Limmat Verlag Vorschau Herbst 2017

 

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Our new books in second half 2017

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2 Limmat Verlag «Ich tauge nicht für’s moderate Schreiben.» Mariella Mehr So streitbar, angriffig und zugleich sprachsensibel ist kaum eine andere Schweizer Autorin. Als Journalistin beteiligte sich Mariella Mehr massgeblich an der Aufarbeitung der Pro-Juventute-Aktion «Kinder der Landstrasse», als Jenische kämpfte sie für die Anliegen der Fahrenden und als Repor­ terin und Schriftstellerin beleuchtete sie vor allem die Rän­ der der Gesellschaft. Ihre Texte beschäftigen sich mit Ge­ walt in all ihren Ausprägungen. Sie zeugen von einer ganz eigenen Sprachkraft.   Anlässlich ihres 70. Geburtsta­ ges bietet der Band erstmals einen Überblick über Mariella Mehrs literarisches und journalistisches Schaffen. Das von Christa Baumberger und Nina Debrunner herausgegebene Buch versammelt zum Teil unveröffentlichte Kurzprosa, publizistische Texte und Gedichte von Mariella Mehr sowie Essays ausgewählter Autorinnen, Literaturwissenschaftle­ rinnen und Kritiker.   Die Autorin wird in all ihren Facetten sichtbar: als streitbare Publizistin ebenso wie als sensible Literatin mit einem feinen Gespür für sprachliche Zwischentöne. maRiel l a mehR WideRWoRte Geschichten, Gedichte, Reden, RepoRtaGen heRausGeGeben von chRista baumbeRGeR und nina debRunneR Mariella Mehr Widerworte Geschichten, Gedichte, Reden, Reportagen Limmat Herausgegeben von Christa Baumberger und Nina Debrunner Mit Beiträgen von Christa Baumberger, Nina Debrunner, Beate Eder-Jordan, Fredi Lerch, Melinda Nadj Abonji, Anna Ruchat und Martin Zingg Zeichnungen und Bilder von Meret Oppenheim und Walter Arnold Steffen ca. 340 Seiten, etwa 50 Fotos und Abbildungen s/w und farbig, gebunden mit Schutzumschlag ca. sFr. 36.– / € 36.– isbn 978-3-85791-834-6 November Nina Debrunner, geboren in Zürich, ist Literaturu­ nd Musikwissenschaftlerin und hat das Archiv von Mariella Mehr im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern erschlossen. Redaktorin und Mitautorin beim «Theaterlexikon der Schweiz» und bei «Einstein & Co. – Nobelpreisträger in Zürich». Sie schreibt für diverse K­ onzertveranstalter, ist Dra­ maturgin beim Engadin F­ estival, arbeitet als Regie­ assistentin und unterrichtet Deutsche Literatur an Mittel- und Fachhochschulen. Christa Baumberger, geboren 1974, ist Literaturwissen­ schaftlerin, Kulturpublizistin und Kuratorin von Mariella Mehrs Archiv im Schweizerischen Literaturarchiv, Bern. Sie hat 2016 die vielbeachtete Ausstellung «Friedrich Glauser – Ce n’est pas très beau» im Strauhof Zürich kuratiert und ist Mitherausgeberin von Emmy Hennings’ Prosawerk. Publika­ tionen zu Dada und Avantgarde («Emmy Hennings Dada» und «Dada. Performance & Program­ me») und zur Gegenwartslite­ ratur. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich. Foto Daniel Desborough

