Sport in Hessen Ausgabe 02/2017

 

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Titelthema: Ausbildung zum Vereinsmanager

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Nr. 2 | 21. Januar 2017 | 71. Jahrgang Titelthema VereinsmanagerAusbildung Olympiahelden und Nachwuchshoffnungen Empfang der Stiftung Sporthilfe Hessen ODDSET Zukunftspreis Betriebliches Gesundheitsmanagement als Perspektive

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15.000,- € für ehrenamtliches Engagement zum Thema Sport und Inklusion – Ausschreibung Heinz-Lindner-Preis 2016 – Inklusion im Sportverein heißt, Menschen mit und ohne Behinderung sind gemeinsam aktiv sowohl auf dem Spielfeld als auch in der Organisation. Der Heinz·Lindner-Preis steht in diesem Jahr unter diesem besonderen Schwerpunkt und wird finanziell unterstützt durch den langjährigen Partner, Firma Himmelseher, und erstmals durch das Hessische Ministerium des Innern und für Sport sowie das Hessischen Ministerium für Soziales und Integration mit einer Gesamtsumme von 15.000,-Euro. Der Betrag verteilt sich auf drei Vereinsgruppen: Vereinsgruppe 1: bis 500 Mitglieder, Vereinsgruppe 2: bis 1500 Mitglieder, Vereinsgruppe 3: mehr als 1500 Mitglieder. Wer kann sich bewerben? Bewerben können sich alle Vereine, die Mitglied im Landessportbund Hessen sind und sich aktiv und nachhaltig für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung einsetzen und insbesondere die gemeinsame (inklusive) Vereinsarbeit fördern. Beispiele können sein: ● Inklusive Sportangebote für Menschen mit und ohne Behinderung ● Teilhabe von Menschen mit Behinderung an der Gremienarbeit ● Maßnahmen zur Sensibilisierung für die Thematik Sport und Inklusion ● Aktive Kooperationen mit Einrichtungen der Behindertenhilfe und Werkstätten Die Teilnahme ist ganz einfach! Laden Sie das Bewerbungsformular auf der Homepage unter http://www.landessportbund-hessen.de/bereiche/sportentwicklung/inklusion herunter. Beschreiben Sie, wie Sie Inklusion in ihrem Verein umsetzen und wie Menschen mit Behinderung am Vereinsleben teilhaben. Fügen Sie ihrer Bewerbung, wenn möglich, aussagekräftige Fotos oder Presseartikel ihrer Inklusionsarbeit bei. Die Maßnahmen müssen bereits umgesetzt worden sein oder sich in der Umsetzungsphase befinden. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine vom Landessportbund Hessen eingesetzte, unabhängige Jury. die u.a. mit den Vertretern der beiden Ministerien besetzt ist. Bis wann muss eingereicht werden? Senden Sie uns ihre Bewerbungsunterlagen bis zum 15. April 2017 per Post oder E-Mail. Wohin geht die Bewerbung? Landessportbund Hessen Geschäftsbereich Sportentwicklung Otto-Fleck-Schneise 4 60528 Frankfurt am Main E-Mail: sportentwicklung@lsbh.de Bei Fragen zum Heinz-Lindner-Preis wenden Sie sich an Eckhard Cöster telefonisch unter 069/6789279 oder per E-Mail an ecoester@lsbh.de. Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

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Editorial Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde, für das Jahr 2017 wünsche ich Ihnen viel Erfolg, Glück und Gesundheit. Auf der Weltbühne scheinen sich im Moment die tektonischen Platten zu verschieben. Der neue US-Präsident stellt die NATO in Frage, amerikanische Geheimdienste meinen belegen zu können, dass ihr zukünftiger Dienstherr mit Hilfe russischer Hacker an die Macht kam, und die EU steht vor einem tiefgreifenden Umbau. Alles Dinge, die mir einen Schauer über den Rücken jagen. Das Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ wird fortgesetzt. Mehr als 350 Sport-Coaches in über 240 hessischen Gemeinden arbeiten in der Zwischenzeit daran, Flüchtlingen den Weg in den Sport zu eröffnen. Da tut es mir dann gut, wenn ich meine Aufmerksamkeit darauf lenke, auf wie vielen Schultern unsere Demokratie ruht und wie viele gewachsene Strukturen sie seit Langem tragen. Viele gelungene Beispiele dafür, wie in unserem Staat, in unserer Demokratie Verantwortung übernommen wird, finden sich in dieser Magazinausgabe Ihrer „Sport in Hessen“. Regelmäßig nehmen Ehrenamtliche an der Fortbildung zum Vereinsmanager teil, um sich so noch verantwortungsbewusster in ihrer Freizeit engagieren zu können. Die Landesmedienanstalt Hessen, in deren Versammlung der Landessportbund vertreten ist, führt regelmäßig Schulungen zur Medienkompetenz von Kindern und Erwachsenen durch. In Zeiten von Fake News und Breitbart sehen wir, wie wichtig diese Arbeit ist. Auch 2017 werden wir also damit fortfahren, durch die Werte und die Organisation des Sports unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zu stärken und mit vielen kleinen und großen Schritten unsere unter dem Strich doch so lebenswerte Gemeinschaft zu schützen. Und nun viel Spaß bei der Lektüre Ihrer aktuellen „Sport in Hessen“ wünscht Ihre Dr. Susanne Lapp SIH 02 / 21.01.2017

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2 Inhalt 4 Fit für die Vorstandsarbeit Ausbildung zum Vereinsmanager 8 ODDSET Zukunftspreis Preisträger im Porträt: KSV Baunatal 17 Meilenstein fürs Ehrenamt Bildungsurlaub für die Übungsleiterausbildung 26 Inklusive Ideenwerkstatt Sportangebot für alle gemeinsam entwickeln 10 Olympiahelden treffen Nachwuchshoffnungen Empfang der Stiftung Sporthilfe Hessen 12 Sport und Flüchtlinge Erfolgsgeschichte geht weiter 13 Vorbilder von Rio bis Kassel Verleihung der Hessischen Sportplakette 14 Talentsichtung Wenn aus geeigneten Kindern Talente werden 16 4. Hessischer Turn- und Sportkongress Voneinander gelernt 19 Aus der Praxis Der Übungsleiter 23 Plattform für den Sportverein Die Mediathek Hessen sammelt Videos zum Sport in Hessen 30 Sport und Geschichte Der Hüter des Stadtwaldes mit Herz für den Sport 32 Neue Bücher Lesenswertes rund um den Sport 34 Sportjugend Persönlichkeiten stärken Impressum Herausgeber: Landessportbund Hessen e. V. (lsb h); Otto-FleckSchneise 4, 60528 Frankfurt, Tel.: 069/6789 -0 Verantwortlich für den Inhalt: Dr. Susanne Lapp, Vizepräsidentin für Kommunikation und Marketing, Glauburgstraße 11, 60318 Frankfurt. Redaktion: Leitung Ralf Wächter (RW), Isabell Boger (ib), Markus Wimmer (maw), Otto-Fleck-Schneise 4, 60528 Frankfurt. So erreichen Sie uns: Ralf Wächter, rwaechter@lsbh.de, Tel.: 069/6789 -262; Isabell Boger, iboger@lsbh.de, Tel.: 069/ 6789-267; Markus Wimmer, mwimmer@lsbh.de, Tel. 069/6789-437; Fax: 069/6789-300. Verlag: Pressehaus Bintz-Verlag GmbH & Co. KG, Waldstraße 226, 63071 Offenbach Druck und Vertrieb: Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG, Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel. Abonnementverwaltung: Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel, Tel.: 0561/60280-452, Fax: 0561/60280-499, E-Mail: abo-sih@dierichs-druck.de Anzeigen Nord/Mitte: Claudia Brummert, Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel, Tel.: 0561/60280-180, Fax: 0561/60280-199, E-Mail: brummert@ddm.de Anzeigen Süd: Regina Väth, Waldstraße 226, 63071 Offenbach, Tel.: 069/85008-373, Fax: -394, E-Mail: sih@op-online.de Sport in Hessen erscheint vierzehntägig zum Wochenende Bezugspreis: Jährlich Euro 51,11 einschl. Postgebühren und MwSt. Bestellungen für Vereine beim Landessportbund Hessen e. V., für Privatpersonen bei Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung der Verfasser wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bilder wird keine Gewähr übernommen. Eine Rücksendepflicht besteht nicht. Titelfoto: Über acht Monate hinweg haben sie sich mit Themen wie Mitarbeiterführung, Vereinssatzung, Marketing oder Steuerrecht auseinandergesetzt. Nun haben 14 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hessischer Sportvereine die Lizenz-Ausbildung „Vereinsmanager C“ erfolgreich abgeschlossen. Foto: Isabell Boger. www.landessportbund-hessen.de SIH 02 / 21.01.2017

