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Magazin der Augsburger Domsingknaben

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sing Aus dem Inhalt: J.S. Bach und der Kammerchor Tag der offenen Tür am 21. Mai Ehemaligentreffen am 29. September 31 Ausgabe 31 Mai 2017 Jahrgang 16 AUGSBURGER DOMSINGKNABEN

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_2_ E D I T O R I A L S LIEBE FREUNDE DER AUGSBURGER DOMSINGKNABEN! 40 Jahre Augsburger Domsingknaben Unser gerade zu Ende gegangenes Jubiläum hat uns noch stärker als bisher schon für bedeutende Medien und Produzenten interessant gemacht. Beispielsweise hat mit mir das renommierte Geo-Magazin für einen Fachartikel über Stimmbildung gesprochen und Knabensolisten in der Ausbildung fotografiert. Das Bayerische Fernsehen und der Bayerische Rundfunk, die Musikhochschule München, die Münchner Philharmoniker und die Deutsche Grammophon werden mit mir in den kommenden Monaten laufende Planungen bis 2018 und darüber hinaus konkretisieren. Neuanmeldungen bei den Augsburger Domsingknaben Ganz besonders hinweisen möchte ich auf den Tag der Offenen Tür am Sonntag, 21. Mai. Wir wollen heuer bereits um 11 Uhr unser Haus St. Ambrosius für interessierte junge Familien, die an unserer Musikalischen Früherziehung oder an den Vorchören interessiert sind, öffnen. Machen Sie in Ihrem Bekanntenkreis kräftig Werbung für uns, damit auch heuer wieder genügend fünfjährige Buben den Weg zu den Augsburger Domsingknaben finden. Unser Festival in Günzburg „Bach in Rokoko“ Wiederum habe ich drei stilistisch unterschiedliche Konzertprogramme für meinen Kammerchor konzipiert. Ich freue mich auf Ihr Kommen! Ganz besonders einladen möchte alle ehemaligen Domsingknaben und deren Angehörige zum großen Ehemaligentreffen nach dem Eröffnungskonzert des Festivals in Günzburg am 29. September. Den Termin bitte weitersagen! Das Abschlusskonzert am 1. Oktober widmen wir in großer Dankbarkeit Kurt F. Viermetz, der im vergangenen Dezember nach langer schwerer Krankheit verstorben ist. Er hat seit vielen Jahren in wertschätzender Anerkennung meiner pädagogischen und künstlerischen Arbeit die Augsburger Domsingknaben nachhaltig und in vielfältiger Weise ideell und finanziell unterstützt. Die Titelseite dieser neuesten Sing-Ausgabe zeigt uns im vergangenen November mit dem Weltklassedirigenten Valery Gergiev bei den Proben zu Wagners Parsifal in der Philharmonie am Gasteig in München. Freuen Sie sich mit uns auf weitere hochkarätige Auftritte der Augsburger Domsingknaben! Mit besten Grüßen Ihr Reinhard Kammler Domkapellmeister IMPRESSUM HERAUSGEBER Kuratorium des Fonds der Freunde und Förderer der Augsburger Domsingknaben Hoher Weg 30, 86152 Augsburg Telefon (0821) 51 00 88 info@augsburger-domsingknaben.de www.augsburger-domsingknaben.de Verantwortlich für den Inhalt: Reinhard Kammler, Domkapellmeister Fotos: Bernhard Gastager, Vincent Kudrus, Josef Paul, Archiv Gestaltung: bg@salomogmbh.de