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3 Limmat Verlag Mariella Mehr Daskind – Brandzauber – Angeklagt Romantrilogie ca. 320 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ca. sFr. 29.– / € 29.– isbn 978-3-85791-835-3 7207. G. De2be0uz1er7mtstbaegr November Die legendäre «Trilogie der Gewalt». Die drei Romane «Daskind», «Brandzauber» und «Ange­ klagt» bilden gemeinsam eine Trilogie, die in ihrer Radi­ mariel l a mehr DaskinD BranDzauBer angekl agt romantrilogie kalität in der Schweizer Literatur einzigartig ist. Erstmals ers­ chienen zwischen 1995 und 2002, verhandeln sie die exis­ tenzielle Dimension der Gewalt.   Neben Mariella Mehrs reichem lyrischem Werk ist die «Gewalt-Trilogie» ihr Hauptwerk. Während in «Daskind» die Thematik der Ge­ walt durch das Brechen einer Identität aufgegriffen wird und die Gewalt im sozialen Rahmen der Dorfgemeinschaft stattfindet, widmet sich «Brandzauber» dem paralysierten Leben einer bereits zerbrochenen Identität, es geht um die in der Geschichte gespeicherte und weitergegebene Gewalt. Der letzte Band «Angeklagt» zeugt von einer beängstigen­ den Neuformierung von Identitätsbruchstücken, die nack­ te Gewalt, der Trieb sind die zentralen Motive des Romans.   Mariella Mehrs Erzählkunst ist von einer archaischen Kraft, die auch in der Sprache spürbar wird. Dabei haben ihre Werke nichts von ihrer Aktualität ein­ gebüsst: Im Kontext der laufenden Aufarbeitung der Ge­ schichte der Fremdplatzierungen und Zwangsmassnah­ men in der Schweiz sind sie hochaktuell. Brisant ist aber auch das Thema der Gewalt gegen «Andersartige» und der problematische Umgang mit Aussenseitern. Limmat Limmat Limmat mmaerhirell a maRiel l a me hRW ide RW oRt eGReesdcehni,cRhetpeonR,tGaeGdeinchte, DBaarrsnaokgnmienDakDznlatarugiBltoergie hcnehiRnRaaisudtsaeGbbeRGauuenbmnebeneRRvGoenR und Reiseaktion: beide Bände zusammen ca. sFr. 60.– isbn 978-3-85791-836-0 Mariella Mehr, 1947 in Zürich geboren, wurde als jeni­ sches Kind früh von der Mutter getrennt und wuchs in Heimen, bei Pflegeeltern, in Erziehungsanstalten auf, als ein Opfer des so genannten «Hilfswerks für die Kinder der Landstrasse». Sie wurde mit der Ehrendoktorwürde der Universität Basel für ihr publizistisches Engagement für unterdrückte Minderheiten ausgezeich­ net. Zudem erhielt sie mehrere Auszeich­ nungen, unter anderem den ProLitterisPreis für ihr literarisches Lebenswerk und den Bündner Literaturpreis. Foto Giovanni Giovannetti

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4 Limmat Verlag Flüchtiges Geld und flüchtige Menschen – schweizerisch-kenianische Machenschaften. Peter Höner Kenia LeaK L im m at Damit hat Jürg Mettler nicht gerechnet. Sein Freund Tetu, der pensionierte und erblindete Polizist aus Kenia, kommt zu Besuch. Er will in der Schweiz seine Augen operieren las­ sen. Ein Vorwand. Was will der Alte wirklich?   Nach zwei Wochen, als er wieder sehen kann, gesteht ihm Tetu endlich den wahren Grund: Ihm ist eine heisse cd zuge­ spielt worden, auf der offenbar Belastendes über den Clan des kenianischen Finanzministers Kimele gespeichert ist. Tetu braucht die Hilfe seines Freundes. Aber warum lässt der Rentner nicht einfach die Finger davon? Schon einmal hatten sie beide gegen Kimele ermittelt und es nur knapp überlebt. Widerwillig lässt sich Mettler, der heute als Be­ treuer Asylsuchender arbeitet, darauf ein.    Als Ers­ tes stossen sie auf Dokumente, die ausgerechnet Mettler ­in ein schiefes Licht rücken. Dieser behauptet, die Dateien seien gefälscht. Aber woher hat Mettler das Geld, mit dem er sich das Haus auf dem Iselisberg gekauft hat? Tetus Misstrauen dem ehemaligen Freund gegenüber wächst mit jedem Erklärungsversuch Mettlers.   Auch mit der Technik sind die alten Herren überfordert, und so weiss Kimele schon bald, wo er seine Daten suchen muss … Kenia LePeter Höner ak Roman ca. 240 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ca. sFr. 28.– / € 24.– isbn 978-3-85791-837-7 August MKertitmleir/NTre.t 5u Peter Höner, geboren 1947 in Eupen (b), aufgewachsen in Belgien und der Schweiz, Schauspielstudium in Hamburg und Schauspieler u. a. in Basel, Bremen und Berlin. Seit 1981 freischaffender Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur, 1986–1990 A­ frikaaufenthalt. Autor von Theaterstücken, Hörspielen und Büchern. Im Limmat Verlag sind sieben Romane lieferbar, darunter die vier ersten Kriminalromane mit Jürg Mettler. Foto Anne Buergisser

