Kolping-Intern Kolpingwerk DV Regensburg

 

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Kolping-Intern 2-2017

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Ausgabe: 2 - 2017 Generalpräses bei der Fahrenberg-Wallfahrt Kolpingsfamilie Schierling - 40 Jahre Familienwochenenden in Lambach DV Re gensbur g

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Auf ein Wort „Mia miassma alle amol geh!“ So hat mich ein Pfarrmitglied einmal aufgemuntert, als ich in eine andere Pfarrei ging. Einfach ist das nie, aber auch Teil unseres Lebensrhythmus, eine Pilgerreise stets mit dem Herrgott an unserer Seite, auf ein gemeinsames Ziel hin: Gott selbst. Ich möchte einfach nur „Danke“ sagen, den vielen wunderbaren Menschen, denen ich bei Kolping begegnet bin. Danke für die vielen wunderschönen Abende bei euch in den Kolpingsfamilien. Danke den Angestellten im Kolpinghaus, in Lambach und in unserem Bildungswerk für den gemeinsamen guten Weg, für die Zeit und Menschlichkeit miteinander. Danke allen im Diözesanbüro, in allen Aufsichtsräten und Vorständen. Ihr habt mich stets unterstützt und mir geholfen, ihr habt mitgearbeitet für das große Ganze bei Kolping. Danke auch allen Präsides und Vorsitzenden auf Orts- und Bezirksebene für die sehr gute Arbeit und Mühe. Unsere Einrichtungen werden weiterhin eure gute Unterstützung brauchen, eure Zusammenarbeit, aber auch eure Spenden durch die Altkleidersammlungen: Bitte helft weiterhin so gut Lambach und dem Kolpinghaus. Ohne eure regelmäßigen Spenden haben wir keine Chance in der Zukunft. Der soziale Acker kann nur mit eurer Hilfe weiterhin bestellt werden und so unsere Gesellschaft halten. Bedenkt das bitte bei allen Überlegungen, Gutes zu tun. Bitte denkt in den Kolpingfamilien zuerst immer an unsere beiden sozialen Betriebe!! Das liegt mir sehr am Herzen. Der Bischof hat mich schon gemahnt: „Jetzt lassen Sie aber dann los!“ Ein neuer Präses, ein sehr guter Mensch und Priester, ist in Sicht: Karl-Dieter Schmidt. Er kennt Kolping sehr gut und hat sich als Präses in der Pfarrei und im Bezirk immer sehr gut für den Verband eingesetzt. Er wird einige andere Akzente setzen und das ist auch gut so, damit das pastorale Feld weiter umfassend bestellt wird. Ich bin nicht aus der Welt, aber ab September aus dem öffentlichen Kolpingleben draußen. Was nicht heißt, dass ich die gewonnen Freundschaften nicht schätze und pflege, aber ich werde bei öffentlichen Anlässen sicher nicht mehr da sein, weil eben ein neuer, sehr guter Präses dann da ist. „Ich meinerseits vertraue auf Gott und erwarte getrost die kommenden Dinge.“ (Adolph Kolping). Behüte euch Gott ! Treu Kolping! Euer Präses Stefan Wissel Marienmonat Mai Der Mai wird in der kath. Kirche auch als „Marienmonat“ bezeichnet. Im Frühling erwacht die Natur zu neuem Leben. In diesem Monat gedenkt die Kirche besonders der Gottesmutter, denn sie ist Inbegriff des neuen Lebens, da sie den Messias geboren hat. Er hat den Tod besiegt und ist auferstanden. Der Brauch des Marienmonats ist im Mittelalter entstanden, zuerst in Bayern und im süddeutschen Raum. Seit 1841 ist das Brauchtum bekannt, im Mai mit Maiandachten und Marienfeiern an die Gottesmutter zu denken. In katholischen Gegenden wird besonders das Rosenkranzgebet gepflegt. Darin wird Maria um ihre Fürsprache angerufen. Sie wird jedoch nicht angebetet, da dies nur Gott allein zusteht. Früher war es auch Brauch, in der Wohnung einen „Maialtar“ aufzubauen, auf dem eine Marienfigur mit blühenden Blumen geschmückt stand. Vielfach werden in den Kirchen Marienstatuen mit der Muttergottes als der „Rose ohne Dornen“ im Mai besonders mit Blumengebinden geschmückt. Das „Magnificat“ Mit den Worten „Magnificat anima mea Dominum“ („Meine Seele preist den Herrn“) beginnt der sog. Lobgesang Mariens, eines der drei Cantica des Lukasevangeliums (Lk 1,46–55 EU). Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinem Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehn. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. 2

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Kolping-DiözesanWallfahrt zum Fahrenberg begeisterte Der Papst weilte in Fatima und sprach die Hirtenkinder selig. In München feierte man auf dem Marienplatz 100 Jahre „Patrona Bavariae“. Aber auch in der nördlichen Oberpfalz wurde am 13. Mai die Gottesmutter geehrt: Fast 500 Teilnehmer und 45 Banner waren bei der Diözesanwallfahrt auf den Fahrenberg dabei. Und es herrschte fast perfekt abgestimmtes Wetter bei dieser Kolping-Wallfahrt. Natürlich war es auch ein besonderes Ereignis für den Diözesanverband Regensburg, dass Generalpräses Ottmar Dillenburg persönlich anwesend war. Das Wetter war genau passend zum Ablauf des Tages: Während der Wallfahrtszug den Berg erklomm blieb es trocken, wenn auch etwas schwül, kaum waren alle dann in der Kirche zum Gottesdienst, setzte ein Regenschauer ein, der dann aber schnell wieder vorbei war. Bei der geselligen Begegnung am Ende, bei Bratwurst und eigens gebrautem Bier der Brauerei Scheuerer, war es dann wieder trocken und so konnte die Wallfahrt ruhig und bei bester Stimmung ausklingen. Bis auf den letzten Platz war die wunderschön renovierte Wallfahrtskirche gefüllt, als Diözesanpräses Stefan Wissel, Diözesanvorsitzender Josef Sander und Bezirksvorsitzender Martin Zellner die Wallfahrer begrüßten. Dann erlebten die KolpingMitglieder einen wunderbar ergreifenden Gottesdienst, musikalisch hervorragend begleitet von den jungen Sängerinnen des Pfarreichores „Amicanti“. Hohepunkt war dann die Predigt von Generalpräses Mrsg. Ottmar Dillenburg aus Köln zum Thema „Zeichen setzen“ und zum Tagesevangelium: „Ihr seid das Salz der Erde und das Licht der Welt!“ Für den Generalpräses gilt das Wort Kolpings bis heute, nämlich die Nöte der Zeit zu sehen und handeln. „Vieles von dem was Kolping gesagt und geschrieben hat zu seiner Zeit, das gilt bis heute!“ Für Kolping gab es kein: „Da kann man nichts machen!“ Kolping vertröstete die Menschen nicht einfach auf ein Jenseits, er sah die Nöte und packte an. Die Predigt des Generals fand großen Beifall und wurde spontan beklatscht. Am Ende übergab Josef Sander anstatt eines persönlichen Ge- schenks eine Spende von 2.500,- Euro für ein Kolping-Projekt in Brasilien an den Generalpräses. Bereits vorher wurde Rainer Dobmeier mit dem Ehrenteller des Diözesanverbandes geehrt, für seine 20jährige Tätigkeit als Leiter des Kolping-Fanfaren- zugs Tännesberg. Demnächst machen sie sich gemeinsam auf zu einer Rom-Wallfahrt und im Herbst wollen sie wieder am Trachtenumzug auf dem Münchner Oktoberfest teilnehmen. Dank gebührt allen, die gekommen waren, um an der Wallfahrt teilzunehmen. Natürlich kamen die meisten aus der Umgebung, es kamen aber auch Kolpingmitglieder aus dem Süden mit längerer Anfahrtszeit, aus Pförring, Riedenburg, Kösching oder Wallersdorf. Den größten Teilnehmerkreis stellte der Bezirk Wei- den, sie reisten mit 3 Bussen nach Waldthurn. Auch die Bezirke Fichtelgau und Amberg setzten Busse ein. Bei dieser Gelegen- heit übergab auch der Bezirk Weiden eine Spende in Höhe von 1.000,- Euro an Diözesanpräses Wissel für das Jugendwohn- heim in Regensburg. Großer Dank gebührt allen Helfern, die zum Gelingen beigetragen haben, allen voran die Kolpingsfamilien aus dem Bezirk Fahrenberg: Ob Fanfarenzug Tännesberg, Bezirksvorsitzender Martin Zellner, die Würstlgriller, Feuerwehr und Rotes Kreuz, auch Brügermeister stellte seine Mitarbeiter in den Dienst der Wallfahrt, so dass alles reibungslos ablaufen konnte. Besonderen Ehrgeiz entwickelte ein Künstler der KF Tännesberg: Er hatte eigens zur Wallfahrt ein großes Kolping-Portrait zur Erinnerung an die Wallfahrt angefertigt, das nun im Pfarrheim seinen Platz finden soll. Bild. die Wallfahrer lauschen den Klaengen des Fanfarenzugs Taennesberg 3

