23-17MA_Sommer

 

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Flipping Book Magazin Sommer 2017

Popular Pages


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Österreichische Post AG | PZ 14Z039953 P | AGRO Werbung GmbH, Harrachstraße 12, 4010 Linz Ausgabe II SOMMER 2017 Moderne Dirndln neue Tracht Wetterprognose gefragte Kunst Sensenmähen altes Handwerk Fruchtig, klassisch ... die Marille

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15 Vom Fass zum Tisch – INHALT – 22 Wie wird´s Wetter? COVERFOTO: FOTOLIA - TDANIEL VINCEK / FOTOS: LUSTAUFSLAND/PICHLER (2), FOTOLIA - TCSABA, BERGLUST/JULIA DRESCH Ernährung 04 Der Geschmack des Sommers 08 Marille süß und sauer 10 Resi Oma kocht Haus und Garten 14 Kräftiger Mangold 15 Praxistipp: Ein Stehtisch Tracht & Tradition 16 Dirndl einmal anders 21 Gwand für Regen und Sonne 16 Frische Tracht Leben am Land 22 Das Wetter und seine Prognose 26 A guade Schneid Recht 30 Ehe ohne Trauschein 34 Mundart-Rätsel 34 Impressum 26 Arbeiten mit der Sense

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– KMRAÄNFTGIOGLEDR – Mangold ist aus dem Schatten des Spinats hervorgetreten und ist ein neuer Star am Gemüsehimmel. Text: Thomas Mursch-Edlmayr Gesundheitstipp ■ Mangold liefert mit Kalzium, Magnesium, Eisen und Phosphor reichlich Mineralstoffe. Er ist unter anderem eine gute Quelle für Vitamin B und C und enthält in hohen Mengen Vorstufen des Vitamin A. ■ Mangold hat eine magenstärkende und darmreinigende Wirkung. ■ Die Aminosäure Betain ist verantwortlich für die Fettverdauung und regt Leber und Galle an. Es wirkt antibakteriell und stärkt die Abwehrkräfte des Körpers. ■ Mangold hilft laut Volksmedizin bei Bronchitis und Lungenentzündung. Küchentipp Gartentipp ■ Die Aussaat kann ab Februar in einem Aussaatkisterl vorgenommen werden. Je nach Wetter können die Pflanzen ab Mitte März pikiert und im Abstand von circa 40 Zentimetern im Garten oder in Töpfen ausgepflanzt werden. ■ Mit einer Kompostgabe zu Beginn der Kultur kommen die Pflanzen gut zurecht. Zu viel Stickstoff sollte vermieden werden. ■ Die Pflanzen sind robust und wenig krankheitsanfällig und somit ist Mangold ein ideales Anfängergemüse. Seite 14 | FOTOS: AGRARFOTO.COM (2) , MAG. ANDREA JUNGWIRTH ■ Mangold sollte rasch verarbeitet werden. In ein feuchtes Tuch gewickelt, ist er im Kühlschrank circa drei Tage haltbar. Blanchiert lässt sich Mangold auch gut einfrieren. ■ Für den Verzehr eignen sich sowohl Blätter als auch Stiele. Die Blätter werden ähnlich wie Spinat zubereitet und verwendet. Die Stiele können wie Spargel oder Schwarzwurzel verwendet werden. Sie benötigen jedoch eine etwas längere Garzeit als die Blätter. ■ Mangold kann hervorragend im Dampfgarer zubereitet werden. Dadurch bleiben Vitamine und Mineralstoffe erhalten. Gedünstet eignet er sich als Beilage zu Fleisch- und Fischspeisen. ■ Große Blätter können hervorragend zum Füllen oder als Wickel verwendet werden. ■ In Gemüsegerichten wie beispielsweise Strudel, aber auch in Aufläufen, Eintöpfen oder Suppen kann er beigemengt oder mitgekocht werden. 8. Juni 2017 FOTO: FOTOLIA - EMUCK