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5 Limmat Verlag Barbara Lutz Keinen Seufzer wert Roman ca. 200 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ca. sFr. 28.– / € 24.– isbn 978-3-85791-838-4 August Frommer Geiz – bittere Armut: ein historisch dokumentierter Fall, eindringlich nacherzählt. Auf dem Schaf berg bei Signau im Emmental wohnt der Bauer Res Schlatter, ein frömmlerischer wie geiziger Bet­ bruder. Seit er Vater und Schwestern vertrieben hat, haust er allein. Im Februar 1860 erkundigt sich ein entfernter Ver­ wandter bei ihm, ob ein Logis zu vergeben wäre, der Wyss­ ler Jakob, ein arbeitsloser Schuhmacher und Taglöhner mit Frau und drei Kindern. Schlatter fasst Vertrauen und geht darauf ein.   Aber bald beginnen Schwierigkeiten. Der Mietzins ist überrissen. Wyssler hat die versprochenen Geissen nicht mitgebracht. Schlatter überlässt ihnen nur schlechtes Ackerland. Dauernd argwöhnt er, bestohlen zu werden, da können die hungernden Wysslers ja gleich das eine oder andere nehmen, er hält sie sowieso für Diebe. Ge­ redet wird kaum, und so steigen die Spannungen im Haus bis ins Unerträgliche. Es endet ein Jahr später in Totschlag und öffentlicher Hinrichtung vor Tausenden von Zuschau­ ern.    «Keinen Seufzer wert» ist ein eindringlicher Roman über weltverachtenden Glauben, über Engherzig­ keit und Selbstgerechtigkeit und nicht zuletzt über die K­ atastrophe der Sprachlosigkeit. BarBara Lutz Keinen Seufzer wert roman Barbara Lutz, 1959 in Dornbirn (a) geboren, studierte Ethnologie in Wien und Bern. Arbeitete und forschte in verschiedenen Kon­ tinenten, in der Entwicklungszusammen­ arbeit und im Migrationsbereich. Barbara Lutz lebt bei Bern. Im Limmat Verlag ist von ihr der ­Roman «Russische Freunde» l­ ieferbar. Limmat Foto Robert Beyer

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Francfort en français Ehrengast 2017 – Die französische Sprache Michel Contat Paris 1959 Notizen eines Waadtländers 96 Seiten, gebunden sFr. 18.– / € 16.– isbn 978-3-85791-825-4 S. Corinna Bille Ländlicher Schmerz Erzählungen 208 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag sFr. 28.– / € 24.– isbn 978-3-85791-777-6 Daniel de Roulet Kamikaze Mozart Roman 272 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag sFr. 28.– / € 24.– isbn 978-3-85791-711-0 C. F. Ramuz Farinet oder das falsche Geld Roman 190 Seiten, gebunden sFr. 28.– / € 24.– isbn 978-3-85791-440-9 Georges Haldas Der Raum zwi­ schen zwei Wör­ tern / L’espace entre deux mots Gedichte französisch und deutsch 192 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag sFr. 38.– / € 38.– isbn 978-3-85791-799-8 Jean-Pierre Schlunegger Bewegtes Leuch­ ten / Lueur mobile Gedichte französisch und deutsch 184 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag sFr. 38.– / € 38.– isbn 978-3-85791-755-4 Werner Renfer Frühzeitiger Herbst / Automne précoce Gedichte französisch und deutsch 160 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag sFr. 38.– / € 38.– isbn 978-3-85791-675-5 Aline Valangin Raum ohne Kehr­ reim / Espace sans refrain Ausgewählte Gedichte Poèmes choisis 80 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag sFr. 38.– / € 38.– isbn 978-3-85791-428-7