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_3_ LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, dass die Musik das Leben bereichert, bezweifelt sicher niemand. Wir werden alle mit einem Sinn für Musik geboren, er gehört zum Menschen wie das Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Tasten. In der wissenschaftlichen Literatur gibt es keinen Zweifel darüber, dass die Förderung dieses Sinnes durch gemeinsames Singen und Musizieren auch die Entwicklung unsrer Kinder ganz entscheidend positiv beeinflusst. Der Musikwissenschaftler und Neurologe Eckart Altenmüller zeigt in einer kürzlich vorgelegten Studie, dass schon 20 Minuten Instrumentalunterricht zu messbaren neuen Verknüpfungen zwischen dem Hörzentrum und den motorischen Fähigkeiten des Menschen führten. Aber auch die kognitiven Fähigkeiten, wie etwa die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit, die Kreativität und das Erinnerungsvermögen sowie die Kompetenzen im Spracherwerb werden durch das Musizieren signifikant gestärkt. Im Bewusstsein der Bedeutung welche die musikalische Bildung für die frühkindliche Entwicklung einnimmt, bieten die Augsburger Domsingknaben seit über 40 Jahren – meines Wissens als einziger Knabenchor in Deutschland - den Bereich der „Musikalischen Früherziehung“ an. Hier lernen Knaben ab dem 5. Lebensjahr im Rahmen eines über Jahre sorgfältig weiterentwickelten Konzeptes in vielfältigen Gestaltungsbereichen und sehr individuell ihren musikalischen Sinn zu entfalten. Ziel des Unterrichts in unserem Haus ist es, bei den Kindern die Neugierde und Freude an der Musik zu wecken, das Interesse daran auszubauen und ganz klar: eines Tages auch in einem unserer Chöre die große musikalische Tradition der Domsingknaben weiterzuführen. In Augsburg und überall auf der Welt. Am Tag der offenen Tür am 21. Mai 2017 in der Zeit von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr können Sie sich selbst unverbindlich ein Bild von diesem Angebot machen, das weit entfernt von der Monotonie der Computerspiele und dem Daueraufenthalt in der Cyberwelt den Weg in die anregende Welt der Musik bahnt, die eine fesselnde, emotional bereichernde, sozial stimulierende, kulturell orientierende und spirituell inspirierende lebenslange Beschäftigung bietet. Bleibt mir noch die herzliche Bitte an Sie, uns auch weiterhin tatkräftig finanziell zu unterstützen. Mit jedem Betrag helfen Sie uns, unseren musikalischen Erziehungsauftrag zum Wohle der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen erfolgreich umzusetzen. Die Daten unseres Spendenkontos finden sie auf der Rückseite dieses Magazins. Ihr Josef Paul Kulturmanager Die Augsburger Domsingknaben werden vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert.

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_4_ B A C H P F L E G E JOHANN SEBASTIAN BACH UND KNABENSTIMMEN: EINE HISTORISCH GESICHERTE KLANGLICHE BESONDERHEIT! In der intensiven Ausbildung der Knaben- und Männerstimmen des Kammerchores liegt deshalb ständig einer unserer Schwerpunkte auf der technischen und musikalischen Beschäftigung mit dem Vokalwerk Johann Sebastian Bachs. Innerhalb weniger Monate standen für den Kammerchor die Messe in h-moll, das gesamte Weihnachtsoratorium und die Matthäuspassion auf unserem Konzertkalender. Kongenialer Partner bei allen drei Projekten war wiederum das Residenz-Kammerorchester München mit Konzertmeister Peter Riehm. Immer voll besetztes Haus bei unseren Bach-Oratorien in der Evang. Heilig-Kreuz-Kirche.

