Albeins-Magazin.Nummer1.Fruehjahr, 2017

 

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Albeins-Magazin.Nummer1.Fruehjahr_2017

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Nummer 1 Frühjahr/2017 albeins2,80€ Das Magazin für ein genussvolles Leben Eine Region im Blütenrausch Das Geheimnis der scharfen Klinge Ludwig Heer und seine kulinarische Leidenschaft

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Wohlfühlen ist einfach. Wenn man einen Immobilienpartner hat, der von Anfang bis Eigentum an alles denkt. Mehr Infos in Ihrer Sparkasse oder unter s-immobilien.de. www.ksk-gp.de Baufi_Anz_IDR260x165.indd 1 Wenn’s um Geld geht S Die Kreissparkassen in der Region Böblingen Esslingen Göppingen Reutlingen Tübingen 17.02.17 14:49

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Liebe Freunde der Schwäbischen Alb, die ältesten Musikinstrumente der Welt sowie 50 aus Mammutelfenbein geschnitzte Figuren – bis zu 40 000 Jahre alt – sind in Höhlen der Schwäbischen Alb gefunden worden. Die „Venus vom Hohle Fels“ und der „Löwenmensch“ sind die wohl bekanntesten Artefakte. Auf der Schwäbischen Alb besteht damit eine weltweit einzigartige Konzentration von Fundplätzen der ältesten Kunstwerke und Musikinstrumente der Menschheit! Nachdem das Landesamt für Denkmalpflege seit 2012 daran gearbeitet hatte, wurde 2016 der Welterbeantrag für die Höhlen der Schwäbischen Alb als Fundorte der ältesten Eiszeitkunst bei der UNESCO eingereicht. Die Entscheidung der UNESCO über die Anerkennung der „Höhlen der ältesten Eiszeitkunst“ als Weltkulturerbe fällt voraussichtlich im Sommer. Wir sind optimistisch, dass dem Antrag stattgegeben wird und drücken all jenen, die sich für diese unserer Meinung nach berechtigte Anerkennung durch die UN-Organisation eingesetzt und engagiert haben, die Daumen. Die Aufnahme als Weltkulturerbe wird dem Tourismus auf der Schwäbischen Alb nochmals einen Schub verleihen. Die Stadt Tübingen eilt dem neuen Prädikat bereits voraus und hat erstmals mit Partnern das Pauschalangebot „Eiszeitkunst und Urgestein“ entwickelt, das verschiedene Erlebnispunkte und Sehenswürdigkeiten miteinander verbindet. Bei weitem nicht so alt wie die Höhlenfunde sind die „Alten Sorten“ mit denen sich das Freilichtmuseum Beuren in diesem Jahr beschäftigt. Da geht es um Gemüse- und Obstsorten, die zum Teil schon in Vergessenheit geraten sind. Die Wiederentdeckung der „alten Sorten“ fördert zugleich den Gedanken des Selberkochens – eine gesunde wie attraktive Alternative zu den Fertiggerichten aus Dosen oder Tiefühltruhen. Wie schnell sich leckere Mahlzeiten mit regionalen Produkten zubereiten lassen, erfahren wir auch von Isabel Ockert, die für unsere Leser am 5. Mai ihre Kochschule in Schemmerhofen einrichtet. Mehr darüber und über andere spannende Alb-Themen finden Sie in unserem Frühlingsheft. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre. Herzlichst Ihr Rüdiger Gramsch Chefredakteur Zum Titelbild: „Weiß wie ein Brautkleid, betörende Düfte, die einen den Alltag vergessen lassen. Eine Sinfonie der Sinne kündigt den Lenz an!“ So beschreibt der Verein Schwäbisches Streuobstparadies den Blütenrausch, in den die Region im Frühjahr eintaucht. Das Blütenmeer ist so üppig, dass vielerorts Feste gefeiert werden. Die japanische Tradition des Blütenbetrachtens hat mit dem Schwäbischen Hanami hierzulande Einzug gehalten. Zahlreiche Veranstaltungen und Exkursionen bringen bis Anfang Juni Interessierten die Bedeutung der Streuobstwiesen nahe. Eine Augenweide sind immer wieder die blühenden Kirschbäume bei Hepsisau im Kreis Esslingen. Foto: Dieter Ruoff/Schwäbische Alb Tourismus albeins Inhalt Foto: SAB Göppingen 4 Alte Sorten kommen groß raus 7 Quell für Mythen und Märchen 7 Die Alb genießen 8 Gesunde Küche für den Frühling 10 Kulinarische Leidenschaft 11 Ludwig Heer kocht 12 Die Alb zeigt Flagge 14 Mit Schwung in den Frühling 15 Die Leichtigkeit des Seins 17 Kunst am Ei 18 Weiße Invasion im Wolfstal 19 Abheben im Europapark 20 Gewinnspiel 21 Mössinger Sommer aus der Tüte 22 Der Scharfmacher 24 Lieder in Poesie und Dialekt 26 Fundgrube für Albleser 27 Spielzeug aus dem Lautertal 28 Neues von der Alb 29 Erst Prinz und dann Pirat 30 Veranstaltungstipps 30 Neues aus der Alb-Wirtschaft 30 Impressum

