Polster-Gütepass

 

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Wohnlandschaft leicht reinigen

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PolsterGütepass Gebrauchs- und Pflegeanweisung Bitte unbedingt lesen und sorgfältig aufbewahren!

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Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, ...wir gratulieren Ihnen und freuen uns, dass Sie sich für ein Produkt aus unserem Hause entschieden haben. Einleitung: Wir möchten, dass Sie mit Ihren Möbeln viel Freude haben und informieren Sie umfassend über produkt- und warentypische Eigenschaften. Es ist nicht möglich auf alle spezifischen Möbel und Einrichtungsgegenstände und Ihre persönliche Nutzungserw­ artung einzugehen. Deshalb bitten wir Sie, auch zu Ihrer Sicherheit, sich eingehend über die Materialien und deren Eigenschaften zu informieren. Der Statistik zufolge werden Polstermöbel durchschnittlich 3-5 Stunden täglich genutzt und das meist auf einem „Lieblingsplatz“. Quelle: Stiftung Warentest. Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir mit der wichtigen Erholungsphase „Schlafen“. Nehmen Sie sich bitte ausreichend Zeit für die Planung, die Beratung, das Aufmaß und die Stellmöglichkeiten. Polstergruppen und Wohnlandschaften sind Planungsmöbel. Die Qualitäts- und Preisunterschiede sind groß, deshalb ist bei der Vielfalt der Polsterbezugsmaterialien, Matratzen, Polsterbetten, Funktions- und Verwandlungsmöbel die fachliche Beratung über die Material-Eigenschaften äußerst wichtig. Beachten Sie 2 Veränderungen im Gebrauch durch die übliche tägliche Nutzung, Licht, Sonne, Ihr Raumklima usw. sowie die Reinigungs- und Pflegehinweise. Die Polstermöbel sollten nicht nur nach Optik, sondern nach Ihrem persönlichen Bedarf, Haushalt, Familiengröße, Kinder, Haustiere und Nutzungseigenschaften ausgewählt werden. Betten und Matratzen müssen dagegen ganz auf Ihre Person und Schlafeigenschaften abgestimmt werden. Der tägliche Gebrauch hinterlässt auf allen Gebrauchsgegenständen seine Spuren. Dabei spielt das Raumklima eine wichtige Rolle. Für Innenräume wird von Experten allgemein im Jahresdurchschnitt 18-23° Celsius und eine relative Luftfeuchtigkeit von 40-55 % empfohlen. Das ist für unsere Gesundheit allgemein von Bedeutung und besonders wichtig für Allergiker oder Asthmatiker. Der Frischluftaustausch (Luftwechselrate) sollte dabei ebenfalls beachtet werden. Sinkt die Luftfeuchtigkeit zu stark ab, kann es zu unangenehmen, elektrostatischen Aufladungen bei Stoff und Leder kommen. Elektrostatische Aufladung ist meist kein Materialfehler, sondern wird hauptsächlich durch zu trockene Luft und die Konstellation mit verschiedenen synthetischen Materialien ausgelöst. Ist es zu feucht, kann es zu Stockflecken oder Schimmelpilzbildung kommen. Das passiert z. B. häufig in Neubauten, die zu früh bezogen werden, nicht gut genug getrocknet sind und dann evtl. Möbel zu nahe an der Wand stehen. Fragen Sie gegebenenfalls den Vermieter oder Bauträger und lassen Sie sich schriftlich bestätigen, dass die Bausubstanz bei Übergabe uneingeschränkt nutzbar ist. Menschen mit einem gesunden Immunsystem reagieren darauf nicht, bei empfindlichen Menschen kann Schimmelpilz, Stockflecken u. ä. zu Allergien oder Infektionen führen. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Möbel eine bestimmungsgemäße Verwendung finden. Sie eignen sich nicht für den Objektund Gastronomiebereich, Hotels, vermietete Ferienwohnungen, öffentliche Einrichtungen u. ä, den Klinik- oder Reha-Bereichen, sowie für sehr schwergewichtige oder schwerbehinderte Personen (siehe Belastbarkeiten und bestimmungsgemäße Verwendung). Falls Sie hiezu besondere Anforderungen haben, fragen Sie Ihre Einrichtungsberater. Möbel für den Objektbereich müssen teilweise strengre Bedingungen und Sicherheitsvorschriften erfüllen. Im Zweifelsfall lassen Sie sich schriftlich bestätigen, dass die Produkte objektgeeignet sind. Eine sachgerechte, nicht zweckentfremdete Nutzung und eine regelmäßige Unterhaltspflege solcher Gebrauchsgegenstände müssen deshalb selbstverständlich sein. Wenn Sie lange Freude an den Möbeln haben möchten, sollten Sie die Unterhaltspflege und Sorgfaltspflicht mit Ihrer persönlichen Körperpflege gleichsetzen. Denken Sie bitte auch daran: Nichts bleibt neu. Veränderungen sind im Verlaufe der Zeit durch den Gebrauch ganz natürlich und absolut normal. Grundlagen für diesen POLSTER-GÜTEPASS sind der allgemeine industrielle Fertigungsstandard sowie der angewandte Stand der Technik (maßgebend ist der Zeitpunkt der Lieferung). Weiterhin das aktuelle Regelwerk und die Prüfkriterien für industriell gefertigte Produkte in Anlehnung an die RAL GZ 430, RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V. St. Augustin, die gültigen DIN, EN-europäischen und ISO–Normen und Standards. Wichtige Informationen erhalten Sie auch über den Ratgeber -Möbel kaufen- der Stiftung Warentest. Dieser wird ständig aktualisiert und ist derzeit in der 4. Auflage erhältlich (siehe letzte Seite SERVICE Bezugsquellen). Grundsätzlich gilt natürlich wie bei allen Gebrauchsgütern, auch für Möbel und Einrichtungsgegenstände der allgemeine Wissensstand. Für Möbel mit dem Gütezeichen „Goldenes M“ gelten die Regelwerke nach RAL GZ 430 der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e. V. Gütegeprüfte Möbel müssen besondere Anforderungen für geprüfte Qualität, garantierte Sicherheit und gesundes Wohnen erfüllen. Gute und geprüfte Möbel müssen gesundheitlich unbedenklich sein. Dies ist jedoch keine Garantie dafür, dass es bei empfindlichen Personen trotzdem zu allergischen Reaktionen kommen kann. Lassen Sie sich bitte beraten. Ausdrücklicher Hinweis: Eine Rechtsverbindlichkeit kann aus den Angaben im Möbel-Gütepass nicht abgeleitet werden und muss jeweils im Einzelfall geprüft werden. BESONDERER HINWEIS: Sicherheitshinweise sollten Sie besonders in Haushalten mit Kindern beachten. Bei allen Maßangaben der Möbel aus industrieller Fertigung handelt es sich grundsätzlich um Circa-Maße. Keiner kennt seine Wohnung besser als der Käufer. Stellen Sie daher bitte sicher, dass die Möbel auch tatsächlich ins Haus und in die Wohnung passen. Dabei sind auch die Außenmaße bei im Karton verpackter Ware zu berücksichtigen. Lassen Sie sich bitte beraten und geben Sie Hilfestellung bei Ihrer Möbelberatung mit Informationen zu Planungsfragen, Räumlichkeiten, Stockwerken, Treppenhaus usw. (Siehe Aufmaß, Aufstellen und Ausrichten, Belastbarkeiten, Sicherheitshinweise allgemein). Service A B C D E F G H I K L M N O P R S T U W 3

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Wichtige allgemeine Gebrauchs-, Reinigungsund Pflegehinweise, warentypische Eigenschaften, wertvolle Tipps und Informationen. Bitte unbedingt lesen, Sie finden alles geordnet in alphabetischer Reihenfolge von A - Z. AA Abfärbungen (nicht farbechte Textilien) Auf hellen oder einfarbigen Bezugsmaterialien können leicht „nicht farbechte“ Textilien, z. B. Blue Jeans, T-Shirts oder Ähn­liches abfärben, besonders bei kräftigen Farben. Dazu zählen fast alle Dekostoffe oder Materialien, z. B. Kissenbezüge, Sofadecken usw.. Das lässt sich bei den meisten Stoffen nicht entfernen, bei den gedeckten Ledern nur im Anfangsstadium. Verkehrssicherheit des Fahrzeuges/Anhängers ist immer der Fahrzeugführer verantwortlich. Beachten Sie auf jeden Fall bei Selbstmontage die Hinweise des Herstellers. Siehe auch Abholanweisung, Aufmaß, Beanstandungen, Elektrogeräte und elektrische Bauteile, Lieferung und Montage, Fremdmöbelteile, Funktionsmöbel allgemein, Sicherheitshinweise allgemein, Transport/Selbstabholung/Selbstmontge. Abholwaren, Mitnahme, Transport und Selbstmontage Denken Sie bitte daran: Ab der Übergabe an der Kasse oder der Abholrampe sind Sie für die Ware verantwortlich. Wir haften nur im Rahmen unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen, sofern diese wirksam vereinbart worden sind. Lesen Sie bitte unbedingt vor der Selbstmontage die Gebrauchsund Bedienungsanleitungen sowie die Montageanleitung durch. Das gilt vor allem bei Selbstabholung und Mitnahmewaren. Überprüfen Sie Ihre komplette Bestellung auf Vollzähligkeit und Beschädigungen. Bei Produktbeschädigungen sollten Sie die Verpackung unbedingt aufheben. Bitte kontrollieren Sie die Verpackung genau, bevor Sie sie entsorgen. Es könnten noch Kleinteile, Beschläge, Montageanleitungen etc. darunter verborgen sein. Achten Sie immer auf die Standsicherheit Ihrer selbst aufgestellten Möbel und auf die sichere Verdübelung mit der Wand. Oft müssen Möbelteile, Polsterbetten, Solitärmöbel etc. durch eine Wandbefestigung ausreichend gesichert werden. Das gilt vor allem bei Hängemöbeln, Regalen etc. Kontrollieren Sie auch die Belastbarkeit der einzelnen Produkte. Möbelmontage ist Facharbeit. Um eine fehlerhafte Montage zu vermeiden, fragen Sie uns bitte im Zweifelsfall. Denn als Möbelfachhändler sind wir natürlich auch nach dem Kauf für Sie da. Bitte sorgen Sie für eine sichere Befestigung der Ware auf Anhängern, Dachgepäckträgern etc. Denken Sie daran: für die Allergien Eine Garantie für antiallergische Möbel gibt es leider nicht. Die Empfindlichkeit der Menschen ist sehr unterschiedlich. Im Zweifelsfall können Sie evtl. Materialproben bei einem Arzt für Allergien austesten lassen. Beim Kauf sollten Sie auf Gütezeichen, z. B. „Goldenes M“, „Blauer Engel“ und ausführliche Produktinformationen achten. Aufmaß, Aufstellen und Ausrichten Das Messen bei der Planung von Möbeln und bei Lieferung das Ausrichten gehört zu den wichtigsten Aufgaben bei der Möbelplanung und Montage. Dazu gehört ganz besonders die genaue Feststellung der Räumlichkeiten mit allen Türmaßen, Treppen, Flur und Aufzug. Böden, Wände, Türen etc. sind nicht immer gerade und deshalb muss mit kleinen Unebenheiten gerechnet werden. Dabei sind auch evtl. vorgesehene Stützfüße zu beachten. Bei Solitärmöbeln (Schränke, Kommoden) empfehlen wir ab ca. 100 cm Höhe aus Sicherheitsgründen eine Wandbefestigung. Ihr Verkäufer und Monteur muss deshalb unbedingt bereits bei der Planung wissen, welche Boden- und Wandmaterialien Sie in der Wohnung haben. Das ist bei verstellbaren, rollbaren oder Funktionsmöbeln allgemein wichtig. Im Zweifelsfall fragen Sie den Bauträger oder Hausherrn. Siehe dazu auch Belastbarkeiten, Füße, Stützfüße, Neubau, Stellplatz, Funktionsmöbel, Luftfeuchtigkeit und Einleitung. 4 BB BESONDERER HINWEIS: Sicherheitshinweise sollten Sie besonders in Haushalten mit Kindern beachten. Bei allen Maßangaben der Möbel aus industrieller Fertigung handelt es sich grundsätzlich um Circa-Maße. Keiner kennt seine Wohnung besser als der Käufer. Stellen Sie daher bitte sicher, dass die Möbel auch tatsächlich ins Haus und in die Wohnung passen. Dabei sind auch die Außenmaße bei im Karton verpackter Ware zu berücksichtigen. Lassen Sie sich bitte beraten und geben Sie Hilfestellung bei Ihrer Möbelberatung mit Informationen zu Planungsfragen, Räumlichkeiten, Stockwerken, Treppenhaus usw. Siehe Einleitung, Aufmaß, Belastbarkeiten, Sicherheitshinweise allgemein. Polstermöbel, Polsterbetten, Wohnmöbel, Schlafzimmer sollen grundsätzlich nicht direkt an der Wand und nicht zu nahe an Heizkörpern oder Lichtquellen stehen,eine ausreichende Luftzirkulation muss gewährleistet sein.Die Möbelteile müssen zwingend gerade ausgerichtet stehen und nicht z. B. einseitig auf Teppichen! Wird das nicht beachtet, kann es sehr schnell zu Folgeschäden (z. B. Kippen, Klemmen, Quietschen, Reißen, Verkratzen und Verziehen) bis hin zu Materialbrüchen kommen. Bei Neubauten anfänglich ganz besonders für genügend Wandabstand und Luftzirkulation sorgen (Schimmelpilzgefahr). Feuchte Räume unbedingt beheizen. Eine besondere Beratung sollte unbedingt bei Neubauten erfolgen. Die Wandbeschaffenheit, ob Nord- oder Südrichtung, muss bei der Bauübergabe bzw. vor der Möbelmontage uneingeschränkt nutzbar und trocken sein. Bei Nichtbeachtung sind Folgeschäden zu erwarten. Siehe auch Abholanweisung,Aufmaß, Beanstandungen, Belastbarkeiten, Elektrogeräte und elektrische Bauteile, Lieferung und Montage, Funktionsmöbel allgemein, Sicherheitshinweise allgemein, Luftfeuchtigkeit, Neubauten, Selbstabholung. Belastbarkeiten Die Belastbarkeit von Polster- möbeln, Polsterbetten und Funktionsteilen sind generell sehr unterschiedlich. Deshalb sind die Herstellerangaben zu den max. Belastbarkeitsgrenzen unbedingt zu beachten. Bei den Qualitätsprüfungen für Polstermöbel für den allgemeinen Wohnbedarf wird von einem Benutzergewicht von 100 bis max. 120 kg ausgegangen. Bei Matratzen mit 30.000 Bewalzungszyklen von 140 kg nach DIN EN 1957. Lassen Sie sich bitte bei höheren Gewichtsansprüchen beraten. Besondere Vorsicht ist bei den Armlehnen geboten. Auch wenn sie noch so schön und einladend aussehen, sind es grundsätzlich keine Sitzteile und dafür auch nicht konstruiert. Bei elektrisch betriebenen Teilen ist die maximale Belastbarkeit der Hersteller zu beachten bzw. unser gesunder Menschenverstand einzubringen. Polstermöbel, Polsterbetten und Matratzen sind weich und verformbar, sie sind zum Sitzen, Liegen, Relaxen oder Schlafen konstruiert und nicht zum Hüpfen und Springen geeignet. Solche punktuellen Belastungen haben eine irreparable Überdehnung der Materialien und Schäden am Untergestell zur Folge. Das gilt auch für das Stellen auf die Sitzflächen, z. B. zum Vorhang öffnen, Fenster putzen oder Ähnlichem. Siehe Einleitung, Belastbarkeiten, Bestimmungsgemäße Verwendung, Funktionsmöbel allgemein, Sicherheitshinweise allgemein. Beanstandung, Beschwerde, Reklamation allgemein Ist eine Reklamation berechtigt, können Sie sich auf die gesetzlichen Gewährleistungsrechte berufen. Gewährleistungsansprüche sind von etwaigen „freiwilligen Garantieleistungen“ strikt zu unterscheiden. Gehen Sie in einem Beanstandungsfall bitte ruhig und sachlich vor und helfen Sie durch Detailinformationen, Fotos usw. mit, um alles zügig abzuwickeln. Wir sind Ihnen gerne behilflich. Siehe auch Einleitung, Garantie allgemein, industrielle Fertigung, Sicherheitshinweise allgemein, Toleranzen. Bestimmungsgemäße Verwendung Stellen Sie sicher, dass Ihre Möbel nur im allgemeinen Wohnbereich verwendet werden. Sie eignen sich grundsätzlich nicht für den Objekt-, Gastronomie- oder Außenbereich, Reha- oder Klinik- einrichtungen o. ä. sowie für Schwerbehindete oder schwergewichtige Personen. Bei Aufträgen für den gewerblichen- oder Objektbereich, für öffentliche Einrichtungen, sind teilweise andere Sicherheitsaspekte zu beachten, daher müssen unbedingt Sondervereinbarungen getroffen werden. Bitte beachten Sie auch die Hinweise des Herstellers. Wir haften nur im Rahmen unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen, sofern diese wirksam vereinbartwordensind.SieheEinleitung,Belastbarkeiten,Bestimmungsgemäße Verwendung, Objektabwicklung, Reinigungs- und Pflegehinweise, Sicherheitshinweise allgemein. Zu Ihrer Sicherheit sollten Sie bitte immer die von Herstellern mitgelieferten Betriebsanleitungen, Bedienungs- und Montageanleitungen und Warnhinweise beachten. Das gilt vor allem für alle elektrisch oder elektronisch betriebenen Produkte und für Funktionsmöbel allgemein. Siehe Einleitung, Belastbarkeiten, Elektrogeräte und elektrische Bauteile, Funktions- und Verwandlungsmöbel, Recliner-Möbel, Sicherheitshinweise allgemein. Betriebsanleitungen Zu Ihrer Sicherheit sollten Sie bitte immer die von Herstellern mitgelieferten Betriebsanleitungen, Bedienungs- und Montageanleitungen und Warnhinweise beachten. Das gilt vor allem für alle elektrisch oder elektronisch betriebenen Produkte und für Funktionsmöbel allgemein. Siehe Einleitung, Belastbarkeiten, Elektrogeräte und elektrische Bauteile, Funktions- und Verwandlungsmöbel, Recliner-Möbel, Sicherheitshinweise allgemein. Betten/Polsterbetten allgemein Bei einem Bett oder Polsterbett sollten alle Materialien individuell für Sie aufeinander abgestimmt sein, Bettanlage, Lattenrost oder Unterbau, Matratze und die Bettwaren. Ihre persönlichen Angaben beim Beratungsgespräch sind äußerst wichtig, nehmen Sie sich bitte genügend Zeit. Zu beachten sind Ihr Gewicht, häufiges Schwitzen, Ihre Schlafgewohnheiten, Raumklima und Wohnhygiene, regelmäßiges Wenden und Lüften, die durchschnittliche Lebensdauer von Matratzen, große Qualitätsunterschiede und vieles mehr. Wir möchten, dass Sie sich jeden Tag wieder „gesund“ schlafen. A B C D E F G H I K L M N O P R S T U W Service 5

