Kickoff 1/17 Deutsch

 

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Kickoff 1/17 Deutsch

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• kickoff Kundeninformation der swisspor AG · Ausgabe Nr. 1 · 2017

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24 Inhalt 4 Châtel II – unser leistungsfähigstes swissporPUR (PIR) Werk Seit 30 Jahren in Châtel-St-Denis 8 Unsere Branche wird sich weiter stark verändern. Interview mit Martin Schmid, dem Präsident von Entwicklung Schweiz und FDP-Ständerat 12 Prattelns imposantes Wahrzeichen Wolkenkratzer mit greenproperty Label fordert Logistik heraus 16 Fairtrade-Rosen aus Oberhasli Progressive Holz-Dämmstoffkonstruktion für neues Betriebsgebäude 20 Workshop VAWD Brandschutz in der verputzten Aussenwärmedämmung 22 Wirtschaftlicher und umwelt- freundlicher Dämmstofftransport Immer getreu unserem 24 Slogan «saving energy» swissporKISODUR Alu Kühlen und Heizen – Alles in einem

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Châtel II – unser leistungs­fähigstes ‘‘ ’’ swissporPUR (PIR) Werk 4

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Seit 1980 stellen wir swissporPUR (PIR) Dämmstoffe her. Der hochleistungsfähige Werkstoff ist aufgrund seiner geringen Wärmeleitfähigkeit mit einem Lambdawert von 0.020 W/(m·K) sehr begehrt und insbesondere im Dach- und Fussbodenbereich zu einem wichtigen Player am Bau geworden. Die swissporPUR (PIR) Produkte werden zur Wärmedämmung von Böden, Flach- oder Steildächern in der Gebäudetechnik und neu auch in Fassadendämmsystemen verwendet. swisspor ist nicht nur der einzige Schweizer Hersteller von Dämmplatten aus PUR (PIR), sondern überzeugt auch durch das vielfältigste Sortiment. Weiterer Ausbau der Produkt- und Servicequalität Bis 2016 verfügte swisspor über sechs swissporPUR (PIR) Produktionslinien. Im Zuge des Werksneubaus wurden diese Kapazitäten neu auf 3 Linien optimiert. Ziel war es, das neue Werk an einem bestehenden swisspor Standort zu errichten. Um die hohe swisspor Ser-vicequalität und den grossen Kundennutzen weiterhin bestmöglichst zu garantieren, fiel die Wahl auf Châtel-St-Denis. Als positiven Nebeneffekt können auch die Synergien zum bestehenden EPS Werk genutzt werden, zum Beispiel bei der Logistik mit Gemischtlieferungen sowie auch bei der Administration etc. Die Lage des neuen Werkes ist ideal: Das swisspor Grundstück in der Industriezone befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Autobahnausfahrt, sodass die Anlieferung und der Abtransport von unseren Produkten leicht und sicher erfolgen, bzw. die Lastwagen in kürzester Zeit auf den Baustellen sind. Lesen Sie weiter auf Seite 6 ➔ ➔ ➔ 5 Eine swissporPUR (PIR) Vlies Platte

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Mit 12 Pumpen werden alle Komponenten der Rezeptur von swissporPUR (PIR) präzise gemischt. Die Endbearbeitung erfolgt nach dem neusten Stand der Technik. Qualitativ hochwertiges Gebäude Das Projekt wurde 2013 in Angriff genommen. Der Architekt Sébastien Virdis entwarf ein kompaktes und funktionales Gebäude. Die optimalste Lösung bezüglich Logistik für die Produktion und das Lager bilden zwei Geschosse, welche je ebenerdig zugänglich sind. Dadurch ist die Produktion vom Lager und dem Warenausgang getrennt und doch logistisch 6 wie auch thermisch optimal verbunden. Die Arbeitsbereiche sind sehr modern und hell eingerichtet. Wichtig war es, dass lokale Unternehmen zur Erstellung des Werkes berücksichtigt wurden und soweit möglich unsere hauseigenen Produkte zur Anwendung kamen. Diese Zielsetzungen wurden voll erfüllt. Bei den Dacharbeiten konnte zudem ein umfangreiches und sehr erfolgreiches Pilotprojekt mit Lernenden aus der Region realisiert werden. Für die Fassade wurde swissporLAMBDA Cassette eingesetzt, für das Dach swissporEPS Roof ECO in Kombination mit dem Abdichtungssystem swissporBIKUTOP ECO. Spitzentechnologie und Europarekord Im Inneren des Gebäudes stand die technische Exzellenz im Vordergrund. Hierbei war es eine grosse Herausforderung, Gebäude-, Logistik-, Energie- und Maschinentechnik zu vereinen. Dank den erfolgreichen Erfahrungen bei den Werksbauten in Boswil und Steinhausen ist es gelungen, die optimalste Kombination zu finden, um unter anderem bezüglich Energieverbrauch Bestwerte zu erzielen. Die Anlagen befinden sich auf dem neusten Stand der Technik; das gesamte, seit 1980 gesammelte Know-how wurde in dieser modernsten Produktionsstätte Europas vereint. Die Produktion ist erfolgreich angelaufen und swisspor liefert seit Seit 30 Jahren in Châtel-St-Denis 6. Oktober 1987 1. Juni 1988 bis 2008 2008 28. Mai 2010 27. August 2010 Gründung der Luxit Isolations SA mit Edouard Logoz als Geschäftsführer Übernahme der kaufmännischen Leitung durch Michel Cueto Sukzessive Investitionen Baubeginn des Umbenennung in in die Modernisierung neuen swisspor Romandie SA und die Erhöhung EPS Werks Châtel I der swissporEPS Produktionsk­ apazität am alten Standort «Au Gottau» Start der Produktion Châtel I (swissporEPS)

