TP 164 - Sommer 2017

 

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TP 164 - Sommer 2017

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DER TREFF PUNKT Gemeindeblatt der Martin-Luther Kirchengemeinde Sommer 2017 Nr. 164 Inhalt dieser Ausgabe: Leitartikel: Du siehst mich 1 „Luther-Frühstück“ und Bier-Brau-Tag 2-4 Spendendank und Spendenstand 4 Spurensuche in der Ev. KiTa; Anmeldung zum Konfirmandenunterricht und Konfirmationsjubiläum 2017 5 Gottesdienstplan, Freud und Leid, Gruppen 6+7 Schwerpunktthema: Flüchtlinge in Edemissen Fluchtbericht aus dem Sudan 8 Geflüchtete Menschen in der Gemeinde Edemissen 9 Schwimmkurs, gemeinsames Kochen, Nähkurs 10 Europa, deine Flüchtlinge 11 Kinderbibelwochenende 2017 11 Förderverein; Kirchenkino; Kultur-Reise; Frauenkreisfahrt 12 Herausgeber Der Kirchenvorstand Redaktion Annette Baden-Ratz Henning Könemann Renate Lonnemann Joachim Sinnhuber Hans-Dieter Heuer Layout Carsten Havekost Spendenkonto Kirchenkreisamt Peine IBAN: DE98 2525 0001 0000 1140 09 „Treffpunkt Edemissen“ „Du siehst mich“ „Kuckuck, wo bist du?“, rufe ich. Mit einem vergnügten Quietschen nimmt das kleine Kind mir gegenüber die Hände von den Augen. Um sie gleich darauf wieder voller Begeisterung vor das Gesicht zu halten: „Wenn du meine Augen nicht siehst, bin ich nicht da.“ Kinder lieben das Spiel mit dem Gesehenwerden und sich verborgen halten. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur eigenen Autonomie. Wem will ich wie viel von mir zeigen? Wer soll mich sehen und wer nicht? Dabei kann die Frage „Werde ich gesehen?“ für uns Menschen eine existentielle Bedeutung bekommen. In der Pubertät etwa kann das Gefühl, „gesehen“ zu werden, mit all der vermeintlichen Unzulänglichkeit des eigenen Körpers, große Scham und Ängste auslösen. Andererseits aber, von einem anderen gesehen zu werden - so wie ich bin - und darin verstanden zu werden, ist eine überaus beglückende Erfahrung. „Du siehst mich“ war das Motto des Deutschen Evangelischen Kirchentags, der Ende Mai in Berlin und Wittenberg stattfand. Es gehört zu einer konfliktreichen Familiengeschichte aus 1. Mose 16: Sarah, Abrahams Frau, wartet vergeblich auf Nachwuchs. Um die Generationsfolge dennoch zu sichern, gibt Sarah dem Abraham ihre Magd Hagar zur Nebenfrau - ein damals nicht ungewöhnliches Vorgehen. Der Plan geht auf, Hagar wird schwanger. Aber, was nicht einberechnet war: Es kommt zum Konflikt zwischen beiden Frauen. Sarah fühlt sich von der Der Treffpunkt Nr. 164 schwangeren Hagar in den Schatten gestellt und versucht ihrerseits, Hagar durch Demütigungen in die Schranken zu weisen. Da Abraham sich aus der Angelegenheit heraushält, flieht Hagar vor ihrer Herrin in die Wüste. Dort, an einer Wasserquelle, findet ein Engel die verzweifelte Frau. Er rät ihr, nach Hause zurückzukehren und ihre Stellung unter Sarah zu akzeptieren. Aber er tut es nicht ohne ein Schutzversprechen: Hagars Sohn soll Ismael heißen – „Gott erhört“ – und er wird wehrhaft sein und eine große Menge Nachkommen haben. Hagar erkennt in dem Engel Gott. „Du bist ein Gott, der mich sieht“, sagt sie. Ein Gott, der Menschen in Not nicht aus den Augen verliert. Später bekommen auch Sarah und Abraham noch einen Sohn, Isaak. Aber Ismael bleibt unter Gottes Schutz. Er gilt als Stammvater der Araber und später im Koran als Gesandter Gottes und Miterbauer des Heiligtums in Mekka. „Du siehst mich“ – der Gott, der mich sieht, ist keiner, den ich fürchten muss. Er sieht mein Leben freundlich an. Und er lädt uns ein, auch uns untereinander zu sehen als Kinder der einen großen Familie Gottes. Einen gesegneten Sommer wünscht Ihnen Ihre Pastorin Annette Baden-Ratz

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Der Treffpunkt Nr. 164 Rund 200 Edemisser feierten zusammen mit „Käthe und Martin“ „Luther-Frühstück“ am 21. Mai Vollbesetzt war unsere Martin-Luther-Kirche am 21. Mai beim „Luther-Frühstück“. Bei einer bunten Mischung aus Andächtigem und Heiterem, Musik-, Wort- und Bildbeiträgen war für jeden etwas dabei. Viele Hände aus den beteiligten Gruppen und Vereinen sorgten für reibungslosen Auf- und Abbau sowie ein gutes Gelingen des Vormittags. Das Programm wurde gemeinsam geplant und gestaltet von Frauen der Corpus-Christi-Kirchengemeinde, den „Doremissen“, der Ev. Kindertagesstätte Edemissen, dem Förderverein MartinLuther Edemissen e.V., der Gemeindejugendpflege Edemissen, dem Heimat- und Archivverein Edemissen e.V., den Landfrauen Edemissen, dem Bücherei-Verein LeseLust e.V., dem Musikverein Edemissen e.V. und Ehren- und Hauptamtlichen aus der Martin-Luther-Kirchengemeinde. „Gottes Liebe ist so wunderbar“ - zum Beginn luden die Die „Doremissen“ brachten die Kirche zum Klingen – und luden Kinder der Evangelischen Kindertagesstätte zum Mitsingen ein. ebenfalls zum Mitsingen ein. „Wie – ihr feiert Reformationsjubiläum und Katholiken und Protestanten sitzen an einem Tisch?“ Bei der ökumenischen Andacht kam das Handpuppen-Ehepaar Martin und Käthe Luther mit Frauen aus beiden Edemisser Kirchengemeinden ins Gespräch. 2

