Sport in Hessen 18/2017

 

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Landessportbund Hessen, Sport in Hessen

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THEMA DER SEITE Nr. 18 | 02. September 2017 | 71. Jahrgang 1 Titelthema Der lsb h – Helfer im Hintergrund SIH 18 / 02.09.2017

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2 EDITORIAL Editorial THEMA DER SEITE Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde, für viele Kinder hat vor Kurzem ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Schule statt Kindergarten und lernen statt spielen bestimmen nun den Tagesablauf. Eine Situation, die sich jedes Jahr wiederholt und die selbstverständlich ist. Nicht selbstverständlich sind für uns als Landessportbund die Ergebnisse von Untersuchungen, die sich mit den motorischen Fähigkeiten der ABC-Schützen beschäftigen. Demnach stellt die Rolle rückwärts für einen nicht unerheblichen Teil der Kinder eine unlösbare Aufgabe dar. Selbst rückwärts zu laufen ohne hinzufallen, fällt vielen schwer. Damit erhält unsere Forderung nach der täglichen Sportstunde zusätzliches Gewicht. In der Walluftalschule in Walluf (Rheingau-Taunus) sowie in der Reichenberg-Schule in Reichelsheim (Odenwald) ist jetzt das Modellprojekt „Tägliche Sportstunde“ angelaufen. Das freut uns und wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass sich in jedem unserer Sportkreise zumindest eine Schule dem Projekt anschließt. Wie sinnvoll eine noch engere Verzahnung von Schule und Bildung ist, wollen wir mit einem weiteren Projekt verdeutlichen. „Sport bildet und bewegt in Schule und Verein“ lautet der Titel einer Kampagne, die wir vor Kurzem ins Leben gerufen haben. Gemeinsam mit dem TV Dreieichenhain, dem Sportkreis Offenbach und zwei örtlichen Schulen haben wir jetzt den ersten Aktionstag zum Thema veranstaltet. Mehrere hundert Kinder und Erwachsene hatten dabei nicht nur viel Spaß, sondern konnten unmittelbar erfahren, dass sich Sport und Bewegung positiv auf das Lernen auswirken. leidenschaftlich mit uns feiern wollen – wir freuen uns auf Sie! Der Kartenvorverkauf hat begonnen und unter www.olympische-ballnacht.de können Sie Ihre Karten reservieren. Abschließend möchte ich Ihnen noch unser heutiges Titelthema ans Herz legen. Unter der Überschrift „Der lsb h – Helfer im Hintergrund“ stellen wir Ihnen unsere Geschäftsbereiche vor. Welche Unterstützung können Sportvereine von welchem Geschäftsbereich erhalten und wer ist der für das jeweilige Problem direkte Ansprechpartner? Die Antwort auf diese (und mehr) Fragen finden Sie im vorliegenden Heft. Und nun viel Spaß bei der Lektüre Ihrer aktuellen „Sport in Hessen“ wünscht Ihre Dr. Susanne Lapp Sport und Bewegung in einem ganz anderen Rahmen erleben die Gäste unserer mittlerweile 16. Olympischen Ballnacht am 23. September im Kurhaus Wiesbaden. „Leidenschaft verbindet“ lautet das Motto. Wenn Sie SIH 18 / 02.09.2017

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THEMA DER SEITE Inhalt INHALT 3 8 Hilfe aus dem Hintergrund Der lsb h als Dienstleister 31 Erfolgreicher Nachwuchs Goldene Tischtennis-Hoffnungen 34 Sport und Geschichte Ausstellung in München 39 Sportjugend Hessen Die Referate stellen sich vor 47 In Aktion Die Sportjugend bewegt 3 Bildungs-Kampagne Modellprojekt „Tägliche Sportstunde“ gestartet 4 Schule und Verein Aktionstag in Dreieichenhain 6 Olympische Ballnacht Sportliche Leidenschaft in Wiesbaden 20 Direkter Draht Ralf Koch im Austausch mit Vereinen 21 Der Sport lebt Veranstaltungen in Nordhessen 22 Inklusion Neue Stellen für Inklusionsmanager 23 Inklusive Fußball-Liga Vorzeigeprojekt startet Mitte September 24 Schlappekicker-Aktion Gewinnchancen für Vereine 25 Aus der Praxis Der Übungsleiter 29 ARAG Sportversicherung Schadensfall des Monats 30 Zur Aktivität motivieren Das AlltagsTrainingsProgramm 32 Neue Bücher Lesetipps für Sport und Freizeit 36 Bildungsakademie Kurse und Aktionstage 38 Sport spricht alle Sprachen Fotowettbewerb im Bereich Integration Impressum Herausgeber: Landessportbund Hessen e. V. (lsb h); Otto-FleckSchneise 4, 60528 Frankfurt, Tel.: 069/6789 -0 Verantwortlich für den Inhalt: Dr. Susanne Lapp, Vizepräsidentin für Kommunikation und Marketing, Glauburgstraße 11, 60318 Frankfurt. Redaktion: Leitung Ralf Wächter (RW), Isabell Boger (ib), Markus Wimmer (maw), Otto-Fleck-Schneise 4, 60528 Frankfurt. So erreichen Sie uns: Ralf Wächter, rwaechter@lsbh.de, Tel.: 069/6789 -262; Isabell Boger, iboger@lsbh.de, Tel.: 069/ 6789-267; Markus Wimmer, mwimmer@lsbh.de, Tel. 069/6789-437; Fax: 069/6789-300. Verlag: Pressehaus Bintz-Verlag GmbH & Co. KG, Waldstraße 226, 63071 Offenbach Druck und Vertrieb: Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG, Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel. Abonnementverwaltung: Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel, Tel.: 0561/60280-452, Fax: 0561/60280-499, E-Mail: abo-sih@dierichs-druck.de Anzeigen Nord/Mitte: Claudia Brummert, Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel, Tel.: 0561/60280-180, Fax: 0561/60280-199, E-Mail: brummert@ddm.de Anzeigen Süd: Torsten Wethlow, Waldstraße 226, 63071 Offenbach, Tel.: 069/85008-368, Fax: -394, E-Mail: sih@op-online.de Sport in Hessen erscheint vierzehntägig zum Wochenende Bezugspreis: Jährlich Euro 51,11 einschl. Postgebühren und MwSt. Bestellungen für Vereine beim Landessportbund Hessen e. V., für Privatpersonen bei Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung der Verfasser wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bilder wird keine Gewähr übernommen. Eine Rücksendepflicht besteht nicht. Titelfoto: „Starke Vereine brauchen einen starken Landessportbund“ heißt es im Leitbild des Landessportbundes Hessen. Eine Maxime, die verpflichtet. Doch was tut der Dachverband des organisierten Sports in Hessen genau für seine Vereine? Welche Beratungs- und Förderangebote stellt er zur Verfügung? Und wer ist jeweils der richtige Ansprechpartner? In unserem Titelthema geben wir Antworten und stellen unsere Geschäftsbereiche vor. Foto: lsb h www.landessportbund-hessen.de SIH 18 / 02.09.2017