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300 mm, der europaweite "Dicken-Rekord" für eine fertig produzierte PIR-Dämmstoffplatte. Das 15-köpfige Team von Châtel II, inkl. dem Geschäftsführer der swisspor Romandie SA Edouard Logoz (hinten rechts). Januar 2017 auch vom neuen Werk aus. In Sachen Maschinentechnik, Produktions- und Lagerkapazität wird den swisspor Kunden nur das Beste geboten. Die bereits schon sehr kurzen Lieferzeiten sind - sofern genügend Rohmaterial vorhanden ist - durch das neue Werk noch weiter verkürzt worden. Das swissporPUR (PIR) Sortiment kann nun zudem in Stärken bis zu 300 mm hergestellt werden – ein Europarekord! Im weiteren wurde die swisspor Produktefamilie mit dem neuen Dämmstoff swissporPUR (PIR) Floor ergänzt. swissporPUR (PIR) Floor verfügt über eine alkalibeständige Aluminiumkaschierung und dient zur Wärmedämmung von Böden. Im Rahmen des swisspor Engagements für die Umwelt werden alle PUR (PIR) Produkte in Châtel-St-Denis halogenfrei hergestellt und sind eco-zertifiziert. Menschen im Dienste der Qualität Hinter einem solchen Projekt stehen selbstverständlich immer Menschen. Die erfolgreiche Umsetzung erforderte eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure. Dazu wurde ein interdisziplinäres Team gebildet, speziell zur Bedarfsanalyse und zur Erstellung der Anforderungsprofile, zur Beschaffung der Anlagen, für die Mitarbeiterschulung vor Ort, wie auch für die Startphase der Polyurethan-Herstellung und die Produktionsbegleitung. Edouard Logoz , Geschäftsführer der swisspor Romandie SA mit 30-jähriger Erfahrung, und Jacques Esseiva als Produktionsverantwortlicher tragen zusammen mit ihrem Team die Gesamtverantwortung für dieses grossartige Projekt. 7 Mit diesem Projekt wurde ein weiterer erfolgreicher Meilenstein in der swisspor Geschichte gesetzt. 1. Mai 2013 1. Januar 2017 Start des Projekts Châtel II (swissporPUR (PIR) Aufnahme der swissporPUR (PIR) Produktion Châtel II

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8 Unsere Branche wird ‘‘ ’’sich weiter stark verändern.

