Sodalenblatt Dezember 2016

 

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Das aktuelle Sodalenblatt

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104. Jahrgang 3/2016

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Segnung der Statue Papst Benedikts XVI. am Kongregationssaal - 11. September 2016 In Erinnerung an den Besuch von Papst Benedikt XVI. in seiner bayerischen Heimat und in der Wallfahrtsstadt Altötting ist die Papststatue von Josef Michael Neustifter aus Eggenfelden am Kongregationssaal der Marianischen Männerkongregation durch Stadt und Diözese angebracht worden. Genau am 10. Jahrestag des Besuches ist sie nach dem feierlichen Pontifikalgottesdienst in der Basilika St. Anna enthüllt und von Kurienerzbischof Georg Gänswein, Privatsekretär von Papst emeritus Benedikt und Präfekt des päpstlichen Hauses, gesegnet worden. Das Segensgebet dafür durfte Präses Br. Georg Greimel formulieren: „Allmächtiger, ewiger Gott, in Erinnerung an den Besuch unseres Papstes Benedikt XVI. vor zehn Jahren wurde diese Statue aufgestellt. Das Leben des emeritierten Papstes ist uns ein Vorbild, sein Gebet unterstützt seinen Nachfolger Papst Franziskus und stärkt die Kirche auf dem Weg durch diese bewegte Zeit. Wir bitten dich. Segne + diese Statue unseres emeritierten Papstes und Ehrenbürgers Benedikt XVI. Erhalte uns in großer Dankbarkeit für diesen hochbegabten Theologen, für seine Zeit als Priester, Lehrer und Bischof in unserem Land, als Präfekt der Glaubenskongregation, als Bischof von Rom und ersten Diener deiner Diener. Blicke auf sein erfülltes Leben und schenke ihm einen gesegneten Lebensabend im geistlichen Dienst für deine Kirche und die Welt und einmal die ewige Gemeinschaft mit dir und deinen Heiligen. Uns aber lass mit ihm verbunden bleiben im Gebet und in großer Dankbarkeit. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.” Einkehrtage Themen: „Amoris Laetitia – Die Freude der Liebe“ „100 Jahre Patrona Bavariae und Fatima” Die Beziehung zwischen Jesus und seiner Mutter Maria spiegelt „Amoris Laetitia“ – Die Freude der Liebe Gottes zu den Menschen wider. Kerngedanken aus dem nachsynodalen Schreiben von Papst Franziskus prägen einen Teil des Besinnungstages. 2017 schaut Bayern auf 100 Jahre Patrona Bavariae und die Welt auf 100 Jahre Marienerscheinungen in Fatima: Maria, Patronin und Königin des Friedens. In unruhigen Zeiten gilt es Haltung und Orientierung zu finden. Der Besinnungstag lädt dazu ein. Termine: 14./ 21./ 28. Januar und 04. Februar 2017. 9.00 Uhr Beginn, 12.00 Uhr Mittagessen, 13.15 Uhr Film, 14.00 Uhr Kaffeepause, 14.30 Uhr Beichtgelegenheit in St. Magdalena, 15.00 Uhr Rosenkranz in der Gnaden- kapelle, 15.30 Uhr Eucharistiefeier in St. Magdalena – Abschluss. Verpflegung (Mittagessen, Kaffee und Kuchen): 20,-- Euro Bitte bis spätestens Mittwoch vor dem Besinnungstag im MC-Büro anmelden, Tel.: 08671/6740. Herausgeber und Verlag: Marianische Männerkongregation e. V. Altötting, Postf. 12 40, Tel. 086 71/ 67 40, Fax 52 43, e-mail: mc-altoetting@web.de, Raiffeisen-Volksbank Altötting: IBAN DE97 7106 1009 0000 0029 41, BIC GENODEF1AOE; Spende Basilika: IBAN DE44 7106 1009 0100 0029 41, BIC GENODEF1AOE; Redakteur: Br. Georg Greimel, Bezugspreis ist im Jahresopfer enthalten. Titelbild: R. Dorfner, Bilder: privat, Bischöfliche Administration, MC Reischach (S. 20)

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3 Lästige geduldig ertragen Schwierigstes Werk der Barmherzigkeit? Im Sommer schaffe ich es endlich, nach einer erneuten Bitte ihrerseits, eine meiner Cousinen auf ihrem Bauernhof zu besuchen, bevor sie mit ihrem Mann sich aufs Altenteil zurückziehen würde. Sie sind gerade dabei, sich für diese Zeit ein Zuhaus aus Stroh zu bauen. Vor dem „Rohbau“ des Strohbaus haben sie eine bunte Blumenwiese angesät, eine wahre Augenweide im Vergleich zu den üblichen grünen Wiesen aus reiner Monokultur. Das regt an, weckt Wünsche und zeigt Möglichkeiten auf, was man alles aus Träumen machen kann: mit dem eigenen Leben neue Möglichkeiten schaffen, raus aus dem Gewöhnlichen und Abgestumpften, dem Möglichen Platz schaffen und Luft zuführen, damit es werden kann. In einem Buch über die Werke der Barmherzigkeit unter der Überschrift „Lästige geduldig ertragen“ finde ich eine sehr beeindruckende Geschichte. Sie ist nicht nur eine Anregung für den Herbst mit seinen reifen Früchten und mit Gedanken an das Absterben. Die Geschichte steht tatsächlich unter dem Werk der Barmherzigkeit „Lästige geduldig ertragen“. Da fällt uns einiges dazu ein: lästige Dinge oder Menschen, die zur unangenehmen Last werden, die wir loswerden wollen; Langeweile und Sinnleere nach schmerzlichen Verlusten, Gemütszustände, in denen scheinbar nichts mehr vorwärtsgeht, Zustände, die man so nicht mehr mittragen möchte u.v.a. mehr. Die Geschichte aus einer unbekannten Quelle erzählt: „Ein älterer Mann in Frankreich. Seine Frau ist gestorben, dann auch noch sein einziger Sohn. Wofür soll er jetzt noch leben? Er lässt seinen Bauernhof in einer fruchtbaren Ebene zurück. Nur 50 Schafe nimmt er mit. Er zieht in eine trostlose Gegend, in die Cevennen, fast eine Wüstenlandschaft. Dort kann er vielleicht vergessen. Weit verstreut liegen fünf Dörfer mit zerfallenen Häusern. Die Menschen streiten sich; viele ziehen fort. Da erkennt dieser ältere Mann: Diese Landschaft wird ganz absterben, wenn hier keine Bäume wachsen! Immer wieder besorgt er sich einen Sack mit Eicheln. Die kleinen sortiert er aus, auch die mit den Rissen wirft er fort. Die guten, kräftigen Eicheln legt er in einen Eimer mit Wasser, damit sie sich richtig vollsaugen. Er nimmt noch einen Eisenstab mit, dann zieht er los. Hier und dort stößt er den Eisenstab in die Erde, legt eine Eichel hinein. Nach drei Jahren hat er auf diese Weise 100.000 Eicheln gesetzt. Er hofft, dass 10.000 treiben. Und er hofft, dass Gott ihm noch ein paar Jahre schenkt, so weitermachen zu können. Als er im Jahre 1947 im Alter von 89 Jahren stirbt, hat er einen der schönsten Wälder Frankreichs geschaffen. Dort gibt es nun einen Eichenwald von 11 km Länge und 3 km Breite an drei verschiedenen Stellen! Und was sonst noch geschehen ist? Die unzähligen Wurzeln halten jetzt den Regen fest, saugen Wasser ab. In den Bächen fließt wieder Wasser. Es können wieder Weiden, Wiesen, Blumen wachsen. Die Vögel kommen zurück. Selbst in den Dörfern verändert sich alles: Die Häuser werden wieder aufgebaut, angestrichen. Alle haben wieder Lust am Leben, freuen sich, feiern Feste. Keiner weiß, wem sie das zu verdanken haben, wer die Luft, die ganze Atmosphäre geändert hat.“ (Elmar Simma, Der geschenkte Morgen). Zu jedem Werk der Barmherzigkeit gehört Erkenntnis, um die vor einem liegenden