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Den Blüten auf der Spur 2. April, 14:30 Uhr Sonntagsführung mit Jörg Geiger durch die Manufaktur und Obstwiesen, Schlat. Anmeldungen unter www.manufaktur-joerg-geiger.de 9. April, 13 Uhr Blütenwanderung um Owen Treffpunkt am Bahnhof Owen 19. April, 14 Uhr Tierspuren in den Streuobstwiesen Freilichtmuseum Beuren,Treffpunkt Öschelbronner Platz 21. April, 14 Uhr Zur Kirschblüte ins Hepsisauer Tal Anmeldungen bis 19.April unter 07023/9087 22. April, 12 Uhr Blütenfest auf dem Waldeckhof Jebenhausen 22. April, 10 Uhr 4. Hagellocher Blütenfest Wasserbehälter oberhalb der Panoramastraße in Tübingen-Hagelloch 23. April, 10.30 Uhr Blütenwanderung Dorfmitte Herrenberg-Mönchberg 23. April Kirschblütentag Marktplatz Weilheim an der Teck 23. April, 10 Uhr Kräuterwanderung durchs Streuobstparadies in Bad Urach Anmeldungen unter 0176 37038386 23. April, 10:30 Uhr Der Dorsach blüht Lichtenstein an der Straße im Brett 23. April, 13:30 Uhr Blütenwanderung ab Dorfplatz beim Rathaus in Herrenberg-Haslach 23. April, 11 Uhr Kirschblütenfest Nehren Kirschenfeld 28. April, 14 Uhr Blütenwanderung und Verkostung ab Parkplatz am Friedhof Rechberghausen 29. April, 9:30 Uhr Streuobstwiesen a Schönbuchrand Treffpunkt bei den Infotafeln am Herrenberger Bahnhof Anmeldung unter 07032/33786 30. April, 11 Uhr Blütenwanderung in den Neuffener Streuobstwiesen Gewand Buttenlau unterhalb der Viehweide Neuffen Weitere Veranstaltungen zum Schwäbischen Hanami unter www.streuobstparadies.de/ Entdecken/Schwaebisches-Hanami Alte Sorten komm Sie heißen „Große Rommelter“ oder „Wildling von Einsiedeln“ – zwei von insgesamt 46 alten Birnensorten, über die man am Mostbirnenlehrpfad in Zell unter Aichelberg (Kreis Göppingen) mehr erfährt. Alte Obstsorten kommen in diesem Jahr im Schwäbischen Streuobstparadies ganz groß raus, auch weil das Freilichtmuseum in Beuren (Kreis Esslingen) mit dem Schwerpunktthema „Alte Sorten“ Nutzpflanzen von anno dazumal in den Fokus rückt. Natürlich spielen da auch die alten Obstsorten eine Rolle, die in unserer Region einmal heimisch waren oder es wieder werden sollen. Von Rüdiger Gramsch Verschwinden die alten Nutzpflanzensorten, so geht nach Meinung der Experten nicht nur ein Stück Natur unwiderruflich verloren, sondern auch wertvolles Kulturgut. Denn in jeder Sorte stecke eine generationenübergreifende züchterische Arbeit, die sich nicht wiederholen lasse. Das Beispiel der Alblinse, die in den vergangenen Jahren eine regelrechte Renaissance erlebte, macht deutlich, das alte Sorten sehr wohl ihren Platz in unserem Speiseplan finden können. Gleichwohl ist das Comeback der Alblinse nur dem unermüdlichen Schaffen einiger weniger zu verdanken. Ähnlich Jörg Geiger. Der Gastronom aus Schlat (Kreis Göppingen), der früher als viele andere die Bedeutung der Streuobstwiesen wieder erkannte, verhalf der fast vergessenen Champagnerbratbirne zu einem neuen Auftritt. Er verarbeitete die Frucht zu einem Schaumwein und nannte diesen in der Konsequenz Bratbirnenchampagner. Damit zog er den Zorn der französischen Champagnerbarone auf sich. Langwierige Prozesse folgten. Geiger zog am Ende den Kürzeren, verhalf aber der alten Champagnerbratbirne (und sich) zu ungeahnter Popularität. Das Schicksal mancher alter Birnen- oder Apfelsorte droht auch anderen alten Nutzpflanzen, die noch ein Schattendasein fristen. Manche Pflanze konnte gerade noch gerettet werden, doch was es tatsächlich noch gibt, das wissen selbst die Experten nicht. Auf der Fahndungsliste steht da beispielsweise der „Weiße Laupheimer Sommerrettich“. Das Freilichtmuseum Beuren (Kreis Esslingen) will über seinen Themenschwerpunkt zum Erlebnisund Genusszentrum avancieren. Bei den Sortentagen stehen Getreide-,Gemüse- und Obstsorten im Vordergrund., Gärtner geben praktische Tipps und Vortrage runden das theoretische Wissen ab. Zudem soll den Besuchern im wahrsten Sinne Appetit auf die „alten Sorten“ gemacht werden. Mit Festen, Wanderungen, Führungen und besonderen kulinarischen Genüssen feiert das Streuobstparadies die Obstbaumblüte. Das Schwäbische Hanami beginnt am 2.April in Schlat (Kreis Göppingen). Bis Mitte Juni gibt es vielerlei Veranstaltungen rund um das Wiesenobst. Während die einen in der Natur den Blütenzauber genießen, treibt das Netzwerk Streuobst indes Pläne voran, in Mössingen (Kreis Tübingen) die Kantine der ehemaligen Textildruckerei Pausa umzubauen und zu sanieren, um dort ein Streuobst-Informationszentrum mit Café und Regionalladen einzurichten. Im Sommer vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat die Sanierung und