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Gedanken aus der Predigt des Generalpräses: „Ihr seid das Salz der Erde und das Licht der Welt!“ Das ist Auftrag und Zuspruch zugleich, mit dem Jesus die Jünger damals und uns heute betraut. Er schickt uns hinein in das Leben, mit all unseren Möglichkeiten, die uns geschenkt sind, diese zu nutzen, unser Leben, unseren Alltag und damit Kirche und Gesellschaft mitzugestalten. Das Christentum muss gelebt werden. Es gilt bis heute das Kolpingwort: „Die Nöte der Zeit werden euch zeigen was zu tun ist!“ Wir handeln nicht als Gutmenschen, sondern weil Jesus Christus uns dies vorgemacht hat. Dieser Spur ist Kolping zu seiner Zeit gefolgt, er hat sich anrühren lassen von den Sorgen und Nöten der Menschen zu seiner Zeit und das ihm Mögliche getan. Vieles von dem was er dachte und wollte ist von ihm niedergeschrieben und deshalb erhalten geblieben und es fasziniert uns noch heute, genau so wie seine Energie, sein Fleiß, sein Wille, Dinge nicht einfach hinzunehmen, sondern sie anzupacken, um sie zum Besseren zu verändern. Er vertröstete die Menschen nicht auf das Jenseits, sondern forderte sie auf, nach ihren Möglichkeiten zur Beseitigung der Mängel im eigenen Leben beizutragen und so Beispiel zu geben, das eigene Leben in die Hand zu nehmen und zu einem Besseren führen. Johannes Paul II. nannte ihn deshalb: „Leitbild für die Kirche!“ Als Kolpingschwestern und -brüder versuchen wir heute die Ideen und Visionen Kolpings zeitgemäß zu leben. Dazu gehört auch, dass wir durch unser Tun Beispiel geben, dass wir uns messen lassen an unserem Tun, dass Wort und Tat übereinstimmen und wir uns auch nach biblischen Aussagen danach beurteilen lassen, wie wir miteinander umgehen. Das Kolpingwerk versteht sich als Teil der Katholischen Kirche und ist ausgerichtet an der Frohen Botschaft Jesu. Demnach hat keiner das Recht auf Kosten der anderen zu leben. Jeder ist an den Tisch der Menscheit eingeladen. Alle müssen hier zu ihrem Rechten kommen. Kolping war ein Mann der Tat und des Wortes. Er blieb nicht beim Jammern, ihm ging es darum anzupacken, mitzuarbeiten, Verantwortung zu übernehmen. Eine Grundhaltung, die das Kolpngwerk überall auf dieser Welt auch heute prägen muss. Natürlich sind die Schwerpunkte weltweit verschieden. Es geht dabei aber nicht um Aktionismus, unser Tun muss einen tieferen Grund haben und gehört in einen Sinnzusammenhang. Auch das Zerbrechliche, das Unvollendete muss dabei seinen Platz haben. Weltweit engagiert sich Kolping heute von der Behindertenarbeit, über die Förderung von Berufsabrechern bis hin zu Kleinkreditmaßnahmen oder der Entwicklung im landwirtschaftlichen Bereich oder der Sorge um Kranke. Unser Handeln, auch unser Nichthandeln hat Konsequenzen. Lernen wir deshalb von Jesus Christus und von Kolping, was es bedeutet Menschen, die etwas brauchen anzusehen und ihnen damit ein Ansehen zu geben. Lernen wir weiter von Christus und von Kolping, dass wir agieren, dass wir uns nicht vornehm zurückhalten. Wer sich in Not an Jesus wendet, findet in ihm einen Ansprechpartner. er findet jemanden, der die kleinen und große Sorgen anhört, er findet jemanden, der die Nöte und Probleme der Kinder, der Lahmen, der Tauben, der Zöllner und Pharisäer ernstnimmt. Bei Jesus gibt es keine Ausrede, keine Flucht und kein Weglaufen, weil ihm alles zu lästig ist. Jesus hält sich nicht heraus er mischt sich ein und so werden aus scheinbaren Engpässen und Sackgassen plötzlich Horizonte und Möglichkeiten. „Tätige Liebe heilt alle Wunden, bloße Worte mehren nur den Schmerz!“, so versuchte Kolping dem Anspruch Jesu gerecht zu werden. 4

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Gottesdienst in der Wallfahrtskirche Fahrenberg Bild oben Spende des BV Weiden fuer das Jugendwohnheim unten das Erinnerungsbild der KF Waldthurn kommt ins Pfarrheim Bild oben Ehrung fuer Rainer Dobmeier, er leitet seit 20 Jahren den Kolping-Fanfarenzug Taennesberg unten Ausklang der Wallfahrt bei Wuerstl und Bier 5

