Natur im Bild Katalog 2017/2018

 

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Lehrtafelverzeichnis 2017/2018

Popular Pages


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• Naturlehrtafeln • Tierparktafeln • Quiztafeln • Übersichtstafeln • Extraanfertigungen • Trägergerüste • Flyer • Bücher • Postkarten uvm. 2017/18Lehrtafelverzeichnis Materialien zur Einrichtung von Lehrpfaden

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Wer ist Natur im Bild ? Seit 1996 beschäftigen wir uns mit der Herstellung von Lehrtafeln rund um die Natur. Dabei ist uns besonders wichtig, unsere handgemalten, naturgetreuen Zeichnungen einzusetzen, die mit interessanten Texten verschiedene Themen beschreiben. Gerne beraten wir Sie bei der Planung Ihres Lehrpfades. Natürlich stellen wir Ihnen auf Wunsch gerne Mustertafeln bzw. Materialmuster zur Verfügung. Nach der Philosophie „Nur was der Mensch kennt, kann er lieben“ und „Nur was der Mensch liebt, kann er auch schützen“ gestalten wir Lehrtafeln, die über Vorgänge, Lebenssituationen und Lebensmöglichkeiten in der Natur informieren. Sie können sich bei uns auch ganz individuelle Lehrtafeln erstellen lassen. Anhand Ihrer Vorschläge werden wir Ihre Ideen in Text und Bild umsetzen. Auch durch individuelle Texte zu bereits existierenden Bildelementen können Sie Ihre persönliche Lehrtafel gestalten. Außerdem können Sie auch Ihre bereits fertig gestalteten Lehrtafeln bei uns produzieren lassen. Natur im Bild GmbH Olenhuser Landstr. 20b 37124 Rosdorf Tel. +49 551 59007 Fax +49 551 59009 www.natur-im-bild.com info@natur-im-bild.com Ihr Natur im Bild Team Jessica Welenz Auszubildende Kauffrau für Büromanagement Ulla Beulke Geschäftsführerin Jana Mechmershausen Mediengestalterin Sabine Wahner-Lutze Geschäftsführerin Kristina Lung Mediengestalterin Von uns gestaltete Lehrtafeln und Einzelabbildungen in diesem Katalog dürfen nicht ohne unser Einverständnis gescannt, fotografiert, ausgeschnitten oder anderweitig genutzt werden. Dieses Werk ist sowohl in Teilen als auch als Ganzes urheberrechtlich geschützt. Der Nachdruck ist, auch auszugsweise, verboten. Impressum Herausgeber: Natur im Bild GmbH Redaktion: Sabine Wahner-Lutze Layoutgestaltung: Jana Mechmershausen

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Inhaltsverzeichnis Themen Seite Lehrtafeln Neuheiten ...................................................................... 02 Ökologie ....................................................................03 – 13 Gewässer...................................................................14 – 15 Obst ..........................................................................16 – 17 Wald ..........................................................................18 – 21 Pflanzen ....................................................................22 – 27 Pilze ...........................................................................28 Tiere ..........................................................................29 – 30 Säugetiere .................................................................31 – 38 Vögel .........................................................................39 – 46 Bienen, Insekten, Ameisen und Spinnen ...................47 – 49 Amphibien und Reptilien...........................................50 Fische ........................................................................51 Quiztafeln .................................................................. 52 – 53 Zoo- und Tierparktafeln ............................................... 54 – 57 Hinweisschilder .........................................................58 Kleintafeln und Tiersilhouetten .................................59 Übersichtstafeln u. Extraanfertigungen ....................60 – 61 Flyer und Faltblätter ..................................................62 Wandbilder, Magnetboards, Ordnerrücken, Bücher .63 Preisliste ...................................................................64-65 Trägergerüste ...........................................................66 – 70 Erklärungen ...............................................................71 Bestellformular..........................................................72 Allgemeine Geschäftsbedingungen ...........................73 Sonstige Artikel .........................................................Rückseite

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02 Neuheiten Wir erweitern unser Sortiment regelmäßig um neue, kreative Produkte. Hier sehen Sie alle Neuheiten auf einem Blick. NEU Art.-Nr. 690-2 Schmetterlingsflyer mit spannenden Infos rund um den Schmetterling. Mehr Infos auf Seite 62. Art.-Nr. 181-2 Art.-Nr. 181-1 Runde Infotafeln zum Drehen oder fest stehend. Durchmesser ca. 80 cm. NEU Art.-Nr. 564-30 NEU Kreativ Holz-Trägergerüst Mehr Infos auf Seite 68. Geschwungene Tafel mit Ausschnitt Format ca. 100 x 70 cm Art.-Nr. 181-4 Runde Infotafel am Holzpfosten befestigt. Art.-Nr. 564-32 Art.-Nr. 181-3 Neue Kleintafeln im Format 15 x 30 cm. Mehr Infos auf Seite 59. NEU NEUArt.-Nr. 182-1 NEU Geschwungene Tafel Art.-Nr. 183-1 Format 100 x 30-50 cm Art.-Nr. 331-153 Art.-Nr. 311-17 Jahr für Jahr fällt das Laub zu Boden Wo bleibt es? So hoch wäre das Laub im Wald, wenn Kleinstlebewesen und Bodenorganismen etwa 10 Jahre lang nichts tun würden. © Natur im Bild GmbH Art.-Nr. 311-18 Wusstest du, dass ...? ... ein 20 m hoher Baum jährlich ca. 30.000 l Wasser über die Wurzeln in seine Krone saugt? ... Blätter Wasser speichern und durch Spaltöffnungen transportieren? ... Laubwälder mehr Wasser speichern können als Nadelwälder? ... herabfallendes Laub für die Humusbildung sorgt? EiWem gehört welches ? 3 2 1 4 5 6 ... der Waldboden das Wasser reinigt und filtert? Ein 20 m hoher Baum kann 200 – 300 kg Wurzelwerk entwickeln! ... dass bei der Sommerhitze die Verdunstung Kälte spendet? © Natur im Bild GmbH www.natur-im-bild.com Art.-Nr. 371-44 Art.-Nr. 331-154 a bc de f Lösung: 1b; 2d; 3e; 4c; 5f; 6a © Natur im Bild GmbH, www.natur-im-bild.com Art.-Nr. 371-45 Art.-Nr. 342-7 Art.-Nr. 343-10 Art.-Nr. 344-3