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AUGSBURGER ALLGEMEINE VOM 21. DEZEMBER 2016 LEICHTEN SCHRITTES EILEN SIE ZUR KRIPPE LICHTVOLLES WEIHNACHTSORATORIUM DER AUGSBURGER DOMSINGKNABEN IN EV. HEILIG KREUZ VON ULRICH OSTERMEIR _5_ W eihnachten öffnet ein Zeitfenster: In zwölf Tagen reihen sich die weihnachtlichen Festtage, die J. S. Bach in seinem Weihnachtsoratorium in einen liturgischen Rahmen stellte. Diese sechs Kantaten führten jetzt die Augsburger Domsingknaben en bloc auf: Weihnachten als pointierte Verdichtung, die Ausführende wie Zuhörer gleichermaßen forderte. Von der Geburt im Stall über die Hirten hin zur Namensgebung und zu den drei Weisen spannte sich der Bogen weit, den in Heilig Kreuz der hellwache Kammerchor, das transparente Residenz-Kammerorchester München, dazu feinnervige Instrumental- und Vokalsolisten beschwingt ausschritten. Voller Elan gelang Domkapellmeister Reinhard Kammler, souverän am Cembalo leitend, eine begeisternde Interpretation. Hellhörig machte der jugendfrische Kammerchor, von den Präparanden auf eine breite Plattform gestellt. Das zeitigte ein obertonreiches Klangbild, von Tenor und Bass feinsinnig fundiert. So klangen die Eingangs-Chorsätze als prächtige Portale auf und rückten dank des stilvollen Residenzorchesters in gleißendes Trompetenlicht. Diese „Jauchzet-Preiset-Rühmet"-Freude stieg ebenso schwerelos wie vielstimmig hoch. Die pastorale Weihnachtssinfonia dagegen berückte als alternierendes Licht-und-Schatten-Spiel. Von diesen Festportalen führte der Weg zur Krippe: Der authentische Ansatz der Knabensolisten wies die Richtung, Tenor Gerhard Werlitz und Bass Diogo Mendes, vokale Körperschwere meidend, schlossen sich trefflich kurz, sodass keine Bruchlinien aufrissen. Dieser spirituelle Ansatz stieg in die Höhe, ohne die Raumtiefe durchweg auszufüllen. Das führte zu lichten Momenten: Felix Zilmans zarter Alt klang in beiden Arien engelshaft, Sopran Julian Romanowsky verkündete Engelsfreude, während Maximilian Mannel im Wiegenlied berührte. mination abzielte. Beflügelt wurde musiziert: raumfüllend der Lobpreis, im Rezitativ und Choral für Sopran und Bass brachten Lukas Schedlbauer und Mendes Pathos ins Spiel, unterbrochen von der Echo-Arie, die Christopher Thiel und Marcel Philippin raumtief ausloteten. Werlitz' tenorales Melismen-Filigran der Arie „Ich will nur Dir zu Ehren" festigte der aufstrahlende Choral. Grandios gesteigert, zeugte der Vivace-Chor „Ehre sei dir Gott" von jener schwerelosen Jubelhelle, von jenem rhythmischen Elan, der mitreißt. Von dieser Sogwirkung erfasst, bat auch Mendes als Bass inständig um Erleuchtung, während insbesondere Sopran Vincent Löffel wiederholt mit leuchtender Höhe aufhorchen ließ. Zuletzt standen alle ergriffen „an deiner Krippen hier". Markenzeichen der „Augsburger“: Die Sopran- und Altarien singen Knabensolisten. Homogen im Sopran-Bass-Duett vereint, gestalteten Valentin Wohlfarth und Mendes „Herr, dein Mitleid“. Als Evangelist ging Werlitz in seiner Rezitativ-Rolle voll auf und spornte als Solist in kunstvollen Melismen die Hirten an, leichten Schrittes zur Krippe zu eilen. Besinnliche Schwerpunkte bildend, begannen die kontemplativen Choräle zu faszinieren, vom Chor nuanciert in religiöses Licht gerückt. In der Atempause zwischen den Teilen bekam das zuerst volle Kirchenschiff Lücken. Dabei sollte der zweite Teil verblüffen, denn Reinhard Kammler glückte eine fulminante Steigerung, die dramaturgisch auf Kul-

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_6_ A U G S B U R G E R A L L G E M E I N E V O M 2 1 . D E Z E M B E R 2 0 1 6 AUS TIEFSTER SEELE DIE MATTHÄUSPASSION DER AUGSBURGER DOMSINGKNABEN ERGREIFT VON ULRICH OSTERMEIR

