gemeinsam unterwegs 1-2017

 

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Pfarrbrief des Seelsorgebereichs Rotbach-Erftaue

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ROTBACH E R F T A U E Kath.Pfarreiengemeinschaft GEMEINSAM UNTERWEGS Ein Bild aus dem Workshop „Die Schönheit des Vergänglichen” mit Tony Schreiber (siehe Seite 14) AUSGABE 1-2017

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INHALTSVERZEICHNIS GEMEINSAM UNTERWEGS 1-2017 2 EGINEIBSLTILCICKseHelIsoENrorgSebEeWINhOERLTE. B. . E . N. . D. . I .G . . E . . . . . . . . UND . . . . . . . . . . . . . . . VIELFÄLTIGE . . . . . . . . . . . . . . GEMEINDE . . . . . . 3 reic tbac Ortsausschuss FASTEN AN LSEth.-eIKrBftialiuUaenN–DReSchEeEnsLcEhaftsbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 mit Bruder Klaus Finkam ofm, 1. bis 11. november, Kloster Steinfeld/Eifel. . . . . . . . . . . . . . . 7 VOM DREIKÖNIGSSCHREIN BIS AN UNSERE HAUSTÜREN Gemeinsam für Gottes Schöpfung, in Kenia und weltweit – Sternsingeraktion 2017 . . . . . . . . 8 Sternsingeraktion in Herrig. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 MAUS IM HAUS. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 ST. KILIAN Rückblick – Der Grüne Hahn und die Klimagerechtigkeit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Sammlung Weißrussland-Litauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Lese- und Gesprächskreis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Bildervortrag. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Einstieg in das Lutherjahr – Neujahrsempfang 2017. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Gottesbilder – Menschenbilder: Ausstellung vom 5. März bis 9. April . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Danke für die Vogelnestschaukel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 KFD ST. KILIAN Basar verhilft zum gesunden Snack. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Einsam?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 TALITA KUMI E.V. Tolles Winterwetter lässt alle Rekorde brechen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 TERMINE. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 ST. KUNIBERT Der Weg zur Erstkommunion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Am siebten Tage sollst du ruhn – Zur Geschichte des Sonntags. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Kinderbetreuungstag. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Basteln zu Muttertag. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Kurz informiert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 AUS DEM SEELSORGEBEREICH Frühschichten in der Fastenzeit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 Zum Paradies mögen Engel dich geleiten: Bestattungsriten heute – in kirchlicher Sicht. . . . . . 27 Liste der Kommunionkinder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 Gemeinsames Programmheft der Familienzentren. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 TASCHENLAMPENFÜHRUNG IN DER PFARRKIRCHE ST. KILIAN. . . . 30 DIE FASTENZEIT IN GYMNICH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 DU SOLLST NICHT TÖTEN ... pax christi Erftstadt vom Herbst 2016 zum Herbst 2017. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 BLICK ZURÜCK 50 Jahre ökumenischer Altentag in Gymnich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 TAIZÉGEBETE In Stille bei dir verweilen heißt schon beten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 SCHÜTZENVEREINE Bruderschaft Gymnich: Patronatsfest . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 St. Kunibertus-Schützen: Weihnachten // Jahresabschluss der ­Schützenjugend. . . . . . . . . . . . . 37 St. Sebastianus Schützenb­ ruderschaft Lechenich: Gedenktag des Hl. Sebastian in Lechenich. 38 AUS DEN FAMILIENBÜCHERN. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 WIE ERREICHE ICH WEN?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40

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GEISTLICHES WORT LIEBE LESERINNEN UND LESER! W ussten Sie, dass sich in unserem Seelsorgebereich gleich zwei Familienzentren befinden? Beide Familienzentren, St.K  ilian Lechenich und St. Kunibert Gymnich, haben im Frühjahr 2016 durch eine – im vierjährigen Turnus durchgeführte – Rezertifizierung erneut das „Gütesiegel Familienzentrum im Land NRW“ erhalten. Somit können die Mitarbeiterinnen mit Stolz sagen, dass ihre Arbeit von oberster Stelle anerkannt wird, und sie auch weiterhin qualitativ hochwertige Angebote verschiedenster Art für alle zusammenstellen können. Hierzu gehören u.a. Kurse für Eltern mit Kindern von 0 bis 3 Jahren, Großeltern-Enkel-Aktionen, Vater-Kind-Aktionen und Themenabende auf den verschiedensten Gebieten Als Begegnungsstätte für Groß und Klein sind die Familienzentren eingebunden in ein Netzwerk unterschiedlichster Kooperationspartner und wollen dazu beitragen, dass Familien auf möglichst kurzen Wegen die Unterstützung erfahren, die sie benötigen. So können z.B. monatlichen die offene Sprechstunden der Erziehungsberatungsstelle der Caritas und die Beratung zur Mutter/Vater-Kind-Kur kostenfrei genutzt werden. Dies bietet oft eine erste unkomplizierte Kontaktaufnahme mit den Institutionen. Zusätzlich zur Landeszertifizierung sind beide Familienzentren auch als Katholische Familienzentren zeritifiziert. Zu den beiden Einrichtungen gehören drei Kindertagesstätten im Pfarrverband. Die Angebote der Familienzentren sind eingebettet in die Struktur des Seelsorgebereichs mit seinen vielfältigen pastoralen und sozialen Angeboten für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien. Ich möchte Sie einladen, sich gerade jetzt in der Fastenzeit diese vielfältigen Angebote, wie das Gestalten von Osterkerzen, den Familien-Bibel-Tag, die Bibelwochen in Gymnich und Lechenich, den Themenabend zur heutigen Bestattungskultur und natürlich die Kinder- und Familienmessen für sich, Ihre Familienmitglieder oder die gesamte Familie zu entdecken und eine besondere Zeit zu schaffen. Vielleicht lohnt sich für Sie, wie auch für die Familienzentren, eine Begegnung. Bestimmt entdecken Sie Angebote, die Sie persönlich oder Ihnen nahestehenden Menschen, bereichern können. Vielleicht haben Sie Ideen oder Vorschläge, mit denen Sie die Arbeit unserer Familienzentren umsetzten möchten. Wir freuen uns Sie/Euch zu begegnen und wünschen im Namen der Mitarbeiter der Familienzentren, sowie des Pastoralteams eine gnadenreiche Fastenzeit und ein frohes und gesegnetes Osterfest. Joseph Pikos, Pastor IMPRESSUM Herausgeber: Pfarrgemeinderat Rotbach-Erftaue, Schloßstraße 3, 50374 Erftstadt Redaktion: Manfred Büschel, Martina ­Firmenich, Michaela Lohmann, Brigitte P­ eglow, M­ ichael Pies, ­Christoph ­Rader, Agnes Recker, N­ orbert Ruhnau, Petra Trimborn V.i.S.d.P.: Christoph Rader Auflage: 7000 Stück E-Mail: redaktion@rotbach-erftaue.de Layout und Herstellung: Michael Pies Die hier abgedruckten Artikel entsprechen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion. Für den Inhalt ist der jeweilige Autor verantwortlich. Wir sehen uns aber als Organ der Kirchengemeinden, in dem jeder grundsätzlich seine Meinung sagen kann. Die Redaktion behält sich allerdings vor, A­ rtikel, die rassistisch, sexistisch, extremistisch o.Ä. sind, nicht zu veröffentlichen. Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe: 19. Mai 2017 GEMEINSAM UNTERWEGS 1-2017 3