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BB CC DD EE Bettkasten Der Bettkasten darf grundsätzlich nicht betreten, überladen oder zu voll befüllt werden, damit die notwendige Luftzirkulation stattfinden kann. Wird das nicht beachtet, kann es zu Folgeschäden, wie z. B. Schimmelpilzbildung, Stockflecken, Geruchsbildung oder Schäden am Fußboden kommen. Achten Sie darauf, ob sich in Ihrem Bettkasten Lüftungsschlitze befinden. Bettkopfteile siehe Polsterbetteneigenschaften, Kopfteile und chemische Reaktion. Bettsofa, Schlafsofa Hier sollten Sie bitte selbst einschätzen, wie oft Ihr Funktionsteil auch tatsächlich zum Schlafen benutzt wird. Funktionsmöbel dieser Art und Bauweise sind als „Kompromissmöbel“ einzustufen und kein dauerhafter Ersatz für übliche Bettanlagen. Verständlicher wäre hier allgemein die Bezeichnung Verwandlungsmöbel, Funktionsmöbel oder Gästebett. Siehe auch Einleitung, Betten, Belastbarkeiten, Funktions- und Verwandlungsmöbel, Matratzen. Boxspring-Matratzensysteme Siehe unter Matratzen. Chemische Reaktion, z. B. Weichmacher oder Säureschäden Auf den Polstermöbel-Bezugsmaterialien oder Bettkopfteilen aus Stoff, Leder und Kunstleder kann es durch den Kontakt mit chemischen oder säurehaltigen Substanzen an den Materialien zu Veränderungen oder Schäden kommen. Betroffen sind meistens Sitzflächen, Bettkopfteile, Seitenteile etc. Derartige Substanzen können z. B. sein, falsche Reinigungsmittel, Essigsäure, Kosmetika, Schweiß, Rückstände im feuchten Haar oder Handtuch nach dem Haare waschen, tönen, färben. Siehe Einleitung, Reinigungs- und Pflegehinweise. Couchtische Das Angebot von Couchtischen ist unglaublich vielfältig und variantenreich. Dazu kommt eine Vielfalt von immer neuen Materialen aus natürlichen oder künstlichen Produkten. Hinweise für die Haltbarkeit, Belastbarkeit, Materialeigenschaften und Reinigung sowie Pflege entnehmen Sie bitte der jeweiligen Produktinformation des Herstellers. Siehe Glas, Granit. Dampfreiniger Dampfreiniger sind für Möbel grundsätzlich ungeeignet. Auch wenn Werbungen dazu unterschiedliche Empfehlungen abgeben. Der Dampfdruck kann relativ schnell Oberflächen, Nähte, Dichtungen, Bezugsmaterialien etc. angreifen bzw. zerstören. Druckstellen (Kuhlen- und Wellenbildungen) Druckstellen bei Möbel- oder Bezugsmaterialien können sich sehr schnell und unterschiedlich ergeben. Vermeiden Sie unbedingt größere, punktuelle Belastungen, z. B. mit dem Knie oder mit den Füßen auf das Sofa stellen, besonders bei weich gepolsterten Teilen. Entstehen Druckstellen durch äußere Einwirkungen an Möbeln im Gebrauch, z. B. im Sitz, Rücken- oder Armlehnbereich, spricht man von „Gebrauchseigeschaften“, wie Sitzspie- gel, changieren bei Velours und allgemeinen Gebrauchsspuren. Siehe dazu auch unter Polstermöbel allgemein, Belastbarkeiten, legere bzw. besonders legere Polsterung und Wellenbildung. Durchbiegen Ein gewisses Durchbiegen von Sofas, Eckbänken, Einlegeböden, Regalen, Schubkästen, Tischplatten oder Einlegeplatten ist je nach Material und Größe nicht zu vermeiden und zulässig (siehe Toleranzen und Prüfnormen), solange die Sicherheit und Funktion nicht beeinträchtigt ist. Das gilt auch für größere Sitzmöbel, Bänke, Sofas, Polsterteile oder Betten. Bei Materialien aus Holz beachten Sie bitte Ihr Raumklima und auf die vom Hersteller angegebenen Belastungsgrenzen. Siehe Einleitung, Füße, Stützfüße, Holzwerkstoffe, Massivholz und Belastbarkeiten. Elektrogeräte und elektrische Bauteile Montage und Reparaturarbeiten dürfen nur von autorisiertem Fachpersonal durchgeführt werden. Elektrische Bauteile allgemein, z. B. elektrisch betriebene Funktionsmöbel oder Betten, Akkus, Fensterkontaktschalter, Lampen, LED-Beleuchtungen (siehe auch Kamin oder Kachelofen.) Für alle Elektro- oder elektronischen Geräte und Teile sind im Besonderen die Gebrauchs- und Bedienungsanleitungen des Herstellers zu beachten. Hier sind auch evtl. Garantieansprüche festgehalten. Es dürfen nur Ersatzlampen, Geräte, Elektromoren u. ä. mit gleicher Leistung und Bauart eingesetzt und nicht zugestellt/ zugehängt werden. Bitte die Herstellerhinweise beachten. Wärme- und Hitzestau kann zu Folgeschäden führen (z. B. Trafobeschädigungen, Lichtkörperausfall, Überhitzung durch Wärmestau und evtl. Materialschäden) Bei Ausfall oder Problemen außerhalb des Gewährleistungszeitraums wenden Sie sich bitte direkt an den zuständigen Elektrokundendienst. Siehe Aufmaß, Aufstellen und Ausrichten, Bestimmungsgemäße Verwendung, Einleitung, Betriebsanleitungen, Garantie, Funktionsmöbel, Ersatz- und Verschleißteile, Kinder/Kindermöbel, Sicherheitshinweise allgemein. BESONDERER HINWEIS: Achtung Träger von Herzschrittmachern! Informieren Sie sich bei allen Möbel- und Funktionsteilen mit elektrischen und elektronischen Antrieben über die Art und Stärke der Geräte. Lesen Sie unbedingt die Herstellerbeschreibungen, lassen Sie sich beraten und fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt. 6 EE FF Elektrostatische Aufladung Statische Aufladung kann bei empfindlichen Personen eine schmerzliche Angelegenheit werden. Wir kennen es in den Wintermonaten aus dem Auto. Statische Aufladung hängt in erster Linie mit folgenden Faktoren zusammen. Zu trockene Luft in den Wohnräumen über einen längeren Zeitraum hinweg, d. h. meist einige Wochen. Vor allem in den Wintermonaten und in Kombination mit synthetischen Materialien, z. B. Teppichböden, Textilien, textile Polsterbezüge, Kunstleder, selten auch einmal mit Leder. In der Regel sind fast alle Materialien antistatisch ausgerüstet. Schnelle Abhilfe schafft eine gründliche Befeuchtung des Teppichbodens und feuchtes (nicht tropfnass!) Abwischen der Polsterbezüge. Siehe auch Einleitung, Luftfeuchtigkeit, Raumklima. Empfindlichkeiten Es ist allgemein bekannt, dass helle und einfarbige Bezüge generell empfindlicher sind, trotz eventueller Fleckschutzimprägnierungen. Das Material ist deshalb nicht minderwertiger, sondern man sieht Anschmutzungen und Gebrauchsspuren lediglich schneller. Das gilt für „Naturprodukte“ allgemein. Je natürlicher ein Produkt belassen ist, desto empfindlicher ist es gegen äußere Einflüsse. Umweltfreundliche Imprägnierun- gen für Bezugsmaterialien oder Oberflächen allgemein sind deshalb ein wichtiger Schutz. Siehe Einleitung, Bestimmungsgemäße Verwendung, Reinigungs- und Pflegehinweise. Energieeffizienz, Energieverbrauchskennzeichnung Bei vielen Elektroartikeln für den Haushalt – insbesondere elektrische Lampen und Leuchten – wird das farbliche EnergieLabel (sichtbarer farbiger Aufkleber) bereits angebracht. Hier bitten wir unsere Kunden bei der unglaublichen Vielfalt der Artikel, sich direkt am Produkt in den Ausstellungen zu informieren und gegebenenfalls nachzufragen. Siehe Betriebsanleitungen, Elektrogeräte und elektrische Bauteile. Ersatz- und Verschleißteile Der Einsatz von Ersatz- und Verschleißteilen von Drittherstellern kann zu Gefahren führen. Es dürfen nur Originalteile oder vom Hersteller freigegebene Teile verwendet werden. Die Montage darf nur von autorisiertem Fachpersonal durchgeführt werden. Allgemeine Verschleißteile, wie z. B. Lampen, Leuchtmittel, Batterien oder ähnliches, sind meist von einer eventuellen Hersteller-Garantie ausgenommen. Bei Nachkäufen kann es gegebenenfalls zu Abweichungen kommen. Siehe Elektrogeräte und elektrische Bauteile, Nachkauf. Faltenbildung siehe Druckstellen, legere, straffe Polsterung, Polstermöbel allgemein, Betten/Polsterbetten allgemein und Wellenbildung. Farbmigration, Farbmuster Bei hellen Stoff- oder Lederbezügen kann es in der Kombination mit dunklen oder intensiven Farbtönen, vorwiegend bei dunkelrot, blau, schwarz etc. zu einer Farbmigration (Abfärbung oder Farbwanderung) kommen. Auch die Bekleidungsindustrie kennt dieses Phänomen. Bei Veloursledern oder Mikrofasern können dies auch leichte Schleifstaubrückstände sein. Hier hilft gleich am Anfang ein vorsichtiges Absaugen oder feuchtes Abwischen (bei Textilien waschen). Bitte achten Sie auf die Herstellerangaben, auch auf den Farbmustern. Siehe Polstermöbel allgemein, Reinigung und Pflege, Stoffe, Leder. Farbabweichungen, Farbmuster Kleinere Toleranzen am Produkt zwischen Ausstellungsware und Lieferung, nach Holz-, Naturstein-, Musterstoff- oder Lederpaletten und bei Nachbestellungen sind durch die industriellen Fertigungstoleranzen und Änderungen im Gebrauch nicht zu vermeiden. Farbton, Maserung, Struktur und Muster sind nur annähernd erreichbar. Bei speziell aufeinander abgestimmten Gesamtmöbeleinrichtungen sollte deshalb mit Sondervereinbarungen und Referenzbzw. Farbmustern gearbeitet werden. Die Hersteller bemühen sich um eine bestmögliche Übereinstimmung. Siehe Einleitung, Granit, Holzwerkstoffe, Leder, Massivholz, Naturmaterialien allgemein, industrielle Fertigung, Toleranzen. Federholzrahmen Hier sollte auf jeden Fall eine Abstimmung zwischen Matratze, Federrahmen und Bettanlage sowie dem Nutzer erfolgen. Eine gute Schlafstätte ist der wichtigste Garant für einen erholsamen Schlaf. Lassen Sie sich fachmännisch beraten. Siehe auch Einleitung, Matratzen und Betten. Florlagenveränderungen siehe Gebrauchslüster/Sitzspiegel, Druckstellen, Stoffe und Polstermöbel allgemein Fogging, Schwarzstaubablagerungen Ursache und Auslöser von Fogging bzw. Schwarzstaubablagerungen sind lt. Informationen des Umweltbundesamtes Substanzen, wie sie bei Renovierungen, Malerarbeiten, Fußbodenverlegearbeiten, Bausanierungen etc. entstehen können. Dabei gasen schwerflüchtige organische Verbindungen (sogenannte „SVOC“ oder Weichmacherverbindungen – Phthalate) aus einigen Produkten aus. Das ist nicht ungewöhnlich und kann noch nach Monaten in die Raumluft abgegeben werden. Sie führen zusammen mit Schwebestaubteilchen, die in der Raumluft und der Außenluft immer vorhanden sind, zu einem „Zusammenkleben“ kleiner Staubteilchen zu größeren Einheiten. Unter ungünstigen Begleitumständen setzen sie sich als schmierige Beläge an Wänden, auf Polstermöbeln und anderen Flächen im Raum oder auch in Nebenräumen ab. Besonders stark betroffen sind Außenwände, Fenster, Fernsehgeräte, elektronische Geräte und sonstiges Inventar. Möbel sind nur in ganz seltenen Fällen der Auslöser. Hier hilft gegebenenfalls nur der Fachmann. A B C D E F G H I K L M N O P R S T U W Service 7