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_7_ A ls monumentales Meisterwerk reißt Bachs Matthäuspassion Dimensionen auf, die den Leidensweg Christi episch schildern, dramatisch aufladen, lyrisch reflektieren und religiös verankern. Eine Fülle von Farben und Formen, von Spannungen und Kontrasten schafft Nähe. In der evangelischen Heilig-Kreuz-Kirche baute sich eine packende Spannungskurve auf – die Aufführung dauerte nahezu drei Stunden. Es gab keine Längen. Vom Cembalo aus leitete Domkapellmeister Reinhard Kammler die Aufführung, in der er bei aller Liebe zum Detail ein feines Gespür für das Ganze bewies. Immer am Puls des Geschehens verschmolz er Doppelchor und Doppelorchester wie das stattliche Solistenaufgebot zu stringenter Einheit. Wie strikt Bach den dramatischen Knoten schürzt, offenbarte der erste Teil, den mächtige Chorportale auf- und beschlossen. Doppelchor und Soprano ripieno gewannen prachtvolle Fülle und schufen eine Dialoghaltung. Als beredter Evangelist trieb Gerhard Werlitz die Handlung voran. Zeigte er sich in den Rezitativen dem Bibelwort verpflichtet, so gewann er in den Arien kantable Ausstrahlung. Die Leidensgeschichte spitzte sich zu: Je weiter die Handlung voranschritt, je vehementer sich die aufgestaute Energie in den vorwärtspreschenden Chören entlud, desto stärker die Betroffenheit, die das auslöste. Zuerst berührte Vincent Löffel in der Erbarme-dich-Arie in enger Korrespondenz mit Peter Riehms Solo-Violine. Erfüllt zeichnete der Alt den weinenden Petrus fein. Vielversprechend war, mit Stefan Steinemann einen „counteralto" aufzubieten, gewann er doch in seinen Arien Substanz und Dynamik und wahrte den Schulterschluss zu den Knabenstimmen. Ausdrucksstark seine Arie „Sehet Jesus", hinterfragt vom chorischen „Wohin", überglänzt von zwei Oboen. In seelische Tiefen drang Bassist Diogo Mendes vor: Nobel, in sich ruhend, formte er „Komm, süßes Kreuz" aus, die Zeit stand still, als verankere er, im Einklang mit Tröndles flexiblen Cello-Fiorituren, diese BassArie im Jenseits, sehr nahe bei „O Haupt voll Blut und Wunden". Ergriffenheit im Publikum. Als Kunstkniff erwies sich, dass Kammler die barocken Dimensionen verschlankte. Dabei blieb der Text gewahrt, die Knabensolisten waren nicht über Gebühr gefordert. Umso freier konnten die Soprane Leon Lehmann und Julian Romanowsky und Maximilian Mannel als Altist ihre Stimmen entfalten. Dramatisch begann sich die Handlung aufzuschaukeln: Sonor stellte Alexander Kiechle einen präsenten Jesus in den Raum, der über die von Streichern verbrämten Rezitative Aura gewann. Feinfühlig klagend setzten bei Jesu Gefangennahme Marcel Philippin und Felix Zilmans einen Prozess in Gang, trotzig gebrochen von Choreinwürfen, bis der Doppelchor furios den Höllenschlund aufbrach. Im Kontrast dazu verblüffte die Sogwirkung der religiös besänftigenden Choräle.

