Thüringer Zahnärzteblatt

 

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April 2019

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ISSN: 0939-5687 Thüringer Zahnärzteblatt 04|2019 W2AH19L Wahl der Kammerversammlung Briefwahl vom 6. bis 17. Mai 2019 ■ Kammerwahl 2019: Vorstellungen der Wahlvorschläge 10 ■ Gesundheitsmesse: Patientenberatung und Vortrag 7 ■ Neufassung der FU-Richtlinien 19

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Anzeige © 01/2018 · 419073V0 BRUCHMANN,SCHNEIDER. Am Ende des Tages zählt Vorsprung. Die Zahnmedizin kennt keinen Stillstand. Vertrauen Sie darum einer Marke, die es gewohnt ist, Erster zu sein. Die in weltweiter Zusammenarbeit mit anerkannten Zahnmedizinern und Universitäten kontinuierlich nach neuen Lösungen forscht. Und die mit ihren Innovationen regelmäßig Maßstäbe setzt, wie z. B. mit dem sterilen Standardsortiment. Komet. Die Qualität der Qualität. komet-my-day.de

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tzb 04|2019 Editorial 3 kennen Sie das Parkinsonsche Gesetz? Sicherlich denken wir Mediziner dabei zunächst an die gleichnamige Krankheit. Doch falsch: Mit humorvollen Beobachtungen hat der englische Historiker und Soziologe Cyril Northcote Parkinson 1955 im Londoner Wirtschaftsmagazin „The Economist“ die Auswüchse bürokratischer Ineffizienz beschrieben. Parkinsons augenzwinkernder Leitsatz „Arbeit dehnt sich genau in dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht“ stellt das unaufhörliche Bürokratiewachstum an den Pranger. Demnach neigt Bürokratie dazu, sich hemmungslos zu vermehren, bis sie schlussendlich ganz zum reinen Selbstzweck verkommt. Seine These belegte Parkinson an zahlreichen Beispielen aus der königlich-britischen Marine und Kolonialverwaltung. Heute könnte jeder Thüringer Zahnarzt sicher eine eigene Liste aus der endlosen Praxisbürokratie hinzufügen … Denn all die vermeintlich wohlmeinenden Gesetze, Verordnungen und Richtlinien verbinden sich in unseren Praxen zum lebendigen Alltag für uns Zahnärzte, unser Praxispersonal und letztlich auch für unsere Patienten. Wo sich neue Regelungen und Gängelungen nicht schon vorab verhindern lassen, möchte unsere Landeszahnärztekammer Thüringen künftig mehr Licht in den dichten Paragrafendschungel bringen. Dabei wird die Kammer vor allem die Servicebereiche der Praxishygiene, der Aufbereitung von Medizinprodukten sowie des Arbeits- und Gesundheitsschutzes stärken, um Ihr zentraler Partner in allen Fragen der zahnärztlichen Berufsausübung – aus erster Hand und alles in einer Hand – zu bleiben. Bereits in der nun zu Ende gehenden Amtsperiode des Kammervorstands haben wir ein mit den Aufsichtsbehörden abgestimmtes Validierungsverfahren für die Aufbereitungsprozesse in unseren Praxen entwickelt. Zusätzlich werden wir ab 2020 ein Fortbildungszertifikat für unsere Praxismitarbeiterinnen ausstellen, welches das Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz mit der neuen Stufe der Medizinprodukte-Betreiberverordnung einfordern wird. Mit einer Neueinstellung eines weiteren Kammermitarbeiters werden wir einen schnelleren Service für Praxen gewährleisten, die BUS-Dienst und Validierung durch die Kammer wünschen. Durch Umbesetzungen innerhalb der Verwaltung werden wir zudem die Terminvergabe und Protokollierung beschleunigen sowie einen Ansprechpartner schaffen, der auf grundsätzliche und häufig wiederkehrende Fragen bereits am Telefon klare Antworten geben kann. Vor allem die Neueinführung von Zertifikaten nach absolvierten Fortbildungen stärkt die Akzeptanz bei der Argumentation gegenüber Aufsichtsbehörden, dass unsere hochwertigen Fortbildungen den aktuellen Wissens- und Gesetzesstand bestmöglich nachweisen. Dies werden wir demnächst auch mit Zertifikaten zur Praxishygiene belegen. Wir werden die zunehmenden Praxisbegehungen durch kommunale Gesundheitsämter nur zurückzudrängen können, wenn wir selbst nachweisen, dass unsere Mitarbeiterinnen topqualifiziert und fortan sogar ausdrücklich zertifiziert sind. Für unsere neustrukturierte Fortbildung zum Arbeits- und Gesundheitsschutz konnten wir bereits jetzt in konstruktiven Gesprächen mit dem Verbraucherschutz erreichen, dass die drohende Verkürzung auf einen jährlichen bis zweijährlichen Beratungszyklus im BuS-Dienst mit einem solchen Zertifikat in Thüringen auch weiterhin bei fünf Jahren festgeschrieben bleibt. Zugleich werden wir die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Beratung der Kammer mit neuen Serviceangeboten erweitern. Schon jetzt wird der BuS-Dienst von hunderten Praxen sehr gut angenommen, weil er sich auf die Erfordernisse in unseren Zahnarztpraxen konzentriert, darüber hinausgehende Anforderungen aber unberücksichtigt lässt. Diese Serviceoffensive der Landeszahnärztekammer soll aber nicht nur eine Effizienzsteigerung in den Praxen berufserfahrener Zahnärzte erreichen. Letztlich wollen wir auch junge Kolleginnen und Kollegen für eine berufliche Tätigkeit in Thüringen begeistern und deren Niederlassung im Freistaat unterstützen. Gemeinsam mit der KZV Thüringen arbeiten wir deshalb an einem Niederlassungskonzept. Dieses umfasst unter anderem ein spezielles Fortbildungsangebot für unseren zahnärztlichen Nachwuchs, das nicht allein aus medizinischen Inhalten besteht, sondern um Aspekte der Betriebswirtschaft, Berufsausübung, Mitarbeiterführung und natürlich Abrechnung erweitert wird. Bereits die Vermittlung von Hospitationspraxen für Zahnmedizin-Studenten hat eine hohe Motivation der Praxen gezeigt, jedoch ist durch die ausbaufähige Zusammenarbeit mit der Universität Jena das Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft. Hier hoffe ich auf die neue zahnärztliche Approbationsordnung, die den Hochschulen neue Impulse geben wird. Um diese und viele andere Aufgaben tatkräftig und erfolgversprechend anpacken zu können, benötigen wir Zahnärztinnen und Zahnärzte in Thüringen eine starke, praxisnahe Selbstverwaltung. Mit Ihrer Beteiligung an der Wahl der Kammerversammlung 2019 unterstützen Sie nicht allein die Kandidatin oder den Kandidaten Ihres Vertrauens. Sie setzen zugleich ein klares Zeichen für die Eigenverantwortung unseres Freien Berufes und gegen eine ausufernden Bürokratie. Nur durch eine hohe Wahlbeteiligung zeigen wir der Politik die notwendige Legitimation unserer Selbstverwaltung. Denn nur gemeinsam können wir das zwar satirische gemeinte, aber doch bitterböse Parkinsonsche Gesetz eindämmen – damit uns mit weniger Verwaltungsaufgaben endlich wieder mehr Zeit für die Behandlung unserer Patienten bleibt. Parkinson übrigens verstarb 1993 im Alter von 83 Jahren. Seinen Sinn für Humor hat er scheinbar noch mit ins Grab genommen: Sein Gesetz steht sogar auf seinem Grabstein. Dr. Christian Junge Präsident der Landeszahnärztekammer Thüringen Kontakt zum Autor: www.748.tzb.link