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Der Treffpunkt Nr. 164 Die Kinder konnten mit der Gemeindejugendpflege spielen und basteln oder sich die Waffeln des Jugendmitarbeiterkreises schmecken lassen. Martin-Luther-Brautag in Edemissen Bei bestem Wetter sorgt der Musikverein auf dem Kirchberg für gute Stimmung. 500 Jahre Reformation, 1517 - 2017 – Reformator Martin Luther war auch ein großer Bierfreund. Was lag da näher, als ihm zu Ehren einen Brautag zu veranstalten. Die Idee dazu hatte der Förderverein Martin-Luther-Edemissen e. V. So trafen sich am 4. März 2017 sechs gestandene Männer, darunter auch Pastor Christian Ratz, um sich unter fachli- cher Anleitung von Thomas Melde auf der Terrasse des Pfarrhauses der Herausforderung des Bierbrauens zu stellen. Im Laufe des Brautages fanden sich immer wieder interessierte Menschen ein, um dem Brauteam über die Schulter Bei Musik und Sonnenschein schmeckt das Anfang März unter Anleitung von Thomas Melde (links, am Zapfhahn) gebraute „Luther-Bier“ besonders gut! zu schauen und um zu sehen, was da gemacht wird. Sie wurden nicht enttäuscht, denn bald nach Braubeginn stieg ©Photos „Lutherfrühstück“: Reinhard Bartels ihnen schon der aromatische Bierbrauduft in die Nase. Es wurde Wasser aufgeheizt, Malz zugegeben, gerührt (daher der Name: ein rühriges Team), temperiert, Zeiten kontrolliert und eingehalten, ein- und umgefüllt, gehopft und Würzegehalte gemessen. Es war ein emsiges Treiben und Gewusel. Zudem mussten die Utensilien immer wieder gereinigt werden. Der gesamte Brauvorgang ist im nachfolgenden „Kasten“ (Seite 4) skizziert und nachzulesen. Mit der „Heißtrubentfernung“ war die Arbeit des Brauteams am frühen Abend zu Ende. Ein selbstgebrautes Bier stand damit aber noch nicht zur Verfügung. Der „Gärvorgang“ (siehe Kasten) unter Beobachtung des Braumeisters dauert 6 bis 8 Tage (Hauptgährung). Es war ein arbeitsreicher Tag für uns Hilfsbrauer. Es hat aber viel Spaß gemacht und war sehr lehrreich für uns alle. Wir danken unserem „Braumeister“ Thomas Melde und dem Förderverein Martin-Luther-Edemissen e.V. für einen schönen und erlebnisreichen Tag. Wir danken aber auch den Angehörigen des Brauteams, den Besuchern, die uns angefeuert haben, und den Kuchenspenderinnen und Imbissbereitern. Horst Greve 3

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Der Treffpunkt Nr. 164 Der Brauvorgang am 4. März 2017: Das Maischen: Es wird Braumalz mit heißem Wasser verrührt. Durch diesen „Maischen“ genannten Vorgang wandelt sich die Stärke des Malzes in Zucker um. Das Läutern: Das Läutern ist ein Filtervorgang, bei dem die festen Stoffe der Maische von den flüssigen getrennt werden. Das geschieht über einen mit einem Siebboden versehenen Läuterbottich. Der flüssige Teil ist die Würze, der feste Teil der Treber. Das Überschwänzen: Der Würzegehalt kann durch einen Nachguss von heißem Wasser über die Maischereststoffe verändert werden. Hiermit reguliert der Braumeister auch den späteren Alkoholgehalt des Bieres. Stammwürze messen: Die Malz- und die Hopfensorte und auch die Art der Hefe bestimmen, welche Biersorte der Braumeister braut. Mit einer Bierspindel misst man den Stammwürzegehalt. Dies ist der Anteil des unvergorenen Malzes in der Würze. Der Stammwürzegehalt entspricht nicht dem Alkoholgehalt des Bieres. Das Würzekochen: Die Würze muss für 90 Minuten auf 100 °C erhitzt werden. Ein wichtiger Vorgang. Die Hopfung: Hopfen gibt dem Bier sein spezielles Aroma. Der Hopfen wird in die wallend kochende Würze gegeben und mitgekocht. Die Hopfensorte ermöglicht es, eine Vielzahl von Biervariationen zu brauen. Die Heißtrubentfernung: Bei diesem Vorgang werden aus dem „Heißtrub“ die Maischereste und Hopfenpartikel entfernt. Erreicht wird dies, indem man durch sehr schnelles Rühren mit dem Braupaddel einen „Whirlpooleffekt“ erzeugt. Dabei bildet sich in der Mitte der Würzpfanne ein Kegel mit den genannten Reststoffen. Nun kann die Bierwürze zur Abkühlung und zum Gären abgefüllt werden. Der Gärprozess: Die Nachgährung beansprucht 6 – 8 Wochen. Die im Brauvorgang gewonnene Bierwürze enthält Zucker. Dieser wird durch Zugabe von Hefe und den dadurch in Gang gesetzten Gärprozess in Alkohol umgewandelt. Erst dann steht trinkbares Bier zur Verfügung. 4 Spendenstand Diakonin: Wir sagen „Danke“ ... für 894,- Euro (Stand 24.05.17), die seit Erscheinen des letzten TREFFPUNKTS durch Einzelspenden und Gottesdienstkollekten auf unserem Spendenkonto zur Finanzierung unserer Diakoninnen-Stelle eingegangen sind! Von der für 2017/18 benötigten Summe in Höhe von 21.000 Euro sind somit inzwischen bereits 6.425,60 Euro zusammenge- kommen. Hierfür möchten wir allen Spenderinnen und Spendern, darunter auch einem monatlichen Dauerspender, sehr herzlich danken! Durch Ihre Unterstützung sind der Erhalt unserer eigenfinanzierten Diakoninnen-Stelle und die Weiterarbeit von Frau Bendrien in der Konfirmanden- und Jugendarbeit unserer Kirchengemeinde auch im Jahr 2017 möglich! Herzlich danken wir darüber hinaus allen, die die verschiedenen Arbeitsbereiche unserer Kirchengemeinde seit Erscheinen des letzten TREFFPUNKTS mit einer Spende unterstützt haben. Der Kirchenvorstand Wir sammeln weiter… … denn die Mitarbeit unserer Diakonin Franziska Bendrien im Konfirmandenunterricht finanzieren wir fast ausschließlich über Spenden und Kollekten. Jeder Beitrag, ob klein oder groß, hilft uns weiter. Selbstverständlich erhalten Sie von uns eine Spendenbescheinigung! 25.000,0 0 20.000,0 0 15.000,0 0 10.000,0 0 5.000,00 0,00 Spendenstand Diakonin Stichtag: 24.05.2017 21.000,00 6.425,60 Benötigt 2017 - 2018 Erreicht bis jetzt Spendenkonto für die Stelle unserer Diakonin: Kirchenkreisamt Peine Evangelische Kreditgenossenschaft IBAN: DE26 5206 0410 0100 006343 BIC: GENODEF1EK1 Stichwort: Projekt Diakonin Edemissen Spangenberg-Sozial-Werk: Die diesjährige Altkleidersammlung des Spangenberg-Sozial-Werks findet statt vom 04. bis 09. September 2017. Abgegeben werden können gut erhaltene, saubere Textilien und Schuhe (paarweise gebündelt). Abgabestelle ist die Garage des Pfarrhauses, Gografenstr. 2. Sammelsäcke sind im Pfarrbüro erhältlich. Bitte stellen Sie vor dem 04. September und nach dem 09. September keine Kleidersäcke am Pfarrhaus oder in der Garage ab, da wir keine Möglichkeit der Zwischenlagerung haben!!!