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7 Limmat Verlag Wie zehn Uhrmacherinnen die Anarchie fanden und in Südamerika die Freiheit suchten. 1872 weilt Bakunin in der Uhrenstadt Saint-Imier im Schwei­ zer Jura, wo die Antiautoritäre Internationale gegründet wird. Zehn Frauen werden von den Freiheitsideen ange­ steckt und beschliessen, nach Südamerika auszuwandern, um dort ein herrschaftsfreies Leben auszuprobieren. Als Kriegskasse beschafft sich jede eine Longines 20A.    Zwar beginnt es schlecht, von den beiden vorangegangen Frauen, dem Liebespaar Colette und Juliette, trifft bald die Nachricht ihres gewaltsamen Todes ein. Trotzdem machen sich die andern acht auf den Weg. Mit einem Schiff, auf dem auch Verbannte der Pariser Kommune eingesperrt sind und auf dem Émilie bei einer Geburt stirbt, gelangen die übrig­ gebliebenen sieben nach Punta Arenas in Patagonien, wo sie gemeinsam eine Bäckerei und eine Uhrmacherwerkstatt aufbauen. Sie trotzen machistischen Kolonialbeamten und verfolgen in Freiheit ihr Liebesleben, jede nach ihrem Ge­ schmack.    Auf der Basis historischer Dokumente und mit Hilfe seiner Imagination erzählt Daniel de Roulet das Schicksal von zehn Frauen, die in einer Zeit, die ihnen nichts zu bieten gewillt war, die Freiheit suchten. Daniel de Roulet Zehn unbekümmerte Anarchistinnen Limmat Daniel de Roulet Zehn unbekümmerte Anarchistinnen Roman Aus dem Französischen von Maria Hoffmann-Dartevelle Titel der Originalausgabe: «Quelques femmes insouciantes» ca. 180 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ca. sFr. 28.– / € 24.– isbn 978-3-85791-839-1 September FraGneaiknsfDgtuleraialtsnanetidrdmeeBlFniudtraaecdhnnRemkmdoruieeesilsceeht Maria Hoffmann-Dartevelle, geboren 1957 in Bad Godesberg, studierte Romanistik und Geschichte in Heidelberg und Paris. Als f­ reiberufliche Übersetzerin tätig. Übersetzte neben Sach- und Kinderliteratur R­ omane und Essays aus dem Spanischen und Französischen, darunter Amélie Plume, César Aira, Elena Poniatowska. Daniel de Roulet, geboren 1944 in Genf, war Architekt und arbeitete als Informatiker in s­ einer Geburtsstadt. Seit 1997 Schriftsteller. Autor zahl­ reicher Romane und Essays, für die er in Frankreich mit ver­ schiedenen Preisen ausgezeich­ net wurde. Er lebt in Genf. Im Limmat V­ erlag sind zehn Titel von Daniel de Roulet lieferbar, zuletzt ist der Roman «Kamikaze Mozart» erschienen. Foto Yvonne Böhler