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4 Mängel, Schwierigkeiten und Nöte zu erkennen. Während der Mann sein eigenes Leid vergessen will, erkennt er einen anderen Mangel mit negativen Auswirkungen. Er handelt nach seinen bescheidenen Möglichkeiten mit bewundernswerter Geduld, aber mit großer Wirkung. Leben wird möglich, wenn wir uns von Verlusten nicht erdrücken lassen, schwierige Zustände aushalten und uns dadurch Neues einfällt, scheinbar kleine Ideen, unspektakuläre Gedanken. Leben wird aber auch möglich und wächst, wenn wir unermüdlich in den harten Boden eingetrockneter, festgetretener, schwieriger Beziehungen die „Eicheln“ der Güte, der Geduld und der Barmherzigkeit legen. Vieles ist bei unseren Mitmenschen und in uns selbst nicht veränderbar, weil sich Erbanlagen und Lebensgeschichten ausgeprägt und fixiert haben. Zudem wird die Fähigkeit, sich zu ändern, mit zunehmendem Alter geringer. Von Papst Johannes XXIII. stammt das Wort: „Alles sehen, vieles übersehen.“ Ähnliches meint der Ausspruch von Thomas von Kempen: „Man muss vieles, das unser Ohr trifft, nicht hören, als wäre man taub, und dafür Sinn und Verstand auf das richten, was dem Herzen den Frieden bringt.“ „Sind wir fähig, danke zu sagen?“ Weihnachtsgruß von Präses Br. Georg An Weihnachten ist vieles anders als sonst. Menschen, die eher übersehen werden, bekommen Geschenke; Leute melden sich, von denen man das ganze Jahr nichts hört. Altenheime, Krankenhäuser und soziale Aktionen finden deutlich mehr Beachtung. Und doch bleiben genug Menschen unbeachtet, z. B. die Familienmutter, die sich tagtäglich um die verwirrte Oma kümmert, die Familie mit dem behinderten Kind, der Bauer, der auch an Weihnachten sein Vieh mit Futter versorgt. Weihnachten rückt gerade die unbeachteten Personen in ein neues Licht, so wie die Hirten auf dem Feld. Sie werden ins Licht gerückt. Das bedeutet, Gott hat an ihnen Gefallen gefunden. Denn sie zeigen etwas von dem, wie Gott sich rechtes Verhalten wünscht. Auch Maria hat Gott ausrichten lassen, dass sie sein Gefallen gefunden hat. Sie ist fürsorglich, wie Gott es sich vorstellt, die Hirten sorgen für ihre Schafe, Maria sorgt für das Kind. Genau diese alltägliche, oft unbeachtete Sorge ist Zeichen dafür, dass Gott sehr nahe ist. Anlässlich des Marianischen Jubiläums der Marienwallfahrtsorte weltweit hat Papst Franziskus am Sonntag, 9. Oktober, die Hl. Messe auf dem Petersplatz gefeiert. Der Papst hat den Gläubigen und Pilgern auf dem Platz eine eindringliche Frage vorgelegt. „Sind wir fähig, danke zu sagen?“ „Wie oft sagen wir in der Familie danke, in der Gemeinschaft oder in der Kirche? Wie oft sagen wir jemandem danke, der uns hilft, der uns nahe ist oder der uns im Leben begleitet?“ Es sei leicht zu Gott zu gehen, um etwas zu erbitten, aber zurückzukehren, um sich zu bedanken? Oft nähmen wir alles als selbstverständlich hin. Er forderte die Gläubigen auf: „Bitten wir die Gottesmutter, uns zu helfen, damit wir verstehen, dass alles Gabe Gottes ist, und damit wir danke zu sagen vermögen. Dann wird unsere Freude vollkommen sein!“ – Ich wünsche allen Sodalen und ihren Familien frohe, gesegnete und dankbare Weihnachten und Gottes Segen für 2017.

