SK 1-17

 

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Der Setzkescher-das Mitteilungsorgan des Landesfischereiverbandes Pfalz

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Ausgabe 1-17 Der Setzkescher Mitteilungsorgan des Landesfischereiverbandes Pfalz e.V. Aus dem Inhalt I Grundel-Verkostung I Fachverband Sportfischen I Die zweite Generation

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Impressum: Der Setzkescher das Mitteilungsorgan des Landesfischereiverbandes Pfalz Herausgeber: Landesfischereiverband Pfalz e.V. Hetzelstraße 3 67346 Speyer Tel. 0 62 32 - 36 737 Fax 0 62 32 - 67 98 993 E-mail: gustav.pade@t-online.de Redaktion: Landesfischereiverband Pfalz e.V. Ludowicistraße 44 67071 Ludwigshafen Tel. 0 62 37 - 40 40 84 Fax 0 62 37 - 40 40 85 E-mail: zimmermann@lfv-pfalz.de Gustav Pade (verantwortlich) Mario Schrön Dieter Zimmermann Druck: Druckerei Kröner Hauptstraße 199 67067 Ludwigshafen Tel. 06 21 - 54 92 57 Fax 06 21 - 54 92 59 E-mail: druckerei@kroener.com www.kroener.com Erscheinungsweise: halbjährlich Vereine, Einzelmitglieder und fachspez. Institutionen erhalten die Zeitschrift kostenlos. Nachdrucke, auch auszugsweise, sind nur mit der Genehmigung der Redaktion gestattet. Weitere Exemplare können bei der Redaktion angefordert werden. Eine elektronische Version steht unter www.lfv-pfalz.de zum kostenlosen Download bereit.

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Liebe Mitglieder und Mitstreiter/innen, liebe Leserinnen und Leser, es ist gelungen die Fischereiverbände Landesfischereiverband Rheinland-Pfalz e. V. und Sportfischerverband Pfalz e. V. und Landesfischereiverband Pfalz e. V., die sich seit Jahrzehnten sehr distanziert gegenüberstanden, zu einen, um eine gleichberechtigte Bietergemeinschaft für die pfälzische Pachtstrecke des Rheins und der Rheinseitengewässer von Strom km 352.070 bis Strom km 438.326 linksrheinisch und 381.650 bis 383.960 rechtsrheinisch ab dem 01.01.2018 auf die Dauer von 12 Jahren, zu gründen, damit ein gemeinsames Angebot gegenüber dem Land Rheinland-Pfalz, SGD Süd, abgegeben werden kann. Im Falle der Annahme durch das Land Rheinland-Pfalz und Verpachtung der obigen Gewässer an die Bietergemeinschaft schließen sich die Verbände zu einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts zum Zwecke der gemeinsamen Durchführung mit sämtlichen aus dem Vertragsverhältnis resultierenden Rechten und Pflichten zusammen. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die pfälzische Rheinstrecke mit den Nebengewässern im Auftrag des jeweiligen Staatsministeriums von den verschiedensten Institutionen verwaltet wurden sind, d.h. diese hatten auch die Aufgabe, die Erlaubnisscheine für die Freizeitfischerinnen und -fischern auszugeben: 1961 bis 1969 1970 bis 1974 1975 bis 1986 1987 bis 2005 2006 bis heute Landratsamt Speyer Landratsamt Ludwigshafen Sportfischerverband Pfalz e.V. Landesfischereiverband Pfalz e.V. Landesfischereiverband Rheinland-Pfalz e.V. und Sportfischerverband Pfalz e.V. (60/40 Prozent) In den Jahren, in denen der Landesfischereiverband Pfalz e.V. die Abrechnungen der erteilten Erlaubnisscheine mit der SGD Süd/Umweltministerium durchführte, wurde dem Landesfischereiverband RheinlandPfalz e.V. jährlich kein unbeträchtlicher Betrag für die Finanzierung des Fischereibiologen zur Verfügung gestellt. Ich denke, dass der Abschluss der Bietervereinbarung zwischen den Fischereiverbänden der richtige Schritt für die Zukunft ist. Sicher sind im letzten Halbjahr einige für die Freizeitfischerei wertvolle Menschen, mit denen ihr Probleme erörtern und lösen konntet, aber auch herzlich lachen, verstorben. Für mich waren dies unser Ehrenmitglied Gerhard Schneider und Präsident BV Westerwald-Sieg Hans-Werner Isenbeck. Sie alle werden eine Lücke für die Freizeitfischerei hinterlassen, die sich nur schwerlich schließen lässt. Gott möge die Angehörigen trösten. Mit freundlichen Grüßen und Petri Heil Ihr/Euer Gustav Pade

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Grundel-Verkostung Grundel-Verkostung mit der Grenzfischereikommission am 18.07.2017 in Bollendorf an der Sauer Dies ist die fertig vorbereitete Rohware ohne Kopf. Man rechnet eine Stunde Vorbereitungszeit der Grundeln pro Kilogramm. Unsere Grundeln waren ausgesprochen klein. Dies soll der aktuelle Trend in der Mosel sein (evtl. aufgrund von Fraßdruck). In der Sauer seien die Grundeln zurzeit größer. 2 So sehen die Grundeln aus. Es gibt mehrere Arten, die aus dem Donauraum in Rhein, Mosel, Saar, Sauer etc. eingeschleppt wurden. So sehen die in Fett fritierten Grundeln aus. Nur mit etwas Salz bestreut – einfach lecker. Der Geschmack ist barschähnlich, fein, festes Fleisch. Man kann die Fische komplett in den Mund schieben und genüsslich aufessen!