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EINBLICKseelsorgebe IN EINE LEBENDIGE reic tbac UND VIELFÄLTIGEro h h- er f taue GEMEINDE ST. KILIAN ORTSAUSSCHUSS ST. KILIAN – RECHENSCHAFTSBERICHT D er Ortsausschuss St. Kilian wurde am 9. und 10. November 2013 gewählt. Er besteht aus 16 Mitgliedern. WIE SIEHT DIE ARBEITSWEISE AUS? Die Mitglieder des Ortsausschusses treffen sich in der Regel einmal im Monat zu einer Sitzung, in der die Aufgaben innerhalb der Pfarrgemeinde angesprochen werden. Folgende Sachausschüsse wurden eingerichtet: • Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit • Gemeindekatechese-Ausschuss • Liturgie-Ausschuss • Caritas-Ausschuss • Ökumene-Ausschuss • Fest-Ausschuss • Grüner Hahn (Umweltausschuss) Als fester Tagesordnungspunkt steht in jeder Sitzung der Punkt: „Berichte aus den Ausschüssen“. Die Sachausschüsse innerhalb des Ortsausschusses dienen dazu, das vom Pfarrgemeinderat beschlossene Pastoralkonzept umzusetzen. Sie beraten und planen Aktivitäten für ihren Bereich und berichten im Ortsausschuss darüber, um z.B. Terminkollisionen zu vermeiden. Hier werden die Themen dann abschließend besprochen. Im Folgenden sollen einige bedeutende Aktivitäten der einzelnen Ausschüsse genannt werden, die in der laufenden Legislaturperiode verwirklicht werden konnten. GEMEINSAM UNTERWEGS 1-2017 4 ÖFFENTLICHKEITSARBEIT „Tut Gutes und redet darüber“ – nach diesem Motto hat der Ausschuss versucht, die Vielfalt der Aktivitäten der Gemeinden des Seelsorgebereiches den Menschen näher zu bringen. Dazu zählen Einladungen zu Veranstaltungen, Darlegung des Pastoralkonzeptes, Berichte über alles, was in den Gemeinden läuft, welche Spenden wofür gegeben worden sind, was die Familienzentren angeboten haben u.v.m. Um all das unter die Leute zu bringen erscheinen jede Woche die von den Damen des Pfarrbüros erstellten „Pfarrnachrichten“ und viermal im Jahr die großen Hefte „Gemeinsam unterwegs“ (dreimal) und „Miteinander“ (einmal). In der Redaktion arbeitet der Ausschusses „Öffentlichkeitsarbeit“ mit. Diese Hefte werden durch viele Austräger kostenlos verteilt. GEMEINDEKATECHESE Die Katechese ist eine der drei Säulen, die Kirche und Gemeinde bilden. Der Ausschuss kümmerte sich um Fragen der Katechese und darum, wie wir in der Gemeinde den katechetischen Auftrag zur Vermittlung unseres christlichen Glaubens erfüllen können. Dazu gehörten die Veranstaltungen des sog. „Mittwochsforums“, das zusammen mit dem Kath. Bildungswerk des Rhein-Erft-Kreises regelmäßig durchgeführt wird. Auch die jedes Jahr in der Fastenzeit angebotene Kunstausstellung in der Pfarrkirche St. Kilian bzw. im Pfarrzentrum zählt zu den Aktivitäten dieses Ausschusses: • „Sein Zeichen heißt Liebe“ – Ausstellung mit Bildern des Künstlers Cláudio Pastro aus • Brasilien über das Hohelied. (2013) „Alles hat seine Zeit“ – Bilder und Objekte von Christine Welter und Texte von Catrina • E. Schneider. (2014) „Leer“ – Künstlerische Intervention in der • Kirche mit Gerhard Pelzer (2015) „Bruder Mensch“ – Ausstellung mit Werken von Otto Pankok. Zu allen Ausstellungen wurden Führungen, Aktionen, Workshops und Vorträge angeboten. Eine weitere Aufgabe des Ausschusses bestand in der Planung und Durchführung des großen Martinszuges der Pfarrgemeinde St. Kilian mit Martinsspiel vor dem Rathaus und dem Abschluss in der Kirche. Auch die Martinsgansverlosung, mit der der ganze Zug mit Musikkapellen, Pferd und Wecken für alle Kinder finanziert wird, wurde vom Ausschuss geplant und durchgeführt.

