Sodalenblatt 1/2017

 

Embed or link this publication

Description

Das Mitteilungsblatt der MC-Altötting

Popular Pages


p. 1

105. Jahrgang 1/2017

[close]

p. 2

Frühjahrshauptfest am 25./26. März 2017 Samstag, 25. März 2017 18.30 Uhr Rosenkranz im Kongregationssaal 19.00 Uhr Festkonvent im Kongregationssaal Sonntag, 26. März 2017 19.00 Uhr Festgottesdienst in der Basilika St. Anna mit S. E. Weihbischof Matthias König aus Paderborn. Zur Lebensweihe nach der Predigt kommen die Sodalen, die schon seit etwa einem Jahr aufgenommen sind. 10.30 Uhr 12.00 Uhr 13.00 Uhr Obmännertreffen im Kongregationssaal Betstunde in der Basilika vor dem Allerheiligsten 12.30 Uhr Unterweisung der Neusodalen für die Aufnahme in die MC in der Schmerzhaften Kapelle der Basilika 13.00 Uhr Aufnahmefeier in der Basilika - Schlusspredigt Eucharistische Prozession über den Kapellplatz Statio vor der Gnadenkapelle - Schlusssegen Liebe Sodalen, wir freuen uns über einen zahlreichen Besuch des Festtages – begleitet von euren Fahnenabordnungen! Exerzitien vor dem Hauptfest hält Präses Br. Georg Greimel von Donnerstagabend, 23. März ab 18 Uhr bis Sonntag, 26. März 2017 im Exerzitienhaus St. Franziskus in Altötting. Anmeldung St. Franziskushaus, Neuöttinger Str. 53 – 55, 84503 Altötting. Tel. 08671/9800. Termine für Veranstaltungen im Jahr 2017 der Marianischen Männerkongregation Altötting, Region Rosenheim Fr. 17.03., 19.15 Uhr: Andacht zur Fastenzeit mit Rosenkranz in Söchtenau, Fr. 31.03., 19.30 Uhr: Jahreshauptversammlung im Pfarrheim Christkönig in Rosenheim, Do. 23.03. – So. 26.03.: Exerzitien im Franziskushaus Altötting, So. 26.03., 09.00 Uhr: Frühjahrshauptfest in Altötting, Do. 06.04., 19.30 Uhr: Obmännertreffen bei Anton Grießer in Söchtenau, Fr. 12.05., 18.30 Uhr bzw. 19.00 Uhr: Rosenkranz und Maiandacht in Prien mit Kongregationsfahne, Sa. 17.06., 19.00 Uhr: Vorabendgottesdienst mit anschl. geistlichem Gespräch im Kloster Altenhohenau. Wichtig: Mit Kongregationsfahne! Do. 06.07., 18.30 Uhr: Rosenkranz u. Eucharistiefeier für verst. Mitglieder der Region in Vogtareuth mit Kongregationsfahne, So. 17.09., 09.00 Uhr: Herbsthauptfest in Altötting, Sa. 07.10.: Wallfahrt mit Jahresausflug; Zielort wird noch festgelegt, So. 19.11., 10.15 Uhr: Gottesdienst in Halfing mit Kongregationsfahne, anschl. Treffen im Pfarrheim mit Bekanntgabe des Jahresprogramms 2018, Fr. 08.12., 19.30 Uhr: Adventfeier im Pfarrheim Christkönig in Rosenheim. Ehefrauen sind hierzu herzlich eingeladen. Herausgeber und Verlag: Marianische Männerkongregation e. V. Altötting, Postf. 12 40, Tel. 086 71/ 67 40, Fax 52 43, e-mail: mc-altoetting@web.de, VR meine Raiffeisenbank eG, IBAN: DE97 7106 1009 0000 0029 41; Redakteur: Br. Georg Greimel, Bezugspreis ist im Jahresopfer enthalten. Bilder: Dorfner, Br. Georg Greimel, privat

[close]

p. 3

3 Die Mariensäule in München Die Mariensäule trägt eine vergoldete Marienstatue aus Bronze. Vermutlich wurde die Statue von Hubert Gerhard 1593 für das Grab Wilhelms V. geschaffen und bis 1613 für den Hochaltar der Münchner Frauenkirche verwendet. Es handelt sich um den Darstellungstypus in der Tradition des Gnadenbildes von Maria Loreto. 1639 wurden auf dem Sockel vier Bronzeputten hinzugefügt. Sie beziehen sich allegorisch auf den Psalm 91,13, der in Kurzform auf den Schilden wiedergegeben ist: „Über die Schlange und den Basilisken wirst du schreiten und den Löwen und den Drachen wirst du zertreten.“ Die Heldenputti stehen im Kampf mit vier als Tiere dargestellten Menschheitsplagen. Der Löwe verkörpert den Krieg, der Basilisk, ein Fabelwesen, die Pest, ein Drache den Hunger und eine Schlange den Unglauben. Die vier Darstellungen wurden vom bis heute namentlich nicht bekannten „Meister der Heldenputti“ gestaltet und vom Bronzegießer Bernhard Ernst angefertigt. Von wem der Entwurf für die Säule stammt, ist nicht überliefert. Es dürfte einer der damals bedeutenden Künstler gewesen sein. Oft wird sie Hubert Gerhard zugeschrieben. Maria steht auf der Mondsichel, sie ist gekrönt und hält in der Linken das segnende Christuskind, in der Rechten ein Zepter. Die Mariensäule galt als Mittelpunkt des Landes und alle ausgehenden Straßen hatten hier ihren metrischen Nullpunkt. Die Idee der Münchner Mariensäule wurde für weitere Mariensäulen, die z.T. ebenfalls noch während der Zeit des Dreißigjährigen Krieges aufgestellt wurden, genutzt. So beispielsweise besonders bei der Mariensäule in Wernstein am Inn, die ursprünglich 1645 in Wien aufgestellt wurde; ebenso bei der Prager Mariensäule von 1650 (1918 zerstört). Sowohl die Wiener als auch die Prager Säule wurden aus demselben Grund gestiftet wie die Münchener Säule: zum Dank für die Verschonung von schwedischen Truppen in der Endphase des Dreißigjährigen Kriegs. Die Münchner Säule diente zudem als Vorbild für die Freisinger Mariensäule 1674 und die Trierer Mariensäule 1866. Frühjahrs-Haupt-Fest Familien-freundlich Liebe Sodalen, unsere Hauptfeste sind Schwerpunkte des Kongregationslebens. Die verschiedenen liturgischen Feiern sind wie Tankstellen und wirken Gemeinschaft stiftend. Es sollen möglichst viele jüngere verheiratete Sodalen mit Familie teilnehmen können. Darum bieten wir beim Frühjahrshauptfest wieder zusätzlich etwas für die Familien an. 9.00 Uhr: 10.30 Uhr: 12.00 Uhr: 13.00 Uhr: 13.40 Uhr: Festgottesdienst in der Basilika, anschl. Obmännertreffen Führung durch Frau Claudia Heuwieser für Familien durch die Neue Schatzkammer und das Wallfahrtsmuseum Einfaches Mittagessen im Clubraum von St. Magdalena Kleine Andacht mit Kindersegnung in der Gnadenkapelle Teilnahme an der eucharistischen Prozession Treffpunkt: Familien, die Interesse haben, treffen sich gleich nach dem Festgottesdienst vor der Basilika am Bruder Konradkloster vor der Neuen Pforte.