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Eine weitere Variante, die Herr Becker vorbereitet hatte, waren geräucherte Grundeln, serviert auf Schwarzbrot und Gurke. So sah dann der fertige Teller aus. Einfach klasse. Ein großes Lob und Dankeschön an Herrn Becker und natürlich seinen Helfer, Wolfgang Heinz. Das ZDF war vor Ort und hat gedreht und Interviews geführt (Drehscheibe und Hallo Deutschland. 3

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Grundel-Verkostung Insgesamt eine sehr gelungene aber auch sehr aufwändige Aktion (Fang, Vorbereitung, Kochbus, Hilfe der Grenzangler Bollendorf, etc.) Das Ganze wurde noch veredelt durch ein kleines Grundel-Kochbuch, das Herr Becker liebevoll erstellt hatte! Danke! 4

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Immer nur der zweite Sieger Wie oft ist es eigentlich schon passiert? Man hat den Fang seines Lebens an der Angel und ist am Ende doch enttäuscht! Irgendetwas ist an diesem Tag schiefgelaufen, vielleicht war man nur mit dem falschen Bein aufgestanden, vielleicht hat man die Montage falsch geknotet, eventuell war der Angelhaken stumpf, oder man hatte einfach nicht so richtig Lust auf angeln. Irgendetwas war schuld an dem Umstand, dass man heute nur 2. Sieger wurde. Der „Fisch des Lebens” hatte sich genau an so einem Tag die ausgelegte Montage ausgesucht. Eigentlich deutete nichts darauf hin, was da passieren könnte. Aber: Jeder Angler kennt das, es bleibt nur der zweite Preis! Bei einer Niederlage auf dem Sportplatz wird man auch dann noch belohnt wenn man Zweiter ist. Aber beim Angeln doch wohl nicht. Dabei hat man doch eigentlich genau nach einer Verlustsituation im Drill den größten Preis gewonnen! Wieso? Ganz einfach: Man kann ein ganzes Leben davon zehren, kann die Geschichte immer und immer wieder mal erzählen. Und der größte Nebeneffekt ist doch der, dass der Frisch immer schwerer und größer wird. Irgendwann wird man stolz, so etwas überhaupt erlebt zu haben. So ein Aussteiger hat immer zwischen 25 und 35 Pfund, selbst wenn man ihn gar nicht zu sehen bekommen hat. Und dann träumt man auch von ihm, dem großen Unbekannten. 100 mal, oder gar 1000 mal. Mindestens. Immer und immer wieder. Ja, da weiß man schon, dass man ganz sachte Druck aufbauen sollte. Der Haken könnte an einem seidenen Faden im Fischmaul hängen. Laaangsam und Vooorsicht. Ist es ein Hecht? Oder ein Waller? Oder gar der Lieblingsfisch Zander? Nach ewig langem Kampf gelingt es, den Fisch heran zu drillen. Wenige Meter sind es noch zum Ufer und wie von Geisterhand wird das Wasser ganz genau an der Stelle unruhig, wo sich gerade der Widerpart in etwa befindet. Was heißt unruhig? Es wird regelrecht gerührt wie der Kaffee in einer überdimensionalen Tasse. Mann, Mann geht das ab heute. Dann diese Flucht! Unwiderstehlich zieht der große Unbekannte wieder ab in die entgegengesetzte Richtung. Meter auf Meter. Immer wieder geht der Blick zur Rolle um in etwa abzuschätzen wie viel Schnur noch drauf ist. Es wären insgesamt ja ausreichende Meter, jedoch hat beim Schnuraufspulen der Geiz gesiegt und es wurde als Untergrundschnur eine Billigschnur verwendet. Die würde wahrscheinlich auch stark genug sein, das Problem ist die Anknüpfung an die neue. Hat man vorschriftsmäßig geknotet, oder war Bruder Leichtsinn am Werk? Der allergrößte Leichtsinn war aber der, dass der Unterfangkescher noch im Auto liegt. Und weit und breit ist kein Angelkollege mehr zu sehen! Meter auf Meter kommt jetzt wieder Schnur auf die Rolle. Längst ist der Abend angebrochen und es kommt auch Wind auf, die Temperatur geht in Richtung 6 Grad und immer noch tobt der große Schuppenträger am anderen Ende. Aber er kommt, langsam, aber er kommt! Wieder kocht das Wasser vor den Füßen. Jetzt hilft nur noch Mut! Die Stiefel sind schon vollgelaufen, die Hosen patschnass, denn längst hatte auch der Hosenboden Wasserkontakt. Und die Temperatur um diesen Bereich lag anscheinend bei 6 Grad minus! Wumms, es geht wieder los. Ab geht die Fahrt. Ja, und genau in dem Moment wacht man auf! Nass ist alles, wie geträumt. Aber fertig geträumt hat man nicht! Von diesem Superbiss war es nun ungefähr der dreihundertachtzigste Traum. Also ist noch jede Menge zu träumen über. Ach ja, das sei noch erwähnt: Es gab nur den zweiten Platz !!! Und wer der große Kämpfer war, lässt viel Raum für die Phantasie. Raymond Wittmann 5