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Auf unseren Lehrtafeln zum Thema Ökologie haben wir die unterschiedlichsten Lebensräume und Kreisläufe dargestellt, um die Zusammenhänge und Geheimnisse in der Natur zu erklären. Ökologie 03 Art.-Nr. 111-34 Art.-Nr. 111-131 Art.-Nr. 111-9 Art.-Nr. 111-80 Art.-Nr. 111-1 Alle hier abgebildeten Lehrtafeln können auch nach Ihre individuellen Wünschen geändert werden. Art.-Nr.111-6 Art.-Nr. 111-82 Magere Glatthaferwiese Bunt, vielfältig, artenreich! 12 3 4 5 6 78 9 Was ist eine magere Glatthaferwiese? Eine magere Glatthaferwiese wird nicht gedüngt. Sie wird nur ein bis zweimal im Jahr gemäht, damit sie nicht wieder zu einem Wald heranwächst. Sie ist eine artenreiche Blumenwiese, die für viele Lebewesen einen optimalen Lebensraum bietet. Möglich gemacht hat das der Mensch, der hier durch seine Truppenübungen die Flächen waldfrei gehalten hat. Lebensraum Glatthaferwiese Dadurch dass hier kein Löwenzahn oder Brennnessel wuchert, können sich die verschiedensten Gräser und Kräuter entwickeln. Das lockt viele Schmetterlinge, Heuschrecken und zahlreichen anderen Insekten an, die wiederum Vögel anlocken. Durch die intensive Nutzung der Wiesen durch Düngung und häufige Mahd oder die Umwandlung in Acker sind die Magerwiesen selten geworden. 16 15 14 13 11 12 17 18 19 21 20 30 22 23 10 24 12 3 4 29 34 32 33 31 Typische Tierarten Insekten & Spinnen 1 Bläuling (Polyommatus icarus) 2 Schwalbenschwanz (Papilio machaon) 3 Rotbraunes Wiesenvögelchen (Coenonympha glycerion) 4 Gemeiner Grashüpfer (Chorthippus parallelus) 5 Roesels Beißschrecke (Metrioptera roeselii) 6 Nachtigall-Grashüpfer (Chorthippus biguttulus) 7 Großer Feuerfalter (Lycaena dispar) 8 Kleiner Fuchs (Aglais urticae) 9 Listspinne (Pisaura mirabilis) 10 Honigbiene (Apis mellifera) 11 Ohrwurm (Forficula auricularia) 12 Krabbenspinne (Misumena vatia) Lurche 13 Wechselkröte (Bufo viridis) 14 Blindschleiche (Anguis fragilis) 15 Erdkröte (Bufo bufo) 16 Zauneidechse (Lacerta agilis) Vögel 17 Feldlerche (Alauda arvensis) 18 Braunkehlchen (Saxicola rubetra) 19 Wiesenpieper (Anthus pratensis) 20 Feldsperling (Passer montanus) 21 Graureiher (Ardea cinerea) 22 Jagdfasan (Phasianus colchicus) 23 Mäusebussard (Buteo buteo) 24 Rauchschwalbe (Hirundo rustica) 25 Star (Sturnus vulgaris) 26 Weißstorch (Ciconia ciconia) 28 27 Säugetiere 27 Abendsegler (Nyctalus noctula) 28 Bartfledermaus (Myotis mystacinus) 29 Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus) 30 Dachs (Meles meles) 31 Feldhase (Lepus europaeus) 32 Feldmaus (Microtus arvalis) 33 Hermelin (Mustela erminea) 34 Maulwurf (Talpa europaea) 25 26 8 9 10 14 15 16 Typische Pflanzenarten 1 Glatthafer (Arrhenatherum elatiust) 2 Wiesen-Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis) 3 Wilde Möhre (Daucus carota) 4 Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) 5 Wiesen-Pippau (Crepis biennis) 6 Acker-Witwenblume (Knautia arvensis) 7 Frauenmantel (Alchemilla spp.) 8 Scharfer Hahnenfuß (Ranunculus acris) 9 Großer Wiesenknopf (Sanguisorba offi cinalis) 10 Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis) 11 Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) 56 7 12 13 11 19 17 18 12 Margerite (Leucanthemum vulgare) 13 Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) 14 Wiesen-Schwingel (Festuca pratensis) 15 Wiesen-Labkraut (Galium mollugo) 16 Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense) 17 Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi) 18 Rotschwingel (Festuca rubra) 19 Wolliges Honiggras (Holcus lanatus) © Natur im Bild GmbH 37124 Rosdorf www.natur-im-bild.com Art.-Nr. 111-133

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04 Ökologie Art.-Nr. 111-116 Art.-Nr. 111-23 Art.-Nr. 111-110 Art.-Nr. 111-108 Art.-Nr. 111-26 Art.-Nr. 111-85 Art.-Nr. 111-56 Art.-Nr. 111-112 Art.-Nr. 111-86

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Art.-Nr. 111-44 Art.-Nr. 111-28 Art.-Nr. 111-5 Art.-Nr. 111-49 Art.-Nr. 111-60 Art.-Nr. 111-24 Art.-Nr. 111-50 Ökologie 05 Art.-Nr. 111-132 Art.-Nr. 111-87 Unsere Lehrtafeln sind in verschiedenen Formaten lieferbar. Art.-Nr. 111-18

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06 Ökologie Art.-Nr. 111-98 Hier sehen Sie unterschiedlich gestaltete Lehrtafeln rund um das Thema Bauernhof und Feldwirtschaft. Art.-Nr. 111-99 Art.-Nr. 111-96 Alle hier abgebildeten Lehrtafeln haben das Standardformat 100 x 70 cm. Art.-Nr. 111-97 Art.-Nr. 111-95

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Art.-Nr. 111-92 Art.-Nr. 111-100 Ökologie 07 Art.-Nr. 111-94 Art.-Nr. 111-8 2 1 4 23 25 3 5 24 26 8 7 6 12 9 11 13 10 15 22 20 21 14 19 18 16 17 28 30 27 29 31 Art.-Nr. 111-120

