VOQUZ NOW Jahrgang 2017, Ausgabe 2

 

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Kundenmagazin der VOQUZ Group

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JAHRGANG 17, AUSGABE 2 MAGAZIN FÜR IT SOLUTIONS GUTE DATEN, SCHLECHTE DATEN E-COMMERCE 10 Tipps für Ihren Erfolg SECURITY Software-Updates geben Sicherheit HUMAN RESOURCES Eine Erfolgsgeschichte made by VOQUZ Data Governance: STA MMDATENQUA LITÄT STEIGERN

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FEIDNITAONRCIEAL Helmut Fleischmann Liebe Leserinnen, liebe Leser, es gibt kaum noch Geschäftsprozesse, die nicht auf Daten beruhen. Gute, das bedeutet vor allem richtige Daten sind deshalb Gold wert. Denn fehlerhafte Stammdaten können schwerwiegende Probleme verursachen. Falsche Rechnungsbelege, mangelhafte Waren oder gar Produktionsausfälle können Unternehmen dann teuer zu stehen kommen. Mit einem wasserdichten DataGovernance-Konzept können Sie solche Situationen aber vermeiden und die Qualität Ihrer Stammdaten dauerhaft steigern. In unserem Titelinterview gibt Ihnen unser Kollege Jörgen Brinkmann einige interessante Einblicke, wie das gelingt. Zu Abbrüchen kommt es oft auch beim Online-Einkauf. Die Zahl der zurückgelassenen, digitalen Warenkörbe lässt sich durch einige geschickte Handgriffe am Webshop ganz einfach senken. Im dritten Teil unserer E-Commerce-Serie erklärt Ihnen Heiko Mock, wie Sie die Conversion Rate Ihres Online-Shops erhöhen können. Außerdem stellen wir Ihnen in diesem Heft die 5 häufigsten Fehler bei der SAPSystemvermessung vor und zeigen Ihnen wie Sie diese ganz einfach vermeiden können. Vermeiden können Sie außerdem gefährliche Hackerangriffe. Im Artikel „Patchday“ geht es um das Lücken stopfen mit System. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und freue mich auf Ihr Feedback. Helmut Fleischmann Vorstand VOQUZ Technologies AG INHALT EDITORIAL /IMPRESSUM VOQUZ 3 IM FOKUS: Weltweites Wachstum DATA GOVERNANCE 4 GUTE DATEN, SCHLECHTE DATEN SAP-Stammdatenqualität steigern E-COMMERCE 6 MEHRWERT Online-Shopper wollen Zusatznutzen 8 10 TIPPS Zur Steigerung der Conversion Rate SAP 9 ALLE JAHRE WIEDER 5 Fehler bei der Systemvermessung HUMAN RESOURCES 10 HINTER DEN KULISSEN Eine IT-Karriere bei VOQUZ SECURITY 12 PATCHDAY Updates geben Sicherheit PARTNER 14 DIE ZEIT LÄUFT! Neue Datenschutzregeln greifen NEWS 15 DAS BESTE ZUM SCHLUSS Messezeit und ein Lauf IMPRESSUM Herausgeber VOQUZ Technologies AG, Marketing Reichenbachstraße 2 85737 Ismaning, Germany Telefon +49 89 925191-0 Telefax +49 89 925191-799 kontakt@voquz.com www.voquz.com Jahrgang 17, Ausgabe 2 Konzeption, Redaktion und Gestaltung Kristin Kalitt, Stefanie Lämmel, Cerstin Strauß Bildnachweis Titel, S.4: kallejipp / photocase.de S. 6: sol-b / photocase.de S. 9: dommy.de / photocase.de S. 10: Kristin Kalitt S. 12: Alicia_J / pixabay.com S. 14: birdys / photocase.de S. 15: Martin Kögel, Thorsten Schmidt Rückseite: SNP Nachdruck nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion sowie Angabe der Quelle und Belegexemplar. 2

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IM FOKUS: WELTWEITES WACHSTUM VOQUZ Mit neuen Standorten und Vertriebspartnern treibt die VOQUZ Group die Internationalisierung des Konzerns weiter voran. Im Vordergrund steht der weltweite Vertrieb der Software-Asset-Management-Lösung samQ. Während des gesamten letzten Jahres hat die VOQUZ Group ihre Internationalisierung weiter vorangetrieben und ausgebaut. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit den Niederlassungen in den USA und Rumänien wurde 2016 mit dem Ausbau eines internationalen Vertriebs- und Partnernetzwerkes begonnen. Insbesondere der große Erfolg der SAP-Lizenzmanagement-Lösung samQ in den Kernmärkten Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie die erfolgreiche Markteinführung in den USA haben gezeigt, dass VOQUZ zu diesem nächsten wichtigen Schritt bereit ist. International konzentriert sich die VOQUZ Group deshalb vorerst auf den Vertrieb der Software samQ. Mit eigenen neuen Standorten und spezialisierten, lokal und global agierenden Vertriebspartnern kann VOQUZ nun auch die Nachfrage außerhalb der DACH-Region bedienen. Zur Unterstützung des internationalen Vertriebs wurde ein Outbound-Sales-Team aufgebaut, das auch von Kollegen in unserem Nearshore Center in Cluj, Rumänien, unterstützt wird. Neben dem Endkundengeschäft, unterstützt dieses Team die Akquise von Vertriebspartnern und Value Added Resellern. Spezialisierte Partner für den Vertrieb von samQ VOQUZ Partner können die Software samQ direkt an ihre Kunden verkaufen oder auch als Werkzeug in ihren eigenen Beratungsprojekten einsetzen. Jedoch müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein, um Partner für samQ werden zu können. So müssen die Reseller ein umfangreiches SAP Know-how oder langjährige Erfahrung im Software Asset Management (SAM) mitbringen. VOQUZ setzt dabei insbesondere auf verschiedene spezialisierte Vertriebspartner, die bereits in den Zielmärkten etabliert sind oder sogar weltweit agieren. So wurden Partnerschaften in mehreren, strategisch wichtigen Regionen geschlossen, wie zum Beispiel in Großbritannien, den Niederlanden, der Türkei, Indien, Brasilien und Chile. Zu den samQ Partnern zählen hier unter anderem Unternehmen wie TechMahindra, Freudenberg IT, SNP, DeskCenter oder SoftwareONE. Der nächste Schritt ist der Aufbau eigener, internationaler Präsenzen mit Standorten in den wichtigsten Märkten. Aktuell verfügt VOQUZ über eigene Büros und Niederlassungen in Belgien, Brasilien, Chile, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Mexiko, den Niederlanden, Österreich, Rumänien, der Schweiz, Spanien und den USA. 3

