FULL SPIN 2017

 

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Programm

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INHALT Vorworte. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Programm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Programm-Extras. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 Workshops. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42 Team & Spielorte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52 Alle Informationen im Überblick. . . . . . . . 54 Förderer & Impressum. . . . . . . . . . . . . . . . 56 PINRDOEGR RHIANTMERMENÜUMBSECRHLBAGLK FULL SPIN 4. INTERNATIONALES PHYSICAL THEATRE FESTIVAL ESSEN c/ o Maschinenhaus Essen Wilhelm-Nieswandt-Allee 100 45326 Essen Telefon +49 (0) 201. 837 84 24 info@maschinenhaus-essen.de www.maschinenhaus-essen.de info@fullspinfestival.de www.fullspinfestival.de IN KOOPERATION VON: Fabian Sattler / Prof. Thomas Stich © Heike Kandalowski

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GRUSSWORT · KÜNSTLERISCHE FESTIVALLEITUNG LKILCAPKPE Herzlich Willkommen zum FULL SPIN Festival 2017! Mit dieser 4. Edition des FULL SPIN Festivals riertes Publikumsgespräch mit den jeweiligen laden wir Sie ein, an fünf dicht gepackten Kompanien statt, eine Akademie befeuert den Festivaltagen in ein hochkarätiges Panoptikum theoretischen Diskurs, einige KünstlerInnen der körperlichen Ausdrucksmöglichkeiten ein- bieten Workshops an. Und nicht zuletzt lädt die zutauchen. Wir freuen uns auf 15 außergewöhn- sommerliche Atmosphäre auf der Zeche Carl liche Produktionen von sowohl international ein, die Zeit zwischen den Vorstellungen und an renommierten Künstlerinnen und Künstlern wie den Abenden bei kühlen Getränken und feinen auch von spannenden Nachwuchstalenten. Speisen zu genießen und sich kennenzulernen. 15WWIELLLTKEONMINM5ENTAZGUEN Jede dieser Produktionen kreiert ihren eigenen Kosmos: der Erfindungsreichtum, die Bildkraft und die ganz unterschiedlichen körperlichen Erzählweisen ermöglichen es, sich ohne intellektuelle Überbauten, direkt und lustvoll, teils berührend und teils urkomisch, in 15 verschiedene Welten entführen zu lassen. Dabei reichen die Wurzeln der eingeladenen KünstlerInnen von Neuem Circus über Tanz, Figurentheater, Performance- oder Videokunst bis zur Comedy. Beim Contemporary Physical Theatre jedoch ist nicht die reine Kunstfertigkeit entscheidend, sondern die Themen und Geschichten, die mithilfe dieser Mittel erzählt werden. Bei dieser Vielfalt an Themen, Formen und Denkweisen ist ein wichtiger Bestandteil des Festivals, das Theatererlebnis nicht mit dem Schlussapplaus enden zu lassen, sondern darüber hinaus viele Möglichkeiten der Begegnung zu schaffen. Daher findet nach jeder Vorstellung ein mode- Da es uns neben dem intensiven Austausch ein Anliegen ist, das Physical Theatre in Deutschland einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren, freuen wir uns sehr, dass zu den bewährten Spielstätten – dem Maschinenhaus Essen und der Folkwang Universität der Künste – mit dem Grillo-Theater und der Schurenbachhalde in diesem Jahr gleich zwei weitere Orte mitten im Essener Stadtleben hinzugekommen sind. So wünschen wir allen – den Zuschauern, den Künstlern, unseren Förderern und Partnern und dem ganzen Team fünf tolle Festivaltage. Prof. Thomas Stich Künstlerische Festivalleitung Leiter des Physical TheatreStudiengangs an der Folkwang Universität der Künste Fabian Sattler Künstlerische Festivalleitung Vorstand Maschinenhaus Essen