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4 THEMA DER SEITE Fit für die Vorstandsarbeit 14 ehrenamtliche Vereinsmitarbeiter haben im Dezember die C-Lizenz Vereinsmanager erworben / Landessportbund bildet seit 1978 aus Über acht Monate hinweg haben sie sich mit Themen wie Mitarbeiterführung, Vereinssatzung, Marketing oder Steuerrecht auseinandergesetzt. Mitte Dezember haben 14 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hessischer Sportvereine die Lizenz-Ausbildung „Vereinsmanager C“ erfolgreich abgeschlossen. Nach Vorlage einer Abschlussarbeit und einer mündlichen Prüfung wurden die Zertifikate durch den Landessportbund Hessen (lsb h) übergeben. teilt. Das führt dazu, dass man sich wirklich intensiv mit einer Materie befasst und auch die Fallstricke kennenlernt“, resümiert Oliver Kriz von der TuS Kriftel. „Es war eine anstrengende Zeit, aber sie hat sich wirklich gelohnt“, ergänzt Edna Bergmann, Koordinatorin Gesundheits- und Breitensport bei der Turngemeinde 1875 Bad Soden. „Viele Dinge waren mir vorher einfach gar nicht bewusst.“ Für fachlich kompetente Mitarbeiter sorgen „Die Anforderungen, die an unsere Vereine gestellt werden, nehmen kontinuierlich zu. Um einen Sportverein professionell zu führen, bedarf es fundiertem Fachwissen in verschiedensten Bereichen – von Rechnungswesen und Steuerrecht über Öffentlichkeitsarbeit bis hin zum Thema Kindeswohl“, sagt Prof. Dr. Heinz Zielinski, Vizepräsident des lsb h für den Bereich Schule, Bildung und Personalentwicklung. „Die Ausbildung zum Vereinsmanager C vermittelt diese Kenntnisse praxisnah.“ Kein leeres Versprechen, wie die zehn neuen Vereinsmanagerinnen und vier neuen Vereinsmanager bestätigen: „Die Ausbildung ist in thematische Blöcke unter- Insgesamt 120 Lerneinheiten zu je 45 Minuten haben die Vereinsmanager am Ende ihrer Ausbildung hinter sich gebracht. Die entsprechende Rahmenrichtlinie dazu stammt vom Deutschen Olympischen Sportbund, dem DOSB. Umgesetzt und organisiert wird die Ausbildung vom jeweiligen Landessportbund. „Ich sehe es als eine unserer wichtigsten Aufgaben, dafür zu sorgen, dass den 7.800 hessischen Sportvereinen eine ausreichende Zahl engagierter und fachlich kompetenter Mitarbeiter zur Verfügung steht“, sagt Dr. Frank Obst, zuständiger Geschäftsbereichsleiter des lsb h. Heute müssten jedoch nicht nur Übungsleiter, sondern auch die Führungsebene eines Vereins – das erweiterte OBEN Beim Spiel „Tower of Power“ kommt es, wie im Verein, auf die gute Zusammenarbeit im Team an. Foto: Scheer-Schneider RECHTS Stolz und glücklich: Die frischgebackenen Vereinsmanager 2016 mit (vorne v.l.) Referentin Marita Scheer-Schneider und Geschäftsbereichsleiter Dr. Frank Obst. Foto: Meistrell SIH 02 / 21.01.2017

