Newsletter 13

 

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Flüchtlingshelfer

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!Newsletter 13! !!!Liebe Flüchtlingshelfer!! !1.) Bürgerpreis! An erster Stelle möchte ich Ihnen gratulieren! Alle Flüchtlingshelfer der Stadt haben den Bürgerpreis der !Sparkassenstiftung gewonnen, den das „Netzwerk Asyl“ letzte Woche stellvertretend überreicht bekam. ! Im Netzwerk Asyl, das sich alle vier Wochen trifft, sind die Koordinator/innen der einzelnen großen Flüchtlingsunterkünfte vereint, ebenso der Arbeitskreis Asyl, die Sprachlehrer, das Café international, das Paten-Projekt und der Flüchtlingshilfe-Blog. Wir tauschen Neuigkeiten aus den Unterkünften aus und besprechen, wo es hakt und was gut läuft und sammeln Themen, die wir mit der Verwaltung am Runden Tisch Asyl besprechen wollen, an dem sowohl Vertreter des Netzwerks und der Verwaltung als auch !Vertreter der Kirchen und Wohlfahrtsverbände sitzen. ! Klaus Pistorius, der Sprecher des Netzwerks, machte bei der Verleihung des Preises die Rechnung auf, was wir alle leisten: Bei 350 freiwilligen Flüchtlingshelfern und - sagen wir mal - vier Stunden Einsatz pro Woche sind wir in den letzten zwei Jahren auf 50 000 Stunden Ehrenamtsarbeit gekommen. Bravo! Welchem Flüchtlingshilfe-Projekt das Preisgeld von 2000 Euro zufließen wird, wird das Netzwerk bei seiner nächsten !Zusammenkunft festlegen.! Hier der Bericht dazu, falls Sie es nicht schon aus der Zeitung erfahren haben =>! !!!http://fluechtlingshilfe-baden-baden.blogspot.de/2017/09/burgerpreis.html! !2.) Ehrenamtstreffen! Aber nicht nur auf der Ebene der Unterkunfts-Koordinator/innen sollte der Informationsfluss gewährleistet sein. Gerade in letzter Zeit, als so viele Flüchtlinge in andere Unterkünfte verlegt wurden und die Helfer natürlich mit ihnen mitgingen, wurde es deutlich, dass auch die einzelnen Ehrenamtlichen sich besser untereinander austauschen sollten. Hierfür hat unsere Ehrenamtskoordinatorin Katharina Thomas eine neue Möglichkeit geschaffen: Ab sofort wird es gemeinsame Treffen geben, dem Café Kontakt nicht unähnlich. Es wird also etwas zu essen und zu trinken geben, man kommt miteinander ins Gespräch, und es soll auch über wichtige Themen informiert werden. Auch eine Art schwarzes Bett soll dabei ins Leben gerufen werden. Ein erstes Treffen fand Mitte September statt, rund 30 Freiwillige kamen dazu. Sie waren sich schnell einig, dass solche Treffen sinnvoll sind und im Scherer-Familienzentrum in der Cité stattfinden sollen. Die Treffen !sollen nun regelmäßig ca. alle sechs Wochen stattfinden, und zwar donnerstags.! Das nächste Treffen findet am Donnerstag, 26. Oktober von 18 bis 20 Uhr (das Ende ist allerdings flexibel) im Scherer Familienzentrum statt. Stephan Langreder wird hierbei über das Thema „Arbeit“ referieren, das sehr viele als eines der wichtigsten Themen benannt hatten. Die Einladung ist an der Mail angehängt. Bitte melden Sie sich bei Frau Thomas an.! Mail:! katharina.Thomas@Baden-Baden.de! ! !Hier geht es zu meinem Bericht über das erste Treffen =>! !!!!!!!http://fluechtlingshilfe-baden-baden.blogspot.de/2017/09/ea-treffen.html!