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Trendsetter oder Preisdrücker: Die Rolle der Generalunternehmen und Entwickler in der Bauwirtschaft ist umstritten. Der Präsident von Entwicklung Schweiz, FDP-Ständerat Martin Schmid, nimmt Stellung. Interview: Jost Dubacher; Bilder: Ben Huggler kickoff: Die Margen in der Bauwirtschaft werden immer enger. Viele kleinere und mittlere Betriebe der Bauwirtschaft suchen die Schuld dafür bei der Marktmacht der grossen Gesamtdienstleister – bei den Firmen, die Sie mit Ihrem Verband vertreten. Können Sie diese Kritik nachvollziehen, Herr Schmid? Martin Schmid: Nur bis zu einem gewissen Punkt. Man muss sehen, dass die Regeln nicht von unseren Unternehmen gemacht werden. Letztlich sind es die Kunden und der starke Wettbewerb, welche die Bedingungen laufend verschärfen und die Preise drücken. Diesen Bedingungen müssen sich die Marktteilnehmer fügen. Täten sie es nicht, könnten sie auch keine Arbeiten an Zulieferer aus der Industrie und dem Baugewerbe weitergeben. Klingt das nicht ein wenig nach einer Ausrede? Keineswegs. Ich gebe Ihnen ein kleines Beispiel: die Baustellensicherung. Sie wird in keiner Auftragsvergabe als Kostenpunkt geführt. Trotzdem haben unsere Unternehmen die Pflicht, die einschlägigen Massnahmen zu veranlassen. Da ist es zwingend, dass ein Teil der Kosten an die Lieferanten weitergegeben wird. Ähnlich sieht es bei der geforderten Qualität oder bei der «Swissness» der verbauten Materialien aus. Die Bauherren stellen höchste Anforderungen, sind aber vielfach nicht bereit, dafür zu bezahlen. Das ist der Grund, weshalb sich am Ende alles um den Preis dreht. Es kommt zu den branchenweit gefürchteten «Flachrennen». Muss die Bauwirtschaft damit leben oder gibt es einen Ausweg? Viele Leistungserbringer der Bauwirtschaft funktionieren zurzeit wie reine Lohnhersteller. Sie kalkulieren, offerieren, nehmen den Auftrag entgegen und machen sich an die Arbeit. Andere Branchen sind uns da weit voraus. Sie positionieren sich als Partner des Kunden. Sie stellen nicht in erster Linie Produkte her, sondern lösen Probleme und gewinnen so Spielraum bei der Preisgestaltung. Das muss auch unser Ziel sein. Wie kann der von Ihnen angestrebte Wandel konkret umgesetzt werden? Der Weg führt über Know-how, Beratung und permanente Innovation. Wenn ich mir die von uns vertretenen Unternehmen anschaue, so bin ich optimistisch. Sie haben die Zeichen der Zeit erkannt. Viele von ihnen waren früher reine General- unternehmer, haben aber nach und nach weitere Kompetenzen aufgebaut und positionieren sich jetzt als spezialisierte Immobiliengesamtentwickler. Selbstverständlich übernehmen sie dabei erhebliche finanzielle Risiken, die unternehmerisch einkalkuliert werden müssen. Die Gesamtdienstleister als Schrittmacher der Bauwirtschaft. Ist dieser Anspruch gerechtfertigt? Die Antwort hängt davon ab, was man unter einem Schrittmacher versteht. Tatsache ist, dass unsere Mitgliedfirmen knapp 50 Prozent des nationalen Hochbauvolumens abwickeln. (Siehe auch Box «Entwicklung Schweiz»). Das gibt ihnen ein gewisses Gewicht: Sie hatten die Ressourcen, entsprechende Kompetenzen aufzubauen und so den Investoren, Eigentümern und Mietern neue Lösungen anzubieten. Bis vor drei Jahren firmierte Entwicklung Schweiz unter dem Namen Verband Schweizerischer Generalunternehmer (VSGU). Mit der Umbenennung kam auch eine stärkere Orientierung auf Aussenwirkung und politisches Lobbying. Warum diese Neuausrichtung? Bauen wird immer komplexer. Wer heute ein Areal entwickelt, hat es nicht nur mit bautechnischen Fragen zu tun. Es spielen auch Demographie, Verkehrs- und Raumplanung oder der Umgang mit der Energie hinein. Es sind dies politische Themen, die zunehmend auch auf eidgenössischer Ebene beeinflusst werden. Deshalb organisieren wir seit drei Jahren immer im Juni einen nationalen Branchenanlass, an dem jeweils auch ein Bundesrat auftritt und zuhört; in diesem Juni wird es Finanzminister Ueli Maurer sein. 9 Lesen Sie weiter auf Seite 10 ➔ ➔ ➔