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_8_ U L M E R N A C H R I C H T E N V O M 1 4 . M Ä R Z 2 0 1 7 KONZERT DER AUGSBURGER DOMSINGKNABEN IN OBERELCHINGEN VON GÜNTER BUHLES Der A-Chor der Augsburger Domsingknaben unter Leitung von Julian Müller-Henneberg tritt zunehmend auch konzertant sehr erfolgreich in Erscheinung und wird bei auswärtigen Terminen künftig unter dem neuen Namen Karl-Kraft-Chor auftreten in Erinnerung an den legendären Augsburger Domorganisten Karl Kraft, der als Komponist von origineller Chormusik die Augsburger Dommusik in seiner Zeit geprägt hat. Karl Kraft (1903-1978) E in einstündiges Programm geistlicher Chormusik haben der A-Chor der Augsburger Domsingknaben unter Julian Müller-Henneberg in der vollen Klosterkirche Oberelchingen geboten. Das Repertoire zum vierten „Frühlingserwachen“ des Lions Clubs reichte von der Renaissance bis in die Gegenwart. Teilweise begleitet von der Domorganistin Claudia Waßner, nahmen die rund 30 Sänger wechselnde Positionen im Raum ein und waren auch in wechselnden Gruppierungen zu hören, die Männerstimmen allein im mittleren der drei Programmblöcke. An Palestrinas „Sicut ceruvs“ in weich pendelnder Polyphonie zu Beginn schloss sich das „Super flumina Babylonis“ von di Lasso in ruhend feierlichem Ausdruck an. Mit den Sopranen begann das sich in zügiger Dynamik entwickelnde „Ave Maria“ von Tomas Luis de Victoria, und beim „Venite comedite“ von William Byrd faszinierte der Gesamtchor im Altarraum mit perfekt verflochtenen Deklamationen aller Stimmen. Die Organistin bot als Zwischenspiel ein Präludium d-Moll von Karl Kraft (1903–1978). Drei Abschnitte führten mit langen Linien in warm klingender, modern wirkend offener Harmonik zu einer heiter-lyrischen Episode und zu dem kraftvoll sich aufbauenden Schluss im „Pleno organo“. Im Programmblock der Männerstimmen waren neben einem Cantus Gregorianus zwei Chorsätze von Josquin Desprez, des französischen Meisters der Frührenaissance, zu erleben, dessen Werk vom Beginn der Neuzeit heute in der Musikwissenschaft und bei Chören viel Beachtung findet: weitgehend homophon – akkordisch das „Tu pauperum refugium“ und das von den strahlenden Tenören dominierte „Tu solus“. Fast nahtlos fügte sich dazu das schlichte „Sancta Maria“ unseres Zeitgenossen Norbert Hintermeier. Ein Sopran-Duett des Barockmeisters Meinrad Spieß, vielgestaltige Messe-Teile des Briten Christopher Tambling, ein kontrastreich gebautes Lied von Hugo Distler und ein Ave Maria von Karl Kraft gruppierten sich im dritten Block um das bewegende „Aus der Tiefe“ von Heinrich Kaminiski. Fröhlich war die Zugabe, die badische Volksweise „Schwefelhölzle muss mer han“.

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AUGSBURGER ALLGEMEINE VOM 13. DEZEMBER 2016 DOMSINGKNABEN HELFEN BEI KIRCHENRENOVIERUNG SCHÖNE KUNST DIENT SCHÖNEM ZWECK VON ROSMARIE GUMPP _9_ D er A-Chor der Augsburger Domsingknaben erfreute mit einem beeindruckenden Benefizkonzert in der Pfarrkirche St. Georg in Westendorf. Sehr gut besucht war das Benefizkonzert der Augsburger Domsingknaben am dritten Adventssonntag in der Pfarrkirche St. Georg in Westendorf. „Gaudete“ – „Freuet euch“ – so lautet die Nachricht des dritten Advents. „Auch wir sind glücklich darüber, dass ihr in unsere neu renovierte Pfarrkirche gekommen seid und uns mit eurem schönen Gesang erfreut“, so Pfarrer Andreas Jall in seiner Begrüßung. Der A-Chor der Augsburger Domsingknaben unter der Leitung von Julian Müller-Henneberg zeigte sein musikalisches Können und seine musikalische Vielfalt. Wunderbare Knabenstimmen erfüllten das Gotteshaus mit seiner herrlichen Akustik. So reichte die musikalische Palette von Johannes Brahms über Guillaume Dufay, Heinrich Kaminski bis zu Jan Vodnanskys „O Heiland, reiß die Himmel auf“. Die Motette für zwei vierstimmige Chöre erfüllte das Gotteshaus mit einmaligen Stimmen. Immer wieder brachten sich auch Solisten ein. „Es war ein Erlebnis der besonderen Art“, meinte eine begeisterte Konzertbesucherin. „Der Andachtsjodler“ beendete eine besinnliche Stunde im Advent. Für die jungen Künstler und ihren Leiter gab es kräftigen und lang anhaltenden Applaus. Pfarrer Andreas Jall zitierte in seinem Schlusswort den russischen Dichter und Christen Fjodor Dostojewski: „Am Ende wird die Schönheit nur die Welt retten.“ Der Geistliche verdeutlichte damit, dass „wir stolz auf die Schönheit unserer neu renovierten Kirche sind, dass wir uns aber auch an der Schönheit der Musica sacra erfreuen durften“. Jall verdeutlichte, dass dieses Konzert für die Pfarrkirche Westendorf etwas Besonderes gewesen sei. Der Erlös kommt der soeben beendeten Renovierung der Pfarrkirche St. Georg in Westendorf zugute.

