Höchstädter Bullenbote II-2017

 

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Höchstädter Bullenbote II-2017

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www. Besamungsverein Nordschwaben e. V. besamungsverein.de Ausgabe II /2017 SERVICE BULLEN MEDIATHEK STATION | KONTAKT PRÜFTERMINE OPTIBULL BESAMUNGSFREIE TAGE GEBÜHRENORDNUNG LIEFERSERVICE ULTRASCHALLGESTÜTZTE TRÄCHTIGKEITSUNTERSUCHUNG RINDAPP HÖCHSTÄDT DOWNLOADS LINKS NEWSLETT WISCONA *TA EXTERIEURZUCHTWERTE Merkmal Rahmen Bemuskelung Fundament Euter Kreuzhöhe Körperlänge Hüftbreite Rumpftiefe Beckenneigung Sprg.winkelung Sprg.ausprägung Fessel Trachten Voreuterlänge Sch.euterlänge Voreuteraufhäng. Zentralband Euterboden Strichlänge Strichdicke Strichplatzierung Strichstellung Euterreinheit ZW 76 114 107 111 120 115 klein 116 kurz 109 schmal 108 seicht 90 eben 105 steil 102 voll 109 durchtrittig 113 niedrig 100 kurz 99 kurz 111 locker 99 nicht ausg. 115 tief 93 kurz 96 dünn 115 außen 114 nach außen 105 Nebenstr. TÖCHTER: 48 88 100 112 124 erwünschter Bereich groß lang breit tief abfallend säbelbeinig trocken steil hoch lang lang fest stark ausg. hoch lang dick innen nach innen reine Euter HB Nr. 1639 40 BULLENBOTE

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Höchstädter Bullenbote Besamungsverein Nordschwaben e.V. Gesellschafter oder Mitglied bei: Höchstädter Klauenpflege GmbH Spermex ­ Gesellschaft für den Im­ und Export von TG­Sperma mbH InterGen GmbH Vereinigung zur Förderung der Rinderzucht Arbeitsgemeinschaft der Besamungsstationen in Bayern Arbeitsgemeinschaft Süddeutscher Rinderzucht­ und Besamungsorganisationen Bundesverband Rind und Schwein e.V. Herausgeber: Besamungsverein Nordschwaben e.V., Ensbachstr. 17, 89420 Höchstädt/Donau Erscheinungsweise: nach jeder Zuchtwertschätzung Gestaltung und Druck: Roch Druck, Einsteinstr. 21, 89407 Dillingen/Donau Inhaltsverzeichnis Seite Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Neues aus der Zuchtwertschätzung für Nordschwaben . . . . . . . . . . . Unsere Pfingst­Bullen­Parade . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wiscona gesext zum Sonderpreis verfügbar – eine Zusammenarbeit die sich lohnt – vor allem für Sie! . . . . . . . . . . WISCONA 163940 – Ruap­Tochter Jana beweist einmal mehr ihre Klasse . . . . . . . . . . . . Neues aus der Station . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MID Hirashige DE 03575 70237 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . VANADIN 179356 – ein Großer ist abgetreten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Klauenkrankheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Auswahl Nachkommen geprüfter Bullen . . . . . . . . . . . . . . . . Auswahl genomisch geprüfter Bullen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Auswahl (genomisch) geprüfter Bullen (hornlos) . . . . . . . . . . Auswahl genomisch geprüfter Bullen (Ersteinsatz) . . . . . . . . Höchstädter Hornlos­Fleckvieh­Fleischbulle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Vererbungsstärken unserer Nachkommen geprüften Bullen . . . . . . Braunvieh­, Holstein­Rot­ und Holstein­Schwarz­Bullen . . . . . . . . . . Schnellauswahlliste unserer Fleckvieh­Bullen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 4 6 8 9 10 10 10 11 14 20 24 26 30 30 31 32 Verbindungen zur Besamungsstation Samenbestellung von 7:30 ­ 16:30 Uhr Labor 09074 / 9559 ­ 15 Zucht und Beratung Herr Köhnlein 0177 39 39 321 Beratung und Außendienst Frau Espert 0170 57 04 712 Beratung und Außendienst Herr Kistler 0151 41 97 61 63 Beratung und Außendienst Herr Wiegand 0151 68 81 27 32 Samenausfahrten Herr Montessuto 09074 / 9559 ­ 15 Stationsleiter Dr. Bosselmann 09074 / 9559 ­ 17 Zentrale Frau Zanggl 09074 / 9559 ­ 0 Buchhaltung Herr Schnürch 09074 / 9559 ­ 19 Fax: allgemeine Nachrichten 09074 / 9559 ­ 25 Fax: Samenbestellung 09074 / 9559 ­ 16 E­Mail info@bv­hoechstaedt.de Internet www.besamungsverein.de Verbindungen zur Höchstädter Klauenpflege Geschäftsführer Klauenpflege Internet Mag. Reßler Frau Magosch 09074 / 9559 ­ 13 09074 / 9559 ­ 20 www.klauenpflege.de Bild Titelseite: Unsere Homepage wurde grundlegend überarbeitet und moderni­ siert. Schauen Sie doch vorbei: www.besamungsverein.de 2

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Höchstädter Bullenbote Liebe Mitglieder und Freunde des Besamungsverein Nordschwaben e.V., die Einkaufspolitik des Besamungs­ vereins Nordschwaben e.V. trägt nun auch im Nachkommen geprüften Seg­ ment Früchte. Mit WISCONA 163940 können wir Ihnen sicherlich einen der interessan­ testen Bullen, der vor allem durch sein sehr gutes Exterieur von sich Rede macht, anbieten. Ein Überraschungskandidat ist der Bulle ZOMBIE 180175, ein Zauber-Sohn, der den Sprung zu den Nachkommen geprüften Vererbern geschafft hat. Wie WISCONA, fällt der Bulle durch seine exzel­ lente Euter- und Fundamentvererbung auf. Zudem ist er ausgesprochen leichtkalbig. Beiden Bullen gemein ist der gute Fitnesswert. Fitness und Gesundheit der Tiere, die wir in Obhut halten, werden Themenfelder sein, die uns immer mehr beschäftigen werden. Der Erwartungsdruck der Gesellschaft, Tiere ihren Anforderungen ent­ sprechend zu halten, wird mehr und mehr zunehmen. In der täglichen Arbeit erleben wir leider immer wieder, dass diese Diskussionen oftmals sehr emotionalisiert und wenig fundiert geführt werden. Des Weiteren müssen wir feststellen, dass Forderungen, welche an die Landwirtschaft heran­ getragen werden, letztlich in ihren Konsequenzen nicht zu Ende gedacht sind. Spätestens wenn die Kosten der gesellschaftlichen Forderungen auf den Verbraucher umgelegt werden sollen, stockt die Diskussion. Nichts desto trotz sollten wir uns die Kompetenz in Sachen Tierwohl nicht aus der Hand nehmen lassen. Die Höchstädter Klauenpflege GmbH ist tagtäglich mit nunmehr 28 Klauenpfle­ gern unterwegs, um die Kühe vor Lahmheiten und damit vor unnötigen Schmerzen und Leiden zu schützen bzw. zu befreien. Aber natürlich auch, um die Leistungsfähigkeit der Tiere zu erhalten. Uns allen sollte bewusst sein, dass nur ein gesundes Tier auch ein leistungsbereites Tier ist. Damit die Klauenpflege auch künftig den Ansprüchen eines modernen Herdenmanagements gerecht wird, bie­ tet diese optional die einzeltierbezogene Dokumen­ tation auf den Betrieben an. Dabei geht es nicht darum, mit dem Finger auf Betriebe zu zeigen, deren Kühe Lahmheitsprobleme haben, sondern vielmehr darum, den Betrieben Verbes­ serungspotenziale aufzuzeigen und die Klauengesundheit auf den größer wer­ denden Betrieben in den Fokus zu rücken. Schlussendlich ist auch dies ein Beitrag, dass die Kompetenz in der Tierwohldiskussion dort­ bleibt, wo sie hin gehört ... in die Hand der Landwir­ te als Fachleute für Tierwohl und Tiergesundheit! Der Besamungsverein Nordschwaben e.V. hat sei­ nen Internetauftritt mit seiner neuen Homepage überarbeitet und modernisiert. Vor allem ist die Seite für die Verwendung von mobilen Endgeräten optimiert worden. Von der Homepage aus können Sie aber auch bequem neue Informationen, die auf unserer Facebookseite veröffentlicht werden, ein­ sehen, auch wenn sie nicht auf Facebook angemel­ det sind. Ich möchte Sie einladen, auf unserer Seite unter www.besamungsverein.de vorbeizuschauen und sich hier aktuell die neuesten Informationen über unsere zahlreichen Bullen anzuschauen. Sie können auch die Termine für unsere beliebten Win­ terseminare, die wir gemeinsam mit der Höch­ städter Klauenpflege GmbH, der Molkerei Gropper GmbH und dem Zuchtverband für das Schwäbi­ sche Fleckvieh e.V. anbieten, anschauen. Beson­ ders möchte ich Sie auf das Seminar zum „Tapen von Kühen“ hinweisen. Eine Behandlungsmöglich­ keit, wie sie in der Sportmedizin, aber auch bei Pferden schon lange erfolgreich angewendet wird. Dabei kann man durch das richtige Anbringen von selbstklebenden, elastischen Streifen den Bewe­ gungsapparat, aber auch den Stoffwechsel der Kühe positiv beeinflussen – ohne Wartezeit und Medikamente. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Ernte und viel Freude beim Lesen des aktuellen Höchstädter Bul­ lenboten. Herzlichst Ihr, Dr. Frank Bosselmann (Stationsleiter) 3