[close]

p. 4

4 Wir sind ein Volk mit einer Mutter Predigt von Papst Franziskus an Neujahr (gekürzt) „Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach“ (Lk 2,19). ... Weit davon entfernt, die Situation verstehen oder sich ihrer bemächtigen zu wollen, ist Maria die Frau, die etwas zu schützen weiß, die versteht, in ihrem Herzen das Schreiten Gottes im Leben seines Volkes zu hüten. Von ihrem Innern her lernte sie, den Herzschlag ihres Sohnes zu hören, und das lehrte sie für ihr ganzes Leben, das Pulsieren Gottes in der Geschichte zu entdecken. Sie lernte, Mutter zu sein, und in dieser Lehrzeit schenkte sie Jesus die schöne Erfahrung, sich als Sohn zu verstehen. ... Er lernte die mütterliche Zärtlichkeit Gottes kennen. Mit Maria lernte das Gotteskind, die Sehnsüchte, die Ängste, die Freuden und die Hoffnungen des Volkes der Verheißung zu hören. Mit ihr entdeckte er sich selbst als Sohn des heiligen gottesfürchtigen Volkes. In den Evangelien erscheint Maria als eine eher wortkarge Frau, ... mit einem aufmerksamen Blick, der das Leben und die Sendung ihres Sohnes und alles, was ihm lieb ist, zu behüten versteht. Sie verstand die Anfänge der ersten christlichen Gemeinde zu behüten, und so lernte sie, Mutter einer Vielzahl von Menschen zu sein. Auf die verschiedensten Situationen ist sie zugegangen, um Hoffnung zu säen. Sie hat die Kreuze begleitet, die ihre Söhne und Töchter in der Stille ihres Herzens trugen. Viele Andachten, viele Heiligtümer und Kapellen an den entlegensten Orten, viele in den Häusern verteilte Bilder erinnern uns an diese große Wahrheit. Maria hat uns die mütterliche Wärme gegeben, die uns mitten in Schwierigkeiten umhüllt, die sicherstellt, dass nichts und niemand im Schoß der Kirche die Revolution der Zärtlichkeit auslöscht, die ihr Sohn begonnen hat. ... Und von jeher hat das heilige gläubige Gottesvolk sie als die heilige Gottesmutter erkannt und gegrüßt. ... Die Mutterschaft Marias als Mutter Gottes und unsere Mutter zu feiern bedeutet, uns an eine Gewissheit zu erinnern, die unsere Tage begleiten wird: Wir sind ein Volk mit einer Mutter, wir sind keine Waisen. Die Mütter sind das stärkste Gegenmittel gegen unsere individualistischen und egoistischen Neigungen, gegen unsere Formen des Sich-Verschließens und der Gleichgültigkeit. Eine Gesellschaft ohne Mütter wäre nicht nur eine kalte Gesellschaft, sondern eine, die ihr Herz verloren hat, die ihre „heimische Atmosphäre“ verloren hat. Eine Gesellschaft ohne Mütter wäre eine erbarmungslose Gesellschaft, die nur noch dem Kalkül und der Spekulation Raum gelassen hat. Denn die Mütter wissen sogar in den schlimmsten Momenten Zeugnis zu geben für zärtliche Liebe, für bedingungslose Hingabe, für die Kraft der Hoffnung. Ich habe viel gelernt von jenen Müttern, deren Söhne im Gefängnis sind oder entkräftet im Bett eines Krankenhauses liegen oder der Sklaverei der Droge verfallen sind, und die bei Kälte oder Hitze, bei Regen oder Dürre nicht aufgeben und weiter kämpfen, um ihnen das Beste zukommen zu lassen. Oder jene Mütter, denen es in den Flüchtlingslagern oder sogar inmitten des Krieges gelingt, ohne zu wanken das Leiden ihrer Kinder auf sich zu nehmen und ihnen Stütze zu sein. Mütter, die buchstäblich ihr Leben hingeben, damit keines ihrer Kinder verloren geht. Wo die Mutter ist, da gibt es ... das Zusammengehören der Kinder.

[close]

