get on! Jung sein mit Rheuma

 

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Auf Wohnungssuche Rheumatologen wechseln Berufswahl Alles wird anders – und was ist mit mir? Mehr über Marie und das gesamte Team erfährst du im Internet: mein-rheuma-wird-erwachsen.de

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Britta Heidrun Indra Insa Katrin Mara Marie Saskia Tanja Willkommen in der neuen In dieser Ausgabe herrscht Aufbruchstimmung bei uns. Beruf oder Studium starten, zu Hause ausziehen, den Rheumatologen wechseln – das fällt oft alles get on! zusammen. Und jedesmal, wenn man neue Leute kennenlernt, die Frage der Fragen: Soll ich von meinem Rheuma erzählen? Ich überlege mir manchmal, ob es besser wäre, wenn niemand weiß, dass ich Rheuma habe. Geht euch das auch so? Aber letztendlich habe ich es doch noch nie bereut, davon zu erzählen, weil ich dadurch mehr zu mir selbst stehe und gelernt habe, mich zu akzeptieren wie ich bin. Wie andere aus dem Team das sehen, lest ihr unten. Wir wünschen euch viel Spaß mit diesem Magazin! Besucht uns doch auch mal auf unseren Internetseiten, bei Facebook, YouTube oder Instagram – die Adressen findet ihr auf der Rückseite. Eure Karen, Bundesjugendsprecherin oSderosolll lic?h incichhtsaMikeucTesifhhtideenSfrmieüiegcnraihSbseAiztteruluhsikianuecotimehtihogKogeneiilrnbhaatftenrnahien,cknes.ahhkuObkee–teefeintizrtnunmamsmePucuuöaKnFZmahfsBerctekiuäseickehieztrLhutmneieiztedcstntbipehuepnnerdüit.entnriaeieebe(zeec.KnWseleirnh,MckerprneFuhawentddaaoirnn,l,eaeicrlknneeunSlrbihhesaepnnemDKencnrdkrreiiihluioattaeicsgmzmsngruhgeendsknntmemnleaehowdmm-,erTtresuanovrnaaeiimtgertmsalnd,wrrecvismemegshlooundbteenlic!,delthsrht)hnamtteiehab,vuiirowbierccnnzehwahidueuaeuansslsrnmseooifcgsaabhhitelnhecietfaesrnhaerpbbm.nnresihWeemg.tnehceMeeuhnrmnUn,ite,ntmdgeensdiaai,ignceersaehrznug 2

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Zu Hause ausziehen – das ist oft mit gemischten Gefühlen verbunden, oder? Jeptazct kWir haben mal in die Runde gefragt. ich’s WG oder eigene Wohnung – was sagt ihr? Britta: Der große Vorteil einer WG ist, dass man nicht alleine ist, wenn man mal krank ist – egal, ob es ein Rheumaschub oder die Grippe ist. Es ist immer jemand da, der einen Tee kochen oder zur Apotheke fahren kann. Marie: Wenn man neu in eine Stadt zieht, finde ich eine WG für den Anfang angenehmer, man kennt gleich ein paar Leute und fühlt sich nicht so einsam. Mittlerweile wohne ich zwar alleine, vermisse aber manchmal das WG-Leben, vor allem, wenn ich mal wieder ein Glas nicht aufbekomme oder sich eine Spinne im Bad breit macht. Karen: Es kommt auf die Alltagsschwierigkeiten an. Ich persönlich kann mit ein paar Hilfsmitteln prima alleine leben. Katrin: Und vielleicht hat man auch nette Nachbarn, die man mal um Hilfe bitten kann. Mara: Ich finde, was besser zu einem passt, muss man ganz individuell entscheiden. Beide Wohnvarianten haben ihre Vor- und Nachteile. Wichtig ist, dass man sich dort zu Hause fühlt. Nur so kann man zur Ruhe kommen und entspannen. Habt ihr bei der Wohnungssuche auf irgendetwas besonders geachtet? Mara: Als ich vor dem Studium auf Zimmersuche gegangen bin, war es für mich sehr wichtig, dass das Zimmer in UniNähe liegt. So kann ich zur Not zu Fuß gehen, wenn ich einen Schub habe und mich nicht aufs Fahrrad traue. Katrin: Das war mir auch wichtig – dass ich öffentliche Verkehrsmittel direkt in der Nähe habe. Ansonsten habe ich darauf geachtet, dass die Wohnung nicht gerade im fünften Stock ist und dass es nach Möglichkeit keine Duschwanne gibt. Oder dass ich mich zumindest irgendwo festhalten kann, um leichter hineinzukommen. Karen: Witzig, ich habe darauf geachtet, dass ich eine Badewanne habe! Weil mir Wärme guttut und ich gerne ein Bad nehme, wenn es mir mal schlecht geht. Gibt es etwas, was ihr heute anders machen würdet? Katrin: Ich hatte immer das Gefühl, sofort nach dem Abi ausziehen zu müssen. Außerdem wollte ich möglichst weit weg von zu Hause studieren, um allen beweisen zu können, dass ich es alleine schaffen kann. Letztendlich habe ich mein erstes Studium aber aufgegeben und mein zweites Studium in der Nähe meiner Eltern angefangen. So bin ich erst zum zweiten Semester ausgezogen. Rückblickend kann ich sagen, dass man sich so viel Zeit lassen sollte, wie man braucht, und nichts überstürzen sollte, nur um etwas zu beweisen. Und jetzt noch ein Schlusswort ... Heidrun: Ein Auszug von zu Hause gleich nach dem Schulabschluss ist kein Zwang. Lass dich da nicht hetzen, sondern zieh dann aus, wenn du dich dafür bereitfühlst. Aber scheu dich auch nicht vor dem Sprung in die Unabhängigkeit! Willst du mehr zu diesem Thema lesen? Brittas Erfahrungsbericht findest du auf unserer Internetseite: geton.rheuma-liga.de/dein-leben 3