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Diözesanversammlung 2017 „Kolping als katholischen Sozialverband und als Marke positionieren!“ • Josef Sander neuer Diözesanvorsitzender • Diözesanpräses Wissel informierte über Rücktritt • Kolping-Preis 2017 an die Berufshilfe Tirschenreuth Josef Sander von der KF Abensberg, der seit dem Tod von Heinz Süss den Diözesanverband bereits seit einem Jahr kommissarisch anführte, wurde bei der Diözesanversammlung des Kolpingwerkes Diözesanverband Regensburg am 25. März im Regensburger Kolpinghaus für die nächsten drei Jahre zum Diözesanvorsitzenden gewählt. Diözesanpräses Stefan Wissel informierte die Delegierten über die Gründe für seinen Rücktritt zum 31.08.2017. Er will sich zum 1.9.17 sich wieder der Seelsorge in einer Pfarrei widmen. Als Vertreterin des Bundesverbandes gratulierte Rosalia Walter dem Diözesanverband Regensburg zu einer so großen Diözesanversammlung und stellte die Aktion „Kolping-upgrade – unser Weg in die Zukunft“ vor, bei der es darum geht, Kolping für die Zukunft aufzustellen. es geht darum, dass Kolping ein klares Profil zeigt und sich als Marke positioniert, als bekennender Teil der Kirche, als lebendiger Mitgliederverband, der von Ehren- und Hauptamtlichen im guten Miteinander getragen wird. Mit einem geistlichen Wort von Diözesanpräses Stefen Wissel wurde die Diözesanversammlung eröffnet. Nach der Begrüßung der 235 Delegierten aus 87 Kolpingsfamilien durch Josef Sander trat Präses Stefan Wissel an das Rednerpult und erklärte die Gründe für seinen Rücktritt, die er mit seiner Gesundheit, seiner Familie und der Sehnsucht nach der Verwurzelung in einer Pfarrei benannte. Er habe in seiner Amtszeit auch ein Verbesserung der Strukturen nach oben hin angemahnt, wobei er auch bei Bischof Rudolf auf offene Ohren gestoßen sei. Die Sozialverbände müssen sich noch besser profilieren und eine klare Positionen in Kirche und Gesellschaft beziehen. Er danke allen, die ihn in seiner Arbeit als Diözesanpräses so tatkräftig unterstützt haben. Josef Sander bedauerte den Rücktritt mit den Worten: „Wir verlieren mit Stefan Wissel einen Präses, der sich immer auf 100 Prozent für das Kolpingwerk eingestzt hat!“ Die Neuwahl der unter der Wahlleitung des Ehrenvorsitzenden Ernst Beier erbrachte dann folgendes Ergebnis: Diözesanvorsitzender Josef Sander aus Abensberg, stv. Vorsitzende Anton Zagler aus Gosseltshausen und Martin König aus Marktredwitz, weitere Vorstandsmitglieder sind Ingrid Dräger aus Riedenburg, Franz Greipl aus Hemau, Alfred Hammer aus Pfreimd, Ludwig Rechenmacher aus Regensburg, Konrad Holzbauer aus Regensburg und Georg Stracker aus Aufhausen. Neu im Gremium sind Stefanie Plötz aus Frotnenhausen und Markus Neft aus Neutraubling. Zu Kassenprüfern wurden Marianne Dürmeyer aus Pfeffenhausen und Franz Gahr aus Hainsacker bestimmt. In einem Grußwort sprach Seelsorgeamtsleiter Domkapitular Thomas Pinzer, der neuen Vorstandschaft seine Glückwünsche aus: „Ihr seid ein Garant dafür, dass es gut im Kolpingwerk Regensburg weitergehen wird!“ Dabei erinnerte Pinzer an ein Wort des Bischofs anlässlich der Wiederkehr seines Weihetages zur Wichtigkeit der Verbände für Kirche und Gesellschaft. Der Stellenwert der Verbände sei sehr hoch, denn durch sie können christliche Werte in Gesellschaft und Politik eingebracht und positioniert werden. Unter dem Beifall der Delegierten galt sein Dank galt auch dem scheidenden Diözesanpräses Stefan Wissel für seine Arbeit. Der diesjährige Adolph-Kolping-Preis wurde an die KolpingBerufshilfe Tirschenreuth vergeben für ihr in Eigenregie erarbeitetes digitales Lernprogramm für Auszubildende. Bereits im Februar 2015 startete die erste „Individuelle Berufliche Weiterbildung (IBW)“ mit E-Learning-Modulen, die die Berufshilfe seither ohne Unterbrechung durchführt. Mit E-Learning möchten die Kolleginnen und Kollegen der Kolping-Berufshilfe im Zuge der Industrie 4.0 eine eigenverantwortliche Lernweise der Teilnehmenden fördern. Für ihre engagierte Arbeit im Diözesanvorstand wurde Monika Sander das Ehrenzeichen des Diözesanverbandes verliehen. In seinem Schlusswort mahnte der Präses an, dass sich die Kirche und Kolpingwerk nicht aus der Gestaltung der Gesellschaft und des öffentlichen Lebens durch vermeintlich neue Mächte zurückdrängen lassen dürfen. Jahresberichte Sander kommentierte dann den umfangreichen Jahresbericht der bereits schriftlich vorlag. Der DV hat derzeit 18.879 Mitglieder und 152 Kolpingsfamilien. Regensburg ist dabei zweitjüngster Diözesanverband im Bundesgebiet. Bei einem moderaten Zuwachs von 33 Mitgliedern, zählt das Kolpingwerk im Bistum Regensburg doch zu den Diözesanverbänden, die gute Mitgliederzahlen zu verzeichnen haben. Weitere Rechenschaftsberichte trugen Bildungsreferent Sebastian Wurmdobler für den Bereich der Erwachsenenbildung, Martin König für den Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit, Ludwig Rechenmacher für den Arbeitskreis Wirtschaft, Soziales und Politik, Konrad Holzhauser über die internationale Arbeit, Maximilian Körner und Kerstin Dietzinger von der Jugendleitung sowie Johannes Saalfrank über die Arbeit der Kolping-Berufshilfe vor. Diözesanpräses Stefan Wissel berichtete über das KolpingJugendwohnheim in Regensburg, Diözesansekretär Ludwig Haindl für das Kolping-Familienferienwerk, für den Fördervereins Lambach Ingrid Eibl und Klaus Butz für das Ferien- und Tagungshaus Lambach. Für mehr Gerechtigkeit bei der Krankenhausfinanzierung warb Klaus Heyert von der Gewerkschaft Verdi. Franz Greipl stellte seine Nachfolgerin als Vizepräsidentin bei der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Kathrin Zellner von der Kolpingsfamilie Freyung, vor. Diözesansekretär Haindl konnte über solide Finanzen berichten und Kassenprüfer Eduard Bosser bescheinigte eine einwandfreie Kassenführung. Bild oben v.li.: Ernst Beier, Diözesanpräses Stefan Wissel, Johannes Saalfrank, Alfred Hammer, Anton Zagler, Martin König, Ingrid Dräger, Ludwig Rechenmacher, Stefanie Plötz, Domkapitular Thomas Pinzer, Diözesanvorsitzender Josef Sander, Franz Greipl und Markus Neft Bild unten: Johannes Saalfrank, Leiter der Kolping-Berufshilfe Tirschenreuth, nimmt den Adolph-Kolping-Preis 2017 entgegen 6

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Kolpingsfamilie Walderbach feierte 60jähriges Jubiläum Pfarrer Hammerer und Diakon Werner Müller zelebrierten den Gottesdienst. „Sie sind etwas Besonderes - leben Sie danach!“ Seit 60 Jahren ist die KF Walderbach nun in Treue zum Werk Kolpings verbunden. Beim Jubiläum wurde Rückschau gehalten. Zum Festgottesdienst betraten die Mitglieder der KF, angeführt von Wolfgang Mages mit dem Banner, die Pfarrkirche St. Nikolaus. Der Festgottesdienst wurde von Pfarrer Alois Hammerer und Präses Diakon Werner Müller zelebriert. Die musikalische Begleitung übernahmen die jungen Stimmen der Gruppe „Freedom“. Mal einen Mai- und einen Erntetanz. 1971 wird Pfarrer Franz Haslbeck neuer Präses und endlich werden auch Mädchen in die Kolpingfamilie aufgenommen, was zur Gründung einer Mädchengruppe führt. Eine Verschnaufpause ist in den Jahren 1974, 75 und 76 zu erkennen. 1977 bringt der neue Vorsitzender Georg Niemeier wieder Schwung in die Gemeinschaft. 1979 wird der Jugendkreuzweg zum ersten Mal gebetet und eine Ferienaktion durchgeführt. Die Singgruppe „Walderbacher Dearndl“ wird gegründet, es gibt einen Flohmarkt und zudem kommt eine Tischtennisgruppe zusammen, die 20 Jahre Bestand hat. Bild: Gottesdienst beim Jubiläumsfest in Walderbach Die Welt ist aus den Fugen geraten „Stecken wir in einer Sackgasse?“, fragte Präses Diakon Werner Müller in seiner Festpredigt. Man könnte es meinen, wenn man sich die täglichen Nachrichten anschaut. Umkehr, „raus aus der Sackgasse“, dem Herrn den Weg bereiten, weil das Reich Gottes nahe ist, das ist eine Kernbotschaft des Evangeliums. Man brauche diese aufrüttelnden, prophetischen Menschen. So einer war auch der Gesellenvater Kolping, der nicht nur zum Umdenken mahnte, sondern auch kräftig mitanpackte. Das Verkehrsschild „Sackgasse“, das vor dem Altar stand, erlebte sogleich eine Verwandlung. Aus dem symbolischen „T“ wurde ein Kreuz gestaltet, das einen Weg zeigt, auch wenn die Welt aus den Fugen ist. Kolping war ein prophetischer Mensch, der es gelernt hat, in seinem Gegenüber einen Mitmenschen und ein Geschöpf Gottes zu sehen, das aus der Sackgasse herausfinden kann. Er kann der Kolpingsfamilie und jedem anderen Vorbild sein. Nach dem Festgottesdienst hielt Wilhelm Trautner Rückschau auf 60 Jahre Kolpingsfamilie, wobei neben den Zelebranten auch Pater Tadeuzs Krupa sowie Bürgermeister Josef Höcherl, Bürgermeister Franz Pestenhofer, Altbürgermeister Albert Hierl und Kirchenpfleger Dr. Norbert Bauer gekommen waren, um gemeinsam mit der Kolpingfamilie das Jubiläum zu begehen. 1981 wird das 25-jährige Gründungsfest an vier Tagen gefeiert. Im selben Jahr wird die Volkstanzgruppe gegründet. 1991 ist man selbstverständlich bei der Seligsprechung Kolpings in Rom mit dabei. Im Jahr 2006 wird Diakon Werner Müller Präses und man kann 50 Jahre Kolping in Walderbach feiern. Seit dem Jahr 2012 leiten Willi Trautner, Ludwig Multerer und Günther Kralowetz die Geschicke des Vereins. Dank der Gemeinde „Die Gemeinde Walderbach ist froh und dankbar, dass sich 1956 Gleichgesinnte fanden und die Kolpingsfamilie Walderbach gegründet haben“ betonte Bürgermeister Josef Höcherl in seinem Grußwort. Was die Kolpingfamilie in diesen 60 Jahren für die Gemeinde eingebracht hat, könne man gar nicht im einzelnen aufzählen. Höcherl äußerte den Wunsch, dass dieser festliche Tag eine Werbung und eine Einladung für neue Mitglieder sein möge, „auf dass sie sich von den Zielen der Kolpingbewegung ansprechen lassen und sich unserer Gemeinschaft anschließen mögen!“ „Ich will nichts werden, ich bin schon etwas, ich bin Colombin.“ Dieser Geschichte bediente sich BGR Pfarrer Alois Hammerer und bestätigte der Kolpingsfamilie „Sie sind etwas Besonderes - leben Sie danach!“ Die Ausführungen von Willi Trautner wurden durch eine Bildpräsentation, die von Ludwig Multerer und Wolfgang Kulzer digitalisiert und eingelesen wurde, unterstrichen. Das Jubiläum in Walderbach wurde würdevoll gefeiert, es hätte sicherlich auch Adolph Kolping gefallen. Bild: Ehrungen bei der KF Walderbach Im Jahre 1955 war der damalige Ortspfarrer Erdmann besorgt um die Dorfjugend, damit sie sich vernünftig beschäftigen. Kooperator Hans Raab hörte von Kolpingsfamilien in Roding, Nittenau und Bruck und lud den damaligen Diözesanpräses Karl Böhm zu einem Vortrag ein, der scheinbar zündete. Am 29. Januar 1956 wurde im Gasthaus Zierer die Kolpingsfamilie gegründet. Bei der ersten Generalversammlung wurde August Weingärtner zum Senior gewählt, Präses wurde Kooperator Hans Raab. Die Vorstandschaft bestand aus acht Mitgliedern. 1958 bereits 38 Mitglieder Der Vereinsraum war im Kloster untergebracht. 1958 zählte die Kolpingsfamilie 38 Mitglieder, 1959 wurde Ludwig Pirzer zum Senior gewählt und Kooperator Siegfried Holmer zum Präses bestimmt. Unter dem neuen Senior Reinhard Wankerl wird erstmals eine Altkleidersammlung durchgeführt, ebenfalls gibt es zum ersten „Weil durchaus ein Mensch den anderen nötig hat, deshalb ist die Menschheit ein zusammengehöriges Ganzes!!“ A. Kolping 7