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men gross raus Fotos: SAB Göppingen Die Baumblüte auf der Streuobstwiese verzaubert die Landschaft. Unter den blühenden Obstbäumen fühlen sich auch die Ziegen wohl. Die blühenden Obstbäume prägen die Voralblandschaft. Alte Sorten neu entdeckt Veranstaltungen im Freilichtmuseum Beuren Samstag, 8. April, 10 Uhr Praxistipps: Propf- und Schnittkurs zur Erhaltung seltener Streuobstsorten Montag, 1. Mai, 11 Uhr Vortrag „Gegessen wird, was auf den Tisch kommt“ Sonntag, 14. Mai, 11 Uhr Vortrag: „Reutlinger Pomologie. Eduard Lucas und die Obstsortenvielfalt in Württemberg“ Sonntag, 21. Mai, 11 bis 17 Uhr Garten. Genuss. Markt. Mit Pflanzenmarkt und Tauschbörse für alte Sorten Sonntag, 25. Juni, 11 Uhr Vortrag: „Am Anfang war das Korn – eine Kulturpflanzengeschichte“ Sonntag, 9. Juli, 11 bis 17 Uhr Sortentag: „Ermstäler Knorpel und andere alte Kirschorten“ Samstag, 15. Juli: 13:30 bis 16:30 Uhr Führung: Verborgene Horizonte – Böden am Albtrauf“ Sonntag, 16. Juli, 11 Uhr Vortrag: Wie werden alte Getreideorten vermerkt?“ Sonntag, 16. Juli, 11 bis 17 Uhr Sortentag: Hack-, Halm- und Hülsenfrüchte Sonntag, 13. August, 11 Uhr Vortrag: Saatgut ist Kulturgut.Vielfalt statt Einheit“ Samstag, 26. August, 9:30 bis 17 Uhr Seminar: Sportvielfalt im Schwäbischen Streuobstparadies Sonntag, 3. September, 11 bis 17 Uhr Praxistipps: Saatgutgewinnung von samenfesten Sorten für den Hausgarten Sonntag, 10. September, 11 Uhr Vortrag: „Guter Heinrich, Schwarzwurzeln, Sellerie & Co“ Sonntag, 24. September, 11 bis 17 Uhr Markt: „Essen, was man retten will“ Sonntag, 8. Oktober, 11 Uhr bis Sonntag, 15. Oktober, 18 Uhr Sonderschau: Obstsorten aus dem Schwäbischen Streuobstparadies Sonntag, 8. Oktober 11 bis 18 Uhr 22. Moschtfescht Samstag, 14. Oktober, 14 bis 17 Uhr Praxistipps: Bestimmung alter Apfel- und Birnensorten Samstag, 21. Oktober, 9:30 bis 17 Uhr Seminar: Sortenvielfalt im Schwäbischen Streuobstparadies Sonntag, 22. Oktober, 11 Uhr Vortrag: Mit Linné durch den Garten: das wissenschaftliche System der Pflanzen und die gärtnerische Vielfalt“ Freilichtmuseum Beuren In den Herbstwiesen 72660 Beuren Telefon 07025/91190-0 www.freilichtmuseum-beuren.de Öffnungszeiten 1.April bis 5. November (Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr, an Feiertagen auch montags geöffnet)

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den Umbau unter dem Vorbehalt beschlossen, dass der Verein Schwä- und Entwicklung von Natur und bisches Streuobstparadies dem Projekt zustimmt. Der will aber erst Umwelt (Plenum) Tübingen För- im April entscheiden. Solange wollten die Mössinger Räte aber nicht deranträge gestellt und teilweise warten und beschlossen ohne Vorbehalt den Umbau der ehemaligen bereits zugesagt. Zur Bewälti- Pausa-Kantine. gung der laufenden Kosten sollen langfristige Sponsorenvereinba- Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf ca. 2,42 Mil- rungen mit Firmen,Vereinen und lionen Euro. Zur Finanzierung des Streuobstinfozentrums wurden Privatpersonen aus der Region insbesondere beim Landkreis Tübingen, den weiteren fünf Mitglieds- getroffen werden. Der Mössinger landkreisen, dem Land und beim Projekt des Landes zur Erhaltung Gemeinderat sieht in dem ge- planten Streuobstzentrum einen weiteren wichtiger Baustein für 6 Streuobstsorte 2017: Der Sonnenwirtsapfel die Aufwertung der Stadtmitte und zur Tourismusförderung. 2005 war das in Innenstadt- Der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden- nähe liegende Gebäudeensemble Württemberg (LOGL) hat den Sonnenwirtsapfel zur Streuobst- der ehemaligen Textildruckerei sorte des Jahres 2017 gewählt. Der Sonnenwirtsapfel stammt aus Pausa sowie die umfangreichen Backnang (Württemberg), wurde im Jahre 1937 vom Backnanger Stoff- und Entwurfsammlungen Sonnenwirt als Sämling entdeckt und wegen der positiven Eigen- wegen ihrer herausragenden schaften weiter vermehrt. Durch seine landschaftsprägende Krone künstlerischen und wissenschaft- und die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten ist dieser Apfel lichen Bedeutung unter beson- sehr gut für die Streuobstwiesen geeignet. Die Bäume erreichen deren Schutz gestellt worden. bei ausreichender Pflege ein hohes Alter und können dann recht Die von Architekt und Bauhaus- groß werden. Die Pflückreife des Sonnenwirtsapfels ist Ende Sep- Schüler Manfred Lehmbruck ent- tember bis Anfang Oktober, im Naturlager sind die Äpfel bis Ende worfenen und 1951 bis 1961 re- Februar haltbar. Die Frucht selbst ist mittelgroß bis groß und kugel- alisierten Produktionshallen mit förmig abgeflacht. Die Schale ist grünlich-gelb, sonnenseits braunrot Verwaltungsgebäude gelten als marmoriert, geflammt. Das Fruchtfleisch ist fest, saftig und etwas Beispiele moderner Nachkriegs- säuerlich mit leichtem Aroma. architektur im Bauhaus-Stil.