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4 Inhalt Impressum tzb 04|2019 Editorial 3 Landeszahnärztekammer Austausch und Diskussion unter blauem Himmel. . . 5 „Ein Eichmeister unseres Versorgungswerkes“ . . . . 6 Stress geht auf‘s Gebiss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Parodontologische Kompetenz vertiefen. . . . . . . . . . 8 Prophylaxe erfolgreich in Praxis einbinden . . . . . . . . 8 Ich wähle, weil … . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Kassenzahnärztliche Vereinigung Gemeinsames Seminar der apoBank, KV und KZV Thüringen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Ein Reisebericht vom Himalaya . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Neufassung der Richtlinien über die Früherkennungsuntersuchungen . . . . . . . . . . . . . . . 19 Arbeitskreis standespolitische Zukunft. . . . . . . . . . . 20 Spektrum Wenn der Beruf auch Berufung sein kann . . . . . . . . 21 Weitere Rubriken Kondolenzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Glückwünsche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Kleinanzeigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Thüringer Zahnärzteblatt 28. Jahrgang Impressum Offizielles Mitteilungsblatt der Landeszahnärztekammer Thüringen und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Thüringen Herausgeber: Landeszahnärztekammer Thüringen und Kassenzahnärztliche Vereinigung Thüringen Dr. Christian Junge (v.i.S.d.P. für Beiträge der LZKTh) Dr. Karl-Friedrich Rommel (v.i.S.d.P. für Beiträge der KZVTh) Redaktion: Rebecca Otto (LZKTh) Dr. Karl-Heinz Müller (KZVTh) Matthias Frölich (LZKTh) Anschrift der Redaktion: Landeszahnärztekammer Thüringen Barbarossahof 16, 99092 Erfurt Tel: 03 61 74 32 -136 Fax: 03 61 74 32 -236 E-Mail: presse@lzkth.de Internet: www.lzkth.de Leserpost: leserbriefe@lzkth.de Die Redaktion behält sich das Recht vor, Leserbriefe zu kürzen. Als Leserbriefe gekennzeichnete Beiträge und wörtliche Zitate müssen nicht die Meinung der Herausgeber darstellen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Unterlagen und Fotos wird keine Gewähr übernommen. Anzeigenannahme und -verwaltung: Werbeagentur Kleine Arche GmbH, Holbeinstr. 73, 99096 Erfurt Tel: 03 61 7 46 74 -80, Fax: -85 E-Mail: info@kleinearche.de Internet: www.kleinearche.de Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 14 seit 01.01.2019. Anzeigenleitung: Birgit Schweigel Anzeigen und Beilagen stellen allein die Meinung der dort erkennbaren Auftraggeber dar. Einlagenwerbung erfolgt im Verantwortungsbereich der LZKTh. Gesamtherstellung/Satz/Layout: WA Kleine Arche GmbH Druck und Buchbinderei: Druckhaus Gera GmbH Titelbild: picoStudio – stock.adobe.com Einzelheftpreis: 4,90 € Jahresabonnement: 49,01 € jeweils inkl. Versand und ges. Mwst. Mai-Ausgabe 2019: Redaktions- und Anzeigenbuchungsschluss: 6.5.2019 Auflage dieser Ausgabe: 2.700 ISSN: 0939-5687

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tzb 04|2019 Landeszahnärztekammer 5 Austausch und Diskussion unter blauem Himmel Treffen der Kammer-Kreisstellenvorsitzenden am 5./6. April 2019 in Ilmenau Von Rebecca Otto „In Ilmenau ist der Himmel blau“ – dieser Werbeslogan der Goethe- und Universitätsstadt begleitete das Treffen der Kreisstellenvorsitzenden der Landeszahnärztekammer Thüringen am ersten April-Wochenende. 40 ehrenamtliche Kreisstellenvorsitzende oder deren Vertreter waren nach Ilmenau gekommen, um miteinander in den Austausch zu treten. Am nächsten Morgen starteten wir um 9 Uhr mit der Beratung. Zuerst stellte Vorstandsmitglied Rebecca Otto zehn Eckpunkte eines neuen Konzeptes für die Kreisstellenarbeit vor. Gemeinsam wurden verschiedene Punkte diskutiert und die Meinung der Teilnehmer eingeholt. Vieles hat sich bewährt und soll beibehalten werden. Weiterentwicklung und Ausbau der Serviceangebote umgesetzt werden soll. Die Fachkräftewerbung sowie die aktuellen Flyer für die Akquise von ZFA-Auszubildenden waren ebenfalls Themen. Nach einem Aufruf des Vorstandes, sich unbedingt an der Kammerwahl zu beteiligen, sowie der Anregung aus dem Auditorium, mit einem Beitrag im Thüringer Zahnärzteblatt an die Moral und Ethik aller Kollegen zu appellieren, endete die Beratung mit einem Imbiss sowie einem gemeinsamen Foto bei himmelblauem Wetter. Bereits am Abend des 5. April 2019 trafen zahlreiche Kreisstellenvorsitzende und Stellvertreter mit dem Kammervorstand im Hotel „Zur Tanne“ zusammen. Dabei gab es einen ersten Austausch zu aktuellen Themen wie dem kürzlich beschlossenen Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) oder neuen Gesetzesvorlagen des Gesundheitsministers. Nach einer kurzen Kaffeepause auf der Dachterrasse bei strahlendem Sonnenschein stellte Kammerpräsident Dr. Christian Junge die Weiterentwicklung des Dienstleistungsangebotes der Landeszahnärztekammer vor. Hauptziele sind die Stärkung des BuS-Dienstes und das Projekt „Zukunft Niederlassung“, welches zur zahnärztlichen Nachwuchsgewinnung gemeinsam mit der KZV Rebecca Otto ist niedergelassene Zahnärztin in Jena sowie Vorstandsreferentin der Landeszahnärztekammer Thüringen für Kreisstellen und Öffentlichkeitsarbeit. Die Kreisstellenvorsitzenden eingerahmt von Kreisstellenreferentin Rebecca Otto (2.v.l.) und Kammerpräsident Dr. Christian Junge (r.) Verwendung von Metallbasen bei totalem Zahnersatz Bei Privatpatienten wird die Neuversorgung eines zahnlosen Kiefers nach den GOZ-Gebührennummern 5220 (Oberkiefer) bzw. 5230 (Unterkiefer) abgerechnet. Die Leistungsbeschreibung bezeichnet die „Versorgung eines zahnlosen Kiefers durch eine totale Prothese oder Deckprothese bei Verwendung einer Kunststoffoder Metallbasis“. Aufgrund der Nennung beider Ausführungsvarianten darf die Abrechnung nicht berücksichtigen, auf welche Weise die Basisgestaltung umgesetzt wurde. Damit lässt sich auch eine Erhöhung des Steigerungsfaktors mit Begründung der Verwendung einer Metallbasis nicht rechtfertigen. Die nachträgliche Einarbeitung einer Metallbasis in eine vorhandene totale Prothese ist in der GOZ nicht beschrieben. Somit muss die Abrechnung gemäß § 6 Abs. 1 GOZ als selbstständige zahnärztliche Leistung analog erfolgen. Anfallende Laborkosten werden gemäß § 9 GOZ zuzüglich der Abformmaterialien zusätzlich in Rechnung gestellt. Sollte die nachträgliche Einarbeitung einer Metallbasis im Zusammenhang mit einer Reparaturmaßnahme oder Unterfütterung zeitgleich erfolgen, so ist nur diese abrechenbar. Ein möglicher Mehraufwand kann an dieser Stelle eventuell über den Steigerungsfaktor abgebildet werden. Erfolgt das Einarbeiten von Gittern oder Netzen zur Stabilisierung der Prothesenbasis auf Wunsch des Patienten ohne medizinische Notwendigkeit, gilt die Abrechnung nach § 2 Abs. 3 GOZ als Verlangensleistung. Diese ist zuvor schriftlich zu vereinbaren. Bei gesetzlich krankenversicherten Patienten wird die Prothesenbasis in der Regel aus Kunststoff hergestellt. In begründeten Ausnahmefällen (zum Beispiels Torus palatinus, Exostosen usw.) kann gemäß ZE-Richtlinie 30 im Rahmen der Regelversorgung eine Metallbasis verwendet werden. Wenn eine Metallbasis notwendig ist, obwohl die Ausnahmeindikationen nach ZE-Richtlinie 30 nicht vorliegen, kann auch mit Kassenpatienten die Ausführung der Prothesen mit Metallbasis nach GOZ im Rahmen einer gleichartigen Versorgung vereinbart werden. LZKTh GOZ-Beratung: www.goz.lzkth.de