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DATA GOVERNANCE Data Governance erhöht die Qualität der SAP-Stammdaten Fehlerhafte Lieferscheine, Produktionsmängel oder geschäftliche Fehlentscheidungen haben oft dieselbe Ursache: eine mangelhafte Qualität der SAPStammdaten. Prozesse brechen ab und es muss manuell eingegriffen werden, um Daten zu korrigieren. Das kostet Zeit und personelle Ressourcen und kann für ein Unternehmen richtig teuer werden. Mit einem effizienten Datenqualitätsmanagement lassen sich solche Fehler jedoch verhindern. VOQUZ NOW sprach mit Jörgen Brinkmann, Data Governance Spezialist bei VOQUZ, über Datenqualität und wie effektive Data Governance aussieht. 4

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VOQUZ NOW: Herr Brinkmann, wieso widmen Sie sich dem Thema Datenqualität? Brinkmann: In der Vergangenheit wurden wir in unseren KundenProjekten immer wieder mit einer unzureichenden Datenqualität konfrontiert werden. Das bedeutet in der Konsequenz natürlich erhöhte Aufwände beim Kunden, aber auch auf Seiten des Dienstleisters. Damit verbunden sind Ressourcenengpässe und zeitliche Verzögerungen in den Projekten oder in den Prozessen des Tagesgeschäfts. Das ist für beide Seiten ärgerlich. DATA GOVERNANCE VOQUZ NOW: Woran lässt sich eine schlechte Qualität der SAPDaten erkennen? Brinkmann: In der Praxis oftmals nur daran, dass Prozesse abbrechen, weil Stammdaten fehlerhaft sind. Dann muss manuell eingegriffen werden, um die Daten zu korrigieren. Das kostet Zeit und benötigt Manpower, die eigentlich an anderer Stelle nötig ist. Eine wirkliche Ursachenforschung findet dabei nicht statt. VOQUZ NOW: Haben Sie ein Beispiel dafür? Brinkmann: Der Debitorenstamm im SAP hat ein Feld für die Umsatzsteuer-ID, das gefüllt sein muss, wenn der Kunde im EUAusland sitzt. Dieses wird standardmäßig aber in der Anlage des Debitorenstamms nicht geprüft. Das heißt, ein Prozess, der diese Konstellation benötigt, würde stoppen oder abbrechen und der Debitorenstamm müsste angepasst werden, bevor der Prozess abgeschlossen werden kann. Alle anderen Datensätze, die den gleichen Fehler erzeugen würden, bleiben aber unerkannt. Hier wäre also eine Übersicht über alle Debitoren notwendig, um einfach und schnell überprüfen zu können, dass diese alle über eine Umsatzsteuernummer verfügen. VOQUZ NOW: Gibt es keine systemimmanente Lösung, um rechtzeitig Fehler zu erkennen? Brinkmann: Leider nein. SAP prüft nur einzelne Felder auf deren Gültigkeit, aber nicht in Kombination mit anderen Feldinhalten. Ein einfaches Beispiel hierfür ist die Abhängigkeit von Brutto- und Nettogewicht. Das ist ein simpler Zusammenhang: Das Bruttogewicht muss stets größer als das Nettogewicht sein. Das kann aber standardmäßig nicht von SAP geprüft werden. VOQUZ NOW: Ist den betroffenen Unternehmen diese Situation bewusst? Brinkmann: Ja und nein. Jedem ist sicher bekannt, dass Daten fehlerhaft sein können und dass man sich mit dem Thema Datenqualität bzw. Data Governance auseinandersetzen muss. Aber es ist nicht gerade eine beliebte Aufgabe. Das liegt an der Komplexität und mangelnden Übersicht, die insbesondere im produzierenden Gewerbe die Unmengen an Daten mit sich bringen. Häufig ist auch nicht eindeutig geregelt, wer für die Stammdatenpflege verantwortlich ist. Dadurch fühlt sich im schlimmsten Fall niemand verantwortlich. Außerdem fehlen oft genaue Regeln, also was eigentlich ein richtiger Stammdatensatz ist. Leider sind solche Regeln selten dokumentiert und für die Mitarbeiter zugänglich. Jörgen Brinkmann, Data Governance Spezialist bei VOQUZ IT Solutions VOQUZ NOW: Was schlagen Sie also vor? Brinkmann: Unternehmen müssen ein effizientes Datenqualitätsmanagement implementieren. Data Governance lautet hier das Stichwort. Es braucht ein schriftliches Dokument, das genau definiert, wer für die Datenqualität verantwortlich ist, wer Daten pflegen darf bzw. muss und wie das konkret aussehen soll. VOQUZ NOW: Wer sollte denn für das Thema im Unternehmen verantwortlich sein? Brinkmann: Für Datenqualität ist nicht eine Person allein verantwortlich, sondern letztlich jeder Mitarbeiter, der Daten anlegt, ändert oder löscht. Allerdings sollte es einen Hauptverantwortlichen geben. Dies sollte ein Datenqualitätsmanager sein, der die Verantwortung für ein Objekt, wie zum Beispiel den Materialstamm, trägt. Er ist für die Regeln verantwortlich und unterstützt bei der Implementierung der Data Governance. Je nach Bedarf oder Unternehmensgröße lassen sich noch andere Verantwortliche definieren, wie zum Beispiel ein Prozess-Manager, der die Prüfung der Stammdaten auf der Prozessebene vornimmt, oder ein Datenpfleger. VOQUZ NOW: Wie muss man bei der Definition der Füllregeln vorgehen? Brinkmann: Die Erstellung von Regeln ist stets ein iterativer Prozess. Das heißt, es werden Regeln definiert und geprüft, gegebenenfalls angepasst und wieder geprüft, um zu erkennen, ob die Regeln die gewünschten Effekte hervorrufen. Entscheidend ist dabei, dass die entsprechende Dokumentation stets nachgezogen und ergänzt wird. Denn diese wiederum wird benötigt, um die Daten auch korrekt pflegen zu können. Es ist also ein kontinuierlicher Prozess. Die Mühe ist es aber wert, da Unternehmen sonst aufgrund schlechter Datenqualität bis zu 25 Prozent ihres operativen Gewinns einbüßen. VOQUZ NOW: Da ist Raum für Optimierung. Vielen Dank für die Informationen und das Gespräch! 5