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08 Ökologie Art.-Nr. 111-122 Art.-Nr. 111-63 Art.-Nr. 111-19 Art.-Nr. 111-40 Art.-Nr. 111-75 Art.-Nr. 111-48 Art.-Nr. 111-88 Art.-Nr. 111-55 D Hk H k v Hk : ti ff K fi E G “ p ti Gü Z“ p D D F T z z B BF ö K ti fi ti z B p üz B (E ü ) zÄ z Ak Hk : z M Bü I Eö N Nö G N B tt fi p KB tt Tp z zK pz z Z M ti Typ B p Ifi U G öz I ti D p F tt 300 H 90 A 200 Sp tz ä l 150 E k öt 250 I l 1.000 50 N töt 160 G l 150 M w l 30 fkäf 1.100 St ti B zz Iz ö T T tf z N pfl z v H k : N pz zB zÜ T Pz N ti G öz E D 1 I tf K Z 1 50 pfi tt fb B 5M Pz p Pz Z ti Pfl H k : z zp M I 8 15 J „ z“ D G öz ü B tt B tt „ z“ ti T ü üz öfi ö Bt St Kt t t ©N BG 37124 Art.-Nr. 111-12

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Ökologie 09 Art.-Nr. 111-15 Art.-Nr. 111-11 Art.-Nr. 111-105 Art.-Nr. 111-47 Art.-Nr. 111-42 Art.-Nr. 111-90 Art.-Nr. 111-118 Unsere Lehrtafeln sind in unterschiedlichen Ausführungen lieferbar. Ausführliche Erklärungen finden Sie auf Seite 71. Art.-Nr. 111-124 Art.-Nr. 111-119 Art.-Nr. 111-117 Art.-Nr. 111-10

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10 Ökologie Art.-Nr. 111-125 Art.-Nr. 111-101 Art.-Nr. 111-39 Art.-Nr. 111-107 Die Preise entnehmen Sie bitte unserer Preisliste auf den Seiten 64-65. Vielfältiges Leben im Reisighaufen )) H))b)) )))) ))) ))f)))))))) ))))-, S)))))) ))) H))))))))))tt ))) )))))))))f)) ))f))))))))))) )))))). D))))) ))) ))) v))))))ti))) ))) )))))o)))))) L)b))))))) fü) )))))))))) T)))). U)))) ))) ))o)))))) )))))))))f)) b))) )))) b))))))))))))) ))) )))) )))) N))), )) ))) )) )))) ))) )))))) üb)))))))) )))). V)))), ))) ))))))))) ))) )o))))))))) )))))) ))) )))))))))f)) ))))) ))) V))))))) ))) ))))))))). A))) A))))b))) (). ). ))))))))) ))) )))ti)))) (). ). ))))))))) fi)))) )) )))))))))f)) ))))) o)ti))))) Üb))))))))))))))))) ))) U))))))))))f))))))))))))). Beispielhaft abgebildete Arten: ) )))))))))) (Martes martes) ) )))) (Erinaceus europaeus) 3 K))))))) L))fkäf)) (Carabus cornunculatus) 6 L))))))))) (Pisaura mirabilis) ) ))))))))))))) (Sorex araneus) ) )))))))))))) (Lacerta vivipara) ) ))))))))) (Lumbricus terrestris) ) ))))))))) (Troglodytes troglodytes) Art.-Nr. 111-38 9 )o))))))))) (Erithacus rubecula) )0 H)))))b)))))))) (Prunella modularis) )) )))))))) (Bufo bufo) )) )))))))))))))) (Anguis fragilis) © Natur im Bild GmbH 37124 Rosdorf www.natur-im-bild.com Wer versteckt sich in unserer Kulturlandschaft ? Kulturlandschaften mit Hecken, Wiesen und Obstbäumen sind vor allem durch menschliche Nutzung entstanden. Ohne die Tätigkeit des Menschen würde hier von Natur aus vorwiegend Wald wachsen. Um sie zu erhalten bedürfen sie weiterhin der Pflege des Menschen, z.B. durch Mähen und Beweidung und das Herunterschneiden der Gehölze. Die verschiedensten Tier- und Pflanzenarten leben und gedeihen in dieser Struktur. Manche Tiere leben in Baumhöhlen, andere verstecken sich in Hecken oder in Schuppen. Jede Art findet hier ihren besonderen Anspruch auf Nahrung, Nistmöglichkeiten und Schlafplätzen. 58 56 Jedes dieser Elemente ist ein „Biotop“, also ein Lebensraum für Tiere und Pflanzen – und damit besonders wertvoll und artenreich. 63 41 57 59 66 65 55 54 13 39 38 43 25 40 41 27 60 39 62 15 26 42 35 9 48 11 61 2 44 69 38 24 17 14 47 48 46 29 32 18 45 30 8 52 27 51 37 50 53 49 31 36 12 10 7 3 23 16 45 6 19 21 33 28 19 20 67 Wiesenblumen: 1 Löwenzahn 2 Wiesenflockenblume 3 Klappertopf 4 Knautie (Witwenblume) 22 Schmetterlinge: 9 Tagpfauenauge 10 Admiral 11 Schachbrettfalter 12 kleiner Fuchs 13 Zitronenfalter andere Insekten: 14 Honigbienen 15 Hornissen Säugetiere: 23 Dachs 24 Fuchs 25 Gartenschläfer 26 Siebenschläfer 27 Fledermäuse 28 Iltis 29 Mauswiesel 30 Wiesel Reptilien: 20 Zauneidechse 21 Blindschleiche Amphibien: 22 Erdkröte Vögel: 35 Zaunkönig 36 Feldsperling 37 Star 38 Gartenrotschwanz 43 Blaumeise 44 Distelfink 45 Kohlmeise 46 Grauschnäpper 47 Gartenbaumläufer 48 Kleiber 49 Rotkehlchen 50 Heckenbraunelle 51 Goldammer 52 Gartengrasmücke 53 Mönchsgrasmücke 54 Hausrotschwanz 59 Grünspecht 60 Buntspecht 61 Kleinspecht 62 Wendehals 63 Turmfalke 64 Bussard 65 Schwarzmilan 66 Rotmilan 67 Steinkauz 68 Wiedehopf 69 Rebhuhn 34 64 © Natur im Bild GmbH Tel. 0551 59007 www.natur-im-bild.com 68 5 Schafgarbe 6 Margerite 7 Schlüsselblume 8 Wiesensalbei 16 Wildbienen 17 Wiesenhummel 18 Marienkäfer 19 Laufkäfer 31 Steinmarder 32 Eichhörnchen 33 Igel 34 Spitzmaus 39 Neuntöter 40 Grünfink 41 Buchfink 42 Zilpzalp 55 Schleiereule 56 Amsel 57 Ringeltaube 58 Elster Vielleicht können Sie einige davon und noch andere Arten beobachten ! Art.-Nr. 111-84 Art.-Nr. 111-72 Art.-Nr. 111-2 Art.-Nr. 111-93 Lebensraum Steinbruch Uhu (Bubo bubo) W erden alte Abbaustätten,  wie Steinbrüche, nicht mehr genutzt, werden sie schnell von der Natur zurückerobert. Sie entwickeln sich zu wichtigen Lebensräumen für oftmals bedrohte Tier- und Pflanzenarten. An den Felswänden findet kontinuierlich Verwitterung statt. Einzelne Steine oder ganze Teile kommen immer wieder ins Rutschen, bleiben liegen und dienen vielen Kleintierarten als Behausung. Kleinste, nährstoffarme und trockene Gesteinsnischen werden von einer speziell angepaßten Vegetation erorbert. 1 2 5 4 HauhechelBläuling (Polyommatus icarus) 11 Plattbauch-Libelle (Libellula depessa) 12 10 Mauerfuchs (Lasiommata megera) Nachtigall-Grashüpfer (Chorthippus biguttulus) Erdkröte (Bufo bufo) Schlingnatter (Coronella austriaca) Kleingewässer in den Abbausohlen sind für Insekten und vor allem für Amphibien von großer Bedeutung. In manchen Steinbrüchen hat sogar die Geburtshelferkröte einen Lebensraum gefunden. Das Sekundärbiotop Steinbruch sollte daher nach Möglichkeit geschützt werden. 36 1 Besenginster (Sarothamnus scoparius) 2 Steinklee (Melilotus officinalis) 3 Gemeine Flockenblume (Centaurea jacea) 4 Hangschutt 7 5 Weiß-, Hängebirke (Betulus pendula) 6 Margarite (Leucanthemum vulgare) 7 Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) 8 Dornfarn (Dryopteris carthusiana) 89 9 Rippenfarn (Blechnum spicant) 10 Tüpfelfarn (Polypodium vulgare) 11 Aspe, Zitterpappel (Populus tremula) 12 Salweide (Salix caprea) Fuchs (Vulpes vulpes) © Natur im Bild GmbH 37124 Rosdorf www.natur-im-bild.com Art.-Nr. 111-30