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4 SPORT UND GESUNDHEIT THEMA DER SEITE Bewegtes Lernen Drei Grundschulen sind mit dem Modellprojekt „Tägliche Sportstunde“ ins neue Schuljahr gestartet – im zweiten Halbjahr sollen weitere hinzukommen Kindergarten –  das klingt nach Spielen in der Gruppe, nach Klettern und Raufen, nach Toben im Freigelände, nach gemeinsamem Singen und Tanzen. Schule – das klingt nach stillsitzen, konzentrieren, lernen. „Von Kindern wird die Einschulung deshalb häufig als Einstuhlung wahrgenommen“, sagt Dr. Frank Obst, Geschäftsbereichsleiter Schule, Bildung und Personalentwicklung beim Landessportbund Hessen. Schließlich stehen pro Woche nur drei Einheiten Sport auf dem Stundenplan – und nicht selten fällt ein Teil davon aus. Dabei zeigen zahlreiche Studien: Bewegung wirkt sich positiv auf den Lernerfolg in allen Fächern aus, steigert die Konzentrationsfähigkeit und hilft, Aggressionen abzubauen. Außerdem ist klar: Wer als Kind keinen Sport treibt, pflegt häufig auch als Erwachsener einen eher passiven Lebensstil. Für den Landessportbund Hessen (lsb h) gab es also genügend Gründe, die Kampagne „Sport bildet und bewegt in Schule und Verein“ ins Leben zu rufen. Zentraler Bestandteil davon ist das Modellprojekt „Tägliche Sportstunde“, das im August bereits in drei Schulen angelaufen ist: in der Walluftalschule in Walluf (Rheingau-Taunus), der ReichenbergSchule in Reichelsheim (Odenwald) sowie der Kinzigtalschule in Lieblos (Main-Kinzig). fahrung zeigt: „Mit Angeboten am Nachmittag spricht man vor allem sportaffine Kinder an, von Angeboten am Vormittag profitieren hingegen auch bewegungsschwache Kinder.“ Ihnen kann durch das Projekt vermittelt werden: Sport macht Spaß! „So wird der Grundstein für ein Leben in Bewegung gelegt. Davon profitieren letztendlich auch die Vereine“, ist Vizepräsident Zielinski überzeugt. Anstoß fürs Kultusministerium „Doch eigentlich“, sagt der zuständige Vizepräsident Prof. Dr. Heinz Zielinski, „wünschen wir uns, dass in jedem Sportkreis mindestens eine Schule mitmacht.“ Interessierte Schulen können sich mit dem jeweiligen Sportkreis oder direkt mit dem Landessportbund in Verbindung setzen. Das Modell, das Zielinski und Obst entwickelt haben, hat nämlich durchaus mit dem organisierten Sport zu tun: „Wirklich gelingen wird die tägliche Sportstunde nur mit Beteiligung der Vereine“, sagt Zielinski. Lizenzierte Übungsleiter gefragt Die beiden zusätzlichen Sporteinheiten werden nämlich von lizenzierten Übungsleitern geleitet bzw. begleitet. Im Modellzeitraum (jeweils ein Schuljahr) übernimmt der Landessportbund an den ausgewählten Schulen die Aufwandsentschädigung in Höhe von 18 Euro pro Stunde. „Pro Jahr und Klasse kostet das Projekt also 1.368 Euro“, sagt Obst. Eine Summe, die der lsb h nur für eine begrenzte Dauer und eine begrenzte Zahl an Schulen aufbringen kann. Ziel ist es deshalb, weitere Kooperationspartner – etwa örtliche Banken und Sparkassen, Firmen oder Stiftungen – mit ins Boot zu holen. Der Schritt in den Vormittag, das weiß Obst, wird vielen Vereinen ungewöhnlich erscheinen. Doch die Er- Doch nicht nur Eltern und Kinder will der Landessportbund so von den positiven Effekten der täglichen Sportstunde überzeugen. „Wir begreifen das Modellprojekt durchaus auch als Anstoß fürs Kultusministerium“, sagt Obst. In seiner Doktorarbeit hat er bereits vor Jahren die positiven Auswirkungen der täglichen Sportstunde untersucht und nachgewiesen – am Beispiel der Grundschule im Bad Homburger Stadtteil Gonzenheim, wo dieses Modell bereits 1993 eingeführt wurde. Die wichtigsten Erkenntnisse: Die Schüler erreichen im Vergleich zu Gleichaltrigen ein höheres motorisches Niveau. Die Zahl der Unfälle, die einen Arztbesuch nach sich zogen, haben sich um 30 Prozent verringert. Die Konzentration verbessert sich und kann länger aufrechterhalten werden. Außerdem, sagt Obst, wurde bestätigt: Wer in Bewegung lernt – etwa mithilfe von Laufdiktaten –, erzielt den größten Lernerfolg. Weil die Kinder in der ersten und zweiten Klasse das „beste motorische Lernalter“ hätten, wünscht sich der Landessportbund die Einführung der täglichen Sportstunde genau für diese Altersklasse. „Perspektivisch wäre dieses Modell aber selbstverständlich für alle Klassenstufen erstrebenswert“, sagt Zielinski, und hofft auf Unterstützung von Schulen und Vereinen.  Isabell Boger OBEN In der Grundschule in Gonzenheim ist das Modell der täglichen Sportstunde längst etabliert. Schulleitung, Lehrer und Eltern sind von den positiven Auswirkungen überzeugt. Foto: Markus Wimmer Tägliche Sportstunde – wie geht das? Modellschulen können ihre Stundentafel um zwei Wochenstunden erweitern. Die beiden zusätzlichen Sporteinheiten sind dann ein Vormittagsangebot auf freiwilliger Basis. Nicht auf Randstunden angewiesen sind Schulen dann, wenn sie ein anderes Modell wählen: Im Rahmen der Klassenlehrerstunden können Fächer kombiniert werden: Etwa, indem die Rhythmusschulung des Musikunterrichts mit sportlichen Bewegungen kombiniert wird. SIH 18 / 02.09.2017

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THEMA DER SEITE AKTIONSTAG 5 Bewegter Aktionstag in Dreieichenhain Der TV Dreieichenhain, die Weibelfeld-Schule und die Ludwig-Erk-Schule stellen im Rahmen der Kampagne „Sport bildet und bewegt in Schule und Verein“ ihre Arbeitsgemeinschaften vor Mit einem Aktionstag haben der TV Dreieichenhain, die Weibelfeldschule und die LudwigErk-Schule in Dreieich ihre Kooperation im Bereich Schule und Sport präsentiert. Im Rahmen der Kampagne „Sport bildet und bewegt in Schule und Verein“ wurde die Veranstaltung durch den Sportkreis Offenbach, den Landessportbund Hessen und weiteren Sponsoren wie den Stadtwerken Dreieich unterstützt und war als Beispielveranstaltung gedacht, mit der die positiven Aspekte des Sports auf das schulische Lernen dargestellt werden sollten. Wer Sport treibt, wird besser „Wer Sport treibt, der wird auch in den anderen Fächern besser“, brachte Prof. Dr. Heinz Zielinski, lsb hVizepräsident Schule, Bildung, Personal, die Kampagne auf den Punkt. „Heute bekommen wir gezeigt, was in der Zusammenarbeit von Schule und Verein möglich ist“, freute er sich auf das Programm. Gerhard Liebermann, im Verein und im Sportkreisvorstand für die Ko- operationen von Schule und Verein zuständig, stellte die einzelnen Arbeitsgemeinschaften vor und erläuterte, welche Lerneffekte die jeweilige Sportart hat. 13 Mitmachstationen An 13 Mitmachstationen präsentierten sich die einzelnen Arbeitsgemeinschaften mit ihrem jeweiligen Sportangebot. Leichtathletik, Parkour, Breakdance, Fußball, Schach, Tischtennis, Freestyle-Dancing und Tennis waren ebenso präsent wie Fußball, Volleyball, Darts, Kegeln und Tischtennis. Der Publikumsandrang war rege und an den Stationen bildete sich die eine oder andere Warteschlange. Rund 200 Laufkärtchen hatten Dieter Kirsten und Hanni Niebert vom TV Dreieichenhain am Ende ausgeteilt und nahezu jeder Teilnehmer erhielt bei der Siegerehrung einen Preis, darunter Klassen-Freikarten für den Besuch eines Heimspiels des SV Darmstadt 98, Fußbälle, TShirts und vieles weitere mehr. OBEN Breakdance war eine echte koordinative Herausforderung. Fotos: Markus Wimmer UNTEN „Wer Sport treibt, der wird auch in anderen Fächern besser“. lsb hVize Prof. Dr. Heinz Zielinski. SIH 18 / 02.09.2017