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Quell für Mythen und Märchen Der Blautopf bei Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis) ist ein Quell für Mythen, Märchen und wundersame Geschichten. Eine der schönsten ist wohl die „Historie von der schönen Lau“, in der Eduard Mörike erzählt, wie eine Wassernixe am Blautopf das Lachen wieder lernt. Eine Steinskulptur am Ufer erinnert an sie. Der Blautopf hat von Beginn an Menschen angelockt. Die ersten siedelten sich in den Höhlen der Umgebung an. Die „Venus vom Hohle Fels“, als älteste figürliche Menschendarstellung und die Flöten aus Schwanenknochen und Elfenbein, als älteste Musikin- strumente der Welt, sind frü- he Zeugnisse künstlerischen Schaffens. Leuchtet die Quelle in noch Der Blautopf bei Blaubeuren ist ein Quell für Mythen, Märchen und wundersame Geschichten. so vielen Nuancen und vermag so die Menschen zu faszinieren und inspirieren, die Ursache für Information die Attraktivität dieses frühen Tourist Information Blaubeuren Siedlungsraumes liegt in deren Ergiebigkeit. Auf der kargen Albfläche war Wasser überlebenswichtig – und hier floss und fließt Kirchplatz 10 89143 Blaubeuren Telefon 07344/966990 www.blaubeuren.de es reichlich: 2000 Liter schüttet die Quelle in der Sekunde, in Spitzenzeiten sogar bis zu 32 000 Liter. Foto: Stadt Blaubeuren/ Matthias Hangst Die Alb geniessen Der Albtag in Hohenstein bietet nicht nur Gelegenheit, die Schwäbische Alb in vollen Zügen zu genießen, sondern schafft auch Möglichkeiten zur Begegnung – im Zelt, auf der Liegewiese oder bei einer der unterhaltsamen Touren. Dreh- und Angelpunkt für alle Aktivitäten am Sonntag nach Himmelfahrt (28. Mai) ist das Gelände des TSV Ödenwaldstetten (Heidstraße 26). Der Albtag-Markt ist eines von vielen Angeboten bei der um 10 Uhr beginnenden Veranstaltung. Vorgestellt und angeboten werden vielerlei Produkte, die in der unmittelbaren Umgebung erzeugt und hergestellt werden. Zu verschiedenen Themen werden Touren angeboten, auf denen sich Interessantes entdecken lässt. So zum Beispiel auf der Käsetour. Bauer Rauscher erklärt, wie aus Hunger ist beim Albtag gesorgt, grünem Gras aromatischer Käse aber es gibt mehr als Alblinsa mit wird. Bei den Albbüffeln und in Spätzla. Für musikalische Unter- der Käseküche lüftet er dabei haltung durch die Sängerrunde so manches Geheimnis. Hobby- Hohenstein ist ebenfalls gesorgt, Imker Stefan Hägele erläutert um die Mittagszeit stellt Katinka auf seiner Tour die Arbeit der Manzau-Feddern ihr Kinderbuch fleißigen Insekten. Auf Kräuter- „Die Reise des schlafenden Mon- Tour mit Werner Christner wer- des“ vor. den aus „Unkräutern“ wertvolle Heilpflanzen. Erwin Knoll führt Mehr zum Albtag und unterhaltsam und mit viel Wis- das Programm gibt es unter senswertem durch sein Dam- www.albtag.de wild-Gehege. Die majestätischen Tiere strahlen eine ungeahnte Faszination aus, besonders, wenn man ihnen näher BLUMEN aus MEISTERHAND kommt. Hauptstrasse 22 Auch gegen Durst und 72531 Hohenstein/Meidelstetten Tel. 0 73 87/98 46 24 · Fax 0 73 87/98 46 86 7

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Advertorial Gesunde Küche für den Frühling Gesundes Essen und kulinarische Genüsse terküche die Kohlsorten, Schmorgerichte oder eine schließen sich keineswegs aus! Das weiß auch Isabel scharfe Gulaschsuppe mit starken Gewürzen und Ockert, die mit ihrer Kochschule im Küchenzent- wechseln im Frühjahr zur leichten Küche mit viel rum Schemmerhofen (Kreis Biberach) zu einem Grün auf dem Teller, zum Beispiel frische Sprossen, Koch-Event einlädt. die durch Kochmethoden wie das Dünsten und 8 Von Bernhard Bürkle Dämpfen schonend und leicht verdaulich zubereitet werden. Jedes gute Essen ist für den Körper dann besonders bekömmlich, wenn es alle fünf Geschmacksrichtungen - nämlich sauer, bitter, süß, scharf und salzig – beinhaltet und dadurch den ganzen Stoffwechsel unterstützt. Wir benötigen die Enzyme in sauren Nahrungsmitteln, die Bitterstoffe für die Fettverdauung, die scharfen Aromen zur Stoffwechsel-Aktivierung, das Salzige als Mineralien-Lieferant und die Süße des Lebens, die uns durch Fett, Eiweiß und Kohlehydrate nährt und satt macht. Auch die Thermik der Nahrungsmittel ist entscheidend und wird uns durch eine regionale und saisonale Verwendung bereits von der Natur vorgegeben und empfohlen. So finden wir in der Win- Dieses alte Wissen über die Wirkung der Nahrungsmittel und ihre Zubereitung finden wir in alten Rezepturen der Klostermedizin, in Aufzeichnungen von Hildegard von Bingen und in der 5-ElementeLehre der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin). Der ganzheitliche Ansatz über die Wirkung der Nahrungsmittel in Bezug auf Thermik und Geschmacksrichtung ist in vielen Kulturen wie z.B. auch in der mediterranen Küche zu finden – und auch in alten, vielfach erprobten Rezepten unserer Großmütter. Da erinnert man sich vielleicht an die Prise Salz im süßen Kuchen, und oft war man verwundert über so manche Kombinationen in den Rezepten.