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GRUSSWORT · SCHAUSPIEL ESSEN Bei dieser Zusammenarbeit treffen sich Kulturschaffende aus ganz unterschiedlichen Richtungen: Die Freie Szene, die Folkwang Universität der Künste und das Schauspiel Essen. Alle haben das gemeinsame Ziel, eine noch nicht so bekannte Ausdrucksform der Darstellenden Künste, das Physical Theatre, einem breit gefächerten Publikum näher zu bringen und bekannter zu machen. SFEESHTRIVVAELR-EHRTES PUBLIKUM, nachdem das FULL SPIN Festival nun Tradition ist, in diesem Jahr findet es zum 4. Mal statt, verwundert es nicht, dass es den Kinderschuhen entwachsen ist. Was liegt also näher, als andere und größere Spielorte mitten in der Stadt zu suchen, zu finden und dort einem Partner zu begegnen, der stolz darauf ist, Teil des Festivals zu werden.  TSETIOLLDZEDSAFREASUTFI,VALS ZU WERDEN. Im Namen des Schauspiel Essen freue ich mich sehr über diese Kooperation mit der Freien Szene, dem Maschinenhaus Essen einerseits und der Folkwang Universität der Künste andererseits, die als einzige Universität in Deutschland diesen Studiengang anbietet. Mein Dank gilt Fabian Sattler und Prof. Thomas Stich, die sich unermüdlich mit dieser spannenden Spielform, einer heutigen, neuen, lustvollen und relevanten Theatersprache auseinander setzen. So wünsche ich allen Beteiligten des 4. FULL SPIN Festival ein herzliches TOI TOI TOI! Christian Tombeil Indentant Schauspiel Essen 4 Christian Tombeil © Ralph Lueger

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GRUSSWORT · FOLKWANG UNIVESITÄT DER KÜNSTE TUHNESAETRRPE,HYSICAL DEIENRSINTUSDEIIENNEGRANG, AKUÜSNRSITCLHETRUISNCGHEN EINZIGARTIG IST... … in Europa und der Welt, trifft auf FULL SPIN, das Festival für Physisches Theater in Deutschland. In der Kooperation des Maschinenhauses Essen, der Folkwang Universität der Künste und des Grillo-Theaters Essen, die dieses besondere Festival gemeinsam ausrichten, werden Brücken zu einem künstlerischen Leben nach der Ausbildung gebaut, die unseren Studierenden Wege und Visionen in ihre professionelle Identität eröffnen. Sie sind involviert in die Organisation des Festivals, betreuen die internationalen Künstlerinnen und Künstler, sehen deren Produktionen und nutzen in Nachgesprächen die Gelegenheit, die Arbeitsweisen der Kompanien zu befragen. Dass sich über 130 Kunstschaffende aus 35 Ländern beworben haben, um hier in Essen zu spielen und sich einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen, ist ein Beleg für die Relevanz und die Reichhaltigkeit dieser Theaterform! In diesem Jahr findet zum ersten Mal eine, dem Festival angeschlossene Akademie statt, die der Frage nach dramaturgischen Herstellungsverfahren der gezeigten Produktionen nachgeht. Die Akademie untersucht eine bedeutsame, wenngleich unbeachtete Leerstelle in der künstlerischen Reflexion mit dem Ziel, neues Handlungswissen zu generieren. Zu all diesen Aktivitäten wünsche ich gutes Gelingen, fruchtbare Begegnungen, erhellende und begeisternde Theaterereignisse sowie nachhaltige Impulse für die Entwicklung des Physical Theatre in Deutschland. Ihr Prof. Dr. Andreas Jacob Rektor der Folkwang Universität der Künste Prof. Dr. Andreas Jacob © Veronika Kurnosova 5