p. 5

5 ... Der Güte Gottes im mütterlichen Antlitz Marias, im mütterlichen Antlitz der Kirche, in den Gesichtern unserer Mütter zu gedenken, bewahrt uns vor der zersetzenden Krankheit der „spirituellen Verwaisung“, die die Seele erlebt, wenn sie sich mutterlos fühlt und ihr die Zärtlichkeit Gottes fehlt. Dieser Verwaisung, wenn in uns das Empfinden der Zugehörigkeit zu einer Familie, zu einem Volk, zu einem Land, zu unserem Gott erlischt. Dieser Verwaisung, die im narzisstischen Herzen Raum gewinnt, das nur auf sich selbst und auf die eigenen Interessen zu schauen weiß und das wächst, wenn wir vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist ... und dass wir aufgefordert sind, es in diesem gemeinsamen Haus miteinander zu teilen. Dieses selbstbezogene Waisentum veranlasste Kain zu der Frage: „Bin ich der Hüter meines Bruders?“ (Gen 4,9), als wolle er sagen: Er gehört nicht zu mir; ich kenne ihn nicht. Diese Haltung der spirituellen Verwaisung ist ein Krebsgeschwür, das leise die Seele zerfrisst und verdirbt. Und so verkommen wir allmählich ...: Ich entwürdige die anderen, weil sie mich nichts angehen, ich „entwürdige“ Gott, weil ich ihm nicht gehöre, und am Ende verderben und entwürdigen wir uns selbst, weil wir vergessen, wer wir sind und welch göttlichen „Familiennamen“ wir haben. ... Die spirituelle Verwaisung lässt uns die Erinnerung daran verlieren, was es bedeutet, Kinder zu sein, Enkel zu sein, Eltern zu sein, Großeltern zu sein, Freunde zu sein, Gläubige zu sein. Sie lässt uns die Erinnerung an den Wert des Spieles, des Gesangs, des Lachens, der Erholung und der Unentgeltlichkeit verlieren. Das Fest der hl. Gottesmutter zu feiern lässt auf unserem Gesicht wieder ein Lächeln aufleuchten, ... weil wir spüren, dass wir zusammengehören; weil wir wissen, dass wir nur in einer Gemeinschaft, in einer Familie das „Klima“ finden können, das uns erlaubt, menschlich zu wachsen und nicht als bloße Objekte, die eingeladen sind, „zu konsumieren und konsumiert zu werden“. Das Fest der hl. Gottesmutter zu feiern erinnert uns daran, dass wir keine austauschbare Ware oder Empfangsstationen für Informationen sind. Wir sind Söhne und Töchter, wir sind Familie, wir sind Volk Gottes. Die hl. Gottesmutter zu feiern regt uns an, gemeinschaftliche Orte zu schaffen und zu pflegen, die uns das Gefühl der Zusammengehörigkeit, der Verwurzelung vermitteln, dass wir uns in Gemeinschaften zu Hause fühlen, die uns vereinen und uns Halt geben (vgl. Enzyklika Laudato si’, 151). Jesus Christus hat in der Hingabe seines Lebens am Kreuz nichts für sich selbst behalten. Er übergab uns auch seine Mutter. Er sagte zu Maria: Siehe, dein Sohn, siehe, deine Kinder. Wir wollen sie in unsere Häuser aufnehmen, in unsere Familien, in unsere Gemeinschaften, in unsere Völker. Wir wollen ihrem mütterlichen Blick begegnen, der uns von der Verwaisung befreit; dieser Blick, der uns daran erinnert, dass wir Brüder und Schwestern sind: dass ich zu dir gehöre, dass du zu mir gehörst, dass wir „ein Fleisch und Blut“ sind. Dieser Blick, der uns lehrt, dass wir lernen müssen, das Leben auf die gleiche Weise und mit derselben Zärtlichkeit zu umsorgen, mit der sie es umsorgt hat: indem wir Hoffnung, Zugehörigkeit und Brüderlichkeit säen. Die hl. Gottesmutter zu feiern erinnert uns daran, dass wir eine Mutter haben. ... Bekennen wir gemeinsam diese Wahrheit! Ich lade euch ein, ihr dreimal zuzujubeln, wie es die Gläubigen von Ephesus taten: heilige Gottesmutter, heilige Gottesmutter, heilige Gottesmutter!

[close]

p. 6

6 Mit Glaube und Gebet eingreifen 100 Jahre Marienerscheinungen in Fatima 1917 - 2017 Seit sich die Jungfrau Maria drei Kindern gezeigt hat, besuchen Millionen Pilger Jahr für Jahr den portugiesischen Wallfahrtsort Fatima. Am 13. Mai vor 100 Jahren erlebten die Kinder Lucia Santos, Jacinta und Francisco Marto in der Cova da Iria bei Fatima die erste Erscheinung der Gottesmutter. Die Visionen wiederholten sich an jedem 13. des Monats, bis sie am 13. Oktober 1917 mit der Erscheinung Mariens und dem „Sonnenwunder“ ihren Abschluss fanden. Nach intensiven Untersuchungen hat der zuständige Bischof von Leiria 1930, also 13 Jahre später, die Berichte der Kinder für „glaubwürdig“ erklärt und die öffentliche Verehrung Unserer Lieben Frau von Fatima erlaubt. Darauf wurde Fatima nicht nur zu einem Nationalheiligtum für Portugal, sondern zum Ziel von Wallfahrern aus aller Welt. Die Päpste Paul VI., Johannes Paul II. und Benedikt XVI. reisten ebenso als Pilger nach Fatima. Dem Auftrag von Fatima haben inzwischen Millionen von Gläubigen entsprochen. Es sind Bewegungen entstanden, die die Botschaft von Fatima verbreiten und deren Verwirklichung fördern. Unter anderem ist es das aus Amerika stammende „Fatima-Weltapostolat“ und der von Österreich ausgegangene „Rosenkranz-Sühnekreuzzug um den Frieden der Welt“, der 2017 sein 70-jähriges Bestehen feiert. Maria hat den einfachen Hirtenkindern drei Geheimnisse anvertraut. Im ersten Geheimnis haben die Kinder eine Vision der Hölle erlebt. Tief beeindruckt von dieser Vision waren die sieben- bis zehnjährigen Kinder von da an freiwillig bereit, mit Freude zu leiden und so für andere Menschen zu sühnen. Was in der Botschaft von Fatima zeitlos erhalten bleibt, ist der Aufruf zu Buße und Umkehr. „Sie sollen den Herrn nicht mehr beleidigen, der schon soviel beleidigt wurde“, waren die letzten Worte der Erscheinung im Oktober 1917. Die Sorge der Mutter Jesu und unserer Mutter gilt allen Menschen. Keiner soll durch eigene Schuld verloren gehen. Maria mahnt die Kinder gleichzeitig, um die Bekehrung der Sünder zu beten, für sie zu opfern. „Opfert euch für die Sünder!“, sagt sie den drei Kindern. Der Gedanke der Verantwortung für die anderen ist uns sehr vertraut. Wir verlegen sie aber eher einseitig in den caritativen und sozialen Bereich. Die Marienerscheinung erinnert daran, dass wir für andere auch beten und opfern müssen, weil wir den Verirrungen unserer Zeit durch Menschenweisheit allein nicht Herr werden. Die Marienerscheinung von Fatima fordert, stellvertretend auch zu sühnen. Papst Benedikt XVI. schrieb als Dogmatikprofessor: „Die Idee der Stellvertretung ist eine Urgegebenheit des biblischen Zeugnisses, deren Wiederentdeckung dem Christentum in der heutigen Weltstunde zu einer entscheidenden Erneuerung und Vertiefung seines Selbstverständnisses verhelfen kann.“ Das zweite Geheimnis begründet die Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens. Das Herz Mariens ist untrennbar mit dem Herzen ihres Sohnes verbunden; beide sind darauf ausgerichtet, den Willen Gottes zu erfüllen. Die Erscheinungen von Fatima ereigneten sich im vierten Jahr des ersten Weltkriegs. Dass Maria den Kindern das Gebet um den Frieden aufträgt, ist so nicht