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6 Landeszahnärztekammer tzb 04|2019 „Ein Eichmeister unseres Versorgungswerkes“ Versicherungsmathematiker Gerhardt Ruppert verstorben Von Dr. Reinhard Friedrichs Eine der wichtigsten Personen des Versorgungswerkes unserer Landeszahnärztekammer Thüringen, der Versicherungsmathematiker Gerhardt Ruppert, ist am 12. Februar 2019 verstorben. Zum ersten Mal traf ich ihn Ende 1990 anlässlich einer Delegiertenversammlung unseres Partnerversorgungswerkes, der Hessischen Zahnärzte-Versorgung. Dort wurde er als Nachfolger des bisherigen Versicherungsmathematikers vorgestellt. Kurze Zeit später sah ich Herrn Ruppert wieder – in Thüringen. Die richtigen Entscheidungen getroffen So entschieden sich die Entscheidungsträger der noch jungen Landeszahnärztekammer trotz vieler Unvorhersehbarkeiten für das offene Deckungsplanverfahren – und für Gerhardt Ruppert als versicherungsmathematischen Sachverständigen. Sein noch heute lesenswertes Gründungsgutachten vom 11. Februar 1991 bildete die Basis aller späteren Berechnungen. Aus heutiger Sicht haben damals sowohl bei der Entscheidung über das Finanzierungsverfahren als auch bei der Auswahl des Sachverständigen alle die richtige Entscheidung getroffen. Zu guter Letzt rechnete Ruppert immer vorsichtig. Vorgeschlagene Dynamisierungsvarianten berücksichtigten stets ausreichend Reserven für mehr oder weniger vorhersehbare Belastungen. Seine jährlichen Gutachten endeten daher meist mit den Worten: „Der Überschuss des Jahres sollte nur teilweise für Dynamisierungen von Anwartschaften und Ruhegeldern verwendet werden. Ein Teil des Dynamisierungspotenzials sollte für Rücklagen eingesetzt werden, weil zukünftige Belastungen zu einer Erhöhung der Deckungsrückstellung führen werden.“ Generationengerechte Altersvorsorge gewährleisten Gerhardt Ruppert (1943 – 2019) Damals musste die für unser Versorgungswerk vielleicht wichtigste Entscheidung getroffen werden: Sollte als Finanzierungssystem unserer zahnärztlichen Altersversorgung das in einem schwankenden Zinsumfeld flexible und leistungsstarke offene Deckungsplanverfahren oder das bei Lebensversicherungen und einigen anderen Versorgungswerken genutzte Anwartschaftsdeckungsverfahren gewählt werden? Das Deckungsplanverfahren mit seinen Kapitaldeckungs- und Umlageanteilen erforderte eine hinreichend große Mitgliederzahl, die jedoch wegen des damaligen Befreiungsrechts von der gesetzlichen Rentenversicherung als Nachfolgeorganisation der Staatlichen Sozialversicherung der DDR nicht genau abschätzbar war. Zugleich aber berücksichtigt es bei der Ermittlung künftiger Ausgaben und Leistungen nicht nur die aktuellen, sondern auch schon alle künftig zu erwartenden Versicherten. Dieser ewige Neuzugang nachwachsender Mitglieder ist damit ein Ausdruck des Generationenvertrages innerhalb unserer Thüringer Zahnärzteschaft. Mit etwa 1.800 Mitgliedern startete am 1. Januar 1992 unser Versorgungswerk, das Ruppert in Anlehnung an die Bayerische Versorgungskammer oft als „Versorgungsanstalt“ bezeichnete. Die erste versicherungstechnische Bilanz erstellte er für das Kalenderjahr 1995. Er verstand es im Laufe seiner über 25-jährigen Tätigkeit, insgesamt vier Vorsitzenden und über 30 Beisitzern des Verwaltungsrates die „trockene“ Materie der Versicherungsmathematik so verständlich zu machen, dass die für unser Versorgungswerk richtigen Entschlüsse und Entscheidungen getroffen werden konnten. Mit innewohnender Ruhe und Sachlichkeit Seine 21 versicherungstechnischen Bilanzen und diverse Sondergutachten waren stets fachlich fundiert und überzeugend vorgetragen. Fragen beantwortete Ruppert mit der ihm innewohnenden Ruhe und Sachlichkeit. So wurden aus berufsbedingt haptisch talentierten Ehrenämtlern – per aspera ad astra – zwar keine Mathematiker, aber doch Entscheidungsträger, die mit einer guten mathematischen Basis adäquate Beschlüsse fassen und durchsetzen konnten. An Ruppert beindruckten mich zum Ersten sein bescheidenes, korrektes und berufspolitisch wertneutrales Auftreten. Zum Zweiten überzeugten seine präzisen Berechnungen und Aussagen unter anderem zur Altersverteilung der eingezahlten Beiträge. Zum Dritten gewährte er uns als Sachverständiger bei Bedarf immer Einblick in sein Zahlenwerk und erläuterte seine Berechnungen und Vorgehensweisen. Das gilt nicht bei jedem Sachverständigen als Selbstverständlichkeit. Vorgenannte Sätze belegen das Grundverständnis von Gerhardt Ruppert: Das Zusammenspiel aus maßvollen Dynamisierungen und dem Aufbau von Rücklagen sollte das Versorgungswerk in die Lage versetzen, Risiken wie die Anpassung der Biometrie und Niedrigzinsphasen zu beherrschen und gleichzeitig eine generationengerechte Altersvorsorge zu gewährleisten. Als Folge können sich die Mitglieder unseres Versorgungswerkes eines hohen Vertrauensschutzes sicher sein. Eine langfristig an den wirtschaftlichen Möglichkeiten orientierte dynamische Versorgung für Anwärter und Ruhegeldempfänger sind gewährleistet. Durch den langfristigen Aufbau mathematischer Reserven verfügt das Versorgungswerk heute über Mittel, die nicht nur die gesetzlichen und strengen internen Vorgaben an die Reservepolitik erfüllen, sondern auch überschaubare Risiken in der Kapitalanlage ermöglichen und absichern. Gerhardt Ruppert wird uns fehlen. Sein Werk aber bleibt. Es wird seit 2017 von den versicherungsmathematischen Sachverständigen Sabine Larisch und Yvonne Rößer fortgeführt. Mit mir trauern der Vorstandsvorsitzende des Versorgungswerkes der Landeszahnärztekammer Thüringen, Mathias Eckart, die ehemaligen Vorsitzenden Christian Herbst und Dr. Olaf Wünsch sowie alle bisherigen und aktuellen Mitglieder der Gremien unseres Versorgungswerkes. Dr. Reinhard Friedrichs ist niedergelassener Zahnarzt in Waltershausen sowie ehemaliger Verwaltungsratsvorsitzender des Versorgungswerkes der Landeszahnärztekammer Thüringen.