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_10_ A U G S B U R G E R A L L G E M E I N E V O M 1 3 . 0 1 . 1 7 DOMKAPELLMEISTER REINHARD KAMMLER ZU BESUCH BEI PAPST EM. BENEDIKT XVI. D omkapellmeister Reinhard Kammler hat mit einem kleinen Ensemble der Augsburger Domsingknaben bei Papst em. Benedikt XVI. im Klausurkloster „Mater Ecclesiae“ des Vatikans am Hochfest der Erscheinung des Herrn die feierliche Liturgie „Ecce advenit“ gregorianisch und mehrstimmig gesungen. Im Anschluss an den für alle Mitfeiernden erhebenden Gottesdienst nahm sich Papst Benedikt viel Zeit zur Begegnung mit seinem Augsburger Besuch.

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LITURGIE KARWOCHE OSTERN _11_ STÄNDIGE PRÄSENZ IN DER DOMLITURGIE A n allen Sonn- und Feiertagen des Kirchenjahres singen abwechselnd die Damen und Herren des Domchores und die Chöre der Domsingknaben in der Domliturgie hochkarätige musica sacra der lateinischen Tradition. In der Heiligen Woche und an den Osterfesttagen traf dies wieder in besonderem Maße zu. Die Broschüre Jahresprogramm „musica sacra im Hohen Dom zu Augsburg“ und unsere homepage informiert jederzeit über unser anspruchsvolles liturgisches Programm. Das aktuelle Programm können Sie gerne bei uns anfordern. Rufen Sie uns an oder senden Sie eine E-Mail. Telefon (0821) 51 00 88 info@augsburger-domsingknaben.de Beim Pontifikalamt am Ostersonntag

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_12_ I N S T R U M E N T A L V O R T R A G S A B E N D E HERZLICHE EINLADUNG! Zur Zeit laufen in diesem Chorjahr noch die interessanten Vortragsabende unserer leistungsstarken Instrumentalklassen. Letzter Termin: Mittwoch, 24. Mai, 19.00 Uhr Am Mittwoch, 31. Mai, 19.00 Uhr findet zum Abschluss ein besonderer Abend statt: Nicht Instrumentalschüler, sondern unsere Lehrkräfte musizieren!

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AUGSBURGER DOMSINGKNABEN Neuaufnahmen für das Chorjahr 2017/2018 Tag der offenen Tür So.21. Mai 2017 von 11.00 bis 16.00 Uhr Information und Hausbesichtigung | „Musik zum Schnuppern“ Musikalische Früherziehung Zweijährige Kurse für Buben im 5. Lebensjahr (ein Jahr vor Einschulung). Vorchöre Musikalisch interessierte Buben der Jahrgänge 2009 und 2010 erhalten eine fundierte Stimmerziehung im Rahmen einer umfassenden musikalischen Grundausbildung. Möglichkeit für Einzelunterricht in vielen Musikinstrumenten. Hausaufgabenbetreuung, warmer Mittagstisch, Freizeitgestaltung. Erste Infos unter www.augsburger-domsingknaben.de oder im Sekretariat der Augsburger Domsingknaben, Hoher Weg 30, 86152 Augsburg | Telefon (0821) 510088 | info@augsburger-domsingknaben.de

