Albeins-Magazin.Nummer2.Sommer, 2017

 

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Albeins-Magazin.Nummer2.Sommer, 2017

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Nummer 2 Sommer/2017 albeins2,80€ Das Magazin für ein genussvolles Leben Durst an heißen Tagen: Auf in den Biergarten Mit dem Fahrrad auf die Schwäbische Alb Schlösser öffnen sich für Kunst und Kultur

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In Ulm, um Ulm und um Ulm herum … Die Region Ulm glänzt mit Superlativen, vielen Klöstern und UNESCO-Weltkulturerbestätten Stadterlebnis pur, verbunden mit Aktiv- und Kultururlaub, das macht den Reiz der Region Ulm aus. Tradition trifft Moderne in Ulm, wo mittelalterliche und aktuelle Architektur einen spannenden Mix bilden. Die Karstquelle ›Blautopf‹ oder die zahlreichen Höhlen sind zusammen mit dem imposanten Kloster Roggenburg und dem Vöhlinschloss nur ein paar Aushängeschilder der Region drumherum. 768 Stufen führen auf den Turm des Ulmer Münsters, der mit über 161 Metern der Höchste der Welt ist. Ein Bummel durch das Fischerviertel vermittelt mittelalterliches Flair und in der ›Neuen Mitte‹ begeistert moderne Architektur. Ein Muss in Neu-Ulm ist der Besuch des Edwin Scharff Museums. Das Ulmer Museum mit dem 40.000 Jahre jungen ›Löwenmenschen‹ und das Urgeschichtliche Museum in Blaubeuren mit der ›Venus‹, dem ältesten figürlichen Kunstwerk der Menschheit, bieten faszinierende Zeitreisen. Die Fundorte gehören seit Juli 2017 zum UNESCO-Weltkulturerbe! Eine Bilderbuch-Naturlandschaft bietet sich Radfahrern an Donau und Iller. Unterwegs laden malerische Orte wie Illertissen, Weißenhorn oder Obermachtal zu einem Stopp ein. Überhaupt verfügt die Region über eine reiche Klosterkultur. Mehr Infos unter www.tourismus-region-ulm.de Urlaub bei Freunden im „Hotel der Volksmusik“ in Ainring im Berchtesgadener Land nur 5km vor Salzburg l Hallenbad und Wellnessbereich im Hotel l 3.000 Wellness & Spa „Bergerbad“ l täglich Musik & Unterhaltung l helle Zimmer mit DU/WC und TV l gemütliche Lokalitäten l eigene Hausmetzgerei Telefon: (+49) 08654 / 48830 www.rupertihof.de Alpenkrone_RH.indd 1 13.06.2017 16:14:01

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Liebe Freunde der Schwäbischen Alb, was ist das nur für ein Sommer? Die einen mögen bei dieser Frage gleich ans Wetter denken, die anderen an besondere Ereignisse. Wir denken da vor allem an die Entscheidung des Unesco-Welterbekomitees, das auf seiner Sitzung im polnischen Krakau in diesem Sommer die Vogelherdhöhle, die Hohlenstein Stadel-Höhle, die Bocksteinhöhle, die Höhle Geißenklösterle, die Sirgensteinhöhle und die Höhe Hohle Fels zum Welterbe erklärt hat. In den Höhlen waren die ältesten Musikinstrumente der Welt, Flöten aus Elfenbein und Vogelknochen, sowie über 50 aus Mammutelfenbein geschnitzte Figuren gefunden worden. Bis zu 40 000 Jahre sind sie alt. Die „Venus vom Hohle Fels“ und der „Löwenmensch“ sind die wohl bekanntesten Artefakte. Auf der Schwäbischen Alb besteht damit eine weltweit einzigartige Konzentration von Fundplätzen der ältesten Kunstwerke und Musikinstrumente der Menschheit. Der Anerkennung ging eine mehrjährige Vorarbeit voraus. Das Landesamt für Denkmalpflege hatte seit 2012 daran gearbeitet, 2016 wurde der Welterbeantrag für die Höhlen der Schwäbischen Alb als Fundorte der ältesten Eiszeitkunst eingereicht. Für den ehemaligen Heidenheimer Landrat Hermann Mader, Vorsitzender des Fördervereins Eiszeitkunst im Lonetal, war die Entscheidung des Komitees die einzig richtige: „Bereits vor 40 000 Jahren war die Schwäbische Alb ein Innovationszentrum, hier ereignete sich ein kultureller Urknall.“ Der mit der Ernennung zum Welterbe verbundene Medienrummel bringt die Schwäbische Alb international ins Gespräch. Das dürfte den Touristikern nicht ungelegen kommen, die schon seit einigen Jahren die Eiszeit-Thematik kommunizieren. So hat der Verband Schwäbische Alb Tourismus das neue Schwäbische-AlbLogo mit dem Claim „Inspiriert. Seit Urzeiten.“ entwickelt und der Löwenmensch wurde Leitsymbol der Region. Auf das neue Welterbe können wir also anstoßen! Womit? Das verraten wir Ihnen auf den nächsten Seiten. Ich wünsche Ihnen schöne Sommerwochen Herzlichst, Ihr Rüdiger Gramsch Chefredakteur „Albeins“ albeins Inhalt 4 „Wie das zischt“ 6 Kaum Äpfel auf den Bäumen 7 Säfte von hoher Qualität 8 Mit der Kraft des Wassers 10 Neues aus der Albwirtschaft 11 Radtour mit Ausblick 12 Für Alb-Radler 13 Älbler kämpfen um die Alpenkrone 15 Oben ohne über die Alb 20 Eine schwarze Perle 21 Der Co-Trainer wiehert schon mal 23 Fundgrube für Albleser 24 Gesunder Genuss 25 Veranstaltungstipps 26 Göppingen unter Dampf 28 Künstler im Schloss 30 „Das Schloss verpflichtet“ Tipp: In folgenden Museen sind Fundstücke aus den „Höhlen der ältesten Eiszeitkunst“ ausgestellt: Urgeschichtliches Museum Blaubeuren, Archäopark Vogelherd, Ulmer Museum, Museum der Universität Tübingen (MUT) und Landesmuseum Württemberg. Weitere Informationen unter www.weltkultursprung.de und www.iceageart.de. Zum Titelbild: Ein Platz im Biergarten wird im Sommer immer gerne angenommen. Foto: Bernhard Bürkle Landschaftsgenuss der besonderen Art Der familienfreundliche Luftkurort Gomadingen liegt im landschaftlich sehr reizvollen Großen Lautertal im Herzen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Mit seinen Wacholderheiden ist er ein Paradies für Wanderfreunde und Radfahrer. Markierte Wanderwege, ein Naturerlebnispfad und ein Planetenwanderweg, sowie der Sternbergturm mitWanderheim lassenWanderherzen höher schlagen. Zahlreiche Grillstellen sowie der Gomadinger See mit Pavillon und Spielplatz laden zum Verweilen ein. Radfahrer können Gomadingen und die Umgebung auf dem traumhaften Lautertalradweg, der von der Lauterquelle bis zur Donaumündung verläuft, oder dem neuen Gestütsradweg genießen. Weltbekannt ist Gomadingen durch das Haupt- und Landgestüt Marbach, das älteste Staatsgestüt. Mit seinen Zuchtpferden – besonders den RassenWarmblut, Schwarzwälder Kaltblut undVollblutarabern – genießt das Gestüt weltweit höchstes Ansehen und zieht damit jährlich Tausende von Pferdefreunden auf die Alb. Besondere Attraktionen sind die Pferdeauktionen und die Hengstparaden. Weitere Ausflugsziele in Gomadingen sind das Gestütsmuseum in der Klosterkirche Offenhausen, die Lauterquelle, Schloss Grafeneck mit Dokumentationszentrum und Gedenkstätte sowie die Hollenberggalerie im Rathaus. Zum Entspannen bietet sich das besonders auch bei Familien sehr beliebte Sternberghallenbad an. Für das leiblicheWohl sorgt eine gepflegte Gastronomie, darunter ein Biosphärengastwirt sowie Familienrestaurants, die besonderen Wert auf Regionalität legen. Eine Variation aus Duft- und Geschmackserlebnis erhält man im Lagerhaus Dapfen, das neben der Chocolaterie und Café eine Seifensiederei betreibt. Das und noch viel mehr garantieren einen genussvollen Aufenthalt in Gomadingen. Tourist-Info Gomadingen Marktplatz 2, 72532 Gomadingen www.gomadingen.de