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tzb 04|2019 Landeszahnärztekammer 7 Stress geht auf‘s Gebiss Patientenberatung der Landeszahnärztekammer auf Thüringer Gesundheitsmesse Von Dr. Angelika Krause Im Rahmen der 29. Thüringen-Ausstellung am 16. und 17. März 2019 fand auf dem Erfurter Messegelände die diesjährige Thüringer Gesundheitsmesse mit 125 Ausstellern aus allen Bereichen der Medizin statt. Wie auch in den vergangenen Jahren beteiligte sich die Landeszahnärztekammer Thüringen mit einem Informationsstand. Hierbei ist es zu einer guten Tradition geworden, dass sich die Messepräsenz der Patientenberatung der Thüringer Zahnärzte direkt neben dem Gemeinschaftsstand der Zahntechniker-Innung Thüringen befindet. Diese gegenseitige Ergänzung bewährt sich insbesondere bei Besucherfragen zu Zahnersatzversorgungen seit Jahren. Mit der Sömmerdaer Zahnärztin Dr. Angelika Krause, dem Erfurter Zahnarzt Dr. Markus Dell, den Jenaer Zahnärztinnen Dr. Barbara Kurtz und Stephanie Viebranz sowie den Verwaltungsmitarbeiterinnen Claudia Groß und Ivonne Schröder standen an zwei Messetagen kompetente Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Zahnmedizin zur Verfügung. Neben der Möglichkeit, Informationen zu Erster Hilfe, Gesundheit und Fitness zu sammeln, konnten die Besucher in Gesundheitschecks auch die eigene Gesundheit und Fitness testen. Neben diesen interaktiven Möglichkeiten wurde ein mit 47 Präsentationen sehr umfangreiches Vortragsprogramm angeboten. Stressbelastungen führen auch zu Zahnproblemen Auch die Landeszahnärztekammer beteiligte sich, vertreten durch Dr. Barbara Kurtz und Stephanie Viebranz vom Universitätsklinikum Jena, an diesem Vortragsforum. Beide Kolleginnen zeigten in ihren Vorträgen „Zähne und Psyche – Stress geht auf‘s Gebiss“ den interessierten Zuhörern auf, wie hohe Stressbelastungen im beruflichen und privaten Umfeld auch zu Zahn- und Zahnfleischproblemen führen können. Die Mehrzahl der Fragen von Messebesuchern kamen im Zusammenhang mit Implantatversorgungen, Zahnarztphobie, Möglichkeiten der Zahnersatzversorgung und Professioneller Zahnreinigung auf. Ebenso wurde die erschwerte Behandlung von Kleinkindern angesprochen. Verschiedene ZahnRat-Ausgaben, vielfältige Informationsmaterialien und die bunten Zahn- Vorstandsmitglied Dr. Matthias Schinkel (r.) auf der Thüringer Gesundheitsmesse im Gespräch mit Zahntechnikermeister Alexander Blum Foto: Hielscher mythos-Postkarten waren oft ein Brückenbauer, um individuelle Gespräche zu ermöglichen. Insgesamt kann ich nach zwei Messetagen erneut ein positives Fazit ziehen: Die Patientenberatung der Thüringer Zahnärzte erfreute sich einer regen Inanspruchnahme, und es kamen gewinnbringende Kontakte zu vielen Patienten zustande. Außerdem stellten wir erfreulicherweise fest, dass ein Großteil der Besucher eher Zufriedenheit mit ihrem Behandler äußerte und Probleme eher zweitrangig waren. Ergänzendes Angebot zur Beratung der Hauszahnärzte Grundsätzlich muss die Patientenberatung der Landeszahnärztekammer Thüringen als ergänzendes Angebot zur Beratung der Hauszahnärztin oder des Hauszahnarztes verstanden werden. Die Hauszahnärzte bleiben immer die ersten Ansprechpartner für ihre Patienten. Darauf aufbauend unterstützt die Patientenberatung unsere Kammermitglieder insbesondere im Umgang mit beratungsintensiven Patienten, ohne dass hierbei ein Eigeninteresse an der Patientengewinnung besteht. Das kann selbst dem anerkannten Zweitmeinungsmodell nicht in jedem Fall nachgesagt werden kann. Häufig kann in Beratungsgesprächen ein gestörtes Vertrauensverhältnis wiederhergestellt werden. Auch entwickeln unsere Patienten unter Umständen ein besseres Verständnis für ihre zahnmedizinische Situation, wenn diese unterstützend von unabhängigen Dritten kommuniziert wird. Zahnärztliches Handeln kann bei Unklarheiten besser nachvollzogen werden. Schließlich tritt fehlendes Verständnis bei Patienten häufig dann auf, wenn im bewegten Praxisalltag Behandlungssituationen nicht vollständig erfasst und verinnerlicht werden. Ebenfalls erhalten Patienten eine Hilfe, um ihre Zahnarztrechnung zu verstehen. Sie bekommen auch wichtige argumentative Unterstützung bei Streitigkeiten mit privaten Krankenversicherern oder Beihilfestellen. Entspannung im Praxisablauf Ich lade Sie deshalb ein, sich bei Gelegenheit an den Service der Patientenberatung der Thüringer Zahnärzte zu erinnern und sie ihren „besonderen Patienten“ zu empfehlen. Dies kann durchaus zur Entspannung Ihres Praxisablaufs in nicht ganz alltäglichen Situationen führen. Dr. Angelika Krause ist niedergelassene Zahnärztin in Sömmerda sowie Mitglied im Ausschuss für Patientenberatungsstelle und GOZ der Landeszahnärztekammer Thüringen.

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8 Landeszahnärztekammer tzb 04|2019 Parodontologische Kompetenz vertiefen Fortbildungsakademie startet 19. Klasse des Curriculums Parodontologie Von Dr. Ralf Kulick Seit der ersten strukturierten Thüringer Fortbildung in der Parodontologie im Jahr 2000 ist die Nachfrage interessierter Kolleginnen und Kollegen ungebrochen. Dabei haben bisher 18 Klassen eines Curriculums Parodontologie den profunden Einstieg oder die Vervollkommnung ihres Wissens in diesem Fachgebiet angestrebt. Auch der künftige Durchgang des Curriculums widmet sich nach dem Studium der biologischen Grundlagen und der Ätiopathogenese parodontaler Erkrankungen letztlich der oralen Rehabilitation unserer Patienten. Folglich schließt er die komplexe individuelle Therapieplanung sowie Verbindungen zu präventiven und therapeutischen Maßnahmen der Zahnerhaltung, zur Prothetik, zahnärztlichen Chirurgie und weiteren medizinischen Fachgebieten mit ein. Auch die abrechnungsrelevanten und betriebswirtschaftlichen Aspekte werden dargestellt. Der Schwerpunkt des Curriculums besteht neben der Vermittlung theoretischen Wissens vor allem aus praktischen Übungen am Phantomkopf und Schweinekiefer. Im kollegialen Gespräch können anhand eigener geplanter und versorgter Patienten parodontologische Therapiemaßnahmen vorgestellt und diskutiert werden. Fortbildungszertifikat Parodontologie erwerben Alle Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer erhalten Teilnahmebestätigungen für die Absolvierung der einzelnen Wochenendkurse und des gesamten Curriculums. Das Curriculum ist eine Möglichkeit zum Erwerb der besonderen theoretischen Kenntnisse, die neben weiteren praktischen Voraussetzungen zum Ausweisen des Tätigkeitsschwerpunktes Parodontologie erforderlich sind. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, das Fortbildungszertifikat „Parodontologie“ der Landeszahnärztekammer Thüringen zu erwerben. Neben der Teilnahme am Curriculum benötigen Sie dafür den Erwerb und Nachweis praktischer Fähigkeiten durch:  Hospitation und Supervision nach Vorgabeprotokoll  Dokumentation von 15 selbstversorgten parodontologischen Behandlungsfällen (gemäß Anforderungskatalog)  Abschlussgespräch mit Vorstellung einiger dieser Falldokumentationen. Das neue Curriculum Parodontologie startet am 29./30. November 2019. Das gesamte Curriculum umfasst sechs Kursteile zur Teilnahmegebühr von jeweils 495,00 Euro und ist nur im Block buchbar. Anmeldungen nimmt die Fortbildungsakademie gern per E-Mail an fb@lzkth.de oder unter Telefax 0361 74 32 -270 entgegen. Informieren und anmelden: www.378.tzb.link Dr. Ralf Kulick ist niedergelassener Zahnarzt in Jena sowie Vorstandsreferent der Landeszahnärztekammer Thüringen für die Zahnärztliche Fortbildung und Leiter der Fortbildungsakademie „Adolph Witzel“. Prophylaxe erfolgreich in Praxis einbinden Vorträge und Workshops beim zweiten Thüringer Prophylaxetag am 18. Mai 2019 Von Dr. Axel Eismann Seit vielen Jahren ermöglicht die Landeszahnärztekammer unseren ZFA eine Aufstiegsfortbildung zur Zahnmedizinischen Fachassistentin (ZMF) oder Prophylaxeassistentin (ZMP). Mit dem Thüringer Prophylaxetag haben wir 2017 speziell für diese fortgebildeten Praxismitarbeiterinnen eine eigene Veranstaltung initiiert. Am Samstag, 18. Mai 2019, findet nun der zweite Prophylaxetag statt. Die Inhalte der drei Vorträge am Vormittag spannen sich von den Wirkungen, Risiken und Nebenwirkungen von Fluoriden (PD Dr. Ina Schüler, Jena) über die „Die zehn ,schönsten‘ Fehler im Umgang mit Patienten“ (Dr. Christian Bittner, Salzgitter) bis zum Biofilmmanagement (Professor Ralf Rößler, Köln). Die Mittagspause können unsere Gäste – hoffentlich bei schönstem Sommerwetter wie vor zwei Jahren – unter freiem Himmel vor der Kammerverwaltung an liebevoll gedeckten Ti- schen mit gutem Essen genießen. Dies gibt allen Teilnehmerinnen die Möglichkeit, Kolleginnen aus anderen Praxen zu treffen und sich miteinander auszutauschen. Persönliche Auswahl aus drei Workshops Nachmittags haben alle Besucherinnen die Wahl aus drei Workshops: Im ersten Kurs wird Professor Rößler die Anwendungsmöglichkeiten zur Zahnreinigung mit Empfehlung häuslicher Mundhygieneartikel nicht nur theoretisch abhandeln, sondern auch praktisch demonstrieren. Ebenso erläutern Dr. Axel Eismann und Dr. Alexandra Paschka (beide Erfurt) im zweiten Workshop die Prophylaxe während der Multibandbehandlung und Zahnsteinentfernung am Dauerretainer. Im dritten Workshop wird Kammermitarbeiter Toralf Koch über die Instrumentenaufbereitung nach der PZR sprechen. Zusätzlicher fester Programmbestandteil ist der Kurs „Die Prophylaxe- Sprechstunde in die Zahnarztpraxis erfolgreich integrieren“ mit Dr. Christian Bittner. Viele Teilnehmerinnen, die bereits vor zwei Jahren den ersten Prophylaxetag besucht haben, sind auch in diesem Jahr wieder mit dabei. Eine solche Veranstaltung dient schließlich nicht allein der eigenen Weiterbildung, sondern auch dem netten Wiedersehen ehemaliger Kursmitstreiterinnen. Informieren und anmelden: www.726.tzb.link Dr. Axel Eismann ist niedergelassener Kieferorthopäde in Erfurt sowie Vorstandsreferent der Landeszahnärztekammer Thüringen für die Aus- und Aufstiegsfortbildung des Praxispersonals.

