Jahresbericht 2016

 

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Beatus-Heim

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BEATUS-HEIM Sozialtherapeutische Begleitung und Förderung Jahresbericht 2016 «Veränderungen – das Beatus-Heim »im Wandel.

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Der vorliegende Jahresbericht wurde bereichert durch verschiedene Kunstwerke unserer Klientinnen und Klienten. Vielen Dank! 2

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« »Zum Inhalt – Jahresbericht 2016 « »Veränderungen – das Beatus-Heim im Wandel 4 «Im Wandel Kontinuität und »menschliche Aspekte unserer Arbeit wahren 6 « »Unsere Werkstätten 10 « »Der bunte Werktag im Beatus-Heim 12 «Jubiläum 20 Jahre »Aussenwohngruppe Hagenstal 14 « »Der Frauenabend – die Neuheit im Beatus-Heim 16 «Mein Praktikum im Beatus-Heim – »spannender als die Schulzeit 18 « »Chronik 2016 20 « »Jahresfeste im Beatus-Heim « »Pensionierungen – Jubiläen 2016 « »Ferien in der Toscana Jahresrechnung 2016 Kennzahlen Betreute / Mitarbeitende 2016 « »Veranstaltungen 2017 « »Organisation « »Ausblick 2017 des Vorstandes « »Spenden 2016 22 24 26 28 31 32 32 33 34 3

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«Veränderungen – »das Beatus-Heim im Wandel 2016 war ein Jahr der Veränderungen im BeatusHeim. Personelle Wechsel an der Vereinsspitze und in der Heimleitung hatten Auswirkungen auf weitere betriebliche Veränderungen. An der Mitgliederversammlung im Mai wurden der Vereinspräsident Markus Brandenberger und das Vorstandsmitglied Hans Egli mit grossem Dank für ihr langjähriges, tatkräftiges Engagement für das Beatus-Heim verabschiedet. Als neue Mitglieder im Vorstand durften wir Esther Hildebrand und Rudolf Hartmann begrüssen. Gleichzeitig übernahm ich nach 23 Jahren Mitarbeit im Vorstand das Präsidium. Ich freue mich auf diese Herausforderung und auf eine fruchtbare, spannende Zusammenarbeit im Vorstand und mit der Heimleitung. Im September wurde der Heimleiter Udi Levy nach 13 Dienstjahren in festlichem Rahmen und mit bestem Dank in den Ruhestand verabschiedet. Es freut mich ganz besonders, dass es dem Vorstand gelang, den uns bereits aus seiner früheren Tätigkeit im Beatus-Heim bekannten Jürgen Hinderer erneut für die Führung des Heimes zu gewinnen. Bereits in den ersten drei Monaten seiner Anstellung hat er mit seinem grossen Engagement und seinem umfangreichen Wissen unsere Erwartungen übertroffen. Weitere personelle Veränderungen in der Leitung gaben Anlass zu Anpassungen an der Führungsstruktur mit kleinen Korrekturen des Organigramms. 4

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Veränderungsprozesse gehören zur Weiterentwicklung unseres Heimes, wobei für uns jederzeit ein sorgfältiges Abwägen mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen Pflicht ist. Ebenso gilt, Bestehendes, das sich nach wie vor bewährt, zu erhalten und zu pflegen. Mit der Errichtung eines zeitgemässen betrieblichen Informationssystems und damit verbundener Datenverwaltung wurde eine weitere grössere, positiv spürbare Veränderung realisiert. Die Erneuerung des Jahresberichtes war ein schon länger gehegter Wunsch. Diesen zu realisieren, bot sich im Zeichen des Wandels geradezu an. Die bisherigen Berichte, die seit Bestehen des Heimes in mehr oder weniger gleichbleibender Form erschienen, haben einer ansprechenden, zeitgemässen Druckschrift Platz gemacht, die vom Leben im Beatus-Heim berichtet. Sie soll ein Abbild des Heimes sein – lebendig, farbig, fröhlich. In die Mitarbeit wurden auch die Bewohnerinnen und Bewohner möglichst miteinbezogen. Im Namen des Vorstandes danke ich allen Mitarbeitenden für ihren grossen Einsatz, den sie zum Wohle unserer Klientinnen und Klienten tagtäglich leisten. Dem neuen Heimleiter, Jürgen Hinderer, danke ich für seinen sehr engagierten Start im Heim. Danken möchte ich auch meinen Kolleginnen und Kollegen im Vorstand für ihren Beistand. Ein weiteres Dankeschön gilt den Eltern und gesetzlichen Vertretern sowie den Behörden für die erfreuliche Zusammenarbeit und allen Mitgliedern und Freunden des Beatus-Heimes für ihr Interesse und ihre Unterstützung. Für den Vorstand Ursula Mörgeli, Präsidentin 5

