Klingende Nachrichten - Jubiläumsausgabe - 2017

 

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Jubiläumsausgabe der Klingenden Nachrichten 2017

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Stadtkapelle Wertingen e.V. Klingende Nachrichten 37. Ausgabe - April 2017 Jubiläumsausgabe 30 Jahre „Klingende Nachrichten“ mit großem Poster und Gewinnspiel

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Seite 3 Programm Dance Movements Philip Sparke (*1951) Jazz-Suite No.2 Dmitri Shostakovich (1906-1975) Arr. Johan de Meij 1. March 2. Lyric Waltz 3. Dance I 4. Dance II 5. Waltz no. 2 6. Finale Pause Bläserphilharmonie Danse Funambulesque Jules Strens (1893-1971) Blumenwalzer aus der Nussknacker Suite op. 71a Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840-1893) Arr. José Schyns Bolero Maurice Ravel (1875-1937) Arr. Henk van Lijnschooten Dance Movements Philip Sparke (*1951) Aus der Feder des international renommierten englischen Komponisten Philip Sparke stammt dieses wundervolle, viersätzige Werk. Es wurde als Auftragswerk für die United States Air Force Band komponiert und ist in der obersten Schwierigkeitsklasse angesiedelt. Die Dance Movements gehören zu Sparkes bedeutendsten Werken für Blasorchester. Die vier Sätze werden ohne Pause gespielt. Im ersten, sehr rhythmischen und schwungvollen Satz geben sich die Solisten die Klinke in die Hand. Ständige Taktwechsel und ein hoher technischer Schwierigkeitsgrad fordern hier von allen Musikern höchste Konzentration. Der zweite Satz ist ausschließlich für die Holzbläser und Percussion notiert. Die Oboe eröffnet diesen Satz mit einem schwungvollen Solo, ehe alle Holzbläser nach und nach zum Zuge kommen und in die irisch angehauchte Folklore mit einstimmen. Ohne Übergang stimmen die Blechbläser nun ein völlig neues Thema an, welches mit einem Tanz nur schwer in Verbindung gebracht werden kann. Dieser Satz kommt ganz anders daher als man es von einem Komponisten, der selbst Trompete studiert hat, erwartet. Dennoch zaubert Philip Sparke in diesen gerade einmal 63 Takten (zum Vergleich, der Holzbläsersatz nimmt 290 Takte ein) einen wahrhaft lieblichen Blechbläserklang auf das Papier, der trotz allem einen fulminanten Höhepunkt nicht vermissen lässt. Den vierten Satz beginnen die Schlagzeuger, welche leider in diesem Werk keinen eigenen Satz bekommen haben, mit temporeichen Sechzehntel Ketten. Der jazzige Einfluss ist gewollt und könnte einen fast in die West Side Story von Bernstein entführen. Temporeiche Läufe steigern sich immer wieder halsbrecherisch, bis sie dann endlich, unterstützt von strahlenden Blechbläserfanfaren, in einem triumphalen molto vivace enden.