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Die 5-Elemente-Lehre präsentiert uns die Erklärung, wie Nahrungsmittel in unserem Körper wirken. Die in der Natur im Winter gespeicherte Energie wird im Frühling freigesetzt, sobald alles grünt und sprießt, wenn die Pflanzen kraftvoll die Erde durchbrechen, erleben wir den Wandel dieser Jahreszeit und die Kraft des dynamischen Holz-Elementes. Nach dem Winter wechseln wir im Frühjahr zu einer leichteren Küche mit schonenden Garmethoden wie z.B. Dünsten und Dämpfen und viel Grün auf dem Teller, um die Organ-Paare Leber und Gallenblase in ihrer reinigenden und den Stoffwechsel aktivierenden Arbeit zu unterstützen. Auf dem Speiseplan finden wir jetzt auch leicht erfrischendes und mäßig Saures, das sich besonders günstig auf Leber und Gallenblase auswirkt. Zarte frische Kräuter, ein selbstgemachtes Pesto, frische Sprossen, leichte Getreide-Sorten wie z.B. Hirse, Gerste und Dinkel sowie scharf-bewegenden Aspekte in Frühlingszwiebeln, Lauch und Kresse sowie Bitterstoffe in Blattsalaten wie z.B. Chicoreé unterstützen den Stoffwechsel beim körperlichen Frühjahrsputz von innen. Isabel Ockert veranstaltet mit ihrer bekannten Kochschule seit vielen Jahren Koch-Events im süddeutschen Raum. Speziell für Albeins kommt sie am 5. Mai nach Schemmerhofen ins dortige Küchenzentrum und bereitet mit unseren Lesern gemeinsam leckere und außergewöhnliche Frühlings-Kreationen zu, die es anschließend in gemütlicher Runde mit interessanten Gesprächen zu genießen gilt. Zum Beispiel Karotten-Orangen-Suppe mit Ingwer, Hirse-Limetten-Salat mit Frühlingszwiebeln, überbackene Mandel-Ananas und mediterrane Dinkel-Bratlinge. Schürzen werden gestellt, mitzubringen sind dagegen gute Laune und Appetit. Advertorial Das Kochevent kostet 79 Euro pro Person, inklusive Getränke und natürlich komplette Verkostung, Schürzen werden leihweise gestellt. Dazu kann das „5 Elemente Rezeptbuch“ ausgiebig studiert werden. Den RezeptNewsletter von Isabel Ockert gibt es kostenlos unter www.genusspost.de Information Isabel Ockert Ernährungsberatung & Kochschule Telefon 07181/9375358 Mobil: 0171/8284667 E-Mail: isabel.ockert@googlemail.com oder info@isabel-ockert.de Kochschule Ockert: www.kocherlebnisse.de Rezept-Newsletter: www.genusspost.de Teambuilding-Events: www.teambuilding-kochevents.de Das gemeinsame Kochen der Kursteilnehmer macht viel Spaß. Foto: Bernhard Bürkle

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Kulinarische Leidensc Gourmetkoch Ludwig Heer von der „Alten Post“ in Kuchen (Kreis Göppingen) liebt die Vielseitigkeit - nicht nur in der Küche. Er ist Produktdesigner, Buchautor, gibt Kochkurse, verrät im Fernsehen, wie genussvolles Essen zubereitet wird und vertreibt sein eigenes erlesenes Konfekt. Von Ulrike Luthmer-Lechner „Als kleiner Junge wollte ich immer Erfinder werden“, lacht der 36-jährige Ludwig Heer. Aufgewachsen in der elterlichen Gastronomie „Alte Post“, einem gutbürgerlichen Restaurant in Kuchen, wurden die Weichen schon früh in Richtung Kochkunst gestellt. Nach seiner Ausbildung im „Burgrestaurant Staufeneck“ verschlug es ihn in Harald Wohlfahrts „Schwarzwaldstube“ nach Tonbach. Stationen im Culinary Institute of America in New York sowie lehr- und abenteuerreiche Jahre in den Ritz Carlton Hotels in Key Biscayne und Miami Beach folgten. 2006 kehrte der gebürtige Geislinger zurück auf die Ludwig Heer ist nicht nur Koch, sondern auch Tüftler. Foto: Privat Alb, legte seine Meisterprüfung ab und begann sich mit Pralinen zu beschäftigen. Feuer gefangen hatte er an der Gewandtheit, eigene erlesene Naschwerke zu zaubern, während seines Aufenthaltes in Florida. Dort zeigten ihm zwei erfahrene Patissiers die hohe Kunst der Pralinenfertigung. „Noch heute erkennt man dieamerikanische Farbenfreude in meinen Produkten, die ich seit 2006 mit großer Leidenschaft in Handarbeit herstelle“, so Ludwig Heer. 2013 übernahm er das Restaurant 19 beim Golfer‘s Club in Bad Überkingen, konzentrierte sich dann aber auf sein elterliches Haus in Kuchen und führt mit kulinarischen Finessen seit 2016 die „Alte Post“. Im Nebenhaus ist die Pralinen-Manufaktur beheimatet. Einen Alltag nur am Herd kann er sich jedoch nicht vorstellen: „Ich möchte mich weitestgehend aus dem operativen Geschäft heraushalten“, sagt der umtriebige Herr der Töpfe. „Nur Kochen reicht mir nicht, ich muss immer Unterschiedliches machen“, erzählt Ludwig Heer. Er geht neue Wege und seinem frühen Wunsch, Erfinder zu werden, kommt er jetzt ganz nahe. Sein neuestes Steckenpferd heißt „Design Cuisine“. Er tüftelt an raffinierten Küchenutensilien, wie dem „Chef‘s Probe“, einem Küchenthermometer für höchste Ansprüche oder einer Multifunktionsschürze. Zu Vermarktungszwecken reist er zu Fachmessen und stellt seine Produkte für die gehobene Gastronomie vor. Information Restaurant „Alte Post“ Staubstrasse 3 73329 Kuchen Telefon 07331/81254 www.altepost-kuchen.de www.ludwigheer.de