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| So schmeckt  der Sommer Heimische Marillen haben bald wieder Saison. Die süße Frucht mit der kräftigen orangen Farbe gedeiht auch in Oberösterreich hervorragend. Text: Thomas Mursch-Edlmayr Seite 4 | FOTO: FOTOLIA - 5SECOND Pflanzenkunde Marillen kultivierte man schon vor 4000 Jahren in China. Alexander der Große brachte die Früchte nach Griechenland, von dort fanden sie in ganz Europa schnell Verbreitung. Sie zählt wie ihre botanischen Verwandten Pfirsich und Mandel zu den Rosengewächsen. In Deutschland ist die Marille unter der Bezeichnung Aprikose geläufig. Die Pflanze mag es gerne sommertrocken und warm. Die orangen, samtig behaarten Steinfrüchte sind sehr druckempfindlich. Ihr Fruchtfleisch ist – je nach Sorte – weißlich, gelb oder tief gelborange und löst sich bei reifen Früchten leicht vom Stein. Typisch ist die verlaufende Naht, die die Früchte in zwei Backen teilt. Ob als Marmelade, Kompott, Knödel, Kuchen, Strudel, Chutney, Edelbrand oder einfach nur pur genossen – den Verwendungsmöglichkeiten der Marille sind kaum Grenzen gesetzt. Sie ist sowohl für den Frischverzehr als auch für die Verarbeitung eine ideale Frucht, die von den Konsumenten gut angenommen wird. Mit ihrer leuchtend orangen Farbe, ihrem herrlichen Geruch und dem unvergleichlich süßen Geschmack ist das beliebte Steinobst daher ein fixer und traditioneller Bestandteil der österreichischen Küche. Das sommerliche Obst-Highlight ist jedoch nur kurze Zeit aus heimischem Anbau erhältlich. Zwischen sechs und acht Wochen dauert die Saison, die mit Anfang Juli beginnt. Trotzdem oder gerade deswegen ist die Marille so beliebt. Wahre Genießer sind daher bereits jetzt in freudiger Erwartung auf diese Köstlichkeit aus der Heimat. Scharten: Zentrum des heimischen Marillenanbaus In Österreich befindet sich das Hauptanbauge­ biet in der Wachau. Dort werden circa 75 Prozent der heimischen Marillen geerntet. Seit knapp zwei Jahrzehnten wird auch im Land ob der Enns erwerbsmäßiger Marillenanbau betrieben. „Die klimatischen Veränderungen in den letzten 20 Jahren sind dem Anbau der Marille sehr entgegengekommen. Durch die generell steigenden Durchschnittstemperaturen konnte man den Anbau auch bei uns in 8. Juni 2017