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Bläserphilharmonie Seite 4 Jazz-Suite No. 2 und gewitzt orchestriert, aber nur Dmitri Shostakovich dem Namen nach Jazz. Es handelt (1906-1975) Arr. Johan de Meij sich aus heutiger Sicht um Folk- bzw. Tanzsuiten, die sich in den populären Gruppen wie z.B. André Rieu finden In seiner Studentenzeit hatte Shostakovich, dessen musikalische Neugier unersättlich war, häufig Konzerte gastierender Jazzmusiker besucht und so seine Wertschätzung für ein Medium, das im StalinRegime wenig Anerkennung erhielt, zum Ausdruck gebracht. Im Jahre 1930 lernte der inzwischen erfolgreiche junge Komponist den als russischen Jazzmusiker populären Leonid Utjosow und seine Band „Tea Jazz“ in Odessa kennen. Die Band spielte allerdings kaum Jazz, sondern eine sehr abwechslungsreiche moderne Unterhaltungsmusik. In der Folge komponierte Shostakovich für Revuen, Filme, Wettbewerbe und eine Jazzkommission. Die erste dreisätzige, so genannte Jazz-Suite No. 1 entstand 1934, um Kollegen Mut zu machen. Im Jahre 1938 folgte die Jazz-Suite No. 2 für das staatliche Jazzorchester mit seinem Dirigenten Viktor Knuschewitzkij. Beide Suiten sind brillante Werke und zu Hits wurden wie der berühmte lyrische Walzer. Was für ein Könner Shostakovich war, belegt eine Wette, die er souverän gewann, indem er seinen berühmten „Tahiti Trott“ nach „Tea for two“ nicht wie gewettet in 60, sondern in 40 Minuten zu Papier gebracht hatte. Der Eröffnungssatz ist ein Marsch mit tänzerischem Charakter, einer farbig instrumentierten Melodik und Zitaten aus bekannten Werken. Im zweiten und fünften Satz stellen solistische Saxofone wunderschöne Walzerm­­ elodien vor, die in der Folge farbig und orchestral variiert werden. Der dritte Satz (Presto) fegt in virtuosen Holzbläserläufen quasi im Galopp über die vor- und nachschlagende Begleitung, die durch kurze, spritzige Effekte der Blechbläser aufgefrischt wird. Der vierte Satz (Allegretto scherzando) trottet heiter als Polka dahin, bis er weniger bewegt (meno mosso) in einen Dreivierteltakt stolpert und als Reprise wieder zur Polka zurück findet. Im sechsten Satz (Finale, Allegro mode- rato) stellen die Flöten nach einem virtuosen, aufwärts strebenden Feger das Thema aus Sechzehntelläufen vor, das vom Orchester im Tutti weitergeführt und von den Blechbläsern in tänzerischen Rhythmen Überleitungen erfährt. Der Schluss kommt uns dann wieder bekannt vor. Danse Funambulesque Jules Strens (1893-1971) Der belgische Organist und Komponist Jules Strens studierte zuerst Violine am Königlichen Konservatorium in Brüssel bevor er sich immer mehr dem Komponieren widmete. Paul Gilson gilt als sein Lehrer und Mentor in Orchestration. Als Komponist sah sich Jules Strens eher als Autodidakt. Dennoch sind seine Kompositionen herausragend und von einer Intensität wie es nur selten zu finden ist. Bereits 1929 entstand dieses Werk für Blasorchester. Frei von Diktaten und Zwängen kann dieser ausgefallene Tanz, fast 90 Jahre nach der Entstehung, immer noch als modern angesehen werden. Funambule, auf Französisch Innenraumbegrünung für Geschäftsräume, Praxen, Restaurants oder ein behagliches Zuhause. Wir beraten Sie gern! Schönes für Haus, Balkon und Garten. Maximilian Hurler ∙ Gärtnerei & Raumbegrünung Zusmarshauser Str. 33 ∙ Wertingen ∙ Tel. 08272-2450 ∙ www.LebenMitGruen.de Noten & Konzertkarten Wählen Sie an unserem Ticket-Computer Ihren Platz! Buchhandlung Geschenke Kulinarik Schule & Büro Marktplatz Wertingen 10 8272•23 17 dergerblinger.de dergerblinger