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Kolping im Bayerischen Landtag „Erwachsenenbildung zum Frühstück“ Sie ist mittlerweile eine feste Einrichtung, die Kolping-Frühstücksrunde mit den Kolpingmitgliedern der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag. Die Förderung der Erwachsenen-bildung stand auf der morgendlichen Speisekarte. Wie immer wurde vor Plenumsbeginn neben Kaffee und Semmeln auch das Schwerpunktthema des Treffens gleich hineingepackt und mit den interessierten Abgeordneten diskutiert. Zur Thematik der Erwachsenenbildung stellte Diözesangeschäftsführer Ewald Kommer aus dem DV Eichstätt die Leistungen der Erwachsenenbildung in der Fläche vor. Niederschwellig sollen die Angebote der Erwachsenenbildung sein, flächendeckend und vielfältig. Kleinere und insbesondere ehrenamtlich geführte Träger stehen da oft vor dem Problem, die gesteigerten bürokratischen Anforderungen der Förderung aus strukturellen und personellen Gründen nicht mehr erfüllen zu können. Axel Möller, Vorstandsvorsitzender des KBW Bayern und Dr. Christian Hörmann von der KEB-Bayern bekräftigten diese Einschätzung und baten die Abgeordneten bei der Diskussion um das Erwachsenenbildungsförderungsgesetz (EbFöG) die praxiserprobten Erfahrungen der Einrichtungen und Verbände vor Ort einfließen zu lassen. Für die Berichterstatterin dieser Thematik in der CSU-Fraktion, Frau Dr. Ute Eilig-Hütig (MdL), stießen die Sorgen der Bildungsfachleute offene Türen auf! Es ist oft unverständlich, welche Anforderungen von den Aufsichtsbehörden formuliert und den Trägern auferlegt würden. Man war sich einig, dass Subsidiarität und der politische Wille für eine Sache letztlich mehr zählen muss, als überzogenes Aufsichtshandeln. Erfreut über die große Resonanz der Einladung zeigte sich der stellv. Landesvorsitzende Erwin Fath als Gastgeber seitens des Kolpingwerkes Bayern. Joachim Unterländer (MdL) seinerseits für die Fraktion. Am Parl. Frühstück nahmen neben den bereits angeführten Personen teil: Landtagspräsidentin Barbara Stamm, die Staatssekretäre Bernd Sibler und Johannes Hintersberger, die Abgeordneten Erwin Huber, Thomas Huber, Eberhard Rotter, Oliver Jörg, Berthold Rüth, Hans Herold und der Aufsichtsratsvorsitzende des KBW Bayern Dr. Thomas Goppel, MdL. In der Kolpingdelegation nahmen weiter die Landesleiterin Kathi Maier, Jugendreferentin Lena Loy und Landesgeschäftsführer Willi Breher teil. Am Ende lud Präses Msgr. Christoph Huber die Abgeordneten ein zur Unterstützung des Projektes „Jobartisten“. Das Projekt richtet sich an junge Menschen, besonders an junge Geflüchtete. Träger ist die gemeinnützige Kolping-Bildungsagentur in München (www.jobartisten.de). Da man sich mit dem Projekt am Deutschen Integrationspreis der Hertie Stiftung über ein sog. Crowdfunding beteiligen möchte, machte Joachim Unterländer schon gleich mit seiner Eintragung im Internet zur Unterstützung mit (www.startnext.com/kolping-jobartisten). Kolping-Jugendwohnheim Ausflug nach Herbstein vom 09. - 12.04.2017 Gemeinsam mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen sowie Bewohnerinnen des Kolpinghauses fand ein Ausflug nach Herbstein in das Kolping-Feriendorf Herbstein statt. Die Leitung hatten Präses Wissel sowie Sozialpädagogin Miriam Hefer. Ziel dieses war es sowohl vom Routinealltag abzuschalten, als auch durch gemeinsame Aktivitäten sich näher kennen zu lernen und die Gemeinschaft zu stärken. Wichtig war es auch, den Bewohnern kulturelles Gedankengut unserer Heimat näher zu bringen. Am 09.04.2017 gings los Richtung Vogelsberg. Nach dem Abendessen im Feriendorf fuhren wir in die Nachbarstadt Fulda, um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen. Am nächsten Tag fuhren wir nach Geiselwind zum Freizeitpark. Gemeinsam wurde zunächst der Park erkundigt und natürlich auch Fahrgeschäfte ausprobiert, bevor jeder die Möglichkeit erhielt, sich selbst in Ruhe umzuschauen oder zu Mittag zu essen. Den zweiten Tag verbrachten wir in Würzburg und erkundigten diese durch eine 1 ½ stündige Stadtbesichtigung. Nach einem gemeinsamen Mittagessen erhielten unsere Bewohner die Möglichkeit selbst noch einmal alleine die Stadt zu erkundigen oder zu bummeln. Auch dieser Abend klang im Freizeitraum mit Billard und Kicker aus. Am Abreisetag machten wir einen Zwischenstopp, um das zum Teil renovierte Kolpinghaus Nürnberg zu besichtigen sowie Kolpingkollegen zu besuchen. Mit einem Bummel durch die Nürnberger Altstadt klang der erlebnisreiche Ausflug aus. Diözesanvorstand tagte erstmals Am 2. Mai traf sich der neugewählte Kolping-Diözesanvorstand erstmals zu seiner konstituierenden Sitzung im Diözesanzentrum Obermünster. Vorsitzender Sepp Sander begrüßte alle Vorstandsmitglieder, besonders die Neuitglieder Steffi Plötz, KF Frontenhausen, Markus Neft, KF Neutraubling und auch die neugewählte Diözesan-Jugendleiterin Rebecca Sommer von der KF Waldsassen. Im Rückblick wurde ein positives Fazit von der Diözesanversammlung gezogen. Die Jahresberichte sowie die Neuwahlen verliefen zügig und ohne Probleme. Sepp Sander bedankte sich bei allen, die bereit waren zu kandidieren und mitarbeiten wollen. Auch die Diözesankonferenz der Kolpingjugend in Windberg verlief ohne Probleme. Die Kolpingjugend hat nun eine neue, eigene Ehrenordnung eingeführt, die auch von Orts- und Bezirksebene beantragt werden kann. Ihre erste Klausurtagung will der neue Diözesanvorstand am Samstag, 24. Juni abhalten. Vorgestellt wurden nochmals die Planungen zur Diözesanwalfahrt am 13. Mai auf den Fahrenberg bei Waldthurn, der Jugendpolitische Aktionstag der Kolpingjugend am 29. Juli im Kolpinghaus sowie der Tag der offenen Tür am 25. Juni in Lambach. Festgelegt wurden auch jeweils die Termine für die Verabschiedung von Diözesanpräses Stefan Wissel, sie findet am Sonntag, 23. Juli ab 17.00 h im Kolpinghaus Regensburg statt. Die Amtseinführung des Nachfolgers Karl-Dieter Schmidt dann am Samstag, 16. September mit einem Gottesdienst in der Alten Kapelle (16.00h) sowie einem anschließendem Festakt im Kolpinghaus. Eingeladen sind dazu jeweils die Vorsitzenden und Präsides der Kolpingsfamilien und Bezirke im Diözesanverband. 8