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!3.) Interkulturelle Wochen! !Die interkulturellen Wochen haben sehr erfolgreich und eindrucksvoll begonnen. ! Sehen Sie sich bitte die Unterwasser-Fotoausstellung „Untergegangen“ von Abdullah Raab Almalla „Appo“ im Augustasee an! Appo ist vielen ein Begriff aus dem letzten Filmevent zur interkulturellen Woche, als er seinen selbst gedrehten Film „Schatten“ präsentierte. Dazu gleich mehr. Die Ausstellung wird mit einer !kurzen Diashow begleitet. Aleppo vor und nach den Bombenangriffen. ! !Hierzu mein Blogeintrag mit den Zeiten, wann die Dias zu sehen sind =>! !!http://fluechtlingshilfe-baden-baden.blogspot.de/2017/09/untergegangen.html! Passend zu diesem Thema gibt es in der Mediathek auch den sehr ergreifenden Dokumentarfilm „Die letzen !Männer von Aleppo“ über die Weißhelme. Das ist aber nichts für schwache Nerven. ! => ! http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Dokumentarfilm-im-Ersten-Die-letzten-M%C3%A4/ !Das-Erste/Video?bcastId=799280&documentId=44906178! Das Bündnis „Baden-Baden ist bunt“ hat für die diesjährigen Interkulturellen Wochen einen eigenen Film gedreht, „Angekommen in Baden-Baden, aus Flüchtlingen werden Mitbürger“. Dieser Film wurde letzte Woche als Auftaktveranstaltung der ikw im Cineplex-Kino gezeigt. An diesem Abend wurden knapp 200 Euro !Spendengelder für die Bike-Docs gesammelt. Danke dafür! ! Der Film wird zusammen mit dem Film „Schatten“ und einem Kurzfilm „80 qm Integration“ am Freitag, 13. Oktober, um 18 Uhr m Moviac wiederholt. Eintritt frei, Reservierungen nötig, es ist ein sehr kleines Kino. Hier !der Link zum Kino => ! !http://moviac.de/! Der Film „Schatten" wird auch morgen, Donnerstag, 28. September, im 19.30 Uhr im kath. Pfarrsaal St. !!!Bartholomäus gezeigt.! !4.) Kunstgespräch! Extra für Flüchtlinge, bzw unsere neuen Mitbürger bietet das Burda-Museum eine „etwas andere“ Führung durch die aktuelle Ausstellung an, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Frau von Stebut hat selber lange in Afrika gelebt und möchte auf diese Weise etwas von der Freundlichkeit zurückgeben, die ihr dort !zuteil wurde. ! Die Termine wurden so gelegt, dass auch arbeitende Flüchtlinge oder solche in Sprachkursen teilnehmen können. ! !Gestern folgten leider nur zwei syrische Frauen aus Sinzheim der Einladung.! Bitte machen Sie Werbung für dieses tolle Angebot. Der Eintritt ist frei, man muss sich nicht anmelden (aber bitte pünktlich sein), und das Gespräch kann auf Deutsch, Englisch oder Französisch geführt werden. Mehr Luxus geht fast nicht. Die Kunstbegegnung wird noch einmal wiederholt, und zwar am Samstag, 30. !September um 10.30 Uhr im Burda-Museum. ! Aber es gibt noch so viel mehr zu entdecken während der interkulturellen Wochen. Ich habe Ihnen die !!!!!Broschüre deshalb noch einmal als pdf an die Mail geheftet und möchte sie ihnen sehr ans Herz legen.!