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tzb 04|2019 WAHLLandeszahnärztekammer 9 Ich wähle, weil ... 2 19 Zahnärzte rufen auf zur Wahl der Kammerversammlung 2.712 wahlberechtigte Zahnärztinnen und Zahnärzte bestimmen vom 6. bis 17. Mai 2019 die künftige Zusammensetzung der Kammer- „ versammlung, des höchsten Gremiums der zahnärztlichen Selbstverwaltung in Thüringen. Auf den folgenden Seiten veröffentlicht das Thüringer Zahnärzteblatt die Selbstvor- … wir Zahnärzte am besten selbst eine an unserem Praxisalltag orientierte Berufspolitik gestalten und gegen ständige Angriffe von Politik und Krankenkassen verteidigen können. Die Mitbestimmung unserer künftigen Kam- stellungen der zwölf Wahlvorschläge. Alle Informationen zur Wahl: www.wahl.lzkth.de „ merversammlung als Parlament der Thürin- … ich mit meiner Stimmabgabe einen ger Zahnärzteschaft werde ich mir daher nicht kleinen Beitrag zum Erhalt unserer gefähr- nehmen lassen.“ deten Selbstverwaltung und Freiberuflichkeit leisten kann. Eine demokratisch gewählte „Dr. Hans-Jörg Köhne (61), niedergelassener Zahnarzt in Nordhausen Landeszahnärztekammer verstehe ich als standespolitisches Rückgrat unserer Praxen, der gesamten zahnmedizinischen Fachschaft Vor 30 Jahren haben wir für freie Wahl- en gekämpft. Seitdem dürfen wir auch unsere Selbstverwaltung wählen. Sie kümmert sich aktiv um die Regeln unseres Miteinanders, um Berufsausübung und Fortbildung. Wählen auch „Sie deshalb bitte Ihre Kandidaten des Vertrau- ens! Eine hohe Wahlbeteiligung bestätigt unsere Für mich als gebürtige Iranerin, die in Selbstverwaltung gegenüber Dritten.“ Berlin aufgewachsen ist, zum Zahnmedizin- Christian Herbst (63), Studium nach Thüringen kam und nun seit und eigenverantwortlichen Berufsausübung zum Wohle unserer Patienten. Es ist mir daher ein Bedürfnis, mit meiner Stimme meine standespolitischen Interessenvertreter zu unterstützen.“ „Dr. Knuth Tränckner (54), niedergelassener Zahnarzt in Saalfeld/Saale niedergelassener Zahnarzt in Eisenach 15 Jahren in Jena wohnt, ist die Wahl zur Kam- … es ein Grundrecht ist, und weil ich merversammlung besonders wichtig. Ich bin als Kieferorthopädin einer kleinen Fraktion eine dankbar, dass wir Zahnärzte hier in Deutsch- Stimme geben möchte in der Hoffnung, dass sie land die Möglichkeit haben, eigene Visionen in Gehör bekommt.“ unserem Berufszweig frei zu entfalten. Dr. Angela Settmacher (56), Gerade für Frauen ist es bedauerlicherweise angestellte Kieferorthopädin in Jena nicht überall auf der Welt selbstverständlich, ein Mitspracherecht bei Wahlen zu haben. Mit diesem Bewusstsein ist es mir wichtig, „ Einfluss auf die Zukunftsorientierung unserer Berufsgruppe zu nehmen. Ich wähle, weil ich die Chance nutzen möchte, die Zukunft von uns Zahnärztinnen und Zahnärzten mitzugestalten.“ … die Landeszahnärztekammer das wichtigste Instrument der Vertretung unseres zahnärztlichen Berufsstandes gegenüber der „Politik und der Öffentlichkeit ist. Dafür bedarf Shirin Nikkhah-Shirazi (35), angestellte Zahnärztin in Jena es engagierter Mitglieder in der Kammerver- „ sammlung, die aus vollem Herzen für unseren Berufsstand eintreten und für die Interessen aller Kollegen kämpfen. Die Kammerwahl ist eine Möglichkeit, über meine Stimme für die Kandidaten unsere Standespolitik aktiv mitzubestimmen.“ … wir Zahnärzte eine starke und sachkundige Standesvertretung brauchen, die unsere Interessen vertritt. Wichtig ist mir, dass die Kammerversammlung Möglichkeiten findet, wie das Interesse junger Kollegen für eine Niederlassung geweckt werden kann. Wir brauchen auch im ländlichen Bereich dringend Nachfolger!“ … es mir wichtig ist, dass mehr Frauen in der zahnärztlichen Standespolitik vertreten sind. Die Zukunft der Zahnmedizin wird immer weiblicher. Ich möchte alle Thüringer Kolleginnen und Kollegen motivieren zu wählen.“ Dr. Torsten Pflaum (42), niedergelassener Zahnarzt in Ilmenau Barbara Furch (64), niedergelassene Zahnärztin in Zella-Mehlis Manja Krampe (44), niedergelassene Zahnärztin in Meiningen