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Der Treffpunkt Nr. 164 Neues aus der Evangelischen Kindertagesstätte: Spurensuche im Frühling In den vergangenen Wochen haben die Kinder und Erzieherinnen unserer Kita verstärkt auf unterschiedlichste Weise nach „Spuren“ vom Frühling gesucht … und gefunden! Auf Spaziergängen in der näheren Umgebung entdeckten die Mädchen und Jungen in den Gärten sowie am Wegrand die ersten Knospen an Büschen und Bäumen und die ersten Frühlingsblumen: Krokusse, Schneeglöckchen, … Auch auf unserem Spielplatz wurden sie fündig! Sie konnten durch genaues Beobachten erleben, wie sich aus zarten Knospen an Büschen und Bäumen nach und nach Blätter entwickelten oder wie aus den selbst eingesetzten Blumenzwiebeln Osterglocken und Tulpen wuchsen. Besonders spannend war es für die Kinder aus der Villa Kunterbunt und der Micky-Maus-Gruppe, die direkt vor ihren Gruppenräumen beobachten konnten, wie ein Kohlmeisen-Pärchen „Einzug“ in das Vogelhäuschen bzw. in den Nistkasten hielt. Während sich beim Meisen-Pärchen vor der Villa Kunterbunt schon Nachwuchs eingestellt hat, können die Micky-Maus-Kinder täglich beobachten, wie sich die Meisen fleißig am Vogelfutterhäuschen an den Meisenknödeln „stärken“. Mit den unterschiedlichsten Bastelangeboten „holten“ sich die Kinder den Frühling „ins Haus“; so wurden zum Beispiel mit den Händen Blumen ans Fenster gedruckt, Sonnen aus Papptellern gebastelt oder Frühlingsbilder von den Spaziergängen gemalt. Am Freitag, 12. Mai haben wir - bei „echtem“ Frühlingswetter den Frühling mit einem kleinen Fest gefeiert, zu dem alle Kita-Familien eingeladen waren! Es begann mit einer kleinen Andacht. Zunächst haben wir gemeinsam gesungen „Wir feiern heut den Sonnenschein“ und gebetet. In einem kleinen Anspiel mit einem Hund, einem Igel und einer Schildkröte, das Frau Baden-Ratz mit 4 Erzieherinnen vorbereitet hatte, erfuhren die Kinder und die Gäste, dass die Sonne immer da ist und für uns alle scheint, auch wenn sie mal nicht zu sehen ist, weil Wolken sich davor geschoben haben. Genauso ist es auch mit Gott: Er ist immer da und hat uns lieb, auch wenn wir ihn nicht sehen. Nach einem gemeinsam gesprochenen Segen und dem Lied „Segne uns mit der Weite des Himmels“ konnten sich die Familien am reichhaltigen Buffet stärken, leckere FruchtCocktails oder Kinder-Bowle trinken, sich am Kuckuckswurfspiel versuchen, Schleuderspinnen basteln, Tontöpfe bemalen und darin Kresse einsäen, sich auf der Bewegungsbaustelle ausprobieren oder die Geschicklichkeit beim „Blumen-Murmeln“ testen. Außerdem gab es eine „Kunstausstellung“, in der von den Kindergartenkindern selbstgestaltete Collagen bewundert werden konnten. An dieser Stelle herzlichen Dank an alle Helfer/-innen und Unterstützer/-innen, ohne die ein solches Fest kaum möglich ist! Monika Dieckmann Anmeldung zum Konfirmandenunterricht Die Anmeldung der neuen Vorkonfirmandinnen und Vorkonfirmanden (7. Klasse) findet nach den Sommerferien am Mittwoch, 09. August und Freitag, 11. August, jeweils 18 bis 19 Uhr im Gemeindehaus, Gografenstraße 2 statt. Zur Anmeldung sollten die neuen Vorkonfirmandinnen und Vorkonfirmanden gemeinsam mit einem Elternteil kommen, mitzubringen sind außerdem Geburtsurkunde und Taufschein. Anfragen zum Unterricht bitte an Pastor Christian Ratz, Tel. 05176 / 92 30 40. Der Konfirmandenunterricht beginnt im Herbst mit einem "Schnuppersamstag", der regelmäßige Unterricht startet dann im Januar 2018. Konfirmationsjubiläum 2017 Der diesjährige Gottesdienst zur Goldenen und Diamantenen Konfirmation findet am Sonntag, 17. September, um 11.00 Uhr statt, mit anschließendem Mittagessen im Restaurant „Fairway“ am Golfplatz. Für die Konfirmationsjahrgänge 1967 und 1957 (Goldene und Diamantene Konfirmation) verschicken wir im Juli Einladungen. Sollten Sie aus irgendeinem Grund keine Einladung erhalten, wenden Sie sich bitte an das Pfarrbüro (Tel. 05176/228)! Wie in den vergangenen Jahren sind auch die Jubilare älterer Jahrgänge herzlich eingeladen, auch wenn wir hierfür aus organisatorischen Gründen keine persönlichen Einladungen verschicken können. Wenn Sie in den Jahren 1952, 1947, 1942 oder 1937 konfirmiert wurden (Eiserne, Gnaden-, Kronjuwelen-, Segens-Konfirmation) und am Gottesdienst teilnehmen möchten, bitten wir Sie, sich bis Ende August im Pfarrbüro anzumelden (Gografenstr. 2, Tel. 05176/228). Wenn Sie in einer anderen Kirchengemeinde konfirmiert wurden, aber in Edemissen am Konfirmationsjubiläum teilnehmen möchten, wenden Sie sich ebenfalls gerne an das Pfarrbüro! 5