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8 Limmat Verlag Ugo Petrini – erstmals in deutscher Sprache. Von den lebenden Dichtern des Tessins ist Ugo Petrini viel­ leicht der leiseste, einer, der sich nie um Ruhm und Aus­ zeichnung gekümmert hat. Seit 1987 gibt er regelmässig in Kleinverlagen oder als bibliophile Privatdrucke schmale Lyriksammlungen heraus, die ein Kritiker als «stille Alarm­ rufe eines besonders sensiblen Individuums» charakterisiert hat, Alarmrufe an eine Welt, die viel von ihrer ursprüngli­ chen Seele eingebüsst hat.    Petrinis Lyrik ist stets auf der Suche nach dieser Seele; sie wird gefunden in Men­ schen, die ihm nahestehen, dem Vater, der Grossmutter, Personen aus seiner Umgebung wie der Friseuse oder dem Dorfdirigenten. Aber auch anderen beseelten Wesen, Vö­ geln, Eichhörnchen oder der Katze Birba, gilt des Dichters Aufmerksamkeit. Ja, auch ein Fahrrad, eine Hausmauer oder ein Lutschbonbon erhalten durch Petrinis Kunst eine Seele. Eine Kunst, die von genauesten Beobachtungen aus­ geht, die sich das Alltägliche einprägen, ohne aber das Er­ habene aus dem Blick zu verlieren. Christoph Ferber hat aus Petrinis Gesamtwerk eine repräsentative Auswahl zu­ sammengestellt. So kann nun auch der deutschsprachige Leser Teil eines Universums werden, das sich durch das Klei­ ne und im Kleinen definiert. Ugo Petrini Seiltänzer der Leere Funamboli del vuoto Limmat Ugo Petrini Seiltänzer der Leere / Funamboli del vuoto Gedichte italienisch und deutsch Ausgewählt und übersetzt von Christoph Ferber Mit einem Vorwort von Aurelio Buletti ca. 160 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag sFr. 38.– / € 38.– isbn 978-3-85791-840-7 Oktober Christoph Ferber, geboren 1954, ist in Sachseln (ow) aufg­ ewachsen. Studium der Slawistik, Romanistik und Kunstgeschichte in Lausanne, Zürich und Venedig. Lebt als freier Übersetzer in Sizilien. 2014 Auszeichnung mit dem Spezialpreis Übersetzung des Schweizerischen Bundesamts für Kultur, 2016 mit dem Paul Scheerbart-Preis. Für den Limmat Verlag hat er Gedichtbände von George Haldas, Jean-Pierre Schlunegger, Werner Renfer, Giorgio Orelli, Giovanni Orelli, Pietro de Marchi, Remo Fasani, Aurelio Buletti und Francesco Chiesa herausgegeben und ins Deutsche übertragen. Ugo Petrini, geboren 1950 in Montagnola, studierte italienische Literaturwissenschaft an der Universität Freiburg und hat bis zu seiner Pensionierung als Sekundarlehrer gearbeitet. Sein erster Gedichtband «Ellissi» erschien 1987. ­Abseits vom Rampenlicht folgten meh­ rere Gedichtsammlungen. Zuletzt: ­ «Le gazzelle di Thomson», «Misteri prov­ visori» und «Il tepore dei ­muri». Foto Yvonne Böhler

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9 Limmat Verlag Gustave Roud Lied der Einsamkeit Prosadichtungen und Fotografien Mit einem Vorwort von Philippe Jaccottet Aus dem Französischen von Gabriela Zehnder ca. 180 Seiten, etwa 30 Fotografien, gebunden mit Schutzumschlag ca. sFr. 28.– / € 24.– isbn 978-3-85791-841-4 Oktober Gustave Roud Lied der Einsamkeit Limmat «Vor allen anderen Dingen, scheint mir, muss ­gesagt werden, dass dieses Werk lebendig ist; es steht abseits, es ist verhalten, aber es ist lebendig.» Philippe Jaccottet Das Leben und Werk von Gustave Roud (1897–1978) hat nichts Spektakuläres an sich: Er wohnte zeitlebens auf dem Hof der Familie in Carrouge (Kanton Waadt), wo er in einer poetisch dichten, musikalischen Prosa seine melancholi­ schen Wanderungen im Wechsel der Jahreszeiten durch die Landschaft des Haut Jorat festhielt. Roud war ein wichtiger Vertreter einer Dichtung der Introspektion und tat sich ausserdem als Übersetzer deutscher Dichter (No­ valis, Trakl, Hölderlin, Rilke) hervor, die ihn stark geprägt haben. Heute hat das Werk des von seinen Zeitgenossen ver­ ehrten Poeten über die Grenzen der Westschweiz hinaus breite Anerkennung gefunden.    Anerkannt ist inzwischen auch sein fotografisches Werk, und Roud gilt als einer der wichtigsten europäischen Schriftsteller-Foto­ grafen in den Jahren zwischen den Weltkriegen.   Gabriela Zehnder, geboren 1955, lebt und arbeitet als freiberufliche literarische Übersetzerin aus dem Fran­ zösischen und Italienischen im Tessin. Sie übertrug Werke von Autoren wie Ignacio Ramonet, Emmanuel Bove, Jean-Luc Benoziglio, Adrien Pasquali, René Laporte, Muriel Barbery, Giuliana Pelli Grandini, David Bosc, Corinna Bille. Neben Prosatexten übersetzt sie auch Theater­ stücke und Lyrik (u. a. Marielle Pinsard, Mario ­Perrotta, ­Marie-Laure Zoss, Jacques ­Romand). Gustave Roud, 1897 in Saint-Légier geboren, gestor­ ben 1976 in Carrouge (vd). Studium der Geisteswis­ senschaften an der Universität Lausanne. Roud lebte von Übersetzungen und der Mitarbeit an zahlreichen Westschweizer Zeitschriften. Er war Redaktions­ sekretär der vom Verleger Henry-Louis Mermod gelei­ teten Wochenschrift «Au­ jourd’hui», 1936 bis 1966 Verlagslektor bei der Guilde du Livre. Zu Lebzeiten er­ schienen etwa ein Dutzend Bücher und Briefeditionen. Foto Henry-Louis Mermod