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FF Fremdmöbelteile Für Fremdmöbel oder zusätzlich eingebaute Einrichtungsgegenstände und Elektrogeräte etc., die nicht in Verbindung mit unserem Kaufvertrag oder unserer Montage stehen (Fremdmontagen), sind im Einzelfall gesonderte Absprachen mit dem Verkauf zu treffen. Siehe Einleitung, Bestimmungsgemäße Verwendung, Sicherheit. Funktionsteile und Funktionsmöbel allgemein (Recliner-Möbel) Funktionsteile sind technische Kompromissteile zwischen festen und beweglichen Materialteilen. Damit diese Technik auf Dauer zuverlässig funktioniert, ist ihre sorgfältige Handhabung sehr wichtig. Für ihre Beweglichkeit benötigen Funktionsteile generell einen gewissen Spielraum um die Funktionalität sicherzustellen. In erster Linie sind dabei die Belastbarkeitsgrenzen zu beachten. Das trifft gerade für verstellbare Sessel, Betten usw. zu. Der nötige Spielraum für den Wandabstand ist ebenfalls zu beachten (siehe unbedingt Herstellerbeschreibung). Beschläge können z. B. durch einseitige Handhabung überbeansprucht werden. Die Beschlagteile nicht fetten, ölen oder schmieren. Maßgeblich sind in jedem Fall die Herstellerinformationen und die darin enthaltenen Bedienungs-, Sicherheits- und Warnhinweise. Bei Nichtbeachtung kann es zu Folgeschäden, Verunreinigungen etc. kommen. In der Regel genügt das Abwischen der Funktionsteile mit einem nebelfeuchten Lappen, je nach Nutzungsintensität. Eine gewisse Geräuschbildung kann bei mechanischen und elektrischen Funktionen entstehen. Funktionsteile benötigen verarbeitungstechnisch-undmaterialbedingteinengewissenSpielraum. Je nach Art und Oberfläche ist eine regelmäßige Wartung und Pflege unbedingt empfehlenswert (Herstellerhinweise). Siehe Aufmaß, Aufstellen und Ausrichten, Belastbarkeiten, bestimmungsgemäße Verwendung, Einleitung, Elektrogeräte und elektrische Bauteile, Kinder/ Kindermöbel, Sicherheitshinweise allgemein, Toleranzen Funktions- und Verwandlungsmöbel (Bett- oder Schlafsofa) Möbel mit Funktion sind auch lt. Stiftung Warentest -Ratgeber Mö- belkauf- „Kompromissmöbel“. Ein sogenanntes Schlafsofa ist kein vollwertiges Bett, sondern eine Gäste- oder Gelegenheitsschlafstätte. Das gilt vor allem auch für die hygienischen Bedingungen. Bei den normgerechten Qualitätsprüfungen für Polstermöbel wird im allgemeinen Wohnbedarf von einem Benutzergewicht von 110 kg bis maximal 120 kg ausgegangen (siehe auch Belastbarkeiten). Eine sorgfältige Handhabung nach Herstellerangaben ist dabei unbedingt zu beachten, genauso wie die sachgerechte und nicht zweckentfremdete Nutzung. Funktionsteile wie Armlehnen, Fußablagen sind auch als solche konstruiert und sind nicht als Sitzfläche oder zweckentfremdet zu benutzen. Funktionsteile benötigen einen gewissen Spielraum. Bitte beachten Sie die Herstellerangaben. Siehe Einleitung, Aufmaß, Aufstellen und Ausrichten, Belastbarkeiten, Bestimmungsgemäße Verwendung, Funktionsteile und Funktionsmöbel allgemein, Herstellerhinweise, Sicherheitshinweise allgemein, Kinder/Kindermöbel. Füße, Stützfüße und Fußbodenschutz Für den Schutz seiner individuellen Fußbodenbeläge ist im Prinzip der Käufer verantwortlich. Die industrielle Fertigung sieht jeweils ihren modellbezogenen Standard vor. Um die unterschiedlichen Böden vor Kratzern oder Druckstellen zu schützen, sollten Sie darauf achten, dass unter die Fußvarianten des Herstellers evtl. nochmals gesonderte Unterlagen angebracht werden. Solche Schutzunterlagen (Aufkleber, Filz, Kunststoffgleiter u. ä.) erhalten Sie in jedem Baumarkt. Stützfüße können z. B. auch als Abstandshalter zwischen Möbel (Massivholzmöbel direkt auf einer Fußbodenheizung) und Fußboden eingesetzt werden. Sie müssen vorschriftsmäßig montiert und innerhalb der üblichen Sorgfaltspflichten kontrolliert werden. Auch bei breiten Möbelteilen (Sofas, Bänke, Schränke) werden teilweise zusätzlich Stützfüße eingesetzt. Hier kann es zu einem leichten Durchbiegen oder Schwingungen kommen. Siehe Aufmaß, Aufstellen und Ausrichten, Bestimmungsgemäße Verwendung, Belastbarkeiten, Durchbiegen, Herstellerhinweise, Montage, Massivholz 8 FF GG Fußbodenheizung Bei Fußbodenheizungen ist in Verbindung mit Möbeln, die flächig auf dem Fußboden stehen, Vorsicht geboten. Hier können die Materialien, Unterkonstruktionen stärker austrocknen und es kommt zu Schwund, Verzug oder Geräuschbildung. Bei Massivholz sind Abstandhalter anzuraten. Bezugsmaterialien können schneller austrocknen oder spröde werden. Es sollte unter den Füßen ein ausreichender Fußbodenschutz angebracht werden. Siehe Luftfeuchtigkeit, Raumklima. Garantie allgemein Die Vergabe einer Garantie ist freiwillig. Sie wird zusätzlich zu den gesetzlichen oder vertraglich vereinbarten Mängelansprüchen gewährt und schränkt diese nicht ein. Achtung: Dabei sind unbedingt die kompletten Garantie- und Ausnahmebedingungen zu beachten. Nur wenn diese nachweislich eingehalten bzw. beachtet werden, gelten diese Garantien. Bitte beachten Sie dazu die Herstellerhinweise. Siehe Beanstandung, Beschwerde, Reklamation allgemein. Gebrauchsanleitungen Siehe auch unter Montageanleitungen, Bedienungsanleitungen, Produktinformationen, Reinigungs- und Pflegehinweise. Bitte unbedingt die jeweiligen Herstellerangaben beachten. Gebrauchslüster, Sitzspiegel, Florlagenveränderung Dieser Effekt entsteht bei allen Velours oder veloursähnliche Oberflächen, wie Teppichböden oder Textilien. Je höher der Flor aufsteht (kuschelig, weich), desto flacher legt er sich durch Körperdruck, Wärme und Sitzgewohnheit. Je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel changiert er dann im hell/dunkel bzw. matt/ glänzend Effekt. Das ist kein Materialmangel, sondern eine warentypische Eigenschaft. Es hat auf Gebrauch, Nutzen, Funktion oder Lebensdauer des Bezuges keinen Einfluss. Besonders bei Chenille oder Veloursgeweben mit Kontrastfäden kann es an den Nähten zu solchen hell/dunkel Effekten kommen. Dabei sind schiefe Nähte, Florverlust o. ä. in der Regel lediglich optische Erscheinungen. Siehe Polstermöbel, Stoffe allgemein. Geräuschbildung, Knarren, Quietschen siehe Einleitung, Aufmaß, Belastbarkeiten, Polstermöbel allgemein, Funktionsteile. Geruch Die Beurteilung eines Geruches ist sehr subjektiv. Neue Produkte riechen anfänglich, das ist allgemein bekannt, bei Möbeln z. B. Holzwerkstoffe aller Art, Leder, Lacke, Polster usw. Lederprodukte haben meist einen starken Eigengeruch. Das kann je nach Material- und Zusammensetzung einige Wochen oder Monate dauern. Hier hilft am besten häufiges Lüften oder feuchtes Abwischen mit einem verdünnten Reinigungsmittel oder im Handel erhältliche Geruchs-Neutralisierer (keine säurehaltigen Inhaltsstoffe) und danach trocken reiben. Gerüche und Ausdünstungen allgemein, z. B. aus Küche, Kamin, Tabakrauch oder von außen, können in Polstermaterialien einziehen oder an der Oberfläche haften bleiben. Bestimmte Produkte wie Massivholz oder Leder behalten jahrelang einen gewissen Eigengeruch. Gerüche dürfen auch nach einem längeren Zeitraum nicht „belästigend“ wirken. A B C D E F G H I K L M N O P R S T U W Service 9