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TITELTHEMA AUSBILDUNG ZUM VEREINSMANAGER 5 Vorstandsteam – geschult werden. „Genau das gelingt uns mit der Vereinsmanager-Ausbildung“, ist Obst überzeugt. „Ihre Inhalte geben nicht nur Sicherheit, sondern auch neue Motivation, wie uns die Lehrgangsteilnehmer jedes Jahr aufs Neue versichern.“ Auf dem aktuellen Stand bleiben Seit 1978 bietet der Landessportbund Hessen diese Ausbildung an. Früher firmierte sie noch unter dem Titel „Ausbildung zum/r Organisationsleiter/-in“. Vermittelt wurden dabei ähnliche Inhalte, wie Ilona Knodt bestätigen kann: Sie hat die Vereinsmanager-Ausbildung 2016 durchlaufen. Eine zusätzliche Lizenz gab es für sie jedoch nicht: Bereits 1987 hatte sie die Organisationsleiter-Ausbildung absolviert. „Ich wollte mein Wissen aber auffrischen“, sagt Knodt, „gerade in Bereichen wie Steuern, Recht oder Versicherung hat sich in den vergangenen Jahren ja viel getan. Außerdem tut es gut, Dinge erneut zu hören“, ist sie überzeugt. Ihr Wissen kann sie in gleich zwei Vereinen einbringen: Bei der Interessengemeinschaft Rettungsdienst Badesee Walldorf, wo sie als Tauchwartin Teil des Vorstands ist, sowie der TGS Walldorf, wo sie als Übungsleiterin aktiv ist. Wissen und jede Menge Kontakte Deutlich kürzer im Metier ist Angela Paul, seit wenigen Monaten kommissarische Geschäftsführerin des TSV Korbach 1850/09. „Durch die Ausbildung, aber auch durch die Gespräche mit den anderen Teilnehmern nehme ich viele Ideen mit nach Hause. Es wird nicht einfach werden, diese umzusetzen. Aber ich kenne jetzt die Ansprechpartner und weiß, wo ich mir Unterstützung holen kann“, sagt sie zum Ende der Ausbildung. Sie meint damit etwa Dozenten wie Steffen Kipper, der den Bereich Vereinsmanagement des lsb h und die Fördermöglichkeiten für Vereine vorstellte. Wie Isabelle Schikora von der Sportjugend Hessen, die über Beratungsangebote im Bereich Kinder- und Jugendarbeit berichtete. Oder wie Marita Scheer-Schneider, die nicht nur in den Bereichen Rhetorik und Marketing schulte, sondern auch das Konzept der „Zukunftswerkstatt“ vorstellte, bei der Vereine gemeinsam mit ihren Mitgliedern nach Ideen und Konzepten für eine erfolgreiche Zukunft des Vereins suchen. „Viele unserer Dozenten kommen aus der Praxis, haben die Vereinsmanager-Ausbildung selbst durchlaufen und wissen daher, welche Inhalte sich die Teilnehmer wünschen“, erläutert Dr. Frank Obst. Ausschlaggebend für die Wahl eines Dozenten sei aber seine fachlich Kompetenz: So ist es mit Edgar Meistrell etwa ein Journalist, der die Inhalte im Bereich Öffentlichkeitsarbeit vermittelt, mit Günther Keune ein Diplom-Rechtspfleger, der in die Thematik Vereinsrecht und -satzung einführt. Ausbildung – warum eigentlich? Doch warum entschließt sich jemand eigentlich dazu, in seiner Freizeit eine Vereinsmanager-Ausbildung zu absolvieren? Petra Kümmel, Vorsitzende von Aqua Sports Eschborn, hat es in der „Vereinsmanager-Zeit- schrift“ die jeder Jahrgang erstellt, auf den Punkt ge- bracht: „Mit der Ausbildung zum Vereinsmanager habe ich praktische Tipps und fundiertes Wissen zur Verwaltung, Organisation und Führung eines Vereins Titelthema erhalten, um die notwendigen Aufgaben zeitgemäß, sachgerecht und rationell zu bewältigen. Außerdem konnte ich durch die Vereinsmana- Vereinsmanager- ger-Ausbildung Handlungs- und Persönlichkeitskompetenzen erwerben, die ich auch im Be- Ausbildung ruf zweckdienlich einsetzen kann.“ Christian Zink, Vorsitzender des Badminton Vereins Frankfurt 06, sieht die Vorteile der Ausbildung ähnlich. Er würde deshalb am liebsten gleich weitermachen. Die entsprechende Ausbildung zur B-Lizenz Vereinsmanagement bietet der Landessportbund Hessen 2017 zum ersten Mal an (siehe Interview mit Dr. Frank Obst, Seite 6). Momentan steht er jedoch nur auf der Warteliste: Die B-Lizenz-Ausbildung ist längst ausgebucht. Isabell Boger SIH 02 / 21.01.2017 Folgende Themenschwerpunkte waren Inhalt der C-Lizenz Vereinsmanagement: Gruppendynamik, Teambuilding und Konfliktmanagement, Vereinssatzung, Vereinsbesteuerung, Mitarbeitergewinnung und Ehrenamt, Demografischer Wandel, Qualitäts- und Veränderungsmanagement, Archivarbeit, Visualisieren, Präsentieren, Rhetorik und Reden, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Sportentwicklung, Kinder- und Jugendsport, Leistungen des Bereichs Vereinsmanagement.

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6 TITELTHEMA AUSBILDUNG ZUM VEREINSMANAGER Eins draufsatteln Dr. Frank Obst, Geschäftsbereichsleiter Schule, Bildung und Personalentwicklung spricht im Interview über die neue B-Lizenz für Vereinsmanager Dr. Frank Obst leitet seit 2015 den Geschäftsbereich Schule, Bildung und Personalentwicklung, der im Landessportbund Hessen auch für die Organisation und Durchführung der Vereinsmanager-Ausbildung verantwortlich ist. Im Interview erklärt er, warum ab 2017 auch eine B-Lizenz angeboten wird, was in diesem Zusammenhang „modular“ bedeutet und warum er die große Nachfrage als Qualitätsbeweis für die C-Lizenz sieht. Der Landessportbund Hessen bietet seit 1978 die Ausbildung Vereinsmanager C-Lizenz an. Erstmals kann man über den lsb h 2017 auch eine B-Lizenz erwerben. Warum haben Sie sich zu diesem Schritt entschlossen? mit Absicht „könnte“: Schon bevor die C-Vereinsmanager ihre Ausbildung abgeschlossen hatten, waren alle Plätze für die B-Lizenz ausgebucht. Wird es 2018 eine weitere B-Ausbildung geben? Dr. Frank Obst: Aller Voraussicht nach schon. Da die Nachfrage derzeit sehr groß ist – es gibt eine Warteliste –, haben wir vor, auch 2018 die B-Lizenz anzubieten. Perspektivisch wird die Ausbildung aber nur zweijährig angeboten – schließlich ist die C-Lizenz Voraussetzung und nicht alle Absolventen wollen gleich weitermachen. Gleichzeitig sehen wir es als Qualitätsbeweis für unsere C-Ausbildung, dass die Nachfrage nun so groß ist! Dr. Frank Obst: Vor allem aufgrund der großen Nach- Die B-Lizenz des Landessportbundes Hessen ist modu- frage! Wir haben seit dem Jahr 1987 insgesamt 712 lar aufgebaut. Was bedeutet das? Vereinsmanager mit C-Lizenz ausgebildet. Viele von ih- nen reicht das dabei erworbene Wissen aber nicht aus. Dr. Frank Obst: Das bedeutet, dass sich die Ausbildung Sie möchten noch mehr erfahren über die professio- aus drei Modulen zusammensetzt. Das erste, das nelle Führung, also das Management, eines Sportver- Pflichtmodul, muss bei uns absolviert werden. Die 30 eins. Mit der B-Lizenz kommen wir diesem Bedürfnis Lerneinheiten drehen sich um Personalmanagement, nach: Auf Grundlage der Inhalte der C-Lizenz werden Kommunikation/Veranstaltung und Gremienarbeit. Die dabei tiefergehende und deutlich individualisierte Ant- anderen beiden Module – Finanzen, Steuern, Recht worten und Lösungsmöglichkeiten vermittelt. und Versicherung sowie Organisationsentwicklung und Veränderungsmanagement – können nicht nur bei uns, Wie haben sich diese Leute bisher fortgebildet? sondern auch über Tagesseminare bei der Bildungsaka- demie oder anderen Einrichtungen mit vergleichbaren Dr. Frank Obst: Wir haben über Jahre hinweg mit dem Inhalten erworben werden. Landessportbund Rheinland-Pfalz zusammengearbei- tet: Wer in Hessen die C-Lizenz erworben hatte, Wo liegen die Vorteile? konnte im Nachbarbundesland die B-Lizenz draufsatteln. Außerdem gibt es natürlich auch bei uns eine Fülle an Weiterbildungsmöglichkeiten, die nicht in einer weiteren Titelthema Vereins- Dr. Frank Obst: Die Teilnehmer können sich die Ausbildung zeitlich flexibler einteilen und thematisch individuel- Lizenz münden. Man muss sich ja nicht zuletzt fortbilden, um die C-Lizenz zu verlängern. Dennoch haben wir nun eine manager- Ausbildung ler auf ihre eigenen Interessen eingehen. Dadurch, dass Tagesseminare uns vorher zur Genehmigung vorge- verstärkte Nachfrage nach B-Lizenzen ver- legt werden müssen, ist gleichzeitig spürt und deshalb reagiert. gewährleistet, dass die Inhalte passend sind. Gerade haben 14 neue Vereinsmanager ihre Lizenz entgegengenommen. Können sie direkt Wo besteht der größte Unterschied zur C-Lizenz? weitermachen? Dr. Frank Obst: Die C-Lizenz bietet Grundlagenwissen. Dr. Frank Obst: Prinzipiell gilt: Um die B-Lizenz zu er- In der B-Lizenz geht es mehr ins Detail, Vereinsverant- werben, muss man mindestens zwei Jahre lang auf Vor- wortliche erhalten dort individuellere Antworten. Das standsebene in einem Verein mitgearbeitet haben. Es wird zunehmend wichtiger, denn immer mehr kleine ist allerdings nicht festgelegt, dass dies vor Erwerb der Vereine haben existenzielle Probleme. Da poppen etwa C-Lizenz erfolgt sein muss. Wer von den neuen Vereins- Themen wie Fusionen oder Anreizsysteme für Ehren- managern also schon länger im Vorstand aktiv ist, amtliche auf. könnte gleich die B-Lizenz anschließen. Ich sage aber Die Fragen stellte Isabell Boger OBEN Dr. Frank Obst leitet den Geschäftsbereich Schule, Bildung und Personalentwicklung. Foto: Markus Wimmer SIH 02 / 21.01.2017