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Ein Ort zum Genießen Heinz Maier ist seit Jahrzehnten Stammgast, er kommt in der Saison an jedem Werktagabend in den Biergarten, sagt „Hallo“, lächelt der Bedienung freundlich zu, und trinkt ohne viele Worte das Hefeweizen, das ihm unaufgefordert gebracht wird.Tagaus tagein pflegt der Werkstattmeister dieses Ritual: Ohne Umschweife kehrt er nach der Arbeit im Biergarten nahe seines Wohnortes ein und genießt. „Das ist für mich die perfekte Erholung“, sagt er. Charly Holdenried, der jung gebliebene Pensionär fährt bei schönemWetter leidenschaftlich gerne mit dem Motorrad über die Schwäbische Alb und findet dabei immer wieder ihm noch unbekannte Biergärten. Mit einer Saftschorle oder einem alkoholfreiemWeizenbier erfrischt, freut er sich am bunten Treiben um sich herum. In seinen wenigen kurzen Pausen schätzt es Werner Hildner sich in einen stillen Winkel des Biergartens zurück zu ziehen. Dort trinkt der Familienvater und Zimmermann-Meister in aller Ruhe einen Espresso, lässt seine Gedanken schweifen und den Blick wandern. „Auf diese Weise entspanne ich mich sehr gut und sammele Energie für das, was gleich noch alles zu tun ist.“ Raffaela Strangfeld und ihre Söhne Giosuè und Marlon. Die junge Mutter und ihre Jungs machen gerne Ausflüge in die Gartenwirtschaft. Raffaela Strangfeld schätzt die entspannte Atmosphäre mit viel Natur drum herum für ihre Kinder, aber auch für sich selbst „Ich kann die Ruhe unter den Bäumen genießen, mit den Kindern spielen oder mich zu Bekannten gesellen. Text/Fotos: Andrea Maier „Wie das zischt“ Die Sonne strahlt vom tiefblauen Himmel, die Temperaturen klettern nach oben. Die Menschen zieht es bei Bildbuchwetter hinaus in die Natur. Nicht nur Wander- und Radwege locken – auch die vielen Freizeiteinrichtungen auf und rund um die Schwäbische Alb. Nach geraumer Zeit stellt er sich ein, der Durst. Er will gelöscht sein. Die einen bevorzugen ein gut gekühltes Bier, die anderen Mineralwassser, Schorle oder Säfte und Limonaden. Wie gut das tut, wenn die Flüssigkeit die trockene Kehle befeuchtet. Familie Müller hat einen herrlichen Tag auf der Schwäbischen Alb erlebt. Jetzt sind Vater Peter, Mutter Tanja, Tochter Laura und Sohn Kevin durstig und hungrig. Ein schattiges Plätzchen auf einer der vielen schönen Terrassen oder in einem der Biergärten ist angesagt und schnell gefunden. Bevor sich das Quartett über die Speisekarten beugt, muss erst einmal der Durst gelöscht werden. Vater Peter bestellt sich ein frisch gezapftes Bier, die Mutter eine Flasche Mineralwasser, Laura entscheidet sich für einen Apfelsaft und Kevin für ein Spezi. Der Kellner hat die Getränke noch nicht richtig auf den Tisch gestellt, schon prosten sich dieVier zu und nehmen einen großen Schluck. „Wie das zischt“, stellt Peter Müller fest. Er ist sich sicher, dass das Bier einer regionalen Brauerei der beste Durstlöscher der Welt ist. Irgendwo will er gelesen haben, dass Bier hilft, den gestörten Wasserhaushalt des Körpers, z. B. nach einer schweren Anstrengung, schnell wiederherzustellen. Ein Professor Manuel Garzon von der Granada Universität in Spanien habe nach einer Reihe von Tests mit Studenten festgestellt, dass sich der Wasserhaushalt der Biertrinker schneller erholt als jener der Wassertrinker. Wie dieses Phänomen erklärt werden kann, ist noch nicht ganz klar. Der Alkohol im Bier sei jedoch nicht für die wassertreibende Wirkung verantwortlich. Der Effekt soll • Familienbrauerei seit 1728 • 4 SOMMERBIER Die sommerfrische Bierspezialität www.gruibinger.de

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vielmehr durch das Vorhandensein verschiedener Substanzen im Bier entstehen: Kohlenhydrate, Eiweiße, Minerale und B-Vitamine. Peter Müller interessieren solche wissenschaftlichen Ergebnisse gerade nicht. Für ihn ist wichtig, dass das Bier seinen Durst löscht. Mutter Tanja, die stets auf ihr Gewicht achtet, schwört dagegen auf Mineralwasser als einzig wahren – und vor allem kalorienfreien – Durstlöscher. UndTanja hat noch ein großes Plus für „ihr“ Getränk ausfindig gemacht: die Reinheit. „Denn“, so erzählt sie ihrer Familie, „um seine natürliche Reinheit zu bewahren, muss Mineralwasser direkt am Quellort abgefüllt werden. Gegenüber dem Mineralwasser ist Tafelwasser kein Naturprodukt, sondern wird industriell hergestellt. Es kann aus verschiedenen Wasserarten und anderen Zutaten zusammengesetzt sein. Für die Mischungsverhältnisse gibt es keine gesetzlichenVorschriften. Im Café oder Restaurant wird der Durstlöscher Tafelwasser meist aus großen Schankanlagen gezapft und im Glas serviert. Apfelsaft ist ein durchaus gesundes Getränk. Eine Karriere als Durstlöscher dürfte ihm allerdings verwehrt bleiben, denn dafür ist er nicht geeignet. Laura weiß über den Saft aus dem Obst der heimischen Streuobstwiesen Bescheid. In der Schule hat sie schon viel darüber erfahren. Ein Grund für sie, eher zu Apfelsaft als zu einer Limonade zu greifen. Doch Apfelsaft hat einen hohen fruchteigenen Zuckergehalt von 100 Gramm pro Liter und liefert damit reichlich Energie - bis zu 550 Kilokalorien. Eine selbstgemixte Apfelschorle – am besten zwei Drittel Mineralwasser, ein Drittel Apfelsaft - ist da wesentlich besser. So ein kaltes Spezi schmeckt Kevin am besten, wenn er Durst hat.Auch wenn viel über den hohen Zuckergehalt in Cola und Limonaden geschimpft wird, Kevin bleibt cool: „Wenn man sonst wenig Zu- Die Terrasse dieser Brauereiwirtschaft in Zwiefaltendorf ist über Foto: Bernhard dem fließenden Wasser angelegt. Bürkle cker zu sich nimmt, dann darf es ruhig mal ein ColaMix sein“, spricht er überzeugend in die familiäre Runde.Allerdings muss er kurze Zeit auch zugeben, dass sein Spezi gerade im Sommer einen unangenehmen Nebeneffekt hat: schon nach kurzer Zeit klebt die Zunge wieder am Gaumen. Kevin würde dich gleich noch einmal ein Spezi bestellen, um die Kleberei zu beseitigen. Weil der Junge, der unter der Woche auch viel Sport treibt, nur aus Haut und Knochen besteht, wird ihm auch das zweite Glas Spezi nicht schaden. Aufpassen sollten aber all jene, die schnell zu Übergewicht neigen. Schon serviert der Kellner die bestellten Gerichte und schnell sind die Gespräche über die Durstlöscher versiegt. Es wird still am Tisch, Familie Müller konzentriert sich aufs Essen und genießt die frischen regionalen Produkte von der Schwäbischen Alb. Nach dem schmackhaften Vesper gönnen sich Peter undTanja Müller noch einen „Absacker“ aus regionaler Produktion.Tanja Müller bestellt sich einen Likör, ihr Mann Peter setzt auf einen Obstbrand und beide sind begeistert ob der hohen Qualität der Produkte. Während Laura und Kevin noch ihr Eis auslöffeln, planen die Eltern schon die Fahrt nach Hause. Ein erlebnisreicher Alb-Tag neigt sich dem Ende. 5 Das neue Ausflugsziel im Biosphärengebiet Schwäbische Alb: Bierhimmel Brauen Sie in der historischen Schaubrauerei ein Bier wie zu Zeiten der Benediktiner, die hier vor fast 500 Jahren die Zwiefalter Brautradition begründet haben. Erfahren Sie alles über Hopfen und Malz und kehren Sie ein im wunderschönen Biergarten. Im Hofladen erhalten Sie viele Spezialitäten von kleinen Erzeugern der Schwäbischen Alb. Bierhimmel Hauptstraße 18 88529 Zwiefalten Telefon (07373) 200 90 www.zwiefalter.de ZKB AZ Bierhimmel albeins 165x65mm.indd 1 Das erwartet Sie: Schaubrauerei Ho aden Biergarten 24.05.17 15:37