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ST. KILIAN Seit vielen Jahren findet unter dem Thema „Ein Segen für die Liebe“ am Valentinstag ein ökumenischer Gottesdienst für statt für „verliebte, verlobte Paare, für verheiratete, junge und alte Paare sowie für fromme und weniger fromme Paare“. LITURGIEAUSSCHUSS Dieser Ausschuss kümmerte sich in seinen Beratungen um alle die Liturgie betreffenden Fragen sowie um die Erstellung des Lektoren- und Kommunionhelferplans. Das Mittagsgebet an Samstagen wurde neu eingeführt und wird von Mitgliedern des Ausschusses gestaltet. Ebenso lag die jährliche Fronleichnamsprozession in der Verantwortung dieses Ausschusses. Hier war der Ausschuss für die Vorbereitung der heiligen Messe sowie den Auf- und Abbau des Altares verantwortlich. der immer von vielen Menschen aus beiden Gemeinden besucht wird. In den Fastenzeiten fanden wieder an jeweils vier Abenden die ökumenischen Bibelwochen statt, jeweils an zwei Abenden im Evang. Gemeindezentrum und im Pfarrzentrum St. Kilian. Einmal im Monat wurde eingeladen zum ökumenischen Themenfrühstück. Während des Frühstücks wurden durch Referenten ausgewählte interessante Themen angesprochen, über die die Teilnehmer anschließend intensiv diskutiert haben. Jeden Mittwoch (außer in Ferienzeiten) hat der Ausschuss zum ökumenischen Friedensgebet in die Pfarrkirche St. Kilian eingeladen. Der Pfingstmontag gilt als der Ökumenetag, an dem sich die Gemeindemitglieder zunächst in der Jupp Hammerschmidt CARITAS-AUSSCHUSS Die Caritas, die liebende Fürsorge für die Mitmenschen, zählt zu den tragenden Säulen einer christlichen Gemeinde. Der Ausschuss kann dann, wenn es beantragt wird, in finanziellen Notfällen helfen; wenn z.B. ein Schulkind bei einer Klassenfahrt nicht mitfahren kann, weil die finanzielle Situation einer Familie dies nicht erlaubt, sollten sich die Betreffenden vertrauensvoll über das Pfarrbüro an den Caritas-Ausschuss wenden, der hier eine Unterstützung gewähren kann. Leider wurde in den letzten Jahren diese Möglichkeit von nur wenigen in Anspruch genommen. Der Caritas-Ausschuss veranstaltete auch mehrere Tagesausflüge für Seniorinnen und Senioren, an denen jeweils 15 bis 20 Personen teilgenommen haben. Ziele waren das Kloster Heisterbach, die Landschaftskrippe in Monschau-Höfen und die „bunten Kirchen“ im Bergischen Land. ÖKUMENE-AUSSCHUSS Der Ausschuss hat sich zur Aufgabe gemacht, die Ökumene vor Ort zwischen der Kath. Kirchengemeinde St. Kilian und der Evang. Kirchengemeinde Lechenich zu pflegen. Dazu dienen die regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Ausschusses, in dem die für die Ökumene relevanten Themen behandelt werden. Traditionell begann in jedem Jahr die Ökumene mit dem ökumenischen Neujahrsempfang, Ne baschtisch wracke Wönk Kabarettabend (neues Programm) Donnerstag, 30.03.2017 - 20.00 h Pfarrzentrum St. Kilian Lechenich Veranstalter: Pfarrbücherei St. Kilian beEimin tSrcithtrsekiabrstheonp z uMma rPsrcehias lvleocnk 1u2n €d iimn dPefra rBrübcühreor, e i GEMEINSAM UNTERWEGS 1-2017 5

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ST. KILIAN GEMEINSAM UNTERWEGS 1-2017 6 etrveafnfegn..FrAiensshsceeheillmsioeregßreebKne dircfhiendzeutmdWerortGgootttteessddiieennsstt reic tbac seine Fortsetzunrog im Uh mweltzentrum Frieshei- mer mes Busch. Den Picknick. Abhs-ecrhftlauuses bildet ein gemeinsa- Einmal im Jahr trafen sich das Presbyterium und der Ortsausschuss St. Kilian, wie im Partnerschaftsvertrag verbindlich vorgesehen, zu einer gemeinsamen Sitzung, in der wichtige Fragen der Ökumene und Planungen für ökumenische Aktivitäten besprochen wurden. In dieser Legislaturperiode konnte (endlich) auch das Labyrinth in der Nähe des Schützenplatzes fertiggestellt werden. Es ist gebaut worden als ein Zeichen für den 2002 abgeschlossenen Partnerschaftsvertrag der evang. und kath. Kirchengemeinden Lechenich. Ein besonderer Schwerpunkt war seit 2015 das Thema „Situation der Flüchtlinge vor Ort“, das regelmäßig auf der Tagesordnung des Ausschusses stand. Die von der Evang. Gemeinde zunächst für zwei Jahre angestellte Koordinatorin für die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit, Frau Pratsch-Kleber, konnte dann für ein weiteres Jahr auf Antrag des Ortsausschusses, des Ökumene-Ausschusses und des Pfarrgemeinderates durch das Erzbistum Köln angestellt werden. Der Ortsausschuss St. Kilian und der Mundartspielkreis unterstützten diese Anstellung durch das Erzbistum mit einer finanziellen Eigenleistung. Der „Schweigegang“ am 9. November als Erinnerung an die Reichspogromnacht wurde mit großer Beteiligung auch von zahlreichen Jugendlichen vom Ausschuss organisiert und durchgeführt. Der in den Adventszeiten angebotene offene Adventskalender, die sogenannte „Adventüre“, die Einladung zu adventlichen Stunden in jeweils anderer häuslicher Umgebung fand in den Jahren immer mehr Anklang als eine besinnliche und ansprechende Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. FESTAUSSCHUSS Dieser Ausschuss hat die Aufgabe, Feste und Feiern in der Gemeinde zu organisieren und durchzuführen, z.B.: • Die Karnevalssitzungen der Pfarrgemeinde „Vun jedem jet“ (zweimal pro Session) über- • wiegend mit eigenen Kräften gestaltet Karnevalsveranstaltungen an Weiberfastnacht (mithilfe der KFD), am Karnevalssonntag nach dem Lechenicher „Zoch“ und Veilchendienstag mit der Stadtgarde im Rahmen der Nubbelverbrennung • Danke-schön-Abende für Ehrenamtliche • Mitsingkonzerte „Kilian singt“ zusammen mit dem Chor „Neue Wege“ • Familien-Pfarrwanderung zum Christinenhof • Jazzfest GRÜNER HAHN Der „Grüne Hahn“ ist so etwas wie der Umweltausschuss der Pfarrgemeinde. Die Mitglieder haben sich damit beschäftigt, mit welchen Maßnahmen man im Pfarrzentrum die Energieeffiziens erhöhen und die Energiekosten senken könnte. Der Ausschuss hat auch dafür gesorgt, dass durch Hinweis-Schilder, die in jedem Raum des Pfarrzentrums hängen, das Nutzerverhalten positiv verändert werden konnte. Des Weiteren konnte im Sommer 2016 im Pfarrgarten ein großes „Insektenhotel“, das von den Mitgliedern des Ausschusses gebaut worden ist, von Pastor Kippels eingeweiht werden. Von Oktober bis November 2016 veranstaltete der „Grüne Hahn“ zusammen mit dem Kath. Bildungswerk sog. „Tage der Klimagerechtigkeit“: Gottesdienste, Bibelarbeiten, Workshops, Vorträge und eine an mehreren Orten präsentierte Ausstellung. UND SONST NOCH? Der Ortsausschuss hat auch in der jetzigen Legislaturperiode mit Spenden einige Projekte unterstützt: • In der Flüchtlingsunterkunft am Brabanter Weg konnte damit ein Spielzimmer für die Kinder eingerichtet und eine wetterfeste Beton-Tischtennisplatte für die Außenanlage • angeschafft werden. Zum Oster-Zeltlager der KJG ist ebenfalls • ein finanzieller Beitrag geleistet worden. Nach der Erdbebenkatastrophe in Haiti wurde ein Don-Bosco-Projekt für den Wiederaufbau unterstützt. Uns ist bewusst, dass sich Vieles noch im Kleinen oder in Einzelgesprächen ereignet hat und dass das oben Aufgeführte nicht beanspruchen kann, vollständig alle Aktivitäten des Ortsausschusses von St. Kilian wiederzugeben. Es sollte aber einen Einblick ermöglichen in die Vielfalt und Lebendigkeit der Gemeinde, verbunden damit, den einen oder anderen anzuregen, irgendwo nach seinen Möglichkeiten mitzumachen. Christoph Rader