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E-COMMERCE OLonrleinme-iSphsuomppderolwoor llen einen zusätzlichen Nutzen Es ist ein häufiges Missverständnis, dass hohe Absprungraten (Bounce-Raten) und damit niedrige Conversion Rates allein auf das Design eines Online-Shops zurückzuführen sind. Denn diese Kennzahlen können auch ein Hinweis auf einen fehlenden Mehrwert für den Kunden sein. Ein Kunde wird trotz perfekter Navigationsstruktur, einer starken Kaufabsicht und einem hohen Vertrauen in den Anbieter auch dann nicht kaufen, wenn er nicht findet, wonach er sucht. Wenn ein Kunde einen Online-Shop besucht, muss er bis zum Kaufabschluss auf der Seite gehalten oder zumindest zur Rückkehr bewegt werden. Dem Besucher müssen Funktionen mit einem Mehrwert angeboten werden, die den Online-Shop klar von der Konkurrenz abgrenzen und den Shop-Besucher zum Kauf überzeugen. Verweisen Sie auf ähnliche Produkte Eine bewehrte Zusatzfunktion ist zum Beispiel die Verwendung von Links zu verwandten Artikeln. Ein Besucher, der beispielsweise an einem bestimmten Fernsehgerät interessiert ist, ist mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch an anderen Fernsehgeräten oder Zubehör interessiert. Der potenzielle Kunde sollte also „gezwungen“ werden, ähnliche Artikel direkt auf der Produktdetailseite wahrzunehmen. Diese Darstellung ist äußerst wichtig, da die meisten Kunden nicht von einer Kategorie-Übersicht, sondern über Suchmaschinen auf das Angebot stoßen und somit nicht alle möglichen Artikel sehen. Ein Klick auf die „Zurück“-Schaltfläche führt sonst also zurück zu Google & Co. bevor Sie eine Chance hatten, Alternativen anzubieten. Viel besser ist es dann natürlich, wenn sich der Besucher immer weiter klicken kann. Produktbewertungen und Qualitätssiegel steigern Verkäufe Im Gegensatz zu Querverlinkungen zu verwandten Produkten dienen andere Features in erster Linie dazu, den Benutzer an den Online-Shop zu binden. Ein übliches Beispiel dafür sind Produktrezensionen. Hier kann sich der Benutzer ein detaillierteres Bild von einem Produkt machen. Produktbewertungen stärken seine Erinnerung an den Online-Shop und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass er für seine nächste Entscheidung zurückkehrt. Eine ähnlich beliebte Möglichkeit ist die Einbindung einer redaktionellen Meinung zu den Produkten (z.B. Produkttipps) oder Test- und Vergleichsfunktionen. Nennenswert sind auch spezielle Serviceversprechen, die sich am besten deutlich von konkurrierenden OnlineShops abgrenzen. Serviceversprechen sind doppelt interessant, weil sie leicht in Form eines separaten Qualitätssiegels im Layout integriert werden können. Dadurch wird zusätzliches Vertrauen geschaffen. Ein Angebot, wie zum Beispiel ein 30-tägiges Rückgaberecht statt der üblichen 14 Tage, ein Live-Chat für Fragen oder eine Service-Hotline sind Merkmale, mit denen sich ein Webshop von der Konkurrenz abheben kann. So können insbesondere Chat-Optionen die Anzahl der abgebrochenen Bestellungen enorm reduzieren. Durch einen „Click-to-Chat“-Button auf den Warenkorb- und Checkout-Seiten hat der Kunde die Möglichkeit, in den direkten Kontakt mit dem Anbieter zu treten. Ähnliche Möglichkeiten bietet ein sogenanntes „Chat-Fly-In“, das aktiviert wird, wenn sich ein Besucher für längere Zeit auf einer Produktseite befindet. Denn wenn ein Benutzer länger als der durchschnittliche Besucher auf einer Produktseite verweilt, kann dies darauf hindeuten, dass er sich unsicher ist und Fragen zum Produkt hat. Hier braucht es manchmal nur eine Antwort, um den Besucher von seiner Kaufentscheidung zu überzeugen. Mit dem „Chat-Fly-In“ wird dem Kunden gezeigt, dass er im Mittelpunkt steht und seine Probleme und Wünsche wichtig sind. Einige Shops verwenden einen ähnlichen 6