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Höchstädter Bullenbote Neues aus der Zuchtwertschätzung für Nordschwaben Die Zuchtwertschätzung am 8. August 2017 brachte neue heiße Bullen für diesen Sommer. Im Nachkommen geprüf­ ten Segment finden sich eine Vielzahl von exterieurstar­ ken Vererbern mit guter Leistung und mitunter aus selte­ nen Linien wider. Und auch bei den genomisch geprüften Vererbern dürfen wir Ihnen hochinteressante und span­ nende Bullen vorstellen, die die Sonne in jedem Züchter­ herzen aufgehen lassen. WITZBACH 199280 behauptet seine Spitzenposition bei den Nachkommen geprüften Bullen. Mit seinem sehr hohen gGZW von 132 bei + 1.249 kg Milch sollte dieser L­eistungsvererber bevorzugt auf fundamentstarke Kühe eingesetzt werden. Der wohl allgemein am meisten unterschätzte Bulle ist WEYDEN 193190. Wiederholt kann er sich mit einem deut­ lichen Anstieg im gGZW auf nun 132 (+3) und MW auf 118 (+2) im Spitzensegment der Nachkommen geprüften Bul­ len behaupten. Somit erreicht er im Gegensatz zu seinem Vater Wyoming eine nicht für möglich gehaltene Milch­ leistungen bei seinen Töchtern. Beim guten Befruchter sollte die stärkere Winkelung der H­interbeine beachtet werden. Positiv fallen die kleinen, hohen Euter mit kräftigen Zitzen auf. Bereits im Vorfeld wurde viel über den Wille-Sohn WISCONA 163940 spekuliert, der aus der bekannten und beeindruckenden Ruap-Tochter Jana gezogen ist. Er debütiert mit hervorragendem gGZW von 130 und MW von 118 bei bestem Fleischwert von 118. Seine sehr guten 100Tage Leistungen und die hervorragende Persistenz seiner Kuhfamilie werden ihn in seinen Zuchtwerten stabilisieren oder womöglich noch etwas ansteigen lassen. Optimal in Eutergesundheit und Melkbarkeit beeindruckt er mit bestem Exterieur. Seine großrah­ migen Töchter (R 114) haben gute Fundamente (111) und exzellente Euter (120). Durch seine Rahmenvererbung und dem hohen Euterboden (115) eignet er sich perfekt zur Anpaarung auf Everest-Töchter. Der kalbinnentaugliche Leistungsvererber EVERERST 179900 ist in seinen Zuchtwerten sehr stabil und musste nur die Abschreibung von – 0,4 Punkten im gGZW und – 0,3 Punkten im MW über sich ergehen lassen. 4 Mit dem Reumut-Sohn VISTA 186724 präsentieren wir den zweiten Neuzugang. Obwohl sein Einsatz durch die Anlage von FH2 und FH5 sicherlich wohl durchdacht wer­ den sollte, wollen wir Ihnen diesen Bullen aufgrund seiner sehr guten Vererbungsleistung nicht vorenthalten. Er prä­ sentiert sich mit einem hohen gGZW von 126, MW von 123 bei + 828 kg Milch. In den wichtigen Fitness-Merkmalen Melkbarkeit (113), Zellzahl (111) und Nutzungsdauer (110) bei Kalbeverlauf 106 macht VISTA auf sich aufmerksam. Seine großrahmigen Töchter (R 116) haben sehr schöne Euter (119), bei denen die herausragende Strichplatzierung (133) sofort ins Auge sticht. Die erfreulichste Überraschung dürfte die Entwicklung des leichtkalbigen (Kvp. 120) Zauber-Sohns ZOMBIE 180175 sein. Mit einem sagenhaften Anstieg beginnt er mit gGZW 126 (+ 6), positivem Fleischwert (106) und guten Fitnesswert (115) bei + 733 kg Milch. Das auf hohem Niveau sehr ausgeglichene Verer­ bungsprofil von ZOMBIE wird durch seine Exterieurvererbung (R 95 / B 98 / F 116 / E 117) bestens vollendet. Mit ZARIUS 189942 schafft es auch unser zweiter ZauberSohn in die Empfehlungsliste. Sein gGZW liegt bei 124 und MW bei 121. Ebenfalls für Kalbinnen geeignet (113) sind seine knapp mittelrahmigen Töchter mit schönen Eutern (111) ausgestattet. Er bringt eine deutliche Verbesserung der Strichlänge (115) und Strichdicke (110). Bei seinem Ein­ satz sollte die Anlage von TP beachtet werden. Durch sehr schöne Töchter fällt uns immer wieder der Waldbrand-Sohn WALDFUCHS 171188 auf. Entgegen der Abschreibung konnte er sich um jeweils 2 Punkte im gGZW (121) und MW (119) steigern. Er kann mit seinen AllrounderQualitäten breit eingesetzt werden. Eine enorme Bereicherung im Punkto Blutlinie bringt uns der Outcrossbulle HUSKY 172980. Durch eine Steigerung in seinen Zuchtwerten knackt er die gGZW 120-Marke mit einem ausgeglichenen Vererbungsprofil. 111 im MW bedingt durch gute Inhaltstoffe bei bester Eutergesundheit (119) auf Kosten einer knapp durchschnittlichen Melkbar­ keit lassen HUSKY-Töchter langlebige Kühe werden (ND 116). Zudem kann HUSKY als Exterieurverbesserer einge­ setzt werden. Der linienalternative und bekannte Allrounder PERON 189775 konnte im gGZW und MW jeweils einen Punkt zulegen und bringt mit + 861 kg viel Milch bei schönen Eutern (114) seiner Töchter.