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TITELTHEMA AUSBILDUNG ZUM VEREINSMANAGER 7 Vereine mit Erfolg zu führen, ist eine Herausforderung Fünf Fragen an Professor Dr. Heinz Zielinski, Vizepräsident des Landessportbundes Hessen e. V., zum Thema Vereinsmanager Zur erfolgreichen Führung eines Vereins – unabhängig von dessen Größe – ist heutzutage ein gerütteltes Maß an (Fach-)Wissen notwendig. In der Ausbildung zum Vereinsmanager wird diese Wissensbasis vermittelt. Welchen Herausforderungen Vereinsmanager gegenüberstehen und was sie auszeichnet, erläutert das nachfolgende Gespräch mit Professor Dr. Heinz Zielinski. Zielinski verantwortet im Präsidium des Landessportbundes Hessen e. V. den Bereich Schule, Bildung, Personalentwicklung. Im Duden wird ein Manager als Leiter eines (großen) Unternehmens bezeichnet. Ist der Begriff Vereinsmanager vor diesem Hintergrund überzeichnet? für Vereinsvorstände neue Aufgabenfelder in den Bereichen Mitgliederwerbung, Mitgliederbindung sowie Vereinsfusionen dar. Und selbstverständlich: Ganz ohne Idealismus oder besser Freude an Sport und Bewegung und der Erkenntnis, mit dem eigenen Engagement einen positiven gesellschaftlichen Beitrag zu leisten, geht es nicht. Im Kontext mit der Vereinsmanagerausbildung bedeutet Idealismus unter anderem den Einsatz persönlicher Ressourcen. Die Teilnehmer verzichten auf Freizeit, nehmen für die Ausbildung möglicherweise sogar Urlaub. Wird die Ausbildung wenigstens zum Teil als Bildungsurlaub anerkannt? Prof. Dr. Zielinski: Nein. Im Grunde ist das ähnlich. Prof. Dr. Zielinski: Ja. Eine der Ausbildungswochen ist Auch wenn Vereine insbesondere vor dem Hintergrund mittlerweile als Bildungsurlaub anerkannt. In dieser der Anzahl der Mitglieder und der Anzahl der vertrete- Woche werden insbesondere berufliche Schlüsselquali- nen Sparten (Sportarten) sehr different aufgestellt fikationen zur Führung von Vereinen bzw. Unterneh- sein können, wirken doch dieselben Mechanismen. men vermittelt. Diese, auch eigenständig nutzbare Wo- Professionales Arbeiten hinsichtlich gängiger Vor- che, verdeutlicht nochmals die in der oben formulierten gänge in den Bereichen Recht, Steuern, Versicherung, Frage beschriebenen Gemeinsamkeiten in der Führung Mitgliederbindung, um nur einige zu nennen, sind von Unternehmen und Vereinen. unabdingbare Voraussetzungen für die lang- fristige Existenz eines erfolgreichen Vereins. Und: auch kleine und mittlere Unternehmen brauchen Manager. Titelthema Vereins- Abschließend: Ist beabsichtigt, Module der Ausbildung als E-Learning-Module anzubieten? Zwischen einem Unternehmen und einem Verein bestehen aber manager- Ausbildung Prof. Dr. Zielinski: Ein zukunftsweisendes Thema. Wir verstehen den Ein- Unterschiede? satz moderner medialer Techniken und Methoden vor allem als Ergänzung und Prof. Dr. Zielinski: Wesentliche Unterschiede nicht als Ersatz notwendiger Präsenzzei- bestehen darin, dass Vereine überwiegend ehren- ten. Die Kolleginnen und Kollegen des von mir amtlich organisiert werden und nicht profitorientiert verantworteten Geschäftsbereichs Schule, Bildung und sind. Dies stellt im Vergleich zu Profit-Organisationen Personalentwicklung werden in diesem Jahr zunächst häufig einen hohen Fort- und Weiterbildungsauftrag die Übungsleiter-Ausbildungen durch E-Learning-Mo- an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dar, auf den dule ergänzen und den Erfolg der Maßnahme überprü- wir mit dieser Ausbildung die beste Antwort geben. fen. Bei erfolgreichem Verlauf ist angedacht, dieses Konzept auch auf die Vereinsmanagerausbildung zu Die Zeiten, in denen ein Sportverein mit viel Idealis- übertragen. mus, aber mit eher weniger Sachwissen geführt wer- den konnte, sind demnach vorbei? Prof. Dr. Zielinski: Gemeinnützige Vereine können und konnten noch nie ohne Sachwissen in den oben genannten Bereichen erfolgreich geführt werden. Die Herausforderungen einer erfolgreichen Vereinsführung sind in den letzten Jahren komplexer geworden. Allein die Auswirkungen des demografischen Wandels stellen Ralf Wächter OBEN Professor Dr. Heinz Zielinski ist als Vizepräsident im Präsidium des Landessportbundes Hessen e. V. für den Bereich Schule, Bildung und Personalentwicklung verantwortlich. SIH 02 / 21.01.2017