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6 SCHULE UND VEREIN Wer bei der Kurzvorstellung der AGs während der Eröffnung noch über die „kognitiven Effekte“ der jeweiligen Sportarten geschmunzelt hatte, sah sich an den Mitmachstationen oft genug ernsthaft herausgefordert. Koordination als Herausforderung So zeigte sich insbesondere bei den „musischen“ Sportarten wie Freestyle Dance und Breakdance, dass es gar nicht so einfach ist, zur jeweiligen Musik den richtigen Tanzschritt zu machen. Hier gab es vielfach Gelächter, vor allem wenn Eltern ihre koordinativen Qualitäten demonstrierten. Doch alle nahmen es mit Humor und Fröhlichkeit, so wie die gesamte Veranstaltung von guter Laune bei allen Teilnehmenden, ganz gleich welchen Alters, geprägt war. Anspruchsvoll waren auch die Übungen aus dem Fußball (dribbeln und gleichzeitig einen zweiten Ball mit der Hand prellen), der Leichtathletik (Trippelschritte auf der „Koordinationsleiter“) oder bei Parkour (Kasten als Hindernis). Gemeinsam Sport treiben Obwohl beim Aktionstag die positiven Wechselwirkungen von Sport und schulischem Lernen im Vordergrund standen und eindrucksvoll demonstriert wurden, hatte die Veranstaltung einen positiven Nebeneffekt. Durch das gemeinsame Sport treiben von Eltern und Kindern entwickelte sich der Aktionstag von Station zu Station zum Familiensportfest mit Wettbewerb der Generationen und manch ein Vater sah sich gezwungen, an seine konditionellen und koordinativen Grenzen zu gehen, um mit dem Nachwuchs mithalten zu können. Positiver Werbeeffekt „Die Veranstaltung ist ganz toll“, war das Fazit von Simone Kuntz und Thomas Papke. „Sie ist eine ideale Gelegenheit für die Kinder, verschiedene Sportarten und den Verein kennenzulernen. Auch die Sport AGs an der Schule sind eine perfekte Möglichkeit, neue Freunde zu finden.“ Simone Kuntz und und ihre Familie wohnen erst seit einem halben Jahr in Dreieichenhain, ihre Kinder besuchen seit diesem Schuljahr die Ludwig-Erk-Schule. Gemeinsam haben sie am Aktionstag alle Sportstationen absolviert und sind begeistert: „Das war ein ganz toller Tag für uns. Wir konnten auf ungezwungene Art den Verein und seine Angebote kennenlernen und werden ganz bestimmt Mitglied werden“, zieht sie ein ganz persönliches Fazit aus dem Aktionstag. Markus Wimmer OBEN Parkour: Mit Schwung über den Kasten. UNTEN Gerhard Liebermann moderierte die Eröffnung. RECHTS Die Koordinationsleiter: schwieriger als gedacht. UNTEN Fußball: Ganz einfach, oder doch nicht? THEMA DER SEITE SIH 18 / 02.09.2017

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THEMA DER SEITE OLYMPISCHE BALLNACHT 7 Leidenschaft verbindet! Auf die Gäste der 16. Olympischen Ballnacht wartet am 23. September im Kurhaus Wiesbaden ein Programm voller Höhepunkte Tolle Bands, eine Disco mit Livemusik, Artistik, Show, Glamour und die Wahl der hessischen Sportler des Jahres – das und viel mehr erwartet die Gäste am 23. September im Wiesbadener Kurhaus. Dort feiert der Landessportbund Hessen seine 16. Olympische Ballnacht. „Leidenschaft verbindet“ lautet das Motto des Abends, zu dem unter anderem Ministerpräsident Volker Bouffier, Hessens Minister des Innern und für Sport, Peter Beuth, Landtagspräsident Norbert Kartmann, Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich und viele weitere Persönlichkeiten erwartet werden. Dazu natürlich bekannte und erfolgreiche hessische Sportlerinnen und Sportler wie Carolin Schäfer, Christian Reichert, Jan-Philip Glania, Kim Kalicki oder Claudia Salman-Rath. Der Kartenverkauf für die Veranstaltung hat jetzt begonnen. Flanierkarten, inklusive Henkell-Sektempfang, gibt es für 35 Euro. Karten für den Friedrich-vonThiersch-Saal sind – inklusive Menü – ab 99 Euro erhältlich. Die Karten können im Internet unter www. olympische-ballnacht.de oder telefonisch unter 069/6789-876 bestellt werden. Programm mit ganz besonderem Flair Wie „leidenschaftlich“ die Ballnacht werden wird, verdeutlicht ein Blick auf das Programm. Etwa beim Auftritt von „Katharina“, die sich spektakulär über den Köpfen des Publikums im Luft-Netz bewegt. Oder bei der Akrobatik von „Urban Adagio“, die Kraft und Anmut in Einklang bringen. Dazu das unglaubliche „Schattentheater“ der Gruppe „Mobilés“. Und weil auch diese Ballnacht eine „Olympische“ ist, darf der Bezug zum nächsten Gastgeberland nicht fehlen: Voller Leidenschaft lässt die deutsch-koreanische Trommelgruppe „Bibong“ ihre Stöcke fliegen – der Rhythmus wird den Ballbesuchern bestimmt ins Blut gehen! Generell ist es die Mischung aus Show, Sport, Stars und Musik, die den Charakter der Ballnacht ausmacht. Die erfolgreiche Siebenkämpferin Carolin Schäfer freut sich zudem darauf, „viele Freunde und Bekannte zu treffen“ und Wiesbadens OB Sven Gerich schätzt die sympathische Atmosphäre. „Man ist einfach unter Menschen, die die Begeisterung für den Sport teilen“, sagt Gerich. Ähnlich sieht das der Geschäftsführer der Spielbank Wiesbaden, Andreas Krautwald. Auch für ihn, dessen Institution den Sport seit langem unterstützt, ist die Ballnacht des Landessportbundes etwas ganz besonderes. Gemeinsam mit den Sportlerinnen und Sportlern und vielen guten Bekannten aus Politik und Gesellschaft freut er sich auf einen tollen Abend. Die Bands „Noble Composition“, „Soulpalace“ und „Die Schwindler“ schaffen dazu den musikalischen Rahmen. Richtiges Club-Feeling kommt mit „Visionbeat“ auf: Die Formation besteht aus der Band „StreetLIVE Family“ und dem international bekannten Top-DJ K.C. Er mischt aktuelle House- und RnB-Grooves in die Live-Performance. Spannend wird es bei der Wahl der hessischen Sportler des Jahres. Beim Höhepunkt der Ballnacht werden die OBEN LINKS Das Schattentheater „Die Mobilés“ OBEN RECHTS Netzakrobatik mit „Katharina“ UNTEN „Visionbeat“ mit Sänger Jay Oh Alle Fotos: PRV OBEN Führt erstmals durch die Ballnacht: Radiomoderatorin Julia Nestle. Foto: Ralf Wächter SIH 18 / 02.09.2017