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Die zweite Generation Es war einmal … (und doch wie im Märchen) Teil 2 – Die zweite Generation Übergangslos mischte sich die erste Generation der Nachkriegsangler mit der zweiten. Die Wirtschaft blühte (auch die in welche die Angler einkehrten) und brachte einen gewissen Luxus unter die Leute. Arbeitslosigkeit gab es so gut wie keine, jeder konnte sich einen Kleinwagen oder zumindest eine NSU Quickly, ein Herkules- oder ein Miele Moped leisten. Deutschland war mobil und so war es kein Problem abends noch schnell mal ans Wasser zu fahren. Die Angelkähne aus Stahlblech wurden nun mehr und mehr. Zuerst waren es ausrangierte Schiffsnachen. Sie waren sehr gesucht, leider auch bei Langfingern! Wer es konnte baute sich selbst einen Nachen, dann halt mit flachem Boden. Der war zwar windempfindlicher, aber man konnte besser stehen. Manchem geriet die Form oder die Größe aus der Reihe, einige der Kähne konnte man nur mit Partner rudern und steuern, die Arme einer Einzelperson reichten da auch ausgestreckt nicht aus! Da man motorisiert war, um an das Gewässer zu kommen, nahm man an den Wochenenden und auch in der Urlaubszeit manchmal die ganze Familie mitsamt Haustier mit. Da wurde dann ein Inselstück in Beschlag genommen und jedem war bei schönem Wetter gedient. Diese großen Angelkähne wurden weniger entwendet, hatten aber auch Nachteile. Mehrmals in ihrem Angelkahn-Dasein mussten sie zum Streichen und andere Reparaturen auf das trockene Ufer gezogen werden. Dazu benötigte man schon kräftige Unterstützung. Die Folgen waren, dass ständig irgendwo am Wasser kleine Schiffswerften waren. Wer zuhause einen großen Hof oder eine Werkstatt hatte, transportierte den Kahn in den Schonzeiten auf einer Pritsche eines Landwirts dort hin. Konnte man doch so den Pott wieder in Schuss bringen. Bei den wechselnden Wasserständen, insbesondere nach Starkregen oder Unwetter, war es normal, mindestens alle zwei Tage nachzuschauen, ob er nicht „abgesoffen” war. Hier hatten die Holzkähne riesige Vorteile. Sie sanken nicht ganz unter, im Gegenteil, sie wurden dabei dichter! Wer noch Weißstrick in die Fugen stemmte, hatte so einen verhältnismäßig dichten Kahn. Es gab natürlich Besserwisser, die strichen Teer auf das Holz und vorbei war es mit Selbstabdich- tung! Das Holz quoll nicht mehr bei Nässe. Zudem wurde dadurch nur die Umwelt belastet. Die Ruten und Rollen wurden in Funktion und Qualität immer besser, das Angebot an Angel-Zubehör wurde immer größer und größer. Nach der Bambus- und Glasfaserzeit kam nun die Kohlefaser immer mehr ins Spiel. Die Ruten wurden immer leichter, die Haken immer schärfer und die Tragkraft der Schnüre erlaubte es, immer dünner zu angeln. Mittlerweile stammte das Angelzubehör zum größten Teil aus Ostasien. Fängige geflochtene Schnüre gab es für den Süßwasserbereich noch nicht, das waren mehr Seile als Angelschnur. Aber es dauerte nicht lange und man konnte schon 25er aufwärts kaufen. Plötzlich musste man als Angler japanisch oder koreanisch sprechen und in den Bedienungsanleitungen auch lesen können! Shimano, Daiwa, Ryobi, Kamakatzu waren als Ausrüster nun führend, was zur Folge hatte, dass namhafte deutsche Hersteller wie z.B. DAM oder auch Cormoran verdrängt oder übernommen wurden. In meinem Angelgepäck war aber ein Teil nicht wegzudenken, das war der Effzet- Blinker von DAM. Mit keinem Kunstköder hatte ich jemals solche Erfolge. Nicht in Größe und nicht in Menge. Er musste nur gut geführt werden. Die Zeit mit Gummiköder und Wobbler war angebrochen. Dem Zander, Hecht und Barsch ging es nun verschärft an die Schuppen. Der Vorteil war, dass man so gut wie keine Köderfische mehr brauchte, zumal der lebende Köderfisch eh verboten wurde. Dafür musste man außer japanisch und koreanisch jetzt noch chinesisch lernen. An der Bachmündung wurde zu der Zeit der Einlauf in den Rhein geändert, der „Lorenzkopp” wurde abgebaggert und verschwand total und mit ihm auch der Lorenz! Die „Schlääf” der Fähre war ebenfalls verschwunden, stattdessen gab es Steiger (Anlegestellen) für die „Köln-Düsseldorfer” und andere Tourismus-Schiffe. Die Strecke konnte eigentlich nicht mehr beangelt werden, zumal man stets nervende Zuschauer hatte. Gut besucht waren die Fischerfeste, auch vorher schon. Am Oberrhein war bald in jeder Gemeinde, auf badischer- wie auf pfälzischer Seite, ein solches im jährlichen Ortskalender vermerkt. Helfer gab es damals genug und ihre Aktivitäten brachte Geld in die Vereinskassen. 6