[close]

p. 7

7 verwunderlich. Doch sie stellt einen Zusammenhang her zwischen dem Erreichen des Friedens sowie der Abwendung von Bedrohungen und der Bekehrung: „Wenn man tut, was ich euch sage, werden viele gerettet werden und es wird Friede sein. ... Wenn man aber nicht aufhört, Gott zu beleidigen, wird ... ein noch schlimmerer Krieg beginnen. ... Russland wird seine Irrlehre über die Welt verbreiten, wird Kriege und Verfolgungen der Kirche heraufbeschwören ...“ (3. Erscheinung). Der Einsatz für den Frieden ist eindeutig ein zweiter Auftrag in der Fatimabotschaft. Von Fatima ging ein Anstoß zu einer vertieften Marienverehrung aus. „Um die Sünder zu retten, will der Herr die Andacht zu meinem Unbefleckten Herzen in der Welt einführen“, sagt Maria bei der dritten Erscheinung. Mit „Herz“ meinen wir das Innerste, die Mitte einer Person. Die Rettung der Seelen ist das Schlüsselwort aus den beiden ersten Geheimnissen. Mariens Unbeflecktes Herz verehren heißt, ihre Einstellung nachzuahmen, die Gesinnung ihres Herzens, ihren Glauben, ihre Gottesliebe, ihre Hingabe, ihre Sorge um die Menschen. Das große Anliegen ihres Herzens ist, die Menschen zu ihrem Sohne zu führen. Das geschieht durch das Gebet, vor allem mit jedem Rosenkranz. Darum drängt sie die Hirtenkinder immer wieder, den Rosenkranz zu beten. Er ist wie ein Mariengebet aufgebaut, führt aber mit jedem Geheimnis zu Christus hin, zum Geheimnis seines Lebens und Leidens, seines Sterbens und seiner Auferstehung. Das dritte Geheimnis bezieht sich auf die Kirche. In der himmlischen Erscheinung werden ein Engel mit einem Flammenschwert, die Muttergottes, von der ein Glanz ausströmt, und ein „ungeheures Licht, das Gott ist“, sichtbar. Geweihte Personen kommen durch eine Stadt; sie machen sich zu einem hohen Kreuz auf einem Berg auf. Unter dem Kreuz werden alle ermordet, allen voran der Bischof in weiß, der für den Heiligen Vater gehalten wird. Dazu viele andere Menschen. Es bleibt ein Geheimnis der Menschheit, warum sie sich immer wieder selber an einen Abgrund führt. Vor 100 Jahren war es der erste große Krieg, der die ganze Welt erfasste. Mit ihrer Voraussage hatte die Gottesmutter Recht. Denn tatsächlich war der erste Weltkrieg in Wirklichkeit erst 1945 zu Ende. Nach diesen und folgenden Katastrophen der Menschheit folgt gebetsmühlenartig einem Schwur gleich der Wunsch „nie wieder Krieg“! Menschliche Katastrophen und der Weg in die Hölle hier auf Erden könnten unzähligen Menschen erspart bleiben. Dem stehen aber immer noch zu viele im Weg, die ihre Gier nach Macht, ihren unrechtmäßigen Einfluss und den Zugang zu günstigen Bodenschätzen mit Leichen pflastern und gern andere dafür verantwortlich machen. Die Muttergottes weist aber nie Schuld zu, sie legt uns Menschen den Weg der Umkehr zu einer friedlichen Welt dringend ans Herz. In Freiheit könnten wir uns entscheiden, dafür oder dagegen. Als Kardinal Joseph Ratzinger im Jahr 2000 das dritte Geheimnis von Fatima der Öffentlichkeit vorstellte, sagte er über den Sinn der Schauung: „Es ist eben nicht wie ein Film über die unveränderlich festgelegte Zukunft zu zeigen. Der Sinn ist, die Kräfte der Veränderung zum Guten hin zu wecken.“ Die himmlische Erscheinung versichert uns, Glaube und Gebet sind Mächte, die in die Geschichte eingreifen können. Die Botschaft von Fatima weist uns auch 100 Jahre nach der geschichtlichen Erscheinung auf die Dringlichkeit von Buße und Umkehr, von Gebet, von Sühne und der Meidung von Sünden hin. Die Muttergottes erinnert uns eindringlich daran, dass die Zukunft des Menschen in Gott liegt.

[close]

