Leseprobe VISUELL 1_2017

 

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Informationsmagazin für die Bildbranche

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MAGAZINE FOR THE PICTURE INDUSTRY - ART BUYER AND PHOTOGRAPHERS AUSGABE 01 | 2017 ISSN4:l;W 2366-6811 Deutschland 5,90 Österreich 6,80 Schweiz 10,50 CHF visuell Inhalt Dorothe Lanc. Street Photography Was ist erlaubt? Wo lauern Fallstricke? Nicole Tintera. Hendrik Fuchs. Linien und Flächen konstruieren die Räumlichkeit des Bildes Blick für architektonische Besonderheiten und Perspektiven

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Altes Rathaus Gernsbach, Fotolia, © Jürgen Wackenhut Titel-Foto: WU (Wirtschaftsuniversität) Wien, © Nicole Tintera Fotografie Liebe Leserinnen, liebe Leser, Es gibt wohl kaum einen Menschen, den architektonische Meisterwerke, seien es nun Schlösser, Burgen, Kirchen, öffentliche G­ ebäude, Wohnhäuser, Treppen oder Brücken völlig unbeeindruckt lassen. Die Bilder, die im Genre der Architekturfotografie entstehen, haben jedoch einen ganz besonderen Reiz. Architekturfotografen spielen mit Perspektiven, ­Kon­trasten und Symmetrien und schaffen damit faszi­ nierende, künstlerische Bilder, die der Betrachter in der Realität niemals wahrgenommen hätte. Die Profis erreichen dies dadurch, dass sie die Sichtweise des Betrachters auf ein Objekt führen oder sogar verändern. Gewohnheitsmäßige Betrachtungsweise wandelt sich dadurch in Faszination und lässt archi­tektonische Werke in einer veränderten Sichtw­ eise neu entstehen. Das Hervorheben von Symmetrien und einzelner ­Elemente sowie die Nutzung extremer Perspektiven oder die professionelle Lichtführung sind zum Beispiel Mittel, mit denen der Architekturfotograf arbeitet, die dann die Archit­ektur unterschiedlich erfahrbar ­machen. Die dokumentarische Darstellung der Architektur in B­ ildern darf über die faszinierende, moderne Architekturf­otografie nicht vergessen werden. Diese Bilder sind für uns die Grundlage für das Verständnis der Geschichte und Kultur in der Architektur. In der ersten Ausgabe der VISUELL des Jahres 2017 bringen wir Neuigkeiten aus der Bildbranche und z­eigen Ihnen einen repräsentativen Querschnitt der Archit­ekturfotografie. Mit besten Grüßen aus Baden-Baden Ihr Dieter Franzen

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visuell Inhalt Rundum-Service fotogloria bieten Qualität statt Masse. Anspruchsvoll Profi Steve Simon über Architektur-Fotografie . metropol Images Frankfurter Bildagentur macht Fassaden zu „Design-Formaten“. P | 06 P | 08 P | 13 Superwahljahr dpa-Tochter picture alliance mit aktuellem Themenportal. Print-Service Shutterstock ab sofort als Poster bei amazon Bilderdiebstahl Copytrack hilft Rechte-Inhabern. Suchfunktion kostenfrei. P | 18 P | 19 P | 24 Berlin 20.05.-05.06.17 | P 58 Umweltfotofestival „horizonte zingst“ Zingst 20.05.-05.06.17 | P 57 Umweltfotofestival „horizonte zingst“ Hamburg 30.03.17 | P 58 PICTAday 2017 Fürstenfeldbruck 11.-14.05.17 | P 60 Internationale Fürstenfelder Naturfototage 2017 P 04

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Katja Ruge P | 46 Die Fotografin zeigt in Hamburg „starke, aktive und erfolgreiche Frauen“. Fünfziger Jahre P | 48 Karl Hugo Schmölz setzte die Nachkriegszeit-Architektur in Szene. Werner Mantz Originale seiner Lichtbildkunst in Wiesbaden zu sehen. P | 52 Unsichtbar P | 54 Art Wolfe stellt seine Fotografien in Hamburg aus. Nochmal Hamburg P | 56 „Gute-Aussichten“-Preisträger zeigen Werke in den Deichtorhallen. Sofortbild P | 68 Die Polaroid Pop ist Nostalgie mit aktuellen Funktionen und Designs. Dresden Bis 21.05.17 | P 59 Workshops, z.B. Cyanotypie 08.04. 06.05 Nasses Kollodiumverfahren Gengenbach Bis 25.06.17 | P 62 Foto-Text-Ausstellung „Die geraubten Mädchen“ Berlin 04.04. bis 25.07.17 | P 59 Fotointensivkurs „Perspektiven im Fokus“ Ludwigsburg 13. bis 16.07.17 | P 62 NaturVision Filmfestival