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8 OLYMPISCHE BALLNACHT Nachfolger von Fabian Hambüchen und Dorothee Schneider gekürt. Auch die strahlenden Gewinner des ODDSET Zukunftspreises des hessischen Sports dürfen an diesem Abend wieder auf die hell erleuchtete Bühne des Kurhauses. ODDSET Zukunftspreis des hessichen Sports Denn mit dem von LOTTO Hessen gestifteten, höchstdotiertem Sportpreis des Landes werden jedes Jahr zukunftsweisende Projekte im Vereinssport ausgezeichnet. LOTTO Hessen, das sei an dieser Stelle erwähnt, ist zudem einer der großen Förderer der Olympischen Ballnacht. Viel Spaß und Abwechslung versprechen die zahlreichen Mitmachangebote wie beispielsweise ein Flugsimulator, Eishockey-Zielschießen und viele mehr. Bei der Tombola, deren Erlös der Stiftung Sporthilfe Hessen zugutekommt, lockt als Hauptgewinn ein „SEAT Mii Ecofuel“. Obendrauf gibt’s ein Jahr lang exklusive Shopping- und Lifestyle-Vorteile in Wiesbaden. Faites votre jeu – Machen Sie ihr Spiel! Wer einmal die Atmosphäre der Spielbank Wiesbaden schnuppern möchte, erhält gegen Vorlage der Ballkarte und eines gültigen Personalausweises freien Eintritt. Wer sich schon vorher mit dem Spiel vertraut machen will, kann am Ballnacht-Stand der Spielbank ganz ohne Risiko Black Jack und Roulette ausprobieren. Durch das Programm der Ballnacht führt in diesem Jahr übrigens erstmals Julia Nestle. Die sportaffine Moderatorin ist durch ihre Sendungen bei HitRadio FFH bekannt. Für Saalgäste beginnt der Abend um 18.30 Uhr, für Fla- niergäste ab 21 Uhr. Die Türen des Hauptsaals öffnen sich für das Flanierpublikum gegen 22.45 Uhr. Kur- zentschlossene können noch an der Abendkasse Fla- nierkarten erwerben.  RW/ib THEMA DER SEITE Leidenschaft für den Sport Interview: Wiesbadens OB Sven Gerich freut sich auf die Ballnacht Frage: Herr Oberbürgermeister, das Motto der Olympischen Ballnacht lautet in diesem Jahr „Leidenschaft verbindet“. Wie verbinden sich für Sie Leidenschaft und Sport? Sven Gerich: Als Oberbürgermeister und Sportdezernent erlebe ich immer wieder, wie die Begeisterung für Sport Menschen zusammenführt und Grenzen überwindet. Sport ist eben gelebte Freude und erlebte Leidenschaft, die verbindet. Das Motto passt daher sehr gut! Kürzlich ist die Leichtathletik-WM in London zu Ende gegangen. Wir haben über Carolin Schäfers Siebenkampf-Silber gejubelt und mit Gesa Felicitas Krause bei ihrem Sturz im 3000-m-Hindernis-Finallauf gelitten. Wie leidenschaftlich muss man als Sportler sein, um einen Tiefschlag wie diesen zu überwinden? Sven Gerich: Niederlagen sind immer bitter. Egal ob im Profi- oder im Breitensport. Wenn ich sehe, wie viele Wiesbadener Bürger sich in Sportvereinen engagieren und sich auch über den Sport hinaus im Verein einbringen – dann ist da eine Menge Leidenschaft im Spiel. Als Spitzensportler lebt man seinen Sport und Tiefschläge können auch Ansporn sein. Die Leidenschaft für den Sport als solchen ist ein Aspekt, der die Gäste der Ballnacht verbindet. Gibt es aus ihrer Sicht weitere Aspekte der „Leidenschaft“ für die Ballnacht in Wiesbaden, die die Gäste teilen? Sven Gerich: Die Olympische Ballnacht ist einfach eine tolle Veranstaltung mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Sie steht für emotionale Spannung, eine aufregende Show und exzellente Unterhaltung. Genau das wünschen wir uns doch auch vom Sport. Außerdem ist es immer wieder schön, Sportlerinnen und Sportler kennenzulernen, die man sonst nur auf der Mattscheibe sieht. Welche Leidenschaft teilen Sie ganz besonders mit den Gästen? Sven Gerich: Bestimmt teile ich mit den meisten Gästen die Leidenschaft, interessante und nette Menschen zu treffen und ins Gespräch zu kommen. Und natürlich ganz allgemein die Leidenschaft für Sport. Ich freue mich auf einen schönen Abend! OBEN Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich schätzt die Olympische Ballnacht des Landessportbundes Hessen e.V. LINKS Werner Schaefer, Kim Kalicki, Ralf Koch, Carolin Schäfer und Andreas Krautwald werden zu den Gästen der Ballnacht gehören. Foto: Stefan Krauß SIH 18 / 02.09.2017

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Hilfe aus demTHEMA DER SEITE Hintergrund „Starke Vereine brauchen einen starken Landessportbund“ heißt es im Leitbild des Landessportbundes Hessen. Eine Maxime, die verpflichtet. Mit für die Umsetzung verantwortlich sind die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aber: Was tut der Dachverband des organisierten Sports in Hessen genau für seine Vereine? Welche Beratungs- und Förderangebote stellt er zur Verfügung? Und wer ist jeweils der richtige Ansprechpartner? Wir geben Antworten und stellen unsere Geschäftsbereiche vor. 9 SIH 18 / 02.09.2017