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Oberösterreich forcieren“, weiß Heimo Strebl, Obstbaureferent der Landwirtschaftskammer. Ausgangspunkt war der Obstgarten Oberösterreichs in der Region um die Gemeinde Scharten. Dort befindet sich mit circa 40 Hektar nach wie vor das Zentrum des oberösterreichischen Marillenanbaus. Im gesamten Bundesland sind es aktuell etwa 70 Hektar an Marillenflächen. Der Anteil an der bundesweiten Fläche beträgt laut Statistik Austria damit acht Prozent. Auf einem Hektar stehen 1000 Bäume Insgesamt 25 Bauern kultivieren in Oberösterreich die Marille im Intensivanbau. Einer davon ist Rudolf Wiesmayr aus Scharten. Neben seiner bereits bestehenden Kirschenplantage pflanzte er vor zehn Jahren erstmals auch versuchsweise Marillenbäume. Über die Jahre wurde die Fläche laufend ausgeweitet. Mittlerweile kultiviert er auf zwei Hektar diese für ihn damals neue Obstkultur. Sein Sohn Jürgen bewirtschaftet mit seinem Betrieb weitere vier Hektar Marillen. Pro Hektar stehen, je nach Pflanzabstand, circa 1000 Bäume. „Je nachdem welches Pflanzmaterial verwendet wird, liegt der Vollertrag zwischen viertem und siebtem Standjahr“, erklärt Rudolf Wiesmayr. In Hanglagen gedeihen Marillen am besten: „Dort gibt es nicht die Kälteseen wie in Senken oder in der Ebene. Dadurch hat man weniger Probleme mit Frösten“, so Strebl. Marille sei keine besonders anspruchsvolle Frucht. „Sie ist auch für trockenere Standorte geeignet, braucht nicht gewaltig viel Nährstoffversorgung und auch nicht die höchsten Niederschläge“, verrät der Obstbauexperte. Zudem ist der Baum grundsätzlich nicht sehr krankheits- und schädlingsanfällig, mit Ausnahme der Monilia und dem sogenannten Schlagtreffen. Gründe für das Marillenbaumsterben Das Schlagtreffen führt zum Absterben des Baums und hat verschiedene Ursachen. In den meisten Fällen ist es auf eine zu große Fruchtdichte zurückzuführen. Aber auch Spätfröste oder große Hitze können den Baum in Stresssituationen bringen. „Wenn dann noch Bakterien hinzukommen und diese sich in der Rinde breitmachen, kann der schönste Baum innerhalb von zwei Wochen dürr sein“, erklärt Wiesmayr. Wichtig sei, das Schlagtreffen in einem gewissen Rahmen zu halten. Bei ihm werden circa fünf Prozent der Bäume im Jahr dadurch kaputt. Dass sei ein Normalwert, denn es gibt auch Betriebe, auf denen innerhalb eines Jahres 20 bis 30 Prozent der Bäume dadurch absterben. Entscheidend sei 8. Juni 2017 Hochsommer ist Marillenzeit – die Frucht erfreut sich großer Beliebtheit. FOTO: FOTOLIA - EXTREMFOTOS den Stress für die Bäume so gering wie möglich zu halten. Einen übermäßigen Fruchtbehang verhindert man mit dem Ausdüngen des Marillenbaums. Gesunder Genuss Marillen haben trotz des süßen Geschmacks einen eher geringen Zuckergehalt. Auch ihr Kaloriengehalt ist aufgrund des hohen Wassergehaltes sehr niedrig. Besonders wertvoll für die Gesundheit sind die enthaltenen Carotinoide, die ihnen auch ihre orange Färbung verleihen. Das BetaCarotin, das im Körper in Vitamin A umgewandelt werden kann, wirkt unter anderem antioxidativ. Weiters sind in der Marille Vitamin B, C und Folsäure enthalten. Eisen, Kalium, Mag­ nesium und Kalzium machen sie ebenso zu einem wertvollen Mineralstofflieferanten. Die in Marillen enthaltene Phenolsäure hat zahlreiche positive Wirkungen auf die Gesundheit. Das geschieht, wenn die Früchte ungefähr fingernagelgroß sind. Hier fällt die Entscheidung, wie viele und welche Früchte man schlussendlich zur Ernte am Baum oben haben will. Dabei spielt auch die Vermarktungsstrategie eine Rolle, wie der Obstbauer betont: „Entweder weniger und dafür sehr große oder mehr und dafür kleinere Früchte.“ Insgesamt hat Wiesmayr zehn verschiedene Sorten auf seiner Marillenplantage stehen. Damit deckt er auch das in Oberösterreich gängige Sortenspektrum weitestgehend ab. Die Herausforderung in der Züchtung ist laut Strebl, dass man nicht nur optisch schöne Früchte hat, sondern diese auch schmecken: „Was optisch versprochen wird, soll auch geschmacklich halten.“ Neben Aussehen und Geschmack unterscheiden sich die verschiedenen Sorten vor allem durch unterschiedliche Reifezeiten. Dies sei wichtig, um einen langen Erntezeitraum zu gewährleisten und Vermarktungsspitzen zu verhindern. Ernte unter Mithilfe von Saisonarbeitskräften „Die Frucht muss voll ausgefärbt und darf nicht mehr hart sein. Sobald man sie drücken kann, ist sie genussreif“, erklärt Wiesmayr. Und | Seite 5

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Seite 16 | 8. Juni 2017 FOTO: BERGLUFT/JULIA DRESCH