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5 Echte und falsche Barmherzigkeit Impuls zum Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit von Peter von Steinitz Seit Jahren tobt in Syrien und anderen Ländern des Nahen Ostens ein unbarmherziger und zugleich sinnloser Krieg, der in der letzten Zeit sich nach und nach auf Europa ausdehnt. Eine Lösung ist nicht in Sicht. In diesem Jahr hat die Kirche, hat der Hl. Vater immer wieder die Barmherzigkeit Gottes beschworen, die unsere einzige Rettung ist. Es ist nämlich nicht unmöglich, dass die Menschen den Spieß umdrehen und das Wort Jesu befolgen: „Seid barmherzig, wie euer Vater im Himmel barmherzig ist!“ (Lk 6,36) Wie recht hatte doch der hl. Johannes Paul II., als er kurz vor seinem Tod den so genannten Barmherzigkeitssonntag einführte, der am Sonntag nach Ostern in der ganzen Kirche begangen wird. Für unsere unbarmherzige Welt in der Tat bitter notwendig. Barmherzigkeit (im Lateinischen misericordia: darin steckt das Wort miser = elend und cor = Herz) ist gewissermaßen eine der Haupteigenschaften Gottes – auch die Muslime sprechen von „Gott, dem Allerbarmer“ – und schon im Alten Testament zeigt der allmächtige Gott, wie sehr er die Menschen liebt, die ihn so oft enttäuschen, und wie er immer wieder Barmherzigkeit zu üben bereit ist. In ergreifender Weise spricht Gott durch den Propheten Hosea davon, wie seine Barmherzigkeit gewissermaßen im Streit liegt mit seiner Gerechtigkeit, und wie die Barmherzigkeit trotz aller Undankbarkeit der Menschen obsiegt. „Als Israel jung war, gewann ich ihn lieb, ich rief meinen Sohn aus Ägypten. Je mehr ich sie rief, desto mehr liefen sie von mir weg. Sie opferten den Baalen und brachten den Götterbildern Rauchopfer dar. Ich war es, der Efraim gehen lehrte, ich nahm ihn auf meine Arme. Sie aber haben nicht erkannt, dass ich sie heilen wollte. Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich, mit den Ketten der Liebe. Ich war für sie wie die (Eltern), die den Säugling an ihre Wangen heben. Ich neigte mich ihm zu und gab ihm zu essen. Wie könnte ich dich preisgeben, Efraim, wie dich aufgeben, Israel? Wie könnte ich dich preisgeben wie Adma, dich behandeln wie Zebojim? Mein Herz wendet sich gegen mich, mein Mitleid lodert auf. Ich will meinen glühenden Zorn nicht vollstrecken und Efraim nicht noch einmal vernichten. Denn ich bin Gott, nicht ein Mensch, der Heilige in deiner Mitte…“ (Hos 11,14.7-9) So aktuell wie der Barmherzigkeitssonntag, so aktuell ist auch das, was Gott durch den Propheten Hosea uns Menschen zum Vorwurf machen kann. Auch heute bringen wir den Götterbildern Rauchopfer dar. Für die Götzen Geld, Sex und Gewalt ist uns kein Opfer zu groß. Und auch wir opfern den Baalen. In der alten Zeit warfen die Menschen ihre Kinder in den Feuerofen des Baal und des Moloch. Heute werden sie – allerdings in viel größerer Zahl – in den Abtreibungskliniken getötet, in sauberen Kitteln und ganz aseptisch. Eine unglaubliche Zahl von Kindern, jeden Tag etwa 10 Klassenzimmer, sagte einmal Kardinal Meisner. Der Köl-

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6 ner Erzbischof fährt fort, die Liberalisierung des Paragraphen 218 im Jahr 1995 habe eine de-facto-Freigabe der Abtreibung gebracht. „Damit haben wir die Gesellschaft auf einen Weg in das Unmenschliche, in die Barbarei geführt.“ Wir brauchen also den Blick gar nicht so weit gehen zu lassen. In Syrien wird die Gewalt irgendwann enden, aber bei uns ist kein Ende abzusehen. Ja, schlimmer: das Übel nimmt zu. Ohne dem Kultur-Pessimismus das Wort reden zu wollen, muss man leider feststellen, dass sich im Laufe der letzten 50 Jahre eine stetige Abwärtsentwicklung erkennen lässt. In der Aufbruchszeit nach dem Ende des 2. Weltkriegs, und nachdem die menschenverachtende Herrschaft der Nazis zu Ende gegangen war, hatte man in Deutschland in der Öffentlichkeit ein vergleichsweise hohes moralisches Niveau. Abtreibung oder gar Euthanasie waren undenkbar – das machten ja die Nazis. Aber hier zeigte sich bald die Macht des Geldes. Mit diesen Dingen, Abtreibung und neuerdings auch PID u.a., lässt sich unendlich viel Geld verdienen. Die moralische Hemmschwelle musste also beseitigt werden. Wie machte man das? Wie hat man die Auffassungen der Bürger verändert? Man appellierte nicht an die Vernunft, denn es ist unvernünftig, Kinder im Mutterschoß zu töten. Es wurde das Gefühl angesprochen, das sich ja, wenn es sehr stark gereizt wird, über den Verstand und den Willen hinwegsetzt. Die Methode war infam: man sprach das Mitgefühl der Menschen an. Es wurden einzelne Fälle vorgeführt (im Fernsehen und in den Printmedien), aus denen hervorging, dass es für eine junge Frau, die ungewollt Mutter wurde, sehr schwer, ja unzumutbar war, das Kind auszutragen. Anfangs sprach man noch von Schwangerschaftsunterbrechung, so als ob man die Schwangerschaft wieder aufnehmen könnte, wenn die Probleme überwunden sind. Viele brave Zeitgenossen ließen sich tatsächlich von falschem Mitleid rühren („das arme Mädchen, seine ganze Zukunft ist verbaut!“) und stimmten zu. Was umso leichter war, als man ja den barbarischen Vorgang der Kindestötung nicht sah (im Fernsehen wurde der Film „Der stumme Schrei“, der eine Abtreibung zeigt, aus dem Programm entfernt). Inzwischen sind mehr als fünfzig Jahre verstrichen. Die Saat ist aufgegangen. „Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, immer Böses muss gebären“ (Friedrich Schiller, Die Piccolomini, V, 1). Es war denn doch noch ein langer Weg von der anfänglich zurückhaltend und mit Einschränkungen zugelassenen Abtreibung bis zur heutigen, auch von vielen Christen akzeptierten Einstellung, die Frau habe ein Recht auf Abtreibung. Ähnlich wie am Anfang des Lebens sollte es den Menschen an ihrem Lebensende ergehen. Zunächst wurde ganz vorsichtig argumentiert, wieder mit extremen Einzelfällen (schmerzvolle unheilbare Krankheit, keine Lebensqualität etc.). Das Gefühl des Mitleids wurde heftig angesprochen. Auch gutwillige Leute meinten nach entsprechenden Fernseh-Dokumentationen, dass es unbarmherzig sei, jemanden so leiden zu lassen (in der Wellness-Zivilisation hat Leid keinen Platz, es muss entfernt werden, wenn es sein muss, der Leidende selbst, denn er beeinträchtigt ja auch das Wohlbefinden der Gesunden).