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Seite 5 Bläserphilharmonie E.Siwi Hauptstr. 20, 86637 Wertingen, Tel. 0 82 72/24 51 www.spielwaren-siwi.de „Seiltänzer“. Da der Komponist kei- Blumenwalzer aus der Bolero ne Angaben zur Entstehung dieser Komposition gemacht hat können wir nur spekulieren ob Jules Strens tatsächlich an einen Seiltänzer gedacht hat. Vielleicht können wir es auch als „Lebenskünstler“ übersetzen und somit ist die Interpretation sehr offen. Nussknacker Suite op. 71a Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840-1893) Arr. José Schyns Das zweiaktige Ballett „Der Nussknacker“ wurde 1892 zum ersten Maurice Ravel (1875-1937) Arr. Henk van Lijnschooten Warum von diesem Stück eine solche Faszination ausgeht, wusste selbst der französische Komponist nicht. So hatte doch Ravels Musik noch viel Ein Erlebnisbericht des Dirigenten: „Ein interessantes und ausdrucksstarkes Solo der Querflöte eröffnet den Tanz. Wunderschön, mal was anderes. Dissonanzen und Intervallsprünge in große und kleine Septimen, Sexten oder in verminderte und neapolitanische Akkorde sind zu hören. Ein ruhiges Thema angeführt von Fagott, Baritonsaxophon und Euphonium führt in einen tranceartigen Zustand. Kurze pfiffige Solopassagen von Kornett, Eb Klarinette und Oboe sorgen für einen abwechslungsreichen Part. Die Percussionsinstrumente trei- Mal in Sankt Petersburg aufgeführt. Es ist eines der populärsten Ballette von Tchaikovsky und handelt von der Geschichte „Nußknacker und Mausekönig“ von E.T.A. Hoffmann. Dieses weihnachtliche Kunstmärchen dient als Grundlage für das Ballett und steht bei fast allen großen Theaterhäusern weltweit zur Adventszeit auf dem Programm. Etwas zeitlich versetzt, aber dennoch wunderschön anzusehen dürfen Sie sich vor allem auf die Darbietungen des Balletts freuen. In diesem Fall geht der Augenschmaus dem Ohrenschmaus vor. mehr und interessantere Werke zu bieten. In der Uraufführung schockierte die (angeblich halbnackte) Tänzerin Ida Rubinstein 1928, umgeben von 20 Tänzern, mit erotischen, bald vulgären Bewegungen das Pariser Publikum. Auf den Ausruf einer Zuschauerin „Hilfe, ein Verrückter“, soll Ravel nur trocken erwidert haben: „Die hat´s kapiert“. Ravel sagte selbst über seinen Bolero: „Keine wirkliche Form, keine Entwicklung, keine oder fast keine Modulation; ein reines Orchesterstück ohne Musik; ein Thema im Stil Padillas (des sehr banalen Autors von ben die Bläser immer wieder vor sich her. Hämmern und schlagen, setzen den Musikern hin und wieder mit der Peitsche zu. Doch die Posaunen wehren sich mit harten Glissandi im fortississi- mo. Dem haben sogar die Schlagzeuger nichts entgegenzusetzen. Das Orchester schwingt sich langsam hoch. Kurze Ruhephase! Solo der kleinen Trommel. Was heißt hier Solo, das ist pure Energie. Die Blechbläser sind am Zug. Doppel-/ Triolenzunge, alle Register werden ge- zogen. Während sich die Holzbläser in halsbrecherischen Läufen hochschwin- gen, holen die Blechbläser nochmal tief Luft. Die kleine Trommel und die Pauke wirbeln immer heftiger - molto crescendo - zu der nun unausweichli- chen Ekstase.“

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Bläserphilharmonie Valencia); nichts als Rhythmus und Orchester.“ Ravel, sehr bemüht, mit Understatement auf den weltweiten Erfolg seiner Partitur zu reagieren, ließ bezeichnenderweise den ausschlaggebenden Wirkungsfaktor unerwähnt: die Faszination des Rituellen, die kontinuierliche Steigerung vereinfachter Grundmodelle (es gibt nur zwei leicht unterschiedliche Melodien) in immer höhere Stufen magischer Ekstase. Seite 6 Im Konzertsaal zählt das Werk nach wie vor zu den härtesten Bewährungsproben für Dirigenten jeglichen Temperaments, denen es in der Regel Mühe bereitet, das betont Balletttänzerinnen v.l.n.r.: Silvia Stöckle, Tabea Langer, Stefanie Stöckle, Raphaela moderate Grundzeitmaß durchzu- Bayer-Hirsch, Johanna Sturm, Katja Arendt, Katharina Sturm, Hannah Langer halten. Für sie gilt Ravels Paradoxon anlässlich zweier extrem unterschiedlicher Interpretationen durch Toscanini und Furtwängler: „Wenn man den Bolero schnell spielt, so scheint er lang; wenn man ihn aber langsam spielt, so scheint er kurz.“ Tobias Schmid/ Manfred-Andreas Lipp Ballett ist nicht nur Tanz Es ist immer wieder aufregend, wenn Orchester und Tanz zu einer künstlerischen Symbiose aufeinandertreffen, um das Publikum zu begeistern. Es freut mich deshalb besonders als ehemaliger Theaterbühnentänzer, meinen Schülerinnen der Ballettschule Ende die Möglichkeit zu bieten Live mit einem Orchester auf der Bühne zu kooperieren. Besonders die Probenarbeit beider Spaten fordert von allen höchste Disziplin, da sich alle aufeinander abstimmen müssen, um eine erfolgreiche Darbietung zu gestalten. Ich erfahre immer wieder, wie durch die intensive Probenarbeit die Tänzer noch mehr zu einer Einheit zusammenge- sparkasse-dillingen.de Begeistern ist einfach. Musik die verzaubert. Und finanzielle Leistungen, die stimmen. Lassen Sie sich verzaubern – von den meisterhaften musikalischen Darbietungen und ebenso von unseren wohlklingenden finanziellen Angeboten, die sich harmonisch auf Ihre Wünsche und Ansprüche abstimmen lassen. Welche Töne Sie dabei auch anschlagen wollen, hören Sie doch gleich bei uns rein. Und lassen Sie sich einstimmen auf neue, chancenreiche Angebote.