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FASTEN AN LEIB UND SEELE ST. KILIAN MIT BRUDER KLAUS FINKAM OFM, 1. BIS 11. NOVEMBER, KLOSTER STEINFELD/EIFEL tet ein Mensch immer, wenn er schläft. So meint auch das englische Wort breakfast (Frühstück) wörtlich übersetzt „Fastenbrechen“, also die Beendigung des nächtlichen Fastens. D er Arbeitskreis Dritte Welt Laden Lechenich bietet zusammen mit dem Erzbistum Köln Abteilung Weltkirche und dem Katholischen Bildungswerk Rhein Erft in der Zeit vom 1. bis 11. November im Kloster Steinfeld in der Eifel einen Fastenkurs zum Thema „Fasten mit Leib und Seele – auf dem Weg nach Heil und Heilung“ an. Wieso bietet ein Dritte Welt Laden einen Fastenkurs an? Dazu eine einfache Erklärung: Seit über 25 Jahren unterstützt der Arbeitskreis die Arbeit von Bruder Klaus Finkam ofm, der als Franziskaner und Arzt im Nordosten Brasiliens tätig ist. Nachdem Bruder Klaus im Jahr 1992 seine Zusatzausbildung als Arzt für Naturheilverfahren beendet hatte, bei seinen Aufenthalten in Deutschland Vorträge zum Thema Heil und Heilung hielt und von den positiven Ergebnissen seiner Patienten- und Fastenkurse erzählte, fragte der Arbeitskreis nach, ob er nicht auch einmal in Deutschland einen Fastenkurs abhalten könnte. Das ist bisher bereits viermal geschehen und immer mit großer Resonanz. So freuen wir uns, dass Bruder Klaus auch in diesem Jahr nach Deutschland kommt und gemeinsam mit dem Pädagogen Alcino Silva Ferreira diese Fastentage gestaltet. Ein wichtiger Aspekt dieser Fastentage sind die Gesundheits- und Ernährungsvorträge von Bruder Klaus Finkam. WAS IST FASTEN? Fasten ist nicht Hungern. Denn es bezeichnet den in der Regel freiwilligen Verzicht auf Nahrung für einen begrenzten Zeitraum, die gewollte Umstellung von äußerer auf innere Ernährung. Fasten ist ein natürliches „Notfallprogramm“ des Körpers, das den menschlichen Körper dazu befähigt, in Zeiten eines stark verminderten Nahrungsangebotes gesund zu überleben. Genau betrachtet fas- FASTEN DIENT … • der Entgiftung und Reinigung des Körpers durch die Ausscheidung von Ablagerungen aus Gelenken, Gefäßsystemen, Muskel- und • Bindegewebe dem Abbau von Fettreserven und zur Ge- wichtsreduktion • der Anregung des Herz-Kreislauf-Systems • der Krankheitsvorbeugung • der Aktivierung der Selbstheilungskräfte des • Körpers der Regeneration des Darms als wichtigen • Teil des Immunsystems der Wiederherstellung des inneren Gleich­ • gewichts der ganzheitlichen Reinigung von Körper, Geist und Seele SIEHE DA, WAS DAS FASTEN BEWIRKT! WANN FASTEN? Es heilt die Krankheiten, trock- Der Zeitpunkt für den Start in net die überschüssigen Säfte im eine Fastenkur ist individuell Körper aus, vertreibt die bösen unterschiedlich. Es gibt keine Geister, verscheucht verkehr- Jahreszeit, die für Fastenkuren te Gedanken, gibt dem Geist empfehlenswerter ist als eine größere Kraft, macht das Herz andere. rein, heiligt den Leib und führt schließlich den Menschen vor WER KANN FASTEN? den Thron Gottes. An einem Fastenkurs kann jeder teilnehmen, der sich gesund fühlt und Lust auf neue Erfahrungen hat. Eine große Kraft ist das Fasten und verschafft große Erfolge. Athanasius, Bischof von A­ lexandrien, IV. Jahrhundert SIE WOLLEN DABEI SEIN? Dann melden Sie sich bis zum 2. Mai bei Frau Helga Berbuir an: Telefon 409213 oder 02252834179, E-Mail: helgaberbuir@aol.com. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Teilnehmer begrenzt. Die Kosten betragen 800 Euro, zahlbar bei Anmeldung auf das Konto: Dritte Welt Laden Lechenich VR-Bank Rhein-Erft IBAN DE94 3716 1289 1004 8020 19 BIC GENODED1BRH GEMEINSAM UNTERWEGS 1-2017 7