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7 War die Gesetzgebung erst einmal durch, ging die Entwicklung rasch weiter. Man blieb nicht bei extremen Einzelfällen. Inzwischen ist es in Holland und Belgien ganz leicht, ein Team zur Selbsttötung zu bestellen. Und der nächste Schritt ist schon eingeleitet: alten Menschen wird nahegelegt, auch ohne schwerwiegenden Grund der Selbsttötung zuzustimmen, und in vielen Fällen geht es dann auch ohne diese Zustimmung (wohlgemerkt kein Horrorszenarium, sondern Wirklichkeit). Wenn man die Menschen soweit hat, braucht man das Mitleid nicht mehr zu bemühen. Aber was für ein Triumph für den Widersacher Gottes, dass es ihm gelingt, ausgerechnet eine der edelsten Herzensregungen, nämlich die Barmherzigkeit, für seine Zwecke zu missbrauchen. Indem er dafür sorgt, dass aufgrund eines pervertierten Mitleids massenhaft menschliches Leben vernichtet wird, trifft er mitten hinein ins Herz Gottes, aus dem alles Leben stammt. Das menschliche Herz Gottes, das uns trotz allem oder vielleicht gerade deswegen in unserer Zeit seine Barmherzigkeit noch deutlicher zeigt als je zuvor. In der westlichen Welt empören wir uns wegen der Greueltaten islamistischer Gruppen, die Christen in einigen Ländern das Leben kosten. Was uns aber gar nicht einleuchtet und nie thematisiert wird, ist, dass sich die gläubigen Muslime dort über die moralische Dekadenz in unseren „entwickelten“, angeblich christlichen Ländern entsetzen. Das Wort „Recht auf Abtreibung“ empfinden sie als schockierend. Sie lassen ihre Kinder am Leben. Euthanasie ist für sie das Ende einer Zivilisation. Wenden wir uns dennoch, oder besser gerade deswegen, an das menschliche Herz Gottes, das seine Barmherzigkeit heute in überreichem Maße anbietet. Es ist höchste Zeit! „Künde der Welt meine große, unergründliche Barmherzigkeit! Bereite die Welt vor auf meine zweite Ankunft! Bevor ich als Richter komme, öffne ich noch ganz weit die Tore meiner Barmherzigkeit“, sagte der Herr in einem inneren Wort der heiligen Faustyna Kowalska (Krakau 1935). Msgr. Dr. Peter von Steinitz war bis 1980 als Architekt tätig; 1984 Priesterweihe durch den hl. Johannes Paul II.; 1987-2007 Pfarrer an St. Pantaleon, Köln; seit 2007 Seelsorger in Münster. Er ist Verfasser der katechetischen Romane: „Pantaleon der Arzt“, „Leo – Allah mahabba“ (auch als Hörbuch erhältlich) und „Katharina von Ägypten“ Er gehört in jedes gut katholische Haus, in jede Familie: Fordern Sie Freiexemplare beim Verlag an: Postfach 1162, 84495 Altötting

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8 Aus dem Kongregationsleben Präses oder Vizepräses besuchen die Pfarrgruppen zu den Versammlungen und bringen in den Konventen aktuelle Ereignisse aus dem Kongregations- und kirchlichen Leben. Die Anwesenheit der Pfarrpräsides zeigt ihr Interesse am Leben und Engagement der Kongregation. Zu besonderen Anlässen sind Präfekt oder Sekretär mit dabei. Zell, 14.07.2016. Rosenkranz, Anbetung und Beichte gehen der Hl. Messe voraus. Im Gottesdienst legen drei Sodalen die Lebensweihe ab. Maria, Königin und Mutter der Barmherzigkeit ist Thema der Predigt und Votivmesse. Beim Schnauferlwirt kommen die Sodalen der sieben Nachbarpfarrgruppen zusammen. Br. Georg betont, die Botschaft der Mutter Gottes geht immer in Richtung Frieden und regt das Friedensgebet an. Er bittet, das Schreiben des Papstes „Amoris Laetitia“ zu lesen und weiterzuempfehlen. Die Heiligen Pforten und die Papststatue sind Themen. Obmann Erwin Leibinger dankt den Lebensweihen, Pfr. Obermeier, dem Präses und den zahlreichen Sodalen. Der frische Leberkäse schmeckt allen. Nöham, Maria Wald, 15.08.2016. Wie immer sind die Sodalen aus den vielen Nachbarpfarrgruppen recht zahlreich. Zwei Mädchen singen „Segne du, Maria“. Br. Georg wirbt mit der Geschichte „Der Tod und der Gänsehirt“ für das Zeit Haben für die andere Seite des Lebens. Die Kirche in Wald wird renoviert, hauptsächlich außen. Das Gasthaus Heuwieser in Nöham hat seit Frühjahr leider geschlossen. Die Vorstand- schaft sorgt dafür, dass die 65 Sodalen im Pfarrsaal trotzdem zügig mit Schweinebraten bewirtet werden. Das Experiment gelingt sehr gut. Nach dem Urlaub berichtet der Präses vom Bau der Autobahn im Isental, lädt ein zu den Festen in Altötting und bittet weiter um das Gebet für den Frieden. Am Nachmittag hat der Präses im Augsburger Dom beim MC-Fest gepredigt. Tann, 28.08.2016. Am Marktplatz lockt der Kunstmarkt zahlreiche Besucher. Die Sodalen treffen sich mit Pfr. Wolfgang Reinke und Br. Georg im Cafe Kammergruber. Obmann Rolf Fischer berichtet über zahlreiche Termine mit MC-Beteiligung im Pfarrleben und in Altötting. Der Monatsrosenkranz wird für geistliche Berufe gebetet. Geburtstage von 50 bis 85 Jahre werden geehrt, ebenso Alois Eder für 45 Jahre Mitgliedschaft. Br. Georg lädt ein zu den Festen in Altötting. Abschlussgebet, Engel des Herrn und Tischgebet schließen ab. So schmeckt allen der Hirschbraten. In der Hl. Messe hat der Präses davon gepredigt, wer im Reich Gottes die Plätze verteilt. Traunwalchen, 01.09.2016. Am monatlichen Gebetstag um geistliche Berufe geht der Rosenkranz mit dem Präses der Hl. Messe voraus. In der Predigt spricht Br. Georg auch über den Weltgebetstag zur Bewahrung der Schöpfung, den es seit 2015 gibt. Bei der Versammlung im Pfarrheim geht der Präses darauf ein, was der Papst mit seinen jüngsten Schreiben und mit dem Hl. Jahr der Barmherzigkeit will. Auch Marienerscheinungen „bringen“ nur etwas, wenn der Mensch sich darauf einlässt und sein Leben ändert. Zwei Abschnitte aus „Laudato si“ zeigen die Bedeutung des hl. Franziskus von Assisi. Die MC wird nach Reischach und zum Fest mit Erz-