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Seite 7 Bläserphilharmonie Gewinnspiel der Jubiläumsausgabe Lösen Sie das Kreuzworträtsel und senden Sie das Lösungswort an redaktion@stakawertingen.de mit Name, Adresse und Telefonnummer. Aus allen richtigen Einsendungen werden zwei Eintrittskarten für das Osterkonzert verlost. Einsendeschluss: 9. April 2017 v.l.n.r.: Tobias Schmid, Dirigent der Bläserphilharmonie Wertingen und Alexander Schoofs-Carell, Leiter der Ballettschule Ende aus Donauwörth schweißt werden und sich auch nochmal selbst und andere besser kennen lernen. Wissenswertes Das schöne am Tanzen ist, dass es jeder praktizieren kann. Es ist die Urform des Ausdrucks von Freude und fördert die Zusammenführung der Gesellschaft. Hinzu kommt heutzutage der gesundheitliche Aspekt, der durch kontrollierte schonende Bewegungsabläufe nur mit dem eigenen Körpergewicht forciert wird. Musikalität und Koordination werden zusätzlich gefördert und verbessert. Eine dadurch resultierende selbstbewusste Körperhaltung hat zudem bei einem Bewerbungsgespräch auch noch niemandem geschadet. Da der Mensch zu 50-80% aus Wasser besteht und Wasser immer in Bewegung ist, ist Bewegung auch förderlich für schnellere Regeneration und Erfolg. Tanz beginnt im Kopf, nicht im Körper! Ich würde mich sehr freuen, wenn auch Sie diese Erfahrung mit mir teilen können und begrüße Sie recht herzlich zu einer kostenlosen Probestunde bei mir in der Ballettschule Ende in Donauwörth. w w w. ba l le t t s c hu le - e n d e. d e Tel.0906/21414 Alexander Schoofs-Carell Leiter der Ballettschule Ende 1. Osterkonzert Thema 2. Blechblasinstrument 3. Komponist des Blumenwalzers 4. Titel des Kirchenkonzertes? 5. Nachname des Dirigenten der Bläserphilharmonie 6. Nachname des Präsidenten der Stadtkapelle 7. Musikalische Bezeichnung für „sehr laut“ 8. Welches Orchester nimmt am Frühlingskonzert teil? 9. Nachname des neuen BIGband Dirigenten 10. Wie heißt das schwarze Instrument mit Doppelrohr am Mundstück? 11. Tiefstes Blechblasinstrument 12. Wo fand die kulinarische Jazznacht statt? 13. Wo ist die Ballettschule beheimatet? 14. Aus welcher Suite stammt der Blumenwalzer? 15. Welches Instrument spielt Anna-Maria Hof? 16. Mit welchem Instrument begann Karolina Wörle in der Stadtkapelle? 17. Wo trafen sich im November die schwäbischen Spitzenorchester? 18. Welcher Musiker feierte seinen 60.Geburtstag? (Nachname) 19. An welchem Wochentag spielt die Bläserphilharmonie ihr Osterkonzert? 20. Welche Verkleidung hatte Manfred-Andreas Lipp beim Faschingskonzert? 21. Wie heißt der Solo-Duo-Wettberwerb des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes? 22. Aus wievielen Mitgliedern besteht die Redaktion? 23. Wer organisierte das Benefizkonzert mit dem Klarinettenorchester? (Vorname) 24. Auf welchem Berg wollte die Bläserphilharmonie im Juli 2016 ein Konzert spielen? Lösungswort:

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Bläserphilharmonie Ein nasser (Konzert)ausflug Seite 8 Nach den erfolgreichen Konzerten an Ostern wurde die Probenarbeit in der Bläserphilharmonie auf die beiden letzten Konzerte der Saison 2016 im Juni ausgerichtet: Das Konzert auf dem Fellhorn am 12. Juni und das Open Air auf dem Wertinger Marktplatz am 25. Juni. Das Wetter spielte nicht mit Das Wochenende unseres Ausflugs auf das Fellhorn rückte näher. Die Probenarbeit war erfolgreich, die einstudierten Werke liefen gut - nur das Wetter wurde immer schlechter. Am Freitag vor unserer Abfahrt teilte uns der Veranstalter mit, dass das Open Air-Konzert an der SchlappoldseeStation aufgrund der schlechten Witterung abgesagt wurde. Den gesamten Ausflug wollten wir aber nicht absagen und startet am Samstag Mittag in Wertingen. Bei strömendem Regen fuhren wir mit dem Bus Richtung Allgäu. Unser Ziel war die Breitachklamm bei Oberstdorf. Bei unserer Ankunft hatte es der Wettergott gut mit uns gemeint – der Regen hatte aufgehört. Die Wanderung durch die Klamm war zwar trotzdem noch etwas feucht, aber alle hatten ihren Spaß dabei. An der Alpe Dornach auf unserem Rundwanderweg wurde noch eine kleine Brotzeit ge- macht, bevor es mit dem Bus weiter zu unserer Unterkunft ging. Spaß mit Blasmusik Nach der Quartierverteilung und dem Abendessen trafen sich alle in der Lindenstube zum gemütlichen Beisammensein. Einige Musiker hatten ihre Instrumente dabei und so spielte eine kleine Besetzung ein buntes Programm aus Polkas, Märschen und Walzern. Auch wurde die Zeit zu Gesprächen genutzt, was ja in den Proben vom Dirigenten nicht gern gesehen wird.