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8 THEMA DER SEITE Bewegung im Betrieb Zweiter Platz beim ODDSET Zukunftspreis: Der KSV Baunatal und die betriebliche Gesundheitsförderung Wo verbringen wir einen Großteil der Zeit in unserem Leben? Ganz sicher am Arbeitsplatz. Ist dieser gesundheitsförderlich gestaltet? Ganz sicher nicht in allen Fällen. „Die häufigste Ursache gesundheitlicher Probleme vieler Arbeitnehmer ist eine körperliche, biologische Unterforderung“, sagt Katrin Eschstruth, Vorstandsmitglied des KSV Baunatal. Sie ist in „Betrieblichem Gesundheitsmanagement“ IHK-zertifiziert und hat ihren Verein in den vergangenen Jahren zum Gesundheitspartner von zahlreichen Unternehmen gemacht. Die betriebliche Gesundheitsförderung zählt seit fünf, sechs Jahren zum Angebot des nordhessischen Großvereins. Da werden beispielsweise für Unternehmen Präventionskurse, Rückenschule, Yoga und andere Entspannungsübungen angeboten, Bewegungspausen gestaltet oder Seminare zur Ernährungsberatung angeboten. Ein Riesenmarkt. Ein Weg aus dem Teufelskreis „Inaktivität ist eine wesentliche Ursache für Ausfallzeiten“, weiß die Diplom-Ökonomin. Was nicht genutzt werde, das verkümmere. So entstehen Rückenschmerzen, Gelenkprobleme und Stoffwechselstörungen. Doch während der Körper heute vor allem im Büro eher unterfordert ist, wird unser Geist oft über die Maßen beansprucht. Stichworte sind „Zeitdruck, Arbeitstempo und Arbeitsverdichtung“. Psychische Erkrankungen im Arbeitsalltag nehmen zu. Aus diesem Teufelskreis gibt es einen Weg, wie ihn der KSV Baunatal geebnet hat: Bewegung im Betrieb. Win-Win-Situation Unter Führung von Expertin Eschstruth hat der Verein einen Zugang in die Chefetagen der Firmen gefunden. Krankenkassen gaben einst den Anstoß, nachdem der KSV ohnehin zahlreiche Gesundheits- und Präventionskurse im Angebot hat. „Das Thema hat mich gepackt“, erzählt die 50-Jährige. Und es war „ein neuer Markt“ für den Verein, „ein großes gesellschaftliches Thema“ mit viel Kundenpotenzial. Das leuchtet ein. Schließlich sind gesunde Menschen die eine Seite, die andere ihre langfristige Leistungsfähigkeit als Mitarbeiter für das Unternehmen. Mit dem Schlagwort der „Win-Win-Situation“ geht auch der KSV Baunatal auf die Suche nach weiteren Unternehmenspartnern. Zwei Dinge sind Katrin Eschstruth wichtig. Zum einen müsse man sich als Verein „von der Norm verabschie- OBEN Selbst der Gabelstabler kann zum Sportgerät werden. Alle Fotos: KSV Baunatal Mehr Informationen unter www.ksv-baunatal.de SIH 02 / 21.01.2017

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ODDSET ZUKUNFTSPREIS 9 den“. Der KSV benötigt für sein Angebot der betrieblichen Gesundheitsförderung Trainer und Übungsleiter, „die belastbar sind und Flexibilität an den Tag legen können“, formuliert Vorstandskollege Friedrich Heintzemann. Je nach Unternehmen und Angebot ist der Einsatzort entweder im Betrieb oder die Mitarbeiter kommen in die KSV-Sportwelt. Der zweite zentrale Punkt: Im Unternehmen müssen alle Parteien an einen Tisch geholt werden: die Geschäftsleitung, die jeweiligen Beauftragten, etwa für die Interessen Behinderter oder von Frauen, und natürlich der Betriebsrat. Eschstruth: „Es muss richtig kommuniziert werden. Auch, dass es nicht nur darum geht, die Krankenrate im Betrieb zu senken.“ Sichere Einnahmequelle Die Begeisterung im 7.000-Mitglieder-Klub für das Projekt ist verständlich. Zwanzig Unternehmen aus der Region gehören heute im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung zum KSV-Kundenstamm. Mit allen sind individuelle Vereinbarungen getroffen worden. Vom Gabelstapler-Anbieter Lindig über den Discounter Lidl bis zum Energieversorger EAM. Eine sichere Einnahmequelle für den Verein. Und am Rekordzuwachs von 700 neuen Vereinsmitgliedern allein im ersten Halbjahr 2016 könnte die Sparte durchaus ihren Anteil haben. „Dafür gibt es Indizien“, sagt Friedrich Heintzemann. Qualität spreche sich eben herum – in beide Richtungen: Firmenmitarbeiter ziehen den Verein auch für die Freizeit in Erwägung, und so mancher Teilnehmer eines gewöhnlichen Kursangebots im vereinseigenen Fitnessstudio sitzt in einem Unternehmen an verantwortlicher Stelle. Netzwerk für den Verein Die vielen Kontakte und das Netzwerken zahlen sich noch in anderer Hinsicht aus: Ist man als Verein erstmal in Sachen Gesundheitsförderung im Betrieb drin, kann von diesem schon mal die Anfrage kommen, beim nächsten Sommerfest ein buntes Programm zu gestalten. Oder andersrum: Wenn die KSV-Verantwortlichen für ihren Auftritt beim Jubiläums-Festumzug der Stadt einen Tieflader benötigen, wissen sie genau, wen sie fragen müssen. Auch Sponsorenkontakte lassen sich einfacher knüpfen. „All das würden wir nie erreichen, wenn wir in unseren Räumlichkeiten bleiben würden“, sagt Katrin Eschstruth. Andere Vereine sollen von den Erkenntnissen im „BestPractice“-Sinne lernen können. Das Gesundheitsmodul bei den Gabelstaplerschulungen von Lindig hat Katrin Eschstruth beispielsweise schon nach Thüringen weitervermittelt – die Niederlassung in Erfurt ist dann doch zu weit weg. In Nordhessen aber hat sich der KSV Baunatal in punkto betrieblicher Gesundheitsförderung eine Alleinstellung erarbeitet. „Ich wüsste nicht, welche anderen Vereine in der Region das in diesem Maße anbieten.“ Oliver Kauer-Berk OBEN Die KSV-Vorstände Katrin Eschstruth (oben) und Friedrich Heintzemann (unten) stehen hinter dem Angebot betrieblicher Gesundheitsförderung. Denn Muskelkraft sichert Arbeitskraft. Der Preis: Der Vereinssport in Hessen ist reich an guten Ideen. Diese wollen der Landessportbund und LOTTO Hessen mit der Vergabe des ODDSET Zukunftspreises des hessischen Sports bekannt machen: Seit 2005 werden beispielhafte Projekte, Modelle und Initiativen im Sportverein prämiert. Eine Jury um den ehemaligen Bundesforschungsminister Prof. Dr. Heinz Riesenhuber legt die Preisträger und die Höhe des jeweiligen Preisgeldes fest, das von LOTTO Hessen zur Verfügung gestellt wird. In einer Serie stellen wir die Projekte der Preisträger vor. Der Verein: In den Abteilungen des KSV Baunatal werden rund 40 Sportarten angeboten, darunter traditionelle wie Turnen, Schwimmen, Fußball, Handball oder Leichtathletik, aber genauso zahlreiche auf Gesundheit zugeschnittene Alternativen. Zudem sind mehr als 30 weitere Sportangebote in Kursen organisiert. Mit rund 7.000 Mitgliedern ist der KSV Baunatal dem Freiburger Kreis angeschlossen, der Vereinigung der großen Sportvereine in Deutschland. Mehr als 100 ausgebildete und teilweise festangestellte Übungsleiter und Sportlehrer leiten mit weiteren Helfern die Einheiten. Vereinszentrum ist die KSV-Sportwelt im Stadtteil Altenbauna mit drei Gymnastikräumen und großem Fitnessbereich. Für sein Projekt „Betriebliche Gesundheitsförderung“ belegte der Verein im Jahr 2016 den mit 10.000 Euro dotierten zweiten Platz beim ODDSET Zukunftspreis des hessischen Sports. SIH 02 / 21.01.2017