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bischof Georg Gänswein nach Altötting fahren. Reischach, 04.09.2016. Eine Abordnung von acht Sodalen mit Schirmherr Präfekt Stefan Burghart, Präses Br. Georg und Ehrenpräfekt Max Posch nehmen am Festtag „250 Jahre MC Reischach“ teil. Dazu kommen 24 Nachbarpfarrgruppen der MC und 22 Ortsvereine von Reischach. Durch das Weißwurstfrühstück gestärkt zieht der Zug mit Blasmusik zur Pfarrkirche. Pfr. Bernhard Saliter, Pfr. Heribert Unterhuber und Ortspräses Ludwig Samereier zelebrieren mit Präses Br. Georg den Festgottesdienst in der überfüllten Kirche. Br. Georg geht auf das Sonntagsevangelium ein, in dem es um die Nachfolge Jesu geht. Er fordert die Sodalen auf, das Gebet zu pflegen, der Kirche treu zu sein in guten und in bösen Tagen und lahm gewordene Mitchristen im Glauben mitzunehmen. Gefeiert wird nach dem Festzug in der Stockschützenhalle mit fünfhundert Leuten beim Mittagessen mit Ansprachen des Ortsobmanns Konrad Sigrüner, des Schirmherrn, Präses, Ortspräses und stellv. Landrat Konrad Heuwieser. Gastgeschenke werden durch Pfr. Samereier und Obmann Sigrüner verteilt. Die Reischacher Blaskapelle spielt dazu auf. Ramsau, 13.09.2016. „Lästige geduldig ertragen“ steht als Werk der Barmherzigkeit im Mittelpunkt der Predigt des 9 Präses in der Hl. Messe mit vielen Nachbarpfarrgruppen. Obmann Johann Späth gedenkt der zwei verstorbenen Sodalen und berichtet vom Einbruch in die Kirche im Frühjahr. Kelche sind gestohlen, die Hostien sind im Raum verstreut worden. Die Einweihung der Lourdeskapelle vor 110 Jahren am 9. September 1906 ist mit Hl. Messe und Lichterprozession gefeiert worden. Br. Georg berichtet von Autobahnbaustellen im Isental, von der 250 Jahrfeier der MC in Reischach und ausführlich von der Feier 10 Jahre Papstbesuch in Altötting mit Kurienerzbischof Georg Gänswein. Einige Nachfragen kommen aus der großen Zahl der Sodalen. Margarethenberg, 29.09.2016. Mit Gästen aus Halsbach beten die Sodalen die Andacht „Maria, Königin und Mutter der Barmherzigkeit“. Im Gasthaus Bartsch stellt Br. Georg den hl. Franziskus als Vorbild in der Enzyklika „Laudato si“ heraus. Das päpstliche Schreiben ist zu lesen im Dreischritt erkennen, urteilen, handeln. Sechs Punkte sollen helfen, das postsynodale Schreiben „Amoris Laetitia“ richtig zu lesen. Der Friedensrosenkranz wird empfohlen. Am Ende beantwortet der Präses die Frage nach der sog. Interkommunion. Kastl, 05.10.2016. Bei einer guten Zahl von Mitfeiernden konzelebriert Pfr. Hermann Schächner. Br. Georg geht an ihrem Gedenktag auf das Leben der hl. Anna Schäffer ein. Im Pfarrheim legt Obmann Helmut Eberhartinger fest, bei Beerdigungen wird ein Gegrüßet seist du, Maria gebetet. Er wirbt um Pilgerbetreuer und dankt am Ende. Was müssen Sodalen tun? Der Präses geht auf die Frage ein. Sodalen sollen sich aktiv in das Leben der Kongregation und Pfarrei einbringen. Er ergänzt zu Pilgerbetreuern und beantwortet die Frage, wie die MC

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10 Marianisches Jubiläum in Rom Betrachtung von Papst Franziskus bei der Vigilfeier der Delegationen der Marienwallfahrtsorte weltweit Es sind 94 Delegationen von Marienwallfahrtsorten weltweit mit ihren Ikonen, Statuen und Gnadenbildern gekommen, um mit dem Papst die Muttergottes zu feiern. Mit einer Delegation von fünf Leuten und einer kleineren Ausführung des Gnadenbildes dürfen wir den Wallfahrtsort Altötting vertreten. Viele Wallfahrtsorte haben sich mit Kurzfilmen mittels Großleindwänden auf dem Petersplatz präsentieren können, so auch Altötting. Anlässlich des Marianischen Jubiläums im Jahr der Barmherzigkeit betet Papst Franziskus am Samstagabend, 8. Oktober 2016, bei der Gebetsvigil auf dem Petersplatz zusammen mit den vielen Pilgern die glorreichen Geheimnisse des Rosenkranzes. Die Betrachtung des Papstes, die er mit dem ältesten Mariengebet aus dem 3. Jahrhundert beendet, folgt hier in der offiziellen Übersetzung. Liebe Brüder und Schwestern, bei dieser Gebetsvigil sind wir die wesentlichen Momente des Lebens Jesu mit Maria noch einmal gegangen. Im Geist und im Herzen haben wir uns in die Zeit zurückversetzt, als die Sendung Christi sich in der Welt vollendet hat: die Auferstehung als Zeichen der äußersten Liebe des Vaters, die alles ins Leben zurückführt, und als Vorwegnahme unseres zukünftigen Seins; die Himmelfahrt als Teilnahme an der Herrlichkeit des Vaters, wo auch unsere Menschheit einen bevorzugten Platz findet; Pfingsten als Ausdruck der Sendung der Kirche in der Geschichte bis zum Ende der Zeiten unter der Leitung des Heiligen Geistes. In den beiden letzten Geheimnissen haben wir darüber hinaus die Jungfrau Maria, die seit den ersten Jahrhunderten als Mutter der Barmherzigkeit angerufen wurde, in der Herrlichkeit des Himmels betrachtet. Das Rosenkranzgebet ist in vieler Hinsicht die Zusammenfassung der Ge- schichte der Barmherzigkeit Gottes, die für all jene, die sich von der Gnade formen lassen, zur Heilsgeschichte wird. Die Geheimnisse, die an uns vorbeiziehen, sind konkrete Gesten, in denen sich das Handeln Gottes uns gegenüber entfaltet. Durch das betende Betrachten des Lebens Jesu Christi sehen wir wieder sein barmherziges Antlitz, das allen in den verschiedenen Nöten des Lebens entgegenkommt. Maria begleitet uns auf diesem Weg und zeigt uns dabei den Sohn, der die Barmherzigkeit Gottes selbst ausstrahlt. Sie ist wirklich die Hodigitria, die Mutter, die den Weg weist, den wir gehen sollen, um echte Jünger Jesu zu sein. In jedem Geheimnis des Rosenkranzes fühlen wir, wie sie uns nahe ist, und betrachten wir sie als die erste Jüngerin ihres Sohnes, die den Willen des Vaters tut (vgl. Lk 8,19-21). Das Rosenkranzgebet führt uns nicht von den Sorgen des Lebens weg; im Gegenteil, es verlangt von uns, uns in die Ge-

