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üdisches Heft 2/2017 Nissan/ Ijar/ Siwan 5777 Preis 2,50 Euro üdischesApril/ Mai/ Juni 2017 UROPAJüdisches Leben in Deutschland, Österreich und Frankreich CHAG SAMEACH PESSACH 5777 ANTISEMITISMUS-BEAUFTRAG- KARLSRUHE PALÄSTINENSISCHE TE DER EU IM INTERVIEW PROPAGANDA IM MUSEUM IM PORTRÄT GENERATIONSWECHSEL IN DARMSTADT

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moderne welt BELGIEN VERBIETET SCHÄCHTEN – ANTISEMITISMUS IN EUROPA Der antisemitische Wind, der Juden entgegen weht, ist stärker geworden. Ab 2019 ist das Schächten nicht betäubter Tiere in der belgischen Region Flandern verboten. Während Muslime sich mit dem Kompromiss vor dem Schlachten die Tiere mit Elektroschocks zu betäuben, einverstanden erklärten, protestierte Rabbiner Menachem Margoli, Generaldirektor der Europäischen Rabbinerkonferenz und Vorsitzender der „Europäischen Jüdischen Vereinigung (EJA)“ energisch dagegen, „Juden dürfen diese Tiere nicht verzehren“. Auch Politiker in der südbelgischen Wallonie debattierten jetzt darüber, ein solches Verbot dort auszuweiten. Ende April soll die Anhörung statt finden. „Die Entscheidung, das Schächten von Tieren in Belgien zu verbieten“, betont Rabbiner Margoli, „zielt auf die jüdische Tradition“. In Europa wächst die Judenfeindlichkeit. Besonders in Frankreich und Belgien, aber auch in Großbritannien steigt die Zahl antisemitischer Vorfälle. Diese werden nicht nur von Rechts- wie Linksextremen ausgeführt, sondern verstärkt auch von Muslimen, die schon länger in Europa leben und sich hier radikalisierten. Auch aus der Mitte der Gesellschaft spüren Juden offenen Antisemitismus. In diese Kategorie fällt die Forderung nach einem Ende der bisherigen Erinnerungskultur und einem Nachdenken darüber, ob man die Geschichte des Holocaust auch anders betrachten könnte, Gedanken, die AFD-Politiker Höcke aus der Mottenkiste der Geschichte hervor holte. Ein Aufschrei der Gesellschaft ist nötig. In dieser bedrohlichen Zeit ist es umso erfreulicher, dass gerade junge Menschen, vor allem Studenten, den Mut haben, Organisationen mit dem Ziel zu gründen, sich diesen Tendenzen entgegen zu stellen, in Deutschland wie im Brüssler Europaparlament oder in der UNO. Erfreulich, dass von politischer Seite nun das Problem der Hassmails begriffen und auch Gegenmaßnahmen ergriffen werden sollen. Gegenwind erhalten endlich die BDS Befürworter, die Israel wirtschaftlich in die Knie zwingen wollen. Einige europäische Demokraten, wie zum Beispiel Hotelbesitzer in Österreich, untersagten Israelhassern Auftritte in ihren Räumen und verschiedene internationale Banken kündigten Konten von BDS-Aktivisten. Zwar unter Druck aus den USA, aber immerhin. Auch in dunklen Zeiten gibt es ein Licht der Hoffnung. Am Israel Chai!               A. von Loew IMPRESSUM JÜDISCHES EUROPA Herausgeber: A. von Loew (V.i.S.d.P.) Rhönstr. 127 60385 Frankfurt Tel.: 069 - 49084533 Fax: 069 - 49084533 Email: info@juedisches-europa.net Website: www.juedisches-europa.net Redaktion: A. Beygang, A. Canem, A. v. Loew, N. Speier; Mitarbeiter dieser Ausgabe: A. Beygang, A. Canem, M. Meier, Rabbiner Dr. W. Rothschild, N. Speier, A. J. Weinberger, I. Wittmer Titelbild: Pessach 5777, Foto: Die große Sphinx, Pyramiden von Gizeh, 1839, Gemälde von David Roberts (PDM 1.0); (Links): Katharina von Schnur­bein, Antisemitismus-Beauftrage der EU, Foto: A. Beygang; (Mitte): Ramses II. Ausstellung im Badischen Landesmusem; (rechts): Daniel Neumann, Neuer Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Darmstadt. Foto: A. Beygang Fotos: Auswärtiges Amt | © Germany-Diplo/Thomas, A. Beygang, A. Canem, Koehler | Photothek. net, Mitteldeutscher Rundfunk / Axel Berger Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe und Manu­skripte zu kürzen. Für unaufgeforderte Texte gibt es keine Veröffentlichungsgarantie. Unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos werden nicht zurückgeschickt. Nachdruck und Vervielfältigungen jeder Art nur mit ausdrücklicher Genehmigung zulässig. ISSN 1617-8602 JÜDISCHES EUROPA IM ABONNEMENT einfach Coupon ausschneiden und abschicken an: Jüdisches Europa, z.Hd. Frau Canem Rhönstr. 127, 60385 Frankfurt Fax: 069-49084533 Bitte liefern Sie mir 4 Ausgaben von „Jüdisches Europa“ zum Preis von 10,60 Euro (Europa 21,40 Euro, restliches Ausland 25 Euro) ins Haus. Wenn ich „Jüdisches Europa“ danach weiterlesen möchte, brauche ich nichts weiter zu tun. Das Abo verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr zum gleichen Preis. Es ist jederzeit möglich, das Abonnement zu beenden. Name/Vorname: ................................................. PLZ/Ort: ........................................................ Straße/Nr.: ......................................................... Telefon: .......................................................... E-Mail: ...................................................      Datum/Unterschrift ..................................................... jüdisches europa 3