p. 8

8 Neue Homepage für die MC „Was lange währt, wird endlich gut.“ Dieses Sprichwort trifft auf unsere neue Internetpräsenz sicherlich zu. Die bestehende Internetseite musste dringend überholt und aufgefrischt werden. Sie entsprach in Bezug auf die Aufmachung und die Aktualität nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Unter www.mc-altoetting.de können Sie sich künftig über unsere Kongregation und aktuelle Termine informieren. Auch unsere Satzung, die Grundsätze der Kongregation und historische Hintergründe sind Bestandteil der brandneuen Seiten. Zudem besteht auch die Möglichkeit, das Sodalenblatt direkt am Bildschirm zu lesen. Mittelfristig sollen auch sogenannte „Unterseiten“ entstehen, die jene Pfarrgruppen, die die Möglichkeit dazu haben, mit Fotos und Texten selbst gestalten können. Wenn Interesse besteht, können sich die entsprechenden Pfarrgruppen gerne im MC-Büro unter Tel. 08671 / 67 40 anmelden. So wünschen wir nun viel Spaß beim Durchblättern und Anschauen unserer neuen Homepage! Dankbrief aus Kerala, Indien Lieber H. H. Präses Pater Georg Greimel, liebe Obmänner und Sodalen der Marianischen Männerkongregation Altötting! Ich möchte mich, auch im Namen meiner Mitbrüder, bei Bruder Georg Greimel, der MCVorstandschaft, den MC-Obmännern und Sodalen der verschiedenen Gruppen und allen Spendern recht herzlich für Ihre großherzigen Spenden und Messstipendien für das Kloster und Klein-Priesterseminar St. Alphonsa Capuchin Ashram bedanken. Momentan leben dort 17 Seminaristen und vier Patres, die für die Ausbildung verantwortlich sind. Ihre Unterstützung in Höhe von insgesamt 8.515,00 Euro ermöglicht die Aufrechterhaltung des kleinen Priesterseminars und wird für den Lebensunterhalt der Brüdergemeinschaft, zur Bezahlung der drei Klosterangestellten, die in Küche, Gartenanbau sowie der Versorgung der Kühe helfen, verwendet. Des Weiteren ermöglicht Ihre großzügige Hilfe die Finanzierung des jährlichen Ausfluges der Seminargemeinschaft und der Reparatur des Altarraumes der Klosterkapelle, welche jedoch noch nicht abgeschlossen ist. Im Namen von unseren Mitbrüdern und Seminaristen sage ich Ihnen ein herzliches Vergelt’s Gott! Mit herzlichen Grüssen Br. James Sebastian OFMCap

[close]

p. 9

9 Bruder-Konrad-Fest 2017 Herzliche Einladung zur Feier unseres Mitpatrons Die Feiern zu Ehren unseres Mitpatrons, des hl. Bruder Konrad, beginnen am Freitag, 21. April, dem Namenstag des Heiligen. Das Fest setzt sich fort am Samstagabend und Sonntag. Dazu laden wir alle Sodalen und ihre Angehörigen ganz herzlich ein. Prediger ist Br. Bernd Kober, Kapuziner aus Salzburg. Freitag, 21. April 2017 19.00 Uhr Festgottesdienst mit Predigt zum Patrozinium in St. Konrad Samstag, 22. April 2017 20.00 Uhr Feierlicher Einzug mit der Bruder-Konrad-Hauptreliquie in die Basilika St. Anna. Vorabendmesse mit Predigt, anschließend Lichterprozession Sonntag, 23. April 2017 10.00 Uhr Festliche Orchestermesse mit Predigt; (W. A. Mozart, Piccolominimesse); anschließend Reliquienprozession über den Kapellplatz 17.00 Uhr Vesper mit Einzelreliquiensegen in St. Konrad; Gestaltung durch Schola Autingensis Schließung der St. Konradkirche Renovierung anlässlich 200. Geburtstag 2018 Die Provinzleitung der Deutschen Kapuzinerprovinz hat beschlossen, die St. Konradkirche in Altötting innen zu renovieren. Der äußere Anlass dafür ist der 200. Geburtstag des heiligen Bruder Konrad im Jahr 2018 (geb. 22.12.1818). Eine umfassende Renovierung ist notwenig geworden. Sie soll zudem der Bedeutung des Heiligen gerecht werden und den Feierlichkeiten 2018 dienen. In Zusammenarbeit mit dem Bistum Passau laufen dem entsprechende Vorbereitungen, da der hl. Bruder Konrad dritter Patron des Bistums ist. Selten befinden sich Geburts- und Wirkungsort eines Heiligen in derselben Diözese, wie es bei dem Kapuzinerheiligen der Fall ist. Die Konradkirche wird ab dem 19. Juni geschlossen sein. Der angepeilte Termin für das Ende der Renovierung ist der 21. April 2018.

[close]

p. 10

10 100 Jahre Patrona Bavariae Bayerische Diözesen feiern am 13. Mai in München In meiner Ingolstädter Zeit übergibt Münsterpfarrer Isidor Vollnhals den Zelebrationsaltar des Münsters von Blasius Gerg uns Kapuzinern für die Franziskanerkirche. Der Grund für das unerwartete Geschenk: Der Künstler Max Faller (+4.8.2012) hat den barocken Sockel und die Mariensäule aus München „verwaltet“. Während des Baus der Münchner U- und S-Bahn ist die Mariensäule 1966 vorübergehend entfernt und der barocke Sockel und die Säule bei der Wiederaufstellung im November 1970 durch eine Kopie ersetzt worden. Der geschichtsbewusste Münsterpfarrer bekommt seinerseits den barocken Sockel für das Münster als neuen Zelebrationsaltar. Mit dem verwalteten Kunstwerk schließt sich ein weiterer Kreis. In Altötting wird 2006 ein Teil der Original-Gedenksäule der „Patrona Bavariae“, also der Gottesmutter Maria als Schutzfrau Bayerns, in der Anbetungskapelle aufgestellt. Der Festtag wird am 1. Mai mit der Eröffnung der Hauptsaison der Wallfahrt begangen. Das Herz von Kurfürst Maximilan ist, wie die Herzen von weiteren neun bayerischen regierenden Herrschern, in der Gnadenkapelle beigesetzt. Die Mariensäule trägt seit dem Besuch von Papst Benedikt XVI. die Monstranz in der Anbetungskapelle und verweist direkt mit dem Allerheiligsten auf das Zentrum unseres Glaubens. Geschichte Im Dreißigjährigen Krieg legt Kurfürst Maximilian I. das Gelübde ab, ein „gottgefälliges Werk“ errichten zu lassen, falls München und Landshut vom Krieg verschont bleiben. Die Stadt München wird allerdings im Krieg durch schwedische Truppen besetzt, und die Heerführung verlangt die Zerstörung – auch als Vergeltung für die Zerstörung Magdeburgs. Trotzdem entscheidet in dieser für München gefährlichen Situation der schwedische König Gustav II. Adolf gegen seine Heerführung. Nachdem so beide Städte im Krieg verschont worden sind – man spricht vom Wunder von München –, lässt Maximilian 1638 die Mariensäule aus Adneter Marmor auf dem Münchner Marienplatz errichten. Die Mariensäule wird am 7. November 1638 durch den Freisinger Bischof Veit Adam von Gepeckh eingeweiht. Dabei soll Kurfürst Maximilian das oft zitierte zeitgenössische neulateinische Fürbittgebet des Jesuitendichters Jakob Balde (1604–1668) gesprochen haben: „Rem regem regimen regionem religionem conserva Bavaris, Virgo Patrona, tuis!“ „Die Sach’ und den König, die Ordnung, das Land und die Religion erhalte deinen Bayern, Jungfrau Maria!“ Marienfest am 14. Mai bzw. 1. Mai Der bayerische König Ludwig III. wendet sich während des Ersten Weltkriegs an Papst Benedikt XV. mit der Bitte, auch der Heilige Stuhl möge Maria zur Schutzpatronin Bayerns erklären und ein alljährliches Fest an einem bestimmten Tag im Marienmonat Mai erlauben. Papst Benedikt XV. gewährt beide Bitten am 26. April 1916; schon am 14. Mai

