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Flüchtlingshelfer

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!!!Flüchtlingshilfe-Newsletter 4 - Juli 2016! !1.) Interkulturelle Woche! Die interkulturelle Woche in Baden-Baden findet dieses Jahr vom 24. September bis 6. Oktober statt. Unsere Integrationsbeauftragte, Svetlana Bojcetic, hat in Zusammenarbeit mit vielen Organisationen, Kirchengemeinden, Schulen und Gruppierungen ein buntes Programm zusammengestellt. Es werden Filme !gezeigt, Feste gefeiert, Vorträge gehalten … Bitte beachten Sie in Ihrer Mail die pdf-Anlage dazu.! Eigentlich ist es ungerecht, ein paar Details herauszugreifen, aber für uns Flüchtlingshelfer wären vielleicht !einige Veranstaltungen besonders interessant:! Am Montag, 26. September, erklärt uns Christian Kühnel von Amnesty international, warum Menschen aus !Eritrea, Gambia, Kamerun und Nigeria fliehen. 19 Uhr, Stadtbibliothek.! Dienstag, 27. September gibt es vormittags einen Vortrag „Vorurteile - ich doch nicht!“ von Silke Kabagambe !Kamara - 9.30 Uhr, In via Puella! Am Dienstag, 27. September, laden wir möglichst alle von Ihnen ein zur Uraufführung des Films „Schatten“, den ein syrischer Flüchtling in der Unterkunft in der Schussbachstraße gedreht hat. Anschließend gibt es eine Podiumsdiskussion zum Thema „Angekommen in Baden-Baden - und jetzt?“ - Beginn 19.30 Uhr im !Cineplex. Wir haben einen Saal für 180 Personen bekommen und hoffen, dass er voll wird!! Am Dienstag, 4. Oktober, wird Werner Henn das Thema Syrien aufgreifen und noch einmal seinen Lichtbildervortrag zeigen. Anschließend kommt das Thema hautnah zu uns, weil sich einige Syrer !bereitgefunden haben, mit dem Publikum über ihre Heimat zu diskutieren. - 19.30 Uhr Stadtbibliothek.! Am Samstag, 1. Oktober, gibt es ein afrikanisches Kulturfest des Kamerunischen Freundeskreises - ab 12 !Uhr Stadtteilzentrum Briegelacker ! Und so weiter… Schauen Sie bitte ganz in Ruhe vorab in das vorläufige Programm. In gedruckter Form wird !!!es Anfang September vorliegen.! !2.) Thema Umverteilungen / Anschlussunterbringung / Wohnungen! Viele Asylbewerber sind nun als Flüchtlinge anerkannt oder bereits seit mehr als 24 Monaten in Deutschland. Das bedeutet, dass sie Anspruch auf die sogenannte Anschlussunterbringung haben. Das bedeutet vor allem etwas mehr Platz! 10 Quadratmeter stehen ihnen nun pro Person zu, wenn meine Informationen richtig sind. Die Stadt versucht gerade, Wohnungen und Unterkünfte für diese Zwecke umzuwidmen. Was zu vielen Umzügen führt, die bei den Bewohnern nicht immer beliebt sind. Hier ist die Hilfe der Ehrenamtlichen !gefragt. ! Wichtig in dem Zusammenhang: Zieht jemand in eine Anschlussunterbringung, gilt er als „selbständig“, das heißt, er muss für viele Dinge selber sorgen.Das fängt schon bei der Ummeldung bei den Behörden an! Dies geschieht nicht automatisch durch die Stadt.! Wichtig ist die Ummeldung beim BamF (mit Aktenzeichen), beim Einwohnermeldeamt, bei der Ausländerbehörde, sowie bei Bank und Krankenversicherung und - gegebenenfalls beim Arbeitgeber und !Sozialamt etc. Bitte weisen Sie Ihre Schützlinge darauf hin.! Anerkannte Flüchtlinge können aber auch selbstverständlich eigenständig auf Wohnungssuche gehen. Sie fallen nun nicht mehr unter das Asylbewerberleistungsgesetz sondern bekommen Unterstützung nach dem SGB II (= Arbeitslosengeld) Es gelten also die ganz normalen Voraussetzungen wie für alle SozialhilfeEmpfänger: Es gibt einen Mietkosten-, Nebenkosten- und Heizkostenzuschuss. Das richtet sich allerdings nach der Größe der Wohnung und der Höhe der Miete. Bitte weisen Sie Ihre Schützlinge darauf hin, dass der Mietvertrag erst dem Jobcenter zu Genehmigung vorgelegt werden muss, ehe sie ihn unterschreiben! Sonst kann die finanzielle Hilfe entfallen.!