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Ansatz. Jedes Mal, wenn ein Benutzer seine Sitzung ohne eine Bestellaktion beenden möchte, wird ein Chat-Fenster zur eventuellen Kontaktaufnahme geöffnet. Durch diese Maßnahme kann die Anzahl der abgebrochenen Bestellungen reduziert werden. In diesem Umfeld können auch spezielle Gutscheine angeboten werden, die den Besucher motivieren, doch noch einen Kauf abzuschließen. E-COMMERCE Kurze Ladezeiten für bessere User Experience Auch mit einigen technischen Anpassungen können Sie Ihre Conversion Rate weiter optimieren. Die Ladegeschwindigkeit Ihres Webshops ist einer der wichtigsten Aspekte, denn der Nutzer ist in der Regel ungeduldig und weiß, dass es Alternativen zu Ihrem Online-Shop gibt. Sind die Ladezeiten zu lang, wird er sich schnell dazu entscheiden, einen Konkurrenz-Shop zu besuchen. Im Durchschnitt wird eine Ladezeit von drei Sekunden als angebracht empfunden. Seiten, die länger laden, werden geschlossen. Diese Ungeduld betrifft nicht nur die Ladezeit des Online-Shops, sondern auch die Zeit, die ein Suchprozess benötigt oder das Laden von Produktdetailbildern. Studien gehen davon aus, dass bereits eine Sekunde zusätzliche Ladezeit die Conversion Rate um bis zu 7 Prozent senkt.1 Insbesondere Webshops, die hunderttausende Produkte und Varianten anbieten, sind auf eine optimale Ladezeit ihrer Übersichtsseiten angewiesen. So hat Amazon bereits vor zehn Jahren in einer Studie den Zusammenhang zwischen Ladezeit und Umsatz erkannt. Eine um 100 Millisekunden erhöhte Ladezeit verringerte den Umsatz vom Amazon um ein Prozent.2 Wie erfolgsentscheidend die Ladezeit ist, musste auch Vodafone schon erfahren. Deren Webshop rief einst eine Ladezeit von 35 Sekunden beim erstmaligen Öffnen der Zubehörseite auf. Normalerweise liegen KPIs für solche Seiten bei maximal 3,5 Sekunden. Heiko Mock, Consultant und ORACLE Commerce Architect bei VOQUZ IT Solutions suchte Mozilla die Effekte der Ladezeit auf die Download Conversion des Webbrowsers Firefox. Die Ladezeit der Vergleichsseite wurde um 2,2 Sekunden gesenkt, was zu einer um 15,4 Prozent höheren Downloadrate im Vergleich zur langsameren Ausgangsseite führte.5 Machen Sie es so einfach wie möglich Des Weiteren sollten Sie Ihrem Kunden das Einkaufen im Shop so einfach wie möglich machen. Komplizierte Seitenstrukturen und Registrierungsprozesse haben eine ähnliche Wirkung wie lange Ladezeit oder das Schlange-Stehen im Supermarkt. Versuchen Sie nicht nur, die Struktur Ihrer Website klar und einfach zu halten, sondern versuchen Sie auch, die Schritte, die ein Kunde bis zum Kaufabschluss durchlaufen muss, so weit wie möglich zu reduzieren. Studien zeigen, dass ein Benutzer, der innerhalb von drei Klicks nicht finden kann, was er sucht, die Website verlässt und sich die Seiten der Konkurrenz anschauen wird. Auch Monitoring- und Performance-Tests von Kissmetrics ergaben, dass knapp 80 Prozent der Kunden, die mit der WebsitePerformance unzufrieden waren, nicht wieder in dem Online-Shop kaufen würden.3 Deshalb sollten Webshops mit Caching-Strategien auf den Anwendungsserverinstanzen oder In-Memory-CashTools arbeiten, um die Leistung zu verbessern. Zudem müssen Shop-Betreiber ihr Angebot auch für mobile Geräte optimieren, denn inzwischen kauft jeder dritte Deutsche (35 Prozent) über Smartphone oder Tablet ein.4 Tendenz steigend. Daraus ergeben sich für den Betreiber spezielle Anforderungen. So muss das Layout des Webshops responsive gestaltet oder eine separate Website für mobile Geräte erstellt werden. Wie sich eine optimierte Ladezeit auf die Conversion Rate auswirkt, zeigt auch das Beispiel von Mozilla. In einem A/B-Test unter- Wenn möglich, verlangen Sie nicht von Ihren Kunden, dass sie sich registrieren müssen, sondern bieten Sie ihnen die Möglichkeit, als Gast zu bestellen. Dies soll die Bestellung noch mehr erleichtern und schneller abwickeln, indem nur wirklich notwendige Angaben gemacht werden müssen. Aus Kundensicht ist es auch wichtig, dass er die Möglichkeit hat, den Einkauf mit seinem bevorzugten Zahlungsmittel abzuschließen. Hier erfreuen sich vor allem die Anbieter, die einen „One-Click-Check-Out“ anbieten, in letzter Zeit großer Popularität. Ähnlich wichtig wie die Wahl des Zahlungsdienstleisters ist es, verschiedene Versandoptionen zur Verfügung zu stellen. Dies wird auch durch eine Untersuchung des Instituts für Handelsforschung unterstützt. Dieses hatte herausgefunden, dass das Fehlen bestimmter Zahlungsdienstleister Auswirkungen auf das Kaufverhalten hat. Das Institut kam zu dem Schluss, dass in 24% der Fälle ein Kauf abgebrochen wird, wenn die bevorzugte Zahlungsmethode des Kunden nicht verfügbar ist.6 Quellen: 1, 2 https://www.findologic.com/zusammenhang-von-conversion-rate-und-ladezeit/ (17.08.2017) 3 https://blog.kissmetrics.com/loading-time (17.08.2017) 4 https://www.springerprofessional.de/mobile-commerce/multichannel-vertrieb/immer-mehr-deutsche-shoppen-mobil/13353384 (17.08.2017) 5 https://blog.mozilla.org/metrics/2010/04/05/firefox-page-load-speed-%E2%80%93-part-ii/ (17.08.2017) 6 https://www.ifhkoeln.de/pressemitteilungen/details/online-handel-kauf-auf-rechnung-immer-noch-am-beliebtesten/ (17.08.2017) 7