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10 Wahl der Kammerversammlung 2019 tzb 04|2019 Wahlvorschlag 1: Zukunft Kammer Vielfalt gestalten – Aus der Praxis für die Praxis Vielfalt ist in unserem Beruf allgegenwärtig. Vielfältig sind unsere täglichen Behandlungsaufgaben. Vielfältig ist auch die Fülle an Verwaltungsarbeiten in der Praxis, zum Beispiel bei Hygiene, Personal, Abrechnung und Betriebswirtschaft. Dieser Vielfalt an Aufgaben können wir nur gemeinsam gerecht werden, indem wir Strategien und Lösungen entwickeln – aus der Praxis für die Praxis. Daher bilden wir Kandidatinnen und Kandidaten der Liste 1 „Zukunft Kammer“ für Sie eine Wahloption, welche die große Vielfalt unserer Thüringer Zahnärzteschaft widerspiegelt. Mit unserem Verständnis für die Arbeit der Landeszahnärztekammer möchten wir Ihnen ein starker Partner für ein ganzes Berufsleben sein. Unsere Vielfalt setzt sich zusammen aus den unterschiedlichsten Generationen mit individuellen Ansprüchen in Beruf und Altersvorsorge. Wir vertreten die verschiedenen fachlichen Spezialisierungen mit ihren vielfältigen Bedürfnissen an Fortbildungsangeboten. Wir vereinen Kolleginnen und Kollegen aus Einzelpraxen, Praxen mit mehreren Behandlern sowie Angestellte aus Praxis und Hochschule. Liebe Kolleginnen und Kollegen, auf der Liste 1 stehen für Sie Frauen und Männer zur Wahl, welche unsere Selbstverwaltung mit standespolitischer Erfahrung, Kollegialität, Engagement und neuen Ideen für die Zukunft verantwortungsbewusst tragen. – Vielfalt eben! Kontakt Dr. Christian Junge Lindenstraße 11, 99894 Friedrichroda Telefon: 03623 3043442 E-Mail: ch.junge@t-online.de Dr. Christian Junge, Dr. Axel Eismann, Dr. Anne Bauersachs, Dr. Christof Meyer, Dr. Gunder Merkel, Katja Wiegandt, Dr. Kathrin Limberger, Dr. Andreas Wagner, Tilo Richter, MUDr./Univ. Palacky Michael Wessely, Dr. Matthias Seyffarth, Uwe Attrodt, Dr. Michael Haas, PD Dr. Florentine Jahn, Dr. Steffen Klockmann, Dr. Andreas Jacob, Dr. Thomas Kirchner, Dr. Eckart Schulz (v.l.) Nicht im Bild: Doreen Weidhaas, Dr. Gisela Brodersen, Anna Füllmar, Mathias Eckardt, Dr. Reinhard Friedrichs, Dr. Bernhard Brosig Wahlvorschlag 2: Praxis und Fortbildung Praxisnah. Kollegial. Zukunftsorientiert. „Bewährtes erhalten und Neues wagen“ sind die Grundlagen der erfolgreichen Praxisführung. Die Liste „Praxis und Fortbildung“ vereint junge und erfahrene, weibliche und männliche und niedergelassene bzw. angestellte Kollegen in Gestaltungswillen, Verlässlichkeit und Kompetenz. Unser Ziel ist es, hochwertige und praxisrelevante Fortbildung zu fairen Preisen anzubieten. Wir stehen für den fruchtbaren Kontakt zur Hochschule, der den Absolventen gute Voraussetzungen für den Berufsstart in Thüringen bietet. Zur Unterstützung der Niederlassungsbereit- schaft erarbeiten wir ein Fortbildungskonzept als Hilfe auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Junge Kolleginnen und Kollegen sollen frühzeitig die Möglichkeit haben, in den Gremien der Kammer aktiv mit zu gestalten. Wir wollen die Kammer weiter zu dem Servicepartner entwickeln, der die Praxen bei der Bürokratiebewältigung unterstützt. Die Patientenbehandlung muss im Fokus des Zahnarztseins bleiben. Wir stehen für eine faire und sichere Rentenpolitik des Versorgungswerks, die den Bedürfnissen aller Mitglieder gerecht wird. Wir laden Sie ein, Ihr Mitspracherecht wahrzunehmen, indem Sie die Liste „Praxis und Fortbildung“ unterstützen und bedanken uns für Ihr Vertrauen. Dr. Gunther Wurschi, Dr. Alexander Volkmann, Dr. Ralf Kulick, Dr. Jürgen Glänzer, Jens Kießlich-Köcher, Dr. Sabrina Junge, Dr. Ulrich Klagge, PD Dr. Ina Schüler, Maik Wieczorrek, Dr. Rainer Kokott, Dr. Markus Reise, Dr. Guido Wucherpfennig, Dr. Matthias Schinkel (v.l.) Kontakt Dr. Ralf Kulick Carl-Zeiß-Platz 1, 07743 Jena Telefon: 03641 820840 E-Mail: kulick@t-online.de

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tzb 04|2019 Wahl der Kammerversammlung 2019 11 Wahlvorschlag 3: Verband der ZahnÄrztinnen – VdZÄ 3 gute Gründe für Liste 3 1. Wir wollen die Kammer zum modernen Dienstleister reformieren, der sich dafür einsetzt, externe Praxisbegehungen zu reglementieren und Ihnen schnell und effizient Hürden aus dem Berufsalltag beseitigt. 2. Wir unterstützen unseren zahnärztlichen Nachwuchs auf dem Weg zur Niederlassung durch die Neueinführung eines Konzeptes für Studenten, Berufsanfänger und angestellte Zahnärzte. 3. Wir wollen verbesserte Regelungen des Thüringer Versorgungswerkes im Falle von Schwangerschaft und Mutterschutz. Ein Rentenausfall durch Einzahlungslücken ist in der heutigen Zeit nicht mehr hinnehmbar. Hier ist Solidarität unter allen ZahnärztInnen gefordert. Kontakt Rebecca Otto Paradiesstraße 6, 07743 Jena Telefon: 03641 637800 E-Mail: liste3@kinderzahnaerztin-otto.com Übertragen Sie uns das notwendige Vertrauen die politische Kammerstruktur zu modernisieren, beispielhaft zu prägen und ein transparentes Spiegelbild der gesamten Zahnärzteschaft zu repräsentieren. Nur mit einer stark aufgestellten Zahnärzteschaft werden wir, bei den aktuellen Herausforderungen, für die Körperschaft und Kollegenschaft ein verlässlicher Partner sein. www.vdzae-kammerwahlthueringen.gr8.com www.facebook.com/ KammerwahlListe3 Wahlvorschlag 4: Gemeinsamer Berufsstand für Thüringen Erhalt der Einheit des gesamten Berufsstandes Ihre drei Stimmen den Kollegen unserer Liste! Ziel unserer standespolitischen Arbeit ist der Erhalt der Einheit unseres Berufsstandes sowie die Stärkung der Attraktivität der Niederlassung in eigener Praxis. Deshalb wollen wir auch zukünftig weder Einzelverträge noch fremdkapitalgesteuerte Praxisgroßstrukturen begünstigen. Dem Bestreben der Politik, zahnärztliche Selbstverwaltung zunehmend zu demontieren, treten wir mit eigenen Konzepten aktiv entgegen. Dies betrifft alle Felder unserer beruflichen Tätigkeit. Dazu brauchen wir eine starke Kammer, mit deren Hilfe wir gesetzliche Vorgaben in eigener Verantwortung umsetzen wollen. Deshalb setzen wir uns für eine enge Zusammenarbeit der zahnärztlichen Körperschaften bei klarer Aufgaben- und Kompetenztrennung ein und wollen diesbezüglich auch alle Berufs- und politischen Interessenverbände einbeziehen. Unsere Kammer soll weiter als die Serviceeinrichtung der Thüringer Zahnärzte für alle Themen rund um unsere berufliche Tätigkeit einschließlich sicherer Renten (stabiles Versorgungswerk) entwickelt werden. Dabei sind die Mitgliedsbeiträge sparsam und zielgerichtet einzusetzen. Zukunftsfähige Praxen müssen fachlich auf der Höhe sein. Bezahlbare und ni- veauvolle Fortbildung für uns Zahnärzte sind hierfür ein wichtiger Grundstein. Der Gewinnung und niveauvollen Ausbildung von ZFA muss in Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels hohe Aufmerksamkeit geschenkt werden. Nehmen Sie uns beim Wort! Kontakt Dr. Uwe Tesch Riethstraße 1a, 99089 Erfurt Telefon: 0361 7912454 E-Mail: zadruwetesch@t-online.de Dr. Uwe Tesch Dr. Horst Popp Dr. Klaus-F. Dr. Klaus-D. Hans-Otto Dr. Karl-Heinz Karl-Otto Rommel Panzner Vonderlind Müller Reum Dr. Dietmar Dr. Jens-M. Dr. Diethard Hübel Plaul Marr