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Rezepte Cocktail für heiße Tage Dark Apple Zutaten für 1 Cocktail: 12 cl Apfelsaft, klar, 5 cl schwarzer Johannisbeernektar, 3 cl Zitronensaft, 1,5 cl Limettensirup, 3 cl Mineralwasser, Eiswürfel Und so geht‘s: Apfelsaft, Johannisbeernektar, Zitronensaft und Limettensirup mit Eiswürfeln im Shaker vermengen. Mit weiteren Eiswürfeln und Mineralwasser in ein Longdrinkglas geben und servieren. Tipp für die Garnitur: 100 ml Johannisbeernektar und 50 g Zucker aufkochen , vom Herd nehmen. 1 Apfel in Scheiben hobeln, in den noch heißen Sud geben. 10 bis 15 Minuten ziehen lassen, herausnehmen, auf Küchenkrepp abtropfen lassen, ca. 2 Stunden im Backofen bei 70 °C trocknen lassen, einmal wenden. Ein kühler Cocktail für den Sommer: Dark Apple. Foto: VdF Zeit für ein Eis Sommer – das bedeutet viel Sonne und gute Laune. Jetzt heißt es spontan sein, zum Beispiel wenn es um eiskalte Erfrischungen geht. Ein heißer Tipp für die warmen Tage: Blitzeis mit Fruchtsaft – die ideale Abkühlung für zwi- schendurch. Es ist erfrischend, fruchtig und gelingt ganz unkompliziert ohne Eismaschine. Das Einzige, was man dafür braucht sind der Lieblingssaft, kleine Eisformen und evtl. Holzstiele. Joghurt- oder Puddingbecher mit kleinen Plas- tiklöffeln funktionieren ebenso gut. Der Phantasie sind beim Zusammenstellen individueller Saftkombinationen keine Grenzen gesetzt. Dank ihrer Sorten- und Geschmacksvielfalt sind Fruchtsäfte und -nektare die ideale Basis für eigene Eiskreationen. Egal ob fruchtig-süß mit Aprikose und Orange oder herberfrischend mit Johannisbeere und Rhabarber – alles ist möglich. Kombinationen mit Kräutern und Gewürzen bieten übrigens ganz besonders interessante Geschmackserlebnisse. Aus dem Lieblingssaft lässt sich ganz schnell und einfach ein Eis am Stiel machen. Den Saft in die Eisform füllen und für circa eine Stunde anfrieren lassen. Dann den Stiel in das halbgefrorene Eis stecken und für mindestens drei Stunden ins Gefrierfach stellen.Wenn sich das Eis später nicht aus der Form lösen lässt, kurz unter heißes Wasser halten. Ein heißer Tipp für den Sommer: Blitzeis mit Fruchtsaft – die ideale Abkühlung für zwischendurch. Foto: © azurita / Fotolia Kaum Äpfel auf Bäumen Die frühe Obstblüte, verbunden mit den späten Nachtfrösten im April, prägen die Obstsaison 2017. „Im Vergleich zum Vorjahr rechnen wir im Bereich Streuobst 2017 mit einem Ernterückgang um rund 65 Prozent auf 250 000 Tonnen Äpfel“, so Klaus Heitlinger, der Geschäftsführer des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie e.V. (VdF). Dies ist die niedrigste Ernteerwartung seit 1995. Neben den witterungsbedingten Einflüssen erschwert die Alternanz, die sich abwechselnden guten und schwachen Erntejahre, 2017 die Aussichten auf eine gute Ernte. Der starke Nachtfrost im April hat den Obstblüten insbesondere in den Hauptgebieten des Streuobstanbaus in Süddeutschland extremen Schaden zugefügt, so dass sich vor allem in Baden-Württemberg fast apfelfreie Zonen entwickelt haben. Die traditionell starken Streuobstgebiete wie der Stuttgarter Raum und Oberschwaben sind in Deutschland am stärksten von den Frösten geschädigt. In Norddeutschland sieht es in den Anbaugebieten etwas besser aus. Die Regeln für die Schätzung der Ernte sind sehr streng. Die Ernteschätzer müssen einen bestimmten Abstand zum Baum einhalten. Mit einem Spezialfernrohr, dem sogenannten „Gucki“, nehmen sie nacheinander fünf Ausschnitte ins Visier und zählen den Apfelbehang. Dieser Verlauf ist mit einem großen M zu beschreiben. Nach einem speziellen Berechnungsverfahren ist es dann möglich, per Hochrechnung eine präzise Aussage zu machen. DE-ÖKO-037