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Der Treffpunkt Nr. 164 Freie Tauftermine: 24. September und 22. Oktober jeweils um 10.00 Uhr im Gottesdienst in Edemissen Woche der Diakonie 3. – 10. September 2017 Glaube Hoffnung Nächstenliebe Angelehnt an 1.Korintherbrief 13,13 „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei.“ - spricht das Jahresthema der Diakonie in Niedersachsen im Jahr des Reformationsjubiläums von den Grundlagen diakonischen Handelns. Denn auch die Diakonie lebt aus dem Glauben und stärkt sich aus den Hoffnungsworten der Bibel. Nächstenliebe, das hat Martin Luther herausgestellt, ist keine Leistung, um sich vor Gott den Himmel zu erkaufen. Die Taten der Nächstenliebe geschehen aus der Freiheit der Christen, die durch Gottes Liebe erlöst und befreit sind. Weil wir mit der Liebe Gottes beschenkt werden, können wir die anderen Menschen mit ihren Bedürfnissen in den Blick nehmen. Das Schöne: Wir müssen nichts alleine tun. Die Mitchristen in der Gemeinde sind das Team, in dem ich meinen Glauben trainiere, wach und lebendig halte. Und gemeinsam stellt Gott seine Leute mitten in die Welt, damit wir unsere Gesellschaft mitgestalten, anderen von unserer Hoffnung weitererzählen und die empfangene Liebe Gottes weitergeben. Sonntag, 10. September 2017, 11 Uhr: Kirchenkreis- Diakonie-Gottesdienst auf dem Marktplatz in Peine An diesem Sonntag findet in unserer Gemeinde kein Gottesdienst statt. Wenn Sie eine Mitfahrgelegenheit benötigen, melden Sie sich gerne im Pfarrbüro. 6 Gottesdienstplan Edemissen Pfingstsonntag Pfingstmontag Sonntag Sonntag Sonntag Sonntag Sonntag Sonntag Sonntag Sonntag Freitag Sonntag Sonntag Sonntag Sonntag Sonntag Sonntag Sonntag Sonntag 04.06. 05.06. 11.06. 18.06. 25.06. 02.07. 09.07. 16.07. 23.07. 30.07. 04.08. 06.08. 13.08. 20.08. 27.08. 03.09. 10.09. 17.09. 24.09. 10.00 Uhr Festgottesdienst mit Abendmahl kein Gottesdienst in Edemissen – herzliche Einladung zu 10.00 Uhr nach Plockhorst 10.00 Uhr Gottesdienst 10.00 Uhr Gottesdienst zur Tauferinnerung mit Taufen, anschl. Fest im Pfarrgarten 10.00 Uhr Gottesdienst 10.00 Uhr Gottesdienst mit Taufen kein Gottesdienst in Edemissen – herzliche Einladung nach Wehnsen (Zeltgottesdienst) oder Wipshausen, jeweils 10.15 Uhr 10.00 Uhr Plattdeutscher Gottesdienst 10.00 Uhr Gottesdienst 10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl 17.00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst zur Einschulung 10.00 Uhr Gottesdienst mit Taufen 10.00 Uhr Gottesdienst 10.00 Uhr Gottesdienst 10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl 11.00 Uhr Familiengottesdienst zum Abschluss des Kinder-Bibel-Wochenendes kein Gottesdienst in Edemissen – herzliche Einladung zum Kirchenkreis- DiakonieGottesdienst, 11 Uhr, Marktplatz Peine 11.00 Uhr Festgottesdienst zu den Konfirmationsjubiläen mit Abendmahl 10.00 Uhr Gottesdienst mit Taufen Gottesdienstplan in den Kapellen Alvesse Sonntag 20.08. 09.00 Uhr Gottesdienst mit Taufe Blumenhagen Sonntag Sonntag Plockhorst Pfingstmontag Sonntag Samstag 25.06. 13.08. 05.06. 30.07. 05.08. 09.00 Uhr Gottesdienst 09.00 Uhr Gottesdienst 10.00 Uhr 09.00 Uhr 10.00 Uhr Festgottesdienst mit Taufe Gottesdienst Gottesdienst zur Einschulung Voigtholz Sonntag Sonntag 02.07. 09.00 Uhr Gottesdienst 06.08. 09.00 Uhr Gottesdienst Wehnsen Sonntag Sonntag Sonntag 11.06. 09.07. 27.08. 09.00 Uhr 10.15 Uhr 09.00 Uhr Gottesdienst Zeltgottesdienst zum Schützenfest Gottesdienst

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Du bist getauft - ein Grund zum Feiern! Tauferinnerungsfest am 18. Juni Am 18. Juni feiern wir in unserer Martin-Luther-Kirche einen Familiengottesdienst zur Tauferinnerung, zu dem besonders die Kinder mit ihren Familien und Paten eingeladen sind, die vor fünf Jahren getauft wurden - also in diesem Jahr die Täuflinge von 2012. Aber natürlich sind auch alle anderen herzlich willkommen, die sich an ihre Taufe erinnern möchten! Zum Gottesdienst kannst du deine eigene Taufkerze mitbringen und diese nochmals an der Osterkerze anzünden. Wer vor fünf Jahren in unserer Gemeinde getauft wurde, bekommt sein Taufbaumblatt zurück, das damals an den Taufbaum in der Kirche gehängt wurde. Und wir erleben die Taufe von drei Kindern mit. Nach dem Gottesdienst lädt das Kinderkirchenteam alle kleinen und großen Gottesdienstbesucher noch zu einem kleinen Fest im Pfarrgarten ein! Bei hoffentlich schönem Wetter können die Kinder verschiedene Spiel- und Kreativangebote nutzen; für das leibliche Wohl stehen Grill und Getränke bereit (und wer möchte, darf gern einen Salat mitbringen). Auf rege Beteiligung freuen sich das Kinderkirchenteam und Pastorin Annette Baden-Ratz! Herzliche Einladung zu unseren Gruppen Jugendmitarbeiterkreis – JuMaK: Kontakt: Diakonin Franziska Bendrien, Tel. (05171) 50 76 49; franzikarth@gmx.de auf facebook unter „JuMaK Edemissen“ Frauenkreis: 1. Montag im Monat um 20 Uhr, Gemeindehaus Kontakt: Erika Könemann, Tel. (05176) 80 39 und Putti Köhler, Tel. (05176) 90916 Meditativer Tanz: 14-täglich mittwochs um 19.45 Uhr, Gemeindehaus der Friedenskirche Peine, Eichendorffstr. 6 Kontakt: Renate Grobe-Bietz, Tel. (05171) 71 179 Posaunenchor: Freitags um 20.15 Uhr, Gemeindehaus Kontakt: Thomas Gürke, Tel. (05176) 92 35 47 „Trommeln wie die Afrikaner“ - mit viel Spaß und Freude: 14-täglich freitags um 18 Uhr, in der Kirche, Raum hinter der Orgel Kontakt: Pastor Christian Ratz, Tel. (05176) 92 30 40 oder Frank Mbangala, Tel. 0176/5686 7413 Mit Gottes Segen die Schulzeit beginnen Wir laden die Schulanfängerinnen und Schulanfänger 2017 mit ihren Familien, Patinnen und Paten, Freundinnen und Freunden herzlich zu den Gottesdiensten zum Schulanfang ein: Freitag, 04. August, 17.00 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst zur Einschulung in der Martin-Luther-Kirche Edemissen für die Grundschule Drachenstark Edemissen. Samstag, 05. August, 10.00 Uhr: Einschulungsgottesdienst in der Johannes-Kapelle Plockhorst für die Grundschule Plockhorst. Der Treffpunkt Nr. 164 Freud und Leid Es wurden getauft: Es wurden kirchlich getraut: In einer Trauerfeier haben wir Abschied genommen von: 7