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GRUSSWORT · STADT ESSEN Partner hinzugewonnen. Im Zusammenspiel dieser Kräfte ist es möglich, mit dem FULL SPIN Festival eine Plattform für Physical Theatre auf höchstem europäischen Niveau zu präsentieren. Dass im Rahmen des diesjährigen Festivals die hier ansässigen Akteure der Szene noch ein Physical Theatre-Netzwerk ins Leben rufen werden, um so die Arbeit über den Studiengang und das Festival hinaus zu verstetigen und auszuweiten, macht Sinn und lässt auf eine spannende Weiterentwicklung hoffen. Neben dem künstlerisch anspruchsvollen Bühnenprogramm hat das FULL SPIN Festival immer auch den Schwerpunkt auf Austausch, Forschung und Vernetzung gelegt. Dabei bleibt es stets unprätentiös und charmant und heißt Besucher und Künstler gleichermaßen herzlich willkommen. Liebe Freundinnen und Freunde des Physischen Theaters. Mit dem FULL SPIN Festival für Physical Theatre beheimatet die Stadt Essen ein Format, dass es deutschlandweit in dieser Form nicht noch einmal gibt. Mein Dank gilt den visionären Initiatoren und beherzten, unermüdlichen Machern des FULL SPIN Festivals. Mit dem Physical Theatre an der Folkwang Universität der Künste und dem Maschinenhaus Essen als einem der wichtigsten und zentralen Orte der Freie Szene in Essen freut sich die Stadt Essen gleich über zwei Aushängeschilder, die über die Stadtgrenzen hinaus ausstrahlen, das kulturelle Leben bereichern und einladen, dabei zu sein. Denn hier in Essen fügen sich die Teile aufs Beste zusammen: An der Folkwang Universität der Künste befindet sich der einzige Studiengang für Physical Theatre in Deutschland, das Maschinenhaus Essen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem weit über die Stadtgrenzen hinaus strahlenden Produktionsund Spielort der Freien Szene entwickelt und mit dem Grillo-Theater hat das FULL SPIN Festival einen weiteren starken städtischen Ich wünsche den KünstlerInnen, InitiatorInnen gutes Gelingen und allen BesucherInnen fünf aufregende und inspirierende Festivaltage. Ihr Andreas Bomheuer Kulturdezernent der Stadt Essen 6 Andreas Bomheuer © Heike Kandalowski

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ASPARTAME DLEEEBPAZDAISRHPALACE (FR) QMNLIUEQÉEVTUSRDIDKOUILBBPOOORFUNOTLHS·OCEPTUHEDEKRORTISD((B?OHE)A) RING (AT) TTSSCHNMKPDDMLBDHRIAAULIUIILOAVAAMEDOYIASNPUDWITNNGTGSNKUPDTTASD’VOEECIDISGEMHPLASNEONHURUIAHEÜALIRTWPAISEAISATBNUBVKSRAHTPRADAE/SEKOPOEARSCE·EIFKTTRSLABONFYC(AB(EMSD·DONNEIPEHENPVN)DA/BANKEENURWOERAMLIERSNYIAC)(SONUE(FTENLAKTIMRE/OLEAN)NNRALZAILP(S)ADEOREN)N((BNDEEE))UVE (FR) OFLJAELPOBKEREONNIPASSANPRHAFACLEUBEIMSOEML ((DNEL)) PROGRAMM SUTNUIVDEIERNSGITAÄNTGDPERHYKSÜINCSATLETHEATRE DER FOLKWANG ACLOERXDISESROUVRE (BE) A TICKET TO ATLANTIS

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FERINETIREIRTT

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MITTWOCH · 5. JULI 18:00–22:00 UHR MASCHINENHAUS ESSEN ASPARTAME Mit Constance Biasotto Sophie Zanone MAISON-MUR- Marie Desoubeaux Gefördert von: Entreprise Kapla France (mécénat) Pôle CHATEAU Arts de la scène - Friche Belle de mai (Marseille), 3bisF (Aix en Provence), Le Citron Jaune – Centre National des Arts de la Rue, (Port-St-Louis du LE BAZAR PALACE (FR) Rhône), L’Entrepont (Nice), DRAC Provence-AlpesCôte d’Azur, La Région Provence-Alpes-Côte d’Azur, Conseil Départemental Bewegung, Wachstum, Verdichtung, Kollisionen und Implosionen: Drei Künstlerinnen versuchen in einer Performance rund um das Maschinen- 13, La Ville d’Arles und Le Théâtre de l’Unité (Audincourt), Le Théâtre haus Essen, einen Turm zu bauen, eine neue Gesellschaft, eine neue de Cuisine (Marseille), La Geschichte, ein neues Zuhause. Mit dem, was gerade da ist. Mit Worten, FAI-AR (Marseille). Lieux Publics (Marseille), Karwan Tönen, Kleidern und vielen tausenden kleinen Kapla-Hölzchen. (Marseille) LELEBBAAZZAAR PPAALLACAECE Ich heiße Constance und wurde am 10. Mai 1981 geboren. Am Morgen meiner Geburt ging meine Mutter wählen. Sie wählte Giscard. Am Abend dieses Tages begann ihre Welt einstürzen. Dann kam der Fall der Berliner Mauer, den wir im Fernsehen miterlebten, die Katastrophe von Furiani, Ruanda. Der Front National in Toulon und das Gemisch aus Neonröhren-Splittern und Kleister, das mir die Hände zerschnitt, als ich deren Plakate abriss. Die Twin Towers haben die Welt meiner Walt Disney-Höhle einstürzen lassen, die mir ein wundervolles Leben versprochen hatte. Und nun gibt es »Aspartame«, das von all der Ernüchterung erzählt, vom Schwindel, der Unsicherheit und den Widersprüchen. ASPARTAME Three women construct a new tower, a new society, a new history, a new home… with what’s left: Some words, sounds, clothes and thousands of kapla-planks. Movement, confrontations and breakdowns, just like the battles we fight. LE BAZAR PALACE My name is Constance and I was born on may 10th 1981. The morning of my birth, my mother went to vote for Giscard and that night for her the world began to collapse. And then there followed the fall of the Berlin Wall on family television, the furiani disaster, Rwanda. The Front National in Toulon where I was living, and these fragments of glass from neon lights mixed with glue that ravaged my hands as I tore their posters off, The twin towers suddenly made the world of my Walt Disney cave collapse which had predestined me for a wonderful life. And now there is »Aspartame« which recounts the disillusionment and deception, the instability and contradictions. © Yves Hummel 9