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Anglerheime entstanden. Die Helfer waren auch gleich die ersten Vorstände und Beigeordneten ihrer Vereine. Waren sie es doch, die in Eigenleistung die Heime aufbauten. Alles war in Frieden gewachsen und einige Vereine hatten schon ob ihrer Größe politisches Gewicht. Obwohl viele Vereine mit hunderten Mitgliedern prahlen konnten und große Gewässer hatten, wurden aber immer noch die finanzstaatlichen Gewässer bevorzugt beangelt. Diese weckten den Instinkt zum Fischen am meisten. Nahrungsbeschaffung war nicht mehr der wichtigste Grund, man ging halt gerne zum Angeln. An fast allen Gewässern konnte man noch Nachtangeln durchführen, oder grillen. Vatertag feiern mit allem Pi Pa Po war kein Problem. In den fängigen Monaten wurden oft auch die Kähne im freien Wasser zusammengebunden und verankert. Im größten Kahn wurde ein Grill aufgebaut und jeder brachte etwas mit, entweder zum Essen oder zum Trinken. Rotwein war es manchmal etwas viel! Und wenn es richtig kalt war auch der Glühwein! Auch diese Generation brachte ein paar „Apparate” hervor. Und viele wurden nur mit dem Uz-Namen angesprochen oder waren nur unter diesen bekannt. Hier eine kleine Auswahl der Elite: „Fuzzy” · „Labbe” · „Miff” · „Schwabbel” „Schtegge” · „Longer” · „Duddl” · „Seisser” „Schwarzer” · „Mau” · „Aadämml” · „Sputnik” „Ruuudi” · „Kalle” · „Lobo” · „Schoo” Und noch zig andere. Da die meisten einst in die gleiche Schule gingen, kannte man nunmehr auch öfters den richtigen Namen. Merken musste man sich den aber nicht. Man brauchte den eigenen, richtigen, nur selbst zu wissen, wenn man einen Ausweis, oder eine Angelkarte wollte. Oder beim Standesamt. Es war auch die Zeit von geregelten Gemeinschaftsfischen an Rhein oder Altrhein. Bei den Angeln der kleineren Vereine war Kind und Kegel mit dabei. Der Ablauf solcher Veranstaltungen hatte oft jährlich die gleiche Prozedur: Freitag wurde der Hänger mit Zelt und Bänken geladen und zum Transport vorbereitet. Und dabei wurde schon ein bisschen getrunken. Am Samstag wurde alles transportiert, das Zelt aufgebaut und die Garnituren aufgestellt. Schon am Vormittag wurden die ersten Arbeiten erledigt. Und dabei hat schon ein bisschen getrunken. Dann kam der Getränkehändler. Es wurden die Kühlschränke aufgefüllt und die obligatorische 3 Liter Flasche Asbach aufgehängt. Und dabei wurde ebenfalls schon ein bisschen getrunken. Wasser und Abwasserleitungen wurden verlegt, der selbstgebaute Toilettenwagen aufgestellt, die Mannschaftsaufteilung noch einmal besprochen. Und dabei wurde auch ein bisschen getrunken. Dann am späten Nachmittag stellte man fest, dass der Getränkehändler nochmals vorbeikommen musste. Cola und Mineralwasser gab es noch. Er kannte seine „Pappenheimer”, kam zwischendurch unaufgefordert vorbei um zu sehen, wie lange die erste Lieferung noch anhalten könnte. Die zweite hatte er schon in der Hinterhand. Die zahlreichen Jungs, die Nachtwache schoben, durften ja nicht verdursten! Das Angeln war dann immer sonntags in der Frühe und alle waren dabei. Und dann wurde wieder ein bisschen getrunken. Nach keiner dieser Veranstaltungen blieb Abfall oder dergleichen zurück. Im Gegenteil. Die Angler organisierten sich und waren Helfer der ersten Stunde bei den sogenannten Dreckwegtagen! Die zweite Generation war auch eine gute Generation! Raymond Wittmann – D E M N Ä C H S T: Die dritte Generation – 7