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10 Limmat Verlag Anna Felder Circolare Prosa Aus dem Italienischen von Maja Pflug, Ernst Strebel u. a. ca. 120 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ca. sFr. 24.– / € 22.– isbn 978-3-85791-842-1 November «Die Vergänglichkeit und Zufälligkeit des Lebens ist der dunkle Hintergrund, von dem sich Anna Felders musikalische Divertissements abheben. Im lockeren Übergang vom prekären Alltagsge­ schehen zum metaphorischen Sprechen entsteht das schwebende Gleichgewicht, das Anna Felders Miniaturen so anziehend macht.» Neue Zürcher Zeitung Limmat Mit ihrem neuen Prosaband nimmt uns Anna Felder mit auf Reisen an ferne und nahe Orte. Wir reisen mit ihr nach Lugano, Sizilien, Olten, Bern und Spanien und weitere Orte, und wir begegnen den unterschiedlichsten Menschen. Et­ wa einem Barmann in Italien, der die Worte rund und rein hervorbringt, einem pensionierten Versicherungsagent­ en beim Hundespaziergang, einer Frau, die sich beim Strei­ chen eines Butterbrotes nicht stören lässt, oder Teresa, die barfuss in die Erzählung eintritt.   Über­ all mit dabei ist Anna Felders Gespür für das Besondere im Alltäglichen. Sie beschreibt in ihren kurzen Texten das ­Leben zwischen Bewegung und Innehalten, zwischen Be­ obachten und Weitergehen, und das alles in ihrer musi­ kalischen, zerbrechlichen Sprache. Dabei entdeckt sie im­ mer wieder im Fremden das Bekannte und im Bekannten das Fremde.    «Circolare» ist eine ganz eigene, innere, Geografie europäischer Orte und Unorte. Anna Felder Circolare 803.0 G. Deb2euz0re1tm7stbaegr Anna Felder, geboren 1937, Literaturstudium in Zürich und Paris, Promotion über Eugenio Montale, danach Tätigkeit als Italienischlehre­ rin und Schriftstellerin. Lebt in A­ arau und Lugano. 1998 Schillerpreis für das Gesamtwerk, 2004 Aargauer L­ iteraturpreis. Im Limmat Verlag sind von ihr «Die Adelaiden / Le Ade­ laidi», «Die nächsten Verwandten» und «No grazie» lieferbar. Foto Yvonne Böhler