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12 Wahl der Kammerversammlung 2019 tzb 04|2019 Wahlvorschlag 5: Zukunft JETZT! Dr. Tobias Gürtler, Erfurt Dr. Birgit Melle, Dr. Jörn Krause, Erfurt Erfurt Denis Zachar Kindelbrück Dr. Karsten Vollandt, Dr. S. Krause, Mellingen Apolda Dr. G. Seltmann, Altenburg Dr. Marcus Dell, Sven Ruhmann, Erfurt Bad Liebenstein Dr. C. Bechmann, Karsten Köberich, Schmalkalden Vacha Michael Böcke, Nordhausen Dr. Detlef Konopik, Dr. Rainer Nitsche, Dornburg-Camburg Schmölln Dr. S. KramßKoloßa, Erfurt Henning Tschirge, Gera Wir sind Kolleginnen und Kollegen aus allen Thüringer Regionen und sehr gern bereit, uns standespolitisch für eine sichere Zukunft unseres Berufsstandes zu engagieren. Wir stehen dabei insbesondere für eine serviceorientierte Kammer, welche aktiv Konzepte gegen Bürokratie entwickelt sowie den Praxen bei der Aus- und Weiterbildung, Berufsausübung und Praxisführung eng zur Seite steht. Wir wünschen uns volles Thüringer Engagement auf Bundesebene für einen seit über 30 Jahren nicht angepassten GOZ-Punktwert – 11 Pfennig – uns stört es gewaltig. Unser neues Konzept zur Kompensation von Praxisausfall – insbesondere bei Schwangerschaft – und alle weiteren Ziele finden Sie auf unserer Homepage. Geben Sie Ihre drei Stimmen den Kandidaten von Zukunft JETZT! und sprechen Sie uns an!!! Dr. K. Naumann, Dr. Knut Karst, Suhl Ilmenau Dr. Ulrike Schmidt- Dr. Stefan Hermann, Beatrice Nordhaus, S. Breitenstein, Weintauer, Arnstadt Sonneberg Schwarzburg Pößneck Dr. Katharina Funke, Gera www.zukunft-jetztthueringen.de Wahlvorschlag 6: Thüringer Kieferorthopäden Interessen der Kieferorthopäden im Mittelpunkt Die Qualität der Berufsausübung, Förderung und Kontrolle der beruflichen Fort- und Weiterbildung, das Miteinander innerhalb der Zahnärzteschaft, Vertretung des Berufstandes gegenüber Politik, Öffentlichkeit und Medien – dies sind originäre Aufgaben der Landeszahnärztekammer. Die gegenwärtigen und zukünftigen Problemfelder unserer Berufsgruppe, der Fachzahnärztinnen und Fachzahnärzten für Kieferorthopädie, finden sich genau dort. In der Vergangenheit wurden die Interessen der Kieferorthopäden durch die Delegierten unserer Fachgruppe in den Gremien der Landeszahnärztekammer konsequent vertreten. Obwohl wir innerhalb der Zahnärzteschaft nur eine zahlenmäßige Minderheit darstellen, ist es gelungen, kieferorthopädischen Sachverstand in die Beschlüsse der Landeszahnärztekammer einfließen zu lassen. Die Weiterbildungsordnung wurde auch durch unsere Mitwirkung so ge- ändert, dass bereits einige junge Kollegen ihre Fachzahnarztprüfung ablegen und sich in Thüringen niederlassen konnten. Der Kontakt mit der Hochschule wurde wiederbelebt; die medialen Angriffe auf unser Fachgebiet entschieden und gemeinsam mit den zahnärztlichen Körperschaften abgewehrt. Wir möchten Sie deshalb bitten, uns Kieferorthopäden weiterhin die Möglichkeit zu geben, uns aktiv als Interessenvertretung der Fachzahnärzte für Kieferorthopädie in die Arbeit der Landeszahnärztekammer einzubringen, indem Sie der Liste 6, den „Thüringer Kieferorthopäden“, Ihre Stimme geben. Dr. Frank Fietze, Dr. Claudia Herget, Dr. Knut Wege, Dr. Peter Ludwig (v.l.) Kontakt Dr. Frank Fietze Lindenallee 5, 99310 Arnstadt Telefon 03628 582775 E-Mail: kieferorthopaede@praxis-fietze.de

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tzb 04|2019 Wahl der Kammerversammlung 2019 13 Wahlvorschlag 7: Sprachrohr der Provinz Liste 7: Sprachrohr der Provinz jung verstärkt In Liste 7 „Sprachrohr der Provinz“ haben sich zwei Frauen und drei Männer zusammengefunden, um folgenden Anliegen in der Kammerversammlung Gewicht zu verleihen:  Stärkung der demokratischen Vertretung der peripheren Regionen in der Körperschaft  Erarbeitung zeitlich und ökonomisch vertretbarer Konzepte für Arbeitsschutz bis Hygiene inklusive Unterstützung bei Begehungen  Förderung von Projekten, die den zahnärztlichen Nachwuchs schon im Studium auf die Niederlassung neugierig machen und darauf vorbereiten  Unterstützung bei Praxisabgaben bzw. Praxisübernahmen  gemeinsames standespolitisches Auftreten in allen Körperschaften zum Erhalt der Freiberuflichkeit und der Einzelpraxis als Rückgrat der flächendeckenden Versorgung  dabei Berücksichtigung der demografischen Trends bei der Weiterentwicklung von Anstellungs- und Teilzeitkonzepten  Weiterführung der erfolgreichen Arbeit im Versorgungswerk für generationengerechte, sichere und dynamische Leistungen auch bei zunehmender Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand Kontakt Dr. Wolf-Hendrik Bergmann Keilhauer Straße 27, 07407 Rudolstadt Telefon 03672 423656 E-Mail: hendrik-bergmann@web.de Dr. Annett Sauer (Elleben), Dr. Hendrik Bergmann, Dr. Peter Pangert (beide Rudolstadt), Dr. Udo Meisgeier (Schleiz), Susanne Wilde (Bad Blankenburg) Wahlvorschlag 8: Freier Verband Thüringen Die Kammer – Bollwerk gegen Behördenwillkür! Unser Alltag in den Praxen wird zunehmend von einer überbordenden Bürokratie und staatlichen Regulierungswut bestimmt. Dabei führen  Telematikinfrastruktur,  ausufernde Praxisbegehungen,  Datenschutzgrundverordnung,  immer mehr Anforderungen an die Umset- zung des QM,  Antikorruptionsgesetz im Gesundheitswesen,  Patientenrechtegesetz zu einer grenzwertigen Belastung von Praxisinhabern und Mitarbeitern! Wenn man sich vor Augen führt, was wir mit Beginn unserer Niederlassung erreichen wollten:  persönliche, individuelle, eigenständige Pati- entenbetreuung,  wirtschaftlich eigenständiges und verantwor- tungsvolles Handeln und Arbeiten,  Realisierung einer modernen Zahnmedizin  eine flächendeckende zahnärztliche Versor- gung auf dem Land und in der Stadt,  weniger Bürokratie und dadurch mehr Zeit für unsere Patientinnen und Patienten! Was bleibt von alledem,  wenn mehr als die Hälfte unserer Arbeit in den Praxen aus Verwaltung besteht,  wenn immer mehr MVZ die niedergelassenen Praxen verdrängen,  wenn die Digitalisierung uns die Luft zum Atmen nimmt? Wir, die Mitglieder des Freien Verbands Thüringen, wollen zusammen mit freiverbandlich denkenden Kolleginnen und Kollegen in der neuen Kammerversammlung wieder eine Kraft werden, die sich für die zahnärztlichen Ideale, das freiberufliche Arbeiten und die umfassende Versorgung unserer Thüringer Patientinnen und Patienten einsetzt! Weitere Informationen: www.fvdz.de/thueringen.html Foto: FVDZTh Kontakt Dr. Frank Wuchold Bonifaciusstraße 20, 99084 Erfurt Telefon: 0361 2251930 E-Mail: wuchold@googlemail.com