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10 T I T E L T H E M A THEMA DER SEITE Geschäftsführung Mit knapp 7.700 Mitgliedsvereinen und etwas mehr als zwei Millionen Mitgliedern ist der Landessportbund Hessen e. V. nach wie vor mit deutlichem Abstand die größte Bürgervereinigung des Landes. Plakativ ausgedrückt: Etwa ein Drittel der hessischen Bürgerinnen und Bürger sind Mitglied in einem Sportverein. Dass damit erhebliche Wechselwirkungen zwischen Sport und Gesellschaft einhergehen, liegt auf der Hand. Deutlich wird dies immer dann, wenn neue gesellschaftliche Problemfelder entstehen. Hier sind es oft genug die Sportvereine, die Problematiken abfedern. Den Sportvereinen als „Keimzellen“ des organisierten Sports die größtmögliche Unterstützung zu gewährleisten, ist die zentrale Aufgabe des Landessportbundes Hessen e. V. „Hauptsitz“ des Landessportbundes ist die Otto-Fleck-Schneise in Frankfurt. In Kassel, Wetzlar, am Edersee und seit kurzem auch im Odenwald befinden sich weitere Verwaltungs- und Bildungseinheiten. Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes ist Ralf Koch. Er ist für die Umsetzung der gemeinsam mit dem Präsidium erarbeiteten Leitlinien zur Entwicklung des Sports in Hessen verantwortlich. des Vereinssports bestellt? Dies sind nur einige der Problemstellungen, die wir analysieren und auf die wir unseren Vereinen Antworten geben wollen“, so der Hauptgeschäftsführer. Der enge Austausch mit den politisch Verantwortlichen und mit der Politik im Allgemeinen gehören dabei zum „Tagesgeschäft“. Das berechtigte Werben und das nachdrückliche Einfordern von Unterstützung sind im Kontext wichtige Aufgaben. Der Sport als unverzichtbarer Teil der Gesellschaft Dass die hessische Politik in ihrer Gesamtheit den organisierten Sport als wesentlichen und unverzichtbaren Teil der Gesellschaft anerkennt, ist in den Gesprächen und Verhandlungen oftmals hilfreich. Schließlich, und auch das ist Fakt, wäre die Arbeit, die in den Sportvereinen ehrenamtlich zum Wohl der Mitglieder und damit der Gesellschaft geleistet wird, von Staats wegen nicht finanzierbar. Umso wichtiger ist der Blick in die Zukunft des Sports und damit die Frage, ob Hessens Sportvereine zukunftsfähig sind. „Vereine, die das wollen, begleiten wir sehr gerne auf ihrem Weg. Das ist für uns selbstverständlich. Denn die Vereine sind es, die dem Landessportbund die Daseinsberechtigung geben, Und deshalb werden die Interessen und Bedürfnisse der Vereine für uns immer an oberster Stelle stehen“, macht Koch deutlich. Ralf Wächter Uneingeschränkt im Fokus steht dabei das Wohl der Vereine. „Unsere Vereine sollen sich von uns gut betreut fühlen. Dazu gehört einerseits die bestmögliche Beratung in allen Alltagsfragen. Andererseits wollen wir unsere Vereine aber auch auf dem Weg in die Zukunft unterstützen und begleiten“, sagt Ralf Koch. Unterstützung und Begleitung, die – vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels – wichtig und nötig ist. Ansprechpartner Begleitung auf dem Weg in die Zukunft Die demografische Entwicklung der Bevölkerung, die stetig voranschreitende Urbanisierung, mögliche Konfliktpotenziale zwischen berechtigten Belangen der Umwelt und berechtigten Belangen des Sports oder die Veränderung des Sports per se sind in diesem Zusammenhang Stichworte. Veränderungen, auf die sich der Sport, und damit die Vereine, einstellen müssen. Ralf Koch ist der Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes Hessen e. V. Er steuert die Gesamtaktivitäten der Verwaltungseinheit und hält – gemeinsam mit dem Präsidium – den Kontakt zur Politik. Er beobachtet und analysiert gesamtgesellschaftliche Entwicklungen und entwickelt daraus Vorschläge zur perspektivischen Positionierung des Sports. „Das Thema Sportentwicklung hat derzeit für uns oberste Priorität. Wie gehen wir und damit unsere Vereine perspektivisch mit E-Sports um? Sind Computerspiele tatsächlich Sport im unserem Sinne? Wie sieht es mit Hessens Sportstätten aus? Wo muss – möglicherweise dringend – saniert werden, wo sind zusätzliche Kapazitäten nötig oder wo sollten Vereine über Kooperationen oder Zusammenschlüsse nachdenken? Und wie ist es um die öffentliche Förderung In seiner Verantwortung liegen die Vorbereitung des Sportbundtags, der HauptausschussSitzungen des Landessportbundes und vieles mehr. In der Magazinausgabe der „Sport in Hessen“ ist er seit einiger Zeit mit der Kolumne „Der direkte Draht“ vertreten. Hier beleuchtet er im unmittelbaren Austausch mit Vereinsvorständen aktuelle Problemstellungen und mögliche Lösungen. Telefon 069/6789-296, E-Mail: rkoch@lsbh.de SIH 18 / 02.09.2017

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THEMA DER SEITE Vereinsmanagement Der Geschäftsbereich Vereinsmanagement des Landessportbundes unterstützt die hessischen Sportvereine bei ihrem „Tagesgeschäft“. Dabei ist die Bandbreite der Hilfen so groß und vielfältig wie die hessische Sportvereinslandschaft. Von der Vereinsgründung über die Bezuschussung von Übungsleitern, bis hin zur Sportförderung oder der Ehrung verdienter Ehrenamtler – der Geschäftsbereich ist Servicedienstleister Nummer Eins für unsere Vereine. Wichtiges Hilfsmittel und Informationsquelle für die Vereine ist das Vereinsberater-Portal (www.lsbh-vereinsberater.de), das vom Geschäftsbereich Vereinsmanagement inhaltlich bestückt und gepflegt wird. Das Portal hält nahezu alle Informationen bereit, die für eine gute und nachhaltige Vereinsarbeit nötig sind. Von der Gründung eines Vereins oder einer Abteilung, über Finanzen, Steuern und GEMA, bis hin zur Übungsleiterförderung, Jubiläen, Ehrungen und Auszeichnungen sowie natürlich der Vereinsförderung findet sich dort nahezu jede Information, die für die Vereinsarbeit wichtig ist. Regelmäßig informiert mit NesSy Ein weiteres wichtiges Hilfsmittel ist der Newsletter „NesSy“. Einmal pro Woche wird er per Mail an alle Abonnenten verschickt. Kurz, prägnant und interessant informiert er über jeweils ein Thema. Das können aktuelle Gerichtsurteile sein, die für Vereine relevant sind, politische Entscheidungen, die den organisierten Sport betreffen, oder auch ein Thema aus der Vereinspraxis. NesSy geht an über 4.000 Adressen und wird, wie die Rückmeldungen zeigen, auch wirklich gelesen. Aber nicht nur für die Vorstandsarbeit ist der Geschäftsbereich eine große Hilfe, auch für Übungsleiterinnen und Übungsleiter stellt er wichtige Informationen bereit. Sie können im Bereich Sportbetrieb alle wichtigen Informationen für ihre Arbeit finden und beispielsweise dort die Grundsätze der Aufsichtspflicht abrufen, sich über Lizenzverlängerungen, Förderungen oder ihren Versicherungsschutz informieren. Rund 23.000 hessische Übungsleiterinnen und Übungsleiter werden jährlich mit knapp 4,5 Millionen Euro bezuschusst, Zahlen, die deutlich machen, wie umfangreich die Tätigkeit des Geschäftsbereichs ist. Abendsprechstunde mit Schwerpunktthemen Neben den digitalen Angeboten des Geschäftsbereichs, stehen zu allen Vereinsthemen kompetente und hilfsbereite Mitarbeiter zur Verfügung und dies nicht nur zu den normalen Bürozeiten zwischen 9 und 17 Uhr. Jeden Donnerstag steht bis 20 Uhr eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter des Geschäftsbereichs bereit um Fragen der Vereine zu beantworten. Dabei gibt es immer ein Schwerpunktthema, das auf der Seite „Amtliches“ der „Sport in Hessen“ veröffentlicht wird. Ein weiterer, wichtiger Bereich der Arbeit ist die Bezuschussung aus dem Vereinsförderungsfond. Rund 2,2 Millionen Euro schüttet der SIH 18 / 02.09.2017 T I T E L T H E M A 11 Landessportbund jährlich an seine Vereine für die Anschaffung langlebiger Sportgeräten und für Bau- und Sanierungsvorhaben aus. Auch vor Ort in den Sportkreisen sind die Mitarbeiter des Geschäftsbereichs immer wieder aktiv: Auf Abendveranstaltungen zu Themen rund um das Vereinsmanagement, kommen Geschäftsbereichsleiter Steffen Kipper und seine Kollegen immer wieder auch zum direkten Kontakt mit der Basis, sprich: den Vereinsvertretern. Markus Wimmer Ansprechpartner Steffen Kipper koordiniert als Geschäftsbereichsleiter die Maßnahmen des Landessportbundes im Vereinsmanagement. Er ist Ansprechpartner der Vereine in Satzungsfragen sowie in GEMA- und VBG-Angelegenheiten. Er ist verantwortlich für die Weiterentwicklung des Vereinsberater-Portals und den Datenschutz sowie für die Betreuung des Landesausschusses Recht/Steuern/Versicherungen und die Vereinsentwicklungsberatung. Telefon 069/6789–255, E-Mail: skipper@lsbh.de Miriam Wollmann vertritt den Geschäftsbereichsleiter. Sie berät Vereine bei der Antragstellung für die Anschaffung von Sportgeräten, der Durchführung von Baumaßnahmen und ist verantwortlich für die Bezuschussung von Übungsleitern und Vereinsmanagern. Telefon: 069/6789–290, E-Mail: mwollmann@lsbh.de Petra Specht ist Ansprechpartnerin für die Übungsleiterbezuschussung und verantwortlich für den Newsletter NesSy. Telefon: 069/6789– 254, E-Mail: pspecht@lsbh.de Ralph Hoffmeister ist der Ansprechpartner für neue Vereine und Abteilungen, bei Fusionen oder Vereinsauflösungen. Außerdem bearbeitet er die Übungsleiteranträge. Telefon: 069/6789–318, E-Mail: rhoffmeister@lsbh.de Sabine Salzmann ist Ansprechpartnerin für Personenehrungen und Vereinsjubiläen. Telefon: 069/6789–445, E-Mail: ssalzmann@lsbh.de Linda Burkhard betreut die Versicherungsverträge mit der ARAG und der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft. Außerdem ist sie an der Bearbeitung der Übungsleiter-Anträge beteiligt. Telefon: 069/6789–241, E-Mail: lburkhard@lsbh.de