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Säfte von hoher Qualität Streuobstwiesen prägen den Landkreis Göppingen. Viele Jahre wurde diese Kulturland- schaft vernachlässigt, inzwischen weiß man sie wieder zu schätzen. Ende der 1990er Jahre haben die Keltereien damit begonnen, das Wiesenobst weiter zu veredeln. Obst- und Schaumweine von hoher Qualität werden herge- stellt und erfolgreich vermarktet. Seit Ende der Fünfziger Jahre wird bei der Familie Auer in Lauterstein (Kreis Göppingen) Lohnmost hergestellt, bis man auf die Idee kam, aus dem angelieferten Obst auch Saft zu machen. Sieben bis acht Tonnen Äpfel können in der Stunde zu Saft verarbeitet werden. Über Leitungen kommt der Saft in Edelstahltanks, wo bei Auers bis zu 1,3 Millionen Liter Saft gelagert werden kann. So hat man auch noch genug in ernteschwachen Jahren. Auf ihr 75-jähriges Bestehen blickten im vergangenen Jahr die Boller Fruchtsäfte (Kreis Göppingen) zurück. Mit der Übernahme des Betriebs durch seine drei Enkel wurde der Produktionsstandort 2001 in den Göppinger Stadtbezirk Jebenhausen verlegt. Zu den Säften kamen Obst- und Schaumweine, ebenfalls aus Früchten von den Streuobstwiesen, hinzu. Der Kelterladen in Bad Boll wurde entsprechend erweitert. 1864 wurde die Brennerei Kaiser das erste Mal erwähnt. Seither werden in dem kleinen Betrieb in Salach (Kreis Göppingen) Früchte von den Streuobstwiesen verarbeitet – zu edlen Bränden, Likören, Obst- und Schaumweinen – aber natürlich auch zu Saft. Bis zu 65 Saftvariationen gibt es bei Kaiser, darunter diverse sortenreine Apfelsäfte. Dabei legt Jürgen Kaiser großen Wert darauf, dass durch schonende Behandlung die Obstsäfte ihre Vitamine und Inhaltsstoffe behalten und so ihre volle gesunde Wirkung entfalten können. Ob Auer, Boller Säfte oder Kaiser – eines haben die Produkte aus den Keltereien gemeinsam: Sie wurden ob ihrer hohen Qualität schon mehrfach preisgekrönt und mit Medaillen ausgezeichnet. Genießen Sie unsere Raritäten. Für Zuhause, zur Erinnerung an Bad Boll oder als leidenschaftliches Geschenk. Geschäftszeiten: Mo – Fr 9.00 – 12.30 Uhr 13.30 – 18.30 Uhr Samstag 8.00 – 13.00 Uhr Hauptstraße 38 73087 Bad Boll Tel.: 07164 9 12 11-0 LA2_AN_Entdecken_Sie_Bad_Boll .indd 1 19.08.15 14:27 Ihre passende Musik für alle Gelegenheiten Alleinunterhalter Helmut „Hazi“ Gärtner Bekannt aus der SWR Livesendung „Schwäbische Fasnet“ als „Zwerg vom Berg“ Mobil: 0176 / 41 35 90 39 Mail: hazigaertner@gmail.de 7

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Mit der Kraft des Wassers Mühlen gehören zu den ältesten „Maschinen“ der Menschen, die nicht durch Muskelkraft oder von Tieren angetrieben werden. In unserer Region sind es vornehmlich die Wassermühlen, die im Alltag der Menschen eine große Rolle spielten und auch am Anfang der industriellen Entwicklung standen. Heute drehen sich nur noch wenige Mühlräder aus wirtschaftlichen Gründen. Mühlen sind heute in erster Linie Kulturgüter, die von Enthusiasten liebevoll gepflegt werden.Am Deutschen Mühlentag lassen sich Besucher gerne über die Funktion der Mühle informieren. Von Bernhard Bürkle und Rüdiger Gramsch Einmal im Jahr, an Pfingstmontag, öffnen Mühlen auf der Schwäbi- schen Alb und drumherum ihre Pforten. Dann findet der Deutsche Mühlentag statt, den die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung seit 1994 veranstaltet. Zunächst kaum beachtet, ist der Aktionstag seit rund 20 Jahren das Pfingst-Event schlechthin. Viele Mühlen werden förmlich überrannt, so mancher Mühlenbesit- zer musste schon ob des Andrangs seine Mühle wieder schließen. Die Wimsener Mühle ist heute ein belieb Die Menschen zeigen großes Interesse an der Funktionsweise einer Mühle und an dem, was mit der Kraft des Wassers alles produziert lassen und sicherte somit dem werden konnte (und in Einzelfällen auch noch kann). Müller über Jahrhunderte gleich- bleibende Einkünfte. Verstöße Die Betreiber, häufig ehrenamtlich tätig, zeigen, was früher in gegen das Bannrecht wurden mit Mühlen alles produziert wurde - von Mehl bis Öl. Doch nicht nur Strafen belegt. Damit wurde ein Mahlwerke wurden angetrieben, sondern andere schwere mechani- Wettbewerb zwischen den Müh- sche Maschinen, wie das Beispiel der bekannten Hammermühle am len verhindert und durch den Blautopf bei Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis) beweist. Dort sorgte künstlich erhöhten Mahllohn die Wasserkraft über viele Jahrzehnte dafür, dass in der Schmiede- konnten zusätzliche Einnahmen werkstatt Eisen geschlagen und Werkzeug hergestellt werden konn- erzielt werden. Davon hatten ten. 1804 hatte der Huf- und Waffenschmied Abraham Friedrich von allerdings viele Mühlenpächter 8 der Stadt Blaubeuren die Genehmigung für eine Hammerschmie- nur wenig, da die Pachtzahlungen de mit Schleiferei erhalten. Bis 1889 wurde die Hammerschmiede an den Eigentümer häufig sehr betrieben, anschließend wurde sie in eine mechanische Werkstatt hoch waren. Das Gesetz wurde umgestaltet, die bis 1956 existierte. erst Mitte des 19. Jahrhunderts Seit Mitte der 1960er Jahre kann die im Deutschen Reich nach und Hammerschmiede wieder in ihrer nach abgeschafft. Um 1800 ging ursprünglichen Form besichtigt wer- die Mühle im Zuge der Säkula- den – dank des Einsatzes unermüdli- risation zunächst in den Staats- cher ehrenamtlicher Helfer. besitz über. Später bekam der württembergische Staatsminis- 1329 wurde erstmals die Wimser ter Christian Philipp Normann Mühle als Bann-Mühle MdeüshlwBeernke|dCika-fe & amlsehDr ank für seine erfolgreichen tinerklosterHsaupZtswtri.e8fa1l-te7n3349eWrwieäshenstt.eig V- eTerlh.:a0n7d3l3u5n/ge52n03 mit Napole- Stauferkaiser FriedricwhwwB.caarfbea-mrouse-hlweorkn.dedas Anwesen Wimsen und Mühlwerk | Cafe & mehr sa hatte 1158 ein Gesetz über den Schloss Ehrenfels vom damaligen Hauptstr. 81 Mühlenzwang erlassen. Dieser ver- Kurfürsten Friedrich geschenkt. 73349 Wiesensteig Tel.: 07335 / 5203 www.cafe-muehlwerk.de pflichtete alle Untertanen eines Der barocke Bauzustand von Grundherrn, ihr Getreide ausschließ- 1755 wurde um 2000 aufwändig lich in der Bannmühle mahlen zu restauriert