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«Im Wandel Kontinuität und menschliche Aspekte »unserer Arbeit wahren Mit viel Freude durfte ich im September 2016 die Aufgabe als Heimleiter des Beatus-Heimes übernehmen. Und zuallererst möchte ich mich deshalb bei allen bedanken für das Vertrauen, welches mir entgegengebracht wird. Das Beatus-Heim ist ein Ort, der viele Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Grundlage dafür ist die Offenheit und Bereitschaft für Veränderungen. Und das habe ich bei meinem Start im Beatus-Heim ganz besonders erleben können. Über das vergangene Jahr im Beatus-Heim kann ich noch gar nicht viel aus eigener Erfahrung erzählen, darum will ich den Blick eher auf die Aufgabe richten, die wir uns gestellt haben. Die Arbeit in den Institutionen für Menschen mit einer Beeinträchtigung hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Und dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Es sind damit nicht die vielen kleinen Veränderungen gemeint, die immer stattfinden, sondern wir stehen in einem ganz grundsätzlichen Wandel. 6

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Zunächst einmal sind die Ansprüche an die Organisation einer Einrichtung enorm gestiegen. Die Verwaltungsaufgaben sind gewachsen, aber die positive Seite daran ist, dass vieles klarer und transparenter wird. Hier sind wir aufgefordert, den Anforderungen gerecht zu werden, ohne die menschlichen Aspekte unserer Arbeit zu verlieren. Aber vor allem verändert hat sich seit ein paar Jahren die Haltung gegenüber den von uns betreuten Menschen. Seit Januar 2013 ist das neue Erwachsenenschutzrecht in Kraft: Die Hauptziele des neuen Gesetzes sind unter anderem die Förderung des Selbstbestimmungsrechts der Menschen mit einer Beeinträchtigung. t Stolzer Blick aus der Bergbahn Beatenberg q Feriengenuss auf höchster Ebene… Gruppe Phönix im Berner Oberland 7

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Am 15. April 2014 ist die Schweiz der UN-Behindertenrechtskonvention beigetreten. Der Beitritt ist ein wichtiges Bekenntnis zur Gleichstellung der Menschen mit Behinderung. Autonomie, Teilhabe und Inklusion werden darin als Auftrag formuliert. Diese Richtlinien wird das Kantonale Sozialamt im November 2017 in einem Audit überprüfen. Leitthemen bei diesem Audit werden zum Beispiel sein: Partizipation, klientengerechte Kommunikation, Umsetzung des Erwachsenenschutzes. Im Jahr 2016 wurden Qualitäts-Richtlinien der SODK Ost+ als neue Qualitätsanforderungen des Kantons Zürich definiert und ab 1. Januar 2017 für die Institutionen für Menschen mit einer Beeinträchtigung verbindlich festgesetzt. In diesen Richtlinien wird unter vielem anderen gefordert: «Die Partizipation der Klientinnen/Klienten an der Gestaltung ihrer Lebensbereiche ist gewährleistet.» Oder: «Die Autonomie und Selbstbestimmung der Menschen mit Behinderung ist unterstützt und gefördert sowie periodisch reflektiert.» All diese positiven Impulse stehen zuerst einmal auf dem Papier. Einige Schritte zu ihrer Umsetzung haben wir in den letzten Jahren schon gemacht, aber wir sind noch weit entfernt davon sagen zu können, dieser Wandel sei abgeschlossen. Es braucht noch viel, bis diese Ideen im Alltag ganz lebendig sind. Es sind aber wunderbare Impulse, für die es sich lohnt, sich einzusetzen. Und ich freue mich, dass ich dabei mitwirken kann. Ich danke allen Mitarbeitenden im Beatus-Heim für ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit. Jürgen Hinderer, Heimleitung 8

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«Nicht, was er mit seiner Arbeit verdient, ist der eigentliche Lohn des Menschen, »sondern was er durch sie wird. John Ruskin 9