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Der Treffpunkt Nr. 164 Guten Tag, meine Damen und Herren. Ich heiße Ahmed Arbab und ich komme aus dem Sudan. Am 1. Januar 1997 wurde ich in dem kleinen Dorf Tawile (die nächstgrößere Stadt ist Darfur) geboren. Das Datum wurde geschätzt, weil die Geburt im Sudan erst dokumentiert wird, wenn du eingeschult bist. Meine Eltern haben einen kleinen Bauernhof. Das Leben ist sehr einfach, ohne Strom. Das Wasser wird von einem Brunnen, der in ungefähr eineinhalb Kilometer Entfernung ist, geholt. Jeden Tag wird das Wasser in Eimern geholt. Gekocht wird mit Holz oder Kohle. Wie gesagt, es war sehr einfach, aber schön. 2004 kam der Krieg. Ich war 6 Jahre alt, als meine Eltern gezwungen waren, uns Kinder in Sicherheit zu bringen. Ich hatte noch 7 Geschwister, jetzt nur noch 5. Mit meinen Geschwistern und einigen Verwandten wurden wir weit weg von Zuhause in einem Haus der UNICEF untergebracht. Es war auch die UNICEF, die uns unterstützte. Wir lebten, ähnlich wie in einem Kinderdorf, die ganze Schulzeit von allen abgeschirmt. Am Anfang ging ich noch jeden Tag in die Schule, aber der Krieg kam immer näher, so konnten wir manchmal 3 - 4 Monate nicht in die Schule gehen, es war zu gefährlich. Dann, wenn die Lage sich beruhigt hatte, mussten wir von morgens bis abends in der Schule lernen, um das Versäumte aufzuholen. 2014 war ich mit der Schule fertig. Ich wollte studieren, so habe ich mich an der Militär-Akademie beworben. Ich wollte etwas für mein Land tun, die Menschen beschützen. Zu meinem Glück haben sie mich nicht genommen. Ich sollte zwei Jahre später wiederkommen. So machte ich mich auf den Weg nach Hause! Zuhause war es richtig schön. Wir hatten sehr viel Arbeit. Dadurch konnten wir uns aber auch was leisten. So schafften wir uns einen Generator an und endlich hatten wir Strom. Der Generator bekam den Namen Lokomotive, weil er einen Höllenlärm machte. Im Sommer 2014 weitete sich der Krieg immer weiter aus. So kamen viele Flüchtlinge in unser Dorf, jeden Tag wurden es mehr. Sie erzählten, dass Darfur in Trümmern liegt, alles ist kaputt, sie hätten nur noch Angst vor den Bomben und wollten sich in Sicherheit bringen. Kurze Zeit danach kamen Soldaten vom Staat, von der Armee, in unser Dorf. Sie verlangten Verpflegung und nahmen sich alles, was sie wollten. Sie wollten alle Jungen, die über 18 Jahre alt waren, mitnehmen! Das taten sie dann auch. Fast täglich tauchten sie auf und terrorisierten uns. Sie schlugen und misshandelten, sie schossen auch, wenn sie Lust hatten. Ich dachte, alles was ich vorher wollte, das war falsch! Wie konnte ich das glauben? Glauben, dass die Armee etwas Gutes ist. Diese Kerle waren keine Menschen, das waren Tiere! Jetzt wollte ich kein Soldat mehr werden, ich wollte nicht mein eigenes Volk töten. Und so bin ich abgehauen mit dem Bus nach Khartum. In Khartum habe ich dann gearbeitet, ich wollte so weit weg wie möglich, dafür brauchte ich Geld. Nach einen Vierteljahr bin ich dann mit dem Bus nach Ägypten gefahren. Ich wollte nach Europa, am besten nach England, weil ich mich in Englisch verständlich machen konnte. In Ägypten angekommen hatte ich durch meinen Bruder Suliman eine Firma gefunden, bei der ich arbeiten und auch schlafen konnte. Wieder musste ich so viel wie möglich arbeiten, um das Geld für die Schleuser anzusparen. Die Schleuser, die mich nach Europa bringen sollten, waren sehr teuer. Keiner kann sich vorstellen, wie viel Angst ich hatte. Was wäre, wenn sie das Geld nehmen und mich zurücklassen? Oder wir auf der Fahrt gestoppt werden? Die würden mich nach Hause schicken. Werde ich dann eingesperrt? Die Angst vor der Zukunft, der Gedanke, dass ein nächster Tag der letzte ist. Aber das ist dann mein Schicksal, denn ich wollte lieber tot sein, als zu denen zu gehören, die ihre eigenen Leute töten! In der Nacht kamen meine Gedanken an Zuhause. Das waren keine Träume, ich hörte die Geräusche, die Schreie, die Schüsse. Ich konnte das Feuer riechen und in meinem Mund schmeckte es verfault, so dass ich mich übergeben musste. Um all das auszuhalten, versuchte ich, an etwas Schönes zu denken. Ich stellte mir Europa vor und so träumte ich mit offenen Augen. Ich träumte von fließendem Wasser, von gutem Essen, sauberen und schönen Kleidern und vielleicht würde ich eine Frau finden, mit der ich dann in Frieden leben könnte. Und je schlechter es mir ging, umso schöner wurde für mich Europa. Zum Schluss wurde es das Paradies. Dann war es soweit. Ich wurde mit ungefähr 300 anderen Flüchtlingen auf ein kleines Fischerboot gebracht. Dicht an dicht so zusammengedrückt, dass kaum Platz zum Sitzen war. So fuhren wir über das Meer. Es war so schlimm! Ich versuchte, an Europa zu denken, und ich träumte. Aber ich musste aufpassen: Nicht die Augen zumachen und einschlafen, sonst packten dich die Nachbarn und schmeißen dich ins Meer! 11 Tage lang, es war eine Quälerei. In Italien - ich war angekommen! Am Anfang wurden wir auf eine kleine Insel verfrachtet, sehr heiß, viele Fliegen und Mücken ohne Ende, aber ich lebte noch! 7 Tage später wurden wir auf kleine Dörfer verteilt. Mein Dorf war in der Nähe von Napoli (Neapel). Ich musste aber weiter. In Italien wollte ich nicht bleiben, aber England wollte mich auch nicht! Nun machte ich mich zu Fuß auf den Weg nach Napoli. Über eine Woche wanderte ich, bis ich in Napoli ankam. Dort kaufte ich mir ein Ticket nach Rom. Die Römer waren sehr gastfreundlich. Ich wurde mit allem versorgt und darüber hinaus mit so viel Herzlichkeit aufgenommen, so dass ich das immer in meinem Herzen tragen werde die Güte dieser Menschen! 8