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visuell Agenturen Bau des Offshore-Windparks Sandbank in der deutschen Nordsee. Installation der Offshore-Fundamente durch Bilfinger SE. Das Errichterschiff „Pacific Orca“, per Hubvorrichtungen an einer festen Position im Meer aufstellt. Deutschland, Europa. © Ulrich Wirrwa / fotogloria Das fotogloriaRundumGlücklich-Paket. Eine Frau und zwei Männer, die ­früher bei Bilderberg gearbeitet haben, ­betreiben eine erfolgreiche B­ ildagentur: fotogloria. Sie h­ aben ihre Arbeit von der „Pike auf ­gelernt“, Anrufe von ­Kunden ­angenommen, Dias sortiert, Fotos ­verschickt. Edda Fahrenhorst, Jochen Raiss und Mike Gamio sind die Geschäftsführer von fotogloria. In ihrer Agentur sind nicht Millionen Bilder auf der Datenbank gespeichert, die von Kunden mühsam durchstöbert werden müssen. Die Menge der Bilder ist überschaubar, die Kunden werden bei der Suche unterstützt. Es geht bei fotogloria nicht um Masse, es geht um Qualität. Bei Picturemaxx findet man z. Zt. 200.000 ihrer Motive. Ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Agentur sind die Fotografenkontakte und die direkte Verbindung zu Unternehmen und Magazinen. Aufträge werden direkt angenommen und durchgeführt. Auf der fotogloria-­ website findet man nützliche Angebote und interessante Informationen, es macht gute Laune, das anzugucken. Und fotogloria kann noch mehr: die Bildredaktion übernehmen. Heute ist das für Magazine ein sehr nützliches Angebot. Beim Blick auf die website kann man sich sofort vorstellen, in welcher Qualität die Aufträge von Unternehmen umgesetzt werden. Anfragen von Kunden werden vom Team bearbeitet, viele Fragen dazu an die Auftraggeber gestellt, Fotografen kontaktiert und informiert. Dafür steht fotogloria ein umfangreiches, internationales Netzwerk zur Verfügung. Mike Gamio ist für internationale Kontakte zuständig. Shootings für DHL, FIFA, für Medizin- und Industrie­ P 06

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visuell Agenturen U-Bahnhof Wien, Person in der Mitte / mauritius images / Steve Simon Perspektiven, Kontraste und Symmetrien Moderne Architekturfotografie ­experimentiert mit ungewöhnlichen ­Perspektiven und K­ ontrasten in Form, Farbe und Stil. der sein Handwerk versteht, vermag die Sicht­weise des Betrachters auf ein Gebäude oder eine Fassade zu lenken und zu verändern. In diesem Spannungsfeld zwischen Gewohnheit und Faszination, zwischen Funktionalität und Kunst lässt der Fotograf das architektonische Werk neu entstehen. Extreme Perspektiven, eine professionelle Lichtführung, das Hervorheben von Symmetrien, die Reduktion auf Formen und Kontraste, das Herausheben einzelner Elemente und Ausschnitte sind nur einige der Herangehensweisen und Stilmittel, die Architektur ganz unterschiedlich erfahrbar machen. Steve Simon, Architekturfotograf bei mauritius i­mages, gewährt interessante Einblicke in Motivation und Herang­ ehensweise eines Profis: Zusammen mit dem mauritius images ArchitekturFotog­ rafen Steve Simon wagen wir eine Annäherung an diese spannende Kunstform. In der fotografischen Abbildung von Bauwerken geht es nicht allein um die Einzigartigkeit von Architektur. Das Genre ist anspruchsvoll und ein Architekturfotograf, „Wir bewegen uns täglich im urbanen Umfeld und verlieren dabei oft das Auge für die spannenden und schönen Dinge, die Details, die von den Architekten durchaus akribisch geplant wurden. Dabei überraschen uns hinter jeder Ecke neue, spannende Motive, die nur darauf warten fotografiert zu werden. P 08

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visuell Agenturen oben: Spiralförmiges Treppenhaus; unten: Treppe im The Art Institute of Chicago, Personen auf der Treppe / mauritius images / Steve Simon P 010