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es dann zurück nach Wertingen. Auch wenn das Wetter nicht so gut war, war der Ausflug ein tolles Erlebnis für das ganze Orchester. Gipfelkonzert 2017 Unser Open Air-Konzertprogramm konnten wir leider nicht mehr zei- gen, da auch das Open Air auf dem Wertinger Marktplatz vierzehn Tage später wegen des schlechten Wetters ab- Rafting auf der Iller Trotz des längeren Abends waren am nächsten Morgen alle fit für das Highlight des Ausfluges: Rafting auf der Iller. In Bihlersdorf bei Sonthofen wurde die gesamte Mannschaft mit Neoprenanzug, Schwimmweste und Guides ohne größere Probleme gemeistert. Trotz des nicht gerade warmen Wetter ließen es sich viele nicht nehmen, auch mal in die Iller zu springen und ein Stück zu schwimmen. Nach drei Stunden Spaß auf der Iller kamen alle unversehrt wieder in Bihlerdorf an. Wieder in trockenen Klamotten ging gesagt werden musste. Wir lassen uns aber durch das Wetter nicht entmutigen und haben deshalb auch dieses Jahr einen Ausflug nach Oberstdorf geplant. Dort werden wir unser musikalisches Können beim OpenAir-Konzert am 16. Juli auf der Kanzelwand zeigen. Peter Holand Helm ausgerüstet. 10 Kilometer fluss- aufwärts wurden wir auf die Boote auf- geteilt. Es gab Dreier-Kanadier und ein großes Boot mit einer Zehnerbesatzung. Nach dem ersten Kilometer waren dann alle mit ihren Booten vertraut und man begann sich gegenseitig nass zu spritzen oder auch ein gewag- tes Überholmanöver. Auch auftreten- de Stromschnellen wurden unter den fachlichen Anleitungen der Rafting-

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Schwäbische Spitzenblasorchester konzertieren gemeinsam Anfang letzten Jahres erhielt die Bläserphilharmonie eine Einladung zu einem Konzert in Krumbach. Der Musikverein Krumbach e.V. feierte 2016 sein 200-jähriges Bestehen und veranstaltet anlässlich dieses Jubiläums am 26. November ein Höchststufenkonzert. Neben Wertingen waren die Stadtkapelle Memmingen und das Jugendblasorchester Marktoberdorf eingeladen. Zusammen mit dem Gastgeber gestalteten diese Orchester einen besonderen Abend der konzertanten Blasmusik. Oper „Die verkaufte Braut“ von Bedrich Smetana beeindruckte die Stadtkapelle Memmingen durch ihr absolut reines Spiel bei den schnellen Passagen. Den Abschluss ihres Vortrages bildete Alfred Reeds „Third Suite for Band“. Die Bläserphilharmonie Wertingen unter der Leitung von Tobias Schmid hat sich für ihre musikalische Darbietung für ein einziges großes Werk entschieden: die Sinfonia No. 1 „Marea Negra“ des spanischen Komponisten Antón Alcalde-Rodriguez. In diesem Werk wird der Untergang des Öltankers „Prestige“ vor der spanischen Atlantikküste musikalisch beschrieben. Die Bläserphiharmonie zeichnet musikalisch gekonnt die Szenen des Tankerunglückes, wie zum Beispiel der Tanker gegen die Urgewalten des Atlantik kämpft bis zum Untergang, beim dem durch schrille Klarinettenschreie das Bersten des Metalls hörbar wird. Nach der Pause bot sich den Zuhörern ein anderes Bühnenbild: das Jugendblasorchester Marktoberdorf und die Jubiläumskapelle Krumbach Wertingen zusammen mit Memmingen auf der Bühne Bei einer Orchesterstärke von 60 Musikern und mehr war es natürlich nicht möglich, alle vier Blasorchester auf der Bühne Platz nehmen zu lassen. So gestalteten die Stadtkapelle Memmingen und die Bläserphilharmonie Wertingen den ersten Konzertteil. Mit der Ouvertüre zu „Candide“ von Leonard Bernstein eröffnete die Stadtkapelle Memmingen unter Leitung von Johnny Ekelboom den besonderen Konzertabend. Auch beim zweiten Stück, dem „Springtanz“ Die Bläserphilharmonie unter Leitung von Tobias Schmid bei ihrer musikalischen aus dem dritten Akt der berühmten Interpretation von „Marea Negra“.