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10 T H E M A D E R S E I T E Olympiahelden treffen Nachwuchshoffnungen Empfang der Stiftung Sporthilfe Hessen / Landessportbund Hessen überreicht 12.000 Euro aus Tombolaerlös der Olympischen Ballnacht Unter dem Motto „Olympiahelden treffen Nachwuchshoffnungen“ hatten die Hassia Mineralquellen GmbH und die Stiftung Sporthilfe Hessen am 28. November zu einem Empfang in die Hassia-Unternehmenszentrale eingeladen. Durch die Gastfreundschaft des Hausherren und Geschäftsführers Dirk Hinkel fand der Abend mit eingeladenen Athleten, Sponsoren und Förderern der Stiftung Sporthilfe Hessen in einer sehr angenehmen Atmosphäre statt. daillengewinnerin mit der Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft, den Fragen von Moderatorin Julia Nestle. Für beide hatte nach der Rückkehr aus Rio unmittelbar die Saisonvorbereitung mit ihren Vereinsmannschaften begonnen. Neben den genannten Medaillengewinnern von Rio waren viele weitere Olympiateilnehmer der Einladung zum Empfang gefolgt. Die Gäste hatten so die Gelegenheit, zahlreiche hessische Spitzenathleten persönlich kennenzulernen. Die erfolgreichen Athletinnen und Athleten von Rio de Janeiro standen an diesem Abend im Mittelpunkt. Allen voran Fabian Hambüchen, der mit seinem Olympiasieg am Reck seine Karriere gekrönt hatte. Im Interview mit FFH-Moderatorin Julia Nestle plauderte Hambüchen über seine Erlebnisse nach dem Triumph in Brasilien: „Ich habe überhaupt noch keine Möglichkeit gefunden, dies zu realisieren“, so der Turner der TSG Niedergirmes. Aktuell steht ein Termin nach dem anderem in seinem Kalender und er sei froh, wenn ihm bald etwas Zeit zum durchschnaufen bleibe. Noch mehr Olympia-Medaillen im Gepäck Neben Fabian Hambüchen stellten sich Saskia Bartusiak vom FFC Frankfurt, die ihre Karriere als Kapitänin in der Frauenfußball-Nationalmannschaft nach dem Gewinn der Goldmedaille beendet hat, und Marina Mohnen von den Mainhatten Skywheelers, Silberme- 22.800 Euro für Nachwuchs und „Spitze“ Rund 300 Athletinnen und Athleten haben im Jahr 2016 von der Förderung der Stiftung Sporthilfe Hessen profitieren können. Die Form der Unterstützung fällt dabei sehr vielfältig aus. Sei es ein Zuschuss für Fahrtkosten zum täglichen Training, die Finanzierung eines wichtigen Trainingslagers oder die anteilige Kostenübernahme für die Unterbringung in einem Sportinternat. Diese Beispiele sind nur ein Teil der unterschiedlichen Fördermaßnahmen der Stiftung. Jedoch haben sie eines gemeinsam: Ohne die Hilfe von Spenden für die Stiftung Sporthilfe Hessen von Privatpersonen, Unternehmen oder Organisationen wären viele Fördermaßnahmen nicht umsetzbar. Im Rahmen des Stiftungsempfanges in der Unternehmenszentrale von Hassia konnte der Vorsitzende der Stiftung Sporthilfe Hessen, Prof. Dr. Heinz Zielinski OBEN Kuratoriumsmitglieder, Sponsoren sowie geförderte Athletinnen und Athleten beim Stiftungsempfang in Bad Vilbel. Fotos: Till Helmke RECHTS Stiftungs-Vorsitzender Prof. Dr. Heinz Zielinski (Mitte) durfte Spendenschecks von Prof. Dr. Hans Michael Ockenfels, Dr. Rolf Müller, Jan Ulrich Seeliger und Claus Eisele (v.l.) entgegennehmen. SIH 02 / 21.01.2017

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LEISTUNGSSPORT gleich drei Spendenschecks von Unterstützern der Stiftung entgegen nehmen. Claus Eisele, Kuratoriumsmitglied und Vorstandsvorsitzender der Eisele AG, überreichte einen Scheck in Höhe von 4.800 Euro zur Finanzierung eines Stipendiums, das dem Ringer Pascal Eisele zugute kommen soll. Tombola-Erlös übergeben Jan Ulrich Seeliger und Prof. Dr. Hans Michael Ockenfels übergaben als Vertreter des Lions Club Main-Kinzig Interkontinental einen Scheck in Höhe von 6.000 Euro. Der Spendenbetrag resultiert aus den Tombolaerlösen, die im Rahmen des Lions-Balls in Schloss Wilhelmsbad eingenommen wurden. Abschließend übergab Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes Hessen und stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Sporthilfe Hessen, den Tombolaerlös der Olympischen Ballnacht, die der lsb h im Oktober ausgerichtet hat. „Wir freuen uns, die Stiftung und damit die hessischen Nachwuchs- und Spitzenathleten mit einem Betrag in Höhe von 12.000 Euro fördern zu können“, erklärte der Präsident. Nach dem erfolgreichen Olympiajahr richtet sich der Blick bereits auf die Spiele 2020 in Tokio. Dass der Hessische Schützenverband auch für diese Zeit bestens aufgestellt ist, bewiesen beim Empfang zwei hoffnungsvolle Talente aus dem Schießsport: Johanna Tripp und David Koenders demonstrierten ihre Fähigkeiten mit dem Gewehr und berichteten über ihre sportlichen Ziele und Herausforderungen in den kommenden Jahren. Beide zählen zu den aussichtsreichsten Talenten in Hessen und können in den kommenden Jahren mit etwas Glück den Anschluss an die internationale Spitze erreichen. Till Helmke SIH 02 / 21.01.2017 11 5.000 Euro für Jugendförderung gewinnen Newsletter aus dem Sportministerium bietet eine Fülle von Infos und die Chance auf einen Gewinn Wie stelle ich einen Antrag auf Sportförderung und was gibt das Land dazu? Wie funktioniert das Programm „Sport und Flüchtlinge“? Oder: Welche Hessen waren bei den Olympischen Spielen und Paralympics in Rio dabei? Über diese und viele weitere Themen rund um das „Sportland Hessen“ informiert das Innenministerium in einem eigenen Newsletter. „Das Angebot soll zeigen, wie viel der Sport in unserem Land bewegt und all denjenigen, die vor Ort anpacken, nützliche Tipps und Hinweise geben. Wir wollen damit vor allem Vereinsvertreter und Ehrenamtliche erreichen, aber für alle sportbegeisterten Hessen ist viel Interessantes dabei“, erläutert Sportminister Peter Beuth. Seit einem halben Jahr erscheint der Newsletter regelmäßig per EMail. „Der Sport in unserem Bundesland leistet so viel Großartiges. Etwa bei der Integration von Schutzsuchenden. Hier haben wir mit unserem Förderprogramm gemeinsam mit der Sportjugend Hessen etwas Tolles auf die Beine gestellt“, sagt der Sportminister. Weil der Sport als Integrationsprogramm unübertroffen ist, stellt das Land auch 2017 mehr als zwei Millionen Euro für die Aktion zur Verfügung. Der Newsletter ist als nützliche Infoquelle für Vereine, Verbände und alle sportbegeisterten Bürgerinnen und Bürger konzipiert und berichtet natürlich auch über aktuelle Erfolge hessischer Athletinnen und Athleten. Gewinnen Sie 500 Euro für Ihren Verein Unter allen Sportinteressierten, die sich bis zum 20. Februar 2017 für den Newsletter anmelden, werden zehn mal 500 Euro für die Jugendförderung eines Vereins verlost. Mitmachen ist ganz einfach: Sie müssen sich nur für den Newsletter anmelden: Entweder den QR-Code einscannen oder sich auf dem Link anmelden. Im Anmeldefeld nur noch Namen, eine E-Mail-Adresse und den Verein eintragen, in dem Sie Mitglied sind und schon sind Sie dabei. Die Chance auf Gewinn einer Förderung ist auf Vereine in Hessen beschränkt. Anmeldung unter: https://sport.fs-medien.de