[close]

p. 11

11 desselben Jahres wird das Fest in München erstmals begangen. Ein Jahr darauf, 1917 wird das Fest in allen bayerischen Diözesen gefeiert. Der heute gebräuchliche Termin 1. Mai wird von der Freisinger Bischofskonferenz 1970 eingeführt. Religiöse Bedeutung der Mariensäule Im Gebet an der Mariensäule deutet Papst Benedikt XVI. die Geschichte der Mariensäule am 9. September 2006 in München an und betet für die ganze Kirche: „Heilige Mutter des Herrn, unsere Vorfahren haben in bedrängter Zeit dein Bild hier im Herzen der Stadt München aufgestellt, um dir Stadt und Land anzuvertrauen. Dir wollten sie auf den Wegen des Alltags immer wieder begegnen und von dir das rechte Menschsein lernen; von dir lernen, wie wir Gott finden und wie wir so zueinander kommen können. Sie haben dir Krone und Zepter, die damaligen Symbole der Herrschaft über das Land gegeben, weil sie wussten, dass dann die Macht und die Herrschaft in den rechten Händen sind – in den Händen der Mutter. Und so stehe ich also wieder zu Füßen der Mariensäule, um die Fürsprache und den Segen der Muttergottes zu erflehen, nicht nur für die Stadt München und auch nicht nur für das liebe Bayernland, sondern für die Kirche der ganzen Welt und für alle Menschen guten Willens.“ Nicht nur die Münchner Bischöfe und Päpste empfehlen Land und Kirche dem Schutz der Muttergottes. Auch die Landvermesser nehmen die Mariensäule als Ausgangspunkt für Entfernungen. So scheint die Gottesmutter Ausgangspunkt für unsere Wege zu sein. Marias Fürsprache gibt den Menschen Halt und Kraft und ist die sichere Verbindung zu Christus. Rahmen-Programm der Feierlichkeiten in München am Samstag, 13. Mai 2017 bis 9.00 Uhr: 10 – 13.00 Uhr: 15.00 Uhr: 16 – 17.30 Uhr: 17.30 – 18 Uhr: ab 18.00 Uhr: 19 – 23.00 Uhr: 20 – 20.30 Uhr: Anreise: wird organisiert von den Obmännern oder privat – oder erfolgt mit der Pfarrei, dem Dekanat oder mit anderen Vereinen. In München schließen sich die MC-Gruppen der jeweiligen Diözesangruppe an. Rahmenprogramm: Die MC gestaltet von 10.30- 11.30 Uhr die Bühne und den Pavillon am Richard-Strauß-Brunnen (Fußgängerzone) Sternwallfahrt zum Marienplatz: Zug 2: Regensburg, ab Marstall – Zug 5: München-Freising, ab Sendlinger Tor – Zug 7: Passau, ab Odeonsplatz Eucharistiefeier am Marienplatz Marienweihe an der Mariensäule Abreise der Pilger Stay and Pray in der Heilig-Geist-Kirche Alpenländisches Marienoratorium im Dom Weitere Infos unter www.patrona-bavariae.info

[close]

p. 12

12 Aus dem Kongregationsleben Bei Versammlungen der Pfarrgruppen gibt es Rückblick, Kassenbericht und Gelegenheit zu Austausch und Feier. Regelmäßig steht die Neuwahl an oder Vorbereitung von Jubiläen. Es zeigt sich, wie eine Pfarrgruppe aufgestellt und lebendig ist. Präses oder Vizepräses informieren über Ereignisse aus dem Kongregations- und kirchlichen Leben: z. B. Abschluss der Basilikarenovierung mit Einbau des Orgelspieltisches im August; 10 Jahre Papstbesuch mit Segnung der Papststatue am Kongregationssaal; Hauptfeste mit Programm für Familien; Marianisches Jubiläum in Rom; Pilgerbetreuer mit Beteiligung der MC; Bambiverleihung an Papst Franziskus; Papstschreiben „Laudato si“ und „Amoris Laetitia“; Friedensgebet am 1. Januar; 100 Jahre Fatima; 100 Jahre Patrona Bavariae. Wo möglich oder notwendig ist der Sekretär mit dabei. Kay, 10.11.2016. Die Sodalen aus Asten feiern den Gottesdienst mit; zwei Sodalen aus den beiden Pfarrgruppen werden kirchlich aufgenommen. P. Johannes konzelebriert. Br. Georg predigt über das Hauptgebot. Obmann Thomas Mittermeier berichtet von der Teilnahme an Einkehrtagen und Hauptfesten. Zwei Jubilare mit 50 Jahren werden geehrt. Bei der 450 Jahrfeier in München sind viele lange gestanden. Er wirbt für die Lebensweihe, Pilgerbetreuer in Altötting und das Friedensgebet am 1. Januar. Obmann Rupert Wolfswinkler berichtet von der Wahl in Asten; es gibt zwei Jubilare mit 50 und 60 Jahren. Er hat im Pfarrbrief die MC vorgestellt. Eine Gruppe hat jeweils teilgenommen am Ein- kehrtag und Hauptfesten in Altötting. Br. Georg geht neben den allgemeinen Infos auf die Homepage ein. Sie soll möglichst bald online gehen. Er empfiehlt als tägliches Gebet z. B. drei Vater unser für bestimmte Anliegen. Babensham, 12.11.2016. In der Ausweichkirche sind viele Gläubige zur Hl. Messe. Drei Sodalen legen die Lebensweihe ab. Die Predigt beantwortet die Frage, ob sich die Treue lohnt. Zum Latinwirt kommen zweiundzwanzig Sodalen. Obmann Martin Manhart betet für die Verstorbenen und hält eine kurze Rückschau. Mit dem Frauentragen sollen die Gläubigen innerlich auf Weihnachten vorbereitet werden, so Pfarrer Weiß. Br. Georg erzählt von der Feier 10 Jahre Papstbesuch und vom Marianischen Jubiläum in Rom und wirbt um Pilgerbetreuer. Der Film über die Segnung der Papststatue kommt gut an. Die Innenrenovierung der Babenshamer Kirche wird noch ein Jahr dauern. Rattenkirchen, 13.11.2016. Zahlreich sind die Gläubigen beim Gottesdienst, der mit dem Heldengedenken abgeschlossen wird. Sehr viele Sodalen sind bei der Jahreshauptversammlung mit Wahl im Bürgerhaus. Der scheidende Obmann Thomas Marschmann begrüßt noch einmal die Sodalen, Bürgermeister Reiner Greilmeier, beide Altbürgermeister, Präses und Sekretär. Er berichtet von der Teilnahme der MC in Altötting und den Veranstaltungen der Pfarrei. Sechs Jubilare mit 60 und einer mit 70 Jahren werden geehrt. Sekretär Reiser leitet die Wahl auf fünf Jahre: Zum Obmann wird Jakob Oberloher, zum Stellvertreter Andreas Schillhuber einstimmig gewählt, als Beiräte werden Josef Fürfanger und Wolfgang Stadler einstimmig wiedergewählt. Der Bürgermeister dankt für Predigt und Gebet am