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visuell Agenturen entdecken gibt, die ein Foto noch spannender machen. Möchte ich nicht nur Details, sondern ein Gebäude als Ganzes darstellen, versuche ich in der Regel die Umgebung mit einzubinden. Architektur ist ein statisches Element in einem dynamischen Umfeld. Warum also nicht eine Verbindung zwischen diesen Komponenten herstellen und die Architektur in ihrer natürlichen Umgebung zeigen? Mittels ND-Filter lassen sich auch am Tag Langzeitbelichtungen anfertigen und Bewegungen im Bild festhalten. Am Abend zeigen die meisten Städte erst ihre wahre Schönheit. Die Beleuchtung lässt Gebäude in neuem Glanz erstrahlen und zaubert der sonst grauen Betonwelt ein neues Äußeres. Bewegungen lassen sich nachts noch einfacher festhalten und so bietet es sich beispielsweise an, die Leuchtspuren vorbeifahrender Fahrzeuge in Fotos einzubauen. Fine Art Fotografie, die mich von Beginn an fasziniert hat lebt von extremer Nachbearbeitung, deren Ziel es ist, die markanten Elemente eines Gebäudes herauszuarbeiten sowie Formen und Linien zu unterstreichen. Die Architektur wird hierbei meist völlig losgelöst von ihrer Umgebung dargestellt. Im Gegensatz zu dieser sehr kunstvollen Darstellung steht für mich ein neuer Stil, der durch Instagram entstanden ist. Die technisch perfekte Umsetzung tritt hierbei in den Hintergrund, oft entstehen die Fotos sogar per Smartphone. Gebäude und Architektur verlieren hier an Stellenwert. Als gleichwertige Komponente oder gar gewisses Extra wird der Mensch als Kunstobjekt in perfekter Symbiose zum architektonischen Part gesehen. Instagram und andere Social Media Plattformen haben frischen Wind ins Genre gebracht. Ich bin froh, dass hier neue Trends aufkommen und die Fotografie sich stetig weiterentwickelt. Dazu braucht es Fotografen, die hinaus gehen und ihre Stadt immer wieder neu entdecken.“ Austria Center Vienna, abstrakte Dachkonstruktion / mauritius images / Steve Simon P 012

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metropol Images. Die neue Fotografen-Bildagentur metropol Images aus Frankfurt am Main produziert Architektur-, Stadt- und Industrieaufnahmen für Editorial, Buch und Corporate Publishing. Zentrales Thema der beiden Gründer ist die bauliche und soziale Gestalt der europäischen Metropolen zur Visuali­ sierung von Reise- und Wirtschaftsthemen. Die Webseite www.metropol-images.de ist seit Späts­ommer 2016 online und ist „im Grunde die Konsequenz unserer Arbeit seit 2004“, wie Gründer und Foto­graf ­Alexander Eilender erläutert. Unter dem Namen The Visualizers haben er und Mit-Geschäftsführerin Ricarda Brose zehn Jahre lang Grafik- und Kommunikations­design entwickelt und umgesetzt und bei zahlreichen Projekten gemeinsam Bildsprache und Layout entworfen. „Aus dieser lang geübten Erfahrung heraus foto­grafieren wir insbesondere bei Architekturprojekten neben den Standardformaten auch stets „Design-Formate“ mit großen Flächen und logischen Linien, die sich für die ­Arbeit von Magazin- und Heftgestaltern und in modernen Zeitungsl­ayouts besonders eignen.“ Seit 2016 konzentrieren sich die beiden im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen ganz auf metropol Images. Campus Riedberg, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt am Main, © metropol IMAGES / Alexander Eilender - Anzeige -

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Hochhäuser in Frankfurt am Main vor blauem Himmel (low angle Perspektive), © metropol IMAGES / Alexander Eilender