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GG HH Gewährleistung Siehe Beanstandung, Beschwerde, Einleitung, Garantie Glas, Glastische Im Floatverfahren hergestelltes Glas entspricht den EUNormen und der DIN 1249. Bei polarisiertem Licht sind Iritationserscheinungen wie leichte Wolken, Ringe, Schlieren oder Ziehfehler in den Spektralfarben physikalisch bedingt und unvermeidbar. Die Sicherheit oder Belastbarkeit darf dadurch nicht beeinträchtigt sein. Bitte Belastbarkeitsgrenzen beachten. GlasToleranzen sind in den Güte- und Prüfbestimmungen RAL GZ 430 festgelegt. Glasflächen sind kratzempfindlich, scharfkantige Gegenstände dürfen nicht ohne Schutz abgestellt oder gezogen werden. Das gilt vor allem auch für kleine Polstermöbeltische mit relativ dünnen Glasflächen. Insbesondere bei heißen Gegenständen oder Flaschen aus dem Tiefkühlfach kann Floatglas platzen. Die Pflege erfolgt mittels handelsüblicher Glasreiniger. Da Glas in sehr vielfältigen Varianten und Qualitäten als Nutzund Zierfläche eingesetzt wird, sind die jeweiligen Herstellerinformationen und die Reinigungs- und Pflegehinweise ganz besonders zu beachten. Fragen Sie Ihren/e Fachberater/in. Bitte beachten Sie auch bei Glasbeleuchtungen, Lampen etc. die Herstellerhinweise. Glas, ESG-Glas (Glassprung) Einscheiben-Sicherheitsglas zeichnet sich insbesondere durch erhöhte Schlagfestigkeit aus. Es ist daher bei fast allen öffentlichen Einrichtungen, Objekten, Hotels etc. vorgeschrieben. Diese Schlagfestigkeit wird durch eine spezielle Behandlung, die „Vorspannen“ genannt wird, erreicht. Es ist deshalb nicht kratzfest. Im Falle von Glasbruch entstehen bei Sicherheitsglas sehr kleine Glaspartikel, die zudem nicht mehr scharfkantig sind. Das ist Ihnen sicherlich von den Autoscheiben bekannt. Trotzdem ist auch die Schlagfestigkeit im Kantenbereich eingeschränkt. Bedingt durch die hohen Temperaturen beim Härten kann es zu kleinen Unebenheiten, Einschüssen und Verbrennungen kommen. ESG-Glas darf bei der Nutzung keinen extremen Temperaturen (sehr heiß oder eiskalt) ausgesetzt werden. Nickel-Sulfid-Einschlüsse können hierdurch einen Glassprung auslösen. Granit, Naturstein auf Couch- oder Esstischen Eines der ältesten und urigsten Materialien überhaupt, das in der Möbelbranche verarbeitet wird. Jedes einzelne Teil ist ein unverwechselbares und einmaliges Unikat. Typische Merkmale wie Farb-, Struktur- und Texturschwankungen, Adern und Gesteinsrisse, Gesteinsporen, feine Risse im Kristallgefüge und kleinere Kantenausbrüche sind natürlich und unvermeidlich, gewerküblich hinzunehmen und ausdrücklich zulässig. Solche Merkmale haben keinen Einfluss auf die Gebrauchstauglichkeit. Die Prüfnormen gemäß DIN 18332 für Naturwerksteinarbeiten sowie technische Werte sind u.a. zusammengefasst in den Güte- und Prüfbestimmungen der RAL-GZ 430, Anhang 13. Ein Farbmuster im Katalog oder in einer Verkaufsausstellung kann allenfalls ein Anhaltspunkt oder der kleine Ausschnitt einer Platte sein. Freuen Sie sich deshalb über die „Einmaligkeit“ und Schönheit Ihres Granit- oder Naturwerksteins. Sollten Sie ganz spezielle Farb- und Strukturmaterialien benötigen, müssten Sie sich direkt zu einem Natursteinhändler oder in ein Natursteinwerk begeben. Granit besitzt eine hohe Abnutzungshärte und ist sehr witterungsbeständig. Er ist sehr widerstandsfähig und weist eine hohe Kratzfestigkeit auf, ist jedoch nicht lichtecht. Gebrauchsspuren (Patina) sind wie bei anderen Materialien auch auf Dauer nicht zu vermeiden. Die Oberflächen der Tische oder Küchen-Arbeitsplatten sind häufig, aber nicht zwingend, vorbehandelt (imprägniert). Die Hersteller haben unterschiedliche Verarbeitungsmethoden. Deshalb sind die Herstellerinformationen, Reinigungs- und Pflegehinweise für Sie sehr wichtig. Verunreinigungen wie Fett, Öl, Speisereste usw. lassen sich bei sofortiger Behandlung meist recht einfach entfernen. Je nach Nutzungsintensität können Sie dann den Stein wieder pflegen. Die natürliche Patina und ein Nachlassen des Glanzgrades ist normal und warentypisch. Beim Kauf bitte gleich nach geeigneten Pflegemitteln fragen. Wichtig: Natursteinplatten sollten kurzfristig keinen extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt werden. Wo eben noch Tiefgefrorenes gelegen hat, nicht sofort die heiße Bratpfanne hinstellen. Auch hochwertigste Natursteinplatten könnten dann platzen. Siehe Naturmaterialien allgemein, Marmor, Natursteinkunde, Reinigung und Pflege, Sicherheit. Haustiere Grundsätzlich gilt: Es gibt es keine katzen- oder schnabelfreundlichen Bezugsmaterialien für Polstermöbel. Hier ist einfach Vorsicht geboten. Mit Haustieren ist es wie mit allen liebgewonnen Wesen oder Gegenständen, es ist Toleranz und Verständnis notwendig. Haustiere können nicht 24 Stunden am Tag beaufsichtigt werden. Sie sollten aber wissen, es ist hier wie mit unseren Kindern. Die Aufsichtspflicht obliegt den Tierhaltern, Eltern oder Haus- und Wohnungsbesitzern, das sagt schon der allgemeine Wissensstand. Nutzen Sie die vielfältigen Hinweise und Informationen aus Fachzeitschriften und den Medien, (z. B. Stiftung Warentest – Möbelkauf-, „Ein Herz für Tiere“ usw.) Fest steht, Krallen- und Schna- 10 HH II KK beltiere können ganz erhebliche und vielfach irreparable Schäden anrichten. Tierhaare, besonders Katzenhaare, lassen sich aus Textilien nur schwer entfernen. Katzen, Hunde etc. sind Freigänger und bringen zwangsläufig alles Mögliche mit in die Wohnung. Allein schon zum Schutz von Kleinkindern sollte deshalb keinesfalls ein direkter Kontakt zwischen Tier und Bezugsmaterial von Möbeln statt finden. Schützen Sie deshalb vorsorglich Ihre Möbel durch zusätzlich geeignete Materialien (Auflagen, Decken, etc., die waschbar oder reinigungsfähig sind) und durch Ihre übliche Aufsichts- und Sorgfaltspflicht. Ansonsten sollten Sie es dann mit den dadurch entstehenden Gebrauchsspuren nicht so ernst nehmen und sich an Ihren Haustieren freuen. Ein krallensicheres Material gibt es leider nicht. Siehe Einleitung. Heizung Siehe elektrostatische Aufladung, Luftfeuchtigkeit, Raumklima. Herzschrittmacher Siehe Elektrogeräte und elektrische Bauteile Hochglanz-Fronten Siehe Möbel-Gütepass oder Küchen-Gütepass Holzwerkstoffe Die Qualität eines Produktes ist grundsätzlich nicht davon abhängig, ob ein Möbel aus Holzwerkstoffen oder Massivholz besteht, sondern eher von der Qualität des Materialeinsatzes. Die altbewährten Werkstoffplatten (Spanplatten), mitteldichten Faserplatten (MDF), Sperrholz-, Dreischicht- oder Tischlerplatten sind von höchster Güte und Qualität und haben sich im Polstergestellbau seit Jahrzehnten bestens bewährt. Sie schonen in großem Umfang unsere natürlichen Ressourcen. Auch bei Polstergestellen ist auf dauerhaft richtiges Raumklima zu achten. Siehe Einleitung und Raumklima. Hussen/abnehmbare Bezüge Bei Möbelbezügen, die abgenommen werden können, müssen einige besondere Dinge beachtet werden. Hier ist unbedingt auf die Stoffzusammensetzung und die Hinweise zur Reinigung zu achten. Sind sie chemisch reinigungsfähig? Sind sie waschbar und wie? Meist nur bis höchstens 30° Celsius. Sie können leicht etwas eingehen und sind dann schwerer oder bei Falschbehandlung gar nicht mehr aufziehbar. Siehe Polstermöbel allgemein, Reinigungs- und Pflegehinweise. Hygiene Siehe Raumklima. Industrielle Fertigung Industrielle Fertigung bedeutet, Serienproduktion in hohen Stückzahlen, meist in Lohnakkord oder Lohnfertigung nach Stückzahl oder/und Zeit. In der Industrie haben wir es mit viel professioneller Handarbeit zu tun. Es ist trotzdem kein Vergleich mit einer „Einzelfertigung“ im Handwerk. Die Seri- enproduktion ist günstiger als Einzelfertigung, aber hier haben wir Fertigungs- und Materialtoleranzen zu beachten und zu akzeptieren. Sie sind festgelegt z. B. im Normen-Regelwerk der RAL-GZ 430. Werden diese Toleranzen am Möbel eingehalten sprechen wir von „warentypischen Eigenschaften“ bei industrieller Produktion. Siehe Einleitung, Toleranzen. Kamin oder Kachelofen Bei offenen Küchen- und Wohnräumen kann ein Dunstabzug mit Außenluftanschluss das Zug- und Brennverhalten Ihrer offenen Feuerstelle beeinflussen. Evtl. notwendige Fensterkontaktschalter müssen den Sicherheitsbestimmungen entsprechen. Darüber informiert Sie z. B. das Deutsche Institut für Bautechnik – Aufstellen von Feuerstätten §4 sowie Ihr zuständiger Schornsteinfeger mit dem Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (Protector AS 4100 Sicherheits- und Abluftsteuerung) Bitte teilen Sie solche sicherheitsrelevanten Besonderheiten dem Einrichtungsberater mit und informieren Sie sich. Siehe Einleitung, Luftfeuchtigkeit, Raumklima Kinder/Kindermöbel Was wären wir ohne unsere Kinder? Hier einige Anmerkungen wenn es um Möbel und Kinderzimmer geht. Kleinkinder können noch nicht selbst entscheiden, deshalb haben wir Erwachsenen bei der Auswahl von Kindermöbeln jeder Art eine besondere Sorgfaltspflicht. Kinder sind von Haus aus neugierig und können nicht rund um die Uhr beaufsichtigt werden. In einem Haushalt mit Kleinkindern ist deshalb besonders auf die Sicherheit im Umgang mit Einrichtungsgegenständen zu achten. Das gilt im Besonderen z. B. in der Küche mit viel Elektrotechnik, Hitze, Wasser etc. aber auch überall wo Funktions- oder elektrobetriebene Produkte, Stromanschlüsse oder Elektronik eingebaut sind. Hier sind jegliche Sicherheitsvorschriften allgemeiner Art und die der Hersteller unbedingt zu beachten. Bei Kindermöbeln ist ganz besonders auf geprüfte Qualität, garantierte Sicherheit, Gesundheit und Hygiene zu achten. Hier helfen Ihnen die Herstellerhinweise und Gütezeichen wie „das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit“, das „Goldene M“ oder der „Blaue Engel“. Sie geben Ihnen die notwendige Sicherheit. Gute Beratung ist beim Kauf von Kindermöbeln sehr wichtig, auch hinsichtlich der spielerischen Nutzungseigenschaften, Belastungsgrenzen usw. in einem Kinderzimmer. Unsere Kinder haben entsprechenden Schutz verdient. Fragen Sie auch nach Kindersicherungen, Schubladenschlösser etc. Lassen Sie sich gut beraten und denken Sie daran, auch hier hat die Qualität ihren Preis. Siehe Einleitung, Bestimmungsgemäße Verwendung, Betten allgemein, Betriebsanleitungen, Elektrogeräte und elektrische Bauteile, Funktionsteile und Funktionsmöbel allgemein, Herstellerhinweise, Matratzen, Sicherheit. Kissen Siehe Polsterkissen, lose Kissenpolsterung, legere Polsterung etc. A B C D E F G H I K L M N O P R S T U W Service 11

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KK Kommoden, Konsolen Siehe auch Aufmaß, Belastbarkeiten, Solitärmöbel. Kopf-, Bett-, Polsterkopfteile Bei Polsterbetten und deren Kopfteilen handelt es sich nicht um Funktionsmöbel. Sie sind meist designorientiert entwickelt und deshalb nur begrenzt belastbar. Sie sind nicht mit üblichen Rückenlehnen oder speziellen Funktionsmöbeln gleichzusetzen. Bitte unbedingt die Herstellerinformationen beachten. An Bettkopfteilen kann es je nach Bezugsart von Stoff, Leder und Kunstleder durch den Kontakt mit chemischen oder säurehaltigen Substanzen zu Veränderungen oder Schäden kommen, z. B. Farbveränderungen oder Materialschäden. Derartige Substanzen können z. B. sein, Kosmetika, Schweiß, Rückstände im feuchten Haar oder Handtuch und nach dem Haare waschen, tönen, färben. Siehe dazu auch Einleitung, Belastbarkeiten, Chemische Reaktionen, Betten/Polsterbetten allgemein, Belastbarkeiten, Polsterung, Polstermöbel, Funktionsteile und Funktionsmöbel allgemein (Recliner-Möbel), Elektrogeräte und elektrische Bauteile. Kunstleder (Lederimitate) Kunstleder muss auch als „Kunstleder“ gekennzeichnet sein. Unzulässig sind Bezeichnungen wie Textilleder, Leder Look o. ä.. Da hier die Vielfalt und die Qualitätsunterschiede sehr groß sind, empfehlen wir Ihnen eine fachliche Beratung und die Herstellerinformation. Kunstleder sind häufig empfindlich gegen Cremes, Pflegelotionen, alkoholische oder säurehaltige Substanzen. Vielfach werden vor allem falsche Reinigungs- oder Lederpflegemittel eingesetzt, häufig mit entsprechenden Folgeschäden. Z. B. können Kunstleder vergilben oder sie werden durch Weichmacherverluste porös oder brüchig. Bei Kunstleder ist zu beachten, dass nicht zu häufig gereinigt, sondern der Reinigungszyklus mit abgestimmten und nur für Kunstleder empfohlenen Produkten der Nutzungsintensität angepasst wird. Qualität hat auch hier ihren Preis. Kunstleder ist nicht krallenfest. Bitte beachten Sie auch die Herstellerhinweise. Siehe Reinigungs- und Pflegehinweise, Betten/Polsterbetten allgemein, Bettkopfteile, Chemische Reaktion. LL Lattenroste Die Vielfalt ist inzwischen sehr groß. Ebenso die Preis- und Qualitätsunterschiede. Der Lattenrost sollte unbedingt auf die gesamte Bettanlage incl. der Matratzen abgestimmt sein. Lassen Sie sich bitte beraten und achten Sie auf die Belastbarkeiten. Punktuelle Belastungen, Hüpfen und Springen sind zu unterlassen. Leder Hier haben wir uns orientiert am Regelwerk der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e. V. RAL GZ 430 und den gültigen Möbelnormen. Leder ist gelebte Natur und jede verarbeitete Tierhaut ist ein „Unikat“. Das Naturprodukt Leder ist sehr vielfältig und es ist für jeden Bedarf etwas dabei. Je nach Lederart und Qualität „erleben“ Sie dieses Naturprodukt mit mehr oder weniger sichtbaren Naturund Wachstumsmerkmalen. Schon in einer Lederhaut finden Sie die unterschiedlichsten Farb- und Wachstumsmerkmale, besonders bei den naturbelassenen Ledern. Sind diese Merkmale verwachsen und die Oberfläche geschlossen, handelt es sich um charakteristische und „warentypische Eigenschaften“ des Naturproduktes Leder. Familien mit Kindern, Haustieren und reger Nutzung sollten pflegefreundliche Lederarten wählen. Lassen Sie sich beraten und nehmen Sie sich Zeit für die Informationen der Hersteller. Legere, saloppe Polsterung bzw. besonders legere Polsterung Wie eine Wellen-/Muldenbildung oder Faltenbildung korrekt beurteilt wird und mit den Toleranzen umzugehen ist, findet sich in der RAL GZ 430/4. Legere/saloppe Polsterung: Weicher, vorspannungsloser Polsteraufbau, bei dem eine Faltenbildung der Bezüge modellbedingt oder gestalterisch gewünscht ist. Die Abzeichnungen bei Steppmatten und Kissen sind design- oder konstruktionsbedingt. Besonders legere Polsterung: Zeichnet sich durch eine superweiche/softige Oberfläche aus. Die Bezüge zeigen schon im Neuzustand ein ausgeprägtes Wellenbild, das design- und konstruktionsbedingt gewollt ist (z. B. bei Polsterungen mit losem Füllmaterial). Dazu zählen auch Funktionsmöbel. Quelle: Güte- und Prüfbestimmungen RAL GZ 430/4. Das Gegenteil wäre die straffe Polsterung. Wellen-, Mulden- oder Faltenbildung im Gebrauch und je nach Nutzungsintensität sind nicht zu vermeiden. Um eine gleichmäßige Optik zu erreichen, empfiehlt z. B. auch die Stiftung Warentest nicht nur einen „Lieblingsplatz“ zu benutzen, sondern regelmäßig alle Polsterteile möglichst gleichmäßig. Lose und aufgelegte Sitz- oder Rückenkissen und Polsterung müssen je nach Nutzungsintensität regelmäßig aufgeschüttelt, aufgeklopft und glatt gestrichen werden, ggf. täglich, sie haben den sog. Kopfkissen- oder Federbetteffekt. Wenn Sie diese legere Optik nicht mögen oder gar ablehnen, sollten Sie sich für „straff“ gepolsterte Sitzund Liegemöbel entscheiden. Siehe Einleitung, Funktions- und Verwandlungsmöbel, Polster- möbel, Straffe Polsterung, Toleranzen, Wellenbildung. 12 Leder Hier die wichtigsten Lederarten für Polstermöbel: Rau-, Nubuk-, Anilinleder, naturbelassen EIGENSCHAFTEN: Das edelste, hochwertigste und teuerste Leder. Warmer, weicher Griff, hohe Atmungsaktivität. Nimmt Körperwärme sehr schnell an. Natur pur. Besonders im Dicklederzustand. EMPFINDLICHKEIT: Empfindlich, anfälliger für Verschmutzungen, Flecken daher schnell entfernen. Achtung: Unbedingt vor direkter Sonne und Licht schützen. Die Farbe schwarz ist besonders lichtempfindlich. PFLEGEAUFWAND: Regelmäßig pflegen, bekommt seine typische optische „Lederpatina“. GEEIGNET FÜR: Hohe Ansprüche, etwas für Lederliebhaber, jedoch mit allen Vor- und Nachteilen des hochwertigen Naturproduktes „Leder“, sorgsame Nutzung. Anilinleder, veredelt Hochwertiges Leder, weitgehend naturbelassen. Warmer und weicher Griff, gute Atmungsaktivität. Oberfläche ist leicht veredelt und weniger empfindlich. Flecken und Verschmutzungen sofort entfernen. Vor direkter Licht- und Sonneneinstrahlung schützen. Regelmäßig und je nach Nutzungsintensität pflegen, bekommt im Gebrauch eine typische „Lederpatina“. Hohe Ansprüche und trotzdem, durch die leichte Veredelung, mit guter Gebrauchstauglichkeit. Semianilinleder, leicht pigmentiert Weniger atmungsaktiv im Vergleich zu naturbelassenem Leder; erwärmt sich langsamer; je nach Qualität anschmiegsam und weich. Weniger empfindlich. Gute Lichtechtheitswerte. Relativ gering (feucht abwischen); je nach Nutzung etwa 1 - 3 mal pro Jahr pflegen. Normale bis gehobene Ansprüche und trotzdem pflegefreundlich. Pigmentiertes Leder Spaltvelours Gedecktes bzw. beschichtetes Spaltleder Blankleder Geringe Atmungsaktivität, erwärmt sich nur langsam, wirkt „kühl“; weniger anschmiegsam und weich. Darf die Bezeichnung „echt Leder“ führen, weich, warm, atmungsaktiv. Preisgünstigste RindlederQualität. Weniger empfindlich. Verschmutzungsempfindlich, bleicht schnell aus. Kann speckig werden (Patina), geringere Reißfestigkeit. Darf die Bezeichnung „echt Leder“ führen, kaum atmungsaktiv, erwärmt sich nur langsam, wirkt kühl, weniger anschmiegsam und weich, geringste Qualität. Nicht sehr reißfest. In pigmentiertem Zustand relativ strapazierfähig, geringer Komfort. Fester bis harter Griff. Pigmentiert hat es eine gute Lichtbeständigkeit, erwärmt sich langsam, mittlere Atmungsaktivität. Fester Griff. Weniger empfindlich. Relativ gering (feucht abwischen); etwa einmal pro Jahr pflegen. Hoch, regelmäßig (2 - 3 mal pro Jahr). Gering (1 mal pro Jahr). Eignet sich gut für intensiveren Gebrauch; bei sachgemäßer Nutzung robust und unempfindlich. Sorgsame Nutzung. Eignet sich weniger für Gebrauchsflächen; wenn es auf Spannteilen und im Korpusbereich verwendet wird, muss es als Spaltleder gekennzeichnet sein. Eignet sich weniger für Gebrauchsflächen; wenn es auf Spannteilen oder im Korpusbereich verwendet wird, muss es als Spaltleder gekennzeichnet sein. Je nach Oberfläche, nicht sehr hoch. Wird häufig als selbsttragendes Leder (ohne Polsterung) für Stuhlund Sesselbespannungen eingesetzt. A B C D E F G H I K L M N O P R S T U W Service 13