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Bild: Ausblick vom Waldwipfelweg in St. Englmar in die Weite des Bayerischen Waldes 4. „Tage der Treue“ in Lambach Bereits zum 4. Mal fanden vom 27.-30. März 2017 wieder die sog. „Tage der Treue“ statt, die von Heinz Süss im Jahr 2014 initiiert wurden und seither mit großem Erfolg weitergeführt werden. Fast 40 Teilnehmer hatte sich wieder angemeldet und wurden schnell zu einer guten Gemeinschaft. Zwei Vorträge von Diözesansekretär Ludwig Haindl über Kolping und die Geschichte der Stadt Regensburg gaben einen informativen inhaltlichen Input. Aber auch Gespräche, Ausflüge und vor allem die Abende im Osserstüberl ließen die Teilnehmer aus dem gesamten Bistum schnell zu einer guten Gemeinschaft werden. Einen guten Teil zum Gelingen trug natürlich auch das schöne Wetter im Lamer Winkel bei, das zu Ausflügen in den Wald- wipfelweg nach St. Englmar oder zum Naturgarten in Furth i. Wald einlud. Ein Vortrag über Leben und Werk Kolpings war der Auftakt zu einer kleinen Gesprächsrunde über die eigenen Lebenserfahrungen und Erlebnisse bei Kolping. Ein zweiter Vortrag ging über die fast 2000jährige Geschichte der alten Bischofs- und Reichsstadt Regensburg. „Das hab ich alles gar nicht gewusst, was in Regensburg so alles passiert ist im laufe der Geschichte!“, war die Reaktion einer Teilnehmerin. Der Besuch des neugewählten Diözesanvorsitzenden Sepp Sander, ein Workshop mit Gabi Ludwig und ein Gottesdienst mit Diözesanpräses Stefan Wissel rundete die erlebnisreichen Tage der Treue ab. Bild: die Teilnehmerinnen bei den Tagen der Treue 2017 in Lambach Ausflüge in den Naturgarten Furth i. Wald und zum Waldwipfelweg in St. Englmar gehörten zum Programm Bild: die Geschichte der alten Bischofs- und Reichsstadt Regensburg war Thema eines Vortrags bei den Tagen der Treue 9

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1.300 Gäste fanden Platz in den verschiedensten Räumen des ausgebuchten Kolpinghauses Tag der Ehejubilare 2017 mit weiterer Rekordbeteiligung Mehr als 650 Ehepaare reisten reisten dieses Jahr am 14. Mai nach Regensburg, um gemeinsam mit Bischof Rudolf den Tag der Ehejubilare im Dom zu feiern. es waren Paare, die bereits seit 25, 40, 50 oder gar über 60 Jahren zusammen die sakramentale Ehe leben. Höhepunkt war die Segnung der Jubilaeumspaare durch Bischof Rudolf, Weihbischof Pappenberger und Weihbischof Graf. Aus deren Händen erhielten sie Erinnerungskreuze aus Olivenholz, die Christen aus Bethlehem gefertigt hatten. Dom und Kolpinghaus waren absolut an der Kapazitaetsgrenze angekommen. Kolping war wie jedes Jahr wieder in die Vorbereitungen involviert. Die musikalische Begleitung übernahm in diesem Jahr das „HausKapelle“ des Kolpinghauses, der Orchesterverein RegensburgSteinweg unter der Leitung von Patrick Siebenkernund Peter Huber. Auch der Service im Haus lief wieder wie am Schnürchen: in kürzester Zeit war das Mittagessen serviert und die Teilnehmer konnten sich verschiedenen Workshop-Angeboten anschließen. Für das Seelsorgeamt zeichnete diesmal Domvikar Harald Scharf verantwortlich. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ehrte Bischof Rudolf zwei Ehepaare, die heuer ihr 65-jähriges Ehejubiläum feiern können mit der Wolfgangsmedaille. Dies waren Hildegard und Hans Heigl aus der Pfarrei St. Martin in Deggendorf und Martha und Alfred Brütting aus der Pfarrei St. Barbara in Maxhütte-Haidhof. Glaube ist die existenzielle Grundlage des christlichen Lebens! In seiner Predigt bezog sich Bischof Rudolf auf das Evangelium: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich!“ Diese Worte seien fundamental wichtig für das christliche Leben und besonders für christlichen Eheleute. Glauben sei kein bloßes Gefühl. Glauben heiße „sich festmachen“, „auf Gott bauen“ und sein Herz in Gott zu verankern: „Glauben ist mehr als Tradition. Glaube ist die existenzielle Grundlage des christlichen Lebens!“, betonte Bischof Rudolf. „Wir sind uns einig, dass eine ‚Ehe zu dritt‘, wie man es alltagssprachlich versteht, nur zu großem Unglück und zu Tränen und tiefen Verletzungen führen kann. Eine Form der Ehe mit einem weiteren Partner aber ist nach aller geistlichen Erfahrung geradezu notwendig für das Gelingen einer christlichen Ehe, nämlich Jesus Christus als den dritten im Bunde aufzunehmen und gemeinsam an ihn zu glauben“, so der Oberhirte. Ehe, Liebe und Treue sind kein Auslaufmodell! Wo gesagt werde: Du, mein Mann, meine Frau, bist mein „Ein und alles“, da stünde man in der Gefahr, den anderen zu vergötzen und zu überfordern. Die Ehepaare könnten aber einander nicht Gott sein, und brauchten das auch nicht, erklärte der Bischof. Christliche Ehe heiße vielmehr, gemeinsam auf Christus zu blicken und zu sagen: Der Herrgott ist unser gemeinsames „Ein und alles“. Wo dies die Grundlage einer Beziehung sei, bleibe Raum für die sich immer wieder einstellende Unvollkommenheit, da bleibe aber auch Raum für Vergebung und Versöhnung. An die Ehejubilare gewandt sagte der Bischof abschließend: „Durch Ihre Liebe und Treue machen Sie etwas sichtbar von Gottes Liebe und Treue zu seinem Volk. Ehe, Liebe und Treue sind kein Auslaufmodell! Eine Gesellschaft, in der Treue und Verlässlichkeit fehlen, würde selbst ein Auslaufmodell“. Nach dem Mittagessen im Kolpinghaus war der Tag noch nicht beendet. Die Jubilare hatten die Möglichkeit, aus Workshops auszuwählen und somit den Nachmittag in Regensburg auch informativ und unterhaltsam zu nutzen. So konnte man die Kathedrale mit Domschatz oder die Alte Kapelle mit der „Papstorgel“ erkunden, die Spitalbrauerei besichtigen, Operettenmelodien und Geschichten lauschen oder auf den Spuren „heiliger Männer und Frauen“ die Regensburger Altstadt entdecken. Domvikar Harald Scharf dankte am Ende besonders nochmals den Mitarbeitern des Ehereferates und dem Service des Kolpinghauses für den reibungslosen Ablauf des Festtages. Bild Segnung der Ehepaare im Dom durch Bischof Rudolf 10