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schichte aller Tage hineinzubegeben, um die Zeichen der Gegenwart Christi in unserer Mitte erkennen zu können. Sooft wir einen Moment, ein Geheimnis des Lebens Christi betrachten, sind wir eingeladen zu erfassen, auf welche Weise Gott in unser Leben eintritt, um ihn dann aufzunehmen und ihm zu folgen. Wenn wir einige wesentliche Ereignisse des Lebens Jesu in uns aufnehmen und uns aneignen, nehmen wir an seinem Werk der Evangelisierung teil, auf dass in der Welt das Reich Gottes wachse und sich verbreite. Wir sind Jünger, aber auch Missionare und Überbringer Christi dort, wo er uns bittet, präsent zu sein. Daher dürfen wir das Geschenk seiner Gegenwart nicht in uns einschließen. Wir sind vielmehr gerufen, allen seine Liebe, seine Zärtlichkeit, seine Güte, seine Barmherzigkeit mitzuteilen. Die Freude des Teilens macht vor nichts Halt, denn sie bringt eine Botschaft der Befreiung und des Heils. Maria erlaubt uns zu verstehen, was es bedeutet, Jünger Christi zu sein. Obschon von jeher auserwählt, seine Mutter zu sein, hat sie gelernt, seine Jüngerin zu werden. Ihre erste Handlung bestand darin, auf Gott zu hören. Sie hat der Botschaft des Engels gehorcht und ihr Herz geöffnet, um das Geheimnis der göttlichen Mutterschaft aufzunehmen. Sie ist Jesus gefolgt und hörte jedes Wort, das aus seinem Mund kam (vgl. Mk 3,31-35); sie bewahrte alles in ihrem Herzen (vgl. Lk 2,19) und wurde zum lebendigen Gedächtnis der vom Sohn Gottes vollbrachten Zeichen, um unseren Glauben zu wecken. Doch es genügt nicht, nur zu hören. Dies ist gewiss der erste Schritt, aber dann ist es notwendig, dass das Hören sich in konkretes Handeln verwandelt. Der Jünger stellt nämlich sein ganzes Leben in den Dienst des Evangeliums. Daher begab sich Maria sofort zu Elisa- 11 beth, um ihr in ihrer Schwangerschaft zu helfen (vgl. Lk 1,39-56); in Bethlehem brachte sie den Sohn Gottes zur Welt (vgl. Lk 2,1-7); in Kana sorgte sie sich für die jungen Brautleute (vgl. Joh 2,1-11); auf Golgota wich sie nicht vor dem Schmerz zurück, sondern blieb unter dem Kreuz Jesu und wurde nach seinem Willen zur Mutter der Kirche (vgl. Joh 19,25-27); nach der Auferstehung ermutigte sie die im Abendmahlssaal versammelten Apostel in Erwartung des Heiligen Geistes, der sie zu mutigen Boten des Evangeliums machte (vgl. Apg 1,14). In ihrem ganzen Leben hat Maria das verwirklicht, was von der Kirche verlangt wird, dass sie es zum ewigen Gedächtnis Christi tue. Am Glauben Marias sehen wir, wie wir die Tür unseres Herzens öffnen sollen, um Gott zu gehorchen; an ihrer Selbstlosigkeit entdecken wir, wie sehr wir gegenüber den Nöten der anderen aufmerksam sein sollen; in ihren Tränen finden wir die Kraft, um die zu trösten, die ein Leid tragen. In jedem dieser Momente bringt Maria den Reichtum der göttlichen Barmherzigkeit zum Ausdruck, die jedem in den täglichen Nöten entgegenkommt. Wir wollen heute Abend unsere liebevolle Mutter im Himmel mit dem ältesten Gebet anrufen, mit dem sich die Christen besonders in schwierigen Momenten und im Martyrium an sie gewandt haben. Wir wollen zu ihr rufen in der Gewissheit, dass wir von ihrer mütterlichen Barmherzigkeit Hilfe erfahren, da sie als „glorwürdige und gebenedeite Jungfrau“ uns alle Tage unseres Lebens Schutz, Hilfe und Segen sein kann: „Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesmutter; verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten, sondern errette uns jederzeit aus allen Gefahren, o du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau.“ © Copyright – Libreria Editrice Vaticana