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chaft Bleibt da noch Zeit, um sich selbst ein leckeres Essen zuzubereiten? „Früher habe ich für mich selbst gekocht, jetzt wird für mich gekocht“, lacht Heer und spielt auf seine Lebensgefährtin Giulia Siegel, Tochter des Musikproduzenten Ralph Siegel, an. „Sie macht einen besseren Tafelspitz als ich“, schmunzelt er. Ob er da manchmal in Versuchung kommt zu verbessern? „Niemals würde ich ein Essen von ihr nachjustieren, weil Giulia ganz hervorragend kocht“. Wenn seine Freundin, die in München als Model und DJane arbeitet, in Kuchen weilt, freut sich auch Ludwigs Mutter Gabriele. „Ludwig ist sehr glücklich“, verrät sie. Sie ist voll des Lobes über die Frau an der Seite ihres Sohnes. „Giulia ist ein spannender, interessanter Mensch mit unglaublicher Lebenserfahrung und sie ist sehr gefällig“. Im Gastrobereich sei sie sehr engagiert und bringe sich ein. Rezept Ludwig Heer kocht: Orientalische Kürbissuppe mit Entenbrust Zutaten: Suppe Salz, Pfeffer, Olivenöl; 500 g Hokkaido-Kürbis ohne Schale und Kerne; 2 Champignons; 1 Stange Staudensellerie; 1 Stange Zwiebellauch; 1 Karotte; 1 Zwiebel; 1/2 Fenchel; 1 EL Zucker; 20 g Bauchspeck; 1 Knoblauchzehe; 4 Stangen Zitronengras; 10 g Ingwer; 1 Tomate; 1/2 TL Kreuzkümmel; 1/2 TL Korianderkörner; 1/2 TL Wacholderbeeren; 1/2 TL Pimentkörner; 3 Nelken; 3 Sternanis; 1 TL Curry; Dayong; 250 ml Weißwein; 2 Limetten. Zubereitung: Suppe Suppe: Kürbis, Champignons, Sellerie, Zwiebellauch, Karotten, Zwiebel und Fenchel in grobe Würfel schneiden und mit Zucker kräftig in Olivenöl anschwitzen. Grob zerkleinerten Bauchspeck, Knoblauch, Zitronengras, Ingwer,Tomate und Gewürze zugeben. Kurz weiter anschwitzen und mit Weißwein ablöschen.Wenn der Weißwein mindestens zur Hälfte verkocht ist, 0,8 l Wasser zugeben und ca. 20 Minuten lang köcheln lassen.Alles mit einem Stabmixer pürieren und anschließend durch ein Sieb passieren. Mit Salz, Limettenschale und Limettensaft abschmecken. Zutaten: Suppeneinlage: 8 Shiitake-Pilze; 2 Lauchzwiebeln; 50 g Butter; Salz, Pfeffer, Petersilie. Zubereitung: Suppeneinlage Shiitake-Pilze in Eckchen und Lauchzwiebeln in Würfel schneiden. Beides in Butter anschwitzen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit fein gehackter Petersilie verfeinern. Zutaten: Einlage 1 Entenbrust, Salz, Pfeffer Zubereitung: Einlage Die Entenbrüste auf der Fettseite einschneiden und mit Salz und Pfeffer würzen. Daraufhin ca. 5 Minuten lang bei mittlerer Hitze auf der Fettseite und 10 Sekunden auf der Fleischseite anbraten. Die Entenbrust sollte während der ersten Minute von oben beschwert werden, so dass sie sich in der Mitte nicht aufzieht. Im 100 Grad heißen Ofen bei Umluft auf 55°C Kerntemperatur garen (ca. 10–15 Minuten), kurz ruhen lassen und in Würfel schneiden. Fertigstellen Koriander oder Shiso-Kresse; 50 g geschlagene Sahne.Die Suppe in Teller füllen und etwas ge- schlagene Sahne in die Mitte geben. Pilze, Lauchzwiebeln und Entenbrustwürfel als Suppeneinlage verwenden und mit Koriander oder Shizo-Kresse garnieren. 11