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Art.-Nr. 111-59 Art.-Nr. 111-58 Art.-Nr. 111-114 Art.-Nr. 111-62 Ökologie 11 Art.-Nr. 111-109 Art.-Nr. 111-128 Wenn der Winter kommt, ... Art.-Nr. 111-127 Tarnen und Täuschen Überlebensstrategien im Tier- und Pflanzenreich Wer hat sich hier versteckt? Wer ganz genau hinschaut, findet einige der abgebildeten Tiere auch im großen Bild wieder: Der Kokon des Gabelschwanzes (Nachtfalter) fällt auf der Rinde kaum auf. Clevere Nachahmer: Die Puppe des Aurorafalters (Schmetterling) sieht aus wie ein Blatt. Der Kiefernschwärmer fügt sich durch seine Flügelzeichnung hervorragend in die Rindenstruktur ein. Der Laubfrosch passt sich seinem Umfeld durch Haltung und Färbung an. ... dann warm einmummeln und ab in den Winterschlaf. Dies ist eine Variante, um Hunger und Kälte im Winter zu überstehen. Unter einer dicken Laubschicht oder im Boden bleibt es erträglich. Nicht nur Igel, auch Feldhamster, Siebenschläfer oder Fledermäuse hätten im Winter Probleme, genügend Futter zu finden. Im Schlaf laufen der Stoffwechsel, die Atmung und andere Körperfunktionen nur noch im Zeitlupentempo ab. ... immer mit der Ruhe. Auch ohne Winterschlaf, aber mit viele Ruhe, kommen z. B. Eichhörnchen, Dachs und Wildschweine durch den Winter. Im Herbst haben sie sich eine dicke Speckschicht angefressen, von der sie im Winter zehren. Zusätzlich tragen die Die Kupferglucke ahmt perfekt ein welkes Blatt nach. Der Ziegenmelker findet durch die Anpassung an seine Umgebung ein sicheres Tagesversteck. Ameisenspringspinne Die Krabbenspinne, in der gelben Blüte gut getarnt, hat gerade einen Bläuling gefangen. Die Spannerraupe gleicht durch ihre Körperhaltung täuschend ähnlich einem Zweig. Der Aronstab verbreitet Aasgeruch. Dieser lockt Käfer und Mücken an, die in die Kesselfalle der Blüte fallen. Hier bedecken sie sich mit Pollen und können erst mit dem Welken der Blüten entkommen. Werden sie in einer anderen Blüte gefangen, erfolgt die Befruchtung. Die Ameisenspringspinne stellt ihre Vorderbeine wie Fühler hoch, ahmt die Bewegungen der Ameisen nach, mischt sich als Ameise getarnt unter das Volk, um so leichte Beute machen zu können. Waldameise Der Hornissenglasflügler (Schmetterling!) täuscht seine Wehrhaftigkeit durch die Ähnlichkeit mit der Hornisse vor. Hornissenglasflügler Hornisse Der Sonnentau lockt mit seinen klebrigen “Tautropfen” Insekten an. Anschließend umschließt das Blatt die Beute, um sie zu verdauen. Das Tagpfauenauge erschreckt seine Feinde durch das plötzliche Aufklappen der Flügel mit der eindrucksvollen Augenzeichnung. © Natur im Bild GmbH 37124 Rosdorf www.natur-im-bild.com Art.-Nr. 111-37 Tiere einen extra warmen Winterpelz. Strahlend weiß, nur mit schwarzer Schwanzspitze, ist der Winterpelz des im Sommer braunen Hermelins. Mitten im Winter beginnt für Wildschweine und Füchse die Paarungszeit, schließlich soll der Nachwuchs pünktlich im Frühling zur Welt kommen. Der Fichtenkreuzschnabel ernährt sich von Fichtensamen, die im Winter reichlich vorhanden sind, so dass er sogar im Winter seine Brut aufzieht. ... ein dickes Winterkleid überstreifen. Vögel sind mit einem besonders guten Isoliermaterial ausgestattet: Mit Federn. Federn weisen die Kälte ab und halten die Wärme fest. Bei starker Kälte plustern sich die Vögel auf. Ein raffiniertes Adernetz in den Füßen ermöglicht es ihnen, auf Schnee und Eis zu stehen, ohne festzufrieren. Nur im Winter kann man Bergfinken, Zwergsäger und Schellenten beobachten, die aus noch kälteren Regionen zu uns kommen. Von links nach rechts: Waldohreulen Eichhörnchen Wildschweinrotte Bergfink Rotwild Hermelin Puppe des Schwalbenschwanzes am Grashalm Fuchs Saatkrähen Eichelhäher Rehe Feldhasen Schellenten Stockenten Graureiher Zwergsäger Reiherenten Bleßhühner Gänsesäger Unter der Schneedecke: © Natur im Bild GmbH 37124 Rosdorf www.natur-im-bild.com Igel Feuersalamander Rötelmaus Kiefernschwärmer Maikäfer Engerling Art.-Nr. 111-46 Tierartgerecht umgerüstete Trafostation Art.