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1 Jetzt ändert sich einiges ... aUnuwenodsBiedcaneanhuePinimnegPrsroehpTtEbryerrelesrZwesmicemoahmii-tcene.oehnmEdbis.sreeeutrkvnsloeEeäsrmnrnmsgrgmcohaehtetnrrh.u,eevObmirobifaasnttptmkhsoieaialaco.utnhgmeern Neuer RheumFür etwa 3.000 junge Menschen amit Rheuma ist der Wechsel vom Kindertzum Erwachsenenrheumatologen ein Thema. olEinige haben die Übergangsphase noch vor sich, andere freunden sich gerade mit der neuen Situation an. So oder so: eine ganz schöne Umstellung. Den neuen Rheumatologen kann jeder frei wählen. Natürlich sollte die Praxis in der Nähe des Wohnorts sein, aber auch die „Chemie“ muss stimmen. oge – neue Welt

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3 ... und für Unterstützung ist auch gesorgt. IKnGTTirenÜDedEmddffeeüfaBeLernerlrilKEnuErnenhmiEsnFRemneaiu,.duOnömGdeIemighgneNrAlw„rraneihRctkIJiNeEodhrhöSUdurluenoGiwiCmushdngMztamreSatuHe,ecitakaSnBrhodmtöuslKePAoKOoniecitilgnrhnnRnoUad“eegeedngEimnneShrstkenoCreeuhmsTheliiinmleltHeAcret.diseuhaitiStntUSsmnedidgdvseneTieaaieSRrebibtmrUTnheColeebeaeeilhnnreeuoNHmuma.eiigfmndAnnDiEezbeendamunAennNeEkmsenlbRTÄüprnN.iekenrtrRZhorjnszfuatttcmtiTAernnemihigneBgkfeNvmefntenobtRnss.SraiEsttiIFRnidnrt.IcEaewhTedhelsFemla.iItsduncOdmkemheWueirsiNnaetieSintchnatSohunplells-od,eePaegndriluesAeiaIösennndSun.safrcloeSümihcsicthekfaenüluissrcsh- AfiuuwnfndiArduerdnshztisStreewdclvrfuheeieercanalWhIeuundsicTeimtrhrilephgasrepacnelibshnrerneoegetnenseiAnebbdhr:ieeeiztnninet.tdleikDesröiotnnuerennt.mesn. mein-rheuma-wird-erwachsen.de akkat.i.nv. ndw2sotecshrdedelbunst...aVmnieebluleeesinctheRnthBbegreulaermueicicathhteosddtleoidncgMWEuheFeiinWgoaghedBDÜmflnuuaviügielkeeebctaotireganhieuraewtdnld,mereetusnieensieirr,esrfctoimitkEewnWenmhdcelldreithretbenmneeiemnnIseTiervdStnbnhndeigE,eniiehSiemaigerseRcrerRmnaieE.MhmniVehaSpnNdsebzsuibETaeietdeeeja:lpeREisdülrkVDenttteubaNze?AieininetcmnarwN.rheNBgieTaaiatndennnnlTceEerlobdtheaniiWesRnaniteeF,deereneMr,wierSOean,Ewmpdehg?krIRelrekmeeceNUTlirnihcTnceaennhehre?naeUbdmeskuFAe:tuiofNuinr.mnlzngGgtdeteenar.n- : 5