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„Weibliche Schnitte, wie man sie vom Dirndl her kennt, brauchen keine Größe 34.“ Eva-Maria Naderhirn | Tracht mit  neuem Gesicht Dirndl einmal anders: Trachtenmode darf auch modern interpretiert sein. So spricht sie vor allem junge Menschen an. Text: Gabi Cacha Ein Dirndlkleid ohne Schürze, dafür mit Kapuze dran? Ja, das gibt es. Kreiert hat das „Kapuzendirndl“ eine Oberösterreicherin, die ihrer Liebe zur Tracht im Allgemeinen und den typischen Dirndlstoffen im Speziellen in ihren Kleidungsstücken Ausdruck verleiht. „Mir haben die Muster der Stoffe immer schon sehr gefallen, aber als Jugendliche mochte ich kein Dirndl anziehen“, gesteht die 30-Jährige. Heute liebt sie die Tracht. „Tracht ist etwas wunderschönes. Und ein Dirndl passt jeder Frau, unabhängig von Figur und Größe“, schwärmt die Pergerin. Klassische Dirndlstoffe in modernem Design Die Schneiderin nahm die Sache trotzdem auf ihre eigene Art in die Hand. Viele ihrer Kreationen sind an das klassische Dirndl angelehnt. Damit hat Eva-Maria Naderhirn ihre kleine Nische am großen Textilmarkt gefunden. 2009 hat sie ihr Modelabel „Bergluft“ gegründet. „Ich möchte, dass man sich in meinen Kleidungsstücken wohl und 8. Juni 2017 ‚zu Hause‘ fühlt“, sagt die 30-Jährige. Sie trachtet danach, den Begriff Heimat in ein Gefühl umzuwandeln, das einen beim Tragen ihrer Mode umhüllt. Wichtigste Zutat für die Mühlviertlerin sind Trachten- beziehungsweise Dirndlstoffe, die sie mit einem modernen Design kombiniert. So Trachten-Buch Der oberösterreichische Volkskundler Franz Carl Lipp (1913–2002), Begründer der Freilichtmuseen in Oberösterreich, erforschte die geschichtliche Entwicklung der Tracht, brachte zu Papier, was in den einzelnen Regionen getragen wurde, und schuf bis 1960 ein erstes landesweites Regelwerk dazu. 1998 startete – initiiert durch die OÖ. Goldhauben-, Kopftuch- und Hutgruppen – die große Trachtenerneuerung, die mittlerweile mehr als 750 erneuerte und beschriebene Modelle für einzelne Gemeinden oder Regionen in ganz Oberösterreich umfasst. rüstet sie ihre Kleider nicht mit einer Schürze aus, sondern ergänzt sie mit einem Band, das um die Taille gebunden wird. Diese symbolische Schürze setzt nicht nur einen zusätzlichen Farb-Akzent, sondern bietet auch einen praktischen Aspekt. „Damit lässt sich die Weite des Kleides sehr gut regulieren“, sagt Naderhirn. Es muss nicht immer das klassische Dirndl sein Ihren Kundinnen vermittelt sie damit, dass Tracht nicht unbedingt Dirndl heißen muss, sondern auch auf eine ganz andere Art und Weise getragen werden kann. „Aussagen wie ‚endlich mal was anderes‘ habe ich schon oft gehört“, erzählt die junge Designerin. Durch Mundpropaganda ist sie zur Anlaufstelle für all jene geworden, die etwas Trachtiges suchen, aber kein klassisches Dirndl anziehen möchten. Nicht zuletzt war das auch bei ihr selbst der Fall: Die großen Brüder Thomas und Michael luden jeweils zur Trachtenhochzeit – und die kleine Schwester fand dazu nichts Passendes im Kleiderschrank. Also griff die | Seite 17