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Die Lautertalsäge im Münsinger Stadtteil Buttenhausen (Kreis Reutlingen) wird geschichtlich erstmals 1858 in einem Steuerbericht erwähnt. Sie soll aber tatsächlich 100 Jahre älter sein. Damals wurde sie als Ölmühle betrieben und stellt Rapsöl her. Doch die Produktion des Öls war wenig gewinnbringend. Mit der Herstellung von Most versuchten die Betreiber, weite- re Einkünfte zu erzielen – doch ohne großen Erfolg. So wurde die Mühle zur Sägemühle um- gebaut. Die Säge wurde über Transmissionsräder angetrieben, und das Holz von den umliegen- den Hängen des Lautertales zu Brettern und Balken verarbei- tet. 1960 wurde ein gebrauchtes Sägegatter eingebaut. Statt des Mühlrades wird ein Elektromo- tor zum Antrieb der Säge ge- btes Ausflugslokal. Foto: Bernhard Bürkle nutzt, und eine Turbine erzeugte aus der Wasserkraft Strom. Das gesägte Holz wurde in einer kleinen Kistenfabrik im Haus zu Wein- kisten verarbeitet. Die aufkommenden Kunststoff-Kisten verdrängten die Holzbehälter, die Säge stellte ihren Betrieb ein. Stetten unter Hohlstein und Hörschwag in der Gemeinde Burladingen. Die Albmühle genießt ihren Ruf weniger durch ihr Aussehen als vielmehr über ihre einstigen Bewohner. Die Schwestern Klara und Marie Walz wurden einem Millionenpublikum bekannt durch den von der ARD vor mehr als zehn Jahren erstmals ausgestrahlten und mehrfach wiederholten Film „Der Herrgott weiß was mit uns geschieht“. Die beiden Schwestern lebten bis ins hohe Alter in der Sägemühle als Selbstversorger – ohne fließendes Wasser, ohne Strom, ohne Fernsehen und Waschmaschine. Heute gehört die Mühle einer GmbH, die das Anwesen zu einem Ausflugsziel ausbauen will. Die Pläne für ein Mühlenmuseum reifen und die Weichen für die weitere Sanierung der Gebäude sind gestellt. Führungen durch die Mühle sind schon heute bei Voranmeldung möglich. 1371 soll die Obere Roggenmühle bei Eybach (Stadtteil von Geislingen/Steige, Kreis Göppingen) von einem Graf Hansen von Rech- Information berg erbaut worden sein. Michael Köpf erhielt sie 1875 von seinem www.albmuehle.de Vater und modernisierte um die Jahrhundertwende den Mühlenantrieb, der heute noch besteht. 1917 stellte der letzte Müller, Georg Köpf, den Mühlenbetrieb ein. Noch bis 1962 wurde mit dem Wasser- www.obereroggenmuehle.de www.lautertalsaege.de rad in der Mühle Strom erzeugt. Das schwere Mühlrad und die Er- www.wimsen-kulturmuehle.de schütterungen hatten die Roggenmühle stark verzogen. Bis zu einem www.blaubeuren.de/de/Tourismus/Blau- Meter beträgt der Giebelunterschied. 1949 erwarb Anton Seitz die topf/Hammerschmiede-am-Blautopf verwahrloste Obere Roggenmühle und legte den Grundstein für die heutige Ausrichtung: ein originelles Ausflugslokal mit Forellenzucht. www.muehlenstraße-oberschwaben.de Der heutige Eigentümer Martin Seitz baute die Mühle zu einem beliebten Treffpunkt von Gästen aus nah und fern aus. Das sprudelnde Quellenwasser aus dem „Mordloch“ füllt die Forellenteiche und fließt am Ende der Mühle ObereIhr Ausflugsziel Roggenmühle Geislingen-Eybach in die Eyb. Im Winter dient es der Herstellung einer Natureisbahn auf dem Parkplatz. Das freigelegte, inzwischen bemooste Wasserrad dreht sich nur noch selten zur Demonstration für die Besucher und erinnert • Große Gartenwirtschaft • Kinderspielplatz • Livemusik • Forellen aus eigener Zucht • Freiluft-Kneipp-Anlage an die ursprüngliche Funktion des Gebäudes Auf Ihren Besuch freut sich Familie Seitz. als Getreidemühle. Mo. + Di. Ruhetag · Tel. 0 73 31 / 6 19 45 Aktuelle Veranstaltungen unter: Die wohl bekannteste Mühle im Zollern- www.obereroggenmuehle.de Alb-Kreis liegt im Laucherttal zwischen 9

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Neues aus der Albwirtschaft Im Einsatz für die Milch Projekt „Milchpreis = Brezelpreis“. Die Göppingen) ausgezeichnet worden. Der Das Ministerium Ländlicher Raum hat Idee dahinter: Wird der Preis für eine Preis, initiiert von der Fachzeitschrift auf der Südwest-Messe in Villingen- Brezel erhöht, so sollen auch die Milch- „Flüssiges Obst“, wird an kleine und Schwenningen die Gewinner des Wett- lieferanten von „BeckaBeck“ partizi- mittelständische Unternehmen der bewerbs Milch ausgezeichnet. Mit der pieren und diesen Preis für einen Liter Furchtsaft-Industrie verliehen, die mit Initiative der Landesregierung sollen Milch bekommen. innovativer Technologie, Produkten und die Verbraucher für regionale Produkte Familie Schabel aus Rechberg bei Marketingkonzepten eine Geschichte sensibilisiert werden und der Mehrwert Schwäbisch Gmünd (Ostalbreis) gar erzählen können, der über die reine regionaler Lebensmittel herausgestellt als milchliebende Familie mit eigenem Herstellung von Fruchtsaft hinausgeht. werden. Am Wettbewerb teilnehmen Milchviehbetrieb haben Frau und Herr Der Preis wurde beim Süßmoster- konnte jeder. Es konnten sowohl eige- Schabel mit ihren drei Kindern ein tol- Stammtisch in Bayreuth im Beisein von ne Aktivitäten oder Produkte, als auch les Gedicht mit dem Titel „Zum Glück rund 100 Süßmoster-Kollegen über- solche von Dritten als Vorschlag in ei- gibt’s Milch“ geschrieben und mit die- reicht. ner der Kategorien Direktvermarkter/ sem künstlerischen Beitrag ebenfalls in Hofmolkerei, Lebensmitteleinzelhandel, der Kategorie Kunst & Kultur prämiert. Osiander übernimmt Herwig Molkereien, Tourismus, Verbraucher, In den kommenden Jahren will das Mi- Die Tübinger Buchhandlung Osian- Kunst & Kultur eingereicht werden. nisterium verstärkt verschiedene Maß- der bleibt von Expansionskurs. Ende Zu den insgesamt elf Preisträgern zählt nahmen und Aktivitäten zur Förderung September übernimmt das 1596 ge- auch Julian Schmid von der Hofmolkerei des Absatzes regionaler Lebensmittel gründete Familienunternehmen aus Schmid GmbH in Münsingen-Bremelau aus Baden-Württemberg umsetzen. der Universitätsstadt die 140 Jahre (Kreis Reutlingen). Familie Schmid ver- Dies geschieht im Rahmen einer lang- alte Buchhandlung Herwig in Göppin- arbeitet in ihrer Hofmolkerei im Bio- fristigen Verbraucherkampagne. Neben gen. Herwig betreibt zudem Filialen in sphärengebiet Schwäbische Alb seit der Milch werden dabei auch andere Schwäbisch Gmünd und Aalen (Ostalb- fast 20 Jahren die hofeigene Milch ihrer Produktbereiche in den Fokus gestellt kreis), sowie in Heidenheim. Mit dem 70 Kühe zu verschiedenen Produkten werden. Verkauf will Herwig die Zukunft seiner wie Joghurt, Frischkäse und Pudding. Buchhandlung sichern, nachdem aus Ihre frische Albmilch und die anderen Bosch baut Genusswelt der Familie kein Nachfolger bereitstand. Produkte werden neben dem Lieferser- Der Uhinger Süßwarenhersteller Bosch vice mittlerweile auch an die Gastro- (Wibele Bosch) baut eine neue Pro- Kapuziner verlassen Ave Maria nomie, Großküchen und im regionalen duktionsstätte. Auf insgesamt 3100 In Deggingen (Kreis Göppingen) en- LEH vermarktet. Regionalität und „das Quadratmetern will die 1911 gegrün- det die Klostertradition. Nach fast Direkte vom Bauern“ zu kommunizie- dete Confiserie Produktion, Verwaltung, 90 Jahren gibt der Kapuzinerorden ren, ist der Familie Schmid ein Herzens- Schulungsräume und die neue Genuss- sein Kloster Ave Maria bei der be- anliegen. welt an den Ortseingang von Uhingen rühmten Wallfahrtskirche auf. Vor- Ausgezeichnet wurde auch Bianca Beck verlegen. Die 300 Quadratmeter große aussichtlich werden die noch im Klos- von der Bäckerei „BeckaBeck“ aus Genusswelt soll nicht nur Naschkatzen ter lebenden Mönche Ende Oktober Römerstein (Kreis Reutlingen). In einer verführen, sondern auch Platz für Mu- 2018 Deggingen verlassen. Die Wall- guten Brezel muss frische Milch enthal- sik, Show und Entertainment bieten. Die fahrtskirche Ave Maria ist ob ihrer ten sein. Die Bäckerei „BeckaBeck“ in Eröffnung ist für Mitte 2018 geplant. prachtvollen Ausstattung und ihrer 10 Römerstein auf der Schwäbischen Alb Konzerte bekannt. Sie ist auch häufig ge- möchte ihren Milchlieferanten faire und Süßmoster-Preis an Manufaktur Geiger nutzter Ort für Eheschließungen und über dem Marktpreis liegende Preise Mit dem Süßmoster-Preis 2016 ist die dient als Kulisse für Motorradsegnun- bezahlen und startete 2017 deshalb das Manufaktur Jörg Geiger in Schlat (Kreis gen. siehIenHofmoepage Weitere Informationen unter www.albeins.de FALKNER- SPEKTAKEL auf Burg Hohen Neuffen Flugschau der Greifvögel Sonn- und Feiertags 12.00, 14.00 und 16.00 Uhr Aktuelle Termine auf www.falkner-wolfgang-weller.de