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Frauenkirche BachByrdVivaldiGünzburg BACH da VittoriaIstvánffyF e s t i v a l IN ROKOKO Augsburger Domsingknaben Residenz-Kammerorchester München SchubertReinhard Kammler 29. September bis 1. Oktober 2017 Freitag, 29.09.2017 Beginn 19.00 Uhr Eröffnungskonzert Bach und Renaissancemusik aus Spanien und England da Vittoria | Byrd Discant, Altus, Tenor, Bass: Knabensolisten und Männerstimmen der Augsburger Domsingknaben Peter Riehm, Violine Reinhard Kammler, Leitung, Cembalo Tomaso Ludovico da Vittoria 1548-1611 POPULE MEUS TENEBRAE FACTAE SUNT VERE LANGUORES NOSTROS William Byrd 1543-1623 MASS FOR THREE VOICES Johann Sebastian Bach 1685-1750 SONATE NR. V, F-MOLL, BWV 1018 für Violine und Cembalo William Byrd 1543-1623 RORATE COELI DE SUPER LAETENTUR COELI SENEX PUERUM PORTABAT Tomaso Ludovico da Vittoria 1548-1611 AUS DER MISSA LAETATUS SUM À 12: Samstag, 30.09.2017 Beginn 16.00 Uhr 2. Konzert Bach und Barockmusik aus Italien und Ungarn Vivaldi | Istvánffy Solisten und Kammerchor der Augsburger Domsingknaben Residenz-Kammerorchester München Reinhard Kammler, Leitung Bessedek Istvánffy 1733-1778 MISSA SANCTIFICABIS ANNUM QUINQUAGESIUM Antonio Vivaldi 1648-1741 CONCERTO GROSSO IN D-MOLL, OP. 3 NR. 11, RV 565 für 2 Soloviolinen und Orchester Johann Sebastian Bach 1685-1750 KOMM, JESU, KOMM, BWV 229 zu acht Stimmen und basso continuo Antonio Vivaldi 1648-1741 CONCERTO GROSSO IN H-MOLL, OP. 3 NR. 10, RV 580 für 4 Soloviolinen und Orchester DIXIT DOMINUS, RV 595 für Soli, Chor und Orchester Sonntag, 01.10.2017 Beginn 16.00 Uhr Abschlusskonzert IN MEMORIAM KURT F. VIERMETZ Schubert Solisten und Kammerchor der Augsburger Domsingknaben Residenz-Kammerorchester München Reinhard Kammler, Leitung Franz Schubert 1797-1828 BENEDICTUS ES, DOMINE, D 184, OP.POSTHUM 150 Graduale für Chor und Orchester SINFONIE NR. 5, B-DUR, D 485 MESSE IN C, D 452, OP. 48 für Soli, Chor und Orchester Tickets unter: www.augsburger-domsingknaben.de Telefon (0821) 51 00 88 Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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FESTIVAL IN GÜNZBURG t EHEMALIGENTREFFEN 2017 Auf vielfachen Wunsch wollen wir nach längerer Zeit wieder ein Ehemaligentreffen abhalten! Wir freuen uns, wenn sich viele ehemalige Domsingknaben den Termin vormerken könnten: Freitag, 29. September 2017 Besuch des Eröffnungskonzerts unseres Festivals in Günzburg um 19.00 Uhr Anschließend ergeht herzliche Einladung zur Begegnung mit Getränken und Imbiss in der Aula des Maria-Ward-Gymnasiums direkt neben der Frauenkirche. Anmeldung ist unbedingt per E-Mail erforderlich! info@augsburger-domsingknaben.de Wir sind um jede Adress- oder Mail-Nennung Ehemaliger dankbar, die derzeit keinen direkten Kontakt zu uns haben. Kartenkauf ab sofort im Sekretariat oder online. Wir freuen uns auf Euch! _15_

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