-Nr. 111-7 Dörfer und Städte verarmen zusehends an wildlebenden Tier- und Pflanzenarten. Die Gründe dafür sind sehr vielfältig. Der Rückgang bei vielen Tierarten in Dörfern und Städten ist teils eine Folge der abnehmenden pflanzlichen Vielfalt, teils ist sie aber durch Abriss alter Gebäude, Sanierung der Städte und Dörfer sowie durch zunehmenden Straßenverkehr begründet. Besonders bedrohlich ist die Situation für die Tierarten, die in und an Gebäuden Schlaf- und Nistplätze benötigen. Dies gilt für die Vogelarten‚ Schleiereule, Dohle, Turmfalke, Mauersegler, Mehlschwalbe, Rauchschwalbe und Hausrotschwanz. Beim Rückgang der Fledermäuse spielt zusätzlich die Verwendung giftiger Holzschutzmittel eine Rolle. Wir müssen den stark gefährdeten Tierarten helfen, indem wir ihnen Ausweichquartiere schaffen und den erforderlichen gesunden Lebensraum erhalten. Dazu dient die hier tierartgerecht umgebaute ehemalige Trafostation. An dieser tierartgerechten umgerüsteten ehemaligen Trafostation sind Schlaf- bzw. Nistmöglichkeiten Wochenstuben für Schleiereulen, Turmfalken, Nischenbrüter, Mauersegler, Fluginsekten und Fledermäuse entstanden. Schleiereule: Schleiereulen bewohnen bei uns z.B. Kirchen, Dachböden, Wirtschaftsgebäude und Scheunen. Wichtig für sie ist die unmittelbare Nachbarschaft freier Feld- und Wiesenflächen zur Nahrungssuche. Hauptnahrung der Schleiereule sind Fledermäuse und andere Nagerarten. Die Eule ist bei uns stark gefährdet. Art.-Nr. 111-79 Turmfalke: Die Turmfalken sind in unseren Breiten ebenfalls auf geeignete Gebäude mit Mauernischen und Türmen angewiesen. Auch ihre Nahrung besteht größtenteils aus Mäusen, die sie an Gehölzen, Waldrändern und im offenen Gelände erbeuten. Als häufiger Greifvogel zur Zeit nicht unmittelbar bedroht. Mehlschwalbe: Die Mehlschwalbe ist mit ca. 12 cm etwas kleiner als die Rauchschwalbe (19 cm) und kommt außer in Island überall in Europa vor. Sie jagt über offenem Gelände, wo sie Insekten aus der Luft erbeutet. Von April – Oktober lebt sie bei uns. Dann verlässt sie Europa, um im tropischen Afrika zu überwintern. Vor dem Abflug sitzen Mehlschwalben oft in großen Schwärmen auf Leitungsdrähten. Unsere „wilden“ Kirchbewohner Viele Tierarten finden im menschlichen Wohnumfeld gute Lebensmöglichkeiten. Kirchen können als Fels- oder Höhlenersatz dienen, z.B. dem Turmfalken. Auch die Schleiereule zieht es in die Nähe des Menschen. In der Turmluke findet sie einen idealen Brutplatz. Schwalben und Mauersegler brüten gern unter Dachüberhängen und Vorsprüngen von Hauswänden. Das nachtaktive Große Mausohr sucht sich im Kirchturm gern einen Tagesrückzugsplatz. Auch als Wochenstube, um in Gemeinschaft die Jungen aufzuziehen, wird der Kirchturm gern genutzt. Turmfalke (Falco tinnunculus) Der etwa taubengroße Greifvogel ist die häufigste Falkenart Mitteleuropas. Seinen Nistplatz sucht er sich an hohen Türmen und Gebäuden. Grünspecht (Picus viridis) Man kann ihn im Bogenflug über freiem Gelände beobachten. Als Schlafplatz bevorzugt er Baumhöhlen, nutzt aber auch Mauerspalten und ihm zugängliche Dachbereiche. Braunes Langohr Fledermäuse: Durch den zunehmenden Wegfall von Wohn- und Schlafplätzen leiden unsere gebäudebewohnenden Fledermausarten stark. Der Bestand ist teilweise stark gefährdet. Mit Beginn der Dämmerung verlassen sie ihre Tagesquartiere und jagen Fluginsekten an Gewässern, Waldrändern bzw. in der offenen Landschaft. Mehlschwalbe (Delichon urbica) Sie brütet vor allem an Hauswänden unter geschützten Dachvorsprüngen. Breitflügelfledermaus Mauersegler (Apus apus) Dieser ausgesprochene Flugkünstler nistet gern unter Dächern. Er überwintert in Afrika. Zwergfledermaus Weißstorch (Ciconia ciconia) Er brütet auf Hausdächern, Türmen, Strommasten oder Bäumen. © Natur im Bild GmbH 37124 Rosdorf www.natur-im-bild.com Dohle (Corvus monedula) Sie ist der kleinste einheimische Rabenvogel und wird, wegen ihrer Vorliebe für Kirchtürme, auch „des Pastors schwarze Taube“ genannt. Hornisse (Vespa crabro) Größte soziale Faltenwespe Deutschlands. Sie baut ihr kunstvolles Nest in Baumhöhlen, unter Dächern oder in großen Mauerspalten. Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) Diese Solitärbiene sucht in Mauern und Hauswänden nach Löchern und Ritzen, in denen sie ihre Eier ablegen kann. Schleiereule (Tyto alba) Namensgebend für diese Eule ist ihr deutlich ausgeprägter heller, herzförmiger Gesichts- schleier. Bevorzugt nutzt sie Kirchtürme und Scheunen als Tageseinstand und Nistplatz. Großes Mausohr (Myotis myotis) Mausohren schlafen im Sommer gern in Dachstühlen und Kirchtürmen. Zum Überwintern suchen sie sich gern Natur-Höhlen oder verlassene Bergwerkstollen. Braunes Langohr (Plecotus auritus) Auffallend lange, braune Ohren. Dachböden und Gebäudespalten aller Art dienen ihm als Tagesquartier und Wochenstube. Star (Sturnus vulgaris) Der singfreudige Höhlenbrüter legt sein Nest gern in Mauerspalten an. Haussperling (Passer domesticus) Der gesellige Spatz baut sein Nest in Spalten, Nischen oder Höhlungen von Gebäuden. Während der Jungenaufzucht verfüttert er ausschließlich Insekten. © Natur im Bild GmbH 37124 Rosdorf www.natur-im-bild.com Art.-Nr. 111-27

