitgleich 6:31h, Platz 173 und 174 AK) erreichten das Ziel mit sehr ordentlichen Zeiten und Platzierungen für einen Erstversuch bei diesen extremen Bedingungen. Auf ein Neues in 2018, dann vielleicht wieder bei Sonne. Wolfgang KÖLSCH 14 im·puls Nummer 3 - 2017

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Flotte Familie mit starken Leistungen sc im·puls – Bericht 7-Seen Lauf Sandersdorf – Brehna als Vorbereitung für den Berlin-Marathon Frühling, Sommer, Marathonzeit und Winter. Wenn die Tage wieder kürzer werden, bereiten sich zahlreiche Läufer auf ihren Herbstmarathon vor. Ein schneller Halbmarathon wird dabei als bestimmende Formprobe für den Jahreshöhepunkt gern genutzt. In Vorbereitung auf den Berlin-Marathon und den Dresden-Marathon im Oktober suchte Birgit Münch gezielt nach einer schnellen Halbdistanz am ersten Septemberwochenende für die Familie. Da die Thüringer Lauflandschaft diesen nicht bieten konnte, wählte sie den 3. 7-Seen-Lauf in SandersdorfBrehna als Vorbereitungswettkampf aus. Bei Bestzeiten-Wetter traf ich meine laufenden Eltern in dem Sportzentrum der Region, dem Gelände der SG Union Sandersdorf. Birgit war schon in ihrer allseits bekannten Wettkampfroutine begriffen und auch von Heiko und mir fiel der Alltag nach und nach ab. Der als Halbmarathon ausgeschriebene Kurs wird gemeinsam mit dem Hauptlauf über zehn Kilometer gestartet, so dass ein schnelles Tempo auf den ersten Kilometern zu erwarten war. Gemeinsam mit ambitionierten Nachwuchsfußballern, Boxern der Trainingsgruppe Dirk Dzemski, Hobbyläufern und Wettverlierern gingen mehr als 250 Läufer auf die Strecke, darunter 36 Halbmarathonis. Bis zur Streckenteilung nach vier Kilometern orientierte man sich noch an der Farbe der Startnummer bei der Suche nach dem Gegner der nächsten Kilometer. Am Ortsausgang Ramsin wurde mir dann offensichtlich, dass es einige Läufer auf einen Podestplatz im Halbmarathon abgesehen hatten. Als Führungsduo mit dem späteren Gesamtsieger ging es in einen abwechslungsreichen Trail, welcher von schulterbreiten Waldpassagen bis hin zu fünf Meter breiten Betonpisten und wieder zurück wechselte. Vorbei an den ehemaligen Kiesgruben Richard I und Richard II, der Postgrube, dem Landschaftssee Köckern, der Förstergrube und der Dreieckgrube leiteten uns fröhliche Streckenposten durch das Terrain. Auch, nachdem ich das Führungsfahrzeug mit meinem Gegner ziehen lassen musste, fand ich aufgrund der gut markierten Route meinen Weg und verlor keine Sekunde. Nach gut zwei Dritteln der Strecke fand man sich mit den Teilnehmern des Hauptlaufes auf einem schnellen Zwischenstück wieder. Der Blick auf den Rücken des Führenden verschaffte mir die zweite Luft, so dass ich auf dem schmalen Asphaltband Geschwindigkeit für die letzte, den Halbmarathonis vorbehaltene Schleife aufnehmen konnte. Auf dem finalen Kilometer im Ort begleiteten einen die seligen Kurzdistanzler und die „Stadionrunde“ von 50 Meter Länge verschafft jedem Präsenz im Zielbereich. Mit dem Überschreiten der Ziellinie wird der Zuschauermenge sogleich der Name und die inoffizielle Platzierung in der Altersklassenwertung verkündet. Keiner braucht sich bei dem herzlichen Empfang verstecken. Die Organisatoren und der Bürgermeister der Stadt, begrüßen die Läufer per Handschlag und zeigen den Weg zum Verpflegungspunkt. Nach dem abwechslungsreichen Lauf und gemessenen 57 HM fehlen im Ziel vielleicht 100 Meter zur vollen Halbdistanz. Aufgrund des überlaufenen Sandes, spitzer und lang gezogener Kurven, Anstiege, Singletrails, Asphalt-Pisten, Fahrbahnrand der B100, welligen Wurzelwegen, der Feld- sowie Waldwegen sei diese Lücke jedoch verziehen und wir bilanzieren einen erfolgreichen Wettkampf. Birgit 1. AK50 / 3. gesamt 1:49:42 Heiko 2. AK50 / 9. gesamt 1:31:57 David 1. AK30 / 2. gesamt 1:19:57 David MÜNCH im·puls Nummer 3 - 2017 15

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