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LL Leuchten Siehe Energieeffizienz, Energieverbrauchskennzeichnung. Lichtechtheit (Lichteinwirkung bei Möbeln) Als Lichtechtheit bezeichnet man die Resistenz eines Materials gegenüber der Einwirkung von Licht (insbesondere Sonnenschein, Tageslicht, Halogen-Beleuchtung usw.) Solche Lichtquellen und insbesondere Sonnenlicht verändern Oberflächen, speziell Holzoberflächen oder Leder. Diese Art von „Sonnenbrand“ führt durch den chemischen Aufbau zu Farbveränderungen. Naturhölzer können nachdunkeln oder vergilben, gebeizte Hölzer können ausbleichen. Das gilt auch für beschichtete oder lackierte Möbel. Dekostoffe und Materialien haben in der Regel nur eine eingeschränkte Lichtechtheit. Schützen Sie Ihre wertvollen Möbel unbedingt vor extremer Lichteinwirkung, da eine „absolute“ Lichtechtheit nicht zu erreichen ist. Je natürlicher ein Produkt verarbeitet oder bearbeitet ist, desto empfindlicher ist es! Die Urgewalt der Sonne verändert alle Materialien! Besondere Vorsicht ist deshalb in hellen Südzimmern mit viel Glas geboten, dort sollten bei direkter Sonneneinstrahlung Vorhänge oder Jalousien geschlossen werden, da sonst eine Oberfläche schon nach relativ kurzer Zeit an den beschienenen Stellen heller oder dunkler werden kann. Solche „farblichen Veränderungen“ haben allerdings auf den Gebrauch oder die Lebensdauer keinen Einfluss. Bitte denken Sie daran, dass durch Decken, Vasen, Geräte etc. abgedeckte Teile eines Möbelstücks einen anderen Farbveränderungsprozess durchlaufen, wie der nicht abdeckte Teil. Das gilt auch für Arbeitsplatten, Granit etc.. Siehe Einleitung. Lieferung und Montage Bitte achten Sie darauf, dass am Tag der Lieferung Ihrer Möbel die Zugangswege zu dem Bestimmungsort problemlos für die Monteure erreichbar sind und eine Parkmöglichkeit für deren Lieferfahrzeug besteht. Keiner kennt seine Wohnung besser als der Käufer. Stellen Sie daher bitte sicher, dass die Möbel auch tatsächlich ins Haus und in die Wohnung passen. Dabei sind auch die Außenmaße bei im Karton verpackter Ware zu berücksichtigen. Bei der Erstmontage Ihrer Möbel werden die Möbel- und Funktionsteile eingestellt. Diese können sich jedoch nach dem Einräumen bzw. Beladen oder im Laufe der Zeit wieder verändern und müssen evtl. fachmännisch nachjustiert werden. Dienstleistungen dieser Art sind kostenpflichtig. Bitte die Herstelleranleitungen beachten. Siehe Einleitung, Aufmaß, Aufstellen und Ausrichten, Bestimmungsgemäße Verwendung, Selbstmontage, Sicherheitshinweise allgemein. Liegeeigenschaften Siehe unter Betten und Matratzen. Luftfeuchtigkeit, Heizung, Raumklima Möbel und Polstermöbel allgemein sollten keiner extrem hohen oder zu geringen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt werden. Siehe Fußbodenheizung. Das Raumklima sollte nach den Empfehlungen von Experten für Menschen und Materialien Jahresdurchschnittswerte von 18-23° Celsius und eine rel. Luftfeuchtigkeit von 40-55% 14 aufweisen. Kurzfristige Abweichungen von diesen Empfehlungswerten, z. B. in den Wintermonaten schaden nicht, längere Zeiträume mit zu extremen Werten sollten jedoch unbedingt vermieden werden. Es empfiehlt sich bei empfindsamen Menschen deshalb, im Raum ein Thermometer und ein Hygrometer anzubringen. Bei zu trockener Luft kann eine Hausstauballergie ausgelöst werden. Ferner kann es bei Polstermöbeln und Textilien, Teppichböden etc. zu elektrostatischen Aufladungen bei Stoff oder Leder kommen (siehe elektrostatische Aufladung). Leder und Bezugsmaterialien können außerdem trocken und spröde werden. Bei dauerhaft feuchten Wänden drohen Schimmelpilz und Materialschäden. Regelmäßige Stoßlüftungen, vor allem im Schlafbereich sind deshalb erforderlich. Siehe auch Einleitung, Aufmaß, Fußbodenheizung, Elektrostatische Aufladung und Raumklima. BESONDERER HINWEIS: Bedenken Sie bitte immer, dass auch Leder und Naturmaterialien allgemein, durch starke Lichteinwirkung, insbesondere Sonne und je nach Lederart bzw. Material ausbleichen können und dauerhafte Nähe zu eingeschalteten Heizkörpern das Leder austrocknet und es porös und brüchig macht. Leder braucht je nach Art und Qualität sowie Nutzungsgrad auf jeden Fall regelmäßige Reinigung und Pflege. Bitte beachten Sie die Herstellerhinweise. Bei hartnäckigen Problemen fragen Sie bitte den Spezialisten. Siehe Einleitung, Luftfeuchtigkeit und Raumklima A B C D E F G H I K L M N O P R S T U W 15 Service