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Fachverband Sportfischen unter neuer Führung Am 1. April 2017 wurden bei der Jahreshauptversammlung in Münchweiler an der Alsenz Ersatzwahlen durchgeführt, da der amtierende Vorsitzende Jürgen Greiner sowie der Schatzmeister Günter Braun ihre Ämter aus Altersgründen zur Verfügung haben. An dieser Stelle möchte ich mich bei den beiden ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Jürgen Greiner und Günter Braun für die in der Vergangenheit hervorragend geleistete Arbeit recht herzlich bedanken. Ich wünsche ihnen für die Zukunft alles erdenklich Gute vor allem Gesundheit. Wir werden die Verbandsarbeit in ihrem Sinne weiterführen. Zum 1. Vorsitzenden wurde gewählt: Wolfgang Neumann Flurstraße 12 66887 Neunkirchen am Potzberg Zum Schatzmeister wurde gewählt Rüdiger Klein Hegenbarthstraße 12 76744 Wörth a. Rhein Geplante Ziele der zukünftigen Verbandsarbeit: 1. Neue Mitgliedsvereine gewinnen 2. Ausbau des Castingsports 3. Sensibilisierung der Mitgliedsvereine für die angebotenen Seminare des Sportbundes Pfalz 4. Durchführung von Infoveranstaltungen für die Mitgliedsvereine in Bezug auf die richtige Zuschussbeantragung, sowie die ordnungsgemäße Abwicklung 5. Veröffentlichung von aktuellen Informationen über die Homepage des FSP Inzwischen haben wir auch die Homepage des FSP umgestaltet und mit neuen Inhalten ergänzt. Diese bietet nun u.a. einen Newsletter, mit dem wir registrierte Benutzer schnell über wichtige Änderungen oder Neuigkeiten informieren möchten. Schauen Sie ruhig mal auf http://www.fsp-sportbund-pfalz.de vorbei und registrieren Sie sich. Keine Angst, wir werden Sie nicht mit unnötigen Emails zumüllen. Ich hoffe auch weiter hin auf eine gute Zusammenarbeit mit den Mitgliedsvereinen. Bei Fragen wenden sie sich bitte vertrauensvoll an mich oder den Schatzmeister. Mit sportlichem Gruß und Petri Heil .................................................................................................... Wolfgang Neumann, 1. Vorsitzender Nachruf Der Landesfischereiverband Pfalz trauert um sein Ehrenmitglied Gerhard Schneider der am 5. Mai 2017 im Alter von 80 Jahren verstorben ist. Gerhard Schneider war über viele Jahrzehnte als Vertreter der Berufsfischer, Teichwirte und Züchter Mitglied des Verbandsbeirates. In mehreren Fachgremien, z.B. Fischereibeirat bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, setzte er sich für die Binnenfischerei und unseren Verband ein. Sein persönlicher Einsatz war stets Vorbild für uns alle. Als symbolische Anerkennung seines ehrenamtlichen Engagements wurde Gerhard Schneider im Jahre 2015 zum Ehrenmitglied ernannt. Sein hoher Sachverstand und seine ruhige überzeugende Art werden uns fehlen. Wir werden dem Verstorbenen stets ein ehrendes Andenken bewahren. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie. Speyer am Rhein, den 29. Mai 2017 Landesfischereiverband Pfalz Gustav Pade Franz Knutas 1. Vorsitzender 2. Vorsitzender 8

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Lachs 2017 5.000 fingerlange Lachse wurden Anfang August durch Dr. Michael Stang, neuer Leiter der Abteilung Umweltüberwachung der BASF SE, mit Unterstützung von Thomas Oswald, Fischereireferent bei der SGD Süd, in die Wieslauter entlassen. Wie die für die Erbrütung und Aufzucht zuständige Fischzuchtmeisterin Friederike Schneider erklärte, war es allerhöchste Zeit. Frischwasserversorgung, kostspieliges Spezialfutter und der Entwicklungsstand der Fische ließen jetzt keine weiteren Verzögerungen zu. Der Besatz zum üblichen Zeitpunkt war aufgrund von hochsommerlichen Temperaturen und krankheitsbedingten Ausfällen der beteiligten Personen nicht möglich. Die Lachse wurden erneut an der historischen, 1795 errichteten und gerade rekonstruierten Steinbogenbrücke St. Remy zwischen dem elsässischen Altenstadt und dem südpfälzischen Schweighofen eingesetzt. Thomas Oswald berichtete, dass die Fische- reiaufsicht der SGD Süd im vergangenen Winter 12 Gelege von zurückgekehrten Lachsen im Mittelund Oberlauf der Lauter nachgewiesen hat. „Dies bedeutet, dass das Lachs-Projekt Wieslauter funktioniert!” Die genaue Lage wolle er aber aus verständlichen Gründen nicht bekanntgeben. Gustav Pade dankte im Namen des Landesfischereiverbandes Pfalz der BASF SE für die finanzielle Unterstützung des Projektes. Hochachtung zollte er Friederike Schneider, die seit Februar - als die befruchteten Eier im sogenannten Augenpunktstadium in Obenheim (Elsass) abgeholt und erstmals pfälzischen Boden „betraten” - viel Zeit in deren gesunde Entwicklung gesteckt habe. Er erinnerte an den im Mai verstorbenen Gerhard Schneider, Ehrenmitglied des LFV Pfalz und Vater von Friederike, der viele Jahre das Projekt begleitet hat. „In seinem Sinne weiter zu machen, sei auch eine moralische Verpflichtung des Verbandes”, so Pade. Gemeinschaftsfischen in Offenbach/Queich Am 1. Oktober 2017 treffen sich die Senioren zum Gemeinschaftsfischen in Offenbach/Queich. Geangelt wird von 8:30 bis 12:30 Uhr, beim anschließenden gemütlichen Beisammensein erfolgt die Übergabe der Ehrengaben. Anmeldung per Email bis zum 20. Sept. 2017 beim Sportwart Rüdiger Klein, ruediger.klein@lfv-pfalz.de. 10