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Der Treffpunkt Nr. 164 Die Leute in Rom erzählten, dass die Deutschen noch Flüchtlinge aufnehmen. So, jetzt sollte es Deutschland sein? Also fuhr ich in drei Tagen von Rom nach Österreich, dann von Wien nach München. In München wurde ich dann registriert. Aber in München waren so viele Menschen, es ging von einer Warteschlange zur nächsten. Ich wurde dann in ein großes Flüchtlingslager nach Augsburg gebracht. 7 Tage später kam ich nach Braunschweig. Das war auch ein großes Lager und völlig überfüllt. Viele tranken und wenn sie dann betrunken waren, gab es immer Ärger. Endlich, nach 4 Wochen, kam ich glücklicherweise in den Landkreis Peine nach Wehnsen. Ein sehr kleines Dorf, aber bis heute eines der schönsten Dörfer der Welt! Es kamen so viele Leute, alle wollten helfen, sie zeigten, wo, wie und was zu tun ist. Wir wurden sehr liebevoll aufgenommen, als gehörten wir schon immer dazu. Ganz besonders möchte ich den Bürgermeister erwähnen. Er ist wirklich wie ein Vater. Dieser Bürgermeister hatte uns zum Fußball eingeladen, ich war so begeistert, so dass ich bis heute in Plockhorst Fußball spiele. Obwohl mich schon andere Vereine gefragt haben, ob ich nicht in deren Mannschaft spiele will. Aber nein, das ist jetzt mein Platz. Hier bin ich jetzt angekommen und hier will ich jetzt bleiben. Es ist ein guter Platz, ich gehe zur Schule und lerne die deutsche Sprache. Ich habe Freunde gefunden und spiele, wie schon gesagt, Fußball. Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass alles, was mir die Menschen hier an Hilfe und Zuneigung entgegengebracht haben, für alles das kann ich nur danke sagen. Aber egal, was und welche Aufgaben Deutschland von mir erwartet ober verlangt: Ich bin bereit! Das verspreche ich! Ahmed Arbab Schwimmkurs, gemeinsames Kochen, Orte der Begegnung: Geflüchtete Menschen in der Gemeinde Edemissen Über die Willkommenskultur in der Edemisser Bevölkerung sowie die vielen Menschen, die sich größtenteils ehrenamtlich für Aufnahme und Integration geflüchteter Menschen in unserer Gemeinde engagieren, haben wir zuletzt in unserem Treffpunkt Nr. 158 berichtet. Seitdem ist geraume Zeit vergangen, so dass wir uns erneut dieser Thematik widmen möchten. Schwerpunkte in der Flüchtlingsarbeit Seit Herbst 2015 sind alle in der Edemisser Flüchtlingsarbeit Tätigen über einen „Runden Tisch“ vernetzt. Zu diesem lädt Frau Yildiz Deniz, zuständige Mitarbeiterin der politischen Gemeinde für die Flüchtlings- und Asylbewerberbetreuung, regelmäßig ein. Die geschaffene Gruppenstruktur der Ehrenamtlichen ist dabei bedarfsgerecht den Erfordernissen angepasst worden. Schwerpunkte sind nach wie vor die Betreuung der geflüchteten Menschen über Patenschaften, wo vielfältige Aufgaben mit hohem ehrenamtlichen Engagement erledigt werden, den Geflüchteten aber auch Geborgenheit vermittelt und menschliche Wärme entgegengebracht wird, sowie die Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache und die Vermittlung von Praktika und Beschäftigungen. Daneben gibt es, um eine möglichst gute Integration zu fördern, verschiedene Freizeitangebote, von denen zwei hier vorgestellt werden. Gespräch mit Frau Yildiz Deniz In einem persönlichen Gespräch hat uns Frau Deniz aus Sicht der politischen Gemeinde über die bestehenden Herausforderungen, Entwicklungen und aktuellen Zahlen berichtet, dabei aber auch betont, was ihr besonders am Herzen liegt. So versteht sich Frau Deniz als „Bindeglied“ zwischen den geflüchteten Menschen, den ehrenamtlichen Helfern und der Verwaltung und möchte dabei ein optimales und reibungsloses Zusammenwirken erreichen. Waren zu Beginn ihres Einsatzes zur Aufnahme und Versorgung der zu uns gekommenen Menschen überwiegend sehr viele organisatorische Arbeiten seitens der Verwaltung und der Ehrenamtlichen zu erledigen, hat sich im Laufe der Zeit eine Verschiebung zur konkreten Sicht auf die jeweilige Person mit ihren Problemen, Wünschen und Möglichkeiten ergeben. Der verwaltungsmäßige Aufwand ist zwar nicht geringer geworden und ständige Veränderungen, Anpassungen und Aktualisierungen der Regularien sind zu beachten und umzusetzen. Aber der Schwerpunkt der Arbeit liegt jetzt in dem Bemühen, eine bedarfsgerechte Ausbildung mit entsprechender Perspektive für eine Beschäftigung zu finden. Unterstützt wird die Suche nach geeigneten Praktika und Beschäftigungsmöglichkeiten durch eine inzwischen neu gebildete Arbeitsgruppe Ehrenamtlicher. Der persönliche Kontakt tritt immer mehr in den Vordergrund. Dabei ist die Intensität der Betreuung u. a. auch vom jeweiligen Bildungsstand des Einzelnen abhängig. In diesem Zusammenhang macht Frau Deniz noch einmal deutlich, dass ohne den hervorragenden Einsatz der Ehrenamtlichen die Arbeit nicht zu schaffen wäre. Dafür herzlichen Dank! In diesen Dank einschließen möchte sie aber auch Herrn Günter Weiss als Hauptamtlichen, der eine ausgezeichnete Unterstützung leistet. Derzeit leben 91 geflüchtete Menschen in Edemissen Werfen wir nun einen Blick auf die Zahlen. Waren zu Spitzenzeiten zwischen Herbst 2015 und Frühjahr 2016 bis zu 180 geflüchtete Personen in der Gemeinde Edemissen unterzubringen, leben derzeit 91 Flüchtlinge bei uns, überwiegend Familien, darunter 20 Kinder bis zum Alter von 6 Jahren. Eine dezentrale Unterbringung ist dabei weiterhin das Ziel, ca. die Hälfte der Geflüchteten wohnt derzeit im Kernort Edemissen. Frau Deniz ist überzeugt, dass wir auf einem guten Weg sind, dass aber auch weiterhin Geduld und Zeit sowie ein langer Atem benötigt werden. Einen verstärkten Kontaktaustausch möchte sie über das Angebot „Treffpunkt der Gemeinde“ erreichen. Der Wunsch wäre, dass hier auch ein intensiverer Austausch mit der Edemisser Bevölkerung stattfindet. Nicht zuletzt könnte das mit dazu beitragen, mögliche Vorurteile abzubauen. Ein nächster „Treffpunkt der Gemeinde“ befindet sich derzeit in der Planung und Abstimmung. Sobald Termin und Örtlichkeit feststehen, wird dazu eingeladen und viele Besucher und Gäste sind herzlich willkommen. Die Treffpunkt-Redaktion bedankt sich bei Frau Deniz für das Gespräch sowie bei Frau Eggers und Frau Kassel für ihre Berichte. Hans-Dieter Heuer 9