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MM Marmor Marmor aus der Gruppe der Kalksteine hat die stärksten Farbund Strukturunterschiede, sie sind typisch für die vielen Marmorarten. Hier sind die Naturprodukte besonders farbenprächtig. Marmor, Schiefer oder Naturstein und Nachbildungen können naturbelassen oder mit Matt- oder Hochglanzschutzlack versehen bzw. imprägniert sein. Die Oberfläche und damit der Nutzungsgrad sollte Ihren Wohnverhältnissen angepasst sein. Über die vielen Materialien informieren Sie sich bitte vor dem Kaufabschluss. Die Produktinformationen der Hersteller sowie die Reinigungs- und Pflegehinweise sind hier besonders wichtig. Dazu nur die jeweils richtigen Pflegemittel verwenden. Siehe auch Granit/Naturstein, Natursteinkunde Massivholz Massives Holz ist ein Phänomen „es arbeitet immer“. Massivholz ist eines der vielfältigsten, edelsten und schönsten Naturprodukte, die für Möbel und Inneneinrichtungen verwendet werden. Über die vielen Sonderhölzer z.B. Asteiche, Kernbuche, Weide etc. lassen Sie sich bitte gesondert beraten und fordern Sie ausführliche Produktinformationen an. Bei Massivholz kommen noch eine Vielzahl von Beiztönen dazu, z. B. Matt, Seidenmatt, Hochglänzend, Schattiert usw. und alle fallen je nach Holzart, z. B. Hartholz, Nadelholz usw. etwas anders aus. Es ist sprichwörtlich ein „einmaliges Unikat“. Hier zeigt die Natur dem Menschen, dass sie nur schwer zu bändigen ist. Nicht das massive Holz stellt sich auf den Menschen und seine Wohnung ein, sondern genau umgekehrt. Der Mensch muss sein Wohnklima auf die Natur und seine Eigenschaften einstellen. Antiquitätenbesitzer wissen das genau. Was für das Holz unerlässlich ist, ist auch für den Menschen besonders wichtig, das Wohn- und Raumklima. Das heißt im Jahresdurchschnitt 4055% relative Luftfeuchtigkeit. Auch dann sind ein „Arbeiten, Verziehen, Quellen und Schwinden oder kleine Risse“ nicht zu vermeiden. Siehe auch Einleitung, Luftfeuchtigkeit/Raumklima. Matratzen (Matratzen- und Bettbezugsmaterialien, Polsterbetten, Polsterung, Wellenbildung) „Wie man sich bettet, so liegt und schläft man“ sagt ein altes Sprichwort. Etwa 25 – 30% unseres Lebens verbringen wir mit Schlafen, also der wichtigen Regeneration unseres Körpers. Die Matratze und die Bettanlage spielen dabei eine ganz wesentliche Rolle. Die Matratze ist wichtiger Teil der Bettanlage und im Beratungsgespräch muss dabei auf eine passende Qualitätsabstimmung von Matratze, Bettanlage, Federholzrahmen, und Bettbezügen geachtet werden. Die ergonomische Wirkung einer Bettanlage hängt maßgeblich von dieser Abstimmung ab. Da es hier unglaublich viele Materialien und Qualitätsunterschiede gibt bitten wir Sie in diesem ganz besonderen Fall, sich ausführlich zu informieren und beraten zu lassen. Denn: Ihr Bett ist Ihre ganz persönliche “Kraftquelle Schlaf”. Die Matratze, die Bezugsmaterialien und deren Verträglichkeit (Allergiker) müssen deshalb ganz auf Sie persönlich abgestimmt sein. Das Gewicht, häufiges Schwitzen, die Körpergröße und Ihre Schlafgewohnheiten sind dabei ganz besonders zu berücksichtigen. Sind Sie Bauch-, Rücken- oder Seitenschläfer? Dann lassen Sie sich bitte ausführlich beraten und führen Sie Probeliegen durch. Zu den Nutzungseigenschaften von Matratzen gehört auch die übliche Belastbarkeit. Diese sind je nach Qualität und evtl. in Verbindung mit Funktionsteilen sehr unterschiedlich. Deshalb sind die Herstellerangaben zu den maximalen Belastbarkeitsgrenzen und der damit verbundene allgemeine Wissensstand unbedingt zu berücksichtigen. Bei den Qualitätsprüfungen nach der Norm für Matratzen und Polsterbetten für den allgemeinen Wohnbedarf, wird von einem durchschnittlichenBenutzergewichtvon110kgbismaximal120kg ausgegangen. Für Matratzen sind hier die Qualität, Matratzendicke und bei Boxspringanlagen die Bauhöhe der Bettanlage sehr wichtig. Lassen Sie sich bitte beraten, ob auch bei höheren Gewichtsansprüchen Sonderanfertigungen etc. möglich sind. Schlafzimmer sollen immer gut belüftet werden und die Luftfeuchtigkeit darf ca. 60% nicht übersteigen, damit Schimmel oder Stockflecken vermieden werden. Vor allem in den Sommermonaten kann der Mensch über Nacht ca. 0,5 Liter Flüssigkeit abgeben. Die Unterhaltspflege ist deshalb besonders wichtig, regelmäßiges Wenden, Lüften und Abtrocknen der Bettwaren sollte selbstverständliche Pflicht sein. In Bettkästen muss eine ausreichende Be- und Entlüftung vorhanden sein. Regelmäßiges Drehen und Wenden, auch die Kopfseite gegen die Fußseite, ist für die Regeneration der Materialien wichtig und beugt der Kuhlen- oder Wellenbildung vor. Je nach Benutzer (Größe, Gewicht usw.) ist im Laufe der Zeit jedoch eine gewisse Kuhlen-/Muldenbildung oder Wellenbildung nicht zu vermeiden. Matratzen sollten schon allein aus hygienischen Gründen ca. alle 8 – 10 Jahre erneuert werden. Toleranzen zwischen den Matratzen- und Bettenmaßen von ca. 2 cm sind im Neuzustand üblich und bei industrieller Fertigungstechnik nicht zu vermeiden. Siehe auch Einleitung, Bettsofas, Betten/Polsterbetten allgemein, Polstermöbel, Toleranzen, Wellenbildung. 16 MM Boxspring-Matrazensysteme und „Topper“ Boxspring kommt aus dem Englischen und bedeutet „gefederte Box“. Boxspringbetten hatten ihre frühe Entwicklung in Amerika und erfreuen sich heute in Europa und auch Deutschland immer größerer Beliebtheit. Je nach Qualität besteht die „Box“ der Boxspringbetten aus Holzwerkstoffen. Darauf folgt der Boxspringbettenunterbau. Hier sind verschiedene Federkern- oder Schaumstoffqualitäten möglich. Darauf liegen modellbedingt und nach Wahl unterschiedliche Matratzensysteme mit Bezugsmaterialien. Zusätzlich kann diese Bettanlage, je nach Qualitätsauswahl, mit einem „Topper“ ausgestattet werden, der den individuellen Liege- und Schlafkomfort ergänzt. Solche „Topper“ sind keinesfalls als eine Matratze oder als ein Matratzenersatz anzusehen. Ziel der Boxspringsysteme ist, durch einen höheren Matratzenaufbau die Stützebene, Komforthöhe, Dämpfungsebene und Druckverteilung je nach Person, Gewicht und Größe zu optimieren. Damit Sie für sich persönlich das Richtige finden, sind eine ausführliche fachliche Beratung mit Liegeproben empfehlenswert. Bitte unbedingt die Herstelleranweisungen beachten. BESONDERER HINWEIS: Polsterungen sind weich und verformbar. Bedingt durch die unterschiedlichen Materialsysteme und hohen Polsteraufbauten, ist eine Kuhlen- und Wellenbildung produktund materialbedingt unvermeidbar, bei einem „Topper“ möglicherweise schon nach sehr kurzer Nutzungszeit. Insgesamt ist das bei Matratzen allgemein bekannt und hat auf Gebrauch, Nutzen und Lebensdauer keinen erheblichen Einfluss. Siehe auch Einleitung, Betten, Bettsofas, Betten/Polsterbetten allgemein, Polstermöbel, Toleranzen. Berücksichtigt werden dabei direkt sichtbare Frontteile oder untergeordnete bzw. verdeckte Teile. Ist die Oberfläche geschlossen (versiegelt) handelt es sich um fertigungsbedingte und warentypische Eigenschaften bei industrieller Fertigung. Beurteilt wird die Optik im Zweifelsfall nach den Prüfkriterien und Sichtprüfungen in Anlehnung an RAL GZ 430. Sie haben auf den Gebrauch, Nutzen und Lebensdauer keinen Einfluss. Die Reinigungs- und Pflegevorschriften der Hersteller sind unbedingt zu beachten. Allgemeines Beispiel: Zur Reinigung dieser Metalle verwenden Sie eine leichte Spülmittellösung und ein sauberes, ganz leicht feuchtes Tuch. Auf keinen Fall Alkohol oder scheuernde Putzmittel verwenden, danach trocken reiben. Verchromtes oder vernickeltes Metall pflegt man mit den dafür vorgesehen handelsüblichen Metallreinigern, danach trocken reiben. Siehe auch Einleitung Toleranzen. Mikrofasern Siehe Stoffe. Mikrofasertücher Hier hält die Werbung leider nicht immer was sie verspricht. Nicht alles was zum Staubwischen oder für die Reinigung von Chrom, Edelstahl, Metall, Spiegel und Glas angeboten wird, ist auch gut für Möbel. Ausnahme: Nur die ausdrücklich für das jeweilige Material empfohlenen Mikrofasertücher. Deshalb sagen wir vorsichtshalber und aus den Erfahrungen heraus: Keine Mikrofasertücher für Möbel- und Küchenoberflächen, Hochglanz, Polstermöbelbezüge, z. B. Leder, Kunstleder oder Stoffe aller Art. Weiche, saubere Tücher, z. B. Geschirrtücher oder Fensterleder, sind dafür umso besser geeignet, vor allem in Verbindung mit den richtigen Reinigungsmitteln. Im Bedarfsfall fragen Sie die Fachleute. Siehe Einleitung, Reinigung und Pflege. Metallteile und Metalloberflächen allgemein Viele Möbel und Einrichtungsgegenstände haben sichtbare Metalloberflächen, die sich im Gebrauch bewährt haben. Das sind lackierte Metalle, anodisiertes, poliertes oder gebürstetes Aluminium, Chrom, vergoldete Oberflächen, Edelstahl, Hochglanzlackierung usw. Verwendung finden Sie z. B. für Armlehnen, Anbauteile, Fußgestelle, Kufen, Rahmen, Zargen, Zierleisten usw. Die Oberflächen werden vielfach per Handarbeit bearbeitet, geschliffen, poliert und sind lackiert, verchromt oder pulverbeschichtet. Dabei kann es materialbedingt auf den Metalloberflächen zu kleinen optischen Erscheinungen kommen, z. B. Schlieren, Wellen, feinste Schleifspuren, kleinen Pickelpunkten, Orangenhauteffekten oder Schweißpunkten. Je nach Lichteinfall durch Kunstlicht, Tageslicht oder Standort sind sie mehr oder weniger sichtbar. Möbeloberflächen, Beiztöne allgemein Siehe Möbel-Gütepass und Herstellerhinweise Möbelbeschläge Der sachgerechte Gebrauch von Möbeln beinhaltet bei späteren Abweichungen vom Montagezustand die Sorgfaltspflicht zur Nachjustierung, um die dauerhafte Funktionssicherheit zu gewährleisten und Folgeschäden (z. B. bewegliche Fußstützen, Kopf- oder Armteile) auszuschließen. Siehe Funktionsmöbel. Montage/Montageanleitungen Sind unbedingt zu beachten. Siehe dazu auch Abholwaren und Selbstmontage, Transport/Selbstabholung/Selbstmontage sowie unsere gesonderten Hinweise für die Abholanweisung. NN Nachbildungen, Folien, Dekore, Kunststoffe Durch Urteile gibt es jetzt Aufklärung für den Verbraucher und klare Vorgaben für die Bezeichnungen der Möbel. Es muss heißen z. B. Buche-Nachbildung. Begriffe wie Buche-Dekor, Echtholz-Dekor usw. gelten als irreführend. Die Auswahl und ständigen Neuent- wicklungen auf dem Markt sind sehr vielfältig. Lesen und beachten Sie bitte deshalb die Herstellerhinweise und Produktinformationen. Nachkauf incl. Ersatzteile Bei Nachkäufen, Ergänzungskäufen oder Ersatzteilen kann es A B C D E F G H I K L M N O P R S T U W Service 17

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NN OO bei industrieller Serienproduktion fertigungsbedingt zu Material-, Farb- oder Maßabweichungen kommen. Bitte ggf. vor Kaufabschluss prüfen. Natursteine (kleine Natursteinkunde) Für die Möbelbranche nennen wir Ihnen die gebräuchlichsten Natursteinarten und Namen. Natursteine sind mineralische Werkstoffe und werden in drei Hauptgruppen gegliedert. Magmatische Gesteine unterteilt in Tiefengesteine (z. B. Granit) und Ergussgesteine (z. B. Basalt), Sedimentgesteine (z. B. Kalkstein,Tonschiefer,Travertin) und metamorphe Gesteine (z. B. Marmor, Fossilien, Quarzit). Dabei ist das Tiefengestein „Granit“ einer der härtesten und ältesten, ca. 400 Mill. Jahre alt. Dabei haben die Granitarten die ruhigsten Farbstrukturen. Marmor hat dagegen die unglaublichsten und prächtigsten Farb- und Strukturmerkmale. Einer der „jüngsten“ Marmorarten wäre Travertin, meist offenporig.Sie verändern sich alle im Laufe der Zeit allein durch Umwelteinflüsse sowie die Licht- und Sonneneinwirkung. Viele der vergebenen Namen sind Phantasiebezeichnungen und lassen oft keinen Rückschluss auf die Gesteinsart oder Herkunft zu. Allesamt zählen sie jedoch zu unseren schönsten, ältesten und urigsten Materialien auf unserem Erdball, jedes Teil ist einzigartig und ein „Unikat“. Der Naturstein wird „abgebaut“ und kein Gesteinsblock oder Platte gleicht der anderen. Natursteine sind niemals gleichmäßig, sondern weisen eine natürliche Porosität auf. Die Oberfläche ist nicht so dicht wie bei Glas oder Metall. Diese natürlichen Poren und Hohlräume sind je nach Gesteinsart unterschiedlich, kleine Gesteinsablösungen sind vereinzelt möglich.Ebenso wie die Korngröße, Farbverteilung, Farben und Schattierungen, je nach Lichteinfall und Blickwinkel. Dabei handelt es sich um warentypische Eigenschaften, natürliche Toleranzen und sind deshalb Zeichen der Echtheit. Die Qualitätsbeschreibungen, zulässige Toleranzen und aktuelle Prüfnormen (DIN 18332) finden Sie bei Bedarf zusammengefasst in den Güte- und Prüfbestimmungen der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e. V., dem Regelwerk RAL-GZ 430, Anhang 13. Solche Toleranzen finden wir auch in der Fertigung und Verlegung bei Wand- und Bodenverlegungen mit Natursteinen. Durch die in unseren Breiten vorkommenden Temperaturschwankungen (auch in Wohnungen oder im Bad) werden Natursteine deshalb in vielen Bereichen mit Fugen verarbeitet. Die Kontrolle von Fugen jeder Art gehört zu den üblichen Sorgfaltspflichten. Granit hat als optisches Merkmal immer relativ kleine Farb- und Strukturmuster. Marmor als metamorphes Gestein kann sehr großflächige und farbenprächtige Maserungen aufweisen. Im Laufe der Zeit und je nach Nutzungsintensität lässt der Glanzgrad der ursprünglichen Polierung, Imprägnierung oder Lackierung nach. Die Oberflächenbearbeitung und Behandlung von Natursteinen wird unterschiedlich angeboten, z. B. bruchrau, halbgeschliffen, geschliffen,poliert oder naturbelassen,geölt,satiniert matt,Polyester Hochglanz beschichtet usw. Bitte nehmen Sie sich etwas Zeit für die Beratung und richten Sie die Materialauswahl auf Ihre Familiengröße und Nutzung ab. Eine Küchenarbeitsplatte wird in der Regel ganz anders strapaziert als ein Couchtisch aus Naturstein. Dazu bitte immer die Herstelleranleitung zum Produkt beachten und die richtigen Pflegemittel verwenden. Siehe auch Granit, Marmor Neubauten In Neubauten herrschen beim Einzug in der Regel extrem hohe Boden- und Wandfeuchtigkeiten. Überhöhte Baufeuchte und eine relative Luftfeuchtigkeit über 65%, sind in den ersten Monaten häufig nicht zu vermeiden. Generell und vor allem in diesem Zustand dürfen keine Möbelteile direkt an die Wand gestellt werden. Ansonsten kann es schnell zu Feuchtigkeitss­chäden, Aufquellen von Materialien oder gesundheitsschädlichen Schimmelpilz­ bildungen bzw. Stockflecken kommen. Die Nordseite der Gebäude ist besonders kritisch. In solchen Fällen muss bis zum vollständigen Abtrocknen der Innen­wände für eine ausreichende Luftzirkulation hinter den Möbelteilen gesorgt werden. Dies ist ganz besonders wichtig. Zu trockene Luft schadet Mensch und Material genauso wie zu feuchte Luft. Richtig sind lt. Empfehlung der Experten im Jahresdurchschnitt 18 - 23° Celsius und eine relative Luftfeuchtigkeit von 40 – 55%. Lassen Sie sich von Ihrem Architekten, Bauleiter, Vermieter o.ä. bestätigen, dass die Räume ausreichend ausgetrocknet und voll nutzbar sind. Siehe dazu auch Einleitung, Aufmaß, Aufstellen und Ausrichten, Bestimmungsgemäße Verwendung, Luftfeuchtigkeit, Heizung, Raumklima. Objektabwicklung Bei Möbeln, die nicht für den allgemeinen Wohnbereich hergestellt werden, handelt es sich in der Regel um Objektmöbel. Bei Objektgeschäften sind sowohl einige rechtliche als auch sicherheitstechnische Aspekte zu beachten. Nehmen Sie deshalb rechtzeitig Kontakt mit uns auf, damit wir Ihnen behilflich sein können. Siehe Einleitung, Bestimmungsgemäße Verwendung, Abholwaren, Aufmaß. Offenporiges Travertin Durch seine Offenporigkeit ist Travertin oberflächenempfindlich. Mit dem Staubsauger absaugen und anschließend mit feuchtem Tuch reinigen, Flüssigkeiten sind sofort zu entfernen. Die Qualität der verwendeten Materialien, die Intensität der Nutzung, äußere Einflüsse (z. B. Lichteinwirkung, Tabakrauch, säurehaltige Flüssigk­eiten, Essigsäure, Alkohol) und Ihr Pflegeverhalten bestimmen in hohem Maße, wie lange die Freude an den Möbeln währt. Oberflächeninstandsetzung ist immer eine Angelegenheit für den Fachmann. Ölbehandelte und gewachste Oberflächen Zur Langzeitpflege benutzen Sie am besten entsprechendes Spezialöl bzw. Wachs, nach Angaben des Herstellers. Verwenden Sie es zum Auffrischen vor oder nach der Heizperiode aber höchstens ein- bis zweimal im Jahr. Bei der Glas- und Spiegelreinigung dürfen fettlösliche Glasreinigungsmittel nicht mit geölten Oberflächen in Kontakt kommen. Vor dem Nachölen/ Wachsen bitte zuerst die Oberflächen reinigen. Keine silikonhaltigen Möbelpflegemittel verwenden und niemals Schadstellen mit Lösungsmittel, z. B. Fleckentferner, Terpentin, Benzin oder gar Dampfreiniger bearbeiten. 18 PP Pflegehinweise siehe auch Einleitung, Reinigungs- und Pflegehinweise, Polstermöbel, Betten/Polsterbetten allgemein, Leder, Stoffe und unbedingt die Herstellerhinweise. Pillingbildung Überwiegend bei Flach- oder Mischgeweben kann es anfänglich zu Pilling/Knötchenbildung kommen. Sie entstehen meist durch Reibung von Fremdtextilien, mit denen der Benutzer auf dem Polstermöbel sitzt. Es handelt sich dann um Fremdpilling. Dafür gibt es spezielle Fusselrasierer, mit denen nach Herstelleranleitung die Pills problemlos entfernt werden können, ohne dass der Bezugsstoff Schaden nimmt. Siehe Stoffe allgemein. Planungsware und Lieferung frei Haus Hier ist unbedingt zu beachten: Eine korrekte Bedarfsermittlung und Aufmaß (incl. Tür-, Treppen- und Gangbreiten, Aufzug, Stockwerk usw.) sind Voraussetzung für eine mangelfreie Montage. Alle Maßangaben sind grundsätzlich Circa-Maße. Sind Steckdosen und Lichtschalter richtig verlegt? Hält die Wandbeschaffenheit dem späteren Gewicht der Möbel, Hängeschränke, Wandborde etc. auch stand? Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass Boden, Wände und Decken nicht ganz gerade sind und deshalb bei der Montage angepasst und ausgeglichen werden muss. Gibt es kurzfristige Änderungen in den Räumlichkeiten, müssen sie dem Verkäufer und Monteur rechtzetig mitgeteilt werden. Der entsprechende Raum muss leer und begehbar sein. Die Möbel müssen waagerecht ausgerichtet aufgestellt werden. Wir haften für die mit uns vereinbarten Leistungen nur im Rahmen unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen, sofern diese wirksam vereinbart worden sind. Siehe Abholwaren, Aufmaß, Einleitung, Lieferung und Montage, Selbstmontage, Sicherheitshinweise allgemein, Transport/Selbstabholung/ Selbstmontage. Polsterung, Polstermöbel allgemein, Polsterteile Polstermöbel und gepolsterte Möbelteile sind weich und verformbar. Sie sollten nicht allein nach Schönheit, sondern nach Ihren Bedürfnissen gekauft werden. Wir unterscheiden bei der Polsterung zwischen „straff“, d.h. weitgehend glatte Polsterung und „leger“ bzw. „besonders legerer“ Polsterung. Bitte die Produktinformationen des Herstellers beachten. Es wird vielfach unterschätzt, aber Polstermöbel werden lt. Stiftung Warentest täglich ca. 3-5 Std. benutzt, meist auf einem Lieblingsplatz. Polstermöbel müssen waagerecht ausgerichtet werden und gerade stehen. Bei Unebenheiten des Fußbodens oder durch Teppiche muss ausgeglichen bzw. unterlegt werden. Allgemeine Beschaffenheitskriterien verschiedener Polstermöbel (DIN 68 871) finden Sie auch im jeweils gültigen Regelwerk der RAL GZ 430/4. Hier ist alles aufgezeigt aus Normen national und international für industriell gefertigte Möbel. (Siehe leger, besonders leger und straff) Straff: Polsteraufbau, bei dem durch konstruktive Maßnahmen (vorgespannte Polsterung) die Wellenbildung der Bezüge weitgehend vermieden wird. Konstruktions- oder modellbedingte Züge, z. B. an Rundungen, Raffungen sind design- oder konstruktionsbedingt. Leger: Weicher, lockerer Polsteraufbau bei dem eine modellbedingte oder gestalterisch gewünschte Wellenbildung der Bezüge sowie Sitzabdrücke warentypisch sind. Besonders leger: Eine „besonders legere Polsterung“ zeichnet sich durch eine sehr weiche Oberfläche aus. Die Bezüge zeigen bereits im Neuzustand ein ausgeprägtes Wellenbild, das design-, modell- und konstruktionsbedingt ist. Funktionen: Beschaffenheitskriterien: An einigen Funktionsteilen (z. B. Sitz und Rücken, Armlehnen, Seitenteilen, Kopfund Fußteil) können Wellen und Falten entstehen bzw. vorhanden sein. Wellen-, Mulden- oder Faltenbildung im Gebrauch und je nach Nutzungsintensität sind nicht zu vermeiden. Um eine gleichmäßige Optik zu erreichen, empfiehlt z. B. auch die Stiftung Warentest nicht nur einen „Lieblingsplatz“ zu benutzen, sondern regelmäßig alle Polsterteile möglichst gleichmäßig. Lose und aufgelegte Sitz- oder Rückenkissen, Polsterkissen mit Steppmatten, Kammerkissen und mit losem Füllmaterial müssen je nach Nutzungsintensität regelmäßig aufgeschüttelt, aufgeklopft und glatt gestrichen werden, ggf. täglich, sie haben den sog. Kopfkissen- oder Federbetteffekt. Wenn Sie diese legere Optik nicht mögen oder gar ablehnen, sollten Sie sich für „straff“ gepolsterte Sitz- und Liegemöbel entscheiden. Siehe Einleitung, Aufstellen, Belastbarkeiten, Bestimmungsgemäße Verwendung, Funktionsmöbel, Straffe Polsterung, legere Polsterung, besonders legere Polsterung, Toleranzen, Wellenbildung. Polsterbetteneigenschaften und Kopfteile Bei einem Polsterbett sollten alle Materialien individuell für Sie aufeinander abgestimmt sein: Bettanlage, Lattenrost oder Unterbau, Matratze und die Bettwaren. Achten Sie bitte darauf, dass niemand auf den Betten herumspringt, das gilt auch für den Lattenrost. Legere Polsterung und lose oder gefüllte Kissen müssen regelmäßig und je nach Nutzungsintensität glatt gestrichen und aufgeklopft bzw. geschüttelt werden, ggf. täglich (Kopfkisseneffekt), siehe auch legere Polsterung. Bettkopfteile werden designorientiert entwickelt und sind keine Funktionsmöbel. Sie sind deshalb nicht gleichzusetzen mit der Strapazierfähigkeit von Rückenteilen eines Polstermöbels. Die Belastbarkeit ist eingeschränkt. Siehe Einleitung, Kunstleder, Toleranzen. Polsterkissen, lose Polsterungen, Polsterfüllungen/Polstersteppungen Bei Polsterkissen, Steppdecken, Steppmatten oder gesteppten Vliesstoffen, können sich die abgesteppten Inletts (Füllungen), meist in rechteckiger oder quadratischer Form, auf dem Bezugsstoff, Leder oder sonstigen Textilarten abzeichnen. A B C D E F G H I K L M N O P R S T U W Service 19