[close]

p. 13

Kriegerdenkmal und Obmann Marschmann für 35 Jahre als Obmann und gratuliert dem Neuen. Der Präses dankt Marschmann für die lange Zeit und steckt die goldene Ehrennadel an. Jakob Oberloher überreicht ihm eine Marienstatue. Marschmann blickt zurück auf die Zeit und die drei großen Feste und dankt für die gute Zusammenarbeit und die Ehrung. Der Präses informiert über die Ereignisse rund um die MC und wird ergänzt durch Sekretär Reiser. Lohkirchen, 15.11.2016. Gemeinsam mit Aspertsham begeht die MC Lohkirchen ihren Jahreskonvent. Vizepräses Br. Ludwig spricht beim Wirt in Aspertsham zu zahlreichen Sodalen und referiert dabei über die Situation in der Kapuzinerprovinz. Zudem geht er auf den Sinn und die Geschichte des Heiligen Jahres ein. Obmann Georg Aimer erinnert in diesem Zusammenhang an die Aussage von Benedikt XVI.: „Der Glaube wird nur an Orten der Anbetung und in den Hauskirchen überleben.“ Darüber diskutieren die Sodalen munter. Zum Abschluss wird ein Film über Fatima gezeigt. Höhepunkt des Abends ist jedoch die vorhergehende Hl. Messe, in der Br. Ludwig predigt: „Jesus sieht uns an!“ Stefanskirchen, 18.11.2016. Eher wenige Sodalen nehmen am Konvent teil, was an der notwendig gewordenen Terminverschiebung liegt. Vizepräses Br. Ludwig Wörle feiert mit der Gemeinde einen feierlich gestalteten Gottesdienst. Obmann Johann Baumgartner lässt anschließend im Pfarrheim das vergangene Jahr Revue passieren und erinnert an die Teilnahme verschiedener Feste. Zudem trägt er den Kassenbericht vor. Br. Ludwig lädt zur Diskussion über das nachsynodale apostolische Schreiben „Amoris Laetitia“ ein. Die Sodalen nehmen das Angebot eifrig an und schlagen 13 die Brücke zu aktuellen Problemen in Deutschland. Eiselfing, 19.11.2016. Am Vorabend zum Christkönigssonntag hält der Präses zum Abschluss der ewigen Anbetung vor der Hl. Messe die Andacht um geistliche Berufe. Im Gasthaus finden sich Jung und Alt ein. Aus dem wie immer reichhaltigen Rückblick von Obmann Josef Manhart ragen heraus der Film über Sr. Faustyna, drei goldene Hochzeiten, elf Ehrungen für 25, eine für 60 und eine für 70 Jahre Mitgliedschaft. Die Liste fürs Frauentragen geht herum. Br. Georg berichtet von den Eindrücken der Treffen und Feiern und empfiehlt, die Schreiben des Papstes zu lesen. Bei der Wahl auf vier Jahre wird Obmann Josef Manhart einstimmig wiedergewählt, ebenso der erste Stellvertreter, Kassier und fünf Beiräte. Der Film über die Segnung der Papststatue kommt recht gut an. Taufkirchen / Laf., 20.11.2016. Pfr. Michael Seifert nimmt an der Messe teil. Br. Georg predigt zum Christkönigssonntag. Obmann Rainer Borgfeldt begrüßt wie schon in der Kirche die Sodalen im Gasthaus Sahlstorfer mit Bürgermeister und PGR-Vorsitzendem. Die Sodalen haben am Hauptfest und den pfarrlichen Festen teilgenommen, ebenso an der Feier 10 Jahre Papstbesuch in Altötting. Sodalen sind bei der ewigen Anbetung. Zwei Sodalen sind 45 Jahre Mitglied. Br. Georg erzählt vor allem vom Vortrag von Kurienerzbischof Georg Gänswein über Evangelisierung. Ein Sodale erzählt aus seiner Erfahrung mit Missionierung in Afrika. Kirchberg/Eggf., 21.11.2016. Ein Sodale legt hier die Lebensweihe ab, nachdem der MC-Vizepräses zum Thema „Wer den Willen meines Vaters tut…“