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Höchstädter Bullenbote Der sehr leichtkalbige (Kvp. 117) Reumut-Sohn VISION 173009 (BH2) startet im Nachkommen geprüften Segment mit gGZW 118 und MW 114 bei + 867 kg Milch. Seine sehr schnell melkenden Töchter (MBK 125) fallen mit guten Fundamenten (110) und sehr schönen Eutern (125) auf. In der Kategorie der genomischen Jungvererber haben wir in bewährter Manier die Bullen trotz stabilen Zuchtwerten etwas durchgetauscht. Neu ist unser Listenführer HELD 180781 mit gGZW 137 bei einem MW von 122, FW von 114 und FIT von 123. Er vereint mit der Hulock-Huss-Linie und der Romen-Linie zwei bewährte, aber mittlerweile sehr seltene Linien in sich. Der vermut­ lich leichtkalbige HELD wird Stärken in der Eutergesund­ heit und Nutzungsdauer haben. Seine mittelrahmigen Töchter werden auf steilerem Fundament stehen und schöne Euter haben. Aufgrund der äußerst seltenen Linienführung und einem erneuten Anstieg im gGZW auf 134 haben wir ZEPTER 173130 erneut in unsere Empfehlung aufgenommen. Mit MW 132 ist er in dieser Kategorie unser Spitzenreiter. Seine mittelrahmigen Töchter werden schöne Euter haben. Der beste Impression-Sohn heißt IMPERATIV 193800 und hält sich mit gGZW 134 und MW 127 sehr stabil. Aus bester Kuhfamilie stammend wird IMPERATIV exterieurstarke Töchter (F 119, E 118) bringen. Dieser Ausnahmebulle ist auch weiblich gesext verfügbar. Zu den besten Hubraum-Söhnen zählt HUBI 606267. Er wirbt mit gGZW 131 und einem hohen MW von 129 bei + 1.110 kg Milch um die Gunst ihrer Kühe. Seine gute und ausgeglichene Vererbung wird mit Euter 119 bestens abgerundet. Der traumhaft schöne Dax-Sohn DREAM 606266 stammt aus einer der exterieurstärksten Everest-Töchter. Seine Mutter ist eine rumpfige, unglaublich breite Kuh mit äußerst korrektem Fundament und drüsigen, sehr gut auf­ gehängtem kleinen und festen Euter. Durch seine alternative Vaterlinie mit bester Euterver­ erbung scheint die Kombination mit dem Leistungsvererber Everest auf der Mutterseite perfekt zu passen. Seine geno­ mischen Zuchtwerte mit gGZW 130, MW 128, FW 111 bei ausgeglichener Exterieurvererbung (R 111 / B 104 / F 108 / E 110) untermauern dies. DREAM ist auch weiblich gesext verfügbar. PORTO 180715 bleibt der beste Polarbaer-Sohn. Er stammt aus einer sehr langlebigen und exterieurstarken Kuh­ familie ab. Mit einem hohen MW von 127 und toller Funda­ mentvererbung von 115 bei gleichzeitig sehr schönen Eutern (117) kann PORTO breit eingesetzt werden. Der Raldi-Sohn VENEZIA 857262 empfiehlt sich mit gGZW 127 und einem sehr hohen genomischen Kalbeverlauf von 126. Durch vier Generationen Kalbinnenbullen dürfte dieser Wert ausreichend abgesichert sein. Seine mittel­ rahmige Mutter ist mit kräftigen Zitzen ausgestattet, was sie allem Anschein nach an ihren Sohn VENEZIA weiter­ gegeben hat. In der Kategorie Hornlos weitet sich unser Angebot mit neuen Bullen weiter aus. Ganz neu haben wir mit MINERAL Pp 177700 einen hervor­ ragenden hornlosen Mint-Sohn aus bewährter Kuhfamilie. Mit gGZW 128, MW 121, FW 108 und + 987 kg Milch startet dieser typvolle, kalibrige Bulle. Im gesamten Vererbungs­ profil ausgeglichen glänzt er mit Euter 124 und zählt zu den besten Vererbern in dieser zukunftsträchtigen Kategorie. Da er erst kürzlich an die Sta­ tion kam wird sein erstes Sper­ ma ab Mitte September 2017 verfügbar sein. Der hornlose Manton-Sohn MAXIMUM Pp 180666 bestä­ tigt einmal mehr seine Werte und bleibt bei gGZW 128 und + 906 kg Milch stabil. Durch seine Abstammung und dem genomischen Kalbeverlauf von 115 dürfte einem Einsatz auf Jungrinder nichts im Wege stehen. Der Hubraum-Sohn HAKUNA PS 862055 startet seinen Einsatz mit gGZW 125, MW 125, FW 92, FIT 116 und + 1.053 kg Milch. Gut mittelrahmig (R 107) mit stabilen Fun­ damenten (111) und funktionalen Eutern (110) ist das Exte­ rieur seiner Töchter vorhergesagt. MUFASA PP 862010 ist ein homozygot hornloser Sohn unseres bekannten Vererbers Mupfel Pp. Als reinerbig hornloser Bulle zählt er mit seinem gGZW von 121 zu den Besten in dieser noch sehr kleinen, aber gefragten Sparte. In allen Merkmalen ausgeglichen kann er mit + 635 kg Milch eine vernünftige Milchleistung aufweisen. Sein sehr hoher genomischer Kalbeverlauf (123) dürfte durch seine Vorfahren gut abgesichert sein. Seine kleineren Töchter sind im Fundament und Euter ausgeglichen. Wir freuen uns Ihnen mit unserem Sommerangebot einige neue, sehr gute Nachkommen geprüfte Bullen aus teilweise seltenen Linien anbieten zu können. Beste genomische Bul­ len und attraktive Hornlosvererber komplettieren unser Programm, so dass Sie auch für die bevorstehenden Monate ideale Anpaarungspartner für ihre Kühe finden werden. Ihr Köhnlein Benjamin (Zucht & Beratung) 5

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UPfninsegrset-BPuarllaedne- In diesem Jahr ist der inzwischen traditionelle Termin des ersten Sonntags im Juni mit dem Pfingstwochenende zusammengefallen und der Sonntag konnte zu einem Pfingstsonntags­Ausflug mit fachlichem Hintergrund genutzt werden. Dieser Einladung folgten nicht nur Besu­ cher aus unserer Region und ganz Bayern, auch interna­ tionale Gäste fanden sich am Pfingstsonntag in Höchstädt ein. Trotz erst schlechterer Wetterprognosen war uns Petrus wohl gesonnen und bescherte bestes Parade­ Wetter, trocken aber nicht zu warm. Passend zu den Wetteraussichten hatten wir vorgesorgt und als Begrü­ ßungsgeschenk Sitzunterlagen mit praktischer Einsteck­ tasche an die Gäste ausgeteilt. Fleischbulle HECTOR PP umrahmt von den fleißigen Helfern im Stall. Im Vorfeld der Parade wurden insgesamt 44 Bullen ausgewählt und vorbereitet, um sich dem interessierten Publikum zu präsentieren. Darunter fanden sich Bullen aller Altersklassen, von ganz jung bis hin zu lang Nach­ kommen geprüften. Den Beginn machten die zwei Fleckvieh­Fleisch Vererber HECTOR PP (603223) und ZEDER PP (603204). Beide empfehlen sich mit hervor­ ragenden täglichen Zunahmen und ihrem tollen Erschei­ Die bekannten Hornlosvererber MUPFEL Pp (links) und VOLLGAS PS. nungsbild für die Erzeugung hochwertiger Mastprodukte. Anschließend kamen insgesamt drei Gruppen mit natür­ lich hornlosen Bullen. Dabei interessierte die jüngste Hornlosgenetik mit HAKUNA PS* (862055) und MUFASA PP* (862010) besonders, da sie gerade den Prüfeinsatz machten bzw. dieser kurz bevor stand. Aber auch die Entwicklung der älteren Hornlos­Bullen wurde aufmerk­ sam verfolgt, so waren MUPFEL Pp (199880), VOLLGAS PS (200000) und MURILLO Pp (190101) auf ihrer nun schon dritten Bullenparade gern gesehen, stehen doch zuhause auf den Betrieben gerade die Kalbinnen dieser Bullen zum Decken an. Anschließend standen aktuelle Prüfbullen zur Vorführung an. DREAM (606266), unser aktuellster öster­ reichischer Import, glänzte mit interessanten Zuchtwer­ ten und einem tollen Erscheinungsbild. Direkt dahinter lief unser aktuell zuchtwertstärkster Bulle in der Ausgabe – HELD (180781). VENEZIA (857262) als einer der besten Söhne seines Vaters Raldi und WHISKY (180709), ein typ­ starker WILLIAMS­Sohn, rundeten das Angebot aktueller Prüfbullen ab. Die Exterieurspezialisten PORTO (180715), VERSAILLES (859560), WALDRAND (193775) sowie die Impression­Söhne IMPERATIV (193800) und IMPULSIV (190415) beeindruckten ebenfalls. Besonders IMPERATIV wusste mit seinen Zuchtwerten und seinem tadellosen Erscheinungsbild zu gefallen. Er ist nicht nur bei den pas­ sionierten Fleckviehzüchtern ein gern genutzter Anpaa­ rungspartner, sondern auch bei vielen Produktionsbetrie­ ben. Die Hutera­Söhne rund um HUBRAUM (164630) und HUGOBOSS (606193) waren wegen ihrer fulminanten Ent­ wicklung besonders beliebt bei den Zuschauern. VISION (173009) und ZOMBIE (180175) wurden bei der Parade HUBRAUM hat sich zu einem kalibrigen Stier entwickelt. 6 HAKUNA PS bei seiner ersten Bullenparade. Hutera­Söhne geben den Ring für die nächste interessante Bullengruppe frei.