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PP Das sind warentypische Eigenschaften. Legere Polsterung, besonders legere Polsterung und lose oder gefüllte Kissen müssen regelmäßig und je nach Nutzungsintensität glatt gestrichen und aufgeklopft bzw. geschüttelt werden, ggf. täglich (Kopfkisseneffekt). Siehe Einleitung, legere Polsterung, besonders legere Polsterung, Funktionsmöbel, Toleranzen. Produktinformationen, Bedienungsanleitungen, Herstellerhinweise Sie sind Pflicht im Verkauf und wichtige Hilfestellung für den Kunden. Lassen Sie sich beraten. Eine Produktinformation muss nachvollziehbar und nachprüfbar sein und verständlich für jedermann formuliert sein (Landessprache). Sie muss für den Verbraucher im Handel zugänglich sein und möglichst bei Kaufaschluss übergeben werden. Üblicherweise enthält sie Sicherheits- oder Warnhinweise, Gebrauchseigenschaften, warentypische Eigenschaften, Maß-, Material- und Nutzungsangaben, Gewicht, Reinigungs- und Pflegehinweise sowie Angaben zum Hersteller. Siehe Einleitung, Beanstandungen, Bestimmungsgemäße Verwendung, Lieferung und Montage, Selbstmontage, Sicherheitshinweise allgemein. Wichtige Reinigungs- und Pflege- hinweise speziell für Polstermaterialien! Nachstehend eine allgemeine Reinigungsempfehlung für textile Bezüge: Für Bezüge, die abnehmbar, waschbar und chemisch reinigungsfähig sind, gelten der allgemeine Wissensstand und insbesondere die jeweiligen Reinigungshinweise des Herstellers. Je nach Nutzungsintensität ist die Reinigung und Pflege regelmäßig vorzunehmen. Im Zweifelsfall fragen Sie bei Spezialisten nach, bevor Sie ein falsches Mittel einsetzen. Flecken und Verschmutzungen sind bitte sofort zu entfernen. Für die meisten Stoffe, Mikrofasern, Kunstleder und Glattleder gilt folgendes: Lose Krümel oder Flusen, Haare vorsichtig abbürsten oder mit der Polsterdüse auf der niedrigsten Leistungsstufe absaugen. (Bei Haustieren siehe besonderer Hinweis.) Fetthaltige und säurehaltige Verschmutzungen mit lauwarmem, destilliertem Wasser (wegen evtl. Kalkrückständen oder sonstigen Substanzen im Wasser) großflächig, von Naht zu Naht und von außen nach innen mit einem feuchten, sauberen Tuch, z. B. Geschirrtuch oder einem sauberen Schwamm reinigen. 20 Für eiweißhaltige Flecken, (z.B. Blut oder Urin) muss eiskaltes Wasser verwendet werden. Dabei keine Angst vor Wasser, zur Fleckentfernung ist Feuchtigkeit notwendig. Für etwas ältere oder eingetrocknete Flecken, brauchen Sie in der Regel Seife, sie muss parfüm-, alkali- und ölfrei sowie pHneutral sein. Die so genannten „Feinde“ bei Polsterteilen und Bezugsmaterialien sind allgemein bekannt. Das sind die direkte Licht- und Sonneneinstrahlung, nicht farbechte Textilien (z. B. Bluejeans, T-Shirts und hier ganz besonders für helle und einfarbige Materialien). Weiterhin Haustiere, Katzen- oder Tierkrallen, Klettbänder, säurehaltige Flüssigkeiten, Essigsäure (z. B. Fruchtsäfte, alkoholische Flüssigkeiten, Senfflecken sowie klebrige Süßigkeiten oder Speisereste). Dazu kommen bei allen Textilien der Schweiß (vor allem bei Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen), Fett, Kosmetika, Tabakrauchablagerungen, Kochdünste und sonstige Umwelteinflüsse. Für unsere Einrichtungspartnerring-Markenprodukte, z. B. „cleverclean“ sind unbedingt die separate Garantie und Pflegehinweise des Herstellers zu beachten. Ansonsten können wir z. B. LCK–Produkte empfehlen. Bitte informieren Sie sich im Internet unter: www.lederpflege.de oder fordern Sie Unterlagen per E-mail an: info@lederpflege.de BESONDERER HINWEIS: Neutralseifen müssen parfüm-, alkali- und ölfrei sowie pHneutral sein. Die Seife oder den Schaum verdünnt auf den Fleck geben, ebenfalls großflächig von außen nach innen reinigen, danach mit einem sauberen Tuch und klarem, destilliertem Wasser nachwischen, damit evtl. Seifenrückstände weitgehend entfernt werden können. Möglichst viel von der Oberflächenfeuchtigkeit mit einem trockenen Tuch abtupfen (nicht reiben) und bei normaler Zimmertemperatur trocknen lassen. Bei Kunstleder darf keinesfalls mit Leder-Reinigungsoder Pflegemittel gearbeitet werden. Bitte die Herstellerangaben beachten. Auf keinen Fall mit dem Fön arbeiten, das Material könnte hart oder beschädigt werden. Im feuchten bzw. nassen Zustand das Leder oder den Stoff nicht benutzen, sonst gibt es Dehnungen, Mulden oder Falten, die meist nicht mehr zu entfernen sind. Betten und Matratzen am besten tagsüber bei guter Belüftung stehen lassen. Wurde nass gereinigt, muss ausreichend Zeit für das völlige Abtrocknen eingerechnet werden. Durch den Reinigungsvorgang haben Sie auch natürliche Substanzen und Imprägnierung aus dem Bezugsmaterial entfernt. Besorgen Sie sich deshalb die geeigneten Pflege- und Imprägnierungsmittel, die Ihre Materialien wieder schützen. Fragen Sie bei Ihrem Händler nach. Die Beseitigung von schwierigen Flecken (Blut, Kaugummi, Kugelschreiber etc.) sollten Sie nach Möglichkeit den Fachleuten überlassen oder sich dazu beraten lassen. Je schneller Sie reagieren, desto größer ist die Chance zur Fleckbeseitigung. cleverclean F R E S H cleverclean Kleine Fleckenkunde FRESH Haushaltsübliche Flüssigkeiten, wie z. B. Milch, Ketchup, Rotwein, Fruchtsaft: TIPP ... einfach mit KücVheersinonp2apier aufnehmen, dann mit einem sauberen, angefeuchteten Tuch (Wasser) unter leichtem Druck wegreiben! Feste Verschmutzungen, wie z. B. Blumenerde, Schokoladenstücke, Krümel: TIPP ... einfach herausbürsten, denn cleverclean bietet dem Schmutz keinen Halt! Lösungsmittelfreie Farben oder Kugelschreiber- spuren: TIPP ... einfach ganz leicht mit Wasser besprühen und mit einem weichen Tuch durch leichtes Reiben aus den Poren entfernen! A B C D E F G H I K L M N O P R SVersion 2 T U W Service 21

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RR SS Raumklima Siehe Einleitung, Luftfeuchtigkeit, Heizung. Recliner-Möbel Siehe Funktionsmöbel, Betriebsanleitungen Reklamation Siehe Beschwerde, Beanstandung, Garantie Schimmelpilz/Stockflecken Siehe Neubauten, Luftfeuchtigkeit, Heizung, Raumklima etc. Sitzspiegel Siehe Gebrauchslüster, Florlagenveränderung, Stoffe Selbstmontage Siehe Abholanweisung, Abholwaren, Montageanleitung und Transport/Selbstabholung/Selbstmontage. Sicherheitshinweise allgemein Hier sind unter allen Umständen die Angaben der Hersteller, Bedienungsanleitung und Produktinformationen zu beachten. Elektro- und Elektronische Arbeiten dürfen nur von autorisierten Fachpersonen ausgeführt werden. Befinden sich Kinder im Haushalt dürfen solche Elektro- oder Funktions- und Funktions-Polsterteile nicht unbeaufsichtigt bleiben. Siehe Einleitung, Aufmaß, Aufstellen und Ausrichten, Belastbarkeiten, Elektrogeräte und elektronische Bauteile, Kachelofen, Lieferung und Montage, Selbstmontage, Transport/Selbstabholung/Selbstmontage. Sonderfarben/Sonderbeiztöne Eine „absolute“ Farb- und Strukturgleichheit bei Sonderanfertigungen ist fertigungstechnisch bei industrieller Fertigung nicht möglich. Siehe Farbabweichungen, Farbmuster. Stellplatz Polstermöbel und Polsterbetten müssen grundsätzlich gerade und ausgerichtet aufgestellt werden. Schon bei kleinen Höhenunterschieden durch schiefe Böden oder Unebenheiten kann es beim Aufstellen nach Wochen oder Monaten zu Folgeschäden an Möbel- oder Korpusteilen kommen, z. B. Verzug, Knarr- oder Quietschgeräusche. Siehe dazu auch Einleitung, Aufmaß, Druckstellen, Geräuschbildung, Füße, Stützfüße, Selbstmontage, Sicherheitshinweise allgemein, Transport/Selbstabholung/Selbstmontage. Sitzhärteunterschiede Unterschiedliche geometrische Formen bei Polsterbetten oder Funktionssofas können bei industrieller Serienfertigung zu konstruktionsbedingten Sitzhärteunterschieden führen. Beim Schaumstoff kann es bereits im Neuzustand aus fertigungstechnischen Gründen zu größeren Toleranzen kommen. Nur bei maßund formgleichen Polsterteilen sind die Sitz- oder Rückenhärten im Neuzustand weitgehend einheitlich. Siehe Toleranzen, Belastbarkeiten, Polstermöbel allgemein, Polsterteile. 22 A B C D E F G H I K L M N O P R S T U W 23 Service