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120 Ökologie Art.-Nr. 111-104 Art.-Nr. 111-13 Art.-Nr. 111-3 Verbreitung von Pflanzen - durch Tiere Wenn Samen einfach auf den Boden unterhalb der Elternpflanze fallen, so würden die Sämlinge sterben, da sie miteinander um Wasser, Licht und Nährstoffe kämpfen müssen. Um das zu vermeiden, sorgt die Natur für eine Verteilung der Samen. Früchte mit Kletten: Eine ganze Reihe von Früchten haften an dem Fell vorbeistreifender Tiere, z.B.: - Gemeine Odermenning - Kleine Klette - Wilde Möhre - Kletten-Labkraut Wilde Möhre Eicheln Waldveilchen KlettenLabkraut Beispiel: Holz-Trägergerüst mit Lehrtafel im Format 100 x 70 cm Unsere Träger gerüste mit Preisen finden Sie auf den Seiten 66-70. Himbeeren Saftige Früchte: Tiere werden von den süßen Früchten angelockt, z.B. von Himbeeren und Hagebutten. Die unverdaulichen Samen gelangen über den Kot an einen neuen Ort. Hagebutte Art.-Nr. 111-4 Ölhaltige Samen: Die Samen der Waldveilchen besitzen kleine ölreiche Anhängsel, die für Ameisen besonders lecker sind. Sie sammeln diese Delikatessen im weiten Umkreis regelmäßig ein und lassen die Samen anschließend irgendwo liegen. Auf diese Weise tragen Ameisen zur Ausbreitung von Pflanzen bei. Neben dem Waldveilchen werden auch Schöllkraut und Lerchensporn fast ausschliesslich von Ameisen verbreitet. Nüsse: Bäume und Sträucher bringen als Früchte harte Nüsse hervor. Tiere, die Nüsse als Wintervorrat vergraben und dann vergessen tragen so zur Verbreitung bei. Art.-Nr. 111-57 © Natur im Bild GmbH 37124 Rosdorf www.natur-im-bild.com Art.-Nr. 111-35 Die Preise für unsere Lehrtafeln entnehmen Sie bitte den Seiten 64 und 65. Die auf diesen Seiten abgebildeten Lehrtafeln haben das Format 100 x 70 cm. Von der Blüte zum Apfel Duft - Nektar - Pollen Obstblüten duften für uns, aber auch für Bienen und ihre Verwandten verführerisch. Sie zeigen damit ihre zuckerreiche Nahrung, den Nektar, an. Auf der Suche nach dieser Nahrung besuchen Bienen die Blüten. Sie stoßen dabei an die Staubblätter und bepudern ihre behaarten Körper mit Pollen. Bienenschwarm Drohne Arbeiterin Königin Biene an Apfelblüte Die Bienen bürsten den Pollen in die „Körbchen“ an ihren Hinterbeinen. So bringen sie ihn als eiweißreiches Futter für ihre Larven in den Bienenstock. Apfelblüte vor der Bestäubung Griffel mit Narbe Blütenblätter Befruchtung Kelchblätter Staubblätter auskeimender Pollen Pollenschlauch (enthält männlichen Zellkern) Pollenhöschen Fruchtknoten mit Samenanlagen Befruchtung Fruchtknoten Samenanlage mit Eizelle Bleibt beim Besuch der nächsten Blüte befruchtungsfähiger Pollen an den Narben hängen, keimt dieser und es wachsen Pollenschläuche durch den Griffel zu den Samenanlagen im Fruchtknoten. Nach der Verschmelzung der Keimzellen entwickeln sich Samen und das Fruchtgewebe. Weitere Helfer bei der Befruchtung Ist es während der Obstblüte für Bienen zu kalt, werden Hummeln aktiv. Sie fliegen schon ab 4° Celsius. Die allein lebenden Wildbienen (in Mittel-europa rund 500 Arten) sammeln für ihren Nachwuchs Pollen, den sie in ihrem Bauchhaar transportieren. Fette Jahre - magere Jahre Bei nassem oder zu kaltem Wetter während der Blütezeit wird ein Großteil der Blüten nicht oder unzureichend bestäubt. Bei großen Obstbäumen ist die sogenannte Alternanz ein Problem. Nach einem Jahr mit sehr guten Erträgen folgt eines, in dem die Ernte sehr mager ausfällt. Noch ein Jahr später ist der Segen wieder kaum zu bewältigen. Die Ursachen sind bis heute nicht genau bekannt, denn alle Bäume einer Region alternieren gleichzeitig. © Natur im Bild GmbH 37124 Rosdorf www.natur-im-bild.com Art.-Nr. 111-74

