Der Mensch als Haustier/Rolf Hofer

 

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haplorhinus imputicus der mensch als haustier pflege zucht und lebensweise eine nicht ernst zu nehmende publikation von rolf hofer

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der mensch als haustier haplorhinus imputicus rolf hofer eine satire

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rolf hofer » der mensch als haustier haplorhinus imputicus « © 2011 rolf hofer erstausgabe umschlaggestaltung rolf hofer rüegger wirz druck und bindung www.buchmanufaktur.ch

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vorwort dieses buch ist als satire geschrieben und soll auch so verstanden werden analog der beschreibung von haustieren ­ mit teilweise absurden ansichten einer optimalen haltung ­ wird der mensch in gleicher art betrachtet ruft man sich die versuchstierhaltung und -zucht ins gedächtnis so möge man dem autoren die eine oder andere beschreibung verzeihen die notwendigkeit der versuchstierhaltung und die hege und pflege von haustieren soll hier keineswegs in frage gestellt noch diskutiert werden die lateinischen bezeichnungen sind frei erfunden oder vom autoren eigenwillig hergeleitet letzteres zeichnet sich bereits im titel ab haplorhini sind nämlich trockennasenaffen zu denen der mensch aus rein biologischer sicht analog den menschenaffen gezählt werden kann impudicus bedeutet auf deutsch unverschämt was anhand seines verhaltens unschwer nachvollzogen werden kann die betrachtungsweise sei ­ sagen wir mal ­ von einer ausserirdischen species erstellt schlussfolgerungen oder interpretationen sind zum teil absichtlich falsch gewählt um dem leser zu verdeutlichen dass bei haustieren oft genau so blind argumentiert wird ziel dieses buches ist den leser und natürlich möglichst auch haustierbesitzer ein wenig zum denken aber sicherlich zum schmunzeln anzuregen 3

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einleitung obwohl es sich bei haplorhinus impudicus um einen schädling handelt erfreuen sich die haltung diese kreaturen in den letzten jahren zunehmender beliebtheit zweifellos macht das aussergewöhnliche aussehen und das verhalten einen grossen teil des reizes der haplorhini aus die sich äusserlich zwar recht ähneln aufgrund ihrer unterschiedlichen anatomie jedoch in verschiedene unterfamilien gestellt werden haplorhinus ist eines der wenigen unbehaarten säugetiere wie der mull eine unterart des maulwurfs ist er daher bei vielen haustierfreunden eher unbeliebt und wird als der nacktmull ist wie der haplorhinus ein sozial lebendes säugetiert unansehnlich oder gar hässlich eingestuft die haplorhini sind seit frühester zeit bekannt und in unzähligen wissenschaftlichen publikationen beschrieben da die entdeckung auf keinen wissenschaftler zurückgeführt werden kann wurde eine taxonomie nach geographischen gesichtspunkten vereinbart der haplorhinus impudicus kommt praktisch in allen gebieten vor und ist haplorhini auf grossen gewässern in gruppen oder als terrestrisches einzeln am rechten bildrand 4

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lebewesen sogar vereinzelt auf ozeanen in der luft oder unter wasser anzutreffen lange zeit bereitete die pflege und zucht dieser trockennasenaffen zahlreiche schwierigkeiten erst in den vergangenen jahren konnten einige züchter bessere ergebnisse erzielen trotz dieser erfolge sind die detaillierten informationen über die biologie und das verhalten der menschen nach wie vor spärlich letzteres beinhaltet insbesondere das balzverhalten und die oft sehr einzelner haplorhinus in der gedrängte beanspruchung des lebensluft oft sind auch grössere raums es ist daher unerlässlich mehr gruppen in horizontal flieüber die lebensweise herauszufinden genden metallrohren in der und die erfahrungen weiterzugeben luft zu beobachten in diesem buch möchte der autor auf die unterschiede und die probleme bei der pflege dieser lebewesen hinweisen er befasst sich unter anderem mit der nahrungsaufnahme der fortpflanzung und der aufzucht junger haplorhini letzteres vor allem hinsichtlich der futterversorgung der autor hofft dass dieses buch erfahrenen und weniger erfahrenen liebhabern aber auch neueinsteigern bei der pflege und zucht dieser interessanten schädlinge behilflich ist zwei haplorhini unter wasser in schwarzen kunststoffschutzhüllen 5