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Der Messestand des Landkreis Göppingen. Am CMT-Stand vom Landkreis Esslingen ging es nicht nur um Sekt. Die Alb zeigt Flagge Die Schwäbische Alb hat auf der weltgrößten Reisemesse, der CMT sich auf der Sonderausstellung in Stuttgart, Flagge gezeigt und die Besucher neugierig auf die einzigar- „Fahrrad- & Erlebnis-Reisen mit tige Landschaft, die Historie und die Sehenswürdigkeiten gemacht.Auf Wandern“.Auf der Aktionsfläche einem 500 Quadratmeter großen Gemeinschaftsstand präsentierten wurde vom Haus der Volkskunst sich Landkreise, Gebietsgemeinschaften, Städte, Gemeinden und Tou- ein schwäbisches Musizieren mit rismusanbieter. Die Alb wird bei Touristen immer beliebter. 3,82 Milli- Sackpfeife, Bock, Hirtenhorn, onen Gästeübernachtungen wurden 2016 registriert, was einem Plus Zink und Schalmei geboten. von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Eine dreitägige Pauschalreise Die die Zuwächse im Alb-Tourismus freute der zuständige Landes- ist ein neues Angebot, das die minister Guido Wolf, der sich auf der CMT am Stand der Tourismus- Tübinger Wirtschaftsförderungs- gemeinschaft Mythos Schwäbische Alb informierte. „Wir freuen uns gesellschaft, das Museum der über das bisherige Ergebnis und sehen die positive Entwicklung als Universität Tübingen MUT, das Erfolg aller die sich im Tourismus engagieren“, sagt Mythos-Geschäfts- Hotel „Krone“ in Tübingen und führer Wolfgang Schütz. Immerhin stehe der Tourismus im Kreis Reut- der Geopark Schwäbische Alb lingen für rund 8240 Arbeitsplätze und einen Bruttoumsatz von etwa gemeinsam entwickelt haben. 466 Millionen Euro. Unter dem Titel „Eiszeitkunst und Urgestein“ begeben sich die Die Schwäbische Ostalb war zum dritten Mal in Folge auf der CMT. Besucher auf eine Zeitreise und Zum „Welt-Kultur-Gebirge“ Schwäbische Alb und zur Erlebniswelt erleben die Höhepunkte der „Welt-Kulturreich“ zeigten die Akteure von der Ostalb den Messe- Kunst aus der Eiszeit in Tübingen 12 besuchern ihre Angebote und Produkte unter dem Label „WELTKUL- und auf der Schwäbischen Alb. Tour Schwäbische Alb – Ostalb“. In den Blickpunkt rückten sie dabei attraktive Ausflugsziele wie den Tiefen Stollen, das Urweltmuseum, Der Mössinger Dreifürsten- das Alamannenmuseum Ellwangen oder die Stadt Aalen. steig am sogenannten „Früch- tetrauf“ wurde bereits zu Gemeinsam mit der Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf präsen- Deutschlands zweitschönstem tierte sich die Tourismusförderung des Landkreises Göppingen auf der Wanderweg gewählt. Nun folgen Messe. Die Touristikgemeinschaft Stauferland war mit der Stadt Göp- weitere Premiumwege im Land- pingen unter dem Dach des Regio Stuttgart Marketing- und Touris- kreis Tübingen, die einheitlich mus zu finden. Druckfrisch eingetroffen und am Stand auf der CMT unter dem Label „Früchtetrauf“, erhältlich war der neue Freizeitführer des Landkreises Göppingen. In gekennzeichnet durch den roten neun Rubriken erhält man auf 100 Seiten einen guten Überblick zu Apfel, vermarktet werden. In die- den Freizeitangeboten. sem Frühjahr gehen zunächst ein Premiumwanderweg, sowie zwei Die Zollernalb, die Burg Hohenzollern sowie die Albstädter Wan- Premiumspazierwanderwege an dermarke Traufgänge warben unter dem Dach der Schwäbischen Alb. den Start, weitere zertifizierbare Im Bereich der „Donau-Hoch-Alb“ fanden sich die drei Aussteller der Rundtouren sind in Planung, hieß Zollernalb wieder. Das Thema Wandern stand wieder im Zentrum es auf der CMT. der Aufmerksamkeit. Die Zollernalb und die Traufgänge präsentieren

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Interesse herrschte am Stand von Schönbuch und Heckengäu. Kirchheim unter Teck konnte den Messebesuchern viel zeigen. Der Donauradweg ist nun als Vier-Sterne-Radweg klassifiziert. Übergeben wurde die Auszeich- nung auf der CMT. Eine abwechs- lungsreiche Routenführung, überwiegend autofreie Strecken und eine gute Anbindung an den Nahverkehr – all dies sind Kriterien, die der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) bei der Klassifizierung von Rad- wegen berücksichtigt. Nun trägt auch der durch Tuttlingen führen- de Donauradweg dieses Prädikat. Für diesen besonderen Radweg entlang der Donau warb auf der CMT auch der Landkreis Sigma- ringen. Der ergänzte seine tou- ristischen Angebot auf der CMT noch um das 50-jährige Jubilä- um der Barockstraße, sowie das umfangreiche Gesundheits- und Wellnessangebote in der Region. Vorgestellt wurden auch die zer- tifizierten Premiumwanderwege, darunter die Sigmaringer Donau- Felsen-Läufe. Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb präsentierte sich gleich an zwei StändenVorgestellt wurde der neuer Flyer „Wandern im Biosphärengebiet“. Mit insgesamt knapp 30 Tourenvorschlägen kommen sowohl Genusswanderer und Familien als auch anspruchsvolle Sportler auf ihre Kosten. Zudem präsentierte man sich erstmals gemeinsam mit den Kollegen des Biosphärengebiets Schwarzwald. Der Geopark zeigte auf, welch vielfältige Möglichkeiten und spannende Aktivitäten der Geopark zu bieten haben. Das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren stellte die ältesten Kunstwerke der Menschheit vor. Höhlenführer der Bären-, Nebel- und Charlottenhöhle gaben Einblicke in die faszinierende Welt unter der Erde. Das Jurafangowerk Bad Boll stellte die heilsamen Wirkungen von Fango vor. Das Riff- museum Gerstetten zeigte, wie die Jurakorallen vollplastisch aus dem Riffschutt freigelegt werden können. Das Schwäbische Streuobstparadies an zwei Orten auf der Messe zu finden. So zum einen in der Regio-Lounge am Eingang der Messe und beim Schwäbischen Alb Tourismus-Verband. In der Regio-Lounge gab es hauptsächlich Produkte und Aktionen zum Thema Streuobst und in der beim Tourismusverband Informationen zum Streuobstparadies. Stark vertreten war auf der CMT auch der Landkreis Esslingen. Der warb zum einen mit seinen Spezialitäten vom Albtrauf, wie dem Whisky aus Owen oder dem Wein aus Neuffen. Am Stand der Stadt Esslingen stand ein Nachtwächter den Fragen der Messebesucher Rede und Antwort. Fotos: Rüdiger Gramsch 13 AN DER LAUTER