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MITTWOCH · 5. JULI 20:00 UHR MASCHINENHAUS ESSEN DEEP DISH LIQUID LOFT CHRIS HARING (AT) Ein Abendmahl wird zu einer abenteuerlichen Reise durch die Dimensionen von Makro- und Mikrokosmos. Mittels Handkamera führen die Performer durch bizarre Parallelwelten aus organischen Objekten. Durch den Einsatz filmischer Methoden und akustischer Verfremdungen entstehen Bild-Metaphern, die an barocke Gelage, Gärten der Lüste und an deren unvermeidbaren Zusammenbruch erinnern. Eine von Sehnsucht und Neugierde getriebene Gesellschaft, ausgelassen und abgestumpft zugleich, feiert ihre eigene Vergänglichkeit. Die verschiedenen Dimensionen der Wirklichkeit spiegeln sich als Überformungen der Realität in einer übergroßen Projektion wieder. In diesem Stillleben wird jede Bewegung, jedes affektierte Verhalten unaufhaltsam von der Gewalt der Natur absorbiert. Inspiriert von dem Roman »Lochs Solus«, in dem der Universalgelehrte Maître Chanterel seine ausgewählten Gäste durch Landschaften unterschiedlicher Wahrnehmung führt, ist Deep Dish eine Referenz an die Schönheit und Dekadenz einer menschlichen Existenz, die an sich selbst zugrunde geht. 70 mins Künstlerische Leitung & Choreografie Chris Haring  Tanz, Choreografie Luke Baio Stephanie Cumming Katharina Meves Anna Maria Nowak Komposition & Sounddesign Andreas Berger  Dramaturgie, Szenografie & Licht Design Thomas Jelinek  Organische Skulpturen & Künstlerische Beratung Michel Blazy  Stage Management Roman Harrer  Internationale Repräsentation Line Rousseau Marion Gauvent A. Propic Produktionsleitung Marlies Pucher  Eine Koproduktion von Tanzquartier Wien und Liquid Loft In Kooperation mit Korzo Den Haag und Le Centquartre Paris Liquid Loft wird unterstützt von der Kulturabteilung der Stadt Wien MA7 / Kultur und dem Bundeskanzleramt Österreich Kunst, Kultur. © Chris Haring 11

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DEEP DISH A dinner turns into an adventurous journey through the dimensions of macro- and microcosm. Via a handheld camera, the performers guide you through bizarre parallel worlds made of organic objects. By using film methods and acoustic distortions, image metaphors arise, reminiscent of baroque feasts, gardens of desire and their inevitable demise. A society driven by longing and curiosity, lightheaded and dull at the same time, celebrates its own caducity. Inspired by the novel »Locus Solus« in which universal scholar Maître Chanterel leads his selected guests through landscapes of different perceptions, Deep Dish acts as a reference to the beauty and decadence of a human existence perishing on itself. LIQUID LOFT · CHRIS HARING Liquid Loft was founded in 2005 by choreographer Chris Haring together with musician Andreas Berger, dancer Stephanie Cumming and dramaturgue Thomas Jelinek. In their performances and installations, Liquid Loft interconnect contemporary dance directly with other forms of contemporary art, in order to create a cohesive all-embracing piece of art. Their idiosyncratic visual and formal language, their distinctive acoustic stage-sets and professional dance production have earned Liquid Loft international recognition and awards like the Golden Lion for »Best Performance« at the 2007 Biennale in Venice. Austrian choreographer Chris Haring worked with choreographers and companies such as DV8 Physical Theatre (London), Nikolais/Luis Dance Cie (USA), man act (GB), Nigel Charnock (GB), pilottanzt, a.o. In cooperation with multimedia artist and composer Klaus Obermaier he developed the video-dance performances »D.A.V.E.« and »VIVISECTOR« which have been successfully shown all over the world. One of his main influences for his performances, such as Fremdkörper (Best Performance at Biennale de La Danse in Lyon 2004) is science fiction and the human body as a cybernetic landscape. Since 2005 he is artistic director of Liquid Loft. 12