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evolutionäre konvergenz bis heute sind viele unterarten von haplorhinus impudicus beschrieben die wissenschaftler sind sich jedoch noch nicht einig ob von einer ursprungsart ausgegangen werden muss welche aufgrund geographischer ausbreitung und den damit verbundnen klimatischen neuherausforderungen evolutionär divergierten und die heutigen anatomischen arten hervorgebracht hat der autor ist aufgrund eigener beobachtungen und insbesondere der erfolgreichen kreuzung praktisch aller unterarten der Überzeugung dass verschiedene species mit zunehmender mobilität zu einer einzigen art konvergieren diskutiert wird auch eine divergenz in urzeiten mit konvergenz in zukunft nichtsdestotrotz bin ich der meinung dass die gezielte mischung und die produktion von sogenannten designer-haplorhini in gefangenschaft unterlassen bleiben sollte so faszinierend solche exemplare auch sein mögen ist doch davor zu warnen dass ähnliche zuchtprogramme dazu führten dass haustiere wie die kornkornnatter pantherophis guttatus kaum mehr in ihrer natürlichen form im handel angeboten wurden und neue wildfänge der natur entnommen werden mussten zu diesem thema mehr unter dem kapitel taxonomie zuchtform oben und naturform unten der kornnatter 6

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taxonomie wie bereits eingangs erwähnt richtet sich die nomenklatur nach der geographischen beheimatung der jeweiligen unterart durch die teilweise sehr hohe mobilität gibt es regionen auf der erde in denen eine starke durchmischung unterschiedlicher unterfamilien anzutreffen ist in diesen fällen wurde das äussere erscheinungsbild der an diesen orten mehrheitlich vorzufindenden individuen als ursprungsform angenommen haplorhinus impudicus glaciens diese unterart bewohnt praktisch ausschliesslich eisbedeckte lebensräume und zeichnet sich durch ihr dichtes fell aus dieses kann jedoch ­ wie bei allen anderen haplorhini ­ bei bedarf abgestreift und wieder angezogen werden weitere typische merkmale sind die runde kopfform mit den oft zu schlitzen zusammengezogenen augen sowie die sehr helle haut h.i glacies ernährt sich vorwiegend von fisch diese unterart wird im handel kaum angeboten was wohl auf die umständliche haltung zurückzuführen ist die einrichtung des terrariums ist aufwendig und dessen unterhalt kostspielig muss doch zur erhaltung des eises permanent gekühlt werden scheut man diese mühe jedoch nicht kann man viel freude an der pflege von h.i glaciens haben ein nachteil der artgerechten haltung ist die tatsache 7

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dass sich die pfleglinge oft in ihren aus eis gefertigten halbkugeln aufhalten und dadurch nur wenig zu beobachten sind werden sie in einem terrarium mit raumtemperatur gehalten streifen sie das für ihre art so typische fell meistens permanent ab natürliche behausung der h.i glaciens mit innenbeleuchtung haplorhinus impudicus rubricatus h.i rubricatus trägt um die lenden oft nur eine tierhaut diese unterart hat eine hellbraun-rötliche haut eine knochig anmutende kopfform mit praktisch ausschliesslich schwarzen haaren die männlichen robicati schmücken in freier wildbahn ihre haut ­ insbesondere ihr gesicht ­ mit allerlei farbstrichen und bedecken zum teil ihre haare mit hüten oder binden ein lederband darum und stecken sich vogelfedern zwischen band und haar in der natur erstreckt sich ihr habitat über den süden nordamerikas bis über die gebiete des amazonas und teilweise in die berggebiete südwestamerikas h.i rubricatus ist ein typischer fleischfresser der aber auch problemlos an pflanzliche natürliche behausung von nahrung geht h.i rubricatus 8

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wie h.i glaciens wird auch h.i rubricatus nur sehr selten an börsen angeboten die einrichtung des terrariums reicht von steinig-sandig bis hin zu felslandschaften reicht man den pfleglingen bretter stangen und felle als alternative können auch sandfarbige tücher dienen bauen sich die rubricati rasch schmucke behausungen in die sie typische terrarieneinrichtung für h.i rubricatus sich vor allem nachts zurückziehen kakteen und agaven können als verzierung eingesetzt werden haplorhinus impudicus americans haplorhinus impudicus europeticus haplorhinus impudicus australopeticus in anlehnung an die relativ weisse haut werden die drei beschriebenen unterarten von vielen haplorhinologen als eine einzige gattung nämlich als h.i alba bezeichnet der in freier wildbahn bei intensiver sonnenbestrahlung beobachtete effekt der hautbräunung ist recht individuell bei der haltung im terrarium kann diese pigmentbildung nur durch intensive uv-bestrahlung nachvollzogen werden dies hat aber meist eine erblindung der pfleglinge zur folge manche wissenschafter postulierten dass auch der zuvor beschriebene haplorhinus impudicus rubricatus lediglich eine farbvariante von h.i alba sei somit aus einem h.i alba praktisch 9