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Anzeige Mit Schwung in den Frühling Der Frühling ist da, die Zeit des Aufbruchs und der Erneuerung. Die Natur macht uns vor, was auch für uns jetzt wieder an der Zeit ist. Nach der endlos erscheinenden Phase der langen, kalten Nächte werden die Tage wieder länger, alles erwacht wieder zu neuem Leben. Martina Maigler, zertifizierte Gesundheitsberaterin in Biberach, hält Vorträge und gibt Seminare zum Thema. So wie die Tiere von ihrem Winterschlaf erwachen und sich die Knospen der Pflanzen vor- sichtig öffnen, so stellt sich auch unser Organismus um; denn auch wir halten in der dunklen Jah- reszeit so etwas wie einen Win- terschlaf, weiß Martina Maigler. Mit zunehmender Intensität des Sonnenlichts im Frühjahr beginnt im Gehirn die vermehrte Aus- schüttung von Serotonin, eines Botenstoffs, der gegen Depressi- on wirkt und uns in Aktivität und Hochstimmung versetzt. Diese Umstellung ist für unseren Orga- nismus recht anstrengend, und so macht sich ein weit verbreitetes 14 Phänomen bemerkbar, die Frühjahrsmüdigkeit. „50 bis 70 Pro- zent der Bevölkerung befällt ab Mitte März eine bleierne Müdig- Martina Maigler gibt Tipps fürs Frühjahr. Wenn der Flider blüht, sind auch die Schmetteringe wieder unterwegs. Fotos: Bernhard Bürkle keit, die oft sogar mit Schwindel, Kopfschmerz, Gereiztheit und Kreislaufschwäche einhergeht“, so die Gesundheitsberaterin. Um die Zeit des Frühlingserwachens möglichst vital und aktiv erleben zu können, bietet uns die Natur vielfache Möglichkeiten. Sebastian Kneipp zum Beispiel hat mit seinen fünf Wirkprinzipien der Gesundheit, Ernährung, Bewegung, Heilpflanzen, Wasseranwendungen und Lebensordnung ein ideales System geschaffen, um fit und gesund ins Frühjahr zu starten: Ernährung: Frisches Obst und Gemüse gehören ebenso auf den Speiseplan wie Vollkornprodukte. Bewegung: Bewegung in der Natur, möglichst tagsüber, ist das Mittel der Wahl gegen müde Knochen und einen schlappen Geist. Heilpflanzen: Viele heimische Kräuter sprießen im Frühjahr voller Vitalität. Sie können den Organismus unterstützen, die „Winterschlacken“ loszuwerden. Eine Kur mit Brennnesseltee wirkt wahre Wunder. Information Mehr zum Thema bietet u.a. das Seminar „Mit Schwung in den Frühling“ mit Gesundheitscoach Martina Maigler am 6. Mai 2017 im Ärztehaus Biberach Zeppelinring 7 Telefon 07351/8298420 Mobil 0151/19625542 info@gesundheitscoaching-maigler.de www.gesundheitscoaching-maigler.de Wasseranwendungen: Beim Armbad werden die Unterarme bis über die Ellbogen in 12 – 18 Grad kaltes Wasser getaucht, bis ein starkes Kältegefühl eintritt. Anschließend das Wasser abstreifen und für Wiedererwärmung sorgen. Lebensordnung: Frühjahrsputz ist nicht nur im Wohnbereich angesagt! So manch Altes kommt jetzt auf den Prüfstand und sollte für immer entfernt werden, damit Neues Platz hat.

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Martina Walz ist Bademeisterin im Thermalmineralbad Bad Ditzenbach: „Ich habe meinen Traumberuf gefunden.“ Fotos: Ulrike Luthmer-Lechner Die Leichtigkeit des Seins Schwerelos entspannen im Thermalmineralbad Bad Ditzenbach (Kreis Göppingen) ist ein Genuss für Leib und Seele. Dort, wo zahlreiche Menschen eine Auszeit vom Alltag nehmen und die Seele baumeln lassen, ist seit 14 Jahren der Arbeitsplatz von Bademeisterin Martina Walz. Von Ulrike Luthmer-Lechner „Die Arme hoch und aus der Schulter kreisen“, lautstark, lächelnd und voller Leidenschaft gibt Martina Walz ihre Kommandos am Beckenrand. Im mit von ursprünglich 46 Grad Celsius auf 34,5 Grad abgekühlten wohltemperierten Muschelkalkwasser aus der Canisiusquelle folgen die Badegäste gerne ihren Anweisungen. Ob Aqua Aerobic, Aqua Jogging oder Aqua Step die sportlich durchtrainierte Martina Walz ist in ihrem Element, wenn sie den Besuchern Anleitung zur Wassergymnastik gibt. „Kein Tag ist wie der andere“, so die Bademeisterin, die eigentlich Physiotherapeutin werden wollte und durch einen glücklichen Umstand 2003 in die Bad Ditzenbacher Vinzenz-Therme kam. In der im landschaftlich reizvollen Oberen Filstal auf 509 Metern hoch gelegenen Einrichtung fühlte sie sich sofort wohl. Gründer und Träger der Therme sowie der unmittelbar angrenzenden Klinik sind die Barmherzigen Schwestern aus Untermarchtal. Dr. Rudolf Lorenz, ärztlicher Leiter und Chefarzt der Vinzenz Klinik hebt die positive Wirkung des Thermalmineralwassers mit dem ausgesprochen hohen Gehalt an natürlicher Kohlensäure hervor. „Es verbessert die Durchblutung und Sauerstoffversorgung“. Der Körper kühle nicht aus, so dass man sich auch länger im Becken aufhalten könne. Gestressten Mitmenschen empfiehlt der Kardiologe: „Eine Stunde Thermalbad am Abend macht die Schlaftablette überflüssig, es sorgt für eine angenehme Erschöpfung“. Ständige Fortbildungen, um nach aktuellsten Erkenntnissen gesundheitsfördernde Bewegungsabläufe zu vermitteln, gehören zum Berufsprofil der Bademeisterin und Kollegen.Auch mit den Gruppen der Rheuma-Liga übt Martina Walz für eine bessere Beweglichkeit der Gelenke. Die Allround-Gymnastik im Wasser mit und ohne Geräte biete eine optimale Verbindung von gezielter gymnastischer Bewegungsschulung und der besonderen Wirkung des Wassers aufgrund der physikalischen Eigenschaft, 15

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