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Radtour mit Ausblick Blauer Himmel mit kleinen weißen Wolken, darunter blühende Wiesen und im lauen Wind wogendes Getreide. „Besser geht’s nicht“, Eberhard Binder tritt voller Freude in die Pedale. Der 60-Jährige startet am frühen Vormittag zu seiner „Lieblings-Albrunde“, direkt von der Haustüre in Zell u.A. (Kreis Göppingen) aus radelt er mit seinem schlicht schwarzen Rennrad hinüber nach Aichelberg, immer am Albtrauf entlang. Von Andrea Maier Schon beiWeilheim faszinieren die herrlichenAusblicke auf die Burg Teck, die Limburg, den Hohenneuffen, weiter geht’s über Bissingen, Owen, Neuffen, Kohlberg, Glems, Ehnigen unter Achalm, Gomadingen, Marbach, Münsingen, quer über den ehemaligen Truppenübungsplatz - „der allein schon einen Radausflug lohnt“ - Böhringen, Schopfloch, Hepsisau,Weilheim und zurück nach Zell. Rund 110 Kilometer durch einzigartig vielfältige Landschaft, mit überwältigender Weitsicht, in aller Ruhe - Entspannung pur. „Die Anstiege fahre ich besonders gern“, lächelt der schlanke, durchtrainierte Familienvater, der regelmäßig den „Alb-Extrem“ mitfährt, aber auch bei internationalen Etappenrennen, wie beispielsweise der „Trans-Alp‘“mit 18 Alpenpässen, über enorme Distanzen‚ rauf und runter braust. Über die Schwäbische Alb radelt Binder das ganze Jahr, das ist für ihn Training und Erholung gleichermaßen. Über kurvenreiche Landstraßen gleitet er dahin und genießt dabei mit allen Sinnen. Ob der „Die Alb ist das Schönste, was ich kenne“, sagt Eberhard Binder aus Zell u.A. Foto: Andrea Maier Das Rad im Gepäck Naturparkexpress: Gammertingen – Sigmaringen – Beuron – Tuttlingen – Immendingen – Blumberg bis 22. Oktober an allen Samstagen, Sonn- und Feiertagen Naturpark Express (NPE): Engstingen – Blumberg-Zollhaus bis 15. Oktober an Samstagen, Sonn- und Feiertagen Rad-Wander-Shuttle „Laucherttalbahn“: Engstingen – Sigmaringen bis 15. Oktober an Samstagen, Sonn- und Feiertagen Sonnenalbexpress: Reutlingen – Gönningen – Sonnenbühl – Engstingen bis 15. Oktober an Sonn- und Feiertagen Nauf-Nab-Trauf-Bus: Hechingen – Burg Hohenzollern – Bisingen – Onstmettingen Nägelehaus bis 15. Oktober 2017 an Samstagen, Sonn- und Feiertagen 10, 44/30: Hechingen – Burg Hohenzollern – Bisingen – Onstmettingen Nägelehaus bis 15. Oktober an Samstagen, Sonn- und Feiertagen 10, 44/305, 300: Ebingen – Onstmettingen Nägelehaus – Bisingen – Burg Hohenzollern – Hechingen bis 15. Oktober 2017 an Samstagen, Sonn- und Feiertagen KBS 767 3-Löwen-Takt-Radexpress Eyachtäler auf der „Eyachtalbahn“: Hechingen Landesbahn – Eyach bis 15. Oktober an Sonn- und Feiertagen KBS 769 Schieferbahn: Balingen – Schömberg bis 15. Oktober an Sonn- und Feiertagen Rad-Wander-Shuttle „Schwäbische Alb“: Tübingen – Engstingen bis 15. Oktober an Sonn- und Feiertagen 17/38 Schlichem-Rad-Wander-Bus: Balingen – Lochen – Tieringen – Schömberg – Rotenzimmern – Epfendorf bis 15. Oktober an Sonn- und Feiertagen Shuttlebus Schlichem-Wanderweg: Tieringen – Schömberg – Leidringen – Epfendorf bis 16. Oktober an Sonn- und Feiertagen Rad-Wanderbus Linie 400: Reutlingen – Gammertingen bis 15. Oktober 2017 an Sonn- und Feiertagen Rad-Wanderbus Laichinger Alb: Blaubeuren – Westerheim – Laichingen bis 15. Oktober an allen Sonn- und Feiertagen Rad-Wanderbus Schwäbische Alb: Oberlenningen – Schopfloch – Westerheim – Laichingen bis 15. Oktober an allen Sonn- und Feiertagen, wegen Baumaßnahmen an der Strecke erst am 14. Mai Biosphärenbus: Münsingen – Römerstein – Heroldstatt – Münsingen bis 15. Oktober an allen Sonn- und Feiertagen Rad-Wanderbus Lautertal: Munderkingen – Hayingen – Münsingen bis 15. Oktober an allen Sonn- und Feiertagen Lautertal Freizeitbus: Ehingen – Münsingen – Hayingen – Zweifalten bis 15. Oktober an allen Sonn- und Feiertagen Freizeit- und Bäderbus „Blaue Mauer“: Owen – Beuren – Erkenbrechtsweiler – Hohenneuffen – Neuffen bis 5. November an Sonn- und Feiertagen Rad-Wanderbus zur Burgruine Reußenstein (RW1): Göppingen – Jebenhausen – Heiningen – Gammelshausen – Dürnau – Bad Boll – Gruibingen – Mühlhausen – Wiesensteig – Reußenstein bis 15. Oktober an allen Sonn- und Feiertagen Rad-Wanderbus zur Burgruine Reußenstein (RW2): Göppingen – Jebenhausen – Bezgenriet – Bad Boll – Gruibingen – Mühlhausen – Wiesensteig – Reußenstein bis 15. Oktober an allen Sonn- und Feiertagen Rad-Wanderbus zur Burgruine Reußenstein (170): Kirchheim - Holzmaden – Aichelberg - Weilheim – Gruibingen – Mühlhausen – Wiesensteig – Reußenstein bis 15. Oktober an allen Sonn- und Feiertagen Shuttlebus Archäopark: Niederstotzingen – Stetten – Archäopark Vogelherd bis 15. Oktober an allen Sonn- und Feiertagen, kein Fahrradtransport