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E-COMMERCE 10 TIPPS ZUR STEIGERUNG DER CONVERSION RATE Design Bereits beim ersten Besuch eines Online-Shops entscheidet der Nutzer ganz unterbewusst und binnen weniger Sekunden, ob er dort kaufen wird oder nicht. Ein gutes und strukturiertes Design spricht den Kunden an, beeinflusst seine Entscheidung und bindet ihn. Werden seine Erwartungen und Ansprüche an Design und Usability nicht erfüllt, kauft er auch nicht. Suchfunktion Neben einem guten Design ist vor allem die Suchfunktion des Webshops wichtig. Findet der Kunde nicht, was er sucht, geht er zu einem anderen OnlineShop. Die Suchfunktion sollte gut funktionierende Filter bieten und vor allem logisch strukturiert sein. Siegel und Zertifikate Ein Gütesiegel oder Zertifikat zeugt von Kompetenz und schafft Vertrauen. Die führende Vertrauensmarke ist das Gütesiegel von Trusted Shops. Durch die Nutzung zeigt der Online-Shop, dass er vertrauenswürdig ist und kommt damit dem Bedürfnis des Kunden nach Sicherheit entgegen. Hat Ihr Online-Shop dieses Siegel erhalten, sollten Sie es deshalb an einer prominenten Stelle einbinden und sicherstellen, dass es auf jeder Unterseite angezeigt wird. Weitere Siegel sind das TÜV SÜD Siegel oder die Zertifikate von Safer Shopping oder EHI – Geprüfter Onlineshop. Produktbeschreibungen Produktbeschreibungen sind nicht nur für die Suchmaschinenoptimierung wichtig, sondern auch um bei dem potenziellen Käufer positive Emotionen zu wecken. Neben einer ausführlichen Beschreibung des Produktes, muss der Mehrwert des Produktes und die wichtigsten Eigenschaften herausgestellt werden. Eine Produktbeschreibung sollte nicht mehr als 200 bis 300 Wörter umfassen. Produktbewertungen Produktbewertungen sind besonders wichtig, da sie zeigen, dass schon andere Kunden mit dem Produkt zufrieden waren. Denn es liegt in der menschlichen Natur, den Empfehlungen und Bewertungen anderer zu folgen. Gute Produktbewertungen schaffen einen Kaufanreiz und sollten deshalb auch unbedingt in den Online-Shop integriert werden. Damit Sie stets über aktuelle Bewertungen verfügen, sollten Sie jeden Kunden animieren, seinen Kauf zu bewerten. Versandkosten In der Praxis hat sich gezeigt, dass Kunden häufiger in Online-Shops einkaufen, die keine Versandkosten erheben. Ein höherer Produktpreis wird eher akzeptiert, wenn keine Versandkosten gezahlt werden müssen. Eine gute Alternative zu einem komplett versandkostenfreien Online-Shop ist ein Shop mit einer Versandkostengrenze. Das heißt, dass ab einem bestimmten Betrag die Versandkosten entfallen. Der Kunde ist bemüht über diesen Betrag zu kommen und bestellt tendenziell mehr. Lieferzeiten Je kürzer die Lieferzeiten, desto besser die Conversion Rate. Denn durch Unternehmen, die meist noch am selben Tag oder in den nächsten zwei Tagen liefern können, ist der Kunde daran gewöhnt, nicht lange warten zu müssen. Da viele Produkte auch in anderen Shops verfügbar sind, ist es wichtig, eine kurze Lieferzeit anbieten zu können, damit Ihr Kunde nicht bei der Konkurrenz bestellt. Bezahlarten Jeder Kunde hat seine favorisierten Bezahlarten. Werden ihm diese nicht angeboten, dann geht er zu Konkurrenz. Daher ist es sinnvoll eine breite Auswahl an Bezahlarten zu ermöglichen. Neben PayPal, Sofortüberweisung oder Kreditkarte ist die beliebteste Bezahlart immer noch auf Rechnung. Liveshopping Liveshopping basiert auf dem Prinzip, ein Produkt oder eine Dienstleistung in einem begrenzten Zeitraum für einen günstigeren Preis anbieten zu können. Das schafft Begehrlichkeit durch Rarität und löst beim potenziellen Kunden viele Emotionen aus, denn es kann für eine kurze Zeit viel Geld gespart werden. Bonussystem Erhält ein Kunde bei seinem Einkauf noch ein Goodie, kauft er beim nächsten Mal noch lieber ein. Ein Bonussystem bindet zudem Kunden und schafft neue Kaufanreize. 8

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ALLE JAHRE WIEDER Die 5 häufigsten Fehler bei der SAP Systemvermessung Wir befinden uns in der zweiten Jahreshälfte. Für viele SAP-Anwender bedeutet das, dass die nächste Systemvermessung ins Haus steht. Dann bedarf es einen enormen Arbeitsaufwand, um nachweisen zu können, dass die SAPSysteme vertragskonform genutzt werden. SAP Gar keine so leichte Aufgabe, denn SAP-Kunden müssen ihre User entsprechend ihrer aktuellen Nutzung und in Hinblick auf die zugrunde liegende Preisliste lizenzieren. Dabei kann so einiges schief gehen. Wir haben Ihnen die häufigsten Fehler zusammengestellt und verraten natürlich auch, wie Sie diese vermeiden können. 1. Ihr Lizenzmanager und die SAP Basis haben unterschiedliche Vorstellungen zur Lizenzvergabe In der Regel sind Lizenzmanager keine Power-User und vertrauen den USMM-Ergebnissen oft blind. Im Gegenzug kennt die Basis nicht das gesamte Lizenzportfolio, muss aber über die Vergabe der Lizenzen entscheiden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Lizenzbedingungen für beide Parteien oft unklar und intransparent sind. Die häufigste Lösung: Eine Überlizenzierung löst das Problem, aber zu einem viel zu hohen Preis. Deshalb benötigt es ein gemeinsames Regelwerk zur Lizenzierung, idealerweise in Form eines Lizenzmanagement-Tools. 2. Sie haben die indirekte Nutzung nicht im Blick In fast jedem Unternehmen gibt es Drittanwendungen, die auf SAP-Daten zugreifen. Ignorieren Sie diese Nutzung nicht, denn ohne eine entsprechende Vereinbarung mit der SAP wird es ganz schnell teuer für Sie. Deshalb: Analysieren Sie alle technischen Schnittstellen in Ihrer SAP-Landschaft. Ermitteln Sie, wie wichtig diese Nutzung für Ihren Geschäftserfolg ist und zu welchem Preis Sie diese lizenzieren können. Verhandeln Sie proaktiv mit SAP. 3. Sie optimieren Ihre Lizenzlandschaft erst kurz vor der Vermessung Spontane „Aufräumaktionen“ veranlassen die SAP genauer hinzuschauen. Wenn Sie kurz vor der Vermessung optimieren oder User im großen Stil deaktivieren, qualifizieren Sie sich womöglich unfreiwillig für einen Audit. Viel besser: Optimieren Sie Ihre Lizenzvergabe kontinuierlich, über das Jahr hinweg. Änderungen in begrenztem Umfang sind logisch besser nachvollziehbar und leichter zu rechtfertigen. Mit einem geeigneten Tool entsteht Ihnen auch kein Mehraufwand. 4. Sie kennen Ihren Nachkaufbedarf nicht Wird bei der Systemvermessung festgestellt, dass Sie Lizenzen nachkaufen müssen, dann bleibt Ihnen keine Zeit, Ihren tatsächlichen Bedarf selbstständig zu überprüfen. Ihr Unternehmensrabatt entfällt und Ihre Verhandlungsposition ist geschwächt. Unbedingt: Schon vor der Vermessung sollten Sie genau wissen, ob und welche Lizenzen Sie nachkaufen müssen. Informieren Sie sich selbst, welche Lizenzen Sie brauchen und kennen Sie die Bedingungen. Ein Lizenzmanagement-Tool kann diese Aufgaben für Sie übernehmen. 5. Sie vertrauen den Vermessungsergebnissen blind Nach der Vermessung mit den SAP-eigenen Tools USMM und LAW, senden Sie die Ergebnisse ungeprüft an SAP. Nicht vergessen: Bleiben Sie kritisch. Vergleichen Sie die Ergebnisse mit Ihren eigenen Berechnungen und gehen Sie den Unterschieden auf den Grund. Auch hier kann Sie eine Lizenzmanagement-Software optimal unterstützen. 9