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12 T I T E L T H E M A THEMA DER SEITE Schule, Bildung und Personalentwicklung Gute Sportangebote leben von guten Übungsleitern. Gute Übungsleiter benötigen eine gute Ausbildung. Und zu einer guten Ausbildung gehört die Erkenntnis, dass Lernen nie aufhört. Gemeinsam mit der Sportjugend Hessen und der Bildungsakademie des Landessportbundes kümmert sich der Geschäftsbereich Schule, Bildung und Personalentwicklung federführend darum, mit Aus-, Fort- und Weiterbildungsangeboten die hohe Qualität des Sportangebots hessischer Vereine zu sichern. „Aktuell haben wir in unserer Datenbank über 11.000 lizenzierte Übungsleiterinnen und Übungsleiter gelistet, jährlich kommen rund 600 dazu“, gibt Geschäftsbereichsleiter Dr. Frank Obst einen Überblick. Hinz Seminare angeboten. Einen Überblick über diese Masse an Angeboten finden Interessierte in der aktuellen Ausbildungsbroschüre oder unter www.bildungsportal-sport.de. Dort versammeln sich die Angebote der sogenannten „Koordinationsstelle Bildung“ (KOST), der neben dem Landessportbund auch die Sportjugend und die Bildungsakademie angehören. gen stehen Obst und seine Mitarbeiter jederzeit zur Verfügung. „Wir verstehen uns als Dienstleister. Schließlich ist uns daran gelegen, dass die Vereinsmitarbeiter stets auf dem neuesten Stand sind. Nicht nur im Übungsbetrieb, auch in der Vereinsführung geht es heute nicht mehr ohne das nötige Know-how“, sagt Obst. Ein weiteres wichtiges Themenfeld ist für seinen Geschäftsbereich das Zusammenspiel von Schule und Verein. „Unter dem Druck gesellschaftlicher Veränderungen ist das Schulsystem stark in Bewegung. Davon wird auch der Vereinssport beeinflusst“, sagt Obst. Insbesondere die vermehrte Zahl an Ganztagsschulen sei Risiko und Chance zugleich. „Wir unterstützen Vereine dabei, Kooperationen mit Schulen einzugehen und setzen uns dafür ein, dass das entsprechende Landesprogramm mit zusätzlichen Mitteln ausgestattet wird“, erklärt Obst. Im Rahmen seiner Kampagne „Sport bildet und bewegt in Schule und Verein“ will der lsb h zudem verdeutlichen, dass Sport neben seiner gesundheitlichen Wirkung auch für die Bildung insgesamt von großer Bedeutung ist. So werden beispielsweise durch Sport und Bewegung ideale Lernvoraussetzungen entwickelt, weiß Obst. Eine der insgesamt 16 Maßnahmen der Kampagne hat zum Ziel, in jedem Sportkreis wenigstens eine Schule zu finden, die in Kooperation mit einem Sportverein die tägliche Sportstunde umsetzt. „Langfristig wollen wir so bestmögliche Bedingungen für eine gleichberechtigte Partnerschaft zwischen Schulen und Vereinen schaffen“, erklärt er.  Isabell Boger Ob man nun Jugendleiter, Übungsleiter Breitensport mit Schwerpunkt Erwachsene/Ältere, Gedächtnistrainer, Trekking Guide, Sportabzeichen-Prüfer, Vereinsmanager oder Kursleiter in Progressiver Muskelentspannung werden möchte: Der Landessportbund und seine Anschlussorganisationen halten auf jeden Fall das richtige Angebot bereit. Damit Nord- wie Südhessen gleichermaßen Chancen zum lebenslangen Lernen erhalten, werden die Ausbildungen verteilt auf die Bildungsstätten Frankfurt, Wetzlar, Sensenstein und Edersee angeboten. 60 bis 120 Lerneinheiten müssen für die meisten Ausbildungen absolviert werden. Um bestehende Lizenzen zu verlängern oder sich einfach mal neue Impulse zu holen, werden zudem zahlreiche Tagesoder Wochenendseminare angeboten. Vereinsmitarbeiter können da schon mal den Überblick verlieren: Welches Seminar ist denn nun für welchen Übungsleiter geeignet? Werden auch Angebote anderer Sportbünde zur Lizenzverlängerung anerkannt? Und was hat es eigentlich mit dem Verhaltenskodex Kindeswohl auf sich? Zur Beantwortung dieser und vieler weiterer Fra- Ansprechpartner Dr. Frank Obst betreut als Geschäftsbereichsleiter den Landesausschuss Schule, Bildung und Personalentwick­ lung sowie den Arbeitskreis Sport und Geschichte. Er vertritt den Landessportbund in der Koordinationsstelle Bildung, plant und organisiert Ausbildungen, steht in regelmäßigem Austausch mit dem DOSB und anderen Landessportbünden, initiiert Projekte und arbeitet in diversen Gremien mit. Er hat Personalverantwortung für acht Mitarbeiter/-innen und ist zudem als pädagogischer Leiter der Sportschule tätig. Telefon 069/6789-108, E-Mail: fobst@lsbh.de Marion Leonhardt ist Ansprechpartnerin im Sekretariat. Sie ist für Lizenzausstellungen und -verlängerungen zuständig und begleitet die Vereinsmanagerausbildungen. Des Weiteren koordiniert sie die Erstellung unserer Ausbildungsbroschüre und ist für den Sportgerätepool der Ausbildungen verantwortlich. Telefon 069/6789-311, E-Mail: mleonhardt@lsbh.de SIH 18 / 02.09.2017