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Raps knallgelb blüht oder Klatschmohn und Kornblumen zwischen Gerstenfeldern leuchten, Lindenblüten-Duft betört oder ob frisch gedüngt wurde – mit dem Rad, sagt er, sei man immer ganz unmittelbar dabei. Beim Radfahren fühlt sich Eberhard Binder eins mit der Landschaft, mit der Natur. Obgleich er mit dem Rennrad überwiegend auf Straßen und ausgeschilderten Radwegen unterwegs ist, „gibt es immer Routen mit sehr wenig Verkehr.“ Als Genuss beschreibt er auch die körperliche Betätigung – „es entsteht eine tiefe Zufriedenheit.“ Selbstverständlich kennt und fährt der passionierte Rennradfahrer hin und wieder auch Mountainbike. „Der Albtrauf ist wie dafür geschaffen.“ Ein defensiver Fahrstil auf den Wegen, die auch von Wanderern genutzt werden, ist für ihn selbstverständlich. „Ich rufe lieber, als dass ich die Leute mit der Schelle erschrecke“, und für einen kurzen Schwatz bleibt er gerne auch mal stehen. Ein besonderes Radvergnügen erlebte er im vergangenen Jahr gemeinsam mit seiner Frau: Mit Zelt und Gepäck in den Satteltaschen radelten sie 2500 Kilometer bis Portugal. Die Auszeiten mit dem Rad nutzt er intensiv und braucht sie auch, denn seit er 1987 seinen Fahrradfachhandel mit Werkstatt eröffnete, gibt es für ihn und seine Helfer mehr als genug zu tun. Eberhard Binder freut das nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen: er ist überzeugt davon, dass Fahrradfahren gefördert werden muss. „Ganz gleich, ob g‘schwind zum Einkaufen, auf längeren Reisetouren oder als sportliche Herausforderung: jeder geradelte Kilometer schont die Umwelt, fördert Gesundheit und Fitness - und macht Freude.“ Information Eberhard Binder Bachstraße 4 73117 Zell u.A. Telefon 07164/6263 www.fahrradladen-zell.de Für Alb-Radler Auf dem „Wadenbeißer“ unterwegs Auf rund 18 Kilometern und 520 Höhenmetern strotzt die neue tige Tourentipps zusammenge- MTB-Strecke nur so vor Mountainbike-Abenteuern. 30 Prozent Trai- stellt. Die vorgeschlagenen Rad- lanteil mit Schwierigkeitsgraden von bis zu S2 der Singletrailskala wege sind so gut beschildert, wechseln sich mit breiteren Wegen ab und technisch-anspruchsvolle dass keine große Planung erfor- Passagen gehen in flowige Abschnitte über. Die neue Mountain- derlich ist. Das Magazin enthält bikestrecke „ALB-GOLD Wadenbeißer“ der Bikezone Albstadt rich- zudem Informationen, wie Stre- tet sich an sportlich ambitionierte Fahrer, die den Flow und Ride auf ckenlänge, Höhenmeter, Schwie- schmalen Pfaden lieben und auch das vordere kleinste Kettenblatt rigkeitsgrad und Sehenswertes nicht scheuen. Aussichtsreiche Ausblicke vom Albtrauf besonders zu entlang der Strecke. Auch eine Beginn und kurz vor Ende der Tour, am Schlossfelsenturm und vom Auflistung von E-Bike-Verleih Schönhaldenfelsen belohnen nach kräftezehrenden Anstiegen. und -Ladestationen sind auf den 12 Konflikte minimieren 50 Seiten zu finden, denn diese Art des Radelns erfreut sich auf- Die neue Freizeitwegekonzeption des Landkreises Göppingen grund der teils steilen Anstiege möchte den Mountainbikern attraktive und gut beschilderte Trails hier größter Beliebtheit. Dass bieten und gleichzeitig die Konflikte mit anderen Nutzungen mini- die Region auch in der Moun- mieren. Im Laufe des Sommers werden deshalb voraussichtlich sieben tainbike-Szene längst eine fes- neue Trails für das Mountainbiking ausgewiesen. Durch große Anteile te Größe ist, liegt nicht nur am an nicht asphaltierten und naturbelassenen Abschnitten weisen die reizvollen Terrain des Albtraufs, Routen eine hohe Attraktivität auf. Sie wurden in Zusammenarbeit sondern auch am hochwertigen mit vielen Beteiligten, wie beispielsweise dem ADFC Kreisverband Trail- und Tourenportfolio der Göppingen, dem Kreisjagdverband, dem Umweltschutzamt und vieler Schwäbischen Alb. weiterer, entwickelt. Alle gemeinsamen haben ein Papier der gegen- seitigen Rücksichtnahme erarbeitet und unterschrieben. So soll auch erreicht werden, dass Wildruhezonen geschont, Wanderer nicht gestört und die Natur geschützt werden. Information Magazin zum Erlebnis-Radeln Ob Genussradler oder Mountainbiker: Im kostenlosen Magazin „ErlebnisRadfahren“ hat der Schwäbische Alb Tourismus 30 vielsei- Prospektbestellungen Telefon 07125/93930-0 info@schwaebischealb.de

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Älbler kämpfen um die Alpenkrone Geht die „Goldene Alpenkrone“ auf die Schwäbischen Alb? Gleich vier Interpreten aus der Region haben sich nämlich für das Finale des Volksmusikwettbewerbs am 18. November in Ainring im Berchtesgadener Land qualifiziert, das in dem kurz vor Salzburg liegenden Ort von TV-Entertainer Stefan Mross präsentiert wird. Der Wettbewerb um die „Goldene Alpenkrone“ war erstmals von der Göppinger Agentur Maitis-Media ausge- schrieben worden. Komponisten und Textdichter konnten sich bewerben. Eine Jury hatte schließlich über 53 Einsendungen aus Österreich, der Schweiz und Deutsch- land zu befinden und wählte zwölf Titel für das Finale aus. Mit Stefan Mross präsentiert die dabei sind nun vier „Goldene Alpenkrone“ in Ainring. Foto: Günter Hofer (Schwabenpress) Interpreten von der Schwäbischen Alb. Zu ihnen gehören der singende Wirt von Trochtelfingen, Egon Hölz (Kreis Reutlingen), die Gruppe „Alb-Dudler“ von Robert Dorn aus St. Johann (Kreis Reutlingen), der aus der Fernsehfasnacht als „Zwerg vom Berg“ bekannte Helmut Gärtner aus Böhmenkirch (Kreis Göppin- gen) und der aus Eschenbach (Kreis Göppingen) kommende Helmuth-Josef Keller, ehemaliger Leiter des Stauferland-Echos. Die vier Interpreten vertreten zusammen mit dem Sänger René Bluhm aus dem badischen Stutensee bei dem internationalen Wettstreit die Farben Baden-Württembergs. Mit am Start sind außerdem drei Gruppen aus Bayern, eine Gruppe aus der Steiermark, ein Musiker aus dem Berner Oberland, sowie Interpreten aus Hessen und NordrheinWestfalen. Präsentiert wird das Finale von einem der populärsten Musiker, Sänger und Fernsehentertainer, Stefan Mross. Der 41-Jährige freut sich auf die Veranstaltung, die im großen Saal des Hotels „Rupertihof“ in Ainring stattfindet. Dessen Inhaber, Eva-Maria und Thoms Berger, sind weit über die Grenzen Bayerns als „singende Wirtsleut‘“ bekannt und stehen fast jeden Abend in ihrem Hotel auf der Bühne, um die Gäste zu unterhalten. Hansi Berger, Koch und Juniorchef im „Rupertihof“ tritt in die Fußstapfen des Vaters und stand bereits mit vier Jahren bei Carmen Nebel auf der Showbühne. Zurück zu den vier Interpreten von der Schwäbischen Alb. Das musikalische Talent von Egon Hölz entdeckte seinerzeit der Dorfschullehrer und auch der damalige Schulrat war von der Stimme so angetan, dass er ihn zu den „Wiener Sängerknaben“ schicken wollte. Doch in den ältesten Sohn wurden Hoffnungen gesetzt, die damalige Landwirtschaft und Gastwirtschaft zu übernehmen. Mit 14 Jahren erlernte Hölz das Akkordeonspielen und schon bald Egon Hölz aus spielte er bei den ersten Festen Trochtelfingen. auf. Auf der ersten MC erschien seinerzeit das Lied „Nur an grauen Tagen Arbeit“,das heute noch bei vielen Vereinen auf der Schwäbischen Alb als Stimmungshit gesungen und gespielt wird. Die Nachfra- 13