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HUMAN RESOURCES Eine IT-Karriere bei VOQUZ Vor 10 Jahren hat Alexander Kargl begonnen bei VOQUZ als Werkstudent zu arbeiten. Damals wollte er einfach die Wartezeit bis zum Semesterbeginn überbrücken und Praxiserfahrung sammeln. Ein Jahrzehnt später ist er erfolgreicher Consultant und fühlt sich noch immer sehr wohl bei VOQUZ. Warum das so ist und was ihn in seiner Arbeit motiviert, erzählt er im Interview mit VOQUZ NOW. 10

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HUMAN RESOURCES VOQUZ NOW: Wie sind Sie zu VOQUZ gekommen? Kargl: Nach meiner Berufsausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration wollte ich mich gern weiterbilden und an einer Fachhochschule Wirtschaftsinformatik studieren. Um die Wartezeit bis zum neuen Semester zu überbrücken, habe ich eine Beschäftigung als Werkstudent gesucht. Bei VOQUZ wurde ich fündig. Ich begann im Bereich Netzwerkadministration und hatte so die Möglichkeit, die unterschiedlichen IT-Bereiche kennenzulernen. VOQUZ NOW: Wie haben Sie sich dann neben dem Studium weitergebildet? Kargl: Da das IT-Studium doch sehr weit vom beruflichen Alltag entfernt ist, war die Werkstudententätigkeit bei VOQUZ für mich die optimale Möglichkeit, Theorie und Praxis zu verbinden. Ich habe hier viel Nützliches gelernt und meine Arbeit half mir, viele komplexe Dinge zu verstehen. Selbststudium war zudem oft der Schlüssel zum Erfolg. Sobald ich etwas in der Programmierung nicht wusste, habe ich es mir nebenbei beigebracht. „Training on the job“ und auch die Arbeit im Team haben mir sehr geholfen. Da konnte man immer voneinander lernen. VOQUZ NOW: Welche Entwicklungsmöglichkeiten haben sich für Sie bei VOQUZ geboten? Kargl: Aufgrund der flachen Hierarchien konnte ich schnell eigenständig Aufgaben übernehmen und habe meinen eigenen ITBereich verantwortet. Ich hatte dadurch die Chance mich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Zudem konnte ich mir eigene Bereiche aussuchen, in denen ich tiefer einsteigen wollte. Das waren unter anderem Microsoft-Technologien wie SharePoint, aber auch das Dokumenten-Managementsystem Windream. Gleichzeitig habe ich verschiedene Programmiersprachen erlernt. Ich konnte wirklich einen aktiven Beitrag zur Produktivität des Unternehmens leisten, indem ich Software-Lösun- gen für den internen Einsatz entwickelte und erweiterte. Das fühlte sich gut an und hat mich sehr motiviert. VOQUZ NOW: Wie ging es dann nach dem Studium für Sie bei VOQUZ weiter? Kargl: 2011 war ich mit meinem Studium fertig und konnte danach sofort in einem Projekt einsteigen. Als Junior Consultant hatte ich bei einem Kunden die Aufgabe, den HR-Bereich innerhalb des verwendeten CMS-Systems neu zu entwickeln. In den Folgeprojekten galt es dann, das bisherige CMS-System durch Microsoft SharePoint abzulösen und den vorher entwickelten HR-Bereich darin zu überführen. Das war sehr spannend und hat mich viel gelehrt. VOQUZ NOW: Was genau? Kargl: Zum Beispiel, dass bei der Umsetzung von IT-Projekten auch der Mensch nicht außer Acht gelassen werden darf. Denn die Akzeptanz der Nutzer ist überaus wichtig. Diese „weichen“ Fakten werden heutzutage aber noch etwas stiefmütterlich behandelt, da man in Projekten oft nur die sichtbaren Kosten betrachtet. Für mich hat sich herausgestellt, dass es vorteilhaft ist, nicht nur die technischen Fähigkeiten zu besitzen, sondern auch die Soft Skills zu beherrschen. In der Beratung und im Einsatz beim Kunden ist ein gewisser Grad von Einfühlungsvermögen von Vorteil. Man muss auf die unterschiedlichsten Situationen optimal reagieren, um ein Projekt erfolgreich abschließen zu können. VOQUZ NOW: Sie sind bereits über 10 Jahre hier im Unternehmen. Das ist heutzutage eine lange Zeit. Hatten Sie nie den Wunsch zu wechseln? Kargl: Nein, eigentlich nicht, da sich für mich hier immer neue Aufgaben ergeben haben. Ich war in unterschiedlichen Fachbereichen aktiv und habe proaktiv die Abwechslung gesucht, da ich mich immer wieder für neue Technologien und Aufgabenstellungen begeistern kann. Gerade in Alexander Kargl, Management Consultant SAP Business Solutions bei VOQUZ IT Solutions einem mittelständischen Betrieb kann man sich aktiv einbringen und man ist nicht nur ein Rädchen im System. Das ist ein großer Vorteil. Das Arbeiten hat mir wirklich immer Spaß gemacht. Mir gefällt das Umfeld. Durch die Neufirmierung im Jahr 2014 ergaben sich auch neue attraktive Chancen, zum Beispiel die Mitarbeit in einem Entwicklungsteam und die damit verbundene Auslandstätigkeit. Die neue internationale Ausrichtung ist sehr attraktiv und ich konnte meine Englischkenntnisse weiter ausbauen. VOQUZ NOW: Wie sieht Ihre berufliche Zielsetzung für die kommenden Jahre aus? Kargl: Da ich thematisch sehr breit aufgestellt bin, habe ich eine gute Basis, um dem Kunden beratend zur Seite zu stehen. Ich orientiere mich derzeit gerade weiter in Richtung Consulting, da mir das nach wie vor sehr viel Spaß macht und ich meine bereits erlernten Skills dabei weiter vertiefen möchte. VOQUZ NOW: Klingt spannend, dafür wünschen wir Ihnen viel Erfolg und bedanken uns für das Gespräch. 11

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SECURITY „Lücken stopfen" mit System An nur einem Wochenende hat die Schadsoftware WannaCry nicht nur namhafte Firmen wie FedEx, Telefonica oder die Deutsche Bahn lahmgelegt, sondern auch der Welt eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig ein Software-Update ist. Die Sicherheitslücke, die dem Angriff Tür und Tor öffnete, war den betroffenen Firmen wohl bekannt. Sie basierte auf einem Versäumnis beim Patch-Management. Ein vergessenes Update. Aber hätte der Angriff wirklich durch ein einfaches Update verhindert werden können? 12