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ZOMBIE hat sich zu einem körperhaften Altstier entwickelt. WALDFUCHS steht als Bulle mit Allrounder­ qualitäten unseren Landwirten zur Verfügung. EVEREST begrüßt wie jedes Jahr lautstark sein Publikum. Spitzengruppe vor vollbesetzten Rängen. (v.l.n.r.) EVEREST, WITZBACH und WEYDEN. ebenfalls gezeigt, da von ihnen bereits erste vielversprechende Töchterinformationen vor­ lagen. Inzwischen wissen wir noch mehr und Sie können sich die schönen Töchter dieser Bullen im Bullenboten ansehen. SAMLAS (166944), der sich auch hervorragend für die Erzeugung von Mastprodukten eignet und des­ halb auch männlich gesext verfügbar ist, war in der ersten Gruppe der Nachkommen geprüften Bullen vertreten. Der über die Landesgrenzen hinaus bekannte WATT (851700) präsentierte sich, frisch Nachkommen geprüft und gut ent­ wickelt, eindrucksvoll dem Fachpublikum. Trotz FH5 hat er bereits als Bullenvater seinen Fußab­ druck in der Fleckviehpopulation hinterlassen. WALDFUCHS (171188) zeigte sich, wie auch seine Töchter auf den Betrieben, als schön ent­ wickelter Bulle, mit Allrounder­Qualitäten. Er war mit den, durch die Nachzucht­Gruppen gut bekannten Vererbern WILLIAMS (180078) und PERON (189775) in der vorgestellten Runde der Nachkommen geprüften Allrounder. Das Spit­ zentrio unserer Nachkommen geprüften Bullen bildeten dieses Jahr WITZBACH (199280), WEYDEN (193190) und EVEREST (179900). Alle drei können mit guten Zuchtwerten und impo­ santem Erscheinungsbild aufwarten und bilde­ ten das Schlussbild dieser Bullenparade. WALDFUCHS (vorn) und WILLIAMS ziehen in den Ring ein. Unsere jüngsten Gäste üben am Gummieuter schon fleißig das Melken. WILDNIS zeigt sich zu Recht erhobenen Hauptes den Fachbesuchern. WILDNIS (Mitte) und WATT präsentieren sich erstmals als Nachkommen geprüfte Bullen. Bei bestem Paradewetter präsentiert sich die Gruppe der Nachkommen geprüften Allrounder mit WILLIAMS (vorn), PERON (rechts) und WALDFUCHS (hinten) den zahlreichen Zuschauern. 7

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WITZBACH hat sichtlich Freude bei seinem Auftritt. EVERLAST schreitet selbstsicher vor großem Publikum. PAZIFIK hält seine Meinung nicht hinter dem Berg. Im Anschluss an die vorgestellten Bullen konnten wir mit weiteren Highlights aufwarten, die Metzgerei Münzinger hat in diesem Jahr erstmals Ochs am Spieß als Mittag­ essen angeboten und dieser fand reißenden Absatz bei den hungrigen Gästen. Gut gestärkt konnten dann die weiteren Informations­ und Einkaufsstände besucht wer­ den. So hatten wir erstmals zwei Aussteller von Dekora­ tionsartikeln auf dem Gelände. Selbstgemachtes Eis von der Familie Link war beliebt wie immer, schließlich ließ sich sogar die Sonne nachmittags noch blicken. Aber auch für Kaffee und Kuchen war gut gesorgt. Die Land­ frauen des Landkreises Dillingen versorgten unsere Be­ sucher mit einem gut gefüllten Kuchen­ und Tortenbuffet. Für unsere kleinsten Besucher waren die Wertinger Jungzüchter wieder vor Ort und stellten Urkunden für die fleißigen Wettmelker aus. Vielen Dank nochmals für die abermalige Unterstützung bei der Kinderbetreuung an unserer Bullenparade! Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Gästen für das zahlreiche Kommen und die interessanten Gesprä­ che an der Bullenparade und freuen uns schon auf das nächste Jahr – am 3. Juni 2018! Nach der Bullenvorstellung nutzen die Besucher die Info­Stände und natürlich den Ochs am Spieß zur Stärkung. Besuchen Sie uns jetzt auch bei Facebook www.facebook.com/besamungsverein.de Wiscona gesext zum Sonderpreis verfügbar – eine Zusammenarbeit die sich lohnt – vor allem für Sie! Viele Landwirte interessieren sich für den Einsatz von gesextem Sperma, um gezielt eine gute weib­ liche Nachzucht von einem Bullen zu bekommen. Allerdings schrecken viele Landwirte, die noch immer sehr hohen Preise ab. Aus diesem Grund sind wir froh, Ihnen mit WISCONA 163940 unseren höchsten Neueinsteiger bei den Nachkommen geprüften Vererbern, weiblich gesext anbieten zu können. Aufgrund der guten und fruchtbaren Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspart­ ner, der Masterrind GmbH, haben wir die Möglich­ keit erhalten, Sperma von unserem WISCONA günsti­ ger sexen zu lassen. Dabei geben wir gerne den Preisvorteil, den uns die Masterrind GmbH für den immer noch sehr auf­ wendigen Prozess des Sexens von Sperma für die­ sen Bullen eingeräumt hat, gerne an unsere Mit­ glieder weiter. Damit profitieren Sie als Mitglied unmittelbar von der Zusammenarbeit zwischen dem Besamungsverein Nordschwaben e.V. und der Masterrind GmbH. Aus diesem Grund können wir Ihnen den gesexten Samen von WISCONA zum Aufpreis von 18,– € anbieten. Damit machen wir Ihnen gemeinsam ein tolles Angebot und hoffen, dass sich auf diese Weise noch mehr Mitglieder für ge­ sexten Samen interessieren. 8