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Stefan Ohliger und Julian von Ehr verstärken das Jugendreferat Mario Schrön, seit 15 Jahren Jugendreferent des Landesfischereiverbandes Pfalz, wird sich aus beruflichen und familiären Gründen langsam aus der Jugendarbeit zurückziehen. Doch nicht, ohne sich selbst um die Nachfolge zu kümmern. Mit Stefan Ohliger vom SAV Erdesbach und Julian von Ehr von den Angelfreunden Kohlbachtal stehen nun zwei Jungs bereit, um unsere erfolgreiche Jugendarbeit langfristig zu sichern. Bis zu den Neuwahlen 2018 wurden sie von der Mitgliederversammlung kommissarisch im Amt bestätigt. Den meisten Teilnehmern der Jugendfischen und Zeltlagern dürften Stefan und Julian bekannt sein. Beide waren bis zu ihrer Volljährigkeit selbst regelmäßige Teilnehmer an den Veranstaltungen, anschließend unterstützten sie Mario hin und wieder bei den Vorbereitungen, Einkäufen und der Betreuung. Unsere Vorbereitungskurse zur staatlichen Fischerprüfung im Herbst 12. August 16:00 Uhr 21. August 18:30 Uhr 24. August 18:30 Uhr 28. August 18:00 Uhr 31. August 19:00 Uhr 08. September 18:00 Uhr (Info) 23./24.09. - 21./22.10. - 11./12.11. (Kurs) 09. September 14:00 Uhr (Info) 12. September 19:00 Uhr 23. September 17:00 Uhr (Info) 26. September 18:30 Uhr 67294 Ilbesheim, Gemeindehaus, Hauptstraße 48 Herr Sossong, Tel. 06355 – 95 50 861 76764 Rheinzabern, Vereinsheim des ASV Rheinzabern, Freizeitanlage 10 Herr Werner, Tel. 0151 50977874 76756 Bellheim, Gaststätte „Zur Fellach”, In der Fellach 14 Herr Werner, Tel. 0151 50977874 67304 Eisenberg, Vereinsheim des FV „Forelle” Hettenleidelheim, An der B 47 Herr Scheithe, Tel. 0172 6828741 76829 Landau, Vereinsheim der Schützengesellschaft 1881, Im Kugelfang Herr Michel, Tel. 06341 – 6 22 51 / bei Fa. Sägen Schwarz 67434 Neustadt/Weinstraße, Vereinsheim des ASV Neustadt, Karolinenstraße 99 Herr Schrön, Tel. 06321 – 5 83 16 Herr Zimmermann, Tel. 06237 – 40 40 84 66849 Landstuhl, Verein der Hundefreunde, Am Harzofen 8 Herr Magdycz, Tel. 06371 – 1 57 74 Herr Beckmann, Tel. 06371 - 40 36 57 66885 Altenglan, Vereinsheim des SFV Mittleres Glantal, Friedelshauser Straße 8 Herr Neumann, Tel. 06385 – 55 85 66996 Erfweiler, Vereinsheim des ASV Erfweiler, Winterbergstraße Herr Petermann, Tel. 0162 – 65 21 44 1 67346 Speyer, Vereinsheim des SFV Petri Heil Speyer, Hasenpfuhlstraße 17 Herr Maffenbeier, Info-Telefon 0170 5527292 Weitere Informationen finden Sie auf www.lfv-pfalz.de Rechtliche Hinweise: Fischereigesetz des Landes Rheinland-Pfalz; Durchführungsverordnung zum Landesfischereigesetz SGD Süd siedelt wieder Aale im Rhein an – Verlängerung der Artenschonzeit Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd hat zum Schutz abwandernder Blankaale ein allgemeines Fangverbot im Rhein vom 1. Oktober eines jeden Jahres bis zum 1. März des Folgejahres per Allgemeinverfügung erlassen. In dieser Zeit darf die Fischerei auf Aal im Rhein und in den angrenzenden Stillwasserflächen und Häfen mit dauerhafter Verbindung zum Rhein nicht ausgeübt werden. Dieses Verbot gilt für den Fang mit allen Geräten und Methoden der Freizeitfischerei wie auch der Berufsfischerei; in der Pfalz gibt es noch drei Betriebe. Ausnahmegenehmigungen zum Fang von Aalen können in begründeten Fällen durch die Obere Fischereibehörde bei der SGD Süd erteilt werden. Diese Regelung ist befristet bis zum 1. März 2020. 11