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SECURITY Eine neue Software-Version oder ein Versionsupdate sind kurz nach der Auslieferung am anfälligsten für Hackerangriffe. Deshalb warten die meisten Firmen mit dem Einspielen bis die ersten „Kinderkrankheiten“ behoben sind. Wer aber deshalb annimmt, es sei sicherer, bei den älteren Software-Versionen zu bleiben, erliegt einem Irrglauben. Denn oftmals werden für diese nach einer gewissen Zeit keine Updates mehr ausgeliefert. So auch im Fall des Betriebssystems Windows XP, für das seit drei Jahren kein offizielles Sicherheits-Update mehr veröffentlicht wurde. Trotz dieser Tatsache verwenden aber immer noch viele Unternehmen Windows XP. Auch für Windows Vista werden keine Patches mehr ausgeliefert. Bei Windows 7 werden die Updates bereits 2020 eingestellt und für Windows 8 dann drei Jahre später. Bei einem Patch-Update verhält es sich etwas anders, denn sobald die Sicherheitslücke in einem System aufgetaucht ist und der Anbieter einen Patch zur Verfügung stellt, sollte dieser auch installiert werden. Durch die Veröffentlichung des neuen Patches wissen die Hacker nun genau, was wie angegriffen werden muss. Nun beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und der Hacker sollte auf keinen Fall das Rennen gewinnen. Patches, Patch-Management und Updates Was verbirgt sich hinter den Begriffen „Patches“, „Patch-Management“ und „Updates“ und wie unterscheiden sie sich? Ein Update ist eine neue Version von einem bestehenden System. Es bringt neue Funktionen, Erweiterungen und neuen Schutz mit. Ein Patch ist eine kleine Code-Änderung der Software, um zum Beispiel Sicherheitslücken zu schließen. Das Patch-Management zählt zum wichtigsten Bestandteil des Systemmanagements und beschäftigt sich mit dem Einspielen von Updates und Patches. Mit einem gut aufgesetzten Patch-Management kann die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Hackerangriffs zu werden, erheblich reduziert werden. Patch-Days allein lösen das Problem nicht Windows liefert zwar regelmäßig am sogenannten Patch-Dienstag Sicherheits-Updates aus, diese lösen aber nicht das gesamte Problem. Leider herrscht immer noch die Annahme, dass sich viele Sicherheitsprobleme mit dem bloßen Einspielen neuer WindowsUpdates beheben lassen. Zwar zählt die renommierte Schwachstellen-Datenbank „CVE Details“ bei Windows 10 ganze 389 Sicherheitslücken (Stand 17.07.2017), aber die Dunkelziffer liegt sicher höher. Außerdem sollten die Gefahren, die von Java-Plattformen und Adobe-Lösungen ausgehen, nicht außer Acht gelassen werden. Adobe und sogar SAP haben ganz aktuell neue Patches auf den Markt gebracht, um Sicherheitslücken zu schließen. Jedes Unternehmen nutzt aber nicht nur das Betriebssystem von Windows, sondern noch unzählige andere Programme und Applikationen. Sind diese nicht auf dem neuesten Stand, hat ein Hacker leichtes Spiel. Das kann für ein Unternehmen unterschiedliche Folgen haben, vom Datendiebstahl bis hin zum Einschleusen von Viren, die das gesamte System lahmlegen können. Patch-Management berücksichtigt spezielle Anforderungen und priorisiert Aufgaben In einer immer komplexeren IT-Landschaft gestaltet sich das Patch-Management für ein Unternehmen zunehmend schwieriger. Durch die steigende Zahl an Anwendungen bedarf es einer Strategie, die das Maximum an Sicherheit bietet und dabei den geringsten Aufwand verursacht. Wichtig ist, dass die IT-Abteilung genau weiß, welche Systeme, Programme und Applikationen installiert sind und wo. Um bei diesen Unmengen an Informationen nicht den Überblick zu verlieren, gibt es spezielle Tools zur Verwaltung der bestehenden Systeme, Programme und Applikationen. Zudem können Tools auch automatisch Patches und Updates einspielen. Dabei sollte aber beachtet werden, dass nicht jeder Computer gleich ist. Ein Hacker wird sich mehr für den Rechner des Geschäftsführers interessieren als für den des Empfangmitarbeiters. Folglich sollten geschäftskritische Systeme immer höchste Priorität für das Patch-Management haben. Darüber hinaus sollten auch frei zugängliche Front-End- und E-Commerce-Systeme als erstes gepatcht werden. Beim Einspielen eines neuen Updates oder Patches können sich einige Hindernisse ergeben, daher ist die Sicherung der Daten unabdingbar. Die Rückkehr zur Ausgangssituation muss immer möglich sein. Ein Vorab-Test auf einem für das Unternehmen ungefährlichen, separaten System verhindert eventuelle Überraschungen. Bei großen Unternehmen empfiehlt sich eine eigene Testumgebung. Zudem muss die IT-Abteilung wissen, welche Updates und Patches wirklich relevant für das Unternehmen sind. Denn nicht alles, was aktuell auf dem Markt ist, ist auch wichtig. Ob sich durch ein Update die Schriftfarbe verändert, ist für ein Unternehmen nicht von Bedeutung. Lässt sich aber durch ein Update die Sicherheit oder Benutzerfreundlichkeit erhöhen, kann dies ein guter Grund für ein Update sein. Eine richtige Priorisierung ist hier das A und O. Zusammenfassung Unternehmen sind mehr denn je auf sichere Software und ein funktionierendes Betriebssystem angewiesen. Als erstes müssen sich Unternehmen vor Viren und Hackern schützen, indem sie Firewalls und andere Sicherheitsprodukte einsetzen. Um einen richtigen Schutz gewährleisten zu können, müssen aber sowohl Hardware als auch Software auf dem neuesten Stand sein und reibungslos miteinander funktionieren. Updates sind wichtig, denn sie verbessern nicht nur die Software-Funktionalitäten und beheben Bugs, sondern sie schließen vor allem Sicherheitslücken. Keine Updates vorzunehmen, ist wie mit verbunden Augen die Straße zu überqueren. Es kann gut gehen, muss aber nicht. Die Frage, die sich jedes Unternehmen stellen sollte: Wollen wir wirklich so ein großes Risiko eingehen? Denn am Ende gewinnt doch immer der Hacker und das Unternehmen verliert. 13