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11 Limmat Verlag Das persönlichste Buch Gottfried Honeggers. Im Frühling 1993 lernte Ruedi Christen – damals Frank­ reichkorrespondent für das Schweizer Fernsehen – Gottfried Honegger in Paris kennen. Auf eine erste Kurzreportage über das Schaffen Honeggers folgten weitere Gespräche und Interviews.    Auch wenn Honegger von sich selbst sagte, er lebe nicht in der Erinnerung, oft nicht einmal in der Gegenwart, ihn interessiere vor allem die Zukunft, präg­ te seine eigene Geschichte sein Denken und seine Arbeit stark. Aus den in den Jahren 1993–1997 aufgezeichneten rund zwanzig Stunden an Interviews ist eine (Auto-)Biografie in Gesprächsform entstanden, die mehr zeigt als den bekann­ ten und auch streitbaren Polemiker Honegger. Sie zeigen einen Menschen, der mit all seinen Widersprüchen und all seinen Zweifeln nicht nur daran glaubte, dass Schönheit den Menschen besser mache, sondern der sich auch bis ins hohe Alter mit vollem Engagement für diese Überzeugung einsetzte.   Entstanden ist ein Buch, das gleicher­ massen Erinnerung wie Hommage an einen bedeutenden Zeitgenossen ist, der Kunst nicht bloss als ästhetischen Bei­ trag zur Verschönerung der Welt betrachtet hat, sondern als politische Intervention für ein besseres Leben. Ruedi Christen Gottfried Honegger «Ich lebe nicht in der Erinnerung, oft nicht einmal in der Gegenwart, sondern interessiere mich vor allem für die Zukunft.» Limmat Ruedi Christen Gottfried Honegger Eine Biografie in Gesprächen ca. 240 Seiten, etwa 60 Fotos, Dokumente und Abbildungen, Klappenbroschur ca. sFr. 38.– / € 34.– isbn 978-3-85791-843-8 Juni 10120..  GJuenbiu2r0t1st7ag Ruedi Christen, geboren 1952, war freier Journalist, ­bevor er während vieler Jahre für das Schweizer Fern­ sehen arbeitete, unter anderem als Korrespondent in Frankreich und im Bundeshaus. Später leitete er die Kommunikationsdienste des Aussen- und des Wirt­ schaftsdepartements der Schweizerischen Eidgenossen­ schaft sowie der Schweizer uno-Vertretung in New York. 1997 realisierte Ruedi Christen ein filmisches Porträt von Gottfried Honegger, «Immer wieder Versöhnung». Er lebt in der Nähe von Zürich. Gottfried Honegger (1917–2016), geboren in Zürich und aufgewachsen in Sent im Unterengadin, machte eine Lehre als Schaufensterdekorateur und bildete sich an der Kunst­ ge­werbeschule Zürich aus. Arbeit als Werbegrafiker, Designer und Art Director. Ab 1958 Maler und Bildhauer, Aufenthalte in New York. Zuletzt lebte er in Zürich und Paris. Im Limmat Verlag sind von ihm «In Zürich geboren ... in Zürich vergessen» und «34699 Tage gelebt» lieferbar. Foto Julieta Schildknecht

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12 Limmat Verlag Authentischer Bericht von Mord, Geständnis, Urteil und Gefängnisaufenthalt eines jungen Mannes in der Schweiz. Im Streit mit einem zwielichtigen Geldverleiher bringt ein junger Mann von unter zwanzig Jahren diesen um. Zu­ nächst wird ein anderer verhaftet, doch Simon, der wahre Täter, ist nicht erleichtert. Nach einer emotionalen Berg- und Talfahrt stellt er sich der Polizei.   Die routinierten Mühlen der Justiz beginnen zu mahlen, der Untersuchungsrichter scheint wenig Lust auf mildernde Umstände zu haben, der Pflichtverteidiger ebenso wenig auf Verteidigung. Auch der Gutachter hat offenbar seine Meinung schon im Voraus gemacht und dreht Simon jedes Wort im Mund um. Ein Exempel wird statuiert, Simon zu sechzehn Jahren verurteilt.   Simon hat in der Zwischenzeit die Haft vorzeitig angetreten und ist in der Gefängniswelt gelandet, in einem Mikrokosmos, in dem Gefangene und Wärter eine schwierige Gemeinschaft bil­ den, in einer Welt mit eigenen Gesetzen und Gebräuchen, die nur noch wenig mit der Welt draussen zu tun hat. Trotz allem gelingt Simon so etwas wie Reue und Läuterung.    Simon Volkart schildert mit genauem Blick und psy­ Simon Volkart Im Knast Ein Bericht Limmat chologischem Gespür den Gefängnisalltag, die verschiede­ nen Typen von Insassen und Wärtern sowie die kleineren und grösseren Schikanen, das Gerangel um Status und Pri­ vilegien. Im KnastSimon Volkart Ein Bericht Mit einem Vorwort von Mario Gmür ca. 220 Seiten, gebunden ca. sFr. 34.– / € 36.– isbn 978-3-85791-844-5 September Simon Volkart ist ein Pseudonym. Nach der Verbüssung seiner Straftat lebt er heute ein normales Berufs- und ­Familienleben.