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Baubewilligungen werden aber nach wie vor nicht vom Bundesrat, sondern auf kommunaler und kantonaler Ebene erteilt … Es geht nicht um ein Entweder-Oder. Wir stehen auch im regen Austausch mit den Verantwortlichen in den Kantonen, Städten und Gemeinden. Denn wir wissen, dass viele Weichen auf lokaler Stufe gestellt werden. Es gibt kaum eine Branche, die dichter reguliert ist als die Bauwirtschaft. Worauf führen Sie das zurück? 10 Als ehemaliger Regierungsrat stelle ich fest, dass die Verwaltungen misstrauischer geworden sind gegenüber dem Bürger und der Wirtschaft. Das führt zu einer gewissen Detailversessenheit beim Abfassen von Vorschriften und Verordnungen. Viele Ihrer Kollegen in der Verbandslandschaft kritisieren diese Regelungswut. Schliessen Sie sich dem an? Viele Vorschriften gehen auf politische Vorstösse der Wirtschaft und ihrer Interessenvertreter zurück. Und dies durchaus nicht ohne Grund: Denn Marktregulierungen bieten Schutz gegen neue Mitbewerber. Man sollte deshalb vorsichtig sein beim Behörden-Bashing. Aber richtig ist natürlich: Auch ich wünsche mir deutlich weniger Ausführungsbestimmungen und mehr Zielvorgaben. Die Bauwirtschaft braucht nicht eine dichtere, sondern eine intelligentere und qualitativ bessere Regulierung. Intelligenz ist ein gutes Stichwort. Ein Begriff, der in der Branche momentan viel zu reden gibt, ist das Building Information Modeling (BIM). Zu Recht? Die entwickelten Volkswirtschaften befinden sich in einer Phase der digitalen Transformation. Im Kern geht es um die Erhebung von Daten entlang einer Wertschöpfungskette. Die Daten können – weil standardisiert – zwischen den Unternehmen ausgetauscht werden und führen so auf jeder Ebene der Leistungserbringung zu Effizienzgewinnen. Dieser Megatrend erreicht jetzt auch die Bauwirtschaft. Wir stehen zwar erst am Anfang, aber langfristig wird die Digitalisierung auch unsere Industrie massiv verändern. Wie konkret? Auf dem Bau, wie wir ihn kennen, dreht sich alles um die Erstellung von Gebäuden: Qualität, Kosten und Termine. Heute erlischt die Zuständigkeit der Bauwirtschaft mit der Abnahme durch den Bauherrn. Mit BMI-Applikationen ergeben sich nun aber neue Schnittstellen zwischen Bau und Betrieb. Man kann schon in der Planung simulieren, wie ein Gebäude und seine Nutzer funktionieren werden, und daraus Optimierungen ableiten. Insofern könnte das Building Information Modeling auch helfen, die von Ihnen angemahnte Problemlösungskompetenz der Branche zu steigern? Unbedingt. Aber es geht noch weiter. Das BMI bietet innovativen Unternehmen die Chance, einen längeren Teil der Wertschöpfungskette zu besetzen. Vom Bau über den Betrieb bis zum Abbruch: Welche Branche wäre besser geeignet, ein Gesamtpaket anzubieten als unsere? Die Schlagworte lauten Facility- und Lifecycle-Management. Nun ist nicht jedes Unternehmen in der Lage, mit seinen Dienstleistungen den ganzen Lebenszyklus einer Immobilie abzudecken. Was bedeutet die Digitalisierung für kleinere Lieferanten aus dem Planungs- und Baugewerbe? Im Bauhauptgewerbe wird sich bei der Ausführung meines Erachtens in absehbarer Zeit nicht viel verändern. Innovationen wird es zwar geben, aber auf den Baustellen wird es auch künftig vor allem um Maschinen- und immer weniger Handarbeit gehen. Stärker betroffen dürfte der Bereich Generalplanung und Architektur sein. Wenn der bisher weitgehend linear verlaufende Planungsvorgang zu einem iterativen Prozess wird, der bei der Finanzierung beginnt und eigent-