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Höchstädter Bullenbote WISCONA 163940 prüft in “Gezielte Paa­ rung“ mit einer sagen­ Ruap-Tochter Jana beweist einmal mehr ihre Klasse haften Eutervererbung ge­ schafft. Ihr dritter Sohn ist WISCONA, der am 22. Juli 2012 geboren wurde. Nach der genomi­ Jana, eine Ruap­Tochter, vom Betrieb Föttinger WISCONA schen Untersuchung war er von seinen aus Wettelsheim ist sicherlich keine Unbekannte 163940 Zuchtwerten einer unter sehr vielen mehr. Die Ausnahmekuh war insgesamt schon auf Wille­Söhnen. Durch die genetische vier Tierschauen zu sehen. Bereits 2009 auf der Besonderheit Zwergwuchs (DW) wurde die Zahl an ver­ Bundesfleckviehschau in Ilshofen begann die Schau­ fügbaren Wille­Söhnen dann schon merklich ausgedünnt, karriere, dieser damals noch sehr jugendlich wirkenden was WISCONA als „erbfehlerfreien“ Sohn zusätzlich Zweitkalbskuh, mit einer 1b Platzierung. Anlässlich des interessant machte. Die Kombination vom Leistungsver­ 700. Großviehmarktes in Ansbach war das Publikum erber Wille mit schwächerer Eutervererbung gepaart mit Preisrichter und Jana überzeugte die Mehrheit der Be­ der sehr haltbaren und exterieurstarken Kuh Jana hat uns sucher derart, dass von Anfang an über­ sie zum Champion in zeugt. So konnten wir der mittleren Kuh­ uns den relativ späten klasse gekürt wurde. Wille­Sohn im Okto­ In Miesbach auf der ber 2013 am Ansba­ Bundesfleckviehschau cher Zuchtviehmarkt 2014 setzte sie mit für 22.000 € erstei­ 6 Kälbern ihre Schau­ gern. Schon im Prüf­ karriere fort. Im fort­ einsatz und gleich im geschritten Alter, mit inzwischen 7 Kalbun­ Mutter Jana, 3. Lak. Mutter Jana, 7. Lak. Anschluss als geno­ mischer Jungvererber gen, krönte sie ihre Schauerfahrung an in der Höchstädter Empfehlung war der VFR­Tierschau 2015 in Wertingen WISCONA äußerst beliebt. Er zeichnete mit dem „Championtitel alt“. sich zudem auch durch eine sehr gute Mittlerweile steht Jana bei 85.000 kg Fruchtbarkeit aus. Lebensleistung und erfreut sich im Mittlerweile hat sich WISCONA zu Züchterstall, zum 9. Kalb tragend, noch einem der interessantesten Wille­ bester Gesundheit. Sie wurde mehr­ Söhne entwickelt und kann sowohl in fach über Embryotransfer genutzt und der Leistung, als auch vor allem im Exte­ konnte sich so mit eigenen Töchtern im Tochter Gilly, 1. Lak. rieur überzeugen. Durch die Bewertun­ Züchterstall vermehren. Stefan Föttin­ gen seiner Töchter konnte WISCONA ger kommt regelrecht ins Schwärmen, einen gewaltigen Anstieg im Exterieur wenn er auf Jana angesprochen wird: verzeichnen und gehört in den wichti­ „Bisher hat jede Tochter von ihr sehr gut gen Merkmalen Fundament und Euter funktioniert. Jana und auch ihre Töchter zur Spitze unter seinen Halbgeschwis­ beginnen zu Beginn der Laktation meist tern. Mit Gilly, einer seiner ersten ab­ verhalten und steigern ihre Leistung bis gekalbten Töchter, setzte WISCONA zum 100. Laktationstag“, so der Züchter. bereits im März 2017 auf der VFR­Tier­ Womöglich ist dies das Erfolgsrezept schau mit einer 1c Platzierung und weni­ von der Haltbarkeit und der Langlebig­ Tochter Donk, 1. Lak. ge Wochen später bei der 120 jährigen keit dieser Kuhfamilie. Jubiläumstierschau des Zuchtverban­ Aber auch züchterisch ist Jana kein unbeschriebenes Blatt mehr, inzwi­ des in Wertingen mit einem Gruppen­ sieg ein erstes Ausrufezeichen. schen sind sechs Söhne eingestellt, Den Namen von WISCONA sollte man einer davon ist unser WISCONA. Ihre sich merken, denn durch seine Verer­ ersten zwei Söhne, Manuap und Dell, bungsleistung und aufgrund seiner her­ sind bereits längere Zeit Nachkommen vorragenden Mutter im Hintergrund, geprüft. Sie haben den Sprung zum könnte sich WISCONA als Nachkommen Wiedereinsatz und Nachkommen ge­ Tochter Olivia, 1. Lak. geprüfter Spitzenstier etablieren. 9

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Höchstädter Bullenbote Neues aus der Station Seit 1. Juni ist Frau Margit Kordik beim Besamungs­ verein Nordschwaben e.V. beschäftigt. Sie ist gelernte Einzelhandelskauf­ frau. Frau Kordik ist im Labor für die Samenver­ arbeitung und Samenkon­ fektion sowie für den Kon­ takt zu den Landwirten zuständig. Wir wünschen Ihr für diese abwechslungs­ reiche Tätigkeit viel Erfolg und Freude bei der Arbeit. MID Hirashige DE 03575 70237 MID Hirashige 204567 hat den wohl bekanntesten verfügbaren Kedaka Bullen Dai 20 Hirashige als Großvater. Diese Linie brach­ te bei einem Karkasswettbewerb in Japan 6 von 10 Prämierungen. Diese Linie steht für Größe und Milch bei guter Marmorierung. Von der Mutterseite kommt 2 mal Suzutani, die beste Originalimportkuh aus Japan. Hier haben wir 100 % Tajimaeinfluss. Wiederum besticht diese Eigenbestandsbesamerkurs Voraussichtlich findet im Februar 2018 ein EBB-Kurs statt. Die genauen Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Gerne können Sie sich jetzt schon vormerken lassen um sicher dabei zu sein. Das weitere Seminarprogramm können Sie dem beiliegenden Flyer entnehmen. Gerne nehmen wir Ihre Anmeldungen entgegen: Tel. 09074 9559-0 oder E-Mail: mzanggl@bv-hoechstaedt.de Kuh mit Größe und Milchleistung bei hervorragender Marmorie­ rungsveranlagung. MID Hirashige empfiehlt sich für alle Anpaarungen aufgrund seiner ausgewogenen Eigenschaften. Ins Besondere aber zur Verbesse­ rung der Schlachtkörpergewichte seiner Nachkommen. MID Hirashige hat 1 % Inzucht­koeffizient und ist frei getestet auf die bekannten genetischen Besonderheiten. 62 % Tajima – 19 % Kedaka –   6 % Tottori – 13 % Okahana VANADIN 179356 – ein Großer ist abgetreten VANADIN erblickte am 29. Januar 2007 im Stall von Martin Gschoss­ mann, Unterschönbach das Licht der Welt. Im darauf folgenden Jahr wurde der auffallend schöne und gut entwickelte Jungbulle am März-Zuchtviehmarkt in Wertingen zum damaligen Sen­ sationspreis von 19.000 € versteigert. Erworben hat ihn der Besamungsverein Nordschwaben e.V. zusammen mit der Besamungsstation Meggle Wasserburg (heute CRV) zu je gleichen Teilen. Seine Heimat ist aber bei uns in Nordschwaben geblieben. Mit den ersten Informationen der Töchter und S­öhne aus dem Prüfeinsatz war klar, VANADIN w­ ürde für Furore sorgen. In der April ZWS 2012 s­ chaffte er auf Anhieb den Sprung auf Platz 2 in der TopListe der Nachkommen geprüften Bullen mit einem unglaub­ lichen Fleischwert von 143! Dieser Wert ist beim Fleckvieh in Doppelnutzung bis heute unerreicht und hat das Herz der Landwirte und Bullenmäster höher schlagen lassen. VANADIN hat die Fleck­ vieh-Population in Nordschwaben, Bayern und auch International nachhaltig geprägt. Dabei hat er den Staffelstab seines Vaters Vanstein nicht nur übernommen, sondern würdig weiter getragen. Bei den Bullenparaden war VANADIN immer beliebt und hat seinen Auftritt genossen. Aufgrund seines fortgeschrittenen Alters konnte er bei der letzten Bullenparade zum ersten Mal nicht den Ring betreten. Wir sind traurig Ihnen mitteilen zu müssen, dass VANADIN im Alter von über 10 Jahren nun komplett von der Bühne abgetreten ist. Seine Söhne stehen bereits in den Startlöchern zur Nachkommen Prüfung. Wir hoffen, dass wir mit Valeur einen Sohn haben, der in die großen Fußstapfen seines Vaters treten kann und dessen Gene erfolgreich weiterführen wird. 10