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Der Treffpunkt Nr. 164 Schwimmkurs, gemeinsames Kochen, Orte der Begegnung: Schwimmkurs für geflüchtete und einheimische Frauen In Edemissen gibt es viele Gewässer, die im Sommer an ihre Ufer locken. Doch woher soll man wissen, wie gefährlich tiefe Wasser sein können, wenn man Badegewässer gar nicht kennt? Wie sollen Mütter ihren Kindern erklären, wie man sich am und im Wasser verhält, wenn sie es nicht wissen? Schwimmen ist für uns ziemlich selbstverständlich, doch wie ist das für geflüchtete Menschen und hierbei insbesondere für Frauen? So entstand zu Jahresanfang die Idee, einen "Schwimm- und Wassergymnastikkurs" für Frauen anzubieten. Am Freitag, den 3. März ging es los. Wir alle waren sehr gespannt, ob das Angebot eines Schwimmkurses für Frauen auch wirklich angenommen wird. Werden wir allein dastehen? Im Vorfeld hatten sich viele Personen engagiert. Der Landkreis hat der Nutzung des Schwimmbades zugestimmt, die Gemeinde Edemissen übernimmt die Kosten. Doch wie lassen sich Haftungs- und Versicherungsfragen lösen? Was ist, wenn es zu Unfällen kommt? … Hier half der Kreissportbund, eine lizensierte Trainerin zu finden, und der Edemisser Sportverein übernahm das Angebot unter sein Dach, so dass es losgehen konnte. Freitagabend 19:10 h, es ist dunkel. Frierend warten wir vor der Turnhalle. Um halb acht soll es losgehen. Gespannt schauen wir ins Dunkel und dann – welch eine Freude! Gleich am ersten Abend sind wir viele. 10 Neubürgerinnen und 4 Alteingesessene treffen sich zum Frauenschwimmen. Jetzt geht es los. Das erste Mal ist es gar nicht so einfach, sich in den unbekannten Gängen zurecht zu finden, doch mit Hilfe von Brigitte Süß, unserer Trainerin, gelangen wir alle in den angenehm warmen Umkleideraum und bald darauf ist unsere Truppe im Lehrschwimmbad. Alle sind begeistert bei der Sache, manchmal auch etwas übermütig. Es zeigt sich, wie wichtig dieses Angebot ist, denn kaum eine Neubürgerin kennt tieferes Wasser, so dass auch das sichere Stehen im Wasser erst mal geübt werden muss. Aber für alle ist es ein großer Spaß und eine Gelegenheit, zu Hause raus zu kommen, die neue Sprache auch mal anzuwenden, sich zu bewegen und Neues zu lernen. Jetzt Anfang Mai können wir eine wirklich positive Bilanz ziehen und danke sagen an alle, die dieses Angebot ermöglicht haben! Denn die meisten Frauen sind jeden Freitag wiedergekommen. Mittlerweile gelingt jeder das sichere Bewegen im Wasser, vielen auch schon ein kurzes Gleiten und Schwimmen. Die Scheu vor dem Wasser hat abgenommen, doch der Respekt und die Einschätzung der Gefahren sind realer geworden. Bis zu den Sommerferien geht es auf jeden Fall weiter mit viel Freude an der Begegnung und dem Miteinander im Wasser. Das regelmäßige Treffen hat dazu geführt, dass man sich kennenlernen konnte; und so sind auch Freundschaften entstanden unter den geflüchteten Frauen, aber auch zwischen Deutschen und Neubürgerinnen. Doch dieser Schwimmkurs ist keine "geschlossene Gesellschaft". Wir würden uns alle sehr freuen, wenn noch mehr einheimische Frauen dazukommen würden. Denn es ist spannend, andere Lebensentwürfe, Wünsche und Hoffnungen kennenzulernen. Doch dazu braucht es einen Raum – und der Schwimmkurs ist eine Möglichkeit der vorsichtigen Kontaktaufnahme. Regina Eggers (Der Schwimmkurs wird von Regina Eggers und Daniela Izer gemeinsam mit Brigitte Süß angeboten.) In Edemissen muss man keine weiten kulinarischen Reisen unternehmen Die Gruppe „Freizeit und Sprachen“ vom Runden Tisch Edemissen hatte die Idee, mit geflüchteten Frauen gemeinsame Kochkurse zu gestalten. Hierfür steht uns die Schulküche zur Verfügung. Das Interesse, die unterschiedlichen Gerichte und Zutaten arabischer und deutscher Küche kennen zu lernen, ist sehr groß und spannend zugleich. Gestartet wurde mit dem ersten Kochen im Oktober letzten Jahres. Das Kochthema war „herbstliche Gerichte aus arabischer und deutscher Küche“. Gemeinsam wurden die Zutaten eingekauft, verwertet und natürlich am schön gedeckten Tisch verköstigt. Es folgte im Dezember die Weihnachtsbäckerei und im März verwöhnten uns unsere neuen Mitbürgerinnen mit orientalischen Köstlichkeiten. Besondere Gewürzmischungen, Kombinationen aus deftigen und sehr süßen Speisen mit selbstgemachtem Joghurt mit Kräutern machen die Gerichte für uns sehr schmackhaft. Es sind weitere schöne Kochabende geplant, unter anderem ein Grillfest. Interessierte Frauen sind jederzeit herzlich willkommen, um mit uns gemeinsam – vielleicht „ihr Lieblingsrezept“ – zu kochen. Kirsten Kassel Stimme einer ehrenamtlichen Helferin: „Eine Patenschaft für einen geflüchteten Menschen zu übernehmen, bedeutet mir sehr viel. Emotionen spielen eine große Rolle. Zu fühlen, dass diese Menschen mir vertrauen, macht mich glücklich. Zu erfahren, dass diese Menschen uns wieder verlassen müssen, macht mich traurig. Zu spüren, dass ich gebraucht werde, macht mich stark. Zu sehen, dass unsere Schützlinge Fortschritte machen und Erfolge erzielen, macht mich sehr stolz.“ U. K. Ein Nähkurs als zusätzliches Angebot In der ersten oder zweiten Augustwoche möchte Frau Deyerling mit weiterer Unterstützung einen Nähkurs starten. Details dazu werden nach dem sich ergebenden Bedarf und den Interessenbekundungen festgelegt. Dann entscheidet sich auch, ob der Kurs in Edemissen oder Abbensen stattfinden wird. Interessierte sind herzlich willkommen. Farbige TP-Ausgaben jetzt im Internet als Broschüre abrufbar Schauen Sie bitte einfach mal rein: http://www.kirche-edemissen.de/treffpunkt-online/ausgaben/ Für Wünsche und Anregungen nutzen Sie bitte unser Kontaktformular http://www.kirche-edemissen.de/kontakt/ 10