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13 T H E M A D E R S E I T E T I T E L T H E M A 13 Sportentwicklung Die Gesellschaft wird älter und bunter. Kinder sind länger in der Schule. Gesundheit wird als Sportmotiv immer wichtiger. Menschen mit Behinderung soll eine verbesserte Teilhabe ermöglicht werden. Die Urbanisierung schreitet voran. Sportstätten sind häufig in die Jahre gekommen. Spätestens auf den zweiten Blick haben all diese Entwicklungen Einfluss auf den organisierten Sport – und damit auch auf die hessischen Sportvereine. Der Geschäftsbereich (GB) Sportentwicklung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die daraus resultierenden veränderten Anforderungen zu identifizieren, sich für verbesserte (kommunal-)politische Rahmenbedingungen einzusetzen und Sportvereine bei den nötigen Veränderungsprozessen zu unterstützen. Die sogenannte „Sportentwicklungsplanung“ verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz, blickt von der Gestaltung von Sporträumen über neue Bewegungstrends bis hin zur Frage, wie der Verein der Zukunft aussehen wird. Neben dieser eher theoretischen Hintergrundarbeit steht der Geschäftsbereich Sportentwicklung den hessischen Vereinen aber auch mit ganz praxisnaher Beratung zur Seite. Abgedeckt wird dabei eine breite Palette an Themen – von Gesundheitssport über Inklusion bis hin zum Sportabzeichen. n Sport und Gesundheit • Wie kann Gesundheitssport im Verein umgesetzt werden? Neben einer individuellen Beratung lohnt dafür ein Blick in den „Beratungsleitfaden Gesundheitssport im Sportverein“, der auf unserer Webseite bereitsteht. • Der GB Sportentwicklung ist für die Qualifizierungsmaßnahmen für Übungsleiter/-innnen auf der zweiten Lizenzstufe im Bereich Sport in der Prävention (Zielgruppe Erwachsene/Ältere) zuständig. Generell berät er auch zu dieser DOSB Lizenz-Ausbildung. • Das Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT dient Verei- nen, die im Präventionssport tätig sind, als Marketinginstrument. Über den GB Sportentwicklung erfahren Vereine, wie sie mit der zugehörigen Serviceplattform umgehen und wie ihre Angebote von der Zentralen Prüfstelle Prävention anerkannt werden können. • Vereine können über den GB zwölf verschiedene FitnessKarten zur Angebotsvielfalt des Gesundheitssports im Verein bestellen. • Der GB unterstützt auch bei der Bewerbung von Gesundheitssportangeboten: Regelmäßig erscheint ein FitnessWegweiser, außerdem werden alle Vereinsangebote in die Online-Angebotssuche aufgenommen. • Ab dem Jahr 2018 wird der Geschäftsbereich Vereinsvorständen bei zweistündigen, regionalen Workshops zum „Gesundheitssport im Sportverein“ alles Wissenswerte rund um diese Thematik vermitteln. • Immer aktuell zum Thema informieren können sich Vereinsverantwortliche unter www.gesundheitssport-in-hessen.de n Sport für Ältere • In Kooperation mit den Sportkreisen führt der GB dezentrale Fortbildungen zum Thema durch. Aktuell geht es etwa um das „AlltagsTrainingsProgramm (ATP)“ oder um „Bewegungsangebote für (ehemalige) Krebspatienten im Sportverein“. • Ab dem Jahr 2018 sind regionale, zweistündige Übungsleiter-Workshops „Fit im Alter“ geplant, bei denen der GB über niedrigschwellige Angebotsvarianten für die Zielgruppe Ältere informiert. • Das Kursmanual „Sturzprävention“ hilft dabei, Präventionssport für die Zielgruppe Ältere umzusetzen und sie von der Zentralen Prüfstelle Prävention anerkennen zu lassen. n Inklusion • Der GB Sportentwicklung berät Vereine zu allen Fragen rund ums Thema Inklusion im Sportverein: • Er unterstützt bei der Gründung inklusiver Sportgruppen, • gibt Tipps zur Vorbereitung und Durchführung inklusiver SIH 18 / 02.09.2017

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14 T I T E L T H E M A Sport- und Spielfeste, • und informiert über finanzielle Fördermaßnahmen zur Um- setzung konkreter Projekte. • Mit dem Inklusionsselbstcheck können Vereine testen, wie gut sie in Sachen Inklusion aufgestellt sind und wo Nachholbedarf besteht. • Das vom Referenten William Sonnenberg verfasste Praxishandbuch „Inklusion im Sport“ stellt in Text und Bild verschiedene inklusive Spiel- und Übungsformen vor. n Familien- und Freizeitsport • Welche neue Sportarten und Trends gibt es und welche davon sind geeignet, sie in meinem Verein aufzugreifen? Das ist die zentrale Frage bei der Beratung im Bereich Freizeitsport. • In Kooperation mit den Sportkreisen bietet der GB Freizeitsportseminare und Workshops an. • Einen ersten Überblick über das Thema „Sport bewegt Familien“ liefert ein gleichnamiges Orientierungshandbuch, in dem auch Konzepte vorgestellt werden. n Sportabzeichen • Für alle Vereine hält der Geschäftsbereich Informationen zu den Abnahmebedingungen, dem Prüfwesen und möglichen Wettbewerben im Bereich Sportabzeichen bereit. • Auf Lehrgängen werden Vereins- und Sportkreismitarbeiter zu Sportabzeichen-Prüfberechtigten ausgebildet. Es werden auch Lehrgänge zur Prüfberechtigung für Menschen mit Behinderung angeboten. n Integration • Der GB Sportentwicklung bildet gemeinsam mit dem Programm „Integration durch Sport“ der Sportjugend Hessen das Referat Integration: • Das Referat Integration berät Vereine zu allen Fragen rund um das Thema Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in und durch Sport • Es unterstützt Sportvereine finanziell zur Umsetzung integrativer Maßnahmen und Projekte • Es bietet Sportvereinen Schulungen zur interkulturellen Kompetenz und zur interkulturellen Öffnung an • Auf der Datenbank „www.sport-integriert-hessen.de“ des Referats Integration sind hessische Integrationsprojekte im Sport abgebildet n Wettbewerbe • Der Heinz-Lindner-Preis wird jedes Jahr an Vereine vergeben, die sich durch besonderes gesellschaftliches Engagement hervortun. Der GB Sportentwicklung legt dabei jeweils ein Schwerpunktthema fest. 2016 waren beispielsweise Projekte und Ideen aus dem Bereich Inklusion gefragt. Das Preisgeld wird auf drei Vereinsgruppen (nach Mitgliederzahl) verteilt, um auch kleineren Vereinen eine Chance zu geben. • Mit den „Sternen des Sports“ wird auf drei Ebenen (lokal, Landes- und Bundesebene) das ehrenamtliche Engagement in Sportvereinen ausgezeichnet. Auf Landesebene (Silberne Sterne des Sports) trägt der Landessportbund Hessen zusammen mit dem Landesverband der Volks- und Raiffeisenbanken die organisatorische Verantwortung. Der GB Sportentwicklung ist deshalb Ansprechpartner für diesen Preis.  Isabell Boger THEMA DER SEITE Ansprechpartner ecoester@lsbh.de Eckhard Cöster koordiniert als Geschäftsbereichsleiter die Maßnahmen und Projekte des Landessportbundes im Geschäftsbereich Sportentwicklung sowie geschäftsbereichsübergreifend. Telefon 069/6789–279, E-Mail: Gundi Friedrich vertritt den Geschäfts­ bereichsleiter und berät zum Themenfeld Sport und Gesundheit. Telefon: 069/6789– 285. E-Mail: gfriedrich@lsbh.de Anna Koch berät die Vereine zu Sport und Gesundheit sowie Sport für Ältere. Telefon: 069/ 6789–424 E-Mail: akoch@lsbh.de Brigitte Ebers ist Ansprechpartnerin zu Fragen rund um das Sportabzeichen, Familiensport und Freizeitsport. Telefon: 069/6789– 447, E-Mail: bebers@lsbh.de Jürgen Roth steht im Bereich Sportabzeichen für Fragen rund um Abnahmebedingungen, Prüfwesen, Wettbewerb und Statistiken bereit. Telefon: 069/6789–263, E-Mail: jroth@lsbh.de William Sonnenberg berät als Projektmitarbeiter die Vereine zu Fragen rund um Sport und Inklusion. Telefon: 069/6789–233, E-Mail: wsonnenberg@lsbh.de Sarah Hense unterstützt die Vereine bei sportbezogenen Integrationsmaßnahmen. Telefon: 069/6789-440, E-Mail: shense@lsbh.de Gaby Bied berät Vereine zum Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT, der Serviceplattform und Übungsleiterlehrgängen der 2. Lizenzstufe Prävention. Telefon 069/6789–423, E-Mail: gbied@lsbh.de. Claire Schäfer berät die Vereine zu Wettbewerben (Heinz-Lindner-Preis, Sterne des Sports), Lehrgangsmaßnahmen und allgemeinen Fragen des Geschäftsbereich Sportentwicklung. Telefon 069/6789-333, E-Mail: cschaefer@ lsbh.de SIH 18 / 02.09.2017