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Ökologie 13 Art.-Nr. 111-126 Lebensraum Hochmoor - Eine gefährdete Urlandschaft Sumpf- und Moorlandschaften sind für den Naturhaushalt bedeutende Lebensräume und vielerorts geschützt. Sie stellen letzte Rückzugsgebiete für hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten dar, die sich diesem extremen Lebensraum angepasst haben. Was ist ein Moor? Moore sind besondere Landschaften in feuchtkühlem Klima, die zeitweilig oder ständig bis an die Oberfläche durchfeuchtet sind. Da der Boden ständig feucht ist und keine Luft nach unten dringt, kann das abgestorbene Pflanzenmaterial nicht vollständig in Humus umgewandelt werden, sondern häuft sich als Torf unter der Pflanzendecke an. Die Torfbildung ist ein sehr langsamer Prozess und beträgt nur etwa 1 mm pro Jahr. Da die Moorbildung nach der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren einsetzte, konnten sich über Jahrtausende Torfschichten ausbilden, die mehrere Meter mächtig sein können. Die hauptsächlichen torfbildenden Pflanzenarten sind Torfmoose und Wollgräser. 2 4 8 Typisch für Hochmoore ist eine uhrglasförmige, bis zu mehreren Metern hohe Aufwölbung. Die Ansammlung von Torf führt dazu, dass sich die oben aufsitzende Pflanzendecke über ihre Umgebung hinaushebt. Typische Tiere: 1 Birkhuhn (Lyrurus tetrix) 2 Sumpfohreule (Asio flammeus) 3 Kreuzotter (Vipera berus) 4 Moorfrosch (Rana arvalis) 7 5 Moor-, Bergeidechse (Lacerta vivipara) 6 Hochmoor-Glanz-Laufkäfer (Agonum ericeti) 7 Hochmoor-Bläuling (Vaccinia optilete) 8 Kleine Moosjungfer (Leucorrhinia dubia) 5 2 3 6 12 8 1 Man unterscheidet grundsätzlich zwischen: - mit nährstoffreichem Grund- und Oberflächenwasser gespeiste Grundwassermoore = Nieder- und Flachmoor - mit nährstoffarmem Niederschlagswasser gespeiste Regenmoore = Hochmoor. 35 1 46 Typische Pflanzen: 1 Moorbirke (Betula pubescens) 2 Moorkiefer (Pinus sylvestris fo. furfosa) 3 Moor-Glockenheide (Erica tetralix) 4 Besenheide (Calluna vulgaris) 5 Rosmarinheide (Andromeda polifolia) 6 Gewöhnliche Moosbeere (Vaccinium oxycoccos) 7 Krähenbeere (Empetrum spec.) 8 Scheidiges Wollgras (Eriophorum vaginatum) 9 Schmalblättriges Wollgras (Eriophorum angustifolium) 10 Rasenbinse (Trichophorum cespitosum) 11 Rundblättriges Sonnentau (Drosera rotundifolia) 12 Kleiner Wasserschlauch (Utricularia minor) 7 13 Torfmoose (Sphagnum spec.) 8 11 9 4 10 13 Die Entwicklung eines Moores/ Die Moorbildung 1. Seen und Versumpfungsgebiete verladen durch Schlammablagerungen (vor ca. 12000 J.). 2. Abgestorbene Pflanzen vertorfen: ein Niedermoor entsteht (vor ca. 8000 J.). 3. Im Niedermoor bilden sich Erlen- und Birkenbruchwälder, Torfmoose siedeln sich an und versauern das Milieu. 4. Die Bruchwälder sterben ab und es entsteht Bruchwaldtorf (vor ca. 7000 J.). 5. Die Ausbreitung von Torfmoosen fördert die stetige Anhebung des Bodens über den Grundwasserspiegel hinaus: ein Hochmoor entsteht. © Natur im Bild GmbH 37124 Rosdorf www.natur-im-bild.com Art.-Nr. 111-78 Art.-Nr. 111-43 1. Warum verfärben sich die Blätter ? 1a) Weil der Zwerg Fragen an die Natur 5. Warum ziehen Vögel vom Pumpen müde ist 1b) Weil der Baum den Blättern den grünen Farbstoff (Chlorophyll) entzieht 1c) Weil der Baum Insekten anlocken will 3. Warum fliegen Vögel ? 3a) Weil es am Boden zu unsicher ist 3b) Weil sie keine Laufschuhe in ihrer Größe finden 3c) Weil sie ein leichtes, undurchlässiges 4. Warum klopft der Specht am Baum ? 4a) Weil er seinen Schnabel kürzen will 4b) Weil er eine Botschaft sendet 4c) Weil er Nahrung sucht fort ? 5a) Weil sie auch Urlaub brauchen 5b) Weil sie geeignete Nahrungs- und Lebensbedingungen suchen 5c) Weil sie ihre Miete nicht zahlen können 2. Warum singen Federkleid besitzen Vögel? 9. Warum sind 10. Warum fällt die Fliege nicht 6. Warum hängen Fledermäuse mit dem Kopf nach unten ? 6a) Weil ihr Körper für aufrechtes Sitzen nicht geeignet ist 6b) Weil ihnen egal ist, wo oben und unten ist 6c) Weil ihre Ohren so schwer sind 2a) Weil sie gute Laune haben 2b) Weil sie vom Schreien Halsschmerzen bekommen 2c) Weil sie anderen Vögeln gefallen/drohen wollen 7. Warum haben Säugetiere ein Fell ? 7a) Weil ein Pullover nicht über das Geweih passt 7b) Weil sie sich damit tarnen, schützen und verteidigen 7c) Weil Federn nicht gut aussehen würden 8. Warum können Mücken auf dem Wasser laufen ? 8a) Weil sie sich auf dem Grund des Wassers mit Stelzen abstützen 8b) Weil auf dem Wasser eine Oberflächenspannung herrscht 8c) Weil sie besondere Schuhe haben Schmetterlinge so schön bunt ? 9a) Weil es im Garten schöner aussieht 9b) Weil sie viele bunte Blumen fressen 9c) Weil die Farben und Muster dafür sorgen, den richtigen Partner zu finden 14. Warum sitzt die von der Decke ? 