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Kolping Ferienhaus Lambach Einladung zum Tag der offenen Tür „Ohunter dem Motto: happy day!“ Sonntag, 25. Juni 2017 Programm: 10.00 h Gottesdienst 12.00 h Mittagessen (gegen Spende) 14.00 h Konzert des Gospelchores Lam Hausführungen, Kinderangebote mit Clown Sebastian Kaffee+Kuchen Wir freuen uns auf euer Kommen! Veranstalter: Kolping-Ferien und Tagungshaus Lambach 93462 Lam, Lambach1, Tel 09943/94070 11

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Internationales Kolpingwerk Die International Partnership on Religion and Sustainable Development (PaRD) wurde 2016 von der Int. Entwicklungsgemeinschaft ins Leben gerufen und wird federführend vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung getragen. PaRD ist dem Engagement der USA, Großbritannien, Schweden, der Vereinten Nationen sowie der Weltbank und weiterer Akteure zu verdanken. Grundlage ist die Erkenntnis, dass nachhaltige Entwicklung ohne die Berücksichtigung der religiösen Überzeugung nicht möglich ist. Bundesminister Dr. Gerd Müller sagte: „Ohne den Beitrag der Religion werden wir die globalen Herausforderungen nicht bewältigen können. Gerade heute, wo Religion als Rechtfertigung für Terror und Gewalt missbraucht wird, müssen wir die Zusammenarbeit mit allen Religionsgemeinschaften verbessern. Wir dürfen das Feld nicht den Extremisten überlassen, sondern müssen die stark machen, die sich für Frieden und Entwicklung einsetzen.“ Kolping International wurde als eine der ersten deutschen Organisationen als Partner aufgenommen. „Traditionell nimmt Kolping eine Brückenfunktion zwischen Kirche und Gesellschaft wahr“, so Dr. Markus Demele, Generalsekretär des Int. Kolpingwerks. „Diese Funktion will Kolping auch in diesen internationalen Dialog einbringen. Nachhaltige Entwicklung darf nicht nur rein technisch verstanden werden. Vielmehr muss immer eine Entwicklung an Leib und Seele in den Blick genommen werden.“ International: Online einkaufen – und Gutes tun Immer mehr Menschen kaufen online. Sehr einfach kann man aus diesen Einkäufen noch eine gute Tat machen und kostenfrei weltweit Kolping-Projekte unterstützen. Es geht ganz einfach: Gehe auf das Charity-Shoppingportal www.gooding.de und starte von dort aus Deine Online-Käufe. Wähle dann Kolping International als Organisation, das IKW erhält für jede Bestellung eine kleine Prämie.“ Im Schnitt 5% vom Einkaufswert, gezahlt von dem Unternehmen, bei dem man eingekauft hat. Es lohnt sich also, vor dem Einkauf den kleinen Umweg über Gooding zu nehmen. So kann jeder Kolping-Projekte ganz nebenbei und ohne Mehrkosten unterstützen! Ruanda: Wachstum in Quantität und Qualität Kolping Ruanda ist eine Erfolgsgeschichte. Geschäftsführerin Dancille Mujawamariya berichtet, dass 2016 fünf neue Kolpingsfamilien mit 180 Mitgliedern gegründet wurden. Die neuen Mitglieder erhielten alle eine gründliche Ausbildung darüber, was es heißt, sich bei Kolping zu engagieren und wie der Selbsthilfeansatz funktioniert. Auch in den bereits bestehenden Kolpingsfamilien wurden 30 neue Mitglieder aufgenommen. Damit hat der Verband aktuell über 2.000 Mitglieder. In den vergangenen Jahren wurde die Projektarbeit so professionalisiert, dass neben den spirituellen Aktivitäten auch mit Mitteln der deutschen Bundesregierung gearbeitet wird. Kolping International unterstützt und begleitet den vorbildlichen Einsatz des Teams von Kolping Ruanda kontinuierlich. Costa Rica: Kolpingmitglieder helfen ihren Landsleuten Im Norden des Landes wütete Ende 2016 ein Tropensturm. Die Region, in der Kolping vertreten ist, wurde von dem Hurrikan glücklicherweise kaum getroffen. Die nördlichen und südlichen Regionen erfuhren jedoch Zerstörung und viele Menschen mussten große Verluste an Hab und Gut hinnehmen, viele Familien hatten Tote zu beklagen. Kolpingmitglieder brachten sich sofort aktiv ein, um den Geschädigten zu helfen. So z.B., um in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz in einer UNESCO-Schule Lebensmittelpakete zu packen, damit diese in die betroffenen Gebiete verschickt werden konnten. Honduras: Fairer Kaffee: von der Plantage in die Tasse Fortbildungen von Kaffeebauern gehören zum Kerngeschäft der Projektarbeit von Kolping Honduras. Die Kolpingsfamilie La Lodosa ist eine der ersten, deren neuer Kaffee „Tatico Nuevo“ auch nach Deutschland exportiert wird. Die Bauern brauchen jedoch Schulungen und Unterstützung, um beste Qualität zu liefern. Auch im Nov. unternahm daher der Ingenieur Wilmer Núñez eine Besuchs- und Beratungsreise zur Kolpinggruppe Nuevo Amanecer der Gemeinde La Lodosa, El Paraíso. Auf der Fahrt konnte er miterleben, wie sich die Bauern für die Ernte vorbereiten. Besonders wichtig ist die neue solarbetriebene Trockenanlage, in der die Ernte für den Verkauf aufbereitet wird. Kaffeebestellungen unter: www.tatico.de Mexiko: Anfänge dualer Ausbildung Das duale Ausbildungssystem ist ein deutscher Exportschlager und wird von Kolping in vielen Ländern eingesetzt, um jungen Menschen eine solide Ausbildung zu verschaffen. Dies zeigt die Kolpingsfamilie „Señor de la Piedad“ in Querétaro. Sie hat mit dem Projekt „Maquinados Alvarez“ (Maschinelle Fertigung Alvarez) mit der Ausbildung von Jugendlichen begonnen. Der Kurs „Einführung in Drehmaschinen“ vermittelt den Schülern Grundkenntnisse von konventionellen, manuell zu bedienenden Drehmaschinen. Dies umfasst die Herstellung von zylindrischen Stahlstücken für die Industrie. Dank dieses Kurses werden die Teilnehmer neue Arbeitsmöglichkeiten haben – so trägt das Projekt zur Entwicklung der Fähigkeiten der Jugendlichen in der Gemeinde bei. Südafrika: Neue Perspektiven für die Jugend Das Work Opportunity Programm (Ausbildungsprogramm für Jugendliche) ist eine Erfolgsgeschichte des Verbandes in Südafrika. Immer wieder berichten junge Menschen, dass sie erst seit der Teilnahme an dem Kurs wieder Hoffnung auf eine gute Zukunft in dem von extremer Ungleichheit geprägten Land haben. Das liegt vor allem daran, dass Kolping nicht nur Fertigkeiten vermittelt, sondern den ganzen Menschen, mit seinen Hoffnungen, Ängsten und Sorgen in den Blick nimmt. Nur wenn ein junger Mensch an sich und seine Talente glaubt, wird er auch eine berufliche Ausbildung erfolgreich absolvieren. Angelique Fortuin, eine Absolventin des Programms, hat den Wechsel ihrer Lebensperspektive in ein wunderbares Gedicht gefasst, das wir hier im englischen Original wiedergeben: „If I could be honest for just a minute or two I‘ll have something very special I’d like to share with you When life is overwhelming and worries consume my days When uncertainty turns to fear and hope is as distant as the sky Along you came with encouragement, proving me once again that not all angels fly I want to let you know from the heart that I felt blessed from the very start I’m looking at the world through new eyes You gave me answers to many of my cries I’m thankful you came along I can now wake up to each new day with a positive song!“ „Tue Gutes, wo Du kannst, ohne Ansehen der Person, und wer der Hilfe bedarf, wo Du sie leisten kannst, der ist Dein Nächster!“ A. Kolping 12