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12 Fortsetzung von Seite 9 zu wiederverheirateten Geschiedenen steht. Erwin Müller erhält für 20 Jahre Obmann eine Urkunde und die silberne Ehrennadel. Josef Huber erhält für 40 Jahre Schriftführer eine Urkunde. Der Film über Anna Schäffer kommt gut an. Zwei Sodalen treten der MC bei. Rechtmehring, 06.10.2016. Neben dem Jahresbericht ist die Entscheidung über die Gestaltung der Standarte Hauptpunkt. Nach der schriftlichen Zustimmung der Sodalen Anfang 2016 stellt Obmann Dieter Achatz drei Entwürfe zur Diskussion. Die Entscheidung fällt eindeutig. Er wirbt für die Pilgerbetreuer in Altötting, einen Dienst, den er selber tut. Für die Pfarrgruppe stellt er einen neuen Flyer vor. Pfr. Kalinka stellt die Frage nach dem Verhalten der jungen Christen nach dem Empfang der Sakramente. Br. Georg ergänzt das Thema Pilgerbetreuer und spricht von Vorbildern wie dem hl. Franziskus in „Laudato si“. Die Standarte soll Vorbilder zeigen und die eigene Identität erkennen lassen. In der Hl. Messe steht die hl. Anna Schäffer im Mittelpunkt der Ansprache. Heiligkreuz, 08.10.2016. Pfarrer Michael Witti konzelebriert bei der feierlichen Abendmesse mit Vizepräses Br. Ludwig. Vor den vielen Gottesdienstbesuchern predigt Br. Ludwig zur Danksagung. Beim Konvent im Landgasthof Feichten sind 20 Sodalen anwesend und hören Worte des Vizepräses, der Grüße von Br. Georg übermittelt. Dieser befindet sich an diesem Wochenende in Rom. Br. Ludwig spricht über das apostolische Schreiben Amoris Laetitia, worauf sich eine lebhafte Diskussion mit den Konventteilnehmern anschließt. Obmann Günther Wiesmaier blickt auf das vergangene Jahr zurück. Der Obmann gibt beim Vorgang der Neuwahl bekannt, dass er sich noch für ein Jahr kommissarisch zur Verfügung stellt. Ihm zur Seite steht künftig ein Vertreter aus Feichten und die Dreierspitze, die einstimmig wiedergewählt wird. Kirchdorf, 09.10.2016. Sechs Fahnenabordnungen lassen die Gottesdienstbesucher an einem festlichen Bild beim Gottesdienst teilhaben. Vier Männer lassen sich in die Kongregation aufnehmen und weihen sich der Muttergottes. Obmann Simon Huber begrüßt im Gasthaus Grainer Vizepräses Br. Ludwig und die Abordnungen der Nachbarpfarrgruppen. Etwa 70 Personen finden sich dort ein. Huber bittet, auch künftig an den MC-Veranstaltungen so kräftig teilzunehmen. Br. Ludwig diskutiert auch hier mit den Sodalen über das apostolische Schreiben Amoris Laetitia. Ampfing, 12.10.2016. Die Hl. Messe ist für die Verstorbenen der MC und Altschützen. Die Predigt entfällt wegen der Chorprobe. Knapp ein Drittel der Sodalen sind im Pfarrheim. Martin Müller gedenkt der beiden Verstorbenen. Er erwähnt das Pfarrverbandstreffen der MC mit fast 50 Leuten, Teilnahme an Fronleichnam und Maiandacht, an der Feier 10 Jahre Papstbesuch in Altötting. Br. Georg leitet die Wahl: Obmann Martin Müller wird einstimmig wiedergewählt, ebenso Martin Huber. Neu gewählt wird Manfred Holzner. Die Erhöhung des Beitrages um 3 Euro wird beschlossen. Der Präses erzählt von den Highlights in Altötting, gibt Verstehenshilfe zum Lesen der päpstlichen Schreiben, bittet um das Gebet für den Frieden und erzählt vom Leben der hl. Anna Schäffer. 2020 steht das 200 jährige Jubiläum an. Die Diaschau über das Marianische Jubiläum der Marienwallfahrtsorte weltweit in Rom rundet den Abend ab.

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Zeilarn, 13.10.2016. In der Hl. Messe mit der Predigt zum Tagesevangelium wird ein Sodale aufgenommen. Er trägt seit 35 Jahren das Pilgerkreuz nach Altötting. Pfr. Gottfried Hinterberger ist bei der Hl. Messe und beim Konvent dabei. Obmann Peter Hautz gedenkt im Gasthaus Heilmaier der vier Verstorbenen. Zum Rückblick gehören vier Neuaufnahmen, der Einkehrtag mit P. Siegbert, das Frühjahrshauptfest, Marienmesse und Herz-Jesu-Fest in Tann mit elf Mann; Vorstandssitzung, 250 Jahrfeier in Reischach mit 17 Sodalen und das Herbsthauptfest mit zwei Lebensweihen. Br. Georg gibt Hilfen zum Lesen der päpstlichen Schreiben und empfiehlt das Gebet für den Frieden. Die Bilder vom Marianischen Jubiläum in Rom und der Kurzfilm über die Enthüllung des Papstdenkmals in Altötting finden großes Interesse. Dietersburg, 15.10.2016. In der festlichen Vorabendmesse zum Kirchweihsonntag werden sechs Sodalen aufgenommen, vier legen die Lebensweihe ab. Der Präses predigt zum Thema Gebet. Pfr. Konrad Kuhn konzelebriert und ist aktiv beim Konvent. Bürgermeister Stefan Hanner ist beeindruckt von der Kongregation mit langer Tradition und ihrem Beitrag zum sozialen Leben. Br. Georg erzählt von den jüngsten Höhe- 13 punkten im MC-Leben. Er empfiehlt Papstschreiben und Friedensgebet, wirbt für Einkehrtage, Exerzitien und den Dienst als Pilgerbetreuer in Altötting. Obmann Josef Haider hält den ausgiebigen Bericht über zwei Jahre, da 2015 kein Konvent stattgefunden hat. Neben den üblichen Aktivitäten ragen die beiden Fackelwanderungen und der Ausflug nach Engelhardszell und Regensburg heraus. Beim Jubiläum in Reischach geben 15 Mann ihrem Landsmann Pfr. Ludwig Samereier die Ehre. Wegen der vielen Ausgaben hat die Kasse ein Minus gemacht. Ein 50-jähriger und ein 60-jähriger Jubilar sind zu ehren. Leider sind in zwei Jahren sieben Sodalen verstorben. In der Nachwahl wird Thomas Edbauer als Beisitzer einstimmig gewählt. Br. Georg zeigt die Diaschau vom Marianischen Jubiläum in Rom. St. Wolfgang, 20.10.2016. Im Gasthaus Faltermeier lädt Obmann Anton Wandinger zum Totengedenken und gibt den Rückblick. Er beinhaltet die Teilnahme an Hauptfesten und Einkehrtag in Altötting sowie am Pfarrleben, u.a. mit Maiandacht. Über den Ausflug zusammen mit den Schönbrunner Sodalen berichtet Paul Rott. Kassier Philipp stellt den Kassenstand vor. Es wird gesammelt für Br. James für die Ordensausbildung von Kapuzinern in Indien. Br. Georg gibt Hilfen zum Verständnis päpstlicher Lehrschreiben, berichtet von den Feiern in Altötting und dem Marianischen Jubiläum in Rom. Die Bilderschau darüber und der Kurzfilm über die Segnung der Papststatue finden großes Interesse, da die St. Wolfganger in Altötting dabei gewesen sind. In der Predigt gibt der Präses Gedanken von Papst Franziskus über den Rosenkranz wieder. Vor der Hl. Messe wird der Rosenkranz gebetet und die Beichte genutzt.