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PARTNER Neue Datenschutzregeln sorgen für Handlungsdruck in den IT-Abteilungen Spätestens seit im Mai 2016 die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Verkehr solcher Daten in Kraft getreten ist, müssen viele Unternehmen ihre Datenschutzregeln überprüfen. Bisher sind noch keine großen Veränderungen sichtbar geworden, obwohl die Uhr tickt. Der Handlungsdruck in den IT-Abteilungen der Unternehmen erhöht sich, da die Verordnung bereits ab Mai 2018 anzuwenden ist. Die Frist ist ambitioniert, aber machbar – vorausgesetzt, die Unternehmen starten jetzt mit der Umsetzung. Unternehmen müssen jetzt aktiv werden Konkret sind die Datenschutz- und IT-Abteilungen gefordert, Konzepte zu entwickeln, die sicherstellen, dass die Informationssicherheit in der Datenverarbeitung gewahrt ist. Solche Konzepte definieren den Umgang mit personenbezogenen Daten in der eigenen IT-Landschaft und beschreiben Richtlinien und Prozesse, die die Themen Datenschutz, Rechenschaftspflichten, Datenportabilität oder auch die Umsetzung des Löschanspruchs von Betroffenen berücksichtigen. Um nicht unter gravierenden Zeitdruck zu geraten und letztendlich empfindliche Strafen we- gen Nichterfüllung zu riskieren, sollten sich Unternehmen zunächst einen detaillierten Überblick über die aktuell intern tatsächlich angewandten Prozesse verschaffen, die personenbezogene Daten betreffen. Durch eine sorgfältige Abwägung, welche Daten überhaupt notwendig sind, lässt sich die Komplexität im Transformationsprozess schon im Vorfeld signifikant reduzieren. Das spart Zeit und Kosten. Darüber hinaus ist die Datenqualität ein wichtiger Faktor: Je besser die Daten einem definierten Datenprofil entsprechen, desto einfacher ist es, Maßnahmen festzulegen, um die neuen Anforderungen fristgerecht zu erfüllen. Leistungsfähige Software-Tools sichern eine exakte Analyse und eine erfolgreiche Umsetzung ab Mit Blick auf die Anonymisierung von Daten und die Identifikation derjenigen Prozesse, die personenbezogene Daten verwenden, bieten automatisierte Software-Tools, wie z.B. SNP System Scan oder auch SNP Business Process Analysis, weitreichende Vorteile. Während der SNP System Scan einen Gesamtüberblick über das SAP-System liefert und sich dabei besonders auf den Umfang der Organisationsstrukturen bzw. auf die Nutzung von Modulen bezieht, dient die SNP Business Process Analysis (SNP BPA) der Analyse und Visualisierung der Geschäftsprozesse und Arbeitsabläufe. Nach Abschluss der Analyse- und Konzeptphase können mit SNP Data Provisioning & Masking (SNP DPM) die festgelegten Anforderungen automatisiert umgesetzt werden. Die Software ermöglicht kostengünstigere Test- und Trainingsszenarien und schützt gleichzeitig sensible Kunden- und Produktdaten vor internem und externem Missbrauch. Saubere Schnittstellenanalyse beschleunigt Transformationsprojekte Ein Erfahrungswert aus der Praxis: Bei einer Anonymisierung sollte kein Anwendungssystem isoliert betrachtet werden. Die Analyse sollte miteinbeziehen, welche Systeme miteinander kommunizieren und welche Daten an den Schnittstellen ausgetauscht werden. Der SNP Interface Scanner (IFS) prüft und dokumentiert Schnittstellen mit geringem Aufwand und zeigt auf, welche Schnittstellentypen wo zum Einsatz kommen und wie häufig sie in Verwendung sind. Ein Beitrag von Gerhard Krauss, Managing Director der SNP Applications DACH GmbH. 14

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NEWS DAS BESTE ZUM SCHLUSS Herbstzeit ist Messezeit Zurzeit geht es in unserer Marketingabteilung hoch her – die Messeplanungen stehen an. Da wird gebrainstormt, geplant, organisiert und gestaltet, um den perfekten Auftritt hinzulegen. Vom 26. bis zum 28. September sind wir auf dem DSAGJahreskongress in Bremen zu finden. Der Kongress ist die größte und wichtigste Veranstaltung der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe. Das Motto des 18. DSAG-Jahreskongress lautet „Zwischen den Welten – ERP und digitale Plattformen“. Wir informieren Sie in Halle 5, am Stand E14 über unser SAP Lizenzoptimierungs-Tool samQ und geben Ihnen wertvolle Tipps zum Thema indirekte Nutzung. Nur ein paar Wochen später und etwas südlicher, können Sie uns auf der it-sa in Nürnberg besuchen. Bei der größten IT-Security Messe in Europa, stehen Themen wie Cloud, Mobile oder Cyber Security, Daten- und Netzwerksicherheit im Mittelpunkt. Die it-sa findet vom 10. bis 12. Oktober 2017 in den Messehallen Nürnberg statt. Mit dabei an unserem Stand (10.0-114) sind unsere Partner DeskCenter und Acunetix. Läuft bei uns In einem gesunden Körper wohnt auch ein gesunder und wacher Geist. Deshalb haben unsere Münchner Kollegen auch in diesem Jahr wieder die Laufschuhe für den B2Run angezogen. Der B2Run ist ein großer Firmenlauf, der in vielen deutschen Städten stattfindet, und hat dieses Jahr in München mehr als 30.000 Läufer und Walker angezogen. Der schnellste Läufer benötigte für die Strecke von sechs Kilometern übrigens nur 18 Minuten. Respekt, finden auch die Kollegen. Für uns zählt aber der olympische Gedanke unserer Läufer. Deshalb: Glückwunsch zu eurem tollen Lauf und bis zum nächsten Jahr! VOQUZ STANDORTE DACH Hamburg T +49 40 675968-0 Düsseldorf T +49 211 577996-0 Berlin T +49 30 3641 8831 Frankfurt T +49 69 6607680-0 Stuttgart T +49 7195 92255-0 München T +49 89 925191-0 Österreich T +43 1 5222015-10 Zürich T +41 52 62008-80 kontakt@voquz.com 15

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