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14 Wahl der Kammerversammlung 2019 tzb 04|2019 Wahlvorschlag 9: MKG-Chirurgie Standesvertretung geht uns alle an! Wie bereits 2015 hat die Fachgruppe der MKGChirurgen auch zur Wahl der Kammerversammlung der Landeszahnärztekammer Thüringen 2019 eine Landesliste „MKG-Chirurgie“ aufgestellt. Einheit in Vielfalt und Diskussion zahnärztlicher Themen aus dem Blickwinkel aller Fachgebiete ist das Anliegen der Kollegen, die ihre Bereit- schaft zur Arbeit in einer zahnärztlichen Selbstverwaltung mit ihrem Engagement bekunden. Gerade jetzt, da der Gesetzgeber erneut zahnärztliche Freiberuflichkeit vor dem Hintergrund zu erwartender Sicherstellungsprobleme auf Grund des demographischen Wandels auch bei uns Zahnärzten reglementieren will, gilt es unseren Gestaltungsspielraum als Körperschaft zu nutzen. Berufsausübung in Freiheit und gewissenhafter Verantwortung ist Ausdruck dieser Freiberuflichkeit. Damit sichern wir nicht nur Qualität, sondern stellen uns den Herausforderungen moderner, am Patienten orientierter (Zahn-)Medizin. Nur durch Mitarbeit kann mit gestaltet werden und eine Zahnärztekammer die Selbstverwaltung sein, die Zahnärzte sich vorstellen. Ein Hauptanliegen ist es, Studierende und junge Zahnärzte für die freiberufliche Berufsausübung zu begeistern. Sie sollen ermutigt werden, den Gedanken der Freiberuflichkeit zu leben. Diesen Aufgaben wollen sich die Kandidaten unserer Liste stellen. Kontakt Dr. Jörg-Ulf Wiegner Saalstraße 35, 07318 Saalfeld Telefon: 03671 460933 E-Mail: wiegner@saalepraxis.de Wahlvorschlag 10: Gothaer Liste Für eine starke Selbstverwaltung Wir, die Vertreter der Gothaer Liste – das sind: Dr. Michael Kirschbaum, Christian Roth, Christian May, Dr. Susanne Jahn und DS Volker Bergk – stehen für eine starke zahnärztliche Selbstverwaltung mit all ihren abwechslungsreichen Facetten. Gerade in turbulenten Zeiten, in denen der Wunsch nach straffer Reglementierung und übergeordneter Einflussnahme auf die ärztliche und zahnärztliche Selbstverwaltung in vielen Kreisen zunehmend an Gehör zu finden scheint, sollte es unser oberstes Ziel sein, für eine starke Zahnärzteschaft in Thüringen einzustehen. Nur so können wir auch in Zukunft aus einer Position der Stärke heraus mitbestimmen, mitentscheiden und unsere Freiberuflichkeit sichern. Nur gemeinsam sind wir stark! Unser Anspruch ist es, neben der Fortsetzung der bisher erfolgreichen Kammerarbeit auch den Transfer neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in unser aller täglicher Praxis voranzutreiben. Nur mit aktuellem Know-how werden wir für zukünftige Herausforderungen gewappnet sein. Wir halten es für unabdingbar wichtig, unser aller verantwortungsvolle Tätigkeit mittels unserer Selbstverwaltungsorgane in die Öffentlichkeit zu tragen, um auch zukünftig auf eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung bauen zu können. In diesem Sinne bitten wir um Ihre Unterstützung. Jede Stimme zählt! Volker Bergk, Dr. Michael Kirschbaum, Dr. Susanne Jahn, Christian Roth und Christian May (v.l.) Kontakt Dr. Michael Kirschbaum Bergallee 2, 99867 Gotha Telefon: 03621 854054 E-Mail: info@oralchirurgie-gotha.de

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tzb 04|2019 Wahl der Kammerversammlung 2019 15 Wahlvorschlag 11: Dr. Ulrike Greinemann, FZÄ für Oralchirurgie Die Zukunft geht uns alle an! „Die Zukunft kann man am besten voraussagen, wenn man sie selbst gestaltet.“ Alan Kay Liebe Kolleginnen und Kollegen, als junge Kollegin ist es für mich wichtig, die standespolitische Zukunft in Thüringen mitzugestalten.  eine umfassende und zeitgemäße Ausbildung Zahnmedizinischer Fachangestellter,  die Unterstützung der Freiberuflichkeit und die Eigenständigkeit unseres Berufstandes,  Sicherung einer stabilen Altersversorgung. Ich möchte mich diesen Aufgaben stellen. Geben Sie mir Ihre Stimme! Kontakt Dr. Ulrike Greinemann Praxisgemeinschaft Dres. Müller Bahnhofstraße 10-14 37327 Leinefelde-Worbis Telefon: 03605 509019 E-Mail: rezeption@dr-mueller-leinefelde.de Das bedeutet Verantwortung zu übernehmen und sich dabei aktiv für die Interessen der Thüringer Zahnärztinnen und Zahnärzte zu engagieren. Meine Ziele sind:  sich für die Interessen der jungen Zahnärztinnen und Zahnärzte einzusetzen,  gezielte Nachwuchspolitik, um den Standort Thüringen für Berufsstarter und Assistenten attraktiv zu machen,  Abbau und Vereinfachung der Bürokratie, damit die eigentliche Arbeit als behandelnder Zahnarzt im Mittelpunkt steht, Wahlvorschlag 12: Stimme der Basis Neue Stimme der Basis: Gestalten statt abnicken Eigenverantwortliche und unabhängige zahnmedizinische Tätigkeit Wir unterstützen alle zahnärztlich geführten Organisationsformen und sagen klar NEIN zu fremdfinanzierten Z-MVZ. Ihre Altersversorgung sichern Die besonnene Anlagepolitik wird fortgeführt und die Interessen der Mitgliedergenerationen bleiben gewahrt. Fortbildungen bleiben bezahlbar Hochwertige, ortsnahe und preiswerte Fortbildungen dürfen keine Kostenfrage sein! Darüber hinaus möchten wir mehr Fortbildungen zu Praxisführung, Betriebswirtschaft und Personalentwicklung anbieten. Weniger Bürokratie durch engere Zusammenarbeit Wir werden unsere Mitglieder bei der Bürokratie in der Praxis mit weiteren Angeboten der Kammer entlasten (Validierung, DSGVO, Praxisbegehung, neue Medizinprodukteverordnung ab 2020). Jeden eingesetzten Euro sparen Sie durch weniger Verwaltungsaufwand wieder ein. Für leistungsgerechte Mitarbeitergehälter Wir vertreten eine leistungsgerechte Vergütung der Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter und die Refinanzierung der Kosten in den Honorarsystemen. Berufseinsteiger und Studenten Dringender Start des Hospitationsprogramms – notfalls ohne Mitwirkung der Hochschule. Stärkung der Print- und Onlinepräsenz Die Website muss weiter als Serviceportal für alle Mitglieder der Kammer ausgebaut werden. Echter Journalismus im nicht-amtlichen Teil des tzb. Kontakt Dr. Thomas Hacker Erlgarten 2, 99091 Erfurt Telefon: 0361 7923051 E-Mail: thha24@t-online.de Benedikt Bock, Fleur Anschütz, Dr. Christian Unger, Dr. Thomas Hacker Weitere Informationen: www.stimme-der-basis.de

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