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Internationale Nachrichten International: Marshallplan mit Afrika Auf ihrer Afrikareise 2016 hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel wissen lassen, dass der „Zukunftskontinent“ Afrika im Rahmen des deutschen G20-Vorsitzes eine zentrale Rolle spielen werde. Die Vorstellung des Papieres „Afrika und Europa – Neue Partnerschaft für Entwicklung, Frieden und Zukunft. Eckpunkte für einen Marshallplan mit Afrika“ durch Entwicklungsminister Gerd Müller steht unter dem Anspruch, diese Ankündigung inhaltlich zu füllen und zugleich den afrikapolitischen Diskurs der EU vor allem mit Blick auf das EU-AfrikaTreffen in Abidjan Ende Nov. dieses Jahres zu prägen. Das Ministerium bittet Verbände und Organisationen darum, diesen Plan mit Afrika zu kommentieren und kritisch zu begleiten. Generalsekretär Dr. Markus Demele begrüßte den Plan als ambitioniert. „Es ist wichtig und richtig, dass den Menschen in Afrika die Chance gegeben wird an der Globalisierung teilzuhaben. Sie müssen die Möglichkeit haben, sich an internationalen Wertschöpfungsketten zu beteiligen und dürfen nicht allein von Rohstoffexporten abhängig bleiben.“ Ein Schwerpunkt des Planes ist die Förderung deutscher Privatinvestitionen in Afrika. „Diese müssen jedoch den Ansprüchen menschenwürdiger Arbeit genügen und für echte und breitenwirksame Entwicklungseffekte vor Ort sorgen“, so Demele. Ein Mitglied aus Pakistan Kurios sind die Wege zur Kolpingmitgliedschaft. Über verschiedene Wege hatte der Priesteramtskandidat Obaid Matthais von Kolping International gehört und war sofort begeistert. Nur eine Kolpingsfamilie gibt es in Pakistan eben noch nicht. Mit dem Vorsatz, alsbald eine Kolpingsfamilie zu gründen, mobilisierte er Kontakte nach Deutschland. Obaid wurde bis auf weiteres Mitglied der Kolpingsfamilie Lüneburg im DV Hildesheim. Bei der Begeisterung des jungen Mannes für Kolping ist es aber, so Gott will, nur eine Frage der Zeit, bis es auch in der Islamischen Republik Pakistan eine Kolpingsfamilie gibt. Deutschland: Schuhe als Rohstoff der Hilfe Alte Schuhe müssen nicht in den Müll wandern. Recycelt können sie auf unterschiedliche Weise weiter verwertet werden. Darum lässt sich mit alten Schuhen durchaus noch Geld verdienen. Das hatte der Bundeshauptausschuss des Kolpingwerkes Deutschland im Sinn, als es beschloss, ab dem Jahr 2016 jährlich in allen Kolpingsfamilien alte Schuhe zu Gunsten des Stiftungskapitals der Int. Adolph-Kolping-Stiftung zu sammeln. Das Sammelergebnis „zog jedoch allen die Schuhe aus“ und war in dieser Höhe wohl von kaum jemandem erwartet worden: 238.940 Paar Schuhe, 8.720 eingegangene Pakete und damit 73.596,98 Euro Erlös für die Int. Kolping-Stiftung. Bei der Übergabe des Schecks an Generalpräses Ottmar Dillenburg durch das Bundespräsidium zeigte sich dieser beeindruckt: „Die Int. Kolping-Stiftung dient der Absicherung der Arbeit des Verbandes. Durch die Ausschüttungen der Erträge soll die Nachhaltigkeit unserer Kolpingarbeit gesichert werden. Die Schuhaktion ist hierfür ein wichtiger Beitrag.“ Deutsche Bischofskonferenz dankt Kolping Der Vorsitzende der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz dankt dem Kolpingwerk für das Engagement zum Lebensschutz. In einer Reaktion auf die Beschlüsse der Bundesversammlung hat Bischof Franz-Josef Bode in einem Schreiben betont: „Die Beschlüsse dokumentieren das hohe Engagement des Kolpingwerkes und seiner Mitglieder für Demokratie, für die Zukunft Europas, die Ökumene und den Lebensschutz. Die Kirche in Deutschland lebt wesentlich von diesem Zeugnis engagierter Laien in den unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Bereichen.“Dann hebt der Vorsitzende der Pastoralkommission besonders hervor: „Meine Anerkennung gilt auch dem Memorandum der Bundesversammlung zum Schutz des menschlichen Lebens. Darin sprechen Sie die Felder an, in denen der Lebensschutz besondere Aufmerksamkeit bedarf: Embryonenschutz, vorgeburtliche Tests, Schwangerschaftsabbruch, Sterbebegleitung und Sterbehilfe. Mit dem Memorandum macht das Kolpingwerk deutlich, dass der Lebensschutz nicht aus der öffentlichen Diskussion verschwinden darf, und setzt sich entschieden für einen Lebensschutz auf der Grundlage einer christlichen Werteorientierung ein.“ Ukraine: Trotz Krieg bietet Kolping Hilfe Tief beeindruckt von der Arbeit der Kolpingsfamilien in der Ukraine zeigte sich Generalsekretär Dr. Markus Demele bei seinem Besuch im Februar. „Hier adressieren die Kolpingsfamilien direkt die Nöte, die ihnen begegnen. Es gibt keine hinreichenden Angebote für Menschen mit Behinderung? Kolping entwickelt ein Programm dazu und führt es mit der Kolpingsfamilie durch. Flüchtlinge aus der Ostukraine kommen verängstigt im westlichen Lviv an? Kolping bietet ihnen Heimat!“ so Markus Demele. Weitere Beispiele: Die Kolpingsfamilie in Iwano-Frankiwsk bietet u.a. Gewaltpräventionskurse und die Begleitung von häusli-cher Gewalt betroffener Familien an. Zudem organisiert sie eine Senioren-Volkshochschule und unterstützt in einem Projekt die Binnenflüchtlinge in der Stadt. Binnen 14 Monaten musste jedoch dreimal die Wohnung geräumt werden, bis die Kol-pingsfamilie schließlich in ein eigenes Gebäude umziehen konnte. Unterkriegen lassen sich die Mitglieder des Verbandes keinesfalls. Der Geschäftsführer des Verbandes Vasyl Savka freut sich schon jetzt auf die jungen neuen Kolpingsfamilien. Ein Ende des Wachstums von Kolping in der Ukraine ist trotz des Krieges im Osten nicht abzusehen. Bolivien: Arbeit für Schulabbrecher Junge Menschen, die gezwungen sind die Schule abzubrechen, haben später meist geringe Chancen. Für diese Gruppe bietet Kolping in Bolivien spezielle, meist technische Ausbildungen an. Doch nach der Ausbildung ist nicht Schluss. Auch die Arbeitsplatzvermittlung wird von Kolping unterstützt, damit die Ausgebildeten auch tatsächlich in Lohn und Brot kommen. Im Geschäftsjahr 2016 konnte Kolping Bolivien 130 junge Leute zwischen 18 und 25 Jahren ausbilden. In vier Berufen wurden die Jugendlichen ausgebildet: Gastronomie, Kinderbetreuung und -erziehung, zu pharmazeutisch-technischen Assistenten und in ganzheitlicher Schönheitspflege. Die Kurse werden in zwei Regionen des Landes durchgeführt – in Sucre und Oruro. Nach der Ausbildung durchlaufen die Auszubildenden ein dreimonatiges Arbeitspraktikum in verschiedenen Betrieben, die das Programm unterstützen. Oftmals übernehmen die Betriebe die Jugendlichen auch gleich. Das Ergebnis der Schulungen kann sich sehen lassen: vermittelt wurden 65 % der Absolventen; 21 % entschlossen sich einen eigenen Betrieb zu gründen, 9 % studierten weiter in anderen Einrichtungen. Wie zu Adolph Kolpings Zeiten schafft unser Verband Perspektiven für die Jugend. 13