[close]

p. 14

14 gepredigt hat. Beim darauf folgenden Konvent im Wirtshaus bedankt sich Br. Ludwig für die geleisteten Spenden zur Basilikarenovierung. Der Obmann Josef Huber begrüßt neben Br. Ludwig noch H. H. Kaplan Wilhelm Karsten und eine Delegation aus Taufkirchen. Dabei berichtet er auch über die Teilnahme an den beiden Hauptfesten und bedankt sich bei allen für das engagierte Teilnehmen und Mithelfen auch bei anderen Veranstaltungen. Flossing, 22.11.2016. Die Beichte vor der Hl. Messe wird kaum genutzt. Pfr. Armin Thaller konzelebriert. Br. Georg predigt zur Messe vom Wochentag „bis zum glücklichen Ende“. Ein Drittel der Sodalen kommt ins Pfarrheim. Obmann Hans Käsmeier blickt auf die Versammlung im Frühjahr, Einkehrtag, Hauptfeste und Kreuzweg. Ein Jubilar mit 80 Jahren erhält eine kleine Madonna. Rupert Rahm wird einstimmig in die Leitung als Viererspitze dazugewählt. 2017 wird der Obmann aufhören. Br. Georg betont die Gemeinschaft stiftende Funktion der Hauptfeste und informiert über die Ereignisse bei der MC. Es ergeben sich einige Fragen. Das Wirtshaus in Oberflossing hat z. Z. keinen Pächter. Teising, 23.11.2016. In der Hl. Messe wird ein Sodale aufgenommen, ein weiterer tritt der MC bei. Zur Versammlung im Reiterhof kommt Pfr. Hermann Schächner dazu. Obmann Johann Auer dankt den Neuaufgenommenen und blickt zurück, z. B. auf die Kreuzwegandacht mit 45 Teilnehmern oder die Grillfeier mit 100 Leuten, Verabschiedung von Pfr. Heribert Schauer und Trauung eines Sodalen. Er wirbt engagiert für die Anliegen aus Altötting. Durchschnittsalter der Sodalen ist 51,16 Jahre. Br. Georg ergänzt: Für neue Pilgerbetreuer hat der Einführungskurs begonnen; die Pforten der Barmherzigkeit sind geschlossen, Barmherzigkeit soll weiter gelebt werden. Pfarrer Schächner drückt seine Freude über die aktive MC-Gruppe aus. Der Film über die Segnung der Papststatue kommt recht gut an. Palling/Freutsmoos 24.11.2016. Bei der Hl. Messe in Freutsmoos konzelebriert Pfarradministrator P. Mato Orsolic. Br. Georg predigt zum Aufruf: Dann richtet euch auf und erhebt euer Haupt. In die Pizzeria in Palling kommen neun Sodalen und P. Mato. Obmann Josef Parzinger geht es wieder besser. Er begrüßt die Versammlung und dankt am Ende. Br. Georg informiert ausführlich über die vergangenen Ereignisse. Bei guter Unterhaltung klingt der Abend aus. Die Pfarrgruppe besteht seit 1841, also seit 175 Jahren. Haberskirchen, 26.11.2016. Die Beichte vor der Hl. Messe wird genutzt. Zwei Sodalen werden in der Vorabendmesse zum 1. Advent kirchlich aufgenommen. Wie sollen wir warten, fragt der

[close]

p. 15

Präses in der Predigt. Beim Wirt in Haberskirchen sind etwa fünfzig Sodalen aus Haberskirchen, Unterrohrbach und Simbach. Obmann Konrad Erhardsberger gratuliert zwei 90., einem 85. und einem 80. Geburtstag und berichtet von Jahreskonvent, Einkehrtag in Altötting, Frühjahrshauptfest, Kreuzweg und Konventen in Simbach und Kollbach. Bruder Georg referiert über Entstehung und Lebensweise der Kapuziner im Vergleich zu Benediktinern und Dominikanern anhand von Bildern aus den Marken in Mittelitalien, dem Ursprungsland der Kapuziner. Polling, 27.11.2016. Am 1. Advent konzelebriert Pfr A. Thaller. Ein Sodale wird aufgenommen. Obmann Robert Müller gedenkt der zwei Verstorbenen. Die Kasse ist in Ordnung. Anhand einer Bilderschau berichtet der Obmann vom vergangenen Jahr: Fußwallfahrt an Silvester nach Altötting, 85., 80. und 75. Geburtstag und 50 Jahre TSV Polling ragen heraus. Pfr. Thaller spricht ausführlich und sehr beeindruckend darüber, wie Kinder heute glauben sollen: „Wenn ihr nicht über den Glauben redet, redet keiner darüber!“ Br. Georg bezeichnet die MC als Quellgebiet der Wallfahrt und zeigt auf, was die Kongregation für die Wallfahrt tut. Bei angeregter Unterhaltung klingt der Abend aus. Unterneukirchen, 03.12.2016. Zugang finden zum Glauben und über den Glauben reden, ist Thema der Predigt 15 des Präses. Pfr. Schächner konzelebriert am Tag der ewigen Anbetung. Obmann Zwirglmaier gedenkt der vier Verstorbenen, dankt Pfarrer und Austrägern des Sodalenblattes und lädt ein zu Einkehrtagen und Exerzitien. Br. Georg erzählt über die Altöttinger Ereignisse, die Wallfahrt nach Rom und empfiehlt, die Schreiben des Papstes zu lesen. Pfr. Schächner ist 1999 als junger Sodale bei der 400 Jahrfeier der MC dabei gewesen und hat 2006 Papst Benedikt beim Mittagessen bedienen dürfen: Knödel oder Spätzle? Der Papst hat Knödel gewählt. Er dankt den Sodalen und möchte mithelfen, auch jüngere Sodalen zu gewinnen. Der Film über die Segnung der Papststatue findet großes Interesse. Hohenlinden, 04.12.2016. Die Hl. Messe mit vielen Teilnehmern wird vom Chor sehr gut gestaltet. „Die Reform beginnt im Beichtstuhl“, zitiert der Präses Papst Franziskus. Zwei Sodalen werden aufgenommen. Ins Wendlandhaus kommen mit gut 90 Sodalen aus zehn Nachbarpfarrgruppen so viele wie noch nie. Weißwürste und Wiener sind genügend vorhanden. Obmann Franz Reitmeier begrüßt und dankt fürs zahlreiche Kommen. Der Präses vergleicht: Papst Benedikt wollte vor allem abständige Gruppen integrieren, Papst Franziskus will zeigen, dass alle Getauften zur Kirche gehören, auch Problemchristen. Neben den bekannten Infos zitiert Br. Georg die herausragende Laudatio von Horst Köhler, ehem. Bundespräsident, für Papst Franziskus anlässlich der Verleihung des Millennium-Bambi: „Papst Franziskus hält uns den Spiegel vor, was Christsein bedeuten kann, was Menschsein bedeuten kann“. Halsbach/Margarethenberg, 08.12.2016. Nach der Hl. Messe am Hochfest der Muttergottes sind 25 Soda-

[close]

Comments

no comments yet