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14 L E I S T U N G S S P O R T Wann aus geeigneten Kindern Talente werden Neue Impulse beim sportartübergreifenden Austausch zum Thema „sportliche Sichtung“ Der sportartübergreifende Austausch zum Thema „sportliche Sichtungen“ stand im Mittelpunkt einer Fachtagung in der Sportschule des Landessportbundes Hessen (lsb h). Der „Verein zur Förderung sportlicher Talente in den hessischen Schulen“ hatte die Tagung gemeinsam mit dem Hessischen Kultusministerium und dem Landessportbund Mitte November organisiert. Eingeladen waren alle Landestrainer der beteiligten Sportarten des Landesprogramms „Talentsuche – Talentförderung“ sowie alle Lehrer-Trainer der hessischen Partnerschulen des Leistungssports und der Schulsportzentren. Eröffnet wurde die Tagung vom Vorsitzenden des Vereins, Dominic Ullrich, sowie von Ulrich Striegel (Hessisches Kultusministerium) und Lutz Arndt (Vizepräsident Leistungssport lsb h). Impulse für Talentsichtungskonzepte Alexandra Janetzko (Institut für Sportwissenschaft Universität Oldenburg) stellte im ersten Impulsreferat zum Thema „Auswahlprozesse im Leistungssport – Sichtungspraktiken im Tanzsport und der Leichtathletik“ anschaulich dar, wie Trainer mit ihrem Expertenwissen und dem sogenannten „Trainerauge“ als effektivem Instrument bei der Talentfindung erfolgreich wirken können. Weitere wichtige Impulse steuerte Dr. Ilka Seidel (Forschungszentrum für den Schulsport und den Sport von Kindern und Jugendlichen (FoSS) Karlsruhe/Karlsruher Institut für Technologie (KIT Karlsruhe) bei. Sie verdeutlichte, dass Leistungstests bei der Talentsuche vor der Pubertät fast keine Aussagekraft haben. Vielmehr machte die Referentin deutlich, dass eine fundierte und breite motorische Ausbildung von Kindern die geeignetere sportliche Förderung sei, um im Entwicklungsprozess die geeigneten Kinder für einen möglichen leistungssportlichen Weg zu erkennen. Individueller Karriereverlauf Wie der konkrete Karriereverlauf eines sportlichen Talents aussehen kann, wurde im Gespräch zwischen Dominic Ullrich und Konstantin Steinfurth (B-KaderLeichtathlet) aus Eppstein deutlich. Steinfurth hatte in diesem Jahr seinen ersten internationalen Einsatz mit der Nationalmannschaft beim Länderkampf in Italien und wurde mit persönlicher Bestleistung erstmals Deutscher Jugendmeister im Hammerwurf. Seine Antworten zeigten den hohen Stellenwert von persönlicher Motivation und Zielstrebigkeit im Nachwuchsleistungssport. Sowohl Steinfurths Eltern als auch Schulleiterin Inge Gembach-Röntgen (Carl-vonWeinberg-Schule) bescheinigten ihm Eigenschaften wie Beharrlichkeit, Zielstrebigkeit und Offenheit, die sowohl seine sportliche als auch schulische Entwicklung positiv beeinflussen. Landestrainerin Regine Isele betonte, wie wichtig die Ausübung verschiedener Sportarten für die Entwicklung der motorischen Fähigkeiten sei. Mehrperspektivische Talentkriterien Das Interview verdeutlichte anschaulich, dass für die Talentidentifikation neben den körperlichen Voraussetzungen, der Trainierbarkeit und der sportlichen Leistung auch Persönlichkeitsmerkmale sowie die vorhandenen Entfaltungsmöglichkeiten von großer Bedeutung sind. Analog zu diesem mehrperspektivischen Ansatz setzten sich fünf parallel stattfindende Workshops mit diesen Dimensionen der Talentfindung auseinander. Dabei wurden die Workshops von der Tagungsorganisation bewusst sportartübergreifend zusammengestellt, um so „voneinander zu lernen“. Dr. Ilka Seidel unterstütze dabei als Expertin den Workshop „Leistung“ beim Erfahrungsaustausch der betei- OBEN Nachwuchs-Hammerwerfer Konstantin Steinfurth erläutert im Gespräch mit Dominic Ullrich, wie wichtig Motivation und Zielstrebigkeit sind. Fotos: Isabell Boger RECHTS Partner bei der Talentförderung (v.l.): Ulrich Striegel (Hessisches Kultusministerium), Dominic Ullrich (Vorsitzender des Vereins zur Förderung sportlicher Talente in den hessischen Schulen und lsb h-Vizepräsident Lutz Arndt. SIH 02 / 21.01.2017