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VOMseelsoDrgebe REIKÖNIGSSCHREIN reic tbac BIS AN UNSEREro h h- er f taue HAUSTÜREN… STERNSINGER GEMEINSAM UNTERWEGS 1-2017 8 GEMEINSAM FÜR GOTTES SCHÖPFUNG, IN KENIA UND WELTWEIT – STERNSINGERAKTION 2017 W ährend viele von uns noch mit den Vorbereitungen für den Jahreswechsel beschäftigt waren, machten sich knapp 50 Sternsinger aus unserem Seelsorgebereich auf den Weg nach Köln. Ihr Ziel am vorletzten Tag des Jahres war der Kölner Dom. Dort fand die zentrale Aussendungsfeier aller Sternsinger des Erzbistums Köln statt. Da wir mittlerweile schon zu den erfahrenen Gruppen gehören und viele Sternsinger schon mehrfach im Dom an der Feier teilgenommen haben, waren etliche Decken und Sitzkissen für den traditionell schlecht geheizten Dom mitgebracht worden. Zurück in unserem Seelsorgebereich und nach dem Jahreswechsel zogen nun also viele Sternsinger frohen Mutes und bei herrlichstem Sammelwetter durch Ahrem, Herrig, Lechenich, Konradsheim, Dirmerzheim und Gymnich. An vielen Haustüren war nun der Segen 20*C+M+B+17 (Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus) zu lesen. Die Sternsinger überbrachten damit gute Wünsche für ein neues Jahr und sammelten Spenden für die Kinder. In diesem Jahr, wie erwähnt besonders für Projekte in der Turkana und traditionell für unser ökume- Unterstützt von einem Jugendchor stimmten sich alle Sternsinger auf den Gottesdienst mit Kardinal Woelki ein. Dieser erinnerte in seiner Ansprache daran, dass wir in einer Wohlstandsgesellschaft leben. Spätestens mit dem vergleich unseres enormen Wasserverbrauchs im Gegensatz zu dem in der Turkana – eine Region im Nordwesten Kenias – wurde klar, dass die Kinder und Erwachsenen dort unsere Unterstützung dringen nötig haben. Nachdem Kardinal Woelki alle Sterne, die Kreide und natürlich auch die Sternsinger gesegnet hatte, zogen alle in feierlicher Prozession am Dreikönigschrein vorbei. Hiermit wurden so zu sagen alle Kinder feierlich von ihren berühmten Vorgängern in das Erzbistum hinaus gesendet um Segen in die Häuser zu bringen und Spenden für Kinder in aller Welt zu sammeln. Ebenso traditionell wie der Gottesdienst im Dom ist mittlerweile das gemeinsame Pommes-Essen im Bahnhof. Die dort ansässige Frittenbude ist schon nicht mehr erstaunt, wenn 50 bis 60 kleine Könige und Königinnen um die Ecke biegen, um sich mit Pommes zu stärken! Wie in jedem Jahr trafen wir auch diesmal die Sternsinger aus der „alten“ Pfarrei unseres Pastors Hans-Peter Kippels.

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nisches Projekt „Talita Kumi“, das auch vom Kindermissionswerk (das alle Sternsingergelder in Deutschland auf verschiedenste Projekte verteilt) unterstützt wird. Selbsverständlich wurden auch die Patienten im Krankenhaus Frauenthal besucht und Bürgermeister Volker Erner empfing eine Abordnung der Sternsinger am historischen Rathaus in Lechenich. Im gesamten Seelsorgebereich konnten die kleinen und großen Sternsinger ein tolles Sammelergebnis erreichen. Damit zeigt sich ein weiteres Mal, dass viele Menschen nicht nur an sich selbst und die eigene Familie denken, sondern dass uns hier in Erftstadt das Wohl der Menschen auf der ganzen Welt am Herzen liegt. Unzählig viele Menschen handelten getreu dem Satz Jesu: „Was ihr dem Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan!“ Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Vergelt’s Gott! SAMMELERGEBNISSE: Ahrem Dirmerzheim Gymnich Herrig Lechenich 1.506,52 € 815,00 € 4.178,19 € 620,00 € 11.539,08 € Für die Strernsinger war die diesjährige Spendenaktion eine tolle Erfahrung. Hierfür und für die gesammelten Spenden brachten die Kinder und Erwachsenen ihre Dankbarkeit in den Dankmessen am Ende der Aktion zum Ausdruck. Nachdem auch dem Neujahrsempfang ein Besuch abgestattet wurde beendeten die Kinder die Aktion glücklich und zufrieden. Als Dankeschön trafen wir uns eine Woche später bei einer Dankeschönaktion im Pfarrzentrum Lechenich zu Hamburgern und Kinofilm wieder! Dieses Dankeschön kam von Herzen und war redlich verdient! Nun stehen die Sterne in der Ecke, die Gewänder sind gewaschen und eingelagert und die Kronen verstaut. Bis zum nächsten Jahr, wenn die Sternsinger wieder, ausgehend vom Dreikönigsschrein im Kölner Dom durch unsere Strassen ziehen werden. Ingo Krey STERNSINGERAKTION IN HERRIG MIT EINSEGNUNG DER ERWEITERTEN RÄUME DER TAGESPFLEGE OASE W ie jedes Jahr, hat unsere ehemalige Kathechetin Carina (Mader-Nienhaus) zur Sternsingeraktion nach Herrig eingeladen. Am 7. Januar um 10 Uhr war es endlich so weit. Voller Vorfreude auf einen lustigen Tag trafen wir uns zum Einkleiden als Könige in Carina´s Garage. Wir, das sind die ehemaligen Kokis Nils, Tino, Paulo, Vanessa und ich. Außerdem gab es eine zweite Gruppe mit den jüngeren Geschwisterkindern Nele und Nelly, dem Tages- kind Leni und den beiden lieben Betreuereltern Joana und Uli. Sie übernahmen die Gruppe der jüngeren Kids und Vanessa als Älteste von uns, leitete unsere Gruppe. So zogen wir nach einer kurzen Einweisung als die Könige Caspar, Melchior und Balthasar mit gesegneter Kreide, Aufklebern und dem wegweisenden Stern los. Obwohl es bitterkalt war besuchten wir gern alle Haushalte in Herrig. Abwechselnd sangen wir an den Türen „Stern über Bethlehem“ oder GEMEINSAM UNTERWEGS 1-2017 9

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STERNSINGER reic tbac „seWs iJrakhormsammesmneeedlsloatrhegneebrewauirsfdüermdiMe Korignednelranind“K.eDniiea-. Insgesamt habenrowir imh Ort Herrig 610 Euro gesammelt. DANKE!!h!-erftaue Aber das Beste waren natürlich für uns die vielen, vielen, vielen und leckeren Süßigkeiten, die die Menschen uns schenkten. Diese haben wir alle gesammelt. Um 12.30 Uhr trafen wir uns zum aufwärmenden Mittagessen bei Carina. Diesmal aber nicht nur in der Garage, sondern auch noch in den schönen, neuen, erweiterten Tagesräumen ihrer Tagespflegeoase. Hierzu waren auch noch andere Gäste gekommen. Unter anderem der Subsidiar Herr Pastor Krieger aus Gymnich und einige Menschen vom Jugendamt so wie der Kita Nord und Freunde. Gegen 13 Uhr hat Herr Pastor Kippels die neuen und auch die alten Räume eingesegnet. Dazu haben wir gemeinsam gebetet und ein Lied gesungen. Und wir wurden natürlich gut mit Weihwasser besprenkelt. Im Anschluss gab es Salate, Würstchen, Suppe und Brötchen vom Buffet. Das war lecker. Um alle Menschen zu besuchen zogen wir älteren Sternsinger noch einmal los um in alle restlichen Häuser den Segen zu bringen. Dann kam das Beste. Gegen 16 Uhr waren auch wir fertig und machten uns wieder auf den Weg zu Carina. Jetzt ging es an all die leckeren Süßigkeiten, die uns die Menschen schenkten. Wir teilten alles gerecht untereinander auf und aßen hier und da schon was Leckeres. Da wir so viele Süßigkeiten bekamen, haben wir die Tradition beigehalten und einige Sachen für die Lebenshilfe in Düren und das Kinderheim in Mönchengladbach abgegeben. Es war ein toller Tag und wir freuen uns schon auf die Sternsingeraktion 2018!!! Leonard Heidbüchel GEMEINSAM UNTERWEGS 1-2017 10