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Der Treffpunkt Nr. 164 Kinder-Bibel-Wochenende für Kinder von 5 - 12 Jahren 2. - 3. September 2017 Das KiBiWo-Team lädt dich herzlich ein, beim KiBiWo 2017 mitzumachen! Diesmal gehen wir auf „Entdeckertour“ mit Martin Luther, der vor 500 Jahren in der Kirche viel in Bewegung gebracht hat. Das KiBiWo beginnt am Samstag um 10 Uhr. Wer möchte, kann von Samstag auf Sonntag im Gemeindehaus oder im Zelt übernachten. Noch Plätze frei! Bis Sonntagvormittag werden wir in Kleingruppen und mit allen zusammen viel erleben und Spaß miteinander haben. Am Sonntag um 11 Uhr feiern wir zum Abschluss einen fröhlichen Familiengottesdienst. Teilnahmebeitrag: 6,- Euro. Außerdem bitten wir deine Eltern um einen Essensbeitrag und/oder Mithilfe beim Aufbau am Freitagabend. Anmeldung: Möglichst bald im Pfarrbüro (mittwochs 16 - 18 Uhr, freitags 9.30 - 12.30 Uhr), allerspätestens bis 02. August. Weitere Informationen im Pfarramt (Tel. 05176/923040) oder im Pfarrbüro (Tel. 05176/228). Die Zuwanderung und das Reformationsjahr 2017 EUROPA, DEINE FLÜCHTLINGE Schon Abraham und Sara in der Bibel sind Wirtschaftsflüchtlinge, eine Hungersnot treibt sie zum Aufbruch in ein fremdes Land. Das Matthäusevangelium erzählt, dass Josef mit Maria und dem Kind nach Ägypten flieht, um dem Diktator Herodes zu entkommen. Menschen, die aufbrechen, wollen eine Zukunft finden für sich und ihre Kinder. Im Alptraum des syrischen Bürgerkrieges, im Unrecht, das in Eritrea zu sehen ist, in der Angst, die in Afghanistan umgeht wer würde da nicht versuchen, zu entkommen? Furchtbar ist, dass die europäischen Staaten inzwischen alles versuchen, um Menschen an der Flucht zu hindern. Früher wurde die DDR Diktatur genannt, weil sie die Reisefreiheit massiv eingeschränkt hat. Heute wollen viele die Reisefreiheit anderer einschränken. Globalisierung aber ist keine Einbahnstraße. Es kann keine Globalisierung nur für Güter und Waren oder für die Reichen geben, die rund um die Welt reisen. Wenn Globalisierung, dann für alle. Das Christentum ist eine globalisierte Bewegung. Wir sehen uns als Volk aus allen Völkern, nicht nur als eines von Glaubensgeschwistern. Fremdlinge zu schützen ist biblisches Gebot. Politik und Gesellschaft stehen vor einer gewaltigen Herausforderung. Kirchengemeinden und auch einzelne Christinnen und Christen engagieren sich für die Menschen, die in unser Land kommen. Margot Käßmann, evangelische Theologin, Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017 Für die Weltausstellung in der Stadt Wittenberg zum Reformationsjubiläum 2017 soll mindestens ein Flüchtlingsboot vom Mittelmeer zum Schwanenteich in der Stadt gebracht werden. Eines jener vielen Boote, in denen sich das Schicksal von Menschen entschied. Es ist unverzichtbar, dass mitten in den Reformationsfeierlichkeiten die Probleme der Welt präsent sind. Davon waren schon die Reformatoren überzeugt: Der Glaube wird nicht abgeschieden im Kloster oder ausschließlich im Gottesdienst gelebt, sondern mitten im Alltag der Welt. Informationen zu den „Toren der Freiheit" auf der Weltausstellung in Wittenberg unter www.r2017.org Pfarrbüro Roswitha Köhler Gografenstraße 2 31234 Edemissen Telefon: (05176) 2 28 Fax: (05176) 92 30 41 E-Mail: kg.edemissen@evlka.de Öffnungszeiten: mittwochs 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr freitags 09.30 Uhr bis 11.30 Uhr ____________________________________ Pfarramt Edemissen Pn. Annette Baden-Ratz und P. Christian Ratz (für Blumenhagen, Edemissen, Plockhorst und Wehnsen) Gografenstr. 2 Telefon: (05176) 92 30 40 Fax: (05176) 92 30 41 ____________________________________ Pfarramt Wipshausen Pn. Frauke Lange (DRK-Heim Oelheim) und P. Thorsten Lange (für Alvesse, Mödesse, Oedesse und Voigtholz-Ahlemissen) Mittelstr. 9 Telefon: (05373) 50 510 Fax: (05373) 50 512 ____________________________________ Kirchenvorstand Vorsitzender: Holger Klages Tel. 0160/828 6956 ____________________________________ Organist Dr. Rolf Elligsen Telefon: (05176) 75 83 ____________________________________ Posaunenchor Thomas Gürke Telefon: (05176) 92 35 47 ____________________________________ Ev. Kindertagesstätte Am Mühlenberg 5 Leiterin: Rosemarie Krüger Telefon: (05176) 3 81 Fax: (05176) 92 23 85 ____________________________________ Besuchsdienst Marlies Havekost Tel.: (05176) 82 66 oder über das Pfarramt ____________________________________ Diakoniestation Edemissen gGmbH Zum Osterberge 5 Pflegedienstleitung: Heike Niewerth Diensthandy: 0171/8790 399 Büro: Anke Regener Telefon: (05176) 86 14 Fax: (05176) 92 34 41 E-Mail: ds.edemissen@evlka.de www.diakoniestationedemissen.de ____________________________________ Unsere Kirchengemeinde im Internet: Kirchengemeinde: www.kirche-edemissen.de 11

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Der Treffpunkt Nr. 164 FÖRDERVEREIN MARTIN-LUTHER EDEMISSEN e.V. Mehr zu unserem Verein und aktuelle Informationen und Hinweise zu unserem Programm finden Sie im Internet unter: http://www.kirche-edemissen.de/förderverein-martin-luther-edemissen-e-v/ Veranstaltungskalender Kirchenkino 06.08.2017 (Sonntag), 19.30 Uhr „Tschick“ Ein deutscher Spielfilm von Fatih Akin aus dem Jahr 2016. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Wolfgang Herrndorf erzählt von zwei jugendlichen Außenseitern aus Berlin, die sich zu Beginn der Sommerferien in einem gestohlenen Auto quer durch Ostdeutschland in Richtung Walachei auf den Weg machen. 19.11.2017 (Sonntag), 19.30 Uhr „Birnenkuchen mit Lavendel“ Ein französischer Liebesfilm des Regisseurs Éric Besnard aus dem Jahr 2015. „Louise Legrand ist verwitwet, hat zwei Kinder und versucht, den Hof mit Birnenbäumen und Lavendel weiterzuführen. Allerdings kommt sie mit dem Geschäftlichen nicht klar.“ Förderverein Martin-Luther-Edemissen e.V. Vors. Renate Lonnemann, Tel.: (05176) 81 44 KUlturreisen 29.07.2017 (Samstag), 20.00 Uhr Besuch der Bad Gandersheimer Domfestspiele Friedrich Schiller: „Kabale und Liebe“ 23.09.2017 (Samstag), 09.00 Uhr ab Edemissen „Vom Eggeröder Brunnen zum Kloster Michaelstein“ - Klosterwanderung II Wanderung – Begegnung – Entdecken 08. - 10.12.2017 Adventsreise nach Potsdam (2.Advent) Ausführliche Informationen über Kosten etc. erhalten Sie bei Renate Lonnemann (0 51 76 / 81 44) oder Henning Könemann (0 51 76 / 80 39) oder im Internet unter www.kirche-edemissen.de dort können Sie auch den Flyer unseres diesjährigen Angebotes herunterladen. Mit dem Frauenkreis unterwegs …. … nach Twistringen Der Einladung zu dieser Fahrt waren etwa 50 Frauen aus dem gesamten Kirchenkreis gefolgt und gut gelaunt kamen wir im Strohmuseum an. In einer anschaulichen, kurzweiligen Führung bekamen wir eine Fülle von Informationen über die Verwertung des bis ca. 1960 sehr langen Strohs: Es wurde zur Dacheindeckung verwendet, mit in Heimarbeit geflochtenen Bändern zu Hüten verarbeitet, zu Malotten (Transporthüllen für Flaschen) vernäht, zu Bildern, Schatullen und Sternen „verbastelt“, zu Strohhalmen und Loshüllen geschnitten, … Die Herstellung einzelner Produkte wurde teilweise an Originalmaschinen gezeigt, so z. B. das Nähen und Pressen eines Strohhutes. Gestärkt durch ein gemeinsames Essen besuchten wir die dortige Martin-Luther-Kirche. Pastorin Ernst berichtete über die Geschichte der Kirche und endete mit einer kurzen Andacht. Weiter ging es dann in das Goldenstedter Moor, eine der größten noch zusammenhängenden Hochmoorlandschaften Deutschlands. Mit der Moorbahn zuckelten wir durch das Gelände. Auf mehreren Stopps erfuhren wir viel Wissenswertes über die Entstehung, Trockenlegung mit Abbau des Torfes und Wiedervernässung (Renaturierung) dieses empfindlichen Ökosystems. Nur jeweils zwei Prozent der „Ernte“ werden für Medizin bzw. chemische Industrie verwendet, der Rest landet zum größten Teil in unseren Blumentöpfen und Balkonkästen. Ende 2021 soll dann der Abbau ganz gestoppt werden. Es war ein schöner und langer Tag mit typischem „Aprilwettermix“ und am Ende waren wir uns einig: Ellen hatte wieder einmal eine tolle Fahrt organisiert! Putti Köhler 12

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