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Aal Vorwort: An und für sich hab ich ihn am liebsten wenn er nicht so fett ist und direkt vom Hamburger Fischmarkt kommt. Gut geräuchert und nicht so groß! Wahrscheinlich wegen seiner Ähnlichkeit mit einer Schlange ist er speziell bei Frauen „IGITT-IGITT”. Und in der Bratpfanne gibt er auch keine Ruhe. Nochmal „IGITT”. Für diejenigen, bei denen er auf der Speisekarte steht, ist er aber oft der wohlschmeckendste Fisch aus unseren Gewässern. Im November 1986, der Nacht zum 1., geschah es: Die größte jemals dagewesene Katastrophe am Rhein löschte den Bestand an Aalen so gut wie aus. Er war der Fisch, der bei der Sandoz-Katastrophe am meisten elend zu Grunde ging. Fische, die sich zum damaligen Zeitpunkt im Rhein befanden wurden fast zu 100 % ausgerottet. Und besonders der Aal. Tonnenweise wurden Fischkadaver eingesammelt, Stunde um Stunde, Tag für Tag. Der Rhein war durch die Mischung von verbrannter und explodierter Chemie und Löschwasser rot eingefärbt. Ein teuflisches Gemisch. Für Wochen stand das Unglück an erster Stelle bei allen Nachrichten. Doch dann ging die Anzahl der Kadaver zurück, hin und wieder spülte die Strömung welche aus den Steinschüttungen heraus. Alle waren aber leblos. Die Anglerei im Rhein war ab sofort sinnlos und gefährlich. Jetzt lohnte sich der Erhalt der Altrheinarme, denn soweit diese nicht durchströmt wurden blieb die Artenvielfalt der Fische erhalten. Es gab dadurch Nachschub auf natürliche Art und weise. Jedoch nicht beim Aal, der wanderte ja zum ablaichen in den Golf von Mexiko. Die Rhein-Aale fehlten aber ab sofort bei dieser Wanderung! Nun aber bemühte man sich um die Sauberkeit der Abwasser. Selbst kleine Gemeinden bauten Kläranlagen, oder wurden an große angebunden. Mit Besatz wurde über Jahre versucht den Bestand wieder herzustellen. Ein mühevolles und teures Unter- fangen, speziell beim Aal. Zumal Glasaale schon bei der Rheinmündung, an anderen Flussmündungen aber genau so, als sogenannte Delikatesse ein willkommenes Geschäft waren und immer noch sind! Ein Grund mit, warum es auch heute an Aalen mangelt. Die Geschichten um die es hier geht, spielten sich aber schon Jahre zuvor ab. Der Aal kam in großen Mengen vor, oftmals an den unmöglichsten Stellen. Abends fing man Aal direkt vor oder hinter Steinschüttungen am Fluss. Sie lauerten in Hohlräumen zwischen den Steinen, ihr Körper ist dafür wie geschaffen. Biss mit gleichzeitigem Hänger war normal. Im Altgewässer versteckte er sich in abgestürzten alten Bäumen, in abgesoffenen Kähnen und sonstigen Hindernissen am Grund der Gewässer. Schlau war und ist der Aal bis zum heutigen Tag, wird es auch immer bleiben. Manchmal meine ich sogar, er hätte Abitur!! In meinem Heimatgewässer, dem Berghäuser Altrhein, bleiben mir drei Erinnerungen und Fangstellen im Gedächtnis, die ich mit Aalen erlebte. Auf los geht’s los! Fall 1 Das ganze Jahr hindurch erging es mir so wie den meisten anderen Anglern: Raus an das Wasser, wenn möglich jeden Tag. Solange ich berufstätig war konnte es ruhig 4.00 Uhr in der Frühe sein. Wie gesagt jeden Tag. Auf dem Weg ans Wasser bei meinen Eltern vorbei und den Vater gleich mitgenommen. Er konnte ja den ganzen Tag bleiben, kein Handy läutete ihn zurück (Gott sei Dank eine spätere Erfindung der Menschheit). An Samstag und Sonntag oder wenn ich Urlaub hatte, war ich auch dabei! So blieb ich wochentags bis halb Sieben in der Früh, ging dann zur Arbeit, um dann nach Feierabend wieder hinzufahren. Musste ja den Vater abholen !! 12