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Du hast vor, ein paar Semester im Ausland zu studieren? Super Idee, denn neben der tollen Erfahrung macht sich das auch prima im Lebenslauf. Hier kommen unsere Tipps. awayUp, up and KRANKENVERSICHERUNG NAH ... Unproblematisch ist ein Studienaufenthalt innerhalb der EU und dem EWR (Norwegen, Liechtenstein und Island) sowie in allen Ländern, die mit Deutschland ein entsprechendes Sozialversicherungsabkommen geschlossen haben. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt auch dort. Der Versicherungsschutz wird durch eine „Anspruchsbescheinigung“ nachgewiesen – die gibt es bei der Krankenkasse. ... UND FERN Für den Studienaufenthalt in fast allen Länder außerhalb Europas ist eine private Krankenversicherung nötig. Wer chronisch krank ist, muss jedoch damit rechnen, dass die Kosten, die aufgrund dieser Krankheit im Ausland anfallen, von der privaten Versicherung ausgeschlossen, also nicht bezahlt werden. Unser Tipp: Einige Versicherungsgesellschaften verzichten beim Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung für einen begrenzten Studienaufenthalt im Ausland auf die sonst übliche Gesundheitsprüfung. Also unbedingt die Bedingungen der einzelnen Versicherer im Vorfeld recherchieren! HIER GIBT’S HILFE: MONEY, MONEY, MONEY ... Neben dem Auslands-BAföG sind Stipendien die wichtigste Finanzierungsquelle für das Akademisches Auslandsamt der jeweiligen Hochschule Auslandsstudium. Eng wird es, wenn aufgrund einer Behinderung Zusatzkosten entstehen, Sozialberatungsstellen der zum Beispiel für eine barrierefreie Unterkunft oder technische sowie personelle Hilfen. örtlichen Studierendenwerke: Unser Tipp: Wer einen Grad der Behinderung ab 50 hat, kann im Rahmen des Erasmus- studentenwerke.de Programms beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) Sonderfördermittel beantragen. Damit können solche „ungedeckten beeinträchtigungsbedingten Zusatzkosten“ im EU-Ausland finanziert werden. WARUM IN DIE FERNE SCHWEIFEN ... Versicherungsstelle des Akademischen Austauschdienstes (DAAD): daad.de Lust auf Ausland, aber kein echtes Fernweh? Unser Tipp: Eine grenznahe Universität, zum Beispiel in den Niederlanden. Auf diese Weise ist es möglich, weiterhin zu einem Arzt in Deutschland zu pendeln und das deutsche Gesundheitssystem in Anspruch zu nehmen. Schau doch einfach mal vorbei auf unserer Internetseite: mein-rheuma-wird-erwachsen.de „woFdiüeesfUricrWnnhePddoiwnrerwaienkekner&wtniAigkinTruuirsdbsmatlueva,.slFenAatrldius,massFcgamhrdeuetinwfciweehehniinnalntlneshiicgtadLh,eliöstntepsdegPruiniieblnctanthgmnse.“uutus,nntMvAisggaiueaermsalnnela.a–nMGnceedöhsmsgmslleoieacihmnhlnsketaesmistteiecrnh,. 7

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LetWzte orte LAWenDbirturewuhnhonaamrdbsteituetnnmFRerfhadhüegarruelsidmncihcaeh?. geton.rheuma-liga.de mein-rheuma-wird-erwachsen.de facebook.com/DeutscheRheumaLiga youtube.com/getonrheumaliga instagram.com/mein_rheuma_wird_erwachsen 8 IMPRESSUM Herausgeber: Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e. V., Maximilianstraße 14, 53111 Bonn, Telefon: 0228 76606-0, Fax: 0228 76606-20, E-Mail: bv@rheumaliga.de, www.rheuma-liga.de; Redaktion: Monika Mayer, Karen Baltruschat, Britta, Heidrun, Indra, Insa, Katrin, Kristin, Mara, Marie, Saskia, Tanja; Projektbetreuung: Monika Mayer; Wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. Kirsten Minden, Deutsches Rheuma-Forschungszentrum; Konzeption, Text und Gestaltung: wdv Gesellschaft für Medien & Kommunikation mbH & Co. OHG, Bad Homburg. Bildnachweise: Jürgen Schulzki; Deutsche Rheuma-Liga; privat; Getty Images/ iStockphoto/badmanproduction, vadimguzhva, Maxiphoto; Fotolia/kichigin19, natasavina, jozefmicic, Sondem, Sergey Nivens. Druck: Mundschenk Druck- und Vertriebsgesellschaft GmbH & Co. KG, Soltau A1/BV/12/2016; 1. Auflage 2016 – 10.000 Exemplare

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