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MAUS IM HAUS E igentlich wollte ich, kaputt vom Nachbarschaftspilates, schon längst im Bett liegen. Stattdessen sitze ich nun doch wieder auf dem Sofa, den Laptop auf den Knien. Plötzlich huscht an der gegenüberliegenden Wand etwas kleines Schwarzes hinters Sofa. Mein Erschöpfungszustand ist vergessen, ich schmeiße den Laptop neben mich und springe aufs Sofa. Dabei entwischt mir ein spitzer Schrei nach meinem Mann – wo ist denn bloß meine Emanzipation hin? Mein Mann eilt herbei, wir entdecken die Maus im Feuerholzkorb, die Situation ist also unter Kontrolle. Nur noch den Korb nach draußen tragen … das gefällt der Maus scheinbar nicht – sie springt aus dem Korb und saust unter Omas altes Vertiko – kommentiert mit einem weiteren Huuu meinerseits. Wir überlegen fieberhaft, worin wir die Maus nun fangen können. Körbe und Schuhkartons werden herbeigetragen und um das Vertiko drapiert. Nun hat die Maus keine Fluchtmöglichkeit mehr. Ich stochere mit einem Stab unter dem Vertiko umher in der Hoffnung, die Maus damit in einen der Kartons zu treiben – nichts passiert, die Maus ist weg. Wie ist das möglich? Vertiko weg von der Wand, in der Rückwand einen winzigen Spalt entdeckt: Passt die Maus da durch? Das Vertiko wird kurzerhand ausgeräumt, immer darauf gefasst, dass uns plötzlich die Maus entgegenspringt. Als Platzteller, die wir nie benutzen, und die guten Tischdecken, die halt immer zu gut sind, um sie auf den Tisch zu tun, auf dem Fußboden verteilt sind, erneute Ratlosigkeit: keine Maus. Wir zweifeln an unserem Verstand: Konnte sie fliehen, ohne dass wir es bemerkt haben? Ist sie vielleicht doch schon längst wieder im Garten? Wir leuchten unter Kühlschrank und Schränke, hinter Vorhänge und Sofa. Rücken Regale von der Wand und schauen selbst im Brotkorb nach (vielleicht hatte sie Hunger). Doch alles, was wir entdecken ist Staub. Zwischendurch stellen wir Vermutungen an, wie die Maus ins Haus kam. Es hagelt schnell Vorwürfe: Wahrscheinlich durch das Kellerfenster, das du immer offen lässt! Ins Wohnzimmer konnte sie nur, weil immer alle Türen offen stehen! Und wahrscheinlich sitzt sie jetzt im Kleiderschrank, den du ja nie zu machst! Äh, was hat jetzt mein Kleiderschrank damit zu tun? Wir weichen vom Thema ab. In unserer Verzweiflung (wahrscheinlich hat die Maus schon längst ihre Babies im ganzen Haus verteilt) rutschen wir auf dem Boden rum und machen die Maus kurzerhand zur Supermaus mit magischen Kräften: Vielleicht passt sie doch unter dem Wohnzimmertürspalt durch und ist nun im Flur? Beim Suchen entdecken wir zumindest, wo die Maus bisher so war: Köttel vor den Inline Skates, im Mützenkorb und im Wäschekorb – ich werde langsam grün im Gesicht. Dann endlich der erlösende Ruf aus dem Wohnzimmer: Ich habe sie. Hinter der Vitrine. Nun kesseln wir die Maus ein, noch einmal entwischt sie uns nicht! Mein Mann gibt Anweisungen. Die Schränke werden strategisch zur Wand zulaufend geschoben, wieder Kartons aufgestellt. Für den Notfall wird mir eine Schalke-Fahne in die Hand gedrückt (sollen wir jetzt hoffen, dass die Maus Fußballfan ist?). Jegliche Fluchtwege sind abgeschnitten. Die Maus schafft es trotzdem, sich durch den winzigen Spalt zwischen Wand und Schrank zu quetschen. Sie läuft, von uns gejagt, wie panisch durch Wohnzimmer und Küche. Ein Schalkefan scheint sie nicht zu sein. Meinem Mann kommt die rettende Idee. Er bewaffnet sich mit dem Kescher unserer Kinder aus dem letzten Urlaub und schlägt wie wild immer wieder nach der Maus. Mich erinnert die Szene ein wenig an Topfschlagen. Außerdem sorge ich mich um die Knochen der Maus – aber mein Mann ist Orthopäde, er kriegt das notfalls wieder hin. Schließlich ist die Maus im Netz und wird weit hinten im Garten ausgesetzt. Unser Wohnzimmer sieht aus wie nach einem Bombeneinschlag. Ein Gutes hat die Sache: Wir haben an Stellen gesaugt, die vorher noch kein Staubsauger sah. Haben Schätze entdeckt, wie den Xylophonschläger unserer Kinder – das Xylophon seit drei Jahren im Müll. Auch das Vertiko wurde endlich ausgemistet und die Mützen gewaschen. Wir können der Maus quasi dankbar sein. Als wir die Geschichte am nächsten Morgen unseren Töchtern erzählen, hagelt es von der Großen Vorwürfe: Warum habt ihr mich nicht geweckt? Und die Kleine fragt ganz cool: Habt ihr sie mit unserem Netzt gefangen? Ach mein kleiner Schatz, für diese Eingebung haben deine Eltern deutlich länger gebraucht. Während ich gerade schreibe, entdecke ich Köttel im Medizinkörbchen in der Küche. Hallooooo, gibt es jetzt schon Beschaffungskriminalität bei Mäusen???? Christina Düsing ST. KILIAN GEMEINSAM UNTERWEGS 1-2017 11