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13 Limmat Verlag Simone Müller «Alljährlich im Frühling schwärmen unsere jungen Mädchen nach England» Die vergessenen Schweizer Emigrantinnen. 11 Porträts Mit Fotografien von Mara Truog ca. 220 Seiten, etwa 40 Fotografien und Dokumente, gebunden ca. sFr. 36.– / € 39.– isbn 978-3-85791-845-2 Oktober Ein unbeachtetes Stück Frauengeschichte der Schweiz. Simone Müller «Alljährlich im Frühling schwärmen unsere jungen Mädchen nach England» Die vergessenen Schweizer Emigrantinnen. 11 Porträts Limmat In der Zwischenkriegszeit gingen sie zu Hunderten, in den späten Vierziger- und Fünfzigerjahren zu Tausenden. Sie hiessen Emma, Bertha oder Marie und kamen aus Wilders­ wil, Urnäsch oder Bellinzona. Sie arbeiteten als Hausange­ stellte, Kindermädchen oder Gesellschafterinnen in Liver­ pool oder London und auf Landgütern von Adligen.   Sie gingen, obwohl die Medien warnten: vor dem britischen Wetter, vor dem englischen Klassendünkel, vor unerw­ ünsch­ ten Schwangerschaften. Ein Massenexodus von Frauen, wie er in der Schweizergeschichte wohl kein zweites Mal vor­ kam. Und wenn sie in England geblieben sind, dann fast immer deshalb, weil genau das ­passierte, wovor sie so ein­ dringlich gewarnt worden sind: sie verliebten sich, wurden schwanger, haben geheiratet.   Simone Müller erzählt elf beispielhafte Lebensgeschichten dieser Frauen, die heute fast ganz aus dem öffentlichen Gedächtnis ver­ schwunden sind. Und sie erzählt auch von einer der gröss­ ten Repatriierungsaktionen der Schweiz, als fast tausend Frauen zu Beginn des Zweiten Weltkrieges zurückgeholt wurden. Mara Truog, geboren 1977 in Bern, studierte in London und Zürich Fotografie. Mehrere Ausstellungen und Publikatio­ nen zum Thema Alter/Frauen im Alter, 2016 wurde sie dafür mit dem 1. Preis des Swiss Press Award in der Kategorie Porträts ausgezeichnet. Sie lebt als frei­ schaffende Fotografin in Zü­ rich. Simone Müller, geboren 1967 in Boston (usa), aufge­ wachsen in Bern. Studium der Germanistik und Ethnologie in Bern und Wien, 2003–2005 lebte sie in London. 2015 veröffent­ lichte sie die Biografie «Über London und Neu­ seeland nach Eggiwil. Die Geschichte der Claire ­Parkes-Bärfuss». Simone Müller lebt als freie Jour­ nalistin und Autorin in Bern.

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14 Limmat Verlag Neue Postkarten Verkaufseinheit à 10 Karten pro Sujet, A6-Format Nettopreis pro Karte (inkl. MwSt) sFr. –.90 / € –.50 Martin Glaus (1927–2006) Mai Nr. 2484 Nr. 2485 Nr. 2488 Nr. 2486 Nr. 2489 Nr. 2487 K2u0n. AMstumassiu t–2es 0le1l1u3u7.mnAgTughuusnt

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15 Limmat Verlag Andreas Walser (1908–1930) Mai Nr. 2476 Nr. 2477 1K1.uFnesbAtmrB2uuü0sua1snsrt7ed e–uln l1meu6rn.CgJhuulir Nr. 2478 Nr. 2479 Nr. 2480 Nr. 2481 Nr. 2482 Nr. 2483 Gesamtverzeichnis www.limmatverlag.ch/postkarten

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