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hatten auf der Bühne Platz genommen. Die jungen Musiker begannen mit Jan de Haans „Liberty“. Lateinamerikansiche Klänge waren dann beim „Danzon No 2“ von Arturo Marquez zu hören. Als Zugabe spielte das Jugendblasorchester eine Komposition, die als Polka beginnt und dann in einen modernen Beat wechselt, gekrönt von einem minutenlangen Schlagzeugsolo. Geschichte des Musikvereins vertont Die Krumbacher Jubiläumskapelle begann ihren musikalischen Vortrag mit der Komposition „Conjunctio“, die anlässlich des Jubiläums von Dirigent Robert Hartmann komponiert worden war. „Conjunctio“ steht für Freundschaft und Zusammenhalt im Verein, dessen Geschichte im Werk musikalisch erzählt wird. Mit dem modernen Blasmusikstück „Omens of Love“ des Japaners Izumi Hirotaka schlossen die Krumbacher ihren Vortrag schwungvoll ab. Gelungene Zugabe durch alle Musiker Zum Abschluss des Konzertes wurden die Stühle auf der Bühne bei Seite geschoben und die Musiker aller vier Orchester stellten sich auf der Bühne auf. Gemeinsam musizierten sie die schottische Ballade „Auld Lang Syne“, bei uns besser bekannt als „Nehmt Abschied Brüder“ unter dem Dirigat von Robert Hartmann. Beeindruckend war der musikalische Vortrag der insgesamt ca. 250 Musiker, der oft bei Gemeinschaftschören verloren geht. Nach dem Konzert bot der Musikverein Krumbach allen Musikern eine kleine Brotzeit an. Dabei bestand die Möglichkeit, sich mit den Musikern der anderen Orchester zu unterhalten. Die Bläserphilharmonie ist stolz, bei so einem schwäbisch-musikalischen Spitzentreffen mitgewirkt zu haben. Peter Holand Fotos: Tobias Ehrmann, MV Krumbach Versicherungen sind eine komplexe Angelegenheit. Information und Wissen schaden nur demjenigen, der sie nicht hat. -richtig Beratung ist mir wichtig! versichern! Franz Helmschrott Dorfstraße 17 • Geratshofen • 86637 Wertingen Telefon 08272 641264 • Fax 08272 641265