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ST. KUNIBERT GEMEINSAM UNTERWEGS 1-2017 12 DER WEGseelsorgebe ZUR ERSTKOMMUNION reic tbac ro h B ald ist es nanzügen suonwdhe-eiwtr:fteaJiuußenggeenklemiditetKeoMmmäducnhieon- erleben ihren „schönsten Tag des Lebens“, Hierbei rückt die Gemeinschaftsförderung in den Vordergrund. Singen, Spielen und Basteln werden durch einen religiösen Part ergänzt. Die- wie es dann wieder auf Schmuckschildern vor ser findet in lockerer und manchmal auch spiele- Hauseingängen zu lesen sein wird. rischer Atmosphäre statt. Themenschwerpunkte Für die Kinder hat der Weg zur Erstkommunion bereits begonnen, aber nicht erst nach den Sommerferien, sondern – und das sollte jedem bewusst sein - seit der Taufe. Schon hier beginnt die religiöse Erziehung bzw. Anbahnung der Religiosität. sind u. a. die kirchlichen Feiertage sowie Themen, die im anschließenden Kindergottesdienst behandelt werden. Die Liturgie wird auf diese Weise mit katechetischen Elementen verknüpft: Das katechetisch Behandelte wird dann mit den Kindern tatsächlich liturgisch gefeiert. Ich beschränke mich in dieser Ausführung jedoch auf die konkrete Vorbereitungszeit zum Natürlich werden die Kinder auch thematisch auf ihr Kommunionmotto vorbereitet. Empfang der Erstkommunion. Erstaunlich großes Interesse zeigen die Kinder Nach den Sommerferien findet ein Infoabend für alle Eltern der Kommunionkinder statt. Hier wird das Konzept der Kommunionvorbereitung dargelegt, damit die Eltern den Ablauf des Koki-Jahres kennen lernen. In den beiden darauf bei der Kirchenführung, deren Schwerpunkt es ist, ihnen die Einrichtungsgegenstände sowie die Legende, Geschichte und Feier des Gymnicher Rittes anhand des in den Kirchenfenstern eingearbeiteten Rittfrieses nahe zu bringen. folgenden Wochen werden im Pfarrbüro die An- Im Anschluss an die Koki-Nachmittage findet meldungen entgegen genommen. eine Kindermesse statt, die von den Kindern mit- Elternarbeit ist ein nicht unwesentlicher Bereich während dieser Vorbereitungszeit, da sich religiöse Erziehung nicht nur außerhalb, sondern insbesondere gestaltet wird. Zudem wird einmal im Monat ein Wortgottesdienst für Kinder (WoKi) im Pfarrzentrum gefeiert. Zur Eucharistiefeier gehen die Kinder in die Pfarrkirche und feiern diesen Teil des Gottesdienstes mit der Gemeinde mit. im Elternhaus vollziehen muss. Im Oktober ist eine Friedhofführung, bei der Zwei weitere Elternabende fin- es um Tod und Auferstehung sowie um Bestat- den noch während der Vorbe- tungskultur und Grabsymbolik geht. reitungszeit statt, an denen die Eltern über aktuelle Veranstaltungen informiert werden und religiöse Themen zur Sprache An Heiligabend haben die Kommunionkinder nach einigen Proben die Möglichkeit zur aktiven Teilnahme am Krippenspiel. kommen. Für die Katecheten, Beim traditionellen ewigen Gebet erleben die die sich aus dem Kreis der Eltern Kommunionkinder sämtliche Gebetsformen von der Kommunionkinder freiwillig der Stille über das Lied bis hin zum Beten mit zur Übernahme dieser Aufgabe Gesten und dem freien Gebet, um nur einige zu bereit erklären, finden regelmä- nennen. ßige Katechetentreffen statt, bei denen jeweils drei bis vier katechetische Einheiten besprochen werden, um sie in den Katechesen den Kindern fach- und kindgerecht vermitteln zu können. Im Januar beteiligen sich die Kinder an der Sternsingeraktion, um die Bereiche „Verkündigung“ und „Liturgie“ mit dem Bereich „Nächstenliebe“, welche die drei Säulen der Kirche darstellen, zu ergänzen. Die Sternsingeraktion Die eigentliche Kommunionvorbereitung be- wird vom Messdienerteam organisiert, welches ginnt mit dem Vorstellungsgottesdienst, bei dem zuvor zur Teilnahme an der Aussendungsfeier sich die Kommunionkinder der Gemeinde vor- im Kölner Dom einlädt und die Kinder dorthin stellen und ihr Mottolied singen. In diesem Jahr begleitet. lautet das Motto: Seerose. Danach beginnen die wöchentlichen Katechesen. Diese werden ergänzt durch die einmal im Monat stattfindenden Koki-Nachmittage. In der Fastenzeit findet das Koki-Wochenende von Freitag bis Sonntag statt. Am Freitag wird für die Kommunionkinder das Passah-Mahl in

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ST. KUNIBERT Anlehnung an die jüdische Tradition gefeiert. Hier erleben die Kinder die Zusammenhänge zwischen der Befreiung der Israeliten aus Ägypten durch Moses, dem jüdischen Passah-Fest sowie dem Letzten Abendmahl und erfahren auf diese Weise, dass das Christentum im Judentum wurzelt. Kurze Zeit danach empfangen die Kinder das Sakrament der Buße. Die Beichte, wie das Bußsakrament auch genannt wird, ist das zweite Sakrament, das die Kinder empfangen. Die Kinder werden während der Schulkontaktstunden durch Herrn Pastor auf das Bußsakrament vorbereitet. Am Mittwoch vor der Erstkommunion besteht für die Kinder die Möglichkeit zur Stillen Kommunion. Der Kommuniongang erfolgt an diesem Tag gemeinsam mit der ganzen Familie. Am weißen Sonntag oder am darauf folgenden Sonntag treffen sich die Kommunionkinder schon früh im Pfarrzentrum zum Fotoshooting und zur Kerzensegnung. Danach findet der feierliche Erstkommuniongottesdienst statt. Am Nachmittag ist Dankandacht und am Montag Dankmesse. UND NACH DER KOMMUNION Die Kinder haben bis zu den Sommerferien weiterhin ihre Koki-Nachmittage. Am letzten Koki-Nachmittag vor den Sommerferien wird eine besondere Outdoor-Aktion angeboten. Am Samstag haben die Kinder katechetische Einheiten und Workshops. Ebenso wird die Gestaltung des Gottesdienstes für Sonntag vorbereitet. Nach dem Gottesdienst am Sonntag schließt ein gemeinsames Frühstück das Koki-Wochenende ab. Ebenso nehmen die Kinder und deren Familien am ökumenischen Kreuzweg mit Übergabe der Osterkerzen an die Gemeinde Dirmerzheim und die evangelische Gemeinde teil. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Weißen Sonntag. Für die Kommunionmesse basteln die Kinder an einem Nachmittag ihre Kommunionkerze nach eigenen Vorstellungen selber. Die Kinder verzieren ihre Kerze mit christlichen Symbolen aus Wachs. Natürlich darf auch das Motto-Symbol nicht fehlen. Ferner nehmen die Kinder an der Bittprozession, am Gymnicher Ritt und an der Fronleichnamsprozession teil. Interessierte Kinder dürfen fortan aktiv ihren Altardienst als Messdiener leisten oder im Kinderchor mitsingen. Frank Axer (für den Arbeitskreis Kommunionkatechese) GEMEINSAM UNTERWEGS 1-2017 13