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SS Stoffe allgemein Die Auswahl an textilen Bezugsmaterialien ist so unglaublich groß, dass hier bitte auf jeden Fall die individuellen Bedürfnisse, Haushaltsgröße und Gewohnheiten sowie die unterschiedlichen Qualitäten und Produktinformationen der Hersteller beachtet werden müssen. Sie können am besten einschätzen, welche Gebrauchseigenschaften Ihr Bezugsmaterial im Alltag aushalten muss. Je nach Haushalt sollte daher vielleicht bei der Auswahl Strapazierfähigkeit vor Schönheit gehen. Achtung: Dekostoffe und -materialien haben nur eine eingeschränkte Nutzung. Nehmen Sie sich bitte ausreichend Zeit für die Beratung und Produktinformation, der Bezug ist das Gesicht Ihres Polstermöbels. Siehe Einleitung, Gebrauchslüster/Sitzspiegel/Florlagenveränderung, Haustiere, Kinder/Kindermöbel, Kunstleder, Toleranzen, Wellenbildung. Straffe Polsterung Bei einem kleineren Anteil der Polstermöbelproduktion aus industrieller Fertigung werden feste und glatte Polsterungen bei Polstermöbeln, Stühlen und Bänken gewünscht. Straff: Polsteraufbau, bei dem durch konstruktive Maßnahmen (vorgespannte Polsterung) die Wellenbildung der Bezüge weitgehend vermieden wird. Konstruktions- oder modellbedingte Züge, z. B. an Rundungen, Raffungen sind design- oder konstruktionsbedingt. Quelle: Güte- und Prüfbestimmungen RAL GZ 430/4. Das Gegenteil ist die mit Abstand am häufigsten verkaufte Polsterart: Legere/saloppe und besonders legere Polsterung. Bei straffer Polsterung wird der Bezug produktionsbedingt an den Polsterecken meist in Falten/Wellen gelegt. Je nach Elastizität und Stärke des Bezugsmaterials erscheinen größere oder kleinere Falten/Wellen. Siehe Einleitung, legere/saloppe Polsterung, Polstermöbel, Wellenbildung. 24 Stoffe Die wichtigsten Textilarten im Polstermöbelbereich Material Flachgewebe Vorteile schöne Optik, weil alle Arten von Garnen und Farben ideal kombiniert werden können. Nachteile nicht so haltbar wie Velours oder Mikrofaser oder Flockware, Pillingbildung möglich. Webvelours (Chenille ist empfindlicher). hohe bis sehr hohe Haltbarkeit, leicht zu reinigen. eingeschränkte Mustervielfalt, Sitzspiegel und hell/dunkel Effekte an den Nähten können auftreten. Chenille Zählt zu den Velours. sehr weicher, angenehmer Griff mit Hoch-Tief-Effekten. Changiert je nach Blickwinkel und Lichteinfall. je nach Farbe können Sitzspiegel und Gebrauchslüster auftreten sowie hell/dunkel Effekte an den Nähten. Flockvelours Allgemein auch als Mikrofasern bezeichnet. sehr haltbar, strapazierfähig, preisgünstig. Mikrofaserstoffe (Wirbelvliese, hochwertig) edle Optik, wie Wildleder, weicher Griff, strapazierfähig und pflegefreundlich. empfindlich gegen Lösungsmittel, Sitzspiegel und Gebrauchslüster können auftreten, ebenso wie Florverklebungen durch Gebrauchsspuren. Leichter Farbabrieb bei intensiven Farbtönen möglich, z. B. Rot. kann Patina bekommen (Rückstände von Körperfett), Glanz oder dunkle Stellen. Leichter Farbabrieb bei intensiven Farbtönen möglich. Bitte beachten Sie unbedingt die Herstellerangaben zu neuen Materialien oder Mischgeweben und die entsprechenden Reinigungs- und Pflegehinweise. A B C D E F G H I K L M N O P R S T U W 25 Service

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T UU WW Toleranzen Toleranzen bei Möbeln sind in der industriellen Serienproduktion fertigungstechnisch nicht zu vermerden. Dabei handelt es sich um Konfektionsware, die in großen Stückzahlen und meist im Lohnakkord gefertigt wird. Das Gegenteil ist die Einzelanfertigung im Handwerk. Bei Funktions- und Verwandlungsmöbeln haben wir unvermeidbare, optische Toleranzen, Funktionen benötigen je nach Polsterung und Art mehr oder weniger Spielraum, sprich Luft. Die Toleranzen für Montge, Holz- oder Holzwerkstoffe, Polstermöbel, Polsterbetten usw. sind unterschiedlich und festgehalten in der RAL GZ 430 der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V. mit dem Gütezeichen „Goldenes M“ Bitte beachten Sie dazu unbedingt die Herstellerhinweise. Siehe dazu Aufmaß, Funktionsmöbel, Bett/Schlafsofas, Farbabweichungen, Farbmuster, Polsterung, Polstermöbel allgemein, Gebrauchslüster, Florlagenveränderung/Sitzspiegel, industrielle Fertigung, Sonderfarben/ Sonderbeiztöne. Topper Siehe Matratzen und Boxspringsysteme Transport/Selbstabholung/Selbstmontage Bitte denken Sie daran, ab der Übergabe an der Kasse oder der Abholrampe sind Sie für die Ware verantwortlich. Wir informieren Sie darüber ausführlich an den Kassen und an der Abholrampe/Lager mit unseren besonderen Abhol-Anweisungen. Bei der Selbstabholung, Transport und Eigenmontage kommt es häufig zu Fehlern, die wir vermeiden möchten. Aus diesem Grund informieren wir Sie ausführlich über die wichtigsten Punkte. Siehe Einleitung, Abholwaren, Abholanweisung, Belastbarkeiten, Selbstmontage, Montageanleitung, Lieferung und Montage, Sicherheitshinweise allgemein. TV- und Multifunktionsteile Die Montage darf nur von autorisiertem Fachpersonal durchgeführt werden. Hier ist unbedingt darauf zu achten, dass für die hitzeabsorbierenden Elektro- und Elektronikteile ausreichend Luftzirkulation gewährleistet ist. Bei Überhitzung kann es zu schweren Folgeschäden kommen. Umzug Sollten Sie mit Ihren Möbeln Umzugsmaßnahmen vornehmen müssen, nehmen Sie bitte Fachleute zu Hilfe. Möbelmontagen erfordern große fachliche Kenntnisse. Siehe Aufmaß, Belastbarkeiten, Beschwerde/Reklamation, Garantie, Bestimmungsgemäße Verwendung, Selbstmontage, Sicherheitshinweise allgemein, Transport/Selbstabholung/Selbstmontage. Unterhaltspflege Bitte grundsätzlich immer die Herstelleranweisung am Produkt beachten! Die regelmäßige Unterhaltspflege ist gleichzusetzen mit der täglichen Körperpflege beim Menschen. Der tägliche Gebrauch hinterlässt überall seine Spuren. Wichtig ist, dass verschüttete Flüssigkeiten oder Verunreinigungen ( z. B. Fruchtsaft, Alkohol, säurehaltige Flüssigkeiten, Essigsäure, Senfflecken etc. ) sofort mit einem saugfähigen Küchenpapier oder sauberen Tuch/Geschirrtuch abgetupft - nicht gerieben - werden, damit sie gar nicht erst in die Oberfläche eindringen können. Keine Mikrofasertücher verwenden. Bitte nicht auf der Stelle reiben und keine silikonhaltigen Möbelpflegemittel verwenden. Versuchen Sie niemals, Schadstellen mit Lösungsmitteln zu entfernen (z.B. Fleckenentferner, Terpentin, Benzin oder gar Dampfreinigern). Siehe Einleitung, Reinigungs- und Pflegehinweise für Polstermöbel oder je nach Möbelart, z. B. Glas, Granit, Holz, Leder, Stoff usw. und die Herstellerhinweise. Wasserbetten Wasserbetten haben besondere Eigenschaften und Schlaffunktionen. Darüber hinaus müssen vom Gewicht her der Stellplatz und sicherheitstechnische Dinge unbedingt beachtet werden. In diesem Fall empfehlen wir Ihnen eine ausführliche Beratung im Fachgeschäft. Wellen- und Muldenbildung (Faltenbildung) Begriffsbestimmung nach RAL GZ 430/4: „Eine Welle ist eine von der ursprünglichen Polsteroberfläche abweichende Verformung. Eine Falte ist eine Welle mit Knick“ Die Messmethode und die Toleranzen ist in der RAL GZ430/4 vorgeschrieben. Beim so genannten „Einsitzen“ oder „Einliegen“ verändern sich meist schon nach kurzem Gebrauch die Sitzhärte und die Optik. Sie wird weicher in Abhängigkeit von Art, Dauer und Gewicht der Benutzer. Dies ist ein normaler Prozess, den jede Polsterung durchläuft. Um möglichst lange gleichmäßige Liegehärten zu erzielen ist es wichtig, die Lieblingsplätze bei Polstermöbeln zu wechseln und Matratzen regelmäßig nicht nur zu wenden, sondern auch zu drehen (Kopfteile nach unten). Sonst kann es zu einseitiger Wellen-, Mulden- oder Kuhlenbildung kommen. Unterstützt wird diese Entwicklung dadurch, dass sich die Bezugsmaterialien unter Einfluss von Körpergewicht und Wärme, mehr oder minder dehnen und sich dadurch„Wellen“bilden.DieseoptischeVeränderunghataufGebrauch, Funktion oder Lebensdauer so gut wie keinen Einfluss und stellt keinen Sachmangel dar. Das Glattstreichen oder Aufklopfen der Bezüge und Kissen gehört zu den üblichen Sorgfaltspflichten. Je nach Nutzungsintensität ggf. täglich, (Federbett-/Kopfkisseneffekt.) Liegt der Bezug nach relativ kurzer Nutzung als „Knickfalte“ übereinander haben wir in der Regel eine berechtigte Beanstandung. Dabei sind meist Folgeschäden für das Bezugsmaterial zu erwarten und es ist Handlungsbedarf, z. B. in Form einer fachmännischen Nachbesserung zu empfehlen. Das kann von Spezialisten oder Sachverständigen genau und vorschriftsmäßig nachgemessen werden. Dabei wird auch das „harmonische Gesamtbild“ beurteilt. Die Stiftung Warentest empfiehlt z. B., die Sitzplätze möglichst gleichmäßig zu benutzen, damit sich die Optik den Sitzgewohnheiten anpassen kann. Wenn Sie diese legere Optik nicht mögen oder gar ablehnen, sollten Sie sich für „straff“ gepolsterte Sitzund Liegemöbel entscheiden. Siehe Einleitung, Belastbarkeiten, Boxspring, Druckstellen, Leder, legere und besonders legere Polsterung, Matratzen, Polstermöbel, Betten/Polsterbetten allgemein, Stoffe. Werkzeuge Bitte nur die vom Hersteller vorgeschriebenen Beschläge, Werkzeuge und Materialien verwenden. Wird dies nicht beachtet, erlischt in der Regel die Haftung. Im Zweifelsfall fragen Sie die Fachleute. 26 Service nur für Sie durch unsere kompetenten Ansprechpartner rund um Ihren Möbelkauf Bezugsquellen (Beispiele) Pflegeprodukte, Dienstleistungen, Buchempfehlungen Zur Werterhaltung Ihrer Möbel Pflegemittel LCK Leather Care Keller GmbH Pflege für Holz, Naturstein, Oberflächen, Leder und Stoffe Im Unterfeld 2 76698 Ubstadt Tel. 07251-9625-0 Mail: Gunter.keller@Lederpflege.de Internet: www.Lederpflege.de Reparaturen, Aufpolsterungen etc. Polsterservice nach Garantieablauf: POS Polsterservice GmbH Mühlenpfad 2 53547 Hausen Tel. 02638-921700 info@polsterservice.de, www.polsterservice.de MPS GmbH Mobiler-Polstermöbel-Service Schackstr. 7 86165 Augsburg Tel. 0821-217780-0 info@mpsservice.net, www.mpsservice.net DIEPO GmbH Passauer Str. 24 84359 Simbach/Inn Tel. 08571-926464-0 info@diepo.de, www.diepo.de ARTUS Heinrich Huber Oberflächeninstandsetzung Metall, Holz, Kunststoffe, Stein, Leder Tel. 08761 / 720 65-0 Fax. 08761 / 720 65-29 Mobil 0176 23 42 69 29 E-Mail heinrich.huber@artus.eu Stiftung Warentest „Möbel kaufen“ Qualität erkennen Ausgabe 2014, StiWa-Ratgeber 4. Auflage 224 Seiten Preis: 16.90E brutto ISBN 978-3-86851-099-7 Sachkundiger und kritischer Ratgeber der Stiftung Warentest, bietet Unterstützung von der Produktinformation bis zur Pflege, um bedarfsgerechte Kaufentscheidungen zu ermöglichen. Derzeit im Buchhandel, bei der Stiftung Warentest oder alternativ zu beziehen bei der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V. unter E-Mail: dgm@dgm.moebel.de Möbel Gütezeichen: Das einzige deutsche Möbelgütezeichen, das Goldene M der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e. V. nach der RAL GZ 430. Es beinhaltet nicht nur hohe Qualitätsanforderungen an die Materialien, sondern vor allem die wichtigen Kriterien Umwelt und Wohnhygiene und die Schadstoffkriterien der europäischen Normen. www.dgm-moebel.de Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Händler nach geeigneten Mitteln oder Servicefirmen zur Spezialreinigung. A B C D E F G H I K L M N O P R S T U W Service 27

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