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Entwicklung Schweiz Die City West Zürich, das Transitlager Basel, das Westside Bern, das Trafo II in Baden oder die Maison de la paix in Genf haben eines gemeinsam: Sie wurden von Immobiliengesamtdienstleistern geplant und erbaut, die dem Verband «Entwicklung Schweiz» angehören. Das Mitgliederverzeichnis liest sich wie ein Who-is-who der Schweizer Bauwirtschaft. Zurzeit zählt der Verband 20 Mitglieder, die über 10 000 Mitarbeitende beschäftigen und einen Umsatz von rund 10 Milliarden Franken erwirtschaften. lich erst beim Abbruch des Gebäudes endet, sind ganz neue Kompetenzen gefragt. Hier könnte uns eine wesentliche Veränderung bevorstehen. Blicken wir auf die Baukonjunktur. Die Schweizer Bauwirtschaft wächst seit mittlerweile 15 Jahren konstant. Wird es so weitergehen? Was werden die kommenden ein, zwei Jahre bringen? Wichtige Treiber der Baubranche werden schwächer. Die Einkommenszuwächse waren schon grösser, die Einwanderung ist rückläufig und das Zeitalter der weltweiten Tiefstzinsen scheint auszulaufen. Grund zur Sorge besteht indes nicht: Anlässlich einer Umfrage unserer Geschäftsstelle zeigten sich alle unsere Mitglieder zufrieden mit dem Auftragsbestand. Das einzige wirklich gefährliche Szenario wäre ein abrupter, jedoch unwahrscheinlicher Zinsanstieg. Entwicklung Schweiz hat im letzten Herbst einen Vorschlag lanciert, der Investitionen in Sanierungen und Ersatzneubauten fördern soll. Was hat es damit auf sich? Die Entwicklung des Siedlungsraumes Schweiz ist nicht nachhaltig. Wir verbrauchen zu viel Kulturland und produzieren Pendlerströme, die ihrerseits wieder ökologische Folgekosten haben. Deshalb plädieren wir für die Verdichtung des bestehenden Siedlungsraumes. Was schlagen Sie konkret vor? Was aus Sicht eines Eigentümers oder Anlegers bei einer Immobilie zählt, ist vor allem die nutzbare Nettofläche; diesen Faktor kann man beeinflussen, indem man dem Bauherrn bei einer Sanierung oder einem Ersatzneubau einen Ausnützungsbonus beziehungsweise eine Flächenkompensation gewährt; wir schlagen einen Wert von maximal 25 Prozent vor. Das würde erhebliche Investitionsanreize schaffen und gleichzeitig zu einer markanten Verdichtung der bestehenden Bausubstanz führen. Martin Schmid studierte Jurisprudenz an der Universität St. Gallen. Von 2003 bis 2011 war der heute 48-Jährige Regierungsrat des Kantons Graubünden und seit 2011 vertritt er die Bündner FDP im Ständerat. Daneben ist er als Rechtsanwalt in Chur tätig. Schmid ist Vater von zwei Söhnen und einer Tochter. Den Verband Entwicklung Schweiz präsidiert er seit 2014. 11 Wie zuversichtlich sind Sie, dass Sie mit diesem Vorschlag auf politischer Ebene durchkommen? Die Debatte um die Verdichtung der Städte hat in jüngster Zeit etwas an Dynamik verloren. Der vermehrte Bau von Hochhäusern oder verdichteten Quartieren wird zwar mehrheitlich begrüsst, aber bitte nicht in der Nachbarschaft. Trotzdem bin ich optimistisch. Vor allem weil es für den Ausnützungsbonus keine Gesetzesänderung auf nationaler Ebene bräuchte. Es liesse sich auf kommunaler Ebene einfach umsetzen. Hören wir einen Aufruf an innovative Gemeindeund Stadtverwaltungen? Das kann man so sehen. Es wäre eine Freude, wenn eine innovative Stadtregierung unseren Vorschlag prüfen würde.

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Prattelns imposantes Wahrzeichen Wolkenkratzer mit greenproperty Label ‘‘ ’’fordertLogistikheraus 12