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© Freimut Woessner ST. KILIAN reic tbac RÜCKBLICKseelsorgebe – DER GRÜNE HAHN UND Dro hI-eErfhtaueKLIMAGERECHTIGKEIT D as Programm zu den „Tagen der Klimagerechtigkeit“ im Oktober/November 2016 war vielfach verteilt, die Werbetrommel auf verschiedenste Weise gerührt, die Karikaturen sprachen ihre eigene Sprache. Aber der Kreis der Veranstaltungsbesucher war – wie üblich bei solchen Themen – „überschaubar“. Aber es kommt nicht immer auf Zahlen an. Nach dem Film „Power to Change“ im Kulturhaus Liblar oder während des Workshops „Die Schönheit des Vergänglichen“ erlebten wir einen intensiven und inspirierenden Austausch, der uns allen Mut gemacht hat, die Themen der Bewahrung der Schöpfung, der Gerechtigkeit und Armutsbekämpfung zu unserer Sache zu machen. © Anton Heurung Im Foyer des Erftstädter Rathauses, in St. Kilian und im Pfarrzentrum in Lechenich konnten wir die Karikaturen der Misereor-Ausstellung „Glänzende Aussichten“ betrachten, die unser gängiges Konsumverhalten mit spitzem, manchmal beißendem und immer kreativen Humor auf die Schippe nehmen, und manch ein Betrachter erkannte sich mühelos darin wieder! thoden und für die verschiedenen Altersgruppen greifbar zu machen und auf diese Weise konsequent das Jahr der Barmherzigkeit weiterleben zu lassen. Grüner Hahn St. Kilian Hans Krings, Karin Schreiber GRÜNER HAHN St. Kilian Lechenich Wir nehmen uns vor, die Impulse, Herausforderungen und Ermutigungen, die die Enzyklika Laudato Sí für uns bereithält, im Laufe des Jahres mit ganz unterschiedlichen Me- GEMEINSAM UNTERWEGS 1-2017 14

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ST. KILIAN SAMMLUNG WEISSRUSSLAND-LITAUEN A m 27. April sammeln und sortieren wir in unserer Garage wieder gut erhaltene saubere Kinder- und Erwachsenenkleidung, Unterwäsche, Mützen, Handschuhe, Knöpfe, Tisch- und Bettwäsche sowie gut erhaltene Schuhe. Wir verpacken die Sachen in die genormten Bananenkartons, um den Transport so effizient wie möglich zu halten. Da ein LKW-Transport über 3000 Euro kostet, müssen wir für jeden gepackten Karton 2 Euro und für jeden Sack 4 Euro zusätzlich erheben, um diese Kosten decken zu können. Die Damen und Herren, die den Transport begleiten, tragen ihre Kosten von zurzeit 450 Euro aus eigener Tasche und opfern Urlaubstage. So kommen alle Spenden den Beschenkten in vollem Umfang zugute. Wie in den vergangenen Jahren sammeln wir auch diesmal für ein Waisenhaus, ein Behindertenheim, ein Altenheim, die Caritas und das Priesterseminar von Grodno. Falls Sie Bananenkartons packen, bitte wegen möglichen Schimmelbefalls keine Plastikabdeckung benutzen! Die gespendeten Sachen nehmen wir am 27. April in Lechenich, Am Beißel 12 entgegen. Auch die verantwortlichen Herren Gürster und Glaubitt sind wie immer anwesend. Zu guter Letzt noch ein Hinweis: Zurzeit versucht ein Herr Wenzler, Geldspenden für Weißrussland aus unserer Pfarrei zu bekommen. Er hat jedoch mit unserem Verein nichts zu tun! Mit freundlichem Gruß, Mechthild Wenger LESE- UND GESPRÄCHSKREIS ZU TEXTEN VON JOSEPH RATZINGER/BENEDIKT XVI. A us der Erfahrung heraus, dass Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. dem persönlichen Glaubensleben wichtige Anstöße gibt, und in der Überzeugung, dass seine Texte für das kirchliche Leben bedeutsam sind, lesen und besprechen wir seine Bücher, Aufsätze, Katechesen, Enzykliken usw.  Die Themen im ersten Halbjahr sind folgende: • Schauen auf den Durchbohrten: Die Bedeutung von Tod und Auferstehung Jesu Christi für die Gottesfrage; Beginn: 9. Februar • Heiliger Geist und der Geist der Freude; Beginn: 27. April Der Lesekreis findet donnerstags von 18 bis 19.30 Uhr im Pfarrzentrum St. Kilian (Erftstadt-Lechenich, Franz-Busbach-Str. 9) statt. Für die Anmeldung und für Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Pfarrbüro (Telefon 95640 oder buero@rotbach-erftaue.de). Rolf Röttgen BILDERVORTRAG MARIA – MUTTER DES GOTTESSOHNES: VERKÜNDIGUNG – HEIMSUCHUNG – ­GEBURT JESU CHRISTI – ANLÄSSLICH DES FESTES MARIÄ VERKÜNDIGUNG M it Hilfe von Bildern aus dem Heiligen Land und Texten aus der Bibel werden die Ereignisse in Nazareth, Ain Karim und Bethlehem in den Blick genommen. Dienstag, 21. März um 20 Uhr Pfarrzentrum St. Kilian (Erftstadt-Lechenich, Franz-Busbach-Str. 9) Rolf Röttgen GEMEINSAM UNTERWEGS 1-2017 15

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