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editorial INHALT TITEL 05,  21-23 CHAG SAMEACH PESSACH 5777 DAS PORTRÄT EIN ENGAGEMENT FÜR DAS JUDENTUM DANIEL NEUMANN LEITET DIE JÜDISCHE GEMEINDE DARMSTADT    26-28 ANTISEMITISMUS-BEAUFTRAGE DER EU IM INTERVIEW UNSER ZIEL IST DIE NORMALITÄT    18-19 GESCHICHTSFÄLSCHUNG DURCH DAS BADISCHE LANDESMUSEUM AUSSTELLUNG ÜBER RAMSES II. VERBREITET PALÄSTINENSISCHE PROPAGANDA    14-16 Moderne Welt 08-09   J USTIZIRRTUM ODER POLITISCHER MORD? ÜBER DEN PROZESS UND TOD JESU AUS JÜDISCHER SICHT 07   D EM JUDENTUM STETS FREUNDSCHAFTLICH VERBUNDEN Sport 20   V ON KÖLN NACH FRANKFURT MAKKABI DEUTSCHLAND ZOG INS HAUS DES DEUTSCHEN OLYMPISCHEN SPORTBUNDES 10-13   K IRCHE BITTET ALLE JUDEN UM VERGEBUNG „WOCHE DER BRÜDERLICHKEIT“ IN DEUTSCHLAND 16   V ORSTAND DES JSUD GEWÄHLT NEUE ÜBERREGIONALE INTERESSENVERTRETUNG JUNGER JÜDISCHER STUDENTEN 25   Z EIGTEN GROSSES INTERESSE FÜR DIE JÜDISCHE KULTUR NIEDERLÄNDISCHES KÖNIGSPAAR IN ERFURT 28   „ DIE BETREUUNG SOLL SO PROFESSIONELL SEIN, WIE NUR MÖGLICH“ „UNSERE OLDIES HABEN ES VERDIENT“ 17   P OLITIK, PARTY UND PARTNERSUCHE JUGENDKONGRESS DER ZWST IN FRANKFURT 17   Z UM TOD VON HEINZ-JOACHIM ARIS SEL. A. EIN DRESDNER URGESTEIN Kultur 24-25   U NGLAUBLICH! DEUTSCHE MUSEEN VERBREITEN FORDERUNG NACH ENDE DER ERINNERUNGSKULTUR Leserbrief 29   V OM UMGANG MIT DER KASCHRUT VERSCHIEDENE SICHTWEISEN ORTHODOXER UND LIBERALER RABBINER 29-30   G EDANKEN EINES LIBERALEN RABBINERS NICHT ALLES WAS NICHT „KOSCHER“ IST, IST „NICHT KOSCHER“ Editorial 03    VORWORT BELGIEN VERBIETET SCHÄCHTEN – ANTISEMITISMUS IN EUROPA 03   I MPRESSUM 4 jüdisches europa

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