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Das schwindelerregende Bauprojekt ist mit 8 Etagen Gewerberäumlichkeiten und 90 Wohnungen das höchste Gebäude im Kanton Baselland. Im Herbst 2017 wird die Immobilie im Besitz des Immobilienfonds Credit Suisse Real Estate Fund LivingPlus, bezugsbereit sein. Bis dahin liefern sich die am Bau beteiligten Verarbeiter ein Wettlaufen gegen die Zeit. Aus einer Vision wird Wirklichkeit 82 Meter ragt er in die Höhe, der Ceres Tower, den man über viele Kilometer bereits weit aus der Ferne erspähen kann. Mit seinen 24 Stockwerken liegt er im Zentrum der historischen Stadt sowie der Industriestadt von Pratteln und dem Gebiet von Salina Raurica. Die Idee, in einem Industriequartier eine neue Nutzung mit Wohnanteil zu realisieren kommt von Hermann Alexander Beyeler. Der ehemalige Eigentümer des Grundstücks wendete sich mit seiner Vision im Jahr 2005 an Walter Wäschle, den Mitbegründer des Architekturbüros ww Atelier. Dieser war es denn auch, der den Quartierplan ermöglichte, welcher erlaubt, dass über 80 Meter in die Höhe gebaut werden kann. Ebenfalls im Entwicklungsprozess involviert war die HRS Real Estate AG. Es war ein langwieriger Prozess, bis der Gestaltungsplan für das gesamte Areal letztendlich bewilligt wurde. Auch musste das Industriegebiet umgezont werden, damit Wohnraum realisiert werden konnte. Im 2012 entstand so in einem ersten Schritt die Wohnsiedlung Ceres Living mit 136 Wohnungen und 25 Einheiten Gewerbefläche. In einem zweiten Schritt folgte die Suche nach einem geeigneten Ersteller für den Tower. Mit dem Credit Suisse Credit Suisse Real Estate Fund LivingPlus, einem Immobilienfonds der Credit Suisse Asset Management (Schweiz) AG, konnte ein finanzkräftiger Investor gewonnen werden, um den Ceres Tower zu realisieren. Die HRS Real Estate AG, wurde als Totalunternehmerin mit der Realisierung betraut. Sie war bereits bei der Entwicklung des Projekts massgeblich beteiligt. Aussicht vom 24. Geschoss Richtung Basel Drei Stadtteile durch einen Turm vereint Pratteln, bekannt als Tor zu Basel und markant dank seiner futuristischen Autobahnraststätte aus dem Jahr 1978, liegt auf einem Plateaux rund 289 Meter über Meer. Der Ort wurde bereits in der Mittel- und Jungsteinzeit besiedelt, wie Überreste aus diesen Zeiten belegen. Heute ist Pratteln ein attraktiver Wohn- und Arbeitsort. Ein regelrechter Bauboom von markanten Hochhäusern verleihen der Gemeinde eine unverkennbare Skyline. Das dynamische Pratteln investiert in Infrastrukturprojekte wie Sportanlagen und Schulhäuser und nicht zuletzt in den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel. Der Ort fasziniert jedoch nicht nur den urban orientierten Menschen, sondern bietet auch Naturliebhabern viel Schönes dank den zahlreichen Naherholungsgebieten. Der Ceres Tower liegt strategisch hervorragend und vereint die drei Stadtteile, welche durch die Autobahn und die Eisenbahn segmentiert werden, auf raffinierte Art und Weise. Er bildet den neuen ÖV-Verkehrsknotenpunkt und ist das Bindeglied zwischen Salina Raurica und der historischen Stadt. Ein Hauch von New York City in Pratteln Der vom atelier ww erarbeitete Gestaltungsplan sieht im Schnittpunkt zweier wichtiger Verkehrsachsen eine räumliche Verdichtung vor, die im Ceres Tower kumuliert, der auch überkommunal als Landmark in Erscheinung treten soll. Hinter dem Identität stiftenden Ceres Tower an der Strassenkreuzung schliesst die langestreckte Wohnüberbauung Ceres Living an, die das Ensemble städtebaulich strukturiert. Der Ceres Tower gibt die neue Massstäblichkeit der weiteren Hochhäuser in der Umgebung vor und vermittelt zwischen den vorhandenen Überbauungen. Der Turm steht mit einem «breiten Fuss» am Boden, bildet auf 21 Metern auf der Höhe der benachbarten Gebäude eine erste Traufe aus und wächst weiter in konkaver, expressionistischer Form bis zu einer auskragenden Krone. Mit der Gliederung in Sockel, Schaft und Attika knüpft die Architektur des Ceres Towers an klassische Vorbilder an. 13 Die expressionistische Form bis zur auskragenden Krone des Turms bilden die neue Mitte Prattelns. Der Kranz ist mit Seitenschwertern stilsicher in die Konkave eingelassen. Die Gestaltung der Fassade wurde reliefartig konzipiert, damit das Gebäude auch optisch lebt. Vertikalität sowie Horizontalität beeinflussen sich gegenseitig, wobei die Vertikalität dank der im Relief hervorstehenden Träger dominiert. Die Materialisierung und Farbgestaltung wurde bewusst ruhig gehalten, da das imposante Gebäude durch seine Formgebung wirken soll. Bei der Fassade setzt das Architekturbüro auf eine Verkleidung aus Metall, welche in einem dunklen Bronzeton gehalten ist, der an die ursprüngliche Tradition der örtlichen GussIndustrie erinnert Die pulverbeschichtete, leicht strukturierte Oberfläche weist je nach Beleuchtung unterschiedliche Ebenen auf. Dank dem minimalen Glimmeranteil in der Farbe wirkt die Fassade metallisch und dennoch lebendig. Lesen Sie weiter auf Seite 14 ➔ ➔ ➔