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Bläserphilharmonie Seite 12 Abwechslungsreiches Kirchenkonzert Bläserphilharmonie gestaltet stimmungsvolles Konzert bei Kerzenschein In diesem Jahr fand das Candlelight Konzert nicht am Abend der Wertinger Nacht statt, sondern bereits eine Woche früher. Sehr zur Freude der Musiker tat dies dem Publikumszustrom keinen Abbruch. Die Stadtpfarrkirche war bis auf den letzten Stehplatz voll besetzt mit treuen Konzertbesuchern in Erwartung eines ergreifenden Konzerterlebnisses. Sie wurden nicht enttäuscht. Bei Werken wie der „Ouvertüre Allemande“ von Thomas Doss, „The Danserye“ von Tylman Susato oder „Subterra“ von Daniel Weinberger kam jeder auf seine Kosten. Es war alles dabei, von zauberhaften und subtilen Klängen, mitreißenden Höhepunkten und ausgefeilten Solos. Klangliche Vielfalt Tobias Schmid gelingt es Jahr für Jahr aufs Neue, aus seinem Orchester Emotionen freizusetzen, die sich direkt aufs Publikum übertragen und dabei bleibenden Eindruck hinterlassen. Völlig verblüfft und überrascht von der klanglichen Vielfalt und dem technischen Vermögen der Musiker der Bläserphilharmonie, reagierten bereits die Zuhörer beim Konzert mit dem gleichen Programm in der Kirche in Syrgenstein. Aus Syrgenstein stammt auch der Chor „Lilacs“, der im Wechsel mit den Musikern der Bläserphilharmonie für Abwechslung sorgte. Die jungen Sängerinnen brachten unter der Leitung von Sabine Seidl Stücke, wie „Open the eyes of my heart“ oder den Klassiker „Halleluja“ des erst kürzlich verstorbenen Leonard Cohen und „The Rose“ von Amanda Mc Brown zu Gehör. St. Martin als Thema Mit diesem Konzert wurde auch gleichzeitig der Reigen der Feierlichkeiten zum Patrozinium der Stadtpfarrkirche eröffnet. Stadtpfarrer Rupert Ostermayer brachte die verschiedenen Werktitel in seinen Ansprachen unter einen großen Bogen zum Thema St. Martin, Barmherzigkeit und christliches Miteinander. Die besinnlichen Worte in stimmungsvoller Atmosphäre, getragen von anregender und ansprechender Musik, das ist die Mischung, die einen Abend wie diesen noch tagelang nachklingen lassen. Ein Candlelight Konzert darf natürlich nicht ohne „Candle in the Wind“ von Elton John zu Ende gehen und so nutzte Thomas Briegel an der Trompete die Gelegenheit, um den Solopart ausdrucksvoll zu gestalten. Heike Mayr-Hof 匀琀攀瀀栀愀渀椀攀 娀攀最甀氀愀 倀栀礀猀椀漀琀栀攀爀愀瀀椀攀 䬀爀愀渀欀攀渀最礀洀渀愀猀琀椀欀 䈀漀戀愀琀栀 吀栀攀爀愀瀀椀攀 洀愀渀甀攀氀氀攀 吀栀攀爀愀瀀椀攀 䰀礀洀瀀栀搀爀愀椀渀愀最攀 匀瀀漀爀琀瀀栀礀猀椀漀琀栀攀爀愀瀀椀攀 挀爀愀渀椀漀猀愀挀爀愀氀攀 吀栀攀爀愀瀀椀攀 吀攀爀洀椀渀攀 渀愀挀栀  嘀攀爀攀椀渀戀愀爀甀渀最㨀 吀攀氀㨀  㠀㈀㜀㈀ ⼀ 㤀㠀㈀㄀ 㐀㠀 䴀漀戀椀氀㨀  ㄀㜀㘀 ⼀ 㔀㘀㔀㠀 㤀 㠀

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Seite 13 Vororchester & Jugendorchester Augen auf! So finden Sie uns: Unsere Öffnungszeiten Mo., Di., Do. und Fr. 9 bis 12 Uhr u. 14 bis 18 Uhr; Mi. und Sa. von 9 bis 12 Uhr Schulstraße 15 · 86647 Lauterbach Telefon (0 82 74) 2 78 · Telefax (0 82 74) 10 87 Internet: www.oefele.de · jagdbekleidung@oefele.de Mit dem Smartphone zu www.oefele.de Werde unser Fan auf Facebook facebook.com/jagdbekleidung.oefele