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Höchstädter Bullenbote – Klauenpflege Klauenkrankheiten Prophylaxe und Therapie in der Klauenpflege Mortellaro, die Infektion beginnt bereits bei den Jungrindern Die Dermatitis digitalis (Mortellarosche Krankheit, Erdbeer­ krankheit) ist heute in vielen Milchviehbeständen eine der häufigsten Klauenerkrankungen. Es handelt sich hierbei um eine Faktorenerkrankung. Eine Vorschädigung der Haut hauptsächlich durch Umwelteinflüssen wie Verschmutzun­ gen der Klaue mit Gülle, aber auch durch unterlassene oder mangelnde Klauenpflege ist Grundvoraussetzung, dass Bak­ terien tief in das Gewebe eindringen können. Ausgelöst wird die Erkrankung hauptsächlich durch Bakterien. Als Leitkeime für die Dermatitis digitalis (DD)gelten Treponemen. Daneben werden regelmäßig Staphylokokken, E. coli, Streptokokken und Fusobacterium necrophorum isoliert. Treponemen sind schraubenförmige, bewegliche Bakterien die sich in Läsio­ nen der Hornhaut aktiv bis in tiefere Hautschichten einboh­ ren. Dies geschieht vor allem dann, wenn Mortellaroläsionen nicht rechtzeitig erkannt werden. Jede DD Läsion sollte umgehend am besten in einem Klauenpflegestand behandelt werden. Je länger eine akute DD Läsion nicht behandelt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Ruhe­ stadien der Erreger tief in der Haut bilden. Beim Eintritt in tie­ fere Hautschichten werden Entzündungen ausgelöst. Der Einfluss der Entzündung lässt sich über die Haptoglobinkon­ zentration im Blut (gemessen im Serum) bestimmen. Lymphsystem Der  Rückfluss  von  Exsudat  mit   Entzündungsmediatoren,   Blutgefäßsystem Erregern,  Toxinen  und  Allergen   löst  eine    Keimeinwanderung   in   den  Körper,  Intoxikation   sowie   Fieber  aus Entzündungsmediatoren   wie  Prostaglandine,   Cytokine,  Leukotriene usw.  bewirken  eine   Gefäßdilatation   ,  stärkere   Durchblutung   und   Permeabilitätssteigerung   der  Gefäßwand Durch  den  Austritt  von   Entzündungszellen     sowie  der  Aktivität   der   Entzündungszellen   tritt   eine  Erwärmung   auf   und    der    Ausstrom von   Exsudat  führt  zur   Gewebsschwellung Zellschädigung   durch:  Infektion,   Nekrose,  Toxine,  Allerge Funktionsausfall Schmerz  -­‐ Auslösung   durch   Prostaglandine und Gewebe    -­‐ Schwellung Fotos:  Höhmann,  Pijl Abb. 1: Beeinflussung des gesamten Organismus der Jungrinder durch eine Mortellaroinfektion. Die auf der Abbildung dargestellten Klauen stammen von zwei ca. vier Monate tragenden Färsen.   Bei den in Abb. 1: dargestellten Jungrindern wurden Hapto­ globinkonzentrationen von 2,5 bis 2,8 µg pro ml Serum ge­ messen. Der Grenzwert der Haptoglobinkonzentrationen liegt bei 0,4 µg pro ml Serum. Diese Konzentrationen spre­ chen für eine Beeinflussung des gesamten Organismus des Jungrindes. Was sich in Entwicklungsstörungen wie redu­ zierte Fruchtbarkeit kümmern und später in einer reduzierten Leistungsbereitschaft sowie Lebenserwartung wiederspie­ gelt. In vielen Beständen erfolgt die Infek­ tion der Jungrinder bereits im Alter von drei bis sechs Monaten. Also in dem Zeitraum in dem die Jungrinder aus dem Strohbereich auf planbe­ festigten Boden bzw. die Spalten umgestallt werden. Als eine Ursache wird der ungleichmäßige Abrieb von weichem Ballenhorn gegenüber dem härteren Tragrandhorn diskutiert. Bedingt durch den Abrieb folgen Gewebsirritationen im Ballenbereich. Über die vorgeschädigte Haut können nun die Mortellaroerreger bis in tie­ fere Schichten eindringen und die Infektionen auslösen. Bedingt durch die Gewebeirritationen am Ballen nehmen die Tiere eine Entlastungs­ Abb. 2: Typische Schon- haltung des Ballens ein (siehe Abb. 2). haltung (Entlastung des Ballens-Mortellarotanz) Viele Jungrinder zeigen eine so flache eines Jungrindes nach Klauenstellung, dass der Übergang vom Ballenhorn zur Haut den Boden berührt. Bedingt durch die Gewebe­ dem Umstallen vom Strohbereich auf den planbefestigten Boden. (Foto: Höhmann Frimtec GmbH) irritationen entlasten die Jungrinder den Ballen und belasten den vorderen Bereich der Klaue stärker. Der Belastungsänderung folgt ein stärkerer Abrieb des vorderen Tragrandes, so dass die Klaue nach einiger Zeit zu steilsteht (Bockklaue). Ist eine Infektion erfolgt, treten zeitnah die ersten Symptome auf. Zu Beginn findet man eine Rötung der Haut oberhalb des Ballens. Der Rötung folgt eine Schwellung des Kronsaums bis die ersten mortellarotypi­ schen Veränderungen im Alter von ca. acht Monaten auftre­ ten. Als Vorbeugemaßnahmen bei den Jungrindern sind folgende Schritte ratsam. Die Stallabteile vor jeder Neubelegung zumindest reinigen und gegeben falls desinfizieren, um den Infektionsdruck zu senken. Eine Klauenkontrolle ist gerade in der Aufzuchtphase wichtig. Ab ca. dem 10. Lebensmonat ist eine Kontrolle der Klauen im Klauenpflegestand erforderlich. Das sollte vor dem Belegen sowie vor der ersten Kalbung wiederholt werden. Auch die Jungrinder müssen einen guten Immunstatus auf­ weisen. Das setzt eine bedarfsgerechte Fütterung und eine artgerechte Haltung voraus. Die Lie­ geflächen müssen sauber und trocken sein. Dasselbe gilt für die Laufflächen. Überbelegung ist auch hier nicht rat­ sam. Das bedeutet, gute Haltungsbe­ dingungen sind auch bei den Jungrin­ dern enorm wichtig. Bei der Klauenpflege muss auf eine Entlastung des geschädigten Ge­ webes geachtet werden, um die Schmerzbelastung der Tiere zu redu­ zieren. Im nächsten Schritt der Abb. 3: Klauenpflege nach einer Mortellaroinfektion (Foto: Reszler, Hochstädter Klauenpflege GmbH) 11