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« »Unsere Werkstätten Dachatelier Hier entstehen in Handarbeit verschiedene einfache Gebrauchsartikel, die zu Recht mit Stolz präsentiert werden dürfen. Weberei Mit Freude stellen unsere Weberinnen und Weber ihre selbst kreierten Textilien her. An den sieben Webstühlen entstehen farbenfrohe, hochstehende Webereiprodukte, an denen sich unsere Künstlerinnen und Künstler gleichermassen erfreuen wie die spätere Kundschaft. Küche Unter der kundigen Leitung unseres Chefkochs wird geplant, gewogen, geschält, geschnetzelt, gehackt, was später als leckere, gesunde Mahlzeit serviert wird und was als verführerischer Duft durch das ganze Heim zieht. 10

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K erzen / Flora Farbenprächtig leuchten die von Hand gezogenen Kerzen in der Kerzenwerkstatt. Der wohlriechende Duft im Raum stammt von den Kräutern, Gewürzen und Teegewächsen, die zuvor im Garten gesät und gepflegt wurden und anschliessend hier verarbeitet werden. L ingerie Fleissige Hände sorgen für saubere, gebügelte und geflickte Wäsche für Küche und Wohnheim und für gepflegte Kleider unserer BewohnerInnen. Und wenn es die Zeit erlaubt, wird auch einmal die eigene Kreativität bei künstlerischem Schaffen unter Beweis gestellt. G arten Schon im Frühjahr werden Setzlinge nach biodynamischer Methode angezogen und zum Kauf angeboten. Im Frühsommer ist intensive Gartenund Pflanzenpflege angesagt, aber auch schon das erste Ernten von Frühgemüse für den Gebrauch in unserer Küche. Nach der Ernte im Herbst werden Früchte, Gemüse und Kräuter zu ausgezeichneten Fertigprodukten verarbeitet und zum Kauf angeboten. 11

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«Der bunte Werktag »im Beatus-Heim 12

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«Jubiläum 20 Jahre Aussenwohngruppe »Hagenstal Nicht nur Veränderungen und Neues gehörten 2016 zu den markanten Ereignissen im Beatus-Heim. Etwas, das schon 20 Jahre erfolgreich besteht, mit einem Jubiläumsfest feiern zu können, war eine ebenso erfreuliche Besonderheit: Im November beging unsere Aussenwohngruppe Hagenstal mit einer kleinen Feier ihr 20-jähriges Jubiläum. 1996 wurde ein dringendes Erweiterungsprojekt realisiert. Für Menschen mit herausforderndem Verhalten war es damals ziemlich schwierig, einen geeigneten Betreuungsplatz zu finden, und freie Plätze in unserem bestehenden Heim standen nicht zur Verfügung. In Hagenstal fand sich glücklicherweise ein zweckdienliches Haus, in das nach den notwendigen Umbau- und Vorbereitungsarbeiten am 11. November 1996 ein buntes Grüppchen von drei Be14 treuten mit einem fünfköpfigen Betreuungsteam einzog.

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Die grosszügige Umgebung in Hagenstal bietet sich für eine sozialtherapeutische Lebensgemeinschaft geradezu an. Inzwischen hat sich das Aussenwohnheim zu einem nicht mehr wegzudenkenden Zuhause im idyllischen Weiler Hagenstal (Gemeinde Hagenbuch) etabliert. Heute werden hier sieben Persönlichkeiten mit ihren ausgeprägten Eigenheiten und Bedürfnissen von einem gut funktionierenden Team von neun qualifizierten Mitarbeitenden begleitet und unterstützt. Die Verbindung Wohnheim Hagenstal zum Mutterhaus Seuzach ist sehr lebendig. Wir pflegen eine rege Zusammenarbeit, halten auch gemeinsame Konferenzen und freuen uns an gegenseitigen Besuchen und gemeinsamen Festen. Wir gratulieren dem wunderbaren Team in Hagenstal zum Jubiläum und danken ihm ganz herzlich für das, was es durch seinen grossen Einsatz bisher vollbracht hat. Wir wünschen der ganzen Lebensgemeinschaft Hagenstal für die Zukunft alles Gute. Ursula Mörgeli und Jürgen Hinderer Unsere beiden ersten Bewohner von Hagenstal u gemütlich... uu ...und in Bewegung 15

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