Newsletter 12

 

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Flüchtlingshelfer

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!Newsletter 12! Liebe Flüchtlingshelfer! !! !Kurze Urlaubsunterbrechung… ! !!denn es haben sich einige Dinge ergeben, die keinen Aufschub dulden.! !1.) Frankenstraße! Zunächst das Aktuellste: Die Frankenstraße wird wieder Schwesternwohnheim, so dass alle dort wohnenden Flüchtlinge, die dort bereits in Anschlussunterbringung lebten, wieder mal umziehen müssen. Man bemüht sich, sie möglichst in der Innenstadt zu belassen, erste Umzugsverfügungen sind gestern bereits verteilt !!worden. Heitzenacker ist kein Thema! ! !2.) 15 Monate in Deutschland und dann…! In letzter Zeit gab es vermehrt verwirrende Briefe der Verwaltung - verwirrend sowohl für die Asylbewerber als auch für die Ehrenamtlichen. Denn wenn jemand mehr als 15 Monate in Baden-Baden lebt, (und das sind zurzeit viele unserer Anfang 2016 nach Baden-Baden Zugezogenen) ändern sich nach dem Gesetz !einige Dinge, vor allem für die diejenigen, die noch nicht anerkannt sind.! !a) …mehr Geld ! Zum einen geht es um Zahlungen, die „plötzlich“, zum Teil auch in mehreren Teilbeträgen, auf das Konto der Asylbewerber fließen. Des Rätsels Lösung: Nach 15 Monaten haben die Geflüchteten nach dem Gesetz Anspruch auf (höhere) Leistungen, angeglichen an die üblichen Sozialhilfesätzen, und so kam und kommt es im Augenblick auch zu Nachzahlungen. ! Die Flüchtlinge - auch wenn sie noch nicht anerkannt sind - bekommen weiterhin von der Stadt Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, die Höhe der Zahlungen (bisher 324 Euro) werden aber an die geltenden Sozialhilfesätze (jetzt 409 Euro) angeglichen. ! !!Bitte klären Sie die Flüchtlinge auf, dass alles mit rechten Dingen zugeht.! !b) Beitritt zur Krankenkasse! Nach 15 Monaten haben Asylbewerber außerdem den gleichen Anspruch auf medizinische Versorgung wie Sozialhilfeempfänger, so dass faktisch kein Unterschied mehr zu gesetzlich Versicherten besteht. Die Asylbewerber bekommen dann auch eine elektronische Gesundheitskarte, sie brauchen sich keine !Behandlungsscheine mehr ausstellen zu lassen.! Siehe auch diese Information der Verbraucherzentrale => ! !https://www.verbraucherzentrale.de/medizinische-versorgung-von-asylbewerbern! Hierzu werden neue Sozialhilfe-Bescheide und ein eigenes Schreiben für die Krankenkasse verschickt. Diese Schreiben scheinen kompliziert zu sein, sowohl für die Flüchtlinge, als auch für die Ehrenamtlichen, an die sie sich in solchen Fällen gerne wenden. Wer die Bescheide nicht versteht, kann sich jederzeit an die zuständigen Stellen in der Stadtverwaltung wenden. ! Die Stadtverwaltung teilt hierzu mit, dass die Sachbearbeiterinnen (Name, Mail-Adresse und Telefonnummer sind rechts oben im Bescheid zu finden) gerne auch ein zweites oder drittes Mal bereit sind, diese Dinge zu !!!!erläutern. !