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Höchstädter Bullenbote – Klauenpflege Klauenpflege sollte sichergestellt sein, dass der Ballen die Lauffläche nicht berührt. So werden weitere Gewebeirrita­ tionen verhindert. Der gekürzte vordere Tragrand der Klaue gewährleistet, dass sich die Klauensohle gleichmäßig abläuft, die Bildung einer Schnabelklaue verhindert und den Ballenbereich entlastet. Für die Behandlung stehen verschiedene Wege zur Verfügung. Die Einzeltierbehandlung kann je nach Befall mit Spray oder Salbenbehandlung, mit oder ohne Verband erfolgen. Zu Bestandsbehandlung stehen neben der Badebehandlung, die Klauenduschen oder das Besprühen der Klauen mit einer Niederdruckspritze zur Verfügung. Klauenbäder sind in der Praxis oft die Ansteckungsquelle. Wenn Klauenbäder ge­ macht werden müssen diese absolut akkurat durchgeführt werden. Klauenbäder sind Chefsache! 2 Liter Klauenbad­ lösung pro durchgetriebenen Tier, Konzentration richtig berechnen. Jede Klaue muss 2­mal in das Klauenbad eintau­ chen. Um dies sicherzustellen muss das Klauenbad vier Meter lang sein. Ein weiterer enorm wichtiger Faktor ist, dass die Herde nach dem Klauenbad eine halbe Stunde lang trocken stehen muss damit die Klauenbadlösung auch ein­ wirken kann. Die Behandlung mit der Klauendusche bringt den Vorteil, dass neben dem aufbringen von Klauenpflege­ produkten die Klauen auch gereinigt werden. Die Erreger Treponemen und Fusobacterium necrophorum sind empfind­ lich gegen hohe Sauerstoffkonzentrationen, was besonders unter Schutzauflagen zum Tragen kommt. Wird die Klaue gereinigt und somit der Zugang von Sauerstoff gewährt, ist dies förderlich für den Heilungsprozess. Kostengünstig aber arbeitsintensiv ist das besprühen des Ballenbereichs mittels Niederdruckspritze. Eines soll an dieser Stelle betont werden. Kein Klauenbad hilft gegen Zwischenklauengeschwülste auf denen eine akute Mortellaroläsion sitzt. Diese Limaces werden aus rein physikalischen Gründen durch die Klauenbadlösung nicht umspült. Hier hilft nur eine zeitnahe Behandlung im Klauen­ pflegestand. Verbessert sich die Situation nicht, ist eine zusätzlich Imp­ fung der Kälber, solange sich die Kälber noch im Strohbereich befinden, empfehlenswert. Hier können allerdings aus der Praxis noch keine Empfehlungen abgegeben werden. Immer nur die laktierenden Tiere einer Herde zu behandeln ist auf Dauer nicht zielführend. Stellen Sie fest ab welchem Alter Ihre Tiere zum ersten Mal akute DD Läsionen zeigen. Beginnen Sie die Prophylaxe Maßnahmen bei den Tieren die mindestens 60 besser 90 Tage jünger sind, um akute DD Läsionen im Vorfeld gar nicht erst entstehen zu lassen. Den eines ist sicher – hat ein Rind schon vor der ersten Geburt eine akute DD Läsion bleibt sie Ihr lebenslang Träger dieser Bakterien und wird immer wieder an der Mortellaro­ schen Erkrankung leiden. 12 Nur eine gesunde Färse ist in der Lage die Leistungen zu erbringen zu der das Tier genetisch in der Lage ist. Lassen sich Befunde an den Klauen wie beschrieben diagnostizieren wird das Tier sein Leistungspotential nicht ausschöpfen kön­ nen und verfrüht den Stall verlassen. Tiere mit einer erhöh­ ten Haptoglobinkonzentration im Blut zeigen ein beeinträch­ tigtes Wohlbefinden. Das Tierwohl ist aber die Grundlage für den Betriebserfolg. Klauenerkrankungen als Folge von Stoffwechselstörungen Klauenrehe – Die Mutter aller Klauenerhornerkrankungen Pansenacidose ist oft die Ursache Die Pansenazidose oder Übersäuerung des Pansens ist eine Stoffwechselstörung die Infolge einer strukturarmen und stärkereichen Futteraufnahme auftritt. Die Erkrankung ist durch einen abfallenden Pansen­pH­Wert gekennzeichnet. Die subakute Pansenazidose ist eine Adaptationsstörung mit geringgradigen klinischen Erscheinungen wie wechselhaf­ ter Futteraufnahme, verminderter Pansentätigkeit, leichte rezidivierende Tympanie, dünnbreiiger Kot und Abnahme des Milchfettgehaltes was einen Fett­Eiweiß­Quotienten > 1 nach sich zieht. Die Stoffwechselstörung tritt insbesondere während dem Übergang von der Trockensteh­ zur Laktations­ ration, aber auch in der Laktationsspitze auf. Besondere Bedeutung kommt den Färsen, welche am Beginn der ersten Laktation die Backenzähne wechseln, zu. Die Tiere fressen selektiv indem sie Strukturfutter meiden. Die Strukturkom­ ponenten regen aber die Wiederkauaktivität sowie die Pan­ sentätigkeit an und haben eine Pufferwirkung. GGrraafikf i  1k:  Z1ah: nZweachhsnewl  beei c dehns  Feärlsebne   i den Färsen   Bedingt durch die reduzierte Kau­ und Wiederkautätigkeit kommt es zu einer verringerten Speichelbildung. Der ver­ minderte Eintrag von Bicarbonat mit dem Speichel in den Pansen begünstigt den pH­Abfall. Der pH­Wert im Pansen sinkt auf unter 5,8. Als Folge tritt eine Schädigung der Pan­

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Höchstädter Bullenbote – Klauenpflege senschleimhaut ein, was den Übertritt von Stoffwechsel­ produkten aus dem Pansen in den zirkulierenden Blutstrom nach sich zieht. Gesunde Pansenzotten Geschädigtes Epithel Abb. 4: Durch Acidose geschädigte Pansenschleimhaut (Quelle: T. Wilke, Dr. Eckel) Die Freisetzung von Lipopolysachariden aus den Zellwänden von absterbenden Pansenmikroben wirkt sich zum einen negativ auf die Pansenphysiologie aus. Treten die Stoffe in den zirkulierenden Blutstrom über, hemmen diese die Durch­ blutung der Klauenlederhaut, was die Bildung von mangel­ hafter Hornqualität zur Folge hat. Dies ist der Wegbereiter für Klauenerkrankungen schlechthin. Nur im Zuge der Klauenpflege lässt sich feststellen, ob die Herde ein Problem mit der subklinischen Klauenrehe hat. Im Zuge der Klauenpflege lassen sich eindrucksvoll Rück­ schlüsse auf die gesamte Stoffwechselsituation der Herde schließen. Bei Stoffwechselproblemen in der Herde empfiehlt es sich sehr die Klauenpflege alle vier Monate durchzuführen, um zum einen Läsionen wie Sohlengeschwüre, Weisse Linie Abszesse und Doppelsohlen rechtzeitig zu entlasten und zum anderen die Überbelastung der Aussenklaue so gut wie mög­ lich zu verhindern, damit aus der subklinischen Rehe keine chronische Rehe entsteht. Ketose, oft eine Folge von Vorerkrankungen Ketose (Acetonämie) wird auch als Hungerstoffwechsel bezeichnet. Das bedeutet der Körper baut Körpermasse zur Energiegewinnung ab. Tritt eine Ketose ohne Vorerkrankun­ gen auf spricht man von einer primären Ketose. Als sekun­ däre Ketose wird das Auftreten einer Ketose nach einer Vorerkrankung bezeichnet. Die Vorerkrankungen können mannigfaltig sein. Eine Vorerkrankung ist eine Acidose, wel­ che mit einer verringerten Futteraufnahme einhergeht. Aber auch entzündlich Prozesse wie Verletzungen im Geburtsweg, Gebärmutterentzündung, Mastitis, Fremdkörper u.v.a.m. sind Wegbereiter für eine Ketose. Die Vorerkrankung benötigt Energie um die Heilung einer Verletzung einzuleiten aber auch zur Infektabwehr. Entzündungsreaktionen hemmen aber die Futteraufnahme. So kommt die Kuh sehr schnell in ein Ener­ giedefizit und beginnt Körpermasse abzubauen. Wir messen die Fettmobilisation in Form von nicht veresterten freien Fett­ säuren im Blut oder Ketonkörpern wie Betahydroxybutyrat im Urin oder in der Rohmilch. Bedingt durch die Fettmobilisa­ tion kommt es zum Einschmelzen des Fettpolsters im Klauen­ schuh. Als Folge treten Quetschverletzungen an der Klauen­ lederhaut auf. Sichtbar werden die Quetschverletzungen in Form von Blutungen in das Horn der Klaue. Da dieser Prozess für die Kuh sehr schmerzhaft ist, sind Lahmheiten deutlich sichtbar. Treten aber Lahmheiten auf ist es zu spät. Die Gesundheitssituation der Kuh sollte zu Beginn der Lakta­ tion überprüft werden. Dazu steht das Gesundheitsmoni­ toring aus der Rohmilch, was der Milchprüfring anbietet zur Verfügung. Am 11. bis 15. Tag nach der Kalbung wird der Test durchgeführt. Als ein Parameter steht der Fett­Eiweiß­ Quotient zur Verfügung. Durch den Energiemangel sinkt der Eiweißgehalt in der Rohmilch. Durch den Körperfettabbbau steigt der Milchfettgehalt. Der Fett­Eiweiß­Quotient über­ steigt 1,5. Bei alleiniger Beurteilung des Milchfettgehalts besteht die Gefahr, dass sich lipomobilisationsbedingter Milchfettanstieg und rohfasermangelbedingter Milchfettab­ fall aufheben. Grafik 2: Parameter zur KetoseerkennungGrafik  2:  Parameter  zur  Ketoseerkennung     Je  nach  Konzentration  des  Parameters  Betahydroxybuttersäure  kann  man  unauffällige  Tiere  von  Tieren  mit  subklinischer  sowie  klinischer  Ketose   Je nach Konzentration des Parameters Betahydroxybut ter­abgrenzen.  Bei  unauffälligen  Tieren  findet  man  <  0,15  mmol    Betahydroxybutyrat  pro  l  Rohmilch.  Die  Konzentration  von  Betahydroxybutyrat  bewegt  sich   bei  subklinisch  auffälligen  Tieren  von  ≥  0,15  -­‐  <  0,2  mmol  pro  l  Rohmilch.    Klinisch  auffällige  Tiere  zeigen  eine  Konzentration  von  ≥  0,2  mmol   säure kann man unauf fällige Tiere von Tieren mit subklini­Betahydroxybutyrat  pro  l  Rohmilch.  Kühe  mit  einem  Fett  -­‐  Eiweiß  -­‐  Quotient    >  1,5  und  /oder  einer  Betahydroxybuttersäurekonzentration  von  ≥  0,15  mmol   pro  l  Rohmilch  sollten  alsbald  eine  Energiesubstitution  erhalten  um  den  Abbau  des  Fettpolsters  im  Hornschuh  zu  verhindern.  Werden  auch  die  weiteren   Parameter  Haptoglobin  als  Entzündungsparameter,  Progesteron  als  Gesundheitsindikator,  Somatische  Zellen  als  Eutergesundheitsindikator,  Harnstoff  als   scher sowie klinischer Ketose abgrenzen. Bei unauf fälligenMessgröße  der  Protein–  und  Energieversorgung  erfasst,  bekommt  man  ein  umfassendes  Bild  über  der  Gesundheitszustand  der  Kuh.  Dies  ist  ein   entscheidender  Part  zum  Verhindern  von  Klauenproblemen.   Tieren findetFazit   man < 0,15 mmol Betahydroxybutyrat pro l Roh­ milch. Die Konzentration von Betahydroxybutyrat bewegt sich bei subklinisch auffälligen Tieren von ≥ 0,15 – < 0,2 mmol pro l Rohmilch. Klinisch auffällige Tiere zeigen eine Konzen­ tration von ≥ 0,2 mmol Betahydroxybutyrat pro l Rohmilch. Kühe mit einem Fett­Eiweiß­Quotient > 1,5 und / oder einer Betahydroxybuttersäurekonzentration von ≥ 0,15 mmol pro l Rohmilch sollten alsbald eine Energiesubstitution erhalten um den Abbau des Fettpolsters im Hornschuh zu verhindern. Werden auch die weiteren Parameter Haptoglobin als Ent­ zündungsparameter, Progesteron als Gesundheitsindikator, Somatische Zellen als Eutergesundheitsindikator, Harnstoff als Messgröße der Protein– und Energieversorgung erfasst, bekommt man ein umfassendes Bild über der Gesundheitszu­ stand der Kuh. Dies ist ein entscheidender Part zum Verhin­ dern von Klauenproblemen. Fazit In der Färsenaufzucht sollte eine Mortellaroinfektion verhin­ dert werden, um den Jungrinder den Start in den produktiven Lebensabschnitt zu erleichtern. Im produktiven Lebensabschnitt spielen Stoffwechselstö­ rungen eine entscheidende Rolle für die Leitungsbereitschaft und die Lebenserwartung der Kühe. Je früher die Entgleisun­ gen erkannt und behandelt werden, umso günstiger ist die Prognose für das Einzeltier zu stellen. TA Adolf Höhmann und Mag. Hubert Reßler 13