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LIQUID LOFT · CHRIS HARING 2005 vom Choreografen Chris Haring, dem Musiker Andreas Berger, der Tänzerin Stephanie Cumming und dem Dramaturgen Thomas Jelinek gegründet, setzt Liquid Loft in seinen Performances und Installationen zeitgenössischen Tanz stets in direkte Verbindung zu anderen Kunstformen, um so ein schlüssiges Gesamtkunstwerk entstehen zu lassen. Ihre eigenwillige Bild- und Formensprache, die unverkennbaren akustischen Bühnensets und die tänzerische Umsetzung brachte Liquid Loft internationale Anerkennung und Auszeichnungen wie den Goldenen Löwen für die »beste Performance« bei der Biennale Venedig 2007. Der österreichische Choreograf Chris Haring arbeitete mit ChoreografInnen und Gruppen wie DV8 Physical Theatre (GB), Nikolais / Luis Dance Cie. (USA), man act (GB), Nigel Charnock (GB) und pilottanzt (A). Gemeinsam mit Klaus Obermaier entwickelte er die Video-Tanz-Performances »D.A.V.E.« und »VIVISECTOR«, die weltweit gezeigt wurden. Eine der wichtigsten Inspirationsquellen für seine Stücke, wie z.B. in »Fremdkörper« (Preis für »Beste Performance« bei der Biennale de la Dance Lyon 2004) ist Science Fiction und die Betrachtung des Körpers als kybernetische Landschaft. Seit 2005 ist er künstlerischer Leiter der Kompanie Liquid Loft. © Chris Haring 13

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DONNERSTAG · 6. JULI 15:00 UHR MASCHINENHAUS ESSEN AB 8 JAHREN 55 mins Concept & performance Gregory Caers Wim De Winne Tom Ternest Ives Thuwis-De Leeuw Patrick Vervueren Lighting design Jeroen Doise MÉTRO BOULOT DODO NEVSKI PROSPEKT (BE) Ein unauffälliger, zurückgezogener Mann namens Hermann kommt nach einem langen, eintönigen Arbeitstag nach Hause. Und auch dort ist alles grau und Routine. Jeder Tag ist wie der vorangegangene. Aber dann passiert etwas noch nie Dagewesenes: Hermann sieht die Welt plötzlich mit anderen Augen, seine gewohnte Routine löst sich auf, und schon bald laufen die Dinge ganz schön aus dem Ruder! »Métro Boulot Dodo« – ein umgangssprachlicher Ausdruck für einen eintönigen Tagesablauf, der hauptsächlich aus dem Weg zur Arbeit (Métro), einem langweiligen Job (Boulot) und Schlafen (Dodo) besteht – ist eine bunte Mischung aus Slapstick, Theater und Tanz. Ein Fest für die Kraft und Vielfalt des Individuums und für die vielschichtigen Arten und Weisen wie man leben kann, wenn man sich nur traut. »Métro Boulot Dodo« ist eine intelligente, rasante und sehr unterhaltsame Slapstick-Show mit einer poetischen Aussage, deren Witz wohl bei Menschen jeden Alters zündet.« tanz.at NEVSKI PROSPEKT ist ein belgisches Künstlerkollektiv der Theatermacher Ives Thuwis, Gregory Caers und Wim De Winne, die wiederkehrend an der renommierten Kopergietery (BE/Gent) zusammenarbeiten und poetische Geschichten in einer eigenen Bewegungssprache erzählen. © Jeroen Doise 15

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