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!5.) Sprache! Viele ehrenamtliche Sprachlehrer klagen mittlerweile über mangelnde Motivation der Flüchtlinge, deutsch zu lernen, und sie fragen sich zunehmend, ob es Druckmittel gibt, damit sie in den Unterricht kommen. Klare Antwort: Nein! So etwas gibt es natürlich nicht bei freiwilligen Angeboten. Bei allem Frust - wir müssen !akzeptieren, dass nicht jeder motiviert ist. Perspektivelosigkeit spielt hier eine große Rolle.! Andererseits gibt es nun immer mehr Flüchtlinge, die Einzelunterricht haben möchten. Oft arbeiten sie oder stecken in Ausbildungsmaßnahmen, die es ihnen zeitlich unmöglich machen, zu denen normalen Kurszeiten !Deutsch zu lernen. Diese Leute sind nun wiederum extrem motiviert, es macht Spaß, sie zu fördern.! Wenn Sie sich vorstellen könnten, Deutsch (oder auch gerne Mathematik) für Einzelpersonen (oder vielleicht zwei) zu geben, auch abends oder am Wochenende, dann wenden Sie sich bitte an den Koordinator der Sprachlehrer, Michael Beck. Er ist gerade dabei, eine Datenbank mit Neigungen, Fähigkeiten (Alphabetisierung? A1? A2? bis C1?), zeitlichen Vorstellungen (Abends? Wochenende?) anzulegen. Es sind nicht nur Einzelpersonen, die auf individuelle Unterstützung hoffen und warten, sondern ebenso inzwischen !auch Schulen. ! Mail: ! !!!!sprachlehrer-baden-baden@outlook.de! !6.) Mietpreise in Baden-Baden! Ein weiteres Problem, mit dem wir uns zunehmend herumschlagen, ist das Suchen und (nicht) Finden von Wohnraum für unsere Schützlinge. Wie man hier manchmal von möglichen Vermietern im Regen stehen gelassen wird, wenn sie hören, dass man für Flüchtlinge sucht, ist sehr frustrierend und beschämend. Und dann sind da noch die horrenden Mietpreise! Die Sätze des Jobcenters sind viel zu niedrig!! Das hat nun auch die Stadt eingesehen. Es gibt einen neuen Mietspiegel, und man hat beim letzten Runden Tisch Asyl versprochen, dass die Sätze, die für alle SGB-II-Empfänger gleich sind, bis Ende des Jahres !!!deutlich nach oben angeben werden. ! !7.) Bustickets! Auch beim Thema Sozialticket für Busse kommt Bewegung auf! Es gibt inzwischen im Gemeinderat einen Antrag auf Einführung solcher Vergünstigungen für alle sozial Schwachen in der Stadt. 220 000 Euro würde das jährlich kosten - das müsste doch machbar sein, wenn man bedenkt, dass die Gewerbesteuern wieder mal kräftiger (in Millionenhöhe) sprudelten sind als angenommen. Wenn man bedenkt, dass eine Busfahrt !!!allein zum Tafelladen hin und zurück knapp 5 Euro kostet… ! !8.) Handy-Falle…! Zu Ihrer Information: Seit 1. Juli muss man, wenn man einen neuen Pre-Paid-Vertrag fürs Handy abschließen will, seinen deutschen Personalausweis oder einen Pass vorlegen. Aufenthaltsgestattung und Flüchtlingsausweis reichen nicht mehr. Offenbar gibt es hierfür im Augenblick keinen Ausweg. Diese Regelung zwingt viele Flüchtlinge dazu, teure Handyverträge abzuschließen. Bitte helfen Sie hier beim !!!!!!Preisvergleich. !

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!9.) Zahlen! !Noch ein paar aktuelle Zahlen, frisch aus dem Gemeinderat:! 897 Flüchtlinge leben derzeit in städtischen Unterkünften, 512 von ihnen haben eine Gestattung, 355 !Anspruch auf Anschlussunterbringung.! 499 leben in Gemeinschaftsunterkünften (hier gibt es noch 214 freie Plätze), 398 in Anschlussunterbringung !(hierfür stehen insgesamt 481 Plätze zur Verfügung). es gibt also noch ausreichend Platz. ! 558 haben eine Gestaltung oder Duldung und beziehen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, ! von ihnen gehen 290 einem Job nach - das erstreckt sich vom Vollzeitjob bis hin zur !Flüchtlingsintegrationsmaßnahme/„Ein-Euro-Job“ in den Unterkünften.! 339 haben eine Anerkennung als Flüchtling und beziehen entweder ein eigenes Einkommen oder erhalten !Unterstützung vom Jobcenter. ! Der Familiennachzug läuft schleppend. Bislang schafften es nur 30 Angehörige, nach Baden-Baden nachzukommen. Oft kommen die Familienmitglieder sehr kurzfristig in Baden-Baden an, dann muss über Nacht eine Bleibe gesucht (und ausgestattet) werden. Hier sind auch die Flüchtlingshelfer oft beteiligt - ein Thema für das nächste Ehrenamtstreffen, bei dem man auch beraten will, ob und wie man eine Art „schwarzes Brett“ installieren kann, über das man die Menschen schnell mit dringend benötigten Dingen wie !!!z. B. Bettwäsche ausstatten kann.! !Viele Grüße,! !!Rita Hampp! Baden-Baden, den 27. September 2017

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