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THEMA DER SEITE Sportinfrastruktur T I T E L T H E M A 15 Bau- und Sportstättenentwicklungsberatung: Die Anforderungen an Sportstätten verändern sich, ebenso die Art der Sportangebote. Stehen deshalb grundlegende Veränderungen bis hin zum Neubau an, unterstützt der lsb h mit Bau- oder Sportstättenentwicklungsberatungen. Knapp 7.800 Sportvereine sind dem Landessportbund Hessen als Mitglieder angeschlossen. Alle von ihnen nut- zen Sportstätten – ob sie nun dem Verein selbst oder ei- ner Kommune gehören. Dadurch profitieren auch alle Vereine von den Leistungen des Geschäftsbereichs Sportinfrastruktur des Landessportbundes Hessen. Öko-Check-Beratung: Steigende Energie- und Rohstoffkosten machen vor allem für Vereine mit eigener Sportanlage Sorgen. Veraltete Anlagen belasten zudem die Umwelt. Doch wo rentiert es sich zu investieren? Anhaltspunkte dafür liefert die kostenlose ÖkoCheck-Beratung für Sportanlagen: Sie umfasst eine komplette Bestandsaufnahme der Sportstätte mit allen Nebengebäuden und Außenflächen. Vorschläge für Sanierungs- oder Verbesserungsmaßnahmen inklusive der Einsparpotenziale hält der lsb h-Berater in einem Abschlussbericht fest. So sollen Energiekosten gesenkt, Ressourcen eingespart und die CO2-Belastung reduziert werden. Sonderförderung Klimaschutz: Vereine, die eine Öko-Check-Beratung in Anspruch genommen haben, können beim Landessportbund eine Sonderförderung von Klimaschutz- und Kosteneinsparmaßnahmen beantragen. Wird dieser Antrag genehmigt, stellt der lsb h zusätzlich zur Unterstützung aus dem Vereinsförderfonds pauschal 500 Euro je Förderbereich zur Verfügung. „Wir wollen, dass die beratenen Vereine auch einen unmittelbaren Nutzen haben, wenn sie die Maßnahmen umsetzen“, sagt Geschäftsbereichsleiter Jens Prüller. Großer Vorteil der Sonderförderung: Sie kann mit anderen Fördermitteln kumuliert werden. Qualitätssiegel: Mit Unterstützung der Fraport AG hat der lsb h das Qualitätssiegel „7 Sterne für den Klimaschutz in Sportanlagen“ aufgebaut. Unter Hinzunahme der Verbrauchswerte der letzten drei Jahre, des Schornsteinfegerprotokolls und der Baupläne ermittelt der lsb h-Berater mögliche Schwachstellen an der eigenen Sport- stätte. Für die Vereine gibt es einen Auswertungsbericht mit Empfehlungen, außerdem werden ihnen in sieben Kategorien Sterne für den Klimaschutz sowie das Qualitätssiegel verliehen. „Es soll dazu motivieren, weitere Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen und kann bei sukzessiver Anlagenoptimierung von Bronze über Silber bis zu Gold ausgebaut werden“, erklärt Prüller. Ziel sei es, die Sportanlagen energetisch zu optimieren, den Klimaschutz in den Sportanlagen sowie die SensibilitätderVereinsmitglieder zu verbessern. Partnerschaften und Seminare: Die Beratungen des lsb h sind nicht verkaufsorientiert und daher objektiv. „Wir unterhalten jedoch einige Unternehmens-Partnerschaften, die uns dabei helfen, immer auf dem neuesten Stand zu sein“, sagt Prüller. „Mit ihrer hohen Fachkompetenz sind die Partner zudem kompetente Ansprechpartner für die ehrenamtlichen Vereinsvorstände.“ Das wird auch bei den Seminaren deutlich, zu denen der Geschäftsbereich und seine Partner regelmäßig einladen: Ob Kunstrasenplatz, Hallenheizung oder Bodenbeläge – Vereinsvorsitzende werden dabei umfassend und kostenlos informiert. Alle zwei Jahre organisiert der GB zudem die große Sportstättenmesse und Fachtagung „sportinfra“, die geballtes Wissen zum Thema Sportinfrastruktur vermittelt. Interessensvertretung: Ob im Wald, auf dem Wasser oder auf dem Sportplatz: Wenn Sport in der Öffentlichkeit stattfindet, können Interessenskonflikte in Sachen Lärm, Umwelt- und Naturschutz auftreten. Der lsb h vertritt die Interessen seiner Vereine in verschiedenen Gremien und steht für alle Fragen zu diesen Themen, aber auch zur Sicherheit im Sport, zur Verfügung.  Isabell Boger Ansprechpartner Jens Prüller koordiniert als Geschäftsbereichsleiter die Maßnahmen des lsb h im Bereich Sportinfrastruktur. Er ist Ansprechpartner für Sportstättenentwicklung, Naturschutzfragestellungen und das Sonderförderprogramm „Klimaschutz- und Kosteneinsparmaßnahmen im Sportverein“. Telefon 069/6789-277, E-Mail: jprueller@lsbh.de Matthias Schwing vertritt den Geschäftsbereichsleiter. Als Energie- und Sportstättenberater ist er regelmäßig bei Vereinen vor Ort und berät bei technischen Fragen. Telefon 069/6789-330, E-Mail: mschwing@lsbh.de Michael Willig kümmert sich um die Organisation und Koordination der Sportstättenberatungen und Veranstaltungen sowie die Öffentlichkeitsarbeit des GB. Telefon 069/6789416, E-Mail: mwillig@lsbh.de Frank Grübl betreut die Handbuchreihe „Zukunftsorientierte Sportstättenentwicklung“. Er ist Ansprechpartner für Veranstaltungen, Landschafts-, Natur- und Wasserschutzgebietsausweisungen sowie Bauleitplanungen. Telefon 069/6789-266, E-Mail: fgruebl@lsbh.de SIH 18 / 02.09.2017

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