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Auswahl Nachkommen geprüfter Bullen geb. 22.07.12 ET WISCONA *TA 163940 A2A2 ––––„AgEDlexlurztorieecurlhntieheduaePrlrateavreurnmg˝ögen Tochter Donk, 1. Laktation Tochter Gilly, 1. Laktation Tochter Olivia, 1. Laktation gGZW 130 (80 %) Züchter: Föttinger Stefan, Treuchtlingen MW 118 (86 %) Menge kg 2887 + 454 Fett % 3,98 + 0,06 Eiweiß % 3,39 + 0,13 FW 118 (92 %) Nettozunahme Ausschlachtung Handelsklasse 120 (97 %) 111 (87 %) 113 (95 %) FIT 112 (78 %) Nutzungsdauer Melkbarkeit Persistenz Zellzahl HD 113 106 112 112 8074 (75 %) (85 %) (86 %) (83 %) Fruchtbarkeit Kalbeverlauf Vitalitätswert Fruchtbarkeit 14 pat. mat. 95 (99 %) 102 (83 %) 106 (94 %) 102 (57 %) Exterieur Merkmal / Relativzuchtwert 76 Rahmen 114 Bemuskelung 107 Fundament 111 Euter 120 Kreuzhöhe 115 klein Körperlänge 116 kurz Hüftbreite 109 schmal Rumpftiefe 108 seicht Beckenneigung 90 eben Sprg.winkelung 105 steil Sprg.ausprägung 102 voll Fessel 109 durchtrittig Trachten 113 niedrig Voreuterlänge 100 kurz Sch.euterlänge 99 kurz Voreuteraufhäng. 111 locker Zentralband 99 schwach Euterboden 115 tief Strichlänge 93 kurz Strichdicke 96 dünn Strichplatzierung 115 außen Strichstellung 114 nach außen Euterreinheit 105 unrein Anzahl bewertete Tiere: 48 88 100 112 124 erwünschter Bereich groß lang breit tief abfallend säbelbeinig trocken steil hoch lang viel fest stark hoch lang dick innen nach innen rein Wille Jana gGZW MW 122 124 GZW MW 126 116 FW 100 FW 109 ND 98 ND 116 Winnipeg Liesel Ruap Jule Humlang Lemone Zaral Julia

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Auswahl Nachkommen geprüfter Bullen geb. 28.09.12 ZOMBIE *TA 180175 A2A2 ––––„lgEekeixrcztähiefetrtlktiiaegeluebPriaZgaitrzuenng˝ Tochter Uta, 1. Laktation gGZW 126 (79 %) Züchter: Lindermeir­Hartmann, Aindling MW 115 (84 %) Menge kg 2565 + 733 Fett % 3,81 – 0,03 Eiweiß % 3,09 – 0,13 FW 106 (90 %) Nettozunahme Ausschlachtung Handelsklasse 111 (95 %) 106 (83 %) 100 (93 %) FIT 115 (77 %) Nutzungsdauer Melkbarkeit Persistenz Zellzahl HD 115 111 106 105 7489 (74 %) (85 %) (84 %) (82 %) Fruchtbarkeit Kalbeverlauf Vitalitätswert Fruchtbarkeit pat. mat. 120 (98 %) 103 (78 %) 109 (89 %) 112 (56 %) Exterieur Merkmal / Relativzuchtwert 76 Rahmen 95 Bemuskelung 98 Fundament 116 Euter 117 Kreuzhöhe 94 klein Körperlänge 99 kurz Hüftbreite 98 schmal Rumpftiefe 100 seicht Beckenneigung 98 eben Sprg.winkelung 102 steil Sprg.ausprägung 114 voll Fessel 102 durchtrittig Trachten 104 niedrig Voreuterlänge 100 kurz Sch.euterlänge 99 kurz Voreuteraufhäng. 113 locker Zentralband 113 schwach Euterboden 113 tief Strichlänge 105 kurz Strichdicke 101 dünn Strichplatzierung 116 außen Strichstellung 110 nach außen Euterreinheit 107 unrein Anzahl bewertete Tiere: 40 88 100 112 124 erwünschter Bereich groß lang breit tief abfallend säbelbeinig trocken steil hoch lang viel fest stark hoch lang dick innen nach innen rein Zauber Ozon gGZW MW 125 117 GZW MW 114 110 FW 98 FW 109 ND 105 ND 103 Zahner Gracia Rumgo Olga Randy Gitte Radau Ottilie 15

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