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Wie wird das Wetter? Eine Frage, die vor allem in der Landwirtschaft von großer Bedeutung ist. Ein Blick in die Zukunft wäre verlockend, ist praktisch aber immer mit Unsicherheiten behaftet. | Das Wetter und seine Prognose Die Meteorologie ist eine Wissenschaft, in der sich vieles, aber nicht alles berechnen lässt. Das letzte Wort hat die Natur. Text: Gabi Cacha Über das Wetter lässt sich gut reden. Im Nachhinein lässt es sich auch dokumentieren und festhalten, doch im Vorhinein zu sagen, wie es wird, ist stets die große Frage. Wetterprognosen sind gefragt und werden gerne konsumiert – ob via Internet, Fernsehen, Radio oder auch eigener Handy-App. In Österreich reichen die regelmäßigen, genauen Aufzeichnungen bis in das 18. Jahrhundert zurück – diese stammen von der Sternwarte in Kremsmünster, wo die 1762 aufgebaute und bis heute aktive Wetterstation für die weltweit längste ununterbrochene Messreihe sorgt. Wie das Wetter ist und war, ist also einfach zu sagen. Beim Blick in die Zukunft wird das Ganze schon schwieriger: „Mit jedem Tag in die Zukunft wächst die Unsicherheit in der Prognose“, sagt Michael Butschek, Meteorologe an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Er ist in der Kundenservicestelle für Oberösterreich und Salzburg tätig und als einer von fünf Meteorologen für unser Bundesland zuständig. Mathematik-Formeln für die Physik der Erde Doch wie entsteht eigentlich eine Wetterprognose? „Alles, was in der Atmosphäre passiert, ist Physik. Die Atmosphäre gehorcht den Gesetzen der Physik und diese kann man wiederum mit mathematischen Formeln beschreiben“, sagt Michael Butschek. „Für eine Wetterprognose wird also der Ist-Zustand des Wetters in die Zukunft weitergerechnet“, so Butschek. Erledigt wird das von Computern – und das im großen Stil: Es sind ganze Rechenzentren, die weltweit in Betrieb sind. Das europäische Rechenzentrum, genauer gesagt das „Europäisches Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage“ (EZMW), befindet sich in Reading in der Nähe von London. Für die komplexen Rechenaufgaben wird der gesamte Erdball mit einem imaginären Gitternetz in zig verschiedenen Niveaus überzogen. „An jedem Knotenpunkt werden Formeln gelöst, die auch untereinander in Wechselwirkung treten“, schildert Butschek. Seit März 2016 rechnet das EZMW sein Seite 22 | 8. Juni 2017

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FOTO: FOTOLIA - THOMAS REIMER Meteorologie Die Meteorologie konzentriert sich vor allem auf die Dynamik der unteren Erdatmosphäre und das dadurch hervorgerufene Wetter. Die wichtigste Aufgabe und zugleich das größte Problem der Meteorologie besteht in der Erfassung, Bearbeitung und insbesondere in der Bewertung und dem Vergleich von Daten. Das griechische Wort „meteoros“ heißt „in der Schwebe“. Zu den Meteoren wurden zur Zeit des Aristoteles alle Körper und Erscheinungen am Himmel gezählt, die man für unvorhersehbar und nicht berechenbar hielt. weltweites Prognosemodell mehrmals täglich hauptamtlicher Wetterbeobachter der ZAMG mit einer Auflösung von neun Kilometern und stationiert. damit für mehr als 900 Millionen Punkte auf Neben den automatischen Messstationen sind der Erde (siehe Symbolbild nächste Seite). „Je weiter man in die aber auch menschliche Klimabeobachter Vor 20 Jahren lag die räumliche Auflösung der Zukunft blickt, desto unsi- eine wichtige Stütze, wenngleich verlässliche Prognosen noch bei cherer die Prognose. Daran „Augenbeobachter“ 100 Kilometern, vor zehn Jahren bei können auch die immer immer schwieriger zu finden sind. In regel- 25 Kilometern. Das genaueren Rechnungen mäßigen Abständen „Futter“ für die Rechner liefern über das ganze nichts ändern.“ notieren diese ihre Michael Butschek Beobachtungen von Land verteilte Messstel- Temperatur, Luftdruck, len. In Oberösterreich sind das etwa 30, wo- Wolkenbedeckung, Wolkenart, Fernsicht, bei sich die höchste Messstelle in 1618 Metern Windgeschwindigkeit und -richtung, Luft- am Feuerkogel befindet. Dort ist auch ein feuchtigkeit und sonstige Naturerscheinungen. | Seite 23

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