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14 Arnstorf, 21.10.2016. Bereits zur Tradition ist das Treffen der Pfarrgruppen im Kollbachtal geworden. Acht Pfarrgruppen feiern die Hl. Messe in der Kirche zu Arnstorf, in der Vizepräses Br. Ludwig während seiner Predigt zu Wachsamkeit im Glauben aufruft. Der neue Ortspfarrer Moses konzelebriert. Drei wackere Neusodalen lassen sich in die große MC-Familie aufnehmen. Obmann Michael Lindner berichtet beispielsweise über die Fußwallfahrt nach Altötting im vergangenen Jahr und bittet die Sodalen, sich weiter aktiv einzubringen. Pfarrer Moses freut sich auf die Zusammenarbeit mit der MC. Egglkofen, 22.10.2016. Pfr. P. Paul konzelebriert in der Vorabendmesse. Br. Georg predigt über den Pharisäer und Steuereintreiber im Tempel. Bei der Versammlung im Pfarrheim hält Obmann Johann Lenz einen kurzen Rückblick. Der monatliche Rosenkranz könnte besser besucht sein. Ein Jubilar mit 60 Jahren ist zu ehren. Der beiden Verstorbenen wird gedacht. Der Präses berichtet von verschiedenen Feierlichkeiten in Altötting und vom Mariansichen Jubiläum in Rom. Die Diaschau dazu und der Film über die Einweihung der Papststatue finden reges Interesse. Br. Georg gibt Hinweise zu den päpstlichen Schreiben und empfiehlt den Friedensrosenkranz. In einer Pause gibt es Wiener mit Backwaren. Edling, 23.10.2016. Im Mittelpunkt der mit Bläsern festlich gestalteten Hl. Messe steht die Segnung der restaurierten Fahne und des Erinnerungsbandes durch den Präses. Er geht in der Predigt auf den Pharisäer und den Steuereintreiber ein, erklärt den Sinn des Ablasses und die Absichten der Männerkongregation bei der Gründung 1563. Maria bleibt Fürsprecherin und Schutzfrau. Albaching, Attel und Rieden geben die Ehre. Ludwig Ganslmeier begrüßt im Pfarr- heim die Ehrengäste, Präses und Sekretär Reiser, Diakon Georg Wimmer, Vorstände von PGR und KV und Ehrenobmann Helmut Jansen mit 91 Jahren. Der Jahresbericht umfasst eine reichhaltige Liste von Aktivitäten; dazu gehört die Mitfeier in Altötting am 11. September. Im Oktober wird täglich der Rosenkranz gebetet. PGR-Vorsitzender Dr. Stefan Schweitzer dankt der MC für die Bereicherung des Pfarrlebens und die Verlebendigung der Feste. Nach dem Mittagessen wird Konrad Demmel für 65 Jahre MC geehrt. Br. Georg geht noch mal auf die Spiritualität ein. Als gläubige Männer müssen wir damit umgehen und darauf antworten, was wir von Gott her bekommen. Papst Franziskus spricht über den Rosenkranz: Beten und zuhören wie Maria, aber dann handeln. Br. Georg plädiert dafür, die päpstlichen Schreiben ernst zu nehmen und auf die Vorbilder Maria und Bruder Konrad zu schauen. Nach dem Dank des Obmann klingt das Fest bei Kaffee und Kuchen aus. Failnbach, 26.10.2016. Pfr. Dr. Theodore und Br. Georg bieten Beichtgelegenheit vor der Hl. Messe, die genutzt wird. Der Rosenkranz wird gebetet. Br. Georg zitiert Papst Franziskus zum Rosenkranz. Im Gasthaus Scheuwimmer bietet Obmann Michael Huber einen gefüllten Rückblick mit Teilnahme an Veranstaltungen in Altötting und in der Pfarrei. Er erinnert an die Lebensweihe. Werner Aigner berichtet über die Kasse. Br. Georg erzählt von den Höhepunkten der

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15 letzten Monate und gibt Hilfen zum Verständnis der päpstlichen Schreiben. Das Gebet um Frieden und Infos zu den Pilgerbetreuern sind wichtig. Der Kurzfilm über die Segnung der Papststatue und die Diaschau über das Marianische Jubiläum in Rom finden reges Interesse. Obertrennbach, 27.10.2016. Beichte und Rosenkranz gehen der Hl. Messe voraus. Ein Soldale wird aufgenommen, einer tritt der MC bei. Papstworte zum Rosenkranz bestimmen die Predigt des Präses. Im Gasthaus Trennbacher Hof gedenkt Obmann Alois Hirl der drei Verstorbenen. Ein Sodale hat geheiratet, zwei haben goldene Hochzeit gefeiert. Fünf hohe Geburtstage bis 90 bekommen eine Flasche Sekt. Ein 60- und zwei 50-jährige Jubilare sind zu feiern. Monatlicher Rosenkranz, Kreuzweg, Maiandacht und Teilnahme an kirchlichen Feiern und Vereinsveranstaltungen gehören dazu wie die rege Teilnahme in Altötting. Die Kasse wird von einem Vertreter vorgetragen. Br. Georg bringt den gewohnten Rückblick auf Höhepunkte und Altöttinger Aktionen. Die Diaschau über das Marianische Jubiläum in Rom und der Kurzfilm über die Segnung der Papststatue finden großes Interesse. Kollbach, 29.10.2016. Schwerpunkt der Jahreshauptversammlung ist neben dem reichen Bericht von Obmann Robert Schachtner die Jubiläumsfeier am 21. Mai 2017. Bis dahin soll die Fahne re- stauriert werden. Die Lokalität wird nach Anmeldung der Teilnehmer festgelegt. Heute werden die fünfzehn MC-Krawatten verkauft, zehn bestellte werden aus Altötting nachgeliefert. Fünf runde Geburtstage und fünf Jubilare werden geehrt. Neuaufnahmen wären zum anstehenden Jubiläum für den Präses anstrebenswert und ein schönes Zeichen. Br. Georg erzählt von den Höhepunkten der letzten Monate. Die Diaschau von Rom und der Kurzfilm über die Segnung der Papststatue finden reges Interesse. Die Vorabendmesse ist sehr gut besucht, die Beichte davor wird genutzt. Der Abend klingt aus mit einem ausgedehnten Schafkopf mit dem Präses. Der Umsatz gehört der Renovierung der Basilika. Schönbrunn, 04.11.2016. Obmann Johann Brand gedenkt im Feuerwehrhaus der vier Verstorbenen. Er berichtet vom Einkehrtag in Altötting, den Hauptfesten, vom Kreuzweg mit der katholischen Frauengemeinschaft, der Jubilarfeier - der Obmann ist 60 Jahre bei der MC - der Fahrt nach Augsburg und Andechs. Er bittet um Teilnahme am Monatsrosenkranz und dankt den Fahnenabordnungen. Br. Georg geht auf die Feste der letzten Zeit ein. Die Sodalen stärken sich mit Leberkäse und Kartoffelsalat. Die Diaschau vom Marianischen Jubiläum in Rom und der Film über die Segnung der Papststatue finden großen Anklang. Der Hl. Messe mit einer Neuaufnahme geht die Beichtgelegenheit voraus.

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