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Abdichtung Loggia mit Flüssigkunststoff fertig ausgeführt Betonpfeiler bei Loggias mit Wand und Fensteranschluss vorbereitet für Abdichtungsanschluss mit West Wood Wecryl 230 thix. Der Übergang von Betonpfeiler zu Fensterrahmen wurde mit Wecryl Spachtel 810 ausgefüllt. Eckausbildung bei Aufbordung zu erster Abdichtungslage Liftüberfahrt mit Liftentrauchung abgedichtet mit swisspor EGV 3.5v flam als Bauzeitabdichtung Raffinierte Raumkonzepte schaffen neue Lebensräume Der Neubau schafft mit 60 3.5-Zimmerwohnnungen und 30 2.5-Zimmerwohnungen neue, trendige Lebensräume vom 8. bis zum 22. Stockwerk. Pro Etage gibt es je sechs Einheiten, welche allesamt mit einem raffinierten Raumkonzept überzeugen. Die Ecksituation des Hochhauses wurde klug ausgenutzt. Um dem Raum Tiefe zu verleihen und gleichzeitig die Aussichtslage zu zelebrieren, wurden die Schlafzimmer der 3.5-Zimmerwohnungen kurzerhand in die Ecken des Gebäudes verlegt. Die gediegenen Loggias, über welche 5 von 6 Wohnungen verfügen, laden ein, den Tag über den Dächern Prattelns ausklingen zu lassen. Durch ein Nadelöhr in die Höhe gebaut Die HRS Real Estate AG kennt sich aus mit Hochhäusern und ist sich den besonderen Anforderungen an die Logistik bewusst. Sämtliches Material, welches auf der Baustelle verbaut wird, muss durch ein Nadelöhr in luftige Höhen transportiert werden. Zudem sind die Anliefermöglichkeiten im Zentrum von Pratteln beschränkt. Die Materialanlieferung muss also gut geplant sein und man muss sich auf die einzelnen Verarbeiter verlassen können, wenn sich die LKWs im Wechseltakt über die Zu- und Ausfahrt der Grossbaustelle bewegen. Zwei Entladezonen inklusive Kran und Fassadenlift helfen dabei, das angelieferte Material speditiv in das vorgesehene Geschoss zu liefern. Auf den ersten 8 Etagen im Sockel des Gebäudes werden rund 14 5800 Quadratmeter Gewerbefläche zur Vermietung angeboten, die diverse Nutzungen ermöglichen. Das imposante Gebäude bietet zudem mit drei Untergeschossen Platz für eine Autoeinstellhalle mit rund 210 Parkplätzen und Lagerräumen. Die Technik des Hauses befindet sich teils in den Untergeschossen und teils im 23. Stock. 5-Dimensionales Gütesiegel für den Tower Der Ceres Tower ist nicht nur im Minergie-Standard gebaut, sondern erfüllt zudem die hohen Anforderungen des Gütesiegels greenproperty der Credit Suisse. Die Grossbank, welche mit ihrem Immobilienfonds auf nachhaltige Neubauprojekte in starken schweizerischen Wirtschaftsregionen setzt, definiert mit greenproperty neue Massstäbe. So bemisst das Gütesiegel insgesamt fünf Dimensionen: Nutzung, Infrastruktur, Energie, Materialien und Lebenszyklus. Das Unternehmen ist überzeugt, dass Umweltverträgliche und zukunftsweisende Bauprojekte dort entstehen, wo alle fünf Faktoren vollumfänglich berücksichtig werden. Neben ökologischen werden vor allem auch ökonomische und soziale Anforderungen in die differenzierte Bewertung des Gütesiegels integriert. Der Totalunternehmer HRS Real Estate AG kennt sich mit dem Bauen von Minergie und greenproperty zertifizierten Objekten bestens aus. Die fünf Dimensionen von greenproperty spielen teilweise bereits in der Planungsphase eine wichtige Rolle, wenn es beispielsweise um die Zufahrt und Infrastruktur der Baustelle geht. Unterstützung durch Fachverantwortlichen Die Flachdacharbeiten im Bereich des Hauptdachs auf der Ebene 23 + 24, der Loggias auf den Ebenen 8-22, der Terrasse auf der Ebene 5 des Ceres Towers sowie im Bereich der Decke über der Einstellhalle wurde von der Firma Normdach Swiss AG realisiert. Das Unternehmen setzt seit Jahren auf die bewährten Materialien von swisspor, auch für dieses Projekt, so Philip Kammer Projektleiter CERES Tower bei Normdach Swiss AG. Reto Rupf seines Zeichens Fachverantwortlicher im Bereich Flachdach der swisspor AG wurde seitens der Projektleitung der HRS Real Estate AG Hr. Andreas Fischer von Beginn der Ausführungsphase an mit der Betreuung der Flachdacharbeiten beauftragt. Zusammen mit den Verarbeitungsspezialisten wird der Fokus auf eine normgerechte Ausführung gemäss SIA 271 gelegt in Verbindung mit einer durchgängigen Gesamtlösung im Rahmen der zum Teil komplexen Detaillösungen und Anschlüssen im Rahmen der auszuführenden Flachdacharbeiten. Durch die ökologischen Auflagen, die das greenpropertyGütesiegel mit sich bringt, durften bei der Verarbeitung keine lösungshaltigen Stoffe eingesetzt werden. Somit musste die Normdach Swiss AG auf wasserbasierende Mittel wie dem Haftvermittler swisspor GREEN LINE Bitumenemulsion zurückgreifen. Sichere und schnelle Dämmstofflieferung mit BIG MAMMA Um den benötigten Dämmstoff auf der Baustelle schnell und sicher zu entladen, kam das BIG MAMMA-System von swiss-