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Stadtkapelle Symphonieorchester aus den USA gastiert in Wertingen Seite 14 Ein großartiges Musikerlebnis boten die 80 jungen Musikerinnen und Musiker des „International Youth Symphony Orchestra“ aus dem Blue Lake Fine Arts Camp unter der Leitung von Michael Klaue dem Wertinger Publikum. Seit 50 Jahren gibt es das Blue Lake Drei Konzerte in virtuos eröffnet. Dem 16-jährigen Fine Arts Camp in Michigan/USA. Mit Fritz und Gretchen Stansell hatte die- Wertingen Pianisten Fengjin Cui war der Solopart in „Rhapsody in Blue“ von George se segensreiche Einrichtung Menschen an der Spitze, die es verstanden, junge Menschen für die „Schönen Künste“ zu begeistern, zu sensibilisieren und dabei den Geist der Völkerverständigung, für Freundschaft und Frieden in den Mittelpunkt zu rücken und weiterzugeben. Zusammenarbeit seit über 30 Jahren Artur Richert hatte bereits vor mehr als 30 Jahren die ersten Kontakte aufgebaut und in der Folge auch den regelmäßigen Austausch mit dem Zwei tolle Konzerte in der Stadthalle Wertingen hörten am 12. Juli ca. 1000 Schülerinnen und Schüler bereits am Vormittag und am Abend konnten die Gäste nochmals vor dem großem einheimischen Publikum begeistern. Michael Klaue, Dirigent des Jugendsinfonieorchesters Ahrensburg und Dozent für Dirigieren an der Hochschule für Musik in Hamburg, ist dem Blue Lake Fine Arts Camp seit 40 Jahren verbunden. Mit der „Overture to Russlan and Ludmilla“ von Mikhail Glinka (1804-1857) wurde das Konzert romantisch, temperamentvoll und Gershwin (1898-1937) vorbehalten. Der jugendliche, bereits vielseitig und hoch dekorierte Solist, war dem anspruchsvollen Solopart jederzeit und souverän gewachsen und brachte authentisch sowohl im Dialog mit dem Dirigenten und dem Orchester als auch bei den solistischen Passagen Gershwins Musik zum Klingen und Swingen. Michael Klaue setzte zusammen mit den Solisten des Orchesters und dem Pianisten um, was wohl das Anliegen amerikanischer Musik auch sein muss und so wurden die möglichen Elemente des Jazz mit Bluenotes, Slides, Vibrato und Growls nicht nur angedeutet, sondern integ- Gymnasium gepflegt. Als im Jahre 1994 erstmals das Jugendorchester der Stadtkapelle Wertingen unter der Leitung von Musikdirektor Manfred- Andreas Lipp einen Gegenbesuch im Blue Lake Fine Arts Camp machte, dem inzwischen fünf weitere gefolgt wa- ren, wurden die Bande enger geknüpft. Jährlich sind Orchester und Chöre aus den USA während ihrer Europatour auch in Wertingen und alle vier Jahre ist der Gegenbesuch, bei dem auch je- weils die Stipendiaten aus Wertingen ihren Aufenthalt in den USA absolvie- ren. Vom 9. bis 13. Juli war zuletzt das „2016 International Youth Symphony Orchestra“ im Rahmen des „Blue Lake International Exchange Program“ mit Zum Abschluss des Konzertes wurden Geschenke ausgetauscht und für ein gut 80 Musikern unter der Leitung von Erinnerungsfoto stellten sich v. l. Artur Richert, Manfred-Andreas Lipp, Karolina Wörle, Michael Klaue in Wertingen zu Gast. Edeltraud Sailer, Michael Klaue und Christian Hof.

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Seite 15 riert, großartig ausgespielt und individuell musiziert. Das Publikum hat es verstanden und spendete lange Beifall mit „Standing Ovations“. Stadtkapelle Aus der neuen Welt Die vielfältigen Aufgaben von guten Dirigenten bestehen neben hoher musikalischer Kompetenz, Ausstrahlung, menschlicher Größe und Inspiration auch im Gestalten schlüssiger Konzertprogramme und da hatte Michael Klaue genau die richtige Mischung für ein jugendliches, amerikanisches Auswahlorchester auf Europatour aufgelegt. Der böhmische Dirigent und Komponist Antonin Dvorak (1841-1904) betrat 1892 erstmals amerikanischen Boden. Während seines dreijährigen Aufenthaltes wurde Dvorak immer wieder von der Muse geküsst und „Der neuen Welt“ inspiriert. So kam es zu seiner zunächst 5. Sinfonie, die später als 9. Sinfonie e-Moll op. 95 sein populärstes sinfonisches Werk wurde und bis heute blieb. Das „2016 International Youth Symphony Orchestra“ wurde durch die umsichtige und gestaltende Stabführung von Michael Klaue zum idealen Botschafter dieser Musik in romantischer Orchesterbesetzung .Das Publikum war begeistert, Zugaben folgten, Christian Hof und Michael Klaue tauschten Geschenke aus und vergaßen nicht, der Organisationsleiterin Karolina Wörle und den Wertinger Gastfamilien für ihr Engagement zu danken. Manfred-Andreas Lipp Die jungen Musiker aus den USA spielten natürlich nicht nur Konzerte, sondern sollten auch unsere Kultur kennen lernen. Dazu gehört auch ein Besuch auf Schloss Neuschwanstein in Schwangau. Auf dem Rückweg wurde dann noch an der Wies-Kirche Halt gemacht. Fine Arts Camp Dienstag, 11. Juli 2017 19.30 Uhr Forum im Gymnasium Saalöffnung: 19.00 Uhr „Am liebsten selbstgemacht!“ AklHlreeosabtfbiüvyre! Ishr Eintritt frei! Blue Lake International Choir Leitung: Shirley Lemon Stadtkapelle Wertingen e.V. Öffnungszeiten: Industriestraße 22 Tel. 08272/99 66 - 33 Mo. - Fr. 9 - 19 Uhr 86637 Wertingen www.buttinette.de Sa. 9 - 16 Uhr

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