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h.i alba in der natur und in gefangenschaft welches der beiden abgebildeten exemplare welcher unterart zugeordnet werden kann ist rein spekulativ einer beliebten unterart abgesehen vom äusseren erscheinungsbild und dem geographischen vorkommen unterscheiden sich die unterarten h.i americans europeticus und australipeticus gelegentlich durch ihre agressivität und ihr trink und balzverhalten was vor allem bei h.i americans auffällt ist die tendenz sich in oft zu mehreren tausend exemplaren auf engstem raum in kubische hohe bauten zu zwängen ein h.i rubicatus gemacht werden könne dies ist jedoch klar zu verneinen da sich bei haltung unter kunstlicht letzterer nicht weiss verfärbt h.i alba ist ­ wie die meisten haplorhini ­ ein allesfresser dies macht ihn bei haltern mit geringerem budget zu viele unter ihnen wechseln den standort typische nachtbauten von von einem solchen bau den sie nachts h.i americans in denen bewohnen zu einem oftmals noch grössich gut und gerne 1000 seren in dem sie sich tags aufhalten exemplare aufhalten könder grund dieses verhaltens ist noch nen nicht erforscht auf diese eigenart muss bei der haltung nicht eingegangen werden den meisten haltern wäre dies schon alleine aufgrund des platzanspruchs und der äusserst aufwendigen reinigung des terrariums kaum möglich h.i 10

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americans gedeiht aber auch sehr gut in karg eingerichteten terrarien aus kubischen steinen zusammengebaute behausungen werden gerne angenommen solche sind im handel vorgefertigt erhältlich oder können als bausatz einfach ins terrarium gelegt werden nicht jeder h.i alba hat aber genügend geschick aus den elementen eine stabile behausung zu bauen in solchen fällen empfiehlt es sich im handel einen fertigen steinkubus zu erstehen oder den pflegling einfach gegen einen anderen auszutauschen tagbauten in denen sich mehrere 1000 meist h.i alba bei tagesanbruch drängen haplorhinus impudicus tenebricosus aufgrund der dunkelbraun bis fast schwarzen hautfarbe ist diese species einfach von den anderen haplorhini zu unterscheiden eine weitere unterteilung von h.i tenebricosus wurde bis anhin nicht vorgenommen obschon dies bezüglich gesichtsform und intensität der pigmentierung durchaus gerechtfertigt scheint einer in fachkreisen viel diskutierte form welche jedoch nur äusserst selten anzutreffen ist wurde bis vor wenigen jahren der name h.i tenebricosus giganteus gegeben dabei handelt es sich um eine in afrika auftretende kleine population übermässig grosser exemplare da aber gelegentlich bei den anderen haplorhini ähnlich grosse individuen vermessen wurden hat man diese weitere unterteilung wieder fallen gelassen zu verwirrung führt das habitat von h.i tenebricosus während das hauptvorkommen eindeutig auf afrika fällt finden sich vereinzelt im süden nordamerikas und recht häufig in südamerika grup 11

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pen dieser gattung in den allermeisten fällen sind dies aber nicht die ganz dunkel pigmentierten exemplare männlicher links und weiblicher mitte h.i tenebricosus in ihrer natürlichen umgebung sowie ein seit mehreren jahren im terrarium gehaltenes exemplar rechts die einrichtung des terrariums ist ähnlich wie bei h.i rubricatus wobei auf felsen und grössere steine verzichtet werden kann als baumaterial für ihre behausung ziehen h.i tenebricosus lehm und stroh vor haplorhinus impudicus luteolus dabei handelt es sich um eine meist recht kleine art mit typischer augenform diese sind nämlich zu schlitzen geformt weshalb diese species in manchen fachbüchern auch haplorhinus impudicus ocularis substricus genannt wird die gelbliche hautfärbung hat jedoch dazu geführt dass sich der name h.i luteolus durchgesetzt hat einige wissenschaftler zählen diese unterart zu h.i glaciens dies ist durchaus vertretbar da zumindest ein teil von h.i luteolus ausgeprägte fischfresser sind das unterschiedliche habitat die 12

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fehlende weisse Überziehhaut und die tatsache dass der grösste teil der hier beschriebenen unterart sich scheinbar fast ausschliesslich von reis ernährt ist für den autoren grund genug die vorliegende unterteilung zu akzeptieren h.i luteolus bewohnt den asiatischen teil der erde ist aber gelegentlich auch in amerika und europa anzutreffen ansprüche an die terrarieneinrichtung stellt diese unterart nicht von bambuszweigen über lehm mit stroh bis hin zu kubischen steinen wird fast alles zum bau von behausungen angenommen das verhalten ähnelt h.i alba wobei h.i luteolus eher beweglicher emsiger aber dadurch auch eher unruhiger ist viele halter bekunden mühe mit den weibchen von h.i luteolus geräuschen welche diese unterart von sich gibt durch isolationsverglasung am terrarium kann dies jedoch fast vollständig unterdrückt werden 13

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