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!3.) Ehrenamtstreffen! !Katharina Thomas teilt mit:! „Die Veränderungen der letzten Monate möchte ich zum Anlass nehmen Sie zu einem gemeinsamen Treffen aller ehrenamtlichen Helfer in Baden-Baden einzuladen. Viele Flüchtlinge sind in andere Unterkünfte umgezogen, Einrichtungen wurden geschlossen – und die Flüchtlinge wurden umverteilt, vermehrt sind Flüchtlinge in Anerkennung übergegangen oder in eigene Wohnungen umgezogen. All diese Faktoren haben auch die Koordination der ehrenamtlichen Helfer verändert. Aus diesem Grund möchte ich Sie gerne zu diesem gemeinsamen Treffen einladen um mit Ihnen zu überlegen welche Unterstützung die Ehrenamtlichen für die weitere Arbeit in der Zukunft benötigen. Wichtig ist mir auch, dass Sie weiterhin vernetzt bleiben und !die Möglichkeit haben sich untereinander auszutauschen. Das erste Treffen findet am Donnerstag, den 14.09.2017 im Scherer Kinder – und Familienzentrum, Breisgaustr.23, Baden-Baden statt. !Beginn ist um 18.00 Uhr. Zum Einstieg möchte ich gerne folgende Themen mit Ihnen bearbeiten: • Welche Form des gemeinsamen Austauschs benötigen Sie? • Welche Themen interessieren Sie bzw. zu welchen Themen hätten Sie gerne mehr Informationen • An welchem Wochentag wäre ein gemeinsames Treffen für Sie in Zukunft möglich • Wie sollen die gemeinsamen Treffen aufgebaut sein (Mehr Inhalt oder mehr Austausch?) ! • Wie könnte man ein solches Treffen nennen? Bitte melden Sie sich zu diesem ersten Treffen an, damit ich es entsprechend vorbereiten kann. !!!Mail: katharina.thomas@baden-baden.de !4.) Interkulturelle Wochen:! Wie bereits im Newsletter Nummer 11 erwähnt, finden die interkulturellen Wochen vom 14. September bis 4. !Oktober 2017 statt. ! Der Film „Angekommen in Baden-Baden - aus Flüchtlingen werden Mitbürger“! des Bündnisses „Baden-Baden ist bunt“ ! wird am Dienstag, 19. September, um 19 Uhr ! ! im Cineplex-Kino gezeigt. ! Wie im letzten Jahr wird sich an die Filmvorführung eine Podiumsdiskussion anschließen, an der unter anderem Bürgermeister Michael Geggus, Gerald Maisberger vom Jobcenter, Monika Burck von der VHS und Ludwig Herfs vom AK Asyl teilnehmen. Die Moderation übernimmt Patrick Fritsch, den sicher viele aus seiner Zeit als ehemaliger Lokalchef des Badischen Tagblatts und Verfasser des „Mercurius“ kennen. Durch den kurzweiligen Abend führt Frau Bojcetic.! Anders als im letzten Jahr gibt es die Karten diesmal nicht umsonst. Wir müssen den Saal bezahlen und haben uns auf einen moderaten Kartenpreis von 4 Euro geeinigt, den sowohl die Ehrenamtlichen, als auch, wie wir denken, unsere Flüchtlinge aufbringen können. Vorteil des Kartenverkaufs ist, dass man die Karten bereits einige Tage vor der Veranstaltung reservieren kann! Freie Platzwahl. ! An diesem Abend ist auch ein Wiedersehen mit unserem Star des letztens Jahres, Abdullah Rajab Almalla („Appo“), eingeplant. Der Regisseur des Films „Schatten“ wird seine neue Kunstaktion „Untergegangen“ vorstellen, eine sehr außergewöhnliche Fotoausstellung, die am 18. September eröffnet wird. Mehr will ich !!an dieser Stelle nicht verraten. ! !5.) Anerkennung von Zeugnissen! Die Diakonie Karlsruhe teilt mit, dass sie auch in Baden-Baden sehr gerne bei der Anerkennung von ausländischen Zeugnissen und Diplomen hilft. Ich habe gestern mit Frau Deutscher telefoniert, und sie erklärte, dass im Augenblick Flüchtlinge, die Hilfe brauchen, direkt zu ihr nach Karlsruhe kommen. Sie ist aber auch bereit, die Leute - einmal pro Monat - bei der Caritas in Rastatt zu beraten, bei großem Bedarf kann sie sich auch eine Sprechstunde in Baden-Baden vorstellen.!

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Die Beratung ist kostenlos, Frau Deutscher hilft auch dabei, die Kosten für die nötigen Übersetzungen erstattet zu bekommen. Am besten, man nimmt direkt mit ihr Kontakt auf:! Mail: deutscher@dw-karlsruhe.de! !Tel: 0721 167-292! Mein Blogeintrag hierzu ! !=> http://fluechtlingshilfe-baden-baden.blogspot.de/2017/08/anerkennung-abschlusse.html! Mit meiner Mail an Sie schicke ich den Flyer als pdf-Anhang mit, aber ich weiß, wie schnell man plötzlich danach suchen muss. Wenn Sie nachlesen wollen, finden Sie die Information auch immer ganz bequem auf der Seite „Schule/Beruf“ auf dem Flüchtlingshilfeblog. Oder auch auf der Seite, auf der ich meine gesammelten Newsletter zusammengestellt habe. => http://fluechtlingshilfe-baden-baden.blogspot.de/p/ !!newsletter.html! !6.) Arbeitsmarktintegration! !a) Wichtig bei Verlängerung ! Stephan Langreder macht auf folgendes aufmerksam:! Bei einer Verlängerung der Zulassung der Beschäftigung müssen neben dem unterschriebenen Folgeantrag auch noch die Lohnzettel der letzten 3 Monate ungefragt durch den Flüchtling oder Betrieb bei der ZAV der Agentur mit eingereicht werden. Es ist schon vorgekommen, dass auch die Stundenzettel in Einzelfällen angefordert wurden.! Wie bei der Verlängerung des Ausweises sollten die Flüchtlinge den Ablauf ihrer Zulassung aufschreiben !und rechtzeitig von sich aus über ihren Chef die Verlängerung beantragen.! Zum Thema Arbeit können Sie sich auch auf der entsprechende Seite des Flüchtlingshilfeblogs informieren !=> http://fluechtlingshilfe-baden-baden.blogspot.de/p/blog-page_13.html! !b) Info für Ehrenamtliche! Adrian Struch weist auf eine Arbeitshilfe für uns Ehrenamtlich hin: „Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten“ für Ehrenamtliche vom IQ-Netzwerk ! !!!=> www.migranet.org/images/Publikationen/ehrenamt/Broschuere_Ehrenamt_Juli_2017.pdf! !7.) Dokumentarfilm! Birte Gräper vom SWR hat einen Dokumentarfilm über vier Flüchtlinge in Deutschland auf dem Weg in die !Integration beratend begleitet. Er kann über die ARD-Mediathek angeschaut werden: ! http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/dieses-bunte-deutschland- !!!video-102.html! !Mit freundlichen Sommergrüßen! !Rita Hampp! Baden-Baden, den 3. August 2017

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