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Er ruderte dann an Land um mich mit raus zu nehmen. Es war eine Stelle, wo zig Kähne lagen und an Bäumen festgemacht waren. Hier angelte niemand, man konnte die Hänger ahnen und teilweise sehen. Mein Angelzeug hatte ich in weiser Voraussicht schon morgens in den Kahn gelegt, schließlich musste ich ja sowieso am späten Nachmittag kommen! Als es dann einmal so kam, dass mein Vater ins Gebüsch musste, warf ich derweil meine Angel aus. Nicht weit vom Kahn und auch nicht im Tiefen. Der Schwimmer konnte sich erst gar nicht aufrichten, übergangslos lief er davon. Und schön gleichmäßig und langsam um dann doch unterzutauchen und auch unten zu bleiben. „Was soll das ?” fragte ich mich, wohl wissend, dass ein Fischfetzen nicht so einfach davon schwimmt! Und schon gar nicht in Achter-Figuren. Ich fing an die Schnur zu straffen, nahm Fühlung auf, um festzustellen, dass ich nun einen Hänger hatte. Schweren Herzens entschloss ich mich nach geraumer Zeit es mit Hänger lösen aufzugeben. Mein Vater war zurück und so ruderten wir die wenigen Meter hinaus zu der Stelle wo die Angelschnur senkrecht nach unten ging. Ich wollte auch von der anderen Seite aus probieren den Haken zu lösen. Und was geschah? Der Schwimmer war aufgetaucht und lief plötzlich gemütlich ein paar Meter weiter! Ohne auch im geringsten anzuschlagen spürte ich jetzt den Fisch, an die Oberfläche kam ein schöner Aal, mal so richtig 70 cm lang und mindestens 5 cm dick. Was soll ich sagen: wir blieben den Rest vom Abend an dieser Stelle und legten noch fünf weitere Raubaale auf die Seite. Die Methode war der Auswurf, denn genau da und nur dann kam der Biss. Wahnsinn. Auf Dauer gesehen war es aber nicht in unserem Sinn hier täglich zu angeln, zumal uns beiden der Zander lieber war. und zum Zentrum hin war es nicht viel tiefer als ca. 1 Meter. Diese Flachwasserzone war vielleicht 70 Meter im Durchmesser und keinem Angler wollte es in den Sinn kommen dort die Angel auszuwerfen. Erst recht nicht um die Mittagszeit bei 40 Grad unter dem Angelschirm. Ich angelte am Rande, im Übergang zu etwas tieferem Wasser, wollte Zander. Aber seit dem Anfang der Hitzeperiode gab es hier keinen Biss mehr. Wenn draußen im Rhein ein Schiff talwärts vorbei kam, änderte sich die Strömung und meine Montage wurde auf das Flachwasser gezogen. Diesmal war es mir egal, denn es biss ja Hier , genau so wie wohl Da: nichts. Aber so weit hatte es sie noch nie hinausgezogen. Ich musste sie wohl einholen! Ohne Hast und Eile nahm ich die Rute in die Hand und wollte Einkurbeln. Was soll das? Die Rute verneigte sich und in das ganze Angelgeschirr kam Leben!! Aber wie !!! Ich dachte ich hätte den Fisch meines Lebens an der Angel, und das ganz ohne Vorwarnung und an einer unmöglichen Stelle. Ein großer Hecht war mein erster Gedanke. Aber seit nunmehr 5 Minuten Kampf hätte ein solcher sich bestimmt mal an der Oberfläche gezeigt, bei dem geringen Wasserstand. Auch hätte er bestimmt versucht den Haken loszuwerden und wäre kopfschüttelnd aus dem Wasser gesprungen. Wer war der Kamerad? Hin und wieder hörte man von Welsfängen, aber so vehement zog dieser Fisch nun doch nicht. Und Baumstämme schwammen nicht gegen die Strömung. Es gab noch zwei andere verrückte Heisswetter-Angler an diesem Tag, die das ganze mitbekamen. Einer kam zu mir gerudert, wollte mir wohl helfen den Fisch zu landen. Er zog seine Montage hinter seinem Kahn her, die war ihm wohl im Moment egal. Und was passierte nun? Gerade noch konnte er seine Rute festhalten, auch er hatte so einen großen Fisch am Haken. Gibt es denn so etwas? Fall 2 Es war mal ein so richtig heißer Sommer, schon wochenlang kein Regen und extrem niedriger Wasserstand. Wieder war es am Berghäuser Altrhein, diesmal jedoch ganz vorne an der Mündung zum Rhein. Das Kehrwasser das hier durch die Strömung des nahen Rhein entstand hatte gerne 200 Meter im Durchmesser Mittlerweile hatte ich den Fisch am Kahn und ich bekam einen richtigen Schreck! Was für ein Aal. Ich hatte noch nie einen so großen gesehen, auch nicht in einer Anglerzeitschrift! Er war unbeschreiblich, weshalb ich keine Masse angeben möchte (wegen Anglerlatein). Den Kescher, mit dem ich ihn nach zig Versuchen aus seinem Element holte, konnte ich nach diesem Einsatz wohl entsorgen. 13

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