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Ansprechpartner:! !Tobias Walter, Tel. 07221 97218101, Zimmer 17.
 Bleiben die Flüchtlinge in den städtischen Unterkünften wohnen und verdienen eigenes Geld, wird ihnen in !Baden-Baden pro Bett 191 Euro Miete abgezogen. ! Geschickt wäre es also, wenn sich die anerkannten Flüchtlinge zu Wohngemeinschaften zusammenschließen und z.B. zu Dritt eine 3-Zimmer-Wohnung mieten. Hier sollten die Räume allerdings !ungefähr gleich groß sein. Es gelten folgende Regeln:! Wohnraum bis 45 Quadratmeter pro Person! Mietobergrenze pro Person bis 345 Euro ! plus 42 Euro Nebenkosten pro Person! !plus 46 Euro heikosten pro Person! Es ist allerdings schwierig, als Flüchtling bzw. als Flüchtlings-WG auf dem Wohnungsmarkt überhaupt eine Wohnung zu bekommen. Praktikabel wäre, wenn sich ein Ehrenamtlicher bereiterklären würde, z.B. als Hauptmieter aufzutreten und die Wohnung dann - wenn der Vermieter einverstanden ist - die Räume unterzuvermieten. ! Dies ist Neuland für uns Flüchtlingshelfer, deshalb bitte ich Sie: Bitte teilen Sie mir - gerne auch vertraulich - !!Ihre Erfahrungen auf diesem Gebiet mit, damit ich gegebenenfalls noch einmal detailliert informieren kann.! !3.) Fortbildungen! In nächster Zeit rechnet der AK Asyl verstärkt mit Abschiebungen. ! Das kann auch für die Betreuer schwierig werden, wenn Menschen, die ihnen ans Herz gewachsen sind, ins Ungewisse geschickt werden. Deshalb werden im Herbst Fortbildungen zum Thema Nähe / Distanz angeboten. Referent: Ludwig Herfs. Termine: 23. 9., 21.10., 18.11. und 16.12. jeweils 18.30 bis 20.30 Uhr, Stadtteilzentrum Briegeacker. Anmeldungen bitte direkt bei Ludwig Herfs. Mail: ! !lherfs@online.de! Es ist gelungen, Mernoush Zaeri-Esfahani zu einem Vortrag in Baden-Baden zu gewinnen. Sie wird am Samstag, 26. November von 10 bis 12.30 Uhr über interkulturelle Kompetenz in der Zusammenarbeit mit Geflüchteten sprechen, z. B. über unterschiedliches Zeitverständnis oder warum manche ehrenamtliche !!Angebote nicht angenommen werden. Ort wird noch bekanntgegeben. ! !4.) Minijobs! Bitte weisen Sie alle Flüchtlinge darauf hin, dass Schwarzarbeit nicht geduldet wird, und dass auch wir !Ehrenamtlichen dies nicht tolerieren. ! Wenn Sie einen Minijob anbieten möchten, habe ich für Sie hier alle wichtigen Informationen zusammengetragen. Eine Ehrenamtliche hat diesen Weg für den Flüchtlingshilfe-Blog ausgetestet und für einfach und praktikabel befunden. Wichtig ist allerdings, dass Sie Frau Hüttenrauch in der Abteilung Soziale Leistungen die Verdienstbescheinigung bis spätestens 15. des Monats schicken, sonst werden dem Flüchtling vorübergehend alle Leistungen gestrichen, selbst wenn er bei Ihnen nur 90 Euro verdient. => ! !!!http://fluechtlingshilfe-baden-baden.blogspot.de/2016/04/minijobs.html! !5.) Duale Ausbildung! Interessieren sich Flüchtlinge oder Asylbewerber für ein Studium, hat es sich als hilfreich erwiesen, sie auch auf die Möglichkeit einer dualen Ausbildung aufmerksam zu machen, bei der sie einen qualifizierten Beruf !erlernen, aber gleichzeitig auch Geld verdienen können. ! !Hier finden Sie nützliche Links und auch die Kontaktdaten für passende Studienberater => !