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ge nach Auftrittsterminen zog an und das brachte Egon Hölz auf die Idee, sein Gasthaus Kreuz im Trochtelfinger Ortsteil Wilsingen zu verändern, um dort für Gäste aufzuspielen. Bald kamen die ersten Vereine und Busgruppen. Bis heute hat Hölz zwölf verschiedene CD/MC produziert, auf denen sich über 50 Lieder von ihm selbst komponierte und getextete Titel befinden. Beim Wettbewerb in Ainring tritt er mit dem Lied „Heimat ist“ an, das für ihn der Stuttgarter Komponist Clou Simon geschrieben hat. Der Text stammt von Dieter Nickel aus SchleswigHolstein. Für fetzige Mundartmusik sind die Alb-Dudler bekannt. Das Quintett um Robert Dorn ist aus St. Johann machte zuletzt mit seinem neuen Album „So isch‘s Leba“ von sich reden, das die Mu- siker bei einer großen Release- Party im Engstinger Alb-Stadl vorstellten. Die Gruppe, die seit einigen Jahren auf vielen Straßen- Die Alb-Dudler aus festen und auf vielen Frühschop- St. Johann. pen der Region mit ihrer Musik die Zuhörer in Schwung bringt, ist auch dem Fernsehpublikum be- kannt. Beim Wettbewerb um den Närrischen Ohr- wurm 2017 war die Band mit von der Partie und landete mit ihrem „Fasnachtsküchle“ am Ende auf dem vierten Platz. Bei der „Goldene Alpenkrone“ hoffen die Alb-Dudler mit einem Lied von Robert Dorn die Jury überzeugen zu können: „Solang mein Herz schlägt“ heißt der Beitrag. Mit Helmut Gärtner aus Böhmenkirch steht ein Musiker ins Finale, der seit Jahrzehnten in der regionalen Musikszene mitmischt. In einigen Bands hat er mitgespielt, darunter bei den Helmut Gärtner „Olivados“ oder den „Lollipops“. aus Böhmenkirch. Heute ist Gärtner einem breiten Publikum auch außerhalb des Landkreises Göppingen als Fernsehfasnachter bekannt. Seit einigen Jahren steht er in den närrischen Tagen als „Zwerg vom Berg“ auf der Bühne und bereichert Jahr um Jahr die vom SWR aus Donzdorf ausgestrahlte Narrensitzung. Bei der „Alpenkrone“ geht Gärtner mit dem selbst geschriebenen Titel „Ein halbes Jahrhundert“ an den Start. Musikalisch erfolgreich ist auch Helmuth-Josef Keller aus Eschenbach. Der ehemalige Chef des „Stauerland-Echos“ ist heute musikalisch alleine unterwegs. Unter anderem unterhält er auch auf dem Stuttgarter Weindorf die Gäste. Mit seiner Band hatte er einst eine Internet-Hitparade gestürmt. Der Titel „Überall klin- Helmuth-Josef Kelgen Glocken der Heimat“ über- ler aus Eschenbach. zeugte zig-Tausend User, die den heute noch oft gespielten Titel auf den ersten Platz hievten. „Auch die alte Liebe lebt“ heißt das Lied, das Keller in Ainring in den Wettbewerb schickt. Die Musik stammt aus der Feder des in Ostfildern lebenden Komponisten und Musikers Ulrich Voss, den Text dazu hat Keller selbst verfasst. Bei der Veranstaltung in Ainring mischt noch ein weiterer Alb-Musiker mit, aber nicht auf der Büh- ne, sondern hinter den Kulissen. Hans-Ulrich Pohl 14 aus Heiningen (Kreis Göppingen) zeichnet bei dem Wettbewerb für die künstlerische Leitung verant- wortlich. Der Wettbewerb in Ainring ist eingebettet in ein mehrtägiges Musikprogramm, das bereits am 16. November mit einem Unterhaltungsabend von Eva-Maria und Thomas Berger beginnt, am 17. November präsentiert Stefan Mross seine Show, am 18.November führt Mross als Moderator durch den Wettbewerb. Mit einem von Hansi Berger musikalisch gestalteten Frühschoppen endet das Programm am 19. November. Das Hotel Rupertihof bietet zu dem Anlass eine Pauschale mit drei Übernachtungen und Halbpension an, in der auch der Zutritt zu den Veranstaltungen enthalten ist. Die Pauschale kostet pro Person (im Doppelzimmer) 239 bzw. 269 Euro und kann direkt im Rupertihof, Telefon 08654/48830 gebucht werden.

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Herbert Gollhofer genießt in seinem Oldtimer-Cabrio die Fahrten über die Alb. Fotos: Andrea Maier Oben ohne über die Alb Die Sonne strahlt zwischen weißen Wolken am blauen Himmel. „Kaiserwetter für eine kleine Ausfahrt.“ Herbert Gollhofer knöpft das Verdeck auf, schiebt es in den kleinen Stauraum, in dem hinter den zwei schlanken Sitzen höchstens zwei schmale Taschen Platz finden. Am frühen Morgen ist es noch kühl, er zieht seine uralte braune Lederjacke über, öffnet über einen kleinen Hebel an der Innenseite die Fahrertür, klemmt sich hinter das winzige Lenkrad und zieht an dem schwarzen Knopf S. Der Motor startet, brummt und gluckst gutgelaunt - dann rollt der Austin Healey Sprite MK I auf die Straße. Von Andrea Maier Das schöne Auto in bezauberndem Schlüsselblumengelb wird in Kennerkreisen liebevoll „Froschauge“ genannt. Betrachtet man die freundlich geschwungene Form mit den hervorstehenden Lampen, erklärt sich der Kosename selbst.Vom Remstal aus, wo Herbert Gollhofer und seine Frau wohnen, lenkt er sein derzeitiges Lieblings-Cabriolet durch den Schwäbischen Wald Richtung Ostalb. Dort unterhält die Familie ein Wochenendhäuschen als häufig besuchten Rückzugsort. Herbert Gollhofer liebt die Fahrten über die Schwäbische Alb ganz besonders. In dem ziemlich kleinen Froschauge sitzt er fast auf der Straße, die Räder der modernen Monsterautomobile rasen fast auf Augenhöhe an ihm vorbei. Gurte gibt’s in seinem Oldtimer keine und eine ‚Knautschzone‘ nur mit viel Fantasie. „Auf der Alb ist wenig Verkehr, da fährt es sich entspannt.“ Bis an die 100 km/h brummelt der Kleine mit 64 PS friedlich dahin, „Wohlfühlgeschwindigkeit“ nennt Gollhofer das und genießt den Fahrtwind, der über die winzige Frontscheibe streicht. Ganz deutlich spürt er Temperaturunterschiede, nimmt unterschiedliche Düfte und Farben wahr, ist ganz unmittelbar draußen - „Da fährst du nicht nur mit dem Fuß.“ Deshalb kommen für den passionierten ‚Autoschrauber‘ ausschließlich Cabriolets infrage, insbesondere englische Modelle haben es ihm angetan. Als junger Buchdrucker-Lehrling kaufte er mangels Reichtum alte, kaputte Autos, reparierte und fuhr sie. Seit er Ende der 60er Jahre auf diese Weise an das mittlerweile legendäre Cabrio Triumph TR4 gekommen war, gibt es kein Zurück: „Nur noch Cabrio“. „Schon immer“, aber seit der Rente oft auch ganztags, 15

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