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LEISTUNGSSPORT 15 ligten Landes- und Lehrer-Trainer sowie bei der Erarbeitung von Handlungsempfehlungen. Dr. Michael Gutmann, leitender Psychologe des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, stellte im Workshop „Persönlichkeit“ interessante psychologische Hintergrundinformationen zur Verfügung. Im Workshop „Körper“ verdeutlichte Dr. Petra Nissinen (Olympiastützpunkt Hessen) die Notwendigkeit geeigneter körperlicher Voraussetzungen für spätere Höchstleistungen. Rainer Weishaar (Hessischer Turn-Verband) arbeitete im Workshop „Trainierbarkeit“ die Grundlage einer möglichst vielseitigen und breiten motorischen Basis und deren Einfluss auf das Erlernen von Bewegungsabläufen und Techniken heraus. Im Workshop „Entfaltungsmöglichkeiten“ zeigte Bernd Brückmann (Laufbahnberater Olympiastützpunkt Hessen) Wege und Rahmenbedingungen im Spannungsfeld Nachwuchsleistungssport und schulisch-berufliche Ausbildung auf. Eignung und Neigung, Begabung, Talent Die zusammengefassten Ergebnisse der Workshops wurden im Plenum für alle Teilnehmer kurz dargestellt und in der anschließenden Podiumsdiskussion der Workshop-Experten gemeinsam diskutiert und bewertet. Moderator Dominic Ullrich brachte die Ergebnisse, zumindest was die Talentidentifikation angeht, auf den Punkt. Im Mittelpunkt stehen zunächst „Eignung und Neigung“, dann „Begabung“ sowie folgend das „Talent“. Das bedeutet, dass vor der Pubertät zunächst von geeigneten Kindern mit sportlichen Neigungen, spätere von begabten Kindern und erst nach der Pubertät von „Talenten“ gesprochen werden sollte. Die Fachtagung stellte durch ihren bundesweit einmaligen sportartübergreifenden Ansatz einen ersten Schritt zur Sensibilisierung der beteiligten Sportverbände beim Thema „Talentsuche“ dar. Um weiterhin die Nachhaltigkeit der Tagung abzusichern, ist eine Folgetagung bereits angedacht. Dominic Ullrich RECHTS Tanja Pawollek (2.v.l.) freut sich über die Auszeichnung zur „Eliteschülerin des Jahres“, Schulleiterin Inge Gembach-Röntgen und OSP-Leiter Werner Schaefer über den Spendenscheck von Dietrich Stein (Frankfurter Sparkasse). Foto: Rainer Rüffer / Frankfurter Sparkasse Tanja Pawollek ist Eliteschülerin des Jahres Olympiastützpunkt und Carl-von-WeinbergSchule zeichnen Nachwuchsathleten aus Schülern der Carl-von-Weinberg-Schule mangelt es nicht an Vorbildern: Ob Carolin Schäfer, Olympia-Fünfte im Siebenkampf, Handball-Europameister Steffen Fäth oder Jochen Schöps, mehrfacher Deutscher Volleyballer des Jahres – sie alle haben einst die Eliteschule des Sports besucht. Auch die jetzigen Schüler/-innen haben sportlich schon viel erreicht. 80 von ihnen, die 2016 bei nationalen Meisterschaften Podestplätze belegt haben oder international im Einsatz waren, wurden nun bei einem Champions-League Spiel der Fraport Skyliners geehrt. Besonders im Mittelpunkt stand die Fußballerin Tanja Pawollek, Europameisterin U17 und Bundesligaspielerin beim 1. FFC Frankfurt. Sie erhielt in der Halbzeit-Pause die Auszeichnung „Eliteschülerin des Jahres“. Es gratulierten Jens-Uwe Münker, Abteilungsleiter Sport im Hessischen Innenministerium, Schulleiterin Inge GembachRöntgen, der Leiter des Olympiastützpunktes (OSP) Hessen Werner Schaefer, Dietrich Stein von der Frankfurter Sparkasse und Tanjas Idol Saskia Bartusiak. Die Goldgewinnerin von Rio und langjährige Nationalmannschafts-Kapitänin ist mittlerweile sogar Mitspielerin von Tanja Pawollek. Sie war früher auf einem normalen Gymnasium und drückte ihre Bewunderung darüber aus, wie sehr sich die Carl-von-Weinberg Schule auf die sportlichen Rahmenbedingungen einstellt. Dietrich Stein überreichte im Namen des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes zudem einen Scheck über 7.000 Euro an Schulleiterin Gembach-Röntgen und OSP-Leiter Schaefer. Das Geld wird dringend gebraucht: Allein die Kosten für den Transport der Schüler zwischen Schule, Internat und Sportstätten belaufen sich jährlich auf mehrere zehntausend Euro. ib SIH 02 / 21.01.2017

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16 A U S - U N D W E I T E R B I L D U N G Voneinander gelernt Der 4. Hessische Turn- und Sportkongress in Darmstadt war wieder Hessens größte Fortbildungsveranstaltung im Sport Über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 288 Workshops haben den 4. Hessischen Turnund Sportkongresses in Darmstadt wieder zur größten hessischen Fortbildungsveranstaltung im Sport gemacht. Dabei fällt die Bilanz des Kongresses, der unter dem Motto „voneinander lernen“ stand, durchweg positiv aus. „Der Kongress hat wichtige sportliche Trends aufgegriffen, den Dialog unter den Praktikern gestärkt und mit Ausblicken auf die Zukunft des Sports in unserer Gesellschaft den Teilnehmern Impulse für die Arbeit im Verein gegeben,“ zeigt sich Ralf Rainer Klatt, Vizepräsident Sportentwicklung des Landessportbundes Hessen (lsb h), am Ende des Kongresses zufrieden. Breite Themenpalette Landessportbund und Hessischer Turnverband (HTV) präsentierten den Besuchern an den Kongresstagen die gesamte Palette sportlicher Fortbildungen. Die reichte von „Pilates für Übergewichtige“ über klassische Turn-Themen wie Felgaufschwung oder Handstand, bis hin zu Sportentwicklungsthemen wie „Online-Fundraising für Vereine“, „Gesundheitssport als Perspektive der Vereinsentwicklung“ oder dem Vortrag durch Ex-Vizekanzler Franz Müntefering am ersten Kongresstag. Dabei hob Müntefering die Bedeutung des Sports im Verein hervor und betonte die psychosoziale Bedeutung von Bewegung und Sport, auch und gerade für ältere Menschen. Lebhafte Diskussion Die Diskussion am Ende des Vortrages von Franz Münterfering zeigte deutlich, dass er den Nerv des Publikums getroffen hatte. Mit Ulrich Striegel (Hessisches Kultusministerium), Dr. Catharina Maulbecker-Armstrong (Hessisches Ministerium für Soziales und Integration), Jens-Uwe Münker (Hessisches Ministerium des Innern und für Sport) sowie Ralf-Rainer Klatt (Vizepräsident Sportentwicklung im lsb h) standen kompetente Gesprächspartner bereit und beantworteten die zum Teil durchaus kritischen Fragen des Publikums. Teilnehmerinnen in der Mehrheit Das war im übrigen vorwiegend weiblich: nur knapp ein Fünftel der Teilnehmer des Kongresses waren Männer. Wie mehr Männer zum Besuch motiviert werden können, wie die inhaltliche Ausgestaltung noch weiter verbessert werden und wie Vereinsentwickelungsthemen noch weiter gestärkt werden können, sind nur einige der Aspekte, mit denen sich die Organisatoren in den kommenden Monaten beschäftigen werden, denn 2018 steht der Hessische Turn- und Sportkongress wieder auf der Agenda. maw/schu OBEN Lernen darf Spaß machen, wie diese Teilnehmerinnen eindrucksvoll zeigen. Fotos: Isabell Boger LINKS Dehnen und Strecken gehört zu den Grundtechniken im Sport, auch jenseits reiner Fitness-Übungen. SIH 02 / 21.01.2017

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