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!!!http://fluechtlingshilfe-baden-baden.blogspot.de/2016/07/duale-ausbildung.html! !6.) Lebenslauf! Nach Möglichkeit sollte ein einheitlicher Lebenslauf verwendet werden. Im Anhang Ihrer Mail finden Sie die Vorlage als pdf und zum online-bearbeiten auf deutsch, zum Ausdrucken und per Hand Ausfüllen auch auf Englisch und Französisch. Es hat sich bewährt, die Flüchtlinge die Bögen zunächst selbst ausfüllen zu !lassen und ihnen dann beim Erfassen zu helfen und Lücken zu schließen. ! !Die Lebensläufe brauchen sie, wenn sie sich konkret auf einen Job bewerben. ! Die Kompetenzbögen, die die Sozialarbeiter austeilen, gehen an Herrn Langreder zur Erfassung in einer !Datenbank zur Arbeitsvermittlung, solange sie noch nicht als Flüchtlinge anerkannt sind.! Hilfreich ist, wenn Ehrenamtliche die Arbeitssuchenden zum ersten Bewerbungsgespräch begleiten, wenn Arbeitgeber und Flüchtling dies wünschen. Tipps dazu habe ich auf dem Flüchtlingshilfe-Blog zusammengestellt => ! !http://fluechtlingshilfe-baden-baden.blogspot.de/2016/01/bewerbung.html! Ganz aktuell hat sich gestern Frau Dr. Simone Klein bei mir gemeldet, die neu in Baden-Baden ist und Flüchtlinge gern ehrenamtlich fit für die Bewerbung machen möchte.! Hier ihre Webseite => http://kreativzumjob.de/! !!!!!Mail: info@simoneklein.ch! !7.) Aus den Unterkünften:! !Westliche Industriestraße:! Der neue Freundeskreis Westliche Industriestraße hat sich nun unter Koordination von Silke Heimann formiert und startet mit verschiedenen Arbeitsgruppen durch. Und irgendwie merkt man auch schon, dass das Klima besser wird. Wenn Sie Lust haben, sich dem Freundeskreis anzuschließen und mitzuarbeiten, sind Sie jederzeit herzlich willkommen. Entweder sofort, dann bitte bei Silke Heimann melden - Mail:! !Silke_Heimann@gmx.de! … oder Sie kommen zum nächsten Treffen des Freundeskreises in lockerer Atmosphäre am Mittwoch, 7. !September um 19 Uhr in die Lounge F2 (neben den Räumen der Volkshochschule).! Am Sonntag, 11. September wird in der Westlichen Industriestraße ein kleines Sommerfest stattfinden, bei dem in Zusammenarbeit mit der staatlichen Kunsthalle ein gemeinsames Kunstprojekt erarbeitet wird. !Dieses Fest soll ausschließlich von und für die Bewohner der WI durchgeführt werden.! Mein unermüdlicher Hinweis in diesem Zusammenhang: Kann sich denn jemand vorstellen, Herrn Dorow in !!der Fahrradwerkstatt zu unterstützen?! !Waldseeplatz:! Das Thema W-Lan kommt langsam voran. Schwierigkeit ist, dass die Container aus Metall sind und alle Strahlungen abschirmen. Aber die Verwaltung hat sich kreativ gezeigt und will Ende August eine Kompromisslösung installieren, damit zunächst im einem Container wenigstens in einem Aufenthaltsraum Internet empfangen werden kann. Bislang mussten die Bewohner im Freien stehen, um W-Lan empfangen !zu können.!

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Auch das Gartenprojekt kann endlich realisiert werden. Möchte sich hier noch jemand einbringen? Dann melden Sie sich bitte bei Heidi Osswald-Kraus, ! !Mail: hosswald-kraus@web.de! … und schon machen wir uns Gedanken, wie man dann die Wildschweine fernhaften kann. Wer hat eine !!!Idee? ! !8.) Spendengelder! Wollen Sie Spendengelder von der Stadt abrufen, ist ein Antrag durch die Sozialarbeiter an Herrn Wendel !nötig. Es muss mit einer längeren Bearbeitungszeit gerechnet werden.! !!!Auch der AK Asyl und die Kirchen helfen Ihnen weiter. Ich verweise hierzu auf den Newsletter Nr. 2.! !9.) Diverses:! !Standortübergreifende Aktivitäten:! Ich weise gerne auf den offenen Gitarrenkurs bei Harald Nehmert hin. Er findet jeden Samstag von 13 bis 14 Uhr in seinem Laden in der Stephanienstraße 30 statt. Interessenten erhalten eine Gitarre gestellt, die !auch zum Üben mitnehmen dürfen.! Das Fußballtraining von Chris Huck für Flüchtlinge aller Unterkünfte zusammen mit Einheimischen findet jeden Mittwoch und Freitag um 19 Uhr im Aumatt-Stadion statt. Neuzugänge jederzeit willkommen. Am kommenden Freitag, 5. August, spielen die Ambassadors gegen die zweite Mannschaft des VfB Bühl. 19 Uhr !im Stadion neben dem Schwimmbad. Lautstarke Unterstützung wäre gut. ! Ganz neu: Einmal im Monat bietet Margret Henn vom Hotel Tannenhof nun einen Kreativnachmittag für Frauen an. Gestern wurden Mokassins genäht. Es kam mehr als ein Dutzend Frauen aus mehreren !Unterkünften. Sie waren begeistert.! Kommenden Freitag findet wieder das internationale Frauencafé in den Räumen des Bonhoeffersaals !statt. Bitte informieren Sie die Frauen in Ihren Unterkünften darüber. Beginn 15 Uhr. ! Das Café International hat am 19. und 26. August und am 2. September Sommerpause.! Das internationale Frauencafé plant für den 2. September von 15 bis 21 Uhr ein großes Ladies-Dinner für !alle Frauen. ! Weitere standortübergreifende Aktivitäten finden Sie auf dem Flüchtlingshilfe-Blog => ! !http://fluechtlingshilfe-baden-baden.blogspot.de/p/blog-page_6.html! Weitere Termine finden Sie hier =>! !http://fluechtlingshilfe-baden-baden.blogspot.de/p/blog-page.html! !! !Und nun wünsche ich Ihnen einen schönen Sommer!! !Baden-Baden, den 3. August 2016! !Herzliche Grüße, ! !!!Rita Hampp!

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