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Ventura Tower, Gewerbegebiet Eschborn Süd, © metropol IMAGES / Alexander Eilender tropolen Europas ausgedehnt werden. metropol Images legt großen Wert auf informative und ausführliche Captions, so dass sich auch sehr direkt nach Gebäuden oder Architekten suchen lässt. Während derzeit der Großteil der Aufnahmen von Alexander Eilender selbst produziert wird, sind für die kommenden Monate einige FotografenNeuzugänge zu erwarten, die von der Agentur vertreten werden. „Allzu viel kann ich noch nicht verraten, aber unter anderem werden wir das Archiv des bekannten Fotografen und Musikers Marc Clausen bald präsentieren können“ freut sich Ricarda Brose, die bei metropol Images u.a. für die Art Direction und das Liaison-Management mit Urhebern zuständig ist. Ganz neu ist seit Februar das Dresdner Bildberichterstatter-Team news-photo auf metropol Images dabei, die auf gesellschaftliche und politische Themen in Sachsen und Hamburg spezialisiert sind. Der vollständige Bildbestand ist für Pressehäuser und Verlage auch via my-picturemaxx über die gewohnten Zugänge verfügbar. Auf der Webseite selbst werden sämtliche Aufnahmen in einem lizenzpflichtigen, aber vereinfachten Preismodell angeboten: unabhängig von der lizenzierten Verwendungsgröße in den drei ­Stufen (klein, mittel, groß) erhalten Kunden grundsätzlich die Highres-Datei, um auch Bildausschnitte in kleinen Forma­ten realisieren zu können; die Lizenzen sind stets für mindestens zwölf Monate aktiv und bedürfen keiner komplizierten Auswahlarithmetik. Für Presse-Medien ist die Co-Verwendung von Printlizenzen online kostenfrei. Nach der Registrierung auf metropol Images können Nutzer ­direkt Feindaten auf Rechnung laden oder nach Absprache ihren Account als rücksprachefreies Abo-Paket gestalten. „Am liebsten erlaufe ich Orte. Beim Gehen und Schauen mit genügend Zeit und gutem Licht lassen sich Orte und Bauwerke am besten verstehen und erst dann aufnehmen und zeigen“ sagt Alexander Eilender über seine Hauptaufgabe hinter der Kamera. Neben den allen journalistischen Kriterien der Authentizität entsprechenden Aufnahmen entstehen dabei auch architektonische Artworks wie die ‘urban space(ships)’ Serie, in der archi­ tektonische Meilensteine in der Retusche zu “urbanen Raumschiffen” umgearbeitet werden: vielleicht ein Grund mehr, sich metropol Images einmal genauer anzu­sehen.

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visuell Agenturen Superwahljahr 2017 in Bildern Mit der Wahl Frank Walter Steinmeiers zum ­neuen Bundes­präsidenten wurde das Wahljahr 2017 in Deutschland eingeläutet. Am 26. März folgt die Landtagswahl im Saarland, im Mai die Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Wer Deutschland in den nächsten vier Jahren als Kanzler regiert, wird am 24. September bei der Bundestagswahl entschieden. Traditionell hält die dpa seit fast 70 Jahren das politische Geschehen in Deutschland fest. Das Bildangebot der deutschen Nachrichtenagentur zeigt alles von aktueller Tagespolitik über deutsche Politiker bei wichtigen Terminen im In- und Ausland bis hin zur Geschichte der Parteien. Für das Themenportal „Superwahljahr 2017“ hat die dpa-Tochter picture alliance ausgewählte Bilder und Grafiken ihrer Partner rund um das Thema Wahlen in über 50 Kollektionen aufbereitet. Themen des Portals sind der Wahlkampf, die wichtigsten Kandidaten in den einzelnen Bundesländern, die Kanzlerkandidaten Angela Merkel und Martin Schulz sowie Grafiken und Symbolbilder. Weitere Kollektionen zeigen die Politiker mal anders – ob sportlich, kurios oder in Feierlaune. Zu den Bundestagswahlen werden in Kürze Auswahlen zu den Spitzenkandidaten der Parteien zur Verfügung stehen. Auch der neue Bundespräsident und seine Frau Elke Büdenbender sind Thema des Portals. Steinmeier wird bei der täglichen Arbeit gezeigt, aber auch im privaten Angela Merkel und Martin Schulz. Foto: picture-alliance / dpa Umfeld. Eine Auswahl aus dem umfangreichen Archiv der Frankfurter Bildagentur zeigt alle Bundespräsidenten seit Theodor Heuss. Das Portal wird im Laufe des Jahres mit aktuellen T­hemen und zusätzlichen Auswahlen erweitert, z.B. zum Wahltag, zu den Wahlergebnissen, zu Fernseh­ duellen oder Wahlplakaten. Für alle Anfragen steht das Team der picture alliance unter s­ales@picture-alliance. com oder Tel. 069 2716 34-770 zur Verfügung. Kooperation René Traut ist neuer Partner von imago in NordrheinWestfalen. Der Fotograf aus Siegen durchstreifte b­ ereits als Achtjähriger mit seiner Kamera die nähere Umgebung des Hauses im heimischen Siegerland, dem er bis heute treu geblieben ist. Thematisch befasst sich Traut vor allem mit aktuellen Geschehnissen aus der Region, sei es Fußball (Regionalliga, Oberliga Westfalen), Sport im Allgemeinen, Politik, Entertainment (Comedy, Konzerte), Wirtschaft oder Gesellschaft, aber auch die Landschaftsfotografie (u.a. mit Quadrocopter) hat es ihm angetan. Dabei liegt sein Hauptaugenmerk auf den Regionen Siegerland/­ Wittgenstein und Sauerland, doch auch in den angrenzenden Bundesländern Rheinland-Pfalz und Hessen ist René Traut unterwegs. Sein Portfolio umfasst zudem tages­aktuelle Bilder des Papstes aus dem Vatikan sowie Fotos von diversen Brennpunkten in Europa, aktuell zum Beispiel eine Reportage über Flüchtlinge in Belgrad. P 018