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Stahlstütze von Rückkühlagregat und Betonpfeiler bituminös abgedichtet und vorbereitet für Füssigkunststoffanschluss por zum Einsatz. Dank zwei Kranzügen kann Material von jeweils rund 45 Kubikmetern innert weniger Minuten sicher und speditiv vom swisspor LKW an den entsprechenden Bestimmungsort auf der Baustelle gehoben werden. Im Dezember 2016 war der Rohbau nach eineinhalb Jahren abgeschlossen. Die seit dieser Zeit laufenden Innenausbau- und Fassadenarbeiten sollen Ende September 2017 fertiggestellt werden, damit sich der Ceres Tower ab Oktober 2017 mit neuem Leben füllen kann. Wer auf der A2 unterwegs ist, sieht das neue Wahrzeichen Prattelns bereits heute in die Wolken ragen. Ansicht CERES Tower während Bauphase von Kreisel Hohenrainstrasse aus Daten und Fakten Objekt Bauherrschaft TU Architekt Verarbeiter CERES Tower , 4133 Pratteln Credit Suisse Real Estate Fund LivingPlus, Ein Immobilienfonds der Credit Suisse AG HRS Real Estate AG Hochbergstrasse 60c, 4057 Basel atelier ww Architekten SIA AG Asylstrasse 108, 8032 Zürich Normdach Swiss AG Belchenstrasse 12, 4310 Rheinfelden Ebene 23/ 24, Hauptdach 637 m2 Unterkonstruktion Betondecke im Gefälle Haftvermittler swisspor GREEN LINE Bitumenemulsion Dampfbremse swissporBIKUPLAN EGV3.5 v flam, (vollflächig auf Beton aufgeschweisst als Bauzeitabdichtung) Dämmmaterial swisspor PUR (PIR) Alu 160 mm Bituminöse Abdichtung swissporBIKUPLAN EGV3.5 v flam, (lose über Dämmung verlegt, Stösse verschweisst) swissporBIKUTOP EP5 S flam, (vollflächig auf die 1. Lage aufgeschweisst) Schutzlage/ Drainage swissporDelta Floraxx Top Nutzschicht extensive Dachbegrünung Ebene 8 bis 22, Loggias 752 m2 Unterkonstruktion Betondecke im Gefälle Haftvermittler swisspor GREEN LINE Bitumenemulsion Dampfbremse swissporBIKUPLAN EGV3.5 v flam, (vollflächig auf Beton aufgeschweisst als Bauzeitabdichtung) Dämmmaterial swisspor PUR (PIR) Alu 60 mm Bituminöse Abdichtung swissporBIKUPLAN EGV3.5 v flam, (lose über Dämmungverlegt, Stösse verschweisst) swissporBIKUTOP EP5 S flam, (vollflächig auf die 1. Lage aufgeschweisst) Schutzlage/ Drainage TPO Schutzbahn/ Wurzelschutzbahn und Brandschutzvlies Nutzschicht Holzrost bauseits Ebene 5, Terrasse 480 m2 Unterkonstruktion Betondecke im Gefälle Haftvermittler swisspor GREEN LINE Bitumenemulsion Dampfbremse swissporBIKUPLAN EGV3.5 v flam, (vollflächig auf Beton aufgeschweisst als Bauzeitabdichtung) Dämmmaterial swisspor PUR (PIR) Alu 160 mm Bituminöse Abdichtung swissporBIKUPLAN EGV3.5 v flam, (lose über Dämmung verlegt, Stösse verschweisst) swissporBIKUTOP EP5 S flam, (vollflächig auf die 1. Lage aufgeschweisst) Schutzlage/ Drainage swissporDelta Floraxx Top oder swissporDelta Terraxx Nutzschicht extensive Dachbegrünung / Plattenbelag Ebene 0, Decke über Einstellhalle 2245 m2 Unterkonstruktion Betondecke im Gefälle Haftvermittler swisspor GREEN LINE Bitumenemulsion Bituminöse Abdichtung swissporBIKUTOP EP5 S flam (vollflächig auf Beton aufgeschweisst) Schutzlage/ Drainage swissporDelta Terraxx oder TPO Schutzbahn/ Wurzelschutzbahn Nutzschicht bauseits 15

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