10a) Weil sie immer Kleber dabei hat 10b) Weil sie Saugnäpfe an den Füßen hat 10c) Weil sie sich an der rauen Oberfläche festhalten kann 15. Warum bauen Biber Dämme? 11. Warum halten Tiere Winterschlaf ? 11a) Weil sie nicht heizen können 13. Warum summen Bienen ? Spinne in ihrem Netz ? und erfrieren würden 11b) Weil sie im 12. Warum leuchten 13a) 15 a) Weil sie Sommer nicht schlafen Glühwürmchen? Weil sie den Text 14a) Weil sie für Türme zu klein sind 11c) Weil sie so 12a) Weil sie einen nicht lesen Insekten 15 b) Weil sie die langen, Partner finden können fangen will duschen kalten Win- wollen 13b) 14b) wollen termonate 12b) Weil sie sonst Weil sie so Weil sie 15 c) Weil sie überleben. nicht nach schnell mit gerne mit den Dämmen Die Fett- Hause finden ihren Flügeln schaukelt die Wasser- reserven würden schlagen 14c) tiefe um werden im 12c) Weil ihre 13c) Weil sie nicht ihren Schlaf langsamer verbraucht Laterne ausgegangen ist Weil sie Musik lieben weiß, wo sie sonst sitzen soll Bau erhöhen © Natur im Bild GmbH 37124 Rosdorf www.natur-im-bild.com Art.-Nr. 111-76 Selbstverständlich ist es auch möglich, Standardtafeln nach Ihren Vorstellungen zu verändern. Art.-Nr. 111-51 Als Heiden werden Pflanzenbestände bezeichnet, die weitgehend baumfrei sind und von Heidekrautgewächsen, Ginster und Wacholder beherrscht werden. Die bäuerliche Nutzung der Heideflächen bestand im Abharken der Pflanzen mitsamt der Wurzeln und oberen Erdschicht, um sie als Stalleinstreu zu verwenden und anschließend als Düngung auf die Felder auszubringen. Der verarmte Boden bot nur einigen genügsamen Pflanzen, besonders der Besenheide die Möglichkeit, sich zu entwickeln. 3 Heute sind von den ehemals großflächigen Heidegebieten nur noch Restflächen erhalten, auf denen teilweise noch Wacholder vorkommt. Die Bodenoberfläche der trockenen Heiden besiedeln zahlreiche Käferarten, wie zum Beispiel der Feldsandlaufkäfer. Auch von den Schmetterlingen sind einige Arten auf die Besenheide und andere charakteristische Heidekräuter als Futterpflanzen angewiesen. 1 Lebensraum Heide 9 7 2 6 Feuerfalter (Lycaena phlaeas) Heidespanner (Ematurga atomaria) 4 Vorkommende Arten: 1 Rotbuche (Fagus sylvatica) 2 Baumpieper (Anthus trivialis) 3 Ilex, Stechpalme (Ilex aquifolium) 4 Englischer Ginster (Genista anglica) 5 5 Keulenbärlapp (Lycopodium clavatum) 6 Rotes Straußgras (Agrostis capillaris) 7 Wacholder (Juniperus communis) 8 Besenheide (Calluna vulgaris) 9 Weiß-Birke (Betula pendula) Feld-SandLaufkäfer 8 (Cicindela campestris) Wacholderast mit Früchten Blau- oder Waldbeere (Vaccinium myrtillus) Gefleckte Keulenschrecke (Myrmelotettix aculatus) © Natur im Bild GmbH 37124 Rosdorf www.natur-im-bild.com Art.-Nr. 111-41 Die Kiesgrube - Biotop aus zweiter Hand Uferschwalben (Riparia riparia) Nachtkerze (Oenothera biennis) Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe) Bläuling (Polyommatus icarus) Natterkopf (Echium vulgare) Königskerze (Verbascum thapsus) Weißer Steinklee (Melilotus albus) Lehmwespe (Melilotus albus) Mörtelbiene (Chalicodoma parietina) Wespenspinne (Argiope bruennichi) Ringelnatter (Natrix natrix) Sandlaufkäfer (Cicindelidae spec.) Flussregenpfeifer (Charadrius dubius) Die Kiesgrube gehört zu einem Gewässertyp, der durch Menschen geschaffen Wurde und wird. Durch Nassbaggerungen In ebenen Kies- oder Sandschichten, wo Das Grundwasser hoch ansteht, entsteht So ein Stillgewässer als Nebenprodukt. Zahlreiche Amphibien, wie Teichmolch, Wasserfrosch und Wechselkröte sind Hier zu Hause. Außerordentlich vielfältig Ist die Vogelwelt in der Flachwasserzone Und am Ufer. Graureiher (Ardea cinerea) Rohrkolben (Typha latifolia) Bruchwasserläufer (Tringa glareola) Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis) Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) Wechselkröte (Bufo viridis) Binsenjungfer (Lestes sponsa) Watvögel, wie Flussuferläufer und Flussregenpfeifer haben hier eine neue Heimat entdeckt. Ebenso der Graureiher, Der auf der suche nach Nahrung durch das seichte Wasser stolziert. An den Steilen Wänden finden Uferschwalben Ideale Vorraussetzungen für ihre BrutRöhren. Wasserfrosch (Rana lessonae) Das Schützen ehemaliger Kies- und Sandabbaugebiete bietet eine gute Möglichkeit, der bedrohten Natur zu helfen. Spitzschlammschnecke (Lymnaea stagnalis) Flussuferläufer (Actitis hypoleucos) Rückenschwimmer (Notonecta glauca) Teichmolche (Lissotriton vulgaris) © Natur im Bild GmbH 37124 Rosdorf www.natur-im-bild.com Art.-Nr. 111-14 Beispiele von Lehrtafeln im Format 40 x 30 cm: Art.-Nr. 111-65 Art.-Nr. 111-66 Art.-Nr. 211-12 Art.-Nr. 211-19 Art.-Nr. 211-11

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