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visuell Agenturen Copytrack. Copytrack wurde 2015 von Marcus Schmitt gegründet und beschäftigt ­heute rund 25 Mitarbeiter aus den Bereich Legal, IT, Kundenservice und Finance. Der Service von Copytrack richtet sich u.a. an Fotografen, V­ erlage, Bildagenturen und e-commerce-­ Anbieter. Er umfasst eine risikofreie Durchsuchung des weltweiten Internets nach von den Nutzern bei Copytrack hochgeladenen Foto- und Grafikdaten mit einer Treffer­ genauigkeit von 98 Prozent. Die Kunden definieren ohne Lizenz genutzte Bilder und bestimmen selbst die Höhe nachträglicher Gebühren gestützt durch e­inen auto­matischen Lizenzrechner auf dem Portal. C­opytrack übernimmt in voller Verantwortung eine außergerichtliche Lösung in 140 Ländern sowie eine gerichtliche Lösung in den urheberrechtlich relevanten Gebieten. Nur bei erfolgreicher Nachlizenzierung erhält der Rechteinhaber bis zu 70 Prozent der vereinbarten Summe. Die reine Suchfunktion ist kostenfrei. Ab sofort stellt Copytrack zwei kostenlose Schnitt­ stellen (Application Programming Interfaces, kurz API) für seinen Service zur Verfügung. Das Portal für Recherche und Klärung von Bildrechtmissbrauch ermöglicht damit die grenzenlose Anbindung an seinen Service. Mittels der User-API können Entwickler ab sofort die Services des Berliner Unternehmens in ihre Web- P 024

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visuell Verlage „Elle Hochzeit“ neu am Kiosk. Nach der Aussage der „Elle“ Chefredakteurin Sabine Nedelchev, „Wir haben festgestellt, dass es eine große Nachfrage nach Hochzeitsthemen mit High-End-Anspruch gibt“, wird Hubert Burda Media den Titile „Elle Hochzeit“ künftig zweimal jährlich herausbringen. Anfang 2016 war die erste Ausgabe mit einer Auflage von 80.000 Exemplaren erschienen. Im Dezember 2016 erscheint Auflage Nummer zwei. In dem Heft werden verschiedene Stilwelten inszeniert, und zwar von klassisch bis extravagant. Es werden Brautkleider und Dekorationsideen vorgestellt und auch die Vorschläge für die Hochzeitsreisen kommen nicht zu kurz. Alles in allem ist „Elle Hochzeit“ ein äußerst hilfreiches Magazin in der turbulenten Zeit vor dem großen Tag. Das Heft hat 148 Seiten und liegt für 9,80 Euro am Kiosk. Die nächsten Ausgaben erscheinen im Mai und November 2017. Fotolia, Urheber: Nick Angriff auf „Apotheken Umschau“? In Zukunft soll die „Zeit“-Beilage „Zeit Doctor“ in Apothek­en, eigentlich Stammplatz der „Apotheken Umschau“, kostenlos verteilt werden. Die Zeitschrift soll ebenso in Wellnesshotels und medi­ zin­ischen Einrichtungen kostenlos erhältlich sein. Bislang erscheint „Zeit Doctor“ schon seit 2015 als vierteljährliche Beilage der „Zeit“. Der Vertrieb in Apothek­en und Gesundheitseinrichtungen wird allerdings nicht von Anfang an flächendeckend in ganz Deutschland sein, sondern zunächst nur in ausgewählten Großstädten – u.a. in Hamburg, Berlin, München, Frankfurt, Stuttgart, Leipzig, Hannover und Köln. Unter der Marke „Zeit Doctor“ sollen in Zukunft auch Veranstaltungen zu Gesundheitsthemen stattfinden. Das Magazin wird besseres Papier haben und bekommt in ein kleineres Format. Mit „Zeit Doctor Extra“ wird außerdem ein regelmäßiger monothematischer Rat­ geber publiziert. P 026

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