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Berichte Schulungsteamtreffen Umgang mit Tabuthemen „Tabuthema! Was mach ich denn jetzt?“ Das war die Frage, mit denen sich die Mitglieder des diözesanen Schulungsteams der Kolpingjugend DV Regensburg vom 03. bis 05. März 2017 beschäftigten. Nachdem alle gut angereist waren, konnten wir uns bei der Brotzeit am Freitagabend genauer kennenlernen, austauschen und die Erwartungen an das Wochenende abklären. Der anschließende Abend wurde dazu genutzt, Bausteine für den neu ins Jahresprogramm integrierten Gruppenleiterkurs C, der speziell für erfahrene Gruppenleiter angeboten werden soll, zu erarbeiten und diese dann auch gleich selbst auszuprobieren. Am Samstag stand die Frage „Was mach ich denn jetzt?“ im Mittelpunkt. Es ging um das Thema „Umgang mit Tabuthemen“. Wir begannen mit einer Themensammlung und einer Einführung durch die Referentin Marion Fuchs. Nach der gemeinsamen Besprechung und Auswahl der Themen (z.B. Alkohol, familiäre Probleme, Krankheiten) war fleißige Kleingruppenarbeit angesagt. Jede Gruppe spezialisierte sich auf ein Tabuthema und erarbeitete mithilfe verschiedener Methoden Wege zum Umgang mit dem Thema. Unsere Referentin führte uns gekonnt durch den Tag und gab wertvolle Inputs. Durch Exkurse zu Themen wie „aktives Zuhören“ oder „Ich-Botschaften“ konnten die Teamer ihr Wissen diesbezüglich auffrischen. Als Ergebnis dieses produktiven Tages kann nun jeder Schulungsteamer auf einen neuen Schulungskonzept-Baustein zum Thema „Umgang mit Tabuthemen“ zurückgreifen. Nach dem Abendessen mit „Pasta und Pesto“ wurden die Ergebnisse der Gruppenarbeit von Frei- tag vorgestellt. Bis zum Gruppenleiterkurs C wird es viele neue Schulungskonzept-Bausteine zu „fortgeschrittenen“ Themen geben, die noch nicht in den Kursen A und B behandelt werden. Nachdem an beiden Tagen bis spätabends fleißig gearbeitet wurde, ließen wir die Abende anschließend gemeinsam gemütlich bei „Ratsch“, Spielen, Musik und Impro-Theater ausklingen. Der Sonntag wurde für den Rückblick auf vergangene und den Ausblick auf künftige Kurse genutzt. Auch einige neue Aktionen und Angebote wurden geplant. Ihr dürft gespannt sein! gruppenleitergrundlagenkurs a erfreut sich ungebremster Beliebtheit mer am Sonntagvormittag kennen. Nach einer abschließenden Feedbackrunde und dem gemeinsamen Mittagessen hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen. Mit viel Elan und neuen Ideen können die Gruppenleiter jetzt ihr Wissen in den verschiedenen Kolpingsfamilien in die Praxis umsetzen. Vom 31.03. bis 02.04.2017 trafen sich heuer wieder junge Gruppenleiter aus der ganzen Diözese zum Gruppenleiterkurs A in Waldmünchen. Die drei Schulungsteamer und 21 Teilnehmer zwischen 14 und 26 Jahren begannen den Freitag entspannt mit dem Aufzeigen des Ablaufplans, den Kursregeln und Kennenlernspielen aller Art. Außerdem wurden den Teilnehmern der perfekte Gruppenleiter und verschiedene Führungsstile nähergebracht. Ausklingen konnte der Tag im Stüberl in gemütlicher Runde bei Gitarrenspiel und Gesang. Am Samstag lernten die werdenden Teamer, teils durch eigenständiges Erarbeiten der Inhalte, verschiedene Rollen in der Gruppe, Aufsichtspflicht und Jugendschutz, sowie Gruppenphasen kennen. Aufgelockert wurde der theoretische Teil dabei dank dem wunderbaren Wetter durch diverse Gruppenspiele und Aktivitäten im Freien. Den Aufbau und Ablauf eines Gottesdienstes lernten die Teilneh- 14

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Berichte diözesankonferenz „1igkeit und Recht auf Fly-sein und was uns sonst noch so bewegt“ Die Kolpingjugend befasste sich bei der Diözesankonferenz mit der „Jugend von heute“ und mit der Frage, was diese Generation ausmacht, was sie bewegt. Den Teilnehmenden wurden wertvolle Informationen und Anregungen für die Arbeit vor Ort vermittelt. abendliche Party vor. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten viele Ideen aus den Workshops als thematische Anregungen und Inspirationen für die Arbeit vor Ort mitnehmen. Beim Gottesdienst konnten sich alle Anwesenden davon über- Regensburg/Windberg, 28. - 30. April 2017 Die diesjährige „DiKo“ der Kolpingjugend Diözesanverband Regensburg, die unter dem Motto „1igkeit und Recht auf Fly-Sein - und was uns sonst noch so bewegt“ stand, fand vom 28. bis 30. April 2017 in Windberg statt. Im Programm wechselten sich Konferenzteile, thematische und praxisbezogene Workshops, spirituelle Impulse und Gemeinschaftsaktionen ab. Den Auftakt bildete die Arbeit in Kleingruppen, in denen sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen Gedanken über ihre „perfekte Jugendwelt“ machen sollten und diese im Anschluss kreativ dem Plenum vorstellten. Die Diözesanjugendleitung gab einen Ausblick auf wichtige Veranstaltungen, die in nächster Zeit anstehen. Hierbei wurde besonders der Aktionstag „…wählbar?!“ hervorgehoben. Zu diesem Tag werden verschiedene Politiker und Parteien eingeladen. Als die Diözesanleitung verkündete, dass die AfD keine Einladung erhält, da deren Politik und Weltanschauung nicht mit den Werten vereinbar sind, die wir als Kolping-Gemeinschaft vertreten, brandete im Saal Applaus auf. Der Samstag stand zunächst ganz im Zeichen der unterschiedlichen, auf das Thema bezogenen Workshops. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses „Wann sind wir fly?“ beschäftigten sich mit ebendieser Frage, mit den Lebenswelten der Jugendlichen und damit, was Fly-Sein überhaupt bedeutet. Der Workshop „Was’n da los?!“ nahm Bezug auf die aktuelle politische Lage und gab Tipps zur Umsetzung von positiver Politik. Diözesanpräses Stefan Wissel und die Teilnehmenden seines Workshops waren sich einig: „Kirche darf nicht sch… sein!“ Sie stellten sich der Frage, wie die Kirche „fly“ gemacht werden kann und verdeutlichten dies gleich beim Gottesdienst, der am Abend stattfand. „Brauchtum braucht’s!“ - unter diesem Titel stand der praxisbezogene Kurs, bei dem typisch bayerische Tänze und Lieder einstudiert wurden. Unter dem Kolping-Motto „Mut tut gut“ wurde ein Workshop durchgeführt, der den Interessierten verschiedenste kooperative Vertrauensübungen näher brachte. Eine weitere Gruppe beschäftigte sich mit unterschiedlichen „Kochtrends“ und bereitete somit leckere Häppchen für die zeugen, dass „Kirche auch mal anders“ geht. In der Oase der Stille der Jugendbildungsstätte Windberg wurde ein fröhlicher, aktiver und bewegter Gottesdienst mit Diözesanpräses Stefan Wissel gehalten. Das Evangelium wurde von den WorkshopTeilnehmern bildlich dargestellt und verkörpert. In den weiteren Verlauf des Gottesdienstes baute der Diözesanpräses zwei Kreistänze ein, um der Gemeinschaft und der Freude Ausdruck zu verleihen. Bei der 90er-Jahre-Party am Abend wurde Martin Hahn nach 2 Jahren als Diözesanjugendleiter verabschiedet und erhielt als Anerkennung für seine Tätigkeit das neue Ehrenzeichen der Kolpingjugend DV Regensburg in Silber. Diözesanpräses Stefan Wissel verlieh darüber hinaus Sebastian Fröhlich und Alexander Hofmann für ihr jahrelanges Engagement das Ehrenzeichen in Gold. Im Konferenzteil fanden nach dem Finanz- und Jahresbericht, der Entlastung der Diözesanjugendleitung für ihre getane Arbeit sowie nach Abstimmung über einige Anträge die Wahlen statt. Rebecca Sommer (KF Waldsassen) wurde als neue Diözesanjugendleiterin gewählt. Sebastian Irlbacher (KF Gosseltshausen) sowie Maximilian Körner (KF Dingolfing) wurden mit überwältigender Mehrheit in ihrem Amt bestätigt. Wir bedanken uns herzlich bei allen Helfern und Mitgliedern des AK DiKo, durch deren Mitarbeit wieder ein unvergessliches Wochenende durchgeführt werden konnte und hoffen auf ein Wiedersehen bei der Diözesanjugendkonferenz 2018! Schon mal vormerken: Diözesankonferenz 2018 findet vom 27. - 29. April in Waldmünchen statt! Wir freuen uns auf dich!!! Denn: Nach der DIKO ist vor der DIKO 15

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